| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 477 928 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
14.12.2016 Patentblatt 2016/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.09.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2010/005700 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2011/032706 (24.03.2011 Gazette 2011/12) |
|
| (54) |
PORTALHUBWAGEN ZUM EINSATZ IN CONTAINERTERMINALS UND FÜR ALLGEMEINE TRANSPORTAUFGABEN
STRADDLE CARRIER FOR USE IN CONTAINER TERMINALS AND FOR GENERAL TRANSPORT TASKS
VÉHICULE DE LEVAGE À PORTIQUE DESTINÉ AUX TERMINAUX DE CONTENEURS, ET À DES TÂCHES
GÉNÉRALES DE TRANSPORT
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.09.2009 DE 102009041932
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.07.2012 Patentblatt 2012/30 |
| (73) |
Patentinhaber: Pfenning Elektroanlagen GmbH |
|
97199 Ochsenfurt (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- PFENNING, Wilhelm
97340 Marktbreit (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Lelgemann, Karl-Heinz |
|
Patentanwälte Spalthoff und Lelgemann
Huyssenallee 70/72 45128 Essen 45128 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 020 397 DE-A1- 1 953 770
|
EP-A2- 1 770 049 JP-A- 2002 137 887
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Portalhubwagen (Straddle Carrier) zum Einsatz
in Containerterminals und für allgemeine Transportaufgaben nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
[0002] Bei bekannten derartigen Portalhubwagen sind die Fahrwerke mittels Federungen abgestützt.
Bei dieser Art der Abstützung kann es zu erheblichen Unterschieden bei der Lastverteilung
auf die einzelnen an einem Fahrträger angeordneten Räder kommen, wobei auch Überlastungen
einzelner Räder nicht ausgeschlossen werden können.
[0003] Aus der
EP 1 770 049 A2 ist ein Portalhubwagen bekannt, der zum Einsatz in Containerterminals vorgesehen
ist. Bei diesem Portalhubwagen ist bereits ein Rahmengestell realisiert, zwischen
dem ein Lastaufnahmemittel angeordnet ist. Das Lastaufnahmemittel hängt zwischen den
Stützen des Rahmengestells und ist beispielsweise mit einem Container verriegelbar.
Am unteren Bereich des Rahmengestells sind Fahrträger vorgesehen, an denen um einen
horizontalen Gelenkzapfen schwenkbare Wippenkonstruktionen sitzen. Jede Wippenkonstruktion
ist mit zwei Rädern versehen.
[0004] Im Falle dieses bekannten Portalhubwagens sind die beiden Räder, die jeweils an einer
Wippenkonstruktion vorgesehen sind, in voneinander abhängiger Weise um eine Vertikalachse
schwenkbar.
[0005] Ausgehend von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Portalhubwagen derart weiterzubilden, daß
seine Lenkbarkeit verbessert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird anmeldungsgemäß dadurch gelöst, daß jedes Rad bzw. jeder Radträger
an seiner Wippe separat lenkbar ist.
[0007] Durch die zwischen jeweils einem Radpaar einerseits und dem Fahrträger des erfindungsgemäßen
Portalhubwagens andererseits angeordnete Wippenkonstruktion wird erreicht, dass bei
ungebremster Fahrt des Portalhubwagens Geländeunregelmäßigkeiten völlig ausgeglichen
werden können, so dass eine völlige Vergleichmäßigung der Lastverteilung auf alle
an einem Fahrträger angeordneten vier Räder erreicht werden kann; Überlastungen des
einen oder anderen Rades können zuverlässig vermieden werden. Darüber hinaus wird
durch die im Falle des erfindungsgemäßen Portalhubwagens vorgesehene Wippenkonstruktion
eine maschinenbaulich robuste und günstige Bauweise erreicht, wobei aufwändige Federpakete
mit Abdichtungen und Lenkwellen mit teurer Verzahnungsgeometrie für das Verschieben
unter Last entfallen können.
[0008] Vorteilhaft ist beim erfindungsgemäßen Portalhubwagen jedes Rad bzw. jeder Radträger
desselben an der ihm zugeordneten Wippe separat lenkbar.
[0009] Zur konstruktiv-technisch wenig aufwändigen Ausgestaltung der Wippenkonstruktion
ist es vorteilhaft, wenn der Gelenkzapfen jeder Wippe am freien Ende eines am Fahrträger
fixierten Zwischenträgers angeordnet ist.
[0010] Die separate Lenkbarkeit jedes Rads bzw. Radträgers läßt sich vorteilhaft erreichen,
wenn jedem Rad bzw. jedem Radträger ein Traglenkgetriebe zugeordnet ist, dessen Ausgangswelle
drehfest mit einem Gelenkzapfen des Rades bzw. Radträgers verbunden und in einem traglenkgetriebeseitigen
Wälzlager drehbar gelagert ist. Da sich die Wippenkonstruktion stets an den Untergrund
anpaßt, kann das Traglenkgetriebe ohne vertikalen Längenausgleich konstruiert werden.
[0011] Zweckmäßigerweise sind die beiden an einem Fahrträger vorgesehenen Wippen an den
Endabschnitten des Fahrträgers angeordnet, d.h., eine Wippe befindet sich an dem in
Fahrtrichtung vorderen und die andere Wippe an dem in Fahrtrichtung hinteren Endabschnitt
des Fahrträgers.
[0012] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen näher erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Portalhubwagens (Straddle Carrier);
- Figur 2
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines Fahrträgers des erfindungsgemäßen Portalhubwagens;
und
- Figur 3
- eine vergrößerte Darstellung einer bereits in Figur 2 gezeigten Wippe des Fahrträgers
des erfindungsgemäßen Portalhubwagens.
[0014] Eine anhand der Figuren 1 bis 3 im Folgenden näher erläuterte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Portalhubwagens (Straddle Carrier) 1 hat ein Rahmengestell 2, das
als im Wesentlichen U-förmiges Portal ausgebildet ist und an seinen beiden unteren
Endabschnitten jeweils einen Fahrträger 3 aufweist, von denen in Figur 1 lediglich
einer sichtbar ist.
[0015] Zu diesem Portalhubwagen 1 gehört ein Lastaufnahmemittel 4, bei dem es sich um einen
Spreader bzw. um einen Toppspreader handeln kann. Das Lastaufnahmemittel ist zwischen
den beiden Fahrträgern 3 zugeordneten vertikalen Stützen 5 des Rahmengestells 2 angeordnet.
Es ist durch geeignete Verbindungsmittel 6 mit einem Container 7 verbind- bzw. verriegelbar.
Des Weiteren ist das Lastaufnahmemittel 4 mittels einer in der in Figur 1 gezeigten
Ausführungsform des Portalhubwagens 1 am Lastaufnahmemittel 4 angeordneten Hubwinde
8 zwischen den vertikalen Stützen 5 des Rahmengestells 2 vertikal bewegbar.
[0016] An einem Oberrahmen 9 des Rahmengestells 2 ist eine Fahrerkabine 10 vorgesehen, aus
der heraus eine Bedienungsperson des Portalhubwagens 1 diesen und sein Lastaufnahmemittel
4 fahren bzw. steuern kann.
[0017] Die beiden Fahrträger 3 des Portalhubwagens 1, von denen in Figur 1, wie bereits
erwähnt, nur einer sichtbar ist, tragen in der dargestellten Ausführungsform des Portalhubwagens
1 jeweils vier Räder 11, denen jeweils ein Radträger 12 zugeordnet ist.
[0018] Wie am besten aus Figur 2 hervorgeht, sind bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Portalhubwagens 1 jeweils zwei neben- bzw. hintereinander an
einem Fahrträger 3 angeordnete Räder 11 zu einem Radpaar 14 bzw. 15 zusammengefaßt.
Das Radpaar 14 ist nahe dem bzw. am in Figur 2 linken Endabschnitt, das Radpaar 15
nahe dem bzw. am in Figur 2 rechten Endabschnitt des Fahrträgers 3 angeordnet.
[0019] Die beiden Räder 11 jedes Radpaares 14 bzw. 15 sind mittels ihrer Radträger 12 unabhängig
voneinander lenkbar an einer Wippe 13 gelagert. Die Wippe 13 ihrerseits ist um einen
horizontal angeordneten Gelenkzapfen 16 schwenkbar, der am freien Ende eines Zwischenträgers
17 angeordnet ist, der mit seinem anderen Ende am entsprechenden Endabschnitt des
Fahrträgers 3 fixiert ist.
[0020] Der fest mit dem Fahrträger 3 verbundene Zwischenträger 17 trägt somit dreh- bzw.
schwenkbar die Wippe 13, an der die beiden Räder 11 separat lenkbar angeordnet sind.
[0021] Jedem Rad 11 ist ein an der Wippe 13 angeordneter Lenkmotor 18 zugeordnet, mittels
dem über ein Lenkgetriebe 19 eine Ausgangswelle desselben bzw. ein damit drehfest
verbundener Lenkzapfen des jeweiligen Rades 11 drehbar ist.
[0022] Das Lenkgetriebe 19 ist hierbei als Traglenkgetriebe ausgestaltet, wobei die in den
Figuren nicht gezeigte Ausgangswelle des Lenkgetriebes 19 und damit - mittelbar -
der mit dieser Ausgangswelle drehfest verbundene Lenkzapfen in einem lenkgetriebeseitigen
Wälzlager drehbar gelagert ist.
[0023] Aufgrund der Wippenkonstruktion 13, 16, 17, die zwischen den beiden Radträgern 12
jeweils eines Radpaares 14, 15 einerseits und dem Fahrträger 3 des Portalhubwagens
1 andererseits vorgesehen ist, wird bei ungebremster Fahrt des Portalhubwagens 1 die
Last auf alle vier an einem Fahrträger 3 des Portalhubwagens 1 angeordneten Räder
11 gleichmäßig verteilt, d.h., keines der Räder 11 wird überlastet.
1. Portalhubwagen zum Einsatz in Containerterminals und für allgemeine Transportaufgaben,
mit einem Rahmengestell (2), einem Lastaufnahmemittel (4), das zwischen dem Rahmengestell
(2) hängt und mit einer Last, vorzugsweise einem Container (7), verriegelbar ist,
Hubwinden (8), mittels denen das Lastaufnahmemittel (4) vertikal bewegbar ist, und
Fahrträgern (3), die am unteren Bereich des Rahmengestells (2) angeordnet sind und
jeweils eine Vielzahl in einer Reihe angeordneter Räder (11) aufweisen, wobei jeweils
zwei an einem Fahrträger (3) neben- bzw. hintereinander angeordnete Radträger (12),
an denen jeweils ein Rad (11) des Portalhubwagens (1) gelagert ist, an einer Wippe
(13) gehaltert sind, die in Bezug auf den Fahrträger (3) um einen horizontal angeordneten
Gelenkzapfen (16) verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rad (11) bzw. jeder Radträger (12) an seiner Wippe (13) separat lenkbar ist.
2. Portalhubwagen nach Anspruch 1, bei dem der Gelenkzapfen (16) jeder Wippe (13) am
freien Ende eines am Fahrträger (3) fixierten Zwischenträgers (17) angeordnet ist.
3. Portalhubwagen nach Anspruch 1 oder 2, bei dem jedem Rad (11) bzw. jedem Radträger
(12) ein Traglenkgetriebe (19) zugeordnet ist, dessen Ausgangswelle drehfest mit einem
Lenkzapfen des Rades (11) bzw. Radträgers (12) verbunden und in einem traglenkgetriebeseitigen
Wälzlager drehbar gelagert ist.
4. Portalhubwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem an einem Fahrträger (3) zwei
Wippen (13) vorgesehen sind, die jeweils an bzw. nahe einem Endabschnitt des Fahrträgers
(3) angeordnet sind.
1. A straddle carrier for use in container terminals and for general transport tasks,
with a frame (2), a load handling means (4) which hangs between the frame (2) and
can be locked to a load, preferentially a container (7), hoisting winches (8), by
means of which the load handling means (4) can be vertically moved, and carriage beams
(3), which are arranged on the lower region of the frame (2) and each comprise a multiplicity
of wheels (11) arranged in a row, wherein in each case two wheel carriers (12) arranged
on a carriage beam (3) next to or behind each other, on each of which a wheel (11)
of the straddle carrier (1) is mounted, are mounted on a rocker (13) which with respect
to the carriage beam (3) can be pivoted about a horizontally arranged pivot pin (16),
characterized in that each wheel (11) or each wheel carrier (12) is separately steerable on its rocker
(13).
2. The straddle carrier according to Claim 1, wherein the pivot pin (16) of each rocker
(13) is arranged at the free end of an intermediate beam (17) fixed on the carriage
beam (3).
3. The straddle carrier according to Claim 1 or 2, wherein each wheel (11) or each wheel
carrier (12) is assigned a support steering gear (19), the output shaft of which is
connected to a steering pin of the wheel (11) or wheel carrier (12) in a rotationally
fixed manner and is rotatably mounted in a rolling bearing on the support steering
gear side.
4. The straddle carrier according to any one of the Claims 1 to 3, wherein on a carriage
beam (3) two rockers (13) are provided, which in each case are arranged on or near
an end section of the carriage beam (3).
1. Chariot cavalier pour utilisation dans des terminaux de conteneurs et pour des tâches
générales de transport, avec un châssis à cadre (2), un organe de saisie de charge
(4), suspendu au milieu du châssis à cadre (2), et qui peut être verrouillé à une
charge, de préférence un conteneur (7), des treuils de levage (8) permettant de mouvoir
verticalement l'organe de saisie de charge (4) et des chariots porteurs (3), qui sont
disposés dans la zone inférieure du châssis à cadre (2) et comportent chacun une pluralité
de roues (11) disposées l'une derrière l'autre , deux modules de roue (12) disposés
l'un à côté de l'autre, ou l'un derrière l'autre, une roue (11) du chariot cavalier
(3) étant respectivement montée sur chacun, étant fixés sur un élément basculant (13),
qui peut pivoter par rapport au chariot porteur (3) autour d'un pivot (16) disposé
horizontalement, caractérisé en ce que chaque roue (11) ou chaque module de roue (12) peut braquer séparément sur son élément
basculant (13).
2. Chariot cavalier selon la revendication 1, pour lequel le pivot (16) de chaque élément
basculant (13) est disposé à l'extrémité libre d'un porteur intermédiaire (17) fixé
sur le chariot porteur (3).
3. Chariot cavalier selon la revendication 1 ou 2, pour lequel un mécanisme de direction
porteur (19) est attribué à chaque roue (11) ou à chaque module de roue (12), dont
l'arbre de sortie est relié solidaire en rotation à un pivot de direction de la roue
(11) ou du module de roue (12) et est logé pouvant tourner dans un palier à roulement
du côté du mécanisme de direction porteur.
4. Chariot cavalier selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, pour lequel deux
éléments basculants (13) sont prévus sur un chariot porteur (3), qui sont respectivement
disposés sur ou près d'une section finale du chariot porteur (3).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente