(19)
(11) EP 2 481 867 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
01.08.2012  Patentblatt  2012/31

(21) Anmeldenummer: 12000535.0

(22) Anmeldetag:  27.01.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04G 13/06(2006.01)
E04B 1/61(2006.01)
E04G 21/12(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 28.01.2011 DE 102011009762

(71) Anmelder: SCHÖCK BAUTEILE GmbH
76534 Baden-Baden (DE)

(72) Erfinder:
  • Bähr, Michael, Dipl.-Phys.
    76870 Kandel (DE)
  • Fritschi, Hubert, Dipl.-Ing.
    76530 Baden-Baden (DE)
  • Günther, Jan, Dipl.-Ing.
    76228 Karlsruhe (DE)
  • Weber, André, Dr.-Ing.
    77815 Bühl (DE)

(74) Vertreter: Lemcke, Brommer & Partner 
Patentanwälte Bismarckstraße 16
76133 Karlsruhe
76133 Karlsruhe (DE)

   


(54) Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden


(57) Die Erfindung betrifft ein Bauelement zum Einbau in Trennfugen (C) von Gebäuden, insbesondere an Treppenpodesten (A), zur schalldämmenden, kraftübertragenden Verbindung beidseits angrenzender Gebäudeteile (A, B), bestehend aus einer Trennplatte (3) und aus diese durchquerenden Bewehrungselementen (7), wobei die Trennplatte (3) zumindest eine Durchbrechung (3f) für ein Bewehrungselement aufweist, wobei die Trennplatte im Bereich der Durchbrechung einen trogförmigen Schalkörper (4) aufweist, der ausgehend von der Trennplatte in das erste (B) der beiden angrenzenden Gebäudeteile vorsteht, wobei das Bewehrungselement (7) ausgehend vom zweiten (A) der beiden Gebäudeteile unter Durchquerung der Durchbrechung (3f) in den Schalkörper (4) vorsteht und wobei das Bewehrungselement an der Trennplatte und/oder dem Schalkörper festgelegt ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden, insbesondere im Bereich von Treppenpodesten, zur schalldämmenden, kraftübertragenden Verbindung beidseits angrenzender Gebäudeteile, bestehend aus einer Trennplatte und aus diese durchquerenden Bewehrungselementen, wobei die Trennplatte zumindest eine Durchbrechung für ein Bewehrungselement aufweist.

[0002] Derartige Bauelemente sind beispielsweise aus der DE-A 195 42 282 bekannt. Dabei wird eine harte Trennplatte mit einem mehrschichtigen Aufbau aus relativ harten Außenlagen und einer demgegenüber weichen Zwischenlage und ohne direkte Verbindung der beiden Außenlagen miteinander eingesetzt und in die Trennfuge zwischen zwei Gebäudeteilen einbetoniert. Die Bewehrungsstäbe werden durch in der Trennplatte vorgesehenen Durchbrechungen hindurchgeführt und in der weichen Zwischenlage der Trennplatte im Bauelement verankert, die so die Schwingungsübertragung zwischen den Außenlagen untereinander sowie zwischen den Außenlagen und den Bewehrungsstäben dämpft. Nachteilig hierbei ist, dass die Bewehrungsstäbe trotz ihrer Dämpfung gegenüber dem Bauelement wegen ihres durch die Trennplatte gehenden, die beiden Gebäudeteile miteinander verbindenden Verlaufs dennoch eine hinreichend große Schwingungsübertragung und damit Schall- bzw. Geräuschübertragung zwischen den Gebäudeteilen verursachen. Darüber hinaus führt die Anordnung der Stäbe in der weichen Zwischenlage zu einer entsprechend großen Dicke des Bauelements und demgemäß zu einem großen gegenseitigen Abstand der angrenzenden Gebäudeteile.

[0003] Zur Vermeidung solcher durch eine Trennplatte hindurchgeführten Bewehrungsstäbe, die sich zwischen den beiden angrenzenden Gebäudeteilen erstrecken und so trotz der durch das Bauelement zur Verfügung zu stellenden Schalldämmung selbst für eine zusätzliche Schallübertragung sorgen, wurde im Stand der Technik in der EP-A 1 760 209 vorgeschlagen, Bewehrungsstäbe nicht durch die Trennplatte hindurchlaufen zu lassen, sondern jeweils nur seitlich an der Trennplatte festzulegen, wobei die Trennplatte zur Gewährleistung der Kraftübertragung nicht nur die Bewehrungsstäbe verwendet, sondern durch einen abgetreppten Querschnitt auch eine gegenseitige Überlappung der angrenzenden Gebäudeteile in Vertikalrichtung.

[0004] Bei dieser Ausführungsform ist die Trennplatte sehr aufwändig aufgebaut und weist nicht nur separate Haltemittel zur positionsgenauen Festlegung der Bewehrungsstäbe, sondern auch einen durch Coextrusion hergestellten mehrschichtigen Aufbau auf, in den gegebenenfalls zusätzliche Elemente wie Brandschutzstreifen, Elastomerlager etc. einzubauen sind und der durch den abgetreppten Verlauf selbsttragend sein und mit mehreren Innenstegen stabilisiert werden muss. Ist dieser Aufbau schon vergleichsweise kompliziert und der damit verbundene Herstellungsaufwand entsprechend groß, so führt die abgetreppte Ausführungsform der Trennplatte mit geneigten Trennplattenschenkeln zusätzlich dazu, dass zwischen den angrenzenden Gebäudeteilen keine definierte vertikale Trennebene mehr vorhanden ist; vielmehr hat auch die Trennebene in dem bekannten Fall den entsprechenden abgetreppten teilweise geneigten Verlauf, was zu einer äußerst geringen Toleranz beim Einbau des bekannten Bauelements zur Schalldämmung führt: Würde das Bauelement beispielsweise etwas zu hoch oder zu tief eingebaut werden oder mit abweichender Bauhöhe gegenüber der Höhe der angrenzenden Gebäudeteile, so führten die geneigten Trennplattenabschnitte sehr schnell dazu, dass die auf der Oberseite der angrenzenden Gebäudeteile gebildete Trennfuge nicht deckungsgleich positioniert ist mit der Trennfuge auf der Unterseite oder dass zumindest eine der randnahen Trennfugen ggf. geneigt anstatt vertikal verlaufen, was schnell zu Probleme bei den Anschlussarbeiten z. B. dem Aufbringen eines Estrichs, Bodenbelags, Dämmung etc. führt.

[0005] Darüber hinaus ist das aus der EP-A 1 760 209 bekannte Bauelement zum Einbau in Trennfugen nicht bzw. nur unter schwierigen Anpassungsmaßnahmen dazu geeignet, an anderen Positionen mit gleicher Aufgabenstellung eingebaut zu werden: So wäre es problematisch, mittels des bekannten Bauelements ein Treppenpodest an einer Gebäudedecke oder auch an einer Gebäudewand eines Treppenhauses aufzulagern, da dies durch den abgetreppten Verlauf der Trennebene dazu führen würde, dass sich die Gebäudedecke bzw. die Gebäudewand über die eigentliche vertikale Trennebene hinaus in Richtung des Treppenpodestes erstrecken müsste. Dadurch hätte die Gebäudedecke oder Gebäudewand keine definierte ebene Stirnfläche mehr, was ungewünscht ist und zu Folgeproblemen bei Berechnungen, Anschlussarbeiten etc. führen kann.

[0006] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 dahingehend weiterzuentwickeln, dass es einen modularen Aufbau und damit eine vereinfachte Anpassung an jeweilige Einbauverhältnisse ermöglicht und dadurch auch für andere Einsatzzwecke mit gleicher Aufgabenstellung, nämlich schallgedämmter Kraftübertragung verwendet werden kann.

[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden mit den Merkmalen von Anspruch 1.

[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand von Unteransprüchen, deren Wortlaut hiermit durch ausdrückliche Bezugnahme in die Beschreibung aufgenommen wird, um unnötige Textwiederholungen zu vermeiden.

[0009] Erfindungsgemäß ist das Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden dadurch gekennzeichnet, dass die Trennplatte im Bereich der Durchbrechung einen trogförmigen Schalkörper aufweist, der ausgehend von der Trennplatte in das erste der beiden angrenzenden Gebäudeteile vorsteht, dass das Bewehrungselement ausgehend vom zweiten der beiden Gebäudeteile unter Durchquerung der Durchbrechung in den Schalkörper vorsteht und dass das Bewehrungselement an der Trennplatte und/oder dem Schalkörper festgelegt ist.

[0010] Durch die Aufteilung in eine Trennplatte einerseits und einen oder mehrere Schalkörper andererseits wird ein modularer Aufbau ermöglicht, der eine Funktionentrennung mit sich bringt: Die Trennplatte kann zwar grundsätzlich beliebige Form aufweisen, jedoch ist es nunmehr möglich, diese wieder in der einfachsten Grundform eben und ohne Abtreppungen etc. auszubilden, was nicht nur die Kosten reduziert, sondern auch im Hinblick auf Montage, Anschlussarbeiten etc. besonders günstig ist. Die Trennplatte muss gemäß der erfindungsgemäßen Funktionentrennung somit nur für eine schallgedämmte Beabstandung der beiden angrenzenden Gebäudeteile sorgen, wohingegen für die Kraftübertragung alleine der Schalkörper verantwortlich ist, der in entsprechende Durchbrechungen der Trennplatte eingebaut und dort festgelegt wird: Natürlich gewährleistet der Schalkörper die Kraftübertragung nicht alleine, sondern verwendet hierzu das die Durchbrechung durchquerende Bewehrungselement sowie ein das Bewehrungselement umgebendes Betonmaterial, das sich in den Schalkörper erstreckt. Dabei liegt das Besondere darin, dass zwar - wie beim Stand der Technik der DE A-195 42 282 - das Bewehrungselement die Durchbrechung der Trennplatte durchquert, jedoch sich nicht bis in das angrenzende zweite Gebäudeteil (d.h. nicht in das Material des zweiten Gebäudeteils) hinein erstreckt, sondern sich auf den Bereich des Schalkörpers beschränkt. Dabei wird eine Überlappung der beiden angrenzenden Gebäudeteile lediglich im Bereich des Schalkörpers geschaffen, was aber - bei entsprechender Dimensionierung bzw. Anzahl der Schalkörper - ausreicht, um für die erforderliche Kraftübertragung zu sorgen.

[0011] Es ist unschwer erkennbar, dass sich der Schalkörper mit zugehörigem Bewehrungselement einerseits und die Trennplatte andererseits leicht hinsichtlich Position, Größe etc. aneinander anpassen lassen. So kann man beispielsweise mit ein und derselben Trennplatte, die sich lediglich an der entsprechenden Bauhöhe der angrenzenden Gebäudeteile orientieren muss, eine Übertragung großer Kräfte durch Einbau entsprechend groß dimensionierter Schalkörper bzw. einer entsprechend großen Schalkörperanzahl ebenso gewährleisten wie die Übertragung von nur geringen Kräften, wozu dann mit wenigen oder relativ klein dimensionierten Schalkörpern und Bewehrungselementen gearbeitet werden kann. Die einzige Anpassung der Trennplatte muss dabei darin bestehen, die Durchbrechung hinsichtlich Größe und Position an den Einbaufall und die Anzahl und Dimension der anzuschließenden Schalkörper anzupassen.

[0012] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Bewehrungselemente aus Bewehrungsstäben bestehen und die Bewehrungsstäbe zumindest in Teilbereichen insbesondere bügel- und/oder schlaufenförmig ausgebildet sind. So kann der Bereich innerhalb des Schalkörpers optimal bewehrt werden und auch das Übertragen von Zugkräften ist durch den abgebogenen bzw. schlaufenförmigen Verlauf innerhalb des Schalkörpers gewährleistet.

[0013] Eine wesentliche Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass das Bewehrungselement zusammen mit einem dieses umgebenden Betonmaterial zur Bildung eines konsolenartigen Lagerungsvorsprungs für das zweite der beiden Gebäudeteile sorgt, wobei sich dieses zweite Gebäudeteil mittels des Lagerungsvorsprungs in den Schalkörper erstreckt und so in das erste Gebäudeteil zur gegenseitigen Auflagerung der beiden Gebäudeteile vorsteht. Somit bildet der konsolenartige Lagerungsvorsprung, der ja dem zweiten Gebäudeteil zugeordnet ist und sich in das erste Gebäudeteil erstreckt, genau die Überlappung, die für die gegenseitige Kraftübertragung erforderlich ist, ohne dass sich hierzu Bewehrungsstäbe - wie beim Stand der Technik der DE A-195 42 282 - vom ersten Gebäudeteil bis in das zweite Gebäudeteil hinein erstrecken müssen und auch ohne, dass die Überlappung durch eine besonders komplizierte Ausbildung der Trennplatte - wie im Beispiel der EP A-1 760 209 - zur Verfügung gestellt werden muss.

[0014] Der trogförmige Schalkörper ist dabei einseitig in Richtung des zweiten der beiden Gebäudeteile offen ausgebildet und trennt das erste und das zweite Gebäudeteil durch eine geschlossene trogförmige Oberfläche voneinander. Damit wird die zwischen den beiden Gebäudeteilen vorhandene insbesondere vertikale Trennebene mit diesen bauchigen bzw. trogförmigen Ausstülpungen versehen, welche sich in das erste Gebäudeteil erstrecken, allerdings ohne dass dies zu einer Auswirkung auf den Verlauf und vor allem auf die Form der restlichen Trennebene im Bereich der Trennplatte sorgt.

[0015] Das erfindungsgemäße Bauelement lässt sich in unterschiedlicher Art und Weise einsetzen: Besonders vorteilhaft ist es, wenn das erste der beiden Gebäudeteile über eine im Bereich der Oberseite des Schalkörpers angeordnete Deckenfläche des Schalkörpers auf dem den zweiten der beiden Gebäudeteile zugeordneten Lagerungsvorsprung aufliegt. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Treppenlauf als erstes Gebäudeteil auf einem Treppenpodest als dem zweiten Gebäudeteil aufzulagern ist; dann würde sich der Schalkörper in den Treppenlauf erstrecken und der Treppenlauf würde auf der Oberseite des Schalkörpers aufliegen und so die Kraft über diese Oberseite des Schalkörpers und den im Schalkörper vorgesehenen Lagerungsvorsprung des Treppenpodestes übertragen.

[0016] Das Bauelement lässt sich aber auch dazu verwenden, dass das zweite der beiden Gebäudeteile mittels des ihm zugeordneten Lagerungsvorsprungs über eine im Bereich der Unterseite des Schalkörpers angeordnete Bodenfläche des Schalkörpers auf dem ersten der beiden Gebäudeteile aufliegt. Während also im vorgenannten Beispiel der Schalkörper sich in den Bereich des getragenen Gebäudeteils erstreckt, würde sich bei der nachfolgend beschriebenen zweiten Variante mit einer Auflage im Bereich der Bodenfläche des Schalkörpers der Schalkörper in das tragende Gebäudeteil erstrecken. Dies könnte beispielsweise auch beim geschilderten Einbau zwischen einem Treppenlauf und einem Treppenpodest so aussehen, dass sich der Schalkörper in das Treppenpodest erstreckt, dass der Lagerungsvorsprung also dem Treppenlauf zugeordnet ist und sich in den Schalkörper erstreckt und so die Kräfte über den Lagerungsvorsprung und die Bodenfläche des Schalkörpers auf das Treppenpodest übertragen werden.

[0017] Nun ist es zwar möglich, an jeder Einbaustelle aus zwei Einbausituationen auszuwählen (einerseits Zuordnen des Lagerungsvorsprungs zu dem tragenden Gebäudeteil und Abstützen des getragenen Gebäudeteils am Lagerungsvorsprung des tragenden Gebäudeteils über die Deckenfläche des Schalkörpers, wobei sich der Schalkörper in das getragene Gebäudeteil erstreckt; andererseits Zuordnen des Lagerungsvorsprungs zu dem getragenen Gebäudeteil und Abstützen des getragenen Gebäudeteils mit dessen Lagerungsvorsprung über die Bodenfläche des Schalkörpers, wobei sich der Schalkörper in das tragende Gebäudeteil erstreckt), so dass sich z.B. bei einem Treppenlauf vier verschiedene Varianten ergeben können (1. Variante: der Lagerungsvorsprung ist am oberen und am unteren Ende dem Treppenlauf zugeordnet; 2. Variante: der Lagerungsvorsprung ist am oberen und am unteren Ende dem Treppenpodest zugeordnet; 3. Variante: der Lagerungsvorsprung ist am oberen Ende dem Treppenlauf und am unteren Ende dem Treppenpodest zugeordnet; 4. Variante: der Lagerungsvorsprung ist am unteren dem Treppenlauf und am oberen Ende dem Treppenpodest zugeordnet); gleichwohl ist es in der Regel aus Einbaugründen zu bevorzugen, den Lagerungsvorsprung an beiden Einbaustellen gleich anzuordnen, also in der Art der genannten 1. Variante oder der genannten 2. Variante.

[0018] Wenn schließlich einzelne Gebäudeteile wie insbesondere die Treppenpodeste aus Halbfertigteilen (z.B. aus Filigranplatten) bestehen, ist es aus Gründen des besseren Anschlusses und Tragverhaltens zu bevorzugen, die Lagerungsvorsprünge diesen Halbfertigteilen zuzuordnen und hierzu die Schalungskörper in den jeweils anderen Gebäudeteilen anzuordnen.

[0019] Des Weiteren ist es möglich, die Trennplatte zwischen einer Gebäudedecke bzw. Gebäudewand einerseits und einem Treppenpodest bzw. einem Treppenteil andererseits anzuordnen. Auch dabei kann die Trennebene vertikal verlaufen und z.B. bündig mit der Stirnfläche der Gebäudedecke abschließen und der Schalkörper kann sich dann - je nach Wunsch - in das getragene oder in das tragende Gebäudeteil hinein erstrecken.

[0020] Diese vielseitige Verwendbarkeit desselben Bauelements für unterschiedliche Einbausituationen zeigt die besonderen erfindungsgemäßen Vorteile des Erfindungsgegenstandes.

[0021] Es ist weiterhin besonders vorteilhaft, wenn der trogförmige Schalkörper zumindest aus einem gewölbten Trogelement zur Aufnahme des sich im wesentlichen in horizontaler Richtung erstreckenden Bewehrungselements und des dieses umgebenden Betonmaterials besteht sowie aus einem sich im Wesentlichen in der insbesondere vertikalen Trennplattenebene erstreckenden Rand und wenn der Schalkörper im Bereich des Rands an die Trennplatte im Bereich ihrer Durchbrechungen angefügt ist. Das Anfügen kann durch Klemm-, Rast- oder Clipverbindungen, aber auch durch stoffschlüssige Klebe- oder Schweißverbindungen erfolgen.

[0022] Die Trogform muss dabei natürlich so groß bemessen sein, dass der von dem Schalkörper umgebene konsolenartige Lagerungsvorsprung stark genug ist, die erforderliche Kraftübertragung zu gewährleisten. Dabei kommen sicherlich eine Vielzahl von Schalkörperformen in Frage, die vorliegend pauschal mit "trogförmig" umschrieben werden, was vor allem besagen soll, dass die Trennebene im Bereich des Schalkörpers bauchig oder eben trogförmig ausgebildet ist und damit von dem sonstigen ebenen Verlauf der Trennplatte abweicht. Die hierbei verwendete Formulierung "Trogform" soll damit keine Festlegung hinsichtlich der exakten Raumform treffen; vielmehr sind Quader mit planen Seitenflächen ebenso möglich, wie hiervon abweichende Körper mit gekrümmten oder geneigten Seitenflächen etc., wie auch Keile, Zylinder, Trapezoide etc. Allen gemeinsamen und damit der "Trogform" entsprechend, ist die einseitig offene Ausbildung, die dafür sorgt, dass der Schalkörper an die Trennplatte im Bereich einer an den Schalkörper angepassten Durchbrechung angeschlossen ist und dass dabei die Trennebene im Bereich des Schalkörpers von der Trennplattenebene in die Schalkörperebene, d.h. die Ebene des Schalkörpermantels verlegt ist.

[0023] In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass der Schalkörper zwei- oder mehrschalig oder aus zwei oder mehreren Komponenten aufgebaut ist und zur gegenseitigen gedämmten Kraftübertragung ein zumindest in Teilbereichen zwischen den Schalkörperschalen angeordnetes Dämmelement, insbesondere in Form einer Elastomerlage aufweist. Hierdurch lässt sich die Kraftübertragung mit der erforderlichen Schalldämmung kombinieren, ohne dass sich dazu jedoch das Bewehrungselement zwischen den beiden Gebäudeteilen erstrecken müsste.

[0024] Dabei ist das Dämmelement - je nach Anwendungsfall - zumindest im Bereich der Decken- und/oder Bodenfläche anzuordnen, nämlich zumindest dort, wo die Kraftübertragung stattfindet. Natürlich wäre es durchaus auch möglich, den gesamten Schalkörper mit einer Elastomerlage zu versehen, dies wäre jedoch unnötig teuer. Und wenn der sonstige zwei- oder mehrschalige Aufbau dafür sorgt, dass keine Schallbrücken zwischen den beiden Schalen vorhanden sind, dann reicht die zwischen den beiden Schalen vorhandene Luft als Schalldämmmaterial aus.

[0025] Im beschriebenen Ausführungsbeispiel ist in besonders optimaler Art und Weise der zweischalige Aufbau des Schalkörpers tatsächlich so ausgebildet, dass keine direkte Verbindung zwischen den beiden Schalkörperschalen vorzusehen ist, sondern dass allein über das Dämmelement, also das Elastomerlager eine gegenseitige schallgedämmte Anlage vorhanden ist, die für die erforderliche Kraftübertragung sorgt und auch sonst für die erforderliche Lagefixierung bzw. gegenseitige Zuordnung der beiden Schalkörperschalen.

[0026] Anstelle zweier zueinander äquidistant verlaufender flächiger Schalkörperschalen wären in ebenso vorteilhafter Weise auch eine flächige Schalkörperschale mit einer Dämmschicht (z.B. in Form einer PE-Schaum-Platte) kombinierbar, wobei diese beiden Komponenten vollflächig miteinander verbunden, insbesondere verklebt sein können.

[0027] Entsprechendes gilt für die Trennplatte, die ebenso aus einer flächigen ersten Wand und einer hieran festgelegten Dämmschicht (z.B. in Form einer PE-Schaum-Platte) aufgebaut sein kann, wobei diese beiden Komponenten wiederum vollflächig miteinander verbunden, insbesondere verklebt sein können.

[0028] Es ist zwar bereits im Stand der Technik aus der DE-A-195 13 664 bekannt, quaderförmige Schalkörper zur schallgedämmten Auflagerung von Lagerungsvorsprüngen zu verwenden und diese im Bereich einer Trennfuge mit Dämmstreifen aus Schalldämmmaterial zu ergänzen; diese lassen sich jedoch aufgrund ihrer Ausgestaltung und Dimensionierung lediglich in Gebäudewänden einbringen, bei denen die Bauteilhöhe keiner Begrenzung unterworfen ist, und mit entsprechenden Lagerungsvorsprüngen eines Treppenpodests aus Ortbeton oder Fertigteilelementen kombinieren. Keinesfalls sind sie aber dazu geeignet, in jede Art von Trennfuge zwischen zwei angrenzenden Gebäudeteilen eingesetzt zu werden. So können sie beispielsweise vor allem nicht in eine Trennfuge zwischen einem Treppenlauf und einem Treppenpodest eingebaut werden, da dort die Bauteilhöhe so niedrig bemessen ist, dass die erforderliche Verankerung des Schalkörpers an der fehlenden Betonüber- und Unterdeckung scheitert und somit nicht möglich ist.

[0029] In dieser Schrift wird sogar vorgeschlagen, dass der Schalkörper eine sich bis zur Bauteiloberseite erstreckende Randleiste aufweist, das heißt in dieser Schrift geht der Weg genau weg von einem modularen Aufbau hin zu einem möglichst einteiligen Komplettsystem, was durch die vorliegende Erfindung gerade vermieden bzw. verbessert werden soll.

[0030] Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung kommt dann zum Tragen, wenn das Bewehrungselement im Bereich der Oberseite des Schalkörpers am Schalkörperrand und/oder an der Trennplatte festgelegt ist. Denn dann lässt sich die erforderliche exakte Positionierung des Bewehrungselements im Schalkörper sicherstellen, ohne dass angrenzende Bauteile mit in diese Lagefixierung und Lagepositionierung einbezogen werden müssten. So kann beispielsweise das Bewehrungselement ausgehend vom Schalkörper bzw. Schalkörperrand bzw. von der Trennplatte zunächst in das genannte zweite der beiden Gebäudeteile vorstehen, dann in diesem genannten zweiten Gebäudeteil abgebogen werden und von dort zurück in Richtung des ersten Gebäudeteils verlaufen bis in den Schalkörper hinein, um dort bevorzugter Weise wieder mit Abstand zur Schalkörperwand seine Endposition einzunehmen, in der er allseits vom Betonmaterial des zweiten Gebäudeteils umschlossen werden kann, um so den genannten konsolenartigen Lagerungsvorsprung zu bilden.

[0031] Natürlich kann dabei über beispielsweise einen Kunststoffsteg das Bewehrungselement gegenüber der Schalkörperwand geführt und fixiert sein, um so die erforderliche Betonüberdeckung aus statischen wie auch aus Korrosionsschutzgründen sicherzustellen. Geeigneterweise ist das Bewehrungselement auch im in den Schalkörper vorstehenden Bereich schlaufenförmig abgebogen, um dort nicht nur einen besseren Verbund mit dem das Bewehrungselement umgebenden Betonmaterial einzugehen, sondern auch um auftretende Zugkraftkomponenten besser aufnehmen zu können.

[0032] Was die Festlegung des Bewehrungselements am Material der Trennplatte oder am Schalkörper oder am Rand des Schalkörpers betrifft, so können beispielsweise Halteaufnahmen aus Kunststoff an die Trennplatte oder den Schalkörperrand angeformt sein, in die das Bewehrungselement eingesteckt, eingeclipst oder in sonstiger Weise festgelegt werden kann. Dabei sollte die Festlegungsart so ausgebildet sein, dass tatsächlich eine sichere Lagefixierung des Bewehrungselements gegenüber dem Schalkörper und/oder der Trennplatte erfolgen kann, um die vorgegebene Lage des Bewehrungselements innerhalb des Schalkörpers selbst bei auftretenden Belastungen während des Transports, der Montage auf der Baustelle oder dem Beaufschlagen durch Ortbeton nicht zu beeinträchtigen. Auch vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, das Bewehrungselement zusätzlich im Bereich innerhalb des Schalkörpers durch den genannten Kunststoffsteg an einem weiteren Punkt festzulegen.

[0033] Der wesentliche Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt - wie bereits erwähnt - im modularen Aufbau. Vor diesem Hintergrund ist es besonders zweckmäßig, dass das Bauelement eine Mehrzahl an in der Trennplatte vorgesehenen Durchbrechungen aufweist, eine Mehrzahl nebeneinander, insbesondere im Bereich der Durchbrechungen angeordneter Schalkörper sowie eine Mehrzahl Bewehrungselemente, die sich in die entsprechenden Schalkörper erstrecken. Dadurch ist es möglich, das Bauelement an den jeweiligen Einsatz- bzw. Belastungsfall anzupassen und den gewünschten und erfindungsgemäßen modularen Aufbau auszunutzen. Nachdem das erfindungsgemäße Bauelement auch im Trennfugenbereich zwischen Treppenpodest und Treppenlauf angeordnet werden soll, ist es engen Vorgaben hinsichtlich der Höhe unterworfen, so dass die Schalkörper nicht beliebig groß dimensioniert werden können, sondern statt dessen eine größere Kraftaufnahme durch eine entsprechend große Anzahl an Schalkörpern zur Verfügung gestellt werden muss. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Bauelement beispielsweise bei einer Gebäudeteilhöhe von 160 mm einzusetzen, wobei der Schalkörper eine Betonüberdeckung von 50 mm oberhalb seines an seiner Deckfläche angeordneten Dämmelements aufweist, bei einer horizontalen in das erste Gebäudeteil hineinragenden Schalkörpertiefe von etwa 80 mm und einer horizontalen Schalkörperbreite von fast 100 mm. Um eine ausreichend große Kraftübertragung ermöglichen zu können, wird alle 150 mm horizontal nebeneinander jeweils ein Schalkörper angeordnet, so dass bei einer Trennplatte mit einer horizontalen Länge von 1000 mm sechs Schalkörper vorgesehen werden können.

[0034] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, wenn die Innenseite des trogförmigen Schalkörpers zumindest in Teilbereichen der Oberseite zur Entlüftung eines in den Schalkörper einzufüllenden Betonmaterials einen geneigten oder gewölbten Verlauf aufweist, so dass auf jeden Fall sichergestellt ist, dass das Betonmaterial flächig und lückenlos an der Deckenfläche des Schalkörpers anliegt, in deren Bereich das kraftübertragende Dämmelement positioniert ist. Für die entsprechende Kraftübertragung zwischen den Gebäudeteilen unter Zwischenschaltung des Dämmelements ist es wesentlich, dass die gesamte Dämmelementfläche zur Kraftübertragung herangezogen werden kann und dort nicht etwa Luftblasen im Betonmaterial für reduzierte Kraftübertragungsflächen sorgen. Die Krümmungen bzw. Neigungen oder Wölbungen dieser Deckenfläche können so ausgebildet sein, dass etwaige im Beton vorhandene Luftblasen seitlich in einen Bereich außerhalb des Dämmelements abgeführt werden, wo keine flächige Anlage erforderlich ist, weil dort im entsprechenden Randbereich keine bzw. kaum eine Kraftübertragung stattfinden muss.

[0035] Diese genannte Problematik der im Betonmaterial vorhandenen Luftblasen spielt natürlich vor allem bei einem Verfüllen des Schalkörpers mit Ortbeton eine Rolle, nämlich wenn der Schalkörper erst auf der Baustelle mit dem Ortbetonmaterial des zweiten Gebäudeteils verfüllt wird. Ebenso können sich jedoch natürlich auch bei der Herstellung der konsolenartigen Lagerungsvorsprünge in einem Fertigteilwerk Luftblasen im Beton ansammeln, so dass auch für einen solchen Einsatzfall ein geneigter oder gewölbter Verlauf der Deckenfläche im Bereich der Oberseite des genannten Schalkörpers vorteilhaft ist.

[0036] In diesem Zusammenhang sei besonders darauf hingewiesen, dass sich die vorliegende Erfindung nicht nur für eine Verwendung des erfindungsgemäßen Bauelements auf der Baustelle und ein entsprechendes Verfüllen der Schalkörper bzw. ein Erstellen des ersten und zweiten Gebäudeteils aus Ortbeton ausnutzen lässt, sondern dass sich die vorliegende Erfindung ebenso besonders vorteilhaft und effektiv dafür einsetzen lässt, wenn der konsolenartige Lagerungsvorsprung aus einem Fertigbetonbauteil besteht, wobei das Betonmaterial in den als Gießform dienenden Schalkörper unter Beaufschlagung des zugeordneten Bewehrungselements eingefüllt wird und auf der Baustelle zusammen mit dem Schalkörper in den Bereich der zu erstellenden Trennfuge montiert wird.

[0037] In diesem Fall empfiehlt es sich insbesondere, wenn der konsolenartige vorgefertigte Lagerungsvorsprung den Bereich des Schalkörpers zumindest teilweise ausfüllt und sich auf diesen Bereich beschränkt und zur Erzielung eines Formschlusses des Ortbetons mit dem Lagerungsvorsprungs in vertikaler Richtung nicht bündig mit der Trennplattenebene abschließt, sondern demgegenüber zumindest etwas in den Schalkörper hinein zurückgesetzt endet. Auf der Baustelle kann dann in besonders einfacher Weise der Ortbeton des zweiten Gebäudeteils gegen diesen vorgefertigten konsolenartigen Lagerungsvorsprung gegossen werden, wobei der teilweise in den Schalkörper vorstehende Ortbeton - neben dem in das zweite Gebäudeteil vorstehende Bewehrungselement - für die notwendige gegenseitige Verankerung von Lagerungsvorsprung und zweitem Gebäudeteil sorgt.

[0038] Dabei kann die Fertigbetonbauteil-Stirnseite entweder - bezogen auf die Orientierung im eingebauten Zustand - in Vertikalrichtung oder aber vorteilhafterweise mit geneigt, mit ihrem unteren Ende nach hinten in den Dämmkörper hinein versetzt verlaufen. Der geneigte Verlauf hat den zusätzlichen Vorteil, dass auch hier eine Entlüftung des Ortbetons stattfinden kann, indem sich die aufsteigenden Luftblasen nicht im Dämmkörper bzw. dem Lagerungsvorsprung sammeln können, sondern durch den geneigten Verlauf der Stirnseite des Fertigteils nach vorne aus dem Dämmkörper und somit aus dem Lagerungsvorsprung geführt werden.

[0039] Daneben kann der Schalkörper aber auch vollständig durch den konsolenartigen vorgefertigten Lagerungsvorsprung ausgefüllt sein, wobei die Fertigbetonbauteil-Stirnseite insbesondere bündig mit dem Schalkörperrand abschließt. Hierdurch ergibt sich beispielsweise der Vorteil, dass der Ortbeton die Schalkörperinnenseite gar nicht beaufschlagt und somit auch nicht für eine Entlüftung des Ortbetons in diesem Bereich gesorgt werden muss.

[0040] Schließlich kann das Bauelement insbesondere im Bereich der Trennplatte in an sich bekannter Weise mit einem Brandschutzmaterial versehen sein, z.B. mit einem Streifen aus Intumeszenzmaterial, der in einer Vertiefung der Trennplatte und/oder in endständigen Abschlusskappen zum seitlichen, d.h. endständigen Verschließen der Trennplatte angeordnet ist.

[0041] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen; hierbei zeigen
Figur 1a und 1b
jeweils ein erfindungsgemäßes Bauelement im zwischen zwei Gebäudeteilen montierten Zustand in geschnittener Seitenansicht;
Figuren 2 und 3
das Bauelement aus Figur 1 in perspektivischer Vorder-und Rückansicht;
Figur 4a, 4b und 4c
jeweils einen Schalkörper des erfindungsgemäßen Bauelements aus Figur 1 in geschnittener Seitenansicht ohne eingefüllten Fertigteilbeton (Fig. 4a), mit eingefülltem Fertigteilbeton und vertikalem Stirnflächenverlauf (Fig. 4b) und mit eingefülltem Fertigteilbeton und geneigtem Stirnflächenverlauf (Fig. 4c);
Figur 5
den Schalkörper aus Figur 4 in Rückansicht, das heißt bezüglich Figur 4 von links;
Figur 6a, 6b und 6c
jeweils in Vorderansicht den Schalkörper aus Figur 4a ohne eingefüllten Fertigteilbeton (Fig. 6a), den Schalkörper aus Figur 4b mit eingefülltem Fertigteilbeton und vertikalem Stirnflächenverlauf (Fig. 6b) und den Schalkörper aus Figur 4c mit eingefülltem Fertigteilbeton und geneigtem Stirnflächenverlauf (Fig. 6c);
Figur 7
den Schalkörper aus Figur 4 entlang der Schnittlinie B-B aus Figur 4;
Figur 8
den Schalkörper aus Figur 4 entlang einer Schnittlinie C-C aus Figur 4; und
Figur 9
den Schalkörper aus Figur 4 entlang einer Schnittlinie D-D aus Figur 4.


[0042] In Figur 1a ist ein Bauelement 1 zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden in Seitenansicht dargestellt, welches zwischen zwei angrenzenden Gebäudeteilen A, B in Form eines Treppenlaufes B als erstem Gebäudeteil und einem Treppenpodest A als zweitem Gebäudeteil angeordnet ist. Treppenlauf B und Treppenpodest A sind auszugsweise und geschnitten dargestellt und weisen schematisch angedeutete Aufbauten 2a, 2b in Form von Fußbodenbelägen wie Trittplatten, Estrich, Trittschalldämmung, Bodenfliesen etc. auf. Zwischen Gebäudeteil A und Gebäudeteil B ist eine Trennfuge C angeordnet, die sich vertikal über die gesamte Höhe der Gebäudeteile und der entsprechenden Aufbauten 2a, 2b erstreckt und nicht nur eine Konstruktionsfuge darstellt, sondern auch für eine Trittschalldämmung zwischen den hieran angrenzenden Bauteilen sorgen muss.

[0043] Figur 1b zeigt einen zweiten beispielhaften Anwendungsfall, bei dem jeweils gleiche Bauteile mit denselben Bezugszeichen versehen sind und das Bauelement 1 wieder in Seitenansicht dargestellt ist zwischen zwei angrenzenden Gebäudeteilen 8, 9 in Form eines Treppenlaufes 9 und eines Treppenpodests 8, wobei hier jedoch der Treppenlauf als zweites Gebäudeteil A und das Treppenpodest als erstes Gebäudeteil B fungiert, das Bauelement also bei einem genau umgekehrten Anwendungsfall verwendet wird. Dazu wird das Bauelement 1 quasi auf den Kopf gestellt eingebaut.

[0044] Im Bereich der beiden Gebäudeteile A, B ist (das gilt an sich für beide Anwendungsfälle - allerdings soll die Erfindung im Folgenden zur Vermeidung von Unklarheiten anhand der Ausführungsform nach Figur 1a beschrieben werden) eine ebene Trennplatte 3 angeordnet, die sich über die gesamte Höhe der angrenzenden Gebäudeteile erstreckt und - wie es insbesondere aus den Figuren 2 und 3 erkennbar ist - eine horizontale Länge in der Größenordnung von beispielsweise 1 Meter aufweist, was der Länge der Trennfuge C und somit der Breite des Treppenlaufes B entspricht. Die Maße der Trennplatte 3 sind in Figur 2 mit den Buchstaben h (= vertikale Höhe), I (= horizontale Länge entlang der Trennfuge) und b (= Breite der Trennplatte in horizontaler Richtung, was im Wesentlichen der Breite der Trennfuge entspricht) bezeichnet.

[0045] Die Trennplatte weist mehrere horizontal verlaufende und wenige Millimeter vorstehende Lippen bzw. Stege 3I auf, die für eine gewisse Verankerung der Trennplatte im angrenzenden Beton der Gebäudeteile A und B sorgen. Im Übrigen besteht die Trennplatte 3 aus zwei relativ druckfesten Außenwänden 3a, 3b, die lediglich über drei horizontale Zwischenstege 3c miteinander verbunden sind und aber ansonsten einen gegenseitigen Abstand in der Größenordnung von ca. 10 mm einhalten, um hierdurch die beiden angrenzenden Gebäudeteile A und B voneinander auf Abstand zu halten und eine entsprechende gegenseitige Anlage und damit Schwingungs- und Schallübertragung zu verhindern. Die Außenwände 3a, 3b mit den Zwischenstegen 3c sind selbsttragend und druckstabil genug, die Kräfte des flüssigen Betonmaterials auszuhalten, wenn die Gebäudeteile aus Ortbeton erstellt oder im Fertigteilwerk aus Beton vorgefertigt werden und auch nach dem Aushärten des Betonmaterials beide Gebäudeteile dauerhaft auf Abstand zu halten.

[0046] Die Trennplatte weist nun erfindungsgemäß mehrere nebeneinander angeordnete Durchbrechungen 3f auf, in die trogförmige Schalkörper 4 (jeweils in derselben Richtung) eingesteckt sind, wobei die Schalkörper 4 jeweils einen umlaufende Rand 4h aufweisen, der zur flächigen, flüssigkeitsdichten Anlage und Festlegung des jeweiligen Schalkörpers gegenüber der Trennplatte 3 dient. Diese Schalkörper sind besonders genau in den Figuren 4 bis 9 dargestellt und sollen demgemäß anhand dieser Figuren nachfolgend beschrieben werden:

[0047] Ein Schalkörper 4 besteht aus zwei trogförmigen Schalkörperschalen 4a, 4b, wobei die Innenschale 4a dem Gebäudeteil A zugeordnet ist und die Außenschale 4b dem Gebäudeteil B. Jede Schale weist den genannten umlaufenden Rand 4h sowie ein bauchiges oder gewölbtes Trogelement 4j auf. Dabei wird die Innenschale 4a insbesondere im zugehörigen Trogelement 4j vom Beton des Gebäudeteils A von innen beaufschlagt, während die Außenschale 4b vom Beton des Gebäudeteils B insbesondere bezogen auf das zugehörige Trogelement 4j von außen beaufschlagt wird. Zwischen Innenschale 4a und Außenschale 4b ist - wie vor allem aus den Figuren 4a, 4b, 4c im Vertikalschnitt ersichtlich ist - im oberen Bereich, der so genannten Schalkörper-Deckenfläche 4c, ein Dämmelement 5 in Form eines Elastomerlagers angeordnet, das für die schallgedämmte Kraftübertragung zwischen Gebäudeteil B und Gebäudeteil A sorgt. Im Bereich der Innenschale 4a liegt dabei das Elastomerlager 5 flächig auf der äußeren Oberseite 4k der Innenschale 4a auf, wohingegen das Elastomerlager 5 die Außenschale 4b im Bereich ihrer Oberseite 4I flächig von unten beaufschlagt. So liegen Außenschale 4b, Elastomerlager 5 und Innenschale 4a vollflächig aneinander an, wie es insbesondere aus den Figuren 7, 8 und 9 ersichtlich ist, die einen Schnitt durch das Elastomerlager bzw. eine Vorderansicht auf das Elastomerlager zeigen.

[0048] Aus den Schnittdarstellungen der Figuren 7, 8 und 9 und auch aus den Schnittdarstellungen der Figuren 4a, 4b, 4c ist erkennbar, dass ansonsten die Innenschale 4a und die Außenschale 4b im gezeigten Ausführungsbeispiel keine weiteren Berührungspunkte miteinander haben, sondern vielmehr in einem gegenseitigen äquidistanten Abstand von beispielsweise 5 mm verlaufen und so einen Luftspalt bilden, der ausreichend ist, um die im Bereich des Elastomerlagers erfolgende schallgedämmte Auflagerung des Gebäudeteils B auf dem Gebäudeteil A nicht zu beeinträchtigen.

[0049] Die Figuren 4 bis 9 und auch die perspektivischen Darstellungen in den Figuren 2 und 3 lassen die Trogform des Trogelements 4j des Schalkörpers 4 erkennen, wobei es vor allem auf die Oberseite bzw. Deckenfläche 4c des Schalkörpers ankommt, in der das beschriebene Elastomerlager 5 als Dämmelement angeordnet ist. Der restliche Verlauf der Trogform ist für die Kraftübertragung und Schalldämmung nicht primär maßgeblich; der dargestellte Schalkörper 4 verläuft in seinem unteren Bereich schräg abfallend in Richtung des Gebäudeteils A und gewährleistet so einen optimalen Kraftverlauf eines im Schalkörper zu bildenden konsolenartigen Lagerungsvorsprunges 6 des Gebäudeteils A. Daneben wäre es aber ebenso möglich, den Schalkörper im Bereich dieser Unterseite horizontal oder bogenförmig auszubilden.

[0050] Die Oberseite 4k ist auf der Innenseite des Trogelements 4j der Innenschale 4a zumindest in Teilbereichen zur Entlüftung eines in den Schalkörper einzufüllenden Betonmaterials mit einem geneigten oder gewölbten Verlauf versehen. Dadurch werden etwaige im flüssigen Beton vorhandene aufsteigende Luftblasen aus dem für die Kraftübertragung wichtigen Bereich der Oberseite 4k weggeführt und können sich z.B. seitlich des für die Kraftübertragung wichtigen Bereich der Oberseite 4k in rinnenartigen Rücksprüngen 4n sammeln, wo sie keine negativen Auswirkungen auf die Funktionsweise des Bauelements haben.

[0051] Damit der genannte konsolenartige Lagerungsvorsprung 6 eine optimale Kraftübertragung in das angrenzende Gebäudeteil A zur Verfügung stellt, ist der Schalkörper mit einem Bewehrungselement 7 versehen, welches aus einem mehrfach abgebogenen Bewehrungsstab aus geripptem Baustahl besteht und dessen Verlauf vor allem aus den Figuren 2, 4a, 4b, 4c, 6a, 6b und 6c ersichtlich ist:

Der Bewehrungsstab 7 ist hierbei mit zwei parallel zueinander angeordneten, sich in Horizontalrichtung erstreckenden Schenkeln 7a, 7a in hülsenartige Aufnahmen 4d, 4e der Innenschale 4a des Schalkörpers 4 eingesteckt und so gegenüber dem Schalkörper 4 lagefixiert. Von diesen beiden Aufnahmen 4d, 4e verläuft der Bewehrungsstab 7 mit seinen beiden Schenkeln 7a, 7a parallel und spiegelbildlich horizontal in das Gebäudeteil A hinein, ist dann nach einem etwa 120 mm langem Verlauf in zwei parallelen und spiegelbildlichen Bereichen 7c, 7c in das Gebäudeteil A hinein halbkreisförmig vertikal nach unten umgebogen, läuft dann beim dargestellten Ausführungsbeispiel über zwei parallele und spiegelbildliche Schenkel 7b, 7b in einem Abstand von ca. 30 mm parallel zum beschriebenen oberen Verlauf der Schenkel 7a, 7a in Horizontalrichtung zurück in Richtung des Schalkörpers und taucht horizontal in den Schalkörper hinein und ist dort wiederum in einem Bereich 7d halbkreisförmig umgebogen, wo sich beide Schenkel 7b, 7b treffen.



[0052] Der Bewehrungsstab 7 ist in seinem in den Schalkörper eingetauchten halbkreisförmig horizontal umgebogenen Abschnitt 7d so von der Innenschale 4a des Schalkörpers 4 beabstandet, dass er jeweils zumindest einen Abstand in der Größenordnung von etwa 15 mm von der Innenschale aufweist, um so eine ausreichende allseitige Betonüberdeckung und damit Kraftübertragung sicherzustellen. Um diese Position dauerhaft und transportsicher zu fixieren, weist die Innenschale 4a in ihrem am weitesten in Richtung des Gebäudeteils B vorstehenden Bereich einen Haltesteg 4f auf, in den der horizontal umgebogene Abschnitt 7d des Bewehrungsstabs 7 eingeklemmt werden kann. Dieser Haltesteg ist vor allem aus den Figuren 4a, 4b, 4c sowie den Figuren 6a, 6b, 6c, 7, 8 und 9 ersichtlich.

[0053] Wird nun das erfindungsgemäße Bauelement 1 im in Figur 1 dargestellten Anwendungsfall in die Trennfuge C eingebaut, so sorgt der Bewehrungsstab 7 für eine Verankerung des Bauelements 1 in dem Gebäudeteil A und für eine entsprechende ausreichende Kraftübertragung des konsolenartigen Lagerungsvorsprungs 6 in das angrenzende Gebäudeteil A. Auf der anderen Seite sorgt die Außenschale 4b vor allem im Bereich der Oberseite bzw. Deckenfläche 4c für eine insbesondere in Vertikalrichtung verlaufende Druckkrafteinleitung des Gebäudeteils B, so dass das Dämmelement 5, das zwischen Außenschale 4b und Innenschale 4a im Bereich der Deckenfläche 4c angeordnet ist, die Kraftübertragung zwischen Gebäudeteil B und Gebäudeteil A derart zur Verfügung stellt, dass sie aufgrund des Dämmmaterials in schallgedämmter Art und Weise erfolgt.

[0054] Hierzu besteht das Dämmmaterial beispielsweise aus hochwertigem geschlossenzelligem Polyurethan (PUR), während die Innen- und Außenschale des Schalkörpers, der Haltesteg sowie die Aufnahmehülsen aus druckstabilem Material wie beispielsweise Hart-PVC bestehen können. Entsprechend können auch die beiden Außenwände der Trennplatte 3 Hart-PVC bestehen. Daneben können natürlich auch andere Dämmmaterialien bzw. andere druckstabile Kunststoffe Verwendung finden.

[0055] Die Verbindung zwischen Trennplatte 3 und Schalkörper 4 ist im vorliegenden Beispiel durch Rastverbindungen erreicht, wobei der Schalkörper hakenartige Rastnasen 4g im Bereich des Randes 4h der Innenschale 4a aufweist, die die Außenwand 3a der Trennplatte 3 im Bereich der Durchbrechungen 3e hintergreifen und so den gesamten Schalkörper in der Durchbrechung und so in der Trennplatte festlegen.

[0056] Es ist unschwer erkennbar, dass Trennplatte, Schalkörper und auch Bewehrungsstab leicht hinsichtlich ihrer Dimensionen bzw. Anzahl variiert werden können und dass aufgrund des erfindungsgemäßen modularen Aufbaus mit wenigen Bauteilen eine sehr hohe Variantenvielfalt ermöglicht wird.

[0057] Bei dem in Figur 1 b dargestellten Einbaubeispiel mit auf den Kopf gedrehtem Bauelement 1 stellt der Treppenlauf 9 zwar ebenso wie in Figur 1a das getragene Gebäudeteil dar, jedoch ist in Figur 1b der Lagerungsvorsprung 6 dem Treppenlauf zugeordnet, so dass der Treppenlauf das zweite Gebäudeteil A bildet. Der Schalkörper 4 erstreckt sich in das erste Gebäudeteil B, welches im Fall von Figur 1 b vom Treppenpodest 8 gebildet wird, welches wiederum als das tragende Gebäudeteil fungiert.

[0058] Damit sich der dem getragenen Gebäudeteil A zugeordnete Lagerungsvorsprung 6 im tragenden Gebäudeteil B abstützen kann, ist der Schalkörper quasi gespiegelt eingebaut und gewährleistet die gegenseitige Gewichtskraftübertragung von Treppenpodest zu Treppenlauf über seine Bodenfläche 4c', die wie die Deckenfläche 4c des Schalkörpers 4 aus Figur 4a bis 4c ausgebildet ist. Demgemäß ist bei der Ausführungsform aus Figur 1b das Elastomerlager im Bereich der Bodenfläche 4c' vorgesehen.

[0059] Die in den Figuren 4a, 4b und 4c dargestellten Ausführungsformen unterscheiden sich voneinander lediglich hinsichtlich des Lagerungsvorsprungs: In Figur 4a ist der Lagerungsvorsprung nicht vorgefertigt, sondern wird erst auf der Baustelle aus Ortbeton hergestellt. Im Gegensatz dazu weist die Variante aus Figur 4b einen Lagerungsvorsprung 6' aus Beton auf, der im Fertigteilwerk vorgefertigt wurde, indem Beton (insbesondere hochfester oder ultra-hochfester Beton oder Mörtel) in das Trogelement 4j der Innenschale 4a des Schalkörpers eingegossen wurde und dabei eine Stirnseite 6'a bildet, die im eingebauten Zustand in vertikaler Richtung zurückgesetzt im Schalkörper angeordnet verläuft, um dem Ortbeton (aus dem das Gebäudeteil A auf der Baustelle erstellt wird) Platz im Schalkörper zur Herstellung eines gegenseitigen Formschlusses zu bieten.

[0060] Figur 4c zeigt nun noch einen alternativen Verlauf eines Lagerungsvorsprungs 6" aus Beton, der ebenfalls im Fertigteilwerk vorgefertigt wurde, indem Beton (insbesondere hochfester oder ultra-hochfester Beton oder Mörtel) in das Trogelement 4j der Innenschale 4a des Schalkörpers eingegossen wurde. Wesentlich ist jedoch, dass dabei eine Stirnseite 6"a gebildet wird, die im eingebauten Zustand in geneigter Richtung mit dem unteren Bereich der Stirnseite noch weiter in den Schalkörper hinein zurückgesetzt verläuft, um zwar wiederum dem Ortbeton (aus dem das Gebäudeteil A auf der Baustelle erstellt wird) Platz im Schalkörper zur Herstellung eines gegenseitigen Formschlusses zu bieten und um aber durch die geneigte Stirnseite auch gleich für eine verbesserte Entlüftung des Ortbetons zu sorgen. Denn etwaige im Ortbeton vorhandene Luftblasen können sich dadurch erst gar nicht im Schalkörper sammeln, sondern werden durch den geneigten Verlauf gleich aus dem Dämmkörper wegtransportiert.

[0061] Zusammengefasst bietet die vorliegende Erfindung den wesentlichen Vorteil, durch einfache Abänderungen hinsichtlich Dimension und Anzahl einzelner Teile für unterschiedlichste Einsatzfälle angepasst werden zu können, ohne dass dies zu einer kompletten Überarbeitung des Bauelements führen müsste. So lässt sich das erfindungsgemäße Bauelement überall dort einsetzen, wo eine schallgedämmte Druckkraftübertragung zwischen zwei horizontal benachbarten Gebäudeteilen benötigt wird.


Ansprüche

1. Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden, insbesondere an Treppenpodesten, zur schalldämmenden, kraftübertragenden Verbindung beidseits angrenzender Gebäudeteile (A, B), bestehend aus einer Trennplatte (3) und aus diese durchquerenden Bewehrungselementen (7), wobei die Trennplatte (3) zumindest eine Durchbrechung (3e) für ein Bewehrungselement (7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennplatte (3) im Bereich der Durchbrechung (3e) einen trogförmigen Schalkörper (4) aufweist, der ausgehend von der Trennplatte in das erste (B) der beiden angrenzenden Gebäudeteile vorsteht, dass das Bewehrungselement (7) ausgehend vom zweiten (A) der beiden Gebäudeteile unter Durchquerung der Durchbrechung (3f) in den Schalkörper (4) vorsteht und dass das Bewehrungselement (7) an der Trennplatte (3) und/oder dem Schalkörper (4) festgelegt ist.
 
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewehrungselemente aus Bewehrungsstäben (7) bestehen und dass die Bewehrungsstäbe zumindest in Teilbereichen (7c, 7d) insbesondere bügel- und/oder schlaufenförmig ausgebildet sind.
 
3. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewehrungselement (7) zusammen mit einem dieses umgebenden Betonmaterial zur Bildung eines konsolenartigen Lagerungsvorsprungs (6) für das zweite (A) der beiden Gebäudeteile dient und dass sich dieses zweite Gebäudeteil mittels des Lagerungsvorsprungs in den Schalkörper (4) erstreckt und so in das erste Gebäudeteil (B) zur gegenseitigen Auflagerung der beiden Gebäudeteile vorsteht.
 
4. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der trogförmige Schalkörper (4) einseitig in Richtung des zweiten (A) der beiden Gebäudeteile offen ausgebildet ist und dass der Schalkörper (4) das erste (B) und das zweite (A) Gebäudeteil durch eine geschlossene trogförmige Oberfläche (4a, 4b) voneinander trennt.
 
5. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste (B) der beiden Gebäudeteile über eine im Bereich der Oberseite des Schalkörpers angeordnete Deckenfläche (4c) des Schalkörpers (4) auf dem dem zweiten (A) der beiden Gebäudeteile zugeordneten Lagerungsvorsprung (6) aufliegt.
 
6. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite (A) der beiden Gebäudeteile mittels des ihm zugeordneten Lagerungsvorsprungs (6) über eine im Bereich der Unterseite des Schalkörpers (4) angeordnete Bodenfläche (4c') des Schalkörpers auf dem ersten (B) der beiden Gebäudeteile aufliegt.
 
7. Bauelement nach zumindest Anspruch 1 sowie 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest im Bereich der Deckenfläche (4c) und/oder der Bodenfläche (4c') des trogförmigen Schalkörpers (4) ein zur schallgedämmten Kraftübertragung dienendes Dämmelement (5) angeordnet ist.
 
8. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der trogförmige Schalkörper (4) zumindest aus einem Trogelement (4j) zur Aufnahme des sich im wesentlichen in horizontaler Richtung erstreckenden Bewehrungselements (7) und eines dieses umgebenden Betonmaterials besteht sowie aus einem sich im wesentlichen in der insbesondere vertikalen Trennplattenebene erstreckenden Rand (4h), und dass der Schalkörper (4) im Bereich des Rands (4h) an die Trennplatte (3) insbesondere durch eine Rast-, Klemm- oder stoffschlüssige Verbindung (4g) angefügt ist.
 
9. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schalkörper (4) zwei- oder mehrschalig aufgebaut ist und zur gegenseitigen gedämmten Kraftübertragung ein zumindest in Teilbereichen zwischen den Schalkörperschalen (4a, 4b) angeordnetes Dämmelement (5), insbesondere in Form einer Elastomerlage aufweist.
 
10. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewehrungselement (7) im Bereich der Oberseite des Schalkörpers (4) am Schalkörperrand (4h) und/oder an der Trennplatte festgelegt ist, in das genannte zweite (A) der beiden Gebäudeteile vorsteht, in diesem genannten zweiten Gebäudeteil abgebogen ist und von dort sich bis in den Schalkörper (4) hinein erstreckt.
 
11. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bauelement (1) eine Mehrzahl an Durchbrechungen (3f) in der Trennplatte (3), eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter Schalkörper (4) und eine Mehrzahl Bewehrungselemente (7) aufweist.
 
12. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenseite des trogförmigen Schalkörpers (4) zumindest in Teilbereichen der Oberseite (4c) zur Entlüftung eines in den Schalkörper einzufüllenden Betonmaterials einen geneigten oder gewölbten Verlauf aufweist.
 
13. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der konsolenartige Lagerungsvorsprung (6, 6', 6") aus einem Fertigbetonbauteil besteht, indem das Betonmaterial in den als Gießform dienenden Schalkörper (4) unter Beaufschlagung des zugeordneten Bewehrungselementes (7) eingefüllt ist und auf der Baustelle zusammen mit dem Schalkörper und dem Bauelement (1) in den Bereich der zu erstellenden Trennfuge (C) montierbar ist.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente