[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schneidemaschine für Lebensmittel, gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Schneidemaschine der vorgenannten Art ist aus der
DE 23 38 523 A1 bekannt. Bei der darin beschriebenen Schneidemaschine ist ein erstes, mit einem Außengewinde
versehene Gewindeteil mit einem feststehenden Gehäuse und ein zweites, mit einem Innengewinde
versehenes Gewindeteil mit einer beweglichen Anschlagplatte verbunden. Das zweite
Gewindeteil besteht aus einer Handhabe und zwei weiteren, die Gewindegänge tragenden
Teilen, wobei die Handhabe und die beiden Teile in axialer Richtung aneinander befestigt
sind. Diese Befestigung geschieht über federnde Rastzungen, die als Spannmittel wirken
und die drei Teile des zweiten Gewindeteils in axialer Richtung federnd aneinander
pressen. Auf diese Weise entsteht in den Gewindegängen des Außengewindes eine leichte
axiale Spannung, die bewirkt, dass der durch das erste und das zweite Gewindeteil
gebildete Schraubentrieb weniger spielbehaftet ist.
[0003] Nachteilig hierbei ist der vergleichsweise komplizierte Aufbau des Verstellmechanismus,
der zu einer aufwendigen und kostenintensiven Fertigung führt.
[0004] Eine weitere Schneidemaschine ist aus der
EP 1 480 792 B1 bekannt. Bei der darin beschriebenen Schneidemaschine ist ein erstes, mit einem Außengewinde
versehene Gewindeteil mit einem feststehenden Gehäuse und ein zweites, mit einem Innengewinde
versehenes Gewindeteil mit einer beweglichen Anschlagplatte verbunden. Dieses zweite
Gewindeteil weist auf seiner von dem Gehäuse abgewandten Seite eine Handhabe auf.
Weiterhin sind als Spannmittel dienende Federn vorgesehen, die zwischen dem Gehäuse
und der Anschlagplatte angeordnet sind und ein Drehmoment in die Anschlagplatte einleiten,
die zu einer Verkippung des zweiten Gewindeteils gegenüber dem ersten Gewindeteil
führt. Auch auf diese Weise lässt sich das Spiel des durch das erste und das zweite
Gewindeteil gebildeten Schraubentriebs verringern.
[0005] Bei dieser Ausführungsform erscheint es aufwendig, die Anschlagplatte gegenüber dem
Gehäuse zu verkippen, um das Spiel des Schraubentriebs zu reduzieren.
[0006] Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung einer
Schneidemaschine der eingangs genannten Art, die einfacher und/oder kostengünstiger
ausgebildet ist.
[0007] Dies wird erfindungsgemäß durch eine Schneidemaschine der eingangs genannten Art
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Die Unteransprüche betreffen
bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0008] Gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass die Spannmittel so ausgebildet sind, dass sie
das erste und das zweite Gewindeteil zumindest abschnittsweise in radialer Richtung
aneinander drücken können, um das Spiel der Verbindung der beiden Gewindeteile zu
reduzieren. Dadurch kann die Konstruktion der Verstellmittel der Schneidemaschine
insgesamt einfacher werden, weil beispielsweise eine Mehrteiligkeit in axialer Richtung
wie bei der
DE 23 38 523 A1 nicht erforderlich ist.
[0009] Es kann vorgesehen sein, dass das erste Gewindeteil mindestens zwei relativ zueinander
bewegbare Segmente aufweist. Dabei können die mindestens zwei Segmente des ersten
Gewindeteils in Umfangsrichtung des Gewindes zumindest abschnittsweise zueinander
beabstandet sein. Eine derartige Gestaltung lässt sich konstruktiv einfach lösen,
beispielsweise im Rahmen einer Fertigung als Kunststoffspritzgussteil.
[0010] Es besteht dann die Möglichkeit, dass die Spannmittel mindestens eines der Segmente
des ersten Gewindeteils in radialer Richtung nach innen drücken können. Derartige
Spannmittel können sehr einfach aufgebaut sein. Beispielsweise können die Spannmittel
als Schlauchschelle oder als Schlauchklemme oder als Rohrschelle oder als Federring
oder als Elastomerring ausgebildet sein oder eine Schlauchschelle oder eine Schlauchklemme
oder eine Rohrschelle oder einen Federring oder einen Elastomerring umfassen. Ein
derartiges Spannmittel ist sehr kostengünstig, zuverlässig und erlaubt unter Umständen,
beispielsweise durch Drehen einer Schraube, eine Einstellung des Spiels der Verbindung
der beiden Gewindeteile.
[0011] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das zweite Gewindeteil mindestens
zwei relativ zueinander bewegbare Segmente aufweist. Dabei können die mindestens zwei
Segmente des zweiten Gewindeteils in Umfangsrichtung des Gewindes zumindest abschnittsweise
zueinander beabstandet sein. Auch diese Gestaltung lässt sich konstruktiv einfach
lösen, beispielsweise im Rahmen einer Fertigung als Kunststoffspritzgussteil.
[0012] Es besteht dann die Möglichkeit, dass die Spannmittel mindestens eines der Segmente
des zweiten Gewindeteils in radialer Richtung nach außen drücken können. Auch derartige
Spannmittel können sehr einfach aufgebaut sein, insbesondere ebenfalls als Schlauchschelle
oder als Schlauchklemme oder als Rohrschelle oder als Federring oder als Elastomerring.
[0013] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Details einer erfindungsgemäßen Schneidemaschine;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht gemäß den Pfeilen II - II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene perspektivische Ansicht von Teilen des Gehäuses und des
zweiten Gewindeteils mit Handrad;
- Fig. 4
- eine Fig. 3 entsprechende Ansicht von Teilen des Gehäuses, des zweiten Gewindeteils
mit Handrad und der Spannmittel.
[0014] In den Figuren sind gleiche oder funktional gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0015] Die in den Figuren abgebildete Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schneidemaschine
umfasst ein Gehäuse 1 , in dem ein nicht abgebildeter Motor angeordnet ist und an
oder in dem ein nicht abgebildetes rotierbares Schneidmesser gelagert ist. Weiterhin
umfasst die Schneidemaschine einen nicht abgebildeten Schlitten, auf dem abzuschneidendes
Schneidgut dem Schneidmesser zugeführt werden kann.
[0016] Die Schneidemaschine umfasst weiterhin eine Anschlagplatte 2, an der das Schneidgut
während des Schneidvorgangs anliegen kann. Die Schneidemaschine umfasst weiterhin
Verstellmittel 3, die eine Relativbewegung der Anschlagplatte 2 gegenüber dem Gehäuse
und dadurch eine Einstellung der Schnittstärke der abzuschneidenden Schneigutscheiben
ermöglichen.
[0017] Die Verstellmittel 3 umfassen ein erstes, äußeres Gewindeteil 4 mit einem Innengewinde
5, ein zweites, inneres Gewindeteil 6 mit einem Außengewinde 7 und ein Handrad 8,
das drehfest mit dem ersten Gewindeteil 4 verbunden oder einstückig an diesem angeformt
ist. Das Handrad 8 ragt abschnittsweise aus dem Gehäuse 1 heraus (siehe Fig. 1), so
dass ein Benutzer durch Drehen des Handrades 8 die Schnittstärke einstellen kann.
[0018] Es soll an dieser Stelle angemerkt werden, dass in den Fig. 1 und Fig. 2 eine erste
Ausführungsform sowie in den Fig. 3 und Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines Handrades
8 abgebildet ist. Diese beiden Ausführungsformen unterscheiden sich jedoch lediglich
in der Gestaltung ihres äußeren Umfangs voneinander und erfüllen letztlich beide den
Zweck, vom Benutzer gedreht werden zu können.
[0019] Das erste Gewindeteil 4 ist drehbar mit dem Gehäuse 1 verbunden. Das zweite Gewindeteil
6 ist drehbar oder drehfest mit der Anschlagplatte 2 verbunden oder einstückig mit
der Anschlagplatte 2 oder einem Teil der Anschlagplatte 2 ausgebildet.
[0020] Alternativ kann das erste Gewindeteil 4 drehfest mit dem Gehäuse 1 verbunden oder
einstückig mit dem Gehäuse 1 oder einem Teil des Gehäuses 1 ausgebildet sein. In diesem
Fall ist das zweite Gewindeteil 6 drehbar mit der Anschlagplatte 2 verbunden und das
Handrad 8 drehfest mit dem zweiten Gewindeteil 6 verbunden oder einstückig an diesem
angeformt.
[0021] Fig. 3 ist entnehmbar, dass das erste Gewindeteil 4 in eine Mehrzahl von Segmenten
9a, 9b, 9c, 9d unterteilt ist, zwischen denen in Umfangsrichtung jeweils ein Spalt
10 angeordnet ist, so dass sie in Umfangsrichtung zumindest abschnittsweise voneinander
beabstandet sind. Dabei sind die Segmente 9a, 9b, 9c, 9d über eine Grundplatte 12
des ersten Gewindeteils 4 miteinander verbunden.
[0022] Alternativ oder zusätzlich kann auch zweite Gewindeteil 6 in eine Mehrzahl von Segmenten
unterteilt sein, zwischen denen in Umfangsrichtung jeweils ein Spalt angeordnet sein
kann, so dass sie in Umfangsrichtung zumindest abschnittsweise voneinander beabstandet
sein können.
[0023] Die Verstellmittel 3 umfassen weiterhin Spannmittel 1 1 , die im abgebildeten Ausführungsbeispiel
als Schlauchschelle ausgebildet sind (siehe Fig. 2 und Fig. 4). Alternativ können
die Spannmittel 11 beispielsweise als Schlauchklemme oder als Rohrschelle oder als
Federring oder als Elastomerring ausgebildet sein.
[0024] Der Innenumfang der Spannmittel 11 kann beispielsweise durch Drehen einer Schraube
verkleinert werden, so dass auf die Segmente 9a, 9b, 9c, 9d des ersten Gewindeteils
4 eine radial nach innen gerichtete Kraft ausgeübt wird, die das erste Gewindeteil
4 beziehungsweise dessen Segmente 9a, 9b, 9c, 9d radial nach innen gegen das zweite
Gewindeteil 6 drückt. Dadurch wird das Spiel der Verbindung aus erstem und zweitem
Gewindeteil 4, 6 reduziert.
[0025] Alternativ oder zusätzlich kann bei einer Unterteilung des zweiten Gewindeteils 6
in Segmente innerhalb dieses zweiten Gewindeteils 6 ein Spannmittel vorgesehen werden,
das eine radial nach außen gerichtete Kraft auf die Segmente des zweiten Gewindeteils
6 ausübt, die das zweite Gewindeteil 6 beziehungsweise dessen Segmente radial nach
außen gegen das erste Gewindeteil 4 drückt. Dadurch wird ebenfalls das Spiel der Verbindung
aus erstem und zweitem Gewindeteil 4, 6 reduziert.
1. Schneidemaschine für Lebensmittel, umfassend
- ein Gehäuse (1);
- eine Anschlagplatte (2), die zur Einstellung der Scheibendicke des zu schneidenden
Schneidguts relativ zu dem Gehäuse (1) bewegbar ist;
- Verstellmittel (3) zur Bewegung der Anschlagplatte (2) relativ zu dem Gehäuse (1),
wobei die Verstellmittel (3) ein erstes Gewindeteil (4) mit einem Innengewinde (5)
und ein zweites Gewindeteil (6) mit einem in das Innengewinde (5) eingreifenden Außengewinde
(7) umfassen;
- Spannmittel (11), die das Spiel der Verbindung der beiden Gewindeteile (4, 6) reduzieren
können;
dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel (11) so ausgebildet sind, dass sie das erste und das zweite Gewindeteil
(4, 6) zumindest abschnittsweise in radialer Richtung aneinander drücken können, um
das Spiel der Verbindung der beiden Gewindeteile (4, 6) zu reduzieren.
2. Schneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gewindeteil (4) mindestens zwei relativ zueinander bewegbare Segmente (9a,
9b, 9c, 9d) aufweist.
3. Schneidemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Segmente (9a, 9b, 9c, 9d) des ersten Gewindeteils (4) in Umfangsrichtung
des Gewindes zumindest abschnittsweise zueinander beabstandet sind.
4. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel (11) mindestens eines der Segmente (9a, 9b, 9c, 9d) des ersten Gewindeteils
(4) in radialer Richtung nach innen drücken können.
5. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gewindeteil (6) mindestens zwei relativ zueinander bewegbare Segmente
aufweist.
6. Schneidemaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Segmente des zweiten Gewindeteils (6) in Umfangsrichtung des
Gewindes zumindest abschnittsweise zueinander beabstandet sind.
7. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel mindestens eines der Segmente des zweiten Gewindeteils (6) in radialer
Richtung nach außen drücken können.
8. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel (11) zumindest teilweise ringförmig ausgebildet sind.
9. Schneidemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel (11) als Schlauchschelle oder als Schlauchklemme oder als Rohrschelle
oder als Federring oder als Elastomerring ausgebildet sind oder eine Schlauchschelle
oder eine Schlauchklemme oder eine Rohrschelle oder einen Federring oder einen Elastomerring
umfassen.
10. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagplatte (2) mit dem ersten oder dem zweiten Gewindeteil (4, 6) verbunden
ist oder einstückig mit dem ersten oder dem zweiten Gewindeteil (4, 6) ausgebildet
ist.
11. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) mit dem zweiten oder dem ersten Gewindeteil (4, 6) verbunden ist
oder einstückig mit dem zweiten oder dem ersten Gewindeteil (4, 6) ausgebildet ist.
12. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidemaschine ein Handrad (8) umfasst, das drehfest mit dem ersten oder dem
zweiten Gewindeteil (4, 6) verbunden ist oder einstückig mit dem ersten oder dem zweiten
Gewindeteil (4, 6) ausgebildet ist.
13. Schneidemaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Handrad (8) von dem Benutzer zur Einstellung der Scheibendicke des zu schneidenden
Schneidguts gedreht werden kann.
14. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidemaschine ein Schneidmesser zum Abschneiden von Schneidgutscheiben umfasst,
das insbesondere an oder in dem Gehäuse (1) gelagert ist.