(19)
(11) EP 2 486 837 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.08.2012  Patentblatt  2012/33

(21) Anmeldenummer: 12152384.9

(22) Anmeldetag:  25.01.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47L 15/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 10.02.2011 DE 102011003955

(71) Anmelder: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Heidel, Andreas
    89438 Holzheim (DE)
  • Hering, Reinhard
    89438 Holzheim (DE)
  • Kränzle, Bernd
    89561 Dischingen (DE)
  • Rosenbauer, Michael Georg
    86756 Reimlingen (DE)

   


(54) Geschirrspülmaschine sowie Verfahren zum Betreiben derselben


(57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine (1), insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine, wobei das Verfahren neben wenigstens einer Programmphase in Form einer Trocknungsphase, in der Spülgut getrocknet wird, weitere Programmphasen, wie beispielsweise eine Vorspülphase, eine Reinigungsphase und/oder eine Zwischenspülphase, umfasst, wobei die Geschirrspülmaschine eine Trocknungseinrichtung (21) umfasst, mit deren Hilfe das zu reinigende Spülgut getrocknet wird, und wobei die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) wenigstens zeitweise überwacht wird. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass im Fall einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung (21) zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit (20) übersprungen, modifiziert oder durch eine alternative Programmphase ersetzt wird. Darüber hinaus wird eine Geschirrspülmaschine (1), insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einer Trocknungseinrichtung (21) und einer Steuereinheit (20) zur Steuerung der Geschirrspülmaschine (1) beschrieben, die sich dadurch auszeichnet, dass sie Sensoren (19) umfasst, mit deren Hilfe die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) direkt, beispielsweise durch Detektion der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung (21), oder indirekt, beispielsweise durch Detektion der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geschirrspülmaschine, ermittelbar ist und dass die Steuereinheit (20) ausgebildet ist, die Geschirrspülmaschine nach einem Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche zu betreiben.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine, insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine, wobei das Verfahren neben wenigstens einer Trocknungsphase weitere Programmphasen, wie beispielsweise eine Vorspülphase, eine Reinigungsphase und/oder eine Zwischenspülphase, umfasst und wobei die Geschirrspülmaschine eine Trocknungseinrichtung zum Trocknen von zu reinigendem Spülgut aufweist und die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung wenigstens zeitweise überwacht wird. Darüber hinaus wird eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einer Trocknungseinrichtung und einer Steuereinheit zur Steuerung der Geschirrspülmaschine vorgeschlagen.

[0002] Die aus der Praxis bekannten Geschirrspülmaschinen weisen in der Regel ebenfalls verschiedene Programmphasen auf, die gemäß definierten Vorgaben nacheinander ablaufen. So beginnt ein Spülprogramm in der Regel mit einer Vorspülphase, in der Spülflottenflüssigkeit - in der Vorspülphase üblicherweise Frischwasser - in der Regel nicht oder nur leicht erwärmt wird und mittels ein oder mehrerer Sprüheinrichtung im Innenraum des Spülbehälters der Geschirrspülmaschine auf das dort in ein oder mehreren Geschirrkörben untergebrachte Spülgut aufgesprüht wird. Die Vorspülphase dient dem Entfernen von groben, leicht lösbaren Schmutzresten vom Spülgut. Sie endet üblicherweise mit dem Abpumpen der schmutzigen Spülflottenflüssigkeit aus dem Spülbehälter durch eine Laugenpumpe. Im Anschluss daran folgt, eventuell unter Einschub einer Zwischenspülphase, die eigentliche Reinigungsphase. In dieser Phase wird die Spülflottenflüssigkeit - hier üblicherweise Wasser - auf eine vorgegebene Temperatur erwärmt und gleichzeitig Reinigungsmittel zugegeben, um die Reinigungswirkung der Spülflotte zu verstärken. Während der Reinigungsphase wird das mit Reinigungsmittel versetzte Wasser mittels ein oder mehrere Sprüheinrichtungen auf das Spülgut in den ein oder mehreren Geschirrkörben versprüht. Am Ende der Reinigungsphase wird das verschmutzte Wasser üblicherweise wiederum mittels der Laugenpumpe aus dem Spülbehälter der Geschirrspülmaschine abgepumpt. Nach der Reinigungsphase kann ggf. wiederum eine Zwischenspülphase folgen, um mittels Frischwasser, das über die ein oder mehreren Sprüheinrichtungen im Innenraum des Spülbehälters versprüht wird, Verschmutzungen in den Bereich des Bodensumpfes der Geschirrspülmaschine zu spülen und anschließend mit Hilfe einer Laugenpumpe aus der Geschirrspülmaschine zu entfernen. Nach der Reinigungsphase oder der sich etwaig daran anschließenden Zwischenspülphase folgt üblicherweise eine Klarspülphase, während der mit Klarspülmittel versetztes, erwärmtes Wasser auf das Spülgut mittels der ein oder mehreren Sprüheinrichtungen aufgesprüht wird. Diese Spülflottenflüssigkeit wird am Ende der Klarspülphase mittels der Laugenpumpe aus dem Inneren des Spülbehälters abgepumpt. Schließlich folgt die Trocknungsphase, während der die restliche am Spülgut anhaftende Flüssigkeit verdunstet und beispielsweise mit Hilfe einer Sorptionstrocknungseinrichtung entfernt wird.

[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine sowie eine entsprechende Geschirrspülmaschine vorzuschlagen, mit deren Hilfe es möglich ist, das Spülgut auch bei einem (teilweisen) Defekt eines oder mehrerer Bauteile der Trocknungseinrichtung, wie beispielsweise einer Sorptionstrocknungseinrichtung, befriedigend reinigen und trocknen zu können.

[0004] Die Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens dadurch gelöst, dass im Fall einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung (die bei Bedarf und insbesondere für eine spätere Diagnose als Fehlermeldung im Speicher der Geschirrspülmaschine nach Art und Zeitpunkt abgespeichert und/oder an einem Display angezeigt werden kann) zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative Programmphase ersetzt wird. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass auch im Fall eines Defekts oder einer Beeinträchtigung der Funktion der Trocknungseinrichtung ein sauberes und trockenes Spülgut, insbesondere Geschirrgut erhalten werden kann. Als möglicher Defekt kommt hierbei z.B. ein Versagen des Lüfters in Frage, der bei Vorhandensein einer Sorptionstrocknungseinrichtung Luft vom Innenraum der Geschirrspülmaschine über ein reversibel dehydrierbares Sorptionsmaterial (z.B. Zeolith) zurück in den Innenraum fördert. Ebenso könnten elektrische Verbindungen beschädigt werden, die beispielsweise eine Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung mit einer Steuereinheit oder einer Spannungsversorgung verbinden. Auch in diesem Fall kann die Trocknungseinrichtung nicht vorschriftsmäßig arbeiten, da das Spülgut nicht auf eine für die Trocknung vorgesehene Temperatur erwärmt werden kann oder keine Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials möglich ist. Weitere Funktionsfehler können auftreten, wenn die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung selbst nicht mehr wie gewünscht funktioniert oder die Menge des reversibel dehydrierbaren Materials eine vorgegebene Mindestmenge unterschreitet (beispielsweise durch eine Beschädigung des Sorptionsbehälters). Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine auch andere aktive Trocknungseinrichtungen umfassen. Denkbar sind beispielsweise Trocknungseinrichtungen, die eine aktive Abfuhr der im Innenraum der Geschirrspülmaschine verdunsteten Flüssigkeit bewirken, indem die flüssigkeitsgesättigte Luft aus dem Innenraum, z.B. mit Hilfe eines Gebläses, nach außen geblasen oder gesaugt wird. Auch sind Trocknungseinrichtungen bekann, die Wärmetauscher, beispielsweise in Form von Kühlstäben oder -rippen oder wassergefüllte Wassertaschen umfassen, an denen die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geschirrspülmaschine kondensiert, um anschließend aus der Geschirrspülmaschine entfernt werden zu können.

[0005] Um nun zu verhindern, dass es zu einem für den Bediener unbefriedigenden Spül-oder Trocknungsergebnis kommt, sieht eine vorteilhafte Alternative der Erfindung vor, wenigstens eine der programmgemäßen Programmphasen zu überspringen. So wäre es beispielsweise denkbar, auf eine Zwischenphase zwischen Reinigungsphase und Trocknungsphase zu verzichten, wenn der Lüfter einer Sorptionstrocknungseinrichtung nicht einwandfrei funktioniert. In diesem Fall wäre sichergestellt, dass das in der Reinigungsphase erhitzte Spülgut auch noch in der Trocknungsphase eine relativ hohe Temperatur aufweist, die ein Verdunsten von anhaftender Flüssigkeit und damit eine Trocknung des Spülguts sicherstellt.

[0006] In einer weiteren vorteilhaften Alternative kann es ebenso vorgesehen sein, dass mit Hilfe der Steuereinheit einzelne Programmphasen modifiziert werden. So wäre es beispielsweise möglich, die Trocknungsphase zu verlängern, wenn erkannt wird, dass die Trocknungseinrichtung zwar noch funktioniert, die Trocknerleistung jedoch, beispielsweise bedingt durch eine verringerte Heizleistung der Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung, verringert ist. Kann z.B. pro Zeiteinheit nur noch die halbe Menge an Wasser während des Trocknens vom Spülgut entfernt werden, so würde es sich anbieten, die Dauer der Trocknungsphase zu verdoppeln. Ebenso wäre es denkbar, die Zeit zwischen dem Aufsprühen der erwärmten Spülflotte auf das Spülgut mit Hilfe von Sprüharmen und dem erneuten Einschalten einer Umwälzpumpe, welche eine erneute Zirkulation der Spülflotte innerhalb der Geschirrspülmaschine bewirkt, zu verlängern. Hieraus resultiert eine längere Einweichphase (Kontaktphase der Spülflottenflüssigkeit mit dem Spülgut), die beispielsweise notwendig werden kann, wenn das Heizsystem der Trocknungseinrichtung auch für die Erwärmung der Spülflotte herangezogen wird und dieses nicht mehr oder zumindest nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert.

[0007] Ebenso ist es möglich und für die Lösung der Aufgabe zweckmäßig, im Fall einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit durch eine alternative Programmphase zu ersetzen. Als Beispiel sei in diesem Zusammenhang die Möglichkeit erwähnt, die Trocknungsphase, in der eigentlich die Sorptionstrocknungseinrichtung in Betrieb sein sollte, durch eine Trocknungsphase zu ersetzen, bei der das Spülgut zunächst über ein zirkulierendes Medium (z.B. Luft oder Wasser) erwärmt wird, um anschließend ein Verdampfen von anhaftendem Wasser zu bewirken, und bei dem schließlich das verdampfte Wasser an einer Innenfläche der Geschirrspülmaschine, beispielsweise den Innenseitenwänden, kondensiert und anschließend abgepumpt wird. Darüber hinaus ist es ebenfalls denkbar, dass einzelne Programmphasen durch entsprechende Schnellprogrammphasen ersetzt werden, deren Dauer im Vergleich zur jeweils ursprünglich vorgesehenen Programmphase verkürzt ist. Schließlich kann auch das gesamte Programm im Falle einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung durch ein alternatives Schnellprogramm ersetzt werden, bei dem ein verringerter Flüssigkeitseintrag und damit eine geringere Menge an Spülflottenflüssigkeit vorgesehen ist. Der geringere Flüssigkeitseintrag hat schließlich auch zur Folge, dass während der Trocknungsphase weniger Flüssigkeit vom Spülgut entfernt werden muss. Hierzu ist es schließlich ausreichend, dass Spülgut mit Hilfe von erwärmter Spülflottenflüssigkeit vor der Trocknungsphase zu erwärmen. Während der Trocknungsphase kommt es zu einem Verdunsten der am Spülgut anhaftenden Flüssigkeit, die schließlich an den Spülrauminnenwänden kondensiert und abgepumpt werden kann.

[0008] Schließlich ist es im Rahmen der Erfindung auch denkbar, eine Klarspülphase nur bei Auftreten der Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung vorzusehen oder diese zu modifizieren. Zwar kann bei aktiven Trocknungseinrichtungen, wie beispielsweise im Fall einer Sorptionstrocknungseinrichtung, eventuell auf eine Klarspülphase verzichtet werden, da die Trocknungsleistung ausreichend hoch ist, um die am Spülgut anhaftende Flüssigkeit zu verdampfen bzw. verdunsten zu lassen. Gerade in diesen Fällen kann es jedoch von Vorteil sein, bei der Detektion einer Fehlfunktion einen Klarspülschritt einzuführen, um das Verdunsten der Flüssigkeit durch Herabsetzen der Oberflächenspannung zu beschleunigen. Alternativ ist es auch möglich, eine standardmäßig vorhandene Klarspülphase im Falle der Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung zu verlängern, die Temperatur während dieser Phase zu erhöhen oder die Klarspülphase mehrmals durchlaufen zu lassen.

[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung direkt oder indirekt ermittelt. Eine direkte Ermittlung der Funktionsfähigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Komponenten der Trocknungseinrichtung überwacht werden. Hierzu zählt beispielsweise die Überwachung der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung, insbesondere einer Sorptionstrocknungseinrichtung, oder einzelner Komponenten davon (z.B. eines Lüfters oder einer Heizung), die Detektion und Auswertung von mit Hilfe ein oder mehrerer entsprechender Temperatursensoren ermittelten Temperaturen einer oder mehrerer Komponenten der Trocknungseinrichtung (z.B. eines reversibel dehydrierbaren Materials einer Sorptionstrocknungseinrichtung oder einer Heizvorrichtung). Des Weiteren können auch Ansteuerkomponenten der jeweiligen Komponenten der Trocknungseinrichtung überwacht werden. Sollte ein Defekt dieser Ansteuerkomponenten detektiert werden, so ist davon auszugehen, dass auch das Trocknungssystem nicht mehr einwandfrei funktioniert. Schließlich ist es alternativ oder zusätzlich möglich, die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung indirekt zu bestimmen. Hierbei werden Messwerte bzw. physikalische Daten überwacht, die in Abhängigkeit des Betriebs der Trocknungseinrichtung variieren. So ist es beispielsweise möglich, mit Hilfe eines Wassersensors das Vorhandensein von Wasser innerhalb des Trocknungssystems zu bestimmen und diesen Wert mit vorgegebenen Normwerten zu vergleichen. Ebenso ist es denkbar, durch Überwachung der Luftfeuchtigkeit im Innenraum der Geschirrspülmaschine einen Rückschluss auf die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung zu ziehen. Die Detektion kann hierbei entweder kontinuierlich oder auch zu vorgegebenen Zeitpunkten, beispielsweise zu Beginn jeder Programmphase, nach bestimmten Zeitintervallen oder auch einmal pro Spülgang, erfolgen. Für die Detektion können ein oder mehrere Feuchtigkeitssensoren im Innenraum der Geschirrspülmaschine, Sensoren zur Messung der Leistungsaufnahme bzw. des Stromverbrauchs der Heizvorrichtung oder des Lüfters einer Sorptionstrocknungseinrichtung oder aber auch Temperatursensoren zum Einsatz kommen, die einen mangelhaften Trocknungsvorgang detektieren. Neben der Modifizierung des Verfahrens zum Betreiben der Geschirrspülmaschine gemäß vorliegender Erfindung können die ein oder mehreren Sensoren auch einen Alarm bzw. das Anzeigen einer Fehlermeldung am Display der Geschirrspülmaschine bewirken. Ebenso wäre es denkbar, die Messwerte mehrerer Sensoren unter gegenseitiger Berücksichtigung auszuwerten.

[0010] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Dauer zumindest einer der Programmphasen im Vergleich zur Dauer bei funktionierender Trocknungseinrichtung verlängert oder verkürzt. Wie bereits angedeutet, kann es beispielsweise zweckmäßig sein, die Trocknungsphase zu verlängern, wenn die Trocknungseinrichtung zwar nicht mehr einwandfrei betrieben werden kann, deren Betrieb jedoch ausreicht, um eine Trocknung des Spülguts zu gewährleisten. Ebenso könnte die Reinigungsphase verlängert werden, wenn bekannt ist, dass die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung, die auch zur Erwärmung der Spülflotte Verwendung findet, nicht mehr wunschgemäß funktioniert. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zu Beginn der Reinigungsphase Luft aus dem Innenraum der Geschirrspülmaschine mit Hilfe eines Lüfters durch die Sorptionstrocknungseinrichtung geleitet, mit Hilfe der Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung erwärmt und wieder zurück in den Innenraum geleitet wird. Die erwärmte Luft kommt schließlich mit der Spülflotte und dem Spülgut in Kontakt und bewirkt ein Aufheizen von Spülflotte und Spülgut. Hat nun die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung einen Defekt und arbeitet nicht mehr mit voller Leistung, so wäre es insbesondere von Vorteil, vorzugsweise die Reinigungsphase entsprechend zu verlängern, um dennoch ein befriedigendes Reinigungsergebnis zu erzielen. Ebenso wäre es vorteilhaft, die Trocknungsphase zu verlängern, wenn der Lüfter der Sorptionstrocknungseinrichtung nicht mehr wunschgemäß arbeitet, um eine zuverlässige Trocknung des Spülguts sicherzustellen. Enthält eine Programmphase beispielsweise eine spezielle Teilphase, während der eine Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials vollzogen wird, so wäre es bei einem Ausfall der Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung sinnvoll, diese Teilphase zu verkürzen, um das Gesamtspülprogramm so kurz wie möglich zu halten.

[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Temperatur einer durch die Geschirrspülmaschine zirkulierenden Spülflotte zumindest während einer der Programmphasen im Vergleich zur Temperatur bei funktionierender Trocknungseinrichtung wenigstens zeitweise erhöht oder erniedrigt. So wäre beispielsweise eine Erhöhung der Temperatur der Spülflotte während der Reinigungsphase sinnvoll, wenn sich an die Reinigungsphase die Trocknungsphase anschließt und die Sorptionstrocknungseinrichtung einen Defekt aufweist. Durch die erhöhte Temperatur wäre in diesem Fall sichergestellt, dass auch das Spülgut und die nach der Reinigungsphase noch anhaftende Flüssigkeit eine erhöhte Temperatur aufweisen. Diese erhöhte Temperatur stellt schließlich sicher, dass die Flüssigkeit während der Trocknungsphase verdunsten und an entsprechenden, eventuell aktiv gekühlten Flächen innerhalb der Geschirrspülmaschine (z.B. den Seitenwänden) kondensieren kann.

[0012] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird zumindest eine der Programmphasen mehrmals durchlaufen. Ein doppelter Durchlauf der Trocknungsphase kann beispielsweise dann von Vorteil sein, wenn die Trocknungseinrichtung eine vollständige Trocknung im Verlauf einer Trocknungsphase nicht mehr gewährleisten kann. Auch kann die Reinigungsphase zweimal durchlaufen werden, wenn die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung nicht mehr wunschgemäß funktioniert und daher die Spülflotte nicht mehr auf die nötige Temperatur erwärmt werden kann. Im Ergebnis sollten die einzelnen Programmphasen stets derart miteinander kombiniert werden, dass trotz einer Fehlfunktion und der damit verbundenen beschränkten Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung eine befriedigende Reinigung und Trocknung des Spülguts sichergestellt werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, die einzelnen Programmphasen in Teilphasen, z.B. eine erste Reinigungsphase mit einer ersten Spülflottentemperatur und eine zweite Reinigungsphase mit einer zweiten Spülflottentemperatur, zu unterteilen und nur eine der beiden Teilphasen mehrmals hintereinander durchlaufen zu lassen.

[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Trocknungseinrichtung als Sorptionstrocknungseinrichtung ausgebildet, die neben einem reversibel dehydrierbaren Material, wie beispielsweise Zeolith, eine Heizvorrichtung zur Erwärmung des reversibel dehydrierbaren Materials sowie einen Lüfter umfasst, mit dessen Hilfe Luft durch den Innenraum der Geschirrspülmaschine und die Sorptionstrocknungseinrichtung bewegt werden kann. Diese Art der Trocknungseinrichtung erlaubt eine besonders energiesparende und effiziente Trocknung, da es während der Adsorption von Flüssigkeit an dem reversibel dehydrierbaren Material zu einer Temperaturerhöhung desselben und auch der an ihm vorbeigeführten Luft kommt. Das Flüssigkeitsaufnahmevermögen der Luft steigt dadurch, so dass es zu einer schnellen und nahezu vollständigen Trocknung des Spülguts kommt. Während der Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials wird schließlich Wärme in das Material und damit auch in die mit Hilfe des Lüfters bewegte Luft eingebracht, wobei diese Wärme wiederum zur Erwärmung der Spülflotte während der einzelnen Reinigungsphasen dienen kann. Da die Sorptionstrocknungseinrichtung mit der Heizvorrichtung und dem Lüfter gleich zwei elektrische Bauteile umfasst, die einer Fehlfunktion unterliegen können, ist es von enormem Vorteil, wenn das Verfahren zum Betrieb der Geschirrspülmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung geändert werden kann. Im Ergebnis wird stets sichergestellt, dass die Geschirrspülmaschine die nötige Reinigungs- und Trocknungsleistung aufweist.

[0014] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die Geschirrspülmaschine eine zusätzliche Wasserheizung, wobei im Fall der Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung die Wasserheizung betrieben wird, um die innerhalb der Geschirrspülmaschine zirkulierende Spülflotte zu erwärmen. Auf diese Weise wird einerseits sichergestellt, dass die Spülflotte während der Reinigungsphase(n) auf die notwendige(n) Temperatur(en) erwärmt werden kann, um die gewünschte Reinigung des Spülguts sicherzustellen. Andererseits ermöglicht die Wasserheizung das indirekte Aufheizen des Spülguts, so dass es während der Trocknungsphase zu einem Verdampfen von am Spülgut anhaftender Flüssigkeit und somit zu einem Trocknen des Spülguts kommen kann. Während die Wasserheizung auch ergänzend betrieben werden kann, wenn die Sorptionstrocknungseinrichtung einwandfrei funktioniert, ist es auch möglich, die Wasserheizung nur dann zu betreiben, wenn die Sorptionstrocknungseinrichtung eine Fehlfunktion aufweist. Ebenso wäre es schließlich auch möglich, die Wasserheizung mit einer erhöhten Heizleistung zu betreiben, wenn auf die Sorptionstrocknungseinrichtung verzichtet werden muss.

[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird im Fall der Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung eine alternative Trocknungsphase aktiviert, während der an dem Spülgut anhaftende Flüssigkeit durch Erhöhung der Temperatur innerhalb der Geschirrspülmaschine verdunstet und anschließend an den Seitenwänden, dem Boden und/oder dem Deckenbereich des Innenraums der Geschirrspülmaschine kondensiert. Eine derartige Trocknungsphase, auch als Kondensationstrocknung bezeichnet, hat den Vorteil, dass neben einer Wasserheizung, die zum Erwärmen der Spülflotte während der oder den Reinigungsphase(n) ggf. vorgesehen ist, keine zusätzlichen Heizmittel vorhanden sein müssen. Tritt eine Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung auf, so ist es lediglich notwendig, die Erwärmung der Spülflotte, beispielsweise mit Hilfe einer zusätzlichen Wasserheizung, insbesondere in Form eines Durchlauferhitzers, und damit auch des damit besprühten Spülguts vor der eigentlichen Trocknungsphase derart zu erhöhen, dass in der Trocknungsphase selbst ein Verdunsten der an dem Spülgut anhaftenden Flüssigkeit bewirkt wird. Auch wenn diese Art der Trocknung insbesondere im Fall von Spülgut aus Kunststoff nicht dieselben Trocknungsergebnisse liefert wie die Sorptionstrocknungseinrichtung, so kann auf diese Weise dennoch eine ausreichende Trocknung erzielt werden, so dass die Geschirrspülmaschine auch im Fall einer Fehlfunktion der eigentlichen Trocknungseinrichtung weiter betrieben werden kann.

[0016] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kommt zur Unterstützung der Kondensation ein Wärmetauscher zum Einsatz. Auch wenn es bereits ohne Wärmetauscher zu einer Kondensation von verdunsteter Flüssigkeit im Bereich der Seitenwände (zu der auch die Fronttüre zu zählen ist) kommt, da diese Wände in der Regel von der Umgebungsluft gekühlt werden, hat ein Wärmetauscher zwei entscheidende Vorteile. Zum einen wird die Kondensation stark beschleunigt, da innerhalb der Wände des Wärmetauschers, die mit der Luft im Innenraum der Geschirrspülmaschine in Kontakt kommen, eine Flüssigkeit (z.B. Frischwasser) zirkuliert, die eine wesentlich niedrigere Temperatur als die Luft innerhalb des Innenraums der Geschirrspülmaschine aufweist. Zum anderen wird die Flüssigkeit innerhalb des Wärmetauschers erwärmt. Kommt als Flüssigkeit Frischwasser aus der Kaltwasserleitung eines Hauses zum Einsatz, so kann diese nach dem Erwärmen während eines anschließenden Spülgangs als Spülwasser verwendet werden. Da dieses Wasser dann bereits erwärmt ist, bedarf es schließlich keiner weiteren Erwärmung mehr, wenn das Wasser zum ersten Mal mit dem Spülgut in Kontakt kommt. Dies kann beispielsweise während einer Vorspülphase der Fall sein.

[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Temperatur innerhalb der Geschirrspülmaschine vor oder während der Trocknungsphase mit Hilfe der Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung erhöht. Auch wenn die Sorptionstrocknungseinrichtung als Ganzes nicht mehr funktionsfähig sein sollte, da beispielsweise das reversibel dehydrierbare Material nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden ist oder weil die Leistung der Heizvorrichtung nicht mehr ausreicht, um eine Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials zu bewirken, so dient die Sorptionstrocknungseinrichtung in diesem Fall noch immer der Erwärmung der Luft, die von dem Innenraum durch die Sorptionstrocknungseinrichtung und zurück in den Innenraum strömt, und damit die Erwärmung des Spülguts und/oder der Spülflotte bewirkt.

[0018] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung mit einer geringeren Heizleistung betrieben als während der Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials. Dies kann ebenfalls dann sinnvoll sein, wenn das reversibel dehydrierbare Material aus welchen Gründen auch immer nicht mehr fähig ist, die für die Trocknung notwendige Menge an Flüssigkeit aufzunehmen. Wird in diesem Fall die Trocknung beispielsweise durch die oben genannte Kondensationstrocknung bewirkt, so braucht die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung nur mit einer geringeren Heizleistung betrieben werden, die ein Erwärmen von Spülflotte während der Reinigungsphase oder während des Verdampfens von Flüssigkeit vor oder während der Trocknungsphase sicherstellt. Ein darüber hinaus gehendes Erhitzen des reversibel dehydrierbaren Materials ist hingegen nicht mehr notwendig.

[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird der Lüfter der Sorptionstrocknungseinrichtung im Vergleich zum Betrieb bei funktionierender Trocknungseinrichtung mit erhöhter oder verringerter Drehzahl betrieben. Auch hier ist der Hintergrund der, dass die Sorptionstrocknungseinrichtung bei einer entsprechenden Fehlfunktion nicht mehr der Trocknung des Spülguts sondern vielmehr der Erwärmung von Luft, Spülflotte und/oder Spülguts dienen muss. Da hier eine andere Kontaktzeit mit der erwärmten Luft notwendig ist, kann auch der Volumenstrom der Luft durch die Sorptionstrocknungseinrichtung entsprechend verändert werden. Ebenso ist eine Veränderung der Lüfterdrehzahl sinnvoll, wenn die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung nicht mehr wunschgemäß funktioniert. Weist die Heizvorrichtung beispielsweise nur noch die halbe Heizleistung auf, so sollte auch die Luft länger in dem Bereich der Sorptionstrocknungseinrichtung, in dem sich die Heizvorrichtung befindet, verbleiben, um auf die notwendig Temperatur aufgeheizt werden zu können. In diesem Fall würde es sich anbieten, die Drehzahl des Lüfters entsprechend zu reduzieren. Lässt sich die Heizleistung der Heizvorrichtung hingegen nicht mehr korrekt drosseln, so wäre es wiederum empfehlenswert, die Drehzahl zu erhöhen, um eine Überhitzung der Luft und damit eine Beschädigung des Geschirrs oder der Geschirrspülmaschine zu verhindern.

[0020] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung durch Analyse der Funktionsfähigkeit einzelner Bauteile der Trocknungseinrichtung, wie beispielsweise einer Heizvorrichtung und/oder eines Lüfters, ermittelt und in Abhängigkeit der jeweiligen Funktionsfähigkeiten der einzelnen Bauteile zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative Programmphase ersetzt. So hängt der Erfolg des gesamten Spülprogramms nicht nur von der Funktionstüchtigkeit einer einzelnen Komponente der Sorptionstrocknungseinrichtung ab. Vielmehr kann es sein, dass mehrere Komponenten nicht wunschgemäß arbeiten. In diesem Fall gilt es abzuwägen, welche Verfahrensänderungen am ehesten zu einem guten Reinigungs- und Trocknungsergebnis führen. Während es beim Ausfall des Lüfters und der Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung sinnvoll erscheint, die Sorptionstrocknungseinrichtung überhaupt nicht mehr zu betreiben und anstelle der Heizvorrichtung die Wasserheizung zur Erwärmung der Spülflotte einzusetzen, kann es ebenso sein, dass zwar mehrere Komponenten nicht mehr einwandfrei funktionieren, die Sorptionstrocknungseinrichtung dennoch betrieben werden kann. Haben beispielsweise die Heizvorrichtung und der Lüfter jeweils einen leichten Defekt, die lediglich in einer verringerten Heizleistung bzw. einer verringerten Lüfterdrehzahl resultieren, so wäre es möglich, die Dauer der Trocknungsphase zu verlängern.

[0021] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung vor jedem Betrieb der Geschirrspülmaschine überprüft und nur im Fall einer Fehlfunktion zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit übersprungen, modifiziert oder durch eine alternative Programmphase ersetzt. Dies hat den Vorteil, dass die Geschirrspülmaschine nicht während ihrer gesamten Laufzeit mit gegenüber dem Werkszustand verändertem Verfahren betrieben werden muss, sobald eine einzige Fehlfunktion detektiert wird. Vielmehr wird vor jedem Betrieb der Geschirrspülmaschine erneut ein Selbsttest durchgeführt, um zu überprüfen, ob alle relevanten Bauteile in Ordnung sind. Basierte die Fehlfunktion auf einer kurzzeitigen Fehlfunktion des Selbsttestes selbst oder auf einem Defekt, der nur kurzfristig auftrat, so kann die Geschirrspülmaschine wieder nach altem Verfahrenslauf betrieben werden, da die aktuelle Überprüfung keine Fehlfunktion mehr ergeben wird.

[0022] Die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine, die eine Trocknungseinrichtung und einer Steuereinheit zur Steuerung der Geschirrspülmaschine umfasst, zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein oder mehrere Sensoren und/oder Auswerteeinheiten umfasst, mit deren Hilfe die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung direkt, beispielsweise durch Detektion der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung, oder indirekt, beispielsweise durch Detektion der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geschirrspülmaschine, ermittelbar ist und dass die Steuereinheit ausgebildet ist, die Geschirrspülmaschine nach einem Verfahren im Sinne der vorangegangener Beschreibung zu betreiben. Hierdurch wird es auf einfache Weise möglich, eine Geschirrspülmaschine auch im Fall einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung weiter zu betreiben, wobei im besten Fall auf kostenpflichtige Reparaturen verzichtet werden kann. Die Auswahl der jeweiligen Veränderung des Programmablaufs wird vorrangig auf Basis von Daten ausgewählt, die in der Steuerung hinterlegt sind. So ist es von Vorteil, wenn für jede Komponente, die direkt oder indirekt zur Trocknungseinrichtung zählen (wie beispielsweise der Lüfter oder die Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung oder auch eine Wasserheizung, die ein Erwärmen von Spülgut und Spülflotte ermöglicht und hierdurch ebenfalls ein Trocknen des Spülguts sicherstellt) mögliche Zustände (z.B. Funktion in Ordnung; Funktion nicht in Ordnung; Funktion eingeschränkt) und mögliche Veränderungen des Spülprogramms hinterlegt sind. Hierbei ist es zudem zweckdienlich, dass die einzelnen Fehlfunktionen gegenseitig berücksichtigt werden, da beispielsweise im Fall, in dem der Lüfter und die Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung nur eingeschränkt funktionstüchtig sind, eine andere Verfahrensanpassung notwendig ist, als wenn der Lüfter und die Wasserheizung nicht mehr funktionieren.

[0023] Im Ergebnis erlaubt das Verfahren und die Geschirrspülmaschine somit eine gute Reinigung und Trocknung des Spülguts auch bei eingeschränkter oder fehlender Funktionstüchtigkeit der Trocknungseinrichtung, so dass die Erfindung einen wesentlichen technischen Beitrag zum bekannten Stand der Technik liefert.

[0024] Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger Kombination miteinander zur Anwendung kommen.

[0025] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen, jeweils in einer schematischen Prinzipskizze:
Figur 1
eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine, und
Figur 2
einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine,


[0026] In Figur 1 sind nur diejenigen Bestandteile einer Geschirrspülmaschine mit Bezugszeichen versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind. Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine weitere Teile und Baugruppen umfassen kann.

[0027] Figur 1 zeigt eine im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Haushalts-Geschirrspülmaschine ausgebildete Geschirrspülmaschine 1. Diese weist einen Innenraum 2 auf, der durch einen Spülbehälter bereitgestellt ist und mittels einer an der Geschirrspülmaschine 1 schwenkbar gelagerten Tür (nicht dargestellt) zum Beladen und Entladen geöffnet bzw. geschlossen werden kann. In dem Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 sind Geschirrkörbe 3 zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut angeordnet, die auf herkömmliche Art und Weise aus dem Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 herausgezogen werden können, um das Be- und Entladen zu erleichtern.

[0028] Des Weiteren sind in dem Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 Sprüheinrichtungen, insbesondere Sprüharme 4 zur Beaufschlagung von nicht näher dargestelltem Spülgut mit Flüssigkeit angeordnet, mit deren Hilfe das in den Geschirrkörben 3 gelagerte Spülgut gereinigt wird. Bei der Spülflottenflüssigkeit, sogenannter Spülflotte, kann es sich beispielsweise um mit Reinigungsmittel und/oder Klarspüler und/oder Zusatzstoffen wie z.B. Enthärter versetztes Wasser handeln, so dass die gewünschte Reinigungswirkung und ebenso eine streifenfreie Trocknung sichergestellt werden kann. Die vom Spülgut herabfließende Flüssigkeit sammelt sich schließlich in einem Pumpensumpf 5, der im Bodenbereich des Innenraumes 2 der Geschirrspülmaschine 1 angeordnet ist.

[0029] Die Sprüharme 4 sind über eine Zuführleitung 6 mit einer Umwälzpumpe 8 flüssigkeitsleitend verbunden, die neben anderen Bauteilkomponenten der Geschirrspülmaschine 1 in einer Bodenbaugruppe 7 unterhalb des Innenraums 2 der Geschirrspülmaschine 1 angeordnet ist. Während des Betriebs der Umwälzpumpe 8 saugt diese die sich in dem Pumpensumpf 5 angesammelte Flüssigkeit an und fördert diese durch die Zuführleitung 6 zu den Sprüharmen 4.

[0030] Ferner kann die Umwälzpumpe 8 , wie in Figur 1 gezeigt, eine integrierte Wasserheizung 9 zur Erwärmung der Flüssigkeit aufweisen, wobei im Fall der Sorptionstrocknungseinrichtung auch auf dieses zusätzliche Heizmittel verzichtet werden kann. Zusätzlich oder alternativ kann neben der Umwälzpumpe 8 ein separater Durchlauferhitzer vorgesehen sein.

[0031] Für die Entleerung des Innenraums 2 der Geschirrspülmaschine 1 ist schließlich eine Laugenpumpe 10 vorgesehen, die ebenfalls in flüssigkeitsleitender Verbindung mit dem Pumpensumpf 5 steht und mit einer Entsorgungsleitung 11 an ein hausseitiges Abwasserentsorgungsnetz angeschlossen werden kann.

[0032] Wie in Figur 1 des Weiteren dargestellt, kann die Geschirrspülmaschine 1 eine Sorptionstrocknungseinrichtung aufweisen, mit deren Hilfe das in den Geschirrkörben 3 angeordnete und gereinigte Spülgut am Ende eines Spülprogrammdurchlaufs getrocknet werden kann. Hierzu verfügt die Bodenbaugruppe 7 über einen Sorptionsbehälter 12, der über einen Luftkanal 13 mit einem Einlass 14 luftleitend verbunden ist, wobei zur Erzeugung einer Zwangsdurchströmung ein Lüfter 15 vorgesehen ist. Um die durch den Einlass 14 angesaugte und durch den Lüfter 15 in den Sorptionsbehälter 12 beförderte Luft wieder in den Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 zurückzufördern, ist eine Ausblasöffnung 16 im Bodenbereich der Geschirrspülmaschine 1 vorgesehen.

[0033] Während der Trocknungsphase wird schließlich mit Hilfe des Lüfters 15 Luft aus dem Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 angesaugt, durch den Sorptionsbehälter 12 geleitet und wieder durch die Ausblasöffnung 16 zurück in den Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 geleitet. Um hierbei die umgewälzte Luft zu trocknen, ist in dem Sorptionsbehälter 12 ein reversibel dehydrierbares Material 17 zur Durchführung einer exothermen Trocknung vorgesehen. Es handelt sich dabei beispielsweise um Zeolith, das auf Grund seiner hygroskopischen Eigenschaft Wasser aufnimmt, wobei zeitgleich Wärmeenergie freigesetzt wird. Durch diese freigesetzte Wärmeenergie wird eine Erwärmung der umgewälzten Luft bewirkt, was zugleich das Feuchtigkeitsaufnahmevermögen der umgewälzten Luft erhöht. Am Ende eines Trocknungsvorgangs ist schließlich eine Flüssigkeitsmenge in dem reversibel dehydrierbaren Material 17 gespeichert, die vor einem erneuten Einsatz der Sorptionstrocknungseinrichtung wieder ausgetrieben werden muss.

[0034] Um dies zu ermöglichen, ist eine Heizvorrichtung 18 vorgesehen, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel in dem Sorptionsbehälter 12 angeordnet ist. Es ist jedoch auch möglich, eine Luftheizung außerhalb des Sorptionsbehälters 12 anzuordnen, z.B. in dem Luftkanal 13, um eine Erwärmung der in den Sorptionsbehälter 12 geförderten Luft zu bewirken. Um die in dem reversibel dehydrierbaren Material 17 gespeicherte Flüssigkeitsmenge auszutreiben, wird eine mit dem Lüfter 15 erzeugte Luftströmung erwärmt, so dass das reversibel dehydrierbare Material 17 auf Temperaturen erhitzt werden kann, bei denen die in dem reversibel dehydrierbaren Material 17 gespeicherte Wassermenge wieder freigesetzt wird.

[0035] Um nun die Funktion der Geschirrspülmaschine 1 zu gewährleisten und zu überprüfen, verfügt diese über ein Steuereinheit 20, die beispielsweise in der Bodenbaugruppe 7 angeordnet sein kann. Während die Steuereinheit 20 selbstverständlich auch die Durchführung eines ab Werk vorgegebenen Programmablaufs überwacht und durchführt, initiiert sie ebenso einen Selbsttest der Geschirrspülmaschine 1 (beispielsweise zu Beginn jedes Spülprogramms oder zwischen den einzelnen Programmphasen), um festzustellen, ob die Trocknungseinrichtung 21 einwandfrei funktioniert. Hierbei werden die Signale eines oder mehrerer Sensoren 19 abgefragt, die mit den einzelnen Komponenten der Geschirrspülmaschine 1 in Kontakt stehen und hierbei spezifische Daten (z.B. Leistungsaufnahme, Stromverbrauch, Temperatur, Drehzahl, etc.) der jeweiligen Komponenten überprüfen. Die Sensoren können hierbei im Luftkanal 13, im Innenraum 2 oder auch der Bodenbaugruppe 7 oder innerhalb der jeweiligen Komponenten angeordnet sein.

[0036] Stellt sich im Rahmen dieses Selbsttestes heraus, dass ein oder mehrere Komponenten der Trocknungseinrichtung 21, beispielsweise der Lüfter 15 oder die Heizvorrichtung 18 der Sorptionstrocknungseinrichtung, nicht wunschgemäß betrieben werden können, insbesondere bestimmte Sollwerte oder Sollwertbereiche von charakteristischen Größen dieser Komponenten nicht eingehalten werden können, so wird zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe der Steuereinheit 20 übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative Programmphase ersetzt.

[0037] Einen schematischen Ablauf einer derartigen Programmänderung zeigt Figur 2. Zu Beginn erfolgt die Inbetriebnahme (I) der Geschirrspülmaschine 1, beispielsweise durch Drücken eines An/Aus-Schalters. Im Anschluss daran führt die Geschirrspülmaschine 1 einen Selbsttest (T) durch, um zu überprüfen, ob die Trocknungseinrichtung 21 der Geschirrspülmaschine 1 einwandfrei funktioniert. Liegt keine Fehlfunktion derselben vor (N), so wird die Geschirrspülmaschine 1 gemäß einem in der Steuereinheit 20 hinterlegten Standardprogramm (S) betrieben.

[0038] Wird eine Fehlfunktion detektiert (J), so wird je nach Art des Fehlers eine Modifikation des Spülprogramms vorgenommen, wobei die Art der Modifikation (Überspringen, Modifizieren und/oder Ersetzen zumindest einer der Programmphasen) von der Art der Fehlfunktion abhängt. Im gezeigten Beispiel sind zwei Möglichkeiten gezeigt, die im Fall einer Fehlfunktion des Lüfters 15 der Sorptionstrocknungseinrichtung denkbar wären.

[0039] Ist der Lüfter 15 vollständig außer Betrieb (B), so wird die Wasserheizung 9 in Betrieb genommen (W), um einerseits die Spülflotte auf die während der Reinigungsphase notwendige Temperatur zu erwärmen und andererseits eine entsprechende Erwärmung des Spülguts zu gewährleisten. Hierdurch wird sichergestellt, dass es während der Trocknungsphase zu einem Verdampfen von an dem Spülgut anhaftender Flüssigkeit kommt, so dass das Spülgut auch ohne funktionierender Sorptionstrocknungseinrichtung befriedigend getrocknet werden kann.

[0040] Bewirkt die Fehlfunktion hingegen lediglich, dass die Drehzahl des Lüfters 15 seinen gewünschten Solldrehzahlwert nicht erreichen kann (D), so wird die Reinigungsphase (VR) und die Trocknungsphase (VT) verlängert, so dass die Luft innerhalb der Geschirrspülmaschine 1 und damit auch die Spülflotte bzw. das Spülgut durch die Heizvorrichtung 18 der Sorptionstrocknungseinrichtung auch weiterhin hinreichend erwärmt werden kann.

[0041] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung geht von der Ausgangssituation aus, dass ein Fehler dem Kunden signalisiert wird, wenn eine Komponente der Trocknungseinrichtung 21 (z.B. Sorptionstrocknungseinrichtung) defekt ist. Die Trocknungseinrichtung 21 wird in diesem Fall nicht mehr betrieben. Dadurch resultiert ein minderwertiges Trocknungsergebnis. Als mögliche Fehlerfälle kommen beispielsweise ein blockierter Lüfter 15, eine mangelhaft funktionierende elektrische Verbindung, ein defekter Lüfter 15 oder eine defekte Elektronik in Betracht. Ebenso kann die Heizvorrichtung 18 der Sorptionstrocknungseinrichtung durchgebrannt sein, die Menge an funktionsfähigem Zeolith in der Sorptionstrocknungseinrichtung nicht ausreichend sein oder das Zeolith eine Übertemperatur aufweisen.

[0042] Bei der Detektion einer fehlerhaften Komponente wird schließlich ein Notprogramm aktiviert. In diesem Fall werden bestimmte Programmphasen übersprungen bzw. durch modifizierte Phasen ersetzt. Anstatt der Desorptionsphase kann beispielsweise die herkömmliche Wasserheizung 9 verwendet werden. Zusätzlich ist eine Verlängerung der Reinigungsphase denkbar. Ebenso kann anstelle der Adsorptionsphase die herkömmliche Kondensationstrocknung aktiviert werden. Diese kann durch einen Wärmetauscher 22 verbessert werden.

[0043] Die Vorteile der Erfindung liegen darin, dass die Performance der Reinigungsleistung respektive Trocknungsleistung auf einem ähnlichen Niveau wie bei funktionstüchtiger Trocknungseinrichtung gehalten werden kann. Zudem werden Kundendiensteinsätze minimiert.

[0044] Im Übrigen ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr sind sämtliche Kombinationen der beschriebenen Einzelmerkmale, wie sie in den Ansprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren gezeigt oder beschrieben sind und soweit eine entsprechende Kombination technisch möglich bzw. sinnvoll erscheint, Gegenstand der Erfindung.

Bezugszeichenliste



[0045] 
1
Geschirrspülmaschine
2
Innenraum
3
Geschirrkorb
4
Sprüharm
5
Pumpensumpf
6
Zuführleitung
7
Bodenbaugruppe
8
Umwälzpumpe
9
Wasserheizung
10
Laugenpumpe
11
Entsorgungsleitung
12
Sorptionsbehälter
13
Luftkanal
14
Einlass
15
Lüfter
16
Ausblasöffnung
17
reversibel dehydrierbaren Material
18
Heizvorrichtung
19
Sensor
20
Steuereinheit
21
Trocknungseinrichtung
22
Wärmetauscher
I
Inbetriebnahme
T
Selbsttest
N
keine Fehlfunktion
S
Betrieb gemäß Standardprogramm
J
Fehlfunktion
B
Lüfter außer Betrieb
W
Betrieb der Wasserheizung
D
Drehzahl des Lüfters nicht korrekt
VR
Verlängerung Reinigungsphase
VT
Verlängerung Trocknungsphase



Ansprüche

1. Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine (1), insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine, wobei das Verfahren neben wenigstens einer Programmphase in Form einer Trocknungsphase, in der Spülgut getrocknet wird, weitere Programmphasen, wie beispielsweise eine Vorspülphase, eine Reinigungsphase und/oder eine Zwischenspülphase, umfasst, wobei die Geschirrspülmaschine eine Trocknungseinrichtung (21) umfasst, mit deren Hilfe das zu reinigende Spülgut getrocknet wird, und wobei die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) wenigstens zeitweise überwacht wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung (21) zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit (20) übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative Programmphase ersetzt wird.
 
2. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) direkt, beispielsweise durch Detektion der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung (21), oder indirekt, beispielsweise durch Detektion der Luftfeuchtigkeit im Innenraum (2) der Geschirrspülmaschine (1), ermittelt wird.
 
3. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer zumindest einer der Programmphasen im Vergleich zur Dauer bei funktionierender Trocknungseinrichtung (21) verlängert oder verkürzt wird.
 
4. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur einer durch die Geschirrspülmaschine (1) zirkulierenden Spülflotte zumindest während einer der Programmphasen im Vergleich zur Temperatur bei funktionierender Trocknungseinrichtung (21) wenigstens zeitweise erhöht oder erniedrigt wird.
 
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Programmphasen mehrmals durchlaufen wird.
 
6. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungseinrichtung (21) als Sorptionstrocknungseinrichtung ausgebildet ist, die neben einem reversibel dehydrierbaren Material (17), wie beispielsweise Zeolith, einen Luftkanal (13), eine Heizvorrichtung (18) zur Erwärmung des reversibel dehydrierbaren Materials (17) sowie einen Lüfter (15) umfasst, mit dessen Hilfe Luft durch den Innenraum (2) der Geschirrspülmaschine (1) und die Sorptionstrocknungseinrichtung bewegt werden kann.
 
7. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine (1) eine zusätzliche Wasserheizung (9) umfasst, und dass im Fall der Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung die Wasserheizung (9) betrieben wird, um die innerhalb der Geschirrspülmaschine (1) zirkulierende Spülflotte zu erwärmen.
 
8. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall der Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung eine alternative Trocknungsphase aktiviert wird, während der an dem Spülgut anhaftende Flüssigkeit durch Erhöhung der Temperatur innerhalb der Geschirrspülmaschine (1) verdunstet und anschließend an den Seitenwänden, dem Boden und/oder dem Deckenbereich des Innenraums (2) der Geschirrspülmaschine (1) kondensiert.
 
9. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstützung der Kondensation ein Wärmetauscher (22) zum Einsatz kommt.
 
10. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall einer Fehlfunktion die Temperatur innerhalb der Geschirrspülmaschine (1) vor oder während der Trocknungsphase mit Hilfe der Heizvorrichtung (18) der Sorptionstrocknungseinrichtung erhöht wird.
 
11. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall einer Fehlfunktion die Heizvorrichtung (18) der Sorptionstrocknungseinrichtung mit einer geringeren Heizleistung betrieben wird als während der Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials (17).
 
12. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter (15) der Sorptionstrocknungseinrichtung im Vergleich zum Betrieb bei funktionierender Trocknungseinrichtung (21) mit erhöhter oder verringerter Drehzahl betrieben wird.
 
13. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) durch Analyse der Funktionsfähigkeit einzelner Bauteile der Trocknungseinrichtung (21), wie beispielsweise einer Heizvorrichtung (18) und/oder eines Lüfters (15), ermittelt wird und in Abhängigkeit der jeweiligen Funktionsfähigkeiten der einzelnen Bauteile zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit (20) übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative Programmphase ersetzt wird.
 
14. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) vor jedem Betrieb der Geschirrspülmaschine (1) überprüft wird und nur im Fall einer Fehlfunktion zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit (20) übersprungen, modifiziert oder durch eine alternative Programmphase ersetzt wird.
 
15. Geschirrspülmaschine (1), insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einer Trocknungseinrichtung (21) und einer Steuereinheit (20) zur Steuerung der Geschirrspülmaschine (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine ein oder mehrere Sensoren (19) und/oder Auswerteeinheiten umfasst, mit deren Hilfe die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) direkt, beispielsweise durch Detektion der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung (21), oder indirekt, beispielsweise durch Detektion der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geschirrspülmaschine, ermittelbar ist, und dass die Steuereinheit (20) ausgebildet ist, die Geschirrspülmaschine nach einem Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche zu betreiben.
 




Zeichnung