[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hebe- Schiebe-Konstruktion, insbesondere
Hebe-Schiebe-Tür oder Hebe-Schiebe-Fenster, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Hebe-Schieb-Konstruktion umfasst im Wesentlichen einen ersten Rahmen und mindestens
einen zweiten Rahmen. Über eine Hebe-Schiebe-Mechanik, kann der zweite Rahmen gegenüber
dem ersten Rahmen zunächst angehoben und anschließend verschoben werden. Ein Laufwagen
setzt dabei beispielsweise auf eine Laufschiene auf und hebt den Rahmen an. Nach dem
Verschieben kann der zweite Rahmen wieder abgesenkt werden und ist wieder gegen Verschieben
gesichert. Ein häufiger Anwendungsfall derartiger Hebe-Schieb-Konstruktionen sind
beispielsweise sogenannte Hebe-Schiebe-Türen, die beispielsweise einen Blendrahmen
und zwei Flügelrahmen mit Isolierglasscheiben umfassen können. Mindestens einer der
Flügelrahmen kann in der oben skizzierten Weise in dem Blendrahmen aufgenommen sein.
[0003] Im Rahmen einer effektiven Einbruchssicherung ist es wünschenswert, den Flügelrahmen
gegen unbefugtes Ausheben zu sichern. Dies wird üblicherweise über Mittel gelöst,
die von der oben genannten Hebe-Schiebe-Mechanik angesteuert werden. Die Mittel fahren
beispielsweise beim Absenken des Flügelrahmens aus und begrenzen so den Freiraum zwischen
Flügelrahmen und Blendrahmen im Idealfalle auf Omm. Insofern kann der Blendrahmen
nur noch schwer unbefugt angehoben werden. Die Dokumente
DE 10 2004 005 170 A1,
EP 1 728 956 B1,
EP 0 152 791 A2 und
EP2 141 314 A1 zeigen bekannte Hebe-Schiebe-Türen oder Hebe-Schiebe-Fenster.
[0004] Eine derartige Einbruchssicherung bei einer Hebe-Schiebe-Konstruktion ist aufwendig
und störanfällig.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt entsprechend darin, eine verbesserte
Hebe-Schiebe-Konstruktion, insbesondere eine Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch
eine Hebe-Schiebe-Konstruktion mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Dadurch, dass ein mit einem Rahmen verbundenes erstes Riegelelement und ein mit dem
anderen Rahmen verbundenes zweites Riegelelement vorgesehen ist, wobei die Riegelelemente
dazu eingerichtet sind, die Hubbewegung in der geschlossenen Position des Flügelrahmens
zu begrenzen, insbesondere auf einen Hubweg zwischen der ersten Hubposition und der
zweiten Hubposition fache und kostengünstige Einbruchssicherung erreicht werden. Im
Gegensatz zu bekannten Lösungen werden hier entsprechend keine zusätzlichen Bauteile,
insbesondere störanfällige bewegliche Bauteile, an der Hebe-Schiebe-Mechanik benötigt.
Vielmehr wird ein zusätzlicher Riegelpunkt, umfassend ein erstes und zweites Riegelelement,
zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen vorgeschlagen, der entsprechend nur in einer
geschlossenen Position des Flügelrahmens wirkt. Vorteilhaft ist ferner, dass die Einbruchssicherungseinrichtung
zweiteilig ausgeführt ist. Insofern kann sie nach dem Einsetzen des Flügelrahmens
eingebaut werden.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich insbesondere aus
den Merkmalen der Unteransprüche. Die Merkmale der Ansprüche können grundsätzlich
beliebig miteinander kombiniert werden.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
Riegelelemente dazu eingerichtet sind, die Hubbewegung in der nicht geschlossenen,
insbesondere geöffneten, Verschiebeposition nicht zu begrenzen. Soweit sich der Flügelrahmen
beispielsweise in einer geöffneten Verschiebeposition befindet, wird davon ausgegangen,
dass das Ausheben des Flügelrahmens, beispielsweise zu Wartungszwecken, möglich sein
soll. Auch wird davon ausgegangen, dass die Einbruchssicherungseinrichtung für das
Einsetzen des Flügelrahmens eher hinderlich ist, so dass die Einbruchssicherungseinrichtung
entsprechend nur dann wirken soll, wenn sie auch tatsächlich benötigt wird, sprich
wenn sich der Flügelrahmen in einer entsprechend geschlossenen Verschiebeposition
befindet.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass das erste Riegelelement ein zumindest abschnittsweise hohles Profil, insbesondere
Hohlprofil, mit einer einseitig geöffneten Aussparung, insbesondere einem einseitig
geöffneten Langloch, aufweist, wobei das zweite Riegelelement einen Schaft mit mindestens
zwei Abschnitten aufweist, wobei der erste Abschnitt eine geringere radiale Ausdehnung
als der zweite Abschnitt aufweist. Eine derartige Ausgestaltung der Riegelelemente
ist besonders robust und preiswert herstellbar. Der sich aus der Ausgestaltung des
Schaftes ergebende sogenannte Pilzkopf wird in der geschlossenen Position des Flügelrahmens
in das Hohlprofil eingefahren und umschließt den Pilzkopf wie ein Käfig. Insofern
kann der Flügelrahmen nur noch über die Länge des Schaftes gehoben und in Richtung
des geöffneten Endes des Langlochs verfahren werden. Beide Bewegungsfreiheitsgrade
sind für die Funktion der Hebe-Schiebe-Mechanik notwendig. Andere Bewegungen, insbesondere
eine Hubbewegung über die Länge des Schaftes hinaus, werden jedoch gezielt unterbunden,
wodurch der Flügelrahmen in dieser geschlossenen Position nicht ausgehebelt werden
kann.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass die Aussparung einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt aufweist, wobei
der zur Öffnung gewandte erste Abschnitt eine größere Breite als der zweite Abschnitt
aufweist, wobei der erste Abschnitt vorzugsweise V-förmig ausgestaltet ist. Über die
Ausgestaltung der Aussparung, insbesondere die V-förmige Ausgestaltung, wird eine
Art Einlaufhilfe geschaffen, mit der beispielsweise Toleranzen bei der Position der
Riegelelemente ausgeglichen werden können.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass der Blendrahmen mindestens ein Isolierprofil aufweist, wobei eines der Riegelelemente,
vorzugsweise das erste Riegelelement, mit dem Isolierprofil verbunden ist. Durch diese
Maßnahme kann beispielsweise sichergestellt werden, dass das Riegelelement, insbesondere
das erste Riegelelement, nicht mit dem Laufwagen kollidiert.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass ein Riegelelement, vorzugsweise das zweite Riegelelement, am Fußpunkt des Flügelrahmens
im Flügelstoß angebracht ist. Da der Flügel auf der Rahmenseite immer mittels Verriegelungen
gesichert ist, ist hier ein Ausheben des Flügels nicht möglich. Die Schwachstelle
einer Hebe-Schiebe-Konstruktion ist immer der Bereich im Flügelstoß, d.h. im Übergang
zwischen dem ersten und dahinter liegenden zweiten Rahmen.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Hebe-Schiebe-Konstruktion in einer schematischen Darstellung
(Ausführung als Hebe-Schiebe-Tür mit einem feststehenden dritten Rahmen);
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Hebe-Schiebe-Konstruktion mit einem zweiten Rahmen in einer
ersten Verschiebeposition und einer ersten Hubposition (Ausschnitt);
- Fig. 2a
- eine Schnittdarstellung gemäß Fig. 2;
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Hebe-Schiebe-Konstruktion mit einem zweiten Rahmen in einer
ersten Verschiebeposition und einer zweiten Hubposition (Ausschnitt);
- Fig. 3a
- eine Schnittdarstellung gemäß Fig. 3;
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Hebe-Schiebe-Konstruktion mit einem zweiten Rahmen in einer
zweiten Verschiebeposition und einer zweiten Hubposition (Ausschnitt);
- Fig. 5
- eine erfindungsgemäße Hebe-Schiebe-Konstruktion mit einem zweiten Rahmen in einer
zweiten Verschiebeposition und einer ersten Hubposition (Ausschnitt);
- Fig. 6
- eine Explosionsdarstellung einer Einbruchssicherungseinrichtung für eine erfindungsgemäße
Hebe-Schiebe-Konstruktion.
[0013] Folgende Bezugszeichen werden in den Abbildungen verwendet:
- 1
- Blendrahmen
- 2
- Flügelrahmen
- 3
- dritter Rahmen (Flügelrahmen)
- 4
- erstes Riegelelement
- 5
- zweites Riegelelement
- 6
- Anschlussplatte
- 7
- Isolierprofil
- 8
- Laufschiene
- 41
- Hohlprofil
- 42
- Anschlussmittel
- 43
- Aussparung / Langloch
- 431
- erster Abschnitt
- 432
- zweiter Abschnitt
- 51
- Schaft
- 52
- Anschlussmittel
- 511
- erster Abschnitt
- 512
- zweiter Abschnitt
Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen.
[0014] Eine erfindungsgemäße Hebe-Schiebe-Konstruktion umfasst im Wesentlichen einen erste
Rahmen, einen zweiten Rahmen, ggf. einen dritten Rahmen, eine Hebe-Schiebe-Mechanik
(bis auf Laufschienen 8 nicht dargestellt) und eine Einbruchssicherungseinrichtung.
[0015] In einer derartigen Ausgestaltung der Hebe-Schiebe-Konstruktion ergibt sich beispielsweise
eine Hebe-Schiebe-Tür, wie sie in Fig. 1 abgebildet ist. Denkbar sind auch weitere
Anwendungsfälle, wie beispielsweise ein Hebe-Schiebe-Fenster, etc. Nachfolgend soll
beispielhaft von einer Hebe-Schiebe-Tür ausgegangen werden.
[0016] Der erste Rahmen ist beispielsweise als Blendrahmen 1 ausgestaltet und in einer herkömmlichen
Einbausituation fest mit einem Gebäude (nicht dargestellt) verbunden. Der zweite Rahmen
ist beispielsweise als Flügelrahmen 2 mit einem Flächenelement, beispielsweise einer
Isolierglasscheibe, ausgestaltet, woraus sich letztendlich eine Flügeltür ergibt.
[0017] Der Flügelrahmen 2 ist wahlweise verschiebbar oder nicht verschiebbar innerhalb des
Blendrahmens 1 aufgenommen. Um die Verschiebung zu ermöglichen bzw. zu unterbinden
ist die Hebe-Schiebe-Mechanik vorgesehen. Zumeist wird diese Hebe-Schiebe-Mechanik
durch einen Griff oder Hebel (nicht dargestellt) an dem Flügelrahmen 2 gesteuert.
In einem ersten Zustand der Hebe-Schiebe-Mechanik ist der Flügelrahmen 2 unbeweglich
in dem Blendrahmen 1 aufgenommen. Übertragen auf eine Hebe-Schiebe-Tür entspricht
dies beispielsweise einer geschlossenen Flügeltür. In einem zweiten Zustand wird der
Flügelrahmen 2 durch die Hebe-Schiebe-Mechanik angehoben und auf Rollen gestellt,
die wiederum auf Laufschienen 8 des Blendrahmens 1 laufen können. Dies wird in der
Regel durch ein Betätigen des Griffs oder Hebels herbeigeführt. Nunmehr kann der Flügelrahmen
2 innerhalb des Blendrahmens 1 verschoben werden. Der Flügelrahmen 2 kann erneut an
jeder Position des Blendrahmens 1 festgelegt werden. Hierzu wird der Griff oder Hebel
erneut umgelegt und der Flügelrahmen 2 entsprechend abgesenkt. Übertragen auf eine
Hebe-Schiebe-Tür entspricht dies beispielsweise einer geöffneten bzw. teilgeöffneten
Flügeltür. Die näheren Details einer Hebe-Schiebe-Mechanik sind dem Fachmann hinreichend
bekannt, so dass an dieser Stelle hierauf nicht näher eingegangen werden muss.
[0018] Es kann ferner ein dritter Rahmen 3, beispielsweise ein Flügelrahmen mit einem Flächenelement,
beispielsweise einer Isolierglasscheibe, vorgesehen sein, der fest, aber auch beweglich
mit dem Blendrahmen 1 verbunden sein kann.
[0019] Für eine Einbruchssicherung ist es vorteilhaft, wenn der Flügelrahmen 2 nicht unbefugt
gegenüber dem Blendrahmen 1 angehoben werden kann, zumindest aber nicht so angehoben
werden kann, dass der Flügelrahmen 2 aus dem Blendrahmen 1 ausgehoben und entfernt
werden kann. Hier kommt die erfindungsgemäße Einbruchssicherungseinrichtung zum Einsatz.
Sie umfasst im Wesentlichen ein erstes Riegelelement 4 und ein zweites Riegelelement
5.
[0020] Das erste Riegelelement 4 kann beispielsweise als zumindest abschnittsweise hohles
Profil 41, insbesondere Hohlprofil, mit einem einseitig geöffneten Langloch 43 und
einem Anschlussmittel 42 ausgestaltet sein. Soweit von beispielsweise einem im Querschnitt
rechteckförmigen Hohlprofil 41 ausgegangen wird, kann die Aussparung 43 beispielsweise
in der einen Seitenfläche und das Anschlussmittel 42 auf oder in der gegenüberliegenden
Seitenfläche angeordnet sein.
[0021] Die Aussparung 43 kann einseitig geöffnet sein und einen ersten Abschnitt 431 und
einen zweiten Abschnitt 432 aufweisen. Der zur Öffnung gewandte erste Abschnitt 431
weist dabei eine größere Breite als der zweite Abschnitt 432 auf. Der erste Abschnitt
431 kann vorzugsweise V-förmig ausgestaltet sein. Das Anschlussmittel 42 dient dem
Anschluss an den jeweiligen Rahmen und kann beispielsweise als Seite des Hohlprofils
41, insbesondere mit Bohrungen und/oder Steckmitteln, ausgestaltet sein. Es kann auch
eine separate Anschlussplatte 6 zur Befestigung des Riegelelementes 4 vorgesehen sein.
Die Befestigung des ersten Riegelelements 4 erfolgt vorzugsweise an einem Isolierprofil
7 des Blendrahmens.
[0022] Das zweite Riegelelement 5 kann beispielsweise als sogenannter Pilzkopf ausgestaltet
sein. Ein zweites Riegelelement 5 umfasst im Wesentlichen ein Anschlussmittel 52 und
einen Schaft 51 mit zwei Abschnitten in Längsrichtung. Der erste, dem Anschlussmittel
zugewandte Abschnitt 511, weist einen geringeren Durchmesser bzw. geringere radiale
Ausdehnung als der zweite Abschnitt 512 auf. Der Schaft 51 kann beispielsweise mit
einem Gewinde ausgestattet und in das Anschlussmittel 52 eingeschraubt sein. Das Anschlussmittel
52 kann beispielsweise als Klotz, insbesondere als Kunststoffklotz, ausgestaltet sein.
In der Fig. 6 ist die Einbruchssicherungseinrichtung für eine erfindungsgemäße Hebe-Schiebe-Konstruktion
in einer Explosionsdarstellung abgebildet.
[0023] Weitere Details der Einbruchssicherungseinrichtung ergeben sich aus einer Funktionsbeschreibung
der erfindungsgemäßen Hebe-Schiebe-Konstruktion.
[0024] Das erste Riegelelement 4 wird vorzugsweise an dem Blendrahmen 1 befestigt. Das zweite
Riegelelement 5 wird vorzugsweise an dem Flügelrahmen 2 befestigt. Denkbar ist auch
eine Anordnung vice versa.
[0025] Der Flügelrahmen 2 kann gegenüber dem Blendrahmen 1 mindestens vier Positionen einnehmen.
Einerseits die bereits oben genannte erste Verschiebeposition und zweite Verschiebeposition,
die bei Annahme eines kartesischen Koordinatensystems einer ersten X-Position und
einer zweiten X-Position entspricht und funktional eine geschlossene und eine geöffnete
Position der Hebe-Schiebe-Tür bzw. des Flügelrahmens 2 darstellt. Darüber hinaus kann
der Flügelrahmen 2 gegenüber dem Blendrahmen 1 eine erste Hubposition und eine zweite
Hubposition einnehmen, welche einer ersten Y-Position und einer zweiten Y-Position
entspricht.
[0026] In der Fig. 2 ist der Flügelrahmen 2 in der ersten Verschiebeposition und der ersten
Hubposition dargestellt. Dies entspricht dem Zustand eines geschlossenen und abgesenkten
Flügelrahmens 2. Der zweite Abschnitt 512 des zweiten Riegelelements 5, sprich der
Pilzkopf, ist in dem ersten Riegelelement 4 aufgenommen.
[0027] In der Fig. 3 ist der Flügelrahmen 2 in der ersten Verschiebeposition und der zweiten
Hubposition dargestellt. Dies entspricht dem Zustand eines geschlossenen, aber angehobenen
Flügelrahmens 2. Der zweite Abschnitt 512 des zweiten Riegelelements 5 ist in dem
ersten Riegelelement 4 aufgenommen. Der zweite Abschnitt 512, sprich der Pilzkopf,
ist um die Hubbewegung nach oben verschoben, stößt jedoch noch nicht oder grade eben
an der Oberseite des ersten Riegelelementes 4 an. Der zweite Abschnitt 512 passt nicht
durch die Aussparung 41, insbesondere nicht durch den zweiten Abschnitt 432 der Aussparung
43. Der maximale Hubweg zwischen der ersten Hubposition und der zweiten Hubposition
wird entsprechend durch die Länge des ersten Abschnitts 511 des Schaftes 51 des zweiten
Riegelelements 5 bestimmt.
[0028] In der Fig. 4 ist der Flügelrahmen 2 in der zweiten Verschiebeposition und der zweiten
Hubposition dargestellt. Dies entspricht dem Zustand eines geöffneten aber noch angehobenen
Flügelrahmens 2. Der zweite Abschnitt 512 des zweiten Riegelelements 5, sprich der
Pilzkopf, ist nicht mehr in dem ersten Riegelelement 4 aufgenommen.
[0029] In der Fig. 5 ist der Flügelrahmen 2 in der zweiten Verschiebeposition und der ersten
Hubposition dargestellt. Dies entspricht dem Zustand eines geöffneten und nunmehr
abgesenkten Flügelrahmens 2. Der zweite Abschnitt 512 des zweiten Riegelelements 5,
sprich der Pilzkopf, ist nicht mehr in dem ersten Riegelelement 4 aufgenommen.
[0030] Das Schließen der Tür bzw. das Rücksetzen des Flügelrahmens 2 in seine erste Verschiebeposition
und erste Hubposition gestaltet sich in entsprechend umgekehrter Reihenfolge der vorgenannten
Schritte. Die oben angegebenen Positionen sind nicht abschließend. Es sind selbstverständlich
Zwischenpositionen denkbar.
[0031] Die Funktion der Einbruchssicherungseinrichtung ergibt sich im Wesentlichen aus der
Fig. 2 und 3 bzw. der dort dargestellten Lage der Riegelelemente 4, 5. Es ist ersichtlich,
dass der Flügelrahmen 2 zwar um etwa die Länge des ersten Abschnitts 511 des zweiten
Riegelelements 5, jedoch nicht weiter angehoben bzw. aus dem Blendrahmen 1 ausgehoben
werden kann. Insofern ist eine effektive und kostengünstige Einbruchssicherung gegeben,
da der Flügelrahmen 2 nicht unberechtigt aus dem Blendrahmen 1 ausgehoben werden kann.
1. Hebe-Schiebe-Konstruktion, insbesondere Hebe-Schiebe-Tür oder Hebe-Schiebe-Fenster,
umfassend
- einen Blendrahmen (1), einen Flügelrahmen (2), eine Hebe-Schiebe-Mechanik und eine
Einbruchssicherungseinrichtung, wobei
- der Flügelrahmen (2) in dem Blendrahmen (1) zwischen einer geschlossenen und geöffneten
Position verschiebbar aufgenommen ist, wobei
- der Flügelrahmen (2) zwischen einer ersten Hubposition und einer zweiten Hubposition
hebbar in dem Blendrahmen (1) aufgenommen ist, wobei die Einbruchssicherung umfasst
- ein mit einem Rahmen verbundenes erstes Riegelelement (4),
- ein mit dem anderen Rahmen verbundenes zweites Riegelelement (5), wobei
- dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelelemente (4, 5) dazu eingerichtet sind, die Hubbewegung in der geschlossenen
Position des Flügelrahmens (2) auf einen Hubweg zwischen der ersten Hubposition und
der zweiten Hubposition zu begrenzen.
2. Hebe-Schiebe-Konstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelelemente (4, 5) dazu eingerichtet sind, die Hubbewegung in einer nicht
geschlossenen Verschiebeposition, insbesondere in der geöffneten Verschiebeposition,
nicht zu begrenzen.
3. Hebe-Schiebe-Konstruktion nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Riegelelement (4) ein zumindest abschnittsweise hohles Profil (41), vorzugsweise
Hohlprofil, mit einer einseitig geöffneten Aussparung (43), insbesondere mit einem
einseitig geöffneten Langloch, aufweist.
4. Hebe-Schiebe-Konstruktion nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Riegelelement einen Schaft (51) mit mindestens zwei Abschnitten (511,
512) aufweist, wobei der erste Abschnitt (511) eine geringere radiale Ausdehnung als
der zweite Abschnitt (512) aufweist.
5. Hebe-Schiebe-Konstruktion nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (43) einen ersten Abschnitt (431) und einen zweiten Abschnitt (432)
aufweist, wobei der zur Öffnung gewandte erste Abschnitt (431) eine größere Breite
als der zweite Abschnitt (432) aufweist, wobei der erste Abschnitt vorzugsweise V-förmig
ausgestaltet ist.
6. Hebe-Schiebe-Konstruktion nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (512) des Schaftes (51) breiter als die Aussparung (43), insbesondere
der zweite Abschnitt (432) der Aussparung (43), ausgestaltet ist.
7. Hebe-Schiebe-Konstruktion nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Riegelelement, vorzugsweise das zweite Riegelelement (5), am Fußpunkt des Flügelrahmens
(2) im Flügelstoß angebracht ist.
8. Hebe-Schiebe-Konstruktion nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Blendrahmen (1) mindestens ein Isolierprofil (7) aufweist, wobei eines der Riegelelemente
(4, 5), vorzugsweise das erste Riegelelement (4), mit dem Isolierprofil (7) verbunden
ist.
1. Lift and slide structure, in particular a lift and slide door or lift and slide window,
comprising
- a frame (1), a sash frame (2), a lift and slide mechanism and a break-in safeguard
device, wherein the sash frame (2) is received in the frame (1) so as to be displaceable
between a closed and open position, wherein the sash frame (2) is received in the
frame (1) so as to be liftable between a first lifting position and a second lifting
position,
- a break-in safeguard device, comprising
- a first locking element (4) connected to a frame,
- a second locking element (5) connected to the other frame,
characterized in that
- the locking elements (4, 5) are configured to limit the lifting movement in the
closed position of the sash frame (2) to a lifting travel between the first lifting
position and the second lifting position.
2. Lift and slide structure according to Claim 1, characterized in that the locking elements (4, 5) are configured not to limit the lifting movement in a
non-closed displacing position, in particular in the open displacing position.
3. Lift and slide structure according to at least one of the preceding claims, characterized in that the first locking element (4) has a profile (41), preferably a hollow profile, which
is hollow at least in certain sections, with a cutout (43) which is open on one side,
in particular with an oblong hole which is open on one side.
4. Lift and slide structure according to at least one of the preceding claims, characterized in that the second locking element has a shaft (51) with at least two portions (511, 512),
wherein the first portion (511) has a smaller radial extent than the second portion
(512).
5. Lift and slide structure according to Claim 3 or 4, characterized in that the cutout (43) has a first portion (431) and a second portion (432) wherein the
first portion (431), which faces the opening, has a greater width than the second
portion (432), wherein the first portion is preferably V-shaped.
6. Lift and slide structure according to Claim 4 or 5, characterized in that the second portion (512) of the shaft (51) is designed to be wider than the cutout
(43) in particular the second portion (432) of the cutout (43).
7. Lift and slide structure according to at least one of the preceding claims, characterized in that a locking element, preferably the second locking element (5) is mounted at the base
point of the sash frame (2) where the sashes abut.
8. Lift and slide structure according to at least one of the preceding claims, characterized in that the frame (1) has at least one insulating profile (7), wherein one of the locking
elements (4, 5), preferably the first locking element (4), is connected to the insulating
profile (7).
1. Construction levante-coulissante, en particulier porte levante-coulissante ou fenêtre
levante-coulissante, comprenant
- un cadre dormant (1), un cadre ouvrant (2), un mécanisme levant-coulissant et un
dispositif de protection contre les cambriolages, le cadre ouvrant (2) étant reçu
dans le cadre dormant (1) de manière déplaçable entre une position fermée et une position
ouverte, le cadre ouvrant (2) étant reçu de manière à pouvoir être levé entre une
première position de levage et une deuxième position de levage dans le cadre dormant
(1),
- un dispositif de protection contre les cambriolages, comprenant
- un premier élément de verrouillage (4) connecté à un cadre,
- un deuxième élément de verrouillage (5) connecté à un autre cadre,
caractérisée en ce que
- les éléments de verrouillage (4, 5) sont prévus pour limiter le mouvement de levage
dans la position fermée du cadre ouvrant (2) à une course de levage entre la première
position de levage et la deuxième position de levage.
2. Construction levante-coulissante selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments de verrouillage (4, 5) sont prévus pour ne pas limiter le mouvement
de levage dans une position de déplacement non fermée, en particulier dans la position
de déplacement ouverte.
3. Construction levante-coulissante selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le premier élément de verrouillage (4) présente un profilé au moins en parti creux
(41), de préférence un profilé creux, avec un évidement ouvert d'un côté (43), en
particulier avec un trou oblong ouvert d'un côté.
4. Construction levante-coulissante selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le deuxième élément de verrouillage présente une tige (51) avec au moins deux portions
(511, 512), la première portion (511) présentant une plus faible étendue radiale que
la deuxième portion (512).
5. Construction levante-coulissante selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que l'évidement (43) présente une première portion (431) et une deuxième portion (432),
la première portion (431) tournée vers l'ouverture présentant une plus grande largeur
que la deuxième portion (432), la première portion étant réalisée de préférence en
forme de V.
6. Construction levante-coulissante selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que la deuxième portion (512) de la tige (51) est réalisée de manière à être plus large
que l'évidement (43), en particulier que la deuxième portion (432) de l'évidement
(43).
7. Construction levante-coulissante selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce qu'un élément de verrouillage, de préférence le deuxième élément de verrouillage (5)
est monté à la base du cadre ouvrant (2) au niveau de la jonction des ouvrants.
8. Construction levante-coulissante selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le cadre dormant (1) présente au moins un profilé d'isolation (7), l'un des éléments
de verrouillage (4, 5), de préférence le premier élément de verrouillage (4), étant
connecté au profilé d'isolation (7).