[0001] Die Erfindung betrifft eine Düsenbaugruppe für ein Einspritzventil und ein Einspritzventil
mit einer Düsenbaugruppe.
[0002] Immer strengere gesetzliche Vorschriften bezüglich der zulässigen Schadstoffemission
und des Kraftstoffverbrauchs von Brennkraftmaschinen, die in Kraftfahrzeugen angeordnet
sind, machen es erforderlich, diverse Maßnahmen vorzunehmen, durch welche die Schadstoffemissionen
und der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Die Bildung von Ruß ist unter anderem
stark abhängig von der Aufbereitung des Luft/Kraftstoff-Gemisches in dem jeweiligen
Zylinder der Brennkraftmaschine. Ein Ansatzpunkt hierbei ist, eine sehr gute Aufbereitung
des Luft/Kraftstoff-Gemisches zu erreichen, und so die von der Brennkraftmaschine
erzeugten Schadstoffemissionen und den Kraftstoffverbrauch zu senken.
[0003] Eine entsprechend verbesserte Gemischaufbereitung kann erreicht werden, wenn der
Kraftstoff unter sehr hohem Druck zugemessen wird. Im Falle von Diesel-Brennkraftmaschinen
betragen die Kraftstoffdrücke bis zu über 2000 Bar, beim Einsatz von Benzin-Brennkraftmaschinen
betragen die Kraftstoffdrücke circa 200 Bar. Derart hohe Drücke stellen sowohl hohe
Anforderungen an das Material der Düsenbaugruppe, an deren Konstruktion als auch an
das gesamte Einspritzventil. Gleichzeitig müssen größere Kräfte von der Düsenbaugruppe
aufgenommen werden.
[0004] In der
DE 103 44 584 A1 ist ein Brennstoffeinspritzventil offenbart, bei dem die Oberflächenrauhigkeit des
Ventilsitzes in einem Rauhigkeitsbereich stromauf der Abspritzkante des Ventilsitzes
und stromab des Dichtsitzes größer ist als die Oberflächenrauhigkeit des Ventilsitzes
außerhalb des Rauhigkeitsbereiches.
[0005] Die
DE 10260975 A1 offenbart ein Kraftstoffeinspritzungsventil mit einer Ventilnadel, die eine Ventildichtfläche
aufweist, auf der wenigstens zwei Ringnuten ausgebildet sind, die stromaufwärts der
Einspritzungsöffnungen liegen.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Düsenbaugruppe und ein Einspritzventil zu
schaffen, die einen zuverlässigen und präzisen Betrieb ermöglichen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0008] Gemäß eines ersten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch eine Düsenbaugruppe
für ein Einspritzventil mit einem Düsenkörper, der eine Düsenkörperausnehmung mit
einer Wand sowie wenigstens eine Einspritzöffnung aufweist. Die Düsenkörperausnehmung
ist mit einem Hochdruckkreis eines Fluids hydraulisch koppelbar und die wenigstens
eine Einpritzöffnung ist mit der Düsenkörperausnehmung hydraulisch gekoppelt. Die
Düsenbaugruppe hat mindestens eine in der Düsenkörperausnehmung axial beweglich angeordnete
Düsennadel mit einer Zentralachse und einer Nadelkuppe. Die Nadelkuppe wirkt derart
mit einer Wand der Düsenkörperausnehmung zusammen, dass die Düsennadel in einer Schließposition
einen Fluidfluss durch die mindestens eine Einspritzöffnung verhindert und in einer
Offenposition einen Fluidfluss durch die mindestens eine Einspritzöffnung freigibt.
Dabei sind an der Wand der Düsenkörperausnehmung ein Dichtsitz ausgebildet und auf
der Nadelkuppe ein Sitzbereich. Diese ermöglichen das vorstehend beschriebene Zusammenwirken.
Erfindungsgemäß sind stromabwärtzs des Dichtsitzes und des Sitzbereiches mindestens
auf der Nadelkuppe und /oder an wenigstens einem Oberflächenbereich der Düsenkörperausnehmung
als Mikrostrukturen ausgebildete Ausnehmungen und/oder Erhebungen angeordnet. Mittels
der Ausnehmungen und/oder der Erhebungen ist eine vorgegebene Intensität der Turbulenz
des Fluids in der mindestens einen Einspritzöffnung erzeugbar.
[0009] Als die vorgegebene Intensität der Turbulenz des Fluids wird die Intensität der Turbulenz
bezeichnet, welche unter einem vorgegeben Druck des Fluids mit einer gewünschten Verteilung
der Schergeschwindigkeiten in dem Fluid und einer gewünschten Ausbildung der Größe
und Verteilung von turbulenten Wirbeln des Fluids korreliert ist. Sie ist insbesondere
nicht durch zufällig bestehende Unebenheiten auf der Nadelkuppe, in der Wand des Düsenkörpers
oder in der Wand der mindestens einen Einspritzöffnung bestimmt.
[0010] Diese Anordnung hat den Vorteil, dass eine hohe Intensität der Turbulenz insbesondere
in der mindestens einen Einspritzöffnung erreicht werden kann. Damit kann eine gute
Wirbelbildung in dem Fluid erreicht werden. Damit kann an dem Einspritzventil ein
gut ausgebildetes Spraybild mit sehr kleinen Fluidtröpfchen erhalten werden. Des Weiteren
kann auf diese Weise der Strahl des Sprays eine geringe Länge und eine große Breite
erreichen. Darüber hinaus kann ein hoher Massenstrom des Fluids durch die Düsenbaugruppe
des Einspritzventils erreicht werden.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der wenigstens eine Oberflächenbereich
ein Teil der Wand des Düsenkörpers und/oder ein Teil der Wand der mindestens einen
Einspritzöffnung.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Ausnehmungen und/oder Erhebungen
ringförmig ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass derartige Formen in einfacher Weise
hergestellt werden können.
[0013] Die Ausnehmungen und/oder Erhebungen weisen eine zickzackförmige Struktur auf. Damit
kann eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids in der mindestens einen Einspritzöffnung
erreicht werden. Des Weiteren können die Ausnehmungen und Erhebungen sehr einfach
an der Nadelkuppe oder dem Injektorkörper hergestellt werden.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Ausnehmungen und/oder Erhebungen
Teile einer vorgegebenen Oberflächenrauhigkeit der Nadelkuppe und/oder der Wand der
Düsenkörperausnehmung und/oder der Wand der mindestens einen Einspritzöffnung. Damit
kann in einfacher Weise bereits bei der Herstellung eine geeignete Oberflächenrauhigkeit
der Nadelkuppe oder des Injektorkörpers vorgesehen werden.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist stromabwärts des Dichtsitzes
ein Abschnitt der Düsenkörperausnehmung ausgebildet, der mit der mindestens einen
Einspritzöffnung hydraulisch gekoppelt ist. Der Oberflächenbereich der Düsenkörperausnehmung
ist hierbei eine Wand des Abschnitts der Düsenkörperausnehmung. Da in dem Abschnitt
der Düsenkörperausnehmung die Geschwindigkeit des Fluids besonders hoch sein kann,
hat das Anordnen der Ausnehmungen und/oder Erhebungen an der Wand des Abschnitts der
Düsenkörperausnehmung den Vorteil, dass die hohe Intensität der Turbulenz des Fluids
besonders einfach erreicht werden kann.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Abschnitt der Düsenkörperausnehmung
als Sackloch ausgebildet. Der Düsenkörper weist zwischen dem als Sackloch ausgebildeten
Abschnitt und weiteren Abschnitten der Düsenkörperausnehmung eine Kante oder einen
Übergangsabschnitt auf. Die Ausnehmungen und/oder Erhebungen sind im Bereich der Kante
oder des Übergangsabschnitts des Düsenkörpers angeordnet. Der Übergangsabschnitt ist
insbesondere ein Abschnitt des Düsenkörpers, in dem dieser eine Verrundung oder eine
Zone mit einem kontinuierlichen Übergang zwischen dem als Sackloch ausgebildeten Abschnitt
und den weiteren Abschnitten der Düsenkörperausnehmung hat. Die Kante oder der Übergangsabschnitt
hat den Vorteil, dass die hohe Intensität der Turbulenz des Fluids besonders einfach
erreicht werden kann, und diese Turbulenzen besonders effektiv in die mindestens eine
Einspritzöffnung übertragen werden können.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Düsenkörper zwischen dem
Abschnitt der Düsenkörperausnehmung und der mindestens einen Einspritzöffnung eine
weitere Kante oder einen weiteren Übergangsabschnitt auf. Die Ausnehmungen und/oder
Erhebungen sind im Bereich der weiteren Kante des Düsenkörpers angeordnet. Dies hat
den Vorteil, dass die hohe Intensität der Turbulenz des Fluids unmittelbar am Fluideintritt
der mindestens einen Einspritzöffnung ausgebildet werden kann und so zu besonders
kleinen Fluidtröpfchen beitragen kann.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform haben die als Mikrostrukturen ausgebildeten
Ausnehmungen oder Erhebungen eine Höhe beziehungsweise Tiefe von mindestens etwa 3
µm. Mit derartig kleinen Höhen beziehungsweise Tiefen der Ausnehmungen oder Erhebungen
kann insbesondere an der weiteren Kante oder an dem weiteren Übergangsabschnitt zwischen
dem Abschnitt der Düsenkörperausnehmung und der mindestens einen Einspritzöffnung
bereits eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids erreicht werden.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform haben die als Mikrostrukturen ausgebildeten
Ausnehmungen oder Erhebungen eine Höhe beziehungsweise Tiefe von mindestens etwa 18
µm. Derartige Höhen beziehungsweise Tiefen der Ausnehmungen oder Erhebungen ermöglichen
eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids sowohl in dem Abschnitt der Düsenkörperausnehmung
und in der mindestens einen Einspritzöffnung.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Düsenbaugruppe mindestens
zwei Einpritzöffnungen 24 auf. Dabei sind in einer Wand des Abschnitts der Düsenkörperausnehmung
die Ausnehmungen und/oder Erhebungen derart angeordnet und ausgebildet, dass mittels
der Ausnehmungen und/oder der Erhebungen ein Fluidwirbel in jeder der Einspritzöffnungen
erzeugbar ist.
[0021] Die Ausnehmungen und/oder Erhebungen sind derart ausgebildet, dass das Fluid den
Einspritzöffnungen derart zuführbar ist, dass eine Wirbelbildung in jeder der Einspritzöffnungen
erreichbar ist.
[0022] Diese Anordnung hat den Vorteil, dass in den Einspritzöffnungen eine sichere Wirbelbildung
möglich ist. Damit kann zum einen eine reduzierte axiale Geschwindigkeit und zum anderen
eine zusätzliche tangentiale Geschwindigkeitskomponente erreicht werden. Durch die
tangentiale Komponente entsteht in den Einspritzöffnungen eine Drallströmung mit einem
niedrigeren Druck in der Drallachse. Unter gewissen Strömungsbedingungen kann dieser
Druck Werte erreichen, bei denen eine Kavitation auftritt. Die bei der Kavitation
entstehenden Kavitationsblasen kollabieren beim Austritt aus den Einspritzöffnungen,
wobei Energie aus der Oberflächenspannung der Kavitationsblasen freigesetzt wird und
Druckwellen entstehen. Die Kombination der tangentialen Strömungskomponente zusammen
mit der Energie der Druckwellen und der Oberflächenspannung bewirkt eine sehr feine
Zerstäubung des Fluids, eine Erweiterung der einzelnen Spraykegelwinkel und damit
eine reduzierte axiale Eindringtiefe des Sprays.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist jeder der Einspritzöffnungen
mindestens eine der Ausnehmungen und/oder Erhebungen zugeordnet. Dies hat den Vorteil,
dass nur geringfügige Modifikationen an dem Düsenkörper erforderlich sind, und dennoch
eine sichere Wirbelbildung in jeder der Einspritzöffnungen erreicht werden kann.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind jeder der Einspritzöffnungen
jeweils zwei der Ausnehmungen und/oder Erhebungen zugeordnet. Damit ist eine Zuleitung
von Fluid zu den Einspritzöffnungen jeweils aus zwei außermittigen Hauptstromrichtungen
möglich, womit eine sehr gute und sichere Wirbelbildung in den Einspritzöffnungen
möglich ist.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Abschnitt der Düsenkörperausnehmung
als Sackloch mit einer Sacklochwand und einem Sacklochboden ausgebildet. Die Einspritzöffnungen
sind in dem Sacklochboden angeordnet. Jeder der Einspritzöffnungen sind jeweils zwei
der Ausnehmungen und/oder Erhebungen zugeordnet. Eine dieser Ausnehmungen und/oder
Erhebungen ist in dem Sacklochboden angeordnet, und die weitere dieser Ausnehmungen
und/oder Erhebungen ist in der Sacklochwand angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass
eine Zuleitung von Fluid zu den Einspritzöffnungen jeweils aus zwei entgegengesetzten
Richtungen auf die Einspritzöffnungen zu und damit eine gezielte Ausbildung und Verstärkung
von Fluidwirbeln in den Einspritzöffnungen möglich ist. Damit kann eine besonders
günstige Dynamik des Fluids im Hinblick auf die Ausbildung des Wirbels in den Einspritzöffnungen
erreicht werden.
[0026] In einer vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform sind die Ausnehmungen kanalförmig
und/oder die Erhebungen stabförmig ausgebildet und erstrecken sich jeweils in einer
Längsrichtung. Die Längsrichtungen der Ausnehmungen und/oder Erhebungen sind Tangenten
der Einspritzöffnungen. Dies hat den Vorteil, dass eine sehr einfache Fertigung der
Ausnehmungen und/oder Erhebungen möglich ist.
[0027] In einer weiteren vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform sind die Ausnehmungen
und/oder die Erhebungen zu den Einspritzöffnungen hin gekrümmt ausgebildet. Dies hat
den Vorteil, dass eine Zuleitung von Fluid zu den Einspritzöffnungen jeweils aus zwei
entgegengesetzten Richtungen auf die Einspritzöffnungen zu und damit eine gezielte
Ausbildung einer vorgegebenen Rotationsrichtung des Fluids in den Einspritzöffnungen
möglich ist. Damit ist eine Wirbelbildung in den Einspritzöffnungen in einer sehr
stabilen Weise möglich.
[0028] Die Ausnehmungen und/oder Erhebungen auf dem Düsenkörper können sehr einfach und
kostengünstig mittels eines Sinterverfahrens hergestellt werden.
[0029] Gemäß eines zweiten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Einspritzventil
mit einer Düsenbaugruppe gemäß des ersten Aspekts und einem Aktuator. Der Aktuator
ist zum Einwirken auf die Düsenbaugruppe ausgebildet.
[0030] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen
näher erläutert.
[0031] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Einspritzventil im Längsschnitt,
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts II der Figur 1 im Bereich einer Nadelkuppe
einer Düsennadel, und
- Figur 3
- eine vergrößerte Darstellung von Ausbildungsformen von Ausnehmungen oder Erhebungen.
- Figur 4
- ein weiteres Einspritzventil im Längsschnitt,
- Figur 5
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts V der Figur 4 im Bereich eines Injektorkörpers,
- Figur 6
- den Injektorkörper in einer vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform mit Erhebungen,
- Figur 7
- den Injektorkörper in einer weiteren, vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform
mit Ausnehmungen,
- Figur 8
- eine prinzipielle Darstellung der Wirbelbildung an einer Einspritzöffnung,
- Figur 9
- den Injektorkörper in einer weiteren, vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform
mit Ausnehmungen,
- Figur 10
- den Injektorkörper in einer weiteren, vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform
mit Ausnehmungen, und
- Figur 11
- den Injektorkörper in einer weiteren, vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform
mit Ausnehmungen.
[0032] Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind figuren-übergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0033] Figur 1 zeigt ein Einspritzventil mit einer Düsenbaugruppe 10 und einen Aktuator
11. Der Aktuator 11 wirkt funktional mit der Düsenbaugruppe 10 zusammen.
[0034] Die Düsenbaugruppe 10 hat einen Düsenkörper 12, der Aktuator 11 weist einem Injektorkörper
13 auf. Der Düsenkörper 12 ist mittels einer Düsenspannmutter 34 mit dem Injektorkörper
13 fest gekoppelt. Der Düsenkörper 12 und der Injektorkörper 13 bilden so ein gemeinsames
Gehäuse des Einspritzventils.
[0035] Der Düsenkörper 12 hat eine Düsenkörperausnehmung 14 mit einer Wand 16. In der Düsenkörperausnehmung
14 ist eine Düsennadel 18 mit einer Zentralachse Z angeordnet, die zusammen mit dem
Düsenkörper 12 die Düsenbaugruppe 10 bildet. Die Düsennadel 18 hat an einem Ende eine
Nadelkuppe 20.
[0036] Die Düsennadel 18 ist in einem Bereich der Düsenkörperausnehmung 14 geführt. Sie
ist ferner mittels einer Düsenfeder 22 so vorgespannt, dass sie einen Fluidfluss durch
eine in dem Düsenkörper 12 angeordnete Einspritzöffnung 24 verhindert, wenn keine
weiteren Kräfte auf die Düsennadel 16 einwirken.
[0037] Der Injektorkörper 13 hat eine Ausnehmung, in der ein Stellantrieb 38 angeordnet
ist. Der Stellantrieb 38 ist als Hubstellantrieb ausgebildet und ist vorzugsweise
ein Piezoaktuator, der einen Stapel piezoelektrischer Elemente umfasst. Der Piezoaktuator
ändert seine axiale Ausdehnung abhängig von einem angelegten Spannungssignal. Der
Stellantrieb kann jedoch auch als ein anderer dem Fachmann für diesen Zweck bekannter
und als geeignet bekannter Stellantrieb, beispielsweise als ein elektromagnetischer
Stellantrieb ausgebildet sein. Der Stellantrieb 38 wirkt über einen Übertrager auf
die Düsennadel 18 ein, so dass diese eine axiale Bewegung ausführen kann.
[0038] Die Düsenfeder 22 stützt sich einerseits auf einem Topfboden eines mit dem Stellantrieb
38 mechanisch gekoppelten topfförmigen Körpers ab. Die Düsenfeder 22 liegt andererseits
auf einer Stirnfläche der Düsennadel 18 auf. Sie ist entsprechend vorgespannt und
übt so auf die Düsennadel 18 eine in Schließrichtung wirkende Kraft aus.
[0039] Bei Betätigung des Stellantriebs 38 wird die Düsennadel 18 in axialer Richtung von
ihrer Schließposition in ihre Offenposition bewegt, in der sie den Fluidfluss durch
die Einspritzöffnungen 24 freigibt.
[0040] In die Düsennadel 18 sind Bohrungen 44 eingebracht, welche die Düsennadel 18 von
ihrer dem Topfboden des topfförmigen Körpers zugewandten Seite in einem Abschnitt
zumindest entlang eines Teils ihrer axialen Erstreckung durchdringen. In einem weiteren
Abschnitt sind die Bohrungen 44 radial nach außen gerichtet. Das Fluid, insbesondere
der Kraftstoff, kann durch die Bohrungen 44 gelangen und strömt weiter durch einen
Zwischenraum zwischen der Düsennadel 18 und dem Düsenkörper 12 zu den Einspritzöffnungen
24.
[0041] Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts II der Figur 1 im Bereich
der Nadelkuppe 20 und des Düsenkörpers 12.
[0042] An der Wand 16 der Düsenkörperausnehmung 14 hat der Düsenkörper 12 einen Dichtsitz
50, der kegelmantelförmig ausgebildet ist. Die Düsennadel 18 hat im Bereich der Nadelkuppe
20 einen Sitzbereich 52. Der Sitzbereich 52 der Nadelkuppe 20 wirkt mit dem Dichtsitz
50 des Düsenkörpers 12 so zusammen, dass die Düsennadel 18 in einer Schließposition
einen Fluidfluss durch die mindestens eine Einspritzöffnung 24 verhindert und in einer
Offenposition einen Fluidfluss durch die mindestens eine Einspritzöffnung 24 freigibt.
In dem Düsenkörper 12 sind vorzugsweise mehrere Einspritzöffnungen 24 ausgebildet,
die einen Einspritzlochkreis formen können.
[0043] Stromabwärts des Dichtsitzes 50 ist ein Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14
ausgebildet. Der Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14 ist vorzugsweise als Sackloch
ausgebildet. Der Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14 ist mit den Einspritzöffnungen
24 hydraulisch gekoppelt. Auf diese Weise ist es möglich, dass Fluid aus dem Zwischenraum
zwischen der Nadelkuppe 20 und dem Düsenkörper 12 in den Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung
14 und schließlich weiter zu den Einspritzöffnungen 24 gelangen kann.
[0044] Der Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14 hat eine Wand 58, die ein Teil der
Wand 16 der Düsenkörperausnehmung 14 ist.
[0045] Des Weiteren haben die Einspritzöffnungen 24 Wände 60.
[0046] Zwischen dem vorzugsweise als Sackloch ausgebildeten Abschnitt 56 und weiteren Abschnitten
der Düsenkörperausnehmung 14, die insbesondere zwischen der Nadelkuppe 20 und dem
Düsenkörper 12 ausgebildet sind, weist der Düsenkörper 12 eine Kante oder einen Übergangsabschnitt
62 auf.
[0047] Zwischen dem Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14 und den Einspritzöffnungen
24 weist der Düsenkörper 12 weitere Kanten oder weitere Übergangsabschnitte 64 auf.
Vorzugsweise ist jede der weiteren Kanten oder weiteren Übergangsabschnitte 64 einer
der Einspritzöffnungen 24 zugeordnet.
[0048] An einem Oberflächenbereich der Düsenkörperausnehmung 14, vorzugsweise jedoch an
mehreren, sind erfindungsgemäß als Mikrostrukturen ausgebildete Ausnehmungen und/oder
Erhebungen angeordnet derart, dass mittels der Ausnehmungen und/oder der Erhebungen
66,68,70,72,74 eine vorgegebene Intensität der Turbulenz des Fluids in der mindestens
einen Einspritzöffnung 24 erzeugbar ist.
[0049] Beispielsweise sind die als Mikrostrukturen ausgebildete Ausnehmungen und Erhebungen
66 an der Wand 58 des Abschnitts 56 der Düsenkörperausnehmung 14 ausgebildet. Die
Ausnehmungen und Erhebungen 66 an der Wand 58 des Abschnitts 56 haben vorzugsweise
eine Höhe beziehungsweise Tiefe von mindestens cirka 18 µm. Mit einer derartigen Höhe
beziehungsweise Tiefe der Ausnehmungen und Erhebungen 66 kann innerhalb des Abschnitts
56 der Düsenkörperausnehmung 14 eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids erreicht
werden. Diese Turbulenz des Fluids kann dazu führen, dass stromabwärts der Einspritzöffnungen
24 ein Spraybild mit einer vorteilhaften räumlichen Verteilung und kleinen Fluidtröpfchen
vorliegt.
[0050] Weiter weist die Wand 58 des Abschnitts 56 der Düsenkörperausnehmung 14 weitere Ausnehmungen
und Erhebungen 68 auf, die an der Kante 62 des Düsenkörpers 12 angeordnet sind. Die
Ausnehmungen und Erhebungen 68 haben vorzugsweise eine Höhe beziehungsweise Tiefe
von mindestens etwa 18 µm. Damit kann in dem Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung
14 eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids in der mindestens einen Einspritzöffnung
24 hergestellt werden. Damit kann am Austritt der Einspritzöffnungen 24 eine gute
Verteilung der Tröpfchen des Fluids und ein Spraybild mit einer vorteilhaften räumlichen
Verteilung erreicht werden.
[0051] Die Wand 58 des Abschnitts 56 der Düsenkörperausnehmung 14 weist weitere Ausnehmungen
und Erhebungen 70 auf, die an der weiteren Kante oder an dem weiteren Übergangsabschnitt
64 zwischen dem als Sackloch ausgebildeten Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung
14 und den Einspritzöffnungen 24 angeordnet sind. Die als Mikrostrukturen ausgebildeten
Ausnehmungen und Erhebungen 70 haben vorzugsweise eine Höhe beziehungsweise Tiefe
von mindestens etwa 3 µm. Damit kann am Eintritt zu den Einspritzöffnungen 24 und
weiter in den Einspritzöffnungen 24 eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids
erreicht werden.
[0052] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind weitere Ausnehmungen und Erhebungen
72 auf der Nadelkuppe 20 ausgebildet. Die als Mikrostrukturen ausgebildeten Ausnehmungen
und Erhebungen 72 haben vorzugsweise eine Höhe beziehungsweise Tiefe von mindestens
etwa 18 µm, um so eine hohe Intensität der Turbulenz in dem Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung
14 und in der Folge in den Einspritzöffnungen 24 zu erreichen. Damit können sehr kleine
Tröpfchengrößen am Austritt des Fluids an den Einspritzöffnungen 24 erreicht werden.
[0053] Weitere Ausnehmungen und Erhebungen 74 sind vorzugsweise in der Wand 60 der Einspritzöffnung
24 angeordnet und als Mikrostrukturen ausgebildet. Die Ausnehmungen und Erhebungen
74 haben vorzugsweise eine Höhe beziehungsweise Tiefe von mindestens etwa 3 µm, um
so eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids in den Einspritzöffnungen 24 zu erreichen.
[0054] Die Ausnehmungen und Erhebungen 66, 68, 70, 72, 74 weisen vorzugsweise eine reguläre
Form auf.
[0055] Die Ausnehmungen und Erhebungen 66, 68, 70, 72, 74 sind bei einer vorliegend nicht
beanspruchten Ausgestaltung ringförmig ausgebildet. Dies ermöglicht eine einfache
Herstellung der Ausnehmungen und Erhebungen (Figur 3).
[0056] Vorliegend sind die Ausnehmungen und Erhebungen 66, 68, 70, 72, 74 zickzackförmig
ausgebildet. Damit kann eine besonders hohe Intensität der
[0057] Turbulenz des Fluids in den Einspritzöffnungen 24 erreicht werden (Figur 3).
[0058] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Ausnehmungen und Erhebungen
66, 68, 70, 72, 74 eine irreguläre Form auf.
[0059] Die als Mikrostrukturen ausgebildeten Ausnehmungen und Erhebungen 66, 68, 70, 72,
74 sind in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform als Oberflächenrauhigkeit ausgebildet.
[0060] Die als Mikrostrukturen ausgebildeten Ausnehmungen und Erhebungen 66, 68, 70, 72,
74 ermöglichen eine geeignete Ausbildung der Oberflächenrauhigkeit der Nadelkuppe
20 beziehungsweise der Wand 16 der Düsenkörperausnehmung 14 beziehungsweise der Wand
60 der Einspritzöffnung 24. Damit kann Strömungsenergie des Fluids in Wirbel einer
turbulenten Strömung übertragen werden, um so die Ausbildung kleiner Tröpfchen des
Fluids am Austritt der Einspritzöffnungen 24 zu erreichen. Damit kann die Länge des
Spraykegels klein und die Breite des Spraykegels groß ausgebildet werden.
[0061] Des Weiteren kann durch die als Mikrostrukturen ausgebildeten Ausnehmungen und Erhebungen
70, 74 eine Kavitation in den Einspritzöffnungen 24 erreicht werden. Dies ermöglicht
insbesondere im Fall des Einsatzes des Einspritzventils in einer Brennkraftmaschine
eine hohe Qualität der Verbrennung des Kraftstoffs. Insbesondere bei einem Einsatz
von mehreren Einspritzöffnungen 24 kann dies zu einer Verbesserung eines geschichteten
Verbrennungsbetriebs in einem Zylinder der Brennkraftmaschine führen.
[0062] Die Herstellung einer vorgegebenen Oberflächenrauhigkeit der Nadelkuppe 20 beziehungsweise
der Wand 16 der Düsenkörperausnehmung 14 beziehungsweise der Wand 60 der Einspritzöffnung
24 kann insbesondere während des Herstellungsprozesses der Düsennadel 18 beziehungsweise
des Düsenkörpers 12 durch einen Sinterprozess realisiert werden. Dies bedeutet eine
sehr kostengünstige Lösung der Ausbildung der Ausnehmungen und Erhebungen in der Nadelkuppe
20 beziehungsweise in den Wänden 16, 58, 60 des Düsenkörpers 12.
[0063] Durch das Herbeiführen einer Kavitation in den Einspritzöffnungen 24 können Rückstände,
die sich während der Verbrennung eines Kraftstoffs an den Wänden 60 der Einspritzöffnungen
24 ablagern können, in einfacher Weise beseitigt werden.
[0064] Durch das Auftreten einer vorgegebenen Intensität der Turbulenz des Fluids kann kinetische
Energie vom Hauptstrom des Fluids in die Wirbel des Fluids übertragen werden. Damit
kann die Turbulenz des Fluids am Austritt der Einspritzöffnungen 24 hoch werden. So
kann eine sehr gute Tröpfchenbildung des Fluids erreicht werden. Auf diese Weise kann
die Länge des Spraystrahls gering und die Breite des Spraykegels groß sein.
[0065] Eine Ausbildung der Ausnehmungen und Erhebungen 66, 68, 72, mit einer Höhe beziehungsweise
Tiefe von mindestens etwa 18 µm kann im Falle eines Einsatzes des Einspritzventils
in einer Brennkraftmaschine generell zu einer sehr hohen Intensität der Turbulenz
des Fluids in den Einspritzöffnungen 24 führen. Im Bereich der weiteren Kante oder
des weiteren Übergangsbereichs 64 des Düsenkörpers 12 und in den Wänden 60 der Einspritzöffnungen
24 kann es insbesondere vorteilhaft sein, wenn die als Mikrostrukturen ausgebildeten
Ausnehmungen und Erhebungen 70, 74 eine Höhe beziehungsweise Tiefe von mindestens
etwa 3 µm aufweisen. Aufgrund der in der Regel geringen Durchmesser der Einspritzöffnungen
24 ist auch für derart kleine Höhen und Tiefen der Ausnehmungen und Erhebungen 70,
74 eine hohe Intensität der Turbulenz des Fluids in den Einspritzöffnungen 24 erreichbar.
[0066] Generell lässt sich mit den als Mikrostrukturen ausgebildeten Ausnehmungen und Erhebungen
66, 68, 70, 72, 74 eine sehr hohe Intensität der Turbulenz des Fluids in den Einspritzöffnungen
24 und eine kleine Tröpfchengröße und ein gut ausgebildetes Spraybild des Fluids am
Austritt der Einspritzöffnungen 24 erreichen. Dabei kann ein hoher Massenstrom des
Fluids und eine hohe Stabilität des Massenstroms des Fluids erreicht werden.
[0067] Figur 4 zeigt ein weiteres Beispiel eines Einspritzventils mit einer Düsenbaugruppe
10 und einem Aktuator 11. Der Aktuator 11 wirkt auch hier funktional mit der Düsenbaugruppe
10 zusammen.
[0068] Die Düsenbaugruppe 10 hat einen Düsenkörper 12, der Aktuator 11 weist einen Injektorkörper
13 auf. Der Düsenkörper 12 ist mittels einer Düsenspannmutter 34 mit dem Injektorkörper
13 fest gekoppelt. Der Düsenkörper 12 und der Injektorkörper 13 bilden ein gemeinsames
Gehäuse des Einspritzventils.
[0069] Der Düsenkörper 12 hat eine Düsenkörperausnehmung 14 mit einer Wand 16. In der Düsenkörperausnehmung
14 ist eine Düsennadel 18 mit einer Zentralachse Z angeordnet, die zusammen mit dem
Düsenkörper 12 die Düsenbaugruppe 10 bildet. Die Düsennadel 18 hat an einem Ende eine
Nadelkuppe 20. Die Düsennadel 18 ist in einem Bereich der Düsenkörperausnehmung 14
geführt und mittels einer Düsenfeder 22 vorgespannt.
[0070] In dem Düsenkörper 12 sind vorzugsweise nahe der Nadelkuppe 20 Einspritzöffnungen
24 angeordnet. In einem die Einspritzöffnungen 24 umgebenden Bereich kann der Düsenkörper
12 aus einem gesinterten Metall bestehen. In dem Düsenkörper 12 sind vorzugsweise
mehrere Einspritzöffnungen 24 ausgebildet, die einen Einspritzlochkreis formen können.
[0071] Der Injektorkörper 13 hat eine Ausnehmung, in der ein Stellantrieb 38 angeordnet
ist. Der Stellantrieb 38 ist als Hubstellantrieb ausgebildet. Der Stellantrieb 38
wirkt auf die Düsennadel 18 ein, so dass diese eine axiale Bewegung ausführen kann.
[0072] Die Düsenfeder 22 übt auf die Düsennadel 18 eine in Schließrichtung wirkende Kraft
aus, so dass sie einen Fluidfluss durch die in dem Düsenkörper 12 angeordneten mehreren
Einspritzöffnungen 24 verhindert, wenn keine weiteren Kräfte auf die Düsennadel 18
einwirken. Bei Betätigung des Stellantriebs 38 wird die Düsennadel 18 in axialer Richtung
von ihrer Schließposition in ihre Offenposition bewegt, in der sie den Fluidfluss
durch die Einspritzöffnungen 24 freigibt.
[0073] Figur 5 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts V der Figur 4 im Bereich
der Nadelkuppe 20 und des Düsenkörpers 12.
[0074] An der Wand 16 der Düsenkörperausnehmung 14 hat der Düsenkörper 12 einen kegelförmigen
Dichtsitz 50. Die Düsennadel 18 hat im Bereich der Nadelkuppe 20 einen Sitzbereich
52, der mit dem Dichtsitz 50 des Düsenkörpers 12 so zusammenwirkt, dass die Düsennadel
18 in einer Schließposition einen Fluidfluss durch die mindestens eine Einspritzöffnung
24 verhindert und in einer Offenposition einen Fluidfluss durch die mindestens eine
Einspritzöffnung 24 freigibt.
[0075] Stromabwärts des Dichtsitzes 50 ist ein Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14
ausgebildet, der mit den Einspritzöffnungen 24 hydraulisch gekoppelt ist. Auf diese
Weise kann das Fluid aus dem Zwischenraum zwischen der Nadelkuppe 20 und dem Düsenkörper
12 in den Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14 und schließlich weiter zu den
Einspritzöffnungen 24 gelangen. Der Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14 hat
eine Wand 58, die ein Teil der Wand 16 der Düsenkörperausnehmung 14 ist. Der Abschnitt
56 der Düsenkörperausnehmung 14 ist als Sackloch ausgebildet. Das Sackloch hat eine
Sacklochwand 59 und einen Sacklochboden 61. Die Einspritzöffnungen 24 sind in dem
Sacklochboden 61 angeordnet.
[0076] Zwischen dem als Sackloch ausgebildeten Abschnitt 56 und weiteren Abschnitten der
Düsenkörperausnehmung 14, die insbesondere zwischen der Nadelkuppe 20 und dem Düsenkörper
12 ausgebildet sind, weist der Düsenkörper 12 eine Kante 64 auf.
[0077] In der Wand 58 des Abschnitts 56 der Düsenkörperausnehmung 14 sind Ausnehmungen 66
und/oder Erhebungen 68 angeordnet.
[0078] In Figur 6 ist der Düsenkörper 12 im Bereich des Abschnitts 56 der Düsenkörperausnehmung
14 in einer vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform mit den Erhebungen 68 dargestellt.
Der Düsenkörper 12 hat in der hier gezeigten Ausführungsform sechs Einspritzöffnungen
24, die bezogen auf die Zentralachse Z in einem Winkelabstand von 60° zueinander in
dem Sacklochboden 61 angeordnet sind. In weiteren Ausführungsformen kann die Zahl
der Einspritzöffnungen 24 auch einen anderen Wert annehmen. Jeder der Einspritzöffnungen
24 sind jeweils zwei Erhebungen 68 zugeordnet. Eine der Erhebungen 68 ist in dem Sacklochboden
61, und die andere der Erhebungen 68 ist in der Sacklochwand 59 angeordnet. Die Erhebungen
68 sind stabförmig ausgebildet. Die in der Sacklochwand 59 angeordneten Erhebungen
68 erstrecken sich jeweils in Längsrichtungen L1. Die in dem Sacklochboden 61 angeordneten
Erhebungen 68 erstrecken sich jeweils in Längsrichtungen L2. Die Längsrichtungen L1,
L2 der Erhebungen 68 sind Tangenten der Einspritzöffnungen 24.
[0079] In der in Figur 7 gezeigten, vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform der Düsenbaugruppe
10 sind in dem Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung 14 die Ausnehmungen 66 angeordnet.
Jeder der Einspritzöffnungen 24 sind jeweils zwei der Ausnehmungen 66 zugeordnet.
Jeweils eine der Ausnehmungen 66 ist in dem Sacklochboden 61, und eine andere der
Ausnehmungen 66 in der Sacklochwand 59 angeordnet. Die Ausnehmungen 66 in der Sacklochwand
59 erstrecken sich jeweils in Längsrichtungen L1, die Ausnehmungen 66 in dem Sacklochboden
61 erstrecken sich jeweils in Längsrichtungen L2. Die Längsrichtungen L1, L2 der Ausnehmungen
66 sind Tangenten der Einspritzöffnungen 24.
[0080] In Figur 8 ist in einer prinzipiellen Darstellung die Wirbelbildung an der Einspritzöffnung
24 gezeigt. Ein erster Fluidstrom F1, der über die Kante 64 in den Abschnitt 56 der
Düsenkörperausnehmung 14 gelangt, wird mittels der in der Sacklochwand 59 angeordneten,
hier nicht dargestellten Ausnehmung 66 oder Erhebung 68 zu der Einspritzöffnung 24
geführt und gelangt so zu einer Tangente der Einspritzöffnung 24. Ein weiterer Fluidstrom
F2 gelangt über die Kante 64 ebenfalls in den Abschnitt 56 der Düsenkörperausnehmung
14 und wird durch die hier nicht dargestellte andere Ausnehmung 66 oder Erhebung 68
in dem Sacklochboden 61 tangential zu der Einspritzöffnung 24 abgelenkt. Durch die
im Wesentlichen sich gegenläufig verstärkende Bewegung der Fluidströme F1, F2 kann
sich an der Einspritzöffnung 24 sehr rasch ein Fluidwirbel ausbilden, der eine hohe
Stabilität aufweist. Der Fluidwirbel tritt strudelförmig durch die Einspritzöffnung
24 hindurch. Bedingt durch die geringere axiale Geschwindigkeit der Teilchen des Fluids
relativ zu den höheren tangentialen Geschwindigkeiten der Fluidströme F1, F2 am Eintritt
zu den Einspritzöffnungen 24 sowie in den Einspritzöffnungen 24 selbst wird auf der
Außenseite des Düsenkörpers 12 eine feine Zerstäubung des Fluids und ein großer Spraywinkel
ermöglicht. Durch die Zuordnung von jeweils zwei Ausnehmungen 66 beziehungsweise Erhebungen
68 zu jeder der Einspritzöffnungen 24 kann auch in einem Einspritzventil mit einer
Mehrzahl von Einspritzöffnungen 24, das heißt in einer Mehrlochdüse, eine feinere
Zerstäubung des Fluids und ein größerer Spraywinkel am Austritt der Einspritzöffnungen
24 erreicht werden. Wird das Einspritzventil insbesondere in einer Brennkraftmaschine
eingesetzt, so kann auf diese Weise eine gute Verteilung des Kraftstoffs in der durch
die Brennkraftmaschine angesaugten Luft und insbesondere eine Schichtung des Luft-KraftstoffGemisches
in einem Brennraum der Brennkraftmaschine erreicht werden, sowie eine Benetzung der
Oberflächen im Brennraum klein gehalten oder vermieden werden.
[0081] In der vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform der Figur 9 sind die Ausnehmungen
66 in der Wand 58 jeweils zwischen zwei Einspritzöffnungen 24 angeordnet. Damit können
Fluidströme F1, F2 zunächst über die Kante 64 in den als Sackloch ausgebildeten Abschnitt
56 der Düsenkörperausnehmung 14 gelangen und schließlich mittels der Ausnehmungen
66 in einem gegenläufigen Sinn tangential zu den Einspritzöffnungen 24 abgelenkt werden.
[0082] In der in Figur 10 gezeigten, vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform sind
die Ausnehmungen 66 in einem Bogen von der Kante 64 zu den Einspritzöffnungen 24 ausgebildet,
so dass die Fluidströme F1, F2 direkt von der Kante 64 in einem gegenläufigen Sinn
tangential zu den Einspritzöffnungen 24 gelangen können.
[0083] In der in Figur 11 gezeigten, vorliegend nicht beanspruchten Ausführungsform können
die Fluidströme F1, F2 aus einem Zentralbereich des Abschnitts 56 der Düsenkörperausnehmung
14 nahe der Zentralachse Z über die
[0084] Ausnehmungen 66 in einem gegenläufigen Sinn tangential zu den Einspritzöffnungen
24 gelangen. Dies ist besonders bevorzugt, wenn der als Sackloch ausgebildete Abschnitt
56 der Düsenkörperausnehmung 14 eine große Tiefe aufweist, so dass die Fluidströme
F1, F2 zuerst in das Zentrum des als Sackloch ausgebildeten Abschnitts 56 der Düsenkörperausnehmung
14 nahe der Zentralachse Z gelangen, und dann zu den Einspritzöffnungen 24 geführt
werden.
1. Düsenbaugruppe (10) für ein Einspritzventil, mit
- einem Düsenkörper (12), der eine Düsenkörperausnehmung (14) und mindestens eine
Einspritzöffnung (24) aufweist, wobei die Düsenkörperausnehmung (14) mit einem Hochdruckkreis
eines Fluids hydraulisch koppelbar ist und die Einspritzöffnung (24) mit der Düsenkörperausnehmung
(14) hydraulisch gekoppelt ist, und
- mindestens einer in der Düsenkörperausnehmung (14) axial beweglich angeordneten
Düsennadel (18) mit einer Zentralachse (Z) und einer Nadelkuppe (20), wobei an einer
Wand (16) der Düsenkörperausnehmung (14) ein Dichtsitz (50) und auf der Nadelkuppe
(20) ein Sitzbereich (52) ausgebildet sind, und der Sitzbereich (52) mit dem Dichtsitz
(50) derart zusammenwirkt, dass die Düsennadel (18) in einer Schließposition einen
Fluidfluss durch die mindestens eine Einspritzöffnung (24) verhindert und in einer
Offenposition den Fluidfluss durch die mindestens eine Einspritzöffnung (24) freigibt,
dadurch gekennzeichnet dass stromabwärts des Dichtsitzes (50) und des Sitzbereiches (52) mindestens auf der Nadelkuppe
(20) und/oder an wenigstens einem Oberflächenbereich (16, 60, 58) der Düsenkörperausnehmung
(14) als Mikrostrukturen ausgebildete, eine zickzackförmige Struktur aufweisende Ausnehmungen
und/oder Erhebungen (66,68,70,72,74) angeordnet sind, derart, dass mittels der Ausnehmungen
und/oder der Erhebungen (66,68,70,72,74) eine vorgegebene Intensität der Turbulenz
des Fluids in der mindestens einen Einspritzöffnung (24) erzeugbar ist.
2. Düsenbaugruppe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Oberflächenbereich eine Wand (16) des Düsenkörpers (12) und/oder eine Wand (60)
der mindestens eine Einspritzöffnung (24) ist.
3. Düsenbaugruppe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausnehmungen
und/oder Erhebungen (66,68,70,72,74) ringförmig ausgebildet sind.
4. Düsenbaugruppe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausnehmungen
und/oder Erhebungen (66,68,70,72,74) Teile einer vorgegebenen Oberflächenrauhigkeit
der Nadelkuppe (20) und/oder der Wand (16) der Düsenkörperausnehmung (14) und/oder
der Wand (60) der mindestens einen Einspritzöffnung (24) sind.
5. Düsenbaugruppe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei stromabwärts des
Dichtsitzes (50) ein Abschnitt (56) der Düsenkörperausnehmung (14) ausgebildet ist,
der mit der mindestens einen Einspritzöffnung (24) hydraulisch gekoppelt ist, und
wobei der Oberflächenbereich der Düsenkörperausnehmung (14) eine Wand (58) des Abschnitts
(56) der Düsenkörperausnehmung (14) ist.
6. Düsenbaugruppe (10) nach Anspruch 5, wobei der Abschnitt (56) der Düsenkörperausnehmung
(14) als Sackloch ausgebildet ist, und der Düsenkörper (12) zwischen dem als Sackloch
ausgebildeten Abschnitt (56) und weiteren Abschnitten der Düsenkörperausnehmung (14)
eine Kante oder einen Übergangsabschnitt (62) aufweist, und die Ausnehmungen und/oder
Erhebungen (68) im Bereich der Kante oder des Übergangsabschnitts (62) des Düsenkörpers
(12) angeordnet sind.
7. Düsenbaugruppe (10) nach Anspruch 5 oder 6, wobei der Düsenkörper (12) zwischen dem
Abschnitt (56) der Düsenkörperausnehmung (14) und der mindestens einen Einspritzöffnung
(24) eine weitere Kante oder einen weiteren Übergangsabschnitt (64) aufweist, und
die Ausnehmungen und/oder Erhebungen (70) im Bereich der weiteren Kante oder des weiteren
Übergangsabschnitts (64) des Düsenkörpers (12) angeordnet sind.
8. Düsenbaugruppe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die als Mikrostrukturen
ausgebildeten Ausnehmungen und/oder Erhebungen (66,68,70,72,74) eine Höhe beziehungsweise
Tiefe von mindestens etwa 3 µm haben.
9. Düsenbaugruppe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die als Mikrostrukturen
ausgebildeten Ausnehmungen und/oder Erhebungen (66,68,72) eine Höhe beziehungsweise
Tiefe von mindestens etwa 18 µm haben.
10. Düsenbaugruppe (10) nach Anspruch 5, mit mindestens zwei Einspritzöffnungen (24),
wobei jeder der Einspritzöffnungen (24) mindestens eine der Ausnehmungen und/oder
Erhebungen (66,68) zugeordnet ist.
11. Düsenbaugruppe (10) nach Anspruch 10, wobei jeder der Einspritzöffnungen (24) jeweils
zwei der Ausnehmungen und/oder Erhebungen (66,68) zugeordnet sind.
12. Düsenbaugruppe (10) nach einem der Ansprüche 5, 10 oder 11, wobei der Abschnitt (56)
der Düsenkörperausnehmung (14) als Sackloch mit einer Sacklochwand (59) und einem
Sacklochboden (61) ausgebildet ist, und die Einspritzöffnungen (24) in dem Sacklochboden
(61) angeordnet sind, und jeder der Einspritzöffnungen (24) jeweils zwei der Ausnehmungen
und/oder Erhebungen (66,68) zugeordnet sind, und eine dieser Ausnehmungen und/oder
Erhebungen (66,68) in dem Sacklochboden (61) angeordnet ist, und die weitere dieser
Ausnehmungen und/oder Erhebungen (66,68) in der Sacklochwand (59) angeordnet ist.
13. Einspritzventil mit einer Düsenbaugruppe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
und einem Aktuator (11), wobei der Aktuator (11) zum Einwirken auf die Düsenbaugruppe
(10) ausgebildet ist.
1. Nozzle assembly (10) for an injection valve, having
- a nozzle body (12) which has a nozzle body recess (14) and at least one injection
opening (24), wherein the nozzle body recess (14) can be hydraulically coupled to
a highpressure circuit of a fluid, and the injection opening (24) is hydraulically
coupled to the nozzle body recess (14), and
- at least one nozzle needle (18) which is arranged in an axially movable manner in
the nozzle body recess (14) and which has a central axis (Z) and a needle dome (20),
wherein a sealing seat (50) is formed on a wall (16) of the nozzle body recess (14)
and a seat region (52) is formed on the needle dome (20), and the seat region (52)
interacts with the sealing seat (50) such that the nozzle needle (18), in a closed
position, prevents a fluid flow through the at least one injection opening (24) and,
in an open position, permits the fluid flow through the at least one injection opening
(24),
characterized in that downstream of the sealing seat (50) and of the seat region (52), recesses and/or
elevations (66, 68, 70, 72, 74) formed as microstructures and having a zig-zag shaped
structure are arranged at least on the needle dome (20) and/or on at least one surface
region (16, 60, 58) of the nozzle body recess (14), in such a way that a predefined
intensity of the turbulence of the fluid in the at least one injection opening (24)
can be generated by means of the recesses and/or elevations (66, 68, 70, 72, 74).
2. Nozzle assembly according to Claim 1,
characterized in that the surface region is a wall (16) of the nozzle body (12) and/or a wall (60) of the
at least one injection opening (24).
3. Nozzle assembly (10) according to one of the preceding claims, wherein the recesses
and/or elevations (66, 68, 70, 72, 74) are of annular design.
4. Nozzle assembly (10) according to one of the preceding claims, wherein the recesses
and/or elevations (66, 68, 70, 72, 74) are parts of a predefined surface roughness
of the needle dome (20) and/or of the wall (16) of the nozzle body recess (14) and/or
of the wall (60) of the at least one injection opening (24).
5. Nozzle assembly (10) according to one of the preceding claims, wherein, downstream
of the sealing seat (50), a portion (56) of the nozzle body recess (14) is formed
which is hydraulically coupled to the at least one injection opening (24), and wherein
the surface region of the nozzle body recess (14) is a wall (58) of the portion (56)
of the nozzle body recess (14).
6. Nozzle assembly (10) according to Claim 5, wherein the portion (56) of the nozzle
body recess (14) is formed as a blind hole, and the nozzle body (12) has an edge or
a transition portion (62) between the portion (56) formed as a blind hole and further
portions of the nozzle body recess (14), and the recesses and/or elevations (68) are
arranged in the region of the edge or of the transition portion (62) of the nozzle
body (12).
7. Nozzle assembly (10) according to Claim 5 or 6, wherein the nozzle body (12) has a
further edge or a further transition portion (64) between the portion (56) of the
nozzle body recess (14) and the at least one injection opening (24), and the recesses
and/or elevations (70) are arranged in the region of the further edge or of the further
transition portion (64) of the nozzle body (12).
8. Nozzle assembly (10) according to one of the preceding claims, wherein the recesses
and/or elevations (66, 68, 70, 72, 74) formed as microstructures have a height or
depth of at least approximately 3 µm.
9. Nozzle assembly (10) according to one of the preceding claims, wherein the recesses
and/or elevations (66, 68, 72) formed as microstructures have a height or depth of
at least approximately 18 µm.
10. Nozzle assembly (10) according to Claim 5, having at least two injection openings
(24), wherein at least one of the recesses and/or elevations (66, 68) is assigned
to each of the injection openings (24).
11. Nozzle assembly (10) according to Claim 10, wherein in each case two of the recesses
and/or elevations (66, 68) are assigned to each of the injection openings (24).
12. Nozzle assembly (10) according to one of Claims 5, 10 or 11, wherein the portion (56)
of the nozzle body recess (14) is formed as a blind hole with a blind hole wall (59)
and a blind hole base (61), and the injection openings (24) are arranged in the blind
hole base (61), and in each case two of the recesses and/or elevations (66, 68) are
assigned to each of the injection openings (24), and one of said recesses and/or elevations
(66, 68) is arranged in the blind hole base (62), and the other of said recesses and/or
elevations (66, 68) is arranged in the blind hole wall (59).
13. Injection valve having a nozzle assembly (10) according to one of the preceding claims
and having an actuator (11), wherein the actuator (11) is designed to act on the nozzle
assembly (10).
1. Module de buse (10) destiné à une soupape d'injection comportant
- un corps de buse (12) qui présente un évidement de corps de buse (14) et au moins
une ouverture d'injection (24), l'évidement de corps de buse (14) pouvant être couplé
hydrauliquement à un circuit de haute pression d'un fluide et l'ouverture d'injection
(24) est couplée hydrauliquement à l'évidement du corps de buse (14), et
- au moins une aiguille de buse (18) disposée de manière mobile axialement dans l'évidement
du corps de buse (14) avec un axe central (Z) et une calotte d'aiguille (20), un siège
d'étanchéité (50) étant formé sur une paroi (16) de l'évidement du corps de buse (14)
et une zone de siège (52) étant formée sur la calotte d'aiguille (20), et la zone
de siège (52) interagit avec le siège d'étanchéité (50) de telle manière que l'aiguille
de buse (18) empêche, dans une position fermée, l'écoulement d'un fluide à travers
l'au moins une ouverture d'injection (24) et autorise, dans une position ouverte,
l'écoulement d'un fluide à travers l'au moins une ouverture d'injection (24),
caractérisé en ce que, en aval du siège d'étanchéité (50) et de la zone de siège (52) sont disposés, au
moins sur la calotte d'aiguille (20) et/ou sur au moins une zone de surface (16, 60,
58) de l'évidement de corps de buse (14), en tant que microstructure, des évidements
présentant une structure en zigzag et/ou des surélévations (66, 68, 70, 72, 74) de
telle manière qu'au moyen des évidements et/ou des surélévations (66, 68, 70, 72,
74), une intensité prédéfinie de la turbulence du fluide peut être générée dans l'au
moins une ouverture d'injection (24).
2. Module de buse (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone de surface est une paroi (16) du corps de buse (12) et/ou une paroi (60)
de l'au moins une ouverture d'injection (24).
3. Module de buse (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les évidements
et/ou les surélévations (66, 68, 70, 72, 74) présentant une forme annulaire.
4. Module de buse (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les évidements
et/ou les surélévations (66, 68, 70, 72, 74) étant des parties d'une rugosité de surface
prédéfinie de la calotte d'aiguille (20) et/ou de la paroi (16) de l'évidement du
corps de buse (14) et/ou de la paroi (60) de l'au moins une ouverture d'injection
(24).
5. Module de buse (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, une section
(56) de l'évidement de corps de buse (14) étant formée en aval du siège d'étanchéité
(50), et cette section est couplée hydrauliquement à l'au moins une ouverture d'injection
(24) et la zone de surface de l'évidement de corps de buse (14) est une paroi (58)
de la section (56) de l'évidement de corps de buse (14).
6. Module de buse (10) selon la revendication 5, la section (56) de l'évidement du corps
de buse (14) étant formée comme un trou borgne et le corps de buse (12) présente,
entre la section (56) formée comme un trou borgne et les autres sections de l'évidement
du corps de buse (14), une arête ou une section de transition (62) et les évidements
et/ou les surélévations (68) sont disposés au niveau de l'arête ou de la section de
transition (62) du corps de buse (12).
7. Module de buse (10) selon la revendication 5 ou 6, le corps de buse (12) présentant,
entre la section (56) de l'évidement du corps de buse (14) et l'au moins une ouverture
d'injection (24), une autre arête ou une autre section de transition (64), et les
évidements et/ou les surélévations (70) sont disposés au niveau de l'autre arête ou
de l'autre section de transition (64) du corps de buse (12).
8. Module de buse (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les évidements
et/ou les surélévations (66, 68, 70, 72, 74) étant formés comme des microstructures
présentent une hauteur ou une profondeur d'au moins environ 3 µm.
9. Module de buse (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les évidements
et/ou les surélévations (66, 68, 72) étant formés comme des microstructures présentent
une hauteur ou une profondeur d'au moins environ 18 µm.
10. Module de buse (10) selon la revendication 5, comprenant au moins deux ouvertures
d'injection (24), chacune des ouvertures d'injection (24) étant associée à au moins
un des évidements et/ou une des surélévations (66, 68).
11. Module de buse (10) selon la revendication 10, chacune des ouvertures d'injection
(24) étant associée respectivement à deux des évidements et/ou surélévations (66,
68).
12. Module de buse (10) selon l'une quelconque des revendications 5, 10 ou 11, la section
(56) de l'évidement de corps de buse (14) étant formée comme un trou borgne avec une
paroi de trou borgne (59) et un fond de trou borgne (61) et les ouvertures d'injection
(24) étant disposées dans le fond de trou borgne (61) et chacune des ouvertures d'injection
(24) est associée respectivement à deux des évidements et/ou surélévations (66, 68)
et un de ces évidements et/ou une de ces surélévations (66, 68) est disposé(e) dans
le fond de trou borgne (61) et l'autre évidement et/ou surélévation (66, 68) est disposé
dans la paroi de trou borgne (59).
13. Soupape d'injection dotée d'un module de buse (10) selon l'une quelconque des revendications
précédentes avec un actionneur (11), l'actionneur (11) étant formé pour agir sur le
module de buse (10).