[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Des weiteren betrifft die Erfindung eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
7.
[0002] Unter Räumlichkeiten werden alle möglichen Räumlichkeiten verstanden, in denen sich
Personen aufhalten oder Gegenstände befinden können. Mit der erfindungsgemäßen Vorgangsweise
können beispielsweise Bürogebäude, Wohngebäude oder Lagerräumlichkeiten abgesichert
werden. Lagerräumlichkeiten können z.B. in Form einer Vielzahl von mit Türen verschlossenen
Containern verwirklicht werden oder aber auch in Form von mit Türen gesicherten Schließfächern.
Auch mit Schubladen gebildete Räumlichkeiten oder mit Auszügen verschlossene Fächer,
z.B. Aktenkästen, sind unter Räumlichkeiten zu verstehen. Die Räumlichkeiten sind
mit Verschlusselementen abgeschlossen, wie z.B. mit Türen, Fenstern, Klappen, Auszieheinheiten
oder entsprechenden Ladenfronten.
[0003] Um einen unbefugten Zutritt zu verhindern und die in den Räumlichkeiten befindlichen
Personen und Gegenstände zu sichern, sind die Verschlusselemente mit Verriegelungseinheiten
versehen, die mittels einer Steuereinheit betätigbar sind. Diese Verschlusselemente
können vielfältig ausgebildet sein; insbesondere handelt es sich um elektromechanische
oder elektronische betätigbare Verriegelungseinheiten, die von der Steuereinheit in
eine Verriegelungsstellung oder in eine Freigabestellung verstellt werden können.
Die Steuereinheit ist mit einem Codegeber beeinflussbar, der von einem Zutrittsberechtigten
gehandhabt werden kann. Je nach Befehlsabgabe ist es möglich, die Verriegelungselemente
in eine Entriegelungsstellung oder in eine Verrieglungsstellung zu verbringen und
damit die Verschlusselemente freizugeben oder zu verriegeln. Die Signalgabe durch
den Codegeber ist verschieden gestaltbar, es kann sich z.B. um magnetische Codegeber
oder um Sendeeinheiten, z.B. RFID-Chips, handeln, die mit der Steuereinheit kommunizieren.
Es ist auch möglich, bei jedem Verschlusselement einen entsprechenden Empfänger für
die Signale des Codegebers anzubringen, welcher Empfänger mit der Steuereinheit kommuniziert
und die vom Codegeber erhaltenen Signale an die zentrale Steuereinheit überträgt.
[0004] Es ist bekannt, Möbel und Gebäude mit Schließzylindern abzusichern. Ferner ist es
bekannt, Rollkästen sowie Schränke mit Hängeregistraturen und Auszügen zentral, insbesondere
mechanisch, zu verschließen. Es ist auch bekannt, mechanische Verriegelungen einzusetzen,
um bei Ladenkästen das gleichzeitige Öffnen von mehreren Auszügen zu verhindern, da
ansonsten das Möbel nach vorne kippen könnte. Es ist auch bekannt, Interieur-Elemente
mit elektronischen Schließsystemen auszurüsten, hauptsächlich zur Sicherung ideeller
und materieller Werte. Dabei werden in der Regel Identifikationseinrichtungen, Steuergeräte
und elektromechanische Verriegelungen eingesetzt. Einsatzbereiche dafür sind beispielsweise
Geschäftseinrichtungen für den Handel mit Uhren, Juwelen, Briefmarken, Mobiltelefonen,
für Elektronikbauteile, hochpreisige Modeartikel sowie Modeaccessoires, Brillen und
andere hochpreisige Waren. Derartige Schutzmaßnahmen werden auch eingesetzt zum Schutz
von Unterlagen und Daten, beispielsweise im öffentlichen Bereich, bei Anwälten und
im Kunstbereich in Museen, Sammlungen und letztlich auch im privaten Bereich zur Zugangssicherung.
Anwendungsbereiche liegen auch bei der elektronischen Sicherung von Schließsystemen
im Bereich Depotkästen, beispielsweise bei Schlüsseldepots bis hin zu Wertfächern,
Umkleideschränken usw.
[0005] Oftmals können Standardkonfigurationen zur Sicherung von Zutrittssystemen bei der
Gebäudesicherung oder bei der Absicherung von hochwertigen Waren aus Raum-und Kostengründen
nicht einfach und kostengünstig zur Anwendung gebracht werden bzw. es verbleiben bei
der Anwendung Sicherheitslücken. Es bestehen ferner Systeme, bei denen Identifizierungseinrichtungen,
wie beispielsweise Chipkartenleser, eine Anzahl von Verschlusselementen, beispielsweise
Türen, Laden usw., parallel entriegeln bzw. verriegeln. Bei derartigen Systemen ist
vorgesehen, dass mehrere parallele elektromechanische Verriegelungseinheiten gleichzeitig
ver- oder entriegelt werden. Es wird somit eine spezifische Anzahl von Verschlusselementen
in unmittelbarer räumlicher Umgebung der Identifikationseinheit bzw. des Codegebers,
also beispielsweise alle vorhandenen Türen und Laden einer Vitrine eines Juweliers,
gleichzeitig bzw. parallel entriegelt oder verriegelt.
[0006] Dabei wird mit einer Steuereinheit, nachdem die Identifikation des Codegebers erfolgreich
abgeschlossen wurde, entsprechend den abgegebenen Signalen für einen bestimmten Zeitraum
ein Stromimpuls als Entriegelungsimpuls an die elektromechanischen Verriegelungseinheiten
abgegeben. Während dieser Pulsdauer können die durch die Verrieglungseinheiten gesicherten
Verschlusselemente geöffnet werden. Dies bedeutet, dass während dieser Pulsdauer eine
beliebige Anzahl der mit den Öffnungsimpulsen beaufschlagten Verschlusselemente geöffnet
werden kann, z.B. auch mehrfach geöffnet und mehrfach geschlossen werden kann.
[0007] Diese bekannte Vorgangsweise ist in Fig. 1 dargestellt. In Fig. 1 oben sind die an
beispielsweise vier Verriegelungseinheiten 1', 2', 3', 4' abgegebenen Aktivierungsimpulse
1", 2", 3", 4" für deren Entriegelung dargestellt. Darunter sind vier Verschlusselemente
1, 2, 3, 4 dargestellt, deren jeweilige Verrieglungseinheit 1', 2', 3', 4' mit dem
Aktivierungsimpuls beaufschlagt wird. Es ist ersichtlich, dass jedes der vier dargestellten
Verschlusselemente 1, 2, 3, 4 während der Zeitdauer des Aktivierungsimpulses beliebig
geöffnet und geschlossen werden kann, wozu beispielsweise auf die Verschlusselemente
1, 2 und 4 verwiesen wird; Verschlusselement 3 bleibt in diesem Fall andauernd geschlossen.
Erst wenn der Aktivierungsimpuls endet, sind sämtliche Verschlusselemente 1', 2',
3', 4' wieder verriegelt und ein Zutritt ist nicht mehr möglich. Bei dieser Vorgangsweise
und insbesondere abhängig von den örtlichen Gegebenheiten hinsichtlich der Aufteilung
und Anordnung der parallel aktivierten und offenbaren Verschlusselemente 1, 2, 3,
4 ist es aber mitunter oft unmöglich, für den gesamten Aktivierungszeitraum alle aktivierten
Verschlusselemente im Auge zu behalten. Insbesondere ist dies schwierig, wenn z.B.
eine Anzahl von Kunden vor den Türen von freigegebenen Schränken, Kästen oder Vitrinen
vorhanden ist, die dann selbstständig Türen öffnen und schließen können. Bei einem
Juwelier wäre beispielsweise das Verkaufspersonal überfordert und es könnten Diebstähle
aus den Vitrinen erfolgen, ohne dass es dem Verkaufspersonal auffällt oder, ohne dass
bei einem unberechtigten Zugriff oder einem unberechtigten Öffnen eines Verschlusselementes
ein Alarm ausgelöst wird.
[0008] Die Erfindung soll hier Abhilfe schaffen. Dieses Ziel wird bei einem Verfahren der
eingangs genannten Art dadurch erreicht,
- dass die vorhandenen abzusichernden Verschlusselemente mit ihren jeweiligen Verriegelungseinheiten
in eine Anzahl von Gruppen zusammengefasst oder aufgeteilt werden,
- dass bei einer vorgegebenen Signalabgabe des Codegebers von der Steuereinheit alle
Verriegelungseinheiten der mit der Signalabgabe jeweils ausgewählten Gruppe gleichzeitig
in Öffnungsstellung verstellt und damit alle Verschlusselemente für ein Öffnen freigegeben
werden und
- dass nach Öffnen eines Verschlusselementes der ausgewählten Gruppe die Verriegelungseinheiten
aller übrigen noch ungeöffneten Verschlusselemente dieser Gruppe unverzüglich in ihre
Verriegelungsstellung verstellt werden.
[0009] Es ist somit vorgesehen, dass alle vorhandenen Verschlusselemente, z.B. nach Bedarf
oder räumlichen Gegebenheiten usw., in eine Anzahl von Gruppen aufgeteilt werden.
Dadurch wird die Vielzahl der vorhandenen Verschlusselemente auf eine übersehbare
Menge von Gruppen eingeschränkt, die den Bedürfnissen eines erforderlichen Zutritts
angepasst werden können. Wesentlich ist jedoch, dass bereits nach dem Öffnen des ersten
Verschlusselementes der zum Entriegeln ausgewählten Gruppe die Aktivierung aller übrigen
zu dieser Gruppe gehörenden Verschlusselemente rückgängig gemacht wird, sodass ein
berechtigter oder auch unberechtigter Zutritt zu weiteren Verschlusselementen dieser
Gruppe nicht mehr möglich ist.
[0010] Ferner kann das einzige geöffnete Verschlusselement im Auge behalten werden und es
kann auch festgestellt werden, dass, sofern sich ein Verschlusselement dieser Gruppe
nicht öffnen lässt, bereits ein anderes Verschlusselement dieser Gruppe geöffnet wurde.
[0011] Von Vorteil ist es, wenn die Verriegelungseinheiten der noch ungeöffneten Verschlusselemente
dieser ausgewählten Gruppe erst nach neuerlicher Signalabgabe des Codegebers von der
Steuereinheit neuerlich gleichzeitig in Öffnungsstellung verstellt und damit alle
Verschlusselemente für ein Öffnen freigegeben werden, womit ein weiteres Verschlusselement
geöffnet werden kann. Damit wird sichergestellt, dass ein weiteres Verschlusselement
dieser Gruppe nur mit Wissen des Zutrittsberechtigten geöffnet werden kann. Das gleichzeitige
Öffnen von Verschlusselementen einer Gruppe bedarf einer Anzahl von Bestätigungen
des Codegebers.
[0012] Von Vorteil ist es, wenn eine Entriegelung der wieder in Verriegelungsstellung verstellten
Verriegelungseinheiten der Verschlusselemente dieser Gruppe erst nach einem Schließen
des geöffneten Verschlusselementes dieser Gruppe und Verriegeln der Verriegelungseinheiten
dieses Verschlusselementes, gegebenenfalls erst nach Verstreichen einer vorgegebenen
Zeitspanne, zugelassen wird. Damit wird die Sicherheit erhöht, dass ein unberechtigter
Zutritt zu den Räumlichkeiten, die mit den Verschlusselementen abgesichert sind, verhindert
wird.
[0013] Es kann vorgesehen sein, dass zur Öffnung der Verriegelungseinheiten ein Öffnungssignal
abgegeben wird und damit die Verrieglungseinheiten in Offenstellung verstellt werden
und dass das Rückstellen der Verrieglungseinheiten bei einer weiteren Signalübertragung
durch die Steuereinheit erfolgt. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Verriegelungseinheiten
solange in Offenstellung verbleiben, so lange die Steuereinheit die Verriegelungseinheiten
dieser Gruppe mit Entriegelungssignalen beaufschlagt oder ein Verriegelungssignal
überträgt. Diese Steuerungslogik ist zweckmäßig, da das Öffnen eines Verschlusselementes
sehr einfach von der Steuereinheit zu detektieren ist und für eine Verriegelung der
übrigen Verschlusselemente dieser Gruppe lediglich die Übertragung der Entriegelungssignale
unterbrochen werden muss. Es ist von Vorteil, wenn bei Beaufschlagung der Steuereinheit
mit einem Signal des Codegebers von der Steuereinheit an die Verriegelungselemente
der Verschlusseinheiten der ausgewählten Gruppe Entriegelungssignale abgegeben werden
und nach dem Öffnen des vom Zutrittsberechtigten ausgewählten Verschlusselementes
an die Verriegelungseinheiten der übrigen Verschlusselemente dieser Gruppe, gegebenenfalls
nach Ablauf einer vorgegebenen kurzen Zeitspanne, die Abgabe der Entriegelungssignale
unterbrochen wird oder Verriegelungssignale übertragen werden, sodass eine Freigabe
der Verriegelungseinheiten und Verschlusselemente der ausgewählten Gruppe nur für
den Zeitraum von der Signalabgabe durch den Codegeber bis zum Öffnen eines Verschlusselementes
dieser Gruppe vorliegt.
[0014] Zur Erhöhung der Sicherheit bzw. zur Vermeidung von Fehlalarm ist es zweckmäßig,
wenn nach dem Schließen eines geöffneten Verschlusselementes für eine vorgegebene,
vorzugsweise einstellbare, Zeitspanne eine ein unberechtigtes Öffnen dieses Verschlusselementes
anzeigende Alarmsignalabgabe unterdrückt wird, um durch Kontaktprellungen in der Verriegelungseinheit
verursachte Alarmsignale zu vermeiden.
[0015] Eine Anordnung zur Absicherung von Räumlichkeiten, z.B. Zimmern, Schubladen, Fächern,
Kästen, Vitrinen, Möbelauszügen, welche Räumlichkeiten jeweils mit zumindest einem
mit einer elektrisch betätigbaren Verriegelungseinheit, z.B. elektromechanischen Schlössern,
versehenen Verschlusselement, z.B. Tür, Fenster, Klappe, Auszieheinheit, Lade, begrenzt
oder abgeschlossen sind, wobei eine Steuereinheit für die Betätigung, das heißt das
Öffnen und Schließen, der Verriegelungseinheiten vorgesehen und mit einem einem Zutrittsberechtigten
zur Verfügung gestellten Codegeber beeinflussbar ist, ist erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet,
- dass die vorhandenen abzusichernden Verschlusselemente mit ihren Verriegelungseinheiten
in eine Anzahl von Gruppen aufgeteilt sind,
- dass die Steuereinheit bei einer vorgegebenen Signalabgabe des Codegebers alle Verriegelungseinheiten
der jeweils an der Anzahl der vorhandenen Gruppen ausgewählten Gruppe gleichzeitig
in Öffnungsstellung verstellt und
- dass nach Öffnen eines Verschlusselementes dieser Gruppe von der Steuereinheit die
Verriegelungseinheiten aller übrigen noch ungeöffneten Verschlusselemente dieser Gruppe
in Verriegelungsstellung verstellbar sind.
[0016] Eine derartige Anordnung wird vorteilhafterweise derart ausgestaltet, dass die Steuereinheit
die Verriegelungseinheiten der noch ungeöffneten Verschlusselemente dieser Gruppe
nach einer vorgegebenen oder einstellbaren Zeitspanne wieder verriegelt bzw. die Entriegelung
beendet und gegebenenfalls eine Entriegelung der wiederverriegelten Verriegelungseinheiten
der Verschlusselemente dieser Gruppe erst nach einem Schließen des geöffneten Verschlusselementes
und Verriegeln der Verriegelungseinheit dieses Verschlusselementes zulässt.
[0017] Es ist dabei von Vorteil, wenn vorgesehen ist, dass die Steuereinheit nach Erhalt
eines Signals des Codegebers an die Verriegelungseinheiten der Verschlusseinheiten
der ausgewählten Gruppe Entriegelungssignale abgibt und nach dem Öffnen des ausgewählten
Verschlusselementes an die Verriegelungselemente der übrigen Verschlusselemente dieser
Gruppe, gegebenenfalls nach Ablauf einer vorgegebenen kurzen Zeitspanne, Verriegelungssignale
überträgt oder die Abgabe der Entriegelungssignale unterbricht, sodass eine Freigabe
der Verriegelungseinheiten und bzw. Verschlusselemente der ausgewählten Gruppe nur
für den Zeitraum der Signalabgabe durch den Codegeber bis zum Öffnen eines Verschlusselementes
dieser Gruppe erfolgt.
[0018] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Fig. 2 zeigt
schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen Anordnung.
[0019] Die Anzahl der einer Gruppe zugeordneten Verschlusselemente ist wählbar. In Fig.
2 ist eine Gruppe von Verschlusselementen dargestellt, welche Gruppe vier Verschlusselemente
1, 2, 3, 4 umfasst. Abhängig von der vorhandenen Anzahl von Verschlusselementen und
weiteren Kriterien wird die Anzahl der zu einer Gruppe gehörenden Verschlusselemente
gewählt. Selbstverständlich kann auch nur eine einzige Gruppe gebildet werden.
[0020] In Fig. 2 ist im oberen Bereich der Aktivierungsimpuls 1", 2", 3", 4" dargestellt,
der die Verriegelungseinheiten 1', 2', 3', 4' erreicht und von einer schematisch dargestellten
Steuereinrichtung 10 abgegeben wird, sobald diese von einem Codegeber C ein entsprechendes
Öffnungssignal für eine der vorhandenen Gruppen oder die vorhandene eine Gruppe von
Verschlusselementen 1, 2, 3, 4 erhält. Im vorliegenden Fall umfasst die Gruppe der
Verschlusselemente vier Verschlusselemente 1, 2, 3, 4 mit deren Verriegelungseinrichtungen
1', 2', 3', 4'. Unterhalb der Darstellung der Aktivierungsimpulse 1", 2", 3", 4" sind
die Stati 1 s, 2s, 3s, 4s der vier gesteuerten Verschlusselemente 1, 2, 3, 4 dargestellt.
Die Entriegelungssignale 1 ", 2", 3", 4" erreichen die Verriegelungseinheiten 1',
2', 3', 4' zu dem mit Pfeil 11 angedeuteten Zeitpunkt. Beim Verschlusselement 1 erfolgt
innerhalb des Zeitraums, für den die Steuereinheit 10 Aktivierungsimpulse für eine
Entriegelung der Verriegelungseinheiten 1, 2, 3, 4 abgibt, ein Öffnen dieses Verschlusselementes
1. Das Öffnen dieses Verschlusselementes 1 ist in dem darüber liegenden Diagramm betreffend
die Stati der Verschlusselemente dadurch angedeutet, dass eine Flanke nach oben verläuft
und mit dem dort befindlichen Pfeil 12 markiert ist. Ab diesem Zeitpunkt ist die Verriegelungseinheit
1' dieses Verschlusselementes 1 geöffnet. Man erkennt jedoch in dem darüber liegenden
Diagramm, dass sämtliche Aktivierungs- bzw. Entriegelungsimpulse 1 ", 2", 3", 4" von
der Steuereinheit 10 gleichzeitig bzw. unmittelbar folgend abgesetzt werden, nachdem,
wie mit Pfeil 12 angedeutet, das tatsächliche Öffnen des Verschlusselementes 1 festgestellt
wurde. Aus diesem Grund können die Verschlusselemente 2, 3 und 4 zu keiner Zeit mehr
geöffnet werden. Solange das Verschlusselement 1 sich in Offenstellung befindet, ist
eine weitere Öffnung von Verschlusselementen, die zu dieser Gruppe gehören, nicht
mehr möglich und es muss erst zugewartet werden, bis das geöffnete Verschlusselement
1 wiederverriegelt ist. Erst dann ist bei erneuter Abgabe eines Öffnungssignals mit
dem Codegeber C eine Öffnung eines der zu dieser Gruppe gehörigen Verschlusselemente
wieder möglich. Diese Vorgangsweise stellt sicher, dass nur das zur Öffnung vorgesehene
Verschlusselement geöffnet werden kann.
[0021] Durch eine möglichst schnelle Deaktivierung der Verrieglungseinheiten 2', 3', 4'
der noch nicht geöffneten Verschlusselemente dieser Gruppe wird ein unberechtigter
Zutritt zu den mit den Verschlusselementen 2, 3, 4 gesicherten Räumlichkeiten weitgehend
vermieden.
[0022] Es kann bei einer vorgegebenen Vielzahl von mit der Steuereinheit 10 gesteuerten
Verrieglungseinheiten durch entsprechende Auswahl und Bildung von Gruppen individuellen
Ansprüchen Rechnung getragen werden.
[0023] Gegebenenfalls können mehrere Steuereinheiten 10 logisch untereinander verbunden
sein; die Öffnungs-Verweigerung wird von sämtlichen Steuereinheiten 10 ausgeführt
bis das geöffnete Verschlusselement wieder geschlossen wird und von den Steuereinheiten
10 eine Freigabeinformation ausgegeben wird.
[0024] Die Zeiten, für die die Verschlusselemente freigesetzt werden bzw. zu denen ein Verriegeln
von geöffneten Verriegelungseinheiten erfolgt, und die Zeiten, für die allenfalls
durch Kontaktprellen verursachte Öffnungsmeldungen unterdrückt werden, sind frei wählbar
bzw. können durch Aufzeichnung der bei Verwendung des Systems auftretenden Zeiten
ermittelt und angepasst werden.
[0025] In welcher Weise die Verriegelung erfolgt bzw. in welcher Weise ein Öffnen von Verschlusselementen
bzw. ein weiteres Verschließen detektiert wird, spielt für die erfindungsgemäße Vorgangsweise
bzw. für die erfindungsgemäße Anordnung keine Rolle. Verfahren und Vorrichtungen zur
Überwachung von Verschlusselementen und Verrieglungseinheiten und zur Signalübertragung
sind an sich bekannt.
1. Verfahren zur Absicherung einer Vielzahl von Räumlichkeiten, z.B. Zimmern, Schubladen,
Fächern, Kästen, Vitrinen, Möbelauszügen, die jeweils mit zumindest einem mit einer
elektrisch betätigbaren Verriegelungseinheit (1', 2', 3', 4'), z.B. elektromechanischem
Schloss, versehenen Verschlusselement (1, 2, 3, 4), z.B. Tür, Fenster, Klappe, Auszieheinheit,
Lade, begrenzt oder abgeschlossen sind, wobei eine Steuereinheit (10) für die Betätigung,
das heißt das Öffnen und Schließen, der Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') vorgesehen
und mit einem einem Zutrittsberechtigten zur Verfügung gestellten Codegeber beeinflussbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die vorhandenen abzusichernden Verschlusselemente mit ihren jeweiligen Verriegelungseinheiten
in eine Anzahl von Gruppen zusammengefasst oder aufgeteilt werden,
- dass bei einer vorgegebenen Signalabgabe des Codegebers (C) von der Steuereinheit (10)
alle Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') der damit jeweils ausgewählten Gruppe
gleichzeitig in Öffnungsstellung verstellt und damit alle Verschlusselemente (1, 2,
3, 4) dieser Gruppe für ein Öffnen freigegeben werden und
- dass nach Öffnen eines Verschlusselementes (1, 2, 3, 4) dieser ausgewählten Gruppe die
Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') aller übrigen noch ungeöffneten Verschlusselemente
dieser Gruppe unverzüglich in ihre Verriegelungsstellung verstellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') der noch ungeöffneten Verschlusselemente
(1, 2, 3, 4) dieser Gruppe erst nach neuerlicher Signalabgabe des Codegebers (C) von
der Steuereinheit (10) neuerlich gleichzeitig in Öffnungsstellung verstellt und damit
alle Verschlusselemente für ein Öffnen freigegeben werden, worauf ein weiteres Verschlusselement
geöffnet werden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Entriegelung der wieder in Verriegelungsstellung verstellten Verriegelungseinheiten
(2', 3', 4') der Verschlusselemente (2, 3, 4) dieser Gruppe erst nach einem Schließen
des geöffneten Verschlusselementes (1) dieser Gruppe und Verriegeln der Verriegelungseinheiten
(1') dieses Verschlusselementes (1), gegebenenfalls erst nach Verstreichen einer vorgegebenen
Zeitspanne, zugelassen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') solange in Offenstellung verbleiben,
so lange die Steuereinheit (10) die Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') dieser
Gruppe mit Entriegelungssignalen beaufschlagt oder ein Verriegelungssignal überträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei Beaufschlagung der Steuereinheit (10) mit einem Signal des Codegebers (C) von
der Steuereinheit (10) an die Verriegelungselemente (1', 2', 3', 4') der Verschlusseinheiten
(1, 2, 3, 4) der ausgewählten Gruppe Entriegelungssignale (1", 2", 3", 4") abgegeben
werden und nach dem Öffnen des vom Zutrittsberechtigten ausgewählten Verschlusselementes
(1) an die Verriegelungseinheiten (2', 3', 4') der übrigen Verschlusselemente (2,
3, 4) dieser Gruppe, gegebenenfalls nach Ablauf einer vorgegebenen kurzen Zeitspanne,
die Abgabe der Entriegelungssignale unterbrochen wird oder Verriegelungssignale übertragen
werden, sodass eine Freigabe der Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') und Verschlusselemente
(1, 2, 3, 4) der ausgewählten Gruppe nur für den Zeitraum von der Signalabgabe durch
den Codegeber (C) bis zum Öffnen eines Verschlusselementes dieser Gruppe vorliegt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schließen eines geöffneten Verschlusselementes für eine vorgegebene, vorzugsweise
einstellbare, Zeitspanne eine ein unberechtigtes Öffnen dieses Verschlusselementes
anzeigende Alarmsignalabgabe unterdrückt wird, um durch Kontaktprellungen in der Verriegelungseinheit
verursachte Alarmsignale zu vermeiden.
7. Anordnung zur Absicherung von Räumlichkeiten, z.B. Zimmern, Schubladen, Fächern, Kästen,
Vitrinen, Möbelauszügen, welche Räumlichkeiten jeweils mit zumindest einem mit einer
elektrisch betätigbaren Verriegelungseinheit (1', 2', 3', 4'), z.B. elektromechanischen
Schlössern, versehenen Verschlusselement (1, 2, 3, 4), z.B. Tür, Fenster, Klappe,
Auszieheinheit, Lade, begrenzt oder abgeschlossen sind, wobei eine Steuereinheit (10)
für die Betätigung, das heißt das Öffnen und Schließen, der Verriegelungseinheiten
(1', 2', 3', 4') vorgesehen und mit einem einem Zutrittsberechtigten zur Verfügung
gestellten Codegeber (C) beeinflussbar ist, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die vorhandenen abzusichernden Verschlusselemente (1, 2, 3, 4) mit ihren Verriegelungseinheiten
(1', 2', 3', 4') in eine Anzahl von Gruppen aufgeteilt sind,
- dass die Steuereinheit (10) bei einer vorgegebenen Signalabgabe des Codegebers (C) alle
Verriegelungseinheiten (1', 2', 3', 4') der jeweils ausgewählten Gruppe gleichzeitig
in Öffnungsstellung verstellt und
- dass nach Öffnen eines Verschlusselementes (1) dieser Gruppe von der Steuereinheit (10)
die Verriegelungseinheiten (2', 3', 4') aller übrigen noch ungeöffneten Verschlusselemente
(2, 3, 4) dieser Gruppe in Verriegelungsstellung verstellbar sind.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) die Verriegelungseinheiten (2', 3', 4') der noch ungeöffneten
Verschlusselemente (2, 3, 4) dieser Gruppe nach einer vorgegebenen oder einstellbaren
Zeitspanne wieder verriegelt und gegebenenfalls eine Entriegelung der wiederverriegelten
Verriegelungseinheiten (2', 3', 4') der Verschlusselemente (2, 3, 4) dieser Gruppe
erst nach einem Schließen des geöffneten Verschlusselementes (1) und Verriegeln der
Verriegelungseinheit (1') dieses Verschlusselementes (1) zulässt.
9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) nach Erhalt eines Signals des Codegebers (C) an die Verriegelungseinheiten
(1', 2', 3', 4') der Verschlusseinheiten (1, 2, 3, 4) der ausgewählten Gruppe Entriegelungssignale
(1", 2", 3", 4") abgibt und nach dem Öffnen des ausgewählten Verschlusselementes an
die Verriegelungseinheiten der übrigen Verschlusselemente dieser Gruppe gegebenenfalls
nach Ablauf einer vorgegebenen kurzen Zeitspanne Verriegelungssignale überträgt oder
die Abgabe der Entriegelungssignale unterbricht, sodass eine Freigabe der Verriegelungseinheiten
(1', 2', 3', 4') und bzw. Verschlusselemente (1, 2, 3, 4) der ausgewählten Gruppe
nur für den Zeitraum der Signalabgabe durch den Codegeber bis zum Öffnen eines Verschlusselementes
dieser Gruppe erfolgt.