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(11) |
EP 2 483 016 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.10.2014 Patentblatt 2014/44 |
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Anmeldetag: 27.09.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/064240 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/039135 (07.04.2011 Gazette 2011/14) |
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| (54) |
STRANGGIESSKOKILLE MIT KREISFÖRMIGEM ODER POLYGONALEM QUERSCHNITT
MOULD FOR CONTINUOS CASTING WITH A CIRCULAR OR POLYGONAL SECTION
LINGOTIÈRE POUR LA COULÉE CONTINUE AVEC UNE COUPE TRANSVERSALE CIRCULAIRE OU POLYGONALE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
29.09.2009 AT 15332009
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.08.2012 Patentblatt 2012/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens VAI Metals Technologies GmbH |
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4031 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- POEPPL, Johann
A-4202 Kirchschlag (AT)
- SHAN, Guoxin
A-4020 Linz (AT)
- THOENE, Heinrich
A-4020 Linz (AT)
- WIMMER, Franz
A-4752 Riedau (AT)
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| (74) |
Vertreter: Maier, Daniel Oliver |
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Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 958 871 US-A- 4 168 738
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DE-A1- 4 141 872
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kokille zum Vergießen von metallischer Schmelze
zu einem Strang mit einem kreisförmigen oder polygonalen Querschnitt in einer Stranggießmaschine.
[0002] Konkret betrifft die Erfindung eine Kokille zum Vergießen von metallischer Schmelze
zu einem Strang mit einem kreisförmigen oder polygonalen Querschnitt in einer Stranggießmaschine,
- mit einem durchgehenden Formhohlraum;
- wobei der Formhohlraum in einer Auszugsrichtung des Strangs durch eine Eingießöffnung
zum Eingießen der Schmelze in die Kokille und durch eine Ausziehöffnung zum Ausziehen
des zumindest teilerstarrten Strangs aus der Kokille begrenzt wird;
- wobei der Formhohlraum quer zur Auszugsrichtung des Strangs durch eine Innenwand der
Kokille begrenzt wird; und
- wobei der Formhohlraum einen Bereich, nachfolgend "Entlastungs-Bereich" genannt, mit
einem zugeordneten Gießkonus, nachfolgend "Entlastungs-Gießkonus" genannt, aufweist,
wobei der Entlastungs-Bereich mehrere Vertiefungen in der Innenwand der Kokille zur
Entlastung des Strangs aufweist.
Stand der Technik
[0003] Eine Kokille zum Vergießen von metallischer Schmelze zu einem Strang, dem sogenannten
Stranggießen, mit im Wesentlichen polygonalen Querschnitt ist aus der
EP 0 958 871 A1 bekannt, wobei diese Kokille einen - in Strangauszugsrichtung - durchgehenden Formhohlraum
aufweist, der quer zur Auszugsrichtung des Strangs durch zumindest eine konische Innenwand
begrenzt wird. Zur Anpassung an die Schrumpfung des erstarrenden Strangs, weist die
Kokille drei Bereiche mit jeweils unterschiedlichen Gießkonussen auf. Unter einem
Gießkonus versteht man eine konische Kontur der Innenwand der Kokille in Strangauszugsrichtung,
deren Kegeligkeit (Konus) im Wesentlichen durch die Schrumpfung des erstarrenden Strangs
bestimmt ist. Da sich der Strang beim Erstarren kontrahiert, ist der Formhohlraum
im Bereich des Gießspiegels weiter als in einem - in Auszugsrichtung - nachgelagerten
Bereich.
[0004] Da jedoch die Schrumpfung des Strangs beim Stranggießen nicht konstant ist und insbesondere
von der chemischen Zusammensetzung der Schmelze, d.h. der Legierung, den Betriebsparametern
des Stranggießens, z.B. der Auszugsgeschwindigkeit und der Kühlung des Strangs, abhängt,
ist eine vollständige Anpassung des Gießkonusses bzw. der Gießkonusse an die Schrumpfung
des Strangs nicht möglich. Ist der Gießkonus zu gering, d.h. die Verjüngung des Gießkonusses
ist schwächer als die Strangschrumpfung, tritt ein Verlust des Kontaktes zwischen
der Strangschale und Innenwand der Kokille auf, was eine ungleichmäßige und meist
schwache Strangschalenausbildung zur Folge hat; ist der Gießkonus zu stark, d.h. die
Verjüngung des Gießkonusses ist stärker als die Strangschrumpfung, führt dies zwar
zu einem ausreichenden und meist auch einem homogenen Strangschalenwachstum, jedoch
werden unnötig hohe Kontaktdrücke und damit Reibkräfte hervorgerufen. In diesem Fall
klemmt der Strang gewissermaßen in der Kokille, sodass es in Extremfällen sogar zum
Aufreißen oder Abreißen des Stranges kommen kann.
Zusammenfassung der Erfindung
Technische Aufgabe
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kokille zum Vergießen von metallischer Schmelze
zu einem Strang mit einem kreisförmigen oder polygonalen Querschnitt in einer Stranggießmaschine
zu schaffen, mit der einerseits ein ausreichend starker Gießkonus des Formhohlraums
vorgegeben werden kann, sodass auch entlang des gesamten Umfangs des Gießquerschnitts
bzw. des Formhohlraums ein ausreichendes und ein homogenes Wachstum der Strangschale
gewährleistet ist, und andererseits unnötig hohe Kontaktdrücke und Reibkräfte des
Strangs in der Kokille, insbesondere ein Klemmen des Strangs, auch bei unterschiedlichen
chemischen Zusammensetzungen der Schmelze und bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen
zuverlässig verhindert werden.
Technische Lösung
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Kokille der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher
sich eine Vertiefung oder eine sich wiederholende Abfolge, bestehend aus einem Bereich
mit einer Vertiefung und einem Bereich ohne Vertiefung, über die Längserstreckung
des Entlastungs-Bereichs in der Auszugsrichtung erstreckt, wobei die Vertiefung oder
die sich wiederholende Abfolge eine Form einer Schraubenlinie aufweist, und wobei
eine Tiefe oder eine Breite der Vertiefung in der Innenwand stetig und monoton über
eine abgewickelte Länge der Schraubenlinie entgegen der Auszugsrichtung des Strangs
abnimmt.
[0007] Durch die Vertiefung bzw. die sich wiederholende Abfolge wird im Entlastungs-Bereich
der Kokille ein "Freiheitsgrad" für den Strang, insbesondere die sich ausbildenden
Strangschalen, geschaffen, wobei eine Vertiefung jeweils eine Zone mit keinem oder
nur sehr geringer Kontakt des Strangs mit der Innenwand der Kokille realisiert. Dadurch
wird sichergestellt, dass ein ausreichend starker Gießkonus der Innenwand der Kokille
nicht zu unnötig hohen Kontaktdrücken und Reibkräften des Strangs in der Kokille führt,
sodass insbesondere ein Klemmen des Strangs in der Kokille zuverlässig verhindert
wird. Eine bzw. mehrere einzelne Vertiefungen, die sich über die Längserstreckung
des Entlastungs-Bereichs erstrecken, können einfach und kostengünstig, z.B. mittels
Fräsen, hergestellt werden.
[0008] Durch die sich wiederholende Abfolge ist sichergestellt, dass der Strang in regelmäßiger
Abfolge entlastet bzw. wieder stärker kontaktiert wird, was sich positiv auf die Qualität
des Strangs auswirkt. Eine Vertiefung oder die sich wiederholende Abfolge in Form
einer Schraubenlinie ist deswegen günstig, da die Kontaktverhältnisse über dem Umfang
variiert werden und somit nicht immer der gleiche Bereich am Umfang entlastet bzw.
stärker kontaktiert wird. Alternativ ist es natürlich auch möglich, dass die Vertiefung
oder die sich wiederholende Abfolge eine Linienform aufweist. Weiters nimmt die Tiefe
einer Vertiefung oder die Breite einer Vertiefung entgegen der Auszugsrichtung des
Strangs kontinuierlich ab. Dadurch nimmt aber auch die Stützung des Strangs in dessen
Auszugsrichtung durch die Innenwand der Kokille stetig und monoton ab, d.h. der Strang
wird in der Auszugsrichtung anfangs (geringe Dicke der Strangschale) stärker und später
weniger stark (höhere Dicke der Strangschale) gestützt.
Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung
[0009] In einer einfachen Ausführungsform ist eine Vertiefung entweder als eine Nut oder
als eine Ausrundung ausgeführt, da diese einfach und kostengünstig hergestellt werden
können.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Entlastungs-Bereich eine Anzahl
von n Vertiefungen auf, wobei zwei benachbarte Vertiefungen jeweils einen Winkelversatz
von 360/n ° um eine Mittelachse des Formhohlraums aufweisen. Damit ist eine gleichmäßige
Stützung des Strangs über den Umfang des Formhohlraums bzw. den Querschnitt des Strangs
möglich.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform beträgt die Steigung der Schraubenlinie
n·LII, wobei L
II die Abmessung des Entlastungs-Bereichs in Strangauszugsrichtung angibt. Dadurch wird
eine Schraubenlinie realisiert, die sich über die Längserstreckung des Entlastungs-Bereichs
um 90° nach oben windet.
[0012] In einer Ausführungsform ist dem Entlastungs-Bereich ein Eingangs-Bereich mit einem
Eingangs-Gießkonus vorgelagert, wobei sich der Eingangs-Bereich von der Eingießöffnung
bis zum Entlastungs-Bereich erstreckt.
[0013] In einer Ausführungsform ist dem Entlastungs-Bereich ein Ausgangs-Bereich mit einem
Ausgangs-Gießkonus nachgelagert, wobei sich der Ausgangs-Bereich vom Entlastungs-Bereich
bis zur Ausgießöffnung erstreckt.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist ein oder mehrere aus der Gruppe,
bestehend aus dem Eingangs-Gießkonus, dem Entlastungs-Gießkonus und dem Ausgangs-Gießkonus,
eine parabolische Konizität auf. Die Ausführung der Innenwand im Eingangs-Bereich,
im Entlastungs-Bereich, im Ausgangs-Bereich oder bevorzugt in allen Bereichen mit
einem parabolischen, oder weniger bevorzugt mit einem linearen, Gießkonus erlaubt
eine gute Anpassung an das Schrumpfungsverhalten des Strangs.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein Übergang von einem Gießkonus auf einem
nachfolgenden Gießkonus stetig, bevorzugt mehrfach stetig differenzierbar, ausgebildet.
Dadurch werden Spannungen im Strang beim Übergang von einem Bereich zum nachgelagerten
Bereich reduziert bzw. vermieden.
[0016] In einer Ausführungsform weist der Formhohlraum eine konvexe Krümmung auf. Damit
ist sichergestellt, dass der Formhohlraum in einem vorgelagerten Bereich weiter ist
als in einem - in Auszugsrichtung - nachgelagerten Bereich.
[0017] Besonders vorteilhaft ist es, die erfindungsgemäße Kokille in einer Stranggießanlage
zur Herstellung eines Metallstrangs aus Stahl mit einem kreisförmigen oder polygonalen
Querschnitt zu verwenden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung nicht einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf die folgenden Figuren
Bezug genommen wird, die folgendes zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Kokille zum Stranggießen eines Stranges
mit rundem Querschnitt
Fig. 2 einer geschnittenen Darstellung der Vorderansicht der Kokille nach Fig. 1
Fig. 3 bis 5 geschnittene Darstellungen der Kokille nach Fig. 1 mit den Schnittebenen
I-I (Fig. 3), II-II (Fig. 4) und III-III (Fig. 5)
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung einer Kokille zum Stranggießen eines Stranges
mit rundem Querschnitt
Fig. 7 einer geschnittenen Darstellung der Vorderansicht der Kokille nach Fig. 6
Beschreibung der Ausführungsformen
[0019] In den Fig. 1 ist eine Kokille 1 zum Stranggießen eines Stahlstrangs mit einem kreisförmigen
Querschnitt (Durchmesser 300 mm) in einer Stranggießmaschine dargestellt. Dabei wird
eine Stahlschmelze durch eine Eingießöffnung 3 in einen Formhohlraum der Kokille 1
gegossen, wobei die Stahlschmelze im Formhohlraum abgekühlt und dabei eine feste Schale
des Stahlstrangs ausbildet wird. Der zumindest teilerstarrte Strang wird durch eine
Ausziehöffnung 4 in der Kokille ausgezogen und in einer nicht dargestellten Strangstützeinrichtung
geführt, gestützt und weiter gekühlt.
[0020] In Fig. 2 ist die Kokille nach Fig. 1 detaillierter dargestellt. Um die Klarheit
der Darstellung zu erhöhen, wurden die Vertiefungen 10 vergrößert, d.h. in einem anderen
Maßstab, dargestellt. Die Kokille weist insbesondere einen in der Auszugsrichtung
des Strangs durchgehenden Formhohlraum 2 auf, der in der Auszugsrichtung durch die
Eingießöffnung 3 und die Ausziehöffnung 4, und quer zur Auszugsrichtung durch die
Innenwand 5 begrenzt wird. Die Innenwand 5 weist eine - sich über einen Eingangs-Bereich
6 und einen - dem Eingangs-Bereich 6 unmittelbar nachgelagerten - Entlastungs-Bereich
8 der Kokille 1 erstreckende - parabolische Konizität auf, wobei die Kokille bei der
Eingussöffnung 3 eine Wandstärke von 20 mm, beim Übergang vom Eingangs-Bereich 6 zum
Entlastungs-Bereich 8 eine Wandstärke von 22 mm und bei der Ausziehöffnung 4 eine
Wandstärke von 24 mm aufweist. Der Entlastungs-Bereich 8 weist vier, jeweils als Ausrundung
ausgeführte, Vertiefungen 10 in der Innenwand 5 auf, die sich in Form einer Schraubenlinie
über die Längserstreckung des Entlastungs-Bereichs 8, d.h. vom Beginn des Entlastungs-Bereichs
8 bis zur Ausziehöffnung 4 hin, erstrecken. Die Tiefe und die Breite einer Vertiefung
10 nimmt stetig und monoton über die abgewickelte Länge der Schraubenlinie entgegen
der Auszugrichtung ab, wobei die Vertiefung bei der Ausziehöffnung 4 eine Tiefe von
1 mm aufweist. Die Abnahme der Tiefe und der Breite der Vertiefungen 10 in der Innenwand
5 sind in den Fig. 3 bis 5 detaillierter dargestellt, wobei auch in diesen Figuren
die Vertiefungen vergrößert dargestellt wurden. Damit im Entlastungs-Bereich 8 die
Schale des Strangs über den Umfang des Formhohlraums 2 möglichst gleichmäßig gestützt,
aber dennoch eine signifikante Reduktion der Strangauszugskraft erzielt wird, weisen
zwei benachbarte Vertiefungen 10 jeweils einen Versatz von 90°, bezogen auf die Mittelachse
des Formhohlraums 2 bzw. des Strangs, auf.
[0021] In den Fig. 6 und 7 ist die Kokille nach Fig. 1 in einer anderen Ausführungsform
dargestellt, wobei die Vertiefungen zur Entlastung des Strangs in der Innenwand 5
der Kokille 1 durch eine sich wiederholende Abfolge, bestehend aus einem Bereich mit
einer Vertiefung 10 und einem Bereich ohne Vertiefung, in Form einer Schraubenlinie
ausgebildet sind. Der Übergang vom Eingangs-Gießkonus 7 des Eingangs-Bereichs zum
Entlastungs-Gießkonus 9 des Entlastungs-Bereichs ist "glatt", d.h. mehrfach differenzierbar,
ausgeführt, wobei beide Gießkonusse eine parabolische Konizität aufweisen.
[0022] Die erfindungsgemäß ausgeführten Kokillen haben den Effekt, dass ein ausreichend
starker Gießkonus der Innenwand der Kokille nicht zu unnötig hohen Kontaktdrücke und
Reibkräften des Strangs in den Kokillen führt, sodass insbesondere ein Klemmen des
Strangs in den Kokillen zuverlässig verhindert wird.
List der Bezugszeichen
[0023]
- 1
- Kokille
- 2
- Formhohlraum
- 3
- Eingießöffnung
- 4
- Ausziehöffnung
- 5
- Innenwand
- 6
- Eingangs-Bereich
- 7
- Eingangs-Gießkonus
- 8
- Entlastungs-Bereich
- 9
- Entlastungs-Gießkonus
- 10
- Vertiefung
1. Kokille (1) zum Vergießen von metallischer Schmelze zu einem Strang mit einem kreisförmigen
oder polygonalen Querschnitt in einer Stranggießmaschine,
- mit einem durchgehenden Formhohlraum (2);
- wobei der Formhohlraum (2) in einer Auszugsrichtung des Strangs durch eine Eingießöffnung
(3) zum Eingießen der Schmelze in die Kokille und durch eine Ausziehöffnung (4) zum
Ausziehen des zumindest teilerstarrten Strangs aus der Kokille (1) begrenzt wird;
- wobei der Formhohlraum (2) quer zur Auszugsrichtung des Strangs durch eine Innenwand
(5) der Kokille (1) begrenzt wird; und
- wobei der Formhohlraum (2) einen Bereich (8), nachfolgend "Entlastungs-Bereich (8)"
genannt, mit einem zugeordneten Gießkonus (9), nachfolgend "Entlastungs-Gießkonus
(9)" genannt, aufweist, wobei der Entlastungs-Bereich (8) mehrere Vertiefungen (10)
in der Innenwand (5) der Kokille (1) zur Entlastung des Strangs aufweist;
wobei sich eine Vertiefung (10) oder eine sich wiederholende Abfolge, bestehend aus
einem Bereich mit einer Vertiefung und einem Bereich ohne Vertiefung, über die Längserstreckung
des Entlastungs-Bereichs (8) in der Auszugsrichtung erstreckt,
und
wobei eine Tiefe oder eine Breite der Vertiefung (10) in der Innenwand (5) stetig
und monoton über eine abgewickelte Länge der Schraubenlinie entgegen der Auszugsrichtung
des Strangs abnimmt.
dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (10) oder die sich wiederholende Abfolge eine Form einer Schraubenlinie
aufweist;
2. Kokille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vertiefung (10) entweder als eine Nut oder als eine Ausrundung ausgeführt ist.
3. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Entlastungs-Bereich (8) eine Anzahl von n Vertiefungen (10) aufweist, wobei zwei
benachbarte Vertiefungen jeweils einen Winkelversatz von 360/n ° um eine Mittelachse
des Formhohlraums (2) aufweisen.
4. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Entlastungs-Bereich (8) ein Bereich (6), nachfolgend "Eingangs-Bereich (6)" genannt,
mit einem Gießkonus (7), nachfolgend "Eingangs-Gießkonus (7)" vorgelagert ist, wobei
sich der Eingangs-Bereich (6) von der Eingießöffnung (3) bis zum Entlastungs-Bereich
(8) erstreckt.
5. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Entlastungs-Bereich (8) ein Bereich, nachfolgend "Ausgangs-Bereich" genannt,
mit einem Gießkonus, nachfolgend "Ausgangs-Gießkonus" genannt, nachgelagert ist, wobei
sich der Ausgangs-Bereich vom Entlastungs-Bereich (8) bis zur Ausgießöffnung (4) erstreckt.
6. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere aus der Gruppe, bestehend aus dem Eingangs-Gießkonus (7), dem Entlastungs-Gießkonus
(9) und dem Ausgangs-Gießkonus, eine parabolische Konizität aufweisen.
7. Kokille nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang von einem Gießkonus auf einem nachfolgenden Gießkonus stetig, bevorzugt
mehrfach stetig differenzierbar, ausgebildet ist.
8. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Formhohlraum (2) eine konvexe Krümmung aufweist.
9. Verwendung der Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einer Stranggießanlage
zur Herstellung eines Metallstrangs aus Stahl mit einem kreisförmigen oder polygonalen
Querschnitt.
1. Mold (1) for casting molten metal into a strand with a circular or polygonal cross
section in a continuous casting machine,
- having a continuous mold cavity (2);
- wherein the mold cavity (2) is delimited in a direction of withdrawal of the strand
by a pouring-in opening (3) for pouring the molten material into the mold and by a
withdrawal opening (4) for withdrawing the at least partially solidified strand from
the mold (1);
- wherein the mold cavity (2) is delimited transversely to the direction of withdrawal
of the strand by an inner wall (5) of the mold (1); and
- wherein the mold cavity (2) has a region (8), referred to hereinbelow as "region
of load relief (8)", with an associated casting cone (9), referred to hereinbelow
as "load-relief casting cone (9)", wherein the region of load relief (8) has a plurality
of depressions (10) in the inner wall (5) of the mold (1) for relieving the strand
of load;
wherein a depression (10) or a recurring sequence consisting of a region with a depression
and a region without a depression extends over the longitudinal extent of the region
of load relief (8) in the direction of withdrawal, and
wherein a depth or a width of the depression (10) in the inner wall (5) decreases
continuously and monotonically over an unwound length of the helix counter to the
direction of withdrawal of the strand,
characterized in that the depression (10) or the recurring sequence has the form of a helix.
2. Mold according to Claim 1, characterized in that a depression (10) is formed either as a groove or as a rounded-out portion.
3. Mold according to one of Claims 1 to 2, characterized in that the region of load relief (8) has a number of n depressions (10), wherein two adjacent
depressions each have an angular offset of 360/n° about a mid-axis of the mold cavity
(2).
4. Mold according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a region (6), referred to hereinbelow as "inlet region (6)", with a casting cone
(7), referred to hereinbelow as "inlet casting cone (7)", is located upstream of the
region of load relief (8), wherein the inlet region (6) extends from the pouring-in
opening (3) to the region of load relief (8).
5. Mold according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a region, referred to hereinbelow as "outlet region", with a casting cone, referred
to hereinbelow as "outlet casting cone", is located downstream of the region of load
relief (8), wherein the outlet region extends from the region of load relief (8) to
the pouring-out opening (4).
6. Mold according to one of Claims 1 to 5, characterized in that one or more cones from the group consisting of the inlet casting cone (7), the load-relief
casting cone (9) and the outlet casting cone have a parabolic conicity.
7. Mold according to one of Claims 4 to 5, characterized in that a transition from one casting cone to a following casting cone is formed continuously,
preferably in a repeatedly continuously differentiable manner.
8. Mold according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the mold cavity (2) has a convex curvature.
9. Use of the mold according to one of Claims 1 to 8 in a continuous casting installation
for producing a metal strand of steel with a circular or polygonal cross section.
1. Lingotière (1) pour couler une masse de métal en fusion en une barre ayant une section
transversale circulaire ou polygonale dans une machine de coulée continue,
- comportant une empreinte continue (2) ;
- dans laquelle l'empreinte (2) est délimitée dans une direction d'extraction de la
barre par une ouverture de versement (3) pour verser la masse en fusion dans la lingotière
et par une ouverture d'extraction (4) pour extraire la barre au moins partiellement
rigidifiée de la lingotière ;
- dans laquelle l'empreinte (2) est délimitée transversalement à la direction d'extraction
de la barre par une paroi interne (5) de la lingotière (1) ; et
- dans laquelle l'empreinte (2) présente une zone (8), dénommée ci-après « zone de
décharge (8) », comportant un cône de coulée (9) associé, dénommé ci-après cône de
coulée de décharge (9) », la zone de décharge (8) présentant plusieurs cavités (10)
dans la paroi interne (5) de la lingotière (1) pour la décharge de la barre ;
dans laquelle une cavité (10) ou une séquence qui se répète, se composant d'une zone
comportant une cavité et d'une zone sans cavité, s'étend dans la direction d'extraction
sur l'étendue longitudinale de la zone de décharge (8), et
dans laquelle une profondeur ou une largeur de la cavité (10) de la paroi interne
(5) diminue de manière continue et monotone sur la longueur déroulée de l'hélice dans
la direction opposée à la direction d'extraction de la barre, caractérisée en ce que la cavité (10) ou la séquence qui se répète présente une forme d'hélice.
2. Lingotière selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une cavité (10) est réalisée soit en tant que rainure soit en tant qu'arrondissage.
3. Lingotière selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisée en ce que la zone de décharge (8) présente une pluralité de n cavités (10), dans lequel deux
cavités adjacentes présentent respectivement un déplacement angulaire de 360/n° autour
d'un axe central de l'empreinte (2).
4. Lingotière selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'une zone, dénommée ci-après « zone d'introduction (6) », comportant un cône de coulée,
dénommé ci-après cône de coulée d'introduction (7) », est installée en amont de la
zone de décharge (8), dans laquelle la zone d'introduction (6) s'étend depuis l'ouverture
de versement (3) jusqu'à la zone de décharge (8).
5. Lingotière selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'une zone, dénommée ci-après « zone de sortie », comportant un cône de coulée, dénommé
ci-après cône de coulée de sortie », est installée en aval de la zone de décharge
(8), dans laquelle la zone de sortie s'étend depuis la zone de décharge (8) jusqu'à
l'ouverture d'extraction (4).
6. Lingotière selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'un ou plusieurs des éléments du groupe se composant du cône de coulée d'introduction
(7), du cône de coulée de décharge (9) et du cône de coulée de sortie, présentent
une conicité parabolique.
7. Lingotière selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'un passage d'un cône de coulée à un cône de coulée suivant est configuré en continu,
de préférence de manière à pouvoir être différencié en continu plusieurs fois.
8. Lingotière selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'empreinte (2) présente une courbure convexe.
9. Utilisation d'une lingotière selon l'une des revendications 1 à 8 dans une machine
de coulée continue en vue de la fabrication d'une barre métallique en métal ayant
une section transversale circulaire ou polygonale.
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