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EP 2 484 823 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.06.2014 Patentblatt 2014/24 |
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Anmeldetag: 07.01.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung
Fabric for heat and flame-retardant protective clothing
Tissu pour vêtement de protection thermostable et ignifuge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
03.02.2011 DE 102011010215
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.08.2012 Patentblatt 2012/32 |
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Patentinhaber: Greve & Co KG |
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48712 Gescher (DE) |
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Erfinder: |
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- Mensing, Thomas
48712 Gescher (DE)
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Vertreter: Lelgemann, Karl-Heinz |
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Patentanwälte Spalthoff und Lelgemann
Postfach 34 02 20 45074 Essen 45074 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-00/66823 DE-U1- 29 805 867
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DE-A1- 4 137 627 US-B1- 7 713 891
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung,
die insbesondere bei Schweißarbeiten, Arbeiten, bei denen ein Schutz vor Lichtbögen
zu gewährleisten ist, Feuerwehreinsätzen, dort als Dienst- und/oder Einsatzbekleidung,
und ähnlichen Tätigkeiten eingesetzt wird, aus einem Garn, dessen Gesamtmischung Metaaramid,
Viskose FR (Flame Retardant) und Antistatikum enthält. Ein solches Gewebe ist aus
der
DE 298 05 867 U1 bekannt.
[0002] Bei der Durchführung von Schweißarbeiten und ähnlichen Tätigkeiten sind die damit
befassten Personen naturgemäß erheblichen Belastungen ausgesetzt. Die Schutzkleidung
für diese Personen muss daher eine große Sicherheit gegen die Einwirkungen hoher Temperaturen
(hohe Isolation), Flammen, Metallspritzern und Lichtbögen gewährleisten. Des Weiteren
muss bei der Auslegung des Gewebes für diese Schutzkleidung beachtet werden, dass
die die Schutzkleidung tragenden Personen sehr beweglich sein müssen, dass die Schutzkleidung
eine lange Lebensdauer aufweisen soll und dass die Schutzkleidung seitens der sie
tragenden Personen nicht als hinderlich empfunden wird. Selbstverständlich muss diese
Schutzkleidung feuerfest und schwer entflammbar sein.
[0003] Zur Erfüllung dieses Anforderungsprofils ist eine Vielzahl unterschiedlicher Gewebe
realisiert worden, z.B. Gewebe aus Wolle, Viskose FR und Polyamid, aus mit einer Flammschutzimprägnierung
versehener Baumwolle und dergleichen.
[0004] Ausgehend von dem eingangs geschilderten Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung zu schaffen,
mittels dem insbesondere der Aufprall von Metallspritzern und Lichtbögen hitzetechnisch
noch besser zu beherrschen ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem derartigen Gewebe
für hitze- und flammfeste Schutzkleidung das Gewebe als gleichseitiger Kreuzkörper
2/2 ausgebildet ist. Hierdurch werden die Widerstandsfähigkeit des Gewebes gegen aufprallende
Metallspritzer bzw. -tropfen und die Isolation gegen die auftreffende Hitze erhöht.
[0006] Das Gewebe besteht aus einem Garn, dessen Gesamtmischung Metaaramid, Viskose FR (Flame
Retardant) und Antistatikum enthält. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
kann die Gesamtmischung des Garns darüber hinaus auch Paraaramid bezichungsweise Polyamidimide
enthalten.
[0007] Wenn das Gewebe auf seiner dem Körper des Schweißers od.dgl. zugewandten Innenseite
aufgerauht ist, wird durch die zusätzliche Aufrauhung zum einen der Tragekomfort eines
entsprechend gestalteten Kleidungsstücks erhöht; ergänzend ergeben sich erheblich
verbesserte Isolationseigenschaften eines betreffenden Kleidungsstücks.
[0008] Darüber hinaus wird aufgrund dieser zusätzlichen Aufrauhung an der Innenseite des
Gewebes die Möglichkeit eröffnet, die für derartige Schutzbekleidung geltende Euronorm
EN 11611 Klasse 2 zu erfüllen, d.h., entsprechend ausgestaltete Kleidungsstücke bieten
Schutz für deutlich mehr als 25 auftreffende flüssige Metalltropfen.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gewebes für hitze-
und flammfeste Schutzkleidung enthält die Gesamtmischung des Kett- und des Schussgarns
des Gewebes bis zu 18, vorzugsweise 15 Gew.-% Paraaramid, 35 bis 60, vorzugsweise
43,4 Gew.-% Metaaramid, 35 bis 46, vorzugsweise 40,6 Gew.-% Viskose FR und einen geringen
Anteil, z.B. etwa 1 Gew.-%, Antistatikum.
[0010] Durch ein entsprechend ausgebildetes Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung
lässt sich erreichen, dass Metallspritzer bzw. -tropfen auf einen Flächenabschnitt
der Schutzkleidung aufprallen können, die die Norm DIN EN ISO 11611 mindestens fordert,
ohne dass die Gefahr von Durchtritten dieser Metallspritzer bzw. -tropfen durch das
Schutzgewebe besteht oder die geforderten Hitzedurchgangswerte überschritten werden.
[0011] Das Kett- und das Schussgarn des Gewebes ist vorteilhaft aus einem Zweifadenzwirn
ausgebildet, der eine Feinheit von 133 tex bis 33 tex, vorzugweise 53 tex (die Feinheit
NM (Nummer metrisch) von 15/2 bis 60/2, vorzugsweise 38/2) aufweist.
[0012] Zweckmäßigerweise ist das Gewebe aus ca. 30 bis 40, vorzugsweise 36 Fäden je cm-Kette
und aus ca. 20 bis 35, vorzugsweise 27,5 Fäden je cm-Schuss ausgebildet.
[0013] Der Zweifadenzwirn des Gewebes kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung
des erfindungsgemäßen Gewebes aus einem Ondégarn oder einem modifizierten Ondégarn
aus zwei unterschiedlich dicken Fäden ausgebildet sein. Entsprechend können die beiden
Fäden unterschiedliche oder dieselbe Drehrichtung aufweisen.
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform näher beschrieben. Das
erfindungsgemäße Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung und gegen Lichtbögen
wird insbesondere für die Ausgestaltung von Schutzbekleidungsstücken verwendet, die
bei Schweißarbeiten, Arbeiten im Strombereich, Feuerwehrarbeiten und ähnlichen Tätigkeiten
eingesetzt werden. Die Gesamtmischung des Kett- und Schussgarns des Gewebes enthält
ca. 15 Gew.-% Paraaramid, ca. 43,4 Gew.-% Metaaramid, ca. 40,6 Gew.-% Viskose FR und
ca. 1 Gew.-% Antistatikum.
[0015] Das Gewebe ist als gleichseitiger Kreuzköper 2/2 ausgebildet. Hierdurch ergeben sich
vorteilhafte Auswirkungen hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit des Gewebes gegen
aufprallende Metallspritzer bzw. -tropfen, Strahlungs- und Kontakthitze und die Beaufschlagung
mit Lichtbögen.
[0016] An der Innenseite des Gewebes, d.h., an derjenigen Seite, an der das Gewebe der zu
schützenden Person zugewandt ist, ist das Gewebe zusätzlich aufgerauht. Die daraus
resultierende ausgeprägt räumliche Struktur an der der zu schützenden Person zugewandten
Innenfläche des Gewebes hat zur Folge, dass deutlich mehr als 25 flüssige Metalltropfen
auf das Gewebe auftreffen können, ohne dass hierdurch der Träger des betreffenden
Kleidungsstücks gefährdet würde. Die entsprechende Euronorm EN 11611 Klasse 2 wird
durch ein entsprechend ausgestaltetes Schutzbekleidungsstück somit erfüllt. Mit einem
entsprechend gestalteten Schutzbekleidungsstück vorgenommene Versuche haben ergeben,
daß Schutz gegen mehr als 25 flüssige Metalltropfen, z.B. gegen 27 flüssige Metalltropfen,
gesichert ist.
[0017] Das Kett- und Schussgarn des Gewebes ist aus Zweifadenzwirn mit der Feinheit 53 tex
/ NM 38/2 ausgebildet. Je cm-Kette sind ca. 36 Fäden, je cm-Schuss ca. 27,5 Fäden
vorgesehen. Der Zweifadenzwirn ist als modifizierter Ondézwirn aus zwei unterschiedlich
dicken Fäden ausgebildet.
1. Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung, aus einem Garn, dessen Gesamtmischung
Metaaramid, Viskose FR (Flame Retardant) und Antistatikum enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe als gleichseitiger Kreuzköper 2/2 ausgebildet ist.
2. Gewebe nach Anspruch 1, bei dem die Gesamtmischung des Garns Paraaramid enthält.
3. Gewebe nach Anspruch 1, bei dem die Gesamtmischung des Garns Polyamidimide enthält.
4. Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung nach Anspruch 2, bei dem die Gesamtmischung
des Garns bis zu 18, vorzugsweise 15 Gew.-% Paraaramid, 35 bis 60, vorzugsweise 43,4
Gew.-% Metaaramid, 35 bis 46, vorzugsweise 40,6 Gew.-% Viskose FR und einen geringen
Anteil, z.B. etwa 1 Gew.-%, Antistatikum enthält.
5. Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dessen Garn aus Zweifadenzwirn mit der Feinheit NM (Nummer metrisch) von 15/2 (133
tex) bis 60/2 (33 tex), vorzugsweise 38/2 (53 tex), ausgebildet ist.
6. Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
das aus ca. 30 bis 40, vorzugsweise 36 Fäden je cm-Kette und ca. 20 bis 35, vorzugsweise
27,5 Fäden je cm-Schuss ausgebildet ist.
7. Gewebe für hitze- und flammfeste Schutzkleidung nach Anspruch 5 oder 6 dessen Zweifadenzwirn
aus einem Ondegarn oder einem modifizierten Ondégarn aus zwei unterschiedlich dicken
Fäden ausgebildet ist.
8. Hitze- und flammfeste Schutzkleidung, die ein Gewebe nach einem der vorhergehenden
Ansprüche enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe an derjenigen Seite, die der zu schützenden Person zugewandt ist, aufgeraut
ist.
1. Fabric for heat-resistant and flame-retardant protective clothing, comprising a yarn
whose total mixture includes meta-aramid, viscose FR (flame retardant) and an anti-static
agent, characterized in that the fabric is configured as an equilateral cross body 2/2.
2. The fabric according to claim 1, wherein the total mixture of the yarn includes para-aramid.
3. The fabric according to claim 1, wherein the total mixture of the yarn includes polyamide
imide.
4. Fabric for heat-resistant and flame-retardant protective clothing according to claim
2, wherein the total mixture of the yarn includes up to 18, preferably 15 wt.% para-aramid,
35 to 60, preferably 43.4 wt. % meta-aramid, 35 to 46, preferably 40.6 wt.% viscose
FR and a small fraction, e.g. about 1 wt.% of an anti-static agent.
5. Fabric for heat-resistant and flame-retardant protective clothing according to any
one of claims 1 to 4, whose yarn is formed from two-thread twine having a fineness
NM (number metric) of 15/2 (133 tex) to 60/2 (33 tex), preferably 38/2 (53 tex).
6. Fabric for heat-resistant and flame-retardant protective clothing according to any
one of claims 1 to 5, which is formed from about 30 to 40, preferably 36 threads per
cm warp and about 20 to 35, preferably 27.5 threads per cm weft.
7. Fabric for heat-resistant and flame-retardant protective clothing according claim
5 or 6, whose two-thread twine is formed from an Ondé yarn or a modified Ondé yarn
comprising two threads of different thickness.
8. Heat-resistant and flame-retardant protective clothing which includes a fabric according
to any one of the preceding claims, characterized in that the fabric is roughened on that side facing the person to be protected.
1. Tissu pour tenues de protection résistant à la chaleur et aux flammes, fait d'un fil
dont le mélange global contient du métaaramide, de la viscose FR (Flame Retardant
: retardatrice d'incendie) et de l'agent antistatique, caractérisé en ce que le tissu est réalisé sous forme d'un corps croisé 2/2 à faces identiques.
2. Tissu selon la revendication 1, dans lequel le mélange global de fil contient du paraaramide.
3. Tissu selon la revendication 1, dans lequel le mélange global de fil contient des
polyamidimides.
4. Tissu pour tenues de protection résistant à la chaleur et aux flammes selon la revendication
2, dans lequel le mélange global de fil contient jusqu'à 18, de préférence 15 % en
poids de paraaramide, 35 à 60, de préférence 43,4 % en poids de métaaramide, 35 à
46, de préférence 40,6 % en poids, de viscose FR et une faible proportion, par exemple
environ 1 % en poids, d'agent antistatique.
5. Tissu pour tenues de protection résistant à la chaleur et aux flammes selon une des
revendications 1 à 4, dont le fil est constitué de fil à deux filaments d'une finesse
NM (numéro métrique) de 15,2 (133 tex) à 60/2 (33 tex), de préférence 38/2 (53 tex).
6. Tissu pour tenues de protection résistant à la chaleur et aux flammes selon une des
revendications 1 à 5, qui est constitué d'environ 30 à 40, de préférence 36 filaments
par cm de chaîne et d'environ 20 à 35, de préférence 27,5 filaments par cm de trame.
7. Tissu pour tenues de protection résistant à la chaleur et aux flammes selon la revendication
5 ou 6, dont le fil à deux filaments est constitué d'un fil ondulé ou d'un fil ondulé
modifié fait de deux filaments d'épaisseur différente.
8. Tissu pour tenues de protection résistant à la chaleur et aux flammes contenant un
tissu selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tissu est rugueux sur la face qui est tournée vers la personne à protéger.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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