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(11) |
EP 2 476 828 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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18.07.2012 Patentblatt 2012/29 |
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Anmeldetag: 13.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Anmelder: Sunflex Aluminiumsysteme GmbH |
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57482 Wenden-Gerlingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Schneider, Malte
D-57482 Wenden (DE)
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Vertreter: Dörner, Martin |
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Dörner, Kötter & Kollegen
Patentanwälte
Körnerstraße 27 58095 Hagen 58095 Hagen (DE) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ. |
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| (54) |
Verriegelungsvorrichtung |
(57) Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für einen Schiebeflügel eines
Schiebeflügelsystems, umfassend ein Gehäuse, in dem ein Verriegelungshaken schwenkbar
gelagert ist, der mit einem Bedienhebel verbunden ist, über den der Verriegelungshaken
in eine Verriegelungs- und eine Entriegelungsposition bewegbar ist, wobei in dem Gehäuse
(1) Mittel zur Festlegung des Verriegelungshakens (4) angeordnet sind.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für einen Schiebeflügel eines
Schiebeflügelsystems nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Bei der Gestaltung von Schiebeflügelsystemen werden mehrere Schiebeflügel parallel
zueinander verschiebbar auf einer Bodenschiene angeordnet. Zur Erzielung einer geöffneten
Position einer Schiebewand können dabei die Schiebeflügel hintereinander positioniert
werden; zum Verschließen der Schiebewand können die Schiebeflügel sich hintereinander
verfahren werden. Hierzu sind die Schiebeflügel bodenseitig mit Laufrollen versehen,
mit denen sie auf parallel zueinander angeordneten Laufstegen der Bodenschiene verfahrbar
sind. Deckenseitig sind die Schiebeflügel in einer Deckenschiene geführt. Zur Fixierung
der Stellung eines Schiebeflügels ist dieser regelmäßig mit einer Verriegelungsvorrichtung
versehen. Diese Verriegelungsvorrichtung umfasst einen Verriegelungshaken, der in
einem Gehäuse schwenkbar gelagert ist und in eine an einem feststehenden Objekt oder
auch an einer Schiebewand angeordneten Öse einhakbar ist. Um ein unbefugtes Verschieben
eines Schiebeflügels zu verhindern, ist es weiterhin bekannt, eine Blockiervorrichtung
anzuordnen, welche den Schiebeflügel gegenüber der Bodenschiene oder auch gegenüber
der Deckenschiene blockiert.
[0003] Nachteilig an den vorbekannten Lösungen ist, dass mehrere Vorrichtungen zum Verriegeln
zum Sichern eines Seitenflügels erforderlich sind. Zudem kann es vorkommen, dass durch
die Interaktion mit der Bodenschiene bzw. der Deckenschiene diese einer Abnutzung
unterliegt.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zur Grunde,
eine Verriegelungsvorrichtung für einen Schiebeflügel eines Schiebeflügelsystems zu
schaffen, die eine Sicherung gegen unbefugtes Verschieben des Schiebeflügels ohne
Interaktion mit der Bodenschiene oder der Deckenschiene ermöglicht. Gemäß der Erfindung
wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches
1 gelöst.
[0005] Mit der Erfindung ist eine Verriegelungsvorrichtung für einen Schiebeflügel eines
Schiebeflügelsystems geschaffen, die eine Sicherung gegen unbefugtes Verschieben des
Schiebeflügels ohne Interaktion mit der Bodenschiene oder der Deckenschiene ermöglicht.
Durch die in dem Gehäuse angeordneten Mittel zur Festlegung des Verriegelungshakens
ist ein Verschwenken des Hakens verhindert, sodass dieser nicht aus einer Festlegungsöse
bewegt werden kann.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung umfassen die Mittel zur Festlegung des Verriegelungshakens
einen schwenkbar gelagerten Sperrhebel, der in Verriegelungsposition des Verriegelungshakens
an einem an dem Verriegelungshaken angeordneten Ausleger anlegbar ist, wodurch die
Festlegung des Verriegelungshakens bewirkt ist. Hierdurch ist eine einfache und zuverlässige
Festlegung des Verriegelungshakens erzielt.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung ist der Sperrhebel Bestandteil eines in dem Gehäuse
angeordneten Sperrschlosses. Hierdurch ist ein Verschließen der Festlegung des Verriegelungshakens
mittels eines Schlüssels ermöglicht.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Bedienhebel mit einer Kulissenführung
verbunden, die derart ausgebildet ist, dass der Bedienhebel in zwei definierten Drehpositionen
arretierbar ist. Hierdurch sind zwei definierte Stellungen "Entriegelungspositionen"
/ "Verriegelungspositionen" ermöglicht, wodurch beispielsweise einem unbeabsichtigten
Verriegeln eines Schiebeflügels entgegen gewirkt ist.
[0009] Bevorzugt ist die Kulissenführung in dem Verriegelungshaken angeordnet, wobei der
Bedienhebel mit einem Drehnocken verbunden ist, der in die Kulissenführung eingreift.
Dabei ist vorteilhaft der Verriegelungshaken über eine Feder gegen den Drehnocken
vorgespannt, wodurch ein zuverlässiges Zusammenspiel zwischen Drehnocken und Kulissenführung
gewährleistet ist.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist der Verriegelungshaken auf einer Achse schwenkbar
gelagert, die versetzt zur Drehachse des Bedienhebels in dem Gehäuse angeordnet ist.
Hierdurch ist eine gute Hebelwirkung zwischen Bedienhebel und Verriegelungshaken erzielt.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist auf seiner dem Bedienhebel abgewandten
Seite an dem Gehäuse eine Noteinrichtung zur Betätigung des Bedienhebels angeordnet.
Hierdurch ist das Öffnen eines Schiebeflügels bei versehentlichem Verschließen von
außen ermöglicht.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist die Noteinrichtung durch ein mit der Achse des
Bedienhebels verbundenes Konturelement gebildet, das über ein korrespondierendes Konturwerkzeug
bedienbar ist. Dabei weist das Konturelement vorteilhaft einen Schlitz oder einen
Innenmehrkant zur Aufnahme eines Schlitzes bzw. Mehrkantwerkzeugs auf. Die Schlitzkontur
bietet sich deshalb besonders an, weil diese beispielsweise auch durch eine Münze
bedienbar ist.
[0013] In anderer Ausgestaltung der Erfindung ist das Gehäuse derart ausgebildet, dass es
in das Rahmenprofil eines Schiebeflügels einbringbar ist, wobei an dem Gehäuse wenigstens
eine Laufrolle angeordnet ist. Hierdurch ist die Vorrichtung gleichzeitig als Laufwagen
für den Schiebeflügel einsetzbar, wodurch die Bauteiltiefe weiter vermindert ist.
[0014] In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist die Laufrolle an einer schwenkbar
in dem Gehäuse gelagerten Rollenaufnahme angeordnet, die mit einem Einstellelement
verbunden ist, über das die Rollenaufnahme verschwenkbar ist, wodurch eine Höhenverstellung
der Tragrolle erzielbar ist. Hierdurch ist eine Justierung des Seitenflügels möglich.
Die in dem Gehäuse schwenkbar gelagerte Rollenaufnahme, durch welche die Höhenverstellung
bewirkt ist, erfordert dabei nur einen geringen Bauraum.
[0015] In einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist das Einstellelement durch eine Schraube
gebildet, welche gegen die Rollenaufnahme schraubbar ist, wodurch eine Verschwenkung
der Rollenaufnahme erzielbar ist. Hierdurch ist eine feinjustierbare Höhenverstellung
ermöglicht.
[0016] Vorteilhaft ist an dem Gehäuse eine Abdeckkappe angeformt, welche eine Durchtrittsöffnung
für den Verriegelungshaken aufweist. Hierdurch ist ein gleichzeitiges Verschließen
der Öffnung des Rahmenprofils nach Einbringen des Gehäuses ermöglicht. Ein nachträgliches
Verschließen des Rahmenprofils über eine separate Abdeckkappe ist nicht erforderlich.
[0017] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist an der Abdeckkappe wenigstens einseitig
auskragender Mitnehmer angeformt. Durch einen solchen integrierten Mitnehmer ist ein
leichtes Verschieben der Schiebeflügel in einem Schiebeflügelsystem ermöglicht.
[0018] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen
angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- die schematische Darstellung einer auf einer Bodenschiene angeordneten Laufrollenvorrichtung;
- Figur 2
- die Laufrollenvorrichtung aus Figur 1 in Explosionsdarstellung;
- Figur 3
- die Detailansicht des Niederhaltereinschubs der Laufrollenvorrichtung aus Figur 1
in Schnittdarstellung;
- Figur 4
- die Darstellung der Laufrollenvorrichtung aus Figur 1 in der Ansicht von vorne;
- Figur 5
- die räumliche Darstellung des Gehäuses der Laufrollenvorrichtung aus Figur 1;
- Figur 6
- die Darstellung eines Gehäuses in einer weiteren Ausführungsform und
- Figur 7
- die schematische Darstellung eines vierspurigen Schiebeflügelsystems.
[0019] Die als Ausführungsbeispiel gewählte Laufrollenvorrichtung zum Einsetzen in das Rahmenprofil
81 eines Schiebeflügels 8 besteht im Wesentlichen aus einem Gehäuse 1, in dem eine
Rollenaufnahme 2 schwenkbar gelagert ist, welche eine Laufrolle 3 aufnimmt. Weiterhin
ist in dem Gehäuse 1 ein Verrieglungshaken 4 angeordnet, der über eine Drehnocke 51
mit einem Bedienhebel 5 verbunden ist. Benachbart zu dem Bedienhebel 5 ist in das
Gehäuse 1 ein Sperrschloss 6 zur Festlegung des Verrieglungshakens 4 eingebracht.
Kopfseitig ist in das Gehäuse 1 ein Niederhalter 7 eingeschoben.
[0020] Das Gehäuse 1 ist im Ausführungsbeispiel als Metallgussteil hergestellt. Es ist gebildet
aus zwei beabstandet angeordneten Seitenwänden 11, die über ein Deckblech 12 sowie
endseitig über einen Schwenkblock 13 miteinander verbunden sind. In dem Deckblech
12 sind Gewindebohrungen 121 zur Aufnahme von Spannschrauben 122 eingebracht. Weiterhin
ist in den Schwenkblock 13 an seinem freien Ende ein Auge 131 zur schwenkbaren Lagerung
der Rollenaufnahme 2 eingebracht. Parallel zum Deckblech 12 ist in den Schwenkblock
13 darüber hinaus eine Gewindedurchgangsbohrung 132 zur Aufnahme einer Zylinderschraube
133 eingebracht. Benachbart zum Schwenkblock 13 sind in die Seitenwände 11 zueinander
fluchtend jeweils Ausnehmungen 14 zur Aufnahme eines Sperrschlosses 6 sowie Ausnehmungen
15 zur Aufnahme der Drehnocke 51 des Bedienhebels 5 eingebracht. Schräg versetzt zur
Ausnehmung 15 ist in die Seitenwände 11 weiterhin eine Achsaufnahme 16 für die Schwenkachse
45 des Verrieglungshakens 4 angeordnet. Kopfseitig ist an das Gehäuse 1 eine Abdeckkappe
17 angeformt. Die das Deckblech 12 überragende Abdeckkappe 17 ist zum Durchtritt des
Verrieglungshakens 4 mit einer Ausnehmung 171 versehen. Die Ausnehmung 171 wird an
ihrer dem Deckblech 12 entgegen gesetzten Seite durch einen zwischen den Seitenwänden
11 angeformten Steg 19 begrenzt, an dessen der Ausnehmung 171 abgewandten Seite ein
Hinterschnitt 191 eingebracht ist. Die Abdeckkappe 17 mündet in endseitig an die Seitenwände
11 angeformten Arme 18. Unterhalb der Arme 18 sind an diese Mitnehmer 182 angeformt.
Die Abdeckkappe 17 überdeckt die kopfseitigen Enden der Arme 18 sowie der Mitnehmer
182, an die sie angeformt ist.
[0021] Die Rollenaufnahme 2 ist in Art eine Schwinge ausgebildet. Sie weist zwei gegenüberliegend
angeordnete Schenkel 21 auf, in die eine Achsaufnahme 22 eingebracht ist. An die Schenkel
21 ist ein Federarm 23 angeordnet, der in die Achsaufnahme 22 hineinragt. An ihrem
den Schwenkblock 13 zugewandten Ende ist an der Rollenaufnahme 2 ein zylindrischer
Abschnitt 24 angeformt, der mit dem Auge 131 des Schwenkblocks 13 korrespondiert.
Oberhalb des zylindrischen Abschnitts 24 ist ein Anschlag 25 angeordnet, dessen Kontur
im Wesentlichen der Kontur des oberhalb des Auges 131 an den Schwenkblock 13 eingebrachten
Anschlags 134 entspricht. Die Rollenaufnahme 2 ist mit ihrem zylindrischen Abschnitt
24 in dem Auge 131 des Schwenkblocks 13 schwenkbar gehalten. Durch die durch die Gewindedurchgangsbohrung
132 geführte Zylinderschraube 133, welche durch den Schwenkblock 13 im Bereich des
Anschlags 134 durchtritt, ist ein Verschwenken der Rollenaufnahme 2 über den Kontakt
mit dem Anschlag 25 ermöglicht.
[0022] Die Laufrolle 3 weist eine Achse 31 auf, auf der die Laufrolle 3 drehbar gelagert
ist. Außen ist die Laufrolle mit einem Laufprofil 32 mit U-förmigen Querschnitt versehen.
Das Laufprofil 32 ist im Ausführungsbeispiel aus Kunststoff, die Laufrolle 3 aus Metall
hergestellt. Die Laufrolle 3 ist über ihre Achse 31 in der Achsaufnahme 22 der Rollenaufnahme
2 gehalten.
[0023] Der Verriegelungshaken 4 weist einen Hakenabschnitt 41 auf, an den sich ein Kulissenabschnitt
42 anschließt, der in einen Ausleger 43 mündet. Im Übergang von Hakenabschnitt 41
und Kulissenabschnitt 42 ist in den Verriegelungshaken 4 eine Bohrung 44 zur Aufnahme
einer Schwenkachse 45 eingebracht. Der Verriegelungshaken 4 ist über die Schwenkachse
45 in dem Gehäuse 1 schwenkbar gelagert. In dem Kulissenabschnitt 42 ist eine Kulissenführung
421 zum Eingriff des Drehnockens 51 des Bedienhebels 5 eingebracht. Dabei ist die
Kulissenführung 421 derart ausgebildet, dass zwei Arretierungspositionen für den Drehnocken
51 angeordnet sind. In den Ausleger 43 ist ein Durchbruch 431 eingebracht. Der Durchbruch
431 dient der Erreichbarkeit des oberhalb des Auslegers 43 durch eine Gewindebohrung
121 durch das Deckblech 12 durchgeführten Spannschraube 122. Der Verriegelungshaken
4 ist über eine Blattfeder 46 gegen den Drecknocken 51 des Bedienhebels 5 vorgespannt.
[0024] Der Bedienhebel 5 ist über eine Zylinderschraube 50 mit einem Drehnocken 51 verbunden.
Der Drehnocken 51 ist mit einem Nockenteil 511 versehen, dass in die Kulissenführung
421 des Kulissenabschnitts 42 des Verriegelungshakens 4 eingreift. Dabei mündet das
Nockenteil 511 in einen Stift 512, der durch einen in der Kulissenführung 421 eingebrachten
Führungsschlitz 422 durchtritt. In den beiden Arretierstellungen liegt der Stift 512
des Drehnockens 51 an jeweils einem Ende des Führungsschlitzes 422 an. Auf seiner
dem Bedienhebel 5 gegenüberliegenden Seite ist in den Drehnocken 51 ein pilzförmig
ausgebildetes Konturelement 52 angeformt. Durch Einbringen eines Schlitzwerkzeuges
in das Konturelement 52 ist eine Betätigung des Drehnockens 51 auf der dem Bedienhebel
5 abgewandten Seite des Gehäuses 1 ermöglicht. Anstelle eines schlitzförmigen Konturelementes
52 kann selbstverständlich auch ein als Innenmehrkant ausgeformtes oder mit einer
sonstigen Kontur versehenes Konturelement 52 angeordnet sein, welches über ein korrespondierendes
Werkzeug betätigbar ist.
[0025] Das Sperrschloss 6 ist über ein Sicherungsblech 63 an dem Gehäuse 1 fixiert. Es umfasst
im Wesentlichen einen Schließzylinder 61, der mit einem Sperrhebel 62 verbunden ist.
Der Schließzylinder 61 ist in die Ausnehmung 14 der Seitenwände 11 eingebracht, derart,
dass der Sperrhebel 62 vertikal in Richtung des Deckblechs 12 ausgerichtet ist. In
Schließposition des Verriegelungshakens 4 liegt der abgewinkelte Ausleger 43 etwa
bündig an den freien Kanten der Seitenwände 11 an. In dieser Stellung kann der Sperrhebel
62 mittels eines in den Schließzylinder 61 eingeführten Schlüssels in Richtung des
Verriegelungshakens 4 verschwenkt werden, bis er auf dem Ausleger 43 aufliegt. In
dieser Stellung ist der Ausleger 43 festgelegt, sodass ein Verschwenken des Verriegelungshakens
4 über den Bedienhebel 5 verhindert ist.
[0026] Der Niederhalter 7 ist im Wesentlichen quaderförmig ausgeführt. Er weist zwei gegenüberliegend
angeformte Greifer 71 auf, an deren freien Enden innen parallel zueinander Stege 72
angeformt sind. Oberhalb der Greifer 71 ist in den Niederhalter 7 an seinen beiden
Längsseiten jeweils eine Führungsnut 73 eingebracht, die durch einen Anschlag 731
begrenzt sind. An seiner den Greifern 71 abgewandten Oberseite ist an dem Niederhalter
7 ein Federarm 74 angeformt, der ein nach außen gerichtetes Rastelement 741 aufweist.
Im Ausführungsbeispiel ist der Niederhalter 7 als Kunststoffspritzgussteil ausgeführt.
[0027] Der Niederhalter 7 ist zwischen die Arme 18 des Gehäuses 1 eingeschoben, wobei die
Führungsstege 181 in die Führungsnuten 73 des Niederhalters 7 eingreifen und an dem
Anschlag 731 anliegen. Dabei greift das Rastelement 741 über den Federarm 74 gegen
den Steg 19 vorgespannt in den Hinterschnitt 191 ein, wodurch der Niederhalter 7 in
dem Gehäuse 1 fixiert ist. Der Niederhalter 7 wird vorteilhaft erst nach Positionierung
der Laufrollenvorrichtung auf dem Laufsteg 91 einer Bodenschiene 9 in das Gehäuse
1 eingefügt. Dabei wird der Niederhalter 7 zunächst derart auf den Laufsteg 91 aufgedrückt,
dass die elastischen Greifer 71 auseinander gepresst werden. Nach Überwindung des
Gleitkopfes 92 des Laufsteges 91 nehmen die Greifer 71 wieder ihre ursprüngliche Position
ein, wobei die Stege 72 den Gleitkopf 92 des Laufstegs 91 hintergreifen. Anschließend
wird der Niederhalter entlang des Laufstegs 91 auf die Führungsstege 181 des Gehäuses
1 aufgeschoben, bis das Rastelement 741 des Federarms 74 in den Hinterschnitt 191
des Steges 19 eingreift. Ein Ausheben der Laufrollenvorrichtung vom Laufsteg 91 der
Bodenschiene 9 ist so wirksam verhindert. Zum Abnehmen der Laufrollenvorrichtung von
dem Laufsteg 91 kann die Rastnase 741 durch Betätigung des Federarms 74 von außen
aus dem Hinterschnitt 191 des Steges 19 verbracht werden, wonach der Niederhalter
7 aus dem Gehäuse 1 heraus geschoben werden kann. In Figur 6 ist ein Gehäuse 1 in
einer vereinfachten Ausführungsform dargestellt. Dabei wurde der gesamte Verriegelungsmechanismus
mit Verriegelungshaken 4, Bedienhebel 5 und Sperrschloss 6 ausgespart.
[0028] In Figur 7 ist beispielhaft ein vierspuriges Schiebeflügelsystem dargestellt. Dabei
ist in das bodenseitige Rahmenprofil 81 eines jeden Schiebeflügels 8 eine Laufrollenvorrichtung
eingesetzt. Die hierzu in dem Rahmenprofil 81 vorgesehene Aussparung ist durch die
an dem Gehäuse 1 angeformte Abdeckkappe 17 verschlossen. Das Gehäuse 1 ist nach dem
Einbringen in das Rahmenprofil 81 eines Schiebeflügels 8 durch Anziehen der Spannschrauben
122 in dem Rahmenprofil 81 fixiert. Die Laufrollen 3 sind auf den Laufstegen 91 der
Bodenschiene 9 aufgesetzt, wobei der Gleitkopf 92 des Laufstegs 91 von dem Laufprofil
32 der Laufrolle 3 umgriffen wird. Die Laufrollenvorrichtungen 1 sind über Niederhalter
7 auf den Laufstegen 91 gesichert. Wie Figur 7 zu entnehmen ist, überlappen die Mitnehmer
182 der Gehäuse 1 der Laufrollenvorrichtung der Schiebeflügel 8 derart, dass ein gleichzeitiges
Verschieben mehrerer Schiebeflügel 8 ermöglicht ist.
1. Verriegelungsvorrichtung für einen Schiebeflügel eines Schiebeflügelsystems, umfassend
ein Gehäuse, in dem ein Verriegelungshaken schwenkbar gelagert ist, der mit einem
Bedienhebel verbunden ist, über den der Verriegelungshaken in eine Verriegelungs-
und eine Entriegelungsposition bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (1) Mittel zur Festlegung des Verriegelungshakens (4) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Festlegung des Verriegelungshakens (4) einen schwenkbar gelagerten
Sperrhebel (62) umfassen, der in Verriegelungsposition des Verriegelungshakens (4)
an einem an dem Verriegelungshaken (4) angeordneten Ausleger (43) anlegbar ist, wodurch
die Festlegung des Verriegelungshakens (4) bewirkt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel (62) Bestandteil eines in dem Gehäuse (1) angeordneten Sperrschlosses
(6) ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienhebel (5) mit einer Kulissenführung (421) verbunden ist, die derart ausgebildet
ist, dass der Bedienhebel (5) in zwei definierten Drehpositionen arretierbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung (421) in dem Verriegelungshaken (4) angeordnet ist, wobei der
Bedienhebel (5) mit einem Drehnocken (51) verbunden ist, der in die Kulissenführung
(421) eingreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshaken (4) über eine Feder (46) gegen den Drehnocken (51) vorgespannt
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshaken (4) auf einer Achse (45) schwenkbar gelagert ist, die versetzt
zur Drehachse des Bedienhebels (5) in dem Gehäuse (1) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf seiner dem Bedienhebel (5) abgewandten Seite an dem Gehäuse (1) eine Noteinrichtung
zur Betätigung des Bedienhebels (5) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Noteinrichtung durch ein mit dem Bedienhebel (5) verbundenes Konturelement (52)
gebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dass das Konturelement (52) einen Schlitz oder einen
Innenmehrkant zur Aufnahme eines Schlitz- bzw. Mehrkantwerkzeugs aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) derart ausgebildet ist, dass es in das Rahmenprofil (81) eines Schiebeflügels
(8) einbringbar ist, wobei an dem Gehäuse (1) wenigstens eine Laufrolle (3) angeordnet
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrolle (3) an einer schwenkbar in dem Gehäuse (1) gelagerten Rollenaufnahme
(2) angeordnet ist, die mit einem Einstellelement verbunden ist, über das die Rollenaufnahme
(2) verschwenkbar ist, wodurch eine Höhenverstellung der Laufrolle (3) erzielbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement durch eine Schraube (133) gebildet ist, welche gegen die Rollenaufnahme
(2) schraubbar ist, wodurch eine Verschwenkung der Rollenaufnahme (2) erzielbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (1) eine Abdeckkappe (17) angeformt ist, welche eine Durchtrittsöffnung
(171) für den Verriegelungshaken (4) aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abdeckkappe (17) wenigstens ein seitlich auskragender Mitnehmer (182) angeformt
ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verriegelungsvorrichtung für einen Schiebeflügel eines Schiebeflügelsystems, umfassend
ein Gehäuse, in dem ein Verriegelungshaken schwenkbar gelagert ist, der mit einem
Bedienhebel verbunden ist, über den der Verriegelungshaken in eine Verriegelungs-
und eine Entriegelungsposition bewegbar ist, wobei in dem Gehäuse (1) Mittel zur Festlegung
des Verriegelungshakens (4) angeordnet sind, dadurch gekenn-zeichnet, dass der Bedienhebel (5) mit einer Kulissenführung (421) verbunden
ist, die derart ausgebildet ist, dass der Bedienhebel (5) in zwei definierten Drehpositionen
arretierbar ist, wobei die Kulissen-führung (421) in dem Verriegelungshaken (4) angeordnet
ist und wobei der Bedienhebel (5) mit einem Drehnocken (51) verbunden ist, der in
die Kulissenführung (421) eingreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Festlegung des Verriegelungshakens (4) einen schwenkbar gelagerten
Sperrhebel (62) umfassen, der in Verriegelungsposition des Verriegelungshakens (4)
an einem an dem Verriegelungshaken (4) angeordneten Ausleger (43) anlegbar ist, wodurch
die Festlegung des Verriegelungshakens (4) bewirkt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel (62) Bestandteil eines in dem Gehäuse (1) angeordneten Sperrschlosses
(6) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshaken (4) über eine Feder (46) gegen den Drehnocken (51) vorgespannt
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshaken (4) auf einer Achse (45) schwenkbar gelagert ist, die versetzt
zur Drehachse des Bedienhebels (5) in dem Gehäuse (1) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf seiner dem Bedienhebel (5) abgewandten Seite an dem Gehäuse (1) eine Noteinrichtung
zur Betätigung des Bedienhebels (5) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Noteinrichtung durch ein mit dem Bedienhebel (5) verbundenes Konturelement (52)
gebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 9, dass das Konturelement (52) einen Schlitz oder einen
Innenmehrkant zur Aufnahme eines Schlitz- bzw. Mehrkantwerkzeugs aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) derart ausgebildet ist, dass es in das Rahmenprofil (81) eines Schiebeflügels
(8) einbringbar ist, wobei an dem Gehäuse (1) wenigstens eine Laufrolle (3) angeordnet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrolle (3) an einer schwenkbar in dem Gehäuse (1) gelagerten Rollenaufnahme
(2) angeordnet ist, die mit einem Einstellelement verbunden ist, über das die Rollenaufnahme
(2) verschwenkbar ist, wodurch eine Höhenverstellung der Laufrolle (3) erzielbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement durch eine Schraube (133) gebildet ist, welche gegen die Rollenaufnahme
(2) schraubbar ist, wodurch eine Verschwenkung der Rollenaufnahme (2) erzielbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (1) eine Abdeckkappe (17) angeformt ist, welche eine Durchtrittsöffnung
(171) für den Verriegelungshaken (4) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abdeckkappe (17) wenigstens ein seitlich auskragender Mitnehmer (182) angeformt
ist.