[0001] Die Erfindung betrifft eine Flügelzellenpumpe mit einer Oberflügelpumpe, die einem
ersten Verbraucher zugeordnet ist, und einer Unterflügelpumpe, die einen Unterflügeldruckbereich
und einen Unterflügelsaugbereich umfasst, der mit der Oberflügelpumpe verbunden ist.
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 196 31 846 A1 ist eine gattungsgemäße Flügelzellenpumpe mit mindestens zwei jeweils einen Saugbereich
und einen Druckbereich aufweisenden Pumpenabschnitten bekannt. Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 195 14 929 A1 ist eine Fahrzeugeinrichtung mit einem Antriebsmotor bekannt, dem mindestens zwei
Nebenaggregate zugeordnet sind, die durch einen einzigen Elektromotor antreibbar sind.
Die internationale Veröffentlichung
WO 03/056180 A1 offenbart eine Flügelzellenpumpe, die mehrere Verbraucher versorgen kann, jedoch
ohne die Unterflügeldruckbereiche als Versorgung für einen getrennten Verbraucher
zu verwenden. Die deutsche Offenlegungsschrift
DE 39 13 414 A1 offenbart eine Mehrkreis-Regelpumpe zur Druckmittelversorgung mehrerer im Druckniveau
und Bedarfsmenge unterschiedlicher Versorgungskreise.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Flügelzellenpumpe mit einer Oberflügelpumpe, die
einem ersten Verbraucher zugeordnet ist, und einer Unterflügelpumpe, die einen Unterflügeldruckbereich
und einen Unterflügelsaugbereich umfasst, der mit der Oberflügelpumpe verbunden ist,
so zu verändern, dass mit der Flügelzellenpumpe unterschiedliche Verbraucher mit Hydraulikmediumvolumenströmen
versorgt werden können, die unterschiedlich groß sind und/oder unterschiedliche Drücke
aufweisen.
[0004] Die Aufgabe ist bei einer Flügelzellenpumpe mit einer Oberflügelpumpe, die einem
ersten Verbraucher zugeordnet ist, und einer Unterflügelpumpe, die einen Unterflügeldruckbereich
und einen Unterflügelsaugbereich umfasst, der mit der Oberflügelpumpe verbunden ist,
dadurch gelöst, dass der Unterflügeldruckbereich von dem Unterflügelsaugbereich getrennt
und einem zweiten Verbraucher zugeordnet ist.. Gemäß einem wesentlichen Aspekt der
Erfindung wird der Unterflügeldruckbereich dem zweiten Verbraucher zugeordnet. Durch
die erfindungsgemäße Unterteilung der Unterflügelpumpe können mit der Flügelzellenpumpe
auf einfache Art und Weise unterschiedliche Volumenströme auf unterschiedlichen Druckniveaus
zeitgleich bereitgestellt werden.
[0005] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügelsaugbereich und der Unterflügeldruckbereich mit unterschiedlichen
Drücken beaufschlagbar sind. Dadurch ist es möglich, dass die Flügelzellenpumpe gleichzeitig
unterschiedliche Druckniveaus für verschiedene Verbraucher bereitstellt. Der Unterflügelsaugbereich
und der Unterflügeldruckbereich werden auch als Unterflügelbereiche bezeichnet.
[0006] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügelsaugbereich mindestens einen Unterflügelnutabschnitt umfasst,
der über einen Druckbereich der Oberflügelpumpe dem ersten Verbraucher zugeordnet
ist. In dem Druckbereich der Oberflügelpumpe wird Hydraulikmedium mit Druck beaufschlagt
und in Form eines Hydraulikmediumvolumenstroms zu dem ersten Verbraucher gefördert.
Durch eine Verbindung zwischen dem Unterflügelnutabschnitt des Unterflügelsaugbereichs
und dem Druckbereich der Oberflügelpumpe wird dieser Unterflügelnutabschnitt auf das
gleiche Druckniveau wie der erste Verbraucher gebracht.
[0007] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügelnutabschnitt des Unterflügelsaugbereichs radial innerhalb und
in Umfangsrichtung überlappend zu einem Saugbereich der Oberflügelpumpe angeordnet
ist. Durch diese Anordnung und die Verbindung mit dem Druckbereich der Oberflügelpumpe
wird sichergestellt, dass die Flügel der Flügelzellenpumpe sicher ausfahren, so dass
sie radial außen an einer Hubkontur der Flügelzellenpumpe anliegen.
[0008] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügeldruckbereich mindestens einen Unterflügelnutabschnitt umfasst,
der dem zweiten Verbraucher zugeordnet ist. Der Unterflügelnutabschnitt des Unterflügeldruckbereichs
steht vorzugsweise direkt, zum Beispiel über eine entsprechende Hydraulikleitung oder
einen entsprechenden Hydraulikkanal, mit dem zweiten Verbraucher in Verbindung. Der
Unterflügeldruckbereich wird im Betrieb der Flügelzellenpumpe durch Mitnahme des Hydraulikmediums
aus dem Unterflügelsaugbereich mit Hydraulikmedium versorgt.
[0009] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügelnutabschnitt des Unterflügeldruckbereichs radial innerhalb und
in Umfangsrichtung überlappend zu einem beziehungsweise dem Druckbereich der Oberflügelpumpe
angeordnet ist. In dem Druckbereich der Oberflügelpumpe bewegen sich die Flügel im
Betrieb der Flügelzellenpumpe radial nach innen, wodurch das Hydraulikmedium in dem
Unterflügelnutabschnitt des Unterflügeldruckbereichs durch die einfahrenden Flügel
mit Druck beaufschlagt wird. Das Einfahren der Flügel im Druckbereich wird durch die
Hubkontur der Flügelzellenpumpe bewirkt.
[0010] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügelsaugbereich und der Unterflügeldruckbereich jeweils zwei diametral
angeordnete Unterflügelnutabschnitte umfasst. Die Unterflügelnutabschnitte des Unterflügelsaugbereichs
sind vorzugsweise jeweils radial innerhalb und in Umfangsrichtung überlappend zu jeweils
einem von zwei Saugbereichen der Flügelzellenpumpe angeordnet. Analog sind die Unterflügelnutabschnitte
des Unterflügeldruckbereichs vorzugsweise jeweils radial innerhalb und in Umfangsrichtung
überlappend zu jeweils einem von zwei Druckbereichen der Flügelzellenpumpe angeordnet.
[0011] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügelsaugbereich und der Unterflügeldruckbereich durch eine Dichtung
voneinander getrennt sind. Die Dichtung verhindert einen unerwünschten Druckausgleich
zwischen den beiden Unterflügelbereichen.
[0012] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtung in der Draufsicht im Wesentlichen die Gestalt einer Acht aufweist,
außerhalb welcher der Unterflügelsaugbereich und innerhalb welcher der Unterflügeldruckbereich
angeordnet ist. Dabei ist die Acht, im Unterschied zu der normalen Schreibweise, in
ihrer Mitte so gestaltet, dass ein Abstand freibleibt, der eine Verbindung zwischen
den beiden Unterflügelnutabschnitte des Unterflügeldruckbereichs schafft.
[0013] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem zweiten Verbraucher und dem diesem zugeordneten Unterflügeldruckbereich
ein Rückschlagventil angeordnet ist. Das Rückschlagventil verhindert einerseits ein
unerwünschtes Rückströmen von Hydraulikmedium. Darüber hinaus ermöglicht das Rückschlagventil
ein bedarfsabhängiges Abschalten des dem zweiten Verbraucher zugeordneten Unterflügeldruckbereichs.
[0014] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügeldruckbereich über eine Schaltventileinrichtung mit dem Unterflügelsaugbereich
verbindbar ist. Die Schaltventileinrichtung dient dazu, den Unterflügeldruckbereich
abzuschalten. Dadurch kann die zum Antrieb der Flügelzellenpumpe benötigte Leistung
reduziert werden. Zu einem diskontinuierlichen Aufladen des Hydraulikspeichers kann
der Unterflügeldruckbereich mit Hilfe der Schaltventileinrichtung bedarfsabhängig
eingeschaltet werden.
[0015] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterflügeldruckbereich über eine Schaltventileinrichtung mit dem ersten
Verbraucher verbindbar ist. Diese Ausführung ist besonders vorteilhaft, wenn die Flügelzellenpumpe
elektrisch angetrieben ist und eine höhere Startdrehzahl aufweist als Pumpen, die
direkt von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden.
[0016] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltventileinrichtung elektromagnetisch oder hydraulisch betätigbar ist.
Über die elektromagnetische Betätigung der Schaltventileinrichtung kann der Unterflügeldruckbereich
zum Beispiel immer dann mit dem Unterflügelsaugbereich oder mit dem ersten Verbraucher
verbunden werden, wenn der Druck im Hydraulikspeicher oberhalb eines gewünschten Mindestdrucks
liegt. Dabei wird der Druck in dem Hydraulikspeicher zum Beispiel mit Hilfe eines
Drucksensors erfasst. Bei der hydraulischen Betätigung der Schaltventileinrichtung
kann der Druck im Hydraulikspeicher direkt zur Sensierung genutzt werden.
[0017] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass eine zusätzliche Ventileinrichtung zwischen den Unterflügelsaugbereich beziehungsweise
den Druckbereich der Oberflügelpumpe und den diesem zugeordneten Verbraucher geschaltet
ist. Die Ventileinrichtung kann als Schaltventil oder als Rückschlagventil ausgeführt
sein. Die zusätzliche Ventileinrichtung dient vorzugsweise dazu, den Druckausgang
der Oberflügelpumpe im Stillstand der Flügelzellenpumpe von dem ersten Verbraucher
zu trennen.
[0018] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Betriebsdruck in dem Unterflügeldruckbereich größer als in dem Unterflügelsaugbereich
ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Flügel im Druckbereich und in einem Trennbereich
der Oberflügelpumpe immer an der Hubkontur anliegen.
[0019] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass ein hydraulischer Widerstand zwischen die Unterflügelbereiche beziehungsweise
zwischen den Unterflügeldruckbereich und den ersten Verbraucher,geschaltet ist. Der
hydraulische Widerstand ist zum Beispiel als hydraulische Engstelle oder als Drossel
ausgeführt.
[0020] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele
im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:
- Figur 1
- eine stark vereinfachte Darstellung einer erfindungsgemäßen Flügelzellenpumpe;
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Flügelzellenpumpe, die zwei unterschiedliche
Verbraucher mit unterschiedlichen Hydraulikmediumvolumenströmen versorgt, die unterschiedliche
Drücke aufweisen;
- Figur 3
- eine Druckplatte der Flügelzellenpumpe aus Figur 2 in der Draufsicht;
- Figur 4
- die Druckplatte aus Figur 3 in der Untersicht;
- Figur 5
- ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie in Figur 2 mit einer möglichen Verbindung zwischen
verschiedenen Unterflügelbereichen;
- Figur 6
- ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie in Figur 2 mit einer möglichen Verbindung zwischen
einem der Unterflügelbereiche und einem diesem nicht zugeordneten Verbraucher;
- Figur 7
- eine Variante eines Schaltventils aus Figur 6;
- Figur 8
- ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie in Figur 5 mit einem anderen Schaltventil;
- Figur 9
- eine ähnliche Darstellung wie in Figur 1 mit in die Flügelzellenpumpe integrierten
Ventilen;
- Figur 10
- ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie in Figur 6 mit einer zusätzlichen Schaltventileinrichtung
und
- Figur 11
- ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie in Figur 10 mit einem Rückschlagventil.
[0021] In Figur 1 ist eine Flügelzellenpumpe 1 stark vereinfacht schematisch dargestellt.
Der Aufbau und die Funktion der Flügelzellenpumpe 1 sind zum Beispiel in der deutschen
Offenlegungsschrift
DE 196 31 846 A1 beschrieben.
[0022] Um den hydraulischen Bedarf von zwei unterschiedlichen Volumenströmen auf unterschiedlichen
Druckniveaus, beispielsweise in einer hydraulischen Getriebesteuerung, zeitgleich
decken zu können, können schaltbare doppelhubige Flügelzellenpumpen eingesetzt werden.
Hierbei werden die zwei Pumpenfluten, die sich aus der Doppelhubigkeit ergeben, getrennt
voneinander aus der Pumpe gefördert und unterschiedlichen Verbrauchern zugeführt.
[0023] Es ist auch möglich, zwei oder mehr separate Pumpen zu verwenden, um unterschiedliche
Verbraucher mit unterschiedlichen Volumenströmen und/oder Drücken zu versorgen. In
der deutschen Offenlegungsschrift
DE 195 14 929 A1 wird vorgeschlagen, zwei Pumpen durch einen einzigen Elektromotor anzutreiben.
[0024] Durch die in Figur 1 stark vereinfacht dargestellte Flügelzellenpumpe 1 wird Hydraulikmedium
aus einem Tank 2 einem Oberflügelpumpenbereich 4 und einem Unterflügelpumpenbereich
5 zugeführt. Die beiden Flügelpumpenbereiche 4, 5 stellen eine Flügelpumpe dar, die
durch Flügel der Flügelzellenpumpe 1 betrieben wird. Die Förderwirkung der Unterflügelpumpe
wird durch eine Hubbewegung der radial inneren Flügelenden erzielt.
[0025] Die Flügelzellenpumpe 1 umfasst die Oberflügelpumpe mit zwei im Wesentlichen sichelförmigen
Förderräumen, die von den Flügeln durchlaufen werden und in radialer Richtung zwischen
einem Rotor und einer Hubkontur angeordnet sind. Der Rotor und die Hubkontur werden
in axialer Richtung auf einer Seite von einer Druckplatte begrenzt, die beispielsweise
in einem Gehäuse der Flügelzellenpumpe 1 angeordnet ist.
[0026] Der Oberflügelpumpenbereich 4 steht mit einem ersten Verbraucher 6 in Verbindung.
Der Unterflügelpumpenbereich 5 steht mit einem zweiten Verbraucher 7 in Verbindung.
Der zweite Verbraucher 7 umfasst einen Hydraulikspeicher 8. Die Flügelzellenpumpe
1 wird, vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug, zur Versorgung eines Getriebes mit Hydraulikmedium
eingesetzt, das durch die Flügelzellenpumpe 1 mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagbar
ist. Der Hydraulikspeicher 8 benötigt zum Beispiel einen Hydraulikdruck von circa
20 bar. Der Unterflügelpumpenbereich 5 hat ein Hubvolumen von circa einem Kubikzentimeter.
Die Flügelzellenpumpe 1 ist vorzugsweise durch einen Elektromotor angetrieben.
[0027] Bei dem ersten Verbraucher 6 handelt es sich zum Beispiel um eine Nasskupplung, die
zur Kühlung einen Volumenstrom von bis zu 30 Litern pro Minute bei einem Druck von
3 bar benötigt. Durch die Ausnutzung der Oberflügelpumpe und der Unterflügelpumpe
der Flügelzellenpumpe 1 kann ein Volumenstromverhältnis von 7 zu 1 und ein Druckverhältnis
von 1 zu 6 bereitgestellt werden. Dabei können die beiden Flügelpumpenbereiche 4 und
5 gleichzeitig betrieben werden. Darüber hinaus ist es möglich, den Unterflügelpumpenbereich
5 abzuschalten, um bei tiefen Temperaturen den zum Antrieb benötigten Drehmomentbedarf
so gering wie möglich zu halten. Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung wird
die Unterflügelpumpe der Flügelzellenpumpe 1 mit ihrem Unterflügelpumpenbereich 5
als eigenständige Pumpe genutzt, um den Hydraulikspeicher 8 aufzuladen.
[0028] In den Figuren 2 bis 8 und 10 bis 11 ist eine Flügelzellenpumpe 11 in verschiedenen
Ausführungsbeispielen dargestellt. Gleiche oder ähnliche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Die Flügelzellenpumpe 11 ist an einen Tank 12 mit Hydraulikmedium, insbesondere
Öl, angeschlossen. Zum besseren Verständnis der Erfindung ist von der Flügelzellenpumpe
11 hauptsächlich eine Druckplatte 13 dargestellt, die eine axiale Anlagefläche für
den Rotor und/oder die Flügel der Flügelzellenpumpe 1 darstellt.
[0029] Die Druckplatte 13 umfasst zwei Saugbereiche 15, 16 und zwei Druckbereiche 17, 18
der O-berflügelpumpe. Die Druckplatte 13 umfasst des Weiteren eine der Unterflügelpumpe
mit einem Unterflügelsaugbereich, der zwei Unterflügelnutabschnitte 21, 22 umfasst.
Die beiden Unterflügelnutabschnitte 21, 22 sind radial innerhalb und in Umfangsrichtung
überlappend zu den beiden Saugbereichen 15, 16 der Oberflügelpumpe angeordnet. Durch
gestrichelte Linien sind Hydraulikleitungen oder Hydraulikkanäle angedeutet, über
welche die beiden Unterflügelnutabschnitte 21, 22 mit jeweils einem der Druckbereiche
17, 18 der Oberflügelpumpe verbunden sind. Die Druckbereiche 17, 18 der Oberflügelpumpe
wiederum stehen über Hydraulikleitungen oder Hydraulikkanäle 23, 24 mit einem ersten
Verbraucher 26 in Verbindung.
[0030] Ein zweiter Verbraucher 27 umfasst einen Hydraulikspeicher 28 und steht über Hydraulikleitungen
oder Hydraulikkanäle 29, 30 mit Unterflügelnutabschnitten 31, 32 eines Unterflügeldruckbereichs
der Unterflügelpumpe in Verbindung. Die beiden Unterflügelnutabschnitte 31, 32 sind
jeweils radial innerhalb und in Umfangsrichtung überlappend zu den Druckbereichen
18, 17 der Oberflügelpumpe angeordnet. Die Unterflügelnutabschnitte 21, 22 und 31,
32 haben im Wesentlichen die Gestalt von Kreisbögen, die auf einem gemeinsamen Kreis
angeordnet sind.
[0031] Die Unterflügelnutabschnitte 21, 22 des Unterflügelsaugbereichs werden zum Beispiel
über gestrichelt angedeutete Kanäle oder Bohrungen in der Druckplatte 13 aus der Oberflügelpumpe
mit Hydraulikmedium gefüllt. Im Betrieb der Flügelzellenpumpe 1 werden die Flügel
durch den Druck in den beiden Unterflügelnutabschnitten 21, 22 in den Saugbereichen
15, 16 zwangsweise ausgefahren. In den Unterflügelnutabschnitten 31, 32 werden die
Flügel konstruktionsbedingt durch das Zusammenwirken mit der Hubkontur eingefahren,
so dass das Hydraulikmedium in den Unterflügelnutabschnitten 31, 32 durch die einfahrenden
Flügel mit Druck beaufschlagt wird. Dieser relativ hohe Druck wird genutzt, um den
Hydraulikspeicher 28 mit Hydraulikmedium zu füllen. Der durch die geringe Größe der
Unterflügelnutabschnitte 31, 32 relativ kleine Volumenstrom reicht zu diesem Zweck
aus. Der erste Verbraucher 26 wird über die Druckbereiche 17, 18 der Oberflügelpumpe
mit einem deutlich größeren Volumenstrom versorgt, der allerdings mit einem deutlich
geringeren Druck beaufschlagt ist.
[0032] In den Figuren 3 und 4 ist die Druckplatte 13 in der Draufsicht auf eine Seite und
um 180 Grad umgeklappt in der Untersicht auf die andere Seite dargestellt. Die Trennstellen
zwischen den Unterflügelnutabschnitten 21, 22 und 31, 32 liegen vorzugsweise in Winkelbereichen
der Hubkontur, an denen keinen wesentliche Volumenänderung der Förderkammern der Flügelzellenpumpe
11 auftritt.
[0033] In Figur 4 sieht man, dass die beiden Unterflügelnutabschnitte 31, 32 innerhalb einer
im Wesentlichen Acht-förmigen ersten Dichtung 35 angeordnet sind. Die beiden Unterflügelnutabschnitte
21, 22 und die sich durch die Druckplatte 13 hindurch erstreckenden Druckbereiche
17, 18 der Oberflügelpumpe sind außerhalb der Acht-förmigen ersten Dichtung 35 und
innerhalb einer kreisförmigen zweiten Dichtung 36 angeordnet. Die beiden Dichtungen
35, 36 dienen zur Abdichtung gegenüber einem Gehäuse der Flügelzellenpumpe 11 oder
einer Steuerplatte eines Getriebes.
[0034] Die Acht-förmige erste Dichtung 35 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel so ausgeführt,
dass die beiden Unterflügelnutabschnitte 31, 32 miteinander in Verbindung stehen.
Durch entsprechende Änderung der ersten Dichtung 35 oder durch Verwendung von zwei
kreisförmigen Dichtungen können die beiden Unterflügelnutabschnitte 31, 32 aber auch
einzeln abgedichtet werden. Die in Figur 4 dargestellte Druckübergabe hat den Vorteil,
dass eine unerwünschte Plattendurchbiegung durch die erhöhten Drücke in den Unterflügelnutabschnitten
31, 32 auf der Rotorseite der Druckplatte 13 durch die Druckbeaufschlagung mit dem
erhöhten Druck auf der Dichtseite zum Gehäuse beziehungsweise zu einer Steuerplatte
eines Getriebes kompensiert werden kann.
[0035] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der druckbeaufschlagten Flächen sowie der Dicke
der Druckplatte 13 kann eine zusätzliche Kompensation erzielt werden. Dabei sollten
die Spalthöhen immer in einem umgekehrt proportional zum Druck entsprechenden Maß
konzipiert werden. Dadurch kann die Schleppleistung minimiert werden. Durch die erfindungsgemäße
Anordnung der beiden Dichtungen 35, 36 ist es möglich, die Flügelzellenpumpe 11 ohne
Gehäuse als Einschubbauteil in eine Steuerungsplatte eines Getriebes zu integrieren.
[0036] Durch eine geeignete Wahl der Flügelgeometrie kann das Verhältnis der den beiden
Verbrauchern 26, 27 zugeführten Volumenströme variiert werden. Das Pumpenvolumen der
Unterflügelpumpe ergibt sich aus der Dicke der Flügel und der Länge des Flügelhubs.
Durch eine Variation der Flügeldicke kann auf einfache Art und Weise das Hubvolumen
der Unterflügelpumpe variiert werden. Bei einer vorgegebenen Geometrie der Oberflügelpumpe
führt eine Verdopplung der Flügeldicke zu einer deutlichen Veränderung des Pumpenfördervolumens.
Durch eine geeignete Wahl des Verhältnisses der Breite der Rotorgruppe zum Flügelhub
kann die Eingangsleistung der Flügelzellenpumpe ebenfalls beeinflusst werden.
[0037] Bei dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen den Hydraulikleitungen
29, 30 und dem zweiten Verbraucher 27 eine Verzweigung 40 vorgesehen. Zwischen der
Verzweigung 40 und dem zweiten Verbraucher 27 ist ein Rückschlagventil 41 vorgesehen,
das ein unerwünschtes Zurückströmen von Hydraulikmedium aus dem Hydraulikspeicher
28 verhindert, wenn die Flügelzellenpumpe 11 stillsteht. Durch das Rückschlagventil
41 wird des Weiteren ermöglicht, dass die Unterflügelpumpe, insbesondere der dem zweiten
Verbraucher 27 zugeordnete Unterflügelpumpenbereich mit den Unterflügelnutabschnitten
31, 32, abgeschaltet werden kann. Das ist bei der erfindungsgemäßen Anwendung der
Flügelzellenpumpe 11 besonders hilfreich, da die Aufladung des Hydraulikspeichers
28 vorzugsweise diskontinuierlich erfolgt.
[0038] Von der Verzweigung 40 geht eine Hydraulikleitung oder ein Hydraulikkanal 42 aus,
der über weitere Hydraulikleitungen oder Hydraulikkanäle 43, 44 mit den beiden Unterflügelnutabschnitten
21, 22 des Unterflügelsaugbereichs verbunden ist. In der Hydraulikleitung 42 ist eine
Schaltventileinrichtung 45 angeordnet, die als 2/2-Wegeventil mit einer Öffnungsstellung
und einer Sperrstellung ausgeführt ist. Durch eine Feder ist die Schaltventileinrichtung
45 in die dargestellte Sperrstellung vorgespannt.
[0039] In der Sperrstellung ist die Verbindung zwischen den Unterflügelnutabschnitten 31,
32 des zweiten Unterflügelpumpenbereichs und den Unterflügelnutabschnitten 21, 22
des Unterflügelsaugbereichs unterbrochen, so dass der Hydraulikspeicher 8 über die
beiden Unterflügelnutabschnitte 31, 32 des Unterflügeldruckbereichs aufgeladen wird.
[0040] Durch Umschalten der Schaltventileinrichtung 45 in die Öffnungsstellung wird die
Verbindung zwischen den Unterflügelnutabschnitten 31, 32 des Unterflügeldruckbereichs
mit den Unterflügelnutabschnitten 21, 22 des Unterflügelsaugbereichs freigegeben.
Dadurch kann die Antriebsleistung der Flügelzellenpumpe 1 reduziert werden, wenn kein
Bedarf vorhanden ist, den Hydraulikspeicher 28 aufzuladen. Die Verbindung der beiden
Unterflügelpumpenbereiche über das Schaltventil 45 liefert darüber hinaus den Vorteil,
dass beim Starten der Flügelzellenpumpe 1 sofort Hydraulikmedium unter die Flügel
in den Saugbereichen 15, 16 gefördert wird, um ein Ausfahren dieser Flügel zu erzwingen.
[0041] In Figur 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Flügelzellenpumpe 11 dargestellt, bei
dem die Verzweigung 40 über eine Hydraulikleitung 52 oder einen Hydraulikkanal und
unter Zwischenschaltung einer Schaltventileinrichtung 55 direkt mit dem Druckausgang
der Oberflügelpumpe beziehungsweise dem ersten Verbraucher 26 verbindbar ist. Diese
Anordnung ist bei elektrisch angetriebenen Flügelzellenpumpen 11 vorteilhaft, die
in der Regel eine höhere Startdrehzahl als Pumpen haben, die direkt von einem Verbrennungsmotor
angetrieben werden.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung liegt der Betriebsdruck in den Unterflügelnutabschnitten
31, 32 des Unterflügeldruckbereichs immer oberhalb des Betriebsdrucks in den Unterflügelnutabschnitten
21, 22 des Unterflügelsaugbereichs. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Flügel
in den Druckbereichen 17, 18 und den Trennbereichen im Betrieb immer an der Hubkontur
anliegen. Um eine für den Pumpenbetrieb notwendige, ausreichende Differenz der Betriebsdrücke
zu erreichen, ist in den Hydraulikleitungen 42; 52 der in den Figuren 5 und 6 dargestellten
Ausführungsbeispiele jeweils gestrichelt eine Drossel 48; 58 angedeutet, die der jeweiligen
Schaltventileinrichtung 45; 55 nachgeschaltet ist. Die Drossel 48; 58 kann auch in
die jeweilige Schaltventileinrichtung 45; 55 integriert sein.
[0043] In Figur 7 ist durch ein Symbol 60 angedeutet, dass die Schaltventileinrichtung 55
aus Figur 6 elektrisch beziehungsweise elektromagnetisch betätigbar sein kann. Durch
die elektrische beziehungsweise elektromagnetische Betätigung wird das Schaltventil
55 vorzugsweise immer dann aus seiner dargestellten Sperrstellung in seine nicht dargestellte
Öffnungsstellung geschaltet, wenn der Druck im Hydraulikspeicher 28 oberhalb eines
Mindestdrucks liegt. Zu diesem Zweck wird der Druck im Hydraulikspeicher 28 mit Hilfe
eines Drucksensors erfasst.
[0044] In Figur 8 ist angedeutet, dass das in Figur 5 gezeigt Schaltventil 45 auch hydraulisch
betätigbar sein kann, wie durch eine Steuerdruckleitung 64 und ein Symbol 65 an der
Schaltventileinrichtung 45 angedeutet ist. Das in Figur 6 dargestellte Schaltventil
55 kann, genauso wie das Schaltventil 45 in Figur 8, hydraulisch betätigt werden.
Bei der in Figur 8 dargestellten hydraulischen Betätigung wird der Druck im Hydraulikspeicher
28 direkt zur Sensierung genutzt.
[0045] Bei einem unteren Schaltpunkt am Hydraulikspeicher 28 wird das Schaltventil 45 geschlossen
und die Unterflügelpumpe fördert über die Unterflügelnutabschnitte 31, 32 des Unterflügeldruckbereichs
über das Rückschlagventil 41 in den Hydraulikspeicher 28. Bei einem oberen Schaltpunkt
wird das Schaltventil 45 geöffnet und die Unterflügelpumpe fördert mit den Unterflügelnutabschnitten
31, 32 Unterflügeldruckbereichs über die Unterflügelnutabschnitte 21, 22 des Unterflügelsaugbereichs
und die Druckbereiche 17, 18 mit dem niedrigeren Betriebsdruck der Oberflügelpumpe.
[0046] In Figur 9 ist eine ähnliche Flügelzellenpumpe 71 wie in Figur 1 stark vereinfacht
dargestellt. Da mit dem Unterflügelpumpenbereich 5 im Gegensatz zu dem Oberflügelpumpenbereich
4 nur relativ geringe Volumenströme zu dem zweiten Verbraucher 7 geliefert werden,
können sowohl das Rückschlagventil 40 als auch die Schaltventileinrichtung 45 relativ
klein ausgeführt und auf einfache Art und Weise in die Flügelzellenpumpe 71 integriert
werden. Darüber hinaus kann die Drossel 48 in die Flügelzellenpumpe 71, insbesondere
in das Schaltventil 45, integriert werden. Hierdurch ergibt sich eine kompakte Baueinheit,
die nur noch mit drei Anschlüssen an den Tank 2 und die beiden Verbraucher 6 und 7
angeschlossen werden muss.
[0047] In den Figuren 10 und 11 ist gezeigt, dass der Ausgang der Oberflügelpumpe durch
eine Schaltventileinrichtung 74 beziehungsweise ein Rückschlagventil 80 von dem Verbraucher
26 getrennt werden kann. Dadurch kann ein unerwünschtes Rückströmen von Hydraulikmedium
von dem Verbraucher 26 vermieden werden. Das in Figur 10 dargestellte Schaltventil
74 ist als 2/2-Wegeventil ausgeführt, das mit Hilfe einer Feder in seine dargestellte
Sperrstellung vorgespannt ist. Im Betrieb der Flügelzellenpumpe 11 sorgt der über
eine Steuerdruckleitung 75 auf das Schaltventil 74 wirkende Betriebsdruck der Oberflügelzellenpumpe
dafür, dass das Schaltventil 74 öffnet und die Verbindung zwischen der Flügelzellenpumpe
11 und dem Verbraucher 26 freigibt. Die Federseite des Schaltventils 74 ist mit Umgebungsdruck
verbunden, so dass an dem Schaltventil 74 keine Drosselverluste zum Offenhalten des
Schaltventils 74 entstehen.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Flügelzellenpumpe
- 2
- Tank
- 4
- Oberflügelpumpenbereich
- 5
- Unterflügelpumpenbereich
- 6
- erster Verbraucher
- 7
- zweiter Verbraucher
- 8
- Hydraulikspeicher
- 11
- Flügelzellenpumpe
- 12
- Tank
- 13
- Druckplatte
- 15
- Saugbereich
- 16
- Saugbereich
- 17
- Druckbereich
- 18
- Druckbereich
- 21
- Unterflügelnutabschnitt
- 22
- Unterflügelnutabschnitt
- 23
- Hydraulikleitung
- 24
- Hydraulikleitung
- 26
- erster Verbraucher
- 27
- zweiter Verbraucher
- 28
- Hydraulikspeicher
- 29
- Hydraulikleitung
- 30
- Hydraulikleitung
- 31
- Unterflügelnutabschnitt
- 32
- Unterflügelnutabschnitt
- 35
- erste Dichtung
- 36
- zweite Dichtung
- 40
- Verzweigung
- 41
- Rückschlagventil
- 42
- Hydraulikleitung
- 43
- Hydraulikleitung
- 44
- Hydraulikleitung
- 45
- Schaltventileinrichtung
- 48
- Drossel
- 52
- Hydraulikleitung
- 55
- Schaltventileinrichtung
- 58
- Drossel
- 60
- Symbol
- 64
- Steuerleitung
- 65
- Symbol
- 71
- Flügelzellenpumpe
- 74
- zusätzliche Schaltventileinrichtung
- 75
- Steuerleitung
- 80
- Rückschlagventil
1. Flügelzellenpumpe mit einer Oberflügelpumpe, die einem ersten Verbraucher (6;26) zugeordnet
ist, und einer Unterflügelpumpe, die einen Unterflügeldruckbereich und einen Unterflügelsaugbereich
umfasst, der mit der Oberflügelpumpe verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügeldruckbereich von dem Unterflügelsaugbereich getrennt und einem zweiten
Verbraucher (7;27) zugeordnet ist.
2. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die unterteilten Unterflügelbereiche mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagbar
sind.
3. Flügelzellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügelsaugbereich mindestens einen Unterflügelnutabschnitt (21,22) umfasst,
der über einen Druckbereich (17,18) der Oberflügelpumpe dem ersten Verbraucher (6;26)
zugeordnet ist.
4. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügelnutabschnitt (21,22) des Unterflügelsaugbereichs radial innerhalb
und in Umfangsrichtung überlappend zu einem Saugbereich (15,16) der Oberflügelpumpe
angeordnet ist.
5. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügeldruckbereich mindestens einen Unterflügelnutabschnitt (31,32) umfasst,
der dem zweiten Verbraucher (7;27) zugeordnet ist.
6. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügelnutabschnitt (31,32) des Unterflügeldruckbereichs radial innerhalb
und in Umfangsrichtung überlappend zu dem Druckbereich (17,18) der Oberflügelpumpe
angeordnet ist.
7. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügelsaugbereich und der Unterflügeldruckbereich jeweils zwei diametral
angeordnete Unterflügelnutabschnitte (21,22;31,32) umfassen.
8. Flügelzellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügelsaugbereich und der Unterflügeldruckbereich durch eine Dichtung (35)
voneinander getrennt sind.
9. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (35) in der Draufsicht im Wesentlichen die Gestalt einer Acht aufweist,
außerhalb welcher der Unterflügelsaugbereich und innerhalb welcher der Unterflügeldruckbereich
angeordnet ist.
10. Flügelzellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten Verbraucher (7;27) und dem diesem zugeordneten Unterflügeldruckbereich
ein Rückschlagventil (41) angeordnet ist.
11. Flügelzellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügeldruckbereich über eine Schaltventileinrichtung (45) mit dem Unterflügelsaugbereich
verbindbar ist.
12. Flügelzellenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterflügeldruckbereich über eine Schaltventileinrichtung (55) mit dem ersten
Verbraucher (6;26) verbindbar ist.
13. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltventileinrichtung (45;55) elektromagnetisch oder hydraulisch betätigbar
ist.
14. Flügelzellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Ventileinrichtung (74) zwischen den Unterflügelsaugbereich beziehungsweise
den Druckbereich (17,18) der Oberflügelpumpe und den diesem zugeordneten Verbraucher
(6;26) geschaltet ist.
15. Flügelzellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebsdruck in dem Unterflügeldruckbereich größer als in dem Unterflügelsaugbereich
ist.
16. Flügelzellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein hydraulischer Widerstand (48;58) zwischen die Unterflügelbereiche beziehungsweise
zwischen den Unterflügeldruckbereich und den ersten Verbraucher (6;26) geschaltet
ist.
1. Vane pump with an upper vane pump assigned to a first consumer (6; 26) and a lower
vane pump comprising a lower vane pressure area and a lower vane suction area which
is connected to the upper vane pump, characterised in that the lower vane pressure area is separated from the lower vane suction area and is
assigned to a second consumer (7; 27).
2. Vane pump according to claim 1, characterised in that the sub-divided lower vane areas can be subjected to different pressures.
3. Vane pump according to one of the preceding claims, characterised in that the lower vane suction area comprises at least one lower vane groove section (21,
22) which is assigned via a pressure area (17, 18) of the upper vane pump to the first
consumer (6; 26).
4. Vane pump according to claim 3, characterised in that the lower vane groove section (21, 22) of the lower vane suction area is arranged
radially within and overlapping in the circumferential direction with respect to a
suction area (15, 16) of the upper vane pump.
5. Vane pump according to claim 3 or 4, characterised in that the lower vane pressure area comprises at least one lower vane groove section (31,
32) which is assigned to the second consumer (7; 27).
6. Vane pump according to claim 5, characterised in that the lower vane groove section (31, 32) of the lower vane pressure area is arranged
radially within and overlapping in the circumferential direction with respect to the
pressure area (17, 18) of the upper vane pump.
7. Vane pump according to claim 5 or 6, characterised in that the lower vane suction area and the lower vane pressure area each have two diametrically
arranged lower vane groove sections (21, 22; 31, 32).
8. Vane pump according to one of the preceding claims, characterised in that the lower vane suction area and the lower vane pressure area are separated from each
other by a seal (35).
9. Vane pump according to claim 8, characterised in that the seal (35) has in the top view essentially the form of a figure eight, outside
of which the lower vane suction area and within which the lower vane pressure area
are arranged.
10. Vane pump according to one of the preceding claims, characterised in that a non-return valve (41) is arranged between the second consumer (7; 27) and the lower
vane pressure area assigned thereto.
11. Vane pump according to one of the preceding claims, characterised in that the lower vane pressure area can be connected via a switching valve means (45) to
the lower vane suction area.
12. Vane pump according to one of the claims 1 to 10, characterised in that the lower vane pressure area can be connected via a switching valve means (55) to
the first consumer (6; 26).
13. Vane pump according to claim 11 or 12, characterised in that the switching valve means (45; 55) can be electro-magnetically or hydraulically activated.
14. Vane pump according to one of the preceding claims, characterised in that an additional valve means (74) is provided between the lower vane suction area or
the pressure area (17, 18) of the upper vane pump and the consumer (6; 26) assigned
thereto.
15. Vane pump according to one of the preceding claims, characterised in that the operating pressure in the lower vane pressure area is greater than in the lower
vane suction area.
16. Vane pump according to one of the preceding claims, characterised in that a hydraulic resistor (48; 58) is provided between the lower vane areas or between
the lower vane pressure area and the first consumer (6; 26).
1. Pompe volumétrique rotative à palettes avec une pompe à palette supérieure, qui est
associée à un premier consommateur (6; 26), et une pompe à palette inférieure, qui
comprend une région de refoulement de palette inférieure et une région d'aspiration
de palette inférieure, qui est raccordée à la pompe à palette supérieure, caractérisée en ce que la région de refoulement de palette inférieure est séparée de la région d'aspiration
de palette inférieure et est associée à un deuxième consommateur (7; 27).
2. Pompe volumétrique rotative à palettes selon la revendication 1, caractérisée en ce que les régions de palette inférieure divisées peuvent être soumises à des pressions
différentes.
3. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la région d'aspiration de palette inférieure comprend au moins une partie de rainure
de palette inférieure (21, 22), qui est associée au premier consommateur (6; 26) par
l'intermédiaire d'une région de refoulement (17, 18) de la pompe à palette supérieure.
4. Pompe volumétrique rotative à palettes selon la revendication 3, caractérisée en ce que la partie de rainure de palette inférieure (21, 22) de la région d'aspiration de
palette inférieure est disposée radialement à l'intérieur et en recouvrement en direction
périphérique par rapport à une région d'aspiration (15, 16) de la pompe à palette
supérieure.
5. Pompe volumétrique rotative à palettes selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la région de refoulement de palette inférieure comprend au moins une partie de rainure
de palette inférieure (31, 32), qui est associée au deuxième consommateur (7; 27).
6. Pompe volumétrique rotative à palettes selon la revendication 5, caractérisée en ce que la partie de rainure de palette inférieure (31, 32) de la région de refoulement de
palette inférieure est disposée radialement à l'intérieur et en recouvrement en direction
périphérique par rapport à la région de refoulement (17, 18) de la pompe à palette
supérieure.
7. Pompe volumétrique rotative à palettes selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que la région d'aspiration de palette inférieure et la région de refoulement de palette
inférieure comprennent respectivement deux parties de rainure de palette inférieure
diamétralement opposées (21, 22; 31, 32).
8. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la région d'aspiration de palette inférieure et la région de refoulement de palette
inférieure sont séparées l'une de l'autre par un joint d'étanchéité (35).
9. Pompe volumétrique rotative à palettes selon la revendication 8, caractérisée en ce que le joint d'étanchéité (35) présente, dans une vue en plan, essentiellement la forme
d'un huit, à l'extérieur duquel est disposée la région d'aspiration de palette inférieure
et à l'intérieur duquel est disposée la région de refoulement de palette inférieure.
10. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'une soupape anti-retour (41) est disposée entre le deuxième consommateur (7; 27) et
la région de refoulement de palette inférieure associée à celui-ci.
11. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la région de refoulement de palette inférieure peut être raccordée à la région d'aspiration
de palette inférieure par un dispositif de soupape de commande (45).
12. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications 1
à 10, caractérisée en ce que la région de refoulement de palette inférieure peut être raccordée au premier consommateur
(6; 26) par un dispositif de soupape de commande (55).
13. Pompe volumétrique rotative à palettes selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce que le dispositif de soupape de commande (45; 55) peut être actionné par voie électromagnétique
ou hydraulique.
14. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'un dispositif de soupape supplémentaire (74) est monté entre la région d'aspiration
de palette inférieure ou la région de refoulement (17, 18) de la pompe à palette supérieure
et le consommateur (6; 26) associé à celle-ci.
15. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la pression de service est plus élevée dans la région de refoulement de palette inférieure
que dans la région d'aspiration de palette inférieure.
16. Pompe volumétrique rotative à palettes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'une résistance hydraulique (48; 58) est montée entre les régions de palette inférieure
ou entre la région de refoulement de palette inférieure et le premier consommateur
(6; 26).