[0001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine,
mit einem Behälter, der eine verschließbare Behälteröffnung aufweist, und mit wenigstens
einer Spülvorrichtung zum Erzeugen zumindest eines Wasserstrahls in dem Behälter,
sowie mit wenigstens einem Mittel zur Geräuschreduzierung.
[0002] Wasserführende Haushaltsgeräte der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der
Technik bekannt. Sie umfassen einen Behälter mit einer verschließbaren Behälteröffnung,
durch welche zu spülendes Gut in den Behälterinnenraum einbringbar ist. Z.B. mittels
einer Spülvorrichtung, insbesondere mittels mindestens eines in dem Behälter rotierbar
angeordneten Sprüharms der Spülvorrichtung, ist ein Wasserstrahl oder eine Vielzahl
von Wasserstrahlen in dem Behälter erzeugbar, mittels dem oder denen das Spülgut gereinigt
werden kann. Der Behälter wirkt durch seine in der Regel kubischen Außenabmaße und
leichte Struktur wie ein großer Resonanzkörper, der durch auf die Oberfläche treffende
Wasserspritzer beziehungsweise Wasserstrahlen anregbar ist.
[0003] In den vergangenen Jahren hat sich die Gestaltung von Küchen hin zu einem Wohnraum
entwickelt. Dadurch haben sich insbesondere die akustischen Anforderungen an wasserführende
Haushaltsgeräte verändert. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es bekannt,
Mittel zur Geräuschreduzierung vorzusehen. Bewegte Bauteile wie Umwälzpumpen, Laugenpumpe
und Ventile erzeugen Geräusche, die durch die Luft übertragen werden. Üblicherweise
werden Bitumenmatten als Mittel zur Geräuschdämmung außen auf dem üblicherweise aus
Edelstahl bestehenden Behälter aufgebracht. Zusätzlich oder unabhängig hiervon können
Absorptions- beziehungsweise Dämpfungsmaterialien außen am Behälter vorgesehen sein,
die Luftschallenergie schlucken und in Wärme umwandeln. Bei bekannten wasserführenden
Haushaltsgeräten werden dazu überlicherweise plane, vorkonfektionierte mit Phenolharz
verbundene Baumwollfasern als Matten eingebaut. Auch Polyestermaterialien kommen als
Mittel zur Geräuschdämmung zum Einsatz. Die bekannten Geräuschdämmungs- und/oder Geräuschdämpfungsmittel
werden üblicherweise außen um den Behälter gelegt und füllen den Bereich zwischen
den Außenwänden des jeweiligen wasserführenden Haushaltsgeräts und dem Behälter aus.
Zur Reduzierung von Schwingungsamplituden der Metallbauteile, insbesondere des Behälters
aus Edelstahl, werden polymermodifizierte Bitumenmatten mit einem angepassten Verlustfaktor
auf die Metalloberflächen aufgeklebt. Dies erfolgt in der Regel mittels eines Heißklebers.
Auch ist es bekannt, selbstklebende Bitumenmatten zu verwenden. Ziel dieser vorstehend
angegebenen Dämmungsschichten und/ oder Dämpfungsschichten ist neben der Reduzierung
von Schwingungsanregungen auch die Entdröhnung von Metallbauteilen.
[0004] Eine wie oben beschriebene Reduzierung der Schallleistungsabstrahlung ist jedoch
nur bedingt möglich. Dies liegt zum einen an dem zunehmenden Behältervolumen, das
bei gleichbleibenden Normaußenmaßen der wasserführenden Haushaltsgeräte zu einem verkleinerten,
zur Geräuschdämmung und/oder Geräuschdämpfung zur Verfügung stehenden Bauraum führt.
Darüber hinaus werden moderne wasserführende Haushaltsgeräte aufgrund stark steigender
Energiepreise energetisch optimiert. Aufgeklebte Bitumenmatten weisen eine hohe Wärmekapazität
auf und bewirken dadurch einen gewissen Wärmeverlust, so dass hier stets ein Kompromiss
aus Wärmeverlust und Geräuschdämmung und/oder Geräuschdämpfung eingegangen werden
muss.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein wasserführendes Haushaltsgerät
mit ausreichender Geräuschreduzierung bereitzustellen.
[0006] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs
1 vollständig gelöst. Sie hat den Vorteil, dass anstelle der bisher vorgesehenen sekundären,
insbesondere behälteraußenseitigen Geräuschdämmung und/ oder Geräuschdämpfung nunmehr
eine primäre, insbesondere behälterinnenseitige Geräuschdämmung und/ oder Geräuschdämpfung
realisiert wird, die verhindert, dass der Behälter durch den Wasserstrahl oder die
Wassertropfen zu Schwingungen angeregt wird. Erfindungsgemäß ist hierfür vorgesehen,
dass als Mittel zur Geräuschreduzierung, insbesondere zur Geräuschdämmung und/ oder
Geräuschdämpfung, wenigstens eine Prallplatte schwingungsentkoppelt an einer Innenseite
des Behälters in mindestens einem Auftreffbereich des Wasserstrahls angeordnet ist.
Die Prallplatte ist somit der jeweiligen Behälterinnenwand vorgeschaltet und in einem
Bereich angeordnet, in welchem normalerweise der Wasserstrahl gegen die Behälterinnenwand
treffen würde. Dadurch trifft der Wasserstrahl im Bereich der Prallplatte nicht auf
den Behälter, sondern auf die Prallplatte, welche schwingungsentkoppelt an dem Behälter
angeordnet ist, so dass die in der Prallplatte angeregten Schwingungen nicht auf den
Behälter übertragen werden.
[0007] Die Prallplatte ist bevorzugt in einem für die Schwingungsanregung kritischen Bereich
des Behälters angeordnet. Besonders bevorzugt ist die Prallplatte derart ausgebildet,
dass sie sich über den gesamten Auftreffbereich des Wasserstrahls auf der Behälterinnenseite
erstreckt. So ist es beispielsweise denkbar, eine kreisringförmige Prallplatte an
dem Dach des Behälters vorzusehen.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Prallplatte
aus einem Material mit höheren Dämpfungseigenschaften als der Behälter gefertigt ist,
wie z.B. Glas oder Kunststoff. Hierdurch wird bereits ein Anregen der Prallplatte
verhindert oder zumindest erschwert. Vorzugsweise ist die Prallplatte derart ausgebildet
und an dem Behälter angeordnet, dass sie selbst reinigend ist und sich keine Schmutzablagerungen
sammeln können. Durch das Vorsehen der Prallplatte auf der Behälterinnenseite können
bisher verwendete Geräuschdämmungs- und/ oder Geräuschdämpfungsmittel, wie insbesondere
die eingangs beschriebenen Dämmmatten, insbesondere Bitumenmatten, oder dergleichen
eingespart oder kleiner dimensioniert werden, wodurch insbesondere auch die Energieverluste
verringert und somit der Energiehaushalt der Haushaltsmaschine verbessert wird.
[0009] Bevorzugt weist die Prallplatte eine geräuschdämmende und/ oder geräuschdämpfende
Oberflächenstruktur, insbesondere Rippenstruktur auf. Durch die Rippenstruktur wird
auch erreicht, dass der Wasserstrahl nicht überall senkrecht auf die Prallplatte trifft,
sondern je nach Anzahl, Größe, Anordnung und Ausbildung der Rippen in einem Winkel
ungleich 90° auf die Prallplatte trifft, wodurch ein weiches Auftreffen gewährleistet
und die Anregung von Schwingungen verhindert oder zumindest vermindert wird.
[0010] Vorzugsweise ist die Prallplatte durch ein Feder-Dämpfer-System an der Innenseite
des Behälters befestigt. Durch das Feder-Dämpfer-System wird die Schwingungsübertragung
von der Prallplatte auf den Behälter wirksam verhindert oder zumindest vermindert.
[0011] Besonders bevorzugt wird das Feder-Dämpfer-System von zumindest einem Zwischenstück
gebildet, das aus einem schwingungsentkoppelndem beziehungsweise -dämpfendem Material
gefertigt ist. So kann es sich bei dem Zwischenstück beispielsweise um ein elastisch
verformbares Verbindungsteil handeln, das eine entsprechende Eigendämpfung aufweist.
Durch das Vorsehen eines derartigen Zwischenstücks für das Feder-Dämpfer-System wird
insbesondere die Fehleranfälligkeit des Systems verringert und darüber hinaus die
oben bereits beschriebene, selbst reinigende Ausbildung auf einfache Art und Weise
gewährleistet. Zweckmäßigerweise sind die Materialien der Prallplatte und/oder des
Zwischenstücks derart gewählt, dass sie resistent gegenüber den in der Haushaltsmaschine
verwendeten Reinigungsbeziehungsweise Spülmitteln sind.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Prallplatte an einer
Seitenwand und/oder am Dach und/oder am Boden des Behälters angeordnet. Insbesondere
durch die Anordnung der Prallplatte an einer Seitenwand wird auch eine Umlenkfläche
geboten, durch welche der eigentlich auf die Seitenwand treffende Wasserstrahl insbesondere
in Richtung des Dachs des Behälters umgelenkt wird. Zweckmäßigerweise erstreckt sich
die Prallplatte an der Seitenwand über die gesamte Breite der Seitenwand. Unter einer
Seitenwand sind in diesem Zusammenhang sowohl die zwei Seitenwände des Behälters als
auch die Rückwand sowie die durch die den Behälter verschließende Tür gebildete Seitenwand
zu verstehen. Ist die Prallplatte an dem Dach des Behälters angeordnet, so erstreckt
sie sich bevorzugt im Wesentlichen über die gesamte Dachfläche.
[0013] Besonders bevorzugt sind an den Seitenwänden und/oder an dem Dach und/oder am Boden
des Behälters jeweils mindestens eine, vorzugsweise mehrere Prallplatten wie oben
beschrieben angeordnet und/oder ausgebildet. Besonders bevorzugt sind überall dort
Prallplatten vorgesehen, wo ein Wasserstrahl, insbesondere der Spülvorrichtung, direkt
oder indirekt (umgelenkt) auf die Behälterwand treffen würde.
[0014] Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0015] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Weiterbildungen werden nachfolgend anhand von
Zeichnungen näher erläuftert. Es zeigen jeweils schematisch:
- Figur 1
- ein erstes vorteilhaftes Ausführungsbeispiel eines wasserführenden Haushaltsgeräts
in einer vereinfachten Darstellung, und
- Figur 2
- ein zweites vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des wasserführenden Haushaltsgeräts
in einer vereinfachten Darstellung.
[0016] Die Figur 1 zeigt in einer vereinfachten Darstellung ein als Geschirrspülmaschine
ausgebildetes wasserführendes Haushaltsgerät, das einen Behälter 2 aufweist, der in
vorliegendem Ausführungsbeispiel aus Edelstahl gefertigt ist und an einer Seite eine
Behälteröffnung 3 aufweist, die durch eine Tür 4 des Haushaltsgeräts verschließbar
ist. In dem Behälter 2 sind zwei Spülkörbe 5 und 6 übereinander angeordnet, die zur
Aufnahme von Spülgut dienen und, insbesondere mittels eines Schienensystems, aus dem
Behälter 2 durch die Behälteröffnung 3 herausziehbar sind. Unterhalb des unteren Spülkorbs
6 ist ein erster Sprüharm 7 einer Sprühvorrichtung 8 angeordnet. Im Betrieb des wasserführenden
Haushaltsgeräts wird der Sprüharm 7 auf bekannte Art und Weise durch die von ihm abgegebenen
Wasserstrahlen - hier durch gestrichelte Linien angedeutet- in eine Rotationsbewegung
versetzt. Ein zweiter Sprüharm 9 der Sprühvorrichtung 8 ist oberhalb des unteren Spülkorbs
6 nahe zu der Unterseite des oberen Spülkorbs 5 angeordnet. Die Funktion des Sprüharms
9 entspricht der Funktion des Sprüharms 7, so dass diese hier nicht nochmals erläutert
werden soll.
[0017] Weiterhin umfasst das wasserführende Haushaltsgerät ein Mittel 10 zur Geräuschdämmung
und/ oder Geräuschdämpfung, das in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als Prallplatte
11 ausgebildet ist, welche schwingungsentkoppelt an der Innenseite 12 des Behälters
2 an dessen Dach 13 angeordnet ist. Die Prallplatte 11 erstreckt sich dabei im Wesentlichen
über die gesamte Fläche des Dachs 13. Zur Schwingungsentkopplung ist ein Feder-Dämpfer-System
14 vorgesehen, mittels dessen die Prallplatte 11 an der Innenseite 12 des Dachs 13
angeordnet ist. Das Feder-Dämpfer-System 14 weist mehrere Zwischenstücke 15 auf, die
zwischen der Prallplatte und dem Dach 13 angeordnet sind, und mittels derer die Prallplatte
11 an dem Dach 13 gehalten ist. Die Zwischenstücke 15 sind aus einem schwingungsentkoppelnden
und/oder schwingungsdämpfenden Material gefertigt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind vier der Zwischenstücke 15 vorgesehen, wobei jeweils ein Zwischenstück 15 in
einem Eckbereich der Prallplatte 11 beziehungsweise des Dachs 13 angeordnet ist. Natürlich
können auch mehr oder weniger Zwischenstücke 15 vorgesehen sein. Durch die Ausbildung
der an dem Dach angeordneten Prallplatte 11 derart, dass sie sich im Wesentlichen
über das gesamte Dach 13 erstreckt, ist die Prallplatte 11 in einem Auftreffbereich
von Wasserstrahlen beziehungsweise Spülflottenflüssigkeit, die von den Sprüharmen
7 und/oder 9 abgegeben werden, angeordnet. (Unter Spülflottenflüssigkeit wird insbesondere
mit Reinigungsmittel, Klarspülmittel, Zusatstoffen wie z.B. Enthärter, Schmutzteilchen,
usw.... versetztes Wasser verstanden.) Dadurch treffen die Wasserstrahlen auf die
Prallplatte, welche durch die Zwischenstücke 15 schwingungsentkoppelt an dem Dach
13 angeordnet ist, so dass sich die auf die Prallplatte 11 auswirkenden Impulse und
damit folglich durch die Wasserstrahlen angeregten Schwingungen nicht auf den Behälter
2 übertragen. Zumindest wird die Schwingungsübertragung auf den Behälter deutlich
vermindert.
[0018] Das wasserführende Haushaltsgerät weist somit eine primäre, insbesondere behälterinnenseitige
Geräuschdämpfung und/ oder Geräuschdämmung auf, die verhindert, dass der Behälter
2 zum Schwingen angeregt wird. Dadurch wird ein besonders leises wasserführendes Haushaltsgerät
bereitgestellt, das auch problemlos in Küchen verwendet werden kann, die zum Wohnraum
dazugehören. Darüber hinaus können die üblicherweise vorgesehenen, sekundären, insbesondere
behälteraußenseitigen Geräuschdämpfungsmittel und/ oder Geräuschdämmungsmittel, wie
beispielsweise Bitumenmatten, entfallen oder zumindest deren Anzahl und Größe verringert
werden, so dass der Behälter 2 ggf. bei gleichbleibenden Außenabmessungen des wasserführenden
Haushaltsgeräts größer ausgebildet werden kann. Hierdurch wird auch die Energieeffizienz
des wasserführenden Haushaltsgeräts verbessert, da die durch die bisher verwendeten
Geräuschdämmungs- und/oder dämpfungsmittel hervorgerufenen Wärmeverluste verringert
werden.
[0019] Die Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines wasserführenden Haushaltsgeräts
in einer vereinfachten Darstellung. Aus der Figur 1 bereits bekannte Elemente sind
mit den gleichen Bezugszeichen versehen, so dass insofern auf die oben stehende Beschreibung
verwiesen wird. Im Folgenden soll lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden.
[0020] Im Unterschied zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel weist das wasserführende
Haushaltsgerät gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel mehrere Mittel 10 zur Geräuschreduzierung,
insbesondere zur Geräuschdämmung und/oder Geräuschdämpfung, auf. So sind an dem Dach
13 anstelle der einen Prallplatte 11 mehrere, jedoch kleiner ausgebildete Prallplatten
16 angeordnet, die jeweils über mehrere Zwischenstücke 15 an dem Dach 13 beziehungsweise
an der Innenseite 14 des Behälters 2 im Auftreffbereich der Wasserstrahlen 7 und/oder
9 angeordnet sind.
[0021] Für den Fall, dass die Sprüharme des wasserführenden Haushaltsgeräts derart ausgebildet
sind, dass sie Wasserstrahlen nicht nur senkrecht nach oben abgeben, sondern alternativ
oder zusätzlich auch schräg, beispielsweise in einem Winkel von 45°, wie durch von
dem Sprüharm 9 ausgehende, schräg verlaufende gestrichelte Linien angedeutet, sind
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel bevorzugt weitere Prallplatten 17 an zwei gegenüber
liegenden Seitenwänden 18,19 des Behälters 2 angeordnet. Die Seitenwand 19 wird dabei
durch die Rückwand des Behälters 2 gebildet, während die Seitenwand 18 durch die Innenseite
der Tür 4 gebildet wird. Die Prallplatten 17 sind ebenfalls jeweils mittels mehrerer
der oben beschriebenen Zwischenstücke 15 an der jeweiligen Seitenwand 18,19 angeordnet
beziehungsweise befestigt. Sie befinden sich in dem Auftreffbereich der schräg ausgerichteten
Wasserstrahlen des Sprüharms 9. Somit wird auch eine Schwingungsanregung des Behälters
2 bei schräg verlaufenden Wasserstrahlen vermindert oder verhindert, wobei die Prallplatten
17 gleichzeitig auch als Umlenkplatten dienen, welche den schräg verlaufenden Wasserstrahl
in Richtung des Dachs 13 umlenken. Bevorzugt sind die Prallplatten 17 und 16 derart
angeordnet und der Sprüharm 9 derart ausgebildet, dass der jeweils durch die Prallplatten
17 umgelenkte Wasserstrahl auf eine der Prallplatten 16 trifft.
[0022] Insgesamt wird hierdurch eine besonders wirksame Geräuschreduzierung, insbesondere
Geräuschdämpfung und/ oder Geräuschdämmung, des wasserführenden Haushaltsgeräts bereitgestellt.
Natürlich können auch im Bereich des unteren Sprüharms 7 Prallplatten an den Seitenwänden
vorgesehen sein. Besonders bevorzugt sind auch an den in den Figuren nicht dargestellten
verbleibenden zwei Seitenwänden des Behälters 2 entsprechende Prallplatten 17 angeordnet.
Die Prallplatten 17 erstrecken sich vorzugsweise ebenfalls im Wesentlichen über die
gesamte Breite der jeweiligen Seitenwand.
[0023] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Prallplatten 11, 16 und/oder 17 aus
einem Material mit hohen Dämpfungseigenschaften gefertigt, wie z.B. Glas oder Kunststoff,
wodurch bereits eine Schwingungsanregung der Prallplatten 11,16 und 17 vermindert
oder verhindert wird. Um die Dämpfungseigenschaften weiter zu erhöhen, weisen die
Prallplatten 11, 16 und/oder 17 zusätzlich eine geräuschdämmende und/oder geräuschdämpfende
Oberflächenstruktur, insbesondere eine Rippenstruktur auf, die das Schwingungsverhalten
der jeweiligen Prallplatte selbst dämmend und/oder dämpfend beeinflusst.
[0024] Selbstverständlich kann es zweckmäßig sein, wenn an der Oberseite, d.h. auf der dem
Innenraum des Spülbehälters zugewandten Seite des Bodens, insbesondere der Bodenwanne
des Spülbehälters in analoger Weise wenigstens eine Prallplatte schwingungsentkoppelt
angeordnet ist. Dadurch können die kinetischen Impulse der von den Geschirrkörben,
vom dort gelagerten Geschirr, den Sprühvorrichtungen, der Decke abfallende Flüssigkeitstropfen
absorbiert werden und eine Geräuschreduzierung gegenüber einer Geschirrspülmaschine
ohne Prallplatten erreicht werden.
1. Wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine, mit einem Behälter
(2), der eine verschließbare Behälteröffnung (3) aufweist, und mit wenigstens einer
Spülvorrichtung (8) zum Erzeugen zumindest eines Wasserstrahls in dem Behälter (2),
sowie mit wenigstens einem Mittel (10) zur Geräuschreduzierung, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel (10) zur Geräuschreduzierung, insbesondere zur Geräuschdämmung und/oder
Geräuschdämpfung, wenigstens eine Prallplatte (11; 16, 17) schwingungsentkoppelt an
einer Innenseite (12) des Behälters (2) in mindestens einem Auftreffbereich des Wasserstrahls
angeordnet ist.
2. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (11; 16, 17) aus einem Material mit höheren Dämpfungseigenschaften
als der Behälter (2) gefertigt ist.
3. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (11; 16, 17) eine geräuschdämmende und/oder geräuschdämpfende Oberflächenstruktur,
insbesondere Rippenstruktur, aufweist.
4. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur schwingungsentkoppelten Anordnung der wenigstens einen Prallplatte (11; 16, 17)
die Schwingungsentkopplung als Feder-Dämpfer-System (14) ausgebildet ist.
5. Wasserführendes Haushaltsgerät Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungsentkopplung von zumindest einem Zwischenstück (15) gebildet wird,
das aus schwingungsentkoppelndem und/oder -dämpfendem Material gefertigt ist.
6. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (11; 16, 17) an einer Seitenwand (18,19) und/oder an einem Dach (13)
und/oder Boden (3) des Behälters angeordnet ist.
7. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seitenwand (18,19), an dem Dach (13), und/oder dem Boden (3) des Behälters
(2) jeweils mindestens eine, vorzugsweise mehrere Prallplatten (11;16,17) angeordnet
sind.