[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen einen hydraulischen Antrieb vorzugsweise
für eine Presse, Kunststoffmaschine, Biegemaschine etc. gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Antriebe sind dafür ausgelegt, zumindest zwei Bewegungsabläufe, nämlich
eine schnelle Überführungsbewegung (nachfolgend als "Eilgang" bezeichnet) sowie eine
kraftaufbringende Arbeitsbewegung (nachfolgend als "Pressgang" bezeichnet) zu realisieren.
[0003] Aus dem Stand der Technik beispielsweise gemäß der
EP 0 785 861 B1 ist ein gattungsgemäßer hydraulischer Antrieb für eine Presse bekannt. Dieser Antrieb
besteht aus einer angetriebenen hydrostatischen Maschine, die einen vorbestimmten
konstanten Druck in einem primären Druckleitungssystem erzeugt und aus einem hydraulischen
Transformator bestehend aus einem Hydraulikmotor und einer mechanisch daran angeschlossenen
Hydraulikpumpe. Der vorzugsweise verstellbare Hydraulikmotor ist an das primäre Druckleitungssystem
angeschlossen und wird somit von der hydrostatischen Maschine angetrieben. Die ebenfalls
verstellbare Hydraulikpumpe beaufschlagt ein sekundäres Druckleitungssystem mit einem
Hydraulikdruck, in das ein Presszylinder eingesetzt ist, dessen Zylinderräume über
Ventile an die beiden hydraulischen Anschlüsse der Hydraulikpumpe angeschlossen sind.
[0005] Schließlich sind die beiden Zylinderräume des Presszylinders über eine Druckleitung
mit dem primären Druckleitungssystem verbunden, um den Presskolben mit dem Primärdruck
(entspricht dem erforderlichen Vorspanndruck für den Presszylinder) vorzuspannen.
[0006] Es hat sich jedoch als technisch schwierig erwiesen, die Idee der Anordnung eines
hydraulischen Transformators mit vorstehend beschriebenem Aufbau in die Praxis umzusetzen.
Der konstruktive Aufwand sowie die Anzahl der erforderlichen hydraulischen Bauteile
und deren Abstimmung aufeinander verringert nämlich die Wirtschaftlichkeit dieses
bekannten hydraulischen Antriebs derart, dass es in der Fachwelt keine größere Akzeptanz
gefunden hat.
[0007] Angesichts dieses Stands der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, einen gattungsgemäßen hydraulischen Antrieb bereit zu stellen, der mit einer
verminderten Anzahl hydraulischer Bauteile auskommt und trotzdem im Betrieb durch
einen niedrigen Energieverbrauch gekennzeichnet ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch einen hydraulischen Antrieb mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Die Erfindung betrifft demzufolge einen hydraulischen Antrieb mit einer von einem
elektrischen Antriebsmotor drehzahlvariabel angesteuerten Hydromaschine, einem Hauptzylinder
zur Durchführung eines kraftaufbauenden Bewegungsablaufs sowie einem Nebenzylinder
zur Durchführung eines schnellen Bewegungsablaufs. Erfindungsgemäß ist der Hauptzylinder
durch einen, vorzugsweise auf beide Kolbenflächen einwirkenden, weiter vorzugsweise
von einer externen Druckquelle erzeugten vorbestimmten Permanentdruck vor- oder eingespannt,
wobei die Hydromaschine durch ausgewähltes Umfördern von Druckmittel in einem geschlossenen
Kreis, in den die Hydromaschine zwischengeschaltet ist, eine Hubbewegung des Hauptzylinders
und des Nebenzylinders nach einem der zwei Bewegungsabläufe bewirkt.
[0010] Durch das Vorspannen des Antriebs vorzugsweise mittels der auch für die Bewegungsabläufe
verantwortlichen Hydromaschine oder durch die externe Druckquelle verringert sich
erheblich die zu fördernden Kompressionsvolumen, wobei die Kombination von Vorspannung
des Antriebs und der servoelektrisch betriebenen drehzahlvariablen Pumpe (Hydomaschine)
als Vorspannmittel und als hydraulsiches Antriebsmittel für die beiden Zylinder eine
wirtschaftliche Realisierung eines energiesparenden Hydraulikantriebs mit kurzen Taktzeiten
darstellt.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
Fig. 1 das Prinzipschaltbild eines hydraulischen Antriebs gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung im Stillstand (unter Vorspannung),
Fig. 2 das Prinzipschaltbild des hydraulischen Antriebs gemäß Fig. 1 im "Eilgang"
abwärts,
Fig. 3 das Prinzipschaltbild des hydraulischen Antriebs gemäß Fig. 1 im "Pressgang",
Fig. 4 das Prinzipschaltbild des hydraulischen Antriebs gemäß Fig. 1 in einer Re-Kompressionsphase
und
Fig. 5 das Prinzipschaltbild des hydraulischen Antriebs gemäß Fig. 1 im "Eilgang"
aufwärts (Rückzugsphase).
[0013] Wie aus sämtlichen Figuren zu entnehmen ist, hat der erfindungsgemäße hydraulische
Antrieb eine Druckmittelquelle in Form einer drehzahlvariabel angetriebenen Hydromaschine
1 als Pumpe, die hierfür an einen Elektromotor 2 mechanisch angeschlossen ist. Die
Hydromaschine 1 ist an ihren zwei Druckanschlüssen an ein hydraulisches Druckleitungssystem
angeschlossen, welches einen geschlossenen Hydraulikdruckkreis bildet.
[0014] Im Konkreten ist an einen ersten Druckanschluss der Hydromaschine 1 eine erste Verbindungsleitung
3 angeschlossen, die direkt zu einer kolbenseitigen Druckkammer 4a eines Hauptzylinders
4 führt. An den zweiten Druckanschluss der Hydromaschine 1 ist eine zweite Leitung
5 angeschlossen, die über ein Ventil 6 mit einer kolbenstangenseitigen Druckkammer
4b des Hauptzylinders 4 (nachfolgend als Ringkammer 4b bezeichnet) verbunden ist.
Das Ventil 6 ist vorliegend als ein Wegeventil und insbesondere als ein 3/2 Wege-Schaltventil
ausgebildet mit einer ersten Schaltposition, in der lediglich eine Hydraulikfluidströmung
aus der Ringkammer 4b des Hauptzylinders 4 in Richtung Hydromaschine 1 zugelassen
wird, einer zweiten Schaltposition, in der eine Hydraulikfluidströmung in beide Richtungen
möglich ist und einer dritten Schaltposition, in der die zweite Leitung 5 vollständig
gesperrt ist.
[0015] Zwischen der Hydromaschine 1 und dem vorstehend genannten Wege-Schaltventil 6 ist
in die zweite Leitung 5 eine Abzweigung 7 eingesetzt, die zu einer kolbenstangenseitigen
Druckkammer 8a eines Nebenzylinders 8 führt. Der Kolben 8b des Nebenzylinders 8 ist
dabei in seinem Durchmesser deutlich kleiner als der Kolben 4c des Hauptzylinders
4, sodass der Hub des Nebenzylinders 8 bei vergleichbarem Volumenstrom des Hydraulikfluids
größer ist als der Hub des Hauptzylinders 4. Ferner besitzen die Ringseiten der Zylinder
4, 8 idealer Weise in Summe die gleiche Fläche wie die Kolbenseite des Hauptzylinders
4.
[0016] Schließlich ist eine Bypass- oder Kurzschlussleitung 9 vorgesehen, welche die Kolbenkammer
4a des Hauptzylinders 4 mit dessen Ringkammer 4b verbindet. In diese Bypassleitung
9 ist ein Kurzschlussventil 10 zwischengeschaltet, das vorliegend als Wegeschaltventil
und vorzugsweise als 2/2 Wege Schaltventil ausgebildet ist. In einer ersten Schaltposition
dieses Kurzschlussventils 10 ist die Bypassleitung 9 vollständig (d.h. in beide Richtungen)
geöffnet, wobei in einer zweiten Schaltposition lediglich eine Fluidströmung aus der
Ringkammer 4b in die Kolbenkammer 4a des Hauptzylinders 4 über die Bypassleitung 9
zugelassen ist.
[0017] Im konkreten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der hydraulische Antrieb mit vorstehendem
Aufbau in einer Presse eingebaut. Hierfür sind die Kolbenstange 4d des Hauptzylinders
4 wie auch die Kolbenstange 8c des Nebenzylinders 8 mit einem verschiebbar gelagerten
Pressstempel 11 verbunden an dem ein Presswerkzeug 12 oder ein Stanzwerkzeug befestigt
ist.
[0018] Grundsätzlich hat das Hydraulikdrucksystem gemäß der Erfindung auch zahlreiche Sicherungseinrichtungen
zur Vermeidung von Überdruckzuständen oder von unbeabsichtigem Absinken des Pressstempels
11, die jedoch in den Figuren nicht im Detail dargestellt sind. So kann die Ringkammer
8a des Nebenzylinders 8 über zwei in Serie geschaltete, überwachte Sitzventile (nicht
gezeigt) gesichert sein. Dadurch kann ein Absinken des oberen Presswerkzeugs 12 sicher
verhindert werden. Zudem kann die Kolbenkammer 4a des Hauptzylinders 4 gegen eine
unbeabsichtigte Druckbeaufschlagung abgesichert sein. Erfolgen kann dies durch die
gezeigten Wegeventile 6, 10 selbst, oder aber durch eine überwachte Freigabe des elektrischen
Antriebsmotors 2 der Hydromaschine 1.
[0019] Um Leckageverluste im System auszugleichen, ist an die erste Druckleitung 3 zwischen
der Hydromaschine 1 und der Kolbenkammer 4a des Hauptzylinders 4 ein Druckspeicher
13 über ein Ventil 14 angeschlossen. Dieses Ventil 14 wird durch ein Wegeventil, vorzugsweise
ein 2/2 Wege Schaltventil bereitgestellt, mit einer ersten Schaltposition, in der
die Verbindung zwischen der externen Druckquelle 13 und der ersten Druckleitung 3
vollständig freigegeben ist und einer zweiten Schaltposition, in der lediglich eine
Fluidströmung aus der externen Druckquelle 13 in die erste Druckleitung 3 zugelassen
wird.
[0020] Im Betriebszustand des hydraulischen Antriebs gemäß der Erfindung ist zumindest die
kolbenseitige Druckkammer 4a des Hauptzylinders 4 ständig über die Druckmittelquelle
mit einem vorbestimmten etwa konstanten (insbesondere geregelten) Hydraulikdruck beaufschlagt.
Die Bewegung beider Zylinder 4, 8 wird dabei durch Umfördern von Druckmittel in dem
geschlossenen Druckkreis mittels der drehzahlvariabel angetriebenen Hydromaschine
1 gesteuert.
[0021] Maßgeblich für die Steuerung des Bewegungsablaufs beider Zylinder 4, 8 ist die Zufuhr
oder Abfuhr von Druckmittel aus den jeweiligen Ringkammern 4b, 8a über die drehzahlvariabel
angetriebene Hydromaschine 1, wobei der komplette Bewegungsablauf des Arbeitshubs
der Presse unter Beteiligung beider Zylinder mittels der Ventile 6, 10 und der drehzahlvariabel
angetriebenen (Konstant-)Pumpe gesteuert werden kann.
[0022] Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen hydraulischen Antriebs lässt sich anhand
der anliegenden Figuren wie folgt beschreiben:
Gemäß der Fig. 1 befinden sich bei Stillstand des hydraulischen Antriebs (in zurückgezogener
Stellung des Pressstempels 11) das Wegeschaltventil 6 in jener Schaltposition, in
der nur eine Fluidströmung aus der Ringkammer 4b des Hauptzylinders 4 zugelassen ist
und das Kurzschlussventil 10 in der Schaltposition, in der die Bypassleitung 9 vollständig
geöffnet ist. Der elektrische Antriebsmotor 2 der Hydromaschine 1 ist ferner abgeschaltet.
[0023] In diesem (statischen) Zustand wird das Gewicht des Pressstempels 11 durch den Druck
innerhalb der Kolbenkammer 8a des Nebenzylinders 8 abgestützt, während in der Ring-
und Kolbenkammer 4a, 4b des Hauptzylinders 4 über das Kurzschlussventil 10 Druckausgleich
herrscht.
[0024] Um aus diesem (statischen) Zustand in den Eilgang abwärts zu kommen, wird gemäß der
Fig. 2 das Ventil 6 in die vollständige Sperrposition geschaltet und die Hydromaschine
1 angetrieben. Hierdurch wird Druckmittel ausschließlich aus der Ringkammer 8a des
Nebenzylinders 8 über die Leitung 5 abgesaugt und in die Kolbenkammer 4a des Hauptkolbens
4 abgegeben. Gleichzeitig bleibt der Druckausgleich zwischen den Hauptzylinderkammern
4a, 4b über das immer noch vollständig offene Kurzschlussventil 10 erhalten.
[0025] Da der Nebenzylinder 8 kleiner ist als der Hauptzylinder 4 und die Pumpe 1 nur auf
das Volumen der Ringseite des Nebenzylinders 8 wirkt, erfolgt die Abwärtsbewegung
(und später auch die Rückziehbewegung) des Pressstempels 11 bei vorbestimmtem Volumenstrom
bei einer relativ hohen Geschwindigkeit, auch dann, wenn die Hydromaschine 1 mit einer
kleinen Kapazität ausgelegt ist. Darüber hinaus kann durch kurzzeitige Überlastung
des elektrischen Antriebsmotors 2 (zulässig) die Geschwindigkeit aber auch die spätere
Presskraft weiter erhöht werden.
[0026] Sobald das Presswerkzeug 12 ein zu bearbeitendes Werkstück 15 erreicht hat, schaltet
das Kurzschlussventil 10 in die Schaltposition in der nur eine Strömung aus der Ringkammer
4b des Hauptzylinders 4 zugelassen ist und das Ventil 6 in die Schaltposition, in
der eine Fluidströmung aus de Ringkammer 4b zur Hydromaschine 1 zugelassen wird. In
diesem Zustand gemäß der Fig. 3 wird nunmehr auch der Druck innerhalb der Ringkammer
4b durch die Hydromaschine 1 abgebaut, da kein Druckausgleich zwischen den Hauptzylinderkammern
4a, 4b über das Kurzschlussventil 10 mehr stattfindet, wohingegen der Druck innerhalb
der Kolbenkammer 4a des Hauptzylinders 4 beibehalten bzw. erhöht wird. D.h., anstatt
einer erheblichen Kompression der Kolbenseite des Hauptzylinders 4, wird die eigentliche
Presskraft durch Druckentspannung der Ringseiten der Zylinder 4, 8 erzeugt. Da kein
Druckausgleich zwischen den Hauptzylinderkammern 4a, 4b mehr erfolgt, nimmt ferner
die fortlaufende Pressbewegung des Hauptzylinders 4 bei gleich bleibendem Volumenstrom
eine zur Absenkbewegung deutlich geringere Geschwindigkeit an als beim vorherigen
Eilgang.
[0027] Zum Beenden des Pressvorgangs wird das Ventil 6 in eine Schaltposition gemäß der
Fig. 4 gebracht, wonach eine Fluidströmung innerhalb der Verbindungsleitung 5 in beide
Richtungen, d.h. aus und zu der Ringkammer 4b des Hauptzylinders 4 ermöglicht ist.
In diesem Fall erfolgt ein Druckausgleich zwischen den Hauptzylinderkammern 4a, 4b
und der Ringkammer 8a des Nebenzylinders 8 über die Verbindungsleitung 5 und die Abzweigung
7, wobei gleichzeitig Energie über den elektrischen Antriebsmotor 2 zurückgewonnen
werden kann.
[0028] Schließlich kann der Pressstempel 11 zurückgezogen werden, indem wie in Fig. 5 dargestellt
ist, das Ventil 6 in die Schaltposition gebracht wird, in der nur eine Strömung aus
dem Ringraum 4a des Hauptzylinders 4 zugelassen ist und das Kurzschlussventil 10 in
die Schaltposition geschaltet wird, in der die Bypassleitung 9 vollständig (in beide
Richtungen) geöffnet ist.
[0029] Wird in diesem Zustand die Hydromaschine 1 angetrieben, um Druckmittel aus der Kolbenkammer
4a des Hauptzylinders 4 abzuziehen, wird das abgezogene Druckmittel bei vollständigem
Druckausgleich der beiden Hauptzylinderkammern 4a, 4b in die Ringkammer 8a des Nebenzylinders
8 gedrückt, der den Pressstempel 11 mit hoher Geschwindigkeit wieder zurückzieht.
[0030] Bei dem vorstehend beschriebenen hydraulischen Antrieb kann die Hydromaschine 1 an
einen Ventilblock (nicht weiter dargestellt) angeflanscht sein, welcher die Funktions-
bzw. Sicherheitsventile des Antriebs enthält. An diesen kann wiederum der Elektromotor
zum Betrieb der Pumpe angebaut sein. Diese Einheit kann wiederum auf einem Hydrozylinder
aufgebaut sein, wodurch eine besonders kompakte Anstriebsachse zur Verfügung steht.
Bezugszeichenliste
[0031]
| 1 |
Hydromaschine |
| 2 |
Servomotor (drehzahlvariabel) |
| 3 |
erste Verbindungsleitung |
| 4 |
Hauptzylinder |
| 4a |
Kolbenkammer |
| 4b |
Ringkammer |
| 4c |
Hauptzylinderkolben |
| 4d |
Kolbenstange |
| 5 |
zweite Druckleitung |
| 6 |
Ventil |
| 7 |
Abzweigung |
| 8 |
Nebenzylinder |
| 8a |
Ringkammer |
| 8b |
Nebenzylinderkolben |
| 8c |
Kolbenstange |
| 9 |
Bypassleitung |
| 10 |
Kurzschlussventil |
| 11 |
Pressstempel |
| 12 |
Presswerkzeug |
| 13 |
Druckspeicher |
| 14 |
Ventil |
| 15 |
Werkstück |
1. Hydraulischer Antrieb mit einer von einem elektrischen Antriebsmotor (2) drehzahlvariabel
angesteuerten Hydromaschine (1), einem Hauptzylinder (4) zur Durchführung eines kraftaufbauenden
Bewegungsablaufs sowie einem Nebenzylinder (8) zur Durchführung eines schnellen Bewegungsablaufs,
dadurch gekennzeichnet, dass im Betrieb zumindest eine Kolbenseite des Hauptzylinders (4) mit einem von einer
externen Druckquelle (13) und/oder von der vom Antriebsmotor (2) mechanisch angesteuerten
Hydromaschine (1) an deren einem Druckanschluss aufgebauten vorbestimmten Permanentdruck
beaufschlagt ist, wobei die Hydromaschine (1) im Betrieb ferner durch ausgewähltes
Umfördern von Druckmittel in einem geschlossenen Kreis, in den die Hydromaschine (1)
zwischengeschaltet ist, eine Hubbewegung des Hauptzylinders (4) und des Nebenzylinders
(8) nach jeweils einem der zwei Bewegungsabläufe bewirkt.
2. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Druckanschluss der Hydromaschine (1) an eine kolbenstangenseitige Ringkammer
(4b) des Hauptzylinders (4) und an eine kolbenstangenseitige Ringkammer (8a) des Nebenzylinders
(8) angeschlossen ist.
3. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Verbindungsleitung (5) des geschlossenen Kreises zwischen der Hydromaschine
(1) und der Hauptzylinderringkammer (4b) ein Ventil, vorzugsweise ein Wegeschaltventil
(6) zwischengeschaltet ist.
4. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (6) ein 3/2 Wege-Schaltventil ist mit einer ersten Schaltposition, in
der lediglich eine Hydraulikfluidströmung aus der Hauptzylinderringkammer (4b) in
Richtung Hydromaschine (1) zugelassen wird, einer zweiten Schaltposition, in der eine
Hydraulikfluidströmung in beide Richtungen ermöglicht ist und einer dritten Schaltposition,
in der die Verbindungsleitung (5) vollständig gesperrt ist.
5. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch eine Bypassleitung des geschlossenen Kreises, welche die Hauptzylinderkolbenkammer
(4a) mit der Hauptzylinderringkammer (4b verbindet und in die ein Kurzschlussventil
(10) zwischengeschaltet ist.
6. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kurzschlussventil (10) ein 2/2 Wege-Schaltventil ist, das in einer ersten Schaltposition
die Bypassleitung (9) vollständig öffnet und in einer zweiten Schaltposition lediglich
eine Fluidströmung aus der Ringkammer (4b) in die Kolbenkammer (4a) des Hauptzylinders
(4) über die Bypassleitung (9) zulässt.
7. Hydraulischer Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstangenseiten (4b, 8a) beider Zylinder (4, 8) in Summe die gleiche Fläche
besitzen, wie die Kolbenseite (4a) des Hauptzylinders (4).
1. Hydraulic drive having a hydraulic machine (1) which is actuated in a variable-speed
manner by an electric drive motor (2), a master cylinder (4) for carrying out a force-building
movement sequence and an auxiliary cylinder (8) for carrying out a rapid movement
sequence, characterized in that, during operation, at least one piston side of the master cylinder (4) is loaded
with a predefined permanent pressure which is built up by an external pressure source
(13) and/or by the hydraulic machine (1) which is actuated mechanically by the drive
motor (2), at the one pressure connection of the said hydraulic machine (1), the hydraulic
machine (1), furthermore, bringing about a reciprocating movement of the master cylinder
(4) and of the auxiliary cylinder (8) during operation after in each case one of the
two movement sequences, by way of the selected cross-conveying of pressure medium
in a closed circuit, into which the hydraulic machine (1) is interconnected.
2. Hydraulic drive according to Claim 1, characterized in that the other pressure connection of the hydraulic machine (1) is connected to a piston
rod-side annular chamber (4b) of the master cylinder (4) and to a piston rod-side
annular chamber (8a) of the auxiliary cylinder (8).
3. Hydraulic drive according to Claim 2, characterized in that a valve, preferably a directional control valve (6), is interconnected in a connecting
line (5) of the closed circuit between the hydraulic machine (1) and the master-cylinder
annular chamber (4b).
4. Hydraulic drive according to Claim 3, characterized in that the valve (6) is a 3/2-way control valve with a first switching position, in which
merely a hydraulic fluid flow from the master-cylinder annular chamber (4b) in the
direction of the hydraulic machine (1) is permitted, a second switching position,
in which a hydraulic fluid flow is made possible in both directions, and a third switching
position, in which the connecting line (5) is completely shut off.
5. Hydraulic drive according to Claim 3 or 4, characterized by a bypass line of the closed circuit, which bypass line connects the master-cylinder
piston chamber (4a) to the master-cylinder annular chamber (4b), and into which bypass
line a bypass valve (10) is interconnected.
6. Hydraulic drive according to Claim 5, characterized in that the bypass valve (10) is a 2/2-way control valve which completely opens the bypass
line (9) in a first switching position and permits merely a fluid flow from the annular
chamber (4b) into the piston chamber (4a) of the master cylinder (4) via the bypass
line (9) in a second switching position.
7. Hydraulic drive according to one of the preceding claims, characterized in that the piston-rod sides (4b, 8a) of both cylinders (4, 8) have the same area in total
as the piston side (4a) of the master cylinder (4) .
1. Entraînement hydraulique comprenant une machine hydraulique (1) commandée avec une
vitesse variable par un moteur d'entraînement électrique (2), un maître-cylindre (4)
pour effectuer un mouvement d'augmentation de force ainsi qu'un cylindre récepteur
(8) pour effectuer un mouvement rapide, caractérisé en ce que pendant le fonctionnement, au moins un côté du piston du maître-cylindre (4) est
sollicité avec une pression permanente prédéterminée développée par une source de
pression externe (13) et/ou par la machine hydraulique (1) commandée mécaniquement
par le moteur d'entraînement (2) au niveau d'un raccord de pression de celle-ci, la
machine hydraulique (1), pendant le fonctionnement, provoquant en outre, par une circulation
sélectionnée de fluide sous pression en circuit fermé, dans lequel est interposée
la machine hydraulique (1), un mouvement de levage du maître-cylindre (4) et du cylindre
récepteur (8) après chacun des deux mouvements respectifs.
2. Entraînement hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'autre raccord de pression de la machine hydraulique (1) est raccordé à une chambre
annulaire (4b) du côté de la tige de piston du maître-cylindre (4) et à une chambre
annulaire (8a) du côté de la tige de piston du cylindre récepteur (8).
3. Entraînement hydraulique selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une soupape, de préférence un distributeur de commutation (6), est interposée dans
une conduite de liaison (5) du circuit fermé entre la machine hydraulique (1) et la
chambre annulaire du maître-cylindre (4b).
4. Entraînement hydraulique selon la revendication 3, caractérisé en ce que la soupape (6) est une soupape de commutation à 3/2 voies avec une première position
de commutation, dans laquelle l'écoulement de fluide hydraulique est autorisé seulement
depuis la chambre annulaire du maître-cylindre (4b) dans la direction de la machine
hydraulique (1), avec une deuxième position de commutation, dans laquelle l'écoulement
de fluide hydraulique est permis dans les deux directions et avec une troisième position
de commutation, dans laquelle la conduite de liaison (5) est complètement bloquée.
5. Entraînement hydraulique selon la revendication 3 ou 4, caractérisé par une conduite de dérivation du circuit fermé qui relie la chambre de piston du maître-cylindre
(4a) à la chambre annulaire du maître-cylindre (4b) et dans laquelle est interposée
une soupape court-circuit (10).
6. Entraînement hydraulique selon la revendication 5, caractérisé en ce que la soupape court-circuit (10) est une soupape de commutation à 2/2 voies qui ouvre
complètement la conduite de dérivation (9) dans une première position de commutation
et qui, dans une deuxième position de commutation, autorise l'écoulement fluidique
seulement depuis la chambre annulaire (4b) dans la chambre de piston (4a) du maître-cylindre
(4) par le biais de la conduite de dérivation (9).
7. Entraînement hydraulique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les côtés de la tige de piston (4b, 8a) des deux cylindres (4, 8) possèdent la même
surface cumulée que le côté du piston (4a) du maître-cylindre (4).