[0001] Die Erfindung betrifft eine Förderrolle und eine Förderanlage zum Fördern von Fördergut,
wie im Oberbegriff der Ansprüche 1 und 10 beschrieben.
[0002] Eine Förderanlage zum Fördern von Fördergut mit motorisierten Förderrollen ist aus
der
WO 99/65134 A1,
WO 2007/036421 A1 und
JP 2004-229338 A1 bekannt, bei der jede motorisierte Förderrolle eine Rollenachse, ein erstes Lager,
ein zweites Lager, einen Rollenkörper und innerhalb des Rollenkörpers zwischen den
Lagern einen elektrischen Antriebsmotor sowie eine Antriebselektronik aufweist. Die
Antriebselektronik ist über durch die Rollenachse hindurch geführte Anschlussleitungen
mit einem Bussystem verbunden. Das Durchfädeln der Anschlussleitungen ist jedoch mit
einem großen Installations- und Montageaufwand verbunden.
[0003] Wo 2007/036421 A1 offenbart eine Förderrolle und eine Förderanlage gemäß den Oberbergriffen der Ansprüche
1 und 10. Gemäß diesem Dokument ist die motorisierte Förderrolle mit ihren Enden über
Lagervorrichtungen in Lageraufnahmen an den Rahmenprofilen montierbar. Eine dieser
Lagervorrichtungen ist mit der elektrischen Kontaktierungsvorrichtung und Antriebselektronik
ausgestattet, wobei Kontaktelemente der Kontaktierungsvorrichtung stirnseitig an der
Lagervorrichtung angeordnet sind und aus der Lageraufnahme an einem der Rahmenprofile
herausragen. Das Bussystem wird im Rahmenprofil auf einer der Förderrollen abgewandten
Außenseite des Profilsteges verlegt und mit der Kontaktierungsvorrichtung verbunden.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine motorisierte Förderrolle zum Fördern
von Fördergut zu schaffen, die mit geringem Montageaufwand am Rahmen einer Förderanlage
montiert und mit geringerem Herstellungsaufwand kostengünstig hergestellt werden kann.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Nach der
erfindungsgemäßen Anordnung sind in axialer Richtung des Rollenkörpers ausschließlich
auf einer Seite des Antriebsmotors Lagerstellen vorgesehen. Dadurch wird gegenüber
solchen aus dem Stand der Technik bekannten Förderrollen mit beidseits zum Antriebsmotor
angeordneten Lagerstellen, ein einfacher und kompakter Aufbau der Förderrolle ermöglicht
und die Einbauarbeiten für den Antriebsmotor erleichtert.
[0006] Von Vorteil ist auch die Ausgestaltung nach den Ansprüchen 2 und 3, nach welcher
eine einfache Montage bzw. Demontage der motorisierten Förderrolle an den Rahmenprofilen
über die Lagervorrichtung(en) möglich ist. Die Lagervorrichtung(en) ist bzw. sind
mit der Förderrolle als eine Baueinheit hergestellt, sodass sich ein kompakter Aufbau
der Förderrolle ergibt.
[0007] Gemäß der Ausführung nach Anspruch 4 kann ein Teil der vom Antriebsmotor im Betrieb
erzeugten Verlustwärme über die Lagervorrichtung auf ein Rahmenprofil aus metallischem
Werkstoff abgeführt werden. Das Rahmenprofil wirkt als ein großer Kühlkörper.
[0008] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist auch im Anspruch 5 beschreiben,
wonach die Lagervorrichtung nicht durch in der Außenfläche vertieft angeordnete Aufnahmenuten
unterbrochen ist. Es wird eine optimale Führungsfläche bereitgestellt, welche auf
der Montagebewegung der motorisierten Förderrolle in radialer Richtung relativ zum
Rahmenprofil zur Anlage an das Rahmenprofil gelangt. Dadurch wird gegenüber solchen
aus dem Stand der Technik bekannten Förderrollen mit Lagervorrichtung bei der Montage
zwischen Rahmenprofilen das Problem von Verkantungen vermieden. Das Leitungssystem
zwischen der Antriebselektronik und der Kontaktierungsvorrichtung wird durch eine
Aussparung in radialer Richtung zum Rollenkörper hindurchgeführt, sodass auf der Montagebewegung
der motorisierten Förderrolle in radialer Richtung relativ zum Rahmenprofil das Leitungssystem
nicht beschädigt wird. All diese Maßnahmen erlauben eine besonders rasche Montage
einer motorisierten Förderrolle an den Rahmenprofilen. Sohin können durch einen Störungsfall
verursachte Stillstandszeiten der Förderanlage, wenn eine motorisierte Förderrolle
defekt ist und ausgewechselt werden muss, besonders gering gehalten werden.
[0009] Von Vorteil ist auch die Ausgestaltung nach Anspruch 6, da die Rollenachse in ihrem
Achsquerschnitt nicht durch Bohrungen geschwächt ist, durch welche Verbindungsleitungen
zum Anschluss der Antriebselektronik an das Bussystem gefädelt werden müssen, und
damit die Förderrolle bei sehr kompakter Bauweise hohe Tragkräfte aufnehmen kann.
[0010] Vorteilhaft ist auch die Ausgestaltung nach Anspruch 7, da die Lagervorrichtung nicht
nur die Lagerfunktion der Rollenachse an einem der Rahmenprofile übernimmt, sondern
zusätzlich die Antriebselektronik trägt.
[0011] Von Vorteil ist auch die Ausgestaltung nach Anspruch 8, da die Rollenachse in ihrem
Achsquerschnitt nicht durch Bohrungen geschwächt ist, durch welche Verbindungsleitungen
zum Anschluss des Antriebsmotors an die Antriebselektronik gefädelt werden müssen,
und damit die Förderrolle bei sehr kompakter Bauweise hohe Tragkräfte aufnehmen kann.
In einer vorteilhaften Variante ist die Antriebselektronik auf die erste Lagervorrichtung
aufgebaut. Nach dieser Ausführung erfolgt der Einbau des Antriebsmotors und der Antriebselektronik
in den Rollenkörper derart, dass vorerst der Stator auf die Rollenachse aufgeschoben
und fixiert wird. Danach wird die erste Lagervorrichtung mit der Antriebselektronik
als vorgefertigte Baueinheit mit ihrer Lagerbuchse auf das erste Ende der Rollenachse
aufgesteckt und dabei der Anschlussstecker mit den Wicklungen des Stators elektrisch
kontaktiert.
[0012] Nach einer Weiterbildung ist zum Übertrieb eines Antriebsmomentes von der motorisierten
Förderrolle auf eine nicht angetriebene Förderrolle zusätzlich eine Übertriebsscheibe
vorgesehen, welche an einer der Stirnseiten des Rollenmantels angeordnet wird. Bislang
war nach dem bekannten Stand der Technik der Rollenmantel mit einer umlaufenden Rille
versehen, welche durch Kaltumformung in den Rollenmantel eingeformt wurde. Die bei
der Herstellung der Rille auftretenden Bearbeitungskräfte wirken sich nachteilig auf
die Formgenauigkeit des Rollenmantels aus und weisen solche Förderrollen nur eine
relativ geringe Rundlaufgenauigkeit auf. Bedingt durch die Abweichungen im Rundlauf,
wird der um die motorisierte Förderrolle und eine benachbarte, freilaufende Förderrolle
umlaufende Riemen einer wechselnden Beanspruchung ausgesetzt. Da gemäß der Erfindung
der Rollenmantel keine umlaufende Rille aufweist, wird ein besserer Rundlauf der Förderrolle
und eine bessere Übertragung eines Antriebsmomentes von der Förderrolle auf das zu
transportierende Fördergut erreicht.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung können durch eine auf den Rollenmantel aufgetragene Beschichtung
mehrere Anforderungen an die Funktionalität der motorisierten Förderrolle erfüllt
werden. Durch geeignete Materialwahl der Beschichtung lässt sich ein besonders geräuscharmer
Transport der Fördergüter entlang der Förderanlage erreichen. Andererseits kann der
Reibschluss zwischen der Förderoberfläche an der Förderrolle und dem zu transportierenden
Fördergut verbessert werden, wenn die Beschichtung aus einem Material gewählt wird,
welches einen hohen Reibwert aufweist. Der innerhalb des Rollenkörpers angeordnete
Antriebsmotor führt im Betrieb zu einer Erwärmung des Rollenmantels, sodass es auch
durchaus von Vorteil sein kann, wenn die Beschichtung durch eine Wärmeisolationsschicht
gebildet ist und damit das zu transportierende Fördergut nicht durch die Wärmeabgabe
des Antriebsmotors bedingte Überhitzungen oder Verbrennungen durch Berührung beschädigt
wird. Somit kann die Wahl der Beschichtung abhängig vom Anwendungsgebiet der Förderanlage
erfolgen.
[0014] Ein zuverlässiger Betrieb der motorisierten Förderrolle wird durch die Ausführung
nach Anspruch 9 erreicht. Durch die Dichtung zwischen der ersten Lagervorrichtung
und dem Rollenkörper wird der Eintritt von Staub, Flüssigkeiten oder sonstigen Verschmutzungen
in den Einbauraum, wo der Antriebsmotor und gegebenenfalls die Antriebselektronik
angeordnet sind, verhindert. Durch die Dichtung zwischen der zweiten Lagervorrichtung
und dem Rollenkörper wird der Eintritt von Staub, Flüssigkeiten oder sonstigen Verschmutzungen
in den Innenraum des Rollenmantels, wo die Lager angeordnet sind, verhindert.
[0015] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch die Merkmale des Anspruches 10 gelöst.
Durch den einfachen und kompakten Aufbau der Förderrolle kann eine Förderanlage zuverlässig
betrieben und der Wartungsaufwand gegenüber solchen aus dem Stand der Technik bekannten
Förderanlagen reduziert werden. Die niedrigen Herstellkosten der Förderrolle wiederum
erlauben eine kostengünstige Herstellung der Förderanlage.
[0016] Mit der Ausgestaltung nach Anspruch 11 wird über die Lagervorrichtung(en) einerseits
eine verdrehgesicherte Lagerung der Rollenachse im Rahmenprofil bzw. in den Rahmenprofilen
sichergestellt und andererseits die motorisierte Förderrolle in senkrechter Richtung
gegen Verlagerungsbewegungen fixiert gehalten.
[0017] Ein zuverlässiger, verriegelnder Eingriff zwischen der Rastnase und der Lageraufnahme
wird durch die Ausgestaltung nach Anspruch 12 erreicht.
[0018] Vorteilhaft sind auch die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 13 bis 15, da ein geringfügiger
Höhenversatz zwischen der oberen Scheitellinie einer jeden Förderrolle und einer Förderebene
alleinig durch die Gewichtskraft des auf mehreren Förderrollen auflastenden Fördergutes
ausgeglichen werden kann. Somit können auch gegen Erschütterungen besonders empfindliche
Fördergüter relativ ruckfrei entlang der Förderanlage transportiert werden.
[0019] Gemäß der Weiterbildung nach Anspruch 16 wird mit der Montagebewegung in radialer
Richtung zum Rollenkörper gleichzeitig der elektrische Kontakt zwischen dem Bussystem
und der Antriebselektronik hergestellt. Es ist üblich ein solches Bussystem über weite
Teile des Transportweges entlang der Förderanlage zu verlegen und können beachtliche
Längen, beispielsweise bis 50 m erreichen. Nach der erfindungsgemäßen Lösung wird
das Bussystem am Rahmen der Förderanlage verlegt und relativ zum Rahmen fixiert, bevor
die Förderrolle am Rahmen montiert wird. Dies ist insofern von Vorteil, als das Bussystem
bei der Montage der Förderrolle und Anschluss der Kontaktierungsvorrichtung an das
Bussystem nicht vom Monteur gehalten, positioniert sowie mit den Kontaktelementen
elektrisch verbunden werden muss. Somit wird gegenüber der aus dem Stand der Technik
bekannten Anschlusstechnik eine weitaus einfachere Installierung der motorisierten
Förderrolle ermöglicht. Mittels der Kontaktierungsvorrichtung können mehrere elektrische
Anschlüsse gleichzeitig hergestellt und wieder getrennt werden. Die Kontaktierungsvorrichtung
ist vorteilhaft also derart ausgebildet, dass der elektrische Anschluss der motorisierten
Förderrolle ohne spezielles Werkzeug erfolgen kann.
[0020] Sind besonders lange Busleitungen erforderlich, ist es von Vorteil, wenn der Tragkörper
zumindest abschnittsweise von einer Trägerschiene fixiert gehalten wird, welche am
Rahmen befestigt ist, und welche entlang eines der Rahmenprofile verläuft oder abschnittsweise
unterhalb von einem Kontaktierungsbereich zwischen der Kontaktierungsvorrichtung und
dem Bussystem angeordnet ist.
[0021] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0022] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Förderanlage;
- Fig. 2
- ein Rahmenprofil der Förderanlage in Stirnansicht geschnitten;
- Fig. 3
- das Rahmenprofil gemäß Fig. 2 in Seitenansicht;
- Fig. 4
- das Rahmenprofil gemäß Fig. 2 in Draufsicht;
- Fig. 5
- eine erste Ausführungsform einer motorisierten Förderrolle mit einer ersten Aus-führung
für die Befestigung des Bussystems am Rahmen, im Längsschnitt;
- Fig. 5a
- eine Ausschnittsvergrößerung der Förderrolle aus Fig. 5 mit einer ersten Lagervorrichtung,
einer Kontaktierungsvorrichtung und einem Bussystem;
- Fig. 5b
- eine Ausschnittsvergrößerung der Förderrolle aus Fig. 5 mit einer zweiten Lagervorrichtung;
- Fig. 6
- die erste Lagervorrichtung im Längsschnitt;
- Fig. 7
- die erste Lagervorrichtung gemäß Fig. 6 in Stirnansicht;
- Fig. 8
- die erste Lagervorrichtung gemäß Fig. 6 in Draufsicht;
- Fig. 9
- die zweite Lagervorrichtung im Längsschnitt;
- Fig. 10
- die zweite Lagervorrichtung gemäß Fig. 9 in Stirnansicht;
- Fig. 11
- die zweite Lagervorrichtung gemäß Fig. 9 in Draufsicht;
- Fig. 12
- einen Teilausschnitt einer motorisierten Förderrolle mit einer zweiten Ausführung
für die Befestigung des Bussystems am Rahmen;
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf einen Anschlussbereich einer motorisierten Förderrolle an das
Bussystem;
- Fig. 14
- eine Anschlussverbindung der Kontaktierungsvorrichtung an eine Verbindungsleitung
für seriell miteinander verbundener Schalter von motorisierten Förderrollen;
- Fig. 14a
- eine Ausschnittsvergrößerung aus Fig. 14;
- Fig. 15
- ist eine zweite Ausführungsform einer motorisierten Förderrolle im Längsschnitt;
- Fig. 15a
- eine Ausschnittsvergrößerung aus Fig. 15;
- Fig. 16
- eine dritte Ausführungsform einer motorisierten Förderrolle als Konusrolle in einem
Kurvenförderer, im Längsschnitt;
- Fig. 16a
- eine Ausschnittsvergrößerung aus Fig. 16;
- Fig. 17
- eine vierte Ausführung einer motorisierten Förderrolle, im Längsschnitt;
- Fig. 18
- ein Teilabschnitt einer motorisierten Förderrolle mit einer ersten Ausführung einer
Ausgleichsvorrichtung zur Lagerung der Förderrolle an den Profilrahmen;
- Fig. 19
- ein Teilabschnitt einer motorisierten Förderrolle mit einer zweiten Ausführung einer
Ausgleichsvorrichtung zur Lagerung der Förderrolle an den Profilrahmen.
[0023] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0024] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einer Förderanlage 1 bzw. einem Rollenförderer zum
Fördern von Fördergut, beispielsweise Behälter, in Draufsicht gezeigt. Die Förderanlage
1 umfasst einen Rahmen 2 mit in Förderrichtung 3 parallel verlaufenden Rahmenprofilen
4 und Förderrollen 5, 6, wovon die Förderrollen 5 mit einem noch näher zu beschreibenden
Antriebsmotor ausgestattet und die Förderrolle 6 als frei drehbare Tragrollen ausgebildet
sind. Die Rahmenprofile 4 sind über mehrere Querträger 7 verbunden und somit auf Abstand
gehalten. Die Rahmenprofile 4 und Querträger 7 bilden den Rahmen 2 der Förderanlage
1. Nach gezeigter Ausführung ist eine motorisierte Förderrollen 5 mittels Zugmittel
8, insbesondere Riemen, mit einer in Förderrichtung 3 vorgeordneten und nachgeordneten
freilaufenden Förderrolle 6 verbunden. Nach einer anderen, nicht gezeigten Ausführung
ist eine motorisierte Förderrolle 5 mittels einem Zugmittel 8 mit nur einer in Förderrichtung
3 vorgeordneten oder nachgeordneten freilaufenden Förderrolle 6 verbunden. Andererseits
kann die Förderanlage 1 ausschließlich motorisierte Förderrollen 5 umfassen.
[0025] Die Rahmenprofile 4 (Fig. 2 bis 4) sind beispielsweise in Form von C-förmigen Metallprofilen
ausgebildet und weisen einen vertikalen Profilsteg 9 und an diesem vorzugsweise senkrecht
vorragende, voneinander weggerichtete Profilschenkel 10 auf. Die Rahmenprofile 4 sind
in ihrem oberen Bereich mit paarweise gegenüberliegenden und in dessen Längserstreckung
mit Abstand angeordneten Lageraufnahmen 11 versehen. Jede Lageraufnahme 11 weist einen
Führungsabschnitt 12 und eine an diesen angrenzende Einschuböffnung 13 auf.
[0026] Der Führungsabschnitt 12 ist über die gesamte Wandstärke des Rahmenprofils 4 angeordnet
und erstreckt sich von einer oberen Längskante zwischen dem oberen Profilschenkel
10 und dem Profilsteg 9 in Richtung einer unteren Längskante zwischen dem unteren
Profilschenkel 10 und dem Profilsteg 9. Das untere Ende des Führungsabschnittes 12
bildet eine Stützfläche 14 aus, gegen die eine noch näher zu beschreibende Lagervorrichtung
angelegt wird. Der Führungsabschnitt 12 weist in dessen Längsrichtung parallel zueinander
verlaufende erste Führungsflächen 15 und parallel zueinander verlaufende zweite Führungsflächen
16 auf, die mit unterschiedlichem Abstand zueinander angeordnet sind. Die Stützfläche
14 verbindet die zweiten Führungsflächen 16 und ist nach gezeigter Ausführung bogenförmig
ausgebildet.
[0027] Die Einschuböffnung 13 ist über die gesamte Wandstärke des Rahmenprofils 4 angeordnet
und erstreckt sich von der oberen Längskante mit einer Tiefe bis in den oberen Profilschenkel
10 hinein. Die Einschuböffnung 13 ist in der Tiefe durch einen Führungsrand 17 begrenzt.
[0028] In den Fig. 5, 5a und 5b ist eine motorisierte Förderrolle 5 in montiertem Zustand
gezeigt. Die Förderrolle 5 umfasst eine Rollenachse 18, einen hohlzylindrischen Rollenkörper
19, ein erstes Lager 20, ein zweites Lager 21, einen elektrischen Antriebsmotor 22,
eine Antriebselektronik 23 zur Regelung und/oder Steuerung des Antriebsmotors 22 und
an den gegenüberliegenden Enden des Rollenkörpers 19 Lagervorrichtungen 24, 25. Der
Rollenkörper 19 weist zumindest einen zylindrischen Rollenmantel auf. Die motorisierte
Förderrolle 5 ist über die Lagervorrichtungen 24, 25 auswechselbar an den Rahmenprofilen
4 gelagert. Der Antriebsmotor 22 und die Antriebselektronik 23 sind innerhalb des
Rollenkörpers 19 angeordnet, wie noch genauer beschrieben wird. Der Rollenkörper 19
ist in der Länge durch eine erste Stirnseite 26 und zweite Stirnseite 27 begrenzt
und auf der feststehenden Rollenachse 18 über die Lager 20, 21 drehbar gelagert. Die
Lager 20, 21 sind beispielsweise durch Wälzlager gebildet.
[0029] Der Antriebsmotor 22 ist durch einen elektronisch kommutierten, bürstenlosen dreiphasigen
Gleichstrommotor gebildet, welcher einen auf der Rollenachse 18 (formschlüssig) befestigten
Stator 28 und einen um diesen angeordneten Rotor 29 umfasst. Zwischen Stator 28 und
Rotor 29 ist ein Luftspalt ausgebildet. Der Stator 28 weist nicht gezeigte Statorblechpakete
mit beispielsweise sechs Wicklungen auf. Die Wicklungen werden von der Antriebselektronik
23 mit einer Gleichspannung von kleiner 50 VDC (Schutzkleinspannung), insbesondere
24 VDC oder 48VDC, gespeist. Die Wickeldrähte der Wicklungen werden über eine an sich
bekannte Klemmvorrichtung, insbesondere einen Schneidklemmkontakt (nicht dargestellt),
oder durch eine Fügeverbindung zusammen verschaltet.
[0030] Der Rotor 29 (Außenläufer) weist beispielsweise 14 Permanentmagnete 30 auf, die mit
dem Rohrkörper 18 verbunden sind. Die Permanentmagnete 30 sind nach gezeigter Ausführung
in einer Vertiefungsnut an einem rohrförmigen Tragkörper befestigt, welcher mit dem
Rohrkörper 18 fest verbunden ist. Der Tragkörper ist vorzugsweise aus elastisch verformbarem
Material, beispielsweise Kunststoff, hergestellt, sodass durch die Elastizität des
Materials Formungenauigkeiten des Rollenmantels an der inneren Umfangsfläche ausgeglichen
werden können, wenn der Tragkörper in den Rollenmantel eingepresst ist. Dadurch kann
eine spanabhebende Nachbearbeitung der inneren Umfangsfläche des Rollenmantels entfallen
und die Förderrolle 5 kostengünstig hergestellt werden. Der Rohrkörper 18 kann als
Rückschlussrohr des Antriebsmotors 22 verwendet werden. Der Rotor 29 kann infolge
der von den Wicklungen erzeugten Magnetkräfte frei um den Stator 28 drehen. Der Antriebsmotor
22 bzw. die elektrische Maschine ist demnach als Außenläufermotor ausgebildet.
[0031] Die Antriebselektronik 23 und die Wicklungen des Stators 28 sind über einen Anschlussstecker
31 elektrisch miteinander verbunden.
[0032] In den gemeinsam beschriebenen Fig. 6 bis 8 ist die erste Lagervorrichtung 24 in
unterschiedlichen Ansichten gezeigt. Die Lagervorrichtung 24 umfasst einen aus der
Außenkontur des Rollenkörpers 19 herausragenden, plattenförmigen Lagerkörper 32, einen
Führungsteil 33, eine Lagerbuchse 34, einen koaxial zur Achse 35 der Lagerbuchse 34
angeordneten, zylindrischen Lagerbund 36, eine am Lagerkörper 32 vorgesehene Halterung
37 und/oder eine Verriegelungsvorrichtung 38. Der Lagerkörper 32 bildet eine an die
Innenseite des ersten Rahmenprofils 4 bzw. Profilsteges 9 anlegbare Außenfläche 39
und eine dieser gegenüberliegende Innenfläche 40 aus. Die Außenfläche 39 dient als
Lagerfläche.
[0033] Eine verdrehgesicherte Aufnahme der Rollenachse 18 im ersten Rahmenprofil 4 wird
durch eine Formschlussverbindung zwischen dem Führungsteil 33 und der Lageraufnahme
11 erreicht. Der Führungsteil 33 ragt an der Außenfläche 39 vor und weist parallel
zueinander verlaufende, erste Führungsflächen 41 und parallel zueinander verlaufende
zweite Führungsflächen 42 auf, die mit unterschiedlichem Abstand zueinander angeordnet
sind. Eine Stützfläche 43 verbindet die zweiten Führungsflächen 42 und ist komplementär
zur Stützfläche 14 des Führungsabschnittes 12 der Lageraufnahme 11, beispielsweise
bogenförmig ausgebildet. Zur axialen Fixierung der ersten Lagervorrichtung 24 relativ
zum ersten Rahmenprofil 4, weist der Führungsteil 33 zusätzlich ein den Führungsabschnitt
12 im Rahmenprofil 4 abschnittsweise hintergreifendes Formelement 44 auf.
[0034] Die Lagerbuchse 34 ragt an der Innenfläche 40 vor und weist eine koaxial zur Achse
35 angeordnete, zylindrische Lagerbohrung 45 auf, in welche ein erstes Ende der Rollenachse
18 eingesteckt wird. Die erste Lagervorrichtung 24 kann ferner eine Aufnahme 46 aufweisen,
welche der Befestigung der Antriebselektronik 23 dient, und vorzugsweise von der Lagerbuchse
34 ausgebildet wird.
[0035] Der koaxial zur Achse 35 angeordnete Lagerbund 36 ragt an der Innenfläche 40 vor
und ist durch einen umlaufenden Ringsteg gebildet, welcher eine profilierte, erste
Begrenzungsfläche 47 einer in Fig. 5a dargestellten Dichtung 48 zwischen der ersten
Lagervorrichtung 24 und dem Rollenkörper 19 ausbildet. Nach gezeigtem Ausführungsbeispiel
ist die Begrenzungsfläche 47 an der vorragenden Stirnseite des Ringstegs ausgebildet
und weist konzentrisch um die Achse 35 in Umfangsrichtung verlaufende Dichtstege und
eine zwischen diesen begrenzende Dichtungsnut (Ringraum) auf. Andererseits kann die
Begrenzungsfläche 47 auch an der Umfangsfläche des Ringstegs ausgebildet sein. Der
Rollenkörper 19 bildet eine der ersten Begrenzungsfläche 47 zugewandte profilierte,
zweite Begrenzungsfläche 49 aus. Die Begrenzungsflächen 47, 49 greifen mit einem geringen
Abstand dichtend ineinander. Nach gezeigtem Ausführungsbeispiel ist die Begrenzungsfläche
49 an der Stirnseite 26 des Rollenkörpers 19 ausgebildet und weist einen konzentrisch
um die Rollenachse 18 in Umfangsrichtung verlaufenden Dichtsteg auf, der in die Dichtungsnut
der ersten Begrenzungsfläche 47 vorragt. Auf diese Weise wird zwischen der ersten
Lagervorrichtung 24 und dem Rollenkörper 19 eine Labyrinthdichtung ausgebildet. Im
Lagerbund 36 ist auch eine Aufnahme, beispielsweise eine Bohrung, für eine LED vorgesehen.
[0036] Ferner ist die erste Lagervorrichtung 24, vorzugsweise an ihrem Lagerbund 36 mit
einer in radialer Richtung zur Rollenachse 18 und von einer vorragenden Stirnseite
des Lagerbundes 36 mit einer begrenzten Tiefe in Richtung des Lagerkörpers 32 verlaufenden
(nutartigen) Aussparung 58 versehen, durch welche ein noch näher zu beschreibendes
Leitungssystem hindurchgeführt wird. Eine Breite der Aussparung 58 wird auf die Breite
des Leitungssystems abgestimmt. Demnach grenzt die Aussparung 58 nicht an die Außenfläche
39 an, sondern ist von dieser getrennt ausgebildet. Damit die Dichtungsfunktion erhalten
bleibt, wird wie in Fig. 6 bis 8 ersichtlich, in die Aussparung 58 ein Dichtungssegment
99 fest eingesetzt, wobei dessen Höhe geringer ausgebildet ist als die Tiefe der Aussparung
58, sodass in dem verbleibenden Freiraum das Leitungssystem angeordnet werden kann.
[0037] Die Halterung 37 ist durch eine Konsole gebildet und ragt an der Innenfläche 40 vor,
an der eine Kontaktierungsvorrichtung 50 zum Anschluss an ein, in Fig. 5a näher dargestelltes
Bussystem 51 befestigt ist. Ferner kann die erste Lagervorrichtung 24 eine zwischen
der Halterung 37 und dem Lagerkörper 32 angeordnete Versteifungsrippe 56 umfassen,
damit eine zuverlässige Kontaktierung zwischen der Kontaktierungsvorrichtung 50 und
dem ortsfest angebrachten Bussystem 51 erfolgen kann, wie noch näher beschrieben wird.
Ferner ist die erste Lagervorrichtung 24, vorzugsweise an ihrer Halterung 37 mit einer
in radialer Richtung zur Rollenachse 18 und sich von einer vorragenden Stirnseite
der Halterung 37 mit einer begrenzten Tiefe in Richtung des Lagerkörpers 32 verlaufenden
(nutartigen) Aussparung 59 versehen, durch welche ein noch näher zu beschreibendes
Leitungssystem geführt wird. Eine Breite der Aussparung 58 wird auf die Breite des
Leitungssystems abgestimmt. Demnach grenzt die Aussparung 59 nicht an die Außenfläche
39 an, sondern ist von dieser getrennt ausgebildet.
[0038] Durch die genannte Ausgestaltung der Aussparungen 58, 59 ist es möglich, dass das
auf einer Trägerplatine angeordnete Leitungssystem von einer Fertigungsmaschine automatisch
auf die erste Lagervorrichtung 24 montiert und an dieser befestigt werden kann, sodass
die erste Lagervorrichtung 24 und das Leitungssystem eine Baueinheit bilden. Die Trägerplatine
weist eine Ausnehmung 98 auf, durch welche die Lagerbuchse 34 hindurch gesteckt wird.
Die Antriebselektronik 23 kann ebenso auf der Trägerplatine befestigt werden.
[0039] Die Verriegelungsvorrichtung 38 weist einen Grundkörper 52 und eine relativ zum Lagerkörper
32 verstellbare Rastnase 53 bzw. Verriegelungsschulter auf. Die Rastnase 53 bildet
eine in Montagerichtung der Förderrolle 5 - gemäß eingetragenem Pfeil in Fig. 5 -
verjüngende äußere Schrägfläche 57 aus. Nach gezeigter Ausführung ist die Rastnase
53 über eine elastische Federzunge 54 mit dem Grundkörper 52 verbunden. Zum Lösen
der Verriegelungsvorrichtung 38 und zum Auswechseln der Förderrolle 5 ist am freien
Ende der Federzunge 54 eine Aussparung 55 ausgeformt, welche zur Aufnahme eines geeigneten
Werkzeuges (nicht dargestellt) bestimmt ist.
[0040] Die erste Lagervorrichtung 24 ist mit Ausnahme der Verriegelungsvorrichtung 38 aus
einem wärmeleitenden Material, insbesondere Metall, beispielsweise eine Aluminiumlegierung,
einstückig hergestellt. Die Verriegelungsvorrichtung 38 ist hingegen aus einem elastisch
verformbaren Material, beispielsweise Kunststoff, einstückig geformt.
[0041] Dies hat den Vorteil, dass die durch den Antriebsmotor 22 im Betrieb entwickelte
Verlustwärme von der ersten Lagervorrichtung 24 über die in der Montagestellung der
Förderrolle 5 an das Rahmenprofil 4 angelegte Außenfläche 39 auf das Rahmenprofil
4 übertragen werden kann. Da die Rahmenprofile 4 aus metallischem Werkstoff gefertigt
sind und die Außenfläche 39 der Förderrolle 5 mit dem Rahmenprofil 4 wärmetechnisch
verbunden ist, wirkt das Rahmenprofil 4 für die Förderrolle 5 als ein großer Kühlkörper.
[0042] Wie in den Fig. 5 und 5a dargestellt, ist die erste Lagervorrichtung 24 über die
Lagerbohrung 45 auf das erste Ende der Rollenachse 18 aufgeschoben und über zumindest
ein (nicht dargestelltes) Sicherungselement in axialer Richtung auf der Rollenachse
18 fixiert gehalten und/oder gegen Verdrehung gesichert.
[0043] In den gemeinsam beschriebenen Fig. 9 bis 11 ist die zweite Lagervorrichtung 25 in
unterschiedlichen Ansichten gezeigt. Die Lagervorrichtung 25 umfasst plattenförmigen
Lagerkörper 60, einen Führungsteil 61, eine Lagerbuchse 62, einen koaxial zur Achse
63 der Lagerbuchse 62 angeordneten, zylindrischen Lagerbund 64 und eine Verriegelungsvorrichtung
65. Der Lagerkörper 32 bildet eine an die Innenseite des zweiten Rahmenprofils 4 bzw.
Profilsteges 9 anlegbare Außenfläche 66 und eine dieser gegenüberliegende Innenfläche
67 aus. Die Außenfläche 66 dient als Lagerfläche.
[0044] Eine verdrehgesicherte Aufnahme der Rollenachse 18 im zweiten Rahmenprofil 4 wird
durch eine Formschlussverbindung zwischen dem Führungsteil 61 und der Lageraufnahme
11 erreicht. Der Führungsteil 61 ragt an der Außenfläche 66 vor und weist parallel
zueinander verlaufende, erste Führungsflächen 68 und parallel zueinander verlaufende
zweite Führungsflächen 69 auf, die mit unterschiedlichem Abstand zueinander angeordnet
sind. Eine Stützfläche 70 verbindet die zweiten Führungsflächen 69 und ist komplementär
zur Stützfläche 14 des Führungsabschnittes 12 der Lageraufnahme 11, beispielsweise
bogenförmig ausgebildet. Zur axialen Fixierung der zweiten Lagervorrichtung 24 relativ
zum zweiten Rahmenprofil 4, weist der Führungsteil 61 zusätzlich ein den Führungsabschnitt
12 im Rahmenprofil 4 abschnittsweise hintergreifendes Formelement 71 auf.
[0045] Die Lagerbuchse 62 ragt an der Innenfläche 67 vor und weist eine koaxial zur Achse
63 angeordnete, zylindrische Lagerbohrung 72 auf, in welche ein zweites Ende der Rollenachse
18 eingesteckt wird.
[0046] Wie in Fig. 5b dargestellt, kann der Rollenkörper 19 der motorisierten Förderrolle
5 auch mit einer Übertriebsscheibe 73 versehen sein, die an einer seiner Stirnseiten
des zylindrischen Rollenmantels angeordnet ist. Die Übertriebsscheibe 73 weist beispielsweise
zwei umlaufende Rillen 74 auf, in denen in Fig. 1 schematisch dargestellte Zugmittel
8 geführt sind, die mit zwei benachbarten, frei drehbaren Förderrollen 6 gekuppelt
sind.
[0047] Der koaxial zur Achse 63 angeordnete Lagerbund 64 ragt an der Innenfläche 67 vor
und bildet die profilierte, erste Begrenzungsfläche 75 einer in Fig. 5b dargestellten
Dichtung 76 zwischen der zweiten Lagervorrichtung 25 und dem Rollenkörper 19 aus.
[0048] Nach gezeigtem Ausführungsbeispiel weist die Begrenzungsfläche 75 einen konzentrisch
um die Achse 63 in Umfangsrichtung verlaufenden Dichtsteg auf. Andererseits kann die
Begrenzungsfläche 75 auch an der Umfangsfläche des Rollenkörpers 19 ausgebildet sein.
Der Rollenkörper 19 bzw. die Übertriebsscheibe 73 bildet eine der ersten Begrenzungsfläche
75 zugewandte profilierte, zweite Begrenzungsfläche 77 aus. Die Begrenzungsflächen
75, 77 greifen mit einem geringen Abstand dichtend ineinander.
[0049] Nach gezeigtem Ausführungsbeispiel ist die Begrenzungsfläche 77 an der Stirnseite
27 des Rollenkörpers 19 ausgebildet und weist konzentrisch um die Rollenachse 18 in
Umfangsrichtung verlaufenden Dichtstege und eine zwischen diesen begrenzende Dichtungsnut
(Ringraum) auf. Der Dichtsteg der Begrenzungsfläche 75 ragt in die Dichtungsnut der
zweiten Begrenzungsfläche 77 vor. Auf diese Weise wird zwischen der zweiten Lagervorrichtung
25 und dem Rollenkörper 19 bzw. der Übertriebsscheibe 73 eine Labyrinthdichtung ausgebildet.
[0050] Die Verriegelungsvorrichtung 65 weist eine relativ zum Lagerkörper 60 verstellbare
Rastnase 78 bzw. Verriegelungsschulter auf. Die Rastnase 78 bildet eine in Montagerichtung
der Förderrolle 5 - gemäß eingetragenem Pfeil in Fig. 5 - verjüngende äußere Schrägfläche
83 aus. Nach gezeigter Ausführung ist die Rastnase 78 über eine elastische Federzunge
79 mit dem Lagerkörper 60 verbunden. Zum Lösen der Verriegelungsvorrichtung 65 und
zum Auswechseln der Förderrolle 5 ist am freien Ende der Federzunge 79 eine Aussparung
80 ausgeformt, welche zur Aufnahme eines geeigneten Werkzeuges (nicht dargestellt)
bestimmt ist.
[0051] Wie in den Fig. 5b, 9 bis 11 dargestellt, ist die zweite Lagervorrichtung 25 über
die Lagerbohrung 72 auf das zweite Ende der Rollenachse 18 aufgeschoben und über zumindest
ein Sicherungselement 81 in axialer Richtung auf der Rollenachse 18 fixiert gehalten
und/oder gegen Verdrehung gesichert. Das Sicherungselement 81 ist beispielsweise durch
elastische Federzunge gebildet, die an ihrem freien Ende eine Rastnase aufweist, welche
in eine umlaufende Nut 84 in der Rollenachse 18 formschlüssig eingreift.
[0052] Die zweite Lagervorrichtung 24 ist aus einem elastisch verformbaren Material, beispielsweise
Kunststoff, einstückig geformt.
[0053] Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die zweite Lagervorrichtung 25 nicht
zwingend erforderlich ist. Genauso gut kann das zweite Ende der Rollenachse 18 direkt
von oben in die Lageraufnahme 11 eingesetzt und mittels eines Niederhalters gesichert
werden, wie nicht weiters dargestellt.
[0054] Wie anhand der Fig. 5a beschrieben, ist die Antriebselektronik 23 auf der ersten
Lagervorrichtung 24 befestigt, welche von einer übergeordneten (nicht dargestellten)
Steuerung angesteuert werden kann. Zur Ansteuerung wird vorzugsweise ein serielles
Bussystem 51 verwendet. Die Antriebselektronik 23 weist eine Elektronikstromversorgung,
Leistungselektronik zur Speisung des elektrischen Antriebsmotors 22, eine Regelungsvorrichtung
zur Regelung des elektrischen Antriebsmotors 22, eine Kommunikationsvorrichtung und/oder
eine Diagnosevorrichtung 82 auf. Die Diagnosevorrichtung 82 dient der Anzeige von
Systemzuständen und weist eine optische Anzeigevorrichtung, beispielsweise eine LED
auf. Das Anzeigeelement ist hierzu in einer Aufnahme in der ersten Lagervorrichtung
24 angeordnet. Die Kommunikationsvorrichtung ist an einen Datenbus angeschlossen und
die Elektronikstromversorgung, Leistungselektronik, Regelungsvorrichtung und/oder
Diagnosevorrichtung 82 sind an einen Leistungsbus angeschlossen.
[0055] Das Bussystem 51 ist entlang der Förderanlage 1 in einer horizontalen oder geneigten
Ebene unterhalb der Förderrollen 5, 6 (Fig. 1) zwischen den Rahmenprofilen 4 angeordnet
und weist einen Datenbus und Leistungsbus auf. Der Datenbus ist beispielsweise ein
CAN - Bus (Controller Area Network). Der Leistungsbus ist beispielsweise ein Gleichspannungsbus,
mittels dem die Antriebsmotoren 22 der Förderrollen 5 der Förderanlage 1 mit elektrischer
Energie, beispielsweise 48 VDC, versorgt werden. Die Busse weisen jeweils mehrere
elektrische Leitungen 85 auf, die von einem Isolierkörper 86 umgeben sind. Dabei handelt
es sich bei den Leitungen 85 des Datenbusses um Datenleitungen und bei den Leitungen
85 des Leistungsbusses um Versorgungsleitungen. Vorzugsweise ist das Bussystem 51
als Flachbandkabel ausgeführt, bei dem die Leitungen elektrisch isoliert nebeneinander
geführt sind.
[0056] Die elektrische Kontaktierungsvorrichtung 50 ist in einem festen Abstand zur Rollenachse
18 an der Halterung 37 befestigt und über ein elektrisches Leitungssystem 87 mit der
Antriebselektronik 23 verbunden. Das Leitungssystem 87 kann durch auf einer Trägerplatine
angeordnete Leitungen oder ein Verbindungskabel gebildet sein.
[0057] Die Kontaktierungsvorrichtung 50 weist die Kontaktelemente 88 zur elektrischen Kontaktierung
der Leitungen 85 des Bussystems 51 auf. Die Kontaktelemente 88 sind durch Piercing-Kontakte
oder Schneidkontakte etc. gebildet, daher weisen die Kontaktelemente 88 jeweils ein
Mittel zum Durchtrennen des Isolierkörpers 86 und Kontaktieren der elektrischen Leitung
85 auf. Durch die Vermeidung einer aus dem Stand der Technik bekannten Klemmenverbindung,
bei der ein Schraubvorgang vorzunehmen ist, vereinfacht sich die Montage der motorisierten
Förderrolle 5. Die Antriebselektronik 23 ist beispielsweise mittels einer Schneidklemmtechnik
an die Leitungen 85 des Bussystems 51 angeschlossen. Nachdem das Bussystem 51 über
die gesamte Länge der Förderanlage 1 zwischen den Rahmenprofilen 4 angeordnet ist,
und die Kontaktierungsvorrichtung 50 gemäß obiger Ausführung ausgebildet ist, können
die motorisierten Förderrollen 5 relativ zu den Rahmenprofilen 4 an beliebiger Stelle
an der Förderanlage 1 montiert werden. Dies ist möglich, da die Leitungen 85 des Bussystems
51 in Richtung ihrer Längserstreckung an beliebiger Stelle mittels der Kontaktelemente
88 kontaktierbar sind. Um eine zuverlässige Kontaktierung zwischen den Kontaktelementen
88 und den Leitungen 85 sicherzustellen, weist jedes Kontaktelement 88 mehrere über
einen Bügel elektrisch miteinander verbundene Piercing-Kontakte oder Schneidkontakte
auf, sodass eine Leitung 85 über mehrere Piercing-Kontakte oder Schneidkontakte kontaktiert
wird.
[0058] Wie in Fig. 5a ersichtlich, ist das Bussystem 51 auf einer zwischen den Rahmenprofilen
4 unterhalb der Förderrollen 5, 6 vorgesehenen, beispielsweise am ersten Rahmenprofil
4 montierten Trägerschiene 89 angeordnet. Das Bussystem 51 umfasst nach gezeigter
Ausführung neben dem Daten- und Leistungsbus zusätzlich einen Tragkörper 90, in welchem
die Leitungen 85 eingebettet sind und der entweder vollständig aus einem elastisch
reversiblen Material, beispielsweise aus Gummi oder Polyurethan, oder nur in dem Teilabschnitt
oberhalb der Leitungen 85 aus einem elastisch reversiblen Material, beispielsweise
aus Gummi oder Polyurethan, gebildet ist. Die Trägerschiene 89 und der Tragkörper
90 weisen formschlüssig miteinander in Eingriff bringbare Verriegelungselemente 91
auf, mittels welcher das Bussystem 51 gehalten wird. Andererseits kann das Bussystem
51 auch über eine Fügeverbindung, beispielsweise Kleben, zwischen dem Tragkörper 90
und der Trägerschiene 89 befestigt werden.
[0059] In Fig. 12 ist eine andere Ausführung der Anordnung des Bussystems 51 zwischen den
Rahmenprofilen 4' unterhalb der Förderrollen 5, 6 gezeigt. Die Rahmenprofile 4' sind
vorzugsweise Strangpressprofile aus Aluminium. Das Bussystem 51 umfasst nach gezeigter
Ausführung neben dem Daten- und Leistungsbus zusätzlich einen Tragkörper 90', in welchem
die Leitungen 85 eingebettet sind, und der entweder vollständig aus einem elastisch
reversiblen Material, beispielsweise aus Gummi oder Polyurethan, oder nur in dem Teilabschnitt
oberhalb der Leitungen 85 aus einem elastisch reversiblen Material, beispielsweise
aus Gummi oder Polyurethan, gebildet ist. Der Tragkörper 90' umfasst ein Befestigungselement
92, welches eine Hinterschneidung ausbildet und mit Eingriffselementen eine Ausnehmung
93 im Rahmenprofil 4' formschlüssig hintergreift. Eine zusätzliche Trägerschiene 89
ist nicht erforderlich. Das Gehäuse der Kontaktierungsvorrichtung 50 und der Tragkörper
90' weisen miteinander in Eingriff bringbare Befestigungselemente 102, 103 auf, mittels
welcher die Kontaktierungsvorrichtung 50 relativ zum Bussystem 51 am Tragkörper 90'
gehalten ist. Die Befestigungselemente 102 der Kontaktierungsvorrichtung 50 weisen
eine Verriegelungsnase und die Befestigungselemente 103 des Tragkörpers 90' eine Verriegelungsschulter
auf, welche formschlüssig ineinander eingreifen, wenn die Kontaktierungsvorrichtung
50 an das Bussystem 51 angeschlossen ist.
[0060] Liegen widrige Umgebungsbedingungen am Aufstellungsort der Förderanlage 1 vor, beispielsweise
Gefrier- und Tiefkühlbereich, ist es von Vorteil, wenn zusätzlich in einem Kontaktierungsbereich,
in welchem die Kontaktierungsvorrichtung 50 an das Bussystem 51 angeschlossen wird,
eine Dichtung 95 vorgesehen wird, wie in den Fig. dargestellt. Die Dichtung 95 ist
beispielsweise ein O-Ring und am Gehäuse der Kontaktierungsvorrichtung 50; 50' in
einer Aufnahmenut angeordnet.
[0061] Ist die Kontaktierungsvorrichtung 50; 50' an das Bussystem 51 angeschlossen, liegt
die Dichtung 95 im Kontaktierungsbereich an einer ebenen Oberseite der Trägerschiene
89 (Fig. 5a) oder an einer ebenen Oberseite des Tragkörpers 90' (Fig. 12) auf.
[0062] Das Bussystem 51 kann ferner eine in den Fig. 14 und 14a dargestellte sechste, elektrische
Leitung 85' aufweisen, die in der Ebene und parallel neben den anderen Leitungen 85
verläuft. Bei der sechsten Leitung 85' handelt es sich um eine Initialisierungsleitung.
Mittels dieser sechsten Leitung 85' kann automatisch die Reihenfolge der Vielzahl
von motorisierten Förderrollen 5 in der Förderanlage 1 bestimmt werden. Dadurch können
nach der Montage der motorisierten Förderrollen 5 an den Rahmenprofilen 4; 4' und
automatische Zuordnung von Adressen über den Datenbus anschließend automatisch von
jeder motorisierten Förderrollen 5 die Montageposition relativ zu Rahmenprofilen 4;
4' bestimmt werden.
[0063] Beispielsweise ist aus der
EP 1 590 275 B 1 dazu bekannt, dass die Antriebssteuerungen der Antriebe eines Rollenförderers über
ein Bussystem angesteuert werden können. Mit Hilfe einer Selbstadressierungsleitung
können den Antriebssteuerungen aufsteigende Adressen entsprechend der Reihenfolge
der Antriebe im Rollenförderer zugewiesen werden. Dazu werden die Antriebssteuerungen
über die Selbstadressierungsleitung nach Art einer "daisy chain" verbunden und die
Antriebssteuerungen in einen Grundzustand versetzt, in dem ein an die Selbstadressierungsleitung
angelegtes Signal von den Antriebssteuerungen nicht weitergeleitet wird. Zu Beginn
empfängt daher nur eine Antriebssteuerung das in die Selbstadressierungsleitung eingespeiste
Signal und meldet sich daraufhin bei einer zentralen Steuerung, welche der Antriebssteuerung
eine neue Adresse zuweist und die Antriebssteuerung in einen Zustand steuert, in dem
das an die Selbstadressierungsleitung angelegte Signal von der besagten Antriebssteuerung
weitergeleitet wird. Nunmehr empfängt eine zweite Antriebssteuerung das Signal und
meldet sich ebenfalls bei der zentralen Steuerung. Diese Abfolge wird so lange wiederholt,
bis alle Antriebssteuerungen eine entsprechende Adresse erhalten haben.
[0064] Zwar ermöglicht die
EP 1 590 275 B 1 prinzipiell eine automatische Adresszuweisung in einem Rollenförderer, lehrt aber
nicht, wie die Grundlage, das heißt die elektrische Verdrahtung, für eine solche Adresszuteilung
auf einfache Weise hergestellt werden kann.
[0065] Ein Aspekt der Erfindung ist es daher, eine Förderanlage oder einen Förderabschnitt
derselben anzugeben, bei der oder dem eine Verdrahtung auf einfache Weise erfolgen
kann.
[0066] Gemäß einem Verfahren zur Herstellung der Verkabelung an einer Förderanlage 1 zum
Fördern von Fördergut, werden folgende Schritte durchgeführt:
- a) Verlegen zumindest einer Versorgungsleitung (z.B. Leistungsbus), zumindest einer
Datenleitung (z.B. Datenbus) und zumindest einer Initialisierungsleitung entlang der
Förderanlage 1,
- b) Kontaktieren der Antriebselektronik mit den genannten Leitungen, wobei mit einer
Kontaktierungsvorrichtung (z.B. Kontaktierungsvorrichtung 50, 50') einer der Förderrollen
5 in einem Arbeitsgang:
- die Versorgungsleitung mit einem ersten Kontaktelement 88, insbesondere einem Schneidklemmkontakt
oder Piercing-Kontakt, mit einer ersten Verbindungsleitung zur Antriebselektronik
verbunden wird,
- die Datenleitung mit einem zweiten Kontaktelement 88, insbesondere einem Schneidklemmkontakt
oder Piercing-Kontakt, mit einer zweiten Verbindungsleitung zur Antriebselektronik
verbunden wird und
- die Initialisierungsleitung durchtrennt wird (z.B. mit Hilfe einer Trennschneide 96)
und die freien Enden der Initialisierungsleitung beidseits der Trennstelle 97 mit
je einem Kontaktelement 88', insbesondere einem Schneidklemmkontakt oder Piercing-Kontakt,
mit je einer dritten beziehungsweise vierten Verbindungsleitung zur Antriebselektronik
verbunden werden.
[0067] Dabei umfasst die Förderanlage 1 zum Fördern von Fördergut:
- mehrere, in Förderrichtung 3 örtlich hintereinander liegende, Antriebe (z.B. Förderrollen
5) jeweils umfassend einen elektrischen Antriebsmotor (z.B. Antriebsmotor 22) und
eine Antriebselektronik (z.B. Antriebselektronik 23) zur Steuerung/Regelung des Antriebsmotors,
und
- eine Versorgungsleitung, eine Datenleitung und eine Initialisierungsleitung, welche
entlang der Förderanlage verlegt sind, wobei die Antriebselektronik mit den genannten
Leitungen mit einer Kontaktierungsvorrichtung (z.B. Kontaktierungsvorrichtung 50,
50') kontaktierbar ist, welche dazu vorbereitet ist, in einem Arbeitsschritt:
- die Versorgungsleitung mit einem ersten Kontaktelement 88, insbesondere einem Schneidklemmkontakt
oder Piercing-Kontakt, mit einer ersten Verbindungsleitung zur Antriebselektronik
zu verbinden,
- die Datenleitung mit einem zweiten Kontaktelement 88, insbesondere einem Schneidklemmkontakt
oder Piercing-Kontakt, mit einer zweiten Verbindungsleitung zur Antriebselektronik
zu verbinden und
- die Initialisierungsleitung zu durchtrennen (z.B. mit Hilfe einer Trennschneide 96)
und die freien Enden der Initialisierungsleitung beidseits der Trennstelle 97 mit
je einem Kontaktelement 88', insbesondere einem Schneidklemmkontakt oder Piercing-Kontakt,
mit je einer dritten beziehungsweise vierten Verbindungsleitung zur Antriebselektronik
zu verbinden.
[0068] Auf diese Weise kann die elektrische Verdrahtung an einer Förderanlage auf elegante
Weise hergestellt werden. Dabei wirken an sich bekannte Kontaktelemente, insbesondere
Schneidklemmkontakte oder Piercing-Kontakte, derart mit einer Trennschneide zusammen,
dass sowohl die für den elektrischen Anschluss einer Antriebselektronik nötigen Kontaktierungen
als auch die Durchtrennung einer der Leitungen, insbesondere einer Initialisierungsleitung,
in einem einzigen Arbeitschritt erfolgt. Ein separates Kontaktieren der Versorgungsleitung,
Kontaktieren der Datenleitung, Auftrennen einer der Leitungen, insbesondere der Initialisierungsleitung,
Abisolieren der Enden der Leitung, insbesondere der Initialisierungsleitung, und ein
Verbinden der abisolierten Enden mit der Antriebselektronik kann somit entfallen.
Die elektrische Verbindung einer Antriebselektronik kann somit schneller erfolgen
und ist noch dazu weniger fehleranfällig. Insbesondere kann die elektrische Verbindung
auch von weniger geschultem Personal durchgeführt werden, da hierfür keine handwerklichen
Fähigkeiten auf dem Gebiet der Elektrotechnik nötig sind.
[0069] Die Trennschneide kann dabei vollständig aus einem Isolator gefertigt sein oder aus
Metall bestehen, das mit einem Isolator überzogen ist. Die Trennschneide durchtrennt
die Initialisierungsleitung und isoliert die dabei entstehenden Enden der Initialisierungsleitung
gegeneinander. Die Trennschneide kann im vorderen Bereich aus Metall bestehen und
im hinteren Teil aus einem Isolator, um den Trennvorgang zu erleichtern, aber dennoch
die Isolierung der beiden Enden gegeneinander zu gewährleisten.
[0070] Zu demselben Zweck kann eine metallische Trennschneide in Schneidrichtung in ihrem
hinteren Abschnitt auf den, den Enden der Initialisierungsleitung zugewandten Seiten
mit einem Isolator überzogen werden.
[0071] Schließlich ist es auch möglich, die Trennschneide konstruktiv so zu gestalten, dass
die Isolierung der Enden der Initialisierungsleitung gegeneinander dadurch erfolgt,
dass die Trennschneide die Initialisierungsleitung nach dem Trennen ausschließlich
an deren Isolation berührt.
[0072] Die Trennschneide kann in diesem Fall vollständig aus Metall gefertigt sein und ist
beispielsweise T-förmig ausgebildet, wobei der Steg die Trennschneide bildet und vom
Steg vorragenden Trennarme die Enden Initialisierungsleitung von der Trennschneide
entfernt, wenn die Kontaktierungsvorrichtung 50' an den Leitungen angeschlossen ist.
In diesem Fall bilden die Trennvorrichtung und die Trennschneide eine Trennvorrichtung.
[0073] Als Isolatoren kommen in allen Fällen insbesondere Kunststoff oder Keramik in Betracht.
[0074] An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass es für die Erfindung unerheblich ist,
wann während des Aufsetzens der Kontaktierungsvorrichtung 50' welche Schneidklemmverbindung
oder Piercing-Kontaktverbindung hergestellt wird, beziehungsweise wann die Trennung
der Initialisierungsleitung erfolgt. Beispielsweise kann die Schneidklemmverbindung
oder Piercing-Kontaktverbindung zur Versorgungsleitung und zur Datenleitung gleichzeitig
erfolgen, dann die Durchtrennung der Initialisierungsleitung und dann die Schneidklemmverbindungen
oder Piercing-Kontaktverbindungen auf die freien Enden der Initialisierungsleitung.
Denkbar ist beispielsweise aber auch, dass alle Schneidklemmverbindungen oder Piercing-Kontaktverbindungen
gleichzeitig ausgeführt werden und die Trennung der Initialisierungsleitung davor
oder danach getrennt wird.
[0075] "In einem Arbeitsgang" bedeutet im Rahmen der Erfindung das Anschließen der Kontaktierungsvorrichtung
50' an die besagten Leitungen, insbesondere Einstecken eines (Mehrfach-) Steckers
in eine entsprechende Buchse oder in die entsprechende Trägerschiene 89 oder das Betätigen
eines Bügels, welches das Herstellen der Schneidklemmverbindungen oder Piercing-Kontaktverbindungen
und das Durchtrennen der Initialisierungsleitung bewirkt.
[0076] Vorteilhaft werden den Antriebselektroniken in einem Schritt c) schließlich schrittweise
Adressen zugewiesen, indem ein auf der Initialisierungsleitung angelegtes Signal durch
die Antriebselektroniken schrittweise von einer Antriebselektronik zur nächsten Antriebselektronik
geleitet wird, um so eine örtliche Reihenfolge der Antriebselektroniken bzw. die Montageposition
jeder motorisierten Förderrolle 5 relativ zum Rahmen 2 festzustellen.
[0077] Fig. 14 und 14a zeigt nun eine auf die Anwendung der automatischen Bestimmung der
Reihenfolge der Förderrollen 5 in der Förderanlage 1 modifizierte, konkrete Ausführung
der Kontaktierungsvorrichtung 50', welche die den fünf Leitungen 85 der Busse zugeordnete
Kontaktelemente 88, zwei der sechsten Leitung 85' zugeordnete Kontaktelemente 88'
und eine der sechsten Leitung 85' zugeordnete Trennschneide 96 ausweist. Jedes Kontaktelement
88 umfasst mehrere über einen Bügel elektrisch miteinander verbundene Piercing-Kontakte
oder Schneidkontakte auf. Die Kontaktelemente 88' umfassen wiederum einen Piercing-Kontakt
oder Schneidkontakt und sind über die dritte Verbindungsleitung und die vierte Verbindungsleitung
mit einem, die Antriebselektronik 23 aufweisenden elektronischen Schaltern (nicht
dargestellt) verbunden. Die Trennschneide 96 ragt am Gehäuse der Kontaktierungsvorrichtung
50' in Richtung der Kontaktelemente 88' vor und ist zwischen den Piercing-Kontakten
oder Schneidkontakten angeordnet. Mittels der Trennschneide 96 wird die sechste Leitung
85' durchtrennt und die Enden der Leitung 85' im Durchtrennungsbereich elektrisch
voneinander isoliert, wenn die Kontaktierungsvorrichtung 50' an das Bussystem 51 angeschlossen
ist.
[0078] Das Leitungssystem 87 ist an die Kontaktelementen 88; 88' angeschlossen und über
zumindest die erste, zweite, dritte und vierte Verbindungsleitung (nicht gezeigt)
mit der Antriebselektronik 23 verbindbar.
[0079] Wie erwähnt, umfasst die Antriebselektronik 23 sämtlicher motorisierten Förderrollen
5 einen elektronischen Schalter. Die Schalter sind über die sechste Leitung 85' miteinander
verbunden und in Serie geschaltet. Soll nun die Reihenfolge der Vielzahl von motorisierten
Förderrollen 5 in der Förderanlage 1 bestimmt werden, werden vorerst nach der Montage
der motorisierten Förderrolle 5 und Anschluss der Antriebselektronik 23 an den Daten-
und Leistungsbus jeder motorisierten Förderrolle 5 vom Datenbus eine Systemadresse
zugeordnet und anschließend die Schalter mehrerer hintereinander liegender Antriebselektronik
23 in einen AusZustand gesteuert, sofern dieser nicht ohnehin vorliegt. Danach wird
ein Signal an die sechste Leitung 85' angelegt. Sodann wird geprüft, an welcher der
motorisierten Förderrolle 5 das elektrische Signal detektiert werden kann. Wegen der
offenen Schalter empfängt nur jene motorisierten Förderrolle 5 das eingespeiste Signal,
welche dem elektrischen Einspeisepunkt am nächsten liegt. In Folge wird der zugeordnete
Schalter vom Datenbus in einen Ein-Zustand gesteuert, sodass nun auch die nächste
motorisierte Förderrolle 5 das Signal empfangen kann usw. Durch Erfassen, wann welche
motorisierte Förderrolle 5 das Signal empfangen hat, kann leicht die gesuchte örtliche
Reihenfolge ermittelt werden.
[0080] Zum Zweck der Bestimmung der Montageposition jeder motorisierten Förderrollen 5 relativ
zu den Rahmenprofilen 4; 4' kann anstatt der sechsten Leitung 85' auch die Versorgungs-und/oder
Datenleitung 85 verwendet werden.
[0081] Da das Bussystem 51 über den Tragkörper 90, 90' relativ zum Rahmen fixiert gehalten
ist, bewirken die beim Kontaktieren der Kontaktelemente 88 mit dem Daten- und Leistungsbus
auftretenden Kräfte keine unerwünschten Verlagerungen des Bussystems 51. Die Kontaktelemente
88; 88' durchdringen dabei vorerst den Tragkörper 90, 90' und die Isolierkörper 86;
86', ehe sie die Leitungen 85; 85' kontaktieren. Die Trägerschiene 89 bzw. der Tragkörper
90' bildet vorzugsweise eine horizontale oder geneigte Kontaktierungsebene 94 aus
und sind auch die elektrisch isoliert voneinander verlaufenden Leitungen 85; 85' in
einer zur Kontaktierungsebene 94 parallel verlaufenden Ebene nebeneinander angeordnet.
Ein wesentlicher Vorteil liegt auch darin, dass die elektrischen Leitungen 85; 85'
nicht freigelegt und somit vor äußeren Einflüssen, wie Staub, Feuchtigkeit, und dgl.,
geschützt sind und auch nach dem Einstechen der Kontaktelemente 88; 88' in den Tragkörper
90, 90' und Kontaktieren mit den Leitungen 85; 85' sich das elastische Material des
Tragkörpers 90, 90' an die Kontaktelemente 88; 88' dichtend anlegt. Werden die Kontaktelemente
88; 88' aus dem Tragkörper 90, 90' herausgezogen, schließen sich die Einstechlöcher
selbstständig. Dieser "selbstheilende Effekt" des Tragkörpers 90, 90' und/oder der
Leitungen 85; 85' ermöglicht auch nach dem Austausch, beispielsweise einer defekten
Förderrolle 5 und Abschließen der Kontaktierungsvorrichtung 50; 50' vom Bussystem
51, insbesondere einen Schutz vor Kurzschlüssen.
[0082] Zur Montage einer Förderrolle 5 im Rahmen 2, wird die Förderrolle 5 derart von oben
zwischen die Rahmenprofile 4 bewegt, dass die Führungsteile 33, 61 und die Verriegelungsvorrichtungen
38, 65 der Lagervorrichtungen 24, 25 über die Einschuböffnungen 13 nach unten in die
beiden einander gegenüberliegenden Lageraufnahmen 11 eintreten. Durch Ausübung einer
Montagekraft nach unten in radialer Richtung relativ zu den Rahmenprofilen 4 gleiten
die Rastnasen 53, 78 mit ihren Schrägflächen 57, 83 am Führungsrand 17 jeder Lageraufnahme
11 entlang. Dabei werden die Federzungen 54, 79 in Richtung auf die Stirnseiten 26,
27 der Förderrolle 5 elastisch gebogen. Die Förderrolle 5 wird auf ihrer Montagebewegung
durch die Formelemente 44, 71 in axialer Richtung relativ zu den Rahmenprofilen 4
geführt. Dabei umgreifen die Formelemente 44, 71 den Führungsabschnitt 12 der Lageraufnahmen
11. Schließlich führt die Montagebewegung dazu, dass die Rastnasen 53, 78 unter den
Führungsrand 17 in den oberen Profilschenkeln 10 tritt und diese aus ihrer ausgelenkten
Zwischenstellung in eine Raststellung bewegt werden, sodass in der Raststellung die
Rastnasen 53, 78 den Führungsrand 17 in den oberen Profilschenkeln 10 formschlüssig
hintergreifen. Die Montagestellung der Förderrolle 5 (Fig. 5) ist erreicht, wenn die
Lagerkörper 24, 25 mit ihren Führungsteilen 33, 61 gegen die Stützfläche 14 aufliegen
und die Rastnasen 53, 78 in ihre Raststellung bewegt sind.
[0083] Während der Montagebewegung der motorisierten Förderrolle 5 in ihre Montagestellung
in radialer Richtung zur Rollenachse 18 relativ zu den Rahmenprofilen 4 durchdringen
die Kontaktelemente 88; 88' der Kontaktierungsvorrichtung 50; 50' den Tragkörper 90;
90' und den Isolierkörper 86. Befindet sich die Förderrolle 5 in ihrer Montagestellung,
sind die Kontaktelemente 88; 88' mit den Leitungen 85; 85' des Bussystems 51 elektrisch
verbunden. Demnach ist am Ende der Montagebewegung einerseits die elektrische Anschlussverbindung
zwischen der Antriebselektronik 23 und dem Bussystem 51 hergestellt und andererseits
die Förderrolle 5 relativ zu den Rahmenprofilen 4; 4' über zumindest eine Lagervorrichtung
24 oder beide Lagervorrichtungen 24, 25 mechanisch verriegelt.
[0084] Zum Lösen der Verriegelungsvorrichtung 38, 65 und zum Auswechseln der Förderrolle
5 ist eine Aussparung 55, 80 vorgesehen, welche in der Montagestellung der Förderrolle
5 zwischen dem Führungsrand 17 und der Federzungen 54, 79 freiliegt. Die Aussparung
55, 80 ist zur Aufnahme eines geeigneten Werkzeuges (nicht dargestellt) bestimmt,
mit dem die Rastnasen 53, 78 aus ihrer Raststellung in eine ausgelenkte Zwischenstellung
bewegt werden, in letzterer die Förderrolle 5 nach oben entfernt werden kann. Dadurch
kann eine defekte motorisierte Förderrolle 5 sehr rasch demontiert und durch eine
neue motorisierte Förderrolle 5 ausgewechselt werden. Dabei werden auf der Demontagebewegung
der motorisierten Förderrolle 5 in radialer Richtung zur Rollenachse 18 relativ zu
den Rahmenprofilen 4 die Kontaktelemente 88; 88' der Kontaktierungsvorrichtung 50;
50' aus den Tragkörper 90; 90' und den Isolierkörper 86; 86' herausgezogen. Wurde
die Förderrolle 5 entfernt, sind durch den "selbstheilenden Effekt" die Leitungen
85; 85' wiederum vollständig elektrisch isoliert.
[0085] Wie in Fig. 5, 15, 16 und 17 eingetragen, ist das erste Lager 20 gegenüber der ersten
Stirnseite 26 des Rollenkörpers 19 in Richtung der zweiten Stirnseite 27 des Rollenkörpers
19 soweit versetzt ist, dass zwischen der ersten Stirnseite 26 des Rollenkörpers 19
und dem ersten Lager 20 ein Einbauraum 100 ausgebildet ist, innerhalb dem ausschließlich
der Antriebsmotor 22 oder der Antriebsmotor 22 und auch die Antriebselektronik 23
angeordnet sind. Der Einbauraum 100 weist eine axiale Länge in Richtung der Rollenachse
18 auf, die zumindest der Breite des Antriebsmotors 22 entspricht. Werden innerhalb
des Einbauraumes 100 sowohl der Antriebsmotor 22 als auch die Antriebselektronik 23
angeordnet, entspricht die Länge des Einbauraumes 100 der Breite des Antriebsmotors
22 und der Antriebselektronik 23. Der Antriebsmotor 22 und die Antriebselektronik
23 sind über den oben beschriebenen Anschlussstecker 31 verbunden, der koaxial zur
Rollenachse 18 angeordnet ist. Der Anschlussstecker 31 weist Schneidklemmkontakte
oder Piercing-Kontakte (nicht dargestellt) auf, um die Wicklungen des Stators 28 mit
der Antriebselektronik 23 zu verbinden. Eine zusätzliche Verkabelung zwischen Antriebsmotor
22 und Antriebselektronik 23, welche durch eine Bohrung in der Rollenachse 18 hindurchgefädelt
wird, ist nicht erforderlich. Die Antriebselektronik 23 ist wiederum über das Leitungssystem
87 mit der Kontaktierungsvorrichtung 50; 50' verbunden, wobei das Leitungssystem 87
außerhalb der Rollenachse 18 in radialer Richtung getrennt von der an das Rahmenprofil
4; 4' anlegbaren Außenfläche 39 (Lagerfläche) aus der ersten Lagervorrichtung 24 geführt
wird. Demnach ist das Leitungssystem 87 zumindest auf der, dem Rahmenprofil 4; 4'
zugewandten Seite vom Lagerkörper 32 überdeckt.
[0086] Mit dieser Ausbildung ist eine einfache und kostengünstige Herstellung der motorisierten
Förderrolle 5 möglich. Die Montage des Antriebsmotors 22 und der Antriebselektronik
23 erfolgt derart, dass vorerst der Stator 28 auf die Rollenachse 19 aufgeschoben
und danach die erste Lagervorrichtung 24 mit der Antriebselektronik 23 als vorgefertigte
Baueinheit mit ihrer Lagerbuchse 34 auf das erste Ende der Rollenachse 18 aufgesteckt.
Auf der Montagebewegung der ersten Lagervorrichtung 24 axial in Richtung auf den Antriebsmotor
22 wird über den Anschlussstecker 31 automatisch die elektrische Anschlussverbindung
zwischen dem Antriebsmotor 22, insbesondere den Wicklungen des Stators 28, und der
Antriebselektronik 23 hergestellt. Ist die erste Lagervorrichtung 24 auf der Rollenachse
19 axial positioniert, verschließt der Lagerkörper 32 das offene Ende des Rollenkörpers
19. Durch die Vermeidung einer aus dem Stand der Technik bekannten Klemmenverbindung,
bei der ein Schraubvorgang vorzunehmen ist, vereinfacht sich die Montage der motorisierten
Förderrolle 5. Ein drittes Lager, welches gemäß dem Stand der Technik zusätzlich nahe
der ersten Stirnseite 26 des Rollenkörpers 19 angeordnet wird, ist nicht vorgesehen.
[0087] Die Ausführung gemäß Fig. 15, 15a unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungen
dadurch, dass die motorisierte Förderrolle 5 über Befestigungsschrauben 104 im Rahmen
gehalten ist. Die erste Lagervorrichtung 24' umfasst einen aus der Außenkontur des
Rollenkörpers 19 herausragenden, plattenförmigen Lagerkörper 32', eine Lagerbuchse
34', einen koaxial zur Achse der Lagerbuchse 34' angeordneten, zylindrischen Lagerbund
36', eine Halterung 37' und eine zwischen der Halterung 37' und dem Lagerkörper 32'
angeordnete Versteifungsrippe 56'. Der Lagerkörper 32' bildet eine an die Innenseite
des ersten Rahmenprofils 4 bzw. Profilsteges 9 anlegbare Außenfläche 39' und eine
dieser gegenüberliegende Innenfläche 40' aus. Die Außenfläche 39' dient als Lagerfläche.
Der Lagerkörper 32', die Lagerbuchse 34' und die Halterung 37' sind gemäß oben beschriebener
Ausführung ausgebildet. Ebenso ist zwischen dem Rollenkörper 19 und der ersten Lagervorrichtung
24' eine Dichtung 48 ausgebildet, wie oben beschrieben.
[0088] Die erste Lagervorrichtung 24' ist über die Lagerbohrung 45' auf das erste Ende der
Rollenachse 18 aufgeschoben und über zumindest ein Sicherungselement 105 in axialer
Richtung auf der Rollenachse 18 fixiert gehalten und/oder gegen Verdrehung gesichert.
Das Sicherungselement 105 ist beispielsweise durch elastische Federzunge gebildet,
die an ihrem freien Ende eine Rastnase aufweist, welche in eine umlaufende Nut 106
in der Rollenachse 18 formschlüssig eingreift.
[0089] Die erste Lagervorrichtung 24' ist aus einem elastisch verformbaren Material, beispielsweise
Kunststoff, einstückig geformt.
[0090] Gemäß der Ausführung nach Fig. 16 ist die motorisierte Förderrolle 5 als Kurvenrolle
ausgebildet und an ihrem Rollenmantel mit einem Konuskörper 101 ausgestattet. Ebenso
zeigt diese Fig. eine andere Ausführung des Leitungssystem 87 und der ersten Lagervorrichtung
24". Die erste Lagervorrichtung 24" entspricht im Wesentlichen der ersten Lagervorrichtung
24 gemäß Fig. 6 bis 8, weist diese jedoch keine Halterung 37 auf. Das Leitungssystem
87 zwischen der Antriebselektronik 23 und der Kontaktierungsvorrichtung 50 ist durch
ein Verbindungskabel gebildet, wobei das Leitungssystem 87 durch die Aussparung 58
in radialer Richtung getrennt von der an das Rahmenprofil 4; 4' anlegbaren Außenfläche
39 (Lagerfläche) aus der ersten Lagervorrichtung 24" geführt wird. Die Aussparung
58 verläuft in radialer Richtung zur Rollenachse 18 und ist durch eine zylindrische
Bohrung im Lagerbund gebildet.
[0091] Nach einer anderen, nicht gezeigten Ausführung kann die motorisierte Förderrolle
5 anstatt der Lagervorrichtungen 24, 25 über Befestigungsschrauben; wie in Fig. 15
gezeigt, am Rahmen 2 montiert werden.
[0092] Wie in Fig. 16a näher dargestellt, weist das Gehäuse der Kontaktierungsvorrichtung
50 und die Trägerschiene 89 miteinander in Eingriff bringbare Befestigungselemente
102, 103 auf, mittels welcher die Kontaktierungsvorrichtung 50 relativ zum Bussystem
51 auf der Trägerschiene 89 gehalten ist. Die Befestigungselemente 102 der Kontaktierungsvorrichtung
50 weisen eine Verriegelungsnase und die Befestigungselemente103 der Trägerschiene
89 eine Vernegelungsschulter auf, welche formschlüssig ineinander eingreifen, wenn
die Kontaktierungsvorrichtung 50 an das Bussystem 51 angeschlossen ist. Die Befestigungselemente
103 verlaufen in einem Führungskanal in Längsrichtung der Trägerschiene 89.
[0093] Die Ausführung nach Fig. 17 weist die erste Lagervorrichtung 24' gemäß Fig. 15 auf,
welche eine modifizierte Ausbildung der Halterung 37" mit einer Aufnahmekammer ausbildet,
in der die Kontaktierungsvorrichtung 50 eingesetzt ist. Der die Aufnahmekammer umgrenzende
Randsteg wird direkt mit seiner Stirnseite auf die Oberfläche der Trägerschiene 89
aufgesetzt, sodass ein wirksamer Schutz gegen Verschmutzungen im Kontaktierungsbereich
ohne zusätzliche Dichtung erreicht wird. Das Leitungssystem 87 zwischen der Antriebselektronik
23 und der Kontaktierungsvorrichtung 50 ist durch ein Verbindungskabel gebildet. Die
Aussparungen 58, 59 verlaufen in radialer Richtung zur Rollenachse 18 und sind durch
eine gemeinsame zylindrische Bohrung im Lagerbund gebildet. Das Gehäuse der Kontaktierungsvorrichtung
50 und die Trägerschiene 89 weisen miteinander in Eingriff bringbare Befestigungselemente
102, 103 auf, mittels welcher die Kontaktierungsvorrichtung 50 relativ zum Bussystem
51 auf der Trägerschiene 89 gehalten ist. Die Detailausführung der Befestigungselemente
102, 103 ist in Fig. 16a beschreiben.
[0094] Von Vorteil sind auch die in den Fig. 18 und 19 gezeigten Ausführungen, wonach die
motorisierte Förderrolle 5 an ihren beiden Enden über jeweils eine Ausgleichsvorrichtung
107; 107' in senkrechter Richtung relativ zu den Rahmenprofile 4; 4' verstellbar am
Rahmen 2 gelagert ist. Auch wenn die Ausgleichsvorrichtung 107; 107' in Anwendung
an der motorisierten Förderrolle 5 beschreiben wird, es genauso gut möglich, dass
auch die nicht motorisierte Förderrolle 6 an ihren beiden Enden über eine Ausgleichsvorrichtung
107; 107' in senkrechter Richtung relativ zu den Rahmenprofile 4; 4' verstellbar am
Rahmen 2 gelagert ist. Durch diese Maßnahme wird eine Nivellierung zwischen den Förderoberflächen
der Förderrollen 5, 6 erreicht und wird das Gewicht des Fördergutes auf alle Förderrollen
5, 6, auf denen das Fördergut auflastet, gleichmäßig verteilt und auf den Rahmen 2
abgetragen. Somit kann das Antriebsmoment der Antriebsmotoren 22 der Förderrollen
5 optimal auf das zu transportierende Fördergut übertragen und sämtliche Förderrollen
5, 6 konstruktiv optimiert werden.
[0095] Nach einer ersten Ausführung (Fig. 18) ist die Ausgleichsvorrichtung 107 durch einen
Lagerabschnitt 108 aus elastisch verformbarem Material, beispielsweise Kunststoff,
gebildet, der zwischen dem Rahmenprofil 4; 4' und der Lagervorrichtung 24, 25 angeordnet
ist. Der Lagerabschnitt 108 kann von der Lagervorrichtung 24, 25 ausgebildet oder
als eigenständiger Bauteil hergestellt werden, letzterer am Führungsabschnitt 12 einer
jeden Lageraufnahme 11 im Bereich der Stützfläche 14 befestigt wird.
[0096] Nach einer zweiten Ausführung (Fig. 19) ist die Ausgleichsvorrichtung 107' durch
einen Lagerabschnitt 108' aus elastisch verformbarem Material, beispielsweise Kunststoff,
gebildet, der zwischen der Lagervorrichtung 24, 25 und der Rollenachse 18 angeordnet
ist. Beispielsweise wird auf die Enden der Rollenachse 19 jeweils eine Hülse aufgesteckt,
die nach der Montage der Lagervorrichtung 24, 25 auf die Rollenachse 19, die Lagerabschnitte
108' aus elastisch verformbarem Material bilden.
[0097] Eine weitere, nicht gezeigte Ausführung besteht darin, dass am Rollenmantel der motorisierten
Förderrolle 5 eine Beschichtung, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi, angebracht
ist. Dadurch kann der Reibschluss zwischen der Förderrolle 5 und dem zu fördernden
Fördergut verbessert werden.
Bezugszeichenaufstellung
[0098]
| 1 |
Förderanlage |
41 |
Führungsfläche |
| 2 |
Rahmen |
42 |
Führungsfläche |
| 3 |
Förderrichtung |
43 |
Stützfläche |
| 4, 4' |
Rahmenprofil |
44 |
Formelement |
| 5 |
Förderrolle |
45, 45' |
Lagerbohrung |
| |
|
|
|
| 6 |
Förderrolle |
46 |
Aufnahme |
| 7 |
Querträger |
47 |
Begrenzungsfläche |
| 8 |
Zugmittel |
48 |
Dichtung |
| 9 |
Profilsteg |
49 |
Begrenzungsfläche |
| 10 |
Profilschenkel |
50, 50' |
Kontaktierungsvorrichtung |
| |
|
|
|
| 11 |
Lageraufnahme |
51 |
Bussystem |
| 12 |
Führungsabschnitt |
52 |
Grundkörper |
| 13 |
Einschuböffnung |
53 |
Rastnase |
| 14 |
Stützfläche |
54 |
Federzunge |
| 15 |
Führungsfläche |
55 |
Aussparung |
| |
|
|
|
| 16 |
Führungsfläche |
56, 56' |
Versteifungsrippe |
| 17 |
Führungsrand |
57 |
Schrägfläche |
| 18 |
Rollenachse |
58 |
Aussparung |
| 19 |
Rollenkörper |
59 |
Aussparung |
| 20 |
Lager |
60 |
Lagerkörper |
| |
|
|
|
| 21 |
Lager |
61 |
Führungsteil |
| 22 |
Antriebsmotor |
62 |
Lagerbuchse |
| 23 |
Antriebselektronik |
63 |
Achse |
| 24, 24' |
Lagervorrichtung |
64 |
Lagerbund |
| 25 |
Lagervorrichtung |
65 |
Verriegelungsvorrichtung |
| |
|
|
|
| 26 |
Stirnseite |
66 |
Außenfläche |
| 27 |
Stirnseite |
67 |
Innenfläche |
| 28 |
Stator |
68 |
Führungsfläche |
| 29 |
Rotor |
69 |
Führungsfläche |
| 30 |
Permanentmagnet |
70 |
Stützfläche |
| |
|
|
|
| 31 |
Anschlussstecker |
71 |
Formelement |
| 32, 32' |
Lagerkörper |
72 |
Lagerbohrung |
| 33 |
Führungsteil |
73 |
Übertriebsscheibe |
| 34, 34' |
Lagerbuchse |
74 |
Rille |
| 35 |
Achse |
75 |
Begrenzungsfläche |
| |
|
|
|
| 36, 36' |
Lagerbund |
76 |
Dichtung |
| 37, 37' |
Halterung |
77 |
Begrenzungsfläche |
| 38 |
Verriegelungsvorrichtung |
78 |
Rastnase |
| 39, 39' |
Außenfläche |
79 |
Federzunge |
| 40, 40' |
Innenfläche |
80 |
Aussparung |
| 81 |
Sicherungselement |
|
|
| 82 |
Diagnosevorrichtung |
|
|
| 83 |
Schrägfläche |
|
|
| 84 |
Nut |
|
|
| 85, 85' |
Leitung |
|
|
| |
|
|
|
| 86 |
Isolierkörper |
|
|
| 87 |
Leitungssystem |
|
|
| 88, 88' |
Kontaktelement |
|
|
| 89 |
Trägerschiene |
|
|
| 90, 90' |
Tragkörper |
|
|
| |
|
|
|
| 91 |
Verriegelungselement |
|
|
| 92 |
Befestigungselement |
|
|
| 93 |
Ausnehmung |
|
|
| 94 |
Kontaktierungsebene |
|
|
| 95 |
Dichtung |
|
|
| |
|
|
|
| 96 |
Trennschneide |
|
|
| 97 |
Trennstelle |
|
|
| 98 |
Ausnehmung |
|
|
| 99 |
Dichtungssegment |
|
|
| 100 |
Einbauraum |
|
|
| |
|
|
|
| 101 |
Konuskörper |
|
|
| 102 |
Befestigungselement |
|
|
| 103 |
Befestigungselement |
|
|
| 104 |
Befestigungsschraube |
|
|
| 105 |
Sicherungselement |
|
|
| |
|
|
|
| 106 |
Begrenzungsfläche |
|
|
| 107, 107' |
Ausgleichvorrichtung |
|
|
| 108, 108' |
Lagerabschnitt |
|
|
1. Förderrolle (5) für eine Förderanlage (1) zum Fördern von Fördergut, die ein erstes
Lager (20) und ein zweites Lager (21), einen durch eine erste Stirnseite (26) und
zweite Stirnseite (27) in der Länge begrenzten einteiligen Rollenkörper (19), eine
Rollenachse (18) und einen innerhalb des Rollenkörpers (19) angeordneten, elektrischen
Antriebsmotor (22) mit einem Stator (28) und einem Rotor (29) umfasst, wobei der Rollenkörper
(19) über das erste Lager (20) und zweite Lager (21) auf der Rollenachse (18) drehbar
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager (20, 21) bzw. Lagerstellen ausschließlich auf einer Seite relativ zum Antriebsmotor
(22) auf der Rollenachse (18) angeordnet sind, wobei ein erstes Lager (20) gegenüber
der ersten Stirnseite (26) des Rollenkörpers (19) in Richtung der zweiten Stirnseite
(27) des Rollenkörpers (19) soweit versetzt ist, dass innerhalb des Rollenkörpers
(19) zwischen der ersten Stirnseite (26) des Rollenkörpers (19) und dem zum Antriebsmotor
(22) benachbarten ersten Lager (20) ein Einbauraum (100) ausgebildet ist, dessen Länge
in axialer Richtung des Rollenkörpers (19) zumindest der Breite des Antriebsmotors
(22) entspricht, und im Einbauraum (100) zwischen dem ersten Lager (20) und der ersten
Stirnseite (26) des Rollenkörpers (19) der Antriebsmotor (22) angeordnet ist.
2. Förderrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrolle (5) eine erste Lagervorrichtung (24) aufweist und über die Lagervorrichtung
(24) mit einem der Enden in einer Lageraufnahme (11) an einem Rahmenprofil (4; 4')
der Förderanlage (1) montierbar ist.
3. Förderrolle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrolle (5) eine erste Lagervorrichtung (24) und eine zweite Lagervorrichtung
(25) aufweist und über die Lagervorrichtungen (24, 25) mit ihren Enden in Lageraufnahmen
(11) an Rahmenprofilen (4; 4') der Förderanlage (1) montierbar ist.
4. Förderrolle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lagervorrichtung (24) einen Lagerkörper (32) mit einer gegen das Rahmenprofil
(4; 4') anlegbaren Außenfläche (39) aufweist.
5. Förderrolle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lagervorrichtung (24) eine Halterung (37) für die Befestigung der elektrischen
Kontaktierungsvorrichtung (50; 50') aufweist und dass die Antriebselektronik (23)
und die Kontaktierungsvorrichtung (50; 50') über ein elektrisches Leitungssystem (87)
verbunden sind, wobei das Leitungssystem (87) durch eine von der Außenfläche (39)
getrennt ausgebildete Aussparung (58) aus der Lagervorrichtung (24) herausgeführt
ist.
6. Förderrolle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (22) und gegebenenfalls eine Antriebselektronik (23) zwischen der
ersten Lagervorrichtung (24) und dem erstem Lager (20) angeordnet und das Leitungssystem
(87) außerhalb der Rollenachse (18) zwischen dem ersten Lager (20) und der Außenfläche
(39), insbesondere zwischen der Antriebselektronik (23) und der Außenfläche (39),
aus der Lagervorrichtung (24) herausgeführt ist.
7. Förderrolle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lagervorrichtung (24) eine Aufnahme (46) für die Antriebselektronik (23)
des Antriebsmotors (22) aufweist.
8. Förderrolle nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebselektronik (23) mit einem Anschlussstecker (31) innerhalb des Rollenkörpers
(19) angeordnet ist, wobei der Antriebsmotor (22), insbesondere Wicklungen des Stators
(28), mittels dem Anschlussstecker (31) an die Antriebselektronik (23) anschließbar
ist, und dass der Anschlussstecker (31) radial versetzt zur Rollenachse (18) angeordnet
ist und einen Schneidklemmkontakt oder Piercing-Kontakt aufweist.
9. Förderrolle nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Lagervorrichtung (24, 25) und dem Rollenkörper (19) eine Dichtung (48,
76) angeordnet ist.
10. Förderanlage (1) zum Fördern von Fördergut mit Rahmenprofilen (4; 4') und Förderrollen
(5, 6), wovon zumindest eine Förderrolle (5) einen Rollenkörper (19) und einen innerhalb
dessen angeordneten, elektrischen Antriebmotor (22) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die motorisierte Förderrolle (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist.
11. Förderanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Lagervorrichtungen (24, 25) einen Führungsteil (33, 61) und eine
die Lageraufnahme (11) in einem der Rahmenprofile (4; 4') formschlüssig hintergreifbare
Rastnase (53, 78) aufweist, wobei die Lageraufnahme (11) einen den Führungsteil (33,
61) aufnehmbaren Führungsabschnitt (12) und eine an diesen oben angrenzende Einschuböffnung
(13) ausbildet.
12. Förderanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnase (53, 78) auf einer elastischen Federzunge (54, 79) angeordnet ist.
13. Förderanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrolle (5, 6) an ihren Enden über eine Ausgleichsvorrichtung (107; 107')
in senkrechter Richtung relativ zu den Rahmenprofilen (4; 4') verstellbar an den Rahmenprofilen
(4; 4') gelagert ist.
14. Förderanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsvorrichtung (107) zwischen dem Rahmenprofil (4; 4') und der Lagervorrichtung
(24, 25) angeordnet ist.
15. Förderanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsvonichtung (107') zwischen der Lagervorrichtung (24, 25) und der Rollenachse
(18) angeordnet ist.
16. Förderanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die motorisierte Förderrolle (5) eine elektrische Kontaktierungsvorrichtung (50;
50') zum Anschluss einer Antriebselektronik (23) an ein Bussystem (51) umfasst und
dass das Bussystem (51) unterhalb der Förderrollen (5, 6) zwischen den Rahmenprofilen
(4; 4') eines Rahmens (2) angeordnet und über einen Tragkörper (90; 90') relativ zum
Rahmen (2) fixiert gehalten ist und dass auf der Montagebewegung der motorisierten
Förderrolle (5) die Kontaktierungsvorrichtung (50; 50'), insbesondere mit Kontaktelementen
(88; 88') den Tragkörper (90; 90') durchdringt, die Leitungen (85; 85') des Bussystems
(51) elektrisch kontaktiert.
1. Conveyor roller (5) for a conveyor (1) for conveying material to be conveyed comprising
a first bearing (20) and a second bearing (21), a one-piece roller body (19) limited
in the length by a first end face (26) and a second end face (27), a roller axis (18)
and an electrical drive motor (22), being arranged within the roller body (19) and
comprising a stator (28) and a rotor (29), with the roller body (19) being mounted
to be rotatable on the roller axis (18) via the first bearing (20) and the second
bearing (21), characterized in that the bearings (20, 21) or the bearing zones are exclusively arranged on one side of
the roller axis (18) relative to the drive motor (22), with a first bearing (20) being
displaced with respect to the first end face (26) of the roller body (19) in the direction
of the second end face (27) of the roller body (19) so far, that an installation clearance
(100) is formed within the roller body (19) between the first end face (26) of the
roller body (19) and the first bearing (20) adjacent to the drive motor (22), the
length of which installation clearance in axial direction of the roller body (19)
at least corresponds to the width of the drive motor (22) and the drive motor (22)
being arranged in the installation clearance (100) between the first bearing (20)
and the first end face (26) of the roller body (19).
2. Conveyor roller according to claim 1, characterized in that the conveyor roller (5) has a first bearing device (24) and can with one of the ends
be mounted to a frame profile (4; 4') of the conveyor (1) in a bearing retainer (11)
via the bearing device (24).
3. Conveyor roller according to claim 2, characterized in that the conveyor roller (5) has a first bearing device (24) and a second bearing device
(25) and can with its ends be mounted to frame profiles (4; 4') of the conveyor (1)
in bearing retainers (11) via the bearing means (24, 25) .
4. Conveyor roller according to claim 2, characterized in that the first bearing device (24) has a bearing body (32) having an exterior surface
(39) that can be placed against the frame profile (4; 4').
5. Conveyor roller according to claim 4, characterized in that the first bearing device (24) has a mounting (37) for fastening the electrical contacting
device (50; 50') and that the drive electronics (23) and the contacting device (50;
50') are connected via an electrical conduit system (87), with the conduit system
(87) being led out of the bearing device (24) through a recess (58) formed separated
from the exterior surface (39).
6. Conveyor roller according to claim 5, characterized in that the drive motor (22) and, as the case may be, a drive electronics (23) are disposed
between the first bearing device (24) and the first bearing (20) and the conduit system
(87) is led out of the bearing device (24) outside the roller axis (18) between the
first bearing (20) and the exterior surface (39), in particular between the drive
electronics (23) and the exterior surface (39).
7. Conveyor roller according to claim 2, characterized in that the first bearing device (24) has a mounting (46) for the drive electronics (23)
of the drive motor (22).
8. Conveyor roller according to claim 1 or 7, characterized in that a drive electronics (23) having a connecting plug (31) is arranged within the roller
body (19), with the drive motor (22), in particular the coils of the stator (28),
being capable of being connected to the drive electronics (23) by means of the connecting
plug (31), and that the connecting plug (31) is disposed radially offset with respect
to the roller axis (18) and has an insulation displacement contact or a piercing contact.
9. Conveyor roller according to claim 2 or 3, characterized in that a seal is disposed between the bearing device (24, 25) and the roller body (19).
10. Conveyor (1) for conveying material to be conveyed with frame profiles (4; 4') and
conveying rollers (5, 6) whereof at least one conveying roller (5) comprises a roller
body (19) and an electrical drive motor (2) arranged therein, characterized in that the motorized conveying roller (5) is designed according to one of claims 1 to 9.
11. Conveyor according to claim 10, characterized in that at least one of the bearing devices (24, 25) has a guide (33, 61) and an engagement
hook (53, 78) that forms a positively locking snap fit with the bearing retainer (11)
of one of the frame profiles (4; 4'), with the bearing retainer (11) forming a guide
section (12) that may accommodate the guide (33, 61) and an insertion opening (13)
adjacent to the upper side of the latter.
12. Conveyer according to claim 10, characterized in that the engagement hook (53, 78) is disposed on an elastic resilient lug (54, 79).
13. Conveyor according to claim 10, characterized in that the conveyor roller (5, 6) is at its ends adjustably mounted to the frame profiles
(4; 4') in vertical direction relative to the frame profiles (4; 4') via a compensating
device (107; 107').
14. Conveyor according to claim 13, characterized in that the compensating device (107) is arranged between the frame profiles (4; 4') and
the bearing device (24, 25).
15. Conveyor according to claim 13, characterized in that the compensating device (107') is disposed between the bearing device (24, 25) and
the roller axis (18).
16. Conveyor according to claim 10, characterized in that the motorized conveyor roller (5) comprises an electrical contacting device (50;
50') for connecting a drive electronics (23) to a bus system (51) and that the bus
system (51) is disposed below the conveyor rollers (5, 6) between the frame profiles
(4; 4') of a frame (2) and kept fixed relative to the frame (2) and that on the mounting
movement of the motorized conveyor roller (5) the contacting device (50; 50') electrically
contacts the lines (85; 85') of the bus system (51), in particular by penetrating
the support body (90; 90') by means of contacting elements (88; 88').
1. Rouleau de convoyage (5) pour une installation de convoyage (1) destinée à transporter
des produits, comportant un premier palier (20) et un deuxième palier (21), un corps
de roulement (19) d'un seul tenant, délimité dans la longueur par une première face
frontale (26) et une deuxième face frontale (27), un axe de roulement (18) et un moteur
d'entraînement (22) électrique, qui est disposé à l'intérieur du corps de roulement
(19) et est muni d'un stator (28) et d'un rotor (29), le corps de roulement (19) étant
monté rotatif sur l'axe de roulement (18) par l'intermédiaire du premier palier (20)
et du deuxième palier (21), caractérisé en ce que les paliers (20, 21), plus précisément les points d'appui, sont disposés sur l'axe
de roulement (18) exclusivement sur un côté par rapport au moteur d'entraînement (22),
un premier palier (20) étant décalé par rapport à la première face frontale (26) du
corps de roulement (19) vers la deuxième face frontale (27) du corps de roulement
(19) sur une distance telle qu'il se forme à l'intérieur du corps de roulement (19),
entre la première face frontale (26) du corps de roulement (19) et le premier palier
(20) adjacent au moteur d'entraînement (22), un espace de montage (100) dont la longueur
dans le sens axial du corps de roulement (19) correspond au moins à la largeur du
moteur d'entraînement (22) et ledit moteur d'entraînement (22) est agencé dans l'espace
de montage (100) entre le premier palier (20) et la première face frontale (26) du
corps de roulement (19).
2. Rouleau de convoyage selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit rouleau de convoyage (5) comporte un premier dispositif d'appui (24) et peut
être monté, par l'intermédiaire dudit dispositif d'appui (24), avec une des extrémités
dans un logement d'appui (11) sur un profilé (4 ; 4') du bâti de l'installation de
convoyage (1).
3. Rouleau de convoyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que ledit rouleau de convoyage (5) comporte un premier dispositif d'appui (24) et un
deuxième dispositif d'appui (25) et peut être monté, par l'intermédiaire desdits dispositifs
d'appui (24, 25), avec ses extrémités dans des logements d'appui (11) sur des profilés
(4 ; 4') du bâti de l'installation de convoyage (1).
4. Rouleau de convoyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le premier dispositif d'appui (24) comporte un corps de support (32) avec une face
extérieure (39) destinée à prendre appui sur le profilé (4 ; 4') du bâti.
5. Rouleau de convoyage selon la revendication 4, caractérisé en ce que le premier dispositif d'appui (24) comporte une fixation (37) pour la fixation du
dispositif de mise en contact (50 ; 50') électrique, et en ce que l'électronique d'entraînement (23) et le dispositif de mise en contact (50 ; 50')
sont reliés par un système de lignes (87) électrique, ledit système de lignes (87)
étant guidé hors du dispositif d'appui (24) à travers un évidement (58), réalisé séparément
de la face extérieure (39).
6. Rouleau de convoyage selon la revendication 5, caractérisé en ce que le moteur d'entraînement (22) et, le cas échéant, une électronique d'entraînement
(23) sont disposés entre le premier dispositif d'appui (24) et le premier palier (20),
et le système de lignes (87) est guidé hors du dispositif d'appui (24) en dehors de
l'axe de roulement (18) entre le premier palier (20) et la face extérieure (39), en
particulier entre l'électronique d'entraînement (23) et la face extérieure (39).
7. Rouleau de convoyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le premier dispositif d'appui (24) comporte un logement d'appui (46) pour l'électronique
d'entraînement (23) du moteur d'entraînement (22).
8. Rouleau de convoyage selon la revendication 1 ou 7, caractérisé en ce qu'une électronique d'entraînement (23) avec une fiche de raccordement (31) est disposée
à l'intérieur du corps de roulement (19), le moteur d'entraînement (22), en particulier
les enroulements du stator (28), pouvant être raccordé à l'électronique d'entraînement
(23) au moyen de la fiche de raccordement (31), et en ce que la fiche de raccordement (31) est décalée radialement par rapport à l'axe de roulement
(18) et comporte un contact à borne guillotine ou contact piercing.
9. Rouleau de convoyage selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'une garniture d'étanchéité (48, 76) est disposée entre le dispositif d'appui (24,
25) et le corps de roulement (19).
10. Installation de convoyage (1) destinée à transporter des produits, comportant des
profilés (4 ; 4') formant le bâti et des rouleaux de convoyage (5, 6), dont au moins
un rouleau de convoyage (5) comporte un corps de roulement (19) et un moteur d'entraînement
(22) électrique, disposé à l'intérieur dudit corps de roulement, caractérisée en ce que le rouleau de convoyage (5) motorisé est réalisé selon l'une quelconque des revendications
1 à 9.
11. Installation de convoyage selon la revendication 10, caractérisée en ce qu'au moins un des dispositifs d'appui (24, 25) comporte un élément de guidage (33, 61)
et un ergot de blocage (53, 78) pouvant saisir par l'arrière par conjugaison de forme
le logement d'appui (11) dans un des profilés (4 ; 4') du bâti, ledit logement d'appui
(11) formant une partie de guidage (12), recevant l'élément de guidage (33, 61), et
une ouverture d'introduction (13) adjacente en haut à ladite partie de guidage.
12. Installation de convoyage selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'ergot de blocage (53, 78) est disposé sur une languette à ressort (54, 79) flexible.
13. Installation de convoyage selon la revendication 10, caractérisée en ce que le rouleau de convoyage (5, 6) est monté au niveau de ses extrémités, par l'intermédiaire
d'un dispositif d'équilibrage (107 ; 107'), sur les profilés (4 ; 4') du bâti de manière
mobile dans la direction verticale par rapport aux profilés (4 ; 4') du bâti.
14. Installation de convoyage selon la revendication 13, caractérisée en ce que le dispositif d'équilibrage (107) est disposé entre le profilé (4 ; 4') du bâti et
le dispositif d'appui (24, 25).
15. Installation de convoyage selon la revendication 13, caractérisée en ce que le dispositif d'équilibrage (107') est disposé entre le dispositif d'appui (24, 25)
et l'axe de roulement (18).
16. Installation de convoyage selon la revendication 10, caractérisée en ce que le rouleau de convoyage (5) motorisé comporte un dispositif de mise en contact (50
; 50') électrique destiné à raccorder une électronique d'entraînement (23) à un système
de bus (51), et en ce que ledit système de bus (51) est disposé au-dessous des rouleaux de convoyage (5, 6)
entre les profilés (4 ; 4') d'un bâti (2), et est maintenu immobile par rapport au
bâti (2) par l'intermédiaire d'un corps de support (90 ; 90'), et en ce que sur le mouvement de montage du rouleau de convoyage (5) motorisé, le dispositif de
mise en contact (50 ; 50') traverse, en particulier avec des éléments de contact (88
; 88'), le corps de support (90 ; 90'), établissant un contact électrique avec les
lignes (85 ; 85') du système de bus (51).