[0001] Die Erfindung betrifft ein Laufschienensystem für eine Vorhangeinrichtung, insbesondere
einen Flächenvorhang, mit mindestens einer Profilschiene, die einen sich in Längsrichtung
der Profilschiene erstreckenden Kanal aufweist, dessen eine Längsseite offen ist,
wobei die Profilschiene eine der offenen Längsseite benachbarte Profilseite zum Verbinden
mit weiteren Systembauteilen hat. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum
Herstellen einer mehrläufigen Laufschiene mit einem solchen Laufschienensystem.
[0002] Ein solches Laufschienensystem ist aus der
WO 2009/129640 A1 bekannt. Hierbei besteht das Laufschienensystem aus mehreren 1-läufigen Profilschienen,
die jeweils einen Kanal für Laufwagen besitzen. Die Laufanzahl einer Profilschiene
ist durch die maximale Anzahl von in Längsrichtung der Profilschiene nebeneinander
angeordneten Kanälen für Laufwagen bestimmt. Die Profilschienen sind seitlich entlang
ihrer gesamten Länge fest miteinander mittels Rastverbindungen verbunden. Die äußerste
Profilschiene hat eine äußere ebene Fläche, die eine Ansichtseite bildet, und eine
von der Ansichtseite abgewandt angeordnete Profilseite, in die eine komplementäre
Profilseite einer weiteren Profilschiene einrastbar ist.
[0003] Des Weiteren ist aus der
DE 1 838 354 U ein Laufschienensystem bekannt, bei dem eine 2-läufige Profilschiene mit zwei voneinander
abgewandt liegenden Ansichtseiten vorgesehen ist. Hier ist von Nachteil, dass eine
Kombination dieser Profilschiene mit einer weiteren Profilschiene zur Erhöhung der
Anzahl der Läufe nicht möglich ist. Stattdessen ist es notwendig, für unterschiedliche
Anforderungen eine Vielzahl von Profilschienen mit einer unterschiedlichen Anzahl
an Läufen zu bevorraten. Dies führt zu einem hohen Herstellungs- und Lagerungsaufwand.
[0004] Nachteilig bei den bekannten Laufschienensystemen ist, dass Befestigungselemente
zur Befestigung der Profilschienen entweder schwer zugänglich oder auf störende Weise
sichtbar sind.
[0005] Es ist daher das der Erfindung zugrunde liegende Problem, ein Laufschienensystem
der eingangs genannten Art derart weiter zu entwickeln, dass ein gefälliges Äußeres
realisierbar ist, wobei gleichzeitig Befestigungsmittel nicht störend sichtbar aber
trotzdem gut zugänglich sein sollen.
[0006] Zur Lösung des Problems ist das erfindungsgemäße Laufschienensystem dadurch gekennzeichnet,
dass die Profilschiene in einem von der offenen Längsseite abgewandtem oberen Bereich
ein Profilelement aufweist, dass ein Verbindungselement vorgesehen ist, das zum Verbinden
zweier einander benachbarter Profilschienen mit deren Profilelementen in Eingriff
bringbar ist, und dass ein Verriegelungselement vorgesehen ist, mit dem zum Verriegeln
der Profilschienen in dem Verbindungselement einander benachbarte Profilsseiten zweier
Profilschienen zum Bilden eines Zwischenraumes auseinander drückbar sind.
[0007] Da die Profilschienen ohnehin eine nach unten offene Längsseite haben, durch die
Laufwagen im Regelfall aus der Schiene zum Tragen des Behangmateriales hindurchgreifen,
fällt ein weiterer durch den Zwischenraum gebildeter Spalt zwischen zwei Profilschienen
nicht weiter auf. Dieser Zwischenraum gibt jedoch die Möglichkeit, Befestigungselemente
zum Befestigen an der Decke, einem Fenstersturz oder einem Einbauprofil aufzunehmen.
Auf diese Weise ist ein solches Befestigungselement nicht störend sichtbar, bleibt
aber gleichzeitig zu einer komfortablen Bedienung gut zugänglich.
[0008] Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Profilschiene
eine sich in Längsrichtung erstreckende Ansichtseite und eine von der Ansichtseite
abgewandt angeordnete Profilseite zum Verbinden mit weiteren Systembauteilen hat,
und dass die Profilschiene vorzugsweise mindestens 2-läufig ausgebildet ist. Somit
weist die erste Profilschiene eine Ansichtseite für ein gefälliges Äußeres und eine
von der Ansichtseite abgewandt angeordnete Profilseite auf. Mittels der Profilseite
sind weitere Systembauteile, beispielsweise eine weitere Profilschiene, Verbindungselemente,
Verriegelungselemente, Sicherungselemente oder Sichtblenden, mit der Profilschiene
verbindbar. Hierdurch ist eine hohe Flexibilität gewährleistet. Weiter ist bekannt,
dass die meisten Vorhangeinrichtungen mindestens 2-läufig ausgebildet sind. Da die
Profilschiene mindestens 2-läufig ist, reduziert sich der Herstellungs- und Lageraufwand
für Profilschienen mit einer unterschiedlichen Laufanzahl.
[0009] Nach einer Weiterbildung ist die Profilschiene zum Montieren mit dem Verbindungselement
form- und/oder kraftschlüssig, verbunden. Das Verbindungselement dient zum Aufnehmen
der Profilschiene. Zum Montieren der Profilschiene wird die Profilschiene zusammen
mit dem Verbindungselement mittels geeigneter Befestigungsmittel beispielsweise an
einer Decke, einem Sturz und/oder in Einbaurahmenprofilen befestigt. Als Befestigungsmittel
sind beispielsweise Schrauben, Nägel, Nieten und/oder Klebemittel einsetzbar.
[0010] Vorzugsweise ist die Verbindung mit auf einer Oberseite der Profilschiene angeordneten
Profilelementen und/oder an der Profilseite angeordneten Seitenprofilelementen hergestellt.
Mit dem Verbindungselement ist hierdurch eine einfach herzustellende feste Verbindung
mit der Profilschiene und quer, insbesondere rechtwinklig, zu deren Längsrichtung
realisierbar. Das Verbindungselement ist der Oberseite der Profilschiene zugeordnet.
Hierdurch wirkt sich das Verbindungselement nicht störend auf die Verwendbarkeit der
Läufe für einen Laufwagen aus, die einer Unterseite der Profilschiene zugeordnet sind.
Hierdurch ist ein zuverlässiger Betrieb gewährleistet. Die Profilelemente sind beispielsweise
als T-förmige in Längsrichtung der Profilschienen verlaufende Stege ausgebildet. Diese
sind einfach und kostengünstig herstellbar.
[0011] Nach einer Weiterbildung ist eine erste Profilschiene 2-läufig ausgebildet, und eine
zweite Profilschiene mit einer Ansichtseite und einer Profilseite wie bei der ersten
Profilschiene vorgesehen, wobei die zweite Profilschiene 3-läufig ausgebildet ist.
Die zweite Profilschiene kann alternativ zur ersten oder in Kombination mit der ersten
Profilschiene verwendet werden. Da die erste Profilschiene und die zweite Profilschiene
eine identische Ansichtseite und Profilseite aufweisen, wird die Herstellung von Profilschienen
mit einer unterschiedlichen Anzahl von Läufen vereinfacht und kostengünstiger. Vorzugsweise
sind die Profilelemente auf der Oberseite im Verhältnis zur Profilseite bei der ersten
Profilschiene und der zweiten Profilschiene gleich angeordnet. Weiter können die Profilschienen,
insbesondere mit einer Biegemaschine, biegbar sein. Alternativ können Rundverbinder
vorgesehen sein, wobei in Abhängigkeit von der Anzahl der Läufe unterschiedliche Rundverbinder,
insbesondere mit 2, 3, 4, 5 oder 6 Läufen, einsetzbar sind.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind zwei Profilschienen in Längsrichtung nebeneinander
mit einem Verbindungselement mit einander verbindbar, wobei vorzugsweise die beiden
Profilseiten der beiden Profilschienen einander achsensymmetrisch zugewandt sind.
Als Profilschienen sind zwei erste Profilschienen, zwei zweite Profilschienen oder
eine erste und eine zweite Profilschiene einsetzbar. Da die beiden miteinander kombinierten
Profilschienen jeweils eine Ansichtseite aufweisen, ist ein Laufschienensystem bzw.
eine mehrläufige Laufschiene mit einem gefälligen Äußeren realisierbar. Durch das,
insbesondere separate, Verbindungsmittel ist gewährleistet, dass die Profilschienen
in Längsrichtung nebeneinander verbindbar sind. In Abhängigkeit von der Ausgestaltung
der Profilschienen sind Laufschienen mit einer unterschiedlichen Anzahl von Läufen,
insbesondere zwei, drei, vier, fünf oder sechs Läufen, einfach und flexibel herstellbar.
Vorzugsweise sind die Abstände zwischen den Läufen bei allen möglichen Kombinationen
gleich.
[0013] Nach einer weiteren Ausführungsform hat das Verbindungselement ein Verriegelungselement
zum Sichern der Verbindung mindestens einer Profilschiene mit dem Verbindungselement,
wobei das Verriegelungselement mit mindestens einem Seitenprofilelement der Profilschiene,
insbesondere form- und/oder kraftschlüssig, zusammenwirkt. Mittels eines solchen Verriegelungselementes
ist eine sichere Verbindung zwischen einer Profilschiene und/oder zwei Profilschienen
und dem Verbindungselement gewährleistet. Vorzugsweise ist in einer Verriegelungsposition
das Seitenprofilelement mittels eines zum Seitenprofilelement komplementären Erfassungsmittels
erfasst. Das Seitenprofilelement kann als ein Vorsprung ausgebildet sein, der in ein
als Einkerbung oder Aufnahme ausgebildetes Erfassungsmittel eingreift. Ein Vorsprung,
eine Einkerbung und/oder eine zu dem Vorsprung komplementäre Aufnahme sind einfach
und kostengünstig herstellbar und gewährleisten gleichzeitig einen sicheren Halt.
Weiter kann das Verriegelungselement in der Verriegelungsposition vollständig in dem
Bereich der Profilseite versenkt sein. Hierdurch wirkt sich das Verriegelungselement
nicht störend auf die Funktion der Profilschiene in Kombination mit einem Laufwagen
aus. Zudem ist das Verriegelungselement in der Verriegelungsposition nicht sichtbar,
wodurch ein ansprechender Eindruck begünstigt ist. Weiter kann mittels des Verriegelungselementes
mindestens eine Profilschiene in einer Verriegelungsposition quer und/oder längs zur
Längsrichtung der Profilschiene fest mit dem Verbindungselement verbunden sein. Vorzugsweise
ist das Verriegelungselement zum Ausgleich von Toleranzen geeignet.
[0014] Gemäß einer auch eigenständig und unabhängig vom vorliegenden Erfindungsgegenstand
denkbaren Weiterbildung, ist das Verriegelungselement als ein, insbesondere U-förmiger,
Klipp ausgebildet, wobei vorzugsweise mittels des Klipps zwei Seitenprofilelemente
von zwei einander zugewandten Profilseiten zweier Profilschienen erfasst sind. Der
Klipp kann in einem Zwischenraum zwischen den einander zugewandten Profilseiten von
zwei in Längsrichtung nebeneinander angeordneten Profilschienen angeordnet sein. Die
Profilelemente auf der Oberseite der Profilschienen können derart mit dem Verbindungselement
zusammen wirken, dass zum Lösen dieser Verbindung die einander zugewandten Profilseiten
der Profilschienen aufeinander zu bewegt werden müssen. Der Klipp ist derart mit den
beiden einander zugewandten Profilseiten, insbesondere den Seitenprofilelementen,
verbunden, dass eine Bewegung der Profilschienen aufeinander zu verhindert ist. Bei
der Montage bzw. dem Herstellen der Verriegelungsposition rastet das Seitenprofilelement
der Profilseite in das komplementäre Erfassungsmittel des Klipps ein.
[0015] Nach einer weiteren auch eigenständig und unabhängig vom vorliegenden Erfindungsgegenstand
denkbaren Weiterbildung, ist das Verriegelungselement als ein Stanzteil ausgebildet
ist, das an einem in Längsrichtung der Profilschienen ausgerichteten und an dem Verbindungselement
angeordneten Steg angeordnet ist, wobei das Stanzteil um eine Achse quer zur Längsrichtung
des Stegs, insbesondere wahlweise, zwischen einer Verriegelungsposition und einer
Entriegelungsposition verdrehbar ist. Für eine einfachere Bedienbarkeit kann das Stanzteil
einen Hebel aufweisen, der vorzugsweise in der Verriegelungsposition vollständig versenkt
ist.
[0016] In der Entriegelungsposition ist der Hebel des Stanzteils nach unten und über eine
Unterseite hinaus ausgelenkt. In der Entriegelungsposition ist eine Aufnahme des Stanzteils
außer Eingriff mit dem Seitenprofilelement mindestens einer Profilschiene.
[0017] In der Verriegelungsposition umgreift die Aufnahme das Seitenprofilelement mindestens
teilweise, insbesondere nach oben, unten und zu einer Seite. Hierdurch ist mindestens
eine Profilschiene fest mit dem Verbindungselement verbunden. Durch das Umgreifen
des Seitenprofilelementes ist insbesondere auch eine axiale Verschiebesicherung gewährleistet.
Vorzugsweise ist mit je einem Stanzteil genau eine Profilschiene verriegelbar.
[0018] Zur Verriegelung und Sicherung von zwei in Längsrichtung nebeneinander angeordneten
Profilschienen kann es notwendig sein, dass zwei Verbindungselemente mit einem Stanzteil
als Verriegelungselement eingesetzt werden müssen. Hierbei werden zwei Verbindungselemente
und/oder Stanzteile punktsymmetrisch zueinander gedreht verbaut.
[0019] Gemäß einer ebenfalls auch eigenständig und unabhängig vom vorliegenden Erfindungsgegenstand
denkbaren Weiterbildung, ist die Profilschiene mit weiteren Profilschienen gleicher
Laufanzahl in Längsrichtung der Profilschiene mittels eines Längsverbinders verlängerbar.
Mittels des Längsverbinders sind die in Längsrichtung verlängerten Profilschienen,
insbesondere form- und/oder kraftschlüssig, fest miteinander verbunden. Der Längsverbinder
kann zwischen den Profilelementen auf der Oberseite angeordnet sein, wodurch die Funktionsfähigkeit
der Profilschienen nicht beeinträchtigt wird. An voneinander abgewandten Längsseiten
des Längsverbinders sind vorzugsweise Spannelemente angeordnet, die mit den Profilelementen
zusammenwirken, wodurch eine feste und versatzfreie Positionierung begünstigt ist.
Weiter können zusätzliche übliche Verbindungsmittel, wie beispielsweise Schrauben,
Nägel und/oder Nieten, vorgesehen sein.
[0020] Nach einer weiteren auch eigenständig und unabhängig vom vorliegenden Erfindungsgegenstand
denkbaren Weiterbildung, sind zum Abdecken von offenen Enden der Profilschienen mehrläufige,
insbesondere 2-läufige und/oder 3-läufige, Endkappen vorgesehen. Die Endkappen können,
vorzugsweise für 4-läufige, 5-läufige und/oder 6-läufige Kombinationen von zwei Profilschienen,
spaltlos miteinander kuppelbar sein. Somit müssen maximal zwei Sorten von Endkappen
hergestellt und bevorratet werden.
[0021] In den Endkappen können je Lauf eine Umlenkrolle für eine Schnur und/oder Transportkette
vorgesehen sein. Die Endkappen weisen vorzugsweise eine der Ansichtseite der Profilschienen
entsprechende Außenseite auf, die im montierten Zustand bündig mit der Ansichtseite
abschließt oder derart geringfügig, insbesondere um 0,2 mm, über der Fläche der Ansichtseite
übersteht, dass eine Sägefläche an der offenen Seite der Profilschiene verdeckt ist.
Eine Schnur und/oder Transportkette kann für einen Betrachter im montierten Zustand
der Profilschiene nicht wahrnehmbar in einer Nut der Endkappen geführt sein. Insbesondere
liegt eine Schnuröffnung in einer nicht einsehbaren Nut einer Endkappe, wodurch eine
Abdeckung für eine ungenutzte Schnuröffnung verzichtbar ist.
[0022] Gemäß einer auch eigenständig und unabhängig vom vorliegenden Erfindungsgegenstand
denkbaren Weiterbildungen, ist für eine einzelne Profilschiene und/oder eine Kombination
von zwei Profilschienen das Verbindungselement als ein Einbauprofil und/oder als ein
Befestigungselement ausgebildet. Somit ist das Verbindungselement selbst zur unmittelbaren
Befestigung an einer Decke oder einem Sturz ausgebildet und geeignet. Ein solches
Verbindungselement kann zum Verbinden von zwei Profilschienen oder zum Halten einer
einzelnen Profilschiene ausgebildet sein. Für das Halten einer einzelnen Profilschiene
kann ein separates Befestigungselement vorgesehen sein. Das Einbauprofil kann bereits
vormontiert sein.
[0023] Insbesondere sind für das Verbindungsmittel zusätzliche Einbaurahmenelemente vorgesehen.
Durch eine Kombination des Verbindungsmittels mit separaten Einbaurahmenelementen
sind einzelne Profilschienen und/oder eine Kombinationen von zwei Profilschienen unterhalb
einer Deck oder eines Sturzes sicher mit dem Verbindungselement befestigbar. Die Einbaurahmenelemente
können bereits vormontiert sein. Das Verbindungselement mit der einen oder den beiden
Profilschienen ist dann besonders einfach und sicher an der Decke und/oder dem Sturz
montierbar. Das Befestigungselement kann dabei eine Doppelfunktion erfüllen, nämlich
einerseits zum Verbinden zweier Einbaurahmenelemente und andererseits zum Halten einer
Profilschiene. Der Einbaurahmen lässt sich mittels unterschiedlicher Abstände der
Einbaurahmenelemente 4 bis 6-läufig ausführen
[0024] Vorzugsweise ist eine Profilschiene mit einem Verrieglungselement, insbesondere form-
und/oder kraftschlüssig, mit dem Verbindungselement, Einbauprofil, Einbaurahmenelement
und/oder Befestigungselement verbunden. Hierdurch ist eine sichere Verbindung der
Profilschiene mit dem Verbindungselement, Einbauprofil, Einbaurahmenelement und/oder
Halteelement gewährleistet.
[0025] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Befestigungselement
zum Befestigen mindestens einer Profilschiene mittels Wechselwirken mit der Profilseite,
wobei das Befestigungselement vorzugsweise ein Bedienteil aufweist, dass in dem Zwischenraum
zwischen zwei Profilschienen zum Wechselwirken mit der Profilseite angeordnet wird.
Auf diese Weise ist eine Betätigung des Bedienteiles in dem Spalt einfach möglich.
Das Bedienteil ist in dem Spalt quasi unsichtbar angeordnet und gleichzeitig gut zugänglich.
[0026] Von besonderem Vorteil ist ein Verfahren zum Herstellen einer mehrläufigen Laufschiene
mit einem erfindungsgemäßen Laufschienensystem, wobei mittels einer ersten Profilschiene
und/oder einer zweiten Profilschiene, insbesondere mittels eines Verbindungselementes,
eine 2-läufige, 3-läufige, 4-läufige, 5-läufige oder 6-läufige Laufschiene realisiert
wird.
[0027] Der Großteil der derzeit üblichen und montierten Laufschienensysteme für Vorhangeinrichtungen,
insbesondere für Flächenvorhänge, weist eine Laufanzahl zwischen zwei und sechs auf.
Somit sind mit dem vorliegenden Laufschienensystem Laufschienen mit einer in der Regel
üblichen Anzahl von Läufen realisierbar. Hierzu sind jedoch nach dem erfindungsgemäßen
Laufschienensystem nur zwei unterschiedliche Profilschienen, nämlich eine erste 2-läufige
Profilschiene und eine zweite 3-läufige Profilschiene, notwendig. Auch hinsichtlich
der Endkappen sind lediglich zwei Sätze von Endkappen, nämlich für 2-läufige Profilschienen
und für 3-läufige Profilschienen, bereitzustellen. Weiter wird nur eine Sorte eines
Längsverbinders für das Verlängern der Profilschienen in Längsrichtung benötigt. Hierdurch
ist der Herstellungs- und Lageraufwand bei gleichzeitig hoher Flexibilität der Einsatzmöglichkeiten
erheblich reduziert.
[0028] Anhand der nachfolgenden Figuren wird das erfindungsgemäße Laufschienensystem näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitendarstellung eines ersten erfindungsgemäßen Laufschienensystems mit einem
Verbindungselement,
- Fig. 2
- eine Seitendarstellung einer ersten Profilschiene für das erfindungsgemäße Laufschienensystem,
- Fig. 3
- eine Seitendarstellung einer zweiten Profilschiene für das erfindungsgemäße Laufschienensystem,
- Fig.4
- eine Seitendarstellung der zweiten Profilschiene gemäß Fig. 3 mit Laufwagen und weiteren
Bauteilen,
- Fig.5
- eine Seitendarstellung einer ersten Kombination von zwei ersten Profilschienen gemäß
Fig. 2,
- Fig. 6
- eine Seitendarstellung einer zweiten Kombination von einer ersten Profilschiene gemäß
Fig. 2 und einer zweiten Profilschiene gemäß Fig. 3,
- Fig.7
- eine Seitendarstellung einer dritten Kombination von zwei zweiten Profilschienen gemäß
Fig. 3,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung einer in Längsrichtung verlängerten
Profilschiene mit einem Längsverbinder,
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines Längsverbinders gemäß Fig. 8,
- Fig. 10
- eine Seitendarstellung eines zweiten erfindungsgemäßen Laufschienensystems mit einer
zweiten Profilschiene gemäß Fig. 3,
- Fig. 11
- eine Seitendarstellung eines dritten erfindungsgemäßen Laufschienensystems mit einer
ersten Profilschiene gemäß Fig. 2,
- Fig. 12
- eine perspektivische Darstellung eines Befestigungselementes,
- Fig. 13
- eine Seitendarstellung eines vierten erfindungsgemäßen Laufschienensystems mit einem
Befestigungselement gemäß Fig. 12 und einer ersten Kombination von zwei ersten Profilschienen
gemäß Fig. 5,
- Fig. 14
- eine Seitendarstellung eines fünften erfindungsgemäßen Laufschienensystems mit einem
Befestigungselement gemäß Fig. 12 und einer zweiten Kombination von einer ersten Profilschiene
und einer zweiten Profilschiene gemäß Fig. 6,
- Fig. 15
- eine Seitendarstellung eines sechsten erfindungsgemäßen Laufschienensystems mit einem
Befestigungselement gemäß Fig. 12 mit einer dritten Kombination von zwei zweiten Profilschienen
gemäß Fig. 7,
- Fig. 16
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Befestigungselementes,
- Fig. 17
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Befestigungselementes,
- Fig. 18
- eine Seitendarstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Laufschienensystems mit einem
Befestigungselement gemäß Fig. 16 in einer Entriegelungsposition,
- Fig. 19
- eine Seitendarstellung des weiteren erfindungsgemäßen Laufschienensystems gemäß Fig.
18 mit dem Befestigungselement in einer Verriegelungsposition,
- Fig. 20
- eine perspektivische Darstellung von einem ersten Paar Endkappen für eine zweite Profilschiene
gemäß Fig. 3 mit Umlenkrollen,
- Fig. 21
- eine perspektivische Darstellung von einem zweiten Paar Endkappen für eine erste Profilschiene
gemäß Fig. 2 mit Umlenkrollen,
- Fig. 22
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Endkappenkombination von einem zweiten
Paar Endkappen gemäß Fig. 21 für die erste Kombination von zwei ersten Profilschienen
gemäß Fig. 5,
- Fig. 23
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Endkappenkombination von jeweils einer
einzelnen Endkappe gemäß Fig. 20, 21 für die zweite Kombination von einer ersten Profilschiene
und einer zweiten Profilschiene gemäß Fig. 6,
- Fig. 24
- eine perspektivische Darstellung einer weiteren Endkappenkombination von einem ersten
Paar Endkappen gemäß Fig. 20 für die dritte Kombination von zwei zweiten Profilschienen
gemäß Fig. 7,
- Fig. 25
- einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung einer an einem Ende einer zweiten
Profilschiene montierten einzelnen Endkappe gemäß Fig. 20,
- Fig. 26
- einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung einer einzelnen Endkappe gemäß
Fig. 21 vor der Montage an einem Ende einer ersten Profilschiene, und
- Fig. 27
- einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung einer einzelnen weiteren Endkappe
ohne Umlenkrollen vor der Montage an einem Ende einer zweiten Profilschiene.
[0029] Fig. 1 zeigt eine Seitendarstellung eines ersten erfindungsgemäßen Laufschienensystems
10 mit einem Verbindungselement 11. Das Verbindungselement 11 verbindet eine erste
Profilschiene 12 mit einer weiteren ersten Profilschiene 13. Die beiden ersten Profilschienen
12, 13 sind gleich aufgebaut und weisen jeweils eine Ansichtseite 14 und eine von
der Ansichtseite 14 abgewandt angeordnete Profilseite 15 auf. Die ersten Profilschienen
12, 13 sind 2-läufig ausgebildet und sind in Bezug auf ihre Längsrichtung nebeneinander
angeordnet. Hierbei sind die Profilseiten 15 der Profilschienen 12, 13 einander zugewandt.
Die Profilseiten 15 der Profilschienen 12, 13 stehen sich achsensymmetrisch wie einander
spiegelnd gegenüber. Die Profilschienen 12, 13 sind demnach in einer Ebene und um
180° um eine Achse rechtwinklig zu der Ebene zueinander gedreht in Längsrichtung nebeneinander
angeordnet.
[0030] Das Verbindungselement 11 ist oberhalb und quer zur Längsrichtung der Profilschienen
12, 13 angeordnet. Somit stellt das Verbindungselement 11 eine feste Verbindung quer
zur Längsrichtung der Profilschienen 12, 13 her. Hierzu weist eine Tragplatte 16 des
Verbindungselementes 11 an seiner einer Oberseite 17 der Profilschienen 12, 13 zugewandten
Fläche 18 Greifelemente 20 auf. Die Greifelemente 20 sind bei dem geringsten Ausführungsbeispiel
paarweise einander zugewandt und greifen in auf der Oberseite 17 der Profilschienen
12, 13 angeordnete Profilelemente 19 ein. Die Profilelemente 19 sind in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel als T-förmige Stege ausgebildet.
[0031] Weiter hat das Verbindungselement 11 ein Verriegelungselement 21. Das Verriegelungselement
21 verhindert ein Lösen der Verbindung zwischen den Greifelementen 20 und den Profilelementen
19. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Verriegelungselement 21 als
ein Klipp 21 ausgebildet. Der Klipp 21 ist an der Fläche 18 angeordnet und ragt mindestens
teilweise in einen Zwischenraum zwischen den einander zugewandten Profilseiten 15
der Profilschienen 12, 13. Dieser Zwischenraum ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
4 mm breit. Der Klipp 21 ist im Wesentlichen U-förmig ausgebildet, wobei Schenkel
des Klipps 21 im Bereich der Profilseiten 15 angeordnet sind.
[0032] Der Klipp 21 wirkt in einer gemäß Fig. 1 gezeigten Verriegelungsposition mit einem
Seitenprofilelement 22 zusammen, das an der Profilseite 15 angeordnet ist. Das Seitenprofilelement
22 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als ein Vorsprung 22 ausgebildet.
Der Vorsprung 22 rastet in der gezeigten Verriegelungsposition in Erfassungsmittel
23 des Klipps 21 ein, wobei das Erfassungsmittel 23 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
als eine Einkerbung 23 ausgebildet ist.
[0033] Zum Befestigen der Profilschienen 12, 13 mit dem Verbindungselement 11 werden die
Profilschienen 12, 13 quer zu ihrer Längsrichtung von einander weg geschoben. Hierdurch
werden die Profilelemente 19 von Innen nach Außen in die Greifelemente 20 gerückt.
Aufgrund des Klipps 21 wird eine unbeabsichtigte Bewegung der Profilschienen 12, 13
quer zur Längsrichtung und aufeinander zu verhindert. Hierdurch wird ein unbeabsichtigtes
Lösen der Profilschienen 12, 13 aus der Verbindung mit dem Verbindungselement 11 vermieden.
[0034] Zum Lösen der Profilschienen 12, 13 von dem Verbindungselement 11 muss zunächst der
Klipp 21 entfernt werden. Die Profilschienen 12, 13 können dann aufeinander zu bewegt
werden, bis die Profilelemente 19 außer Eingriff mit den Greifelementen 20 sind.
[0035] Fig. 2 zeigt eine Seitendarstellung einer ersten Profilschiene 12 gemäß Fig. 1 für
das erfindungsgemäße Laufschienensystem. Hierbei entspricht der Aufbau der Profilschiene
12 dem Aufbau der Profilschiene 13. Die Profilschiene 12 hat eine Ansichtseite 14,
eine zu der Ansichtseite 14 abgewandt angeordnete rückwärtige Profilseite 15, eine
Oberseite 17 und eine zu der Oberseite 17 abgewandt angeordnete Unterseite 24.
[0036] Die Oberseite 17 weist Profilelemente 19 auf, die in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
als T-förmige Stege ausgebildet sind. An der Profilseite ist ein Seitenprofilelement
22 angeordnet, dass in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als ein Vorsprung 22
ausgebildet ist.
[0037] Die Profilschiene 12 ist 2-läufig ausgebildet und hat zwei parallel zueinander und
in Längsrichtung der Profilschiene 12 verlaufende Kanäle 25. Die Kanäle 25 sind an
der Unterseite 24 entlang eines sich in Längsrichtung erstreckenden Schlitzes 26 offen.
Weiter sind die Kanäle 25 derart ausgebildet, dass diese zur Aufnahme und Führung
von hier nicht näher dargestellten Laufwagen geeignet sind.
[0038] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist jedem Kanal 25 ein weiterer Kanal 27
zugeordnet. Der weitere Kanal 27 verläuft parallel zum Kanal 25, wobei mittels eines
weiteren Schlitzes 28 eine durchgehende Verbindung zwischen dem Kanal 25 und dem weiteren
Kanal 27 realisiert ist. Der weitere Kanal 27 dient als Aufnahme eines Antriebes und/oder
Antriebstranges, beispielsweise für eine Schnurführung und/oder eine Transportkettenführung
zum Antreiben eines oder mehrerer Laufwagen.
[0039] Fig. 3 zeigt eine Seitendarstellung einer zweiten Profilschiene 29 für ein erfindungsgemäßes
Laufschienensystem. Der Aufbau der zweiten Profilschiene 29 entspricht im Wesentlichen
dem Aufbau der ersten Profilschiene 12, 13, insoweit wird auf die vorstehende Beschreibung
verwiesen. Im Unterschied zu der ersten Profilschiene 12, 13 hat die zweite Profilschiene
29 jedoch drei Kanäle 25 und drei weitere Kanäle 27 und ist somit 3-läufig ausgebildet.
Im Vergleich zur ersten Profilschiene 12, 13 gemäß Fig. 2 ist die Ansichtseite 14
bei der zweiten Profilschiene 29 um einen weiteren Lauf mit Kanälen 25, 27 nach außen
und von der Profilseite 15 und den Profilelementen 19 weg verschoben.
[0040] Fig. 4 zeigt eine Seitendarstellung der zweiten Profilschiene 29 gemäß Fig. 3 mit
Laufwagen 30, 31, 32 und weiteren Bauteilen. Die Laufwagen 30, 31, 32 sind in den
Kanälen 25 geführt. Der Laufwagen 30 ist mit einem in dem zugehörigen weiteren Kanal
27 geführten Antrieb 33 verbunden. Die Laufwagen 31 und 32 weisen keinen eigenen Antrieb
auf. An den Laufwagen 30, 31, 32 sind Aufnahmeschienen 34 angeordnet. Mittels der
Aufnahmeschienen 34 sind hier nicht näher dargestellte Vorhangelemente befestigbar.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um großflächige Vorhangelemente eines Flächenvorhangs.
Die Aufnahmeschiene 34 der Laufwagen 30 und 31 haben jeweils einen Mitnehmer 35. Somit
lassen sich mit dem angetriebenen Laufwagen 30 die Aufnahmeschienen 34 der Laufwagen
30, 31, 32 und damit die daran befestigten Vorhangelemente beispielsweise zu einem
Paket zusammenfahren.
[0041] Des Weiteren ist auf der Oberseite 17 ein Längsverbinder 36 angeordnet, auf dessen
Aufbau und Funktionsweise nachfolgend im Zusammenhang mit den Fig. 8 und 9 noch näher
eingegangen wird.
[0042] Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 7 zeigen Kombinationen von ersten Profilschienen 12, 13 und/oder
zweiten Profilschienen 29, die beispielsweise mit dem erfindungsgemäßen Laufschienensystem
realisierbar sind.
[0043] Fig. 5 zeigt eine Seitendarstellung einer ersten Kombination von zwei ersten Profilschienen
12, 13 gemäß Fig. 2. Insgesamt ergibt sich hierbei ein 4-läufiges Laufschienensystem.
Diese erste Kombination ist beispielsweise in Fig. 1 realisiert, insofern wird auf
die vorangegangene Beschreibung verwiesen.
[0044] Fig. 6 ist eine Seitendarstellung einer zweiten Kombination von einer ersten Profilschiene
13 gemäß Fig. 2 und einer zweiten Profilschiene 29 gemäß Fig. 3 zu entnehmen. Hierbei
ergibt sich insgesamt ein 5-läufiges Laufschienensystem. Eine Verbindung zwischen
der ersten Profilschiene 13 und der zweiten Profilschiene 29 ist mit einem Verbindungselement
11 gemäß Fig. 1 realisierbar, insoweit wird auf die vorangegangene Beschreibung verwiesen.
[0045] Fig. 7 zeigt eine Seitendarstellung einer dritten Kombination von einer zweiten Profilschiene
29 gemäß Fig. 3 und einer weiteren zweiten Profilschiene 37. Die Profilschienen 29
und 37 sind gleich aufgebaut, wobei sich die Profilseiten 15 der Profilschienen 29,
37 achssymmetrisch wie einander spiegelnd gegenüber stehen. Die Profilschienen 29,
37 sind in einer Ebene und um 180° um eine Achse rechtwinklig zu der Ebene zueinander
gedreht in Längsrichtung nebeneinander angeordnet. Eine Verbindung zwischen den zweiten
Profilschienen 29, 37 ist mit einem Verbindungselement 11 gemäß Fig. 1 realisierbar,
insoweit wird auf die vorangegangene Beschreibung verwiesen.
[0046] Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt aus einer perspektivischen Darstellung einer in Längsrichtung
verlängerten Profilschiene 12, 13, 29, 37 mit einem Längsverbinder 36. Hierbei ist
ein erstes Ende 38 einer Profilschiene 12, 13, 29, 37 mittels des Längsverbinders
36 mit einem zweiten Ende 39 einer weiteren Profilschiene 12, 13, 29, 37 fest verbunden.
Der Längsverbinder 36 ist, wie auch der Fig. 4 zu entnehmen ist, zwischen den Profilelementen
19 auf der Oberseite 17 angeordnet und wirkt mit den Profilelementen 19 form- und/oder
kraftschlüssig zusammen. An der Unterseite 24 der miteinander verbunden Enden 38,
39 ist beispielhaft eine Aufnahmeschiene 34 mit einem Bedienstab 40 dargestellt. Durch
die Montages des Längsverbinders 36 auf der Oberseite 17 wirkt sich der Längsverbinder
36 nicht störend auf die Verwendbarkeit der Profilschiene 12, 13, 29, 37 für einen
hier nicht näher dargestellten Laufwagen 30, 31, 32 für die Aufnahmeschiene 34 aus,
die der Unterseite 24 der Profilschiene 12, 13, 29, 37 zugeordnet sind.
[0047] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Längsverbinders 36 gemäß Fig.
8. Der Längsverbinder 36 ist plattenartig ausgebildet, wobei die Breite des Längsverbinders
36 dem maximalen Abstand zwischen den Profilelementen 19 entspricht. Hierdurch ist
der Längsverbinder 36 passgenau zwischen den Profilelementen 19 einschiebbar und wird
zugleich von den hier T-förmig gestalteten Profilelemente 19 gehalten, siehe hierzu
auch Fig. 4. Voneinander abgewandt an den Längsseiten des Längsverbinders 36 sind
Spannelemente 41 vorgesehen. Diese Spannelemente 41 sind in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
als seitlich über den Längsverbinder 36 heraus ragenden Federelemente 41 ausgebildet.
Hierdurch ist eine feste Positionierung des Längsverbinders 36 im Zusammenwirken mit
den Profilelementen 19 realisierbar.
[0048] Weiter sind zwei zusätzliche Schraubverbindungen 42 vorgesehen, wobei jeweils eine
Schraubverbindung 42 gemäß Fig. 8 in eine der beiden Enden 38, 39 eingeschraubt wird.
In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Schraubverbindung 42 als ein Gewinde
in dem Längsverbinder 36 für eine Madenschraube mit Ringschneide ausgebildet. Beim
Verschrauben der Madenschrauben ist gewährleistet, dass die Profilschienen 12, 13,
29, 37 nicht deformiert werden. Alternativ zur Verwendung einer Schraubverbindung
42 sind auch weitere übliche Verbindungsmittel denkbar.
[0049] Fig. 10 zeigt eine Seitendarstellung eines zweiten erfindungsgemäßen Laufschienensystems
72 mit einer zweiten Profilschiene 29 gemäß Fig. 3. Hierbei ist ein als Einbauprofil
43 ausgebildetes Verbindungselement 43 vorgesehen. Das Einbauprofil 43 weist einen
im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, wobei eine Profilschiene 29 von unten
in das Einbauprofil 43 eingesetzt ist. Hierzu hat das Einbauprofil eine Unterseite
44 mit Greifelementen 20. Hinsichtlich Aufbau und Funktionsweise der Greifelemente
20 in Verbindung mit den Profilelementen 19 wird auf die vorangegangene Beschreibung
verwiesen. Zwischen der Profilseite 15 der Profilschiene 29 und einer der Profilseite
15 zugewandten Innenseite eines Schenkels 46 des Einbauprofils 43 ist ein Verriegelungselement
45 angeordnet. Dieses Verriegelungselement 45 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
als ein Klipp 45 ausgebildet, der von unten zwischen die Profilseite 15 und der Innenseite
des Schenkels 46 eingeschoben und eingerastet ist. Dabei wirkt der Klipp 45 mit dem
Seitenprofilelement 22 zusammen. Hierdurch ist ein sicherer Halt der Profilschiene
29 in dem Einbauprofil 43 gewährleistet.
[0050] Fig. 11 ist eine Seitendarstellung eines dritten erfindungsgemäßen Laufschienensystems
73 mit einer ersten Profilschiene gemäß Fig. 2 zu entnehmen. Der Aufbau und die Funktionsweise
entsprechen dem für die Fig. 10 beschriebenen Prinzip, insoweit wird auf die dortige
Beschreibung verwiesen. Im Unterschied zur Verwendung einer 3-läufigen Profilschiene
29 gemäß Fig. 10 verbleibt bei der Verwendung einer 2-läufigen Profilschiene 12 gemäß
Fig. 11 ein größerer Freiraum 47. Das Einbauprofil 43 ist somit für 2-läufige Profilschienen
12 oder für 3-läufige Profilschienen 29 einsetzbar.
[0051] Fig. 12 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Befestigungselementes 48. Das
Befestigungselement 48 weist ein Verriegelungselement 49 auf, das in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel als ein Stanzteil 49 ausgebildet ist. Das Befestigungselement
48 hat eine Tragplatte 16, an deren unterer Fläche 18 Greifelemente 20 angeordnet
sind. Zudem weist das Befestigungselement 48 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
zwei Durchgangsbohrungen 50 auf, die zum Durchführen von Verbindungsmitteln, wie beispielsweise
Schrauben, vorgesehen sind. Mittig und rechtwinklig zur Längsausrichtung der Tragplatte
16 ist ein Steg 51 angeordnet. Das Stanzteil 49 ist um eine Achse quer zur Längsrichtung
des Stegs 51 wahlweise zwischen einer Verriegelungsposition und einer Entriegelungsposition
verdrehbar. Hierzu hat das Stanzteil 49 einen Hebel 52.
[0052] Fig. 13 zeigt eine Seitendarstellung eines vierten erfindungsgemäßen Laufschienensystems
53 mit einem Befestigungselement 48 gemäß Fig. 12 und einer ersten Kombination von
zwei ersten Profilschienen 12, 13 gemäß Fig. 5. Die beiden ersten Profilschienen 12,
13 sind mittels nicht in der Figur dargestellten Verbindungselementen 11 fest miteinander
verbunden, wodurch sich ein insgesamt 4-läufiges Laufschienensystem 53 ergibt. Das
Befestigungselement 48 ist mit hier nicht näher dargestellten Verbindungsmitteln beispielsweise
Nieten, an zwei Einbaurahmenelementen 54, 55 fest montiert. Das Befestigungsmittel
48 dient somit gleichzeitig zum Verbinden der Einbaurahmenelemente 54, 55 miteinander.
Die Einbaurahmenelemente 54, 55 sind gleich aufgebaut und sind achssymmetrisch wie
einander spiegelnd nebeneinander angeordnet. Somit sind die Einbaurahmenelemente 54,
55 in einer Ebene und um 180° um eine Achse rechtwinklig zu der Ebene zueinander gedreht
in Längsrichtung nebeneinander angeordnet. Zwischen den Einbaurahmenelementen 54,
55 ist ein Spalt 56.
[0053] Bei dem hier dargestellten Befestigungselement 48 sind die mit Verbindungselementen
11 fest miteinander verbundenen Profilschienen 12, 13 mittels des Stanzteils 49 verriegelt
und fixiert. Zur Befestigung werden die miteinander verbundenen Profilschienen 12,
13 in der Fig. 13 von unten in das Befestigungselement 48 eingeschoben, wobei der
Hebel 52 in die in Fig. 12 gezeigte Position gedrückt wird. Zur Fixierung muss dann
nur der Hebel 52 in die in Fig. 13 gezeigte Position gebracht werden, wodurch die
Profilelemente 19 in den Greifelementen 20 gehalten werden.
[0054] Fig. 14 zeigt eine Seitendarstellung eines fünften erfindungsgemäßen Laufschienensystems
74 mit einem Befestigungselement 48 gemäß Fig. 12 und einer zweiten Kombination von
einer ersten Profilschiene 13 und einer zweiten Profilschiene 29 gemäß Fig. 6. Es
ergibt sich ein insgesamt 5-läufiges Laufschienensystem 74. Aufbau und Funktionsweise
sind mit dem Laufschienensystem 53 gemäß Fig. 13 vergleichbar, insoweit wird auf die
vorangehende Beschreibung verwiesen. Hiervon abweichend ist das Einbaurahmenelement
54 gegenüber dem Befestigungselement 48 weiter nach außen gerückt, um hierdurch den
größeren Raumbedarf durch den Einsatz der 3-läufigen Profilschiene 29 auszugleichen.
Der Spalt 56 ist hierdurch größer als bei der Verwendung der Einbaurahmenelemente
54, 55 bei zwei ersten Profilschienen 12 gemäß Fig. 13.
[0055] Fig. 15 ist eine Seitendarstellung eines sechsten erfindungsgemäßen Laufschienensystems
75 mit einem Befestigungselement 48 gemäß Fig. 12 mit einer dritten Kombination von
zwei zweiten Profilschienen 29, 37 gemäß Fig. 7. Insgesamt ergibt sich ein 6-läufiges
Laufschienensystem 75. Aufbau und Funktionsweise sind mit den Laufschienensystemen
53, 74 gemäß Fig. 13, 14 vergleichbar, insoweit wird auf die vorangehende Beschreibung
verwiesen. Hiervon abweichend sind die Einbaurahmenelemente 54, 55 gegenüber dem Befestigungselement
48 weiter nach außen gerückt, um hierdurch den größeren Raumbedarf durch den Einsatz
von zwei 3-läufigen Profilschienen 29, 37 auszugleichen. Der Spalt 56 ist hierdurch
größer als bei der Verwendung der Einbaurahmenelemente 54, 55 bei zwei ersten Profilschienen
12, 13 oder bei einer ersten Profilschiene 13 und einer zweiten Profilschiene 29 gemäß
Fig. 13, 14.
[0056] Fig. 16 zeigt eine perspektivische Darstellung eines zweiten Befestigungselementes
57. Dieses Befestigungselement 57 ist hinsichtlich Aufbau und Funktionsweise im Wesentlichen
identisch mit dem Befestigungselement 48 gemäß Fig. 12, insoweit wird auf die vorangegangen
Beschreibung verwiesen. Im Unterschied zu dem Befestigungselement 48 sind bei dem
Befestigungselement 57 die in Längsrichtung der Tragplatte 16 von einander abgewandt
liegenden Enden abweichend gestaltet. Das Befestigungselement 57 ist unmittelbar als
Deckenhalterung und/oder Sturzhalterung einsetzbar, in dem das Befestigungselement
57 direkt an einer Decke und/oder einen Sturz befestigt wird. In einer alternativ
denkbaren Lösung ist auch das Befestigungselement 48 gemäß Fig. 12 unmittelbar als
Deckenhalterung einsetzbar.
[0057] Fig. 17 zeigt eine perspektivische Darstellung eines weiteren Befestigungselementes
58. Das Befestigungselement ähnelt in Aufbau und Funktionsweise dem Befestigungselement
57, insofern wird auf die vorangegangene Beschreibung verwiesen. Abweichend vom Befestigungselement
57 ist das Befestigungselement 58 nicht für zwei Profilschienen 12, 29 in unterschiedlichen
Kombinationen, sondern nur für eine einzelne Profilschiene 12 oder eine einzelne Profilschiene
29 vorgesehen. Im Vergleich zum Befestigungselement 57 mit insgesamt vier Greifelementen
20 und einem mittig angeordneten Steg 51 für das Stanzteil 49, weist das Befestigungselement
58 nur zwei Greifelemente 20 auf und der Steg 51 ist an einem Ende einer verkürzten
Tragplatte 16 angeordnet. Im montierten Zustand ist der Steg 51 und das Stanzteil
49 von der Ansichtseite 14 abgewandt angeordnet.
[0058] Fig. 18 ist eine Seitendarstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Laufschienensystems
59 mit einem Befestigungselement 57 gemäß Fig. 16 in einer Entriegelungsposition zu
entnehmen. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei 2-läufige Profilschienen
12, 13 mit dem Befestigungselement 57 verbunden, so dass sich insgesamt ein 4-läufiges
Laufschienensystem 59 ergibt. In der gezeigten Entriegelungsposition ist der Hebel
52 des Stanzteils 49 nach unten und über die Unterseite 24 hinaus ausgelenkt. In dieser
Position des Hebels 52 und des Stanzteil 49 ist ein als Aufnahme 60 ausgebildetes
Erfassungsmittel 60 des Stanzteils 49 außer Eingriff mit dem Seitenprofilelement 22
der Profilschiene 12.
[0059] Fig. 19 zeigt eine Seitendarstellung des weiteren erfindungsgemäßen Laufschienensystems
59 gemäß Fig. 18 mit dem Befestigungselement 57 in einer Verriegelungsposition. In
der Verriegelungsposition ist der Hebel 52 in einen Zwischenraum zwischen den beiden
Profilseiten 15 der Profilschienen 12, 13 vollständig versenkt. Zudem umgreift die
Aufnahme 60 das weitere Profilelement 22 nach oben und unten. Zudem greift die Aufnahme
60 ähnlich einer Scheide in das Profilelement 22 ein. Hierdurch ist die Profilschiene
12 fest mit dem Verbindungselement 57 verbunden. Durch das Umgreifen des in diesem
Ausführungsbeispiel als Vorsprung ausgebildeten Seitenprofilelementes 22 und das Eingreifen
ähnlich einer Schneide ist auch eine axiale Verschiebesicherung gewährleistet.
[0060] Bei dem hier dargestellten Befestigungselement 57 ist die Profilschiene 12 mittels
des Stanzteils 49 verriegelt und fixiert. Weil die Profilschiene 13 mittels Verbindungselementen
11 fest mit der Profilschiene 12 verbunden ist, wird auch die Profilschiene 13 sicher
und fest von dem Befestigungselement 57 gehalten.
[0061] Fig. 20 zeigt eine perspektivische Darstellung von einem ersten Paar Endkappen 61,
62 für eine zweite Profilschiene 29, 37 gemäß Fig. 3 mit Umlenkrollen 63. Die Endkappen
61, 62 sind zur Abdeckung der in Längsrichtung voneinander abgewandt angeordneten
Enden einer zweiten Profilschiene 29, 37 mit 3 Läufen vorgesehen. Die Endkappe 61
ist in einer ersten, insbesondere linken, Ausführungsform für ein erstes Ende der
Profilschiene 29, 37 und die Endkappe 62 ist in einer zweiten, insbesondere rechten,
Ausführungsform für ein zweites Ende der Profilschiene 29, 37 ausgebildet. Die Endkappen
61, 62 weisen Einschubsegmente 64 auf, die im montierten Zustand in die Kanäle 25
eingeschoben sind. Die Umlenkrollen 63 sind für eine Schnur und/oder Transportkette
vorgesehen.
[0062] Fig. 21 zeigt eine perspektivische Darstellung von einem zweiten Paar Endkappen 65,
66 für eine erste Profilschiene 12, 13 gemäß Fig. 2 mit Umlenkrollen 63. Aufbau und
Funktionsweise entsprechen im Wesentlichen dem der Endkappen 61, 62, insoweit wird
auf die vorangegangene Beschreibung verwiesen. Hier sind die Endkappen 65, 66 jedoch
zur Abdeckung der in Längsrichtung voneinander abgewandt angeordneten Enden einer
ersten Profilschiene 12, 13 mit 2 Läufen vorgesehen. Die Endkappe 65 ist in einer
ersten, insbesondere linken, Ausführungsform für ein erstes Ende der Profilschiene
12, 13 und die Endkappe 66 ist in einer zweiten, insbesondere rechten, Ausführungsform
für ein zweites Ende der Profilschiene 12, 13 ausgebildet.
[0063] Fig. 22 zeigt eine perspektivische Darstellung einer ersten Endkappenkombination
von einem zweiten Paar Endkappen 65, 66 gemäß Fig. 21 für die erste Kombination von
zwei ersten Profilschienen 12, 13 gemäß Fig. 5. Somit sind die Endkappen 65, 66 für
ein Ende eines insgesamt 4-läufigen Laufschienensystems kombinierbar. Hierbei werden
die Endkappen 65, 66 mittels einer Längsführung oder Schnappverbindung 67 spaltlos
miteinander verbunden. Die Endkappen 65, 66 sind derart ausgebildet, dass eine Schnur-
und/oder Transportkettenführung nach einem Verbinden der Endkappen 65, 66 bearbeitungslos
realisierbar ist.
[0064] Fig. 23 ist eine perspektivische Darstellung einer zweiten Endkappenkombination von
jeweils einer einzelnen Endkappe 62, 65 gemäß Fig. 20, 21 für die zweite Kombination
von einer ersten Profilschiene 13 und einer zweiten Profilschiene 29 gemäß Fig. 6.
Die Endkappen 62, 65 sind somit für ein 5-läufiges Laufschienensystem kombinierbar.
Hinsichtlich Aufbau und Funktionsweise wird auf die Beschreibung zur Schnappverbindung
67 weiter oben verwiesen.
[0065] Fig. 24 zeigt eine perspektivische Darstellung einer weiteren Endkappenkombination
von einem ersten Paar Endkappen 61, 62 gemäß Fig. 20 für die dritte Kombination von
zwei zweiten Profilschienen 29, 37 gemäß Fig. 7. Die Endkappen 61, 62 sind somit für
ein 6-läufiges Laufschienensystem kombinierbar. Hinsichtlich Aufbau und Funktionsweise
wird auf die Beschreibung zur Schnappverbindung 67 weiter oben verwiesen.
[0066] Fig. 25 zeigt einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung einer an einem
Ende einer zweiten Profilschiene 29 montierten einzelnen Endkappe 61 gemäß Fig. 20.
Die Endkappe 61 weist, wie auch alle anderen Endkappen 62, 65, 66, eine der Ansichtseite
14 der Profilschienen 12 entsprechende Außenseite 68 auf. Die Außenseite 68 schließt
im dargestellten montierten Zustand bündig mit der Ansichtseite 14 ab. Alternativ
steht die Außenseite 68 derart geringfügig, insbesondere um 0,2 mm, über die Fläche
der Ansichtseite 14 über, dass eine Sägefläche am Ende der Profilschiene 12 verdeckt
ist. Dies gilt analog für sämtliche Endkappen 61, 62, 65, 66 und deren möglichen Kombinationen
für die Profilschienen 12, 13, 29, 37.
[0067] Fig. 26 zeigt einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung einer einzelnen
Endkappe 65 gemäß Fig. 21 vor der Montage an einem Ende einer ersten Profilschiene
12. Für die Montage werden die Einschubsegmente 64 in die Kanäle 25 eingeschoben.
Sodann wird je Kanal 25 eine Schraube 69 in ein Einschubsegment 64 eingeschraubt.
Die Schraubenspitze wird hierbei gegen eine dem Schlitz 26 zugewandt liegende Kanalwand
70 gedreht. Hierdurch wird das Einschubsegment im Kanal 25 eingespannt und die Endkappe
65 zuverlässig gehalten. Somit ist eine sichere Stoppfunktion für einen hier nicht
näher dargestellten Laufwagen gewährleistet. Eine Bohrung in der Profilschiene 12
zur Befestigung der Endkappe 65 wird vermieden.
[0068] Das vorstehend genannte Prinzip der Endkappenbefestigung ist analog für sämtliche
Endkappen 61, 62, 65, 66 und deren möglichen Kombinationen gültig.
[0069] Fig. 27 zeigt einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung einer einzelnen
weiteren Endkappe 71 vor der Montage an einem Ende einer zweiten Profilschiene 27.
Im Unterschied zu den vorangehend beschriebenen Endkappen 61, 62, 65, 66 weist die
Endkappe 71 keine Umlenkrollen 63 auf. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist
die Endkappe 71 für eine 3-läufige Profilschiene 29 ausgebildet. Alternativ ist eine
analoge Ausführung für eine 2-läufige Profilschiene 12 vorgesehen. Hinsichtlich des
weiteren Aufbaus und der Funktionsweise sowie der Montage gelten die vorstehenden
Ausführungen analog, auf die hiermit verwiesen wird.
[0070] Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Laufschienensystems wird anhand der Figuren
1 bis 27 nachfolgend näher erläutert:
Mittels des erfindungsgemäßen Laufschienensystems sind für einen Vorhangeinrichtung,
wie beispielsweise einem Flächenvorhang, mehrläufige Laufschienensysteme 10, 53, 59,
72, 73, 74, 75 bzw. Laufschienen mit einer unterschiedlichen Anzahl an Läufen herstellbar.
[0071] Hierbei wird mittels einer ersten Profilschiene, 12, 13 und/oder einer zweiten Profilschiene
29, 37 ein 2-läufiges, 3-läufiges, 4-läufiges, 5-läufiges oder 6-läufiges Laufschienensystem
10, 53, 59, 72, 73, 74, 75 realisiert.
[0072] Hierzu wird entweder eine einzelne Profilschiene 12, 13, 29, 37 oder eine Kombination
von zwei Profilschienen 12, 13, 29, 37 mit einem Verbindungselement 11 lösbar verbunden.
Die Profilschienen 12, 13, 29, 37 sind mittels des Verbindungselementes 11 einzeln
oder in einer zweier Kombination einfach und bequem an einer Decke, einem Sturz und/oder
in Einbaurahmenelemente (54, 55) mittels der Befestigungselemente 43, 48, 57, 58 montierbar.
Für einen sicheren Halt mit dem Verbindungselement 11 weisen die Profilschienen 12,
13, 29, 37 an ihrer Oberseite 17 Profilelemente 19 und an ihrer Profilseite 15 Seitenprofilelemente
22 auf. Die Profilelemente 19 wirken mit Greifelementen 20 des Verbindungselementes
11 zusammen. Für eine besonders feste und sichere Verbindung sind die Seitenprofilelemente
22 in Erfassungsmittel 23, 60 eines Verriegelungselementes 21, 45, 49 eingerastet.
Durch die Verbindungselemente 11 ergibt sich zudem ein gleicher Abstand zweier benachbarter
Nuten 26 und für einander benachbarte Kanäle 26 zweier benachbarter Profilschienen
12, 13, 29, 37.
[0073] Mit dem erfindungsgemäßen Laufschienensystem 10, 53, 59, 72, 73, 74, 75 sind Laufschienen
mit einer in der Regel üblichen Anzahl von zwei bis sechs Läufen realisierbar. Hierzu
sind jedoch nur zwei unterschiedliche Profilschienen, nämlich eine erste 2-läufige
Profilschiene und eine zweite 3-läufige Profilschiene, notwendig. Durch die Profilierung
der Profilschienen, 12, 13, 29, 37 mit einer Ansichtseite 14 und einer von der Ansichtseite
14 abgewandten Profilseite 15 ist zudem ein ansprechendes Erscheinungsbild realisierbar.
Auch hinsichtlich der Endkappen sind lediglich zwei Sätze von Endkappen, nämlich für
2-läufige Profilschienen und für 3-läufige Profilschienen, bereitzustellen. Der Herstellungs-
und Lageraufwand ist somit bei gleichzeitig hoher Flexibilität der Einsatzmöglichkeiten
erheblich reduziert.
Bezugszeichenliste:
[0074]
- 10
- Laufschienensystem
- 11
- Verbindungselement
- 12
- Erste Profilschiene
- 13
- Erste Profilschiene
- 14
- Ansichtseite
- 15
- Profilseite
- 16
- Tragplatte
- 17
- Oberseite
- 18
- Fläche
- 19
- Profilelement
- 20
- Greifelement
- 21
- Verriegelungselement
- 22
- Seitenprofilelement
- 23
- Erfassungsmittel
- 24
- Unterseite
- 25
- Kanal
- 26
- Schlitz
- 27
- Weiterer Kanal
- 28
- Weiterer Schlitz
- 29
- Zweite Profilschiene
- 30
- Laufwagen
- 31
- Laufwagen
- 32
- Laufwagen
- 33
- Antrieb
- 34
- Aufnahmeschiene
- 35
- Mitnehmer
- 36
- Längsverbinder
- 37
- Zweite Profilschiene
- 38
- Erstes Ende
- 39
- Zweites Ende
- 40
- Bedienstab
- 41
- Spannelement
- 42
- Schraubverbindung
- 43
- Einbauprofil
- 44
- Unterseite
- 45
- Verriegelungselement
- 46
- Schenkel
- 47
- Freiraum
- 48
- Befestigungselement
- 49
- Stanzteil
- 50
- Durchgangsbohrung
- 51
- Steg
- 52
- Hebel
- 53
- Laufschienensystem
- 54
- Einbaurahmenelement
- 55
- Einbaurahmenelement
- 56
- Spalt
- 57
- Befestigungselement
- 58
- Befestigungselement
- 59
- Laufschienensystem
- 60
- Erfassungsmittel
- 61
- Endkappe
- 62
- Endkappe
- 63
- Umlenkrolle
- 64
- Einschubsegment
- 65
- Endkappe
- 66
- Endkappe
- 67
- Schnappverbindung
- 68
- Außenseite
- 69
- Schraube
- 70
- Kanalwand
- 71
- Endkappe
- 72
- Laufschienensystem
- 73
- Laufschienensystem
- 74
- Laufschienensystem
- 75
- Laufschienensystem
1. Laufschienensystem für eine Vorhangeinrichtung, insbesondere einen Flächenvorhang,
mit mindestens einer Profilschiene (12, 13, 29, 37), die einen sich in Längsrichtung
der Profilschiene (12, 13, 29, 37) erstreckenden Kanal (25) aufweist, dessen eine
Längsseite (26) offen ist, wobei die Profilschiene (12, 13, 29, 37) eine der offenen
Längsseite (26) benachbarte Profilseite (15) zum Verbinden mit weiteren Systembauteilen
hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (12, 13, 29, 37) in einem von der offenen Längsseite (26) abgewandten
oberen Bereich ein Profilelement (19) aufweist, dass ein Verbindungselement (11) vorgesehen
ist, das zum Verbinden zweier einander benachbarter Profilschienen (12, 13, 29, 37)
mit deren Profilelementen (19) in Eingriff bringbar ist, und dass ein Verriegelungselement
(21) vorgesehen ist, mit dem zum Verriegeln der Profilschienen (12, 13, 29, 37), in
dem Verbindungselment (11) einander benachbarte Profilseiten (15) zweier Profilschienen
(12, 13, 29, 37) zum Bilden eines Zwischenraumes auseinander drückbar sind.
2. Laufschienensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschienen (12, 13, 29, 37) eine sich in Längsrichtung erstreckende Ansichtseite
(14) und eine von der Ansichtseite (14) abgewandt angeordnete Profilseite (15) zum
Verbinden mit weiteren Systembauteilen hat, und dass die Profilschiene (12, 13, 29,
37) vorzugsweise mindestens 2-läufig ausgebildet ist.
3. Laufschienensystem nach Anspruch 1, oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (12, 13, 29, 37) zum Montieren mit dem Verbindungselement (11)
form- und/oder kraftschlüssig, verbunden ist, wobei vorzugsweise die Verbindung mit
auf einer Oberseite (17) der Profilschiene (12, 13, 29, 37) angeordneten Profilelementen
(19) und/oder an der Profilseite (15) angeordneten Seitenprofilelementen (22) hergestellt
ist.
4. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Profilschiene (12, 13) 2-läufig ausgebildet ist, und eine zweite Profilschiene
(29, 37) mit einer Ansichtseite (14) und einer Profilseite (15) wie bei der ersten
Profilschiene (12, 13) vorgesehen ist, wobei die zweite Profilschiene (29, 37) 3-läufig
ausgebildet ist.
5. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Profilschienen (12, 13, 29, 37) in Längsrichtung nebeneinander mit einem Verbindungselement
(11, 43, 48, 57, 58) miteinander verbindbar sind, wobei vorzugsweise die beiden Profilseiten
(15) der beiden Profilschienen (12, 13, 29, 37) einander achsensymmetrisch zugewandt
sind.
6. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (11, 43, 48, 57, 58) ein Verriegelungselement (21, 45, 49)
zum Sichern der Verbindung mindestens einer Profilschiene (12, 13, 29, 37) mit dem
Verbindungselement (11, 43, 48, 57, 58) hat, wobei das Verriegelungselement (21, 45,
49) mit mindestens einem Seitenprofilelement (22) der Profilschiene (12, 13, 29, 37),
insbesondere form- und/oder kraftschlüssig, zusammenwirkt, und vorzugsweise in einer
Verriegelungsposition das Seitenprofilelement (22) mittels eines zum Seitenprofilelement
(22) komplementären Erfassungsmittels (23, 60) erfasst.
7. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (21) als ein, insbesondere U-förmiger, Klipp (21) ausgebildet
ist, wobei vorzugsweise mittels des Klipps (21) zwei Seitenprofilelemente (22) von
zwei einander zugewandten Profilseiten (15) zweier Profilschienen (12, 13, 29, 37)
erfasst sind.
8. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (49) als ein Stanzteil (49) ausgebildet ist, das an einem
in Längsrichtung der Profilschienen (12, 13, 29, 37) ausgerichteten und an dem Verbindungselement
(11, 43, 48, 57, 58) angeordneten Steg (51) angeordnet ist, wobei das Stanzteil (49)
um eine Achse quer zur Längsrichtung des Stegs (51), insbesondere wahlweise, zwischen
einer Verriegelungsposition und einer Entriegelungsposition verdrehbar ist, wobei
vorzugsweise mit je einem Stanzteil (49) genau eine Profilschiene (12, 13, 29, 37)
mit dem Verbindungselement (11, 43, 48, 57, 58) verriegelbar ist.
9. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (12, 13, 29, 37) mit weiteren Profilschienen (12, 13, 29, 37) gleicher
Laufanzahl in Längsrichtung der Profilschiene (12, 13, 29, 37) mittels eines Längsverbinders
(36) verlängerbar ist.
10. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abdecken von offenen Enden der Profilschienen (12, 13, 29, 37) mehrläufige, insbesondere
2-läufige und/oder 3-läufige, Endkappen (61, 62, 65, 66, 71) vorgesehen sind, die,
vorzugsweise für 4-läufige, 5-läufige und/oder 6-läufige Kombinationen von zwei Profilschienen
(12, 13, 29, 37), spaltlos miteinander kuppelbar sind.
11. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für eine einzelne Profilschiene (12, 13, 29, 37) und/oder eine Kombination von zwei
Profilschienen (12, 13, 29, 37) das Verbindungselement (11, 43, 48, 57, 58) als ein
Einbauprofil (43) und/oder als ein Befestigungselement (57, 58) ausgebildet ist, und/oder
für das Verbindungselement (11, 43, 48, 57, 58) zusätzliche Einbaurahmenelemente (54,
55) vorgesehen sind, wobei vorzugsweise die Profilschiene (12, 13, 29, 37) mit einem
Verrieglungselement (21, 45, 49), insbesondere form- und/oder kraftschlüssig, mit
dem Verbindungselement (11, 48, 57), Einbauprofil (43), Einbaurahmenelement (54, 55)
und/oder Befestigungselement (58) verbunden ist.
12. Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Befestigungselement (48, 57) zum Befestigen mindestens einer Profilschiene (12,
13, 29, 37) mittels Wechselwirken mit der Profilseite, wobei das Befestigungselement
(48, 57) vorzugsweise ein Bedienteil (49) aufweist, das in dem Zwischenraum zwischen
zwei Profilschienen (12. 13, 29, 37) zum Wechselwirken mit der Profilseite (15) angeordnet
wird.
13. Verfahren zum Herstellen einer mehrläufigen Laufschiene (10, 53, 59, 72, 73, 74, 75)
mit einem Laufschienensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer ersten Profilschiene (12, 13) und/oder einer zweiten Profilschiene
(29, 37), insbesondere mittels eines Verbindungselementes (11, 43, 48, 57, 58), eine
2-läufige, 3-läufige, 4-läufige, 5-läufige oder 6-läufige Laufschiene (10, 53, 59,
72, 73, 74, 75) realisiert wird.