Stand der Technik
[0001] DE 101 24 506 A1 bezieht sich auf einen Starter für ein Kraftfahrzeug. Der Starter eines Kraftfahrzeuges
mit einem Verbrennungsmotor enthält unter anderem ein den Startermotor enthaltendes
Polgehäuse und ein parallel dazu angeordnetes einen Magnetschalter enthaltendes Einrückrelais.
Ein derartiger Starter ist insbesondere bei Nutzfahrzeugen, Geländewagen, Militärfahrzeugen
starken Umwelteinflüssen, Verunreinigungen und Feuchtigkeit ausgesetzt, Derartige
Einflüsse sind für den Starterelektromotor im Polgehäuse unkritisch. In dem Einrückrelais
sind derartige Einflüsse hingegen sehr kritisch, insbesondere weil sie den im Einrückrelais
angeordneten Schalter für den Starterstrom und den Luftspalt zwischen Magnetanker
und dem umgebenden Statorteil beeinflussen können. Es ist daher bekannt, eine Dichtung
gegen derartige Umwelteinflüsse auf das Startergehäuse vorzusehen. Die Dichtung ist
durch eine mit den Gehäusewänden verbundene Gummimembran innerhalb des Übergangsbereiches
zwischen Polgehäuse und dem Einrückrelais gebildet. Bevorzugt ist die Gummimembran
am Drehpunkt des Einrückhebels angeordnet und an die Halterung des Einrückhebels oder
an den Einrückhebel selbst angespritzt.
[0002] DE 195 49 179 A1 bezieht sich auf ein Einrückrelais für eine Andrehvorrichtung. Die Andrehvorrichtung
umfasst mindestens zwei Kontaktbolzen, die im Einschaltzustand mit einer Kontaktbrücke
überbrückt werden. Diese ist an einer beweglichen Schaltachse angebracht. Die Kontaktbrücke
weist je mindestens zwei einem Kontaktbolzen zugeordnete definierte Kontaktbereiche
auf, die an in ihrer Längserstreckung und quer zu ihrer Längserstreckung biegeweichen
Federarmen vorgesehen sind. Die Kontaktbereiche sind an Kontaktnasen angeordnet, die
durch Umbiegen, Prägen oder Tiefziehen der Federarme in Richtung der Kontaktbolzen
hergestellt werden. Die Federarme sind durch mindestens eine in Richtung einer gedachten,
senkrecht auf der Mittelachse der Schaltachse stehenden Linie verlaufende Ausnehmung
realisierbar.
[0003] Aus der
US4654617 ist ein Dämpfungsring bekannt, der zwischen zwei sich zueinander relativ bewegenden
Teilen angeordnet ist, die durch einen Hubmagneten angetrieben werden können.
[0004] Bei heute eingesetzten Startvorrichtungen, insbesondere an Personenkraftwagen, werden
sehr hohe Anforderungen bezüglich der Geräuschentwicklung als auch der Lebensdauer
gestellt. Während bisher eingesetzte Starter an Personenkraftwagen über die Lebensdauer
des Fahrzeugs gesehen circa 40.000 Schaltvorgänge durchführen, werden bei heuligen
Entwicklungen im Zuge der Start-Stopp-Modi (SSM) mit dem Starter bis zu einer halben
Million und mehr Startzyklen durchgeführt. Dies stellt einerseits erhebliche Anforderungen
an die Robustheit des Starters und andererseits erhebliche Anforderungen an eine möglichst
geringe Geräuschentwicklung.
[0005] Die heute zunehmend eingesetzte SSM-Funktionalität reduziert den Kraftstoffverbrauch
insbesondere von Personenkraftwagen bei längeren Haltephasen, so zum Beispiel bei
geschlossenen Bahnschranken an einem Bahnübergang oder bei längeren Rotphasen an Verkehrsampeln.
Nach Ende der Betriebspause wird bei Personenkraftwagen mit SSM-Funktionalität die
Verbrennungskraftmaschine durch einfaches Antippen des Gaspedals wieder gestartet,
ohne dass der Zündschlüssel betätigt wird. Dies erklärt die wesentlich höhere, circa
um den Faktor 10 größere Anzahl von Startvorgängen, die mit der elektrisch betriebenen
Startvorrichtung der Verbrennungskraftmaschine auszuführen sind.
[0006] Insbesondere bei Personenkraftwagen aus dem höherpreisigen Sektor, werden vom Starter
herrührende Geräusche, sei es beim Initialstart der Verbrennungskraftmaschine, sei
es beim Wiederanlassen der Verbrennungskraftmaschine im Rahmen der SSM-Funktionalität,
zunehmend als Komforteinbuße und störend empfunden. Dem aufgezeigten technischer Problem
gilt es abzuhelfen.
Darstellung der Erfindung
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Vorspuraktuator nach Anspruch 1 vorgeschlagen. Der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Lösung folgend besteht sowohl die Möglichkeit, den bewegten Anker
mit Dämpfungseinrichtungen zu versehen, als auch dessen Gegenstück, den Rückschlusskern
- auch Kernplatte genannt -, mit Dämpfungseinrichtungen zu versehen. Während der Rückschlusskern
stationär im Vorspuraktuator angeordnet ist, bewegt sich der Anker relativ zu diesem.
[0008] In fertigungstechnisch besonders einfach herstellbarer Weise kann in einer ersten
Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Dämpfungseinrichtung am Vorspuraktuator
an der einer Einrückmimik zugewandten Stirnseite ein Bund vorgesehen werden, an welchem
ein elastische Eigenschaften aufweisender Ring angebracht ist. Der Ring kann sowohl
O-ringförmig ausgebildet sein und aus einem Elastomermaterial oder einem anderen verformbaren,
elastische Eigenschaften aufweisendem Material gefertigt sein. Der Ring kann an die
Innenseite, d.h. einem Gehäuse, aus dem der Anker bei Betätigung ausfährt, zuweisenden
Seite angeordnet werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, anstelle eines O-Ringes
an der dem Gehäuse des Vorspurakturators zuweisenden Seite des Bundes eine Dämpfungslippe
aufzuvulkanisieren. Die Dämpfungslippe kann zum Beispiel einen trapezförmigen, dreieckförmigen,
rechteckförmigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen und ebenfalls aus einem
Kunststoffmaterial oder einem Gummimaterial mit elastischen Eigenschaften ausgebildet
werden.
[0009] Der Bund kann zum Beispiel durch eine an die Stirnseite aufgeschraubte oder stoffschlüssig
befestigte Platte oder einen Ring gebildet sein, der in fertigungstechnisch besonders
einfacher Weise an der Stirnseite des Anker fixiert werden kann. Dadurch können Herstellkosten
eingespart werden, da die Herstellung eines einstückigen Bundes ein komplettes Abdrehen
im Wege eines Zerspanverfahrens der zylindrischen Umfangsfläche des Ankers nach sich
zöge, was einen sehr teuren Herstellvorgang bedeutete.
[0010] In Weiterbildung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung besteht die Möglichkeit,
einen metallischen Kontakt zwischen einem Mitnehmer, der im Anker angeordnet ist,
und einer Schaltachse zu dämpfen. Dazu können jeweils auf den einander zuweisenden
Stirnseiten der stiftförmig ausgebildeten Schaltachse und des stiftförmig ausgebildeten
Mitnehmers Materialanhäufungen aus einem elastische Eigenschaften aufweisenden Elastomermaterial
aufgebracht werden, so dass auch an dieser metallischen Kontaktfläche die Geräuschentwicklung
minimiert und im Idealfall völlig ausgeschlossen ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0011] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0012] Es zeigt:
- Figur 1
- eine Startvorrichtung in einem Längsschnitt,
- Figur 2.1 bis 2.4
- Ausführungsvarianten einer ersten Ausführungsvariante der Dämpfungsvorrichtung an
einem linear beweglichen Anker,
- Figuren 3.1 und 3.2
- Ausführungsvarianten von einer Dämpfungseinrichtung zwischen der Stirnseite eines
linear beweglichen Ankers und der Stirnseite des Rückschlusskerns,
- Figur 4
- eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Dämpfungseinrichtung
mit in den Rückschlusskern eingespritztem Dämpfungselement,
- Figur 5
- eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Dämpfungseinrichtung
zwischen Mitnehmer und Schaltachse des Vorspuraktuators,
- Figuren 6 und 6.1
- eine Ausführungsvariante des Vorspuraktuators mit an der Stirnseite des Ankerrückschlusses
bzw. der Kernplatte montierten punktförmigen Dämpfungselementen,
- Figuren 7 und 7.1
- eine Ausführungsvariante des Vorspuraktuators mit am Anker in Umfangsrichtung verteilt
angeordneten punktförmigen Dämpfungselementen,
- Figur 8
- eine Ausführungsvariante des Vorspuraktuators mit in den Ankerrückschluss bzw. die
Kernplatte in einer Vertiefung eingelassener oder mit Formschluss verrasteter Dämpfungsscheibe,
- Figur 9
- eine Ausführungsvariante des Vorspuraktuators, bei der eine ringförmige Dämpferscheibe
in die dem Ankerrückschluss gegenüberliegende Stirnseite des Ankers eingelassen ist,
- Figur 10
- eine Befestigungsmöglichkeit durch Aufvulkanisierung oder Aufkleben von Dämpfungselementen
- hier am Beispiel des Ankerrückschlusses,
- Figur 11
- eine Ausführungsvariante des Vorspuraktuators bei dem in der Kernplatte bzw. dem Ankerrückschluss
ein ein Luftpolster aufweisendes punktförmiges Dämpfungselemente eingelassen ist,
- Figur 12
- eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorspuraktuators, bei
dem in einer Nut am Umfang des Ankerrückschlusses eine Öffnung zur Atmosphäre aufweisende
Elastomerlippe angeordnet ist und
- Figur 13
- ein Längsschnitt durch einen erfindungsgemäß konfigurierten Vorspuraktuator mit perspektivischer
Ansicht des Öffnungen zur Atmosphäre aufweisenden Elastomerringes oder Schlauches.
Ausführungsvarianten
[0013] Figur 1 zeigt eine Startvorrichtung 10 in einem Längsschnitt.
[0014] Diese Startvorrichtung 10 weist beispielsweise einen Startermotor 13 und einen Vorspuraktuator
16 (z.B. Relais, Starterrelais) auf. Der Startermotor 13 und der elektrische Vorspuraktuator
16 sind an einem gemeinsamen Antriebslagerschild 19 befestigt. Der Startermotor 13
dient funktionell dazu, ein Andrehritzel 22 anzutreiben, wenn es im Zahnkranz 25 der
in Figur 1 nicht dargestellten Brennkraftmaschine eingespurt ist.
[0015] Der Startermotor 13 weist als Gehäuse ein Polrohr 28 auf, das an seinem Innenumfang
Polschuhe 31 trägt, die jeweils von einer Erregerwicklung 34 umwickelt sind. Die Polschuhe
31 umgeben wiederum einen Anker 37, der ein aus Lamellen 40 aufgebautes Ankerpaket
43 und eine in Nuten 46 angeordnete Ankerwicklung 49 aufweist. Das Ankerpaket 43 ist
auf eine Antriebswelle 44 aufgepresst. An dem dem Andrehritzel 22 abgewandten Ende
der Antriebswelle 13 ist des Weiteren ein Kommutator 52 angebracht, der unter anderem
aus einzelnen Kommutatorlamellen 55 aufgebaut ist. Die Kommutatorlamellen 55 sind
in bekannter Weise mit der Ankerwicklung 49 derartig elektrisch verbunden, dass sich
bei Bestromung der Kommutatorlamellen 55 durch Kohlebürsten 58 eine Drehbewegung des
Ankers 37 innerhalb des Polrohres 28 ergibt. Eine zwischen dem elektrischen Antrieb
16 und dem Startermotor 13 angeordnete Stromzufuhr 61 versorgt im Einschaltzustand
sowohl die Kohlebürsten 58 als auch die Erregerwicklung 34 mit Strom. Die Antriebswelle
13 ist kommutatorseitig mit einem Wellenzapfen 64 in einem Gleitlager 67 abgestützt,
welches wiederum in einem Kommutatorlagerdeckel 70 ortsfest gehalten ist. Der Kommutatorlagerdeckel
70 wiederum wird mittels Zugankern 73, die über den Umfang des Polrohrs 28 verteilt
angeordnet sind (Schrauben, beispielsweise zwei, drei oder vier Stück) im Antriebslagerschild
19 befestigt. Es stützt sich dabei das Polrohr 28 am Antriebslagerschild 19 ab und
der Kommutatorlagerdeckel 70 am Polrohr 28.
[0016] In Antriebsrichtung gesehen schließt sich an den Anker 37 ein Sonnenrad 80 an, das
Teil eines Umlaufgetriebes 83, insbesondere eines Planetengetriebes ist. Das Sonnenrad
80 ist von mehreren Planetenrädern 86 umgeben, üblicherweise von drei Planetenrädern
86, die mittels Wälzlagern 89 auf Achszapfen 92 abgestützt sind. Die Planetenräder
86 wälzen in einem Hohlrad 95 ab, das im Polrohr 28 außenseitig gelagert ist. In Richtung
zur Abtriebsseite hin schließt sich an die Planetenräder 86 ein Planetenträger 98
an, in dem die Achszapfen 92 aufgenommen sind. Der Planetenträger 98 wird wiederum
in einem Zwischenlager 101 und einem darin angeordneten Gleitlager 104 gelagert. Das
Zwischenlager 101 ist derartig topfförmig gestaltet, dass in diesem sowohl der Planetenträger
98 als auch die Planetenräder 86 aufgenommen sind. Des Weiteren ist im topfförmigen
Zwischenlager 101 das Hohlrad 95 angeordnet, das letztlich durch einen Deckel 107
gegenüber dem Anker 37 geschlossen ist. Auch das Zwischenlager 101 stützt sich mit
seinem Außenumfang an der Innenseite des Polrohrs 28 ab. Der Anker 37 weist auf dem
vom Kommutator 52 abgewandten Ende der Antriebswelle 13 einen weiteren Wellenzapfen
110 auf, der ebenfalls in einem Gleitlager 113 aufgenommen ist. Das Gleitlager 113
wiederum ist in einer zentralen Bohrung des Planetenträgers 98 aufgenommen. Der Planetenträger
98 ist einstückig mit der Abtriebswelle 116 verbunden. Die Abtriebswelle 116 ist mit
ihrem vom Zwischenlager 101 abgewandten Ende 119 in einem weiteren Lager 122 abgestützt,
welches im Antriebslagerschild 19 befestigt ist.
[0017] Die Abtriebswelle 116 ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt: So folgt dem Abschnitt,
der im Gleitlager 104 des Zwischenlagers 101 angeordnet ist, ein Abschnitt mit einer
Geradverzahnung 125 (Innenverzahnung), die Teil einer Wellen-Naben-Verbindung 128
ist. Diese Wellen-Naben-Verbindung 128 ermöglicht in diesem Fall das axial geradlinige
Gleiten eines Mitnehmers 131. Der Mitnehmer 131 ist ein hülsenförmiger Fortsatz, der
einstückig mit einem topfförmigen Außenring 132 des Feilaufs 137 verbunden ist. Dieser
Freilauf 137 (Richtgesperre) besteht des Weiteren aus dem Innenring 140, der radial
innerhalb des Außenrings 132 angeordnet ist. Zwischen dem Innenring 140 und dem Außenring
132 befinden sich Klemmkörper 138. Die Klemmkörper 138 verhindern in Zusammenwirkung
mit dem Innen- und Außenring 132, 140 eine Relativdrehung zwischen dem Außenring 132
und dem Innenring 140 in einer zweiten Richtung. Mit anderen Worten: Der Freilauf
137 ermöglicht eine umlaufende Relativbewegung zwischen dem Innenring 140 und dem
Außenring 132 nur in eine Richtung. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Innenring
140 einstückig mit dem Andrehritzel 22 und dessen Schrägverzahnung 143 (Außenschrägverzahnung)
ausgeführt. Das Andrehritzel 22 kann alternativ auch als geradverzahntes Ritzel ausgeführt
sein. Statt elektromagnetisch erregter Polschuhe 31 mit Erregerwicklung 34 könnten
auch permanentmagnetisch erregte Pole zum Einsatz kommen.
[0018] Der elektrische Vorspuraktuator 16 bzw. der Anker 168 hat darüber hinaus auch die
Aufgabe, mit einem Zugelement 187 einen im Antriebslagerschild 19 drehbeweglich angeordneten
Hebel 190 zu bewegen. Der Hebel 190 ist üblicherweise als Gabelhebel ausgeführt und
umgreift mit zwei hier nicht näher dargestellten "Zinken" zwei Scheiben 193, 194 an
ihrem Außenumfang, um einen zwischen diesen eingeklemmten Mitnehmerring 197 zum Freilauf
137 hin gegen den Widerstand der Feder 200 zu bewegen und dadurch das Andrehritzel
22 in den Zahnkranz 25 einzuspuren.
[0019] Nachfolgend wird auf den Einspurmechanismus eingegangen. Der elektrische Vorspuraktuator
16 weist einen Bolzen 150 auf, der ein elektrischer Kontakt ist und im Falle des Eingebautseins
im Fahrzeug an den Pluspol einer elektrischen Starterbatterie, die in Figur 1 nicht
dargestellt ist, angeschlossen ist. Der Bolzen 150 ist durch einen Deckel 153 hindurchgeführt.
Ein zweiter Bolzen 152 ist ein Anschluss für den elektrischen Startermotor 13, der
über die Stromzufuhr 61 (dicke Litze) versorgt wird. Der Deckel 153 schließt ein Gehäuse
156 aus Stahl ab, welches mittels mehrerer Befestigungselemente 159, die zum Beispiel
als Schrauben ausgebildet sein können, am Antriebslagerschild 19 befestigt ist. In
dem elektrischen Vorspuraktuator 16 ist eine Schubeinrichtung 160 zur Ausübung einer
Zugkraft auf den Hebel 190, ausgeführt als Gabelhebel, und eine Schalteinrichtung
161 angeordnet. Die Schubeinrichtung 160 hat eine Wicklung 162 und die Schalteinrichtung
161 eine weitere Wicklung 165. Die Wicklung 162 der Schubeinrichtung 160 und die weitere
Wicklung 165 der Schalteinrichtung 161 bewirken jeweils im eingeschalteten Zustand
ein elektromagnetisches Feld, welches verschiedene Bauteile durchströmt. Die Wellen-Naben-Verbindung
128 kann anstelle mit einer Geradverzahnung 125 auch mit einer Steilgewindeverzahnung
ausgestattet sein. Es sind dabei die Kombinationen möglich, wonach a) das Andrehritzel
22 schrägverzahnt ist und die Wellen-Naben-Verbindung 128 eine Geradverzahnung 125
aufweist, b) das Andrehritzel 22 schrägverzahnt ausgebildet ist und die Wellen-Naben-Verbindung
128 eine Steilgewindeverzahnung aufweist oder c) das Andrehritzel 22 geradverzahnt
ist und die Wellen-Naben-Verbindung 128 eine Steilgewindeverzahnung aufweist.
[0020] Der Figurensequenz der Figuren 2 bis 2.4 sind Ausführungsvarianten der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Dämpfungselemente zu entnehmen.
[0021] Aus der Darstellung gemäß Figur 2 geht ein Vorspuraktuator, insbesondere ein Relais
zur Betätigung einer elektrischen Startervorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen
in vergrößertem Maßstab hervor.
[0022] Figur 2 zeigt, dass der Vorspuraktuator 16 ein Gehäuse 156 umfasst, in dem ein linear
bewegbarer Anker 168 in Einzugsrichtung 226 bei Bestromung der Einzugswicklung 162
bzw. der Haltewicklung 165 einfährt. Dem in axiale Richtung in Einzugsrichtung 226
betätigbaren Anker 168 liegt ein Ankerrückschluss 171 gegenüber, der auch als Kernplatte
bezeichnet wird. Die der Stirnseite des bewegbar im Gehäuse 156 aufgenommenen Ankers
168 gegenüberliegende Stirnseite des Ankerrückschlusses 171 ist komplementär zu dieser
ausgebildet. Im Ankerrückschluss 171 ist ein Schaltbolzen 177 angeordnet, der in einer
Führungsbuchse 202 gelagert ist. An der Führungsbuchse 202 befindet sich eine Isolierscheibe
204 sowie ein Schaltachsenanschlag 206, welcher den Weg des Schaltbolzens 177 begrenzt.
Eine Stirnseite der Schaltachse 171 ist durch Bezugszeichen 214 bezeichnet, die einer
Stirnseite 212 eines im Anker 168 angeordneten Mitnehmers 210 gegenüberliegt. Mit
Bezugszeichen 184 ist eine Kontaktbrücke bezeichnet, welche bei Bestromung mit dem
Bolzen 150 und der Stromzuführung 61 verbunden ist und diese leitend miteinander verbindet.
Die Kontaktbrücke 184 ist durch eine Kontaktfeder 208 beaufschlagt.
[0023] In der in Figur 2 dargestellten Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen,
hier an der Außenseite des Ankers 168 ausgebildeten Dämpfungseinrichtung, ist auf
eine Mantelfläche 218 des Ankers 168 ein Schrumpfring 219 aufgeschrumpft, an dem sich
ein Dämpfungsring 224 aus Kunststoffmaterial, so zum Beispiel PA, TPE oder einem Thermoplasten
abstützt. Alternativ dazu kann am Schrumpfring 219 auch eine Lippe aus Kunststoffmaterial
anvulkanisiert oder anders befestigt sein. Beim Bestromen des Vorspuraktuators 16
und dem daraufhin erfolgenden Einfahren des Ankers 168 in Einzugsrichtung 226 wird
ein ungedämpfter metallischer Kontakt zwischen den Stirnseiten des einander zuweisenden
Ankers 168 mit dem Ankerrückschluss 171 verhindert, da zuvor das Dämpfungselement
224, hier ausgebildet in Ringform, am Gehäuse 156 anschlägt und so das Geräusch des
Vorspuraktuators 16 bei dessen Betätigung, sei es beim Einrückvorgang, sei es beim
initialisierenden Anschalten, erheblich herabgesetzt wird. Bevorzugt weist das Material,
aus dem das Dämpfungselement 224, hier in Ringform ausgebildet, gefertigt ist, eine
Shore-Härte zwischen 10 und 70 auf.
[0024] Figur 2.1 ist eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Dämpfungseinrichtung zu entnehmen.
[0025] Anstelle eines auf die Mantelfläche 218 des Ankers 168 aufgeschrumpften Rings ist
hier eine Scheibe 222 an einer Stirnseite 220 des Ankers 168 befestigt. Die Befestigung
kann entweder durch Schrauben, durch Vernieten oder auch durch stoffschlüssige Fügeverfahren
erfolgen. Der Durchmesser der Scheibe 220 ist so gewählt, dass dieser den Durchmesser
der Mantelfläche 218 des Ankers 168 übersteigt. Damit bildet die Durchmesserdifferenz
eine ringförmig an der Stirnseite 220 des Ankers 168 verlaufende Abstützfläche, an
der sich der in Figur 2.1 dargestellte Dämpferring 224 abstützt. Im in der Darstellung
gemäß Figur 2.1 nur teilweise dargestellten Anker 168 ist der Mitnehmer 210 (vgl.
Darstellung gemäß Figur 2) bewegbar gelagert.
[0026] Figur 2.2 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der Dämpfungseinrichtung, bei der
analog zur Darstellung gemäß Figur 2.1 an der Stirnseite 220 des linear bewegbaren
Ankers 168 eine Dichtlippe 228 aus Kunststoffmaterial oder Elastomermaterial anvulkanisiert
oder auf andere Weise befestigt ist. Die Scheibe 220 weist einen Durchmesser auf,
der den Außendurchmesser der Mantelfläche 218 des Ankers 168 übersteigt und so eine
Ringfläche bildet, an welcher die Dämpferlippe 228 zum Beispiel aufvulkanisiert werden
kann. Sowohl der Dämpferring 224 als auch die Dämpferlippe 228 liegen dem Polgehäuse
156, vgl. Darstellung gemäß Figur 2, gegenüber, so dass bei Betätigung des Ankers
168 und dessen Einfahren in das Gehäuse 156, das Geräusch optimiert wird, da ein harter
metallischer Kontakt der Komponenten 168 und 171 unterbunden wird.
[0027] In der Ausführungsvariante gemäß Figur 2.3 ist zu erkennen, dass in dieser Ausführungsvariante
der Anker 168 einen einstückig mit diesem ausgebildeten Bund 230 aufweist. Der Bund
230 kann zum Beispiel durch spanabhebende Verarbeitung der Mantelfläche 218 des Ankers
168 realisiert werden. Der Bund 230, der sich entlang der Stirnseite 220 des Relaisankers
168 erstreckt, bildet eine Abstützfläche für den Dämpferring 224, der aus klassischen
Eigenschaften aufweisendem Material mit einer Shore-Härte zwischen 10 und 70 bevorzugt
gefertigt wird.
[0028] Anstelle des in der Ausführungsvariante gemäß Figur 2 dargestellten Dämpferringes
224, kann am Bund 230 auf der dem Polgehäuse 156 zuweisenden Seite auch die Dämpferlippe
280 vorgesehen werden.
[0029] In der Ausführungsvariante gemäß Figur 2.4 weist der Anker 168 an der Stirnseite
220 einen Gewindeabschnitt auf, auf welchen zum Beispiel eine ein Innengewinde aufweisende
Hülse 232 aufgeschraubt werden kann. Die Hülse 232 ist derart beschaffen, dass diese
mit ihrem Außendurchmesser den Außendurchmesser der Mantelfläche 218 des Ankers 168,
wie in der Darstellung gemäß Figur 2 gezeigt, übersteigt. Nach Anlegen der Hülse 232
an der Stirnseite 220 des Ankers 168 ist diese fixiert und bildet mit ihrem radialen
Überstand eine Abstützfläche für den Dämpferring 224, wie in der Darstellung gemäß
Figur 2.4 angedeutet, oder einen Ringraum, innerhalb dessen eine Dämpferlippe 228,
wie in Figur 2.2 angedeutet, aufvulkanisiert oder auf andere Weise befestigt werden
kann. Figur 2.4 ist zu entnehmen, dass sich durch den linear bewegbaren Anker 168
der Mitnehmer 210 erstreckt.
[0030] Während sich in den Ausführungsvarianten der Figuren 2 bis 2.4 die erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Dämpfungseinrichtungen außerhalb des Vorspuraktuators 16, insbesondere
an der Stirnseite 220 oder der Mantelfläche 218 des Ankers 168 befinden, ist in Figur
3.1 eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Dämpfungseinrichtung
zu entnehmen, die sich im Inneren des Gehäuses 156 befindet.
[0031] Figur 3.1 zeigt, dass in dieser Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Lösung an der Stirnseite des Ankers 168, die dem Ankerrückschluss 171 zuweist, ein
Dämpferring 224 angebracht ist. Der Dämpferring 224 kann in einer Vertiefung 236 an
der dem Ankerrückschluss 171 zuweisenden Stirnseite des Ankers 168 angeordnet sein
oder auch an einer schrägen Kontur aufgenommen sein. Als Vertiefung kann zum Beispiel
in die Stirnseite eine Nut, ein Einstich oder dergleichen ausgebildet werden. Das
Vorspuraktuator 16 gemäß der Darstellung in Figur 3.1, von dem lediglich eine Hälfte
dargestellt ist, weist die Kontaktfeder 208 auf, welche die Kontaktbrücke 184 beaufschlagt.
Die Führungsbuchse 202 umgibt den Schaltbolzen 177, welche dem Mitnehmer 210 des Ankers
168 gegenüberliegt.
[0032] In Abwandlung der in Figur 3.1 dargestellten Ausführungsvariante, wo der Dämpferring
224 einer Planseite 234 im Ankerrückschluss 171 gegenüberliegt, kann der Dämpferring
224 auch in der Planseite 234 des stationär im Vorspuraktuator 16 angeordneten Ankerrückschlusses
171 aufgenommen sein. In beiden Ausführungsvarianten ist gewährleistet, dass ein harter
metallischer Kontakt zwischen der Planseite 234 und der dieser gegenüberliegenden
Planseite des Ankers 168 bei Betätigung des Vorspuraktuators 16 die Bestromung der
Wicklungen 162, 165 vermieden wird, so dass die Geräuschentwicklung bei Betätigung
des Vorspuraktuators 16 drastisch herabgesetzt ist. Auch hier besteht die Möglichkeit,
den Dämpferring 224 an einer schrägen Kontur zu befestigen.
[0033] In der Ausführungsvariante gemäß Figur 3.2 ist in Abwandlung der Ausführungsvariante
gemäß Figur 3.1 an der Stirnseite des Ankers 168, die dem Ankerrückschluss 171 gegenüberliegt,
mindestens eine Kunststoffscheibe 238 angeordnet. Diese liegt der Planseite 234 des
Ankerrückschlusses 171 gegenüber. Auch bei der in Figur 3.2 dargestellten Ausführungsvariante
besteht die Möglichkeit, die mindestens eine Kunststoffscheibe 238 anstatt auf der
Stirnseite des Ankers 168 innerhalb der Planseite 234 des Ankerrückschlusses 171 anzuordnen.
Anstelle der in Figur 3.2 dargestellten einen Kunststoffscheibe 238 können je nach
Dämpfungserfordernis auch mehrere Kunststoffscheiben 238 zu einem Paket zusammengefasst
werden. Dabei besteht die Möglichkeit, die Kunststoffscheiben 238 aus unterschiedlichen
Materialien mit unterschiedlichen Härten zusammenzuvulkanisieren oder auf andere Weise
miteinander zu verbinden, so dass den geforderten Dämpfungscharakteristika individuell
durch Konfektionierung der Pakete aus Kunststoffscheiben 238 Rechnung getragen werden
kann.
[0034] In der Ausführungsvariante gemäß Figur 3.2 ist der Vorspuraktuator 16 ebenfalls nur
hälftig dargestellt. Der Ankerrückschluss 171 sowie der linear bewegbare Anker 168
sind vom Gehäuse 156 umschlossen. Auch in der Ausführungsvariante gemäß Figur 3.2
ist der Schaltbolzen 155 von der Führungsbuchse 202 umgeben, der eine Isolierscheibe
204 als auch ein Schaltachsenanschlag 206 zugeordnet ist. Der Schaltbolzen 177 ist
durch die Kontaktfeder 208 beaufschlagt, mit Bezugszeichen 61 ist analog zur Darstellung
gemäß Figur 1 die Stromzuführung bezeichnet.
[0035] Figur 4 zeigt eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung,
bei der das mindestens eine Dämpfungselement im Ankerrückschluss 171 vorgesehen ist.
[0036] Gemäß dieser Ausführungsvariante weist der Ankerrückschluss 171 ein Kanalsystem 242
auf, in welches ein elastische Eigenschaften aufweisendes Dämpfermaterial 240 eingespritzt
werden kann. Aufgrund der Erstreckung des Kanalsystems 242 innerhalb des Ankerrückschlusses
171 ist gewährleistet, dass das elastische Eigenschaften aufweisende Kunststoffmaterial
aus Öffnungen des Kanalsystems an der der Kontaktbrücke 184 zuweisenden Stirnseite
austritt, als auch im Bereich der Planseite 234 am Ankerrückschluss 171 aus diesem
austritt. Mit ein und demselben eingespritzten Dämpfermaterial 240 können nunmehr
punktförmige Dämpferanschläge an beiden Stirnseiten des Ankerrückschlusses 171 gefertigt
werden. Wie in der Darstellung gemäß Figur 4 angedeutet, steht das eingespritzte Kunststoffmaterial
240 leicht über die Planseite 234 des Ankerrückschlusses 171 bzw. leicht über die
Stirnseite des Ankerrückschlusses 171 auf der der Kontaktbrücke 184 zuweisenden Seite
hervor, so dass sowohl den metallischen Anschlag der Stirnseite des Ankers 168 dämpfende
Auflagepunkte in der Planseite 234 als auch den Anschlag einer Kontaktbrücke 184 dämpfende
Anschlagpunkte auf der der Kontaktbrücke 184 zuweisenden Stirnseite des Ankerrückschlusses
171 erzeugt werden.
[0037] Der in Figur 4 dargestellte Vorspuraktuator 16 entspricht im Wesentlichen dem in
Figur 2 dargestellten Vorspuraktuator.
[0038] Figur 5 ist eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Dämpfungseinrichtung zu entnehmen.
[0039] Neben der Möglichkeit, in einem Vorspuraktuator 16 den Anker 168 oder den Ankerrückschluss
171 mit Dämpfungselementen zu versehen bzw. in die genannten Komponenten ein Dämpfungsmaterial
einzubringen, kann eine Verringerung des Betätigungsgeräusches am Vorspuraktuator
16 auch dadurch erreicht werden, dass ein direkter Kontakt der metallischen Komponenten
Mitnehmer 210 sowie Schaltbolzen 177 durch Dämpfungselemente verhindert wird. Wie
aus der Darstellung gemäß Figur 5 und überdies aus der Darstellung gemäß Figur 4 hervorgeht,
liegen die Stirnseite 212 des Mitnehmers 210 und die Stirnseite 214 des Schaltbolzens
177 einander gegenüber. Bei metallischem Kontakt zwischen den beiden Stirnflächen
212 und 214 kann das entstehende Geräuschniveau dadurch herabgesetzt werden, dass
an einer der Stirnseiten 212 bzw. 214 der genanten Komponenten Schaltbolzen 177 und
Mitnehmer 210 ein Dämpferkopf 244 aus einem elastische Eigenschaften aufweisenden
Material aufgebracht wird. Bevorzugt ist der Dämpferkopf 244 leicht verrundet ausgebildet,
kann aber auch plan ausgebildet sein. Anstelle eines einschichtig aufgebauten Dämpferkopfes
244, wie in der Darstellung gemäß Figur 5 gezeigt, kann dieser auch einen mehrschichtigen
Schichtaufbau aufweisen.
[0040] Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung erlaubt eine drastische Absenkung des Geräuschniveaus
bei Betätigung eines Vorspuraktuator 16 durch Dämpfung bzw.
[0041] Energieabbau relativ zueinander bewegter Komponenten, sei es der linear bewegbare
Relaisanker 168 oder sei es der stationär im Gehäuse 156 aufgenommene Ankerrückschluss
171.
[0042] Daneben besteht die Möglichkeit, durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung
den metallischen Kontakt zwischen der Stirnseite 212 des Mitnehmers 210 und der Stirnseite
214 des Schaltbolzens 177 zu bedämpfen.
[0043] Bei Verwirklichung aller Maßnahmen, d.h. der Bedämpfung und des Energieabbaus des
Ankers 168 bzw. dem Ankerrückschluss 171 sowie des Schaltbolzens 177 und des Mitnehmers
210 kann das Geräuschniveau bei Betätigung des Vorspuraktuators 16 soweit herabgesetzt
werden, dass in der SSM-Funktionalität keine Komforteinbuße durch Geräuschentwicklung
des Vorspuraktuators 16 und damit der mit dem Vorspuraktuator 16 ausgestatteten elektrischen
Startvorrichtung auftritt.
[0044] Gemäß der Figuren 6 und 6.1 ist ein Vorspuraktuator zu entnehmen, an dessen Ankerrückschluss
punktförmig in Umfangsrichtung verteilte Dämpfungselemente angeordnet sind.
[0045] Figur 6 zeigt das Gehäuse 156 in das die Einzugswicklung 162 und die Haltewicklung
165 integriert sind. Die Stirnseite des linear beweglichen Ankers 168 ist durch Bezugszeichen
220 bezeichnet. Im Inneren des linear beweglichen Ankers 168 befindet sich der Mitnehmer
210.
[0046] Der in das Gehäuse 156 ortsfest eingelassene Ankerrückschluss 171, der auch als Kernplatte
bezeichnet wird, ist an seiner dem linear beweglichen Anker 168 zuweisenden Stirnseite
mit punktförmig in Umfangsrichtung verteilt angeordneten Dämpfungselementen 250 versehen.
Aus der Figur 6.1 geht hervor, dass die punktförmig ausgebildeten Dämpfungselemente
250 in einer 45°-Teilung am Umfang der dem linear beweglichen Anker 168 zuweisenden
Stirnseite des Ankerrückschlusses 171 aufgenommen sein können. Durch die in einem
oder mehreren kreisförmig angeordneten Dämpfungselemente 250 kann die Fläche gezielt
gewählt werden. Die Flächengröße ist maßgebend an der Dämpfungscharakteristik beteiligt.
Die Form des Dämpfungselementes 250 muss nicht zwingenderweise punktförmig sein, es
können auch ovale Formen oder bestimmte Teilflächen sein. Des Weiteren besteht auch
die Möglichkeit, die Dämpfungselemente 250 in einer anderen Umfangsteilung als der
obenstehend erwähnten 45°-Teilung anzuordnen. Dämpfungselemente 250 können auch abgesenkt
angeordnet werden. Durch die Absenkung der Dämpfungselemente 250 kann erreicht werden,
dass beim ersten Moment des Auftreffens des linear beweglichen Ankers 168 die Ankergeschwindigkeit
und somit das entstehende Geräusch reduziert wird. Dies ist insbesondere dann der
Fall, wenn die als Dämpfungselemente 250 eingesetzten Elastomere eine sehr hohe dynamische
Druckfestigkeit aufweisen. Sobald der dynamische Teil des Dämpfungsvorganges sich
seinem Ende zuneigt reduziert sich die Festigkeit von einer dynamischen Festigkeit
auf eine statische Festigkeit. Dieser Übergangseffekt wird gezielt eingesetzt, da
der Abstand zwischen dem beweglichen Anker 168 und dem Ankerrückschluss 171 einen
großen Einfluss auf die benötigte Strommenge hat. Durch eine Absenkung der Dämpfungselemente
250 bzw. die Ausbildung einer Freifläche wird der Abstand zwischen dem Anker 168 und
dem Ankerrückschluss 171 erheblich geringer, so dass der sich einstellende Stromfluss
zunimmt.
[0047] Die Darstellung gemäß Figur 6.1 stellt einen Schnitt durch den Vorspuraktuator 16
gemäß der Darstellung in Figur 6 im Bereich des Schaltbolzens 177 bzw. der Schaltachse
177 dar, wobei der Schnittverlauf zwischen der konischen Erhebung des Ankerrückschlusses
171 und der zu dieser komplementär ausgebildeten konischen Vertiefung am linear beweglichen
Anker 168 verläuft.
[0048] In der Ausführungsvariante gemäß der Figuren 7 und 7.1 ist eine umgekehrte Anordnung
der punktförmig ausgebildeten Dämpfungselemente am Vorspuraktuator dargestellt, nämlich
an der dem Ankerrückschluss gegenüberliegenden Stirnseite des linear beweglichen Ankers.
[0049] In Umkehr der Ausführungsvariante der vorstehend beschriebenen Figuren 6 und 6.1
befindet sich in der Ausführungsvariante, die in den Figuren 7 bzw. 7.1 dargestellt
ist, die punktförmig in einer 45°-Verteilung angeordneten Dämpfungselemente nicht
am Ankerrückschluss 171, der auch als Kernplatte bezeichnet wird, sondern an der diesem
gegenüberliegenden Stirnseite des linear beweglichen Ankers 168. Analog zu der Ausführungsvariante
des Vorspuraktuators 16 gemäß der Figuren 6 und 6.1 umfasst das Gehäuse 156 einen
Deckel 153, in dem sich der Bolzen 150 sowie die Stromzuführung 61 befinden, an denen
jeweils Kontakte 180 bzw. 181 ausgebildet sind. Der Ankerrückschluss 171, der auch
als Kernplatte bezeichnet wird, ist vom Mitnehmer 177 durchzogen; im Ankerrückschluss
171 ist die Führungsbuchse 202 aufgenommen.
[0050] Die Ausführungsvariante gemäß Figur 8 zeigt einen Vorspuraktuator 16, bei dem in
einer Vertiefung 254 an der Stirnseite des Ankerrückschlusses 171 eine Dämpfungsscheibe
252 aufgenommen ist. Anstelle einer plan ausgebildeten Stirnseite kann die Dämpfungsscheibe
252 auch an einer schrägen Fläche am Ankerrückschluss 171 aufgenommen sein. Die Dämpfungsscheibe
252 erstreckt sich vollumfänglich über die gesamte Stirnseite des Ankerrückschlusses
171. Die radiale Position der Dämpfungsscheibe 252 ist so gewählt, dass diese dem
Stirnseitenabschnitt des linear beweglichen Ankers 168 gegenüberliegt, der andernfalls
mit hartem metallischen Kontakt am Ankerrückschluss 171 ungedämpft ein Geräusch verursachend
anschlüge.
[0051] Figur 9 zeigt eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorspuraktuators
16, der ebenfalls eine ringförmig ausgebildete Dämpferscheibe 252 umfasst, die in
dieser Ausführungsvariante jedoch in einer ringförmigen Vertiefung 254 an der Stirnseite
des linear beweglichen Ankers 168 aufgenommen ist, der bei Betätigung des Vorspuraktuators
16 auf den Ankerrückschluss 171 zufährt. Durch die Dämpferscheibe 252, die in die
Vertiefung 254 eingelassen ist, wird ein hartes metallisches Anschlagen des linear
beweglichen Ankers 168 am Ankerrückschluss 171, der auch als Kernplatte bezeichnet
wird, verhindert. Die Dämpferscheibe 252 kann auch an einer schrägen Fläche am linear
beweglichen Anker 168 aufgenommen sein. Auch bei der vorstehend skizzierten Ausführungsvariante
besteht die Möglichkeit, die Dämpferscheibe 252 in einer Absenkung zu montieren, so
dass beim ersten Moment des Auftreffens des linear beweglichen Ankers 168 dessen Geschwindigkeit
und somit das sich einstellende Geräusch reduziert wird. Dies ist insbesondere dann
der Fall, wenn die eingesetzten Elastomere eine hohe dynamische Druckfestigkeit aufweisen.
Geht der dynamische Vorgang in einen statischen Vorgang über, reduziert sich die Festigkeit
von dynamischer Festigkeit auf eine statische Festigkeit. Dieser Effekt kann zum Beispiel
dazu eingesetzt werden, den Abstand zwischen dem linear beweglichen Anker 168 und
dem Ankerrückschluss 171 zu minimieren, da dieser Abstand einen großen Einfluss auf
die benötigte Strommenge hat. Je geringer der Abstand zwischen dem linear beweglichen
Anker 168 und dem Ankerrückschluss 171 wird, desto größer wird der sich einstellende
Stromfluss.
[0052] Die in den beiden Ausführungsvarianten gemäß Figur 8 und Figur 9 dargestellten Ausführungsmöglichkeiten
des Vorspuraktuators 16 weisen beide in das Gehäuse 156 eingelassene Einzugswicklungen
162 bzw. Haltewicklungen 165 auf. Sowohl der Mitnehmer 177 wie auch die Kontakte 180,
181, der Bolzen 150 und die Stromzuführung 61 samt Kontaktfeder 208 sind identisch.
Die beiden in Figur 8 und Figur 9 dargestellten Ausführungsvarianten unterscheiden
sich nur durch die unterschiedliche Lage der ringförmig ausgebildeten Dämpferscheibe
252, entweder aufgenommen an der Stirnseite des linear beweglichen Ankers 168 oder
aufgenommen an der Stirnseite des dem linear beweglichen Ankers 168 gegenüberliegenden
Ankerrückschlusses 171.
[0053] Figur 10 zeigt einen Teil einer erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ausführungsvariante
eines Vorspuraktuators 16, bei dem das Dämpfungselement 250 bzw. 252 beispielsweise
direkt auf den Ankerrückschluss 171 bzw. die Kernplatte durch Rastnasen, Schnappverschlüsse
der eine formschlüssige Kontur positioniert sein kann. Die Befestigung des Dämpfungselementes
250, 252, sei es als punktförmiges Dämpfungselement 250 ausgebildet, sei es eine Dämpferscheibe
252, kann auch über Rastnasen oder in Keilform erfolgen, wobei der Ort der Befestigung,
d.h. die Komponente erheblich ist; dabei kann es sich sowohl um den Ankerrückschluss
171, der auch als Kernplatte bezeichnet wird handeln, oder auch über den im Gehäuse
156 des Vorspuraktuators 16 linear beweglich aufgenommenen Anker 168.
[0054] Figur 11 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der Dämpfungseinrichtung am Vorspuraktuator
16. Wie aus Figur 11 hervorgeht, kann entweder an der Stirnseite des linear beweglichen
Ankers 168 oder an der diesem gegenüberliegenden Stirnseite des Ankerrückschlusse
171 (Kernplatte) ein Dämpfungselement 258 mit einem Lufteinschluss angeordnet sein.
Die Form des Dämpfungselementes 258 mit Lufteinschluss kann kreisförmig, oval, rechteckig,
trapezförmig, vollflächig über das komplette Bauteil oder auch teilflächig über ein
Umfangssegment des Bauteiles, sei es der linear bewegliche Anker 168, sei es der Ankerrückschluss
171, verlaufen. Das Dämpfungselement 258 wird derart aus einem Elastomeren geformt,
dass dieser selbst eine Freifläche zur Verfügung stellt, d.h. ein sich einstellender
Abstand zwischen dem linear beweglichen Anker 168 und dem Ankerrückschluss 171 ebenfalls
so klein wie möglich wird, wodurch sich der Stromfluss verbessern lässt.
[0055] Bei der in Figur 11 dargestellten Ausführungsvariante wird eine zusätzliche dämpfende
Wirkung durch das im Dämpfungselement 258 eingeschlossene Luftpolster erreicht.
[0056] Den Darstellungen gemäß den Figuren 12 und 13 ist eine weitere Ausführungsform der
am Vorspuraktuator vorgesehenen Dämpfungseinrichtung zu entnehmen.
[0057] Figur 12 zeigt, dass der Ankerrückschluss 171, der auch als Kernplatte bezeichnet
wird, an seiner Stirnseite, die dem linear beweglichen Anker 168 gegenüberliegt, eine
Ausnehmung 266 aufweist. Innerhalb der Ausnehmung verläuft eine Stützrippe 264 in
Umfangsrichtung, an der sich ein Dämpfungsring 260 mit Lufteinschluss und Öffnungen
zur Atmosphäre erstreckt. Die rückwärtige Seite des keilförmig profilierten Dämpfungsringes
260 ist durch die erhaben aus der Ausnehmung 266 hervorstehende umlaufende Rippe 264
abgestützt. Der Dämpfungsring 260 wird aus Elastomer gefertigt und hat aufgrund des
darin enthaltenen Luftkissens eine hohe dämpfende Wirkung beim Auftreffen des Ankers
168 auf eben diesen Dämpfungsring 160. Während des dynamischen Vorganges der Einziehbewegung
des linear beweglichen Ankers 168 entweicht die komprimierte Luft durch Öffnungen
zur Atmosphäre, die am Dämpfungsring 260 aus Elastomermaterial vorgesehen sind. Durch
diese anpassende Federung über den Elastomer ist die notwendige Haltekraft des Vorspuraktuators
16 nach der Einziehbewegung reduziert, wobei jedoch eine hohe dämpfende Wirkung erreicht
werden kann.
[0058] Der Darstellung gemäß Figur 13 ist der Vorspuraktuator 16 in toto zu entnehmen, deutlich
erkennbar ist der Dämpfungsring 260, der außerhalb des konischen Ansatzes am Ankerrückschluss
171 an der Stirnseite vorgesehen ist, die dem linear beweglichen Anker 168, der den
Mitnehmer 210 aufnimmt, gegenüberliegt.
[0059] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in der Darstellung gemäß Figur 13 das
Gehäuse 156 auch den Deckel 153 umfasst, in dem die Stromzufuhr 61 sowie der Bolzen
150 aufgenommen sind. Der Bolzen 150 ist mit dem Kontakt 180, die Stromzufuhr 61 mit
dem Kontakt 181 verbunden. Bei den Ausführungsvarianten gemäß der Figuren 12 und 13
besteht die Möglichkeit, nur durch Änderung der Kontur des Ankerrückschlusses 171
die Positionierung des Bauteiles zu ermöglichen. Die Ausnehmungen 266, die beispielsweise
beidseits der Stützrippe 264 ausgebildet sind, ermöglichen den schon mehrfach genannten
dynamischen Effekt beim Abbremsen des linear beweglichen Ankers 168. Die Ausnehmungen
266 können auch in anderen Konturen als den in Figur 12 und 13 eingetragenen Geometrien
ausgebildet sein.