[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sitz-/Liegemöbel, insbesondere Schlafsofa,
mit einer Sitz-/ Liegefläche und wenigstens einem verstellbaren Lehnenelement. Ferner
betrifft die Erfindung eine Beschlaganordnung zum Verstellen eines an einem Sitz-/Liegemöbel
angeordneten Lehnenelements.
[0002] Sitz-/Liegemöbel mit verstellbaren Lehnenelementen sind grundsätzlich bekannt.
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Sitz-/Liegemöbel der eingangs genannten Art
zu schaffen, das auf möglichst einfache Weise verstellbar und gleichzeitig vielseitig
einsetzbar ist, sowie eine Beschlaganordnung zum Verstellen eines Lehnenelements eines
Sitz-/Liegemöbels bereitzustellen.
[0004] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch ein Sitz-/Liegemöbel mit den Merkmale des Anspruchs
1 und insbesondere durch ein Sitz-/Liegemöbel, insbesondere Schlafsofa, mit einer
Sitz-/Liegefläche und wenigstens einem Lehnenelement, das zwischen einer Sitzposition
und einer Liegeposition verstellbar ist, wobei das Lehnenelement in der Sitzposition
einen Teilabschnitt der Sitz-/Liegefläche überdeckt und in der Liegeposition den Teilabschnitt
freigibt, und wobei das Lehnenelement sowohl in der Sitzposition als auch in der Liegeposition
an einem Grundgestell gelagert ist. Das oder die Lehnenelemente können insbesondere
als Armlehne und/oder als Rückenlehne ausgebildet sein.
[0005] Das erfindungsgemäße Sitz-/Liegemöbel zeichnet sich dadurch aus, dass das oder die
Lehnenelemente in beiden Verstellpositionen an dem Grundgestell gelagert sind und
somit beim Verstellen in die Liegeposition keinen separaten Aufbewahrungsraum beanspruchen.
Zudem weist das Sitz-/Liegemöbel einen hohen Benutzungskomfort auf, da durch die Lagerung
der Lehnenelemente am Grundgestell ein unbeabsichtigtes Verschieben oder Herunterfallen
der Lehnenelemente weitgehend ausgeschlossen ist.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Mehrzahl von, insbesondere
auf unterschiedliche Weise verstellbaren, Lehnenelementen vorgesehen, die in der Sitzposition
eine rechteckige Sitzfläche und in der Liegeposition eine rechteckige Liegefläche
begrenzen, wobei die Liegefläche sowohl eine größere Breite als auch eine größere
Länge als die Sitzfläche aufweist. Dadurch lassen sich die Sitzfläche und die Liegefläche
optimal an die jeweilige Nutzungsart anpassen. So ist es beispielsweise möglich, in
der Liegeposition die maximale Breite der Sitz-/Liegefläche auszunutzen und diese
in der Sitzposition auf ein als komfortable Sitztiefe empfundenes Maß zu reduzieren.
[0007] Bevorzugt ist das Lehnenelement längs einer nicht-geradlinigen, bevorzugt kreisförmigen
Bahn parallel zur Sitz-/Liegefläche und unter Beibehaltung seiner Orientierung relativ
zur Sitz-/Liegefläche zumindest in der Sitzposition und in der Liegeposition, bevorzugt
auch während des Verstellvorgangs, bewegbar. Das Lehnenelement wird also effektiv
zwischen der Sitzposition und der Liegeposition versetzt oder verschoben, wobei jedoch
die während des Verstellvorgangs beschriebene Bahn nicht linear ist, sondern beispielsweise
einen Kreisbogen beschreibt. Ein versehentliches Verstellen des Lehnenelementes wird
dadurch vermieden. Eine derartige Verstellung kann insbesondere für eine Armlehne
vorgesehen werden.
[0008] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Lehnenelement um eine
horizontale Schwenkachse verschwenkbar, wobei bevorzugt der Schwenkwinkel 90° oder
180° beträgt. Hierbei gibt das Lehnenelement durch einfaches Umklappen den zuvor überdeckten
Teilabschnitt der Sitz-/ Liegefläche frei.
[0009] Bevorzugt ist es, wenn die Liegefläche durch die Oberseite eines Auflageteils gebildet
ist, wobei die Schwenkachse zumindest näherungsweise mit einer die Oberseite des Auflageteils
begrenzenden Kante des Auflageteils zusammenfällt. Insbesondere fällt die Schwenkachse
auch mit einer Kante des Lehnenteils zusammen.
[0010] Vorzugsweise ist das Auflageteil auf einer Stützfläche eines Grundgestells gelagert,
wobei die Stützfläche wenigstens auf einer Seite unter dem Auflageteil hervorsteht
und das Lehnenelement in der Liegeposition auf dem vorstehenden Teil der Stützfläche
abgestützt ist. Dadurch ist es möglich, ein in der Sitzposition auf dem Auflageteil
aufliegendes Lehnenelement durch Verschwenken oder Umklappen um einen Winkel von 180°
in die Liegeposition zu überführen, in der es dann bevorzugt flächenbündig an die
Liegefläche anschließt und zusätzlicher Bestandteil der Liegefläche wird.
[0011] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das bevorzugt
als Armlehne ausgebildete Lehnenelement mittels einer nachstehend beschriebenen, erfindungsgemäßen
Beschlaganordnung an einem Grundgestell gelagert, insbesondere mit vertikalem Abstand
von der Sitz-/ Liegefläche.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung wird weiterhin durch eine Beschlaganordnung mit den Merkmalen
des Anspruchs 9 gelöst und insbesondere durch eine
[0013] Beschlaganordnung zum Verstellen eines an einem Sitz-/Liegemöbel angeordneten Lehnenelements,
mit einer Parallellenkeranordnung, die ein Paar von in einer gemeinsamen Verstellebene
liegenden, bevorzugt identisch ausgeführten Lenkern umfasst, wobei die Lenker jeweils
mit ihrem einen Ende einen ersten Anlenkpunkt zur Anlenkung eines Grundgestells des
Sitz-/Liegemöbels und mit ihrem anderen Ende einen zweiten Anlenkpunkt zur Anlenkung
des Lehnenelements festlegen, wobei durch die Anlenkpunkte verlaufende Drehachsen
parallel zueinander und senkrecht zur Verstellebene verlaufen, und wobei im an das
Grundgestell und an das Lehnenelement angelenkten Zustand die Anlenkpunkte die Ecken
eines Parallelogramms bilden.
[0014] Die erfindungsgemäße Beschlaganordnung ermöglicht es, ein an einem Sitz-/Liegemöbel
angeordnetes Lehnenelement zu versetzen oder zu verschieben, ohne dass sich die Orientierung
des Lehnenelements in Bezug auf das Sitz-/Liegemöbel ändert.
[0015] Bevorzugt sind die Lenker durch eine bevorzugt einfach oder mehrfach abgewinkelte
und/oder gekröpfte Synchronisationsstange miteinander gekoppelt. Die Synchronisationsstange
gewährleistet insbesondere, dass ein spielbedingtes Verkanten oder Verklemmen der
Lenker verhindert wird.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Synchronisationsstange derart geformt
und an die Lenker angelenkt, dass ein Verschwenken der Lenker um die ersten Anlenkpunkte
bei Erreichen wenigstens einer Verstellposition durch die Synchronisationsstange blockiert
ist. Die Synchronisationsstange dient somit nicht nur der Synchronisation der Lenkerbewegung,
sondern zusätzlich als Anschlag für die Lenkerbewegung, um die Endpositionen des Verstellbereichs
zu definieren.
[0017] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen,
der Beschreibung und in den Zeichnungen angegeben.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Sitz-/ Liegemöbels;
- Fig. 2 und 3
- Draufsichten des Sitz-/Liegemöbels von Fig. 1 in verschiedenen Verstellpositionen;
- Fig. 4
- eine perspektivische Detailansicht des Sitz-/Liegemöbels von Fig. 1;
- Fig. 5 bis 7
- Detailansichten eines erfindungsgemäßen Sitz-/Liegemöbels in verschiedenen Verstellpositionen.
[0019] Gemäß Fig. 1 bis 4 umfasst ein erfindungsgemäßes Sitz-/Liegemöbel 10 ein rechteckiges
Grundgestell 12 mit einem Basiselement 14, das auf Stützfüßen 16 bodenseitig abgestützt
ist. Auf dem Basiselement 14 ist ein als Polsterelement ausgebildetes Auflageteil
20 angeordnet, dessen Oberseite eine Sitz-/Liegefläche 22 bildet.
[0020] An einer Längsseite des Grundgestells 12 ist eine um eine Horizontalachse verschwenkbare
Rückenlehne 28 vorgesehen, welche auf noch näher zu erläuternde Weise an dem Grundgestell
12 befestigt ist. An den beiden Querseiten des Sitz-/Liegemöbels 10 sind jeweils Armlehnen
24, 26 vorgesehen, wobei die eine Armlehne 24 ebenfalls um eine Horizontalachse verschwenkbar
gelagert ist. Die andere Armlehne 26 ist in einer Horizontalebene versetzbar oder
verschiebbar am Grundgestell 12 gelagert.
[0021] Die Armlehnen 24, 26 und die Rückenlehne 28 weisen eine flachquaderförmige Gestalt
auf, wobei deren Flachseiten in der in Fig. 1 und 2 dargestellten Sitzposition parallel
zur Sitz-/Liegefläche 22 angeordnet sind. Während die Armlehne 26 und die Rückenlehne
28 um etwa das 0,5- bis 1,5-fache ihrer Höhe von der Sitz-/Liegefläche 22 beabstandet
sind, liegt die Armlehne 24 unmittelbar auf der Sitz-/Liegefläche 22 auf.
[0022] Im folgenden wird zunächst die Verstellung der Armlehne 24 zwischen der Sitzposition
und der Liegeposition erläutert.
[0023] Die diesbezügliche horizontale Schwenkachse fällt mit einer querseitigen, die Sitz-/Liegefläche
22 begrenzenden Kante 30 zusammen. Zum Verstellen von der in Fig. 1 und 2 dargestellten
Sitzposition in die in Fig. 3 dargestellte Liegeposition wird die Armlehne um die
Kante 30 herum um 180° verschwenkt. In der Liegeposition stützt sich die Armlehne
24 auf einer an der Oberseite des Basiselements vorgesehenen Stützfläche 18 ab. Bevorzugt
entspricht die Höhe der Armlehne 24 der Höhe des Auflageteils 20, so dass die Armlehne
24 in der Liegeposition flächenbündig an die Sitz-/Liegefläche 22 anschließt und diese
zusätzlich erweitert. Die Armlehne 24 kann beispielsweise mittels einer Nahtverbindung,
die zwischen einem Bezug des Auflageteils 20 und einem Bezug der Armlehne 24 gebildet
ist, oder durch einen Abschnitt des Bezugs mit dem Auflageteil 20 verbunden sein.
[0024] Mit Bezug auf Fig. 1 bis 5 wird nun die Anordnung und Funktionsweise der Rückenlehne
28 näher erläutert.
[0025] Wie es insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich wird, ist die Rückenlehne 28 an vertikalen
Stützen 32 angelenkt, deren jeweilige untere Enden mittels Kragarmen 44 an dem Basiselement
14 befestigt sind. Obere Endabschnitte der Stützen 32 sind nach hinten abgewinkelt
und in beiden Verstellpositionen in einem im Inneren der Rückenlehne 28 ausgebildeten
Hohlraum 34 aufgenommen. Am oberen Ende einer jeweiligen Stütze 32 ist ein bevorzugt
selbsthemmendes Gelenk 36 vorgesehen, über welches die Rückenlehne 28 an der Stütze
32 angelenkt ist. An der Rückenlehne 28 sind Anschläge 38 angeordnet, von denen jeweils
einer in einer Endposition der Rückenlehne 28 mit der Stütze 32 zusammenwirkt und
die den Schwenkbereich der Rückenlehne 28 auf etwa 90° begrenzen.
[0026] In der Sitzposition (Fig. 2) befindet sich die Rückenlehne 28 in einer horizontalen
Position und ein Teilabschnitt der Rückenlehne 28 überdeckt einen entsprechenden Teilabschnitt
der Sitz-/Liegefläche 22. In der Liegeposition (Fig. 3) ist die Rückenlehne 28 nach
oben in eine senkrechte Position hochgeklappt und gibt somit den zuvor überdeckten
Teilabschnitt der Sitz-/Liegefläche 22 frei. Diese Position kann auch als alternative
Sitzposition mit vergrößerter Lehnenhöhe und Sitztiefe genutzt werden.
[0027] Die Rückenlehne 28 kann einteilig ausgebildet oder, wie durch eine gestrichelte Linie
angedeutet, in zwei oder auch mehr Teilabschnitte unterteilt sein, wobei dann jeder
Teilabschnitt für sich verschwenkbar ist.
[0028] Unter Einbeziehung der Fig. 6 und 7 wird nun die Verstellung der Armlehne 26 näher
erläutert.
[0029] Zwei vertikale, stabförmige Träger 42a, 42b sind über Tragarme 44 an einer Querseite
des Basiselements 14 befestigt. Am oberen Ende eines jeden Trägers 42a, 42b ist jeweils
ein Lenker 48 um die Längsachse des Trägers 42a, 42b verschwenkbar angelenkt. Das
andere Ende eines jeden Lenkers 48 ist an einem jeweiligen, an der Unterseite der
Armlehne 26 befestigten Bolzen 46 um die Längsachse des Bolzens 46 verschwenkbar angelenkt,
wobei die Längsachsen der Bolzen 46 parallel beabstandet zur Längsachse der Träger
42a, 42b verlaufen. Die an den Trägern 42a, 42b angelenkten Enden der Lenker 48 definieren
erste Anlenkpunkte, während die an den Bolzen 46 angelenkten Enden der Lenker 48 zweite
Anlenkpunkte definieren. Diese Anlenkpunkte bilden die Ecken eines Parallelogramms,
so dass die in einer Horizontalebene bewegbare Armlehne 26 beim Versetzen zwischen
verschiedenen Verstellpositionen stets ihre parallele Orientierung zur Querseite des
Grundgestells 12 beibehält.
[0030] Die Lenker 48 sind ungefähr mittig um einen Winkel von 90° abgewinkelt und über eine
Synchronisationsstange 50 miteinander verbunden. Die Synchronisationsstange 50 ist
über zwei an ihren Enden vorgesehene Gelenke 52 im Bereich der Abwinkelung der Lenker
48 in dritten Anlenkpunkten an den Lenkern 48 angelenkt, wobei die Bewegungsebene
der Synchronisationsstange 50 in einer Horizontalebene liegt, welche sich unterhalb
der horizontalen Bewegungsebene der Lenker 48 befindet. Die Synchronisationsstange
50 gewährleistet eine zuverlässige und störungsfreie Betätigung beim Verstellen der
Armlehne 26.
[0031] Die Synchronisationsstange 50 ist jeweils im Bereich ihrer mit den Lenkern 48 verbundenen
Enden abgewinkelt bzw. gekröpft, wobei die Bereiche der Abwinkelung bzw. der Kröpfung
jeweils als Blockierbereiche 54 bzw. 56 wirksam sind, um den Verstellbereich der Armlehne
26 zu begrenzen. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Synchronisationsstange
50 derart ausgebildet, dass der Blockierbereich 54 mit dem vorderen Träger 42a zusammenwirkt
und die Sitzposition definiert, während der andere Blockierbereich 56 mit dem hinteren
Träger 42b zusammenwirkt und die Liegeposition definiert. Durch entsprechende Ausgestaltung
der Abwinkelungen der Synchronisationsstange 50 lässt sich somit der Winkelbereich
definieren, um den die Lenker 48 um die Träger 42a, 42b verschwenkbar sind.
[0032] Wie in Fig. 6 zu erkennen ist, sind in der Sitzposition die durch die Bolzen 46 definierten
zweiten Anlenkpunkte gegenüber den korrespondierenden, durch die Träger 42a, 42b definierten
ersten Anlenkpunkte etwas nach hinten versetzt. Dies bewirkt eine Arretierung der
Armlehne 26 in der Sitzposition, da eine lediglich in Längsrichtung der Sitz-/Liegefläche
22 auf die Armlehne 26 einwirkende, nach außen gerichtete Kraft alleine noch keine
Verstellung der Armlehne 26 in die Liegeposition bewirken kann. Vielmehr ist zunächst
eine zusätzliche, nach vorne, also parallel zur Querseite des Sitz-/Liegemöbels 10
gerichtete Kraftkomponente erforderlich, um die Armlehne 26 zu verstellen.
[0033] Im Verlauf der Verstellbewegung bewegen sich die Bolzen 46 auf einem um die Träger
42a, 42b herum verlaufenden Kreisbogen von der Sitzposition in die Liegeposition,
wobei der überstrichene Verstellwinkelbereich etwas mehr als 180° beträgt. Die Bemessung
der Armlehne 26 und die Abstände der Anlenkpunkte sind dabei so gewählt, dass auch
für die Armlehne 26 gewährleistet ist, dass diese in der Sitzposition einen Teilbereich
der Sitz-/Liegefläche 22 überdeckt und diesen in der Liegeposition vollständig freigibt.
[0034] Wie in Fig. 7 zu erkennen ist, befinden sich die Lenker 48 und die Synchronisationsstange
50 unterhalb der Armlehne 26. Alternativ ist es auch möglich, diese in einen an der
Unterseite der Armlehne 26 ausgebildeten Hohlraum zu integrieren, so dass diese zumindest
in der Seitenansicht nicht mehr sichtbar sind.
[0035] Die mit Bezug auf die Horizontalverstellung der Armlehne 26 beschriebene Beschlaganordnung
kann auch in einer um 90° gedrehten Ausrichtung verwendet werden, so dass die Bewegungsebenen
der Lenker bzw. der Armlehne vertikal verlaufen und die Armlehne zwischen einer abgesenkten
und einer angehobenen Position verstellt werden kann. Das so verstellbare Lehnenelement
kann auch als Rückenlehne eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Sitz-/Liegemöbel
- 12
- Grundgestell
- 14
- Basiselement
- 16
- Stützfuß
- 18
- Stützfläche
- 20
- Auflageteil
- 22
- Sitz-/Liegefläche
- 24, 26
- Armlehne
- 28
- Rückenlehne
- 30
- Kante
- 32
- Stütze
- 34
- Hohlraum
- 36
- Gelenk
- 38
- Anschlag
- 40
- Beschlaganordnung
- 42a, 42b
- Träger
- 44
- Kragarm
- 46
- Bolzen
- 48
- Lenker
- 50
- Synchronisationsstange
- 52
- Gelenk
- 54, 56
- Blockierbereich
1. Sitz-/Liegemöbel, insbesondere Schlafsofa, mit
einer Sitz-/ Liegefläche (22), und
wenigstens einem Lehnenelement (24, 26, 28), das zwischen einer Sitzposition und einer
Liegeposition verstellbar ist, wobei das Lehnenelement (24, 26, 28) in der Sitzposition
einen Teilabschnitt der Sitz-/Liegefläche (22) überdeckt und in der Liegeposition
den Teilabschnitt freigibt, und wobei das Lehnenelement (24, 26, 28) sowohl in der
Sitzposition als auch in der Liegeposition an einem Grundgestell (12) gelagert ist.
2. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von, insbesondere auf unterschiedliche Weise verstellbaren, Lehnenelementen
(24, 26, 28) vorgesehen ist, die in der Sitzposition eine rechteckige Sitzfläche und
in der Liegeposition eine rechteckige Liegefläche begrenzen, wobei die Liegefläche
sowohl eine größere Breite als auch eine größere Länge als die Sitzfläche aufweist.
3. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lehnenelement (26) längs einer nicht-geradlinigen Bahn parallel zur Sitz-/Liegefläche
(22) und unter Beibehaltung seiner Orientierung relativ zur Sitz-/Liegefläche (22)
zumindest in der Sitzposition und in der Liegeposition, bevorzugt auch während des
Verstellvorgangs, bewegbar ist.
4. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lehnenelement (24, 28) um eine horizontale Schwenkachse verschwenkbar ist, wobei
bevorzugt der Schwenkwinkel 90° oder 180° beträgt.
5. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sitz-/Liegefläche (22) durch die Oberseite eines Auflageteils (20) gebildet ist,
wobei die Schwenkachse zumindest näherungsweise mit einer die Oberseite des Auflageteils
(20) begrenzenden Kante (30) des Auflageteils (20) zusammenfällt,
wobei insbesondere das Auflageteil (20) auf einer Stützfläche (18) eines Grundgestells
(12) gelagert ist, wobei die Stützfläche (18) wenigstens auf einer Seite unter dem
Auflageteil (20) hervorsteht und das Lehnenelement (24) in der Liegeposition auf dem
vorstehenden Teil der Stützfläche (18) abgestützt ist.
6. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lehnenelement (28) mittels eines, bevorzugt selbsthemmenden, Beschlags (32, 36)
bevorzugt mit vertikalem Abstand von der Sitz-/Liegefläche (22) an einem Grundgestell
(12) verstellbar gelagert ist.
7. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lehnenelement (24, 26, 28) flachquaderförmig ausgebildet und mit seinen Flachseiten
parallel sowie mit vertikalem Abstand zur Sitz-/Liegefläche (22) angeordnet ist, wobei
der vertikale Abstand kleiner als die Breite und als die Länge des Lehnenelementes
(24, 26, 28) ist, bevorzugt etwa das 0,5- bis 1,5-fache der Höhe des Lehnenelementes
beträgt.
8. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das, bevorzugt als Armlehne (26) ausgebildete, Lehnenelement mittels einer Beschlaganordnung
(40) nach einem der nachstehenden Ansprüche an einem Grundgestell (12) gelagert ist,
insbesondere mit vertikalem Abstand von der Sitz-/Liegefläche (22).
9. Beschlaganordnung zum Verstellen eines an einem Sitz-/Liegemöbel (10) angeordneten
Lehnenelements (26),
mit einer Parallellenkeranordnung, die ein Paar von in einer gemeinsamen Verstellebene
liegenden, bevorzugt identisch ausgeführten, Lenkern (48) umfasst,
wobei die Lenker (48) jeweils mit ihrem einen Ende einen ersten Anlenkpunkt zur Anlenkung
eines Grundgestells (12) des Sitz-/Liegemöbels (10) und mit ihrem anderen Ende einen
zweiten Anlenkpunkt zur Anlenkung des Lehnenelements (26) festlegen, wobei durch die
Anlenkpunkte verlaufende Drehachsen parallel zueinander und senkrecht zur Verstellebene
verlaufen, und
wobei im an das Grundgestell (12) und an das Lehnenelement (26) angelenkten Zustand
die Anlenkpunkte die Ecken eines Parallelogramms bilden.
10. Beschlaganordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lenker (48) durch eine, bevorzugt einfach oder mehrfach abgewinkelte und/oder
gekröpfte, Synchronisationsstange (50) miteinander gekoppelt sind,
wobei insbesondere die Synchronisationsstange (50) mit den Lenkern (48) jeweils an
einem dritten Anlenkpunkt verbunden ist, der sich zwischen dem ersten Anlenkpunkt
und dem zweiten Anlenkpunkt befindet.
11. Beschlaganordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Synchronisationsstange (50) derart geformt und an die Lenker (48) angelenkt ist,
dass ein Verschwenken der Lenker (48) um die ersten Anlenkpunkte bei Erreichen wenigstens
einer Verstellposition durch die Synchronisationsstange (50) blockiert ist.
12. Beschlaganordnung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Verschwenken der Lenker (48) um die ersten Anlenkpunkte in einer Verstellrichtung
bei Erreichen einer ersten Verstellposition und in der entgegengesetzten Verstellrichtung
bei Erreichen einer zweiten Verstellposition blockiert ist,
wobei insbesondere in der ersten Verstellposition ein erster Blockierbereich (54)
der Synchronisationsstange im Bereich des einen Lenkers und in der zweiten Verstellposition
ein zweiter Blockierbereich (56) der Synchronisationsstange (50) im Bereich des anderen
Lenkers (48) wirksam ist,
wobei insbesondere die Synchronisationsstange (50) jeweils im Bereich ihrer mit den
Lenkern (48) verbundenen Enden abgewinkelt und/oder gekröpft ist, wobei die Blockierbereiche
(54, 56) der Synchronisationsstange (50) jeweils im Bereich der Abwinkelung bzw. Kröpfung
liegen.
13. Beschlaganordnung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Synchronisationsstange zum Blockieren des Verschwenkens der Lenker (48) jeweils
mit einem Träger (42a, 42b) für den Lenker (48) zusammenwirkt, wobei insbesondere
der Träger (42a, 42b) dazu ausgebildet ist, den Lenker (48) mit dem Grundgestell (12)
zu verbinden.
14. Beschlaganordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lenker (48), bevorzugt um etwa 90°, abgewinkelt sind, wobei insbesondere Anlenkpunkte
einer Synchronisationsstange (50) jeweils im Bereich der Abwinkelung gelegen sind.
15. Beschlaganordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lenker (48) einerseits und eine Synchronisationsstange (50) andererseits in parallel
beabstandet verlaufenden Ebenen liegen.