| (19) |
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(11) |
EP 2 475 889 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.2017 Patentblatt 2017/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.09.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/063179 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/029847 (17.03.2011 Gazette 2011/11) |
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| (54) |
DREHKOLBENPUMPE
ROTARY PISTON PUMP
POMPE À PISTONS ROTATIFS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.09.2009 DE 202009012158 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.07.2012 Patentblatt 2012/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH |
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49632 Essen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KRAMPE, Paul
49632 Essen /Olbg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Eisenführ Speiser |
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Patentanwälte Rechtsanwälte PartGmbB
Johannes-Brahms-Platz 1 20355 Hamburg 20355 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-93/14314 DE-A1- 1 553 120 DE-A1- 4 218 855 FR-A- 1 492 841 GB-A- 856 706 US-A- 3 039 398
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WO-A1-2009/039881 DE-A1- 2 543 593 DE-A1- 10 239 558 FR-A5- 2 239 138 GB-A- 901 266 US-A- 6 099 277
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehkolbenpumpe zur Förderung eines Feststoffe enthaltenden
fluiden Mediums, mit zwei Drehkolben mit ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln und
mit jeweils einer Drehachse und einem Außenumfang, wobei die Drehachsen der beiden
Drehkolben beabstandet voneinander und parallel zueinander angeordnet sind und sich
die Außenumfänge der beiden Drehkolben teilweise überschneiden, und einem Gehäuse
mit einer Einlassöffnung und einer Auslassöffnung sowie einer Innen- und einer Außenwandung,
wobei die Innenwandung des Gehäuses jeweils einen Abschnitt der Außenumfänge der Drehkolben
umschließt und wobei die Drehkolbenpumpe ausgebildet ist, das Medium in einer Förderrichtung
von der Einlass- zur Auslassöffnung zu fördern.
[0002] Drehkolbenpumpen gehören zu den Verdrängerpumpen und weisen zwei Drehkolben mit jeweils
zwei oder mehreren Drehkolbenflügeln auf. Die Drehkolben sind in einem Gehäuse angeordnet,
dessen Innenwandung den Drehkolben zugewandt ist und dessen Außenwandung die Drehkolbenpumpe
nach Außen abschließt. Das Gehäuse umschließt mit seiner Innenwandung jeweils einen
Abschnitt der Außenumfänge der Drehkolben. Der von der Gehäuseaußenwandung umschlossene
Abschnitt wird auch als Umschließungswinkel bezeichnet. Die Spitzen der Drehkolbenflügel
können mit einer Beschichtung, vorzugsweise einer Dichtfläche aus Gummi, versehen
sein, um eine Abdichtung zwischen Drehkolbenflügel und Gehäuseinnenwandung und zwischen
den ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln zu erzielen. Die Drehkolben sind jeweils
in einander entgegengesetzter Richtung um eine Drehachse rotierbar angetrieben, wobei
durch die Kreisbahnen, auf der die Drehkolbenflügelspitzen drehen, jeweils ein Außenumfang
der Drehkolben definiert ist. In dem Bereich, in dem die Drehkolbenflügel ineinandergreifen,
überschneiden sich die beiden Außenumfänge der Drehkolben. Drehkolbenpumpen sind in
der Regel symmetrisch aufgebaut, um eine Umkehr der Förderrichtung zu ermöglichen.
[0003] Drehkolbenpumpen der eingangs genannten Bauart sind beispielsweise aus
DE 297 23 984 U1,
DE 34 27 282 A1,
US 2,848,952,
NL 101 62 83,
US 3,126,834 und
US 15,221 bekannt. Drehkolbenpumpen dieser Art werden auch zur Förderung von Feststoffe enthaltenden
Medien eingesetzt. Durch die Einlassöffnung wird ein fluides Medium, in der Regel
eine Flüssigkeit, in dem Feststoffe unterschiedlicher Art und Menge enthalten sein
können, in den Überschneidungsbereich der Drehkolben zugeführt und von den Drehkolbenflügeln
weitergedrängt zur Auslassöffnung. Dabei können Medien von unterschiedlicher Viskosität
gefördert werden. Drehkolbenpumpen der eingangs genannten Art weisen beispielsweise
Förderleistungen von ca. 3 bis 1.000 Kubikmeter pro Stunde, d.h. ca. 50 bis 16.667
Liter pro Minute, und Drücke bis ca. 16 bar auf.
[0004] Im Medium enthaltene Feststoffe werden mit dem Medium in die Zwischenräume zwischen
den Drehkolbenflügeln geschwemmt und mit dem Medium in der Förderrichtung der Drehkolbenpumpe
von der Einlass- zur Auslassöffnung transportiert. Im Medium enthaltene Feststoffe
können beispielsweise Steine, Metallteile oder andere Fremdkörper sein.
[0005] Drehkolbenpumpen werden häufig in anspruchsvollen Umgebungsbedingungen eingesetzt.
Typische Einsatzgebiete für Drehkolbenpumpen sind beispielsweise Kläranlagen, Schmutz-
und Abwassertechnik, Entsorgungs- und Recyclingtechnik, Papier- und Zellstoffindustrie,
Bahn- und Hafenwirtschaft, Lebensmittelindustrie oder Bauwirtschaft. Drehkolbenpumpen
werden u.a. eingesetzt als Schlammpumpe, Abwasserpumpe, Schmutz- oder Brauchwasserpumpe,
Dickstoffpumpe, Futtermittelpumpe, mobile Pumpe, Pumpe für fremdkörperbelastete Medien,
Güllepumpe, Fäkalienpumpe oder Pumpe für Schlempe und Pülpe. Diese Einsatzbedingungen
erfordern eine robuste, zuverlässige und wenig empfindliche Konstruktion von Drehkolbenpumpen.
[0006] Bei existierenden Drehkolbenpumpen kommt es jedoch immer wieder zu Beschädigungen
von Pumpenbestandteilen, Abschaltungen und starkem Verschleiß, da Feststoffe nicht
immer vollständig in die Drehkolbenflügelzwischenräume gelangen und dort weitergedrängt
werden, sondern zwischen Drehkolbenflügel und Gehäuse oder zwischen zwei ineinandergreifende
Drehkolbenflügel geraten können. Dabei können sich Feststoffe zwischen Drehkolbenflügel
und Gehäuse oder zwischen zwei ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln der beiden Drehkolben
verklemmen, was zu einer Abschaltung der Pumpe, Beschädigungen bzw. Verschleiß des
Gehäuses und/oder der Drehkolben, insbesondere der Drehkolbenflügel und einer eventuell
vorhandenen (Dichtungs-)Beschichtung der Spitzen der Drehkolbenflügel, führen kann.
Abschaltungen führen zu ungewollten Betriebsunterbrechungen und Beschädigungen bzw.
Verschleiß an Drehkolben und/oder Gehäuse führen zu einem reduzierten Wirkungsgrad
der Pumpe durch einen reduzierten Förderdruck sowie höheren Kosten durch erforderliche
Reparaturen bzw. den Austausch von Ersatz- und Verschleißteilen.
Um diese Nachteile zu beseitigen wird in der
DE 20 2005 010 467 U1 und der
DE 20 2006 020 113 U1 der Anmelderin vorgeschlagen, dass das Gehäuse auf der Einlass- und auf der Auslassseite
die Außenumfänge der Drehkolben über einen Gehäusehalbwinkel alpha von 90° hinaus
(Delta alpha) umgreift, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Während durch diese Verringerung
des Querschnitts der Einlass- und Auslassöffnung an der Innenwandung des Gehäuses
eine Verringerung der oben genannten Nachteile erzielt werden kann, besteht jedoch
weiterhin Bedarf, Drehkolbenpumpen zur weiteren Vermeidung der oben genannten Nachteile
weiter zu verbessern.
[0007] In den Offenlegungen
US 6,099,277,
DE 102 39 558 A1,
WO 2009/039881 und
DE 25 43 593 sind Drehkolbenpumpen beschrieben, welche eine Auslassöffnung haben, die an der Innenwandung
des Gehäuses eine maximale Auswurfausdehung aufweist, die größer ist als eine maximale
Ausdehnung der Einlassöffnung an der Innenwandung des Gehäuses. Jedoch ist den Offenlegungen
kein Hinweis auf die Ausformung der Ein- und Auslassöffnungen hinsichtlich der oben
genannten Nachteile zu entnehmen, und auch lediglich die beiden letzteren Offenbarungen
betreffen Pumpen zur Förderung von ähnlichen wie den hier erwähnten Medien. Es ist
daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Drehkolbenpumpe zur Förderung eines
Feststoffe enthaltenden fluiden Mediums bereitzustellen, die einen oder mehrere der
genannten Nachteile reduziert oder beseltigt. Weiterhin ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Drehkolbenpumpe zur Förderung eines Feststoffe enthaltenden fluiden
Mediums bereitzustellen, die die Anzahl der Abschaltungen und den Verschleiß der Drehkolbenpumpe
bzw. Ihrer Komponenten reduziert und/oder ein Absinken des Wirkungsgrades bzw. Förderdrucks
der Drehkolbenpumpe auch über eine längere Betriebsdauer hinweg bzw, unter herausfordernden
Einsatzbedingungen verringert. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Drehkolbenpumpe,
mit einer Auswurfausdehnung und Auslassöffnung nach Anspruch 1 gelöst. Die Auslassöffnung
ist eine Öffnung im Gehäuse, so dass die Auslassöffnung sowohl die innenwandung als
auch die Außenwandung des Gehäuses durchtritt. Als Auswurfausdehnung ist die Ausdehnung
der Auslassöffnung definiert, die an der Innenwandung des Gehäuses auftritt und zwar
in einer Richtung, die senkrecht zu beiden Drehachsen ist und diese Drehachsen verbindet.
Häufig werden Drehkolbenpumpen in einer Betriebsstellung eingesetzt, in der die Drehachsen
der Drehkolben horizontal ausgerichtet und vertikal übereinander angeordnet sind.
In diesem Fall verläuft die Auswurfausdehnung in vertikaler Richtung, d.h. parallel
zur Ebene der Drehachsen und senkrecht zu den Drehachsen. Es sind jedoch auch andere
Betriebsstellungen von Drehkolbenpumpen möglich, beispielsweise mit vertikal ausgerichteten
und horizontal nebeneinander angeordneten Drehachsen. In diesem Fall würde die Auswurfausdehnung
in horizontaler Richtung verlaufen.
[0008] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass sich der Querschnitt der Auslassöffnung
von der Innenwandung des Gehäuses zur Außenwandung des Gehäuses hin verjüngt. Der
Querschnitt der Auslassöffnung ist an der Innenwandung des Gehäuses größer als der
Querschnitt der Auslassöffnung an der Außenwandung des Gehäuses.
[0009] Bei der Ausbildung der Auslassöffnung im Gehäuse entstehen zwischen der Innen- und
der Außenwandung des Gehäuses entlang des Umfangs der Auslassöffnung Seitenflächen
der Auslassöffnung, die auch als Auswurframpen bezeichnet werden können. Mindestens
eine der Auswurframpen ist derart geneigt, dass sich die Auslassöffnung in Richtung
der Förderrichtung der Drehkolbenpumpe verjüngt. Durch eine solche Verjüngung der
Auslassöffnung in Förderrichtung werden Abrissströmungen und Wirbelbildungen im Bereich
der Auslassöffnung reduziert. Dadurch wird eine Lenkung der Feststoffe in Bewegungsbahnen,
die ein Festklemmen der Feststoffe zwischen Drehkolbenflügelspitzen und Gehäuse oder
zwischen zwei ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln verhindert bzw verringert, in
vorteilhafter Weise verstärkt.
[0010] In einer Fortbildung ist die Auswurfausdehnung größer als der Abstand der Drehachsen
voneinander und somit größer als in den im Stand der Technik gezeigten Lösungen. Der
Abschnitt des Außenumfänge, der von der Innenwandung des Gehäuses umgriffen wird,
ist demnach im Bereich der Auslassöffnung kleiner als gegenüber im Stand der Technik
gezeigten Lösungen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass auf der Auslassseite von existierenden
Drehkolbenpumpen eine Auslass-Strömung bzw. Wirbelbildung des Mediums herrscht, die
bewirkt, dass Feststoffe an der Auslassöffnung häufig zwischen die Drehkolbenflügelspitzen
und das Gehäuse oder zwischen zwei ineinandergreifende Drehkolbenflügel geraten und
zu Beschädigungen, Verschleiß und Abschaltungen führen können. Durch die bevorzugte
Ausbildung der Auswurfausdehnung werden die Feststoffe früher von den Drehkolbenflügeln
freigegeben. Dies hat zur Folge, dass die tangentiale Richtung, in der die Feststoffe
aus den Drehkolbenzwischenräumen ausgeschwemmt werden, von den gegenüberliegenden
Drehkolbenflügeln wegführt. Dadurch verändern sich die Bewegungsbahnen der Feststoffe
gegenüber existierenden Lösungen vorteilhaft in der Weise, dass die Feststoffe von
den Drehkolben weggeführt werden, insbesondere von Drehkolbenflügeln des jeweils gegenüberliegenden
Drehkolbens. Diese Veränderung der Bewegungsbahnen der Feststoffe führt zu einer deutlichen
Reduktion der Menge an Feststoffen, die an der Auslassöffnung zwischen die Drehkolbenflügelspitzen
und die Gehäuseinnenwandung oder zwischen zwei ineinandergreifende Drehkolbenflügel
geraten. Diese Vorteile werden insbesondere bei Feststoffen deutlich, die ein spezifisches
Gewicht aufweisen, das größer ist als dasjenige des Mediums.
[0011] Durch diese Reduzierung der Fremdkörperempfindlichkeit der Drehkolbenpumpe können
insbesondere die Anzahl der Abschaltungen der Drehkolbenpumpe und der Drehkolbenverschleiß
reduziert sowie ein Absinken des Förderdrucks der Drehkolbenpumpe auch bei hohem Feststoffanteil
im Medium verringert werden. Weiterhin können durch die erfindungsgemäße Lösung die
Lebensdauer der Drehkolbenpumpe verlängert und die Reparatur- und Wartungskosten der
Drehkolbenpumpe reduziert werden.
Der Querschnitt der Auswurfausdehnung kann beliebig geformt sein, beispielsweise kreisförmig
oder oval. Es ist bevorzugt, dass die Auswurfausdehnung entlang der gesamten Breite
der Auslassöffnung größer ist als der Abstand zwischen den Drehachsen, da auch bei
auch bei einer Auswurfdehnung, die abschnittsweise kleiner ist als der Abstand zwischen
den Drehachsen, der positive Effekt auf die Bewegungsbahnen der Feststoffe abnimmt.
Insbesondere ist es bevorzugt, dass die Auslassöffnung einen rechteckigen oder quadratischen
Querschnitt aufweist, bei dem die Auswurfausdehnung über die gesamte Breite der Auslassöffnung
im Wesentlichen konstant ist.
[0012] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Auswurfausdehnung größer ist als
eine Ausdehnung der Einlassöffnung an der Innenwandung des Gehäuses in einer Richtung,
die parallel zur Ebene der Drehachsen und senkrecht zu den Drehachsen verläuft. Diese
Fortbildung gibt damit den symmetrischen Aufbau der Drehkolbenpumpe mit gleich ausgestalteter
Einlass- und Auslassöffnung auf, da sowohl die Reduzierung des Umschließungswinkels
im Bereich der Auslassöffnung als auch ein größerer Umschließungswinkel im Bereich
der Einlassöffnung das Einklemmen von Feststoffen zwischen den Drehkolbenflügelspitzen
und der Gehäuseinnenwandung oder zwischen zwei ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln
reduzieren. Da sich die Strömungsverhältnisse, beispielsweise auch hinsichtlich der
Wirbelbildung, auf der Einlassseite der Drehkolbenpumpe, auf der das Medium angesogen
wird, von denen auf der Auslassseite der Drehkolbenpumpe, auf der das Medium mit Druck
heraus gedrängt wird, unterscheiden, ist auch eine unterschiedliche, den Strömungs-
und Druckverhältnissen angepasste Ausbildung der Einlass- und Auslassöffnung von Vorteil,
um das Einklemmen von Feststoffen sowohl an der Einlass- als auch an der Auslassöffnung
zu verhindern oder zu verringern.
[0013] Besonders bevorzugt ist eine Fortbildungsform, bei der in der Betriebsstellung der
Drehkolbenpumpe die Drehachsen der Drehkolben horizontal ausgerichtet und vertikal
übereinander angeordnet sind. In diesem Fall verläuft die Auswurfausdehnung in vertikaler
Richtung. Weiterhin ist in einer solchen Fortbildungsform ein rechteckiger oder quadratischer
Querschnitt der Auslassöffnung besonders bevorzugt, bei dem die untere und die obere
Seitenflächen bzw. Auswurframpen in Förderrichtung zur Mittelachse der Auslassöffnung
hin geneigt sind. Die Breite der Auslassöffnung kann an der Innenwandung des Gehäuses
genauso groß sein wie an der Außenwandung des Gehäuses, so dass sich keine Neigung
der Seitenflächen ergibt.
Die Erfindung wird vorzugsweise dadurch fortgebildet, dass die Auslassöffnung an der
Außenwandung des Gehäuses eine Ausdehnung aufweist, die In einer Richtung, die parallel
zur Ebene der Drehachsen und senkrecht zu den Drehachsen verläuft, maximal dem Abstand
zwischen den Drehachsen entspricht. Besonders bevorzugt ist es, dass die Auslassöffnung
an der Außenwandung des Gehäuses eine Ausdehnung aufweist, die in einer Richtung,
die parallel zur Ebene der Drehachsen und senkrecht zu den Drehachsen verläuft, kleiner
ist als der Abstand zwischen den Drehachsen. Diese Ausgestaltungen der Auswurframpen
sind besonders vorteilhaft in Bezug auf die Beeinflussung der Bewegungsbahnen der
Feststoffe, so dass ein Festklemmen der Feststoffe zwischen den Drehkolbenflügelspitzen
und dem Gehäuse oder zwischen zwei ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln in noch
zuverlässigerer Weise verhindert werden kann.
[0014] Eine weitere bevorzugte Fortbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch einen
die Auslassöffnung umgebenden Rohranschlussflansch mit einer Mittelachse, die zur
einer Mittelachse der Auslassöffnung an der Außenwandung des Gehäuses versetzt angeordnet
ist. Besonders bevorzugt ist es, dass in einer Betriebsstellung der Drehkolbenpumpe
die Drehachsen der beiden Drehkolben horizontal ausgerichtet und vertikal übereinander
angeordnet sind und die Mittelachse des Rohranschlussflansches gegenüber der Mittelachse
der Auslassöffnung an der Außenwandung des Gehäuses in vertikaler Richtung nach unten
versetzt ist.
[0015] Zum Anschluss der Drehkolbenpumpe in ein Rohrleitungssystem, in dem das zu pumpende
Medium verläuft, weist die Drehkolbenpumpe vorzugsweise einen Rohranschlussflansch
auf. Der Rohranschlussflansch weist vorzugsweise Anschlussmittel auf, an denen eine
anzuschließende Rohrleitung bzw. ein Schlauch o.ä. befestigt werden kann. Der Rohranschlussflansch
umgibt vorzugsweise die Auslassöffnung, damit der vollständige Querschnitt der Auslassöffnung
mit dem Inneren eines anzuschließenden Rohres in Fluidverbindung steht. Erfindungsgemäß
ist der Rohranschlussflansch vorzugsweise jedoch nicht konzentrisch zu der Auslassöffnung
an der Außenwandung des Gehäuses angeordnet, sondern versetzt. Dadurch entsteht ein
Versatz zwischen der Auslassöffnung und der an dem Rohranschlussflansch anzuschließenden
Rohrleitung. Dieser Versatz kann in vorteilhafter Weise als Barriere für Feststoffe
dienen und diese daran hindern, nach dem Verlassen der Auslassöffnung wieder in die
Auslassöffnung bzw. zwischen die Drehkolbenflügelspitzen und das Gehäuse oder zwischen
zwei ineinandergreifende Drehkolbenflügel zurückgeschwemmt zu werden. Dadurch werden
die Fremdkörperempfindlichkeit sowie die Reparatur- und Wartungskosten der Drehkolbenpumpe
weiter reduziert und die Lebensdauer der Drehkolbenpumpe weiter erhöht.
[0016] Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn in einer Betriebsstellung der Drehkolbenpumpe,
in der die Drehachsen der beiden Drehkolben horizontal ausgerichtet und vertikal übereinander
angeordnet sind, die untere Auswurframpe der Auslassöffnung stärker geneigt ist als
die obere Auswurframpe, so dass sich insbesondere an der unteren Auswurframpe der
Auslassöffnung ein vertikaler Versatz zu einer anzuschließenden Rohrleitung ergibt,
d.h. dass die untere Auswurframpe der Auslassöffnung an der Gehäuseaußenwandung oberhalb
einer unteren Wandung einer anzuschließenden Rohrleitung angeordnet ist. Auf diese
Weise bildet der Versatz zwischen Auslassöffnung und anzuschließender Rohrleitung
ein Hindernis für Feststoffe, die die Auslassöffnung verlassen haben und sich aufgrund
der Schwerkrafteinwirkung oder aufgrund von Strömungen bzw. Wirbeln im Medium im unteren
Bereich einer anzuschließenden Rohrleitung befinden, so dass die Feststoffe nicht
oder nur erschwert wieder in die Auslassöffnung gelangen können.
[0017] Die Erfindung wird vorzugsweise dadurch fortgebildet, dass das Gehäuse einen Grundrahmen
mit zwei Aufnahmen sowie zwei in den Aufnahmen auswechselbar montierbare Flansche
aufweist, wobei einer der beiden Flansche als die Auslassöffnung umfassender Auslassflansch
und der andere der beiden Flansche als die Einlassöffnung umfassender Einlassflansch
ausgebildet ist. Die Erfindung wird vorzugsweise weiterhin dadurch fortgebildet, dass
die beiden Flansche und/oder die beiden Aufnahmen derart ausgebildet sind, dass jeder
der beiden Flansche sowohl in der einen als auch in der anderen Aufnahme montierbar
sind.
[0018] Durch die unterschiedliche Ausgestaltung von Einlass- und Auslassöffnung wird eine
optimale Förderrichtung der Drehkolbenpumpe von der Einlass- zur Auslassöffnung festgelegt.
Eine umgekehrte Förderrichtung ist bei dieser Ausgestaltung von Einlass- und Auslassöffnung
zwar möglich, jedoch unvorteilhaft, da dabei ein erhöhtes Risiko für das Einklemmen
von Feststoffen zwischen den Drehkolbenflügelspitzen und dem Gehäuse oder zwischen
zwei ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln besteht. In einigen Anwendungen ist es
jedoch vorteilhaft und gewünscht, die Förderrichtung einer Drehkolbenpumpe wechseln
zu können, beispielsweise wenn Medien in unterschiedliche Richtungen gefördert werden
müssen oder um Verstopfungen zu lösen. In der erfindungsgemäßen Fortbildung ist daher
vorgesehen, das Gehäuse modular aufzubauen mit einem Grundrahmen, der zwei Ausnehmungen
bzw. Aufnahmen aufweist, in die jeweils ein Flansch eingesetzt werden kann. Ein Flansch
umfasst vorzugsweise die Einlass- bzw. die Auslassöffnung und ggf. auch den die Auslassöffnung
umgebenden Rohranschlussflansch. In besonders bevorzugter Weise weisen die beiden
Flansche und/oder die beiden Aufnahmen eine Geometrie auf, die es ermöglicht, jeden
der beiden Flansche in jede der beiden Aufnahmen zu montieren. Wenn beide Flansche
in den Aufnahmen lösbar befestigbar sind, kann durch Vertauschen der beiden Flansche
auch die optimale Förderrichtung umgekehrt werden. Um eine einfache Handhabung und
damit eine schnelle und einfache Umkehr der Förderrichtung zu gewährleisten ist es
besonders bevorzugt, wenn die Befestigung der Flansche in den Ausnahmen mittels Schnellspannverschlüssen
erfolgt.
[0019] Auf diese Weise können die Vorteile einer asymmetrischen Ausgestaltung von Einlass-
und Auslassöffnung mit den Vorteilen einer umkehrbaren Förderrichtung kombiniert werden.
[0020] Die Erfindung wird vorzugsweise dadurch fortgebildet, dass die beiden Aufnahmen zueinander
an einer durch den Grundrahmen verlaufenden Symmetriefläche gespiegelt ausgebildet
sind. Diese Fortbildungsform ist besonders bevorzugt, da eine spiegelbildliche Ausgestaltung
der Aufnahmen und vorzugsweise auch eine spielgelbildliche Ausgestaltung der Außengeometrie
der Flansche ein besonders einfaches Austauschen der Flansche ermöglicht.
[0021] Die Erfindung wird vorzugsweise dadurch fortgebildet, dass die Auslassöffnung mindestens
ein bewegliches Stellelement aufweist, das zwischen einer ersten und einer zweiten
Stellung derart verstellbar ist, dass die Förderrichtung bei einer Anordnung des Stellelements
in der ersten Stellung der Förderrichtung bei einer Anordnung des Stellelements in
der zweiten Stellung entgegengesetzt ist. Die Erfindung wird weiterhin vorzugsweise
dadurch fortgebildet, dass die Einlassöffnung mindestens ein bewegliches Stellelement
aufweist, das zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung derart verstellbar
ist, dass die Förderrichtung bei einer Anordnung des Stellelements in der ersten Stellung
der Förderrichtung bei einer Anordnung des Stellelements in der zweiten Stellung entgegengesetzt
ist.
[0022] In diesen Fortbildungsformen ist es demnach bevorzugt, alternativ oder in Ergänzung
zu einer Fortbildungsform mit auswechselbar montierbaren Flanschen die Geometrie der
Auslass- bzw. Einlassöffnung variabel zu gestalten. Besonders bevorzugt ist es, die
Auslassöffnung durch das mindestens eine bewegliche Stellelement derart verändern
zu können, dass sie in der zweiten Stellung des Stellelements die Geometrie einer
Einlassöffnung aufweist. Weiterhin bevorzugt ist es, die Einlassöffnung durch das
mindestens eine bewegliche Stellelement derart verändern zu können, dass sie in der
zweiten Stellung des Stellelements die Geometrie einer Auslassöffnung aufweist. Auf
diese Weise kann die Förderrichtung der Drehkolbenpumpe umgekehrt werden, indem das
bzw. die Stellelemente von einer ersten Stellung in die zweite Stellung gebracht wird
bzw. werden. Dies ermöglicht eine besonders einfache Umkehr der Förderrichtung, da
kein Auswechseln von Bauteilen erforderlich ist. Gleichzeitig können die Vorteile
einer asymmetrischen Ausgestaltung von Einlass- und Auslassöffnung mit den Vorteilen
einer umkehrbaren Förderrichtung kombiniert werden.
[0023] Die Erfindung wird vorzugsweise dadurch fortgebildet, dass das Stellelement der Auslassöffnung
eine Druckangriffsfläche aufweist, die derart ausgebildet ist, dass das Stellelement
bei einem ersten Druck des Mediums an der Auslassöffnung in der ersten Stellung und
bei einem zweiten Druck des Mediums an der Auslassöffnung in der zweiten Stellung
angeordnet ist, wobei vorzugsweise der zweite Druck ein Unterdruck ist. Eine weitere
bevorzugte Fortbildungsform sieht einen Drucksensor vor, der ausgebildet ist, den
Druck des Mediums an der Auslassöffnung zu detektieren und derart mit dem Stellelement
der Auslassöffnung gekoppelt ist, dass das Stellelement bei einem ersten Druck des
Mediums an der Auslassöffnung in der ersten Stellung und bei einem zweiten Druck des
Mediums an der Auslassöffnung in der zweiten Stellung angeordnet ist. Die Erfindung
wird vorzugsweise weiterhin dadurch fortgebildet, dass das Stellelement der Einlassöffnung
eine Druckangriffsfläche aufweist, die derart ausgebildet ist, dass das Stellelement
bei einem ersten Druck des Mediums an der Einlassöffnung in der zweiten Stellung und
bei einem zweiten Druck des Mediums an der Einlassöffnung in der ersten Stellung angeordnet
ist, wobei vorzugsweise der zweite Druck ein Unterdruck ist. Eine weitere bevorzugte
Fortbildungsform sieht einen Drucksensor vor, der ausgebildet ist, den Druck des Mediums
an der Einlassöffnung zu detektieren und derart mit dem Stellelement der Einlassöffnung
gekoppelt ist, dass das Stellelement bei einem ersten Druck des Mediums an der Einlassöffnung
in der zweiten Stellung und bei einem zweiten Druck des Mediums an der Einlassöffnung
in der ersten Stellung angeordnet ist. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn der
Drucksensor zur Detektion des Drucks des Mediums an der Einlassöffnung identisch ist
mit dem Drucksensor zur Detektion des Drucks des Mediums an der Auslassöffnung.
[0024] Diese erfindungsgemäßen Fortbildungen nutzen in vorteilhafter Weise die an einer
Drehkolbenpumpe auf der Einlass- und auf der Auslassseite vorherrschenden unterschiedlichen
Druckverhältnisse im Medium. Einlassseitig herrscht ein als zweiter Druck bezeichneter
Unterdruck bzw. Sog im Medium, auslassseitig hingegen ein als erster Druck bezeichneter
positiver Druck. Bei Umkehr der Förderrichtung ändern sich auch diese Druckverhältnisse
entsprechend. Durch die Aktivierung des Stellelements bzw. der Stellelemente in Abhängigkeit
von diesen Druckverhältnissen kann auf einfache Weise eine der Förderrichtung angepasste
Geometrie der Einlass- und Auslassöffnung gewährleistet werden. Die Kopplung des Stellelements
bzw. der Stellelemente an den Druck des Mediums kann mechanisch oder über einen oder
mehrere Sensoren erfolgen.
[0025] Die Erfindung wird vorzugsweise dadurch fortgebildet, dass mindestens eines der Stellelemente
derart mit mindestens einem der Drehkolben gekoppelt ist, dass das Stellelement bzw.
die Stellelemente bei einer ersten Drehrichtung des Drehkolbens in der ersten Stellung
und bei einer zweiten Drehrichtung des Drehkolbens in der zweiten Stellung angeordnet
ist bzw. sind.
[0026] Eine weitere Möglichkeit der Aktivierung des Stellelements bzw. der Stellelemente
ist die in dieser Fortbildungsform vorgesehene Kopplung mit der Drehrichtung eines
der oder beider Drehkolben. Bei Umkehr der Förderrichtung ändert sich auch die Drehrichtung
der Drehkolben, so dass bei einer, vorzugsweise mechanisch oder sensorisch ausgebildeten,
Kopplung des Stellelements bzw. der Stellelemente an die Drehrichtung eine drehrichtungs-
und damit förderrichtungsabhängige Geometrieveränderung von Einlass- und Auslassöffnung
ermöglicht wird.
[0027] Die Erfindung wird vorzugsweise dadurch fortgebildet, dass mindestens eines der Stellelement
derart mit einer Schaltvorrichtung zur Einstellung der Förderrichtung der Drehkolbenpumpe
gekoppelt ist, dass das Stellelement bzw. die Stellelemente bei einer ersten Förderrichtung
der Drehkolbenpumpe in der ersten Stellung und bei einer zweiten Förderrichtung der
Drehkolbenpumpe in der zweiten Stellung angeordnet ist bzw. sind.
[0028] Eine weitere Möglichkeit der Aktivierung des Stellelements bzw. der Stellelemente
ist die in dieser Fortbildungsform vorgesehene Kopplung mit der Schaltvorrichtung
der Drehkolbenpumpe, mit der die Förderrichtung umschaltbar ist. Über eine mechanische
oder sensorische Kopplung des Stellelements bzw. der Stellelemente mit der Schalterstellung
der Schaltvorrichtung kann eine direkte Abhängigkeit der Einlass- bzw. Auslassöffnungsgeometrie
von der Förderrichtung erzielt werden.
[0029] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird beispielhaft anhand der beiliegenden
Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Einen Querschnitt durch eine Drehkolbenpumpe gemäß dem Stand der Technik,
- Fig. 2:
- einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Drehkolbenpumpe
und
- Fig.3:
- einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen erfindungsgemäße
Drehkolbenpumpe.
[0030] Fig. 1 zeigt den Stand der Technik mit einer Drehkolbenpumpe 100 mit zwei Drehkolben
110, 120 und einem Gehäuse 130. Die beiden Drehkolben 110, 120 weisen jeweils eine
Drehachse 111, 121 und vier Drehkolbenflügel 112, 122 auf. Das Gehäuse 130 hat eine
die Außenumfänge der Drehkolben 110, 120 abschnittsweise umschließende Innenwandung
131 und eine die Drehkolbenpumpe nach außen abschließende Außenwandung 132 sowie Standfüße
133, 134. Das Gehäuse 130 weist eine Einlassöffnung 150 und eine Auslassöffnung 140
auf. Die Auslassöffnung 140 ist von einem Rohranschlussflansch 143 umgeben, an den
eine Rohrleitung 160 mit einer oberen Wandung 161, einer unteren Wandung 162 und einer
Mittelachse 163 angeschlossen ist. Die Mittelachse 163 der Rohrleitung 160 entspricht
der Mittelachse des Rohranschlussflansches 143. Auch die Einlassöffnung 150 ist von
einem weiteren Rohranschlussflansch 153 umgeben, an den eine weitere Rohrleitung 170
mit einer oberen Wandung 171, einer unteren Wandung 172 und einer Mittelachse 173
angeschlossen ist.
[0031] Für die Förderung eines Mediums in Richtung von der Einlassöffnung 150 zur Auslassöffnung
140 drehen die Drehkolben 110, 120 in die Drehrichtungen 113, 123. Die Einlassöffnung
150 und die Auslassöffnung 140 verjüngen sich jeweils zur Innenwandung 131 des Gehäuses
hin und sind zur Spiegelfläche SF spiegelsymmetrisch ausgebildet. Zwischen der Innenwandung
131 und der Außenwandung 132 bilden die Einlass- und Auslassöffnung Seitenflächen
141, 142, 151, 152.
[0032] Der Umschließungswinkel des Gehäuses beträgt sowohl im Bereich der Einlass- als auch
im Bereich der Auslassöffnung alpha plus Delta alpha, d.h. die Innenwandung des Gehäuses
umschließt jeweils einen Abschnitt des Außenumfangs eines Drehkolbens von 2 x alpha
plus 2 x Delta alpha. Eine solche spiegelsymmetrische Ausgestaltung der Einlass- und
der Auslassöffnung sind vorteilhaft hinsichtlich einer möglichen Umschaltung der Förderrichtung
der Drehkolbenpumpe. Diese Lösung gemäß dem Stand der Technik ist jedoch hinsichtlich
Fremdkörperempfindlichkeit, Abschalthäufigkeit, Druckverlust, Verschleiß, Lebensdauer,
Reparatur- und Wartungskosten weiter zu verbessern.
[0033] Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei Ausführungsformen erfindungsgemäßer Drehkolbenpumpen.
Funktionsgleiche oder -ähnliche Komponenten sind mit gleichen Bezugszeichen plus 100
(Fig. 2) bzw. plus 200 (Fig. 3) gegenüber Fig. 1 bezeichnet. Im Folgenden wird vor
allem auf die Unterschiede der erfindungsgemäßen Drehkolbenpumpen gemäß Fig. 2 und
3 gegenüber der Drehkolbenpumpe im Stand der Technik gemäß Fig. 1 sowie auf die Unterschiede
zwischen den beiden erfindungsgemäßen Varianten in den Fig. 2 und 3 eingegangen.
[0034] Die Fig. 2 und 3 unterscheiden sich von der im Stand der Technik gemäß Fig. 1 gezeigten
Lösung durch die Ausgestaltung der Auslassöffnung 240, 340. Die Auslassöffnungen 240,
340 sind in den beiden Varianten gemäß Fig. 2 und 3 gleich ausgebildet. Fig. 2 und
3 unterscheiden sich darin, dass die Einlassöffnung 250 gemäß Fig. 2 der Einlassöffnung
150 nach dem Stand der Technik gemäß Fig. 1 entspricht, wohingegen Fig. 3 eine Einlassöffnung
350 zeigt, die sich sowohl vom Stand der Technik gemäß Fig. 1 als auch von der erfindungsgemäßen
Variante von Fig. 2 unterscheidet.
[0035] Die unterschiedliche Ausgestaltung der Einlassöffnungen 250, 350 in den Fig. 2 und
3 wird insbesondere durch das unterschiedliche Einströmungsverhalten des Mediums deutlich,
das schematisch mit den Pfeilen im Bereich der Einlassöffnungen 250, 350 dargestellt
ist. Durch die Verjüngung der Einlassöffnung 250 in Richtung der innenwandung 231
des Gehäuses 230 in Fig. 2 wird das Medium mittig zwischen die beiden Drehkolben 210,
220 geführt. In der sich nicht verjüngenden Einlassöffnung 350 in Fig. 3 strömt das
Medium hingegen über den gesamten Querschnitt der Einlassöffnung 350 auf einen breiteren
Bereich der beiden Drehkolben 310, 320 zu.
[0036] Die Auslassöffnungen 240, 340 der Fig. 2 und 3 verjüngen sich erfindungsgemäß in
Förderrichtung, d.h. in Richtung von der Innenwandung 231, 331 zur Außenwandung 232,
332 des Gehäuses 230, 330. Die Kreisbahnen, auf denen die Spitzen der Drehkolbenflügel
212, 222, 312, 322 drehen, definieren die Außenumfänge 214, 224, 314, 324 der Drehkolben,
die sich teilweise überschneiden. Der Umschließungswinkel der Innenwandung 231, 331
des Gehäuses beträgt auf der Auslassseite der Drehkolbenpumpe oben und unten jeweils
beta minus Delta beta. Die Auswurfausdehnung der Auslassöffnung 240, 340 ist somit
in einer Richtung, die parallel zur Ebene der Drehachsen 211, 221, 311, 321 und senkrecht
zu den Drehachsen 211, 221, 311, 321 verläuft, größer als der Abstand zwischen den
Drehachsen 211, 221, 311, 321.
[0037] Dabei ist die untere Seitenfläche bzw. Auswurframpe 242, 342 stärker geneigt als
die obere Seitenfläche 241, 241. Dies wird in den in Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsvarianten
dadurch realisiert, dass die obere Auswurframpe 241, 341 der Auslassöffnung 240, 340
an der Außenwandung 232, 332 des Gehäuses 230, 330 auf Höhe der Drehachse 211, 311
des oberen Drehkolbens 210, 310 abschließt und die untere Auswurframpe 242, 342 der
Auslassöffnung 240, 340 an der Außenwandung 232, 332 des Gehäuses 230, 330 erst bei
einem Winkel von beta plus Delta rho endet. Dadurch entsteht ein vertikaler Versatz
V zwischen der Auslassöffnung 240, 340 und der unteren Wandung 262, 362 der angeschlossenen
Rohrleitung 260, 360, der als Barriere für die Feststoffe a, b dient. Die strichpunktierten
Pfeile zeigen die tangentiale Richtung, in der die Feststoffe aus den Zwischenräumen
der Drehkolbenflügel ausgeschwemmt werden. Diese tangentialen Richtungen weisen von
den Drehkolbenflügeln des jeweils gegenüberliegenden Drehkolbens weg. Wie durch die
punktierten Pfeile zu erkennen ist, verlaufen die Bewegungsbahnen der von dem unteren
Drehkolben 220, 320 geförderten Feststoffe a in einem Bogen aus der Auslassöffnung
240, 340 in das Innere der angeschlossenen Rohrleitung 260, 360. Die Bewegungsbahnen
der von dem oberen Drehkolben 210, 310 geförderten Feststoffe b verlaufen ebenfalls
in einem Bogen aus der Auslassöffnung 240, 340 in das Innere der angeschlossenen Rohrleitung
260, 360. Diese durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Auslassöffnungen erreichten
Bewegungsbahnen der Feststoffe reduzieren das Einklemmen von Feststoffen in der Drehkolbenpumpe
erheblich und verbessern damit Fremdkörperempfindlichkeit, Abschalthäufigkeit, Druckverlust,
Verschleiß, Lebensdauer, Reparatur- und Wartungskosten der erfindungsgemäßen Drehkolbenpumpe
gegenüber dem Stand der Technik.
1. Drehkolbenpumpe (200, 300) zur Förderung eines Feststoffe (a,b) enthaltenden fluiden
Mediums,
mit zwei Drehkolben (210, 220) mit ineinandergreifenden Drehkolbenflügeln (222, 322)
und mit jeweils einer Drehachse (221, 321) und einem Außenumfang (224, 324), wobei
die Drehachsen der beiden Drehkolben beabstandet voneinander und parallel zueinander
angeordnet sind und sich die Außenumfänge der beiden Drehkolben teilweise überschneiden,
und einem Gehäuse (230, 330) mit einer Einlassöffnung (250, 350) und einer Auslassöffnung
(240, 340) sowie einer Innen-(231, 331) und einer Außenwandung (232, 332), wobei die
Innenwandung des Gehäuses jeweils einen Abschnitt der Außenumfänge der Drehkolben
umschließt und wobei die Drehkolbenpumpe ausgebildet ist, das Medium in einer Förderrichtung
von der Einlass- zur Auslassöffnung zu fördern,
dadurch gekennzeichnet, dass in einer Richtung, die parallel zur Ebene der Drehachsen (221, 321) und senkrecht
zu den Drehachsen verläuft, die Auslassöffnung an der Innenwandung des Gehäuses eine
maximale Auswurfausdehnung aufweist, die größer ist als eine maximale Ausdehnung der
Einlassöffnung (250, 350) an der Innenwandung (231, 331) des Gehäuses (230, 330) und
dass sich der Querschnitt der Auslassöffnung (240, 340) von der Innenwandung (231,
331) des Gehäuses (230, 330) zur Außenwandung (232, 332) des Gehäuses (230, 330) hin
verjüngt.
2. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung an der Innenwandung des Gehäuses eine maximale Auswurfausdehnung
aufweist, die in einer Richtung, die parallel zur Ebene der Drehachsen und senkrecht
zu den Drehachsen verläuft, größer ist als der Abstand zwischen den Drehachsen.
3. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung (240, 340) an der Außenwandung (232, 332) des Gehäuses (230, 330)
eine Ausdehnung aufweist, die in einer Richtung, die parallel zur Ebene der Drehachsen
(221, 321) und senkrecht zu den Drehachsen verläuft, maximal dem Abstand zwischen
den Drehachsen entspricht.
4. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen die Auslassöffnung (240, 340) umgebenden Rohranschlussflansch (243, 343) mit
einer Mittelachse (263, 363), die zu einer Mittelachse der Auslassöffnung an der Außenwandung
(232, 332) des Gehäuses (230, 330) versetzt angeordnet ist, wobei vorzugsweise in
einer Betriebsstellung der Drehkolbenpumpe die Drehachsen (221, 321) der beiden Drehkolben
horizontal ausgerichtet und vertikal übereinander angeordnet sind und die Mittelachse
(263, 363) des Rohranschlussflansches (243, 343) gegenüber der Mittelachse der Auslassöffnung
(240, 340) an der Außenwandung (232, 332) des Gehäuses (230, 330) in vertikaler Richtung
nach unten versetzt ist.
5. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse einen Grundrahmen mit zwei Aufnahmen sowie zwei in den Aufnahmen auswechselbar
montierbare Flansche aufweist, wobei einer der beiden Flansche als die Auslassöffnung
(240, 340) umfassender Auslassflansch und der andere der beiden Flansche als die Einlassöffnung
(250, 350) umfassender Einlassflansch ausgebildet ist, wobei vorzugsweise die beiden
Flansche und/oder die beiden Aufnahmen derart ausgebildet sind, dass jeder der beiden
Flansche sowohl in der einen als auch in der anderen Aufnahme montierbar sind.
6. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Aufnahmen zueinander an einer durch den Grundrahmen verlaufenden Symmetriefläche
gespiegelt ausgebildet sind.
7. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung (240, 340) mindestens ein bewegliches Stellelement aufweist, das
zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung derart verstellbar ist, dass die
Förderrichtung bei einer Anordnung des Stellelements in der ersten Stellung der Förderrichtung
bei einer Anordnung des Stellelements in der zweiten Stellung entgegengesetzt ist.
8. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung (250, 350) mindestens ein bewegliches Stellelemente aufweist,
das zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung derart verstellbar ist, dass
die Förderrichtung bei einer Anordnung des Stellelements in der ersten Stellung der
Förderrichtung bei einer Anordnung des Stellelements in der zweiten Stellung entgegengesetzt
ist.
9. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement der Auslassöffnung (240, 340) eine Druckangriffsfläche aufweist,
die derart ausgebildet ist, dass das Stellelement bei einem ersten Druck des Mediums
an der Auslassöffnung in der ersten Stellung und bei einem zweiten Druck des Mediums
an der Auslassöffnung in der zweiten Stellung angeordnet ist, wobei vorzugsweise der
zweite Druck ein Unterdruck ist.
10. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement der Einlassöffnung (250, 350) eine Druckangriffsfläche aufweist,
die derart ausgebildet ist, dass das Stellelement bei einem ersten Druck des Mediums
an der Einlassöffnung in der zweiten Stellung und bei einem zweiten Druck des Mediums
an der Einlassöffnung in der ersten Stellung angeordnet ist, wobei vorzugsweise der
zweite Druck ein Unterdruck ist.
11. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Stellelemente derart mit mindestens einem der Drehkolben gekoppelt
ist, dass das Stellelement bzw. die Stellelemente bei einer ersten Drehrichtung (213,
313) des Drehkolbens (210, 310) in der ersten Stellung und bei einer zweiten Drehrichtung
des Drehkolbens in der zweiten Stellung angeordnet ist bzw. sind.
12. Drehkolbenpumpe (200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Stellelemente derart mit einer Schaltvorrichtung zur Einstellung
der Förderrichtung der Drehkolbenpumpe gekoppelt ist, dass das Stellelement bzw. die
Stellelemente bei einer ersten Förderrichtung der Drehkolbenpumpe in der ersten Stellung
und bei einer zweiten Förderrichtung der Drehkolbenpumpe in der zweiten Stellung angeordnet
ist bzw. sind.
1. Rotary piston pump (200, 300) for conveying a fluid medium containing solids (a, b),
having two rotary pistons (210, 220) having inter-engaging rotary piston vanes (222,
322) and each having a rotary spindle (221, 321) and an outer periphery (224, 324),
wherein the rotary spindles of the two rotary pistons are arranged spaced apart from
each other and in parallel with each other and the outer peripheries of the two rotary
pistons partially overlap, and a housing (230, 330) having an inlet opening (250,
350) and an outlet opening (240, 340) and an inner wall (231, 331) and an outer wall
(232, 332), wherein the inner wall of the housing surrounds a section of the outer
peripheries of the rotary pistons in each case, and wherein the rotary piston pump
is formed to convey the medium in a conveying direction from the inlet opening to
the outlet opening,
characterised in that in a direction extending in parallel with the plane of the rotary spindles (221,
321) and perpendicular to the rotary spindles the outlet opening on the inner wall
of the housing has a maximum ejection expansion which is larger than a maximum expansion
of the inlet opening (250, 350) on the inner wall (231, 331) of the housing (230,
330), and in that the cross-section of the outlet opening (240, 340) tapers from the inner wall (231,
331) of the housing (230, 330) to the outer wall (232, 332) of the housing (230, 330).
2. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in the preceding claim, characterised in that the outlet opening on the inner wall of the housing has a maximum ejection expansion
which, in a direction extending in parallel with the plane of the rotary spindles
and perpendicular to the rotary spindles, is larger than the distance between the
rotary spindles.
3. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the outlet opening (240, 340) on the outer wall (232, 332) of the housing (230, 330)
has an expansion which, in a direction extending in parallel with the plane of the
rotary spindles (221, 321) and perpendicular to the rotary spindles, at most corresponds
to the distance between the rotary spindles.
4. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims, characterised by a tube connection flange (243, 343), encompassing the outlet opening (240, 340),
having a centre axis (263, 363) which is arranged offset to a centre axis of the outlet
opening on the outer wall (232, 332) of the housing (230, 330), wherein preferably,
in an operating position of the rotary piston pumps, the rotary spindles (221, 321)
of the two rotary pistons are oriented horizontally and arranged vertically one above
the other and the centre axis (263, 363) of the tube connection flange (243, 343)
is offset vertically downwards with respect to the centre axis of the outlet opening
(240, 340) on the outer wall (232, 332) of the housing (230, 330).
5. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the housing comprises a main frame having two receptacles and two flanges which can
be mounted in the receptacles so as to be able to be exchanged, wherein one of the
two flanges is formed as an outlet flange comprising the outlet opening (240, 340),
and the other one of the two flanges is formed as an inlet flange comprising the inlet
opening (250, 350), wherein preferably the two flanges and/or the two receptacles
are formed such that each of the two flanges can be mounted in either one of the two
receptacles.
6. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in the preceding claim, characterised in that the two receptacles are formed in a mirror-symmetrical manner with respect to each
other on a symmetry surface extending through the main frame.
7. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the outlet opening (240, 340) comprises at least one movable control element which
can be displaced between a first and a second position such that the conveying direction
when the control element is in the first position is opposite the conveying direction
when the control element is in the second position.
8. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the inlet opening (250, 350) comprises at least one movable control element which
can be displaced between a first and a second position such that the conveying direction
when the control element is in the first position is opposite the conveying direction
when the control element is in the second position.
9. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the two preceding claims, characterised in that the control element of the outlet opening (240, 340) comprises a pressure-contact
surface which is formed such that the control element is arranged in the first position
when the medium at the outlet opening is at a first pressure and is arranged in the
second position when the medium at the outlet opening is at a second pressure, wherein
preferably the second pressure is a negative pressure.
10. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims 7 to 9,
characterised in that the control element of the inlet opening (250, 350) comprises a pressure-contact
surface which is formed such that the control element is arranged in the second position
when the medium at the inlet opening is at a first pressure and is arranged in the
first position when the medium at the inlet opening is at a second pressure, wherein
preferably the second pressure is a negative pressure.
11. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims 7 to 10,
characterised in that at least one of the control elements is coupled to at least one of the rotary pistons
such that the control element(s) is/are arranged in the first position when the rotary
piston (210, 310) has a first direction of rotation (213, 313) and in the second position
when the rotary piston has a second direction of rotation.
12. Rotary piston pump (200, 300) as claimed in any one of the preceding claims 7 to 11,
characterised in that at least one of the control elements is coupled to a switching device for adjusting
the conveying direction of the rotary piston pump such that the control element(s)
is/are arranged in the first position when the rotary piston pump has a first conveying
direction and in the second position when the rotary piston pump has a second conveying
direction.
1. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) pour le refoulement d'un milieu fluide contenant
des substances solides (a, b),
avec deux pistons rotatifs (210, 220) avec des ailettes de pistons rotatifs (222,
322) et avec chacun un axe de rotation (221, 321) et une circonférence externe (224,
324), les axes de rotation des deux pistons rotatifs étant disposés à distance l'un
de l'autre et parallèlement entre eux et les circonférences externes des deux pistons
rotatifs se croisant partiellement, et un carter (230, 330) avec une ouverture d'entrée
(250, 350) et une ouverture de sortie (240, 340) ainsi qu'une paroi interne (231,
331) et une paroi externe (232, 332), la paroi interne du carter entourant une portion
des circonférences externes des pistons rotatifs et la pompe à pistons rotatifs étant
conçue pour refouler le milieu dans une direction de refoulement de l'ouverture d'entrée
vers l'ouverture de sortie,
caractérisé en ce que, dans une direction, qui s'étend parallèlement au plan des axes de rotation (221,
321) et perpendiculairement aux axes de rotation, l'ouverture de sortie présente,
au niveau de la paroi interne du carter, une extension d'éjection qui est supérieure
à une extension maximale de l'ouverture d'entrée (250, 350) au niveau de la paroi
interne (231, 331) du carter (230, 330) et en ce que la section transversale de l'ouverture de sortie (240, 340) se rétrécit de la paroi
interne (231, 331) du carter (230, 330) vers la paroi externe (232, 332) du carter
(230, 330).
2. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon la revendication précédente, caractérisée en ce que l'ouverture de sortie comprend, au niveau de la paroi interne du carter, une extension
d'éjection maximale qui, dans une direction qui s'étend parallèlement au plan des
axes de rotation et perpendiculairement aux axes de rotation, est supérieure à la
distance entre les axes de rotation.
3. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'ouverture de sortie (240, 340) présente, au niveau de la paroi externe (232, 332)
du carter (230, 330), une extension qui, dans une direction qui s'étend parallèlement
au plan des axes de rotation (221, 321) et perpendiculairement aux axes de rotation,
correspond au maximum à la distance entre les axes de rotation.
4. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par une bride de raccordement à un tube (240, 340) entourant l'ouverture de sortie (240,
340), avec un axe central (263, 363) qui est disposé de manière décalée par rapport
à un axe central de l'ouverture de sortie au niveau de la paroi externe (232, 332)
du carter (230, 330), de préférence, dans une position de fonctionnement de la pompe
à pistons rotatifs, les axes de rotation (221, 321) des deux pistons rotatifs étant
orientés horizontalement et étant disposés verticalement l'un au-dessus de l'autre
et l'axe central (263, 363) de la bride de raccordement à un tube (243, 343) étant
décalée par rapport à l'axe central de l'ouverture de sortie (240, 340) au niveau
de la paroi externe (232, 332) du carter (230, 330) dans la direction verticale vers
le bas.
5. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le carter comprend un châssis de base avec deux logements ainsi que deux brides pouvant
être montées de manière interchangeable dans les logements, une des deux brides étant
conçue comme une bride de raccordement comprenant l'ouverture de sortie (240, 340)
et l'autre des deux brides étant conçue comme l'ouverture d'entrée (250, 350), de
préférence les deux brides et/ou les deux logements étant conçues de façon à ce que
chacune des deux brides puissent être montées aussi bien dans un logement que dans
l'autre.
6. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon la revendication précédente, caractérisée en ce que les deux logements sont disposés de manière symétrique entre eux sur une surface
de symétrie s'étendant à travers le châssis de base.
7. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'ouverture de sortie (240, 340) comprend au moins un élément de réglage mobile qui
peut être déplace entre une première et une deuxième position, en ce que la direction de refoulement, lors d'une disposition de l'élément de réglage dans
la première position, est opposées à la direction de refoulement lors d'une disposition
de l'élément de réglage dans la deuxième position.
8. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'ouverture d'entrée (250, 350) comprend au moins un élément de réglage mobile, qui
peut être déplacé entre une première et une deuxième position de façon à ce que la
direction de refoulement, lors d'une disposition de l'élément de réglage dans la première
position de la direction de refoulement est opposée à la direction de refoulement
lors d'une disposition de l'élément de réglage dans la deuxième position.
9. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de réglage de l'ouverture de sortie (240, 340) comprend une surface d'application
de pression qui est conçue de façon à ce que l'élément de réglage est disposé, dans
le cas d'une première pression du milieu, au niveau de l'ouverture de sortie, dans
la première position et, dans le cas d'une deuxième pression du milieu, au niveau
de l'ouverture de sortie, dans la deuxième position, de préférence la deuxième pression
étant une dépression.
10. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes 7 à
9, caractérisée en ce que l'élément de réglage de l'ouverture d'entrée (250, 350) comprend une surface d'application
de pression qui est conçue de façon à ce que l'élément de réglage est disposé, dans
le cas d'une première pression du milieu, au niveau de l'ouverture d'entrée, dans
la deuxième position et est disposé, dans le cas d'une deuxième pression du milieu,
au niveau de l'ouverture d'entrée, dans la première position, de préférence la deuxième
pression étant une dépression.
11. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes 7 à
10, caractérisée en ce qu'au moins un des éléments de réglage soit couplé avec au moins un des pistons rotatifs,
de façon à ce que l'élément de réglage ou les éléments de réglage soient disposés,
dans le cas d'un premier sens de rotation (213, 313) du piston rotatif (210, 310),
dans la première position et, dans le cas d'un deuxième sens de rotation du piston
rotatif, dans la deuxième position.
12. Pompe à pistons rotatifs (200, 300) selon l'une des revendications précédentes 7 à
11, caractérisée en ce qu'au moins un des éléments de réglage soit couplé avec au moins un dispositif de commutation
pour le réglage de la direction de refoulement de la pompe à pistons rotatifs, à ce
que l'élément de réglage ou les éléments de réglage sont disposés, dans le cas d'une
première direction de refoulement de la pompe à pistons rotatifs, dans la première
position et, dans le cas d'une deuxième direction de refoulement de la pompe à pistons
rotatifs, dans la deuxième position.
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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