[0001] Die Erfindung betrifft allgemein eine Antriebsvorrichtung für die Betätigung eines
Zentralverschlusses in einem Fenster und/oder einer Tür, wobei ein Antrieb, z. B.
als Kettenantrieb, auch die Bewegung eines beweglichen Teils des Fenster- oder Türaufbaus
steuert.
[0002] In vielen Anwendungsbereichen ist es notwendig oder zumindest vorteilhaft, eine bewegliche
Komponente einer Tür oder eines Fensters mittels eines Antriebssystems von einer offenen
Stellung in eine geschlossene Stellung oder auch von einer Zwischenstellung in eine
gewünschte Stellung zu bringen. Beispiele dafür sind Klappfenster, Kippfenster und
Drehfenster oder auch parallel zum Rahmen auszustellende Fenster, wobei eine geeignete
Antriebseinheit an dem Fensterflügel bzw. Türflügel oder aber im Rahmen des Fensters
bzw. Tür vorgesehen ist. In vielen Fällen wird für die Antriebseinheit eine Kettenanordnung
verwendet, die über eine geeignete Halterung mit einem Gegenstück verbunden ist, so
dass beim Ausfahren oder beim Einziehen einer Kette der Kettenanordnung eine Bewegung
des Flügels relativ zu dem Rahmen erfolgt. Häufig ist in der Kettenanordnung eine
Kette vorgesehen, die eine Verbiegung nur in einer Richtung ermöglicht, so dass beim
Ausfahren und auch beim Einziehen der Kette eine Kraft auf den sich bewegenden Flügel
ausgeübt wird. Zum Antreiben der Kette wird häufig ein Elektromotor eingesetzt, wobei
aber alternativ oder ergänzend dazu für andere Verwendungen manuell angetriebene Vorrichtungen,
z. B. Handkurbeln zum Einsatz kommen.
[0003] In derartigen mit Kettenanordnungen versehenen Antriebseinrichtungen für das Fenster
oder die Tür ist häufig zusätzlich zur Bewegung des Flügels relativ zu dem Rahmen
eine Betätigung eines Zentralverriegelungsmechanismus (Zentralverschluss) des Fensters
bzw. der Tür erforderlich: Vor der eigentlichen Bewegung des Flügels der Anordnung
muss zunächst eine Entriegelung erfolgen, wenn der Flügel von der geschlossenen Position
in die geöffnete Position bewegt werden soll. Umgekehrt muss beim Schließen des Fensters
oder der Tür zunächst die geschlossene Position angefahren werden und erst danach
kann die Verriegelung erfolgen. Dazu werden in einigen bekannten Fensterantrieben
separate Antriebe für die Verriegelung/Entriegelung verwendet, in denen mit Anwendung
von Elektromotoren die Verriegelung unabhängig von der Bewegung der Antriebskette
abläuft. Dazu ist in der Regel eine weitere elektronische Steuerung erforderlich,
so dass eine zuverlässige Betätigung des Verriegelungsmechanismus im Zusammenwirken
mit der Bewegung des Fensterflügels oder des Türflügels erfolgt. Ein derartiger Aufbau
ist jedoch kostenintensiv und hat auch eine höhere Ausfallswahrscheinlichkeit.
[0004] In anderen Antriebsvorrichtungen für das Betätigen der Zentralverriegelung eines
Fensters bzw. Tür wird ein Abschnitt des Kettenhubs der Kette dafür verwendet, dass
ein entsprechender Bolzen des Verriegelungsmechanismus verschoben wird, so dass die
gewünschte Verriegelung/Entriegelung erfolgt. In derartigen bekannten Vorrichtungen
kann beispielsweise bei einem Kippfenster eine entsprechende Federvorrichtung vorgesehen
sein, die nach dem Öffnen des Flügels den Zentralverschluss in der entriegelten Position
hält, so dass die Federkraft größer sein muss als die durch das Gewicht des Flügels
hervorgerufene Kraft. Ferner muss die Federkraft auch größer sein als die für das
Schließen des Flügels erforderliche Zugkraft, so dass der Antrieb beim Schließen des
Flügels und beim nachfolgenden Verriegeln auch die zum Überwinden der relativ hohen
Federkraft erforderliche Kraft aufbringen muss. Obwohl somit in dieser bekannten Vorrichtung
kein zusätzlicher Elektromotor und auch keine zusätzliche Steuerung erforderlich sind,
muss der relativ hohen Federkraft zur zuverlässigen Verriegelung bzw. Entriegelung
Rechnung getragen werden. Dies erfordert in der Regel eine leistungsmäßige Vergrößerung
der Antriebskomponenten, insbesondere des Elektromotors, so dass bei einer gewünschten
kompakten Aufbauweise das größere Motorvolumen gegebenenfalls eine Integration in
den Flügel bzw. den Rahmen verhindert.
[0005] Es ist daher eine technische Aufgabe, eine Antriebsvorrichtung zu erfinden, die effizient in einen Fenster oder einer Tür
integrierbar ist, wobei zusätzliche Elektromotoren oder Steuerungen für die Verriegelung
und Entriegelung zu vermeiden sind.
[0006] Gemäß einem Aspekt der beanspruchten Erfindung (Anspruch 1) wird die Aufgabe gelöst
durch eine Antriebsvorrichtung, die zur Betätigung eines Zentralverschlusses für ein
Fenster oder eine Tür vorgesehen ist. Die Antriebsvorrichtung weist eine Antriebskomponente
auf, die geeignet ausgebildet ist, mit einer Kraftübertragungs-Komponente einer Verfahreinrichtung
zum Öffnen und Schließen eines Flügels der Tür oder des Fensters form-oder kraftschlüssig
zu interagieren, wobei die Antriebskomponente mit dem Zentralverschluss reversibel
koppelbar ist. Es ist eine Arretiereinrichtung vorgesehen, die ausgebildet ist, die
Antriebskomponente in Abhängigkeit von der Stellung eines mechanischen Abtastteils
zu blockieren.
[0007] Aufgrund dieser Ausbildung lässt sich die erfundene Antriebskomponente steuerbar
blockieren, so dass der über die Kraftübertragungs-Komponente übertragene Vorschub
einerseits in eine Relativbewegung zwischen dem Flügel und dem Rahmen der Tür bzw.
des Fensters umgesetzt werden kann, wenn die Antriebskomponente z. B. blockiert ist.
[0008] Andererseits kann der Vorschub auch in eine Bewegung umgesetzt werden, damit die
Verriegelung oder/und Entriegelung des Zentralverschlusses möglich ist. Auf diese
Weise gelingt es, beispielsweise ein Kippfenster von der geöffneten Stellung zurück
in die geschlossene Stellung mit arretierter Antriebskomponente zu überführen, wobei
der Antrieb der Verfahreinheit so ausgelegt sein kann, dass lediglich die für diese
Bewegung erforderliche Kraft bereitgestellt wird. Anders als bei bekannten Vorrichtungen
kann die nachfolgende Verriegelung des Kippfensters durch Lösen der Blockierung der
Antriebskomponente erfolgen, so dass keine zusätzlichen Federkräfte bei der weiteren
Bewegung der Kraftübertragungs-Komponente zum Betätigen des Zentralverschlusses erforderlich
sind.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Antriebskomponente ein Kettenrad oder
eine flexible Zahnstange oder ein Zahnriemen (flexibel oder steif). Das Kettenrad
als Antriebskomponente ermöglicht die Verwendung von geeigneten Ketten, z. B. rückensteifen
Ketten, als Kraftübertragungs-Komponente, so dass die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung
zur Verwendung mit bekannten Einrichtungen zum Verfahren eines Flügels eines Fensters
oder einer Tür verwendbar ist. Gleichzeitig kann durch die Verwendung eines Kettenrades
eine effiziente Kraftumlenkung (beinhaltet auch Richtungsänderung) der Kraftübertragungs-Komponente
bewerkstelligt werden, so dass die Betätigung des Zentralverschlusses in der gewünschten
Richtung erfolgen kann, die im Wesentlichen senkrecht zur Richtung der Relativbewegung
zwischen dem Flügel und dem unbeweglichen Rahmen stattfindet.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Arretiereinrichtung ein
mit der Antriebskomponente gekoppeltes Zahnrad und ein mit dem Abtastteil gekoppeltes
Element mit Verzahnung auf. Durch diese Ausbildung der Arretiereinrichtung kann somit
die Stellung des Abtastteils effizient zur Blockierung der Antriebskomponente auf
mechanisch zuverlässige Weise umgesetzt werden. Dazu wird in Abhängigkeit von der
Stellung des Abtastteils das Element mit der Verzahnung mit dem Zahnrad in Eingriff
gebracht, so dass aufgrund der mechanischen Kopplung des Elements und der Antriebskomponente
deren Rotation verhindert wird.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Antriebsvorrichtung eine
Kopplungseinrichtung auf, die zur An- und Abkopplung der Antriebsvorrichtung an die
bzw. von der Kraftübertragungs-Komponente ausgebildet ist. Durch diese Kopplungseinrichtung
ist es möglich, die Antriebsvorrichtung auf mechanisch einfache und dennoch zuverlässige
Weise mit der Kraftübertragungs-Komponente, etwa der Kette eines Kettenantriebs, zu
verbinden. Dadurch erleichtert sich die Montage der Antriebsvorrichtung unabhängig
davon, ob eine bereits bestehende Tür oder ein Fenster nachträglich mit der Antriebsvorrichtung
auszurüsten ist, oder ob die Antriebsvorrichtung zusammen mit der Verfahreinheit zu
installieren ist.
[0012] In einer Ausführungsform weist die Kopplungseinrichtung eine Kupplungsklaue zur Kupplung
an einen Abschnitt der Kraftübertragungs-Komponente (KÜK) auf, wobei in einer Ausführungsform
der Abschnitt der KÜK ein Kettenbolzen ist. Durch diesen Aufbau ergibt sich ein gewünschter
Kraftschluss zwischen der KÜK, also dem Kettenbolzen, und der Antriebsvorrichtung,
was wiederum zu einem zuverlässigen mechanischen Kontakt zwischen der Antriebsvorrichtung
und dem Zentralverschluss beiträgt.
[0013] Um eine genau justierte Positionierung zu erreichen, weist in einer anschaulichen
Ausführungsform die Kopplungseinrichtung ferner eine Verstellschraube zur Justierung
der Kupplungsklaue auf. Dabei kann sich die Verstellschraube an einer gut zugänglichen
Position befinden, so an einer Stirnseite des Fensters oder der Tür.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Antriebsvorrichtung ferner
ein längliches Gehäuse auf, so dass die Antriebsvorrichtung in effizienter Weise in
den Flügel oder in den fest stehenden Rahmen (des Fensters oder der Tür) zumindest
teilweise integriert werden kann, bevorzugt vollständig. Durch diesen kompakten Aufbau
können somit Nachteile im Stand der Technik vermieden werden, da dort häufig entsprechende
Antriebsvorrichtungen über Komponenten verfügen, die von dem Rahmen oder dem Flügel
in den Raum hinein weg- oder abragen.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform ist eine verschiebbare Aufnahme für eine Riegelbolzenkupplung
vorgesehen, wobei die Riegelbolzenkupplung zur Kopplung der Antriebsvorrichtung mit
dem Zentralverschluss dient. Die Aufnahme stellt also die mechanische Kopplung zu
dem Zentralverschluss her und ist auch mechanisch mit der KÜK, z. B. als Kette, verbunden,
so dass bei einer Bewegung der Antriebskomponente (und damit auch der KÜK) eine Betätigung
des Zentralverschlusses erfolgt. Andererseits kann durch eine Blockierung der Antriebskomponente
mittels der Arretiereinrichtung eine Kraftübertragung auf die Antriebsvorrichtung
als Ganzes erfolgen, ohne dass damit der Zentralverschluss betätigt wird, so dass
die Relativbewegung zwischen dem Flügel und dem Rahmen im Wesentlichen ohne Einfluss
auf den Zentralverschluss erfolgt.
[0016] Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung zum Betätigen eines Zentralverschlusses
besitzt also eine integrierte Arretiereinrichtung, die damit die Öffnungsbewegung
und Schließbewegung eines Flügels, z. B. eines Kippfensters, eines Klappfensters,
eines Drehfensters oder eines Parallelabstellfensters ermöglicht, ohne dass ein zusätzlicher
motorischer Antrieb für diese Bewegung erforderlich ist. Dazu wird ein Teil des Vorschubs
der KÜK, z. B. als Kette, während einer Phase, in der die Antriebskomponente, die
in vorteilhaften Ausführungsformen in Form eines Kettenrades vorgesehen ist, nicht
blockiert ist, in eine Bewegung zur Betätigung des Zentralverschlusses umgesetzt.
Die Blockierung wird dabei durch das Abtastteil so gesteuert, dass bei einem fehlenden
Kontakt zwischen dem Flügel und dem Rahmen eine Rotation der Antriebskomponente verhindert
wird, so dass für die weitere Bewegung der KÜK eine Relativbewegung zwischen dem Flügel
und dem Rahmen hervorgerufen wird. Bei einer Schließbewegung ist somit die Antriebskomponente
von Beginn an arretiert, wobei diese Blockade bei beginnendem Kontakt des Abtastteils
mit dem Flügel bzw. dem Rahmen zunehmend gelöst wird, so dass nach erfolgtem mechanischen
Kontakt zwischen Flügel und Rahmen die weitere Vorschubbewegung der KÜK zu einer Betätigung
des Zentralverschlusses und damit zu einer Verriegelung führt.
[0017] Durch den erfindungsgemäßen Aufbau ist es ferner möglich, die Antriebsvorrichtung
nach Montage der Verfahreinrichtung zu montieren oder auch bei Bedarf zu demontieren.
Bei einem Kippfenster, einem Klappfenster oder einem Drehfenster ist bereits die Montage
einer einzigen Antriebsvorrichtung an einem der Profilholme (oben, unten oder seitlich)
ausreichend, wenn ein Zentralverschluss mit Riegelbolzen in Flügelfalzraum vorhanden
ist.
[0018] Bei Fenstern und Türen, in denen der Flügel parallel zum Rahmen ausgestellt wird,
können zwei Antriebsvorrichtungen installiert werden, um eine zuverlässige Betätigung
eines geteilten Zentralverschlusses zu ermöglichen.
[0019] In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Fensteranordnung oder Türanordnung
oder ein Verfahren (Arbeitsverfahren) bereitgestellt.
[0020] Die Anordnung oder das Verfahren umfasst einen gegen einen Rahmen relativ bewegbaren
Flügel und einen Zentralverschluss zum Verriegeln der Fensteranordnung oder Türanordnung.
Es ist eine Verfahreinrichtung zum Bewegen des Flügels relativ zu dem Rahmen vorgesehen,
die eine Kraftübertragungs-Komponente (KÜK) aufweist.
[0021] Die Anordnung enthält ferner eine Antriebsvorrichtung zur Betätigung des Zentralverschlusses.
Die Antriebsvorrichtung umfasst eine - mit dem Zentralverschluss gekoppelte- Antriebskomponente,
die geeignet ausgebildet ist, mit der KÜK kraftschlüssig zu interagieren. Ferner weist
die Antriebsvorrichtung ein mechanisches Abtastteil auf, dessen Stellung von der Lage
des Flügels relativ zum Rahmen abhängt. Eine Arretiereinrichtung ist ausgebildet,
die Antriebskomponente in Abhängigkeit der Stellung des mechanischen Abtastteils zu
blockieren.
[0022] In anschaulichen Ausführungsformen ist die Arretiereinrichtung ausgebildet, die Antriebskomponente
in einer geöffneten Lage (in der der Flügel nicht an dem Rahmen anliegt) zu blockieren
und in einer geschlossenen Lage freizugeben. Auf diese Weise wird - wie bereits zuvor
erläutert - die Vorschubbewegung der Verfahreinrichtung zuverlässig während des Anliegens
des Flügels an dem Rahmen in eine Bewegung zur Betätigung des Zentralverschlusses
umgewandelt.
[0023] In einer Ausführungsform sind die Antriebsvorrichtung und zumindest eine Antriebseinheit
der Verfahreinrichtung jeweils an dem Flügel oder an dem Rahmen angebracht. Durch
die kompakte Bauweise, z. B. durch die generell längliche Gestalt der Antriebsvorrichtung,
ist ein vollständiger Einbau oder auch eine Teilintegration dieser beiden Komponenten
im Rahmen oder in Flügel möglich. Störende in den Raum (ab)ragende Teile werden vermieden.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform ist die Antriebsvorrichtung am Rahmen und zumindest
die Antriebseinheit der Verfahreinrichtung an dem Flügel angebracht, wodurch ebenfalls
zu einer hohen Flexibilität bei der Montage oder einer Auf- und Umrüstung einer Verfahreinrichtung
für Fenster oder Türe beigetragen wird.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind von den abhängigen Ansprüchen erfasst.
[0026] Mit Bezug auf die Zeichnungen werden weitere Ausführungsbeispiele beschrieben, wobei
in den Zeichnungen ...
Figur 1 eine schematische Aufsicht einer Fensteranordnung zeigt, in der ein erstes
Beispiel der Antriebsvorrichtung montiert ist,
Figur 2 eine Seitenschnittansicht zeigt, wobei der Flügel und der Rahmen in verriegelter
Stellung dargestellt sind,
Figur 3 eine Seitenschnittansicht zeigt, in der das Beispiel der Antriebsvorrichtung
anfänglich eine Bewegung zum Entriegeln durchführt,
Figur 4 eine Seitenschnittansicht zeigt, in der eine Relativbewegung zwischen dem
Flügel und dem Rahmen stattfindet,
Figur 5 eine detailliertere Seitenschnittansicht der Antriebsvorrichtung mit einer
Antriebskomponente als Kettenrad vor dem Einführen einer Antriebskette zeigt,
Figur 6 eine Seitenschnittansicht der gegenüberliegenden Seite im Vergleich zur Figur
5 zeigt, wobei ein Zahnrad mit einem Element mit Verzahnung einer Arretiereinrichtung
dargestellt ist,
Figur 7 und 8 Schnittansichten zeigen, in denen die Kette in die Antriebsvorrichtung
eingeführt und formschlüssig mit dieser verbunden ist, wobei auch eine Blockierung
der Antriebskomponente als Kettenrad erfolgt ist,
Figur 9 und 10 Schnittansichten als Draufsicht zeigen,
Figur 11 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform zeigt, in der die Antriebsvorrichtung
in oder am Rahmen und der Kettenantrieb in oder am Flügel montiert ist.
[0027] Figur 1 zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine Fensteranordnung oder Türanordnung 100,
wobei diese allgemein betrachtet einen Flügel 2 aufweist, der relativ zu einem fest
stehenden Rahmen als Blendrahmen 1 bewegbar ist. In der gezeigten Ausführungsform
ist ein Kippfenster als 100 dargestellt, wobei Beispiele auch im Zusammenhang mit
anderen Fenster- oder Türkonstruktionen verwendet werden können, obschon sie an einem
Kippfenster erläutert werden. Es können ebenso Klappfenster, Drehfenster oder Fenster
mit parallelem Ausstellen des Flügels, etc. verwendet werden.
[0028] Eine Antriebsvorrichtung 5 ist im Flügel 2, wie in dem gezeigten Beispiel, oder im
Rahmen 1 vorgesehen, wobei die Anbringung an der Anordnung 100 oder auch innerhalb
der Anordnung 100 erfolgen kann. Eine Verfahreinrichtung 4, die zum Verfahren des
Flügels 2 relativ zum Rahmen 1 dient, ist mit einer Antriebseinheit in dem gezeigten
Beispiel auf oder in dem Rahmen 1 montiert und ist über eine Kraftübertragungs-Komponente,
z. B. als Kette mit dem Flügel 2 über die Antriebsvorrichtung 5 verbunden, wie dies
nachfolgend ausführlicher beschrieben ist.
[0029] Die Verfahreinrichtung 4 weist einen elektrischen Antrieb auf, wobei auch andere
Antriebe, eine Handkurbel, ein Schieber, etc. verwendbar sind. Wie im Folgenden erläutert,
ist die Antriebsvorrichtung 5 nachträglich mit der Einrichtung 4 koppelbar und lösbar,
was auch als "mechanisch reversibel" bezeichnet wird. Bei Kipp- oder Klappfenstern
kann bereits eine einzelne Antriebsvorrichtung 5 an einem oberen oder unteren Profilholm
montiert ausreichen, um den Zentralverschluss 3 zuverlässig zu betätigen. In der gezeigten
Ausführungsform besitzt der Zentralverschluss Riegelbolzen oder Zapfen 3a, 3b und
Schubstangen, flach oder in U-Form im Flügelfalzraum. Durch eine Kopplung des Riegelzapfens
3b mit der Antriebsvorrichtung 5, wie dies nachfolgend detaillierter beschrieben wird,
kann somit eine Betätigung des Zentralverschlusses und damit eine Verriegelung oder
Entriegelung erfolgen. Die dazu erforderliche Bewegung in Öffnungs- oder Schließrichtung
des Zapfens 3b wird über die Einrichtung 4 bereitgestellt, wenn der Flügel 2 an dem
Rahmen 1 anliegt.
[0030] Bei Parallelabstellfenstern ist die Anbringung von mindestens zwei Antriebsvorrichtungen
und einem geteiltem Zentralverschluss möglich.
[0031] Figur 2 zeigt einen Teil der Anordnung 100 in einer Seitenschnittansicht. Der Zapfen 3b ist
von einer Kupplungsaufnahme 12 umschlossen, die wiederum mit der Antriebsvorrichtung
5 gekoppelt ist, so dass eine Verschiebung der Kupplungsaufnahme 12 und damit des
Zapfens 3b entlang der Richtung S zu einer Entriegelung der anderen Zapfen 3a führt.
Eine kontinuierliche Bewegung der dargestellten Kette 4a des Antriebs 4 wird in der
Antriebsvorrichtung 5 in einen kurzen Öffnungs/Schließweg in Richtung S mit ca. 20
mm bis 25 mm für den Zentralverschluss 3 mittels einer geeigneten Antriebskomponente,
z. B. einem Kettenrad und einer Winkelführung, um 90° umgelenkt. Der Flügel ist/wird
geschlossen und der Zentralverschluss verriegelt.
[0032] Figur 3 zeigt die Anordnung nach erfolgter Entriegelung. Die Kupplung 12 ist im Vergleich
zur Stellung in Fig. 2 nach rechts verschoben, so dass die Zapfen 3a aus ihren Aufnahmen
von Schließplatten 6 herausgeführt sind und damit eine kontinuierliche Bewegung y
des Flügels 1 (sh. auch Fig. 2) bei einem weiter anhaltenden Vorschub der Kette 4a
der Einrichtung 4 ermöglichen.
[0033] Figur 4 zeigt den Flügel 2 nach einer weiteren Phase des Verfahrens y (Bewegens, z. B. Schwenken)
des Flügels 2 mittels der Einrichtung 4. Die Öffnungsrichtung ist +y.
[0034] Der Öffnungs/Schließhub der Riegelbolzen-Kupplungsaufnahme 12 wird durch eine Arretiereinrichtung
150 innerhalb der Antriebsvorrichtung 5 auf der Grundlage der Stellung eines Abtasters
50 gesteuert. Bei Anlage des Flügels 2 an dem Rahmen ist das als Abtaster arbeitende
Abtaststück 50 gänzlich eingefahren und bewirkt, dass die Arretiereinrichtung 150
den Vorschub der Kette 4a in der Antriebsvorrichtung nicht blockiert, so dass eine
Verschiebung der Kupplung 12 und damit des Zapfens 3b erfolgt. Danach wird die weitere
Bewegung der Kette nunmehr in eine Bewegung in y-Richtung umgesetzt, was schließlich
zu einem Ausfahren des Abtaststückes 50 führt. Dadurch wird die Arretiereinrichtung
150 mechanisch so angesteuert, dass eine Bewegung der Kette 4a innerhalb der Antriebsvorrichtung
5 auch in der Gegenrichtung nicht mehr möglich ist, so dass bei einer späteren Rückbewegung
des Flügels 2 die Zapfen 3a, 3b aufgrund der Blockierung der Kette 4a in der Vorrichtung
5 solange im entriegelten Zustand bleiben, bis das Abtaststück 50 beim Anliegen des
Flügels 2 am Rahmen 1 wieder eine Freigabe der Kette 4a bewirkt. Daraufhin wird ein
weiter anhaltender Zug an der Kette 4a in die Verriegelungsbewegung umgesetzt.
[0035] Figuren 5 und 6 zeigen gegenüberliegende Seitenschnittansichten der Antriebsvorrichtung 5 in größerem
Detail. Das Abtaststück 50, das die Geschlossenstellung des Flügels abtastet, ist
in einer Stellung gezeigt, die dem Anliegen des Flügels 1 (nicht gezeigt) entspricht
und zu keiner Blockierung einer Antriebskomponente 15 führt, die in Form eines Kettenrades
vorgesehen ist. Diese Stellung des Abtaststückes 50 kann auch verwendet werden, um
die Kette 4a bei der Ankopplung der Antriebsvorrichtung 5 in diese einzuführen.
[0036] Bei einem Öffnen y des Flügels 1, also nach einem kurzen Hub von ca. 10 mm des Abtaststücks
50, veranlasst von einer Feder 51, bewirkt das Abtaststück 50 eine Blockierung oder
Arretierung des Kettenrades 15, wie dies nachfolgend beschrieben ist.
[0037] Wie in Fig. 6 gezeigt ist, ist ein Zahnrad 16 fest (drehstarr) mit dem Kettenrad
15 (sh. Fig. 5) verbunden und bildet einen Teil der Arretiereinrichtung 150. Ferner
ist ein Teil der Arretiereinrichtung auch ein Element 58 mit Verzahnung, welches mittels
eines Zwischenhebels 55 mit dem Abtaststück 50 gekoppelt ist. In der gezeigten Stellung
der Arretiereinrichtung 150 findet also keine Verrastung (=Sperrung der Drehfähigkeit)
des Zahnrads 16 und somit Blockierung des Kettenrads 15 (sh. Fig. 5) statt.
[0038] Die Antriebsvorrichtung 5 hat ein langgestrecktes flaches Gehäuse 5g, in dem ein
Führungsklotz als Aufnahme 20 gleiten kann. An diesem Klotz befindet sich eine Fläche
20a mit Bohrungen 20b, an der die Riegelbolzenkupplung 12 (sh. Fig. 2 bis 4) montiert
werden kann. Dazu ist eine Gehäusewand des Gehäuses 5g mit einem Durchbruch 5c versehen.
[0039] Bei der Ankopplung der Vorrichtung 5 an die Kette 4a, die auch zum Bewegen der Riegelbolzenkupplung
12 dient, wird die Kette 4a, die am äußeren Endstück mit einem Kettenbolzen 4b versehen
ist, in eine Öffnung 5d der Antriebsvorrichtung 5 eingeschoben, geführt und mit dem
Kettenrad 15 im Zusammenwirken mit einer Winkelführung 30 um 90° umgelenkt. Schließlich
läuft die Kette 4a in einem Schacht 5e, bis die Kette an das Schachtende 5f anschlägt
und der Kettenbolzen 4b in eine verschiebbare Kupplungsklaue 60 einrasten kann.
[0040] Mit einer Verstellschraube 68 und einem Verstellwerkzeug 69 wird die Kupplungsklaue
60 mittels eines Zwischenhebels 65 betätigt und dabei in eine formschlüssige Kupplungsstellung
gedrückt. Die Kette 4a und der Führungsklotz 20 sind nun formschlüssig verbunden,
so dass die Verfahreinrichtung 4 (sh. Fig. 1 bis 4) und die Antriebsvorrichtung 5
jetzt gekoppelt sind.
[0041] Der Führungsklotz 20 wird durch eine Feder 21 in die Kupplungsposition gedrückt.
Eine dabei eingenommene Stellung entspricht auch dem verriegelten Zustand, abhängig
von der Montage und der Betriebsweise der Einrichtung 4 und des Antriebs 5.
[0042] Die Entkopplung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
[0043] Die gezeigte Feder 21 ist in einem anderen, nicht dargestellten Beispiel, nicht vorgesehen.
Die Kopplungsposition des Klotzes 20 wird hierbei manuell - durch Verschieben von
20 - erreicht.
[0044] Figuren 7 und 8 zeigen jeweils die den Figuren 5 und 6 entsprechenden Seitenansichten, wobei das
Abtaststück 50 in der ausgefahrenen Stellung dargestellt ist und die Justierung der
Klaue 60 durch die Verstellschraube 68 und den Zwischenhebel in der zuvor beschriebenen
Weise erfolgt ist. Wie in Figur 8 gezeigt ist, greift in dieser Stellung das Element
58 oder die Kettenradsperre mit einem gezahnten Formstück in das Zahnrad 16 ein und
sperrt damit die Rotation des Kettenrades 15, da das Kettenrad 15 auf einer Achse
17 gemeinsam mit dem Zahnrad 16 gelagert und mit diesem fest verbunden ist (drehfest
gekoppelt).
[0045] In dieser Stellung, die der Offenstellung des Flügels 1 entspricht, wird also ein
Zug der Kette 4a oder auch ein Schub, falls die Kette 4a sich in dem Schacht 5e nicht
am Anschlag 5f (sh. Fig. 5, 6) befindet, nicht in eine Verschiebung des Klotzes 20
umgesetzt, so dass der Verriegelungsstatus unverändert bleibt und eine Bewegung der
Antriebvorrichtung 5 als Ganzes und damit des Flügels erfolgen kann.
[0046] Diese Verrastung des Elements 58 mit dem Zahnrad 16 kann durch Drücken des seitlich
aus dem Gehäuse abragenden Abtaststück 50 über den Umlenkhebel 55 gelöst werden. Bei
Annäherung des Flügels 2 an den Rahmen 1 (s. Fig. 2 bis 4) wird das Abtaststück 50
zunehmend eingedrückt und löst somit letztlich die Verrastung. Die Rotation des Kettenrads
15 ist dann wieder möglich und eine Längsbewegung der Riegelbolzenkupplungs-Aufnahme
20 kann bei weiter andauerndem Zug der Kette 4a erfolgen. Damit werden die Zapfen
3a, 3b (sh. Fig. 1 bis 4) des Zentralverschlusses durch die Riegelbolzenkupplung 12
(sh. Fig. 2 bis 4) seitlich verschoben und wieder in ihre verriegelte Stellung in
der Schließplatte 6 gebracht, wie die in Fig. 2 gezeigt ist. Wie bereits zuvor beschrieben
ist, besitzt die Riegelbolzenkupplung 12 eine Aufnahme, in die der Kupplungsbolzen
3b (oder einer der Riegelzapfen 3a) eingreift. Damit wird der Zentralverschluss betätigt
und entriegelt und/oder verriegelt. Dies durch ein Verschieben der Schließzapfen 3a
in Bezug zur jeweiligen Schließplatte 6 (sh. Fig. 2 bis 4).
[0047] Figur 9 zeigt einen Teil der Antriebvorrichtung 5 als eine Schnittansicht.
[0048] Figur 10 zeigt die Antriebsvorrichtung als Schnittansicht. Insbesondere ist dabei die gemeinsame
Achse 17 zu erkennen, auf der das Kettenrad 15 und das Zahnrad 16 montiert sind. Der
Klotz 20 ist in der entriegelten Stellung gezeigt.
[0049] Bei einer Öffnungsbewegung des Flügels, wie dies auch zuvor mit Bezug zu den Fig.
2 bis 4 beschrieben ist, schiebt also in dem gezeigten Beispiel der Kettenmotor der
Einrichtung 4 für die Öffnungsbewegung des Flügels 2 die Kette 4a weiter aus, wie
dies in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist, nachdem der Führungsklotz 20 mit der
Riegelbolzenaufnahme 12 verschoben und der Zentralverschluss entriegelt wurde, und
drückt über die Antriebsvorrichtung 5 den Flügel 2 vom Blendrahmen 1 ab. Dabei wird
das Abtaststück 50 durch eine Feder 51 aus dem Gehäuse 5g geschoben, das Kettenrad
wird über das Zahnrad 16 gesperrt, die Kette 4a somit für eine Bewegung innerhalb
der Vorrichtung 5 arretiert und die Öffnungsbewegung des Flügels setzt sich fort bis
zum Kettenhubende. Der Flügel ist komplett auf.
[0050] Beim Verfahren (= Bewegen) des Flügels 2 von der Offenstellung in die Geschlossenstellung,
was einer Abfolge der Figuren 4 bis 2 entspricht, läuft der Kettenmotor der Einrichtung
4 an, die Kette 4a wird in das Gehäuse des Einrichtung 4 eingezogen und der Flügel
2 beginnt zu schließen (Richtung -y). Erreicht der Flügel 2 einen geringen Abstand
zum Blendrahmen 1 wird das aus dem Gehäuse abragende (n.b. in der Regelungstechnik
"voreilende") Abtaststück 50 gedrückt, so dass das das Zahnrad 16 und das Kettenrad
15 wieder frei gegeben werden, wie dies in den Figuren 5 und 6 gezeigt ist.
[0051] Die Kette 4a wird nun innerhalb der Antriebsvorrichtung 5, also innerhalb des Schachtes
5e gezogen, die Kompensationsfeder 21 wird (mit einer geringen Kraft im Bereich 30N
bis 40N) gespannt und die Riegelbolzen-Kupplung 12 mit dem Kupplungsbolzen 3b (sh.
Figur 2) des Zentralverschlusses 3 verriegelt mit den mehreren Riegelbolzen 3a an
den mehreren Schließplatten 6. Der Führungsklotz 20 erreicht seine Endposition, der
Ketten-Motor schaltet ab, etwa durch eine Überlaststeuerung oder einen Endschalter.
Das Fenster ist damit geschlossen und verriegelt.
[0052] Figur 11 zeigt eine weitere Ausführungsform, in der die Einrichtung 4, z. B. in Form eines
dargestellten Kettenantriebs, fest am Flügel 2 und die Antriebsvorrichtung 5 fest
am Blendrahmen 1 befestigt sind.
[0053] In der Geschlossenstellung können beide Gehäuse aneinander liegen. Die Kette 4a ist
gekoppelt und das Abtaststück ist gedrückt, wie dies auch in den vorherigen Beispielen
beschrieben ist. Die Aufnahme für die Riegelbolzenkupplung ist im Gehäuse in seiner
linken Endposition auf Anschlag gefahren und die Kompensationsfeder 21 (sh. Fig. 5
bis 10) ist gedrückt. Die Riegelzapfen 3a des Zentralverschlusses greifen in die Schließplatten
6. Das Fenster ist geschlossen und verriegelt und der Kettenmotor ist abgeschaltet.
[0054] Der Kettenmotor startet und die Kette 4a fährt kontinuierlich aus. Dabei schiebt
die Kette 4a zunächst die Riegelbolzenkupplungs-Aufnahme und damit den Zentralverschluss,
also dessen Zapfen 3a, nach rechts aus den Schließplatten 6. Daraufhin geht die Bewegung
weiter und führt zu einer y-Bewegung des Flügels 2, wie dies auch zuvor beschrieben
ist.
[0055] In vorteilhaften Ausführungsformen bietet die Antriebsvorrichtung die Möglichkeit,
bei einem Fensterelement, einem Türblatt, etc. mit nur einem elektrischen Kettenmotor
zu arbeiten. Der Zentralverschluss wird entsprechend entriegelt und verriegelt. Eine
elektronische Folgesteuerung und/oder ein weiterer Antrieb werden also nicht benötigt,
so dass sich ein einfacher und preiswerter Aufbau realisieren lässt.
[0056] Die Antriebsvorrichtung umfasst ein sperrbares oder entsperrbares Zahn- oder Kettenrad
zur Abtragung der Zug/Druckkräfte von der rückensteifen Kette der Verfahreinrichtung.
[0057] Die Vorrichtung umfasst ein starres kompaktes Gehäuse, in das die rückensteife Kette
eingeschoben wird, die mit einer verschiebbaren, federbelasteten und feststellbaren
Ketten-Kupplungsklaue innerhalb des Gehäuses formschlüssig gekoppelt oder entkoppelt
wird.
[0058] Für eine effiziente Montage und einen zuverlässigen Betrieb ist eine stirnseitig
zugängliche Feststellschraube für die Kettenkupplung, sowie eine verschiebbare
[0059] Riegelbolzenkupplung 12 (an dem Führungsklotz 20) und eine Kompensationsfeder für
die Riegelbolzenkupplung in Kombination mit einer anschraubbaren Riegelbolzenkupplung
vorgesehen.
[0060] Es erfolgt eine Umlenkung der Kettenbewegung um 90°. Die Abtastung der Stellung des
Flügels erfolgt mechanisch durch ein seitlich aus dem Gehäuse abstehendes verschiebbares
Abtaststück.
1. Antriebsvorrichtung zur Betätigung eines Zentralverschlusses (3) einer Fenster- oder Türanordnung (100),
mit
- einer Antriebskomponente (15), ausgebildet mit einer
Kraftübertragungs-Komponente (4a) einer Verfahreinrichtung (4) zum Öffnen und Schließen
eines Flügels (2) der Anordnung (100) form- oder kraftschlüssig zu interagieren, wobei
die
Antriebskomponente (15) mit dem Zentralverschluss (3) reversibel koppelbar ist;
- einer Arretiereinrichtung (150), ausgebildet die Antriebskomponente (15) in Abhängigkeit
von einer Stellung eines mechanischen Abtasters (50) zu blockieren.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Antriebskomponente (15) ein Kettenrad
ist oder eine andere Form aufweist, welche mit der Kraftübertragungs-Komponente (4a)
kraft- oder formschlüssig interagiert.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Arretiereinrichtung (150) ein
mit der Antriebskomponente (15) gekoppeltes Zahnrad (16) und ein mit dem Abtaster
(50) gekoppeltes Element (58) mit Verzahnung aufweist.
4. Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die ferner eine Kopplungseinrichtung
(60) aufweist, die zur An- und Abkopplung der Antriebsvorrichtung an die bzw. von
der Kraftübertragungs-Komponente (4a) ausgebildet ist, insbesondere die Kraftkomponente
(4a) eine Kette ist oder ein anderes formschlüssig antreibbares Element ist, wie ein
(flexibler) Zahnriemen.
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Kopplungseinrichtung eine Kupplungsklaue
(60) zur Kupplung mit einem Abschnitt der Kraftübertragungs-Komponente aufweist.
6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, wobei der Abschnitt der Kraftübertragungs-Komponente
ein Kettenbolzen (4b) oder ein Formendstück ist.
7. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, wobei die Kopplungseinrichtung eine Verstellschraube
(68) zur Justierung der Kupplungsklaue (60) aufweist.
8. Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das ferner ein längliches
Gehäuse (5g) aufweist, das zumindest zur Teil-Integration in den Flügel ausgebildet
ist.
9. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, das ferner ein längliches Gehäuse
(5g) aufweist, das zumindest zur Teil-Integration in den Rahmen ausgebildet ist.
10. Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Umlenkeinrichtung
(30) zur Umlenkung der Kraftübertragungs-Komponente um im Wesentlichen 90° vorgesehen
ist.
11. Antriebvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine verschiebbare
Aufnahme (20) für eine Riegelbolzenkupplung (12) vorgesehen ist, wobei die Riegelbolzenkupplung
(12) zur Kopplung der Antriebsvorrichtung (5) mit dem Zentralverschluss (3) dient.
12. Fensteranordnung oder Türanordnung als Anordnung (100) mit einem relativ zu einem Rahmen (1) bewegbaren Flügel (2),
und mit
- einem Zentralverschluss (3) zum Verriegeln der Anordnung (100);
- einer Verfahreinrichtung (4) zum Bewegen des Flügels (2) relativ zu dem Rahmen (1),
die eine Kraftübertragungs-Komponente (4a),
insbesondere als Kette oder (flexibler) Zahnriemen, aufweist;
- einer Antriebsvorrichtung (5) zur Betätigung des Zentralverschlusses (3), wobei
die Antriebsvorrichtung (5) aufweist ...
- eine mit dem Zentralverschluss (3) zu koppelnde
Antriebskomponente (15), die ausgebildet ist, mit der Kraftübertragungs-Komponente
(4a) form- oder kraftschlüssig zu interagieren;
- ein mechanisches Abtastteil (50), dessen Stellung von der Lage des Flügels (2) relativ
zum Rahmen (1) abhängt;
- eine Arretiereinrichtung (150), ausgebildet die
Antriebskomponente (15) in Abhängigkeit der Stellung des mechanischen Abtastteils
(50) zu blockieren.
13. Anordnung nach Anspruch 12, wobei die Antriebsvorrichtung ferner gemäß einem der Ansprüche
2 bis 11 ausgebildet ist.
14. Anordnung nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Arretiereinrichtung (150) ausgebildet
ist, die Antriebskomponente (15) in einer geöffneten Lage des Flügels (2) zu blockieren
und in einer geschlossenen Lage des Flügels (2) freizugeben.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei die Antriebsvorrichtung (5) und
zumindest eine Antriebseinheit der Verfahreinrichtung (4) jeweils an dem Flügel oder
an dem Rahmen angebracht sind.
16. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei die Antriebsvorrichtung (5) am
Rahmen und zumindest eine Antriebseinheit der Verfahreinrichtung (4) an dem Flügel
angebracht sind.
17. Verfahren zum Betrieb eines Flügels einer Fensteranordnung oder Türanordnung als Anordnung (100), mit einem
gegenüber einem Rahmen (1) relativ bewegbaren Flügel (2), und mit
- einem Zentralverschluss (3) zum Verriegeln der Anordnung (100);
- einer Verfahreinrichtung (4), die mit einer Kraftübertragungs-Komponente (4a) den
Flügel (2) relativ zu dem Rahmen (1) bewegt;
- einer den Zentralverschlusses (3) betätigenden Antriebsvorrichtung (5), wobei die
Antriebsvorrichtung (5) aufweist
- eine Antriebskomponente (15), die mit der Kraftübertragungs-Komponente (4a) form-
oder kraftschlüssig interagiert;
- ein mechanisches Abtastteil (50), dessen Stellung von der Lage des Flügels (2) relativ
zum Rahmen (1) abhängt;
- eine Arretiereinrichtung (150), welche die Antriebskomponente (15) in Abhängigkeit
von der Stellung des mechanischen Abtastteils (50) blockiert.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei die Antriebskomponente (15) mit dem Zentralverschluss
(3) gekoppelt ist.