[0001] Die Erfindung betrifft ein Bohrelement einer Erdbohrvorrichtung mit einem Gehäuse
und einem in einer Aufnahme des Gehäuses angeordneten Sender.
[0002] Es ist bekannt, Erdbohrvorrichtungen mit einem Sender zu versehen, um die von dem
Sender ausgesendeten Signale mittels einer an der Erdoberfläche angeordneten Empfangseinheit
zu lokalisieren und dadurch die Position der Erdbohrvorrichtung innerhalb des Erdreichs
zu bestimmen. Dadurch wird ermöglicht, den Verlauf der Bohrung kontinuierlich zu überprüfen
und - sofern es sich um eine steuerbare Erdbohrvorrichtung handelt - bei einer Abweichung
von dem Soll-Verlauf den Bohrverlauf durch eine Umsteuerung der Erdbohrvorrichtung
zu korrigieren.
[0003] Im Stand der Technik sind verschiedene Ausführungsformen steuerbarer Erdbohrvorrichtungen
bekannt. Für das Einbringen von Horizontalbohrungen in das Erdreich, das heißt solchen
Bohrungen, die im Wesentlichen in oberflächennahen Erdschichten in horizontaler Richtung
verlaufen, werden häufig sogenannte Erdraketen eingesetzt. Hierbei handelt es sich
um selbstgetriebene Schlagbohrgeräte, die mit einem mit Druckluft betriebenen Schlagwerk
ausgerüstet sind und über einen rückseitigen Versorgungsschlauch mit der hierfür benötigten
Antriebsdruckluft versorgt werden. Eine Steuerbarkeit einer solchen Erdrakete kann
beispielsweise durch eine Verstellung der Bohrkopfspitze erreicht werden, wodurch
eine seitliche Ablenkung erzeugt wird, die zu einem bogenförmigen Bohrverlauf führt.
Eine solche steuerbare Erdrakete ist beispielsweise in der
DE 199 47 645 C1 offenbart.
[0004] Weiterhin sind Horizontalerdbohrvorrichtungen bekannt, bei denen ein frontseitig
an einem Bohrgestänge angeordneter Bohrkopf mittels einer in einer Baugrube, einem
Schacht oder an der Erdoberfläche angeordneten Antriebsvorrichtung schiebend und rotierend
durch das Erdreich vorgetrieben wird. Eine Steuerbarkeit bei einer solchen Horizontalbohrvorrichtung
wird dadurch erzielt, dass die Bohrkopf asymmetrisch, beispielsweise mit einer schrägen
Stirnfläche, ausgebildet ist, sodass bei einem rein schiebenden, d.h. nicht-rotierenden
Vortreiben des Bohrkopfs eine Seitenkraft erzeugt wird, die zu der gewünschten seitlichen
Ablenkung des Bohrkopfs führt. Für ein geradliniges Bohren wird diese Seitenkraft
im Mittel kompensiert, indem der Bohrkopf zusätzlich gleichmäßig rotierend angetrieben
wird.
[0005] Auch bei einer solchen gestängebasierten Horizontalbohrvorrichtung kann vorgesehen
sein, den Bohrvortrieb des Bohrkopfs durch ein Ausüben von Schlägen zu unterstützen.
Dies kann - so wie bei einer Erdrakete - durch in internes Schlagwerk erfolgen; regelmäßig
ist jedoch vorgesehen, die Schläge von einem externen Schlagwerk erzeugen zu lassen
und diese über das Bohrgestänge auf den Bohrkopf zu übertragen. Dadurch kann vermieden
werden, ein Schlagwerk in den häufig in seinen Abmessungen begrenzten Bohrkopf integrieren
zu müssen.
[0006] Ein Bohrkopf für eine solche gestängebasierte Horizontalbohrvorrichtung ist beispielsweise
in der
DE 195 34 806 A1 offenbart. Dieser umfasst einen als Lenkkopf bezeichneten Schrägbohrkopf und ein
sich daran anschließendes Gehäuse, in dem eine Aufnahme für einen Sender vorgesehen
ist. An dem dem Schrägbohrkopf gegenüber liegenden Ende ist das Gehäuse mit einem
Außengewinde versehen, mit dem dieses mit einem ersten Gestängeschuss des Bohrgestänges
verschraubt werden kann. Der Sender ist innerhalb der Aufnahme des zylindrischen Gehäuses
in dessen längsaxialer Richtung beweglich gelagert und liegt mit seinem beiden Enden
an jeweils einem Puffer an, die dazu dienen, die durch die Ausübung der Schläge auf
das Bohrgestänge erzeugte Relativbewegung des Senders innerhalb der Aufnahme des Gehäuses
zu dämpfen. Auf diese Weise kann die Höhe der Kraftimpulse, die auf den Sender wirken,
erheblich reduziert werden, was insoweit erforderlich ist, da es sich bei einem solchen
Sender regelmäßig um ein empfindliches elektronisches Bauteil handelt.
[0007] Eine konstruktiv ähnliche Integration eines Senders in eine Erdrakete ist beispielsweise
aus der
DE 198 23 629 A1 bekannt. Darin ist vorgesehen, eine Erdrakete mit einem Bohrkopfaufsatz nachzurüsten,
in den der Sender integriert ist. Auch dort ist vorgesehen, den Sender in der entsprechenden
Aufnahme in dem Bohrmeißel des Bohrkopfaufsatzes endseitig zwischen zwei Dämpfungselementen
einzubetten.
[0008] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Erdbohrvorrichtungen mit integriertem
Sender hat sich gezeigt, dass bei diesen nicht immer eine ausreichende Verringerung
der Stoßbelastung der Sender erzielt werden kann und diese folglich durch den Betrieb
der schlagenden Erdbohrvorrichtung beschädigt werden.
[0009] EP 0 759 498 A2 offenbart eine Anordnung eines stoßempfindlichen Senders in einem Bohrgerät. Der
Sender ist mittels wenigstens eines stoßdämpfenden Puffers wenigstens in der Hauptstoßrichtung
mit Abstand von der Wandung einer Kammer im Bohrgerät gehalten. Der Sender nimmt gegenüber
einem Gehäuse eine definierte Lage ein, die sich im Betrieb nicht verändert.
[0010] EP 0 361 805 A1 offenbart eine Erdbohrvorrichtung, bei der eine Sonde zur Lokalisierung der Erdbohrvorrichtung
vorgesehen ist. Die Sonde wird fest zwischen zwei stoßdämpfenden Puffern angeordnet.
[0011] DE 199 10 292 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Lenken eines Rammbohrgeräts. Das
Rammbohrgerät umfasst ein Gerätegehäuse, in dessen Inneren sich ein Sensor befindet,
der mit einem Sender eine Baueinheit bildet. Die Baueinheit aus Sensor und Sender
ist mit ihrem vorderen Ende über eine Torsionssicherung mit einem Verbindungsstift
zu einem Dämpfungsrohr und über einen Dämpfungspuffer im Gerätegehäuse fest gelagert.
[0012] EP 0 617 193 A1 offenbart ein Rammbohrgerät mit einem Sender, der durch geeignete Dämpfungselemente
gegenüber axialen oder radialen Schwingungen und Schlägen geschützt werden kann. Im
Rammbohrgerät ist eine Bohrung ausgebildet, die zur Aufnahme des Senders dient, der
über geeignete Dämpfungselemente sowohl in axialer als auch in radialer Richtung gegen
Schwingungen und Schläge geschützt werden kann. Der Sender ist damit in Dämpfungselemente
eingebettet.
[0013] WO 02/35049 A1 offenbart eine lenkbare Erdrakete, die mit einer Sonde und Rollsensoren ausgestattet
ist, wobei die Sonde über Puffer fest gegen die Schlagwirkung der Vortriebseinheit
der Erdrakete in einer Kammer eingebettet.
[0014] Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung demnach die Aufgabe zugrunde,
eine verbesserte Integration eines Senders in eine Erdbohrvorrichtung anzugeben.
[0015] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche und
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung.
[0016] Der Kern der Erfindung liegt darin, die Höhe der von einem Gehäuse der Erdbohrvorrichtung,
in das der Sender integriert ist, auf den Sender übertragenen Kräfte dadurch weiter
zu reduzieren, dass dieser ausschließlich ziehend elastisch-dämpfend aufgehängt wird.
Dies wird dadurch erreicht, dass der Sender innerhalb einer Aufnahme eines Gehäuses
eines Bohrelements einer Erdbohrvorrichtung, in der dieser in längsaxialer Richtung
(des Bohrelements) beweglich gelagert ist, über einen vorderseitigen Puffer derart
mit dem Gehäuse verbunden ist, dass der Sender bei einem rückseitigen Schlag auf das
Bohrelement eine durch eine Verformung des Puffers ermöglichte, rückwärts gerichtete
Verschiebung in der Aufnahme erfährt, ohne dass dieser direkt an ein Element des Bohrelements
anschlägt.
[0017] Es konnte festgestellt werden, dass durch eine ausschließlich ziehend elastisch-dämpfende
Aufhängung des Senders in dem Gehäuse des Bohrelements eine gegenüber der aus dem
Stand der Technik bekannten beidseitigen Einbettung in zwei Dämpferelemente verbesserte
Dämpfung der Schlagimpulse erreicht werden kann.
[0018] Bei einem "Bohrelement" einer Erdbohrvorrichtung kann es sich um ein beliebiges Bauteil
einer Erdbohrvorrichtung handeln, in das ein Sender integriert werden kann.
[0019] Bei einem "Puffer" handelt es sich um ein Bauteil, das durch eine Deformation die
kinetische Energie eines damit verbundenen Bauteils (hier des Senders) wandelt und
dadurch die Höhe der übertragenden Kräfte reduziert. Ein Puffer kann erfindungsgemäß
sowohl ausschließlich als Federelement als auch ausschließlich als Dämpferelement
ausgebildet sein. Vorzugsweise handelt es sich bei einem erfindungsgemäßen Puffer
jedoch um ein kombiniertes Feder-Dämpferelement.
[0020] Unter "vorderseitig" bzw. "nach vorne" wird erfindungsgemäß eine Ortsangabe verstanden,
die sich von dem jeweiligen Element in Richtung der Bohrfront und folglich
der Front der Erdbohrvorrichtung erstreckt. Dementsprechend betrifft "rückseitig"
bzw. nach hinten eine Richtung, die sich von der Bohrfront beziehungsweise der Front
der Erdbohrvorrichtung in Richtung der bereits erstellten Bohrung erstreckt.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bohrelements ist dieses
als Bohrkopf ausgebildet. Dadurch kann erreicht werden, dass der Sender, der in einer
Aufnahme des Gehäuses des Bohrelements angeordnet ist, möglichst weit am vorderen
Ende der Erdbohrvorrichtung angeordnet ist, wodurch die Ortungsgenauigkeit verbessert
werden kann.
[0022] In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bohrelements
kann vorgesehen sein, einen zusätzlichen rückseitigen Puffer vorzusehen, der so angeordnet
ist, dass der Sender diesen erst nach einer definierten rückwärts gerichteten Verschiebung
in der Aufnahme (die sehr klein sein kann) deformiert. Der rückseitige Puffer kann
beispielweise dann zum Einsatz kommen, d.h. durch eine Deformation dämpfend wirken,
wenn unerwartet hohe Schlagkräfte auf das Bohrelement ausgeübt werden, die zu einer
entsprechend hohen Verschiebung des Senders in der Aufnahme führen.
[0023] Das erfindungsgemäße Bohrelement kann weiterhin eine in das Bohrelement integrierte
Energieversorgung für den Sender aufweisen. Dadurch kann verhindert werden, dass der
Sender über eine elektrisch leitende Verbindung mit einer externen Energieversorgung
verbunden werden muss. Eine solche Verbindung mit einer externen Energieversorgung
hat sich bei den aus dem Stand der Technik bekannten Erdbohrvorrichtungen häufig als
störanfällig gezeigt. Eine integrierte Energieversorgung für den Sender kann vorzugsweise
über Batterien erfolgen, wobei auch andere Möglichkeiten zur Energieversorgung möglich
sind. Beispielsweise kann eine über eine Bohrflüssigkeit oder auch über Druckluft
angetriebene Turbine mit einem Generator verbunden sein, der die entsprechende Energie
für den Betrieb des Senders erzeugt.
[0024] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Aufnahme in dem Gehäuse des Bohrelements
von außen zugänglich ist, so dass der Sender und gegebenenfalls auch die Energieversorgung
eingesetzt und wieder ausgetauscht werden können, ohne die Erdbohrvorrichtung selbst
demontieren zu müssen. Die für die Zugänglichkeit erforderliche Öffnung in dem Gehäuse
des Bohrelements ist dabei vorzugsweise mittels eines Verschlusselements verschließbar.
Vorzugsweise ist das Verschlusselement auf einfache Weise fixierbar und wieder lösbar,
wodurch Wartungsarbeiten an dem Sender und der vorzugsweise vorgesehenen integrierten
Energieversorgung vereinfacht werden.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, die Aufnahme
als frontseitige Bohrung in dem Bohrelement auszubilden. Dadurch kann vermieden werden,
dass eine Öffnung in den Mantel des Bohrelements eingebracht werden muss.
[0026] Bei einer solchen frontseitigen Bohrung für die Aufnahme des Senders kann vorzugsweise
ein Verschlussstopfen als Verschlusselement vorgesehen sein, der weiterhin bevorzugt
klemmend in der Bohrung gehalten wird. Dies kann beispielsweise mittels eines konischen
Verschlussstopfens erfolgen, der wiederum in einer korrespondierenden konischen Aufnahme
der Bohrung gehalten wird. Die während des Bohrens auf den Verschlussstopfen wirkenden
Reaktionskräfte des Erdreichs drücken dabei auf den Verschlussstopfen, der so in die
Bohrung gedrückt wird; die klemmende Fixierung des Bohrstopfens in der Bohrung wir
dadurch unterstützt.
[0027] In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass zumindest
das Verschlusselement, der Puffer und der Sender miteinander verbunden sind, so dass
diese als Sendereinheit in das Bohrelement eingebracht und auch wieder aus diesem
entnommen werden können. Dadurch wird die Montage und Demontage der Sendereinheit
im Rahmen von Wartungsarbeiten erheblich vereinfacht. Sofern eine integrierte Energieversorgung
und/oder ein rückseitiger Puffer vorgesehen sind, können diese vorzugsweise ebenfalls
in die Sendereinheit integriert sein.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0029] In den Zeichnungen zeigt
- Fig. 1:
- einen erfindungsgemäßen Bohrkopf in einer isometrischen Ansicht; und
- Fig. 2:
- den Bohrkopf der Fig. 1 in einer geschnittenen Zeitenansicht.
[0030] In den Fig. 1 und 2 ist ein erfindungsgemäßer Bohrkopf in einer ersten Ausführungsform
dargestellt. Dieser Bohrkopf ist vorgesehen, als Bestandteil einer Erdrakete eingesetzt
zu werden, wozu dieser mit einem Gehäuse der Erdrakete (nicht dargestellt) verschraubt
wird.
[0031] Der Bohrkopf umfasst ein zylindrisches Gehäuse 1, das zweiteilig ausgeführt ist,
wobei die beiden Gehäuseteile in längsaxialer Richtung über eine gewisse Distanz zueinander
verschiebbar sind. Hierzu ist ein vorderer Gehäuseteil 2 verschiebbar auf einem hinteren
Gehäuseteil 3 gelagert, wobei diese Lagerung durch einen Dichtring 4 abgedichtet ist.
Durch den hinteren Gehäuseteil 3 und einen Abschnitt des vorderen Gehäuseteils 2 erstreckt
sich ein Kolben 5, der über insgesamt vier Querbolzen 6, die durch entsprechende Öffnungen
in dem Gehäuse einsteckbar sind, mit dem vorderen Gehäuseteil 2 verbunden ist. Die
Lagerung des Kolbens 5 innerhalb des hinteren Gehäuseteils 3 ist ebenfalls in längsaxialer
Richtung verschiebbar ausgeführt, wobei sich der hintere Gehäuseteil 3 und der Kolben
5 über eine zylindrische Schraubenfeder 7 gegeneinander abstützen.
[0032] Der hintere Gehäuseteil weist weiterhin ein Außengewinde 8 auf, mit dem der Bohrkopf
in ein entsprechendes Innengewinde des Erdraketengehäuses eingeschraubt werden kann.
[0033] Im montierten Zustand des Bohrkopfs ragt das freie Ende des Kolbens 5 in einen Schlagraum
der Erdrakete, in dem ein auf bekannte Art und Weise mittels Druckluft angetriebener
Schlagkolben in einer zyklischen Hin-und-Her-Bewegung angetrieben wird. Der Vorwärtshub
des Schlagkolbens wird dadurch abgebremst und beendet, dass dieser auf das freie Ende
des Kolbens 5 auftrifft und diesen in Richtung nach vorne beschleunigt. Diese Beschleunigung
des Kolbens 5 wird direkt auf das vordere Gehäuseteil 2 des Bohrkopfs übertragen,
wodurch dieser die Bohrung schrittweise erstellt. Nach einer definierten Vorwärtsbewegung
des Kolbens 5 trifft dieser mit einem ringförmigen Überstand 9 auf ein rückseitiges
Ende des zweiten Gehäuseteils 3, wodurch die verbleibende kinetische Energie des Kolbens
5 auch auf den zweiten Gehäuseteil 3 des Bohrkopfs sowie das damit verbundene Erdraketengehäuse
übertragen wird. Demnach wird, nachdem der vordere Gehäuseteil 2 des Bohrkopfs die
Bohrung vorgetrieben hat, das Erdraketengehäuse nachgezogen.
[0034] Der vordere Gehäuseteil 2 des Bohrkopfs besteht aus einem ersten, als Bohrdorn 10
bezeichnete Abschnitt, der einen im Wesentlichen gleich bleibenden Außendurchmesser
aufweist. Daran schließt sich ein in Stufenform ausgebildeter, konischer Aufweitabschnitt
11 an, der dazu dient, die von dem Bohrdorn 10 vorgebohrte Bohrung auf den gewünschten
Durchmesser aufzuweiten. Der Bohrdorn 10 ist hohl ausgeführt und bildet so eine Aufnahme
für einen Sender 12 aus, durch den der Bohrkopf mittels einer an der Erdoberfläche
angeordneten Empfangseinheit (nicht dargestellt) lokalisiert werden kann. Der Sender
12, der ebenfalls eine zylindrische Form aufweist, ist grundsätzlich in längsaxialer
Richtung (des Bohrkopfs sowie des Senders 12) verschiebbar in der Aufnahme gelagert,
wobei hierfür eine Führungsbuchse 13 in den Bohrdorn 10 integriert ist, dessen Material
so gewählt ist, dass es zum einen keine oder nur eine geringe Abschirmung der von
dem Sender 12 ausgesendeten Signale bewirkt und zum anderen nur einen kleinen Reibungskoeffizienten
mit dem Material des Senders 12 aufweist. Der Sender 12 ist über eine Fixierhülse
14 mit einem vorderseitigen Puffer 15 verbunden. Dieser ist ebenfalls beweglich in
einem Abschnitt der Aufnahme innerhalb des Bohrdorns 10 gelagert. Auf dem der Fixierhülse
14 gegenüberliegenden Ende des vorderseitigen Puffers 15 ist dieser mit einem Verschlussstopfen
16 verbunden, der die frontseitige Öffnung des Bohrdorns 10 verschließt.
[0035] Die von dem Schlagkolben der Erdrakete auf den Kolben 5, von diesem auf den vorderen
Gehäuseteil 2 des Bohrkopfs und von diesem auf den Verschlussstopfen 16 übertragenden
Schlagkräfte werden über den vorderseitigen Puffer 16 und die Fixierhülse 14 weiter
auf den Sender 12 übertragen, wobei diese als Zugkräfte auf diesen wirken; dieser
ist somit ziehend aufgehängt. Die Höhe dieser Zugkräfte wird dadurch verringert, dass
sich der vorderseitige Puffer 15 unter Einwirkung der nach vorne wirkenden Schlagkräfte
und der Trägheitskräfte des Senders 12 verformt und diese teilweise in Potentialkräfte
und in Wärme umwandelt. Dadurch können Kraftspitzen verhindert werden, die zu einer
Beschädigung des Senders 12 führen könnten.
[0036] Der erfindungsgemäße Bohrkopf ist weiterhin mit einem rückseitigen Puffer 17 versehen,
der im unbelasteten Zustand des Bohrkopfs in einer definierten, wenn auch sehr kleinen
Entfernung von dem rückseitigen Ende des Senders 12 angeordnet ist. Bei der Ausübung
von Schlagkräften auf den Kolben 5 des Bohrkopfs kommt es daher zunächst zu einer
Relativverschiebung des Senders 12 in der Führungshülse 13, die durch eine Verformung
des vorderseitigen Puffers 15 begründet ist, ohne dass es direkt zu einer zusätzlichen
dämpfenden Deformation des rückseitigen Puffers 17 kommt. Der rückseitige Puffer 17
dient dazu, bei einem Auftreten von besonders hohen Schlagkräften, die Relativbewegung
des Senders 12 in der Führungshülse 13 zusätzlich zu dämpfen.
[0037] Innerhalb der Fixierhülse 14 befindet sich weiterhin eine Batterie 18, die als interne
Energieversorgung für den Sender dient. Diese ist einerseits über eine erste zylindrische
Schraubenfeder 19 an dem Sender 12 und andererseits - ebenfalls über eine zweite zylindrische
Schraubenfeder 20 und einen zusätzlichen Batteriepuffer 21 - an der aus einem elektrisch
leitenden Material bestehenden Fixierhülse 14 abgestützt. Die zylindrischen Schraubenfedern
19, 20 dienen dabei als zusätzliche Pufferelemente und zudem als Kontaktelemente,
durch die ein Stromkreis unter Einbindung der elektrisch leitenden Fixierhülse 14
gebildet wird.
[0038] Der Verschlussstopfen 16, der vorderseitige Puffer 15, die Fixierhülse 14 und der
Sender 12 sind so miteinander verbunden, dass diese als eine Sendereinheit durch die
frontseitige Öffnung in die Aufnahme des Bohrdorns 10 eingesetzt und wieder entnommen
werden können. Die zwischen die Fixerhülse 14 und den Sender 12 integrierte Energieversorgung
stellt ebenfalls einen Bestandteil der Sendereinheit dar.
[0039] Der Verschlussstopfen 16 ist mit einem sich (im eingebauten Zustand in Richtung nach
hinten) konisch verjüngenden Abschnitt ausgebildet, der in einen sich entsprechend
konisch aufweitenden Abschnitt der Aufnahme des Bohrdorns eingesetzt ist. Diese Verbindung
zwischen dem Verschlussstopfen 16 und dem Bohrdorn 10 führt zu einer klemmenden Verbindung
zwischen diesen beiden Elementen, die durch die von dem Erdreich auf die Frontseite
des Verschlussstopfens 16 wirkenden Widerstandskräfte verstärkt wird. Ein ungewolltes
Lösen des Verschlussstopfens 16 sowie der damit verbundenen Elemente der Sendereinheit
kann dadurch vermieden werden. Ein ungewolltes Lösen des Verschlussstopfens (z.B.
bei der Handhabung vor dem Einbringen in das Erdreich) kann zusätzlich durch einen
(nicht dargestellten) Spannstift erfolgen, der in eine Querbohrung 22, die durch den
Verschlussstopfen 16 und den vorderen Abschnitt des Bohrdorns 10 führt, eingebracht
wird. Ein Lösen des Verschlussstopfens 16 kann mittels eines Werkzeugs erfolgen, das
in die zwischen dem Verschlussstopfen 16 und der ringförmigen Stirnfläche des Bohrdorns
10 ausgebildete Nut eingreift.
[0040] Im Bereich des Senders ist der Bohrdorn mit insgesamt vier Längsöffnungen 23 versehen,
die mit einem Kunststoff aufgefüllt sind, das sich dadurch auszeichnet, dass es die
von dem Sender ausgestrahlten Signale nicht oder nur schwach abschirmt. Diese Kunststofffüllung
verhindert ein Zusetzen der Längsöffnungen 23 mit Erdreich.
1. Bohrelement einer Erdbohrvorrichtung mit einem Gehäuse (1) und einem in einer Aufnahme
des Gehäuses (1) angeordneten Sender (12), wobei der Sender (12) in längsaxialer Richtung
des Bohrelements beweglich in der Aufnahme gelagert ist und über einen vorderseitigen
Puffer (15) mit dem Gehäuse (1) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (12) mittels des vorderseitigen Puffers (15) derart ziehend elastisch-dämpfend
aufgehängt ist, dass der Sender (12) bei einem rückseitigen Schlagimpuls auf das Gehäuse
(1) eine durch eine Verformung des vorderseitigen Puffers (15) ermöglichte, rückwärtsgerichtete
Verschiebung in der Aufnahme erfährt, ohne dass dieser direkt an ein weiteres Element
anschlägt.
2. Bohrelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses als Bohrkopf ausgebildet ist.
3. Bohrelement gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen rückseitigen Puffer (17), der erst nach einer definierten rückwärtsgerichteten
Verschiebung des Senders (12) in der Aufnahme durch den Sender (12) deformiert wird.
4. Bohrelement gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine in das Bohrelement integrierte Energieversorgung für den Sender (12).
5. Bohrelement gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme von außen zugänglich ist und durch ein Verschlusselement verschließbar
ist.
6. Bohrelement gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme als frontseitige Bohrung in dem Bohrelement ausgebildet ist.
7. Bohrelement gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement als Verschlussstopfen (16) ausgebildet ist, der klemmend in
der Bohrung gehalten wird.
8. Bohrelement gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Verschlusselement, der vorderseitige Puffer (15) und der Sender (12)
miteinander verbunden sind.
1. Drilling element of an earth drilling device with a casing (1) and a transmitter (12)
arranged in a receptacle in the casing (1), wherein the transmitter (12) is moveably
mounted in the receptacle in the longitudinal axial direction of the drilling element
and is connected with the casing (1) via a front-side buffer (15), characterised in that the transmitter (12) is suspended by means of the front-side buffer (15) in an elastically
dampened pulling way, so that the transmitter (12) is subjected to a rearward directed
displacement in the receptacle by a rearward impact impulse onto the casing (1) that
is made possible by a deformation of front-side buffer (15), without the same directly
hitting a further element.
2. Drilling element according to claim 1, characterised in that this is designed as a drill head.
3. Drilling element according to one of the preceding claims, characterised by a rear-side buffer (17) that is deformed by the transmitter (12) only after a defined
rearward directed displacement of the transmitter (12) in the receptacle.
4. Drilling element according to one of the preceding claims, characterised by an energy supply for the transmitter (12), integrated into the drilling element.
5. Drilling element according to one of the preceding claims, characterised in that the receptacle is accessible from the outside and can be closed with a closure element.
6. Drilling element according to claim 5, characterised in that the receptacle is designed as a front-side bore in the drilling element.
7. Drilling element according to claim 6, characterised in that the closure element is designed as a sealing plug (16) held clamped in the bore.
8. Drilling element according to one of the claims 5 to 7, characterised in that at least the closure element, the front-side buffer (15) and the transmitter (12)
are connected with each other.
1. Élément de forage d'un dispositif de forage á tere comportant un boîtier (1) et un
émetteur (12) monté dans un logement du boîtier (1), l'émetteur (12) étant disposé
dans le logement, mobile dans l'axe longitudinal de l'élément de forage, et relié
au boîtier (1) par l'intermédiaire d'un tampon avant (15), caractérisé en ce que l'émetteur (12) est accroché en tirant-amortissant élastiquement par l'intermédiaire
du tampon avant (15) de telle sorte que l'émetteur (12), en cas d'une impulsion de
choc de l'arrière exercée sur le boîtier (1), effectue un mouvement de recul à l'intérieur
du logement, mouvement rendu possible par la déformation du tampon avant (15), sans
que ledit émetteur n'entre en contact direct avec un autre élément.
2. Élément de forage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est formé comme une tête de forage.
3. Élément de forage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un tampon arrière (17) est déformé dans le logement par l'émetteur (12) après un mouvement
de recul défini de l'émetteur (12).
4. Élément de forage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une alimentation en énergie destinée à l'émetteur (12) est intégrée dans l'élément
de forage.
5. Élément de forage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le logement est accessible de l'extérieur et peut être fermé avec un élément de fermeture.
6. Élément de forage selon la revendication 5, caractérisé en ce que le logement est formé comme un trou situé côté avant dans l'élément de forage.
7. Élément de forage selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de fermeture est formé comme un bouchon (16) qui est maintenu serré dans
le trou.
8. Élément de forage selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'au moins l'élément de fermeture du tampon avant (15) et l'émetteur (12) sont reliés
entre eux.