STAND DER TECHNIK
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherheitsetikett zum Sichern von in einer
Einzelverpackung gehaltenen Medikamenten gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Aus der
US 2007/0235366 A1 ist ein Etikett zur Anbringung an einer Blisterverpackung bekannt, welches aus einem
an der Blisterverpackung anklebbaren Kartonblatt und einem an dem Kartonblatt angeklebten
Polymerfilm besteht. Im Kartonblatt sind im Bereich der zu erwartenden Medikamententröge
der Blisterverpackung kreisrunde Perforationen vorgesehen, die wiederum vom Polymerfilm
abgedeckt sind. Der Polymerfilm ist ebenfalls mittels Perforationen in einzelne Segmente
unterteilt, wobei jedes Segment einem Medikamententrog zuzuordnen ist. Zur Entnahme
eines einzelnen Medikamentes muss nun zunächst das Segment abgenommen werden, um das
Kartonblatt an dieser Stelle freizulegen, bevor das Medikament durch die Alufolie
der Blisterverpackung und dem perforierten Bereich des Kartonblattes durchgedrückt
werden kann.
[0003] Die Blisterverpackung besteht aus einer Anzahl von Trögen, in denen je ein Medikament
mittels einer Abdeckfolie, meistens aus Aluminium, verpackt ist. Diese Abdeckfolie
lässt sich leicht durchstoßen mit der Folge, dass das Medikament herausfällt, beziehungsweise
entnommen werden kann. Hierdurch besteht die Gefahr, dass die die Medikamente abdeckende
Alufolie versehentlich aufreißt und dass das Medikament entweder beschmutzt wird oder
verloren geht, oder es besteht die Gefahr, dass die Alufolie von Unbefugten, zum Beispiel
von kleinen Kindern beim Spielen geöffnet wird, und dass die Kinder dann diese Medikamente
verschlucken.
[0004] Es hat sich jedoch herausgestellt, dass unter anderem die Abdeckung aus Polymerfilm
viel zu leicht entfernt werden kann, so dass insbesondere kleine Kinder durchaus an
die Medikamente gelangen können.
[0005] Aus der
US 5 785 180 ist eine Kindersichere Bisterpackung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
[0006] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Sicherheitsetikett
der eingangs genannten Art zu schaffen, welches sich zwar gut öffnen lässt, aber dennoch
einen Schutz gegen unbefugtes Öffnen durch Kinder oder ein versehentliches Öffnen
bietet und welches kostengünstig herstellbar ist.
[0007] Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Sicherheitsetikett
der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte
Weiterbildungen dieses Sicherheitsetikettes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildetes Sicherheitsetikett hat den Vorteil,
dass die auf der Schnittbahn angeordneten Hemmstellen einen so großen Widerstand aufbauen,
dass das versehentliche Öffnen der Medikamententröge erschwert wird. Gleichzeitig
wird es auch Kindern erschwert, diese Medikamententröge zu öffnen.
[0009] Die Hemmstellen sind als ein Querschnitt oder als eine Biegung ausgebildet. Alle
diese Hemmstellen erschweren auf ihre Art den Abziehvorgang, ein Querschnitt aufgrund
der Umlenkung der Abziehbewegung in zwei Richtungen, die beide unerwünscht sind und
eine Biegung aufgrund der Umkehr der Abziehbewegung. Dabei ist ein Querschnitt orthogonal
zum Rand des Abziehelementes angeordnet.
[0010] Es versteht sich, dass beim Abziehen des Abziehelementes die Schnitte so gut wie
gar keinen Widerstand liefern, während die Hemmstellen eine fließende Abziehbewegung
abrupt stoppen, so dass das Abziehelement nur mit erheblichem Widerstand weiter abgezogen
werden kann.
[0011] Je nach Anwendungsnotwendigkeit können am Umfang des Abziehelementes mehrere Hemmstellen
ausgebildet sein. Mit der Anzahl dieser Hemmstellen kann der im Einzelfall notwendige
Widerstand beim Abziehen des Abziehelementes eingestellt werden.
[0012] Es hat sich als besonders Vorteilhaft erwiesen, zwischen einem Schnitt und einem
Querschnitt einen Haltesteg anzuordnen, weil hierdurch die Widerstandswirkung synergieartig
vergrößert wird, so dass mit einfachen, kostengünstigen Mitteln der gewünschte Widerstand
erzielt wird.
[0013] Die Schnittbahn weist eine Biegung zwischen 140° und 200°, insbesondere zwischen
160° und 180°, auf. Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer während des Abziehvorganges
die Abziehvorrichtung zumindest nahezu umkehren muss. Dies gelingt nur mit erheblichen
motorischen Fähigkeiten, welche zwar bei Erwachsenen, nicht aber bei kleinen Kindern
vorhanden sind. Folglich ist hiermit ein gute Kindersicherung geschaffen.
[0014] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Widerstand im Bereich einer Biegung
sehr viel größer als der Widerstand einer Hemmstelle ist.
Dies führt dazu, dass der Abziehvorgang in einer solchen Biegung zumindest vorübergehend
zum Erliegen kommt, während der Abziehvorgang im Übrigen weitergeführt werden kann.
Somit kann eine solche Biegung zur Steuerung des Abziehvorganges eingesetzt werden.
[0015] In noch einer bevorzugten Ausführungsform ist am Abziehelement eine Grifflasche ausgebildet,
wobei die Grifflasche vollständig von einem Schnitt umgeben ist, ohne dass dort eine
Hemmstelle existiert. Dies hat den Vorteil, dass die Grifflasche vergleichsweise leicht
aus der Sicherheitslage gelöst werden kann, so dass das Abziehelement an dieser Grifflasche
ergriffen und dann endgültig abgezogen werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
dass es kleinen Kindern auf Grund der noch nicht vollständig ausgebildeten Motorik
schwer fällt, diese Grifflasche zu finden, herauszulösen und zu ergreifen. Folglich
ist hierdurch eine vergleichsweise gute Kindersicherung gewährleistet, während die
Grifflasche für einen erwachsenen Patienten kein Hindernis darstellt.
[0016] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform ist am Abziehelement eine Haltelasche
ausgebildet. Diese Haltelasche ist, wie alle anderen Ränder des Abziehelementes ebenfalls,
mit Schnitten und Hemmstellen versehen.
[0017] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, zwischen der Halte-und der Grifflasche eine
U-oder V-förmige Biegung auszubilden. Diese U-oder V-förmige Biegung hat den Vorteil,
dass die Bewegung beim Abziehen des Abziehelementes in dieser Biegung quasi gestoppt
wird, denn in der tiefsten Stelle der Biegung kommt die Abziehbewegung zum Erliegen.
Um das Abziehelement dann weiter abziehen zu können, muss hier zunächst die Abziehrichtung
drastisch geändert werden, was im Normalfall Mühe bereitet und ein hohes Maß an motorischen
Fähigkeiten erfordert. Folglich wird der Abziehvorgang zunächst an den anderen Stellen
des Abziehelementes fortgeführt, so dass die Haltelasche als letztes abgezogen wird.
[0018] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Grifflasche bis in die Biegung hinein
ausgebildet, so dass zwar die Grifflasche des Abziehelementes schnell und einfach
aus der Sicherheitslage gelöst werden kann, das beim Abziehen des Abziehelementes
dann aber hier sehr bald der oben beschriebene Widerstand entsteht mit der Folge,
dass das Abziehelement zunächst auf der der Haltelasche gegenüberliegenden Seite des
Abziehelementes abgezogen wird.
[0019] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform ist an der Sicherheitslage ein zumindest
überwiegend ablösbares Deckblatt angebracht. An diesem Deckblatt können Informationen
zum Medikament aufgedruckt werden. Gestaltet man dieses Deckblatt wieder verschließbar,
so kann hiermit auch ein sehr ordentlicher und aufgeräumter Eindruck der gesamten
Einzelverpackung erreicht werden, so dass die erfindungsgemäße Einzelverpackung auch
nach mehrmaligem Gebrauch noch einen sympathischen Eindruck vermittelt.
[0020] Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Sicherheitsetikettes ergeben sich aus der
beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso
können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die
erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen,
sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine geschnitten dargestellte Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Sicherheitsetikettes mit einer Blisterverpackung, geschnitten entlang
Linie I-I in Fig. 2;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Sicherheitsetikett gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine geschnitten dargestellte Explosionsdarstellung einer zweiten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Sicherheitsetikettes mit einer Blisterverpackung, geschnitten
entlang Linie III-III in Fig. 4;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das Sicherheitsetikett gemäß Fig. 3 entsprechend Linie IV-IV in
Fig. 3.
- Fig. 5a-e
- eine schematische Darstellung der Abfolge beim Entnehmen eines Medikamentes aus der
Einzelverpackung mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitsetikett;
- Fig. 6
- eine geschnitten dargestellte Explosionsdarstellung einer dritten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Sicherheitsetikettes mit einer Blisterverpackung.
[0021] In den Fig. 1 und Fig. 2 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sicherheitsetikettes
dargestellt, welches eine Sicherheitslage 10 umfasst, an deren Unterseite Klebstoff
11 angebracht ist, damit dieses Sicherheitsetikett auf einer Einzelverpackung 12 ,
zum Beispiel auf einem Blister, aufgeklebt werden kann. Die Einzelverpackung 12 umfasst
eine aus einem formstabilen Kunststoff gebildete Medikamentenaufnahme mit einer Anzahl
von Medikamententrögen 13 und einer darauf aufgeklebten Alufolie 14 , mittels der
die einzelnen Medikamente 15 steril verpackt werden.
[0022] In der Sicherheitslage 10 ist für jeden Medikamententrog 13 Abziehelement 16 ausgebildet,
dessen Rand eine virtuelle Schnittbahn bildet, auf der Schnitte 17 und Querschnitte
18 angeordnet sind. Zwischen einem Schnitt 17 und einem Querschnitt 18 ist ein Haltesteg
19 vorgesehen, der eine stoffliche Verbindung zwischen dem Abziehelement 16 und der
Sicherheitslage 10 bildet.
[0023] Zur Mitte der Einzelverpackung 12 hin ist an jedem Abziehelement 16 eine Grifflasche
20 derart ausgebildet, dass im Bereich der Grifflasche 20 keine Haltestege, sondern
ein durchgehender Schnitt 17 vorgesehen ist.
[0024] An einer Seite des Abziehelementes 16 ist eine Haltelasche 21 ausgebildet, wobei
zwischen der Haltelasche 21 und deren Abziehelement 16, insbesondere der Grifflasche
20 eine Biegung 22 vorgesehen ist. In der Biegung 22 ist ein Schnitt 17 ausgebildet,
ohne dass sich im Bereich der Biegung 22 Haltestege befinden.
[0025] Auf einer der Haltelasche 21 gegenüberliegenden Seite des Abziehelementes 16 ist
der Rand des Abziehelementes 16 gekrümmt ausgebildet, wobei die Krümmung ca. 90° beträgt.
Im Bereich der Krümmung ist abwechselnd ein Schnitt 17 und ein Querschnitt 18 angeordnet,
wobei zwischen jedem Schnitt 17 und dem benachbarten Querschnitt 18 ein Haltesteg
19 ausgebildet ist.
[0026] Zur Entnahme eines Medikamentes 15 aus dem Medikamententrog 13 ist es nun erforderlich,
zunächst einmal das Abziehelement 16 aus der Sicherheitslage 10 zu entfernen. Hierzu
muss zunächst die Grifflasche 20 von ihrem Untergrund abgepellt und ergriffen werden.
Allein dieser Vorgang erfordert schon ein hohes Maß an Motorik und dürfte kleinen
Kindern sehr schwer fallen.
[0027] Anschließend muss die Grifflasche 20 ergriffen werden, um das Abziehelement 16 entlang
der virtuellen Schnittbahn abzuziehen. Zunächst stößt man dabei auf zwei Widerstände
bildende Hemmstellen, zum einen im Bereich der Biegung 22 und zum anderen beim ersten
Haltesteg 19 am Übergang von der Grifflasche 20 zum Rest des Abziehelementes 16 .
Wendet man nun die notwendige Kraft auf, so wird der Haltesteg 19 zerreißen und man
trifft auf den Querschnitt 18 . Auch dieser bildet einen gewissen Widerstand, welcher
aber auch von einem normal starken Patienten überwunden werden kann. Während man also
derart das Abziehelement 16 von der Einzelverpackung 12 abzieht, wird es nicht ohne
Weiteres gelingen, das Abziehelement 16 im Bereich der Biegung 22 weiter abzuziehen,
weil hierzu ein Richtungswechsel notwendig ist. Einen solchen Richtungswechsel kann
man aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollziehen, da die der Haltelasche 21 gegenüberliegende
Seite des Abziehelementes noch an der Sicherheitslage 10 befestigt ist. Folglich wird
die aufgewendete Kraft dazu führen, das Abziehelement 16 im Bereich der Krümmung abzuziehen.
Aufgrund dieser Krümmung wird man aber hier genötigt, einen Richtungswechsel durchzuführen,
was wiederum ein gewisses Maß an Motorik erfordert. Erst wenn die mit der Krümmung
versehene Seite des Abziehelementes 16 vollständig gelöst ist, wird es gelingen, das
Abziehelement 16 im Bereich der Haltelasche 21 abzuziehen.
[0028] Im Ergebnis benötigt man also eine gewisse Kraft, um die durch die Hemmstellen, insbesondere
die Biegung 22 , die Haltestege 19 und die Querschnitte 18 erzeugten Widerstände zu
überwinden, und zum anderen benötigt man ein hohes Maß an Motorik, um der gekrümmten
Linie am Rand des Abziehelementes 16 folgen zu können.
[0029] Nachdem also die Einzelverpackung 12 im Bereich des zu entnehmenden Medikamentes
15 frei gelegt ist, kann das Medikament 15 in an sich bekannter Weise durch die Alufolie
14 gedrückt und entnommen werden.
[0030] Die in den Fig. 3 und Fig. 4 dargestellte zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Sicherheitsetikettes ist betreffend die Sicherheitslage 110 und die Einzelverpackung
112 identisch mit der in den Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten ersten Ausführungsform, jedoch
ist in dieser zweiten Ausführungsform zusätzlich ein Deckblatt 123 vorgesehen, welches
bündig auf der Sicherheitslage 110 aufgeklebt ist. Zusätzlich ist auf der Sicherheitslage
110 bis auf einen Bund 125 eine Silikonschicht 124 aufgebracht, so dass das Deckblatt
123 mehrfach geöffnet und anschließend wieder zuverlässig verschlossen werden kann.
[0031] Die in Fig. 6 dargestellte dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Fig.
1 dargestellten ersten Ausführungsform lediglich dadurch, dass an der Sicherheitslage
210 im Bereich des Abziehelementes 216 kein Klebstoff 211 angebracht ist, so dass
das Abziehelement 216 ohne Klebeverbindung an der Einzelverpackung 212 anliegt.
[0032] Nachfolgend wird anhand der Fig. 5a bis Fig. 5e der Vorgang des Entnehmens eines
Medikamentes wie folgt näher erläutert:
Zunächst wird das Deckblatt ergriffen und von der Sicherheitslage abgezogen, so dass
das Deckblatt lediglich mit seinem Bund noch an der Sicherheitslage angeklebt ist.
Anschließend kann man das gesamte Sicherheitsetikett zusammen mit der Einzelverpackung
zwischen Daumen und Zeigefinger halten und Daumen und Zeigefinger leicht zusammendrücken.
Dabei biegt sich die Mitte der Einzelverpackung ein wenig nach oben wodurch sich zumindest
einige Grifflaschen der Abziehelemente teilweise von der Sicherheitslage ablösen.
Eine solche Grifflasche kann nun in einfacher Weise ergriffen werden, um dann das
Abziehelement 16 zu entfernen. Beim Abziehen des Abziehelementes erreicht man schnell
eine erste Hemmstelle in Form eines Haltesteges auf der einen Seite des Abziehelementes
und eine zweite Hemmstelle in Form einer Biegung zwischen dem Abziehelement und der
Haltelasche. Um das Abziehelement nun weiter abzuziehen müsste im Bereich der Biegung
die Abziehrichtung umgekehrt werden, was aber praktisch nicht möglich ist. Folglich
wird an dieser Stelle der Abziehvorgang unterbrochen. Zieht man weiter an der Grifflasche,
so wird der Haltesteg zerstört und das Abziehelement weiter entlang der virtuellen
Schnittbahn abgezogen. Als nächstes stößt man dann auf einen Querschnitt, der ebenfalls
eine Hemmstelle darstellt, da aufgrund des Querschnittes die Tendenz besteht, die
Abziehrichtung in Richtung des Querschnittes zu verlagern. Entlang der Schnittbahn
hinter diesem Querschnitt ist dann ein weiterer Haltesteg vorgesehen. Zieht man also
weiter an der Gifflasche, so wird auch dieser Haltesteg durchtrennt und man kann das
Abziehelement weiter entlang der virtuellen Schnittbahn abziehen. Aufgrund der Krümmung
der virtuellen Schnittbahn wird man nun genötigt, das Abziehelement in einer Kurvenbahn
weiter abzuziehen, wobei die Abziehrichtung um 90° gedreht wird. Hierzu muss man einiges
Geschick aufwenden, da eine solche Richtungsänderung nicht automatisch erfolgt. Sobald
die Richtungsänderung vollzogen ist kann das Abziehelement weiter abgezogen werden
solange, bis die entsprechende Seite des Abziehelementes komplett gelöst ist. Anschließend
kann man das Abziehelement entweder weiter im Bereich der Haltelasche abziehen oder
einfach hier befestigt lassen und zur Seite drücken. Wie Fig. 5e zu entnehmen ist,
kann man anschließend durch Drücken auf den Medikamententrog das eigentliche Medikament
gegen die Alufolie pressen und durch die Grundlage hindurchstoßen.
[0033] Erste Untersuchungen haben ergeben, dass die Kombination von motorischen Fähigkeiten
mit dem Wissen, dass das Medikament am Besten im Bereich der Öffnungsschnitte zu entnehmen
ist dazu führt, dass dieses Sicherheitsetikett kindersicher ist.
[0034] In einem Verfahren zum Abziehen eines Abziehelementes von einem auf einer Einzelverpackung
aufgebrachtem Sicherheitsetikett, wird die Einzelverpackung zumindest vorübergehend
gebogen, so dass sich Grifflaschen des Abziehelementes lösen.
[0035] In einem Verfahren zum Abziehen eines Abziehelementes von einem auf einer Einzelverpackung
aufgebrachtem Sicherheitsetikett, wird während des Abziehvorganges die Richtung des
Abziehvorganges um 30° bis 120°, insbesondere um 70° bis 100°, vorzugsweise um 90°
geändert.
[0036] In einem Verfahren zum Abziehen eines Abziehelementes von einem auf einer Einzelverpackung
aufgebrachtem Sicherheitsetikett, erfolgt während des Abziehvorganges eine Umkehrung
der Abziehrichtung, wobei die Abziehrichtung von 140° bis 200°, vorzugsweise von 160°
bis 180° geändert wird.
[0037] In einem Verfahren zum Abziehen eines Abziehelementes von einem auf einer Einzelverpackung
aufgebrachtem Sicherheitsetikett, wird der Abziehvorgang entlang einer Seite des Abziehelementes
vorübergehend gestoppt, so dass der Abziehvorgang zunächst entlang einer anderen Seite
des Abziehelementes durchgeführt wird.
[0038] In einem Verfahren zum Abziehen eines Abziehelementes von einem auf einer Einzelverpackung
aufgebrachtem Sicherheitsetikett, beginnt der Abziehvorgang entlang einer ersten Seite,
erst wenn der Abziehvorgang entlang einer zweiten Seite abgeschlossen ist.
[0039] In einem oben erwähnten Verfahren wird der Abziehvorgang anschließend auf der ersten
Seite beendet.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 10, 110 210
- Sicherheitslage
- 11, 111 211
- Klebstoff
- 12, 112 212
- Einzelverpackung
- 13
- Medikamententrog
- 14
- Alufolie
- 15
- Medikament
- 16 216
- Abziehelement
- 17
- Schnitt
- 18
- Querschnitt
- 19
- Haltesteg
- 20
- Grifflasche
- 21
- Haltelasche
- 22
- Biegung
- 123
- Deckblatt
- 124
- Silikonschicht
- 125
- Bund
1. Sicherheitsetikett zum Sichern von in einer Einzelverpackung gehaltenen Medikamenten,
mit einer auf der Einzelverpackung (12, 112, 212) aufklebbaren Sicherheitslage (10,
110, 210), wobei in der Sicherheitslage (10, 110, 210) im Bereich der zu erwartenden
Medikamente (15) Abziehelemente (16, 216) dadurch ausgebildet sind, dass am Rand der
Abziehelemente (16, 216) Schnitte (17) in die Sicherheitslage (10, 110, 210) eingebracht
sind, wobei die Schnitte (17) auf einer virtuellen Schnittbahn angeordnet sind, wobei
auf der Schnittbahn Hemmstellen vorgesehen sind, die beim Abziehen des Abziehelementes
einen Widerstand bilden,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Hemmstelle als ein Querschnitt (18) ausgebildet ist, und/oder aus einer Biegung(22)
der Schnittbahn um 140° bis 200° besteht, wobei beim Abziehvorgang des Abziehelementes
ein Richtungswechsel notwendig ist, um es weiter abzuziehen.
2. Sicherheitsetikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem Schnitt (17) und einem Querschnitt (18) ein Haltesteg (19) angeordnet
ist.
3. Sicherheitsetikett nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Abziehelement (16, 216) eine Haltelasche (21) ausgebildet ist.
4. Sicherheitsetikett nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegung (22) zwischen der Haltelasche (21) und der Grifflasche (20) angeordnet
ist.
5. Sicherheitsetikett nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Abziehelement (16, 216) eine Grifflasche (20) ausgebildet ist, wobei die Grifflasche
(20) vollständig von einem Schnitt (17) umgeben ist.
6. Sicherheitsetikett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Grifflasche (20) bis in die Biegung (22) hinein reicht.
7. Sicherheitsetikett nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Haltelasche (21) gegenüberliegenden Seite des Abziehelementes (16, 216)
die Schnittbahn gekrümmt ausgeführt ist.
8. Sicherheitsetikett nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Sicherheitslage (110) ein zumindest überwiegend ablösbares Deckblatt (123)
angebracht ist.
9. Sicherheitsetikett nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitslage (210) an ihrer Unterseite im Bereich des Abziehelementes (216)
klebstofffrei ist.
10. Verfahren zum Abziehen eines Abziehelementes (16, 216) von einem auf einer Einzelverpackung
(12, 112, 212) aufgebrachtem Sicherheitsetikett gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Abziehvorgangs eine Umkehrung der Abziehrichtung erfolgt, wobei die Abziehrichtung
von 140° bis 200° geändert wird.
1. Security label for securing drugs retained in an individual pack, having a safeguard
layer (10, 110, 210) which can be adhesively bonded on the individual pack (12, 112,
212), wherein pull-off elements (16, 216) are formed in the safeguard layer (10, 110,
210), in the region of the expected drugs (15), by cuts (17) being made in the safeguard
layer (10, 110, 210) at the border of the pull-off elements (16, 216), wherein the
cuts (17) are arranged along a virtual cut path, and wherein inhibiting locations,
which provide resistance when the pull-off element is being pulled off, are provided
along the cut path, characterized in that an inhibiting location is designed in the form of a transverse cut (18) and/or consists
of a bend (22) in the cut path through 140° to 200°, wherein, during the operation
for pulling off the pull-off element, a change in direction is necessary in order
for the pull-off element to be pulled off further.
2. Security label according to Claim 1, characterized in that a retaining web (19) is arranged between a cut (17) and a transverse cut (18).
3. Security label according to one of the preceding claims, characterized in that a retaining lug (21) is formed on the pull-off element (16, 216).
4. Security label according to Claim 3, characterized in that the bend (22) is arranged between the retaining lug (21) and the grip lug (20).
5. Security label according to one of the preceding claims, characterized in that a grip lug (20) is formed on the pull-off element (16, 216), wherein the grip lug
(20) is surrounded in full by a cut (17).
6. Security label according to Claim 5, characterized in that the grip lug (20) extends into the bend (22).
7. Security label according to one of Claims 3 to 6, characterized in that the cut path is of curved shape on a side of the pull-off element (16, 216) which
is located opposite the retaining lug (21).
8. Security label according to one of the preceding claims, characterized in that an at least predominantly detachable cover sheet (123) is applied to the safeguard
layer (110).
9. Security label according to one of the preceding claims, characterized in that the safeguard layer (210), on its underside, is free of adhesive in the region of
the pull-off element (216).
10. Method of pulling off a pull-off element (16, 216) from a security label according to Claim 1 applied to an individual pack (12, 112, 212), characterized in that, during the pulling-off operation, the pulling-off direction is reversed, wherein
the pulling-off direction is changed from 140° to 200°.
1. Etiquette de sécurité pour protéger des médicaments conditionnés dans un emballage
individuel, comprenant une couche de sécurité (10, 110, 210) pouvant être collée sur
l'emballage individuel (12, 112, 212), des éléments pelables (16, 216) étant réalisés
dans la couche de sécurité (10, 110, 210) dans la région des médicaments (15) à recevoir
par le fait que des découpes (17) sont pratiquées dans la couche de sécurité (10,
110, 210) au niveau du bord des éléments pelables (16, 216), les découpes (17) étant
disposées sur un chemin de coupe virtuelle, des endroits de blocage étant prévus,
lesquels, lors du pelage de l'élément pelable, produisent une résistance,
caractérisé en ce qu'un endroit de blocage est réalisé sous forme de découpe transversale (18), et/ou est
constitué par une courbure (22) du chemin de coupe de 140° à 200°, un changement de
direction étant nécessaire lors de l'opération de pelage de l'élément pelable afin
de pouvoir continuer à le peler.
2. Etiquette de sécurité selon la revendication 1, caractérisée en qu'entre une découpe
(17) et une coupe transversale (18) est disposée une nervure de retenue (19).
3. Etiquette de sécurité selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une patte de retenue (21) est réalisée au niveau de l'élément pelable (16, 216).
4. Etiquette de sécurité selon la revendication 3, caractérisée en ce que la courbure (22) est réalisée entre la patte de retenue (21) et la patte de préhension
(20).
5. Etiquette de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une patte de préhension (20) est réalisée au niveau de l'élément pelable (16, 216),
la patte de préhension (20) étant entièrement entourée par une découpe (17).
6. Etiquette de sécurité selon la revendication 5, caractérisée en ce que la patte de préhension (20) s'étend jusque dans la courbure (22).
7. Etiquette de sécurité selon l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisée en ce que le chemin de coupe est réalisé de manière courbée au niveau d'un côté de l'élément
pelable (16, 216) opposé à la patte de retenue (21).
8. Etiquette de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une feuille de recouvrement (123) au moins décollable en majeure partie est appliquée
sur la couche de sécurité (110).
9. Etiquette de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de sécurité (210) ne présente pas d'adhésif au niveau de son côté inférieur
dans la région de l'élément pelable (216).
10. Procédé pour peler un élément pelable (16, 216) d'une étiquette de sécurité appliquée
sur un emballage individuel (12, 112, 212) selon la revendication 1, caractérisé en ce que pendant l'opération de pelage, une inversion de la direction de pelage se produit,
la direction de pelage étant modifiée de 140° à 200°.