[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftstoff-Einspritzventil für eine Brennkraftmaschine.
Ein solches Kraftstoff-Einspritzventil dient zum zeitlich und mengenmäßig gezielten,
direkten einspritzen von Kraftstoff, Benzin oder Diesel, in den Brennraum eines Zylinders
einer Brennkraftmaschine im Betrieb. Solche Einspritzventile werden in großem Umfang
für Verbrennungsmotoren insbesondere für die Automobilindustrie hergestellt und eingesetzt.
[0002] Insbesondere in diesem technischen Anwendungsgebiet sehen sich die Entwickler und
Hersteller ständig steigenden Anforderungen in Bezug auf den Wirkungsgrad und den
Schadstoffausstoß der Verbrennungsmotoren im Betrieb konfrontiert. Dies resultiert
auch in ständig steigenden Anforderungen an Präzision, Qualität und Funktionsweise
der einzelnen Komponenten der Einspritztechnik und hier insbesondere der Kraftstoff-Einspritzventile,
über die gesamte Lebensdauer z. b. eines Fahrzeugs.
[0003] Aktuell zur Verfügung stehende Kraftstoff-Einspritzventile sind hochkomplexe elektromechanische
Vorrichtungen, die höchste Anforderungen an Material und Produktionstechnik stellen.
Im wesentlichen besteht eine solches Kraftstoffeinspritzventil aus dem Injektorkörper
der einen Düsenschaft aufweist mit Düsenringraum, Düsennadel, Schließfeder, Ventilsitz
und Spritzlöchern, sowie einer Betätigungsvorrichtung mit Aktuator-Anordnung und Übertragungsmechanik
oder Steuerhydraulik mit Steuerventil zur Betätigung der Düsennadel. Als Aktuator
kommen hier elektromagnetische Stellantriebe oder auch Piezo-Aktuatoren in Frage.
Im Ruhezustand wird die Düsennadel durch sennadel durch die Schließfeder in den Ventilsitz
gedrückt und dichtet den mit Kraftstoff gefüllten, unter Hochdruck stehenden Düsenringraum
gegenüber den Spritzlöchern ab.
[0004] Zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine wird durch
Ansteuerung des Aktuators und mittels der Übertragungsmechanik oder der Steuerhydraulik
die Düsennadel aus dem Ventilsitz abgehoben und so die Spritzlöcher freigegeben. Der
unter Hochdruck stehende Kraftstoff wird durch die Spritzlöcher direkt in den zugehörigen
Brennraum eingespritzt. Eine solches Kraftstoff-Einspritzventil ist beispielsweise
aus der
DE 33 03 470 A1 bekannt.
[0005] Die
GB 21 98785 A zeigt eine Düsenanordnung eines Kraftstoff-einspritzventils mit einem Düsensackloch
und einer Düsennadel, deren Nadelspitze eine in Kontur und Ausdehnung angepassten
Nadelzapfen aufweist.
[0006] Die
DE 33 03 470 A1 offenbart eine Einspritzdüse für Verbrennungsmotore mit einer Druckkammer in einem
Ventilkörper und einer Düsennadel. Die Düsennadel weist einen Dichtkegel auf der in
einem Kegelsitz des Ventilkörpers anliegt und die Spritzlöcher gegenüber der Druckkammer
abdichtet. Der Kegelsitz des Ventilkörpers geht in eine als Brunnen bezeichnete sacklochförmige
Ausnehmung über, von der die Spritzlöcher ausgehen.
[0007] Aus der
DE 10 2006 033 687 A1 ist eine Einspritzdüse bekannt. Bei dieser Einspritzdüse weist die Nadelspitze eine
im Düsensackloch in Kontur und Ausdehnung angepassten Nadelzapfen auf, der in das
Düsensackloch hineinragt und so ein zwischen Ventilsitz und Spritzloch ausgebildetes
Schadvolumen reduziert. Die Querschnittsfläche des zwischen Düsensackloch und Nadelzapfen
gebildeten Ringspalts ist durch eine Ringnut auf dem Nadelzapfenumfang erweitert.
[0008] Leistungs- und Emissionsverhalten der Brennkraftmaschine hängen sehr stark von der
Genauigkeit der einzelnen Einspritzungen und von den geometrischen Gegebenheiten im
Düsenschaft ab.
[0009] Die Genauigkeit der Einspritzmengen hängt sehr stark von dem zur Verfügung stehenden
Druck und dessen Konstanz im Düsenringraum sowie der Präzision der Ansteuerung als
auch von Toleranzen der Mechanik und hier insbesondere der Spritzlöcher ab. Es ist
ein bekannter Effekt, dass bei steigender Leistungsdichte und zunehmender Abgasrückführungsrate
verstärkt Ablagerungen durch Verkokungen in den Spritzlöchern gebildet werden, die
die geforderte Genauigkeit der Einspritzung und somit Leistungs- und Emissionsverhalten
negativ beeinflusst.
[0010] Weiterhin ist bekannt, dass das konstruktiv bedingte Todvolumen, im Folgenden auch
Schadvolumen genannt, das sich zwischen dem Ventilsitz und dem Spritzlochausgang durch
die konstruktiven Gegebenheiten ausbildet und das mit Kraftstoff gefüllt ist, negativen
Einfluss hat, insbesondere auf die Kohlenwasserstoff-Emissionen (HC-Emissionen) der
Brennkraftmaschine. Mit Zunahme des Schadvolumens steigen die HC-Emissionen infolge
Ausdampfens des Kraftstoffes aus den Spritzlöchern in den Brennraum nach dem Einspritzvorgang.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kraftstoff-Einspritzventil
anzugeben, das ein dauerhaft verbessertes und gleichbleibendes Leistungs- und Emissionsverhalten
der Brennkraftmaschine gewährleistet.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Kraftstoff-Einspritzventil mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination
miteinander eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0013] Das erfindungsgemäße Kraftstoff-Einspritzventil für eine Brennkraftmaschine besteht
aus einem Injektorkörper, der einen Düsenschaft und eine Aufnahmebohrung für eine
Düsennadel aufweist, wobei die Aufnahmebohrung als Sackloch ausgebildet ist. Die Aufnahmebohrung
bildet im oberen Bereich eine Nadelführung und im Bereich des Düsenschafts einen Düsenringraum
und formt an ihrem Grund einen kegelförmigen Ventilsitz sowie im Bereich der Kegelspitze
des Ventilsitzes eine sacklochförmige Ausnehmung, im Folgenden auch Düsensackloch
genannt. Von dieser Ausnehmung geht zumindest ein Spritzloch aus, das den Düsenringraum
unterhalb des Ventilsitzes mit dem Außenbereich, also dem jeweiligen Brennraum der
Brennkraftmaschine, verbindet. Die in Längsrichtung beweglich in der Aufnahmebohrung
angeordnete Düsennadel weist eine zumindest teilweise kegelförmig ausgebildete Nadelspitze
auf und liegt im geschlossenen Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils mit der Nadelspitze
im Ventilsitz so an, dass sie das Düsensackloch und somit das mindestens eine Spritzloch
gegenüber dem Düsenringraum abdichtet.
[0014] Die Nadelspitze der Düsennadel weist eine dem Düsensackloch in Kontur und Ausdehnung
angepasste, im Folgenden auch Nadelzapfen genannte, Ausformung auf, die in das Düsensackloch
hineinragt und so ein zwischen Ventilsitz und Spritzloch ausgebildetes Schadvolumen
reduziert.
[0015] Die Vorteile des Erfindungsgegenstandes liegen zum Einen darin, dass durch das verringerte
Schadvolumen auch die HC-Emissionen reduziert werden können. Zum Anderen wird der
Strömungsquerschnitt vor dem zumindest einen Spritzloch so verringert, dass es vermehrt
zu einer kavitierenden Kraftstoffströmung in den Spritzlöchern kommt, was den Ablagerungen
in den Spritzlöchern entgegen wirkt. Auf diese Weise wird ein gleichbleibend hohes
Leistungsniveau der Brennkraftmaschine erzielt.
[0016] Das Düsensackloch ist zumindest teilweise kegelförmig ausgebildet und weist einen
kleineren Kegelwinkel auf als der Ventilsitz selbst. Dies ermöglicht eine vereinfachte
Fertigung und maßliche Abstimmung der Innenkontur des Düsensacklochs und der Außenkontur
des Nadelzapfens der Nadelspitze der Düsennadel. Des Weiteren ermöglicht diese Ausgestaltung
dass sich der zwischen der Innenkontur des Düsensacklochs und der Außenkontur des
Nadelzapfens durch den Ringspalt ausgebildete Strömungsquerschnitt mit zunehmendem
Nadelhub der Düsennadel vergrößert und so eine zusätzliche Möglichkeit der Beeinflussung
der Kraftstoffdosierung durch Variation der Durchflussmenge bietet.
[0017] Erfindungsgemäß ist die Querschnittsfläche des zwischen Düsensackloch des Ventilsitzes
und Nadelzapfen der Nadelspitze gebildeten Ringspaltes durch zumindest eine partielle
Vertiefung in der Nadelzapfenwand, in der Düsensacklochwand oder beides, stellenweise
örtlich erweitert . Dies bewirkt eine zusätzliche Verwirbelung der Kraftstoffströmung
im Ringspalt zwischen Nadelzapfen und Düsensackloch und verstärkt den selbstreinigenden
Effekt der Kraftstoffströmung im Ringspalt und den Spritzlöchern.
[0018] Die partiellen Vertiefungen in Düsensacklochwand und Nadelzapfenwand sind als punktuelle,
kraterförmige, dellenförmige oder kugelabschnittförmige Vertiefungen ausgeführt. Auch
andere Möglichkeiten der Formgebung der Vertiefungen, die ggf. in direktem Zusammenhang
mit dem jeweiligen Herstellungsverfahren stehen, seien hier mit eingeschlossen, vorausgesetzt
dass sie unter dem beanspruchten Gegenstand fallen.
[0019] Des Weiteren sind selbstverständlich auch Kombinationen der vorgenannten Vertiefungen
in Düsensacklochwand und Nadelzapfenwand in unterschiedlicher Formgebung und Anordnung
ausführbar.
[0020] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die oben genannten partiellen
Vertiefungen in Höhe des mindestens einen Spritzloches oder, von der Düsenkuppe aus
gesehen, darüber angeordnet ist. In Bezug auf den Nadelzapfen gilt dies bei geschlossenem
Ventil gesehen. Dadurch befindet sich die örtliche Erweiterung des Ringspaltes zwischen
Düsensackloch und Nadelzapfen in Strömungsrichtung des Kraftstoffes zwischen dem Ventilsitz
und den Spritzlöchern, was die Kavitation der Kraftstoffströmung vor und in den Spritzlöchern
und somit die selbstreinigende Wirkung verstärkt.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist die
Querschnittsfläche des zwischen der Innenkontur des Düsensacklochs des Ventilsitzes
und der Außenkontur des Nadelzapfens der Nadelspitze gebildeten Ringspaltes, im geöffneten
Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils, kleiner als die Austrittsquerschnittsfläche
des mindestens einen Spritzloches oder gegebenenfalls der Summe der Austrittsquerschnittsflächen
aller Spritzlöcher die von dem Düsensackloch des Ventilsitzes ausgehen. Diese konstruktive
Maßnahme vergrößert den Effekt der kavitierenden Kraftstoffströmung und verbessert
so das nselbstreinigende" Verhalten in den Spritzlöchern.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Darstellungen in
der Zeichnung näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung des Düsenschaftbereichs eines Kraftstoff-Einspritzventils,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung des in Figur 1 mit X bezeichneten Bereichs des Ventilsitzes
und der Nadelspitze der Düsennadel in Schnittdarstellung,
- Fig. 3
- eine weitere Schnittdarstellung des in Figur 1 mit X bezeichneten Bereiches mit kegelförmiger
Ausgestaltung des Nadelzapfens,
- Fig. 4
- eine weitere Schnittdarstellung des in Figur 1 mit X bezeichneten Bereiches mit kegelförmiger
Ausgestaltung des Nadelzapfens und zusätzlichen Ringnuten am Nadelzapfenumfang und
auf dem Umfang des Düsensacklochs und
- Fig. 5
- eine weitere Schnittdarstellung des in Figur 1 mit X bezeichneten Bereiches mit kegelförmiger
Ausgestaltung des Nadelzapfens und zusätzlichen punktuellen Vertiefungen auf dem Nadelzapfenumfang
und dem Düsensacklochumfang. Diese Ausgestaltung fällt unter den beanspruchten Gegenstand.
[0024] Funktions- und Benennungsgleiche Teile sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen
versehen.
[0025] Figur 1 zeigt den Düsenschaftbereich eines Kraftstoff-Einspritzventils. Dargestellt
sind der Injektorkörper 1 und die Düsennadel 6. Die weiteren Bestandteile eines Kraftstoff-Einspritzventils,
wie zum Beispiel die Betätigungsvorrichtung mit Aktuator-Anordnung und Übertragungsmechanik
oder Steuerhydraulik mit Steuerventil zur Betätigung der Düsennadel sind hier nicht
dargestellt, da diese für die Erfindung unerheblich sind. Der Injektorkörper 1 weist
eine sacklochförmige Aufnahmebohrung 3 für die Düsennadel 6 auf. Am unteren Ende,
also am Grund der sacklochförmigen Aufnahmebohrung 3 des Injektorkörpers 1 ist ein
kegelförmiger Ventilsitz 4 ausgebildet
[0026] Die Düsennadel 6 weist einen mehrfach abgestuften Durchmesser auf. Im oberen Bereich
entspricht der Außendurchmesser der Düsennadel in etwa dem Innendurchmesser der Aufnahmebohrung
3 des Injektorkörpers 1 derart, dass eine gleitende Führung der Düsennadel 6 in der
Aufnahmebohrung 3 gewährleistet ist, gleichzeitig jedoch ein möglichst dichter Sitz
der Düsennadel 6 in der Aufnahmebohrung 3 sichergestellt ist. Im unteren Bereich weist
die Düsennadel 6 einen gegenüber dem Innendurchmesser der Aufnahmebohrung 3 reduzierten
Außendurchmesser auf, so dass zwischen Düsennadel 6 und Injektorkörper 1 ein Düsenringraum
3a im Bereich des Düsenschafts 2 ausgebildet ist. Der Düsenringraum 3a weist in seinem
oberen Bereich eine ringnutförmige Erweiterung auf und ist über eine Kraftstoffzulaufbohrung
3b mit einem nicht dargestellten Hochdruck-Kraftstoffspeicher der Einspritzanlage
verbunden. Über die Kraftstoffzulaufbohrung 3b wird der Düsenringraum 3a mit Kraftstoff
befüllt und mit dem Betriebsdruck des Hochdruck-Kraftstoffspeichers beaufschlagt.
[0027] An ihrem unteren Ende weist die Düsennadel 6 eine weitere Abstufung und eine kegelförmige
Nadelspitze 7 auf. Dieser in Figur 1 mit X gekennzeichnete Bereich der Nadelspitze
7 und des Ventilsitzes 4 ist in Figur 2 als Ausschnitt vergrößert dargestellt. Es
ist zu erkennen, dass hier der Kegelwinkel der Nadelspitze 7 geringfügig größer ist
als der Kegelwinkel des Ventilsitzes 4. Dadurch kommt es zu einer nur linienförmigen
Berührung zwischen Nadelspitze 7 und Ventilsitz 4 und somit zu einer erhöhten Flächenpressung
und zum dichten Abschließen des Düsenringraumes 3a in diesem Bereich.
[0028] Der kegelförmige Ventilsitz 4 im Düsenschaft 2 des Injektorkörpers 1 ist in seiner
Spitze mit einer sacklochförmigen Ausnehmung erweitert, die hier auch als Düsensackloch
8 bezeichnet wird. Um dieses Düsensackloch 8 herum ist der Düsenschaft 2 kuppenförmig
ausgeformt. Diese Ausformung wird im Weiteren hier auch als Düsenkuppe 2a bezeichnet.
Im Bereich der Düsenkuppe 2a befinden sich durch die Wand der Düsenkuppe 2a verlaufende
Bohrungen, die Spritzlöcher 5, die eine Verbindung zwischen dem Düsensackloch 8 und
dem Außenraum des Düsenschafts 2, also im eingebauten Zustand einem Brennraum der
Brennkraftmaschine herstellen. Wird das Ventil geöffnet, also die Düsennadel 6 vom
Ventilsitz 4 abgehoben, so bewirkt der in dem Düsenringraum anliegende Hochdruck,
dass Kraftstoff durch die Spritzlöcher 5 in einen Brennraum der Brennkraftmaschine
eingespritzt wird.
[0029] Zwischen der Nadelspitze 7 und dem Ventilsitz 4 sowie dem Düsensackloch 8 bis zur
Austrittsöffnung der Spritzlöcher 5 entsteht ein Raum, der im geschlossenen Zustand
des Kraftstoff-Einspritzventils durch den Dichtsitz der Düsennadel 6 gegenüber dem
Düsenringraum 3a abgeschlossen. Beim Schließen des Ventils nach einem Einspritzvorgang
bleibt dieser Raum mit Kraftstoff gefüllt. Das so eingeschlossene Kraftstoffvolumen
wird hier im Weiteren als Schadvolumen 10 bezeichnet.
[0030] Die Düsennadel 6 weist an ihrer Nadelspitze 7 eine zapfenförmige Ausformung auf,
die hier im Weiteren als Nadelzapfen 9 bezeichnet wird. Der Nadelzapfen 9 ist in seiner
Außenkontur und seiner Ausdehnung so ausgebildet, dass er in geschlossenem Zustand
des Kraftstoff-Einspritzventils in das Düsensackloch 8 auf der Innenseite der Düsenkuppe
2a hineinragt. Auf diese Weise wird das Schadvolumen zwischen Nadelspitze 7 und Düsensackloch
8 erheblich verringert. Die maßliche Abstimmung zwischen Nadelzapfen 9 und Düsensackloch
8 ist dabei so gewählt, dass ein für den erforderlichen Kraftstoffdurchfluss bei der
Kraftstoffeinspritzung, also im geöffneten Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils,
ausreichend großer Ringspalt zwischen Nadelzapfen 9 und Düsensackloch 8 gewährleistet
ist. Andererseits ist die Querschnittsfläche des Ringspaltes so dimensioniert, dass
diese, im geöffneten Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils, kleiner ist als die
Summe der Austrittsquerschnittsflächen aller Spritzlöcher 5 die von dem Düsensackloch
8 des Ventilsitzes 4 ausgehen. Dies bewirkt, dass sich eine kavitierende Kraftstoffströmung
ausbildet, die dazu geeignet ist, Ablagerungen im Ringspalt und den Spritzlöchern
zu vermeiden oder gar bereits vorhandene Ablagerungen abzutragen.
[0031] Figur 2 zeigt eine Paarung von Nadelzapfen 9 und Düsensackloch 8 mit im Wesentlichen
zylindrischer Kontur und ballig ausgeformtem Abschluss. Dies bewirkt, dass bei kleinen
Öffnungshüben der Düsennadel 6 sich die Querschnittsfläche des Ringspaltes nicht verändert
und so immer die gleichen Strömungsverhältnisse in Düsensackloch 8 und Spritzlöchern
5 vorliegen. Erst bei wesentlich größeren Düsennadelhüben, sobald der Nadelzapfen
9 nahezu ganz aus dem Düsensackloch 8 zurückgezogen ist, vergrößert sich die Durchfluss-Querschnittsfläche
vor den Spritzlöchern 5 und die Durchflussrate und somit die Einspritzmenge erhöhen
sich.
[0032] In Figur 3 ist eine alternative Ausgestaltung von Nadelzapfen 9 und Düsensackloch
8 dargestellt. Bei dieser Konfiguration liegt eine im Wesentlichen kegelförmige, kegelstumpfförmige
oder konisch verlaufende Kontur vor. Figur 3 zeigt zunächst, von dem Ventilsitz 4
her kommend, in Richtung Nadelzapfenende, eine kegelstumpfförmige oder konische Kontur
des Düsensacklochs 8 und des Nadelzapfens 9. An den Kegelstumpf schließt sich dann
ein Kegel an, in dem der Nadelzapfen bzw. das Düsensackloch enden. Nadelzapfen 9 und
Düsensackloch 8 sind wiederum maßlich so aufeinander abgestimmt, dass zwischen ihnen,
auch im dargestellten geschlossenen Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils ein Ringspalt
bestehen bleibt. Bei dieser Konfiguration vergrößert sich jedoch der Ringspalt bei
zunehmendem Nadelhub beim Öffnen des Ventils. Durch einen entsprechend eingestellten
oder gesteuerten Hub der Düsennadel kann hier, je nach Bedarf, die Durchflussrate
erhöht und dabei die Kavitationsbildung in der Strömung verringert werden, oder erhöht
werden, bei gleichzeitiger Verringerung der Durchflussrate. Die Möglichkeiten der
Beeinflussung des Einspritzvorganges werden dadurch erweitert.
[0033] Figur 4 zeigt wie Figur 3 einen Nadelzapfen 9 und ein Düsensackloch 8 mit Kegelstumpfkontur.
Hier wurden jedoch der Kegelstumpfkontur des Nadelzapfens auf dem Umfang noch zwei
Nadelzapfen-Ringnuten 11 und 12 zugefügt. Die in der Figur untere Nadelzapfen-Ringnut
12 befindet sich auf dem Kegelstumpf des Nadelzapfens 9 ungefähr in einer Höhe, dass
sie bei geschlossenem Kraftstoff-Einspritzventil direkt gegenüber der Eintrittsöffnung
der beiden eingezeichneten Spritzlöcher 5 angeordnet ist. Die zweite, obere Nadelzapfen-Ringnut
11 befindet sich mit geringem Abstand oberhalb der ersten Nadelzapfen-Ringnut 12.
Durch die Ringnuten wird der Kraftstoffstrom im Ringspalt zwischen Nadelzapfen 9 und
Düsensackloch 8 zusätzlich verwirbelt, wodurch die Neigung des Kraftstoffstromes zu
kavitieren und somit die reinigende Wirkung im Ringspalt und den Spritzlöchern 5 erhöht
wird. In Figur 4 ist ein Nadelzapfen 9 mit zwei Ringnuten 11, 12 gezeigt, es sind
jedoch auch Konfigurationen mit nur einer Ringnut oder mit mehr als zwei Ringnuten
möglich. Weiterhin ist auf dem Umfang der Düsensacklochwand eine Düsensackloch-Ringnut
15 angeordnet, die zwischen den Spritzlöchern 5 und dem Ventilsitz 4 über den Umfang
des Düsensacklochs 8 verläuft.
[0034] Figur 5 zeigt wie Figur 3 einen Nadelzapfen 9 und ein Düsensackloch 8 mit Kegelstumpfkontur.
Hier wurden jedoch sowohl auf der Kegelstumpfkontur des Nadelzapfens als auch auf
der Innenwand des Düsensacklochs auf dem Umfang mehrere punktuelle Vertiefungen 14,
15 angeordnet. Die Nadelzapfen-Vertiefungen 14 sind hier beispielhaft als kugelabschnittsförmige
Vertiefungen ausgeführt, die Düsensackloch-Vertiefungen 15 sind als kraterförmige
Vertiefungen dargestellt. Diese beiden Ausführungen der Vertiefungen sind hier 5 stellvertretend
für weitere mögliche Formen der Vertiefungen aufgezeigt, die sich ggf. durch unterschiedliche
Herstellungsverfahren ergeben können.
[0035] Alle in den Figuren gezeigten Ausführungen verringern das Schadvolumen 10 gegenüber
einer Ventil-Ausführung ohne Nadelzapfen erheblich und tragen so zur Verringerung
der Emission von unverbrannten Kohlenwasserstoffen, HC-Emissionen, im Betrieb der
Brennkraftmaschine bei.
1. Kraftstoff-Einspritzventil für eine Brennkraftmaschine,
- mit einem Injektorkörper (1), der einen Düsenschaft (2) und eine Aufnahmebohrung
(3) für eine Düsennadel (6) aufweist, wobei die Aufnahmebohrung (3) als Sackloch ausgebildet
ist, das einen Düsenringraum (3a) im Düsenschaft (2) formt und das an seinem Grund
einen kegelförmigen Ventilsitz (4) sowie im Bereich der Kegelspitze des Ventilsitzes
ein Düsensackloch (8) aufweist,
- mit mindestens einem Spritzloch (5), das von diesem Düsensackloch (8) ausgeht und
den Düsenringraum (3a) unterhalb des Ventilsitzes (4) mit dem Außenbereich verbindet,
und
- mit einer Düsennadel (6), die eine zumindest teilweise kegelförmig ausgebildete
Nadelspitze (7) aufweist, wobei die Düsennadel (6) in Längsrichtung beweglich in der
Aufnahmebohrung (3) angeordnet ist und im geschlossenen Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils
mit der Nadelspitze (7) im Ventilsitz (4) so anliegt, dass sie das Düsensackloch (8)
und somit das mindestens eine Spritzloch (5) gegenüber dem Düsenringraum (3a) abdichtet,
wobei die Nadelspitze (7) einen dem Düsensackloch (8) in Kontur und Ausdehnung angepassten
Nadelzapfen (9) aufweist,
der in das Düsensackloch (8) des Ventilsitzes (4) hineinragt und so ein zwischen Ventilsitz
(4) und Spritzloch (5) ausgebildetes Schadvolumen (10) reduziert, wobei das Düsensackloch
(8), das der Ventilsitz (4) aufweist, zumindest teilweise kegelförmig ausgebildet
ist und einen kleineren Kegelwinkel aufweist als der Ventilsitz (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des zwischen Düsensackloch(8) des Ventilsitzes und Nadelzapfen
(9) der Nadelspitze (7) gebildeten Ringspaltes durch zumindest eine partielle Vertiefung
auf dem Nadelzapfenumfang und/oder in dem Düsensacklochumfang stellenweise erweitert
ist, wobei die Vertiefung als punktuelle Vertiefung ausgebildet ist.
2. Kraftstoff-Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Vertiefung (11) bei geschlossenem Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils
in Höhe des mindestens einen Spritzloches (5) oder, von der Düsenkuppe (2a) aus gesehen,
darüber angeordnet ist.
3. Kraftstoff-Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des zwischen Düsensackloch(8) und Nadelzapfen (9) gebildeten
Ringspaltes, im geöffneten Zustand des Kraftstoff-Einspritzventils kleiner ist als
die Austrittsquerschnittsfläche des mindestens einen Spritzloches (5) oder der Summe
der Austrittsquerschnittsflächen aller Spritzlöcher (5) die von dem Düsensackloch
(8) des Ventilsitzes (4) ausgehen.
1. Fuel injection valve for an internal combustion engine
- comprising an injector body (1) having an injector shaft (2) and a receiving hole
(3) for an injector needle (6), wherein the receiving hole (3) is implemented as a
blind hole that forms an injector ring chamber (3a) in the injector shaft (2) and
that comprises at its base a cone-shaped valve seat (4) and in the region of the cone-shaped
tip of the valve seat a blind injector hole (8),
- comprising at least one injector hole (5) issuing from this blind injector hole
(8) and connecting the injector ring chamber (3a) below the valve seat (4) to the
outer region, and
- comprising an injector needle (6) having a needle tip (7) formed at least partially
in the shape of a cone, wherein the injector needle (6) is disposed displaceably in
the longitudinal direction in the receiving hole (3) and when the fuel injection valve
is in the closed state the said injector needle lies with the needle tip (7) in the
valve seat (4) such that it seals off the blind injector hole (8) and consequently
the at least one injector hole (5) from the injector ring chamber (3a),
wherein the needle tip (7) comprises a needle pilot (9) that is adapted in contour
and extent to the blind injector hole (8) and protrudes into the blind injector hole
(8) of the valve seat (4) and thereby reduces a compression volume (10) formed between
the valve seat (4) and the injector hole (5), wherein the blind injector hole (8)
comprising the valve seat (4) is implemented at least partially in the shape of a
cone and comprises a smaller angle of taper than the valve seat (4), characterized in that the cross-section area of the annular gap formed between the blind injector hole
(8) of the valve seat and the needle pilot (9) of the needle tip (7) is widened in
places by virtue of at least one partial depression on the needle pilot periphery
and/or in the blind injector hole periphery, wherein the depression is implemented
as a punctiform depression.
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that when the fuel injection valve is in the closed state the at least one depression
(11) is disposed at the height of the at least one injector hole (5) or, as seen from
the injector dome (2a), over the said injector hole.
3. Fuel injection valve according to either one of Claims 1 and 2, characterized in that when the fuel injection valve is in the open state the cross-section area of the
annular gap formed between the blind injector hole (8) and the needle pilot (9) is
smaller than the outlet cross-section area of the at least one injector hole (5) or
the sum of the outlet cross-section areas of all injector holes (5) that issue from
the blind injector hole (8) of the valve seat (4).
1. Soupape d'injection de carburant pour un moteur à combustion,
- avec un corps d'injecteur (1), qui comprend une tige de buse (2) et un alésage de
logement (3) pour une aiguille de buse (6), l'alésage de logement (3) étant conçu
comme un trou borgne, qui forme un espace annulaire de buse (3a) dans l'axe de buse
(2) et qui comprend, au niveau de sa base, un siège de soupape (4) conique ainsi qu'un
trou borgne de buse (8) au niveau de la pointe de cône du siège de soupape,
- avec au moins un trou d'injection (5), qui part de ce trou borgne de buse (8) et
relie l'espace annulaire de buse (3a) en dessous du siège de soupape (4) avec l'extérieur,
et
- avec une aiguille de buse (6), qui comprend une pointe d'aiguille (7) au moins partiellement
conique, l'aiguille de buse (6)étant disposée de manière mobile dans la direction
longitudinale dans l'alésage de logement (3) et s'appuie, lorsque la soupape d'injection
de carburant est fermée, avec la pointe d'aiguille (7) dans le siège de soupape (4),
de façon à ce que le trou borgne de la buse (8) et étanchéifie ainsi l'au moins un
trou d'injection (5) vis-à-vis de l'espace annulaire de buse (3a),
la pointe d'aiguille (7) comprend un tenon d'aiguille (9) adapté au trou borgne de
buse (8), en terme de contour et de dilatation, qui pénètre à l'intérieur du trou
borgne de buse (8) du siège de soupape (4) et réduit ainsi un volume mort (10) se
trouvant entre le siège de soupape (4) et le trou d'injection (5), le trou borgne
de buse (8), que présente le siège de soupape (4), présentant une forme au moins partiellement
conique et présente un angle de cône inférieur au siège de soupape (4), caractérisé en ce que la surface de la section de l'interstice annulaire formé entre le trou borgne de
buse (8) du siège de soupape et le tenon d'aiguille (9) de la pointe d'aiguille (7)
est élargi à certains endroits par au moins une dépression partielle sur la circonférence
du tenon d'aiguille et/ou sur la circonférence du tour borgne de buse, la dépression
étant conçue comme une dépression pontuelle.
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'au moins une dépression (11) est disposée, lorsque la soupape d'injection de carburant
est fermée, à hauteur de l'au moins un trou d'injection (5) ou, vu de la calotte de
la buse (2a), au-dessus de celui-ci.
3. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la surface de la section de l'interstice annulaire formé entre le trou borgne de
buse (8) et le tenon d'aiguille (9) est, lorsque la soupape d'injection de carburant
est ouverte, inférieure à la surface de section de sortie de l'au moins un trou d'injection
(5) ou à la somme des surfaces de sections de sortie de tous les trous d'injection
(5) qui partent du trou borgne de buse (8) du siège de soupape (4).