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EP 2 476 517 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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18.07.2012 Patentblatt 2012/29 |
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Anmeldetag: 07.01.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Priorität: |
14.01.2011 DE 102011008593 24.01.2011 AT 952011
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Anmelder: Vaillant GmbH |
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42859 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Ates, Adnan
42857 Remscheid (DE)
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Vertreter: Hocker, Thomas |
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Vaillant GmbH
Berghauser Strasse 40 42859 Remscheid 42859 Remscheid (DE) |
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Greifvorrichtung für mindestens 2 unterschiedliche Greifgüter |
(57) Greifvorrichtung für mindestens 2 unterschiedlich große Greifgüter (3, 4) mit 2 Greifhebeln
(1), wobei jeder der Greifhebel (1) über eine Greiffläche (2) verfügt und die Greifflächen
(2) der beiden Greifhebel (1) zum flächenmäßigen Greifen des Greifguts (3, 4) dienen,
wobei die Greifvorrichtung über eine Verstelleinrichtung zum Bewegen mindestens eines
der Greifhebel (1) verfügt, die Verstelleinrichtung die Greifhebel (1) derartig positionieren
kann, dass in einer Positionen die beiden Greifhebel (1) mit ersten Teilflächen (5)
der Greifflächen (2) das kleinste Greifgut (3) flächig umfassen können, in einer anderen
Position die beiden Greifhebel (1) mit zweiten Teilflächen (6) der Greifflächen (2)
ein größeres Greifgut (4) flächig umfassen können.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Greifvorrichtung für mindestens 2 unterschiedliche
Greifgüter.
[0002] Greifvorrichtungen sind derart gestaltet, dass die Greifflächen das Greifgut über
eine Berührfläche halten. Eine Linienberührung könnte zu einer Verformung des Greifgutes
führen. Dabei sind die Greifhebel an das Greifgut angepasst. Soll die Greifvorrichtung
anstelle eines kleinen Rohres ein größeres Rohr flächig greifen, so wird gemäß dem
Stand der Technik der Greifhebel mit der Greiffläche ausgetauscht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Universalwerkzeug für mehrere Greifgüter
zu schaffen und hierbei zudem Rüstzeit zu vermeiden.
[0004] Dies wird gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass die
Greifhebel einer Greifvorrichtung über eine Greiffläche mit zwei Teilflächen verfügt,
wobei die ersten Teilflächen der Greifflächen ein erstes Greifgut flächig umfassen
können, während die anderen Teilflächen der Greifflächen ein anderes Greifgut flächig
umfassen können.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich durch die Merkmale der abhängigen
Ansprüche.
[0006] Die Erfindung wird nun anhand der Figuren detailliert erläutert. Hierbei zeigen
- Figur 1 die Greifeinrichtung im Eingriff mit einem kleinen Greifgut und
- Figur 1 die gleiche Greifeinrichtung im Eingriff mit einem größeren Greifgut.
[0007] Die Figur 1 zeigt eine Greifvorrichtung mit zwei Greifhebeln 1, wobei jeder der Greifhebel
1 über eine Greiffläche 2 verfügt. Die Greifvorrichtung verfügt über eine weiter dargestellte
Verstelleinrichtung zum Bewegen mindestens eines der Greifhebel 1. Der rechte Greifhebel
1 verfügt über einen Drehpunkt 7, um den der Greifhebel 1 gedreht werden kann. Die
Greifflächen 2 sind jeweils zweigeteilt: Zentral in den Greifflächen 2 befindet sich
jeweils eine erste Teilfläche 5, die von jeweils zweiten Teilflächen 6 umgeben sind.
In Figur 1 ist dargestellt, dass ein erstes Greifgut 3 von den ersten Teilflächen
5 der Greifflächen 2 flächig gehalten wird. Die beiden Greifhebel 1 bilden dabei einen
relativ kleinen Winkel.
[0008] Figur 2 zeigt dieselbe Greifvorrichtung, wobei die zweiten Teilflächen 6 ein zweites,
größeres Greifgut 4 flächig halten. Hierzu ist der rechte Greifhebel 1 im Gegenuhrzeigersinn
um den Drehpunkt 7 gedreht, so dass die beiden Greifhebel 1 im Vergleich zu Figur
1 einen relativ großen Winkel bilden.
[0009] Zum Greifen wird jeweils nur der rechte Greifhebel 1 im Gegenuhrzeigersinn geöffnet,
das Greifgut 3, 4 an den linken Greifhebel 1 angelegt und das Greifwerkzeug durch
Drehen des rechten Greifhebels 1 im Uhrzeigersinn geschlossen.
[0010] Erfindungsgemäß können nicht nur Rohre flächig gehalten werden. Dies ist auch mit
anderen Querschnitten möglich.
[0011] Auch kann zumindest einer der Greifhebel statt durch eine Drehung linear verschoben
werden.
[0012] Generell ist besonders vorteilhaft, wenn die ersten Teilflächen 5 im mittleren Bereich
der Greifflächen 2 flächig das kleinste Greifgut 3 umfassen können und um diesen mittleren
Bereich die zweiten Teilflächen 6 zum flächigen Umfassen größerer Greifgüter 4 angeordnet
sind. Die Erfindung ist nicht auf zwei unterschiedliche Greifgüter 3, 4 beschränkt,
sondern kann beliebig fortgesetzt werden, wobei es dabei sinnvoll ist, dass vom mittleren
Bereich ausgehend nach außen mehrere Bereiche zum flächigen Umfassen größerer Greifgüter
3, 4 angeordnet sind, wobei von innen nach außen die Bereiche für stets größere Greifgüter
3, 4 angeordnet sind. Die Verstelleinrichtung verstellt die Greifhebel 1 derartig,
dass mit größer werdendem Greifgut 3, 4 zum flächigem Umfassen der Abstand der Greifhebel
1 und / oder deren Winkel zueinander zunimmt.
[0013] Prinzipiell ist es jedoch auch möglich, dass die Greifflächen 2 nebeneinander unterschiedliche
Teilflächen 5, 6 aufweisen; hierbei fällt jedoch zwangsläufig der Greifhebel 1 länger
aus.
[0014] Die Greifvorrichtung ist üblicherweise in eine komplexere Maschine, welche das Greifgut
3, 4 auch zuführt und weiterfördert, eingebunden. Ferner kann sich die Greifvorrichtung
an einem nicht dargestellten Greifarm befinden, welcher die beiden Greifhebel 1 bewegt.
Bezugszeichenliste
[0015]
Greifhebel (1)
Greiffläche (2)
kleinstes Greifgut (3)
größeres Greifgut (4)
ersten Teilflächen (5)
zweiten Teilflächen (6)
Drehpunkt (7)
1. Greifvorrichtung für mindestens 2 unterschiedlich große Greifgüter (3, 4) mit 2 Greifhebeln
(1), wobei jeder der Greifhebel (1) über eine Greiffläche (2) verfügt und die Greifflächen
(2) der beiden Greifhebel (1) zum flächenmäßigen Greifen des Greifguts (3, 4) dienen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Greifvorrichtung über eine Verstelleinrichtung zum Bewegen mindestens eines der
Greifhebel (1) verfügt,
die Verstelleinrichtung die Greifhebel (1) derartig positionieren kann, dass in einer
Positionen die beiden Greifhebel (1) mit ersten Teilflächen (5) der Greifflächen (2)
das kleinste Greifgut (3) flächig umfassen können,
in einer anderen Position die beiden Greifhebel (1) mit zweiten Teilflächen (6) der
Greifflächen (2) ein größeres Greifgut (4) flächig umfassen können.
2. Greifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Teilflächen (5) im mittleren Bereich der Greifflächen (2) flächig das
kleinste Greifgut (3) umfassen können und um diesen mittleren Bereich die zweiten
Teilflächen (6) zum flächigen Umfassen größerer Greifgüter (4) angeordnet sind.
3. Greifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom mittleren Bereich ausgehend nach außen mehrere Bereiche zum flächigen Umfassen
größerer Greifgüter (3, 4) angeordnet sind, wobei von innen nach außen die Bereiche
für stets größere Greifgüter (3, 4) angeordnet sind.
4. Greifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung die Greifhebel (1) derartig verstellt, dass mit größer werdendem
Greifgut (3, 4) zum flächigem Umfassen der Abstand der Greifhebel (1) und / oder deren
Winkel zueinander zunimmt.

