[0001] Die Erfindung betrifft eine Waffenkupplung zum Festlegen einer Waffe in einer Waffen-
und insbesondere Torpedo-Transport- und Staueinrichtung mit den im Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Waffen- bzw. Torpedo-Transport- und Staueinrichtungen werden in militärischen Unterseebooten
eingesetzt, um vorzugsweise Reserve-Torpedos aber auch andere Waffen, wie Raketen
oder Seeminen in dem Unterseeboot zu lagern und sie mit den Waffen-Transport- und
Staueinrichtungen in die Torpedorohre des Unterseeboots zu überführen.
[0003] In den Waffen-Transport- und Staueinrichtungen sind die Waffen in sogenannten Waffenmulden
gelagert. Eine solche Waffenmulde ist beispielsweise in
DE 10 2009 020 323 A1 beschrieben. In der Waffenmulde muss eine dort gelagerte Waffe auch gegen eine Bewegung
in Längsrichtung der Waffenmulde gesichert werden. Hierzu ist eine Waffenkupplung
vorgesehen, die in der Waffen-Transport- und Staueinrichtung direkt hinter der Waffenmulde
angeordnet ist. Zum Festlegen der in Waffenmulden gelagerten Waffen in der Waffenkupplung
weisen diese Waffen einen sogenannten Ladezapfen auf, der üblicherweise an einem heckseitigen
Ende der Waffe achsgleich mit der Längsachse der Waffe angeordnet ist. Umfänglich
weisen die Ladezapfen eine nutähnliche umlaufende Einbuchtung auf.
[0004] Bei einer bekannten Waffenkupplung erfolgt das Festlegen der Waffe, indem zwei einander
gegenüberliegend angeordnete Halteklinken der Waffenkupplung in die an dem Ladezapfen
ausgebildete Einbuchtung eingreifen und so die Waffe formschlüssig in der Waffenkupplung
verriegeln. Das Festlegen der Waffe erfolgt, indem die Halteklinken manuell in eine
Position geschwenkt werden, in der sie in die Einbuchtung des Ladezapfens eingreifen.
Danach müssen die Halteklinken ebenfalls manuell in dieser Position gegen eine den
Ladezapfen freigebende Schwenkbewegung mit zusätzlichen Verriegelungsmitteln gesichert
werden. Dementsprechend sind das Festlegen der Waffe in der Waffenkupplung und das
Lösen der Befestigung der Waffe vergleichsweise aufwendig. Ein weiterer Nachteil der
bekannten Waffenkupplung besteht darin, dass mit dieser ohne weitere Maßnahmen lediglich
Waffen mit einem bestimmten Querschnittsdurchmesser festgelegt werden können, da die
Lage des Ladezapfens bei einer Waffe mit einem nur geringfügig kleineren oder größeren
Querschnittsdurchmesser nicht mehr mit der Lage der Halteklinken in der Waffenkupplung
korrespondiert.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Waffenkupplung
der oben beschriebenen Art zu schaffen, die einfacher zu handhaben ist und in Weiterbildung
der Erfindung in einfacher Weise auch die Festlegung von Waffen mit unterschiedlichen
Querschnittsabmessungen ermöglicht.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Waffenkupplung mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Waffenkupplung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung. Hierbei können
die in den Unteransprüchen und der Beschreibung angegebenen Merkmale gemäß der Erfindung
jeweils für sich aber auch in Kombination die erfindungsgemäße Lösung gemäß Anspruch
1 weiter ausgestalten.
[0007] Die erfindungsgemäße Waffenkupplung zum Festlegen einer Waffe in einer Waffen- und
insbesondere Torpedo-Transport- und Staueinrichtung weist mindestens einen Riegel
auf. Dieser Riegel, der von einer Verriegelungsstellung in eine Entriegelungsstellung
und umgekehrt bewegbar ist, ist vorzugsweise in einem an der Waffenkupplung ausgebildeten
Aufnahmeraum angeordnet, in welchen der Ladezapfen der festzulegenden Waffe eingeführt
wird. In der Verriegelungsstellung greift der Riegel in den Ladezapfen, insbesondere
in die umlaufende Einbuchtung formschlüssig ein und hält die Waffe auf diese Weise
in der Waffenkupplung fest.
[0008] Gemäß der Erfindung ist der Riegel in der Verriegelungsrichtung vorgespannt und ein
Teil einer selbsttätig verriegelnden Verriegelungsmechanik, bei der der Ladezapfen
alleine durch einen durch das Einführen des Ladezapfens in die Waffenkupplung ausgelösten
Verriegelungsvorgang von dem Riegel festgelegt wird. Insofern entfallen bei der erfindungsgemäßen
Waffenkupplung vorteilhafterweise die bei der bislang bekannten Waffenkupplung erforderlichen
manuellen Verriegelungstätigkeiten.
[0009] Zur selbsttätigen Verriegelung kann die Verriegelungsmechanik der erfindungsgemäßen
Waffenkupplung zum Beispiel derart ausgebildet sein, dass sie Haltemittel aufweist,
die den Riegel vor dem Einführen des Ladezapfens in die Waffenkupplung gegen die auf
den Riegel wirkende Federkraft in der Entriegelungsstellung halten. Hierbei sind die
Haltemittel zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass sie in Wechselwirkung mit dem Ladezapfen,
d.h. durch Aktivierung durch den Ladezapfen bei dessen Einführbewegung in die Waffenkupplung
den Riegel freigeben, der sich daraufhin automatisch aufgrund seiner Federvorspannung
in seine Verriegelungsstellung bewegt und in den Ladezapfen eingreift.
[0010] Daneben ist eine weitere Ausgestaltung der Verriegelungsmechanik gemäß der Erfindung
vorgesehen, bei der sich der Riegel vor dem Einführen des Ladezapfens in die Waffenkupplung
bereits in seiner Verriegelungsstellung befindet und beim Einführen des Ladezapfens
in die Waffenkupplung von dem Ladezapfen zunächst aus der Verriegelungsstellung seitlich
an dem Ladezapfen vorbei wegbewegt wird und anschließend in den an dem Ladezapfen
ausgebildeten Einschnitt aufgrund der auf ihn wirkenden Federkraft selbsttätig einrastet.
[0011] Bei letztgenannter Ausgestaltung der Verriegelungsmechanik ist zweckmäßigerweise
ein Kontaktbereich zwischen dem Ladezapfen und dem Riegel schräg zur Einführrichtung
des Ladezapfens in die Waffenkupplung ausgerichtet, um mit dem Ladezapfen eine solche
Kraft auf den Riegel auszuüben, die der auf den Riegel fortwährend wirkenden Federkraft
entgegengerichtet ist. Hier besteht beispielsweise die Möglichkeit, das freie Ende
des Ladezapfens zumindest teilweise abgeschrägt relativ zu einem Kontaktbereich des
Riegels auszubilden. Bevorzugt ist allerdings vorgesehen, dass der Riegel eine Kontaktfläche
für den in die Waffenkupplung einzuführenden Ladezapfen aufweist, die schräg zur Einführrichtung
des Ladezapfens in die Waffenkupplung ausgerichtet ist. Aufgrund dieser Ausgestaltung
der Kontaktfläche wird von dem Ladezapfen auf den Riegel eine Kraftkomponente ausgeübt,
die im Wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung des Ladezapfens und entgegengesetzt
zu der auf dem Riegel wirkenden Federkraft wirkt und so den Riegel in Richtung seiner
Entriegelungsstellung bewegt.
[0012] Um eine besonders zuverlässige Befestigung des Ladezapfens in der Waffenkupplung
sicherzustellen, weist die Waffenkupplung vorteilhaft zwei Riegel auf, die einander
gegenüberliegend angeordnet sind. Bevorzugt ist hierbei eine Ausgestaltung, bei der
der Ladezapfen während des Einführens in die Waffenkupplung in einen Zwischenraum
zwischen den beiden Riegeln eindringt, wobei sich die Riegel bei Kontakt mit dem Ladezapfen
zunächst entgegen der auf den Riegeln wirkenden Federkraft voneinander wegbewegen,
bis die an dem Ladezapfen ausgebildete umlaufende Einbuchtung so positioniert ist,
dass die beiden Riegel federkraftunterstützt in diese eingreifen.
[0013] Die beiden Riegel können in der Waffenkupplung ähnlich der Schlossfalle eines Türschlosses
linear beweglich angeordnet sein. In diesem Fall können in Verriegelungsrichtung hinter
den Riegeln Druckfedern angeordnet sein, die die Riegel in die Verriegelungsstellung
drücken. Bevorzugt sind die Riegel aber schwenkbar angeordnet. Dementsprechend sind
die Riegel in der Waffenkupplung jeweils derart schwenkbeweglich gelagert, dass sie
zum Verriegeln des Ladezapfens aufgrund der auf ihnen wirkenden Federkraft in Richtung
des Ladezapfens schwenken, wobei dann vorzugsweise Endabschnitte der Riegel in den
Ladezapfen eingreifen. Zum Entriegeln des Ladezapfens können die Riegel in umgekehrter
Richtung von dem Ladezapfen und voneinander weggeschwenkt werden.
[0014] Vorteilhaft sind die Riegel in der Waffenkupplung derart schwenkbeweglich gelagert,
dass bei einer an dem festgelegten Ladezapfen entgegen der Einführrichtung des Ladezapfens
in die Waffenkupplung wirkenden Zugkraft auf die Riegel keine solche Kraft in Entriegelungsrichtung
ausgeübt wird, die die Verriegelung des Ladezapfens löst. Besonders vorteilhaft wird
dies durch eine Ausgestaltung erreicht, bei der die Riegel in der Verriegelungsstellung
in den Ladezapfen in Einführrichtung des Ladezapfens in die Waffenkupplung vor ihren
Schwenkachsen eingreifen. D.h. in der Richtung, in der der Ladezapfen in die Waffenkupplung
eingeführt wird, sind die Bereiche der Riegel, die in den Ladezapfen eingreifen weiter
von einer an der Waffenkupplung ausgebildeten Einführöffnung zum Einführen des Ladezapfens
in die Waffenkupplung beabstandet, als die Schwenkachsen, um die diese Riegel schwenkbar
sind. Da die Riegel bei Eingriff in dem Ladezapfen in Einführrichtung des Ladezapfens
in die Waffenkupplung schräg aufeinander zulaufend ausgerichtet sind, führt eine entgegen
der Einführrichtung in die Waffenkupplung wirkende Zugkraft dazu, dass von dem Ladezapfen
auf die in die umlaufende Einbuchtung eingreifenden Riegel eine in Verriegelungsrichtung
wirkende Kraft ausgeübt wird und somit ein Lösen der Verriegelung nicht möglich ist.
[0015] Bei einer schwenkbaren Ausbildung der Riegel ist vorteilhaft vorgesehen, dass drehbar
gelagerte Wellen die Schwenkachsen der Riegel bilden, wobei die Wellen mit einem an
der Außenseite der Waffenkupplung verschiebbar angeordneten Schlitten bewegungsgekoppelt
sind. Die beiden, die Schwenkachsen der Riegel bildenden Wellen sind hierbei zweckmäßigerweise
parallel zueinander ausgerichtet. Zur Bewegungskopplung der Wellen mit dem translatorisch
bewegbaren Schlitten sind an zwei aneinander quer zur Längsausdehnung der Wellen direkt
gegenüberliegenden Enden der Wellen Hebel angeordnet, die fest und starr mit den Wellen
verbunden sind. An ihren von den Wellen abgewandten Enden sind diese Hebel an dem
Schlitten schwenkbeweglich angelenkt.
[0016] Aufgrund der Bewegungskopplung des Schlittens mit den die Schwenkachsen der Riegel
bildenden Wellen ist der Schlitten vorteilhaft von einer ersten Endstellung, in der
sich die Riegel in der Verriegelungsstellung befinden, in eine zweite Endstellung
verschiebbar, in der sich die Riegel in einer Entriegelungsstellung befinden. Hierbei
wird der Schlitten beim Einführen des Ladezapfens in die Waffenkupplung selbsttätig
in die erste Endstellung bewegt.
[0017] Zum Entriegeln des Ladezapfens bzw. zum Verschwenken der Riegel in ihre den Ladezapfen
freigebenden Stellung kann der Schlitten vorzugsweise manuell in seine zweite Endstellung
bewegt werden. Zu diesem Zweck ist an dem Schlitten vorteilhaft eine Handhabe, d.h.
zumindest ein Bediengriff ausgebildet, der zum Entriegeln der Riegel bzw. zum Verschieben
des Schlittens in seine zweite Endstellung dient.
[0018] Bei einer Ausgestaltung, bei der die Waffenkupplung zwei Riegel aufweist, deren Schwenkachsen
von Wellen gebildet werden, die in der oben beschriebenen Weise mit einem Schlitten
bewegungsgekoppelt sind, können beide Wellen jeweils mittels eines Federelements,
beispielsweise mittels einer Torsionsfeder in Verriegelungsrichtung der Riegel vorgespannt
sein. Konstruktiv günstiger ist eine Ausgestaltung, bei der der Schlitten vorteilhafterweise
mit mindestens einem Federelement und vorzugsweise mit zwei Federelementen wirkungsverbunden
ist, wobei die Federkraft des Federelements in Richtung der ersten Endstellung des
Schlittens wirkt. Demzufolge ist lediglich ein Federelement erforderlich, um beide
Riegel in ihrer Verriegelungsstellung zu halten. Als Federelement kann vorteilhaft
eine Druckfeder verwendet werden, die derart an dem Schlitten angreift, dass sie den
Schlitten in seine erste Endstellung und damit einhergehend die Riegel in ihre Verriegelungsstellung
drückt. Zum Entriegeln der Riegel ist es hierbei erforderlich, den Schlitten entgegen
der Federkraft der Druckfeder in seine zweite Endstellung zu bewegen.
[0019] Um sicherzustellen, dass der Schlitten bei Bedarf in seiner zweiten Endstellung verbleibt,
ist der Schlitten zweckmäßigerweise in der zweiten Endstellung formschlüssig festlegbar.
Zur Bildung eines solchen Formschlusses zwischen einem feststehenden Teil der Waffenkupplung
und dem darauf verschiebbar angeordneten Schlitten ist bevorzugt an dem Schlitten
eine Durchbrechung ausgebildet, in die ein Sicherungsstift eingreift, der in der zweiten
Stellung des Schlittens in eine an der Waffenkupplung ortsfest ausgebildete Ausnehmung
einrastet. Die an dem Schlitten ausgebildete Durchbrechung, wie auch die an der Waffenkupplung
ausgebildete Ausnehmung erstrecken sich zweckmäßigerweise quer zur Bewegungsrichtung
des Schlittens. Zum Lösen der Entriegelung in der zweiten Endposition des Schlittens
ist der Sicherungsstift manuell soweit aus der an dem Schlitten ausgebildeten Durchbrechung
herauszuziehen, dass er nicht mehr in die an der Waffenkupplung ausgebildete Ausnehmung
eingreift, woraufhin sich der Schlitten selbsttätig aufgrund der auf den Schlitten
wirkenden Federkraft in seine erste Endstellung bewegt.
[0020] Besonders vorteilhaft ist die Waffenkupplung zweiteilig ausgebildet, wobei ein erster
Teil der Waffenkupplung zum Verriegeln des Ladezapfens in einer Ebene quer zur Einführrichtung
des Ladezapfens in die Waffenkupplung mit umfänglichen Spiel an einem zweiten Teil
der Waffenkupplung befestigt ist, welcher ortsfest an der Waffen-Transport- und Staueinrichtung
angeordnet ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dass in der erfindungsgemäßen Waffenkupplung
Waffen festgelegt werden können, deren Querschnittsabmessungen sich in einem gewissen
Bereich unterscheiden können, wobei dann die Position des an einer in einer Waffenmulde
gelagerten Waffe ausgebildeten Ladezapfens zunächst nicht mit der Anordnung der Riegel
in der Waffenkupplung korrespondiert und der Ladezapfen zu der zum Festlegen des Ladezapfens
erforderlichen Position in der Waffenkupplung radial versetzt angeordnet ist. In diesem
Fall ermöglicht es das umfängliche Spiel zwischen dem ersten und dem zweiten Teil
der Waffenkupplung, den zum Festlegen des Ladezapfens vorgesehenen ersten Teil der
Waffenkupplung soweit quer zur Einführrichtung des Ladezapfens zu bewegen, dass die
Anordnung der Riegel in dem ersten Teil der Waffenkupplung mit der Position des festzulegenden
Ladezapfens korrespondiert.
[0021] Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- schematisch vereinfacht eine Waffenkupplung in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Figur 2
- die Waffenkupplung nach Figur 1 ohne ein äußeres Gehäuseteil und
- Figur 3
- die Waffenkupplung nach Figur 1 in einem Längsschnitt.
[0022] Die dargestellte Waffenkupplung weist einen ersten Teil 2 auf, der zur Aufnahme eines
nicht dargestellten Ladezapfens einer mit der Waffenkupplung festzulegenden Waffe
dient. An diesen ersten Teil 2 schließt sich in Richtung einer Längsachse A der Waffenkupplung
ein zweiter Teil 4 der Waffenkupplung an, über den die Waffenkupplung ortsfest an
einer nicht dargestellten Waffen-Transport- und Staueinrichtung befestigt ist.
[0023] Der Teil 2 der Waffenkupplung weist ein im Wesentlichen topfförmig ausgebildetes
Gehäuse 6 auf. An einer von dem zweiten Teil 4 der Waffenkupplung abgewandten Stirnseite
8 des Gehäuses 6 ist eine Öffnung 10 ausgebildet, die einen Zugang zu einem Aufnahmeraum
12 für einen in das Gehäuse 6 einzuführenden Ladezapfen einer Waffe bildet.
[0024] An der Innenseite des Gehäuses 6 sind ausgehend von der Stirnseite 8 zwei parallel
zur Längsachse A der Waffenkupplung verlaufende Längsnuten 14 ausgebildet. Diese beiden
Längsnuten 14 sind in dem Gehäuse 6 einander diametral gegenüberliegend angeordnet.
In jeder der Längsnuten 14 ist jeweils ein Riegel 16 schwenkbeweglich um Schwenkachsen
B gelagert. Um die Schwenkachsen B sind Wellen 18 drehbar gelagert, an denen jeweils
ein Riegel 16 befestigt ist. Die Wellen 18 sind drehbeweglich in Bohrungen 20 gelagert
und durchdringen vollständig das Gehäuse 6 im Bereich der dort ausgebildeten beiden
Längsnuten 14 normal zur Längsachse A der Waffenkupplung.
[0025] An dem Gehäuse 6 ist ein Bereich 22 der äußeren Mantelfläche eben abgeflacht ausgebildet.
Auf diesem Bereich 22 ist ein Schlitten 24 gelagert, der in Richtung der Längsachse
A der Waffenkupplung verschiebbar ist. An dem der Stirnseite 8 des Gehäuses 6 zugewandten
Ende des Schlittens 24 sind zwei parallel zur Längsachse A der Waffenkupplung auskragende
Vorsprünge 26 ausgebildet. Jeder dieser Vorsprünge 26 ist mit einem parallel zur Längsachse
A verlaufenden Schlitz 28 versehen.
[0026] In den Schlitzen 28 der Vorsprünge 26 ist jeweils ein Hebel 30 angelenkt. Diese Hebel
30 sind an zwei Enden der Wellen 18, die seitlich des an der äußeren Mantelfläche
des Gehäuses 6 eben abgeflacht ausgebildeten Bereichs 22 aus dem Gehäuse 6 einander
direkt gegenüberliegend aus dem Gehäuse 6 herausragen, fest mit den Wellen 18 verbunden.
Die Lagerung der Hebel 30 in den Schlitzen 28 der Vorsprünge 26 erfolgt über Gelenkstifte
32, die in an den Vorsprüngen 26 ausgebildete Langlöcher 34 eingreifen. In den Langlöchern
34 sind die Gelenkstifte 32 drehbeweglich und in Längsrichtung der Langlöcher 34 verschiebbar
geführt.
[0027] An einer dem Teil 4 zugewandten Rückseite des Schlittens 24 greift, wie aus Fig.
2 ersichtlich, an dem Schlitten 24 ein Federelement 35 in Form einer Druckfeder an,
die den Schlitten 24 in Richtung der Stirnseite 8 des Gehäuses 6 in eine Endstellung
drückt. Hierdurch werden die Riegel 16 durch ihre Bewegungskopplung mit dem Schlitten
24 über die Hebel 30 und die Wellen 18 in eine Stellung gedrückt, in der sie in der
Einführrichtung eines Ladezapfens in die Waffenkupplung schräg in den Aufnahmeraum
12 hineinragen (Fig. 2). Bei dieser Stellung der Riegel 18 wird ein in dem Aufnahmeraum
12 eingeführter Ladezapfen einer Waffe durch Eingriff der in dem Aufnahmeraum 12 befindlichen
Endabschnitte der Riegel 18 in einen an dem Ladezapfen ausgebildeten Einschnitt festgelegt.
[0028] Zum Entriegeln eines in dem Aufnahmeraum 12 festgelegten Ladezapfens wird der Schlitten
24 manuell in Richtung von der Stirnseite 8 des Gehäuses weg in eine zweite Endstellung
verschoben, wodurch die Riegel 16 so verschwenkt werden, dass sie nicht mehr in den
Aufnahmeraum 12 des Gehäuses 6 eingreifen. Hierzu weist der Schlitten 24 eine Handhabe
in Form von zwei Griffen 36 auf, die an dem Schlitten 24 in zwei entgegen gesetzten
Richtungen quer zur Längsachse A der Waffenkupplung auskragen. Beim Erreichen der
zweiten Endstellung des Schlittens 24 greift ein in einer normal zur Längsachse A
der Waffenkupplung ausgerichteten Durchbrechung 38 frei beweglich geführter Sicherungsstift
40 in eine an dem Gehäuse 6 ausgebildete, aus der Zeichnung nicht ersichtliche Ausnehmung
ein, wodurch der Schlitten 24 in seiner zweiten Endstellung formschlüssig gehalten
wird. Sobald der Sicherungsstift 40 aus der an dem Gehäuse 6 ausgebildeten Ausnehmung
herausgezogen wird, bewegt sich der Schlitten 24 aufgrund des an ihm angreifenden
Federelements 35 wieder in Richtung der Stirnseite 8 des Gehäuses 6 in seine erste
Endstellung und die Riegel 16 in ihre Verriegelungsstellung.
[0029] Wie aus Fig. 3 hervorgeht, verjüngt sich ein von der Stirnseite 8 abgewandtes Ende
des Gehäuses 6 flaschenhalsartig. An einer Stirnseite 42 dieses Endes des Gehäuses
6 ist eine Gewindebohrung 44 ausgebildet, in die ein Einschraubteil 46 geschraubt
ist. An einem aus der Gewindebohrung 44 herausragenden Ende des Einschraubteils 46
ist ein radial auskragender Kragen 48 ausgebildet. Dieser Kragen 48 dient zur Befestigung
des ersten Teils 2 der Waffenkupplung an deren zweiten Teil 4.
[0030] Der Teil 4 der Waffenkupplung weist einen rohrförmigen Grundkörper 50 auf. Dieser
Grundkörper 50 ist an einem feststehenden Teil einer nicht dargestellten Waffen-Transport-
und Staueinrichtung befestigt. An einem Ende des Grundkörpers 50 kragt ein Kragen
52 radial nach außen, der sich um den gesamten Außenumfang des Grundkörpers 50 erstreckt.
An der von dem Grundkörper 50 abgewandten Seite des Kragens 52 ist an dessen umfänglichen
Außenrand ein Ring 54 ausgebildet, der an seiner von dem Kragen 52 abgewandten Stirnseite
einen nach innen gerichteten Absatz 56 aufweist.
[0031] Der von dem Ring 54 umfasste Raum bildet einen Teil eines Aufnahmeraums für den an
dem ersten Teil 2 der Waffenkupplung angeordneten Kragen 48. Dieser Innenraum wird
von einem Deckel 58 verschlossen. Der Deckel 58 weist eine zentrale Durchbrechung
60 und einen ringförmigen, axial vorstehenden Vorsprung 62 auf. Der Außendurchmesser
des Vorsprungs 62 entspricht dem Außendurchmesser des Rings 54. An dem ringförmigen
Vorsprung 62 des Deckels 58 ist ein weiterer axial vorstehender ringförmiger Vorsprung
64 ausgebildet, dessen Abmessungen mit den Abmessungen des an dem Ring 54 ausgebildeten
Absatzes 56 korrespondieren.
[0032] Vor dem Verschrauben des Einschraubteils 46 in der an dem Gehäuse 6 ausgebildeten
Gewindebohrung 44 wird der Deckel 58 so angeordnet, dass die flaschenhalsartige Verjüngung
des Gehäuses 6 durch die an dem Deckel 58 ausgebildete Durchbrechung 60 geführt ist.
Nach dem Einschrauben des Einschraubteils 46 in die Gewindebohrung 44 liegt der an
dem Einschraubteil 46 ausgebildete Kragen 48 an dem Deckel 58 an einer dem Kragen
52 zugewandten Flachseite an. In diesem Zustand wird der Kragen 52 mit dem Deckel
58 verbunden, wobei der an dem Deckel 58 ausgebildete Vorsprung 62 auf dem an dem
Kragen 52 ausgebildeten Ring 54 zur Anlage kommt. Die Befestigung des Deckels 58 auf
dem Kragen 52 erfolgt mittels Schrauben 66.
[0033] Nach dem Befestigen des Deckels 58 auf dem Kragen 52 befindet sich der an dem Einschraubteil
46 ausgebildete Kragen 48 in dem Zwischenraum zwischen dem Kragen 52 und dem Deckel
58. Da der Zwischenraum zwischen dem Kragen 52 und dem Deckel 58 einen deutlich größeren
Durchmesser als der Kragen 48 des Einschraubteils 46 und die an dem Deckel 58 ausgebildete
Durchbrechung 60 einen deutlich größeren Durchmesser als der Außendurchmesser des
flaschenhalsortigen Teils des Gehäuses 6 aufweist, ist der erste Teil 2 der Waffenkupplung
gegenüber deren zweiten Teil 4 in beliebiger Richtung quer zur Längsachse A der Waffenkupplung
in gewissem Maße verschiebbar, was es erlaubt, mit der Waffenkupplung Waffen festzulegen,
bei denen die Position des Ladezapfens z.B. aufgrund unterschiedlicher Querschnittsabmessungen
der Waffen in einem gewissen Bereich variiert.
Die Funktionsweise der dargestellten Waffenkupplung ist wie folgt;
[0034] Zunächst befinden sich die Riegel 16 in einer Verriegelungsstellung, in der die Enden
der Riegel 16 in den in dem Gehäuse 6 ausgebildeten Aufnahmeraum 12 hineinragen. Zum
Festlegen einer Waffe in der Waffenkupplung wird nun der an der Waffe ausgebildete
Ladezapfen in den Aufnahmeraum 12 eingeführt. Hierbei kontaktiert der Ladezapfen die
schräg zur Einführrichtung des Ladezapfens ausgerichteten Innenseiten der Riegel 16.
Hierdurch werden die Riegel 16 voneinander weg nach außen geschwenkt und liegen an
der Außenseite des Ladezapfens an. Sobald die an dem Ladezapfen ausgebildete nutartige
umlaufende Einbuchtung vor den Endbereichen der Riegel 16 angeordnet ist, schwenken
die Riegel 16 durch die auf den Schlitten 24 wirkende Federkraft in die Einbuchtung
ein. Hierbei wird der Schlitten 24 auf dem abgeflacht ebenen Bereich 22 des Gehäuses
6 in Richtung der Stirnseite 8 des Gehäuses 6 in seine erste Endstellung bewegt. Durch
den Eingriff der Riegel 16 in die umlaufende Einbuchtung des Ladezapfens der Waffe
ist die Waffe in der Waffenkupplung formschlüssig festgelegt und gegen eine axiale
Bewegung gesichert.
[0035] Zum Lösen der Befestigung der Waffe in der Waffenkupplung wird der Schlitten 24 durch
Betätigung der Griffe 36 in Richtung von der Stirnseite 8 des Gehäuses 6 weg in seine
zweite Endstellung verschoben. Hierdurch schwenken beide Riegel 16 voneinander weg,
so dass sie nicht mehr in der an dem Ladezapfen ausgebildeten Einbuchtung in Eingriff
sind. In der zweiten Endstellung des Schlittens 24 rastet ein in der Durchbrechung
38 des Schlittens 24 geführter Sicherungsstift 40 in die an dem Gehäuse 6 ausgebildete
Ausnehmung ein, wodurch der Schlitten 24 in der zweiten Endstellung formschlüssig
gehalten wird. Die Waffe kann nun soweit bewegt werden, bis sich deren Ladezapfen
nicht mehr in der Waffenkupplung befindet.
- 2 -
- Teil
- 4 -
- Teil
- 6 -
- Gehäuse
- 8 -
- Stirnseite
- 10 -
- Öffnung
- 12 -
- Aufnahmeraum
- 14 -
- Längsnut
- 16 -
- Riegel
- 18 -
- Welle
- 20 -
- Bohrung
- 22 -
- Bereich
- 24 -
- Schlitten
- 26 -
- Vorsprung
- 28 -
- Schlitz
- 30 -
- Hebel
- 32 -
- Gelenkstift
- 34 -
- Langloch
- 35
- Federelement
- 36 -
- Griff
- 38 -
- Durchbrechung
- 40 -
- Sicherungsstift
- 42 -
- Stirnseite
- 44 -
- Gewindebohrung
- 46 -
- Einschraubteil
- 48 -
- Kragen
- 50 -
- Grundkörper
- 52 -
- Kragen
- 54 -
- Ring
- 56 -
- Absatz
- 58 -
- Deckel
- 60 -
- Durchbrechung
- 62 -
- Vorsprung
- 64 -
- Vorsprung
- 66 -
- Schraube
- A -
- Längsachse
- B -
- Schwenkachse
1. Waffenkupplung zum Festlegen einer Waffe in einer Waffen- und insbesondere Torpedo-Transport-
und Staueinrichtung mit mindestens einem bewegbaren Riegel (16), welcher in einen
an der Waffe ausgebildeten Ladezapfen in einer Verriegelungsstellung formschlüssig
eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (16) in Verriegelungsrichtung federvorgespannt ist und einen Teil einer
selbsttätig verriegelnden Verriegelungsmechanik bildet.
2. Waffenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (16) eine Kontaktfläche für den in die Waffenkupplung einzuführenden Ladezapfen
bildet, welche schräg zur Einführrichtung des Ladezapfens in die Waffenkupplung ausgerichtet
ist.
3. Waffenkupplung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei einander gegenüberliegend angeordnete Riegel (16) aufweist.
4. Waffenkupplung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegel (16) schwenkbar ausgebildet sind.
5. Waffenkupplung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegel (16) in der Verriegelungsstellung in den Ladezapfen in Einführrichtung
des Ladezapfens in die Waffenkupplung vor ihren Schwenkachsen (B) eingreifen.
6. Waffenkupplung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass drehbar gelagerten Wellen (18) die Schwenkachsen (B) der Riegel (16) bilden, welche
mit einem an der Außenseite der Waffenkupplung verschiebbar angeordneten Schlitten
(24) bewegungsgekoppelt sind.
7. Waffenkupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (24) von einer ersten Endstellung, in der sich die Riegel (16) in der
Verriegelungsstellung befinden, in eine zweite Endstellung verschiebbar ist, in der
sich die Riegel (16) in einer Entriegelungsstellung befinden.
8. Waffenkupplung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schlitten (24) eine Handhabe zum Entriegeln der Riegel (16) ausgebildet ist.
9. Waffenkupplung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (24) mit mindestens einem Federelement (35) wirkungsverbunden ist,
dessen Federkraft in Richtung der ersten Endstellung des Schlittens (24) wirkt.
10. Waffenkupplung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (24) in der zweiten Endstellung formschlüssig festlegbar ist.
11. Waffenkupplung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schlitten (24) eine Durchbrechung (38) ausgebildet ist, in die ein Sicherungsstift
(40) eingreift, welcher in der zweiten Endstellung des Schlittens (24) in eine an
der Waffenkupplung ortfest ausgebildete Ausnehmung einrastet.
12. Waffenkupplung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Waffenkupplung zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein erster Teil (2) der Waffenkupplung
zum Verriegeln des Ladezapfens in einer Ebene quer zur Einführrichtung des Ladezapfens
in die Waffenkupplung mit umfänglichen Spiel an einem zweiten Teil (4) der Waffenkupplung
befestigt ist, welcher ortsfest an der Waffen-Transport- und Staueinrichtung angeordnet
ist.