[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Topfträgeranordnung für ein Gaskochfeld und
ein Gaskochfeld mit einer Topfträgeranordnung
[0002] Gaskochfelder werden beispielsweise als Teil von Standherden oder auch als integrierbare
Gaskochmulden in Küchenarbeitsplatten hergestellt. Dabei sind mehrere Gasbrenner in
dem Kochfeld angeordnet, die über Bedienelemente angesteuert werden können. Um die
Garbehälter, wie Pfannen oder Töpfe, in einem geeigneten Abstand von der Brennerflamme
zu halten, werden Topfträger vorgesehen. Die Topfträger sind dabei meist mit der Gaskochmulde
verbunden und schaffen eine Auflagefläche für Gargutbehälter.
[0003] Aus der
DE 102 908 016 628 A1 ist zum Beispiel ein Gaskochfeld mit einem Topfträger bekannt, der an den Rändern
einer Muldenwanne befestigt ist. Ferner wird eine Abdeckung für ein Topfträgerunterteil
vorgeschlagen, um die Verschmutzung der Topfträger zu reduzieren. Um ein Gaskochfeld
möglichst vollständig abzudecken, beispielsweise damit Töpfe von einer Kochstelle
zu einer anderen verschoben werden können, sind auch Flächentopfträger bekannt, die
über das gesamte Kochfeld reichen. Bei Kochfeldern, die vier oder auch mehr Kochstellen
umfassen, ist die Reinigung derartiger Flächentopfträger auf Grund der Größe meist
nur schwierig möglich. Außerdem kann wegen der Geometrie der Kochmulde oder der Gasbrennerbefestigungen
eine Fixierung derartiger Flächentopfträger häufig nur schwer bewerkstelligt werden.
[0004] Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen
verbesserten Topfträger zu schaffen.
[0005] Demgemäß wird eine Topfträgeranordnung für ein Gaskochfeld mit mehreren Gasbrennern
vorgeschlagen. Dabei umfasst die Topfträgeranordnung mehrere Topfträgerelemente, und
ein jeweiliges Topfträgerelement bildet eine Auflagefläche für einen Gargutbehälter
im Bereich eines Gasbrenners. Mindestens zwei Topfträgerelemente bilden zwischen zwei
Gasbrennern außerhalb eines Brennerflammenbereichs eine Abstellfläche, insbesondere
für einen Gargutbehälter.
[0006] Die vorgeschlagene Topfträgeranordnung ermöglicht die Realisierung eines Flächentopfträgers
in modularer Anordnung. Die Topfträgerelemente können beispielsweise als Segmente
vollständig das Gaskochfeld bedecken. Durch die Aufteilung der Topfträgeranordnung
in Topfträgerelemente, welche als Teilfunktionen jeweils einen Einzeltopfträger ausbilden,
kann die Topfträgeranordnung insgesamt leichter gereinigt werden. Zum Beispiel lassen
sich die Topfträgerelemente in einer Spüle abwaschen. Außerdem können Topfträgerelemente
Bereiche außerhalb der Gasbrenner, beispielsweise mit Hilfe von unterbrochenen Streben
überdecken, welche die Abstellfläche bilden.
[0007] Vorzugsweise bilden die Topfträgerelemente einen Flächentopfträger über dem Gaskochfeld
aus.
[0008] Bei einer Ausführungsform der Topfträgeranordnung umfasst ein Topfträgerelement einen
eine Standfläche des Topfträgerelements ausbildenden Rahmen und mehrere von dem Rahmen
nach innen ragende Finger. Oberseiten der nach innen ragenden Finger bilden die Auflagefläche
für einen Gargutbehälter.
[0009] Beispielsweise kann der Rahmen eckig ausgeführt sein und auf eine Kochfeldplatte
des Gaskochfeldes aufgesetzt werden. Eine Fixierung der Rahmen der Topfträgerelemente
kann beispielsweise durch ein geeignetes Hitzeschild um einen jeweiligen Gasbrenner
erfolgen. Dabei haben sich eckige Geometrien für Hitzeschilder und Topfträgerelementrahmen
als nützlich erwiesen.
[0010] Bei einer weiteren Ausführungsform der Topfträgeranordnung umfasst ein Topfträgerelement
mindestens einen von dem Rahmen nach außen ragenden Finger, wobei Oberseiten der nach
außen ragenden Finger die Abstellfläche bilden.
[0011] Bei konventionellen Topfträgern oder Einzeltopfträgern sind nur nach innen ragende
Finger vorgesehen. Die nach außen ragenden und die Abstellfläche bildenden Finger
ermöglichen ein besonders zuverlässiges Verschieben eines Kochgeschirrs, beispielsweise
von einer Position über dem Gasbrenner zu einer Position seitlich davon. Bei einer
weiteren Ausführungsform der Topfträgeranordnung kann ein Topfträgerelement ein von
dem Rahmen nach außen ragenden Stützfinger umfassen, welcher einen Teil der Standfläche
bildet.
[0012] Der Stützfinger verhindert beispielsweise ein Umkippen des Topfträgerelementes, wenn
ein Kochgeschirr ausschließlich seitlich oder neben der Gasbrennerflamme aufgesetzt
ist.
[0013] Denkbar ist ferner, dass bei einer Topfträgeranordnung ein Topfträgerelement zum
Überdecken mehrerer Gasbrenner ausgestaltet ist. Beispielsweise können zwei oder mehrere
Gasbrenner von nur einem Topfträgerelement bedeckt werden, so dass ein einzelnes Topfträgerelement
eine Auflagefläche für mehrere Gasbrenner bereitstellt.
[0014] Vorzugsweise bilden die Abstellflächen von mindestens zwei Topfträgerelementen eine
über Bereiche von mehreren Gasbrennern reichende gemeinsame Abstellfläche. Beispielsweise
kann zwischen zwei Gasbrennern ein Freiraum bereitgestellt werden, der von den die
Abstellfläche bildenden Elementen der Topfträgerelemente überdeckt wird.
[0015] Es wird ferner ein Gaskochfeld mit einer Kochfeldplatte, mehreren auf der Kochfeldplatte
angeordneten Gasbrennern und einer Topfträgeranordnung mit mehreren Topfträgerelementen
vorgeschlagen. Ein jeweiliges Topfträgerelement bildet eine Auflagefläche für einen
Gargutbehälter im Bereich eines Gasbrenners, und mindestens zwei Topfträgerelemente
bilden zwischen zwei Gasbrennern außerhalb eines Brennerflammenbereichs eine Abstellfläche.
[0016] Ein entsprechend ausgestaltetes Gaskochfeld lässt sich hinsichtlich der Topfträgeranordnung
besonders leicht reinigen. Ferner kann durch die Abstellfläche in der Art eines Flächentopfträgers
ausreichend Abstellraum für Kochgeschirr neben Brennerflammen geschaffen werden.
[0017] Vorzugsweise ist ein Niveau der gemeinsamen Abstellfläche über dem Gaskochfeld gleich.
Insbesondere bei einer gleichartigen Ausführung der Topfträgerelemente, können diese
direkt auf eine Kochfeldplatte aufgesetzt werden. Dabei können Fixierelemente vorgesehen
werden.
[0018] Vorzugsweise ist die gemeinsame Abstellfläche durch stückweise aneinander grenzende
horizontale Streben gebildet. Die Streben können beispielsweise nach außen gerichtete
Finger der Topfträgerelemente sein. Dabei können die Finger unterschiedlicher Topfträgerelemente
aneinander stoßen oder durch einen Spalt voneinander beabstandet sein.
[0019] Vorzugsweise ist die Kochfeldplatte zumindest teilweise aus Hartglas oder Glaskeramik
gefertigt. Diese Materialien erlauben ein besonders ansprechendes ästhetisches Äußeres
eines Gaskochfeldes. Insbesondere ergeben sich nur geringe Verformungen von Hartglas
oder Glaskeramik durch Temperaturveränderungen beim Betrieb der Gasbrenner. Dadurch
ist es besonders einfach, aus mehreren Segmenten oder Topfträgerelementen die gesamte
Topfträgeranordnung zu schaffen, welche eine ebene Abstell- und/oder Auflagefläche
schafft.
[0020] Alternativ kann die Kochfeldplatte auch zumindest teilweise aus einem Metallblech
in der Art einer Mulde gefertigt sein. Vorzugsweise ist dann das Metallblech unterseitig
mit einer Hartglas- oder Glaskeramikplatte unterklebt. Die Hartglas- oder Glaskeramikplatte
verhindert weitestgehend ein Verformen in Abhängigkeit von Temperaturänderungen des
Metallbleches. Auch dann kann eine besonders gleichmäßige Bedeckung des Gaskochfeldes
durch die Topfträgeranordnung erzielt werden, wobei die Topfträgerelemente sowohl
eine ebenen zusammengesetzte Abstellfläche bilden.
[0021] In einer Weiterbildung des Gaskochfeldes sind in den Bereichen der Gasbrenner ebene
Hitzeschilder angeordnet. Die Topfträgerelemente sind dann formschlüssig auf die Hitzeschilder
aufsetzbar. Das Hitzeschild kann in der Art einer mehreckigen Scheibe zum thermischen
Abschirmen der Kochfeldplatte von einer Hitze des Gasbrenners eingesetzt werden. Die
vorzugsweise rechteckige und insbesondere quadratisch ausgeführte Geometrie des Hitzeschildes
erlaubt eine zuverlässige Abschirmung der Kochfeldplatte einerseits und andererseits
ein einfaches Montieren der Topfträgerelemente.
[0022] Vorzugsweise hat das jeweilige Hitzeschild eine glatte Oberfläche und keine Einkerbungen
oder Nasen entlang seiner umlaufenden Kante. Dabei ist das Hitzeschild vorzugsweise
flach und scheibenförmig ausgestaltet.
[0023] Bei dem Gaskochfeld umfassen die Topfträgerelemente vorzugsweise mehreckige Rahmen,
welche jeweils einen mehreckigen Hitzeschild umlaufen und auf dem jeweiligen Hitzeschild
verrutsch- und verdrehsicher aufsetzbar sind. Durch eine Kombination von eckigen Hitzeschildern
mit darauf formschlüssig aufsetzbaren Topfträgerelementen, kann eine einfache Überdeckung
der gesamten Gaskochfeldfläche erzielt werden. Eine weitere Fixierung ist in der Regel
für die Topfträgerelemente nicht notwendig.
[0024] Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte
Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen
Merkmalen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der Topfträgeranordnung oder des Gaskochfeldes hinzufügen.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Im Weiteren wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigelegten Figuren näher erläutert.
[0026] Es zeigt dabei:
Fig. 1: eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Gaskochfeldes
mit einer Topfträgeranordnung;
Fig. 2: eine Darstellung der ersten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer
Topfträgeranordnung in der Draufsicht;
Fig. 3: eine schematische Querschnittsansicht der ersten Ausführungsform eines Gaskochfeldes
mit Topfträgerelementen;
Fig. 4: eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Gaskochfeldes
mit einer Topfträgeranordnung;
Fig. 5: eine Darstellung der zweiten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer
Topfträgeranordnung in der Draufsicht;
Fig. 6: eine perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines Gaskochfeldes
mit einer Topfträgeranordnung;
Fig. 7: eine Darstellung der dritten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer
Topfträgeranordnung in der Draufsicht;
Fig. 8: eine Darstellung der vierten Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer
Topfträgeranordnung in der Draufsicht.
[0027] In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen
versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist.
[0028] In den Figuren 1, 2 und 3 ist eine erste Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit
einer Topfträgeranordnung dargestellt. Dabei zeigt die Figur 1 eine perspektivische
Darstellung, die Figur 2 eine Draufsicht und die Figur 3 eine Querschnittsansicht.
[0029] Das Gaskochfeld 1 ist als Einbaukochfeld mit einer Kochfeldplatte 14, beispielsweise
aus Glas oder Glaskeramik ausgeführt. In der Glaskeramikplatte 14 sind Öffnungen für
vier Gasbrenner 10, 11, 12, 13 vorgesehen, welche hinsichtlich ihrer Leistung über
Bedienelemente 15 angesteuert werden können. Insbesondere an Hand der Figur 2 erkennt
man die rechteckige Form der Kochfeldplatte 14 und den üblicherweise in den vier Quadranten
angeordneten Gasbrenner 10, 11, 12, 13.
[0030] In den Bereichen der Gasbrenner 10, 11, 12, 13 sind zum Schutz der Glaskeramikplatte
14 Hitzeschilder 16, 17, 18, 19 vorgesehen. Die Hitzeschilder sind beispielsweise
aus Metall gefertigt und haben einen eckigen Grundriss. Die Hitzeschilder haben ebenfalls
eine Öffnung, damit die Gasbrenner bzw. weitere Armaturen von einer Unterseite der
Kochfeldplatte 14 auf die Oberseite, also das eigentliche Gaskochfeld 1 reichen können.
Die Hitzeschilder 16, 17, 18, 19 verhindern insbesondere, dass vom Gargutbehältnis
reflektierte Wärme direkt auf die Kochfeldplatte 14 zurückgestrahlt wird und diese
beschädigen könnte. Außerdem ermöglicht die Geometrie der Hitzeschilder 16, 17, 18,
19 ein sicheres Aufsetzen von Topfträgerelementen 2, 3, 4. Die Topfträgerelemente
sind beispielsweise aus Metall gefertigt und dienen einerseits dem Ausbilden einer
Auflagefläche 25 für einen Gargutbehälter oberhalb der jeweiligen Gasbrenner und andererseits
dem Ausbilden einer Abstellfläche 24 neben den Gasbrennern. Dies erkennt man in der
Figur 1 und 2 insbesondere in dem Bereich zwischen den beiden hinteren Gasbrennern
10, 11.
[0031] Die Topfträgeranordnung umfasst in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3, drei
Topfträgerelemente 2, 3, 4. Die Topfträgerelemente 2, 3, 4 haben dabei jeweils einen
rechteckigen Rahmen 20, der formschlüssig auf die beispielsweise gleichartig ausgeführten
Hitzeschilder 16, 17, 18, 19 aufgesetzt werden kann. Dadurch erfolgt eine verdreh-
und verrutschsichere Fixierung im Bereich der Gasbrenner 10, 11, 12, 13.
[0032] In der Figur 3 ist eine Querschnittsansicht der Topfträgerelemente 2 und 3 angegeben.
Der viereckige Rahmen 20 liegt flach auf der Glaskeramikplatte 14 auf und bildet eine
Standfläche 26 des jeweiligen Topfträgerelements 2, 3. Es ragen vertikal von dem Rahmen
20 beabstandete Finger 21 nach innen in Richtung zu dem Gasbrenner 10, 11. Die Oberseiten
der Finger bilden die Auflagefläche 25 für einen Gargutbehälter 27, welcher in der
Figur 3 rechts angedeutet ist, aus. Darüber hinaus umfassen die Topfträgerelemente
2, 3 auch nach außen gerichtete Finger 22, deren Oberseite zum Ausbilden einer Abstellfläche
24 dienen. Um die Standfläche 26 zu vergrößern, sind ferner Stützfinger 23 an dem
Rahmen 20 vorgesehen. Die Stützfinger 23 liegen ebenfalls auf der Oberfläche der Glaskeramikplatte
14 auf.
[0033] In dem Bereich zwischen den beiden Brennern 10, 11 wird somit eine Abstellfläche
24 ausgebildet. Die Abstellfläche 24 wird, wie in der Figur 1 und 2 angedeutet ist,
durch zwischen den Gasbrennerbereichen verlaufende Streben geschaffen. Die Streben
sind dabei stückweise zusammengesetzt. Beispielsweise ist ein linker Teil der in Figur
3 angedeuteten Strebe 28A von dem linken Topfträgerelement 1 gebildet und der rechte
Teil 28B von dem rechten Topfträgerelement 3. Insgesamt ergibt sich eine ebene Fläche
aus Abstellfläche 24 und Auflagefläche 25 über mehrere Gasbrenner des Gaskochfelds.
Die beiden Strebenteile 28A und 28B können an ihren Kopfenden aneinander stoßen und
sich gegenseitig abstützen. Allerdings kann auch ein Spalt oder Freiraum zwischen
den Strebenteilen 28A und 28B, wie es in Figur 3 angedeutet ist, vorgesehen sein.
[0034] Die vorgeschlagene Topfträgeranordnung ermöglicht ein einfaches Überdecken mehrerer
Gasbrenner in der Art von Flächentopfträger ohne die üblichen Nachteile von konventionellen
Flächentopfträgern. Insbesondere die einfache Befestigung bzw. das Aufliegen an oder
auf den Hitzeschildern und die einfache Geometrie sind von Vorteil. Die Topfträgerelemente
lassen sich einfach reinigen oder auch austauschen. Man kann insbesondere durch die
Auswahl der Topfträgerelemente verschiedene Geometrien von Topfträgerflächen erzielen.
[0035] Die Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Gaskochfeldes mit einer Topfträgeranordnung
in perspektivischer Darstellung. Die Figur 5 zeigt dasselbe Gaskochfeld in der Draufsicht.
Das Gaskochfeld 29 entspricht im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel der Figuren
1 - 3. Gleiche Elemente sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, und es wird nicht
näher auf diese erneut eingegangen. Man erkennt, dass im Vergleich zur Figur 2 ein
weiteres Topfträgerelement 5 vorne links zugefügt wurde. Somit ergibt sich eine Abstellfläche
vollständig zwischen den beiden Reihen von Gasbrennern 10, 12 und 11, 13. An den vorderen
und hinteren Rahmen sind Stützfinger 23 auf dem Niveau der Standfläche vorgesehen.
Es können somit einfach, wie in der Figur 5 sichtbar, Töpfe oder Pfannen beispielsweise
von einem leistungsstarken Gasbrenner 11 auf einen mittelstarken Gasbrenner 10 über
die Abstellfläche 24 hinüber geschoben werden. Die Abstellfläche 24 ist dabei niveaugleich
mit der jeweiligen Auflagefläche 25 im Brennerbereich. Durch die Kombination, insbesondere
einer Glaskeramikplatte 14 mit Hitzeschildern 16, 17, 18, 19 und den Topfträgersegmenten
2, 3, 4, 5, kann zuverlässig eine ebene Fläche bzw. ein gleiches Niveau der Abstell-
und Auflagefläche 24, 25 erzielt werden.
[0036] Die Topfträgeranordnung in modularer Weise ermöglicht auch, das Einsetzen unterschiedlicher
Topfträger an oder um verschiedene Gasbrenner. Die Figur 6 zeigt eine perspektivische
Darstellung einer dritten Ausführungsform 30 eines Gaskochfeldes und die Figur 7 eine
entsprechende Topfträgeranordnung 30 in der Draufsicht. Dabei wurde in der Figur 7
der vorne links eingesetzte Topfträger bzw. das Topfträgerelement 5 entfernt. Bei
den beiden rechten Gasbrennern 11, 13 ist ein Zweifachtopfträger 6 eingesetzt, der
beide rechten Brenner 11, 13 umfasst bzw. auf den jeweiligen Hitzeschildern 17, 18
anliegt. In der Figur 6 erkennt man, dass die beiden linken Topfträgerelemente 2,
5 unterschiedlich ausgeführt sind. Das hintere Topfträgerelement 2 hat dabei sechs
nach innen ragende Finger 21 und drei nach außen ragende Finger 22. Der vordere linke
Topfträger 5 ist konventionell ausgeführt und hat nur vier nach innen ragende Finger.
Somit lassen sich die Auflage- und Abstellflächen flexibel an die Einbaugegebenheiten
und Wünsche des Bedieners anpassen.
[0037] Schließlich ist in der Figur 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Gaskochfeld
31 in der Draufsicht dargestellt. Im Wesentlichen entspricht das Gaskochfeld 31 dem
in Figur 2 dargestellten. Allerdings sind die Topfträgerelemente 2, 3, 4 ohne Stützfinger
ausgeführt. Je nach Längenausdehnung der nach außen reichenden Finger 22 zum Ausbilden
der Abstellfläche 24 zwischen Gasbrennern 2, 3, 4 können entsprechende Stützfinger
vorgesehen werden oder eingespart werden.
[0038] Die vorgestellten Varianten des Gaskochfeldes mit Topfträgerelementen und Hitzeschildern
liefern eine einfach herstellbare Möglichkeit, hitzeempfindliche Flächenbereiche von
Kochfeldplatten vor Überhitzung zu schützen und gleichzeitig einen Topfträger in der
Art eines Flächetopfträgers auszubilden. Die Segmentierung oder Modularisierung der
Topfträger mit Hilfe der Topfträgerelemente ermöglicht eine einfache Reinigung und
einfache Erweiterung der Abstellfläche. Der Hitzeschild ist dabei flächig in der Art
einer Scheibe ausgeführt und lässt sich leichter reinigen, da keine Über- oder Vorsprünge,
Kerben oder Orientierungsmittel eingesetzt werden. Das gleiche gilt für einen verwendeten
Topfträgerelemente, welche auch eine besonders einfache Geometrie entlang der Kante
des Hitzeschildes aufweisen. Der Hitzeschild ist beispielsweise mit einer glatten
polierten Oberfläche versehen, so dass er sich leicht reinigen lässt. Die Größe bzw.
Fläche des Hitzeschildes und der Topfträgerelemente kann an die jeweiligen Einbaugegebenheiten
angepasst werden, die Materialeigenschaften der Kochfeldplatte und der potenziell
maximale Leistung des Gasbrenners.
Verwendete Bezugszeichen:
[0039]
- 1
- Gaskochfeld
- 2 - 9
- Topfträgerelement
- 10 - 13
- Gasbrenner
- 14
- Kochfeldplatte
- 15
- Bedienelement
- 16 - 19
- Hitzeschild
- 20
- Topftragerrahmen
- 21 - 23
- Topfträgerfinger
- 24
- Abstellfläche
- 25
- Auflagefläche
- 26
- Standfläche
- 27
- Kochtopf
- 28
- Streben
- 29 - 31
- Gaskochfeld
1. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) für ein Gaskochfeld (1) mit mehreren Gasbrennern (10
- 13), wobei die Topfträgeranordnung (2, 3, 4) mehrere Topfträgerelemente (2, 3 ,
4) umfasst, und ein jeweiliges Topfträgerelement (2, 3) eine Auflagefläche (25) für
einen Gargutbehälter (27) im Bereich eines Gasbrenners (10, 11) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Topfträgerelemente (2, 3) zwischen zwei Gasbrennern (10, 11) außerhalb
eines Brennerflammenbereichs eine Abstellfläche (24) bilden.
2. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Topfträgerelemente (2, 3, 4) einen Flächentopfträger über das Gaskochfeld (1)
ausbilden.
3. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (2) einen eine Standfläche (26) des Topfträgerelements (2)
ausbildenden Rahmen (20) und mehrere von dem Rahmen (20) nach innen ragenden Finger
(21) umfasst, wobei Oberseiten der nach innen ragenden Finger (21) die Auflagefläche
(25) für einen Gargutbehälter (27) bilden.
4. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (2) mindestens einen von dem Rahmen (20) nach außen ragenden
Finger (222) umfasst, wobei Oberseiten der nach außen ragenden Finger (22) die Abstellfläche
(24) bilden.
5. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (2) einen von dem Rahmen (20) nach außen ragenden Stützfinger
(23) umfasst, welcher einen Teil der Standfläche (26) bildet.
6. Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Topfträgerelement (6) zum Überdecken mehrerer Gasbrenner (11, 13) ausgestaltet
ist.
7. Gaskochfeld (1) mit einer Kochfeldplatte (14), mehreren auf der Kochfeldplatte (14)
angeordneten Gasbrennern (10 - 13) und einer Topfträgeranordnung (2, 3, 4) nach einem
der Ansprüche 1 - 6.
8. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstellflächen (24) von mindestens zwei Topfträgerelementen (2, 3) eine über
Bereiche von mehreren Gasbrennern (10, 11) reichende gemeinsame Abstellfläche bilden.
9. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Niveau der gemeinsamen Abstellfläche über das Gaskochfeld (1) gleich ist.
10. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Abstellfläche durch stückweise aneinander gesetzte horizontale Streben
(28A, 28B) gebildet ist.
11. Gaskochfeld (1) nach einem der Ansprüche 7 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (14) zumindest teilweise aus Hartglas oder Glaskeramik gefertigt
ist.
12. Gaskochfeld (1) nach einem der Ansprüche 7 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte 14) zumindest teilweise aus einem Metallblech in der Art einer
Mulde und einer mit einer auf das Metallblech unterseitig geklebten Hartglas- oder
Glaskeramikplatte gefertigt ist.
13. Gaskochfeld (1) nach einem der Ansprüche 7 - 12, ferner mit ebenen und in den Bereichen
der Gasbrenner 10 - 13) angeordneten Hitzeschildern (16 - 19), wobei die Topfträgerelemente
(2, 3 , 4) formschlüssig auf die Hitzeschilder (16 - 19) aufsetzbar sind.
14. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hitzeschilder (16 - 19) rechteckig, insbesondere quadratisch, ausgeführt sind.
15. Gaskochfeld (1) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Topfträgerelemente (2, 3, 4) mehreckige Rahmen (20) umfassen, welche jeweils
einen mehreckigen Hitzeschild (16 - 19) umlaufen und auf dem jeweiligen Hitzeschild
(16 - 19) verrutsch- und verdrehsicher aufsetzbar sind.