(19)
(11) EP 2 476 958 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.07.2012  Patentblatt  2012/29

(21) Anmeldenummer: 11195320.4

(22) Anmeldetag:  22.12.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 15/10(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 17.01.2011 DE 102011002746

(71) Anmelder: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Marsch, Alexander
    83620 Feldkirchen-Westerham (DE)

   


(54) Topfträgeranordnung für ein Gaskochfeld und Gaskochfeld


(57) Eine Topfträgeranordnung (2, 3, 4) für ein Gaskochfeld (1) mit mehreren Gasbrennern (10 - 13), umfasst mehrere Topfträgerelemente (2, 3 , 4). Ein jeweiliges Topfträgerelement (2, 3) bildet eine Auflagefläche (25) für einen Gargutbehälter (27) im Bereich eines Gasbrenners (10, 11), und mindestens zwei Topfträgerelemente (2, 3) bilden zwischen zwei Gasbrennern (10, 11) außerhalb eines Brennerflammenbereichs eine Abstellfläche (24).




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Topfträgeranordnung für ein Gaskochfeld und ein Gaskochfeld mit einer Topfträgeranordnung

[0002] Gaskochfelder werden beispielsweise als Teil von Standherden oder auch als integrierbare Gaskochmulden in Küchenarbeitsplatten hergestellt. Dabei sind mehrere Gasbrenner in dem Kochfeld angeordnet, die über Bedienelemente angesteuert werden können. Um die Garbehälter, wie Pfannen oder Töpfe, in einem geeigneten Abstand von der Brennerflamme zu halten, werden Topfträger vorgesehen. Die Topfträger sind dabei meist mit der Gaskochmulde verbunden und schaffen eine Auflagefläche für Gargutbehälter.

[0003] Aus der DE 102 908 016 628 A1 ist zum Beispiel ein Gaskochfeld mit einem Topfträger bekannt, der an den Rändern einer Muldenwanne befestigt ist. Ferner wird eine Abdeckung für ein Topfträgerunterteil vorgeschlagen, um die Verschmutzung der Topfträger zu reduzieren. Um ein Gaskochfeld möglichst vollständig abzudecken, beispielsweise damit Töpfe von einer Kochstelle zu einer anderen verschoben werden können, sind auch Flächentopfträger bekannt, die über das gesamte Kochfeld reichen. Bei Kochfeldern, die vier oder auch mehr Kochstellen umfassen, ist die Reinigung derartiger Flächentopfträger auf Grund der Größe meist nur schwierig möglich. Außerdem kann wegen der Geometrie der Kochmulde oder der Gasbrennerbefestigungen eine Fixierung derartiger Flächentopfträger häufig nur schwer bewerkstelligt werden.

[0004] Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen verbesserten Topfträger zu schaffen.

[0005] Demgemäß wird eine Topfträgeranordnung für ein Gaskochfeld mit mehreren Gasbrennern vorgeschlagen. Dabei umfasst die Topfträgeranordnung mehrere Topfträgerelemente, und ein jeweiliges Topfträgerelement bildet eine Auflagefläche für einen Gargutbehälter im Bereich eines Gasbrenners. Mindestens zwei Topfträgerelemente bilden zwischen zwei Gasbrennern außerhalb eines Brennerflammenbereichs eine Abstellfläche, insbesondere für einen Gargutbehälter.

[0006] Die vorgeschlagene Topfträgeranordnung ermöglicht die Realisierung eines Flächentopfträgers in modularer Anordnung. Die Topfträgerelemente können beispielsweise als Segmente vollständig das Gaskochfeld bedecken. Durch die Aufteilung der Topfträgeranordnung in Topfträgerelemente, welche als Teilfunktionen jeweils einen Einzeltopfträger ausbilden, kann die Topfträgeranordnung insgesamt leichter gereinigt werden. Zum Beispiel lassen sich die Topfträgerelemente in einer Spüle abwaschen. Außerdem können Topfträgerelemente Bereiche außerhalb der Gasbrenner, beispielsweise mit Hilfe von unterbrochenen Streben überdecken, welche die Abstellfläche bilden.

[0007] Vorzugsweise bilden die Topfträgerelemente einen Flächentopfträger über dem Gaskochfeld aus.

[0008] Bei einer Ausführungsform der Topfträgeranordnung umfasst ein Topfträgerelement einen eine Standfläche des Topfträgerelements ausbildenden Rahmen und mehrere von dem Rahmen nach innen ragende Finger. Oberseiten der nach innen ragenden Finger bilden die Auflagefläche für einen Gargutbehälter.

[0009] Beispielsweise kann der Rahmen eckig ausgeführt sein und auf eine Kochfeldplatte des Gaskochfeldes aufgesetzt werden. Eine Fixierung der Rahmen der Topfträgerelemente kann beispielsweise durch ein geeignetes Hitzeschild um einen jeweiligen Gasbrenner erfolgen. Dabei haben sich eckige Geometrien für Hitzeschilder und Topfträgerelementrahmen als nützlich erwiesen.

[0010] Bei einer weiteren Ausführungsform der Topfträgeranordnung umfasst ein Topfträgerelement mindestens einen von dem Rahmen nach außen ragenden Finger, wobei Oberseiten der nach außen ragenden Finger die Abstellfläche bilden.

[0011] Bei konventionellen Topfträgern oder Einzeltopfträgern sind nur nach innen ragende Finger vorgesehen. Die nach außen ragenden und die Abstellfläche bildenden Finger ermöglichen ein besonders zuverlässiges Verschieben eines Kochgeschirrs, beispielsweise von einer Position über dem Gasbrenner zu einer Position seitlich davon. Bei einer weiteren Ausführungsform der Topfträgeranordnung kann ein Topfträgerelement ein von dem Rahmen nach außen ragenden Stützfinger umfassen, welcher einen Teil der Standfläche bildet.

[0012] Der Stützfinger verhindert beispielsweise ein Umkippen des Topfträgerelementes, wenn ein Kochgeschirr ausschließlich seitlich oder neben der Gasbrennerflamme aufgesetzt ist.

[0013] Denkbar ist ferner, dass bei einer Topfträgeranordnung ein Topfträgerelement zum Überdecken mehrerer Gasbrenner ausgestaltet ist. Beispielsweise können zwei oder mehrere Gasbrenner von nur einem Topfträgerelement bedeckt werden, so dass ein einzelnes Topfträgerelement eine Auflagefläche für mehrere Gasbrenner bereitstellt.

[0014] Vorzugsweise bilden die Abstellflächen von mindestens zwei Topfträgerelementen eine über Bereiche von mehreren Gasbrennern reichende gemeinsame Abstellfläche. Beispielsweise kann zwischen zwei Gasbrennern ein Freiraum bereitgestellt werden, der von den die Abstellfläche bildenden Elementen der Topfträgerelemente überdeckt wird.

[0015] Es wird ferner ein Gaskochfeld mit einer Kochfeldplatte, mehreren auf der Kochfeldplatte angeordneten Gasbrennern und einer Topfträgeranordnung mit mehreren Topfträgerelementen vorgeschlagen. Ein jeweiliges Topfträgerelement bildet eine Auflagefläche für einen Gargutbehälter im Bereich eines Gasbrenners, und mindestens zwei Topfträgerelemente bilden zwischen zwei Gasbrennern außerhalb eines Brennerflammenbereichs eine Abstellfläche.

[0016] Ein entsprechend ausgestaltetes Gaskochfeld lässt sich hinsichtlich der Topfträgeranordnung besonders leicht reinigen. Ferner kann durch die Abstellfläche in der Art eines Flächentopfträgers ausreichend Abstellraum für Kochgeschirr neben Brennerflammen geschaffen werden.

[0017] Vorzugsweise ist ein Niveau der gemeinsamen Abstellfläche über dem Gaskochfeld gleich. Insbesondere bei einer gleichartigen Ausführung der Topfträgerelemente, können diese direkt auf eine Kochfeldplatte aufgesetzt werden. Dabei können Fixierelemente vorgesehen werden.

[0018] Vorzugsweise ist die gemeinsame Abstellfläche durch stückweise aneinander grenzende horizontale Streben gebildet. Die Streben können beispielsweise nach außen gerichtete Finger der Topfträgerelemente sein. Dabei können die Finger unterschiedlicher Topfträgerelemente aneinander stoßen oder durch einen Spalt voneinander beabstandet sein.

[0019] Vorzugsweise ist die Kochfeldplatte zumindest teilweise aus Hartglas oder Glaskeramik gefertigt. Diese Materialien erlauben ein besonders ansprechendes ästhetisches Äußeres eines Gaskochfeldes. Insbesondere ergeben sich nur geringe Verformungen von Hartglas oder Glaskeramik durch Temperaturveränderungen beim Betrieb der Gasbrenner. Dadurch ist es besonders einfach, aus mehreren Segmenten oder Topfträgerelementen die gesamte Topfträgeranordnung zu schaffen, welche eine ebene Abstell- und/oder Auflagefläche schafft.

[0020] Alternativ kann die Kochfeldplatte auch zumindest teilweise aus einem Metallblech in der Art einer Mulde gefertigt sein. Vorzugsweise ist dann das Metallblech unterseitig mit einer Hartglas- oder Glaskeramikplatte unterklebt. Die Hartglas- oder Glaskeramikplatte verhindert weitestgehend ein Verformen in Abhängigkeit von Temperaturänderungen des Metallbleches. Auch dann kann eine besonders gleichmäßige Bedeckung des Gaskochfeldes durch die Topfträgeranordnung erzielt werden, wobei die Topfträgerelemente sowohl eine ebenen zusammengesetzte Abstellfläche bilden.

[0021] In einer Weiterbildung des Gaskochfeldes sind in den Bereichen der Gasbrenner ebene Hitzeschilder angeordnet. Die Topfträgerelemente sind dann formschlüssig auf die Hitzeschilder aufsetzbar. Das Hitzeschild kann in der Art einer mehreckigen Scheibe zum thermischen Abschirmen der Kochfeldplatte von einer Hitze des Gasbrenners eingesetzt werden. Die vorzugsweise rechteckige und insbesondere quadratisch ausgeführte Geometrie des Hitzeschildes erlaubt eine zuverlässige Abschirmung der Kochfeldplatte einerseits und andererseits ein einfaches Montieren der Topfträgerelemente.

[0022] Vorzugsweise hat das jeweilige Hitzeschild eine glatte Oberfläche und keine Einkerbungen oder Nasen entlang seiner umlaufenden Kante. Dabei ist das Hitzeschild vorzugsweise flach und scheibenförmig ausgestaltet.

[0023] Bei dem Gaskochfeld umfassen die Topfträgerelemente vorzugsweise mehreckige Rahmen, welche jeweils einen mehreckigen Hitzeschild umlaufen und auf dem jeweiligen Hitzeschild verrutsch- und verdrehsicher aufsetzbar sind. Durch eine Kombination von eckigen Hitzeschildern mit darauf formschlüssig aufsetzbaren Topfträgerelementen, kann eine einfache Überdeckung der gesamten Gaskochfeldfläche erzielt werden. Eine weitere Fixierung ist in der Regel für die Topfträgerelemente nicht notwendig.

[0024] Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmalen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Topfträgeranordnung oder des Gaskochfeldes hinzufügen.

[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Im Weiteren wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigelegten Figuren näher erläutert.

[0026] Es zeigt dabei:

Fig. 1: eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung;

Fig. 2: eine Darstellung der ersten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung in der Draufsicht;

Fig. 3: eine schematische Querschnittsansicht der ersten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit Topfträgerelementen;

Fig. 4: eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung;

Fig. 5: eine Darstellung der zweiten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung in der Draufsicht;

Fig. 6: eine perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung;

Fig. 7: eine Darstellung der dritten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung in der Draufsicht;

Fig. 8: eine Darstellung der vierten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung in der Draufsicht.



[0027] In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist.

[0028] In den Figuren 1, 2 und 3 ist eine erste Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung dargestellt. Dabei zeigt die Figur 1 eine perspektivische Darstellung, die Figur 2 eine Draufsicht und die Figur 3 eine Querschnittsansicht.

[0029] Das Gaskochfeld 1 ist als Einbaukochfeld mit einer Kochfeldplatte 14, beispielsweise aus Glas oder Glaskeramik ausgeführt. In der Glaskeramikplatte 14 sind Öffnungen für vier Gasbrenner 10, 11, 12, 13 vorgesehen, welche hinsichtlich ihrer Leistung über Bedienelemente 15 angesteuert werden können. Insbesondere an Hand der Figur 2 erkennt man die rechteckige Form der Kochfeldplatte 14 und den üblicherweise in den vier Quadranten angeordneten Gasbrenner 10, 11, 12, 13.

[0030] In den Bereichen der Gasbrenner 10, 11, 12, 13 sind zum Schutz der Glaskeramikplatte 14 Hitzeschilder 16, 17, 18, 19 vorgesehen. Die Hitzeschilder sind beispielsweise aus Metall gefertigt und haben einen eckigen Grundriss. Die Hitzeschilder haben ebenfalls eine Öffnung, damit die Gasbrenner bzw. weitere Armaturen von einer Unterseite der Kochfeldplatte 14 auf die Oberseite, also das eigentliche Gaskochfeld 1 reichen können. Die Hitzeschilder 16, 17, 18, 19 verhindern insbesondere, dass vom Gargutbehältnis reflektierte Wärme direkt auf die Kochfeldplatte 14 zurückgestrahlt wird und diese beschädigen könnte. Außerdem ermöglicht die Geometrie der Hitzeschilder 16, 17, 18, 19 ein sicheres Aufsetzen von Topfträgerelementen 2, 3, 4. Die Topfträgerelemente sind beispielsweise aus Metall gefertigt und dienen einerseits dem Ausbilden einer Auflagefläche 25 für einen Gargutbehälter oberhalb der jeweiligen Gasbrenner und andererseits dem Ausbilden einer Abstellfläche 24 neben den Gasbrennern. Dies erkennt man in der Figur 1 und 2 insbesondere in dem Bereich zwischen den beiden hinteren Gasbrennern 10, 11.

[0031] Die Topfträgeranordnung umfasst in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3, drei Topfträgerelemente 2, 3, 4. Die Topfträgerelemente 2, 3, 4 haben dabei jeweils einen rechteckigen Rahmen 20, der formschlüssig auf die beispielsweise gleichartig ausgeführten Hitzeschilder 16, 17, 18, 19 aufgesetzt werden kann. Dadurch erfolgt eine verdreh- und verrutschsichere Fixierung im Bereich der Gasbrenner 10, 11, 12, 13.

[0032] In der Figur 3 ist eine Querschnittsansicht der Topfträgerelemente 2 und 3 angegeben. Der viereckige Rahmen 20 liegt flach auf der Glaskeramikplatte 14 auf und bildet eine Standfläche 26 des jeweiligen Topfträgerelements 2, 3. Es ragen vertikal von dem Rahmen 20 beabstandete Finger 21 nach innen in Richtung zu dem Gasbrenner 10, 11. Die Oberseiten der Finger bilden die Auflagefläche 25 für einen Gargutbehälter 27, welcher in der Figur 3 rechts angedeutet ist, aus. Darüber hinaus umfassen die Topfträgerelemente 2, 3 auch nach außen gerichtete Finger 22, deren Oberseite zum Ausbilden einer Abstellfläche 24 dienen. Um die Standfläche 26 zu vergrößern, sind ferner Stützfinger 23 an dem Rahmen 20 vorgesehen. Die Stützfinger 23 liegen ebenfalls auf der Oberfläche der Glaskeramikplatte 14 auf.

[0033] In dem Bereich zwischen den beiden Brennern 10, 11 wird somit eine Abstellfläche 24 ausgebildet. Die Abstellfläche 24 wird, wie in der Figur 1 und 2 angedeutet ist, durch zwischen den Gasbrennerbereichen verlaufende Streben geschaffen. Die Streben sind dabei stückweise zusammengesetzt. Beispielsweise ist ein linker Teil der in Figur 3 angedeuteten Strebe 28A von dem linken Topfträgerelement 1 gebildet und der rechte Teil 28B von dem rechten Topfträgerelement 3. Insgesamt ergibt sich eine ebene Fläche aus Abstellfläche 24 und Auflagefläche 25 über mehrere Gasbrenner des Gaskochfelds. Die beiden Strebenteile 28A und 28B können an ihren Kopfenden aneinander stoßen und sich gegenseitig abstützen. Allerdings kann auch ein Spalt oder Freiraum zwischen den Strebenteilen 28A und 28B, wie es in Figur 3 angedeutet ist, vorgesehen sein.

[0034] Die vorgeschlagene Topfträgeranordnung ermöglicht ein einfaches Überdecken mehrerer Gasbrenner in der Art von Flächentopfträger ohne die üblichen Nachteile von konventionellen Flächentopfträgern. Insbesondere die einfache Befestigung bzw. das Aufliegen an oder auf den Hitzeschildern und die einfache Geometrie sind von Vorteil. Die Topfträgerelemente lassen sich einfach reinigen oder auch austauschen. Man kann insbesondere durch die Auswahl der Topfträgerelemente verschiedene Geometrien von Topfträgerflächen erzielen.

[0035] Die Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung in perspektivischer Darstellung. Die Figur 5 zeigt dasselbe Gaskochfeld in der Draufsicht. Das Gaskochfeld 29 entspricht im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 - 3. Gleiche Elemente sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, und es wird nicht näher auf diese erneut eingegangen. Man erkennt, dass im Vergleich zur Figur 2 ein weiteres Topfträgerelement 5 vorne links zugefügt wurde. Somit ergibt sich eine Abstellfläche vollständig zwischen den beiden Reihen von Gasbrennern 10, 12 und 11, 13. An den vorderen und hinteren Rahmen sind Stützfinger 23 auf dem Niveau der Standfläche vorgesehen. Es können somit einfach, wie in der Figur 5 sichtbar, Töpfe oder Pfannen beispielsweise von einem leistungsstarken Gasbrenner 11 auf einen mittelstarken Gasbrenner 10 über die Abstellfläche 24 hinüber geschoben werden. Die Abstellfläche 24 ist dabei niveaugleich mit der jeweiligen Auflagefläche 25 im Brennerbereich. Durch die Kombination, insbesondere einer Glaskeramikplatte 14 mit Hitzeschildern 16, 17, 18, 19 und den Topfträgersegmenten 2, 3, 4, 5, kann zuverlässig eine ebene Fläche bzw. ein gleiches Niveau der Abstell- und Auflagefläche 24, 25 erzielt werden.

[0036] Die Topfträgeranordnung in modularer Weise ermöglicht auch, das Einsetzen unterschiedlicher Topfträger an oder um verschiedene Gasbrenner. Die Figur 6 zeigt eine perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform 30 eines Gaskochfeldes und die Figur 7 eine entsprechende Topfträgeranordnung 30 in der Draufsicht. Dabei wurde in der Figur 7 der vorne links eingesetzte Topfträger bzw. das Topfträgerelement 5 entfernt. Bei den beiden rechten Gasbrennern 11, 13 ist ein Zweifachtopfträger 6 eingesetzt, der beide rechten Brenner 11, 13 umfasst bzw. auf den jeweiligen Hitzeschildern 17, 18 anliegt. In der Figur 6 erkennt man, dass die beiden linken Topfträgerelemente 2, 5 unterschiedlich ausgeführt sind. Das hintere Topfträgerelement 2 hat dabei sechs nach innen ragende Finger 21 und drei nach außen ragende Finger 22. Der vordere linke Topfträger 5 ist konventionell ausgeführt und hat nur vier nach innen ragende Finger. Somit lassen sich die Auflage- und Abstellflächen flexibel an die Einbaugegebenheiten und Wünsche des Bedieners anpassen.

[0037] Schließlich ist in der Figur 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Gaskochfeld 31 in der Draufsicht dargestellt. Im Wesentlichen entspricht das Gaskochfeld 31 dem in Figur 2 dargestellten. Allerdings sind die Topfträgerelemente 2, 3, 4 ohne Stützfinger ausgeführt. Je nach Längenausdehnung der nach außen reichenden Finger 22 zum Ausbilden der Abstellfläche 24 zwischen Gasbrennern 2, 3, 4 können entsprechende Stützfinger vorgesehen werden oder eingespart werden.

[0038] Die vorgestellten Varianten des Gaskochfeldes mit Topfträgerelementen und Hitzeschildern liefern eine einfach herstellbare Möglichkeit, hitzeempfindliche Flächenbereiche von Kochfeldplatten vor Überhitzung zu schützen und gleichzeitig einen Topfträger in der Art eines Flächetopfträgers auszubilden. Die Segmentierung oder Modularisierung der Topfträger mit Hilfe der Topfträgerelemente ermöglicht eine einfache Reinigung und einfache Erweiterung der Abstellfläche. Der Hitzeschild ist dabei flächig in der Art einer Scheibe ausgeführt und lässt sich leichter reinigen, da keine Über- oder Vorsprünge, Kerben oder Orientierungsmittel eingesetzt werden. Das gleiche gilt für einen verwendeten Topfträgerelemente, welche auch eine besonders einfache Geometrie entlang der Kante des Hitzeschildes aufweisen. Der Hitzeschild ist beispielsweise mit einer glatten polierten Oberfläche versehen, so dass er sich leicht reinigen lässt. Die Größe bzw. Fläche des Hitzeschildes und der Topfträgerelemente kann an die jeweiligen Einbaugegebenheiten angepasst werden, die Materialeigenschaften der Kochfeldplatte und der potenziell maximale Leistung des Gasbrenners.

Verwendete Bezugszeichen:



[0039] 
1
Gaskochfeld
2 - 9
Topfträgerelement
10 - 13
Gasbrenner
14
Kochfeldplatte
15
Bedienelement
16 - 19
Hitzeschild
20
Topftragerrahmen
21 - 23
Topfträgerfinger
24
Abstellfläche
25
Auflagefläche
26
Standfläche
27
Kochtopf
28
Streben
29 - 31
Gaskochfeld



Ansprüche

1. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) für ein Gaskochfeld (1) mit mehreren Gasbrennern (10 - 13), wobei die Topfträgeranordnung (2, 3, 4) mehrere Topfträgerelemente (2, 3 , 4) umfasst, und ein jeweiliges Topfträgerelement (2, 3) eine Auflagefläche (25) für einen Gargutbehälter (27) im Bereich eines Gasbrenners (10, 11) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Topfträgerelemente (2, 3) zwischen zwei Gasbrennern (10, 11) außerhalb eines Brennerflammenbereichs eine Abstellfläche (24) bilden.
 
2. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Topfträgerelemente (2, 3, 4) einen Flächentopfträger über das Gaskochfeld (1) ausbilden.
 
3. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (2) einen eine Standfläche (26) des Topfträgerelements (2) ausbildenden Rahmen (20) und mehrere von dem Rahmen (20) nach innen ragenden Finger (21) umfasst, wobei Oberseiten der nach innen ragenden Finger (21) die Auflagefläche (25) für einen Gargutbehälter (27) bilden.
 
4. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (2) mindestens einen von dem Rahmen (20) nach außen ragenden Finger (222) umfasst, wobei Oberseiten der nach außen ragenden Finger (22) die Abstellfläche (24) bilden.
 
5. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (2) einen von dem Rahmen (20) nach außen ragenden Stützfinger (23) umfasst, welcher einen Teil der Standfläche (26) bildet.
 
6. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (6) zum Überdecken mehrerer Gasbrenner (11, 13) ausgestaltet ist.
 
7. Gaskochfeld (1) mit einer Kochfeldplatte (14), mehreren auf der Kochfeldplatte (14) angeordneten Gasbrennern (10 - 13) und einer Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach einem der Ansprüche 1 - 6.
 
8. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstellflächen (24) von mindestens zwei Topfträgerelementen (2, 3) eine über Bereiche von mehreren Gasbrennern (10, 11) reichende gemeinsame Abstellfläche bilden.
 
9. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Niveau der gemeinsamen Abstellfläche über das Gaskochfeld (1) gleich ist.
 
10. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Abstellfläche durch stückweise aneinander gesetzte horizontale Streben (28A, 28B) gebildet ist.
 
11. Gaskochfeld (1) nach einem der Ansprüche 7 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (14) zumindest teilweise aus Hartglas oder Glaskeramik gefertigt ist.
 
12. Gaskochfeld (1) nach einem der Ansprüche 7 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte 14) zumindest teilweise aus einem Metallblech in der Art einer Mulde und einer mit einer auf das Metallblech unterseitig geklebten Hartglas- oder Glaskeramikplatte gefertigt ist.
 
13. Gaskochfeld (1) nach einem der Ansprüche 7 - 12, ferner mit ebenen und in den Bereichen der Gasbrenner 10 - 13) angeordneten Hitzeschildern (16 - 19), wobei die Topfträgerelemente (2, 3 , 4) formschlüssig auf die Hitzeschilder (16 - 19) aufsetzbar sind.
 
14. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hitzeschilder (16 - 19) rechteckig, insbesondere quadratisch, ausgeführt sind.
 
15. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Topfträgerelemente (2, 3, 4) mehreckige Rahmen (20) umfassen, welche jeweils einen mehreckigen Hitzeschild (16 - 19) umlaufen und auf dem jeweiligen Hitzeschild (16 - 19) verrutsch- und verdrehsicher aufsetzbar sind.
 




Zeichnung

















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente