(19)
(11) EP 2 484 412 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.08.2012  Patentblatt  2012/32

(21) Anmeldenummer: 12000212.6

(22) Anmeldetag:  16.01.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63B 71/08(2006.01)
A63B 71/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 04.02.2011 DE 102011010372

(71) Anmelder: Franz Ziener GmbH & Co. KG
82487 Oberammergau (DE)

(72) Erfinder:
  • Ziener, Franz
    82487 Oberammergau (DE)

(74) Vertreter: Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser 
Leopoldstrasse 4
80802 München
80802 München (DE)

   


(54) Skihandschuh mit Unterarmprotektor


(57) Die Erfindung bezieht sich auf einen Skihandschuh mit Unterarmprotektor. Das Besondere bei dieser Kombination ist, dass der Skihandschuh eine innere und eine dazu konzentrische äußere Stulpe aufweist, wobei das vordere Ende des Unterarmprotektors zwischen den beiden Stulpen positionier- und befestigbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Skihandschuh mit Unterarmprotektor, der mit dem Skihandschuh lösbar verbunden ist.

[0002] Im Skirennsport ist es üblich geworden, dass Skirennläufer Unterarmprotektoren verwenden, um den Unterarm vor Schlägen durch die Markierungsstangen zu schützen. Einerseits sollen die Unterarmprotektoren leicht sein, um den Skirennläufer nicht zu beeinträchtigen; andererseits sollen sie auch einen wirksamen Schutz bieten. Bei bekannten Unterarmprotektoren tritt mitunter das Problem auf, dass diese sich im Laufe des Rennens gegenüber dem Unterarm verdrehen, so dass der Protektor seiner eigentliche Aufgabe nicht mehr nachkommen kann.

[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Skihandschuh mit Unterarmprotektor so zu verbessern, dass der Protektor über den gesamten Rennverlauf seine Position beibehält.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Skihandschuh zwei im Wesentlichen konzentrisch zueinander angeordnete Stulpen aufweist, wobei das vordere Ende des Unterarmprotektors zwischen den beiden Stulpen positionier- und befestigbar ist.

[0005] Durch diese Anordnung ist das vordere Ende des Unterarmprotektors am Skihandschuh geschützt und außerdem durch die äußere Stulpe abgedeckt. Selbst Schläge durch die Stange führen nicht dazu, dass sich der Protektor gegenüber dem Unterarm verschiebt oder verdreht. Protektor und Handschuh bilden eine Einheit. Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass der Unterarmprotektor verhältnismäßig schmal und somit leicht gehalten werden kann, er den Skirennläufer mithin in seiner Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigt.

[0006] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Außenseite der innern Stulpe und die Innenseite der äußeren Stulpe jeweils mit einem Klettverschluss versehen, die jeweils mit der Oberseite bzw. der Unterseite des Unterarmprotektors zusammenwirken. Das bedeutet, dass die Innenseite der äußeren Stulpe und die Außenseite der inneren Stulpe selbst zwar nicht miteinander verhaken, das vordere Ende des Unterarmprotektors aber festhalten.

[0007] In diesem Zusammenhang ist auch günstig, wenn die äußere Stulpe als öffenbare Manschette ausgebildet ist, welche am Handrücken des Skihandschuhs fest mit der inneren Stulpe verbunden ist, wobei die seitlich über den Handrücken hinausragenden losen Enden der Manschette über einen Klettverschluss miteinander verbindbar sind. Auf diese Weise wird am Handrücken eine Art Tasche gebildet, die das vordere Ende des Unterarmprotektors schützt. Die äußere Stulpe kann geöffnet werden und nach vorne auf den Handrücken geklappt werden, so dass der Unterarmprotektor sauber positioniert werden kann. Wenn der Unterarmprotektor positioniert ist, wird die Manschette um das Scharnier am Handrücken des Skihandschuhs auf den Unterarmprotektor geschwenkt, wobei die beiden losen Enden der Manschette um das Handgelenk herum auf die Pulsleiter des Handgelenks geführt und dort miteinander verbunden werden. Die Manschette dient somit auch dazu, den Handschuh passgenau am Handgelenk des Skirennläufers zu fixieren.

[0008] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist auch vorgesehen, dass der Unterarmprotektor selbst mindestens ein Klettband aufweist, mit dem der Protektor am Unterarm positionierbar ist.

[0009] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Skihandschuh mit Unterarmprotektor mit geschlossener äußeren Stulpe und

Fig. 2 den Skihandschuh mit Unterarmprotektor aus Fig. 1 mit geöffneter äußeren Stulpe.



[0010] Wie besonders gut aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist der Skihandschuh 1 eine innere Stulpe 3 auf, die an ihrer Außenseite mit einem Klettverschluss 4 versehen ist. Konzentrisch um die innere Stulpe 3 ist eine äußere Stulpe 5 angeordnet, die, wie in Fig. 1 zu sehen ist, die innere Stulpe praktisch vollständig verdeckt. In Fig. 2 ist die äußere Stulpe 5 nach vorne geklappt. Dadurch kann man erkennen, dass die äußere Stulpe 5 nach Art einer Manschette gebildet ist, die im Bereich des Handrückens über ein Scharnier 6 mit der inneren Stulpe 3 verbunden ist. Die äußere Stulpe 5 weist seitlich über den Skihandschuh hinausragende lose Enden 7 und 8 auf, die an ihren Enden ebenfalls mit einem Klettverschluss 9 versehen sind. Der Klettverschluss ermöglicht es, dass nach Umklappen der Manschette 5 auf die innere Stulpe 3 die beiden losen Enden 7 und 8 auf der Pulsseite der Hand miteinander verbunden werden können.

[0011] Wie besonders aus Fig. 2 ersichtlich ist, befindet sich hinter dem Handschuh der Unterarmprotektor 2. Der Unterarmprotektor weist ein Klettband 10 auf, mit dem Unterarmprotektor an dem Unterarm des Skirennläufers fixiert werden kann. Das vordere Ende 11 des Unterarmprotektors wird auf der Außenseite der inneren Stulpe 3 fixiert. Das geschieht dadurch, dass auf der hier nicht dargestellten Unterseite des Unterarmprotektors ebenfalls ein Klettverschluss vorgesehen ist, der mit dem Klettverschluss 4 auf der Außenseite der inneren Stulpe 3 zusammenwirkt. Somit ist der Unterarmprotektor durch das Klettband 10 und durch die Klettverbindung zu der Außenseite der inneren Stulpe 3 am Unterarm des Skirennläufers sicher fixiert. Der so positionierte Unterarmprotektor wird weiter gesichert dadurch, dass die äußere Stulpe 5 um das Scharnier 6 auf die innere Stulpe 3 geklappt wird, wonach die beiden losen Enden 7 und 8 der Manschette über den Klettverschluss 9 miteinander verbunden werden. Der Unterarmprotektor ist so nicht nur hinreichend positioniert und fixiert; das vordere Ende 11 des Unterarmprotektors wird zudem sicher durch die äußere Stulpe 5 abgeschirmt, so das Schläge durch Stangen nicht zum Verrutschen oder Verdrehen des Unterarmprotektors 2 führen können. Nicht dargestellt ist in der Zeichnung, dass auch die Oberseite des Protektors 2 und auch die Unterseite der Manschette 5 mit einem Klettverschluss versehen sein können, so dass das vordere Ende 11 des Unterarmprotektors sowohl an der Außenseite der Innenstulpe als auch der Innenseite der Außenstulpe fixiert werden kann.

[0012] Die Kombination aus Handschuh und Protektor ist nicht notwendigerweise auf den Skisport beschränkt. Sie kann auch im Motorsport Anwendung finden.


Ansprüche

1. Skihandschuh (1) mit Unterarmprotektor (2), der mit dem Skihandschuh (1) lösbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Skihandschuh (1) zwei im Wesentlichen konzentrisch zueinander angeordnete Stulpen (3,5), wobei das vordere Ende (11) des Unterarmprotektors (2) zwischen den beiden Stulpen (3,5) positionier- und befestigbar ist.
 
2. Skihandschuh (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite (4) der inneren Stulpe (3) und/oder die Innenseite der äußeren Stulpe ( ) jeweils mit einem Klettverschluss versehen sind, welche Klettverschlüsse jeweils mit der Oberseite und/oder der Unterseite des Unterarmprotektors (2) zusammenwirken.
 
3. Skihandschuh (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Stulpe (5) als öffenbare Manschette ausgebildet ist, welche am Handrücken des Skihandschuhs (1) fest mit der inneren Stulpe (3) verbunden ist, wobei die seitlich über den Handrücken hinausragenden losen Enden (7,8) der Manschette über einen Klettverschluss (9) miteinander verbindbar sind.
 
4. Skihandschuh (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterarmprotektor (2) selbst mindestens ein Klettband (10) aufweist, mit dem Protektor am Unterarm positionierbar ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht