[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Auszahlung von Guthaben durch
Spielautomaten.
Gebiet der Erfindung:
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie ein System zur Auszahlung von
Guthaben. Solche Verfahren und Systeme werden vorteilhafterweise im Bereich des Automatenglückspiels,
etwa in Spielcasinos oder in Spielhallen eingesetzt.
Hintergrund der Erfindung:
[0003] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Verfahren und Systemen
zur Durchführung von bargeldlosen Spieltransaktionen bei Spielautomaten bekannt. Insbesondere
sind Spielautomaten bekannt, die mit einem bestimmten, vom Spieler vorab bezahlten
Guthaben betrieben werden. Dabei wird den Spielautomaten ein bestimmtes Guthaben vorgegeben,
dies kann etwa durch Einzahlung von Münzen oder Geldscheinen direkt am Automaten,
aber auch durch Einwerfen bzw. Einführen eines Tickets in den Spielautomaten oder
auch durch Einführen einer Chipkarte in den Spielautomaten vorgenommen werden. Tickets
oder Chipkarten können beispielsweise nach Bezahlung eines bestimmten Geldbetrags
von einem Bediensteten des Spielcasinos oder dem Automaten ausgegeben werden. Sowohl
auf der Chipkarte als auch auf dem Ticket ist in für den Spielautomaten lesbarer Form
ein bestimmter Geldbetrag abgespeichert.
[0004] Alternativ kann der Geldbetrag auch in einem zentralen mit den einzelnen Spielautomaten
vernetzten Server abgespeichert werden, wobei das Ticket lediglich einen Schlüssel
aufweist, der auf einen Speicherplatz am Server verweist, an dem der jeweilige Geldbetrag
abgespeichert ist.
[0005] Mit der eben erwähnten Methode der Vernetzung von Spielautomaten besteht zudem die
Freiheit, dass der Spieler ein Ticket oder seine Chipkarte vom Automaten erhält, wobei
entweder unmittelbar auf dem Ticket oder der Chipkarte oder aber auf einem zentralen
Server das jeweilige Guthaben des Spielers abgespeichert ist.
[0006] Will der Spieler das Spiel beenden, obwohl er noch Guthaben verfügbar hat, so kann
er durch Betätigung einer Auszahlungseinheit die Auszahlung seines Guthabens bewirken.
Die Auszahlung erfolgt dabei entweder durch eine unmittelbare Barauszahlung, durch
die Ausgabe eines neuen Tickets mit einem neu ausgedruckten Guthabenbetrag, oder durch
Aufspeichern auf die Chipkarte.
[0007] Um wiederum auf das Guthaben zugreifen zu können, kann der Spieler das Ticket bzw.
die gespeicherte Chipkarte in denselben Hauptspielautomaten oder in einen beliebigen
anderen Automaten einstecken und ein weiteres Spiel starten.
[0008] Werden Netzwerke eingesetzt, so enthält das jeweilige Ticket nur einen Schlüssel,
etwa einen Verweis auf einen Speicherplatz im Server, an dem der jeweilige Geldbetrag
abgespeichert ist. Wird das Ticket vom Spielautomaten eingelesen, übermittelt der
Spielautomat den Schlüssel an den Server und erhält vom Server den jeweiligen Guthabenbetrag.
[0009] Ein solches Vorgehen ermöglicht die schnelle Übertragung von größeren Geldbeträgen,
ohne dass der Spieler die Geldbeträge bei sich mitführen müsste, gegebenenfalls wird
der Spieler auch zu höheren Einsätzen motiviert. Weiters kann so vermieden werden,
dass jeder einzelne Spieler eine größere Menge an Kleingeld mit sich führen müsste,
wenn nicht runde Spieleinsätze oder Spielgewinne oder Guthaben gezahlt bzw. zurückbezahlt
werden. Weiters kann durch dieses vorteilhafte Vorgehen auch die Installation von
Münzausgabegeräten an jedem einzelnen der Spielautomaten vermieden werden.
[0010] Es besteht jedoch bei gängigen Spielautomaten der erhebliche Nachteil, dass die eingelesenen
Tickets aufgrund gesetzlicher Vorschriften im Spielautomaten selbst aufbewahrt werden
müssen. Diese gesammelten Originaltickets müssen von Zeit zu Zeit aus dem Spielautomaten
entnommen werden und zu Beweiszwecken bzw. aus steuerlichen Gründen eingescannt und
zentral aufbewahrt werden.
[0011] Es besteht somit die Aufgabe, die Wartung der einzelnen Automaten zu vereinfachen,
insbesondere eine regelmäßige Entleerung der eingelesenen Originalticket-Behälter
der Automaten und der zu Beweiszwecken erforderlichen Weiterverarbeitung der Originaltickets
zu vermeiden.
[0012] Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten Art mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0013] Weiters löst die Erfindung diese Aufgabe bei einem System der eingangs genannten
Art mit den Merkmalen des Anspruchs 8.
Zusammenfassung der Erfindung:
[0014] Die Erfindung sieht ein Verfahren zur Auszahlung von Guthaben mittels eines Systems
umfassend einen Server und eine Anzahl von mit dem Server verbundenen und einem Spieler
bedienbaren Spielautomaten vor, wobei zumindest ein Spielautomat eine Spieleinheit
und eine von einem Spieler betätigbare Auszahlungseinheit zur Auszahlung eines Guthabens
aufweist;. es ist dabei vorgesehen, dass
- die Spieleinheit bei Vorliegen eines Guthabens die Durchführung eines Spiels ermöglicht,
- bei Vorliegen eines Guthabens und Betätigung der Auszahlungseinheit ein Datensatz
an den Server übermittelt wird, der die Höhe des Guthabens umfasst, -
- der Datensatz bei seinem Einlagen beim Server abgespeichert wird und im Falle der
erfolgreichen Abspeicherung ein Freigabedatensatz an den Spielautomaten rückübermittelt
wird,
- bei Einlagen des Freigabedatensatzes beim jeweiligen Spielautomaten ein Bestätigungsticket
bereitgestellt und an den Spieler abgegeben wird,
- wobei der Datensatz vom Server zum Ausdruck zur Verfügung gehalten wird.
[0015] Mit diesen vorteilhaften Merkmalen wird die Wartung der Spielautomaten erheblich
vereinfacht. Insbesondere kann das zeit- und kostenaufwendige Einscannen der in den
Automaten vorliegenden Tickets vollständig entfallen.
[0016] Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass beispielsweise in einem Fehlerfall
beim Einlesen von Tickets im Spielautomaten eine vergleichsweise einfache Rückverfolgung
und Bestimmung des auszuzahlenden Betrages für den Spieler möglich ist.
[0017] Zur vorteilhaften Aufbewahrung der Tickets in ausgedruckter und/oder elektronischer
Form kann vorgesehen sein, dass der Datensatz auf einem mit dem Server verbundenen
Drucker ausgedruckt wird und/oder dass der Datensatz in einem im Server abgespeicherten
elektronischen permanenten Dokuments eingefügt wird, das zum Ausdruck zur Verfügung
gehalten wird.
[0018] Zur Erhöhung der Sicherheit der Spielautomaten und der Verringerung der Manipulationsmöglichkeiten
durch den Spieler kann vorgesehen sein, dass der Datensatz in der Zeit zwischen dem
Einlagen des Datensatzes beim Server und der Übermittlung des Freigabedatensatzes
an den Spielautomaten ausgedruckt und/oder am Ende des elektronischen Dokuments eingefügt
wird.
[0019] Zur Vereinfachung der Maschinenlesbarkeit der ausgedruckten bzw. abgespeicherten
Belege kann vorgesehen sein, dass der Datensatz zumindest teilweise in Form eines
Barcode auf dem Drucker ausgedruckt oder in das elektronische Dokument eingefügt wird.
[0020] Zur Verbesserung der Zuordnung zwischen einzelnen Spielern, Spielgewinnen und Guthaben
sowie zur Aufzeichnung des Spielverhaltens einzelner Spieler kann vorgesehen sein,
dass der Freigabedatensatz, insbesondere in Form eines Barcodes, vom Spielautomaten
ausgedruckt wird und/oder dass der Freigabedatensatz auf einem mit dem Spielautomaten
in Datenverbindung stehenden und dem Spielautomaten zugeordneten Speichermedium, insbesondere
einer Chipkarte, abgespeichert wird.
[0021] Ferner kann vorgesehen sein, dass zur Bestätigung eines Guthabens ein Bestätigungsticket
vor dem Spielbeginn eingelesen wird und nach dem Ende des Spiels das Bestätigungsticket
gelöscht wird und dem Bestätigungsticket ein neuer, gegebenenfalls dem Datensatz und/oder
dem Freigabedatensatz entsprechender Aufdruck aufgedruckt wird.
[0022] Hierdurch kann die Anzahl der im Umlauf befindlichen Tickets enorm reduziert werden.
Insbesondere sind keine Tickets im Umlauf oder in den Spielautomaten verfügbar, die
keine Gültigkeit mehr aufweisen. Hierdurch wird einerseits das Entleeren der Automaten
überflüssig, andererseits befinden sich keine ungültig gewordenen Tickets mehr im
Umlauf, was die Betrugsgefahr erheblich reduziert.
[0023] Zur Verringerung der Manipulationsmöglichkeiten kann vorgesehen sein, dass
- der beim Server einlangende Datensatz und der infolge des Einlangens des Datensatzes
erstellte Freigabedatensatz einander zuordenbar im Server abgespeichert werden, und/oder
- dem Datensatz noch weitere Informationen, wie etwa eine den jeweiligen den Datensatz
übermittelnden Spielautomat identifizierende Kennung und/oder die Zeit und/oder das
Datum der Auszahlung des Guthabens hinzugefügt sind.
[0024] Zur Vermeidung von Mehrfachauszahlungen kann vorgesehen sein, dass nach der Abspeicherung
des Datensatzes im Server oder nach dem Ausdruck des Datensatzes durch den Server
oder nach der Ausgabe des Bestätigungstickets durch den Spielautomaten das Guthaben
gelöscht wird und der Spielautomat gegebenenfalls zur Durchführung eines neuen Spiels
vorbereitet wird.
[0025] Weiters betrifft die Erfindung ein System zur Auszahlung und Bestätigung von Guthaben
mittels eines Systems umfassend einen Server und eine Anzahl von mit dem Server verbundenen
Spielautomaten.
[0026] Weiters kann vorgesehen sein, dass mit dem Server ein Drucker verbunden ist, wobei
der Server eine Drucksteuerungseinheit aufweist, die nach Erhalt des Datensatzes den
Ausdruck des jeweiligen Datensatzes durch den Drucker veranlasst.
[0027] Dies ermöglicht eine einfache Archivierung von ausgedruckten Auszahlungsbestätigungen.
[0028] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Auszahlungseinheit einen Ticket-Drucker zum
Ausdruck des Freigabedatensatzes auf einem Ticket-Trägerkörper, beispielsweise Papier,
oder ein Chipkarten-Schreibgerät zum Abspeichern des Freigabedatensatzes auf einer
Chipkarte aufweist und/oder dass der Spielautomat ein Lesegerät zum Einlesen von Tickets
oder von Chipkarten aufweist.
[0029] Hierdurch wird das Einlesen bzw. das Ausgeben von Tickets an den einzelnen Spieler
auf vorteilhafte Weise ermöglicht.
[0030] Vorteilhafterweise sind das Lesegerät (25) und die Ausgabeeinheit (22) in einem gemeinsamen
Gerät integriert. Dies vereinfacht die Bedienbarkeit.
[0031] Dieses gemeinsame Gerät ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zum
Löschen und erneuten Beschreiben der Bestätigungstickets (3) ausgebildet. Hierdurch
kann die Anzahl der im Umlauf befindlichen Tickets enorm reduziert werden. Insbesondere
sind keine Tickets im Umlauf oder in den Spielautomaten verfügbar, die keine Gültigkeit
mehr aufweisen. Hierdurch wird einerseits das Entleeren der Automaten überflüssig,
andererseits befinden sich keine ungültig gewordenen Tickets mehr im Umlauf, was die
Betrugsgefahr erheblich reduziert.
[0032] Zur verbesserten Nachvollziehbarkeit von Spielgewinnen und Guthabentransfers sowie
zur Nachverfolgung von Aktivitäten einzelner Spieler kann vorgesehen sein, dass eine
Datenbank zum Abspeichern der einlangenden Datensätze vorgesehen ist, wobei jedem
der Datensätze ein Guthaben, gegebenenfalls auch weitere Angaben wie eine Kennzeichnungsnummer
des Spielautomaten, die Gewinnzeit und der Gewinntag zugeordnet sind.
[0033] Zur Erhöhung der Manipulationssicherheit des Systems kann vorgesehen sein, dass der
serverseitigen oder automatenseitigen Sendeeinheit eine Verschlüsselungseinheit vorgeschaltet
ist, die den einlangenden Datensatz nach vorgegebenen Kriterien verschlüsselt und
den ermittelten verschlüsselten Wert als an ihrem Ausgang der serverseitigen oder
automatenseitigen Sendeeinheit zur Verfügung stellt, wobei der verschlüsselte Wert
im Datensatz oder Freigabedatensatz enthalten ist.
[0034] Zudem kann zur weiteren Erhöhung der Sicherheit des Systems sowie zur verbesserten
Nachvollziehbarkeit des Spielverhaltens einzelner Spieler vorgesehen sein, dass eine
weitere Datenbank vorgesehen ist, in der die Freigabedatensätze abgespeichert sind,
wobei eine Zuordnung zwischen jedem Datensatz und dem jeweiligen nach dem Einlangen
dieses Datensatzes gebildeten Freigabedatensatzes abgespeichert ist, und/oder
dass jeweils ein Datensatz und der nach Einlangen des Datensatzes gebildete Freigabedatensatz
zu einem gemeinsamen Datensatz zusammengefasst und in der Datenbank abgespeichert
sind.
Figurenbeschreibung
[0035]
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems.
Fig. 2 zeigt die Vorderansicht eines Spielautomaten.
Fig. 3 zeigt ein Flussdiagramm mit der Ablaufsteuerung der Auszahlung.
Fig. 4 zeigt ein Flussdiagramm für den zentralen Ticketausdruck.
Fig. 5 zeigt ein Flussdiagramm für den Druck des Bestätigungsausdrucks.
Fig. 6 zeigt schematisch den Ablauf des Druckvorgangs im Detail.
Fig. 7 zeigt schematisch den Aufbau eines Spielautomaten.
Fig. 8 zeigt schematisch den Aufbau des Servers.
Fig. 9 zeigt schematisch den Aufbau einer im Speicher abgelegten Datenbank.
Detaillierte Beschreibung der Figuren
[0036] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels ohne
Einschränkung auf den allgemeinen erfinderischen Gedanken dargestellt.
[0037] Eine bevorzugte in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems
umfasst einen Server 1 sowie eine Anzahl von an diesen angeschlossenen Spielautomaten
2. Die Spielautomaten 2 sind mit dem Server 1 mittels eines Netzwerks 6 und jeweiligen
Schnittstellen 27, 28 verbunden. Das Netzwerk 6, der Server 1 und die Spielautomaten
2 sind so dimensioniert, dass der Server 1 selbst dann einlangende Datensätze verarbeiten
kann, wenn sämtliche der Spielautomaten 2 gleichzeitig Datensätze an den Server übermitteln.
Bei dem Netzwerk 6 kann es sich entweder um ein kabelgebundenes oder ein kabelloses
Netzwerk handeln.
[0038] Prinzipiell erfolgt die Kommunikation zwischen dem Server 1 und jeweils einem der
Spielautomaten 2 stets auf dieselbe Weise. Der Server 1 ist dabei lediglich so ausgelegt,
dass er mit sämtlichen der Spielautomaten 2 annähernd gleichzeitig zusammenwirken
und die Auszahlungen der einzelnen Spielautomaten 2 gleichzeitig protokollieren kann.
[0039] Ein Guthaben kann auf unterschiedliche Weise auf die Spielautomaten 2 verbucht werden.
Entweder kann ein Geld direkt in den Automaten geworfen werden oder es können Chipkarten
oder Bestätigungstickets in ein Lesegerät 25 eingeführt werden.
[0040] Fig. 1 zeigt einen Server 1, der über eine Datenverbindung 6 mit mehreren Spielautomaten
2 verbunden ist. Es können neben diesen dargestellten Spielautomaten 2 noch eine Anzahl
nicht weiter dargestellter Spielautomaten über das Netzwerk 6 verbunden sein. Ein
typischer Spielautomat 2 ist in Fig. 2 dargestellt.
[0041] Der in der Fig. 2 gezeigte Spielautomat 2 bildet ein Standgerät in Form eines Standalone-Gerätes
und umfasst ein etwa mannshohes, grob gesprochen kastenförmiges Gehäuse, dessen obere
Hälfte der Aufnahme einer Anzeigevorrichtung 30 dient, die in der gezeichneten Ausführung
aus zwei großflächigen, übereinander angeordneten Bildschirmen 31 und 32 besteht.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die beiden Bildschirme 31 und 32 zueinander stumpfwinklig geneigt
angeordnet, wobei der obere Bildschirm 31 sich im Wesentlichen vertikal erstreckt,
während der untere Bildschirm 32 zum Spieler hin abfallend geneigt angeordnet ist.
Unterhalb der Bildschirme 31 und 32 besitzt das Gehäuse des Spielautomaten 2 einen
zum Spieler hin vorspringenden Bedienfeldabschnitt, der sich über die gesamte Breite
des Gerätegehäuses erstreckt und im Wesentlichen kastenförmig ausgebildet ist. In
der gezeichneten Ausführung schließt der genannte Bedienfeldabschnitt kontinuierlich
in etwa in dieselbe Richtung geneigt an den Gehäuseabschnitt an, der den unteren Bildschirm
32 aufnimmt.
[0042] Die Oberseite des Bedienfeldabschnitts beherbergt das Bedienfeld 35, das mehrere
von Hand zu betätigende Bedientasten beispielsweise in Form von Druckschaltern umfasst.
Hierbei können mechanische Schalter oder Bedienfelder eines Touchscreens oder auch
andere Bedienelemente vorgesehen sein.
[0043] Die auf den Bildschirmen 31 und/oder 32 anzeigbaren Spiele werden von einer (vorzugsweise
im Inneren des Gehäuses angeordneten) elektronischen Steuereinrichtung vorzugsweise
in Form eines Rechners gesteuert, die im vorliegenden Fall im Inneren des Gehäuses
in dessen unterem Abschnitt aufgenommen ist. Die genannte Steuereinrichtung steuert
hierbei einerseits die Anzeigevorrichtung 30 und kommuniziert andererseits mit den
Bedientasten des Bedienfelds 35, wobei auch weitere Funktionskomponenten wie eine
Gewinnausgabeeinrichtung, eine Geldeingabe und Geld-Prüfvorrichtung von der Steuereinrichtung
her angesteuert werden können.
[0044] Der Server 1 ist vorteilhafterweise in einem gesonderten gesicherten Raum 200 untergebracht,
der von dem Raum 201, in dem sich die Spielautomaten 2 befinden, getrennt und für
den Spieler im Regelfall nicht zugänglich ist. Der Server 1 ist mit einem Drucker
5 verbunden und weiters umfasst der Server 1 einen Speicher zum Ablegen einer Datenbank
15, 17 von Datensätzen 41 und Freigabedatensätzen, was folgend näher beschrieben ist.
[0045] Wird von einem Spieler beziehungsweise einem Benutzer auf einem der Spielautomaten
2 ein Spiel durchgeführt, so hat der jeweilige Spieler für die Durchführung des Spiels
einen bestimmten Einsatz bzw. eine bestimmte Gebühr zu entrichten. Diese Gebühr kann
auf unterschiedliche Art und Weise entrichtet werden, entweder kann Geld direkt in
den Spielautomaten 2 eingeworfen werden, oder aber es können bargeldlose Zahlungsarten
wie das Einlesen von Bestätigungstickets 3 oder von Chipkarten durchgeführt werden.
In jedem Fall wird der Spieler durch die Leistung einer bestimmten Gebühr bzw. eines
bestimmten Spieleinsatzes zur Durchführung eines Spiels berechtigt. Spielautomat 2
umfasst eine Spieleinheit 20, in der der jeweilige Guthabenstand 102 des Spielers
abgespeichert ist. Das Guthaben 102 kann je nach Ausgang des Spiels variieren. Gewinnt
der Spieler das Spiel, so kann sein Guthaben 102 erhöht werden oder es können Frei-
oder Bonusspiele gegeben werden. Verliert der Spieler das Spiel oder handelt es sich
bei dem Spiel um ein gebührenpflichtiges Spiel, dessen Gebühr ohne Abhängigkeit von
Ausgang des Spiels erhoben wird, so verringert sich der Guthabenstand 102 des Spielers.
Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, dass der Spieler eine nahezu unbegrenzte Anzahl
von Spielen hintereinander durchführen kann, ohne dass Geldtransaktionen zwischen
dem Spieler und dem Spielautomaten erfolgen müssen. Es ist somit auch möglich, besonders
kleine Geldbeträge oder unrunde Geldbeträge im Spielautomaten abzuspeichern und erst
nach Abschluss einer Anzahl von Spielen dem Spieler sein verbleibendes Guthaben 102
― sofern noch vorhanden ― auszubezahlen.
[0046] Im Folgenden wird nun detaillierter der Vorgang der Auszahlung des Guthabens 102
an den Spieler, wie in den Fig. 3 bis 6 dargestellt, erörtert:
Das Guthaben 102 ist, wie in Fig. 7 dargestellt, in einem Speicher der Spieleinheit
20 gespeichert. Der Spieler gibt durch Betätigen einer Auszahlungseinheit 21, (Fig.
3, Schritt 60) etwa eines reellen oder virtuellen (über einen touch-screen) Tasters
oder Schaltknopfes oder Hebels, zu verstehen, dass er das Spielen am jeweiligen Spielautomaten
2 beenden möchte und dass er sein übriges Guthaben 102 beispielsweise auf einem Papierstreifen
mit einem entsprechenden, das Guthaben 102 zeigenden Aufdruck, haben möchte.
[0047] Zu diesem Zweck werden die folgenden Schritte durchgeführt:
Der Spielautomat 2 erzeugt einen Datensatz 41, wobei der Datensatz 41 das Guthaben
102 des Spielers sowie gegebenenfalls eine Anzahl weiterer Informationen, beispielsweise
die Auszahlungszeit, eine Kennung 101 des Spielautomaten 2, die Höhe des Gewinns 103
und/oder Verlust auf diesem Spielautomaten usw. umfasst. (Fig. 3, Zweig Y) Dieser
Datensatz 41 wird an eine im Spielautomaten 2 befindliche Sendeeinheit 23 geleitet
(Fig. 3, Schritt 61), die den Datensatz 41 über das Netzwerk 6 an den Server 1 übermittelt.
Die Sendeeinheit 23 gibt den das Guthaben 102 beinhaltenden Datensatz 41 an den Server
1 ab.
[0048] In dieser vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Datensatz
41, durch den der Auszahlungswunsch des Spielers an den Server 1 übermittelt wird,
vom Spielautomaten 2 zum Server 1 verschlüsselt übermittelt wird. In diesem Fall weist
der Spielautomat 2 eine (in den Fig. nicht dargestellte) Verschlüsselungseinheit auf,
die der automatenseitigen Sendeeinheit 23 vorgeschaltet ist.
[0049] Der Datensatz 41 langt bei einer im Server 1 befindlichen serverseitigen Empfangseinheit
11 ein (vgl. Fig. 8). Der Server 1 weist eine der serverseitigen Empfangseinheit 11
nachgeschaltete Prüfungseinheit 13 auf, die zunächst den Datensatz 41 auf Richtigkeit,
Vollständigkeit und Echtheit überprüft.
[0050] Der Server 1 weist in diesem Fall eine (in den Fig. nicht näher dargestellte) Entschlüsselungseinheit
auf, die die vom Spielautomaten 2 übermittelten Datensätze entschlüsselt. Die Verschlüsselungseinheit
und die Entschlüsselungseinheit verfügen über einander entsprechende Schlüssel, sodass
eine verschlüsselte Datenübermittlung der Datensätze 41 vom Spielautomaten 2 an den
Server 1 möglich ist. Eine Verschlüsselung ist selbstverständlich nur optional, das
System kann auch ohne eine Verschlüsselung betrieben werden.
[0051] Für den bevorstehenden Ausdruck auf dem Drucker 5 wird der einlangende Datensatz
41 durch die Prüfungseinheit 13 in eine ausdruckbare Form umgewandelt, im vorliegenden
besonderen Ausführungsbeispiel wird ein Barcode 107 erstellt (Fig. 4, Schritt 71).
[0052] Die Prüfungseinheit 13 veranlasst die Abspeicherung (Fig. 4, Schritt 72) des Datensatzes
41 in der Datenbank 15 und prüft anschließend, ob die Abspeicherung des Datensatzes
in der Datenbank 15 erfolgreich war.
[0053] In einem weiteren Schritt wird der in druckbarer Form vorliegende Datensatz 41 an
einen im Server 1 befindlichen Druckerspeicher 16 weitergeleitet und in diesem zum
Ausdruck zur Verfügung gehalten und ein Ausdruck initiiert (Fig. 4, Schritt 80).
[0054] Mit dem Server 1 ist, wie bereits erwähnt, ein Drucker 5 verbunden, wobei der Server
1 eine Drucksteuerungseinheit 14 umfasst, die nach Erhalt des Datensatzes 41 im Druckerspeicher
16 den Ausdruck des jeweiligen Datensatzes durch den Drucker 5 veranlasst. Wenn ausschließlich
ein Ausdruck auf Papier erfolgen soll (Fig. 5, Zweig "N"), so wird der im Druckerspeicher
16 in druckbarer Form vorliegende Datensatz 41 ausgedruckt (Fig. 5, Schritt 83).
[0055] Alternativ kann ein "elektronischer Ausdruck" (Fig. 5, Zweig "Y") vorgesehen werden,
dass der in druckbarer Form vorliegende Datensatz 41 in einen elektronischen Ausdruck
eingefügt wird (Fig. 5, Schritt 81) und anschließend abgespeichert und für einen späteren
Ausdruck zur Verfügung gehalten wird (Fig. 5, Schritt 82).
[0056] Der "elektronische Ausdruck" und der Ausdruck mittels des Druckers 5 können auch
parallel oder hintereinander ausgeführt werden (Fig. 5, Zweig "B").
[0057] Nach der Prüfung der Abspeicherung des Datensatzes 41 und dem, allenfalls bloß elektronischen,
Ausdruck kann das Guthaben 102 des Spielers auf dem Spielautomaten 2 gelöscht werden.
(Fig. 4, Schritt 73). In einigen Ländern ist die Löschung des Guthabens 102 des Spielers
zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestattet, sodass die Löschung erst in einem Schritt
62 nach dem Ausdruck des Bestätigungstickets 3 erfolgen kann (Fig. 3, Schritt 62).
[0058] Ist die Abspeicherung des Datensatzes 41 in der Datenbank 15, 17 sowie der, allenfalls
bloß elektronische, Ausdruck bestätigt, so erstellt die Prüfungseinheit 13 einen Freigabedatensatz
42, der an eine im Server 1 befindliche serverseitige Sendeeinheit 12 weiter übermittelt
wird (Fig. 3, Schritt 90). Von der serverseitigen Sendeeinheit 12 gelangt der Freigabedatensatz
42 über das Netzwerk 6 an den jeweiligen Spielautomaten 2.
[0059] Der Freigabedatensatz 42 umfasst einen Bestätigungscode 111, sowie gegebenenfalls
weitere Informationen, etwa die Höhe des Guthabens 102, eine Kennung 101 des jeweiligen
Spielautomaten 2 sowie zusätzliche Informationen 112, die eventuell auf dem Bestätigungstickets
3 ausgedruckt werden sollen.
[0060] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass zwischen der Prüfungseinheit 13 und der serverseitigen
Sendeeinheit 12 eine weitere (in den Fig. nicht näher dargestellte) Verschlüsselungseinheit
angeordnet ist, die den Freigabedatensatz 42 verschlüsselt und den verschlüsselten
Wert an ihrem Ausgang der serverseitigen Sendeeinheit 12 zur Verfügung stellt. Eine
derartige Verschlüsselung ist zwar nur optional, hat jedoch insbesondere den Vorteil,
dass ein Zugriff unbefugter Personen auf die Datenübermittlung zwischen dem Server
1 und dem Spielautomaten 2 weitestgehend unterbunden wird. Befindet sich eine Verschlüsselungseinheit
im Server, so verfügen auch die Spielautomaten 2 jeweils über eine entsprechende der
automatenseitigen Empfangseinheit (24) nachgeschaltete weitere Entschlüsselungseinheit,
die die Entschlüsselung des vom Server 1 abgegebenen Freigabedatensatzes 42 ermöglicht.
Gegebenenfalls kann der Server 1 für die Kommunikation mit jedem einzelnen der Spielautomaten
2 jeweils einen unterschiedlichen Schlüssel verwenden.
[0061] Bei Detektion des Freigabedatensatzes 42 wird eine im Spielautomaten 2 befindliche
Ausgabeeinheit 22 zur Ausgabe eines Bestätigungstickets 3 veranlasst. Der Freigabedatensatz
42 wird in ein druckbares elektronisches Dokument umgewandelt (Fig. 6, Schritt 90).
[0062] Gegebenenfalls kann eine Bestätigung an den Server 1 gesandt werden, die den Erhalt
des Freigabedatensatzes 42 bestätigt. In diesem Fall vermerkt der Server 1 die Bestätigung
im jeweiligen Freigabedatensatz (Fig. 6, Schritt 92).
[0063] Das Bestätigungsticket 3 wird im vorliegenden Fall von der Ausgabeeinheit 22 erstellt
(Fig. 6. Schritt 93). Die Ausgabeeinheit 22 umfasst einen Ticketdrucker zur Ausgabe
der am Freigabedatensatz 42 gespeicherten Daten auf einem Ticketträgerkörper, beispielsweise
Papier, und/oder ein Chipkartenschreibgerät zum Abspeichern des Freigabedatensatzes
42 auf einer Chipkarte.
[0064] Das Bestätigungsticket 3 umfasst den Schlüssel sowie gegebenenfalls die weiteren
im Freigabedatensatz 42 gespeicherten Informationen. Insbesondere wird die Höhe des
Guthabens in für Menschen lesbarer Form auf das Bestätigungsticket 3 aufgedruckt.
Vorteilhafterweise weisen das Bestätigungsticket 3 und das über den Drucker 5 gedruckte
Originalticket eine geeignete Kenninformation auf, so dass gegebenenfalls ein einfacher
Vergleich der beiden Tickets vornehmbar ist, beispielsweise in einem Fehlerfall beim
Einlesen von Tickets des Spielautomaten 2. Diese Maßnahmen ermöglichen daher im Anlassfall
eine sowohl für den Benutzer als auch den Betreiber einfache und rasche Aufklärung
des Sachverhaltes.
[0065] Spätestens nach dem Ausdruck des Bestätigungstickets 3 kann das Guthaben 102 vom
jeweiligen Spielautomaten 2 gelöscht werden, da der Spieler zur Mitnahme des Guthabens
102 ein Bestätigungsticket 3 erhalten hat, das ihm die Auszahlung des Guthabens oder
die Verwendung des Guthabens bei weiteren Spielautomaten 2 ermöglicht (Fig. 3, Schritt
62). Das auf dem Spielautomaten gespeicherte Guthaben wird gelöscht.
[0066] Wie in Fig. 9 dargestellt ist, umfasst die Datenbank 15 die dem Server 1 zugegangenen
Datensätze 41. In dem in Fig. 9 dargestellten besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung
sind in der Datenbank 15 sowohl der jeweilige Datensatz 41 als auch der ihm zugeordnete
Freigabedatensatz 42 als gemeinsamer Datensatz abgespeichert.
[0067] Alternativ könnte auch eine weitere Datenbank 17 vorgesehen sein (wie in Fig. 8 strichliert
gezeigt), wobei diese weitere Datenbank 17die Freigabedatensätze 42 umfasst, wobei
die dem Server 1 zugegangenen Datensätze 41 in der Datenbank 15 abgespeichert sind.
Zwischen den beiden Datenbanken 15, 17 wird eine eindeutige Zuordnung jeweils eines
Datensatzes 41 zu einem Freigabedatensatz 42, beispielsweise über einen gemeinsamen
Schlüssel oder eine Zuordnungstabelle, hergestellt, sodass jedem abgespeicherten Datensatz
41 umkehrbar eindeutig ein abgespeicherter Freigabedatensatz 42 zugeordnet ist.
[0068] Die Datensätze 41 umfassen vorzugsweise eine Kennung 101 für den Spielautomaten 2,
über welchen der Spieler die jeweilige Auszahlung des Guthabens 102 veranlasst hat,
das Guthaben 102 selbst, ferner die Zeit 104 und das Datum 105 der Betätigung der
Auszahlungseinheit 21, gegebenenfalls den Gewinn/Verlust 103, während des Spiels am
Spielautomaten 2 sowie gegebenenfalls auch die Spieldauer auf dem jeweiligen Spielautomaten
2. Allenfalls kann auch eine dem Spieler eindeutig zuordenbare Kennung 106 zugewiesen
werden, die vom eingelesenen Bestätigungstickets 3 im Spielautomaten 2 abgespeichert
und nach der Auszahlung wieder auf das nächste Bestätigungsticket 3 gedruckt wird,
sodass sämtliche von einem Spieler gesetzten Transaktionen nachvollziehbar abgespeichert
werden.
[0069] Die Freigabedatensätze 42 umfassen neben dem Inhalt der Datensätze 41 weiters ein
Freigabekennwort bzw. einen Freigabeschlüssel 111, der eine eindeutige Identifikation
und Adressierung des Datensatzes 41 in der Datenbank 15 und somit den Zugriff auf
das Guthaben durch einen weiteren Spielautomaten 2 ermöglicht.
[0070] Insbesondere kann das Bestätigungsticket 3 als Gutschein oder Werbeträger dienen.
Der Freigabedatensatz 42 kann noch weitere, eventuell zufällig gewählte Gutscheininformationen
112 enthalten, die gegebenenfalls auch auf das Bestätigungsticket 3 aufgedruckt werden.
[0071] Die auf dem Bestätigungsticket 3 auszudruckenden Daten sind im Freigabedatensatz
42 enthalten oder können alternativ vom Spielautomaten 2 hinzugefügt werden. Der Freigabedatensatz
42 wird über die serverseitige Sendeeinheit 12 an den Spielautomaten 2 übermittelt,
wobei der Spielautomat 2 eine automatenseitige Empfangseinheit 24 zum Empfang des
Freigabedatensatzes 42 aufweist.
[0072] Ganz allgemein kann das Lesegerät 25 und die Ausgabeeinheit 22 als gemeinsame Einheit
ausgebildet sein, die sowohl Bestätigungstickets 3 einliest als auch ausdruckt.
[0073] Eine weitere nicht dargestellte Ausführungsform der Erfindung verwendet wiederbedruckbare
Bestätigungstickets 3. Wiederum wird eine gemeinsame Einheit, die die Funktionalität
des Lesegeräts 25 und der Ausgabeeinheit 22 aufweist, verwendet. In dieser Hinsicht
wird Bezug genommen auf die
US Patentschrift US 5854477, deren Inhalt hiermit in diese Anmeldung aufgenommen wird. Diese gemeinsame Einheit
kann etwa in Form der in der Fig. 1 oder Fig. 10 der zitierten Patentschrift
US 5854477 schematisch dargestellten Ticketverarbeitungseinheit ausgestaltet sein. Ein zwecks
Bestätigung oder Bescheinigung des Guthabens beim Spielautomaten 2 eingeführtes Bestätigungsticket
3 wird vom Spielautomaten 2 gelöscht und neu beschrieben, was zu einer zusätzlichen
Einsparung von im Umlauf befindlichen Bestätigungstickets 3 führt. Es wird ein neues
Bestätigungsticket 3 auf dem Träger desjenigen Bestätigungstickets 3 ausgegeben, das
bereits zur Bestätigung des für das Spiel erforderlichen Guthabens gedient hat. Jeder
Spieler hat somit lediglich einen Träger, der von jedem der Spielautomaten 2 nach
Abschluss des Spiels gelöscht und neu bedruckt wird.
[0074] Durch den Ausdruck der Datensätze 41 auf dem Drucker 5 müssen die Bestätigungstickets
3 auch nicht mehr zu Beweiszwecken gespeichert werden und ihr Aufdruck, der nunmehr
keine Beweisfunktion mehr erfüllt, kann durch Überschreiben gleichsam vernichtet werden.
1. Verfahren zur Auszahlung von Guthaben mittels eines Systems umfassend einen Server
(1) und eine Anzahl von mit dem Server (1) verbundenen und einem Spieler bedienbaren
Spielautomaten (2),
wobei zumindest ein Spielautomat (2) eine Spieleinheit (20) und eine von einem Spieler
betätigbare Auszahlungseinheit (21) zur Auszahlung eines Guthabens in Form eines Bestätigungstickets
(3) oder Speichermediums aufweist; und
- wobei die Spieleinheit (20) bei Vorliegen eines Guthabens die Durchführung eines
Spiels ermöglicht, und
- wobei bei Vorliegen eines Guthabens und Betätigung der Auszahlungseinheit (21) ein
Datensatz (41) an den Server (1) übermittelt wird, wobei der Datensatz (41) die Höhe
des Guthabens umfasst, -
- wobei der Datensatz (41) bei seinem Einlagen beim Server (1) abgespeichert wird
und im Falle der erfolgreichen Abspeicherung ein Freigabedatensatz (42) an den Spielautomaten
(2) rückübermittelt wird,
- wobei bei Einlagen des Freigabedatensatzes (42) beim jeweiligen Spielautomaten (2)
ein Bestätigungsticket (3) bereitgestellt und an den Spieler abgegeben wird,
wobei der Datensatz (41) vom Server (1) zum Ausdruck zur Verfügung gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Datensatz (41) auf einem mit dem Server (1) verbundenen Drucker (5) ausgedruckt
wird und/oder dass der Datensatz (41) in einem im Server (1) abgespeicherten elektronischen
Dokuments eingefügt wird, das zum Ausdruck zur Verfügung gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Datensatz (41) in der Zeit zwischen dem Einlagen des Datensatzes (41) beim Server
(1) und der Übermittlung des Freigabedatensatzes (42) an den Spielautomaten (2) ausgedruckt
und/oder am Ende des elektronischen Dokuments eingefügt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Datensatz (41) zumindest teilweise in Form eines Barcode auf dem Drucker (5)
ausgedruckt oder in das elektronische Dokument eingefügt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bestätigungsticket (3), insbesondere in Form eines Barcodes, vom Spielautomaten
(2) ausgedruckt wird und/oder dass das Bestätigungsticket (3) auf einem mit dem Spielautomaten
(2) in Datenverbindung stehenden und dem Spielautomaten (2) zugeordneten Speichermedium,
insbesondere einer Chipkarte, abgespeichert wird und/oder
dass zur Bestätigung eines Guthabens ein Bestätigungsticket (3) vor dem Spielbeginn
eingelesen wird und nach dem Ende des Spiels das Bestätigungsticket (3) gelöscht wird
und dem Bestätigungsticket (3) ein neuer, gegebenenfalls dem Datensatz (41) und/oder
dem Freigabedatensatz (42) entsprechender Aufdruck aufgedruckt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der beim Server (1) einlangende Datensatz (41) und der infolge des Einlangens des
Datensatzes (41) erstellte Freigabedatensatz (42) einander zuordenbar im Server (1)
abgespeichert werden, und/oder
- dem Datensatz (41) noch weitere Informationen, wie etwa eine den jeweiligen den
Datensatz (41) übermittelnden Spielautomat (2) identifizierende Kennung (101) und/oder
die Zeit und/oder das Datum des Guthabens hinzugefügt sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Abspeicherung des Datensatzes (41) im Server (1) oder nach dem Ausdruck
des Datensatzes (41) durch den Server (1) oder nach der Ausgabe des Bestätigungstickets
(3) durch den Spielautomaten (2) das Guthaben gelöscht wird und der Spielautomat (2)
gegebenenfalls zur Durchführung eines neuen Spiels vorbereitet wird.
8. System zur Auszahlung von Guthaben umfassend einen Server (1) und eine Anzahl von
mit dem Server (1) verbundenen und einem Spieler bedienbaren Spielautomaten (2),
- wobei zumindest ein Spielautomat (2) eine Spieleinheit (20) und eine Auszahlungseinheit
(21) zur Bestätigung eines Guthabens in Form von Bestätigungstickets (3) aufweist;
und
- wobei die Spieleinheit (20) bei Vorliegen eines Guthabens die Durchführung eines
Spiels ermöglicht; und
- wobei der Spielautomat (2) eine automatenseitige Sendeeinheit (23) zur Abgabe eines
das Guthaben beinhaltenden Datensatzes (41) an den Server (1) für den Fall einer Betätigung
der Auszahlungseinheit (21) durch den Spieler bei gleichzeitigem Vorliegen eines Guthabens
aufweist, und
- wobei der Server (1) eine serverseitige Empfangseinheit (11) zum Empfang des Datensatzes
(41) sowie eine Datenbank (15) zum Ablegen des Datensatzes (41) aufweist, und
- wobei der Server (1) eine der serverseitigen Empfangseinheit (11) nachgeschaltete
Prüfungseinheit (13) aufweist, welche die Abspeicherung des Datensatzes (41) überprüft,
und
- wobei der Server (1) eine serverseitige Sendeeinheit (12) aufweist, die im Falle
der erfolgreichen Prüfung der Abspeicherung des Datensatzes (41) durch die Prüfungseinheit
(13) einen Freigabedatensatz (42) an den Spielautomaten (2) sendet, und
- wobei der Spielautomat (2) eine automatenseitige Empfangseinheit (24) zum Empfang
des Freigabedatensatzes (42) und eine Ausgabeeinheit (22) aufweist, wobei bei Einlagen
des Freigabedatensatzes (42) beim jeweiligen Spielautomaten (2) mittels der Ausgabeeinheit
(22) ein Bestätigungsticket (3) bereitstellbar und an den Spieler abgegebbar ist ,
und
- wobei der Server (1) einen Druckspeicher (16) umfasst, der den Datensatz (41) zum
Ausdruck zur Verfügung hält.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Server (1) ein Drucker (5) verbunden ist, wobei der Server (1) eine Drucksteuerungseinheit
(14) aufweist, die nach Erhalt des Datensatzes (41) den Ausdruck des jeweiligen Datensatzes
(41) durch den Drucker (5) veranlasst.
10. System nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (22) einen Ticket-Drucker zum Ausdruck des Bestätigungstickets
(3) auf einem Ticket-Trägerkörper, beispielsweise Papier, oder ein Chipkarten-Schreibgerät
zum Abspeichern des Bestätigungstickets (3) auf einer Chipkarte aufweist und/oder
dass der Spielautomat (2) ein Lesegerät (25) zum Einlesen von Tickets oder von Chipkarten
aufweist, wobei gegebenenfalls das Lesegerät (25) und die Ausgabeeinheit (22) in einem
gemeinsamen Gerät integriert sind, und wobei das gemeinsame Gerät insbesondere zum
Löschen und erneuten Beschreiben der Bestätigungstickets (3) ausgebildet ist.
11. System nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Datenbank (15) zum Abspeichern der einlangenden Datensätze (41) vorgesehen ist,
wobei jedem der Datensätze (41) ein Guthaben, gegebenenfalls auch weitere Angaben
wie eine Kennzeichnungsnummer des Spielautomaten (2), die Gewinnzeit und der Gewinntag
zugeordnet sind.
12. System nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der serverseitigen oder automatenseitigen Sendeeinheit (12, 23) eine Verschlüsselungseinheit
vorgeschaltet ist, die den Freigabedatensatz (42) oder Datensatz (41) nach vorgegebenen
Kriterien verschlüsselt und den ermittelten verschlüsselten Wert als an ihrem Ausgang
der serverseitigen oder automatenseitigen Sendeeinheit (12, 23) zur Verfügung stellt,
wobei der verschlüsselte Wert im Freigabedatensatz enthalten ist und dass der automatenseitigen
oder serverseitigen Empfangseinheit (24, 11) eine Entschlüsselungseinheit zur Entschlüsselung
des Freigabedatensatzes (42) oder des Datensatzes (41) nachgeschaltet ist.
13. System nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Datenbank (17) vorgesehen ist, in der die Freigabedatensätze (42) abgespeichert
sind, wobei eine Zuordnung zwischen jedem Datensatz (41) und dem jeweiligen nach dem
Einlangen dieses Datensatzes (41) gebildeten Freigabedatensatzes (42) abgespeichert
ist, und/oder
dass jeweils ein Datensatz (41) und der nach Einlangen des Datensatzes (41) gebildete
Freigabedatensatz (42) zu einem gemeinsamen Datensatz zusammengefasst und in einer
gemeinsamen Datenbank abgespeichert sind.
14. Datenträger, auf dem ein Programm zur Durchführung des Verfahrens auf dem Server (1)
und/oder auf einem der Spielautomaten (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 abgespeichert
ist.
15. Computerprogramm zur Durchführung des Verfahrens auf dem Server (1) und/oder auf einem
der Spielautomaten (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.