[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer digitalen elektrischen Modellbahnanlage,
insbesondere Modelleisenbahnanlage, mit einem Modellbahnartikel, der im Betrieb der
Modellbahnanlage unterschiedliche Betriebszustände einnehmen kann.
[0002] Außerdem betrifft die Erfindung einen digitalen Modellbahndecoder für einen Modellbahnartikel,
umfassend mindestens einen Signaleingang zum Erfassen mindestens eines Eingangssignals,
das mit mindestens einer Betriebszustandskenngröße des Modellbahnartikels verknüpft
ist, und eine Signalverarbeitungseinrichtung zum Ermitteln der mindestens einen Betriebszustandskenngröße
anhand des mindestens einen Eingangssignals.
[0003] Bei einer digitalen Modellbahnanlage, insbesondere einer digitalen Modelleisenbahnanlage,
kann ein Modellbahnartikel, speziell ein elektrisch angetriebenes Modellbahnfahrzeug,
unterschiedliche Betriebszustände einnehmen. Das Einnehmen der Betriebszustände erfolgt
durch Ansteuerung von einer Steuereinheit, an der Steuerbefehle wie insbesondere Fahrbefehle
von einem Benutzer generiert und an den Modellbahnartikel übertragen werden. Zu diesem
Zweck kann der Modellbahnartikel einen unter einer individuellen Adresse ansprechbaren
Modellbahndecoder zum Auswerten und Umsetzen der Steuerbefehle aufweisen. Der Betriebszustand
des Modellbahnartikels ist anhand mindestens einer Betriebszustandskenngröße definierbar,
bei der es sich insbesondere um eine mit dem Bewegungszustand des Artikels verknüpfte
oder von diesem ableitbare Kenngröße handeln kann, etwa die Geschwindigkeit des Modellbahnartikels,
die von diesem zurückgelegte Wegstrecke, oder die an dessen Elektromotor anliegende
Motorlast. Denkbar ist im vorliegenden Fall jedoch auch, dass es sich bei der Betriebszustandskenngröße
um das Vorliegen eines Ereignisses im Betrieb des Modellbahnartikels handelt, die
dementsprechend mit einer Betriebszustandsänderung des Modellbahnartikels verknüpft
sein kann, beispielsweise das Anmelden an der Steuereinheit bei der Inbetriebnahme
oder die Betätigung einer Zusatzeinheit des Modellbahnartikels wie eines Signalhorns
oder einer Lampe.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren sowie einen Modellbahndecoder
der eingangs genannten Art bereitzustellen, durch dessen Durchführung bzw. unter dessen
Einsatz Informationen über die Nutzung des Modellbahnartikels ermittelbar sind.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass während des Betriebs des Modellbahnartikels in einem Ereignisspeicher des Modellbahnartikels
mindestens eine Betriebszustandskenngröße zeitabhängig gespeichert wird.
[0006] Beim erfindungsgemäßen Verfahren können Werte mindestens einer Betriebszustandskenngröße
zeitabhängig, d.h. mit einer Zeitinformation versehen, in einem Ereignisspeicher gespeichert
werden. Dies erlaubt es, ein Protokoll über die Nutzung des Modellbahnartikels aufzuzeichnen.
Die im Protokoll hinterlegten Informationen können einem Benutzer und/oder Servicepersonal
zur Wartung des Modellbahnartikels bereitgestellt werden. Beispielsweise kann der
Benutzer anhand des Protokolls ermitteln, inwieweit der von ihm benutzte Modellbahnartikel
ein Nutzungsprofil aufweist, welches dem Nutzungsprofil des entsprechenden großtechnischen
Vorbildes möglichst nahe kommt. Dies ermöglicht es dem Benutzer, beispielsweise wie
beim großtechnischen Vorbild spielerische Wartungsintervalle für den Modellbahnartikel
vorzusehen, etwa spielerisch Betriebsstoffe aufzufüllen oder dergleichen, um den Spielwert
zu erhöhen. Bei Vorliegen von Fehlfunktionen kann Servicepersonal anhand der Daten
des Protokolls Informationen über den Einsatz des Modellbahnartikels erlangen. Dies
ermöglicht beispielsweise, erforderliche Wartungsaufgaben zu identifizieren sowie
Fehlfunktionen aufzufinden und zu identifizieren.
[0007] Zur Ermittlung einer Zeitinformation, die mit der Art sowie dem Wert der jeweiligen
mindestens einen Betriebszustandskenngröße gespeichert wird, kann der Modellbahnartikel
eine Echtzeituhr zur Ausgabe von Zeitsignalen umfassen. Denkbar ist auch, dass der
Modellbahnartikel, wenn er an der Steuereinheit der Modellbahnanlage angemeldet ist,
von dieser Zeitsignale empfängt.
[0008] Günstig ist es, wenn die mindestens eine Betriebszustandskenngröße in regelmäßigen
Zeitintervallen gespeichert wird, um die Aussagekraft der im Ereignisspeicher gespeicherten
Betriebszustandskenngrößendaten zu steigern. Als Betriebszustandskenngrößendaten werden
vorliegend zeitabhängige Werte der mindestens einen Betriebszustandskenngröße angesehen
ebenso wie anhand mindestens einer Betriebszustandskenngröße ermittelte Daten betreffend
das Nutzungsprofil des Modellbahnartikels. Die mindestens eine Betriebszustandskenngröße
wird beispielsweise im Abstand weniger Sekunden gespeichert, beispielsweise jeweils
im Abstand von ungefähr 5 Sekunden.
[0009] Es kann vorgesehen sein, dass die Zeitintervalle von einem Benutzer vorgegeben werden.
Damit kann der Benutzer bestimmen, in welchem Ausmaß Werte der mindestens einen Betriebszustandskenngröße
zeitabhängig gespeichert werden.
[0010] Vorzugsweise ist von einem Benutzer auswählbar, welche mindestens eine Betriebszustandskenngröße
im Ereignisspeicher gespeichert wird. Dies ermöglicht es dem Benutzer, die Durchführung
des Verfahrens an seine persönlichen Vorlieben und Interessen, ein Nutzungsprofil
für den Modellbahnartikel zu erstellen, anzupassen. Es kann vorgesehen sein, dass
im Modellbahnartikel ein Auswahlspeicher vorhanden ist, in dem herstellerseitig die
speicherbaren Betriebszustandskenngrößen aufgeführt sind und deren Speicherung vom
Benutzer bedarfsabhängig aktivierbar oder deaktivierbar ist. Es kann auch vorgesehen
sein, dass die Steuereinheit einen Auswahlspeicher für speicherbare Betriebszustandskenngrößen
des Modellbahnartikels aufweist, der einem Benutzer nach Anmeldung des Modellbahnartikels
an der Steuereinheit zugänglich ist.
[0011] Vorteilhaft ist es, wenn die Motordrehzahl eines Elektromotors des Modellbahnartikels
zur Ermittlung mindestens einer Betriebszustandskenngröße herangezogen wird und/oder
als Betriebszustandskenngröße zeitabhängig gespeichert wird. Die Motordrehzahl des
Elektromotors ist eine Betriebszustandskenngröße des Modellbahnartikels, anhand derer
ein Nutzungsprofil des Modellbahnartikels erstellt werden kann. Die Motordrehzahl
kann beispielsweise ermittelt werden, indem der Elektromotor pulsförmig mit einer
Versorgungsspannung beaufschlagt wird, wobei in den Pulspausen die vom Elektromotor
erzeugte Generatorspannung abgegriffen und im Modellbahnartikel gemessen wird. Die
Generatorspannung stellt ein Messsignal dar, das mit der Motordrehzahl korreliert
ist und deren Ermittlung ermöglicht. Die Motordrehzahl kann herangezogen werden, um
die Werte einer oder mehrerer Betriebszustandskenngrößen zu ermitteln und zeitabhängig
im Ereignisspeicher zu speichern, etwa die nachfolgend erwähnte Geschwindigkeit und/oder
Wegstrecke des Modellbahnartikels.
[0012] Von Vorteil ist es, wenn ein Geschwindigkeits-Zeit-Profil des Modellbahnartikels
ermittelt und gespeichert wird. Die Geschwindigkeit des Modellbahnartikels lässt sich
anhand der Motordrehzahl des Elektromotors des Modellbahnartikels rechnerisch einfach
ermitteln, beispielsweise unter Berücksichtigung des Übersetzungsverhältnisses einer
Antriebseinrichtung des Modellbahnartikels.
[0013] Bevorzugt ist es, wenn ein Weg-Zeit-Profil des Modellbahnartikels ermittelt und gespeichert
wird, um zeitabhängig die vom Modellbahnartikel zurückgelegte Wegstrecke auswerten
zu können. Die Ermittlung der Wegstrecke kann rechnerisch einfach beispielsweise durch
Integration des Geschwindigkeits-Zeit-Profils ermittelt werden oder unmittelbar anhand
der Drehzahl des Elektromotors unter Berücksichtigung des Übersetzungsverhältnisses
der Antriebseinrichtung und der Größe der Antriebsräder des Modellbahnartikels.
[0014] Vorzugsweise wird die vom Modellbahnartikel zurückgelegte Gesamtwegstrecke und/oder
die Gesamtbetriebsdauer des Modellbahnartikels ermittelt und gespeichert. Bei der
Gesamtbetriebsdauer und/oder der gesamten Wegstrecke des Modellbahnartikels handelt
es sich um aussagekräftige Betriebszustandskenngrößendaten, anhand derer ein Wartungsbedarf
für den Modellbahnartikel auf einfache Weise feststellbar ist.
[0015] Von Vorteil ist es, wenn der über einen Elektromotor des Modellbahnartikels fließende
Motorstrom zur Ermittlung mindestens einer Betriebszustandskenngröße herangezogen
wird und/oder als Betriebszustandskenngröße zeitabhängig gespeichert wird. Bei dem
Motorstrom handelt es sich ebenfalls um eine Betriebszustandskenngröße, die zeitabhängig
gespeichert werden kann. Zudem kann mittels des Motorstroms unter Berücksichtigung
einer bereits ermittelten Motordrehzahl das vom Elektromotor abgegebene Motordrehmoment
sowie die Motorleistung des Elektromotors ermittelt werden.
[0016] Günstigerweise werden ein Motordrehmoment-Zeit-Profil und/oder ein Motorleistungs-Zeit-Profil
ermittelt und gespeichert. Bei dem Motordrehmoment und bei der Motorleistung handelt
es sich jeweils um Betriebszustandskenngrößen des Modellbahnartikels, anhand derer
die auf den Modellbahnartikel wirkende Last technisch einfach zeitabhängig bestimmt
werden kann.
[0017] Es kann vorgesehen sein, dass eine Mehrzahl von zeitabhängigen und im Ereignisspeicher
gespeicherten Profilen etwa der Geschwindigkeit, des Weges, des Motordrehmoments und
der Motorleistung miteinander verknüpft werden, um ein weiteres zeitabhängiges Profil
des Modellbahnartikels zu ermitteln und zu speichern. Beispielsweise kann ein motordrehmomentabhängiges
oder ein leistungsabhängiges Geschwindigkeits-Zeit-Profil ermittelt und gespeichert
werden.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass Anmeldungen des Modellbahnartikels bei einer Steuereinheit
der Modellbahnanlage zeitabhängig gespeichert werden. Dadurch lässt sich beispielsweise
ermitteln, wann und wie oft der Modellbahnartikel an einer Steuereinheit angemeldet
wird, wobei ergänzend vorgesehen sein kann, dass eine Kennung der Steuereinheit verknüpft
mit dem Anmeldevorgang zeitabhängig gespeichert wird.
[0019] Weiter kann vorgesehen sein, dass im Analogbetrieb des Modellbahnartikels das Vorliegen
eines Umschaltimpulses erfasst und zeitabhängig gespeichert wird. Dies ermöglicht
es beispielsweise, durch Auswerten des Ereignisspeichers bei defekter Elektronik eine
übermäßig hohe Anzahl von Umschaltimpulsen ermitteln zu können.
[0020] Von Vorteil ist es, wenn die mindestens eine Betriebszustandskenngröße zunächst zeitabhängig
in einem Protokollspeicher des Modellbahnartikels löschbar gespeichert wird und wenn
anschließend eine Überführung der Betriebszustandskenngrößendaten in den Ereignisspeicher
erfolgt und/oder wenn eine Verarbeitung der Betriebszustandskenngrößendaten zu zeitabhängigen
Daten mindestens einer weiteren Betriebszustandskenngröße erfolgt, die im Ereignisspeicher
gespeichert wird. Bei dieser Variante des Verfahrens ist im Modellbahnartikel ein
Protokollspeicher vorgesehen, in dem fortlaufend eine oder mehrere Betriebszustandskenngrößen
zeitabhängig gespeichert werden. Die eigentliche Speicherung im Ereignisspeicher erfolgt
durch Übernahme der Betriebszustandskenngrößendaten aus dem Protokollspeicher in den
Ereignisspeicher. Außerdem kann vorgesehen sein, dass Betriebszustandskenngrößendaten
im Protokollspeicher als Basis für eine Weiterverarbeitung wie etwa Auswertung dienen
und dass mindestens eine Betriebszustandskenngröße zeitabhängig darauf basierend im
Ereignisspeicher gespeichert wird. Beispielsweise wird die Motordrehzahl zeitabhängig
im Protokollspeicher gespeichert. Das Weg-Zeit-Profil und das Geschwindigkeits-Zeit-Profil
kann beispielsweise anhand der Motordrehzahldaten ermittelt und zeitabhängig im Ereignisspeicher
gespeichert werden, da sie für einen Benutzer noch aussagekräftiger sind als die Motordrehzahldaten.
[0021] Der Protokollspeicher wird beispielsweise fortwährend überschrieben oder gelöscht,
beispielsweise in regelmäßigen Intervallen oder nach Verarbeitung der darin gespeicherten
Betriebszustandskenngrößendaten.
[0022] Günstig ist es, wenn die Überführung und/oder die Weiterverarbeitung der Betriebszustandskenngrößendaten
in einer Ruhepause des Modellbahnartikels erfolgt. "Ruhepause" ist vorliegend ein
Betriebszustand des Modellbahnartikels, in dem dieser in den Spielbetrieb der Modellbahnanlage
integriert und insbesondere an einer Steuereinheit angemeldet ist, sich aber in Ermangelung
von Steuerbefehlen passiv verhält. Dies erlaubt es, Ruhepausen in Abwesenheit von
Steuerbefehlen der Steuereinheit zur Überführung und/oder Weiterverarbeitung von Betriebszustandskenngrößendaten
zu nutzen.
[0023] Vorzugsweise werden gespeicherte Betriebszustandskenngrößendaten vom Modellbahnartikel
an eine Steuereinheit der Modellbahnanlage übermittelt, um einem Benutzer einen einfacheren
Zugriff auf die Betriebszustandskenngrößendaten zu ermöglichen.
[0024] Es kann vorgesehen sein, dass Betriebszustandskenngrößendaten nur auf eine diesbezügliche
Anfrage der Steuereinheit vom Modellbahnartikel übermittelt werden. Die Steuereinheit
kann hierfür definierte oder definierbare Abfragenzeitfenster vorsehen, innerhalb
derer sie die am Spielbetrieb teilnehmenden Modellbahnartikel zur Übermittlung von
Betriebszustandskenngrößendaten auffordert.
[0025] Günstig ist es, wenn übermittelte Betriebszustandskenngrößendaten zumindest teilweise
an der Steuereinheit angezeigt werden, insbesondere wenn bei Überschreiten einer Schwellenwertwegstrecke
durch die vom Modellbahnartikel zurückgelegte Gesamtwegstrecke und/oder bei Überschreiten
einer Schwellenwertbetriebsdauer durch die Gesamtbetriebsdauer des Modellbahnartikels
eine Signalisierung an der Steuereinheit erfolgt. Die Anzeige von Betriebszustandskenngrößendaten,
beispielsweise eines Weg-Zeit-Profils, eines Geschwindigkeits-Zeit-Profils, der Gesamtwegstrecke,
der Gesamtbetriebsdauer etc. des Modellbahnartikels ermöglicht eine handhabungs- und
benutzerfreundliche Einsichtnahme in das und Auswertung des Nutzungsprofils des Modellbahnartikels
durch den Benutzer. Ist die Schwellenwertwegstrecke und/oder die Schwellenwertbetriebsdauer
des Modellbahnartikels überschritten, kann dies an der Steuereinheit ebenfalls signalisiert
werden. Beispielsweise kann der Benutzer aufgefordert werden, den Modellbahnartikel
zu ölen oder andersartige Wartungsarbeiten durchzuführen. In Nachbildung des großtechnischen
Vorbildes kann etwa vorgesehen sein, dass der Benutzer zur Steigerung des Spielwertes
aufgefordert wird, Betriebsstoff nachzufüllen. Dies kann beispielsweise anhand eines
insbesondere lastabhängigen Weg-Zeit-Profils oder Geschwindigkeits-Zeit-Profils ermittelt
und an der Steuereinheit abgelesen werden.
[0026] Es wurde bereits eingangs erwähnt, dass der Modellbahnartikel einen Modellbahndecoder
umfassen kann. Von Vorteil ist es, wenn die Speicherung und/oder die Weiterverarbeitung
von Betriebszustandskenngrößendaten und/oder die Übermittlung von Betriebszustandskenngrößendaten
an eine Steuereinheit der Modellbahnanlage in einem bzw. durch einen digitalen Modellbahndecoder
des Modellbahnartikels erfolgt. Dies ermöglicht es, den Modellbahndecoder über die
Entgegennahme, Interpretation und Ausführung von Steuerbefehlen hinaus für weitere
Funktionen des Modellbahnartikels einzusetzen.
[0027] Wie eingangs ebenfalls erwähnt, betrifft die Erfindung auch einen digitalen Modellbahndecoder.
Bei einem gattungsgemäßen Modellbahndecoder wird die eingangs gestellte Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass der Modellbahndecoder ein Zeitglied zum Ausgeben eines Zeitsignals
sowie einen Ereignisspeicher umfasst, in dem die mindestens eine Betriebszustandskenngröße
in Abhängigkeit des Zeitsignals speicherbar ist.
[0028] Die mit dem erfindungsgemäßen Modellbahndecoder erzielbaren Vorteile wurden bereits
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sowie vorteilhaften Varianten
des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert, so dass diesbezüglich auf voranstehende
Ausführungen verwiesen wird.
[0029] Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
- Figur 1:
- ein schematisches Blockschaltbild einer digitalen elektrischen Modellbahnanlage in
Form einer elektrischen Modelleisenbahn, mit der das erfindungsgemäße Verfahren durchführbar
ist und
- Figur 2:
- ein schematisches Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Modellbahndecoders der Modellbahnanlage
aus Figur 1.
[0030] Figur 1 zeigt schematisch ein Blockschaltbild einer digitalen elektrischen Modellbahn,
insbesondere einer digitalen elektrischen Modelleisenbahn, die insgesamt mit dem Bezugszeichen
10 belegt ist. Sie umfasst einen elektrischen Modellbahnartikel, nämlich ein Triebfahrzeug
in Form einer Lokomotive 12. Die Lokomotive 12 ist auf einem Gleis 14 verfahrbar und
verfügt zu diesem Zweck über einen regelbaren Elektromotor 16.
[0031] Ein Steuergerät 18 ist über Verbindungsleitungen 20 und 22 an das Gleis 14 angeschlossen
und dadurch elektrisch leitend mit der Lokomotive 12 verbunden. Die Verbindungsleitungen
20, 22 sind über Verbindungsanschlüsse 24 bzw. 26 an das Steuergerät 18 angeschlossen
und über Verbindungsanschlüsse 28 bzw. 30 an das Gleis 14. Die Verbindungsleitungen
20 und 22 bilden in Kombination mit dem Gleis 14 einen bidirektionalen Kommunikationskanal
aus, über den Befehle und Daten zwischen dem Steuergerät 18 und der Lokomotive 12
übertragen werden können.
[0032] Ein Benutzer kann Steuerbefehle am Steuergerät 18 auf an sich bekannte und deswegen
nicht erläuterte Weise generieren, etwa indem er eine einer Mehrzahl von Funktionstasten
32 betätigt. Den Funktionstasten 32 sind Steuerbefehle zugeordnet, die von der Lokomotive
12 umgesetzt werden können. Weiter kann der Benutzer die Geschwindigkeit der Lokomotive
12 mittels eines Fahrtreglers 34 vorgeben, die ebenso wie die Steuerbefehle der Funktionstasten
32 über die Verbindungsleitungen 20, 22 an das Gleis 14 und damit die Lokomotive 12
übertragen werden können.
[0033] In umgekehrter Richtung können Daten von der Lokomotive 12 über die Verbindungsleitungen
20 und 22 an das Steuergerät 18 übertragen werden und beispielsweise, darauf wird
nachfolgend noch eingegangen, an einer Anzeige 36 des Steuergerätes 18 angezeigt werden.
[0034] Zum Empfang und zur Auswertung von am Steuergerät 18 vorgenommenen Steuerbefehlen
sowie zur Übermittlung von Daten an das Steuergerät 18 umfasst die Lokomotive 12 eine
bevorzugte Ausführungsform eines digitalen Modellbahndecoders 38. Der Modellbahndecoder
38 ist mit dem Gleis 14 über Kommunikationsanschlüsse 40 und 42 elektrisch verbunden.
Des Weiteren umfasst der Modellbahndecoder 38 eine Mehrzahl von Signaleingängen 44,
von denen vorliegend vier Signaleingänge 44 dargestellt sind. Über die Signaleingänge
44 können dem Modellbahndecoder 38 im Betrieb der Lokomotive 12 auftretende Eingangssignale
bereitgestellt werden.
[0035] Weiter umfasst der Modellbahndecoder 38 eine Mehrzahl von Steuerausgängen 46, von
denen vorliegend drei Steuerausgänge 46 gezeigt sind. Über die Steuerausgänge 46 können
Funktionseinheiten der Lokomotive 12 in Abhängigkeit von an den Modellbahndecoder
38 übermittelten Steuerbefehlen angesteuert werden. Beispielsweise kann der Elektromotor
16 über die Steuerausgänge 46 angesteuert werden, ferner etwa eine elektromagnetisch
betätigbare Kupplung 48 der Lokomotive 12.
[0036] Außerdem umfasst der Modellbahndecoder 38 eine schematisch dargestellte Signalverarbeitungseinrichtung
50, die beispielsweise als Mikrokontroller ausgestaltet ist. Sie weist einen Festwertspeicher
52 auf, in dem ein Grundprogramm hinterlegt ist. Mittels des Grundprogrammes können
zum einen Steuerbefehle des Steuergerätes 18 analysiert und ausgeführt werden. Zum
anderen können Rechenoperationen durchgeführt werden und die weiteren Funktionseinheiten
des Modellbahndecoders 38 angesteuert werden.
[0037] Zu den weiteren Funktionseinheiten zählen beispielsweise ein Ereignisspeicher 54,
ein Auswahlspeicher 56 und optional ein Protokollspeicher 58. Ferner weist die Signalverarbeitungseinrichtung
50, um zeitliche Vorgänge zu steuern und zu erfassen, ein Zeitglied 60 auf. Bei dem
Zeitglied 60 handelt es sich insbesondere um eine Echtzeituhr.
[0038] Mittels des Modellbahndecoders 38 können Betriebszustandskenngrößen im Betrieb der
Lokomotive 12 an der Modelleisenbahn 10 zeitabhängig im Ereignisspeicher 54 gespeichert
werden. Dies hat den Zweck, Informationen über die Nutzung, gewissermaßen ein "Nutzungsprofil",
der Lokomotive 12 zu gewinnen. Als Betriebszustandskenngröße wird eine Größe angesehen,
die mit dem Betriebszustand der Lokomotive 12 im Betrieb einer Modelleisenbahn 10
verknüpft oder anhand des Betriebszustandes ableitbar und ermittelbar ist.
[0039] Je nach Steuerbefehl, den ein Benutzer am Steuergerät 18 an die Lokomotive 12 übermittelt,
kann die Lokomotive 12 unterschiedliche Betriebszustände einnehmen, beispielsweise
unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten. Die Fahrgeschwindigkeit der Lokomotive 12,
die über die Motordrehzahl des Elektromotors 16 bestimmt wird, kann auf an sich bekannte
Weise durch Steuerung des Modellbahndecoders 38 geregelt werden. Ferner ist es denkbar,
dass auch das vom Elektromotor 16 ausgeübte Motordrehmoment und/oder die Motorleistung
des Elektromotors 16 geregelt werden in Abhängigkeit von Steuerbefehlen, die ein Benutzer
etwa mittels der Funktionstasten 32 am Steuergerät 18 vornimmt.
[0040] Die Motordrehzahl des Elektromotors 16 dient vorliegend als Grundlage zur zeitabhängigen
Speicherung der Betriebszustandskenngrößen der Lokomotive 12. Unter "zeitabhängige
Speicherung" wird eine Speicherung der Art der Betriebszustandskenngröße, deren Wert
zu einem bestimmten anhand des Zeitgliedes 60 ermittelbaren und ebenfalls gespeicherten
Zeitpunktes verstanden.
[0041] Bei der Lokomotive 12 erfolgt die Regelung der Motordrehzahl unter Einsatz einer
gepulsten Versorgungsspannung des Elektromotors 16, die wahlweise unterbrochen und
aktiviert wird. Ist die Versorgungsspannung unterbrochen, wird die am Elektromotor
16 auftretende Generatorspannung über zwei Signaleingänge 62, 63 der Signaleingänge
44 erfasst und dem Modellbahndecoder 38 zugeführt. Die Motordrehzahl ist mit der Generatorspannung
verknüpft und kann beim Erfassen durch den Modellbahndecoder 38 aus der Generatorspannung
ermittelt werden. Über einen weiteren Signaleingang 64 der Signaleingänge 44 kann
der bei Anliegen einer Versorgungsspannung über dem Elektromotor 16 fließende Motorstrom
erfasst und dem Modellbahndecoder 38 zugeführt werden.
[0042] Die Motordrehzahl ist eine Betriebszustandskenngröße, deren Art, deren Momentanwert
in Kombination mit einem vom Zeitglied 60 ermittelbaren Zeitstempel im Ereignisspeicher
54 gespeichert wird. Die Speicherung der Motordrehzahl kann beispielsweise periodisch
erfolgen, etwa alle paar Sekunden. In Abhängigkeit eines vom Zeitglied 60 ausgegebenen
Zeitsignals kann mittels des Grundprogrammes im Festwertspeicher 52 der Speichervorgang
ausgelöst werden.
[0043] Über die Motordrehzahl hinaus können weitere Betriebszustandskenngrößen zeitabhängig
im Ereignisspeicher 54 gespeichert werden, nämlich zum Beispiel die Geschwindigkeit
der Lokomotive 12. Die Geschwindigkeit kann anhand der Motordrehzahl unter Ausnutzung
des Übersetzungsverhältnisses einer Antriebseinrichtung der Lokomotive 12 ermittelt
werden. Dies ermöglicht es, etwa im Ereignisspeicher 54 ein Geschwindigkeits-Zeit-Profil
der Lokomotive 12 abzuspeichern.
[0044] Als weitere Betriebszustandskenngröße wird beispielsweise ein Weg-Zeit-Profil der
Lokomotive 12 ermittelt und im Ereignisspeicher 54 gespeichert. Dies kann beispielsweise
durch Integration des Geschwindigkeits-Zeit-Profils durchgeführt werden. Möglich ist
auch, unmittelbar aus der Motordrehzahl unter Ausnutzung des Übersetzungsverhältnisses
der Antriebseinrichtung sowie der Größe der Antriebsräder der Lokomotive 12 den von
dieser zurückgelegten Weg zu ermitteln und ebenfalls zu speichern.
[0045] Anhand des Weg-Zeit-Profils ist es ebenfalls möglich, die von der Lokomotive 12 zurückgelegte
Gesamtwegstrecke zu ermitteln. Ferner ist es anhand der Zeitstempel der Speichereinträge
im Ereignisspeicher 54 besonders einfach möglich, die Gesamtbetriebsdauer der Lokomotive
12 zu ermitteln. Die Gesamtbetriebsdauer und die Gesamtwegstrecke können als aussagekräftige
Betriebszustandskenngrößen ebenfalls im Ereignisspeicher 54 gespeichert werden.
[0046] Außerdem kann vorgesehen sein, ein Motordrehmoment-Zeit-Profil sowie ein Motorleistungs-Zeit-Profil
des Elektromotors 16 zeitabhängig im Ereignisspeicher 54 zu speichern. Das Motordrehmoment
kann ermittelt werden unter Berücksichtigung der wie vorstehend erläutert bestimmten
Motordrehzahl in Verbindung mit dem am Signaleingang 64 erfassten Motorstrom. Weiter
kann aus dem Motordrehmoment die vom Elektromotor 16 abgegebene Motorleistung ermittelt
und zeitabhängig im Ereignisspeicher 54 gespeichert werden.
[0047] Ferner ist es möglich, Betriebszustandskenngrößen, die mit einer Änderung des Betriebszustands
der Lokomotive 12 verknüpft sind, zeitabhängig im Ereignisspeicher 54 zu speichern.
Beispielsweise können Anmeldevorgänge beim Steuergerät 18 sowie bei weiteren Steuergeräten
derselben oder einer anderen Modelleisenbahnanlage gespeichert werden. Denkbar ist
auch, dass die Lokomotive 12 im Analogbetrieb betrieben werden kann und Umschaltimpulse
zur Fahrtrichtungsänderung zeitabhängig im Ereignisspeicher 54 gespeichert werden.
[0048] Welche Betriebszustandskenngrößen im Ereignisspeicher 54 gespeichert werden, kann
der Benutzer anhand einer Liste von herstellerseitig im Auswahlspeicher 56 hinterlegten
Informationen nach seinen Vorlieben einstellen. Auf den Auswahlspeicher 56 kann der
Benutzer zum Beispiel mittels des Steuergerätes 18 zugreifen und dadurch das Speichern
der gewünschten Betriebszustandskenngrößen aktivieren und deaktivieren.
[0049] Bei einer Variante des bislang beschriebenen Verfahrens kann vorgesehen sein, dass
Betriebszustandskenngrößen zunächst zeitabhängig im optionalen Protokollspeicher 58
gespeichert werden. Die dabei gespeicherten Betriebszustandskenngrößendaten - Art
und Wert der Betriebszustandskenngröße in Verbindung mit der Zeitinformation - können
zum einen in den Ereignisspeicher 54 überführt werden. Zum anderen ist eine Weiterverarbeitung
und/oder Auswertung der Betriebszustandskenngrößendaten möglich.
[0050] Beispielsweise kann bei dem Modellbahndecoder 38 vorgesehen sein, dass im Protokollspeicher
58 nur die ermittelte Motordrehzahl zeitabhängig als Betriebszustandskenngröße gespeichert
wird. Da allerdings ein Weg-Zeit-Profil und ein Geschwindigkeits-Zeit-Profil der Lokomotive
12 für einen Benutzer jeweils eine noch höhere Aussagekraft aufweist als ein Motordrehzahl-Zeit-Profil,
kann vorgesehen sein, dass die mit der Motordrehzahl verknüpften Betriebszustandskenngrößendaten
zur Gewinnung eines Weg-Zeit-Profils und/oder eines Geschwindigkeits-Zeit-Profils
verarbeitet und diese im Ereignisspeicher 54 gespeichert werden. Der Protokollspeicher
58 kann nach Verarbeitung der Daten gelöscht werden, beispielsweise zyklisch gelöscht
werden oder fortlaufend überschrieben werden.
[0051] Im Ereignisspeicher 54 gespeicherte Betriebszustandskenngrößendaten können über die
Verbindungsleitungen 20 und 22 an das Steuergerät 18 übertragen werden und dem Benutzer
an der Anzeige 36 signalisiert und insbesondere visualisiert werden. Es ist dabei
möglich, dass Daten erst nach einer Aufforderung des Steuergerätes 18 an den Modellbahndecoder
38 zur Datenübermittlung übermittelt werden.
[0052] An der Anzeige 36 können die Betriebszustandskenngrößendaten angezeigt werden, etwa
das Weg-Zeit-Profil, das Geschwindigkeits-Zeit-Profil, das Motordrehmoment-Zeit-Profil
oder das Motorleistungs-Zeit-Profil der Lokomotive 12. Ferner können die Gesamtwegstrecke
und die Gesamtbetriebsdauer der Lokomotive 12 angezeigt werden. Die Signalisierung
der Betriebszustandskenngrößendaten an der Anzeige 36 ermöglicht es dem Benutzer auf
benutzerfreundliche Weise, das Nutzungsprofil der Lokomotive 12 zu analysieren. Dies
dient zum Beispiel dazu, Informationen über erforderliche Wartungsarbeiten zu gewinnen,
die an der Lokomotive 12 vorgenommen werden. Hierbei kann es sich um Wartungsarbeiten
der Lokomotive 12 handeln, soweit sie als technischer Artikel gewartet werden muss,
ebenso wie um Wartungsarbeiten, die an der Lokomotive 12 in ihrer Eigenschaft als
Nachbildung des großtechnischen Vorbildes vorgenommen werden sollten, um den Spielwert
zu erhöhen.
[0053] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass ermittelt wird, ob die Gesamtwegstrecke
eine Schwellenwertwegstrecke überschreitet und/oder ob die Gesamtbetriebsdauer eine
Schwellenwertbetriebsdauer überschreitet und an der Anzeige eine diesbezügliche Information
an den Benutzer ausgegeben werden kann. Ihr Inhalt kann beispielsweise die Aufforderung
sein, die Lokomotive 12 zu ölen und sie damit als technischen Artikel zu warten. Inhalt
der Information kann weiter sein, spielerisch einen Betriebsstoff an der Lokomotive
12 aufzufüllen, um den Vorgaben des großtechnischen Vorbildes zu entsprechen. Bei
der Lokomotive 12 handelt es sich vorliegend um eine Dampflokomotive, so dass in der
Anzeige 36 die Aufforderung ausgegeben werden könnte, einen Kohlespeicher zum Auffüllen
des Kohlevorrats aufzusuchen.
[0054] Weiter dient die Speicherung von Betriebszustandskenngrößendaten im Ereignisspeicher
54 dazu, Wartungspersonal für die Lokomotive 12 über deren Nutzungsprofil zu informieren.
Das Wartungspersonal kann den Inhalt des Ereignisspeichers 54 auslesen und dadurch
Rückschlüsse auf den Einsatz der Lokomotive 12 ziehen. Diese Rückschlüsse können beim
Auffinden und beim Beheben von Fehlfunktionen der Lokomotive 12 von Nutzen sein.
1. Verfahren zum Betreiben einer digitalen elektrischen Modellbahnanlage, insbesondere
Modelleisenbahnanlage, mit einem Modellbahnartikel, der im Betrieb der Modellbahnanlage
unterschiedliche Betriebszustände einnehmen kann, dadurch gekennzeichnet, dass während des Betriebs des Modellbahnartikels in einem Ereignisspeicher des Modellbahnartikels
mindestens eine Betriebszustandskenngröße zeitabhängig gespeichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Betriebszustandskenngröße in regelmäßigen Zeitintervallen gespeichert
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitintervalle von einem Benutzer vorgegeben werden.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Benutzer auswählbar ist, welche mindestens eine Betriebszustandskenngröße
im Ereignisspeicher gespeichert wird.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motordrehzahl eines Elektromotors des Modellbahnartikels zur Ermittlung mindestens
einer Betriebszustandskenngröße herangezogen wird und/oder als Betriebszustandskenngröße
zeitabhängig gespeichert wird.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Geschwindigkeits-Zeit-Profil des Modellbahnartikels ermittelt und gespeichert
wird.
7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Weg-Zeit-Profil des Modellbahnartikels ermittelt und gespeichert wird.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Modellbahnartikel zurückgelegte Gesamtwegstrecke und/oder die Gesamtbetriebsdauer
des Modellbahnartikels ermittelt und gespeichert wird.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der über einen Elektromotor des Modellbahnartikels fließende Motorstrom zur Ermittlung
mindestens einer Betriebszustandskenngröße herangezogen wird und/oder als Betriebszustandskenngröße
zeitabhängig gespeichert wird.
10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass ein Motordrehmoment-Zeit-Profil und/oder ein Motorleistungs-Zeit-Profil ermittelt
und gespeichert wird.
11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Anmeldungen des Modellbahnartikels bei einer Steuereinheit der Modellbahnanlage zeitabhängig
gespeichert werden.
12. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Analogbetrieb des Modellbahnartikels das Vorliegen eines Umschaltimpulses erfasst
und zeitabhängig gespeichert wird.
13. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Betriebszustandskenngröße zunächst zeitabhängig in einem Protokollspeicher
des Modellbahnartikels löschbar gespeichert wird und dass anschließend eine Überführung
der Betriebszustandskenngrößendaten in den Ereignisspeicher erfolgt und/oder dass
eine Verarbeitung der Betriebszustandskenngrößendaten zu zeitabhängigen Daten mindestens
einer weiteren Betriebszustandskenngröße erfolgt, die im Ereignisspeicher gespeichert
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung und/oder die Weiterverarbeitung der Betriebszustandskenngrößendaten
in einer Ruhepause des Modellbahnartikels erfolgt.
15. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gespeicherte Betriebszustandskenngrößendaten vom Modellbahnartikel an eine Steuereinheit
der Modellbahnanlage übermittelt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass Betriebszustandskenngrößendaten nur auf eine diesbezügliche Anfrage der Steuereinheit
vom Modellbahnartikel übermittelt werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass übermittelte Betriebszustandskenngrößendaten zumindest teilweise an der Steuereinheit
angezeigt werden, insbesondere dass bei Überschreiten einer Schwellenwertwegstrecke
durch die vom Modellbahnartikel zurückgelegte Gesamtwegstrecke und/oder bei Überschreiten
einer Schwellenwertbetriebsdauer durch die Gesamtbetriebsdauer des Modellbahnartikels
eine Signalisierung an der Steuereinheit erfolgt.
18. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherung und/oder Weiterverarbeitung von Betriebszustandskenngrößendaten und/oder
die Übermittlung von Betriebszustandskenngrößendaten an eine Steuereinheit der Modellbahnanlage
in einem bzw. durch einen digitalen Modellbahndecoder des Modellbahnartikels erfolgt.
19. Digitaler Modellbahndecoder für einen Modellbahnartikel, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der voranstehenden Ansprüche, umfassend mindestens einen
Signaleingang (44) zum Erfassen mindestens eines Eingangssignals, das mit mindestens
einer Betriebszustandskenngröße des Modellbahnartikels (12) verknüpft ist, und eine
Signalverarbeitungseinrichtung (50) zum Ermitteln der mindestens einen Betriebszustandskenngröße
anhand des mindestens einen Eingangssignals, dadurch gekennzeichnet, dass der Modellbahndecoder (38) ein Zeitglied (60) zum Ausgeben eines Zeitsignals sowie
einen Ereignisspeicher (54) umfasst, in dem die mindestens eine Betriebszustandskenngröße
in Abhängigkeit des Zeitsignals speicherbar ist.