[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbinenschaufel, insbesondere eine Leitschaufel für
eine Gasturbine, welche gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgestaltet ist.
[0002] Leitschaufeln von Gasturbinen sind aus dem umfangreichen Stand der Technik in vielfältiger
Art und Weise bekannt. Beispielsweise offenbart die
WO 01/36790 A1 eine gattungsgemäße Turbinenschaufel mit einem Schaufelblatt, welches eine saugseitige
und eine druckseitige Schaufelwand aufweist, die sich von einer gemeinsamen Vorderkante
zu einer Hinterkante erstrecken. Im Schaufelblatt der bekannten Turbinenschaufel ist
ein Kühlkanalsystem mit mäanderförmig aufeinanderfolgenden geradlinigen Kanalschnitten
vorgesehen, die sich von dem sog. Schaufelfuß zu dem sog. Schaufelkopf erstrecken.
Zwischen zwei benachbarten Kanalabschnitten ist ein Umlenkbereich angesiedelt, in
dem die Kühlmittelströmung in ihrer Richtung umgelenkt wird: in Bezug auf die Einbaulage
der Leitschaufel in der Gasturbine wird die Strömung entweder von radial nach außen
strömend nach radial nach innen strömend umgelenkt, oder umgekehrt. Gemäß der
WO 01/36790 A1 umfasst die Leitschaufel eine während der Herstellung einstellbare Drosselvorrichtung,
die mit Abschluss der Herstellung festgesetzt wird. Diese umfasst einen mittig im
Umlenkbereich angeordneten eingeschraubten Stopfen, mit dessen Hilfe der durchströmbare
Kanalquerschnitt verändert werden kann.
[0003] Nachteilig ist jedoch, dass das bekannte Verfahren zur Herstellung der Turbinenschaufel
vergleichsweise aufwändig ist, da jede herzustellende Turbinenschaufel in einem Messstand
überprüft werden muss. Dabei wird der an der Hinterkante austretende Kühlmittelstrom
erfasst und die Eindringtiefe des Stopfens so verändert, dass die gewünschte Menge
an Kühlmittel verbraucht wird. Sonach wird der Stopfen fest mit der Turbinenschaufel
verbunden.
[0004] Weiter ist bekannt, dass im Übergangsbereich von Schaufelblatt zur den Strömungskanal
radial außen und/oder innen begrenzenden Plattform hohlkehlartige Verrundungen vorgesehen
sind, die Masseanhäufungen darstellen. Diese Masseanhäufungen sind jedoch vergleichsweise
schlecht kühlbar, so dass an dieser Stelle vermehrt Verschleißerscheinungen, wie beispielsweise
Risse, auftreten können.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung einer Turbinenschaufel, bei der
die voranbeschriebenen Nachteile eliminiert sind.
[0006] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mit einer Turbinenschaufel gemäß
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale sind in den Unteransprüchen
aufgelistet und können in vorteilhafter Art und Weise miteinander kombiniert werden.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst die Turbinenschaufel ein Schaufelblatt mit einem Kühlkanalsystem
mit mäanderförmig aufeinanderfolgenden geradlinigen Kanalabschnitten, von denen einer
dieser Kanalabschnitt mit in der Vorderkante mündenden ersten Austrittsöffnungen und
ein anderer der Kanalabschnitte mit in oder an der Hinterkante mündenden zweiten Austrittsöffnungen
unmittelbar verbunden sind und wobei zwischen den beiden betreffenden Kanalabschnitten
ein Umlenkbereich und eine Strömungsdrossel vorgesehen sind, wobei die Strömungsdrossel
derart im Kühlkanalsystem angesiedelt ist, dass sie dem äußerem Übergang von Schaufelblatt
zur Plattform gegenüberliegt und mit der druckseitigen Schaufelwand und der saugseitigen
Schaufelwand verbunden ist.
[0008] Die Anwendung der Erfindung ist bei Turbinenschaufeln mit einem Mäanderkanal vorgesehen,
deren vorderkantseitiger Kühlkanalabschnitt mit ersten Austrittsöffnungen unmittelbar
verbunden ist, die in der Vorderkante des Schaufelblatts angesiedelt sind und der
gleichzeitig einen hinterkantenseitigen Kühlkanalabschnitt aufweist, welcher ebenso
mit an oder in der Hinterkante mündenden zweiten Austrittsöffnung unmittelbar verbunden
ist. In diesem Fall dienen die ersten Austrittsöffnungen als sog. "Shower Head", mit
dem die Vorderkante vor dem anströmenden Heißgas bei Ausblasung von Kühlmittel unter
Bildung einer Filmkühlung geschützt werden kann. Gleichzeitig wird die vergleichsweise
dünne Hinterkante vor dem Heißgas durch im Inneren stattfindende konvektive Kühlung
geschützt. Da bekanntermaßen der Druck im Heißgas vorderkantenseitig größer ist als
hinterkantenseitig, bietet sich eine entsprechende Abstufung des Drucks im Kühlmittel
an, welches einerseits zur Speisung der ersten Austrittsöffnungen benötigt wird und
andererseits zur Speisung der zweiten Austrittsöffnungen. Durch diese bestimmungsgemäße
Abstufung des Kühlmitteldrucks kann besonders effizient Kühlmittel eingespart werden,
welches dann effizienzsteigernd zur Verbrennung in der Gasturbine eingesetzt werden
kann.
[0009] Zudem liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass die Strömungsdrossel nicht
zwingend mittig im Umlenkbereich angesiedelt sein muss. Vielmehr besteht die Möglichkeit,
diese längs des Kühlkanalsystems zu verschieben, ohne dass dadurch ein erhöhter oder
verminderter Kühlluftverbrauch eintritt. Gleichzeitig wurde erkannt, dass mit Hilfe
von mittlerweile verfügbaren Gießverfahren auch im Guss implementierten Strömungsdrosseln
die gewünschte Genauigkeit erreichbar ist. Darüber hinaus wurde erkannt, dass eine
mitgegossene Strömungsdrossel, welche die druckseitige Schaufelwand mit der saugseitigen
Schaufelwand verbindet, gleichzeitig als lokales Kühlelement angesehen werden kann,
welches in Verbindung mit den Masseanhäufungen im Übergang zwischen Schaufelblatt
und Plattform die dort bisher unzureichende Kühlung eliminieren kann. Die Anordnung
der Strömungsdrossel im Übergang vom Umlenkbereich und Kanalabschnitt - also dort,
wo die Außenkontur der Turbinenschaufel vom Schaufelblatt in die Plattform hohlkehlartig
übergeht - führt zu einer geringeren thermischen Belastung der Masseanhäufung, was
Verschleißerscheinungen an dieser Stelle im Betrieb reduziert bzw. sogar unterbinden
kann.
[0010] Insgesamt führt die Erfindung zu einer vergleichsweise einfach herstellbaren Turbinenschaufel,
die keinen unerwünscht hohen Verbrauch an Kühlmittel aufweist und gleichzeitig eine
verlängerte Lebensdauer aufweist gegenüber nicht erfindungsgemäß gestalteten Turbinenschaufeln.
[0011] Vorzugsweise wird die Erfindung an Leitschaufeln von Gasturbinen eingesetzt. Nichtsdestotrotz
ist die Erfindung auch für Laufschaufeln anwendbar.
[0012] Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Strömungsdrossel
in Form einer sich quer zur Kühlmittel-Strömungsrichtung erstreckenden Blende ausgestaltet.
Hiermit kann einerseits eine gute Drosselwirkung erreicht werden, was übermäßigen
Kühlmittelverbrauch vermeidet. Andererseits wird im Betrieb das Drosselelement somit
quer vom Kühlmittel angeströmt, wodurch sich stromauf des Drosselelementes Staupunkte
einstellen unter Ausbildung einer Prallkühlung. Bekanntermaßen ist die Prallkühlung
besonders effizient, so dass die in den Schaufelwänden auftretende Wärmeenergie über
das mit diesen monolithisch verbundene Drosselelement besonders effizient in das Kühlmittel
übergehen und damit abgeführt werden kann.
[0013] Eine dazu alternative Ausgestaltung sieht vor, dass die Strömungsdrossel mehrere
entlang einer Reihe angeordnete zylindrisch geformte Sockel umfasst, wobei die Reihe
sich quer zur Strömungsrichtung erstreckt. Hierdurch kann einerseits eine nur mäßige
Drosselung des Kühlmittels erfolgen, sofern gewünscht, und trotzdem die zusätzlich
Kühlwirkung aufrecht erhalten werden.
[0014] Besonders bevorzugt ist die Ausgestaltung, bei der im Umlenkbereich eine Entnahmeöffnung
für Kühlmittel vorgesehen ist. Diese Entnahmeöffnung ermöglicht ggf. den Zugang zur
Strömungsdrossel, um diese, falls in wenigen Einzelfällen erforderlich, eine Nachbearbeitung
des Strömungsquerschnitts der Strömungsdrossel herbeiführen zu können. Die Entnahmeöffnung
kann auch zur Entnahme von Kühlmittel vorgesehen sein. Dieses kann einerseits zur
Sperrung von Spalten und/oder andererseits zur Kühlung eines so genannten U-Ring eingesetzt
werden, an dem alle Leitschaufeln eines Kranzes radial innen in der Turbine miteinander
gekoppelt werden.
[0015] Die weitere Erläuterung der Erfindung erfolgt anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele. Im Einzelnen zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch ein Schaufelblatt einer Turbinenschaufel,
- Figur 2
- den Längsschnitt durch eine Turbinenschaufel gemäß der Schnittlinie II aus Figur 1
und
- Figur 3, 4
- jeweils einen Ausschnitt aus dem Längsschnitt einer alternativen Turbinenschaufel.
[0016] Figur 1 zeigt den Querschnitt durch ein Schaufelblatt 10 einer Turbinenschaufel 12.
Die Turbinenschaufel 12 ist als Leitschaufel für eine axial durchströmbare Gasturbine
ausgebildet. Das Schaufelblatt 10 ist in bekannter Art und Weise aerodynamisch gekrümmt
und weist demnach eine von einem Arbeitsmedium - beispielsweise Heißgas - anströmbare
Vorderkante 14 auf. Das das Schaufelblatt 10 umströmende Arbeitsmedium verlässt die
Turbinenschaufel 12 an der Hinterkante 16. Zwischen Vorderkante 14 und Hinterkante
16 erstrecken sich eine saugseitige Schaufelwand 18 sowie eine druckseitige Schaufelwand
20. Das Schaufelblatt 10 ist im Inneren hohl ausgebildet und weist ein Kühlkanalsystem
21 auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Kühlkanalsystem 21 drei aufeinander
folgende geradlinige Kanalabschnitte 24, 25, 26. Die Kanalabschnitte 24, 25, 26 erstrecken
sich von einer im Einbauzustand (FIG 2) radial außen angeordneten Plattform 30 zu
einer im Einbauzustand radial innen angeordneten Plattform 27. Die beiden Plattformen
27, 30 sind Teil der in einem Gießverfahren hergestellten Turbinenschaufel 12 und
gehören zur Begrenzung des Ringkanals 22 einer nicht weiter dargestellten Gasturbine,
in dem das Arbeitsmedium während des Betriebs strömt. Zwischen zwei - in Strömungsrichtung
des Kühlmittels betrachtet - aufeinander folgenden Kanalabschnitten 24, 25 und 25,
26 ist jeweils ein Umlenkbereich 43 vorgesehen, in dem das Kühlmittel umgelenkt wird.
Hierdurch ergibt sich die Mäanderform des Kühlkanalsystems 21.
[0017] Der vorderkantenseitige Kühlkanalabschnitt 24 ist über eine Rippe 28 entlang seiner
Längserstreckung unterteilt. Die Rippe 28 weist mehrere, gleichmäßig verteilte Durchtrittsöffnungen
31 - bekannt als Cross-Over-Holes - auf.
[0018] Den Längsschnitt II-II durch die Turbinenschaufel 12 zeigt Figur 2.
[0019] In der Vorderkante 14 sind eine Vielzahl von ersten Austrittsöffnungen 36 und in
der Hinterkante 16 eine Vielzahl von zweiten Austrittsöffnungen 38 angesiedelt. Die
ersten Austrittsöffnungen 36 sind mit dem Kanalabschnitt 24 unmittelbar strömungstechnisch
verbunden, die zweiten Austrittsöffnungen 38 sind mit dem Strömungskanal 22 über Hinterkantenkanäle
40 unmittelbar strömungstechnisch verbunden. Unmittelbar bedeutet dabei, dass keine
weiteren geradlinigen Kanalabschnitte dazwischen geschaltet sind, die längs von Kühlmittel
durchströmt werden.
[0020] Die Turbinenschaufel 12 weist eine an der äußeren Plattform 30 vorhandene Zuführöffnung
32 für ein Kühlmittel 34, vorzugsweise Kühlluft, auf. Die Kanalabschnitte 24, 25,
26 stehen mit der Zuführöffnung 32 in sequentieller Strömungsverbindung, so dass das
durch die Zuführöffnung 32 in die Turbinenschaufel 12 einströmende Kühlmittel 34 zuerst
in den Kühlkanalabschnitt 24 eintritt. Anteile des in den Kühlkanalabschnitt 24 eintretenden
Kühlmittels können durch die in der Vorderkante 14 angeordneten ersten Austrittsöffnung
36 austreten und sich mit dem das Schaufelblatt 10 umströmenden Arbeitsmedium vermischen.
Die ersten Austrittsöffnungen 36 sind rasterförmig angeordnet. Der restliche Teil
des Kühlmittels 34 durchströmt den Kanalabschnitt 24 bis zum ersten Umlenkbereich
43, wo das Kühlmittel 34 größtenteils umgelenkt wird und danach in den Kühlkanalabschnitt
25 eintritt. Von dort aus strömt das Kühlmittel 34 zum radial äußeren Ende des Kühlkanalabschnitts
25 und wird durch einen weiteren Umlenkbereich 43 erneut in seiner Strömungsrichtung
umgekehrt. Nachdem das Kühlmittel 34 in den Kühlkanalabschnitt 26 eingeströmt ist,
kann es in die Hinterkantenkanäle 40 verzweigen und an den zweiten Austrittsöffnungen
38 hinterkantenseitig austreten. In den Umlenkbereichen 43 wird die Strömungsrichtung
des Kühlmittels 34 in der Regel in etwa um 180° geändert.
[0021] Obwohl die Turbinenschaufel 12 nach Figur 1 und 2 lediglich eine Zuführöffnung 32
für Kühlmittel 34 aufweist, ist es wünschenswert, dass an den ersten Austrittsöffnungen
36 und an den zweiten Austrittsöffnungen 38 Kühlmittel mit unterschiedlichen Drücken
bereitgestellt wird. Aus diesem Grund ist im Übergang zwischen Umlenkbereich 43 und
einem geradlinigen Kühlkanalabschnitt 26 eine Strömungsdrossel 44 angesiedelt. Die
Strömungsdrossel 44 gemäß Figur 2 umfasst zwei rippenartige Elemente 46, die sich
jeweils von der druckseitigen Schaufelwand 20 zur saugseitigen Schaufelwand 18 erstrecken
und mit diesen gleichzeitig im Gießverfahren hergestellt worden sind. Dadurch ist
die Strömungsdrossel 44 in Form einer sich quer zur Strömungsrichtung des Kühlmittels
34 erstreckenden Blende monolithisch mit den Schaufelwänden 18, 20 verbunden.
[0022] Die Strömungsdrossel 44 bewirkt, dass im Kühlkanalabschnitt 26 ein geringerer Kühlmittel-Versorgungsdruck
vorherrscht als im Kühlkanalabschnitt 24, so dass die zweiten Austrittsöffnungen 38
mit einem geringeren Kühlmittel-Versorgungsdruck beaufschlagt werden als die ersten
Austrittsöffnungen 36. Letztgenannte werden mit dem noch ungedrosselten Kühlmittel
34 über die Zuführung 32 versorgt. Diese Ausgestaltung führt dazu, dass an den jeweiligen
Austrittsöffnungen 36, 38 ein - im Verhältnis zum jeweils lokalen Druck im Arbeitsmedium
- nahezu identisches Druckverhältnis vorherrscht. Die rippenförmigen Elemente 46 der
Strömungsdrossel 44 sind - in Bezug auf die äußere Kontur der Turbinenschaufel 12
- so angesiedelt, dass deren gedachte Verlängerung sich durch einen hohlkehlartigen
Übergang 48 erstreckt, welcher das Schaufelblatt 10 mit der Plattform 30 verbindet.
Somit dienen die rippenförmigen Elemente 46 zum einen als Drosselelement und zum anderen
als Kühlelemente, welche die bisher eher unzureichend gekühlten Übergänge 48 nunmehr
besser kühlen.
[0023] Hierdurch können thermische Spannungen im Bereich des Übergangs 48, zwischen Schaufelblatt
10 und Plattform 30, welche bisher aufgrund der Masseanhäufungen aufgetreten sind,
reduziert werden.
[0024] Figur 3 zeigt eine alternative Turbinenschaufel 12 mit lediglich zwei geradlinigen
Kühlkanalabschnitten 24, 25, zwischen denen ein Umlenkbereich 43 angeordnet ist. Zu
Figur 1 und Figur 2 identische Merkmale sind in Figur 3 und auch in Figur 4 mit identischen
Bezugszeichen versehen.
[0025] Im Übergang von Umlenkbereich 43 zu Kühlkanalabschnitt 25 - in Strömungsrichtung
des Kühlmittels 34 betrachtet - ist eine Strömungsdrossel 44 vorgesehen. Diese wurde
gleichzeitig mit den Schaufelwänden 18, 20 beim Gießen der Turbinenschaufel 12 hergestellt,
so dass diese in die Schaufelwände 18, 20 übergeht. Die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform
der Strömungsdrossel 44 ist der einer Blende nachempfunden mit einem zentralen und
zwei kanalwandseitigen Durchlässen für das Kühlmittel 34. Die Längserstreckung der
Strömungsdrossel 44 ist somit quer zur Kühlmittelströmung ausgerichtet.
[0026] Eine dazu alternative Form der Strömungsdrossel 44 zeigt Figur 4 im zu Figur 3 identischen
Längsschnitt durch eine Turbinenschaufel 12. Anstelle der in Figur 3 aus zwei rippenförmigen
Elementen 46 gebildeten Strömungsdrossel 44 umfasst die Strömungsdrossel 44 gemäß
der in Figur 4 dargestellten Lösung mehrere, entlang einer Reihe angeordnete zylindrische
Sockel 50 auf Höhe der hohlkehlartigen Verrundung zwischen Schaufelblatt 10 und Plattform.
[0027] Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele dienen lediglich zur Erläuterung
der Erfindung und sind für diese nicht beschränkend. Beispielsweise ist es auch möglich,
die Strömungsdrossel - in Strömung Richtung des Kühlmittels betrachtet - im Übergang
von geradlinigem Kühlkanalabschnitt zu Umlenkbereich anzusiedeln.
[0028] Insgesamt wird mit der Erfindung eine Turbinenschaufel 12 angegeben, welche eine
saugseitige Schaufelwand 18 und eine druckseitige Schaufelwand 20 aufweist, die sich
von einer gemeinsamen Vorderkante 14 zu einer Hinterkante 16 erstrecken, wobei im
Schaufelblatt 10 ein Kühlkanalsystem 21 mit mäanderförmig aufeinanderfolgenden Kanalabschnitten
24, 25, 26 vorgesehen ist, von denen einer der Kanalabschnitte 24 mit in der Vorderkante
14 mündenden ersten Austrittsöffnungen 36 und ein anderer der Kanalabschnitte 26 mit
in oder an der Hinterkante 16 mündenden zweiten Austrittsöffnungen 38 verbunden sind.
Um einerseits einen unerwünscht hohen Verbrauch an Kühlmittel zu vermeiden und andererseits
die Lebensdauer der Turbinenschaufel zu erhöhen, wird vorgeschlagen, dass zwischen
den beiden betreffenden Kanalabschnitten ein Umlenkbereich und eine Strömungsdrossel
44 vorgesehen sind, wobei die Strömungsdrossel 44 im Übergang vom Umlenkbereich 43
zu Kanalabschnitt 26 angeordnet und mit der druckseitigen Schaufelwand 20 und der
saugseitigen Schaufelwand 18 verbunden ist.
1. Turbinenschaufel (12),
mit zumindest einer zur radialen Begrenzung eines Ringkanals (22) vorgesehenen Plattform
(27, 30) und einem sich daran über einen hohlkehlartigen Übergang (48) anschließenden
Schaufelblatt (10), welches eine saugseitige Schaufelwand (18, 20) und eine druckseitige
Schaufelwand (18, 20) aufweist, die sich von einer gemeinsamen Vorderkante (14) zu
einer Hinterkante (16) erstrecken,
wobei im Schaufelblatt (10) ein Kühlkanalsystem (21) mit mäanderförmig aufeinanderfolgenden
geradlinigen Kanalabschnitten (24, 25, 26) vorgesehen ist, von denen einer der Kanalabschnitte
(24, 25, 26) mit in der Vorderkante (14) mündenden ersten Austrittsöffnungen (36,
38) und ein anderer der Kanalabschnitte (24, 25, 26) mit in oder an der Hinterkante
(16) mündenden zweiten Austrittsöffnungen (36, 38) unmittelbar verbunden sind und
wobei zwischen den beiden betreffenden Kanalabschnitten (24, 25, 26) ein Umlenkbereich
(43) und eine Strömungsdrossel (44) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömungsdrossel (44) derart im Kühlkanalsystem (21) angesiedelt ist, dass sie
dem Übergang (48) gegenüberliegt und mit der druckseitigen Schaufelwand (18, 20) und
der saugseitigen Schaufelwand (18, 20) verbunden ist.
2. Turbinenschaufel (12) nach Anspruch 1,
bei der die Strömungsdrossel (44) in Form einer sich quer zur Strömungsrichtung erstreckenden
Blende ausgestaltet ist.
3. Turbinenschaufel (12) nach Anspruch 1,
bei der die Strömungsdrossel (44) mehrere entlang einer Reihe angeordnete Sockel (50)
umfasst, wobei die Reihe sich quer zur Strömungsrichtung erstreckt.
4. Turbinenschaufel (12) nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei der im Umlenkbereich (43) eine
Entnahmeöffnung (45) vorgesehen ist.