[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden, insbesondere
im Bereich von Treppenpodesten, zur schalldämmenden, kraftübertragenden Verbindung
beidseits angrenzender Gebäudeteile, bestehend aus einer Trennplatte und aus diese
durchquerenden Bewehrungselementen, wobei die Trennplatte zumindest eine Durchbrechung
für ein Bewehrungselement aufweist.
[0002] Derartige Bauelemente sind beispielsweise aus der
DE-A 195 42 282 bekannt. Dabei wird eine harte Trennplatte mit einem mehrschichtigen Aufbau aus relativ
harten Außenlagen und einer demgegenüber weichen Zwischenlage und ohne direkte Verbindung
der beiden Außenlagen miteinander eingesetzt und in die Trennfuge zwischen zwei Gebäudeteilen
einbetoniert. Die Bewehrungsstäbe werden durch in der Trennplatte vorgesehenen Durchbrechungen
hindurchgeführt und in der weichen Zwischenlage der Trennplatte im Bauelement verankert,
die so die Schwingungsübertragung zwischen den Außenlagen untereinander sowie zwischen
den Außenlagen und den Bewehrungsstäben dämpft. Nachteilig hierbei ist, dass die Bewehrungsstäbe
trotz ihrer Dämpfung gegenüber dem Bauelement wegen ihres durch die Trennplatte gehenden,
die beiden Gebäudeteile miteinander verbindenden Verlaufs dennoch eine hinreichend
große Schwingungsübertragung und damit Schall- bzw. Geräuschübertragung zwischen den
Gebäudeteilen verursachen. Darüber hinaus führt die Anordnung der Stäbe in der weichen
Zwischenlage zu einer entsprechend großen Dicke des Bauelements und demgemäß zu einem
großen gegenseitigen Abstand der angrenzenden Gebäudeteile.
[0003] Zur Vermeidung solcher durch eine Trennplatte hindurchgeführten Bewehrungsstäbe,
die sich zwischen den beiden angrenzenden Gebäudeteilen erstrecken und so trotz der
durch das Bauelement zur Verfügung zu stellenden Schalldämmung selbst für eine zusätzliche
Schallübertragung sorgen, wurde im Stand der Technik in der
EP-A 1 760 209 vorgeschlagen, Bewehrungsstäbe nicht durch die Trennplatte hindurchlaufen zu lassen,
sondern jeweils nur seitlich an der Trennplatte festzulegen, wobei die Trennplatte
zur Gewährleistung der Kraftübertragung nicht nur die Bewehrungsstäbe verwendet, sondern
durch einen abgetreppten Querschnitt auch eine gegenseitige Überlappung der angrenzenden
Gebäudeteile in Vertikalrichtung.
[0004] Bei dieser Ausführungsform ist die Trennplatte sehr aufwändig aufgebaut und weist
nicht nur separate Haltemittel zur positionsgenauen Festlegung der Bewehrungsstäbe,
sondern auch einen durch Coextrusion hergestellten mehrschichtigen Aufbau auf, in
den gegebenenfalls zusätzliche Elemente wie Brandschutzstreifen, Elastomerlager etc.
einzubauen sind und der durch den abgetreppten Verlauf selbsttragend sein und mit
mehreren Innenstegen stabilisiert werden muss. Ist dieser Aufbau schon vergleichsweise
kompliziert und der damit verbundene Herstellungsaufwand entsprechend groß, so führt
die abgetreppte Ausführungsform der Trennplatte mit geneigten Trennplattenschenkeln
zusätzlich dazu, dass zwischen den angrenzenden Gebäudeteilen keine definierte vertikale
Trennebene mehr vorhanden ist; vielmehr hat auch die Trennebene in dem bekannten Fall
den entsprechenden abgetreppten teilweise geneigten Verlauf, was zu einer äußerst
geringen Toleranz beim Einbau des bekannten Bauelements zur Schalldämmung führt: Würde
das Bauelement beispielsweise etwas zu hoch oder zu tief eingebaut werden oder mit
abweichender Bauhöhe gegenüber der Höhe der angrenzenden Gebäudeteile, so führten
die geneigten Trennplattenabschnitte sehr schnell dazu, dass die auf der Oberseite
der angrenzenden Gebäudeteile gebildete Trennfuge nicht deckungsgleich positioniert
ist mit der Trennfuge auf der Unterseite oder dass zumindest eine der randnahen Trennfugen
ggf. geneigt anstatt vertikal verlaufen, was schnell zu Probleme bei den Anschlussarbeiten
z. B. dem Aufbringen eines Estrichs, Bodenbelags, Dämmung etc. führt.
[0005] Darüber hinaus ist das aus der
EP-A 1 760 209 bekannte Bauelement zum Einbau in Trennfugen nicht bzw. nur unter schwierigen Anpassungsmaßnahmen
dazu geeignet, an anderen Positionen mit gleicher Aufgabenstellung eingebaut zu werden:
So wäre es problematisch, mittels des bekannten Bauelements ein Treppenpodest an einer
Gebäudedecke oder auch an einer Gebäudewand eines Treppenhauses aufzulagern, da dies
durch den abgetreppten Verlauf der Trennebene dazu führen würde, dass sich die Gebäudedecke
bzw. die Gebäudewand über die eigentliche vertikale Trennebene hinaus in Richtung
des Treppenpodestes erstrecken müsste. Dadurch hätte die Gebäudedecke oder Gebäudewand
keine definierte ebene Stirnfläche mehr, was ungewünscht ist und zu Folgeproblemen
bei Berechnungen, Anschlussarbeiten etc. führen kann.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bauelement
zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 dahingehend
weiterzuentwickeln, dass es einen modularen Aufbau und damit eine vereinfachte Anpassung
an jeweilige Einbauverhältnisse ermöglicht und dadurch auch für andere Einsatzzwecke
mit gleicher Aufgabenstellung, nämlich schallgedämmter Kraftübertragung verwendet
werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Bauelement zum Einbau in Trennfugen
von Gebäuden mit den Merkmalen von Anspruch 1.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand von Unteransprüchen,
deren Wortlaut hiermit durch ausdrückliche Bezugnahme in die Beschreibung aufgenommen
wird, um unnötige Textwiederholungen zu vermeiden.
[0009] Erfindungsgemäß ist das Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden dadurch
gekennzeichnet, dass die Trennplatte im Bereich der Durchbrechung einen trogförmigen
Schalkörper aufweist, der ausgehend von der Trennplatte in das erste der beiden angrenzenden
Gebäudeteile vorsteht, dass das Bewehrungselement ausgehend vom zweiten der beiden
Gebäudeteile unter Durchquerung der Durchbrechung in den Schalkörper vorsteht und
dass das Bewehrungselement an der Trennplatte und/oder dem Schalkörper festgelegt
ist.
[0010] Durch die Aufteilung in eine Trennplatte einerseits und einen oder mehrere Schalkörper
andererseits wird ein modularer Aufbau ermöglicht, der eine Funktionentrennung mit
sich bringt: Die Trennplatte kann zwar grundsätzlich beliebige Form aufweisen, jedoch
ist es nunmehr möglich, diese wieder in der einfachsten Grundform eben und ohne Abtreppungen
etc. auszubilden, was nicht nur die Kosten reduziert, sondern auch im Hinblick auf
Montage, Anschlussarbeiten etc. besonders günstig ist. Die Trennplatte muss gemäß
der erfindungsgemäßen Funktionentrennung somit nur für eine schallgedämmte Beabstandung
der beiden angrenzenden Gebäudeteile sorgen, wohingegen für die Kraftübertragung alleine
der Schalkörper verantwortlich ist, der in entsprechende Durchbrechungen der Trennplatte
eingebaut und dort festgelegt wird: Natürlich gewährleistet der Schalkörper die Kraftübertragung
nicht alleine, sondern verwendet hierzu das die Durchbrechung durchquerende Bewehrungselement
sowie ein das Bewehrungselement umgebendes Betonmaterial, das sich in den Schalkörper
erstreckt. Dabei liegt das Besondere darin, dass zwar - wie beim Stand der Technik
der
DE A-195 42 282 - das Bewehrungselement die Durchbrechung der Trennplatte durchquert, jedoch sich
nicht bis in das angrenzende zweite Gebäudeteil (d.h. nicht in das Material des zweiten
Gebäudeteils) hinein erstreckt, sondern sich auf den Bereich des Schalkörpers beschränkt.
Dabei wird eine Überlappung der beiden angrenzenden Gebäudeteile lediglich im Bereich
des Schalkörpers geschaffen, was aber - bei entsprechender Dimensionierung bzw. Anzahl
der Schalkörper - ausreicht, um für die erforderliche Kraftübertragung zu sorgen.
[0011] Es ist unschwer erkennbar, dass sich der Schalkörper mit zugehörigem Bewehrungselement
einerseits und die Trennplatte andererseits leicht hinsichtlich Position, Größe etc.
aneinander anpassen lassen. So kann man beispielsweise mit ein und derselben Trennplatte,
die sich lediglich an der entsprechenden Bauhöhe der angrenzenden Gebäudeteile orientieren
muss, eine Übertragung großer Kräfte durch Einbau entsprechend groß dimensionierter
Schalkörper bzw. einer entsprechend großen Schalkörperanzahl ebenso gewährleisten
wie die Übertragung von nur geringen Kräften, wozu dann mit wenigen oder relativ klein
dimensionierten Schalkörpern und Bewehrungselementen gearbeitet werden kann. Die einzige
Anpassung der Trennplatte muss dabei darin bestehen, die Durchbrechung hinsichtlich
Größe und Position an den Einbaufall und die Anzahl und Dimension der anzuschließenden
Schalkörper anzupassen.
[0012] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Bewehrungselemente aus Bewehrungsstäben
bestehen und die Bewehrungsstäbe zumindest in Teilbereichen insbesondere bügel- und/oder
schlaufenförmig ausgebildet sind. So kann der Bereich innerhalb des Schalkörpers optimal
bewehrt werden und auch das Übertragen von Zugkräften ist durch den abgebogenen bzw.
schlaufenförmigen Verlauf innerhalb des Schalkörpers gewährleistet.
[0013] Eine wesentliche Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass das Bewehrungselement
zusammen mit einem dieses umgebenden Betonmaterial zur Bildung eines konsolenartigen
Lagerungsvorsprungs für das zweite der beiden Gebäudeteile sorgt, wobei sich dieses
zweite Gebäudeteil mittels des Lagerungsvorsprungs in den Schalkörper erstreckt und
so in das erste Gebäudeteil zur gegenseitigen Auflagerung der beiden Gebäudeteile
vorsteht. Somit bildet der konsolenartige Lagerungsvorsprung, der ja dem zweiten Gebäudeteil
zugeordnet ist und sich in das erste Gebäudeteil erstreckt, genau die Überlappung,
die für die gegenseitige Kraftübertragung erforderlich ist, ohne dass sich hierzu
Bewehrungsstäbe - wie beim Stand der Technik der
DE A-195 42 282 - vom ersten Gebäudeteil bis in das zweite Gebäudeteil hinein erstrecken müssen und
auch ohne, dass die Überlappung durch eine besonders komplizierte Ausbildung der Trennplatte
- wie im Beispiel der
EP A-1 760 209 - zur Verfügung gestellt werden muss.
[0014] Der trogförmige Schalkörper ist dabei einseitig in Richtung des zweiten der beiden
Gebäudeteile offen ausgebildet und trennt das erste und das zweite Gebäudeteil durch
eine geschlossene trogförmige Oberfläche voneinander. Damit wird die zwischen den
beiden Gebäudeteilen vorhandene insbesondere vertikale Trennebene mit diesen bauchigen
bzw. trogförmigen Ausstülpungen versehen, welche sich in das erste Gebäudeteil erstrecken,
allerdings ohne dass dies zu einer Auswirkung auf den Verlauf und vor allem auf die
Form der restlichen Trennebene im Bereich der Trennplatte sorgt.
[0015] Das erfindungsgemäße Bauelement lässt sich in unterschiedlicher Art und Weise einsetzen:
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das erste der beiden Gebäudeteile über eine im
Bereich der Oberseite des Schalkörpers angeordnete Deckenfläche des Schalkörpers auf
dem den zweiten der beiden Gebäudeteile zugeordneten Lagerungsvorsprung aufliegt.
Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Treppenlauf als erstes Gebäudeteil auf
einem Treppenpodest als dem zweiten Gebäudeteil aufzulagern ist; dann würde sich der
Schalkörper in den Treppenlauf erstrecken und der Treppenlauf würde auf der Oberseite
des Schalkörpers aufliegen und so die Kraft über diese Oberseite des Schalkörpers
und den im Schalkörper vorgesehenen Lagerungsvorsprung des Treppenpodestes übertragen.
[0016] Das Bauelement lässt sich aber auch dazu verwenden, dass das zweite der beiden Gebäudeteile
mittels des ihm zugeordneten Lagerungsvorsprungs über eine im Bereich der Unterseite
des Schalkörpers angeordnete Bodenfläche des Schalkörpers auf dem ersten der beiden
Gebäudeteile aufliegt. Während also im vorgenannten Beispiel der Schalkörper sich
in den Bereich des getragenen Gebäudeteils erstreckt, würde sich bei der nachfolgend
beschriebenen zweiten Variante mit einer Auflage im Bereich der Bodenfläche des Schalkörpers
der Schalkörper in das tragende Gebäudeteil erstrecken. Dies könnte beispielsweise
auch beim geschilderten Einbau zwischen einem Treppenlauf und einem Treppenpodest
so aussehen, dass sich der Schalkörper in das Treppenpodest erstreckt, dass der Lagerungsvorsprung
also dem Treppenlauf zugeordnet ist und sich in den Schalkörper erstreckt und so die
Kräfte über den Lagerungsvorsprung und die Bodenfläche des Schalkörpers auf das Treppenpodest
übertragen werden.
[0017] Nun ist es zwar möglich, an jeder Einbaustelle aus zwei Einbausituationen auszuwählen
(einerseits Zuordnen des Lagerungsvorsprungs zu dem tragenden Gebäudeteil und Abstützen
des getragenen Gebäudeteils am Lagerungsvorsprung des tragenden Gebäudeteils über
die Deckenfläche des Schalkörpers, wobei sich der Schalkörper in das getragene Gebäudeteil
erstreckt; andererseits Zuordnen des Lagerungsvorsprungs zu dem getragenen Gebäudeteil
und Abstützen des getragenen Gebäudeteils mit dessen Lagerungsvorsprung über die Bodenfläche
des Schalkörpers, wobei sich der Schalkörper in das tragende Gebäudeteil erstreckt),
so dass sich z.B. bei einem Treppenlauf vier verschiedene Varianten ergeben können
(1. Variante: der Lagerungsvorsprung ist am oberen und am unteren Ende dem Treppenlauf
zugeordnet; 2. Variante: der Lagerungsvorsprung ist am oberen und am unteren Ende
dem Treppenpodest zugeordnet; 3. Variante: der Lagerungsvorsprung ist am oberen Ende
dem Treppenlauf und am unteren Ende dem Treppenpodest zugeordnet; 4. Variante: der
Lagerungsvorsprung ist am unteren dem Treppenlauf und am oberen Ende dem Treppenpodest
zugeordnet); gleichwohl ist es in der Regel aus Einbaugründen zu bevorzugen, den Lagerungsvorsprung
an beiden Einbaustellen gleich anzuordnen, also in der Art der genannten 1. Variante
oder der genannten 2. Variante.
[0018] Wenn schließlich einzelne Gebäudeteile wie insbesondere die Treppenpodeste aus Halbfertigteilen
(z.B. aus Filigranplatten
™) bestehen, ist es aus Gründen des besseren Anschlusses und Tragverhaltens zu bevorzugen,
die Lagerungsvorsprünge diesen Halbfertigteilen zuzuordnen und hierzu die Schalungskörper
in den jeweils anderen Gebäudeteilen anzuordnen.
[0019] Des Weiteren ist es möglich, die Trennplatte zwischen einer Gebäudedecke bzw. Gebäudewand
einerseits und einem Treppenpodest bzw. einem Treppenteil andererseits anzuordnen.
Auch dabei kann die Trennebene vertikal verlaufen und z.B. bündig mit der Stirnfläche
der Gebäudedecke abschließen und der Schalkörper kann sich dann - je nach Wunsch -
in das getragene oder in das tragende Gebäudeteil hinein erstrecken.
[0020] Diese vielseitige Verwendbarkeit desselben Bauelements für unterschiedliche Einbausituationen
zeigt die besonderen erfindungsgemäßen Vorteile des Erfindungsgegenstandes.
[0021] Es ist weiterhin besonders vorteilhaft, wenn der trogförmige Schalkörper zumindest
aus einem gewölbten Trogelement zur Aufnahme des sich im wesentlichen in horizontaler
Richtung erstreckenden Bewehrungselements und des dieses umgebenden Betonmaterials
besteht sowie aus einem sich im Wesentlichen in der insbesondere vertikalen Trennplattenebene
erstreckenden Rand und wenn der Schalkörper im Bereich des Rands an die Trennplatte
im Bereich ihrer Durchbrechungen angefügt ist. Das Anfügen kann durch Klemm-, Rast-
oder Clipverbindungen, aber auch durch stoffschlüssige Klebe- oder Schweißverbindungen
erfolgen.
[0022] Die Trogform muss dabei natürlich so groß bemessen sein, dass der von dem Schalkörper
umgebene konsolenartige Lagerungsvorsprung stark genug ist, die erforderliche Kraftübertragung
zu gewährleisten. Dabei kommen sicherlich eine Vielzahl von Schalkörperformen in Frage,
die vorliegend pauschal mit "trogförmig" umschrieben werden, was vor allem besagen
soll, dass die Trennebene im Bereich des Schalkörpers bauchig oder eben trogförmig
ausgebildet ist und damit von dem sonstigen ebenen Verlauf der Trennplatte abweicht.
Die hierbei verwendete Formulierung "Trogform" soll damit keine Festlegung hinsichtlich
der exakten Raumform treffen; vielmehr sind Quader mit planen Seitenflächen ebenso
möglich, wie hiervon abweichende Körper mit gekrümmten oder geneigten Seitenflächen
etc., wie auch Keile, Zylinder, Trapezoide etc. Allen gemeinsamen und damit der "Trogform"
entsprechend, ist die einseitig offene Ausbildung, die dafür sorgt, dass der Schalkörper
an die Trennplatte im Bereich einer an den Schalkörper angepassten Durchbrechung angeschlossen
ist und dass dabei die Trennebene im Bereich des Schalkörpers von der Trennplattenebene
in die Schalkörperebene, d.h. die Ebene des Schalkörpermantels verlegt ist.
[0023] In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass der Schalkörper zwei- oder mehrschalig
oder aus zwei oder mehreren Komponenten aufgebaut ist und zur gegenseitigen gedämmten
Kraftübertragung ein zumindest in Teilbereichen zwischen den Schalkörperschalen angeordnetes
Dämmelement, insbesondere in Form einer Elastomerlage aufweist. Hierdurch lässt sich
die Kraftübertragung mit der erforderlichen Schalldämmung kombinieren, ohne dass sich
dazu jedoch das Bewehrungselement zwischen den beiden Gebäudeteilen erstrecken müsste.
[0024] Dabei ist das Dämmelement - je nach Anwendungsfall - zumindest im Bereich der Decken-
und/oder Bodenfläche anzuordnen, nämlich zumindest dort, wo die Kraftübertragung stattfindet.
Natürlich wäre es durchaus auch möglich, den gesamten Schalkörper mit einer Elastomerlage
zu versehen, dies wäre jedoch unnötig teuer. Und wenn der sonstige zwei- oder mehrschalige
Aufbau dafür sorgt, dass keine Schallbrücken zwischen den beiden Schalen vorhanden
sind, dann reicht die zwischen den beiden Schalen vorhandene Luft als Schalldämmmaterial
aus.
[0025] Im beschriebenen Ausführungsbeispiel ist in besonders optimaler Art und Weise der
zweischalige Aufbau des Schalkörpers tatsächlich so ausgebildet, dass keine direkte
Verbindung zwischen den beiden Schalkörperschalen vorzusehen ist, sondern dass allein
über das Dämmelement, also das Elastomerlager eine gegenseitige schallgedämmte Anlage
vorhanden ist, die für die erforderliche Kraftübertragung sorgt und auch sonst für
die erforderliche Lagefixierung bzw. gegenseitige Zuordnung der beiden Schalkörperschalen.
[0026] Anstelle zweier zueinander äquidistant verlaufender flächiger Schalkörperschalen
wären in ebenso vorteilhafter Weise auch eine flächige Schalkörperschale mit einer
Dämmschicht (z.B. in Form einer PE-Schaum-Platte) kombinierbar, wobei diese beiden
Komponenten vollflächig miteinander verbunden, insbesondere verklebt sein können.
[0027] Entsprechendes gilt für die Trennplatte, die ebenso aus einer flächigen ersten Wand
und einer hieran festgelegten Dämmschicht (z.B. in Form einer PE-Schaum-Platte) aufgebaut
sein kann, wobei diese beiden Komponenten wiederum vollflächig miteinander verbunden,
insbesondere verklebt sein können.
[0028] Es ist zwar bereits im Stand der Technik aus der
DE-A-195 13 664 bekannt, quaderförmige Schalkörper zur schallgedämmten Auflagerung von Lagerungsvorsprüngen
zu verwenden und diese im Bereich einer Trennfuge mit Dämmstreifen aus Schalldämmmaterial
zu ergänzen; diese lassen sich jedoch aufgrund ihrer Ausgestaltung und Dimensionierung
lediglich in Gebäudewänden einbringen, bei denen die Bauteilhöhe keiner Begrenzung
unterworfen ist, und mit entsprechenden Lagerungsvorsprüngen eines Treppenpodests
aus Ortbeton oder Fertigteilelementen kombinieren. Keinesfalls sind sie aber dazu
geeignet, in jede Art von Trennfuge zwischen zwei angrenzenden Gebäudeteilen eingesetzt
zu werden. So können sie beispielsweise vor allem nicht in eine Trennfuge zwischen
einem Treppenlauf und einem Treppenpodest eingebaut werden, da dort die Bauteilhöhe
so niedrig bemessen ist, dass die erforderliche Verankerung des Schalkörpers an der
fehlenden Betonüber- und Unterdeckung scheitert und somit nicht möglich ist.
[0029] In dieser Schrift wird sogar vorgeschlagen, dass der Schalkörper eine sich bis zur
Bauteiloberseite erstreckende Randleiste aufweist, das heißt in dieser Schrift geht
der Weg genau weg von einem modularen Aufbau hin zu einem möglichst einteiligen Komplettsystem,
was durch die vorliegende Erfindung gerade vermieden bzw. verbessert werden soll.
[0030] Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung kommt dann zum Tragen, wenn das
Bewehrungselement im Bereich der Oberseite des Schalkörpers am Schalkörperrand und/oder
an der Trennplatte festgelegt ist. Denn dann lässt sich die erforderliche exakte Positionierung
des Bewehrungselements im Schalkörper sicherstellen, ohne dass angrenzende Bauteile
mit in diese Lagefixierung und Lagepositionierung einbezogen werden müssten. So kann
beispielsweise das Bewehrungselement ausgehend vom Schalkörper bzw. Schalkörperrand
bzw. von der Trennplatte zunächst in das genannte zweite der beiden Gebäudeteile vorstehen,
dann in diesem genannten zweiten Gebäudeteil abgebogen werden und von dort zurück
in Richtung des ersten Gebäudeteils verlaufen bis in den Schalkörper hinein, um dort
bevorzugter Weise wieder mit Abstand zur Schalkörperwand seine Endposition einzunehmen,
in der er allseits vom Betonmaterial des zweiten Gebäudeteils umschlossen werden kann,
um so den genannten konsolenartigen Lagerungsvorsprung zu bilden.
[0031] Natürlich kann dabei über beispielsweise einen Kunststoffsteg das Bewehrungselement
gegenüber der Schalkörperwand geführt und fixiert sein, um so die erforderliche Betonüberdeckung
aus statischen wie auch aus Korrosionsschutzgründen sicherzustellen. Geeigneterweise
ist das Bewehrungselement auch im in den Schalkörper vorstehenden Bereich schlaufenförmig
abgebogen, um dort nicht nur einen besseren Verbund mit dem das Bewehrungselement
umgebenden Betonmaterial einzugehen, sondern auch um auftretende Zugkraftkomponenten
besser aufnehmen zu können.
[0032] Was die Festlegung des Bewehrungselements am Material der Trennplatte oder am Schalkörper
oder am Rand des Schalkörpers betrifft, so können beispielsweise Halteaufnahmen aus
Kunststoff an die Trennplatte oder den Schalkörperrand angeformt sein, in die das
Bewehrungselement eingesteckt, eingeclipst oder in sonstiger Weise festgelegt werden
kann. Dabei sollte die Festlegungsart so ausgebildet sein, dass tatsächlich eine sichere
Lagefixierung des Bewehrungselements gegenüber dem Schalkörper und/oder der Trennplatte
erfolgen kann, um die vorgegebene Lage des Bewehrungselements innerhalb des Schalkörpers
selbst bei auftretenden Belastungen während des Transports, der Montage auf der Baustelle
oder dem Beaufschlagen durch Ortbeton nicht zu beeinträchtigen. Auch vor diesem Hintergrund
ist es sinnvoll, das Bewehrungselement zusätzlich im Bereich innerhalb des Schalkörpers
durch den genannten Kunststoffsteg an einem weiteren Punkt festzulegen.
[0033] Der wesentliche Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt - wie bereits erwähnt - im
modularen Aufbau. Vor diesem Hintergrund ist es besonders zweckmäßig, dass das Bauelement
eine Mehrzahl an in der Trennplatte vorgesehenen Durchbrechungen aufweist, eine Mehrzahl
nebeneinander, insbesondere im Bereich der Durchbrechungen angeordneter Schalkörper
sowie eine Mehrzahl Bewehrungselemente, die sich in die entsprechenden Schalkörper
erstrecken. Dadurch ist es möglich, das Bauelement an den jeweiligen Einsatz- bzw.
Belastungsfall anzupassen und den gewünschten und erfindungsgemäßen modularen Aufbau
auszunutzen. Nachdem das erfindungsgemäße Bauelement auch im Trennfugenbereich zwischen
Treppenpodest und Treppenlauf angeordnet werden soll, ist es engen Vorgaben hinsichtlich
der Höhe unterworfen, so dass die Schalkörper nicht beliebig groß dimensioniert werden
können, sondern statt dessen eine größere Kraftaufnahme durch eine entsprechend große
Anzahl an Schalkörpern zur Verfügung gestellt werden muss. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das erfindungsgemäße Bauelement beispielsweise bei einer Gebäudeteilhöhe von 160
mm einzusetzen, wobei der Schalkörper eine Betonüberdeckung von 50 mm oberhalb seines
an seiner Deckfläche angeordneten Dämmelements aufweist, bei einer horizontalen in
das erste Gebäudeteil hineinragenden Schalkörpertiefe von etwa 80 mm und einer horizontalen
Schalkörperbreite von fast 100 mm. Um eine ausreichend große Kraftübertragung ermöglichen
zu können, wird alle 150 mm horizontal nebeneinander jeweils ein Schalkörper angeordnet,
so dass bei einer Trennplatte mit einer horizontalen Länge von 1000 mm sechs Schalkörper
vorgesehen werden können.
[0034] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, wenn die Innenseite
des trogförmigen Schalkörpers zumindest in Teilbereichen der Oberseite zur Entlüftung
eines in den Schalkörper einzufüllenden Betonmaterials einen geneigten oder gewölbten
Verlauf aufweist, so dass auf jeden Fall sichergestellt ist, dass das Betonmaterial
flächig und lückenlos an der Deckenfläche des Schalkörpers anliegt, in deren Bereich
das kraftübertragende Dämmelement positioniert ist. Für die entsprechende Kraftübertragung
zwischen den Gebäudeteilen unter Zwischenschaltung des Dämmelements ist es wesentlich,
dass die gesamte Dämmelementfläche zur Kraftübertragung herangezogen werden kann und
dort nicht etwa Luftblasen im Betonmaterial für reduzierte Kraftübertragungsflächen
sorgen. Die Krümmungen bzw. Neigungen oder Wölbungen dieser Deckenfläche können so
ausgebildet sein, dass etwaige im Beton vorhandene Luftblasen seitlich in einen Bereich
außerhalb des Dämmelements abgeführt werden, wo keine flächige Anlage erforderlich
ist, weil dort im entsprechenden Randbereich keine bzw. kaum eine Kraftübertragung
stattfinden muss.
[0035] Diese genannte Problematik der im Betonmaterial vorhandenen Luftblasen spielt natürlich
vor allem bei einem Verfüllen des Schalkörpers mit Ortbeton eine Rolle, nämlich wenn
der Schalkörper erst auf der Baustelle mit dem Ortbetonmaterial des zweiten Gebäudeteils
verfüllt wird. Ebenso können sich jedoch natürlich auch bei der Herstellung der konsolenartigen
Lagerungsvorsprünge in einem Fertigteilwerk Luftblasen im Beton ansammeln, so dass
auch für einen solchen Einsatzfall ein geneigter oder gewölbter Verlauf der Deckenfläche
im Bereich der Oberseite des genannten Schalkörpers vorteilhaft ist.
[0036] In diesem Zusammenhang sei besonders darauf hingewiesen, dass sich die vorliegende
Erfindung nicht nur für eine Verwendung des erfindungsgemäßen Bauelements auf der
Baustelle und ein entsprechendes Verfüllen der Schalkörper bzw. ein Erstellen des
ersten und zweiten Gebäudeteils aus Ortbeton ausnutzen lässt, sondern dass sich die
vorliegende Erfindung ebenso besonders vorteilhaft und effektiv dafür einsetzen lässt,
wenn der konsolenartige Lagerungsvorsprung aus einem Fertigbetonbauteil besteht, wobei
das Betonmaterial in den als Gießform dienenden Schalkörper unter Beaufschlagung des
zugeordneten Bewehrungselements eingefüllt wird und auf der Baustelle zusammen mit
dem Schalkörper in den Bereich der zu erstellenden Trennfuge montiert wird.
[0037] In diesem Fall empfiehlt es sich insbesondere, wenn der konsolenartige vorgefertigte
Lagerungsvorsprung den Bereich des Schalkörpers zumindest teilweise ausfüllt und sich
auf diesen Bereich beschränkt und zur Erzielung eines Formschlusses des Ortbetons
mit dem Lagerungsvorsprungs in vertikaler Richtung nicht bündig mit der Trennplattenebene
abschließt, sondern demgegenüber zumindest etwas in den Schalkörper hinein zurückgesetzt
endet. Auf der Baustelle kann dann in besonders einfacher Weise der Ortbeton des zweiten
Gebäudeteils gegen diesen vorgefertigten konsolenartigen Lagerungsvorsprung gegossen
werden, wobei der teilweise in den Schalkörper vorstehende Ortbeton - neben dem in
das zweite Gebäudeteil vorstehende Bewehrungselement - für die notwendige gegenseitige
Verankerung von Lagerungsvorsprung und zweitem Gebäudeteil sorgt.
[0038] Dabei kann die Fertigbetonbauteil-Stirnseite entweder - bezogen auf die Orientierung
im eingebauten Zustand - in Vertikalrichtung oder aber vorteilhafterweise mit geneigt,
mit ihrem unteren Ende nach hinten in den Dämmkörper hinein versetzt verlaufen. Der
geneigte Verlauf hat den zusätzlichen Vorteil, dass auch hier eine Entlüftung des
Ortbetons stattfinden kann, indem sich die aufsteigenden Luftblasen nicht im Dämmkörper
bzw. dem Lagerungsvorsprung sammeln können, sondern durch den geneigten Verlauf der
Stirnseite des Fertigteils nach vorne aus dem Dämmkörper und somit aus dem Lagerungsvorsprung
geführt werden.
[0039] Daneben kann der Schalkörper aber auch vollständig durch den konsolenartigen vorgefertigten
Lagerungsvorsprung ausgefüllt sein, wobei die Fertigbetonbauteil-Stirnseite insbesondere
bündig mit dem Schalkörperrand abschließt. Hierdurch ergibt sich beispielsweise der
Vorteil, dass der Ortbeton die Schalkörperinnenseite gar nicht beaufschlagt und somit
auch nicht für eine Entlüftung des Ortbetons in diesem Bereich gesorgt werden muss.
[0040] Schließlich kann das Bauelement insbesondere im Bereich der Trennplatte in an sich
bekannter Weise mit einem Brandschutzmaterial versehen sein, z.B. mit einem Streifen
aus Intumeszenzmaterial, der in einer Vertiefung der Trennplatte und/oder in endständigen
Abschlusskappen zum seitlichen, d.h. endständigen Verschließen der Trennplatte angeordnet
ist.
[0041] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen; hierbei zeigen
- Figur 1a und 1b
- jeweils ein erfindungsgemäßes Bauelement im zwischen zwei Gebäudeteilen montierten
Zustand in geschnittener Seitenansicht;
- Figuren 2 und 3
- das Bauelement aus Figur 1 in perspektivischer Vorder-und Rückansicht;
- Figur 4a, 4b und 4c
- jeweils einen Schalkörper des erfindungsgemäßen Bauelements aus Figur 1 in geschnittener
Seitenansicht ohne eingefüllten Fertigteilbeton (Fig. 4a), mit eingefülltem Fertigteilbeton
und vertikalem Stirnflächenverlauf (Fig. 4b) und mit eingefülltem Fertigteilbeton
und geneigtem Stirnflächenverlauf (Fig. 4c);
- Figur 5
- den Schalkörper aus Figur 4 in Rückansicht, das heißt bezüglich Figur 4 von links;
- Figur 6a, 6b und 6c
- jeweils in Vorderansicht den Schalkörper aus Figur 4a ohne eingefüllten Fertigteilbeton
(Fig. 6a), den Schalkörper aus Figur 4b mit eingefülltem Fertigteilbeton und vertikalem
Stirnflächenverlauf (Fig. 6b) und den Schalkörper aus Figur 4c mit eingefülltem Fertigteilbeton
und geneigtem Stirnflächenverlauf (Fig. 6c);
- Figur 7
- den Schalkörper aus Figur 4 entlang der Schnittlinie B-B aus Figur 4;
- Figur 8
- den Schalkörper aus Figur 4 entlang einer Schnittlinie C-C aus Figur 4; und
- Figur 9
- den Schalkörper aus Figur 4 entlang einer Schnittlinie D-D aus Figur 4.
[0042] In Figur 1a ist ein Bauelement 1 zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden in Seitenansicht
dargestellt, welches zwischen zwei angrenzenden Gebäudeteilen A, B in Form eines Treppenlaufes
B als erstem Gebäudeteil und einem Treppenpodest A als zweitem Gebäudeteil angeordnet
ist. Treppenlauf B und Treppenpodest A sind auszugsweise und geschnitten dargestellt
und weisen schematisch angedeutete Aufbauten 2a, 2b in Form von Fußbodenbelägen wie
Trittplatten, Estrich, Trittschalldämmung, Bodenfliesen etc. auf. Zwischen Gebäudeteil
A und Gebäudeteil B ist eine Trennfuge C angeordnet, die sich vertikal über die gesamte
Höhe der Gebäudeteile und der entsprechenden Aufbauten 2a, 2b erstreckt und nicht
nur eine Konstruktionsfuge darstellt, sondern auch für eine Trittschalldämmung zwischen
den hieran angrenzenden Bauteilen sorgen muss.
[0043] Figur 1b zeigt einen zweiten beispielhaften Anwendungsfall, bei dem jeweils gleiche
Bauteile mit denselben Bezugszeichen versehen sind und das Bauelement 1 wieder in
Seitenansicht dargestellt ist zwischen zwei angrenzenden Gebäudeteilen 8, 9 in Form
eines Treppenlaufes 9 und eines Treppenpodests 8, wobei hier jedoch der Treppenlauf
als zweites Gebäudeteil A und das Treppenpodest als erstes Gebäudeteil B fungiert,
das Bauelement also bei einem genau umgekehrten Anwendungsfall verwendet wird. Dazu
wird das Bauelement 1 quasi auf den Kopf gestellt eingebaut.
[0044] Im Bereich der beiden Gebäudeteile A, B ist (das gilt an sich für beide Anwendungsfälle
- allerdings soll die Erfindung im Folgenden zur Vermeidung von Unklarheiten anhand
der Ausführungsform nach Figur 1a beschrieben werden) eine ebene Trennplatte 3 angeordnet,
die sich über die gesamte Höhe der angrenzenden Gebäudeteile erstreckt und - wie es
insbesondere aus den Figuren 2 und 3 erkennbar ist - eine horizontale Länge in der
Größenordnung von beispielsweise 1 Meter aufweist, was der Länge der Trennfuge C und
somit der Breite des Treppenlaufes B entspricht. Die Maße der Trennplatte 3 sind in
Figur 2 mit den Buchstaben h (= vertikale Höhe), I (= horizontale Länge entlang der
Trennfuge) und b (= Breite der Trennplatte in horizontaler Richtung, was im Wesentlichen
der Breite der Trennfuge entspricht) bezeichnet.
[0045] Die Trennplatte weist mehrere horizontal verlaufende und wenige Millimeter vorstehende
Lippen bzw. Stege 3I auf, die für eine gewisse Verankerung der Trennplatte im angrenzenden
Beton der Gebäudeteile A und B sorgen. Im Übrigen besteht die Trennplatte 3 aus zwei
relativ druckfesten Außenwänden 3a, 3b, die lediglich über drei horizontale Zwischenstege
3c miteinander verbunden sind und aber ansonsten einen gegenseitigen Abstand in der
Größenordnung von ca. 10 mm einhalten, um hierdurch die beiden angrenzenden Gebäudeteile
A und B voneinander auf Abstand zu halten und eine entsprechende gegenseitige Anlage
und damit Schwingungs- und Schallübertragung zu verhindern. Die Außenwände 3a, 3b
mit den Zwischenstegen 3c sind selbsttragend und druckstabil genug, die Kräfte des
flüssigen Betonmaterials auszuhalten, wenn die Gebäudeteile aus Ortbeton erstellt
oder im Fertigteilwerk aus Beton vorgefertigt werden und auch nach dem Aushärten des
Betonmaterials beide Gebäudeteile dauerhaft auf Abstand zu halten.
[0046] Die Trennplatte weist nun erfindungsgemäß mehrere nebeneinander angeordnete Durchbrechungen
3f auf, in die trogförmige Schalkörper 4 (jeweils in derselben Richtung) eingesteckt
sind, wobei die Schalkörper 4 jeweils einen umlaufende Rand 4h aufweisen, der zur
flächigen, flüssigkeitsdichten Anlage und Festlegung des jeweiligen Schalkörpers gegenüber
der Trennplatte 3 dient. Diese Schalkörper sind besonders genau in den Figuren 4 bis
9 dargestellt und sollen demgemäß anhand dieser Figuren nachfolgend beschrieben werden:
[0047] Ein Schalkörper 4 besteht aus zwei trogförmigen Schalkörperschalen 4a, 4b, wobei
die Innenschale 4a dem Gebäudeteil A zugeordnet ist und die Außenschale 4b dem Gebäudeteil
B. Jede Schale weist den genannten umlaufenden Rand 4h sowie ein bauchiges oder gewölbtes
Trogelement 4j auf. Dabei wird die Innenschale 4a insbesondere im zugehörigen Trogelement
4j vom Beton des Gebäudeteils A von innen beaufschlagt, während die Außenschale 4b
vom Beton des Gebäudeteils B insbesondere bezogen auf das zugehörige Trogelement 4j
von außen beaufschlagt wird. Zwischen Innenschale 4a und Außenschale 4b ist - wie
vor allem aus den Figuren 4a, 4b, 4c im Vertikalschnitt ersichtlich ist - im oberen
Bereich, der so genannten Schalkörper-Deckenfläche 4c, ein Dämmelement 5 in Form eines
Elastomerlagers angeordnet, das für die schallgedämmte Kraftübertragung zwischen Gebäudeteil
B und Gebäudeteil A sorgt. Im Bereich der Innenschale 4a liegt dabei das Elastomerlager
5 flächig auf der äußeren Oberseite 4k der Innenschale 4a auf, wohingegen das Elastomerlager
5 die Außenschale 4b im Bereich ihrer Oberseite 4I flächig von unten beaufschlagt.
So liegen Außenschale 4b, Elastomerlager 5 und Innenschale 4a vollflächig aneinander
an, wie es insbesondere aus den Figuren 7, 8 und 9 ersichtlich ist, die einen Schnitt
durch das Elastomerlager bzw. eine Vorderansicht auf das Elastomerlager zeigen.
[0048] Aus den Schnittdarstellungen der Figuren 7, 8 und 9 und auch aus den Schnittdarstellungen
der Figuren 4a, 4b, 4c ist erkennbar, dass ansonsten die Innenschale 4a und die Außenschale
4b im gezeigten Ausführungsbeispiel keine weiteren Berührungspunkte miteinander haben,
sondern vielmehr in einem gegenseitigen äquidistanten Abstand von beispielsweise 5
mm verlaufen und so einen Luftspalt bilden, der ausreichend ist, um die im Bereich
des Elastomerlagers erfolgende schallgedämmte Auflagerung des Gebäudeteils B auf dem
Gebäudeteil A nicht zu beeinträchtigen.
[0049] Die Figuren 4 bis 9 und auch die perspektivischen Darstellungen in den Figuren 2
und 3 lassen die Trogform des Trogelements 4j des Schalkörpers 4 erkennen, wobei es
vor allem auf die Oberseite bzw. Deckenfläche 4c des Schalkörpers ankommt, in der
das beschriebene Elastomerlager 5 als Dämmelement angeordnet ist. Der restliche Verlauf
der Trogform ist für die Kraftübertragung und Schalldämmung nicht primär maßgeblich;
der dargestellte Schalkörper 4 verläuft in seinem unteren Bereich schräg abfallend
in Richtung des Gebäudeteils A und gewährleistet so einen optimalen Kraftverlauf eines
im Schalkörper zu bildenden konsolenartigen Lagerungsvorsprunges 6 des Gebäudeteils
A. Daneben wäre es aber ebenso möglich, den Schalkörper im Bereich dieser Unterseite
horizontal oder bogenförmig auszubilden.
[0050] Die Oberseite 4k ist auf der Innenseite des Trogelements 4j der Innenschale 4a zumindest
in Teilbereichen zur Entlüftung eines in den Schalkörper einzufüllenden Betonmaterials
mit einem geneigten oder gewölbten Verlauf versehen. Dadurch werden etwaige im flüssigen
Beton vorhandene aufsteigende Luftblasen aus dem für die Kraftübertragung wichtigen
Bereich der Oberseite 4k weggeführt und können sich z.B. seitlich des für die Kraftübertragung
wichtigen Bereich der Oberseite 4k in rinnenartigen Rücksprüngen 4n sammeln, wo sie
keine negativen Auswirkungen auf die Funktionsweise des Bauelements haben.
[0051] Damit der genannte konsolenartige Lagerungsvorsprung 6 eine optimale Kraftübertragung
in das angrenzende Gebäudeteil A zur Verfügung stellt, ist der Schalkörper mit einem
Bewehrungselement 7 versehen, welches aus einem mehrfach abgebogenen Bewehrungsstab
aus geripptem Baustahl besteht und dessen Verlauf vor allem aus den Figuren 2, 4a,
4b, 4c, 6a, 6b und 6c ersichtlich ist:
Der Bewehrungsstab 7 ist hierbei mit zwei parallel zueinander angeordneten, sich in
Horizontalrichtung erstreckenden Schenkeln 7a, 7a in hülsenartige Aufnahmen 4d, 4e
der Innenschale 4a des Schalkörpers 4 eingesteckt und so gegenüber dem Schalkörper
4 lagefixiert. Von diesen beiden Aufnahmen 4d, 4e verläuft der Bewehrungsstab 7 mit
seinen beiden Schenkeln 7a, 7a parallel und spiegelbildlich horizontal in das Gebäudeteil
A hinein, ist dann nach einem etwa 120 mm langem Verlauf in zwei parallelen und spiegelbildlichen
Bereichen 7c, 7c in das Gebäudeteil A hinein halbkreisförmig vertikal nach unten umgebogen,
läuft dann beim dargestellten Ausführungsbeispiel über zwei parallele und spiegelbildliche
Schenkel 7b, 7b in einem Abstand von ca. 30 mm parallel zum beschriebenen oberen Verlauf
der Schenkel 7a, 7a in Horizontalrichtung zurück in Richtung des Schalkörpers und
taucht horizontal in den Schalkörper hinein und ist dort wiederum in einem Bereich
7d halbkreisförmig umgebogen, wo sich beide Schenkel 7b, 7b treffen.
[0052] Der Bewehrungsstab 7 ist in seinem in den Schalkörper eingetauchten halbkreisförmig
horizontal umgebogenen Abschnitt 7d so von der Innenschale 4a des Schalkörpers 4 beabstandet,
dass er jeweils zumindest einen Abstand in der Größenordnung von etwa 15 mm von der
Innenschale aufweist, um so eine ausreichende allseitige Betonüberdeckung und damit
Kraftübertragung sicherzustellen. Um diese Position dauerhaft und transportsicher
zu fixieren, weist die Innenschale 4a in ihrem am weitesten in Richtung des Gebäudeteils
B vorstehenden Bereich einen Haltesteg 4f auf, in den der horizontal umgebogene Abschnitt
7d des Bewehrungsstabs 7 eingeklemmt werden kann. Dieser Haltesteg ist vor allem aus
den Figuren 4a, 4b, 4c sowie den Figuren 6a, 6b, 6c, 7, 8 und 9 ersichtlich.
[0053] Wird nun das erfindungsgemäße Bauelement 1 im in Figur 1 dargestellten Anwendungsfall
in die Trennfuge C eingebaut, so sorgt der Bewehrungsstab 7 für eine Verankerung des
Bauelements 1 in dem Gebäudeteil A und für eine entsprechende ausreichende Kraftübertragung
des konsolenartigen Lagerungsvorsprungs 6 in das angrenzende Gebäudeteil A. Auf der
anderen Seite sorgt die Außenschale 4b vor allem im Bereich der Oberseite bzw. Deckenfläche
4c für eine insbesondere in Vertikalrichtung verlaufende Druckkrafteinleitung des
Gebäudeteils B, so dass das Dämmelement 5, das zwischen Außenschale 4b und Innenschale
4a im Bereich der Deckenfläche 4c angeordnet ist, die Kraftübertragung zwischen Gebäudeteil
B und Gebäudeteil A derart zur Verfügung stellt, dass sie aufgrund des Dämmmaterials
in schallgedämmter Art und Weise erfolgt.
[0054] Hierzu besteht das Dämmmaterial beispielsweise aus hochwertigem geschlossenzelligem
Polyurethan (PUR), während die Innen- und Außenschale des Schalkörpers, der Haltesteg
sowie die Aufnahmehülsen aus druckstabilem Material wie beispielsweise Hart-PVC bestehen
können. Entsprechend können auch die beiden Außenwände der Trennplatte 3 Hart-PVC
bestehen. Daneben können natürlich auch andere Dämmmaterialien bzw. andere druckstabile
Kunststoffe Verwendung finden.
[0055] Die Verbindung zwischen Trennplatte 3 und Schalkörper 4 ist im vorliegenden Beispiel
durch Rastverbindungen erreicht, wobei der Schalkörper hakenartige Rastnasen 4g im
Bereich des Randes 4h der Innenschale 4a aufweist, die die Außenwand 3a der Trennplatte
3 im Bereich der Durchbrechungen 3e hintergreifen und so den gesamten Schalkörper
in der Durchbrechung und so in der Trennplatte festlegen.
[0056] Es ist unschwer erkennbar, dass Trennplatte, Schalkörper und auch Bewehrungsstab
leicht hinsichtlich ihrer Dimensionen bzw. Anzahl variiert werden können und dass
aufgrund des erfindungsgemäßen modularen Aufbaus mit wenigen Bauteilen eine sehr hohe
Variantenvielfalt ermöglicht wird.
[0057] Bei dem in Figur 1 b dargestellten Einbaubeispiel mit auf den Kopf gedrehtem Bauelement
1 stellt der Treppenlauf 9 zwar ebenso wie in Figur 1a das getragene Gebäudeteil dar,
jedoch ist in Figur 1b der Lagerungsvorsprung 6 dem Treppenlauf zugeordnet, so dass
der Treppenlauf das zweite Gebäudeteil A bildet. Der Schalkörper 4 erstreckt sich
in das erste Gebäudeteil B, welches im Fall von Figur 1 b vom Treppenpodest 8 gebildet
wird, welches wiederum als das tragende Gebäudeteil fungiert.
[0058] Damit sich der dem getragenen Gebäudeteil A zugeordnete Lagerungsvorsprung 6 im tragenden
Gebäudeteil B abstützen kann, ist der Schalkörper quasi gespiegelt eingebaut und gewährleistet
die gegenseitige Gewichtskraftübertragung von Treppenpodest zu Treppenlauf über seine
Bodenfläche 4c', die wie die Deckenfläche 4c des Schalkörpers 4 aus Figur 4a bis 4c
ausgebildet ist. Demgemäß ist bei der Ausführungsform aus Figur 1b das Elastomerlager
im Bereich der Bodenfläche 4c' vorgesehen.
[0059] Die in den Figuren 4a, 4b und 4c dargestellten Ausführungsformen unterscheiden sich
voneinander lediglich hinsichtlich des Lagerungsvorsprungs: In Figur 4a ist der Lagerungsvorsprung
nicht vorgefertigt, sondern wird erst auf der Baustelle aus Ortbeton hergestellt.
Im Gegensatz dazu weist die Variante aus Figur 4b einen Lagerungsvorsprung 6' aus
Beton auf, der im Fertigteilwerk vorgefertigt wurde, indem Beton (insbesondere hochfester
oder ultra-hochfester Beton oder Mörtel) in das Trogelement 4j der Innenschale 4a
des Schalkörpers eingegossen wurde und dabei eine Stirnseite 6'a bildet, die im eingebauten
Zustand in vertikaler Richtung zurückgesetzt im Schalkörper angeordnet verläuft, um
dem Ortbeton (aus dem das Gebäudeteil A auf der Baustelle erstellt wird) Platz im
Schalkörper zur Herstellung eines gegenseitigen Formschlusses zu bieten.
[0060] Figur 4c zeigt nun noch einen alternativen Verlauf eines Lagerungsvorsprungs 6" aus
Beton, der ebenfalls im Fertigteilwerk vorgefertigt wurde, indem Beton (insbesondere
hochfester oder ultra-hochfester Beton oder Mörtel) in das Trogelement 4j der Innenschale
4a des Schalkörpers eingegossen wurde. Wesentlich ist jedoch, dass dabei eine Stirnseite
6"a gebildet wird, die im eingebauten Zustand in geneigter Richtung mit dem unteren
Bereich der Stirnseite noch weiter in den Schalkörper hinein zurückgesetzt verläuft,
um zwar wiederum dem Ortbeton (aus dem das Gebäudeteil A auf der Baustelle erstellt
wird) Platz im Schalkörper zur Herstellung eines gegenseitigen Formschlusses zu bieten
und um aber durch die geneigte Stirnseite auch gleich für eine verbesserte Entlüftung
des Ortbetons zu sorgen. Denn etwaige im Ortbeton vorhandene Luftblasen können sich
dadurch erst gar nicht im Schalkörper sammeln, sondern werden durch den geneigten
Verlauf gleich aus dem Dämmkörper wegtransportiert.
[0061] Zusammengefasst bietet die vorliegende Erfindung den wesentlichen Vorteil, durch
einfache Abänderungen hinsichtlich Dimension und Anzahl einzelner Teile für unterschiedlichste
Einsatzfälle angepasst werden zu können, ohne dass dies zu einer kompletten Überarbeitung
des Bauelements führen müsste. So lässt sich das erfindungsgemäße Bauelement überall
dort einsetzen, wo eine schallgedämmte Druckkraftübertragung zwischen zwei horizontal
benachbarten Gebäudeteilen benötigt wird.
1. Bauelement zum Einbau in Trennfugen von Gebäuden, insbesondere an Treppenpodesten,
zur schalldämmenden, kraftübertragenden Verbindung beidseits angrenzender Gebäudeteile
(A, B), bestehend aus einer Trennplatte (3) und aus diese durchquerenden Bewehrungselementen
(7), wobei die Trennplatte (3) zumindest eine Durchbrechung (3e) für ein Bewehrungselement
(7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennplatte (3) im Bereich der Durchbrechung (3e) einen trogförmigen Schalkörper
(4) aufweist, der ausgehend von der Trennplatte in das erste (B) der beiden angrenzenden
Gebäudeteile vorsteht, dass das Bewehrungselement (7) ausgehend vom zweiten (A) der
beiden Gebäudeteile unter Durchquerung der Durchbrechung (3f) in den Schalkörper (4)
vorsteht und dass das Bewehrungselement (7) an der Trennplatte (3) und/oder dem Schalkörper
(4) festgelegt ist.
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewehrungselemente aus Bewehrungsstäben (7) bestehen und dass die Bewehrungsstäbe
zumindest in Teilbereichen (7c, 7d) insbesondere bügel- und/oder schlaufenförmig ausgebildet
sind.
3. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewehrungselement (7) zusammen mit einem dieses umgebenden Betonmaterial zur
Bildung eines konsolenartigen Lagerungsvorsprungs (6) für das zweite (A) der beiden
Gebäudeteile dient und dass sich dieses zweite Gebäudeteil mittels des Lagerungsvorsprungs
in den Schalkörper (4) erstreckt und so in das erste Gebäudeteil (B) zur gegenseitigen
Auflagerung der beiden Gebäudeteile vorsteht.
4. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der trogförmige Schalkörper (4) einseitig in Richtung des zweiten (A) der beiden
Gebäudeteile offen ausgebildet ist und dass der Schalkörper (4) das erste (B) und
das zweite (A) Gebäudeteil durch eine geschlossene trogförmige Oberfläche (4a, 4b)
voneinander trennt.
5. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste (B) der beiden Gebäudeteile über eine im Bereich der Oberseite des Schalkörpers
angeordnete Deckenfläche (4c) des Schalkörpers (4) auf dem dem zweiten (A) der beiden
Gebäudeteile zugeordneten Lagerungsvorsprung (6) aufliegt.
6. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite (A) der beiden Gebäudeteile mittels des ihm zugeordneten Lagerungsvorsprungs
(6) über eine im Bereich der Unterseite des Schalkörpers (4) angeordnete Bodenfläche
(4c') des Schalkörpers auf dem ersten (B) der beiden Gebäudeteile aufliegt.
7. Bauelement nach zumindest Anspruch 1 sowie 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest im Bereich der Deckenfläche (4c) und/oder der Bodenfläche (4c') des trogförmigen
Schalkörpers (4) ein zur schallgedämmten Kraftübertragung dienendes Dämmelement (5)
angeordnet ist.
8. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der trogförmige Schalkörper (4) zumindest aus einem Trogelement (4j) zur Aufnahme
des sich im wesentlichen in horizontaler Richtung erstreckenden Bewehrungselements
(7) und eines dieses umgebenden Betonmaterials besteht sowie aus einem sich im wesentlichen
in der insbesondere vertikalen Trennplattenebene erstreckenden Rand (4h), und dass
der Schalkörper (4) im Bereich des Rands (4h) an die Trennplatte (3) insbesondere
durch eine Rast-, Klemm- oder stoffschlüssige Verbindung (4g) angefügt ist.
9. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schalkörper (4) zwei- oder mehrschalig aufgebaut ist und zur gegenseitigen gedämmten
Kraftübertragung ein zumindest in Teilbereichen zwischen den Schalkörperschalen (4a,
4b) angeordnetes Dämmelement (5), insbesondere in Form einer Elastomerlage aufweist.
10. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewehrungselement (7) im Bereich der Oberseite des Schalkörpers (4) am Schalkörperrand
(4h) und/oder an der Trennplatte festgelegt ist, in das genannte zweite (A) der beiden
Gebäudeteile vorsteht, in diesem genannten zweiten Gebäudeteil abgebogen ist und von
dort sich bis in den Schalkörper (4) hinein erstreckt.
11. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bauelement (1) eine Mehrzahl an Durchbrechungen (3f) in der Trennplatte (3),
eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter Schalkörper (4) und eine Mehrzahl Bewehrungselemente
(7) aufweist.
12. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenseite des trogförmigen Schalkörpers (4) zumindest in Teilbereichen der Oberseite
(4c) zur Entlüftung eines in den Schalkörper einzufüllenden Betonmaterials einen geneigten
oder gewölbten Verlauf aufweist.
13. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der konsolenartige Lagerungsvorsprung (6, 6', 6") aus einem Fertigbetonbauteil besteht,
indem das Betonmaterial in den als Gießform dienenden Schalkörper (4) unter Beaufschlagung
des zugeordneten Bewehrungselementes (7) eingefüllt ist und auf der Baustelle zusammen
mit dem Schalkörper und dem Bauelement (1) in den Bereich der zu erstellenden Trennfuge
(C) montierbar ist.