[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine,
insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine, wobei das Verfahren neben wenigstens
einer Trocknungsphase weitere Programmphasen, wie beispielsweise eine Vorspülphase,
eine Reinigungsphase und/oder eine Zwischenspülphase, umfasst und wobei die Geschirrspülmaschine
eine Trocknungseinrichtung zum Trocknen von zu reinigendem Spülgut aufweist und die
Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung wenigstens zeitweise überwacht wird.
Darüber hinaus wird eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine,
mit einer Trocknungseinrichtung und einer Steuereinheit zur Steuerung der Geschirrspülmaschine
vorgeschlagen.
[0002] Die aus der Praxis bekannten Geschirrspülmaschinen weisen in der Regel ebenfalls
verschiedene Programmphasen auf, die gemäß definierten Vorgaben nacheinander ablaufen.
So beginnt ein Spülprogramm in der Regel mit einer Vorspülphase, in der Spülflottenflüssigkeit
- in der Vorspülphase üblicherweise Frischwasser - in der Regel nicht oder nur leicht
erwärmt wird und mittels ein oder mehrerer Sprüheinrichtung im Innenraum des Spülbehälters
der Geschirrspülmaschine auf das dort in ein oder mehreren Geschirrkörben untergebrachte
Spülgut aufgesprüht wird. Die Vorspülphase dient dem Entfernen von groben, leicht
lösbaren Schmutzresten vom Spülgut. Sie endet üblicherweise mit dem Abpumpen der schmutzigen
Spülflottenflüssigkeit aus dem Spülbehälter durch eine Laugenpumpe. Im Anschluss daran
folgt, eventuell unter Einschub einer Zwischenspülphase, die eigentliche Reinigungsphase.
In dieser Phase wird die Spülflottenflüssigkeit - hier üblicherweise Wasser - auf
eine vorgegebene Temperatur erwärmt und gleichzeitig Reinigungsmittel zugegeben, um
die Reinigungswirkung der Spülflotte zu verstärken. Während der Reinigungsphase wird
das mit Reinigungsmittel versetzte Wasser mittels ein oder mehrere Sprüheinrichtungen
auf das Spülgut in den ein oder mehreren Geschirrkörben versprüht. Am Ende der Reinigungsphase
wird das verschmutzte Wasser üblicherweise wiederum mittels der Laugenpumpe aus dem
Spülbehälter der Geschirrspülmaschine abgepumpt. Nach der Reinigungsphase kann ggf.
wiederum eine Zwischenspülphase folgen, um mittels Frischwasser, das über die ein
oder mehreren Sprüheinrichtungen im Innenraum des Spülbehälters versprüht wird, Verschmutzungen
in den Bereich des Bodensumpfes der Geschirrspülmaschine zu spülen und anschließend
mit Hilfe einer Laugenpumpe aus der Geschirrspülmaschine zu entfernen. Nach der Reinigungsphase
oder der sich etwaig daran anschließenden Zwischenspülphase folgt üblicherweise eine
Klarspülphase, während der mit Klarspülmittel versetztes, erwärmtes Wasser auf das
Spülgut mittels der ein oder mehreren Sprüheinrichtungen aufgesprüht wird. Diese Spülflottenflüssigkeit
wird am Ende der Klarspülphase mittels der Laugenpumpe aus dem Inneren des Spülbehälters
abgepumpt. Schließlich folgt die Trocknungsphase, während der die restliche am Spülgut
anhaftende Flüssigkeit verdunstet und beispielsweise mit Hilfe einer Sorptionstrocknungseinrichtung
entfernt wird.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine
sowie eine entsprechende Geschirrspülmaschine vorzuschlagen, mit deren Hilfe es möglich
ist, das Spülgut auch bei einem (teilweisen) Defekt eines oder mehrerer Bauteile der
Trocknungseinrichtung, wie beispielsweise einer Sorptionstrocknungseinrichtung, befriedigend
reinigen und trocknen zu können.
[0004] Die Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens dadurch gelöst, dass im Fall einer Fehlfunktion
der Trocknungseinrichtung (die bei Bedarf und insbesondere für eine spätere Diagnose
als Fehlermeldung im Speicher der Geschirrspülmaschine nach Art und Zeitpunkt abgespeichert
und/oder an einem Display angezeigt werden kann) zumindest eine der Programmphasen
mit Hilfe einer Steuereinheit übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative
Programmphase ersetzt wird. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass auch im Fall
eines Defekts oder einer Beeinträchtigung der Funktion der Trocknungseinrichtung ein
sauberes und trockenes Spülgut, insbesondere Geschirrgut erhalten werden kann. Als
möglicher Defekt kommt hierbei z.B. ein Versagen des Lüfters in Frage, der bei Vorhandensein
einer Sorptionstrocknungseinrichtung Luft vom Innenraum der Geschirrspülmaschine über
ein reversibel dehydrierbares Sorptionsmaterial (z.B. Zeolith) zurück in den Innenraum
fördert. Ebenso könnten elektrische Verbindungen beschädigt werden, die beispielsweise
eine Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung mit einer Steuereinheit oder
einer Spannungsversorgung verbinden. Auch in diesem Fall kann die Trocknungseinrichtung
nicht vorschriftsmäßig arbeiten, da das Spülgut nicht auf eine für die Trocknung vorgesehene
Temperatur erwärmt werden kann oder keine Desorption des reversibel dehydrierbaren
Materials möglich ist. Weitere Funktionsfehler können auftreten, wenn die Heizvorrichtung
der Sorptionstrocknungseinrichtung selbst nicht mehr wie gewünscht funktioniert oder
die Menge des reversibel dehydrierbaren Materials eine vorgegebene Mindestmenge unterschreitet
(beispielsweise durch eine Beschädigung des Sorptionsbehälters). Selbstverständlich
kann die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine auch andere aktive Trocknungseinrichtungen
umfassen. Denkbar sind beispielsweise Trocknungseinrichtungen, die eine aktive Abfuhr
der im Innenraum der Geschirrspülmaschine verdunsteten Flüssigkeit bewirken, indem
die flüssigkeitsgesättigte Luft aus dem Innenraum, z.B. mit Hilfe eines Gebläses,
nach außen geblasen oder gesaugt wird. Auch sind Trocknungseinrichtungen bekann, die
Wärmetauscher, beispielsweise in Form von Kühlstäben oder -rippen oder wassergefüllte
Wassertaschen umfassen, an denen die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geschirrspülmaschine
kondensiert, um anschließend aus der Geschirrspülmaschine entfernt werden zu können.
[0005] Um nun zu verhindern, dass es zu einem für den Bediener unbefriedigenden Spül-oder
Trocknungsergebnis kommt, sieht eine vorteilhafte Alternative der Erfindung vor, wenigstens
eine der programmgemäßen Programmphasen zu überspringen. So wäre es beispielsweise
denkbar, auf eine Zwischenphase zwischen Reinigungsphase und Trocknungsphase zu verzichten,
wenn der Lüfter einer Sorptionstrocknungseinrichtung nicht einwandfrei funktioniert.
In diesem Fall wäre sichergestellt, dass das in der Reinigungsphase erhitzte Spülgut
auch noch in der Trocknungsphase eine relativ hohe Temperatur aufweist, die ein Verdunsten
von anhaftender Flüssigkeit und damit eine Trocknung des Spülguts sicherstellt.
[0006] In einer weiteren vorteilhaften Alternative kann es ebenso vorgesehen sein, dass
mit Hilfe der Steuereinheit einzelne Programmphasen modifiziert werden. So wäre es
beispielsweise möglich, die Trocknungsphase zu verlängern, wenn erkannt wird, dass
die Trocknungseinrichtung zwar noch funktioniert, die Trocknerleistung jedoch, beispielsweise
bedingt durch eine verringerte Heizleistung der Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung,
verringert ist. Kann z.B. pro Zeiteinheit nur noch die halbe Menge an Wasser während
des Trocknens vom Spülgut entfernt werden, so würde es sich anbieten, die Dauer der
Trocknungsphase zu verdoppeln. Ebenso wäre es denkbar, die Zeit zwischen dem Aufsprühen
der erwärmten Spülflotte auf das Spülgut mit Hilfe von Sprüharmen und dem erneuten
Einschalten einer Umwälzpumpe, welche eine erneute Zirkulation der Spülflotte innerhalb
der Geschirrspülmaschine bewirkt, zu verlängern. Hieraus resultiert eine längere Einweichphase
(Kontaktphase der Spülflottenflüssigkeit mit dem Spülgut), die beispielsweise notwendig
werden kann, wenn das Heizsystem der Trocknungseinrichtung auch für die Erwärmung
der Spülflotte herangezogen wird und dieses nicht mehr oder zumindest nicht mehr ordnungsgemäß
funktioniert.
[0007] Ebenso ist es möglich und für die Lösung der Aufgabe zweckmäßig, im Fall einer Fehlfunktion
der Trocknungseinrichtung zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit
durch eine alternative Programmphase zu ersetzen. Als Beispiel sei in diesem Zusammenhang
die Möglichkeit erwähnt, die Trocknungsphase, in der eigentlich die Sorptionstrocknungseinrichtung
in Betrieb sein sollte, durch eine Trocknungsphase zu ersetzen, bei der das Spülgut
zunächst über ein zirkulierendes Medium (z.B. Luft oder Wasser) erwärmt wird, um anschließend
ein Verdampfen von anhaftendem Wasser zu bewirken, und bei dem schließlich das verdampfte
Wasser an einer Innenfläche der Geschirrspülmaschine, beispielsweise den Innenseitenwänden,
kondensiert und anschließend abgepumpt wird. Darüber hinaus ist es ebenfalls denkbar,
dass einzelne Programmphasen durch entsprechende Schnellprogrammphasen ersetzt werden,
deren Dauer im Vergleich zur jeweils ursprünglich vorgesehenen Programmphase verkürzt
ist. Schließlich kann auch das gesamte Programm im Falle einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung
durch ein alternatives Schnellprogramm ersetzt werden, bei dem ein verringerter Flüssigkeitseintrag
und damit eine geringere Menge an Spülflottenflüssigkeit vorgesehen ist. Der geringere
Flüssigkeitseintrag hat schließlich auch zur Folge, dass während der Trocknungsphase
weniger Flüssigkeit vom Spülgut entfernt werden muss. Hierzu ist es schließlich ausreichend,
dass Spülgut mit Hilfe von erwärmter Spülflottenflüssigkeit vor der Trocknungsphase
zu erwärmen. Während der Trocknungsphase kommt es zu einem Verdunsten der am Spülgut
anhaftenden Flüssigkeit, die schließlich an den Spülrauminnenwänden kondensiert und
abgepumpt werden kann.
[0008] Schließlich ist es im Rahmen der Erfindung auch denkbar, eine Klarspülphase nur bei
Auftreten der Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung vorzusehen oder diese zu modifizieren.
Zwar kann bei aktiven Trocknungseinrichtungen, wie beispielsweise im Fall einer Sorptionstrocknungseinrichtung,
eventuell auf eine Klarspülphase verzichtet werden, da die Trocknungsleistung ausreichend
hoch ist, um die am Spülgut anhaftende Flüssigkeit zu verdampfen bzw. verdunsten zu
lassen. Gerade in diesen Fällen kann es jedoch von Vorteil sein, bei der Detektion
einer Fehlfunktion einen Klarspülschritt einzuführen, um das Verdunsten der Flüssigkeit
durch Herabsetzen der Oberflächenspannung zu beschleunigen. Alternativ ist es auch
möglich, eine standardmäßig vorhandene Klarspülphase im Falle der Fehlfunktion der
Trocknungseinrichtung zu verlängern, die Temperatur während dieser Phase zu erhöhen
oder die Klarspülphase mehrmals durchlaufen zu lassen.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Funktionsfähigkeit
der Trocknungseinrichtung direkt oder indirekt ermittelt. Eine direkte Ermittlung
der Funktionsfähigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Komponenten der Trocknungseinrichtung
überwacht werden. Hierzu zählt beispielsweise die Überwachung der Leistungsaufnahme
der Trocknungseinrichtung, insbesondere einer Sorptionstrocknungseinrichtung, oder
einzelner Komponenten davon (z.B. eines Lüfters oder einer Heizung), die Detektion
und Auswertung von mit Hilfe ein oder mehrerer entsprechender Temperatursensoren ermittelten
Temperaturen einer oder mehrerer Komponenten der Trocknungseinrichtung (z.B. eines
reversibel dehydrierbaren Materials einer Sorptionstrocknungseinrichtung oder einer
Heizvorrichtung). Des Weiteren können auch Ansteuerkomponenten der jeweiligen Komponenten
der Trocknungseinrichtung überwacht werden. Sollte ein Defekt dieser Ansteuerkomponenten
detektiert werden, so ist davon auszugehen, dass auch das Trocknungssystem nicht mehr
einwandfrei funktioniert. Schließlich ist es alternativ oder zusätzlich möglich, die
Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung indirekt zu bestimmen. Hierbei werden
Messwerte bzw. physikalische Daten überwacht, die in Abhängigkeit des Betriebs der
Trocknungseinrichtung variieren. So ist es beispielsweise möglich, mit Hilfe eines
Wassersensors das Vorhandensein von Wasser innerhalb des Trocknungssystems zu bestimmen
und diesen Wert mit vorgegebenen Normwerten zu vergleichen. Ebenso ist es denkbar,
durch Überwachung der Luftfeuchtigkeit im Innenraum der Geschirrspülmaschine einen
Rückschluss auf die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung zu ziehen. Die Detektion
kann hierbei entweder kontinuierlich oder auch zu vorgegebenen Zeitpunkten, beispielsweise
zu Beginn jeder Programmphase, nach bestimmten Zeitintervallen oder auch einmal pro
Spülgang, erfolgen. Für die Detektion können ein oder mehrere Feuchtigkeitssensoren
im Innenraum der Geschirrspülmaschine, Sensoren zur Messung der Leistungsaufnahme
bzw. des Stromverbrauchs der Heizvorrichtung oder des Lüfters einer Sorptionstrocknungseinrichtung
oder aber auch Temperatursensoren zum Einsatz kommen, die einen mangelhaften Trocknungsvorgang
detektieren. Neben der Modifizierung des Verfahrens zum Betreiben der Geschirrspülmaschine
gemäß vorliegender Erfindung können die ein oder mehreren Sensoren auch einen Alarm
bzw. das Anzeigen einer Fehlermeldung am Display der Geschirrspülmaschine bewirken.
Ebenso wäre es denkbar, die Messwerte mehrerer Sensoren unter gegenseitiger Berücksichtigung
auszuwerten.
[0010] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Dauer zumindest einer
der Programmphasen im Vergleich zur Dauer bei funktionierender Trocknungseinrichtung
verlängert oder verkürzt. Wie bereits angedeutet, kann es beispielsweise zweckmäßig
sein, die Trocknungsphase zu verlängern, wenn die Trocknungseinrichtung zwar nicht
mehr einwandfrei betrieben werden kann, deren Betrieb jedoch ausreicht, um eine Trocknung
des Spülguts zu gewährleisten. Ebenso könnte die Reinigungsphase verlängert werden,
wenn bekannt ist, dass die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung, die
auch zur Erwärmung der Spülflotte Verwendung findet, nicht mehr wunschgemäß funktioniert.
So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zu Beginn der Reinigungsphase Luft aus
dem Innenraum der Geschirrspülmaschine mit Hilfe eines Lüfters durch die Sorptionstrocknungseinrichtung
geleitet, mit Hilfe der Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung erwärmt
und wieder zurück in den Innenraum geleitet wird. Die erwärmte Luft kommt schließlich
mit der Spülflotte und dem Spülgut in Kontakt und bewirkt ein Aufheizen von Spülflotte
und Spülgut. Hat nun die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung einen
Defekt und arbeitet nicht mehr mit voller Leistung, so wäre es insbesondere von Vorteil,
vorzugsweise die Reinigungsphase entsprechend zu verlängern, um dennoch ein befriedigendes
Reinigungsergebnis zu erzielen. Ebenso wäre es vorteilhaft, die Trocknungsphase zu
verlängern, wenn der Lüfter der Sorptionstrocknungseinrichtung nicht mehr wunschgemäß
arbeitet, um eine zuverlässige Trocknung des Spülguts sicherzustellen. Enthält eine
Programmphase beispielsweise eine spezielle Teilphase, während der eine Desorption
des reversibel dehydrierbaren Materials vollzogen wird, so wäre es bei einem Ausfall
der Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung sinnvoll, diese Teilphase zu
verkürzen, um das Gesamtspülprogramm so kurz wie möglich zu halten.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Temperatur einer durch
die Geschirrspülmaschine zirkulierenden Spülflotte zumindest während einer der Programmphasen
im Vergleich zur Temperatur bei funktionierender Trocknungseinrichtung wenigstens
zeitweise erhöht oder erniedrigt. So wäre beispielsweise eine Erhöhung der Temperatur
der Spülflotte während der Reinigungsphase sinnvoll, wenn sich an die Reinigungsphase
die Trocknungsphase anschließt und die Sorptionstrocknungseinrichtung einen Defekt
aufweist. Durch die erhöhte Temperatur wäre in diesem Fall sichergestellt, dass auch
das Spülgut und die nach der Reinigungsphase noch anhaftende Flüssigkeit eine erhöhte
Temperatur aufweisen. Diese erhöhte Temperatur stellt schließlich sicher, dass die
Flüssigkeit während der Trocknungsphase verdunsten und an entsprechenden, eventuell
aktiv gekühlten Flächen innerhalb der Geschirrspülmaschine (z.B. den Seitenwänden)
kondensieren kann.
[0012] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird zumindest eine der Programmphasen
mehrmals durchlaufen. Ein doppelter Durchlauf der Trocknungsphase kann beispielsweise
dann von Vorteil sein, wenn die Trocknungseinrichtung eine vollständige Trocknung
im Verlauf einer Trocknungsphase nicht mehr gewährleisten kann. Auch kann die Reinigungsphase
zweimal durchlaufen werden, wenn die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung
nicht mehr wunschgemäß funktioniert und daher die Spülflotte nicht mehr auf die nötige
Temperatur erwärmt werden kann. Im Ergebnis sollten die einzelnen Programmphasen stets
derart miteinander kombiniert werden, dass trotz einer Fehlfunktion und der damit
verbundenen beschränkten Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung eine befriedigende
Reinigung und Trocknung des Spülguts sichergestellt werden kann. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die einzelnen Programmphasen in Teilphasen, z.B. eine erste Reinigungsphase
mit einer ersten Spülflottentemperatur und eine zweite Reinigungsphase mit einer zweiten
Spülflottentemperatur, zu unterteilen und nur eine der beiden Teilphasen mehrmals
hintereinander durchlaufen zu lassen.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Trocknungseinrichtung
als Sorptionstrocknungseinrichtung ausgebildet, die neben einem reversibel dehydrierbaren
Material, wie beispielsweise Zeolith, eine Heizvorrichtung zur Erwärmung des reversibel
dehydrierbaren Materials sowie einen Lüfter umfasst, mit dessen Hilfe Luft durch den
Innenraum der Geschirrspülmaschine und die Sorptionstrocknungseinrichtung bewegt werden
kann. Diese Art der Trocknungseinrichtung erlaubt eine besonders energiesparende und
effiziente Trocknung, da es während der Adsorption von Flüssigkeit an dem reversibel
dehydrierbaren Material zu einer Temperaturerhöhung desselben und auch der an ihm
vorbeigeführten Luft kommt. Das Flüssigkeitsaufnahmevermögen der Luft steigt dadurch,
so dass es zu einer schnellen und nahezu vollständigen Trocknung des Spülguts kommt.
Während der Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials wird schließlich Wärme
in das Material und damit auch in die mit Hilfe des Lüfters bewegte Luft eingebracht,
wobei diese Wärme wiederum zur Erwärmung der Spülflotte während der einzelnen Reinigungsphasen
dienen kann. Da die Sorptionstrocknungseinrichtung mit der Heizvorrichtung und dem
Lüfter gleich zwei elektrische Bauteile umfasst, die einer Fehlfunktion unterliegen
können, ist es von enormem Vorteil, wenn das Verfahren zum Betrieb der Geschirrspülmaschine
gemäß der vorliegenden Erfindung geändert werden kann. Im Ergebnis wird stets sichergestellt,
dass die Geschirrspülmaschine die nötige Reinigungs- und Trocknungsleistung aufweist.
[0014] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die Geschirrspülmaschine
eine zusätzliche Wasserheizung, wobei im Fall der Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung
die Wasserheizung betrieben wird, um die innerhalb der Geschirrspülmaschine zirkulierende
Spülflotte zu erwärmen. Auf diese Weise wird einerseits sichergestellt, dass die Spülflotte
während der Reinigungsphase(n) auf die notwendige(n) Temperatur(en) erwärmt werden
kann, um die gewünschte Reinigung des Spülguts sicherzustellen. Andererseits ermöglicht
die Wasserheizung das indirekte Aufheizen des Spülguts, so dass es während der Trocknungsphase
zu einem Verdampfen von am Spülgut anhaftender Flüssigkeit und somit zu einem Trocknen
des Spülguts kommen kann. Während die Wasserheizung auch ergänzend betrieben werden
kann, wenn die Sorptionstrocknungseinrichtung einwandfrei funktioniert, ist es auch
möglich, die Wasserheizung nur dann zu betreiben, wenn die Sorptionstrocknungseinrichtung
eine Fehlfunktion aufweist. Ebenso wäre es schließlich auch möglich, die Wasserheizung
mit einer erhöhten Heizleistung zu betreiben, wenn auf die Sorptionstrocknungseinrichtung
verzichtet werden muss.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird im Fall der Fehlfunktion
der Sorptionstrocknungseinrichtung eine alternative Trocknungsphase aktiviert, während
der an dem Spülgut anhaftende Flüssigkeit durch Erhöhung der Temperatur innerhalb
der Geschirrspülmaschine verdunstet und anschließend an den Seitenwänden, dem Boden
und/oder dem Deckenbereich des Innenraums der Geschirrspülmaschine kondensiert. Eine
derartige Trocknungsphase, auch als Kondensationstrocknung bezeichnet, hat den Vorteil,
dass neben einer Wasserheizung, die zum Erwärmen der Spülflotte während der oder den
Reinigungsphase(n) ggf. vorgesehen ist, keine zusätzlichen Heizmittel vorhanden sein
müssen. Tritt eine Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung auf, so ist es
lediglich notwendig, die Erwärmung der Spülflotte, beispielsweise mit Hilfe einer
zusätzlichen Wasserheizung, insbesondere in Form eines Durchlauferhitzers, und damit
auch des damit besprühten Spülguts vor der eigentlichen Trocknungsphase derart zu
erhöhen, dass in der Trocknungsphase selbst ein Verdunsten der an dem Spülgut anhaftenden
Flüssigkeit bewirkt wird. Auch wenn diese Art der Trocknung insbesondere im Fall von
Spülgut aus Kunststoff nicht dieselben Trocknungsergebnisse liefert wie die Sorptionstrocknungseinrichtung,
so kann auf diese Weise dennoch eine ausreichende Trocknung erzielt werden, so dass
die Geschirrspülmaschine auch im Fall einer Fehlfunktion der eigentlichen Trocknungseinrichtung
weiter betrieben werden kann.
[0016] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kommt zur Unterstützung der
Kondensation ein Wärmetauscher zum Einsatz. Auch wenn es bereits ohne Wärmetauscher
zu einer Kondensation von verdunsteter Flüssigkeit im Bereich der Seitenwände (zu
der auch die Fronttüre zu zählen ist) kommt, da diese Wände in der Regel von der Umgebungsluft
gekühlt werden, hat ein Wärmetauscher zwei entscheidende Vorteile. Zum einen wird
die Kondensation stark beschleunigt, da innerhalb der Wände des Wärmetauschers, die
mit der Luft im Innenraum der Geschirrspülmaschine in Kontakt kommen, eine Flüssigkeit
(z.B. Frischwasser) zirkuliert, die eine wesentlich niedrigere Temperatur als die
Luft innerhalb des Innenraums der Geschirrspülmaschine aufweist. Zum anderen wird
die Flüssigkeit innerhalb des Wärmetauschers erwärmt. Kommt als Flüssigkeit Frischwasser
aus der Kaltwasserleitung eines Hauses zum Einsatz, so kann diese nach dem Erwärmen
während eines anschließenden Spülgangs als Spülwasser verwendet werden. Da dieses
Wasser dann bereits erwärmt ist, bedarf es schließlich keiner weiteren Erwärmung mehr,
wenn das Wasser zum ersten Mal mit dem Spülgut in Kontakt kommt. Dies kann beispielsweise
während einer Vorspülphase der Fall sein.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Temperatur innerhalb
der Geschirrspülmaschine vor oder während der Trocknungsphase mit Hilfe der Heizvorrichtung
der Sorptionstrocknungseinrichtung erhöht. Auch wenn die Sorptionstrocknungseinrichtung
als Ganzes nicht mehr funktionsfähig sein sollte, da beispielsweise das reversibel
dehydrierbare Material nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden ist oder weil die
Leistung der Heizvorrichtung nicht mehr ausreicht, um eine Desorption des reversibel
dehydrierbaren Materials zu bewirken, so dient die Sorptionstrocknungseinrichtung
in diesem Fall noch immer der Erwärmung der Luft, die von dem Innenraum durch die
Sorptionstrocknungseinrichtung und zurück in den Innenraum strömt, und damit die Erwärmung
des Spülguts und/oder der Spülflotte bewirkt.
[0018] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Heizvorrichtung der
Sorptionstrocknungseinrichtung mit einer geringeren Heizleistung betrieben als während
der Desorption des reversibel dehydrierbaren Materials. Dies kann ebenfalls dann sinnvoll
sein, wenn das reversibel dehydrierbare Material aus welchen Gründen auch immer nicht
mehr fähig ist, die für die Trocknung notwendige Menge an Flüssigkeit aufzunehmen.
Wird in diesem Fall die Trocknung beispielsweise durch die oben genannte Kondensationstrocknung
bewirkt, so braucht die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung nur mit
einer geringeren Heizleistung betrieben werden, die ein Erwärmen von Spülflotte während
der Reinigungsphase oder während des Verdampfens von Flüssigkeit vor oder während
der Trocknungsphase sicherstellt. Ein darüber hinaus gehendes Erhitzen des reversibel
dehydrierbaren Materials ist hingegen nicht mehr notwendig.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird der Lüfter der Sorptionstrocknungseinrichtung
im Vergleich zum Betrieb bei funktionierender Trocknungseinrichtung mit erhöhter oder
verringerter Drehzahl betrieben. Auch hier ist der Hintergrund der, dass die Sorptionstrocknungseinrichtung
bei einer entsprechenden Fehlfunktion nicht mehr der Trocknung des Spülguts sondern
vielmehr der Erwärmung von Luft, Spülflotte und/oder Spülguts dienen muss. Da hier
eine andere Kontaktzeit mit der erwärmten Luft notwendig ist, kann auch der Volumenstrom
der Luft durch die Sorptionstrocknungseinrichtung entsprechend verändert werden. Ebenso
ist eine Veränderung der Lüfterdrehzahl sinnvoll, wenn die Heizvorrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung
nicht mehr wunschgemäß funktioniert. Weist die Heizvorrichtung beispielsweise nur
noch die halbe Heizleistung auf, so sollte auch die Luft länger in dem Bereich der
Sorptionstrocknungseinrichtung, in dem sich die Heizvorrichtung befindet, verbleiben,
um auf die notwendig Temperatur aufgeheizt werden zu können. In diesem Fall würde
es sich anbieten, die Drehzahl des Lüfters entsprechend zu reduzieren. Lässt sich
die Heizleistung der Heizvorrichtung hingegen nicht mehr korrekt drosseln, so wäre
es wiederum empfehlenswert, die Drehzahl zu erhöhen, um eine Überhitzung der Luft
und damit eine Beschädigung des Geschirrs oder der Geschirrspülmaschine zu verhindern.
[0020] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Funktionsfähigkeit
der Trocknungseinrichtung durch Analyse der Funktionsfähigkeit einzelner Bauteile
der Trocknungseinrichtung, wie beispielsweise einer Heizvorrichtung und/oder eines
Lüfters, ermittelt und in Abhängigkeit der jeweiligen Funktionsfähigkeiten der einzelnen
Bauteile zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit übersprungen,
modifiziert und/oder durch eine alternative Programmphase ersetzt. So hängt der Erfolg
des gesamten Spülprogramms nicht nur von der Funktionstüchtigkeit einer einzelnen
Komponente der Sorptionstrocknungseinrichtung ab. Vielmehr kann es sein, dass mehrere
Komponenten nicht wunschgemäß arbeiten. In diesem Fall gilt es abzuwägen, welche Verfahrensänderungen
am ehesten zu einem guten Reinigungs- und Trocknungsergebnis führen. Während es beim
Ausfall des Lüfters und der Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung sinnvoll
erscheint, die Sorptionstrocknungseinrichtung überhaupt nicht mehr zu betreiben und
anstelle der Heizvorrichtung die Wasserheizung zur Erwärmung der Spülflotte einzusetzen,
kann es ebenso sein, dass zwar mehrere Komponenten nicht mehr einwandfrei funktionieren,
die Sorptionstrocknungseinrichtung dennoch betrieben werden kann. Haben beispielsweise
die Heizvorrichtung und der Lüfter jeweils einen leichten Defekt, die lediglich in
einer verringerten Heizleistung bzw. einer verringerten Lüfterdrehzahl resultieren,
so wäre es möglich, die Dauer der Trocknungsphase zu verlängern.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Funktionsfähigkeit
der Trocknungseinrichtung vor jedem Betrieb der Geschirrspülmaschine überprüft und
nur im Fall einer Fehlfunktion zumindest eine der Programmphasen mit Hilfe einer Steuereinheit
übersprungen, modifiziert oder durch eine alternative Programmphase ersetzt. Dies
hat den Vorteil, dass die Geschirrspülmaschine nicht während ihrer gesamten Laufzeit
mit gegenüber dem Werkszustand verändertem Verfahren betrieben werden muss, sobald
eine einzige Fehlfunktion detektiert wird. Vielmehr wird vor jedem Betrieb der Geschirrspülmaschine
erneut ein Selbsttest durchgeführt, um zu überprüfen, ob alle relevanten Bauteile
in Ordnung sind. Basierte die Fehlfunktion auf einer kurzzeitigen Fehlfunktion des
Selbsttestes selbst oder auf einem Defekt, der nur kurzfristig auftrat, so kann die
Geschirrspülmaschine wieder nach altem Verfahrenslauf betrieben werden, da die aktuelle
Überprüfung keine Fehlfunktion mehr ergeben wird.
[0022] Die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine, die eine Trocknungseinrichtung und einer
Steuereinheit zur Steuerung der Geschirrspülmaschine umfasst, zeichnet sich dadurch
aus, dass sie ein oder mehrere Sensoren und/oder Auswerteeinheiten umfasst, mit deren
Hilfe die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung direkt, beispielsweise durch
Detektion der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung, oder indirekt, beispielsweise
durch Detektion der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geschirrspülmaschine, ermittelbar
ist und dass die Steuereinheit ausgebildet ist, die Geschirrspülmaschine nach einem
Verfahren im Sinne der vorangegangener Beschreibung zu betreiben. Hierdurch wird es
auf einfache Weise möglich, eine Geschirrspülmaschine auch im Fall einer Fehlfunktion
der Trocknungseinrichtung weiter zu betreiben, wobei im besten Fall auf kostenpflichtige
Reparaturen verzichtet werden kann. Die Auswahl der jeweiligen Veränderung des Programmablaufs
wird vorrangig auf Basis von Daten ausgewählt, die in der Steuerung hinterlegt sind.
So ist es von Vorteil, wenn für jede Komponente, die direkt oder indirekt zur Trocknungseinrichtung
zählen (wie beispielsweise der Lüfter oder die Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung
oder auch eine Wasserheizung, die ein Erwärmen von Spülgut und Spülflotte ermöglicht
und hierdurch ebenfalls ein Trocknen des Spülguts sicherstellt) mögliche Zustände
(z.B. Funktion in Ordnung; Funktion nicht in Ordnung; Funktion eingeschränkt) und
mögliche Veränderungen des Spülprogramms hinterlegt sind. Hierbei ist es zudem zweckdienlich,
dass die einzelnen Fehlfunktionen gegenseitig berücksichtigt werden, da beispielsweise
im Fall, in dem der Lüfter und die Heizvorrichtung einer Sorptionstrocknungseinrichtung
nur eingeschränkt funktionstüchtig sind, eine andere Verfahrensanpassung notwendig
ist, als wenn der Lüfter und die Wasserheizung nicht mehr funktionieren.
[0023] Im Ergebnis erlaubt das Verfahren und die Geschirrspülmaschine somit eine gute Reinigung
und Trocknung des Spülguts auch bei eingeschränkter oder fehlender Funktionstüchtigkeit
der Trocknungseinrichtung, so dass die Erfindung einen wesentlichen technischen Beitrag
zum bekannten Stand der Technik liefert.
[0024] Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften
Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger
Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger
Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
[0025] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile
werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen, jeweils in einer
schematischen Prinzipskizze:
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine,
und
- Figur 2
- einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine,
[0026] In Figur 1 sind nur diejenigen Bestandteile einer Geschirrspülmaschine mit Bezugszeichen
versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine weitere
Teile und Baugruppen umfassen kann.
[0027] Figur 1 zeigt eine im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Haushalts-Geschirrspülmaschine
ausgebildete Geschirrspülmaschine 1. Diese weist einen Innenraum 2 auf, der durch
einen Spülbehälter bereitgestellt ist und mittels einer an der Geschirrspülmaschine
1 schwenkbar gelagerten Tür (nicht dargestellt) zum Beladen und Entladen geöffnet
bzw. geschlossen werden kann. In dem Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 sind Geschirrkörbe
3 zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut angeordnet, die auf herkömmliche Art und
Weise aus dem Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 herausgezogen werden können,
um das Be- und Entladen zu erleichtern.
[0028] Des Weiteren sind in dem Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 Sprüheinrichtungen,
insbesondere Sprüharme 4 zur Beaufschlagung von nicht näher dargestelltem Spülgut
mit Flüssigkeit angeordnet, mit deren Hilfe das in den Geschirrkörben 3 gelagerte
Spülgut gereinigt wird. Bei der Spülflottenflüssigkeit, sogenannter Spülflotte, kann
es sich beispielsweise um mit Reinigungsmittel und/oder Klarspüler und/oder Zusatzstoffen
wie z.B. Enthärter versetztes Wasser handeln, so dass die gewünschte Reinigungswirkung
und ebenso eine streifenfreie Trocknung sichergestellt werden kann. Die vom Spülgut
herabfließende Flüssigkeit sammelt sich schließlich in einem Pumpensumpf 5, der im
Bodenbereich des Innenraumes 2 der Geschirrspülmaschine 1 angeordnet ist.
[0029] Die Sprüharme 4 sind über eine Zuführleitung 6 mit einer Umwälzpumpe 8 flüssigkeitsleitend
verbunden, die neben anderen Bauteilkomponenten der Geschirrspülmaschine 1 in einer
Bodenbaugruppe 7 unterhalb des Innenraums 2 der Geschirrspülmaschine 1 angeordnet
ist. Während des Betriebs der Umwälzpumpe 8 saugt diese die sich in dem Pumpensumpf
5 angesammelte Flüssigkeit an und fördert diese durch die Zuführleitung 6 zu den Sprüharmen
4.
[0030] Ferner kann die Umwälzpumpe 8 , wie in Figur 1 gezeigt, eine integrierte Wasserheizung
9 zur Erwärmung der Flüssigkeit aufweisen, wobei im Fall der Sorptionstrocknungseinrichtung
auch auf dieses zusätzliche Heizmittel verzichtet werden kann. Zusätzlich oder alternativ
kann neben der Umwälzpumpe 8 ein separater Durchlauferhitzer vorgesehen sein.
[0031] Für die Entleerung des Innenraums 2 der Geschirrspülmaschine 1 ist schließlich eine
Laugenpumpe 10 vorgesehen, die ebenfalls in flüssigkeitsleitender Verbindung mit dem
Pumpensumpf 5 steht und mit einer Entsorgungsleitung 11 an ein hausseitiges Abwasserentsorgungsnetz
angeschlossen werden kann.
[0032] Wie in Figur 1 des Weiteren dargestellt, kann die Geschirrspülmaschine 1 eine Sorptionstrocknungseinrichtung
aufweisen, mit deren Hilfe das in den Geschirrkörben 3 angeordnete und gereinigte
Spülgut am Ende eines Spülprogrammdurchlaufs getrocknet werden kann. Hierzu verfügt
die Bodenbaugruppe 7 über einen Sorptionsbehälter 12, der über einen Luftkanal 13
mit einem Einlass 14 luftleitend verbunden ist, wobei zur Erzeugung einer Zwangsdurchströmung
ein Lüfter 15 vorgesehen ist. Um die durch den Einlass 14 angesaugte und durch den
Lüfter 15 in den Sorptionsbehälter 12 beförderte Luft wieder in den Innenraum 2 der
Geschirrspülmaschine 1 zurückzufördern, ist eine Ausblasöffnung 16 im Bodenbereich
der Geschirrspülmaschine 1 vorgesehen.
[0033] Während der Trocknungsphase wird schließlich mit Hilfe des Lüfters 15 Luft aus dem
Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine 1 angesaugt, durch den Sorptionsbehälter 12 geleitet
und wieder durch die Ausblasöffnung 16 zurück in den Innenraum 2 der Geschirrspülmaschine
1 geleitet. Um hierbei die umgewälzte Luft zu trocknen, ist in dem Sorptionsbehälter
12 ein reversibel dehydrierbares Material 17 zur Durchführung einer exothermen Trocknung
vorgesehen. Es handelt sich dabei beispielsweise um Zeolith, das auf Grund seiner
hygroskopischen Eigenschaft Wasser aufnimmt, wobei zeitgleich Wärmeenergie freigesetzt
wird. Durch diese freigesetzte Wärmeenergie wird eine Erwärmung der umgewälzten Luft
bewirkt, was zugleich das Feuchtigkeitsaufnahmevermögen der umgewälzten Luft erhöht.
Am Ende eines Trocknungsvorgangs ist schließlich eine Flüssigkeitsmenge in dem reversibel
dehydrierbaren Material 17 gespeichert, die vor einem erneuten Einsatz der Sorptionstrocknungseinrichtung
wieder ausgetrieben werden muss.
[0034] Um dies zu ermöglichen, ist eine Heizvorrichtung 18 vorgesehen, die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel in dem Sorptionsbehälter 12 angeordnet ist. Es ist jedoch auch
möglich, eine Luftheizung außerhalb des Sorptionsbehälters 12 anzuordnen, z.B. in
dem Luftkanal 13, um eine Erwärmung der in den Sorptionsbehälter 12 geförderten Luft
zu bewirken. Um die in dem reversibel dehydrierbaren Material 17 gespeicherte Flüssigkeitsmenge
auszutreiben, wird eine mit dem Lüfter 15 erzeugte Luftströmung erwärmt, so dass das
reversibel dehydrierbare Material 17 auf Temperaturen erhitzt werden kann, bei denen
die in dem reversibel dehydrierbaren Material 17 gespeicherte Wassermenge wieder freigesetzt
wird.
[0035] Um nun die Funktion der Geschirrspülmaschine 1 zu gewährleisten und zu überprüfen,
verfügt diese über ein Steuereinheit 20, die beispielsweise in der Bodenbaugruppe
7 angeordnet sein kann. Während die Steuereinheit 20 selbstverständlich auch die Durchführung
eines ab Werk vorgegebenen Programmablaufs überwacht und durchführt, initiiert sie
ebenso einen Selbsttest der Geschirrspülmaschine 1 (beispielsweise zu Beginn jedes
Spülprogramms oder zwischen den einzelnen Programmphasen), um festzustellen, ob die
Trocknungseinrichtung 21 einwandfrei funktioniert. Hierbei werden die Signale eines
oder mehrerer Sensoren 19 abgefragt, die mit den einzelnen Komponenten der Geschirrspülmaschine
1 in Kontakt stehen und hierbei spezifische Daten (z.B. Leistungsaufnahme, Stromverbrauch,
Temperatur, Drehzahl, etc.) der jeweiligen Komponenten überprüfen. Die Sensoren können
hierbei im Luftkanal 13, im Innenraum 2 oder auch der Bodenbaugruppe 7 oder innerhalb
der jeweiligen Komponenten angeordnet sein.
[0036] Stellt sich im Rahmen dieses Selbsttestes heraus, dass ein oder mehrere Komponenten
der Trocknungseinrichtung 21, beispielsweise der Lüfter 15 oder die Heizvorrichtung
18 der Sorptionstrocknungseinrichtung, nicht wunschgemäß betrieben werden können,
insbesondere bestimmte Sollwerte oder Sollwertbereiche von charakteristischen Größen
dieser Komponenten nicht eingehalten werden können, so wird zumindest eine der Programmphasen
mit Hilfe der Steuereinheit 20 übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative
Programmphase ersetzt.
[0037] Einen schematischen Ablauf einer derartigen Programmänderung zeigt Figur 2. Zu Beginn
erfolgt die Inbetriebnahme (I) der Geschirrspülmaschine 1, beispielsweise durch Drücken
eines An/Aus-Schalters. Im Anschluss daran führt die Geschirrspülmaschine 1 einen
Selbsttest (T) durch, um zu überprüfen, ob die Trocknungseinrichtung 21 der Geschirrspülmaschine
1 einwandfrei funktioniert. Liegt keine Fehlfunktion derselben vor (N), so wird die
Geschirrspülmaschine 1 gemäß einem in der Steuereinheit 20 hinterlegten Standardprogramm
(S) betrieben.
[0038] Wird eine Fehlfunktion detektiert (J), so wird je nach Art des Fehlers eine Modifikation
des Spülprogramms vorgenommen, wobei die Art der Modifikation (Überspringen, Modifizieren
und/oder Ersetzen zumindest einer der Programmphasen) von der Art der Fehlfunktion
abhängt. Im gezeigten Beispiel sind zwei Möglichkeiten gezeigt, die im Fall einer
Fehlfunktion des Lüfters 15 der Sorptionstrocknungseinrichtung denkbar wären.
[0039] Ist der Lüfter 15 vollständig außer Betrieb (B), so wird die Wasserheizung 9 in Betrieb
genommen (W), um einerseits die Spülflotte auf die während der Reinigungsphase notwendige
Temperatur zu erwärmen und andererseits eine entsprechende Erwärmung des Spülguts
zu gewährleisten. Hierdurch wird sichergestellt, dass es während der Trocknungsphase
zu einem Verdampfen von an dem Spülgut anhaftender Flüssigkeit kommt, so dass das
Spülgut auch ohne funktionierender Sorptionstrocknungseinrichtung befriedigend getrocknet
werden kann.
[0040] Bewirkt die Fehlfunktion hingegen lediglich, dass die Drehzahl des Lüfters 15 seinen
gewünschten Solldrehzahlwert nicht erreichen kann (D), so wird die Reinigungsphase
(VR) und die Trocknungsphase (VT) verlängert, so dass die Luft innerhalb der Geschirrspülmaschine
1 und damit auch die Spülflotte bzw. das Spülgut durch die Heizvorrichtung 18 der
Sorptionstrocknungseinrichtung auch weiterhin hinreichend erwärmt werden kann.
[0041] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung geht von der Ausgangssituation aus,
dass ein Fehler dem Kunden signalisiert wird, wenn eine Komponente der Trocknungseinrichtung
21 (z.B. Sorptionstrocknungseinrichtung) defekt ist. Die Trocknungseinrichtung 21
wird in diesem Fall nicht mehr betrieben. Dadurch resultiert ein minderwertiges Trocknungsergebnis.
Als mögliche Fehlerfälle kommen beispielsweise ein blockierter Lüfter 15, eine mangelhaft
funktionierende elektrische Verbindung, ein defekter Lüfter 15 oder eine defekte Elektronik
in Betracht. Ebenso kann die Heizvorrichtung 18 der Sorptionstrocknungseinrichtung
durchgebrannt sein, die Menge an funktionsfähigem Zeolith in der Sorptionstrocknungseinrichtung
nicht ausreichend sein oder das Zeolith eine Übertemperatur aufweisen.
[0042] Bei der Detektion einer fehlerhaften Komponente wird schließlich ein Notprogramm
aktiviert. In diesem Fall werden bestimmte Programmphasen übersprungen bzw. durch
modifizierte Phasen ersetzt. Anstatt der Desorptionsphase kann beispielsweise die
herkömmliche Wasserheizung 9 verwendet werden. Zusätzlich ist eine Verlängerung der
Reinigungsphase denkbar. Ebenso kann anstelle der Adsorptionsphase die herkömmliche
Kondensationstrocknung aktiviert werden. Diese kann durch einen Wärmetauscher 22 verbessert
werden.
[0043] Die Vorteile der Erfindung liegen darin, dass die Performance der Reinigungsleistung
respektive Trocknungsleistung auf einem ähnlichen Niveau wie bei funktionstüchtiger
Trocknungseinrichtung gehalten werden kann. Zudem werden Kundendiensteinsätze minimiert.
[0044] Im Übrigen ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr sind sämtliche Kombinationen der beschriebenen Einzelmerkmale, wie sie in
den Ansprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren gezeigt oder beschrieben sind und
soweit eine entsprechende Kombination technisch möglich bzw. sinnvoll erscheint, Gegenstand
der Erfindung.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Innenraum
- 3
- Geschirrkorb
- 4
- Sprüharm
- 5
- Pumpensumpf
- 6
- Zuführleitung
- 7
- Bodenbaugruppe
- 8
- Umwälzpumpe
- 9
- Wasserheizung
- 10
- Laugenpumpe
- 11
- Entsorgungsleitung
- 12
- Sorptionsbehälter
- 13
- Luftkanal
- 14
- Einlass
- 15
- Lüfter
- 16
- Ausblasöffnung
- 17
- reversibel dehydrierbaren Material
- 18
- Heizvorrichtung
- 19
- Sensor
- 20
- Steuereinheit
- 21
- Trocknungseinrichtung
- 22
- Wärmetauscher
- I
- Inbetriebnahme
- T
- Selbsttest
- N
- keine Fehlfunktion
- S
- Betrieb gemäß Standardprogramm
- J
- Fehlfunktion
- B
- Lüfter außer Betrieb
- W
- Betrieb der Wasserheizung
- D
- Drehzahl des Lüfters nicht korrekt
- VR
- Verlängerung Reinigungsphase
- VT
- Verlängerung Trocknungsphase
1. Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine (1), insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine,
wobei das Verfahren neben wenigstens einer Programmphase in Form einer Trocknungsphase,
in der Spülgut getrocknet wird, weitere Programmphasen, wie beispielsweise eine Vorspülphase,
eine Reinigungsphase und/oder eine Zwischenspülphase, umfasst, wobei die Geschirrspülmaschine
eine Trocknungseinrichtung (21) umfasst, mit deren Hilfe das zu reinigende Spülgut
getrocknet wird, und wobei die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) wenigstens
zeitweise überwacht wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall einer Fehlfunktion der Trocknungseinrichtung (21) zumindest eine der Programmphasen
mit Hilfe einer Steuereinheit (20) übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative
Programmphase ersetzt wird.
2. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) direkt, beispielsweise durch
Detektion der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung (21), oder indirekt, beispielsweise
durch Detektion der Luftfeuchtigkeit im Innenraum (2) der Geschirrspülmaschine (1),
ermittelt wird.
3. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer zumindest einer der Programmphasen im Vergleich zur Dauer bei funktionierender
Trocknungseinrichtung (21) verlängert oder verkürzt wird.
4. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur einer durch die Geschirrspülmaschine (1) zirkulierenden Spülflotte
zumindest während einer der Programmphasen im Vergleich zur Temperatur bei funktionierender
Trocknungseinrichtung (21) wenigstens zeitweise erhöht oder erniedrigt wird.
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Programmphasen mehrmals durchlaufen wird.
6. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungseinrichtung (21) als Sorptionstrocknungseinrichtung ausgebildet ist,
die neben einem reversibel dehydrierbaren Material (17), wie beispielsweise Zeolith,
einen Luftkanal (13), eine Heizvorrichtung (18) zur Erwärmung des reversibel dehydrierbaren
Materials (17) sowie einen Lüfter (15) umfasst, mit dessen Hilfe Luft durch den Innenraum
(2) der Geschirrspülmaschine (1) und die Sorptionstrocknungseinrichtung bewegt werden
kann.
7. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine (1) eine zusätzliche Wasserheizung (9) umfasst, und dass
im Fall der Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung die Wasserheizung (9)
betrieben wird, um die innerhalb der Geschirrspülmaschine (1) zirkulierende Spülflotte
zu erwärmen.
8. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall der Fehlfunktion der Sorptionstrocknungseinrichtung eine alternative Trocknungsphase
aktiviert wird, während der an dem Spülgut anhaftende Flüssigkeit durch Erhöhung der
Temperatur innerhalb der Geschirrspülmaschine (1) verdunstet und anschließend an den
Seitenwänden, dem Boden und/oder dem Deckenbereich des Innenraums (2) der Geschirrspülmaschine
(1) kondensiert.
9. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstützung der Kondensation ein Wärmetauscher (22) zum Einsatz kommt.
10. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall einer Fehlfunktion die Temperatur innerhalb der Geschirrspülmaschine (1)
vor oder während der Trocknungsphase mit Hilfe der Heizvorrichtung (18) der Sorptionstrocknungseinrichtung
erhöht wird.
11. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall einer Fehlfunktion die Heizvorrichtung (18) der Sorptionstrocknungseinrichtung
mit einer geringeren Heizleistung betrieben wird als während der Desorption des reversibel
dehydrierbaren Materials (17).
12. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter (15) der Sorptionstrocknungseinrichtung im Vergleich zum Betrieb bei funktionierender
Trocknungseinrichtung (21) mit erhöhter oder verringerter Drehzahl betrieben wird.
13. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) durch Analyse der Funktionsfähigkeit
einzelner Bauteile der Trocknungseinrichtung (21), wie beispielsweise einer Heizvorrichtung
(18) und/oder eines Lüfters (15), ermittelt wird und in Abhängigkeit der jeweiligen
Funktionsfähigkeiten der einzelnen Bauteile zumindest eine der Programmphasen mit
Hilfe einer Steuereinheit (20) übersprungen, modifiziert und/oder durch eine alternative
Programmphase ersetzt wird.
14. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) vor jedem Betrieb der Geschirrspülmaschine
(1) überprüft wird und nur im Fall einer Fehlfunktion zumindest eine der Programmphasen
mit Hilfe einer Steuereinheit (20) übersprungen, modifiziert oder durch eine alternative
Programmphase ersetzt wird.
15. Geschirrspülmaschine (1), insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einer Trocknungseinrichtung
(21) und einer Steuereinheit (20) zur Steuerung der Geschirrspülmaschine (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine ein oder mehrere Sensoren (19) und/oder Auswerteeinheiten
umfasst, mit deren Hilfe die Funktionsfähigkeit der Trocknungseinrichtung (21) direkt,
beispielsweise durch Detektion der Leistungsaufnahme der Trocknungseinrichtung (21),
oder indirekt, beispielsweise durch Detektion der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geschirrspülmaschine,
ermittelbar ist, und dass die Steuereinheit (20) ausgebildet ist, die Geschirrspülmaschine
nach einem Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche zu betreiben.