[0001] Die Erfindung betrifft eine Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung einer zweiflügeligen
Tür mit in Schließstellung der Tür unterschlagendem Standflügel und überschlagendem
Gangflügel.
[0002] Es sind Öffnungsfolgesteuerungseinrichtungen bekannt, die eine am Standflügel angeordnete
Mitnehmereinrichtung aufweisen, die derart am Standflügel gelagert ist, dass sie während
der Öffnungsbewegung des Standflügels vom Standflügel derart auskragt, dass sie mit
dem Gangflügel in Anschlag stehend den Gangflügel aus der Schließstellung heraus in
Öffnungsrichtung mitnimmt.
[0003] Zum Beispiel aus der
DE 83 35 576 U1 und der
DE 35 33 689 A1 sind Öffnungsfolgesteuerungseinrichtungen bekannt, bei denen die Mitnehmereinrichtung
auf der Schließseite des Standflügels aufliegend angeordnet ist. Der auskragende Mitnehmerarm
weist hierbei eine Anschlagrolle, die auf dem Standflügel während der Mitnahme des
Standflügels abrollt. Auf dem Gangflügel kann hierbei zusätzlich eine Gegenanschlageinrichtung
vorgesehen sein, wie dies bei der
DE 83 35 576 in Form eines am Gangflügel aufliegend montierten Gegenanschlags der Fall ist.
[0004] Es ergeben sich primär optische Nachteile aufgrund der aufliegenden Mitnehmereinrichtung
bzw. der zusätzlichen aufliegenden Gegenanschlageinrichtung.
[0005] Es sind auch bereits im Falzraum verdeckt liegende Einrichtungen als Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
bekannt, zum Beispiel aus der
AT 403 400 B, der
AT 0 10 451 U1 sowie der
DE 198 55 402 C1. Die Mitnehmereinrichtung ist hierbei jeweils als zweiarmiger Hebel ausgebildet,
der im oberen horizontalen Falzraum so auf der oberen horizontalen Stirnfläche des
Standflügels montiert ist, dass die Drehachse vertikal innerhalb des Standflügels
verläuft und das freie Anschlagende des Hebels in der Schließstellung in den horizontalen
Falzraum über dem Gangflügel hineinkragt. Beim Öffnen des Standflügels nimmt das Anschlagende
des zweiarmigen Hebels den Gangflügel mit, indem das Anschlagende des Hebels an dem
oberen horizontalen Falz des Gangflügels in Anschlagstellung steht und das andere
Ende des zweiarmigen Mitnehmerhebels mit einem zargenseitig ortsfest montierten Anschlagbolzen
zusammenwirkt (
AT 0 10 451 U1) bzw. mit dem oberen horizontalen Falz des Standflügels in Anschlag steht (
AT 403 400 B).
[0006] Aus der
DE 296 18 039 U1 ist ebenfalls eine im oberen horizontalen Falzraum angeordnete Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung,
bei der ebenfalls auf der oberen horizontalen Stirnseite des Standflügels ein Anschlagarm
schwenkbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse ebenfalls vertikal im Standflügel
verläuft. Der Anschlagarm wirkt mit einem im Standflügel angeordneten Einstellelement
zusammen, um die Winkellage des in den horizontalen Falzraum des Gangflügels in der
Schließstellung hineinragenden Anschlagarms im Sinne einer Justierung einzustellen.
[0007] Aus der
EP 1 911 920 B1 ist eine ebenfalls im horizontalen Falzraum verdeckt liegend angeordnete Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
bekannt. Gangflügelseitig ist eine Mitnehmereinrichtung auf der oberen horizontalen
Stirnseite des Standflügels linear verschiebbar gelagert, wobei eine am ortsfesten
Rahmen befestigte Bowdenzugeinrichtung dafür sorgt, dass der linear verschiebbare
Mitnehmerarm beim Schließen des Standflügels eingezogen wird, damit der Standflügel
den Gangflügel behinderungsfrei passieren kann.
[0008] Die
EP 20 185 445 A2 beschreibt eine ebenfalls im horizontalen Falzraum angeordnete Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung,
bei der ebenfalls ein linear beweglich gelagerter Mitnehmer im oberen horizontalen
Falzraum vorgesehen ist, der ebenfalls über eine am ortsfesten Rahmen abgestützte
Bowdenzugeinrichtung einziehbar ist. Dieser linear bewegliche Mitnehmer ist jedoch
am Gangflügel gelagert und wirkt mit einem am Standflügel fest angeordneten Mitnehmerbolzen
zusammen.
[0009] Die
AT 11 493 U1 beschreibt eine im horizontalen Falzraum angeordnete Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung.
Es ist eine Gegenanschlageinrichtung vorgesehen, die am Gangflügel derart montiert
ist, dass sie in der Schließstellung der Tür im oberen horizontalen Falzraum der Tür
verdeckt angeordnet ist. Während der Öffnungsbewegung des Standflügels steht die Gegenanschlageinrichtung
mit der Mitnehmereinrichtung in Anschlag, während der Standflügel den Gangflügel aus
der Schließlage heraus in Öffnungsrichtung mitnimmt. Weiter weist die Gegenanschlageinrichtung
ein über eine türachsenferne vertikale Begrenzungskante und/oder Stirnfläche des Gangflügels
auskragendes freies Ende auf.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verdeckt im oberen horizontalen Falzraum
angeordnete Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung zu schaffen, bei der die standflügelseitig
montierte Mitnehmereinrichtung eine Gelenkeinrichtung aufweist und eine besonders
kompakte Bauweise bei hoher Funktionssicherheit erhalten wird. Diese Aufgabe wird
mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0011] Bei dieser erfindungsgemäßen Lösung handelt es sich um eine Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
einer zweiflügeligen Tür mit in Schließstellung der Tür unterschlagendem Standflügel
und überschlagendem Gangflügel, wobei die Merkmale a) bis e) des Patentanspruchs 1
vorgesehen sind.
[0012] Merkmal a) sieht vor, dass eine Mitnehmereinrichtung vorgesehen ist, die am Standflügel
derart montiert ist, dass sie in der Schließstellung der Tür im oberen und/oder unteren
horizontalen Falzraum der Tür verdeckt angeordnet ist und während der Öffnungsbewegung
des Standflügels vom Standflügel derart auskragend angeordnet ist, dass sie mit dem
Gangflügel in Anschlag stehend den Gangflügel aus der Schließstellung heraus in Öffnungsrichtung
mitnimmt. Durch die im oberen oder unteren horizontalen Falzraum der Tür verdeckt
Anordnung der Mitnehmereinrichtung, zumindest in der Schließstellung der Tür, wird
erreicht, dass die Mitnehmereinrichtung nicht sichtbar ist, wenn die Tür in Schließstellung
steht. Dies gilt zumindest für die Ansicht der in Schließstellung stehenden Tür von
der Öffnungsseite her betrachtet. Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass
die Mitnehmereinrichtung im oberen horizontalen Falzraum angeordnet ist. Es sind jedoch
auch Ausführungen vorgesehen, bei denen die Mitnehmereinrichtung alternativ oder zusätzlich
in einem unteren horizontalen Falzraum der Tür angeordnet ist.
[0013] Das Merkmal b) der erfindungsgemäßen Lösung sieht vor, dass die Mitnehmereinrichtung
zwei über eine Gelenkeinrichtung miteinander verbundene Arme aufweist, wobei der eine
Arm als ein am Standflügel über eine Befestigungseinrichtung befestigter Befestigungsarm
und der andere Arm als ein beim Öffnen und Schließen mit dem Gangflügel in Anschlag
bringbarer Anschlagarm ausgebildet ist. Es ist hierbei vorgesehen, dass der Anschlagarm
in der Anschlaglage mit dem Gangflügel beim Öffnen eine vom Standflügel auskragende
erste Schwenkposition einnimmt und beim Schließen, wenn der Standflügel den Gangflügel
passiert, eine zweite Schwenkposition einnimmt. Die Gelenkeinrichtung ist also so
ausgebildet, dass sie zwischen dem Anschlagarm und dem Befestigungsarm ausgebildet
ist, wobei der Befestigungsarm fest über die Befestigungseinrichtung mit dem Standflügel
verbunden ist. Die Befestigungseinrichtung kann zum Beispiel als eine Verschraubungseinrichtung
ausgebildet sein. Der Anschlagarm kragt von der Gelenkeinrichtung von dem Befestigungsarm
weg. Er kragt dabei vorzugsweise über den Standflügel hinaus in der Schließstellung
der Tür in den horizontalen Falzraum über den Gangflügel hinein. Bei den Ausführungen,
bei denen die Mitnehmereinrichtung alternativ oder zusätzlich im horizontalen unteren
Falzraum der Tür angeordnet ist, gilt dies entsprechend. Wesentlich bei dem Merkmal
b) ist, dass der Anschlagarm zwei Schwenkpositionen einnimmt, nämlich eine erste auskragende
Schwenkposition, in der der Anschlagarm in der Anschlaglage mit dem Gangflügel beim
Öffnen den Gangflügel mitnimmt, und eine zweite Schwenkposition beim Schließen, wenn
der Standflügel den Gangflügel passiert. Durch den Aufbau der Mitnehmereinrichtung
mit zwei über die Gelenkeinrichtung gelenkig miteinander verbundenen Armen wird der
wesentliche Vorteil erreicht, dass der Befestigungsarm über die Befestigungseinrichtung
an dem Standflügel befestigt werden kann und dabei diese Befestigungseinrichtung unabhängig
von der Gelenkeinrichtung ausgebildet sein kann. Das heißt die Lager- oder Befestigungseinrichtung
der Gelenkeinrichtung muss nicht als Teil der Befestigungseinrichtung der Mitnehmereinrichtung
am Standflügel ausgeführt sein. Die Gelenkeinrichtung kann vielmehr separat von der
Befestigungseinrichtung des Befestigungsarms ausgeführt werden.
[0014] Merkmal c) der erfindungsgemäßen Lösung sieht vor, dass der Befestigungsarm und der
Anschlagarm über eine Rückstellfeder derart verbunden sind, dass die Rückstellfeder
den Anschlagarm aus der zweiten Schwenkposition in die erste Schwenkposition zurückstellt.
Durch dieses Rückstellen des Anschlagarms in die erste Schwenkposition kann sichergestellt
werden, dass der Standflügel beim Einlaufen in die Schließstellung nicht durch den
Anschlagarm behindert wird. Außerdem wird mit dem Rückstellen des Anschlagarms in
die erste Schwenkposition erreicht, dass bei dem in Schließstellung stehenden Standflügel
das Einlaufen des Gangflügels in die Schließstellung nicht behindert wird.
[0015] Merkmal d) der erfindungsgemäßen Lösung sieht vor, dass der Befestigungsarm am Standflügel
derart montierbar ist, dass die vertikale Gelenkachse außerhalb des Standflügels mit
Abstand parallel versetzt zu oder in einer türachsenfernen vertikalen Begrenzungskante
und/oder zu oder in einer türachsenfernen vertikalen Stirnfläche des Standflügels
angeordnet ist. Durch diese Anordnung der vertikalen Gelenkachse wird erreicht, dass
der Anschlag des Anschlagarms mit dem Gangflügel relativ weit vom Standflügel entfernt
ausgebildet sein kann, und zwar selbst bei Ausführungen, bei denen die Längenabmessung
des Anschlagarms relativ gering ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Gelenkeinrichtung
derart separat von der Befestigungseinrichtung des Betätigungsarms ausgebildet ist,
dass der Befestigungsarm am Standflügel derart montierbar ist, dass die vertikale
Gelenkachse außerhalb des Standflügels mit Abstand parallel versetzt zu oder in einer
türachsenfernen vertikalen Begrenzungskante und/oder zu oder in einer türachsenfernen
vertikalen Stirnfläche des Standflügels angeordnet ist.
[0016] Merkmal e) der erfindungsgemäßen Lösung sieht vor, dass die Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
eine mit der Mitnehmereinrichtung zusammenwirkende gangflügelseitig angeordnete Gegenanschlageinrichtung
aufweist. Es handelt sich hierbei um eine am Gangflügel montierte Beschlagseinrichtung.
Sie ist so montiert, dass sie in der Schließstellung der Tür im oberen horizontalen
Falzraum der Tür verdeckt angeordnet ist und während der Öffnungsbewegung des Standflügels
mit der Mitnehmereinrichtung in Anschlag steht während der Standflügel den Gangflügel
aus der Schließlage heraus in Öffnungsrichtung mitnimmt.
[0017] Diese Gegenanschlageinrichtung gemäß Merkmal e) der erfindungsgemäßen Lösung ist
so ausgebildet, dass sie ein über eine türachsenferne vertikale Begrenzungskante und/oder
über eine türachsenferne vertikale Stirnfläche des Gangflügels auskragendes freies
Ende aufweist. Mit diesem auskragenden freien Ende wird eine Anpassung an die standflügelseitige
Mitnehmereinrichtung möglich. Es kann die Mitnehmereinrichtung relativ kompakt ausgeführt
werden, das heißt die Längenabmessung des vom Standflügel auskragenden Abschnitts
der Mitnehmereinrichtung, vorzugsweise die Längenabmessung des Anschlagarms kann relativ
gering gewählt werden und dabei die Mitnahme des Gangflügels bis in den gewünschten
Türöffnungsbereich sichergestellt werden. Es sind Ausführungen möglich, bei denen
die Länge des auskragenden freien Endes einstellbar ist, beispielsweise indem das
auskragende freie Ende auf dem auf dem Gangflügel montierten Teil der Gegenanschlageinrichtung
positionsverstellbar ist.
[0018] Die Gegenanschlageinrichtung weist eine Führungskurve auf, die in einem Hauptabschnitt
im Wesentlichen gerade oder parallel zu der Längserstreckung des horizontalen Falzraums
ausgebildet ist. Dies kann erfolgen, indem die als flaches längliches Element ausgebildete
Gegenanschlageinrichtung auf der horizontalen oberen oder unteren Stirnfläche des
Gangflügels so angeordnet ist, dass die Führungskurve parallel zur Längserstreckung
des horizontalen Falzraums verläuft.
[0019] Ein Ende der Führungskurve ist derart konvex gekrümmt oder abgeschrägt ausgebildet,
dass eine Rolle am Anschlagende der Mitnehmereinrichtung bzw. am Anschlagende des
Anschlagarms von der Führungskurve abrollt, wenn bei Erreichen des vorbestimmten Türöffnungswinkels
die Mitnehmereinrichtung außer Anschlag der Gegenanschlageinrichtung kommt.
[0020] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Gelenkeinrichtung, vorzugsweise
das Gelenkauge oder die Gelenkachse an einem Fortsatz des Befestigungsarms angeordnet
ist, wobei der Fortsatz über die türachsenferne vertikale Begrenzungskante oder Stirnfläche
des Standflügels auskragt. Der Fortsatz kann an dem Befestigungsarm also so angeordnet
werden, dass die vertikale Gelenkachse in der gewünschten Position vorzugsweise außerhalb
des Standflügels zur Anordnung kommt. Der Fortsatz kann bei speziellen Ausführungen
auch verstellbar an dem Befestigungsarm angeordnet sein, sodass damit die Position
der Gelenkachse auch nachträglich bei fest montiertem Befestigungsarm, zum Beispiel
im Sinne einer Justierung verstellbar ist.
[0021] Bei besonders bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass der Anschlagarm
in der ersten Schwenkposition über die türachsenferne vertikale Begrenzungskante oder
Stirnfläche des Standflügels senkrecht auskragt und in der zweiten Schwenkposition
parallel zu der türachsenfernen vertikalen Stirnfläche des Standflügels angeordnet
ist. Es kann vorgesehen sein, dass in der ersten Schwenkposition des Anschlagarms
der Anschlagarm und der Befestigungsarm in einer gemeinsamen geraden Linie oder parallel
zueinander angeordnet sind und in der zweiten Schwenkposition des Anschlagarms der
Anschlagarm und der Befestigungsarm zueinander winkelig mit einem Scheitelwinkel kleiner
oder gleich 90° angeordnet sind.
[0022] Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass der Befestigungsarm eine Ausnehmung
geeignet zum Durchgriff einer standflügelseitigen Riegelstange aufweist. Bei der standflügelseitigen
Riegelstange kann es sich um eine Riegelstange handeln, die im Standflügel verdeckt
geführt ist und über eine standflügelseitige Betätigungseinrichtung von Hand oder
bei speziellen Ausführungen auch motorisch betätigbar ist, sodass sie in eine Verriegelungsstellung
oder in eine Entriegelungsstellung bringbar ist. Die Ausnehmung in dem Befestigungsarm
der Mitnehmereinrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass die standflügelseitige
Riegelstange aufliegend am Standflügel geführt ist. Die Ausnehmung in dem Befestigungsarm
der Mitnehmereinrichtung kann auch für den Durchgriff einer am ortsfesten Rahmen angeordneten
Riegeleinrichtung oder anderweitigen Beschlagseinrichtung genutzt werden. Die Ausnehmung
in dem Befestigungsarm der Mitnehmereinrichtung kann auch zur Aufnahme einer standflügelseitig
angeordneten Verriegelungseinrichtung oder anderweitigen Beschlagseinrichtung genutzt
werden.
[0023] Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen kann die Gegenanschlageinrichtung als flaches
längliches Element ausgebildet sein, das eine Führungskurve aufweist, mit der die
Mitnehmereinrichtung, das heißt der Anschlagarm der Mitnehmereinrichtung zusammenwirkt.
[0024] Die Führungskurve der Gegenanschlageinrichtung weist mindestens einen gekrümmten
oder abgeschrägten Kurvenabschnitt auf. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass ein
erstes Ende der Führungskurve konkav gekrümmt ausgebildet ist. Erfindungsgemäß ist
ein zweites Ende der Führungskurve konvex gekrümmt oder gerade abgeschrägt ausgebildet.
[0025] Das erste Ende der Führungskurve mit der konkaven Krümmung ist vorzugsweise so ausgebildet,
dass eine Führungsrolle am Anschlagende der Mitnehmereinrichtung bzw. am Anschlagende
des Anschlagarms in dieses erste Ende in der Schließstellung der Tür eingreifen kann.
Das zweite Ende der Führungskurve ist derart konvex gekrümmt oder abgeschrägt ausgebildet,
dass die Rolle am Anschlagende der Mitnehmereinrichtung bzw. am Anschlagende des Anschlagarms
von der Führungskurve abrollt, wenn bei Erreichen des vorbestimmten Türöffnungswinkels
die Mitnehmereinrichtung außer Anschlag der Gegenanschlageinrichtung kommt.
[0026] Bei besonders bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass die Gegenanschlageinrichtung
einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung über eine Befestigungseinrichtung auf
einer oberen horizontalen Stirnfläche des Standflügels aufweist. Die Befestigungseinrichtung
kann vorzugsweise als Schraubeinrichtung ausgebildet sein, mit der der Befestigungsabschnitt
in der horizontalen Stirnfläche des Standflügels verschraubt ist. Die Gegenanschlageinrichtung
kann vorzugsweise angrenzend an den Befestigungsabschnitt einen Führungsabschnitt
mit der Führungskurve zum Zusammenwirken mit dem Anschlagende der Mitnehmereinrichtung
aufweisen.
[0027] Die Führungskurve kann in der oben erörterten Weise ausgebildet sein, um mit einer
Rolle am Anschlagende der Mitnehmereinrichtung bzw. des Anschlagarms zusammenzuwirken.
Bei besonders bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass eine Positionsverstelleinrichtung
der Mitnehmereinrichtung vorgesehen ist, um die Position der Mitnehmereinrichtung
am Standflügel und/oder die Position des Anschlagarms der Mitnehmereinrichtung am
Standflügel und/oder die Position einer Anschlageinrichtung des Anschlagarms am Standflügel
zu variieren. Bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass die Positionsverstelleinrichtung
der Mitnehmereinrichtung eine Langlocheinrichtung mit mindestens einem Langloch aufweist,
das sich entlang der Längsrichtung des horizontalen Falzraums erstreckt und/oder mindestens
ein Langloch aufweist, das sich quer zur Längserstreckung des horizontalen Falzraums
erstreckt und/oder mindestens ein Langloch aufweist, das sich winkelig zur Längserstreckung
des horizontalen Falzraums erstreckt.
[0028] Es kann also vorgesehen sein, dass die einen Befestigungsarm aufweisende Mitnehmereinrichtung
mit der Positionsverstelleinrichtung verbunden ist. Der Befestigungsarm des Mitnehmers
kann vorzugsweise eine Langlocheinrichtung aufweisen, um den Befestigungsarm in wahlweise
einstellbarer Position auf der horizontalen Stirnfläche des Standflügels zu befestigen.
Zur Fixierung kann eine Schraube vorgesehen sein, die durch das Langloch hindurchgesteckt
wird und sich mit ihrem Schraubenkopf auf dem oberen Rand des Langlochs abstützt und
mit ihrem Gewindeschaft in die Befestigungsfläche des Türflügels oder eine am Türflügel
festmontierten Befestigungsplatte eingeschraubt ist.
[0029] Anstelle oder zusätzlich zu der Langlocheinrichtung kann die Mitnehmereinrichtung
zur Befestigung am Standflügel auch eine Excentereinrichtung aufweisen. Es kann eine
Excentereinrichtung vorgesehen sein, um den Befestigungsarm der Mitnehmereinrichtung
in seiner Position am Standflügel zu verstellen. Die Excentereinrichtung kann in einer
Langlocheinrichtung eingesetzt werden und dort in entsprechend eingestellter Excenterlage
fixiert werden. Das Langloch der Langlocheinrichtung kann jeweils als Stufenloch ausgebildet
sein. Es kann aus einem äußeren Langloch und einem darin ausgebildeten inneren Langloch
gebildet sein. Das äußere Langloch kann eine Stufe bilden, in der das innere Langloch
ausgebildet ist. Das innere Langloch kann in seiner Längserstreckung zu der Längserstreckung
des äußeren Langlochs winkelig versetzt sein, vorzugsweise um 90° versetzt. Die Excentereinrichtung
kann aus einer Scheibenplatte, vorzugsweise einer oberen Kreisscheibenplatte ausgebildet
sein, die an ihrer Unterseite exzentrisch einen Excentereinsatz trägt, der ebenfalls
als Kreisscheibenplatte, jedoch mit geringerem Durchmesser als die obere Kreisscheibenplatte
ausgebildet ist und exzentrisch an der Unterseite der oberen Kreisscheibenplatte angeordnet
ist.
[0030] Diese Excentereinrichtung wird in das Stufenlangloch so eingesetzt, das der Excentereinsatz
in das innere Langloch eingreift und mit seiner oberen Excenterplatte in das obere
Langloch auf der Stufe aufliegend eingreift. Der äußere Durchmesser der oberen Excenterscheibenplatte
entspricht dem Innendurchmesser des äußeren Langlochs. Hierbei kann der Innendurchmesser
des äußeren Langlochs im wesentlichen gleich oder größer als der Außendurchmesser
der oberen Excenterscheibenplatte sein. Der Außendurchmesser des unteren Excentereinsatzes
entspricht dem Innendurchmesser des inneren Langlochs. Hierbei kann der Außendurchmesser
des unteren Excentereinsatzes vorzugsweise im wesentlichen gleich dem Innendurchmesser
des inneren Langlochs sein. Im wesentlichen gleich ist so zu verstehen, dass die obere
Excenterscheibenplatte bzw. der untere Excentereinsatz in das äußere Langloch bzw.
das innere Langloch einsetzbar ist.
[0031] Über eine Schraube, vorzugsweise Senkkopfschraube, kann der Excentereinsatz in dem
Stufenloch fixiert werden. Die Schraube durchgreift dabei eine Bohrung der oberen
Excenterplatte und des unteren Excentereinsatzes und ist in der Befestigungsfläche
des Türflügels eingeschraubt.
[0032] Um einen besonders guten Halt der Mitnehmereinrichtung auf dem Standflügel zu erhalten,
kann vorgesehen sein, dass in einer Befestigungsfläche der Mitnehmereinrichtung parallele
Reihen von Rillen ausgebildet sind, die parallel oder quer oder winkelig zur Längserstreckung
des mindestens einen Langlochs ausgebildet sind, und dass korrespondierende parallele
Reihen von Rillen, die parallel und/oder quer und/oder winkelig zur Längserstreckung
des horizontalen Falzraums angeordnet sind, auf der Befestigungsfläche des Standflügels
ausgebildet sind.
[0033] Als Positionsverstelleinrichtung kann auch vorgesehen sein, dass mindestens zwei
Bauteile der Mitnehmereinrichtung relativ zueinander positionsverstellbar verbindbar
sind. Es kann in diesem Sinne vorgesehen sein, dass der Anschlagarm zur Positionsverstellung
längenverstellbar ist und/oder die Gelenkeinrichtung positionsverstellbar in der Mitnehmereinrichtung
angeordnet ist.
[0034] Entsprechende Positionsverstelleinrichtungen sind für Ausführungen der Gegenanschlageinrichtung
möglich, d.h. es kann vorgesehen sein, dass eine Positionsverstelleinrichtung der
Gegenanschlageinrichtung vorgesehen ist, um die Position der Gegenanschlageinrichtung
am Gangflügel zu variieren.
[0035] Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Positionsverstelleinrichtung der Gegenanschlageinrichtung
eine Langlocheinrichtung mit mindestens einem Langloch aufweist, das sich entlang
der Längserstreckung des horizontalen Falzraums erstreckt und/oder mindestens ein
Langloch aufweist, das sich quer zur Längserstreckung des horizontalen Falzraums erstreckt,
und/oder mindestens ein Langloch aufweist, das sich winkelig zur Längserstreckung
des horizontalen Falzraums erstreckt.
[0036] Um besonders guten Halt der Gegenanschlageinrichtung auf dem Gangflügel zu erhalten,
kann vorgesehen sein, dass in der Befestigungsfläche der Gegenanschlageinrichtung
und/oder in der Befestigungsfläche des Befestigungsabschnitts der Gegenanschlageinrichtung
parallele Reihen von Rillen ausgebildet sind, die parallel oder quer oder winkelig
zur Längserstreckung des mindestens einen Langlochs angeordnet sind, und dass korrespondierende
parallele Reihen von Rillen, die parallel oder quer oder winkelig zur Längserstreckung
des horizontalen Falzraums gerichtet sind, auf der Befestigungsfläche des Gangflügels
oder darauf montierbaren Befestigungsplatten ausgebildet sind.
[0037] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Befestigungsabschnitt der Gegenanschlageinrichtung
und/oder die Gegenanschlageinrichtung zur Befestigung am Gangflügel eine Excenter-Einrichtung
aufweist.
[0038] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass mindestens zwei Bauteile der Gegenanschlageinrichtung
relativ zueinander positionsverstellbar verbindbar ausgebildet sind.
[0039] Weitere Ausgestaltungsmerkmale von erfindungsgemäßen Ausführungen ergeben sich aus
der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
[0040] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Frontansicht einer zweiflügeligen Tür mit Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
und Schließfolgesteuerungseinrichtung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht von oben auf die zweiflügelige Tür in Figur 1, jedoch beim Öffnen
im Bereich kleiner Türöffnungswinkel;
- Fig. 3
- Detailansicht in Figur 2 im Bereich III;
- Fig. 4
- perspektivische Ansicht des in Figur 3 gezeigten Ausschnitts;
- Fig. 5.1
- eine Draufsicht auf vier Ausführungsformen des Befestigungsarms einer Mitnehmereinrichtung
jeweils mit Langlocheinrichtung als Positionsverstelleinrichtung;
- Fig. 5.2
- eine Draufsicht auf vier weitere Ausführungsformen des Befestigungsarms einer Mitnehmereinrichtung
jeweils mit Langlocheinrichtung als Positionsverstelleinrichtung, die vier Ausführungsformen
jeweils mit seitlich offener U-förmiger Ausnehmung;
- Fig. 5.3
- eine Draufsicht auf noch vier weitere Ausführungsformen des Befestigungsarms einer
Mitnehmereinrichtung jeweils mit Langlocheinrichtung als Positionsverstelleinrichtung,
die vier Ausführungsformen jeweils mit auf der Gegenseite offener U-förmiger Ausnehmung;
- Fig. 6.1
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines zweiteilig zusammengesetzten Anschlagarms
einer Mitnehmereinrichtung, der Anschlagarm in drei unterschiedlichen Längeneinstellungen;
- Fig. 6.2
- eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines zweiteilig zusammengesetzten
Anschlagarms einer Mitnehmereinrichtung, der Anschlagarm in sieben unterschiedlichen
Längeneinstellungen;
- Fig. 6.3
- eine perspektivische Ansicht des Gelenkstücks des zweiteiligen Anschlagarms in Fig.
6.1 und Fig. 6.2;
- Fig. 6.4
- eine perspektivische Ansicht des Anschlagstücks des zweiteiligen Anschlagarms in Fig.
6.1;
- Fig. 6.5
- eine perspektivische Ansicht des Anschlagstücks des zweiteiligen Anschlagarms in Fig.
6.2;
- Fig. 7.1
- eine Fig. 5.1 entsprechende Darstellung der vier Ausführungsformen des Befestigungsarms
der Mitnehmereinrichtung, jedoch mit Befestigungsrillen in der Befestigungsfläche
des Befestigungsarms;
- Fig. 7.2
- eine Fig. 5.2 entsprechende Darstellung der vier Ausführungsformen des Befestigungsarms
der Mitnehmereinrichtung, jedoch mit Befestigungsrillen in der Befestigungsfläche
des Befestigungsarms;
- Fig. 7.3
- eine Fig. 5.3 entsprechende Darstellung der vier Ausführungsformen des Befestigungsarms
der Mitnehmereinrichtung, jedoch mit Befestigungsrillen in der Befestigungsfläche
des Befestigungsarms;
- Fig. 8.1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer flügelseitigen Befestigungsplatte
mit quer zur Längserstreckung verlaufenden Befestigungsrillen;
- Fig. 8.2
- eine Fig. 8.1 entsprechende Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
flügelseitigen Befestigungsplatte, jedoch mit längs zur Längserstreckung der Befestigungsplatte
verlaufenden Befestigungsrillen;
- Fig. 9.1
- eine perspektivische Ansicht von vier Ausführungsformen einer gangflügelseitig montierbaren
Gegenanschlageinrichtung, jeweils mit Langlocheinrichtung als Positionsverstelleinrichtung;
- Fig. 9.2
- eine perspektivische Ansicht von vier weiteren Ausführungsformen einer gangflügelseitig
montierbaren Gegenanschlageinrichtung, jedoch mit einer Langlocheinrichtung zur Aufnahme
einer Excentereinrichtung als Positionsverstelleinrichtung;
- Fig. 9.3
- eine Draufsicht der vier Ausführungsformen der gangflügelseitigen Gegenanschlageinrichtung
der Fig. 9.2;
- Fig. 9.4
- eine Draufsicht auf die vier Ausführungsformen der Gegenanschlageinrichtung in den
Fig. 9.2 und 9.3, jedoch mit montierter Excentereinrichtung in verschiedenen Einstellpositionen;
- Fig. 9.5
- diverse Ansichten der Excentereinrichtung in Fig. 9.4;
Die zweiflügelige Tür
[0041] Die in den Figuren dargestellte Tür ist eine zweiflügelige Tür mit einem Standflügel
1 und einem Gangflügel 2. Beide Flügel sind als Anschlagschwenkflügel ausgebildet.
Sie sind über Bänder 1b, 2b in einem ortsfesten Türrahmen 3 schwenkbar gelagert. In
der Darstellung in den Figuren ist die Türachse des Standflügels 1 rechts und die
Türachse des Gangflügels 2 links angeordnet.
[0042] Die beiden Türflügel 1, 2 sind jeweils mit einem Gleitarmtürschließer 10 bzw. 20
ausgestattet. Die Gleitarmtürschließer umfassen jeweils ein Türschließergehäuse 10g
bzw. 20g und ein Gleitarmgestänge. Das Gleitarmgestänge wird von einem Kraft übertragenden
Gleitarm 10a bzw. 20a und einer Gleitschiene 1020 gebildet Die Gleitschiene ist als
durchgehende gemeinsame Gleitschiene für die Gleitarme 10a und 20a ausgebildet. In
dem Türschließergehäuse 10g bzw. 20g ist eine Türschließerwelle 10w bzw. 20w drehbar
gelagert. Die Türschließerwelle 10w bzw. 20w wirkt mit einem in dem Gehäuse 10g bzw.
20g angeordneten Schließeraggregat, z.B. einer Schließerfeder mit einer hydraulischen
Kolben-Zylinder-Einrichtung zusammen. Die Türschließerwelle 10w, 20w ist mit dem einen
Ende des Gleitarms 10a bzw. 20a drehfest verbunden. Der Gleitarm 10a, 20a trägt an
seinem anderen freien Ende einen Gleiter, mit dem er in der Gleitschiene 1020 geführt
ist. In der Darstellung in den Figuren sind die Türschließergehäuse 10g, 20g jeweils
aufliegend, und zwar auf der Bandseite von Standflügel 1 und Gangflügel 2 montiert.
Die Gleitschiene 1020 ist auf dem oberen horizontalen Holm des ortsfesten Türrahmens
3 montiert. Es sind jedoch abgewandelte Ausführungen möglich, bei denen verdeckt liegende
Türschließer im Flügel und im Türrahmen innenliegend montiert sind oder die Türschließer
auf der Bandgegenseite montiert sind.
Die Falze der Flügel
[0043] Der Standflügel 1 ist als ein in der Schließstellung unterschlagender Flügel und
der Gangflügel 2 als ein in der Schließstellung überschlagender Flügel ausgebildet.
Hierfür weist der Gangflügel 2 auf seiner die Bänder 2b tragenden Außenseite - das
ist die in Öffnungsrichtung weisende Außenseite des Gangflügels, im Folgenden Öffnungsseite
2ö des Gangflügels 2 genannt - im Bereich seines türachsenfernen vertikalen Randes
einen überstehenden Falz 2v auf. Dieser überstehende Falz - im Folgenden vertikaler
Falz 2v des Gangflügels genannt -, übergreift in der Schließstellung den türachsenfernen
Rand des Standflügels.
[0044] Zusätzlich weist der Standflügel 1 auf seiner von den Bändern 1b abgewandten Außenseite
- das ist die in Schließrichtung weisende Außenseite des Standflügels, im Folgenden
Schließseite 1s des Standflügels 1 genannt - im Bereich der türachsenfernen vertikalen
Kante einen überstehenden Falz 1v - im Folgenden vertikaler Falz 1v des Standflügels
1 genannt-, der in der Schließstellung der Tür über den vertikalen türachsenfernen
Rand des Gangflügels 2 überlappt. Außerdem weist sowohl der Standflügel 1 als auch
der Gangflügel 2 auf der Öffnungsseite, an ihrem oberen horizontalen Rand einen überstehenden
Falz 1h, 2h auf, im Folgenden oberer horizontaler Falz 1h, 2h genannt.
[0045] In der Schließstellung der Tür überlappen die oberen horizontalen Falze 1h, 2h der
Türflügel 1, 2 den unteren Rand des oberen horizontalen Holmes des Türrahmens 3 und
der vertikale Falz 2v des Gangflügels 2 übergreift den türachsenfernen vertikalen
Rand des Standflügels 1. Es kann damit ein dichter Türabschluss erhalten werden. Die
zweiflügelige Tür kann einen Brandschutz-Abschluss bilden.
[0046] Aufgrund der vertikalen Verfalzung muss beim Schließen sichergestellt werden, dass
der in der Schließstellung unterschlagende Standflügel 1 vor dem überschlagenden Gangflügel
2 in die Schließlage gelangt. Das heißt in einem Bereich kleiner Türöffnungswinkel
bis in die Schließstellung muss der Standflügel 1 dem Gangflügel 2 vorauseilen. Hierfür
ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine ansich bekannte Schließfolgesteuerungseinrichtung
vorgesehen. Diese wird im nachfolgenden Kapitel kurz vom Prinzip her beschrieben.
[0047] Beim Öffnen muss sichergestellt werden, dass der in der Schließstellung überschlagende
Gangflügel 2 vor dem unterschlagenden Standflügel 1 geöffnet wird. Das heißt, ab der
Schließlage bis in einen Bereich kleiner Türöffnungswinkel muss der Gangflügel beim
Öffnen vorauseilen. Hierfür ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Öffnungsfolgesteuerung
vorgesehen. Diese wird in einem separaten Kapitel im Detail beschrieben.
Die Schließfolgesteuerungseinrichtung
[0048] Hier nun eine kurze Prinzipbeschreibung der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
möglicher Weise einsetzbaren Schließfolgesteuerungseinrichtung. Die Schließfolgesteuerung
verwendet einen in der durchgehenden Gleitschiene 1020 integrierten Bremsmechanismus,
der von dem Gleiter des Türschließers 10 des Standflügels 1 gesteuert wird und mit
dem Gleiter des Türschließers 20 des Gangflügels 2 zusammenwirkt, um den Gangflügel
2 gegen ein Schließen zu blockieren, solange der Standflügel nicht in Schließlage
ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann für diese Schließfolgesteuerung
ein Bremsmechanismus eingesetzt werden, wie er z.B. in der
EP 1 258 590 B1 beschrieben ist. Bei diesem Mechanismus ist eine in der Gleitschiene 1020 verschiebbar
gelagerte Bremsstange vorgesehen. Diese Bremsstange ist mit dem Gleiter des Türschließers
20 des Gangflügels 2 fest verbunden und wirkt mit einer in der Gleitschiene 1020 angeordneten
Bremse zusammen, die durch den Gleiter des Türschließers 10 des Standflügels 1 gesteuert
wird. Die Bremse gibt den Gleiter des Gangflügeltürschließers 20 zum Schließen erst
frei, wenn der Standflügel 1 in Schließstellung ist. Solange der Standflügel 1 nicht
geschlossen ist, blockiert die Bremse den Gangflügel 2 gegen ein Schließen.
Die Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
[0049] Die Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung ist im oberen Falzraum der zweiflügeligen
Tür angeordnet. Der obere Falzraum ist ausgebildet zwischen der Oberseite des horizontalen
Randes der beiden Türflügel 1, 2 und der Unterseite des oberen horizontalen Holms
des ortsfesten Türrahmens 3. Die untere Begrenzungsfläche des Falzraums wird somit
durch die obere horizontale Stirnfläche 1hf des Standflügels 1 und die oberen horizontale
Stirnfläche 2hf des Gangflügels 2 gebildet. Die obere Begrenzungsfläche des Falzraums
wird durch die nach unten weisende horizontale Fläche des oberen horizontalen Türrahmens
3 gebildet. Frontseitig zur Bandseite hin ist der Falzraum begrenzt durch den oberen
horizontalen Falz 1h des Standflügels 1 und den oberen horizontalen Falz 2h des Gangflügels
2. Rückseitig ist der Falzraum begrenzt durch einen vom oberen horizontalen Türrahmen
nach unten überstehenden horizontalen Falz.
[0050] Die Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung besteht aus einer Mitnehmereinrichtung 11,
der auf der oberen horizontalen Stirnfläche 1hf des Standflügels 1 gelagert ist, und
einer Gegenanschlageinrichtung 22, die auf der oberen horizontalen Stirnfläche 2hf
des Gangflügels 2 gelagert ist. Die Mitnehmereinrichtung 11 weist einen Befestigungsarm
11b und einen Anschlagarm 11a auf, die über eine Gelenkeinrichtung 11g miteinander
verbunden sind. Die Gelenkeinrichtung 11g ist im mittleren Bereich zwischen den beiden
Armen 11b, 11a angeordnet. Sie weist ein Gelenklager auf, das an einem Fortsatz 11bf
des Befestigungsarms 11b ausgebildet ist. In dem Gelenklager greift drehbar ein Gelenkbolzen
ein, der mit dem Anschlagarm 11a verbunden ist.
[0051] Der Befestigungsarm 11b ist in der montierten Position auf der oberen horizontalen
Stirnfläche 1hf des Standflügels 1 aufliegend verschraubt. Der Befestigungsarm 11b
weist in dem dargestellten Fall zwei Befestigungslöcher auf, in die Schrauben eingesteckt
sind, die in der oberen horizontalen Stirnfläche 11 hf des Standflügels 1 eingeschraubt
sind. Die Schraubköpfe sind in dem plattenförmigen Befestigungsarm 11b versenkt angeordnet.
[0052] Der Befestigungsarm 11b ist so angeordnet, dass sein Fortsatz 11 bf, der die Gelenkeinrichtung
11g aufweist, über das Ende der horizontalen oberen Stirnseite 1hf des Standflügels
1 hinausragt und die Gelenkachse G außerhalb des Standflügels 1 vertikal ausgerichtet
parallel versetzt zu der türachsenfernen vertikalen Kante des Standflügels 1 verläuft.
[0053] Der Anschlagarm 11a ist als ein länglicher gerader, im Wesentlichen ebener Arm ausgebildet.
An seinem freien Ende ist eine Rolle 11r drehbar gelagert. Der Anschlagarm 11a erstreckt
sich von der Gelenkeinrichtung 11g in horizontaler Ausrichtung vom Befestigungsarm
11b weg. Er ist um die Gelenkachse G in horizontaler Ebene schwenkbar. In der in den
Figuren 2, 3 und 4 dargestellten Stellung beim Öffnen des Standflügels 1 erstreckt
sich der Anschlagarm 11a horizontal auskragend von der vertikalen Kante des Standflügels
1 unter Bildung einer geraden Linie mit dem Befestigungsarm 11b. Die gerade Linie
fluchtet mit der Erstreckungsstrecke des Standflügels 1.
[0054] Der Anschlagarm 11a und der Befestigungsarm 11b sind über eine Rückstellfeder 11f
miteinander verbunden. Die Rückstellfeder 11f ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als Zugfeder ausgebildet, die den Anschlagarm 11a in die in den Figuren 2, 3 und 4
gezeigte ausgelenkte Stellung zieht, bei der der Anschlagarm 11a mit dem Befestigungsarm
11b linear in eine gemeinsame Richtung gerichtet ist.
[0055] Die Zugfeder 11f ist in dem dargestellten Fall als Schraubenfeder ausgebildet. Sie
ist an der zur Schließseite der Tür gewandten Kante des Anschlagsarm 11a in einer
Aufnahmerinne angeordnet und mit ihrem einen Ende an dem Anschlagarm 11a und mit ihrem
anderen Ende an dem Befestigungsarm 11b eingehängt.
[0056] Wenn der Anschlagarm 11a durch Anschlag am Gangflügel 2 beim Schließen des Standflügels
1 eingelenkt wird - d.h. der Anschlagarm um die Gelenkachse G zum Befestigungsarm
11b hin geschwenkt wird, sodass zwischen dem Anschlagarm und dem Befestigungsarm ein
Scheitelwinkel kleiner als 180° gebildet wird - wird die Schraubenfeder 11f gespannt.
Sobald der Anschlagarm 11a - nachdem der Standflügel den Gangflügel beim Schließen
passiert hat - außer Anschlaglage vom Gangflügel 2 kommt, stellt die Schraubenfeder
11f den Anschlagarm 11a in seine zum Befestigungsarm 11b gerade ausgerichtete Stellung
zurück, d.h. der Anschlagarm 11a wird unter Wirkung der Rückstellfeder 11f zurückgestellt.
[0057] Die Figuren 2, 3 und 4 zeigen den Anschlagarm 11a in seiner ausgelenkten Stellung
beim Öffnen des Standflügels 1. Sowohl der Standflügel 1 als auch der Gangflügel 2
sind nahe der Schließlage, d.h. es handelt sich noch um die Anfangsphase beim Öffnen.
Der Türöffnungswinkel ist noch klein. Der Standflügel 1 wird, z.B. von Hand in Öffnungsrichtung
gedrückt. In dem Bereich kleiner Türöffnungswinkel nimmt der Standflügel 1 dabei den
Gangflügel 2 über die Mitnehmereinrichtung 11 mit, da der Anschlagarm 11a mit seiner
Rolle 11r am Gangflügel 2 abrollend in Anlage steht.
[0058] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist zum Anschlag mit der Mitnehmereinrichtung
bzw. dem Anschlagarm auf der oberen horizontalen Stirnfläche 2hf des Gangflügels 2
die Gegenanschlageinrichtung 22 montiert. Die Gegenanschlageinrichtung 22 ist als
längliches, plattenförmiges Element ausgebildet. Es weist einen zur Bandseite sich
erstreckenden Befestigungsabschnitt 22b auf, der auf der oberen horizontalen Stirnfläche
2hf des Gangflügels aufliegend angeordnet ist. In dem Befestigungsabschnitt 12b sind
zwei Befestigungslöcher ausgebildet, in die Befestigungsschrauben eingesteckt sind,
die in der oberen horizontalen Stirnfläche 2hf des Gangflügels 2 eingeschraubt sind.
Von dem Befestigungsabschnitt 22b erstreckt sich ein verjüngter Führungsabschnitt
22f von der Bandseite weggerichtet. Der Führungsabschnitt 22f weist an seinem zur
Schließseite der Tür gewandten Rand eine Führungskurve 22fk auf, auf der die Rolle
11r des Anschlagarms 11a der Mitnehmereinrichtung 11 in der Anschlaglage abrollt,
wenn der Standflügel 1 beim Öffnen den Gangflügel 2 mitnimmt. Der Führungsabschnitt
22f erstreckt sich im Wesentlichen gerade und parallel zur Erstreckungsfläche des
Gangflügels 2. Der Führungsabschnitt 22f liegt auf der oberen horizontalen Stirnfläche
2hf des Gangflügels 2 auf. Das freie Ende des Führungsabschnitts 22f kragt jedoch
ein Stück über das Ende der horizontalen Stirnfläche 2hf des Gangflügels 2 hinaus
und steht dabei senkrecht über die vertikale Stirnfläche 2vf des Gangflügels 2 über.
Das freie Ende des Führungsabschnitts 22f läuft über eine Abschrägung spitzwinklig
zu.
[0059] Die an dem Führungsabschnitt 22f ausgebildete Führungskurve 22fk weist drei Abschnitte
auf. Der erste Abschnitt ist ein konkav gekrümmter Abschnitt mit einer endseitigen
Krümmung mit Krümmungsradius im Wesentlichen entsprechend dem Radius der Rolle 11r
des Anschlagarms 11a, sodass ein Endanschlag für die Rolle 11r gebildet wird. Der
zweite Abschnitt der Führungskurve 22fk ist ein linearer Abschnitt, der sich parallel
zur Erstreckungsfläche des Gangflügels 2 erstreckt. Der dritte Abschnitt der Führungskurve
22fk ist an dem auskragenden freien Ende des Führungsabschnitts 22f ausgebildet. Er
ist als ein abgeschrägter Abschnitt ausgebildet, der spitzwinklig zur Öffnungsseite
des Flügels 2 verläuft, sodass die Rolle 11r dort abrollen kann, wenn sie aus der
Anschlaglage kommt.
[0060] Wie in den Figuren 3 und 4 zu erkennen ist, weist der Befestigungsarm 11b im Bereich
zwischen den beiden Befestigungslöchern eine im Wesentlichen U-förmige Ausnehmung
11u auf, die mit ihrer offenen Seite zur Schließseite der Tür gerichtet ist. Die Ausnehmung
11u ist vorgesehen für den Fall, dass der Standflügel 1 mit einer vertikalen Riegelstange
ausgerüstet ist. Die Ausnehmung 11u dient dann für den Durchgriff der Riegelstange.
Das obere Ende der Riegelstange kann in diesem Fall mit einem im oberen horizontalen
Holm des ortsfesten Türrahmens 3 angeordneten Schließblech zusammenwirken.
Die Funktionsweise der Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
[0061] Die Öffnungsfolgesteuerung funktioniert wie folgt:
In der Schließstellung der Tür, in der der Standflügel 1 und der Gangflügel 2 in Schließlage
sind, ist der Anschlagarm 11a des am Standflügel gelagerten Mitnehmereinrichtung 11
in ausgelenkter gerader Stellung, d.h. in gerader Linie mit dem am Standflügel 1 verschraubten
Befestigungsarm 11b der Mitnehmereinrichtung ausgerichtet. Der Anschlagarm 11a erstreckt
sich dabei parallel zu der Führungskurve 22fk der am Gangflügel 2 gelagerten Gegenanschlageinrichtung
22. Die Rolle greift in den gekrümmten Endabschnitt der Führungskurve 22fk ein. Die
gesamte Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung mit Mitnehmereinrichtung 11 und Gegenanschlageinrichtung
22 sind in der Schließlage der Tür verdeckt im oberen Falzraum der Tür, d.h. von außen
her nicht sichtbar.
[0062] Wenn nun aus dieser Schließlage der Tür heraus der Standflügel 1 in Öffnungsrichtung
bewegt wird, wird der Gangflügel 2 über die Mitnehmereinrichtung 11 in Öffnungsrichtung
zwangsweise mitgenommen. Diese Mitnahme erfolgt dadurch, dass die Rolle 11r in Anschlaglage
mit der Führungskurve 22fk ist und beim Öffnen des Standflügels 1 an der Führungskurve
22fk abgestützt abrollt. Daher wird der Gangflügel 2 in Öffnungsrichtung mitgenommen,
d.h. mittelbar durch den Standflügel 1 in Öffnungsrichtung bewegt.
[0063] Sobald die beiden Türflügel 1,2 einen vorbestimmten Öffnungswinkel erreicht haben,
kommt die Rolle 11r des Anschlagarms 11a außer Eingriff der Führungskurve 22fk, d.h.
sie rollt über den schrägen Endabschnitt außer Eingriff. Ab dieser Außer-Eingriff-Stellung
der Mitnehmereinrichtung 11 erfolgt beim weiteren Öffnen des Standflügels 1 keine
weitere Mitnahme des Gangflügels 2.
[0064] Auch in der Öffnungsstellung der Tür sind die Komponenten der Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung
von der Öffnungsseite der Tür betrachtet abgedeckt, und zwar durch den am oberen horizontalen
Rand überstehenden Falz 1h des Standflügels 1 und den vom oberen horizontalen Rand
überstehenden Falz 2h des Gangflügels 2. Lediglich der vom Standflügel 1 auskragende
Anschlagarm 11a und der überstehende Endabschnitt des Führungsabschnitts 22f stehen
aus dem Falzraum seitlich vor.
[0065] Die Längenabmessungen des auskragenden Anschlagarms 11a inklusive Rolle 11r und des
auskragenden Endabschnitts des Führungsabschnitts 22f sind so gewählt, dass der Außereingriff
bei dem vorbestimmten Türöffnungswinkel erfolgt, bei dem die einander zugewandten
türachsenfernen vertikalen Kanten von Standflügel 1 und Gangflügel 2 schon soweit
voneinander entfernt sind, dass sie bei einem weiteren Öffnen der Tür nicht mehr miteinander
kollidieren können.
[0066] Wenn die Tür geschlossen wird, d.h. der Standflügel 1 und der Gangflügel 2 in Schließrichtung
bewegt werden, behindern die Komponenten der Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung -
die Mitnehmereinrichtung 11 und die Gegenanschlageinrichtung 22 - nicht die Schließbewegung
der Türflügel 1, 2, und zwar auch dann nicht, wenn der Standflügel 1 beim Schließen
des Gangflügel 2 passiert. Der aus dem Falzraum auskragende Anschlagarm 11a kommt
während der Standflügel 1 den Gangflügel 2 passiert, in Anschlaglage mit dem Gangflügel
2 und wird dabei eingelenkt, d.h. zur Öffnungsseite der Tür hin geschwenkt. Der Standflügel
1 kann damit den Gangflügel 2 ungehindert passieren. Nach dem Passieren wird der Anschlagarm
11a unter Wirkung der Rückstellfeder 11f wieder in seine ausgestreckte Lage ausgelenkt.
Die Positionsverstelleinrichtung
[0067] Die Fig. 5 bis 8 zeigen Mitnehmereinrichtungen 11 des Aufbaus, wie sie anhand der
vorangehenden Figuren beschrieben sind. Die Mitnehmereinrichtungen 11 der Figuren
5 bis 8 weisen jedoch zusätzlich eine Positionsverstelleinrichtung auf. Die Mitnehmereinrichtung
11 besteht jeweils aus einem Befestigungsarm 11b und einem Anschlagarm 11a, die über
eine Gelenkeinrichtung 11g miteinander verbunden sind. Zur Positionsverstelleinrichtung
ist in dem Befestigungsarm 11b der Ausführungsformen a) bis d) der Fig. 5.1 jeweils
eine Langlocheinrichtung vorgesehen, die dadurch ausgebildet ist, dass in dem Befestigungsarm
11b jeweils zwei Langlöcher 11bl ausgebildet sind. Diese sind bei der Ausführungsform
a) der Fig. 5.1 als zwei in der Längsmittellinie des Befestigungsarms 11b hintereinander
angeordnete Langlöcher 11bl ausgebildet. Sie erstrecken sich also entlang der Längserstreckung
des Befestigungsarms 11b. Bei der Ausführungsform b) der Fig. 5.1 sind die zwei Langlochbefestigungslöcher
11bl quer zur Längserstreckung des Befestigungsarms 11b angeordnet, und zwar als parallel
nebeneinander angeordnete Langlochbefestigungslöcher. Bei den beiden Ausführungsformen
c) und d) der Fig. 5.1 sind die Langlochbefestigungslöcher 11bl ebenfalls parallel
zueinander angeordnet, jedoch winkelig zur Längserstreckung des Befestigungsarms 11b.
Hierbei erstrecken sich bei der Ausführungsform c) der Fig. 5.1 die Längslöcher mit
einem spitzen Winkel zur Längserstreckung des Befestigungsarms 11b und bei der Ausführungsform
d) der Fig. 5.1 mit einem stumpfen Winkel zur Längserstreckung des Befestigungsarms
11b.
[0068] Die Ausführungsformen a) bis d) der Fig. 5.1 unterscheiden sich von den Ausführungsformen
a) bis d) der Fig. 5.2 und Fig. 5.3 dadurch, dass bei den Ausführungsformen der Fig.
5.1 zwischen den Langlöchern 11bl jeweils ein sich axial in der Längsmittellinie erstreckendes
längliches Durchbruchsloch 10bd ausgebildet ist, während bei den Ausführungsformen
a) bis d) der Fig. 5.2 und 5.3 zwischen den Langlöchern 11bl ein zur Längsseite hin
offene U-förmige Ausnehmung 11bu ausgebildet ist. Der längliche Durchbruch 10bd in
den Ausführungsformen a) bis d) der Fig. 5.1 dient zum einen zur Gewichts- und Materialersparnis
und zum anderen ist er auch zum Durchgriff eines weiteren Beschlagteils nutzbar, z.B.
zum Durchbruch einer Verriegelungseinrichtung, z.B. einer im Standflügel geführten
Verriegelungsstange. Die zur Seite hin offenen U-förmigen Ausnehmungen 11bu in den
Ausführungsformen a) bis d) der Fig. 5.2 und 5.3 dienen primär zur Aufnahme einer
standflügelseitigen Verriegelungsstange, wobei die Ausführungsformen der Fig. 5.2
und 5.3 sich darin unterscheiden, dass sie für rechte oder linke Türen vorgesehen
sind.
[0069] In den Fig. 6.1 bis 6.5 sind unterschiedliche Ausführungsbeispiele des Anschlagarms
11a der Mitnehmereinrichtung 11 dargestellt. Der Anschlagarm 11a besteht jeweils aus
einem Gelenkstück 111a und einem Anschlagstück 211a, die über eine Verbindungseinrichtung
verbindbar sind. Die Verbindungseinrichtung ist eine Längeneinstelleinrichtung des
Anschlagarms 11a. Sie erlaubt nämlich die Verbindung des Gelenkstücks 111a mit dem
Anschlagstück 211a in unterschiedlichen Stellungen, in denen sich jeweils eine unterschiedliche
Länge des Anschlagarms 11a ergibt.
[0070] In Fig. 6.3 ist in einer perspektivischen Einzeldarstellung das Gelenkstück 111a
des Anschlagarms 11a in Fig. 6.1 gezeigt. Es ist erkennbar, dass das Gelenkstück 111a
an seinem Verbindungsabschnitt drei Befestigungslöcher 111al aufweist, die in der
Längsmittellinie des Verbindungsabschnitts des Gelenkstücks 111a hintereinander angeordnet
sind.
[0071] In den Fig. 6.4 und 6.5 sind in perspektivischer Einzeldarstellung zwei Ausführungsformen
des Anschlagstücks 211a des Anschlagarms 11a gezeigt. Das Anschlagstück 211a in Fig.
6.4 weist ein als Langloch ausgebildetes Verbindungsloch 211al auf. Die Fig. 6.1 zeigt
den Anschlagarm 11a, der zusammengesetzt ist aus dem Gelenkstück 111a der Fig. 6.3
mit einem Anschlagstück 211a der Fig. 6.4. Es sind für den Anschlagarm 11a die drei
möglichen Längeneinstellungen gezeigt. Die Fig. 6.2 zeigt den Anschlagarm 11a zusammengesetzt
aus dem Gelenkstück 111a der Fig. 6.3 mit einem Anschlagstück 211a der Fig. 6.5. Es
sind in Fig. 6.2 für den Anschlagarm 11a sieben verschiedene Längeneinstellungen gezeigt.
Diese größere Anzahl von Längeneinstellungen gegenüber Fig. 6.1 ergibt sich dadurch,
dass in dem Anschlagstück 211a das Verbindungsloch 211al nicht als rundes Einzelloch,
sondern als Langloch 211al ausgebildet ist. Weitere Längeneinstellungen sind in Fig.
6.2 noch durch Einstellung von Zwischenstellungen in den Langlöchern 211l möglich.
Letztere sind stufenlos einstellbar.
[0072] In den Fig. 7.1 bis 7.3 sind Ausführungsbeispiele des Befestigungsarms 11b der Mitnehmereinrichtung
11 dargestellt, und zwar in einer Weiterbildung der Ausführungsformen der Fig. 5.1
bis 5.3. Die Weiterbildung besteht darin, dass die dargestellten Befestigungsarme
11b zumindest auf ihrer zur Befestigungsfläche des Türflügels gewandten Befestigungsfläche
parallele Rillen 11br aufweisen. Die Befestigungsfläche des Türflügels ist in den
Fig. 8.1 und 8.2 gezeigt. Sie wird durch auf der horizontalen Stirnfläche 1hf des
Türflügels 1 montierten Montageplatten 1m gebildet, die auf ihrer Oberseite entsprechende
parallele Rillen 11mr aufweisen. Bei den Ausführungsformen a) der Fig. 7.1, 7.2 und
7.3 sind die parallelen Rillen 11br quer zur Erstreckungsrichtung des Befestigungsarms
11b ausgebildet. Die Befestigungslanglöcher 11bl sind bei diesem Ausführungsbeispiel
längs zur Längserstreckung des Befestigungsarms ausgebildet und damit quer zur Erstreckungsrichtung
der parallelen Rillen 11br. Bei den anderen Ausführungsformen b) bis d) der Fig. 7.1,
7.2 und 7.3 sind die parallelen Rillen 11br längs zur Längserstreckung des Befestigungsarms
11b ausgebildet. Bei diesen Ausführungsformen sind die Befestigungslanglöcher 11bl
quer oder winkelig zur Längserstreckung des Befestigungsarms angeordnet, so dass in
diesen Fällen die Rillen 11br senkrecht bzw. winkelig zur Längserstreckung der Langlöcher
11bl verlaufen.
[0073] Die Rillen 11br wirken in der Montageposition des Befestigungsarms 11b auf der horizontalen
Stirnfläche des Standflügels 1 mit den korrespondierenden Rillen 1mr zusammen, die
auf den auf der horizontalen Stirnfläche 1hf des Standflügels 1 montierten Montageplatten
1m ausgebildet sind. Wie die Fig. 8.1 und 8.2 zeigen, sind in den Montageplatten 1m
jeweils zwei runde Einzelbefestigungslöcher 1ml ausgebildet. Sie dienen zum Eingriff
von Befestigungsschrauben, die bei in der Montagestellung auf der Montageplatte 1m
aufliegenden Befestigungsarm 11b durch die Befestigungslanglöcher 11bl hindurch greifen
und in die Befestigungslöcher 1ml eingeschraubt sind. Die Befestigungslöcher 1ml können
hierfür mit Innengewinde ausgebildet sein, oder die Befestigungsschrauben können auch
unmittelbar in der Befestigungsfläche des Standflügel 1 verschraubt sein. Der Befestigungsarm
11b kann jeweils in einem Verstellbereich, der durch die Länge der Langlöcher 11bl
bestimmt wird, versetzt werden, und zwar stufig durch wählbaren Eingriff der Rillen
11br mit den Rillen 1mr.
[0074] In den Fig. 9.1 bis 9.5 sind Ausführungsbeispiele der Gegenanschlageinrichtung 22
dargestellt. Es handelt sich ebenfalls um Weiterbildungen des Ausführungsbeispiels
der Gegenanschlageinrichtung 22, wie sie in Verbindung mit den Fig. 1 bis 4 beschrieben
ist. Die Weiterbildung besteht darin, dass die Befestigungslöcher im Befestigungsabschnitt
22b als Langlöcher ausgebildet sind. Sie bilden eine Langlocheinrichtung, die als
Positionsverstelleinrichtung dient.
[0075] Bei den Ausführungsformen a) bis d) der Fig. 9.1 sind die Langlöcher 22l jeweils
zur Aufnahme einer Senkschraube ausgebildet, so dass die Gegenanschlageinrichtung
22 in den Langlöchern 22l verstellbar positioniert und sodann durch Anziehen der Senkschraube
in ihrer Position auf der Befestigungsfläche der Gangflügel 2 fixiert werden kann.
[0076] Bei der Ausführungsform a) in Fig. 9.1 besteht die Langlocheinrichtung aus zwei Langlöchern,
die sich in der Längserstreckungsrichtung des Befestigungsarms 22b axial hintereinander
angeordnet erstrecken. Bei der Ausführungsform b) in Fig. 9.1 sind die zwei Befestigungslöcher
22bl quer zur Längserstreckung als parallele Befestigungslanglöcher 22bl ausgebildet.
Bei den Ausführungsformen c) und d) der Fig. 9.1 sind die Befestigungslanglöcher 22l
wiederum als parallele Langlöcher ausgebildet, jedoch winkelig zur Längserstreckungsrichtung
des Befestigungsabschnitts 22b angeordnet, und zwar bei der Ausführungsform c) in
einem spitzen Winkel zur Längserstreckungsrichtung und bei der Ausführungsform b)
in einem stumpfen Winkel zur Längserstreckungsrichtung.
[0077] Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 9.2 bis 9.5 handelt es sich um Gegenanschlageinrichtungen
22, bei denen in den Befestigungslanglöchern jeweils eine Excentereinrichtung 22e
einsetzbar ist, die zur Verschraubung der Gegenanschlageinrichtung 22 auf der horizontalen
Stirnfläche des Gangflügels vorgesehen sind.
[0078] In den Fig. 9.2 und 9.4 sind vier Ausführungsformen dargestellt, nämlich die Ausführungsformen
a), b), c) und d). Sie unterscheiden sich in der Anordnung der Langlöcher relativ
zur Längserstreckungsrichtung der Gegenanschlageinrichtung 22. Die Langlöcher sind
wie aus den Fig. 9.2 erkennbar als Stufenbohrungen ausgebildet. Jede Stufenbohrung
besteht aus einem inneren Langloch 22li und einem äußeren Langloch 22la. Die Stufenbohrungen
dienen zur Aufnahme der Excentereinrichtung 22e.
[0079] Die Excentereinrichtung 22e ist in Fig. 9.5 dargestellt. Sie besteht aus einer Kreisscheibe
22ep, die an ihrer Unterseite einen exzentrisch angeordneten Excentereinsatz 22ee
trägt. Auf der Oberseite der Kreisscheibenplatte 22ep ist ein Einstellschlitz 22ez
ausgebildet, um die Drehstellung des in das Stufenlangloch eingesetzten Excenters
22e durch Verschieben einstellen zu können. Der Excenter 22e wird in das Stufenloch
eingesetzt und über eine Befestigungsschraube, die durch das Befestigungsloch von
Kreisscheibenplatte 22 ep und Excentereinsatz 22ee hindurch gesteckt wird, festgeklemmt.
[0080] Die Richtung und das Maß der Positionsverstellung wird durch das innere Langloch
22li bestimmt. Das innere Langloch 22li dient zur Aufnahme des Excentereinsatzes 22ee.
Der Außendurchmesser des Excentereinsatzes 22 ee entspricht dem Innendurchmesser des
inneren Langlochs 22 li, d.h. der kurzen öffnungsweite des inneren Langlochs 22 li.
Die Stufe zwischen dem inneren Langloch 22li und dem äußeren Langloch 22la dient zur
Aufnahme der Kreisscheibenplatte 22ep. Der Außendurchmesser der Kreisscheibenplatte
22ep entspricht dem Innendurchmesser, d.h. der längeren Öffnungsweite des äußeren
Langlochs 22la. Durch Anziehen der Befestigungsschraube wird die Excentereinrichtung
22e in einer jeweiligen Position in dem Stufenlangloch festgezogen und damit die Position
der Gegenanschlageinrichtung 22 auf der Befestigungsfläche des Gangflügels 2 fixiert.
Die Fig. 9.4 zeigt die verschiedenen Ausführungsformen a) bis d) mit eingesetzter
Excentereinrichtung 22e.
[0081] Die Anordnung der inneren Langlöcher 22li ist bei den Ausführungsformen a) bis d)
der Fig. 9.2 bis 9.4 entsprechend wie bei den Ausführungsformen a) bis d) der Fig.
9.1, d.h. die inneren Langlöcher sind bei der Ausführungsform a) längs, bei der Ausführungsform
b) quer und bei den Ausführungsformen c) und d) winkelig zur Längserstreckung der
Gegenanschlageinrichtung 22 angeordnet. Die Längserstreckung der äußeren Langlöcher
22la ist jeweils um 90° zur Längserstreckung der inneren Langlöcher 22li versetzt.
[0082] Auch bei diesen in den Fig. 9.1 bis 9.4 dargestellten Ausführungsbeispielen sind
Weiterbildungen möglich, bei denen parallele Längsrillen auf der Befestigungsfläche,
zumindest des Befestigungsabschnitts 22b ausgebildet sind, und zwar vergleichbar wie
bei den in den vorangehenden Fig. 7.1, 7.2 und 7.3 dargestellten Ausführungsbeispielen
des Befestigungsarms 11b der Mitnehmereinrichtung 11. Es können zur Befestigung dieser
Weiterbildungen der Gegenanschlageinrichtung 22 am Gangflügel 2 entsprechende Montageplatten
1m mit korrespondierenden Rillen verwendet werden, wie sie in den Fig. 8.1 und 8.2
für den Standflügel bzw. für die standflügelseitig zu montierende Montageplatte dargestellt
sind.
Bezugszeichenliste
[0083]
- 1
- Standflügel
- 1b
- Band des Standflügels
- 1v
- vertikaler Falz des Standflügels
- 1vf
- türachsenferne vertikale Stirnfläche des Standflügels
- 1h
- horizontaler Falz des Standflügels
- 1hf
- obere horizontale Stirnfläche des Standflügels
- 1ö
- Öffnungsseite des Standflügels
- 1s
- Schließseite des Standflügels
- 2
- Gangflügel
- 2b
- Band des Gangflügels
- 2v
- vertikaler Falz des Gangflügels
- 2vf
- türachsenferne vertikale Stirnfläche des Gangflügels
- 2h
- horizontaler Falz des Gangflügels
- 2hf
- obere horizontale Stirnfläche des Gangflügels
- 2ö
- Öffnungsseite des Gangflügels
- 2s
- Schließseite des Gangflügels
- 3
- ortsfester Rahmen
- 10
- Gleitarmtürschließer
- 10a
- Gleitarm
- 10g
- Gehäuse
- 10w
- Welle
- 20
- Gleitarmtürschließer
- 20a
- Gleitarm
- 20g
- Gehäuse
- 20w
- Welle
- 1020
- Gleitschiene
- 11
- Mitnehmereinrichtung
- 11a
- Anschlagarm
- 11b
- Befestigungsarm
- 11g
- Gelenk
- 11f
- Rückstellfeder
- 11ar
- Rolle
- 11bg
- Gelenkauge im Befestigungsarm 11b
- 11bl
- Befestigungsloch im Befestigungsarm 11b
- 11bu
- U-Ausnehmung des Befestigungsarms 11b
- 11bd
- Durchbruch im Befestigungsarm 11b
- 11br
- Rillen
- 111a
- Gelenkstück
- 111al
- Befestigungsloch im Gelenkstück 111a
- 111ag
- Gelenkauge im Gelenkstück 111a
- 211a
- Anschlagstück
- 211al
- Befestigungsloch im Anschlagstück 211a
- 211ar
- Rollenlage im Anschlagstück 211a
- 22
- Gegenanschlageinrichtung
- 22b
- Befestigungsabschnitt
- 22f
- Führungsabschnitt
- 22fk
- Führungskurve
- 22l
- Befestigungsloch
- 22li
- Innenloch
- 22la
- Außenloch
- 22e
- Excentereinrichtung
- 22ee
- Excentereinsatz
- 22ep
- Kreisscheibenplatte
- 22ez
- Excentereinstellschlitz
- 22el
- Befestigungsloch
- 1m
- Montageplatte
- 1mr
- Rillen
- 1ml
- Befestigungsloch
1. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung einer zweiflügeligen Tür
mit in Schließstellung der Tür unterschlagendem Standflügel (1) und überschlagendem
Gangflügel (2)
wobei vorgesehen ist,
a) dass eine Mitnehmereinrichtung (11) vorgesehen ist, die am Standflügel (1) derart
montierbar ist, dass sie in der Schließstellung der Tür im oberen und/oder unteren
horizontalen Falzraum der Tür verdeckt angeordnet ist und
während der Öffnungsbewegung des Standflügels (1) vom Standflügel (1) derart auskragend
angeordnet ist, dass sie mit dem Gangflügel (2) im Anschlag stehend den Gangflügel
(2) aus der Schließstellung heraus in Öffnungsrichtung mitnimmt;
b) dass die Mitnehmereinrichtung (11) zwei über eine Gelenkeinrichtung (11g) miteinander
verbundene Arme aufweist, wobei der eine Arm als ein am Standflügel (1) über eine
Befestigungseinrichtung befestigter Befestigungsarm (11b) und der andere Arm als ein
beim Öffnen und Schließen mit dem Gangflügel (2) in Anschlag bringbarer Anschlagarm
(11a) ausgebildet ist,
wobei der Anschlagarm (11a) in der Anschlaglage mit dem Gangflügel (2) beim Öffnen
eine vom Standflügel (1) auskragende erste Schwenkposition einnimmt und beim Schließen,
wenn der Standflügel (1) den Gangflügel (2) passiert, eine zweite Schwenkposition
einnimmt;
c) dass der Befestigungsarm (11b) und der Anschlagarm (11a) über eine Rückstellfeder
(11f) derart verbunden sind, dass die Rückstellfeder (11f) den Anschlagarm (11a) aus
der zweiten Schwenkposition in die erste Schwenkposition zurückstellt;
d) dass der Befestigungsarm (11b) am Standflügel (1) derart montierbar ist, dass die
vertikale Gelenkachse (G) der Gelenkeinrichtung (11g) außerhalb des Standflügels (1)
mit Abstand parallel versetzt zu oder in einer türachsenfernen vertikalen Begrenzungskante
und/oder türachsenfernen vertikalen Stirnfläche (1vf) des Standflügels (1) angeordnet
ist,
e) dass eine Gegenanschlageinrichtung (22) vorgesehen ist, die am Gangflügel (2) derart
montierbar ist, dass sie in der Schließstellung der Tür im oberen horizontalen Falzraum
der Tür verdeckt angeordnet ist und
während der Öffnungsbewegung des Standflügels (1) mit der Mitnehmereinrichtung (11)
in Anschlag steht, während der Standflügel (1) den Gangflügel (2) aus der Schließlage
heraus in Öffnungsrichtung mitnimmt, und
dass die Gegenanschlageinrichtung (22) ein über eine türachsenferne vertikale Begrenzungskante
und/oder Stirnfläche (2vf) des Gangflügels (2) auskragendes freies Ende aufweist,
und
dass die Gegenanschlagseinrichtung (22) eine Führungskurve (22fk) aufweist, die in
einem Hauptabschnitt im Wesentlichen gerade und/oder parallel zu der Längserstreckung
des horizontalen Falzraums (1h, 2h) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Ende der Führungskurve (22fk) derart konvex gekrümmt oder abgeschrägt ausgebildet
ist, dass eine an einem Anschlagende der Mitnehmereinrichtung (11) bzw. am Anschlagende
des Anschlagarms angeordnete Rolle (11r) von der Führungskurve (22fk) abrollt, wenn
bei Erreichen des vorbestimmten Türöffnungswinkels die Mitnehmereinrichtung (11) außer
Anschlag der Gegenanschlageinrichtung (22) kommt.
2. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gelenkeinrichtung (11g) an einem Fortsatz (11bf) des Befestigungsarms (11b) angeordnet
ist, wobei der Fortsatz (11bf) über die türachsenferne vertikale Begrenzungskante
oder Stirnfläche (1vf) des Standflügels (1) auskragt.
3. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der ersten Schwenkposition des Anschlagarms (11a) der Anschlagarm (11a) und der
Befestigungsarm (11b) in einer gemeinsamen geraden Linie oder parallel zueinander
angeordnet sind und in der zweiten Schwenkposition des Anschlagarms (11a) der Anschlagarm
(11a) und der Befestigungsarm (11b) zueinander winkelig mit einem Scheitelwinkel kleiner
oder gleich 90° angeordnet sind.
4. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Befestigungsarm (11b) der Mitnehmereinrichtung (11) eine Ausnehmung (11u) geeignet
zum Durchgriff einer standflügelseitigen Riegelstange aufweist.
5. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungskurve (22fk) mindestens einen weiteren gekrümmten oder abgeschrägten
Kurvenabschnitt aufweist.
6. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegenanschlagseinrichtung (22) einen Befestigungsabschnitt (22b) zur Befestigung
über eine Befestigungseinrichtung auf einer oberen horizontalen Stirnfläche (2hf)
des Gangflügels (2) und einen Führungsabschnitt (22f) mit der Führungskurve (22fk)
aufweist.
7. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Positionsverstelleinrichtung der Mitnehmereinrichtung (11) vorgesehen ist, um
die Position der Mitnehmereinrichtung (11) am Standflügel (1) und/oder die Position
des Anschlagarms (11a) der Mitnehmereinrichtung (11) am Standflügel (1) und/oder die
Position einer Anschlageinrichtung des Anschlagarms (11a) am Standflügel (1) zu variieren.
8. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Positionsverstelleinrichtung der Gegenanschlageinrichtung (22) vorgesehen ist,
um die Position der Gegenanschlageinrichtung (22) am Gangflügel (2) zu variieren.
9. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Positionsverstelleinrichtung der Mitnehmereinrichtung (11) und/oder die Positionsverstelleinrichtung
der Gegenanschlagseinrichtung (22) eine Langlocheinrichtung mit mindestens einem Langloch
(11bl) aufweist, das sich entlang der Längsrichtung des horizontalen Falzraums erstreckt
und/oder mindestens ein Langloch (11bl) aufweist, das sich quer zur Längserstreckung
des horizontalen Falzraums erstreckt und/oder mindestens ein Langloch (11bl) aufweist,
das sich winkelig zur Längserstreckung des horizontalen Falzraums erstreckt.
10. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Befestigungsfläche der Mitnehmereinrichtung (11) und/oder einer Befestigungsfläche
der Gegenanschlagseinrichtung (22) parallele Reihen von Rillen (11br) ausgebildet
sind, die parallel oder quer oder winkelig zur Längserstreckung des mindestens einen
Langlochs (11bl) ausgebildet sind, und
dass korrespondierende parallele Reihen von Rillen (1mr), die parallel und/oder quer und/oder
winkelig zur Längserstreckung des horizontalen Falzraums angeordnet sind, auf der
Befestigungsfläche des Standflügels (1) ausgebildet sind.
11. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mitnehmereinrichtung (11) und/oder die Gegenanschlagseinrichtung (22) zur Befestigung
am Standflügel (1) bzw. am Gangflügel (2) eine Excenter-Einrichtung aufweist.
12. Öffnungsfolgesteuerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mitnehmereinrichtung (11) und/oder die Gegenanschlagseinrichtung (22) mindestens
zwei Bauteile (11a, 11b) aufweist, die relativ zueinander positionsverstellbar verbindbar
sind.
1. Opening sequence control device of a double-leafed door,
having a passive leaf (1) folded under and an active leaf (2) folded over in the closed
position of the door,
wherein it is provided that
a) a carrier device (11) is provided, which can be mounted on the passive leaf (1)
in such a way that it is arranged to be hidden in the upper and/or lower horizontal
rebate space of the door in the closed position of the door and,
during the opening movement of the passive leaf (1), it is arranged in a cantilevered
manner from the passive leaf (1) in such a way that, together with the active leaf
(2) in abutment, it carries the active leaf (2) with it out of the closed position
in the opening direction,
b) the carrier device (11) has two arms connected to each other via a hinge device
(11g), wherein the one arm is formed as a fixing arm (11b) fixed on the passive leaf
(1) via a fixing device and the other arm as a stop arm (11a) that can be brought
into abutment with the active leaf (2) when opening and closing,
wherein, in the abutment position with the active leaf (2), the stop arm (11a) adopts
a first pivoting position projecting from the passive leaf (1) when opening and, when
closing, if the passive leaf (1) passes the active leaf (2), adopts a second pivoting
position;
c) the fixing arm (11b) and the stop arm (11a) are connected via a return spring (11f)
in such a way that the return spring (11f) returns the stop arm (11a) from the second
pivoting position into the first pivoting position;
d) the fixing arm (11b) can be mounted on the passive leaf (1) in such a way that
the vertical hinge axis (G) of the hinge device (11g) is arranged outside the passive
leaf (1) shifted in parallel at a distance to or in a vertical boundary edge that
is remote from the door axis and/or a vertical end face (1vf) of the passive leaf
(1) that is remote from the door axis,
e) a counter stop device (22) is provided, which can be mounted on the active leaf
(2) in such a way that, in the closed position of the door, it is arranged to be hidden
in the upper horizontal rebate space of the door and, during the opening movement
of the passive leaf (1), is in abutment with the carrier device (11), while the passive
leaf (1) carries the active leaf (2) along with it from the closed position in the
opening direction, and
the counter stop device (22) has a free end protruding beyond a vertical boundary
edge that is remote from the door axis and/or beyond an end face (2vf) of the active
leaf (2), and
the counter stop device (22) has a guidance curve (22fk) that is formed in a main
section substantially straight and/or in parallel to the longitudinal extension of
the horizontal rebate space (1h, 2h), characterised in that an end of the guidance curve (22fk) is formed to be convexly curved or bevelled in
such a way that a roller (11r) arranged on a stopping end of the carrier device (11)
or on the stopping end of the stop arm is unrolled from the guidance curve (22fk)
if the carrier device (11) is no longer in abutment with the counter stop device (22)
when reaching the predetermined door opening angle.
2. Opening sequence control device according to claim 1,
characterised in that
the hinge device (11g) is arranged on an extension (11bf) of the fixing arm (11b),
wherein the extension (11bf) projects beyond the vertical boundary edge or end face
(1vf) of the passive leaf (1), said boundary edge or end face being remote from the
door axis.
3. Opening sequence control device according to one of the preceding claims,
characterised in that,
in the first pivoting position of the stop arm (11a), the stop arm (11a) and the fixing
arm (11b) are arranged in a common straight line or in parallel to each other and,
in the second pivoting position of the stop arm (11a), the stop arm (11a) and the
fixing arm (11b) are arranged at an angle to each other with an apex angle of less
than or equal to 90°.
4. Opening sequence control device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the fixing arm (11b) of the carrier device (11) has a recess (11u) suitable for the
feed-through of a latch bar on the passive leaf side.
5. Opening sequence control device according to claim 1,
characterised in that
the guidance curve (22fk) has at least one further curved or bevelled curve section.
6. Opening sequence control device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the counter stop device (22) has a fixing section (22b) for fixing via a fixing device
on an upper horizontal end face (2hf) of the active leaf (2) and a guiding section
(22f) having the guidance curve (22fk).
7. Opening sequence control device according to one of the preceding claims,
characterised in that
a position adjustment device of the carrier device (11) is provided in order to vary
the position of the carrier device (11) on the passive leaf (1) and/or the position
of the stop arm (11a) of the carrier device (11) on the passive leaf (1) and/or the
position of a stopping device of the stop arm (11a) on the passive leaf (1).
8. Opening sequence control device according to one of the preceding claims,
characterised in that
a position adjustment device of the counter stop device (22) is provided in order
to vary the position of the counter stop device (22) on the active leaf (2).
9. Opening sequence control device according to claim 7 or 8,
characterised in that
the position adjustment device of the carrier device (11) and/or the position adjustment
device of the counter stop device (22) has an elongated hole device having at least
one elongated hole (11bl) that extends along the longitudinal direction of the horizontal
rebate space and/or has at least one elongated hole (11bl) that extends transversely
to the longitudinal extension of the horizontal rebate space and/or at least one elongated
hole (11b) that extends at an angle to the longitudinal extension of the horizontal
rebate space.
10. Opening sequence control device according to claim 9,
characterised in that,
in a fixing face of the carrier device (11) and/or a fixing face of the counter stop
device (22), parallel rows of grooves (11br) are formed, which are formed in parallel
or transversely or at an angle to the longitudinal extension of the at least one elongated
hole (11bl), and
corresponding parallel rows of grooves (1mr), which are arranged in parallel and/or
transversely and/or at an angle to the longitudinal extension of the horizontal rebate
space, are formed on the fixing face of the passive leaf (1).
11. Opening sequence control device according to one of claims 7 to 10,
characterised in that
the carrier device (11) and/or the counter stop device (22) has an eccentric device
for fixing on the passive leaf (1) or on the active leaf (2).
12. Opening sequence control device according to one of claims 7 to 11,
characterised in that
the carrier device (11) and/or the counter stop device (22) has at least two components
(11a, 11b) that can be connected in a position-adjustable manner relative to each
other.
1. Dispositif de commande de séquence d'ouverture d'une porte à deux vantaux
avec, dans la position de fermeture de la porte, vantail semi-fixe (1) passant par-dessous
et vantail mobile (2) passant par-dessus,
étant prévu que
a) un dispositif d'entraînement (11) est prévu qui peut être monté sur le vantail
semi-fixe (1) de telle sorte que, dans la position de fermeture de la porte, ce dispositif
est disposé de façon masquée dans l'espace de feuillure horizontal supérieur et/ou
inférieur de la porte et
pendant le mouvement d'ouverture du vantail semi-fixe (1), il est disposé en saillie
par rapport au vantail semi-fixe (1) de telle sorte que, en butée contre le vantail
mobile (2), il entraîne le vantail mobile (2) hors de la position de fermeture vers
la position d'ouverture ;
b) le dispositif d'entraînement (11) présente deux bras raccordés l'un à l'autre par
le biais d'un dispositif articulé (11g), un bras étant constitué en tant que bras
de fixation (11b) fixé sur le vantail semi-fixe (1) par le biais d'un dispositif de
fixation, et l'autre bras étant constitué en tant que bras de butée (11a) pouvant
être amené en butée avec le vantail mobile (2) lors de l'ouverture et de la fermeture,
le bras de butée (11a), dans la situation de butée avec le vantail mobile (2), adoptant,
lors de l'ouverture, une première position de pivotement en saillie par rapport au
vantail semi-fixe (1) et, lors de la fermeture, quand le vantail semi-fixe (1) franchit
le vantail mobile (2), une deuxième position de pivotement ;
c) le bras de fixation (11b) et le bras de butée (11a) sont reliés par le biais d'un
ressort de rappel (11f) de telle sorte que le ressort de rappel (11f) ramène le bras
de butée (11a) à partir de la deuxième position de pivotement vers la première position
de pivotement ;
d) le bras de fixation (11b) peut être monté sur le vantail semi-fixe (1) de telle
sorte que l'axe articulé (G) vertical du dispositif articulé (11g) est disposé à l'extérieur
du vantail semi-fixe (1) de manière déplacé parallèlement à distance par rapport à
ou dans une arête de limitation verticale éloignée de l'axe de porte et/ou face frontale
(1vf) verticale, éloignée de l'axe de porte, du vantail semi-fixe (1),
e) il est prévu un dispositif de contre-butée (22) qui peut être monté sur le vantail
mobile (2) de telle sorte que, dans la position de fermeture de la porte, ce dispositif
est disposé de façon masquée dans l'espace de feuillure horizontal supérieur de la
porte et, pendant le mouvement d'ouverture du vantail semi-fixe (1), est en butée
avec le dispositif d'entraînement (11) pendant que le vantail semi-fixe (1) entraîne
le vantail mobile (2) à partir de la situation de fermeture dans la direction d'ouverture,
et
le dispositif de contre-butée (22) présente une extrémité libre en saillie au-dessus
d'une arête de limitation verticale éloignée de l'axe de porte et/ou face frontale
(2vf) du vantail mobile (2), et
le dispositif de contre-butée (22) présente une came de guidage (22fk) qui est constituée
dans un tronçon principal de façon essentiellement rectiligne et/ou parallèle à l'étendue
longitudinale de l'espace de feuillure (1h, 2h) horizontal, caractérisé en ce
qu'une extrémité de la came de guidage (22fk) est courbée ou chanfreinée de façon convexe
de telle sorte qu'un rouleau (11r) disposé à une extrémité de butée du dispositif
d'entraînement (11) ou respectivement à l'extrémité de butée du bras de butée roule
à partir de la came de guidage (22fk) quand, une fois atteint l'angle d'ouverture
de porte prédéfini, le dispositif d'entraînement (11) quitte la situation de butée
contre le dispositif de contre-butée (22).
2. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif articulé (11g) est disposé sur un prolongement (11bf) du bras de fixation
(11b), le prolongement (11bf) étant en saillie au-dessus de l'arête de limitation
verticale éloignée de l'axe de porte ou face frontale (1vf) du vantail semi-fixe (1).
3. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
dans la première position de pivotement du bras de butée (11a), le bras de butée (11a)
et le bras de fixation (11b) sont disposés en formant une ligne droite commune ou
parallèlement l'un par rapport à l'autre et, dans la deuxième position de pivotement
du bras de butée (11a), le bras de butée (11a) et le bras de fixation (11b) sont disposés
en formant un angle l'un avec l'autre avec un angle au sommet inférieur ou égal à
90°.
4. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le bras de fixation (11b) du dispositif d'entraînement (11) présente un creux (11u)
adapté pour le passage d'une tige de verrouillage côté vantail semi-fixe.
5. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la came de guidage (22fk) présente au moins un autre tronçon de came courbé ou chanfreiné.
6. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de contre-butée (22) présente un tronçon de fixation (22b) pour la fixation,
par le biais d'un dispositif de fixation, sur une face frontale (2hf) horizontale
supérieure du vantail mobile (2) et un tronçon de guidage (22f) avec la came de guidage
(22fk).
7. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'il est prévu un dispositif de réglage de position du dispositif d'entraînement (11)
pour faire varier la position du dispositif d'entraînement (11) sur le vantail semi-fixe
(1) et/ou la position du bras de butée (11a) du dispositif d'entraînement (11) sur
le vantail semi-fixe (1) et/ou la position d'un dispositif de butée du bras de butée
(11a) sur le vantail semi-fixe (1).
8. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'il est prévu un dispositif de réglage de position du dispositif de contre-butée (22)
pour faire varier la position du dispositif de contre-butée (22) sur le vantail mobile
(2).
9. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage de position du dispositif d'entraînement (11) et/ou le dispositif
de réglage de position du dispositif de contre-butée (22) présente un dispositif de
trou oblong avec au moins un trou oblong (11bl) qui s'étend le long de la direction
longitudinale de l'espace de feuillure horizontal et/ou au moins un trou oblong (11bl)
qui s'étend transversalement à l'étendue longitudinale de l'espace de feuillure horizontal
et/ou au moins un trou oblong (11bl) qui s'étend en formant un angle avec l'étendue
longitudinale de l'espace de feuillure horizontal.
10. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon la revendication 9,
caractérisé en ce que,
dans une surface de fixation du dispositif d'entraînement (11) et/ou une surface de
fixation du dispositif de contre-butée (22), des rangées parallèles de stries (11br)
sont constituées, qui sont constituées parallèlement ou transversalement ou en formant
un angle avec l'étendue longitudinale du trou oblong (11bl) au moins au nombre de
un, et des rangées parallèles correspondantes de stries (1mr) qui sont disposées parallèlement
et/ou transversalement et/ou en formant un angle avec l'étendue longitudinale de l'espace
de feuillure horizontal sont constituées sur la surface de fixation du vantail semi-fixe
(1).
11. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon l'une des revendications 7 à
10,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (11) et/ou le dispositif de contre-butée (22) pour la
fixation sur le vantail semi-fixe (1) ou respectivement sur le vantail mobile (2)
présente un dispositif à excentrique.
12. Dispositif de commande de séquence d'ouverture selon l'une des revendications 7 à
11,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (11) et/ou le dispositif de contre-butée (22) présente
au moins deux composants (11a, 11b) qui peuvent être raccordés avec possibilité de
réglage de position relativement l'un par rapport à l'autre.