[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine,
mit einem Spülbehälter zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut, der an seiner einem
Benutzer zugewandten Vorderseite von einer gegenüber dem Spülbehälter beweglich gelagerten
Tür verschließbar ist, wobei zumindest eine Türdichtung zur Abdichtung eines Spalts
zwischen dem unteren Bereich der Tür und dem Spülbehälter vorgesehen ist, und wobei
die Türdichtung zumindest an einem dem Spülbehälter zugewandten inneren Bereich der
Tür und an einem im Nahbereich der Vorderseite befindlichen Randbereich eines Bodenbereichs
des Spülbehälters befestigt ist.
[0002] Es ist bekannt, eine entsprechende Tür an den Spülbehälter anzulenken und einen Spalt
zwischen der Tür und dem Spülbehälter über eine quer verlaufende, strangartige Türdichtung,
insbesondere gegen Spritzwasser und Dampfaustritt, abzudichten. Dabei ist es üblich,
die Türdichtung sowohl am Spülbehälter als auch an der bewegbaren Tür zu befestigen,
um mit Hilfe der Türdichtung die Überbrückung des genannten Spalts zu erreichen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Verbindung zwischen Türdichtung und
Spülbehälter vorzuschlagen.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe gemäß unabhängigem Anspruch 1 dadurch, dass die besagte Türdichtung,
insbesondere untere Türquerdichtung, an ihrem am Randbereich des Spülbehälters befestigten
Ende einen Endabschnitt aufweist, der wenigstens teilweise von einem korrespondierenden
Halteabschnitt des Randbereichs umgriffen wird, wobei der Halteabschnitt eine erste
Anschlagsfläche und eine zweite Anschlagsfläche aufweist, die jeweils mit dem Endabschnitt
in Kontakt stehen, und wobei die erste Anschlagsfläche und die zweite Anschlagsfläche
bezüglich des Endabschnitts derart ausgerichtet sind, dass sie einem, zumindest beim
Öffnen der Tür, von der Tür auf den Endabschnitt übertragenen Drehmoment entgegenwirken.
[0005] Zunächst wird dadurch, dass der Halteabschnitt den Endabschnitt der Türdichtung,
insbesondere unteren Türquerdichtung, der beispielsweise als parallel zur Drehachse
der Tür ausgerichteter Kunststoffflansch ausgebildet sein kann, wenigstens teilweise
umgreift, sichergestellt, dass der Endabschnitt zuverlässig gehalten werden kann.
Zwar kann ein derartiges Umgreifen in der Geschlossenstellung der Tür bereits dadurch
erreicht werden, dass der Endabschnitt zwei Abschnitte umfasst, die beidseitig des
Endabschnitts der Türdichtung angeordnet sind. Wird jedoch die Tür von der Geschlossenstellung
in ihre Offenstellung verschwenkt, so wird durch diese Drehbewegung ein entsprechendes
Drehmoment über die Türdichtung in deren Endabschnitt übertragen. Die Türdichtung
wäre nun ohne entsprechende Gegenmaßnahmen bestrebt, sich aufgrund des Drehmoments
um eine parallel zur Kontaktfläche zwischen Türdichtung und Halteabschnitt verlaufende
Drehachse zu drehen. Im Ergebnis hätte dies schließlich ein Lösen der Verbindung zwischen
Endabschnitt und Halteabschnitt zur Folge. Weist der Halteabschnitt jedoch gemäß vorliegender
Erfindung eine erste und eine zweite Anschlagsfläche auf, die derart bezüglich des
Endabschnitts ausgerichtet sind, dass sie das erwähnte Drehmoment aufnehmen können,
so wird dieses entsprechend in die Haltevorrichtung weitergeleitet, ohne ein Lösen
der Verbindung zwischen Halteabschnitt und Türdichtung bewirken zu können. Vielmehr
resultiert aus dem genannten Drehmoment eine Kraft, welche die Bereiche des Endabschnitts,
die mit den beiden Anschlagsflächen in Berührung stehen, noch stärker an diese Flächen
andrückt. Während des Öffnens der Tür wird also durch das auftretende Drehmoment die
Verbindung zwischen Halteabschnitt und Endabschnitt - und damit zwischen Türdichtung
und Spülbehälter - verstärkt. Damit kann die Verbindung auch den während des Öffnens
auftretenden Drehmomenten widerstehen, so dass der Spalt zwischen Tür und Spülbehälter
stets zuverlässig abgedichtet ist. Umgekehrt sorgt die erfindungsgemäße Konstruktion
dafür, dass dem beim Schließen der Tür auf diese Türdichtung, insbesondere untere
Türquerdichtung, ausgeübten Drehmoment ein entsprechendes Gegendrehmoment entgegenwirkt.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Türdichtung als Dichtungsband
mit einer Längsachse ausgebildet, die parallel zur Drehachse der Tür verläuft. Das
Dichtungsband kann hierbei einen besonders flexiblen Mittenbereich und entsprechend
starre oder verstärkte Endabschnitte aufweisen, wobei ein Endabschnitt erfindungsgemäß
mit dem Halteabschnitt und der zweite Endabschnitt mit der Tür verbunden ist. Die
Türdichtung überspannt in diesem Fall insbesondere den Spalt zwischen dem unteren
Endabschnitt der Tür und dem Halteabschnitt. Wird nun die Tür geöffnet, so wird bei
entsprechender Lage der Drehachse der Tür der zweite Endabschnitt der Türdichtung
in einer Kreisbahn um die Drehachse bewegt. Hierdurch erfährt dieser zweite Endabschnitt
ebenfalls eine teilbogenförmige, insbesondere kreis- oder ellipsenförmige, Verschiebung
bezüglich des Endabschnitts, der mit dem Halteabschnitt verbunden ist. Das daraus
resultierende Drehmoment wird schließlich über die Anschlagsflächen an den starr angeordneten
Halteabschnitt weitergeleitet, so dass ein unerwünschtes Lösen der Verbindung zwischen
Türdichtung und Halteabschnitt ausgeschlossen werden kann.
[0007] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung greift der Endabschnitt in eine
Vertiefung des Halteabschnitts ein. Die Vertiefung, die beispielsweise rinnenförmig
ausgebildet sein kann, erstreckt sich hierbei über einen Großteil der Breite der Geschirrspülmaschine,
insbesondere zwischen deren den Spülbehälter begrenzenden Seitenwänden. Der Endabschnitt
kann in diesem Fall flanschförmig ausgebildet sein und bezüglich der restlichen Türdichtung
entweder geradlinig, gebogen oder abgeknickt (z.B. hakenförmig) verlaufen. Im letztgenannten
Fall kann der Endabschnitt in die Vertiefung eingehängt werden. Insbesondere ist es
möglich, dass die Vertiefung und der Endabschnitt derart aufeinander abgestimmt sind,
dass der Endabschnitt unter Überwindung einer gewissen Reibungskraft in die Vertiefung
eingepresst wird, so dass auch in der Geschlossenstellung, in der in der Regel kein
oder nur ein geringes Drehmoment auf den Endabschnitt wirkt, eine flüssigkeitsdichte
Verbindung zwischen Türdichtung und Spülbehälter erfolgt. Insbesondere ist der Endabschnitt
der Türdichtung form-, reib-, und/oder kraftschlüssig in die Vertiefung des Halteabschnitts
des unteren vorderseitigen Randabschnitts des Spülbehälters eingefügt.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden die erste Anschlagsfläche
und die zweite Anschlagsfläche wenigstens teilweise durch Flächen gebildet, welche
die Vertiefung begrenzen. In diesem Fall sind neben den Vertiefungsbegrenzungsflächen
keine separaten Anschlagsflächen notwendig. Der Verbindungsbereich zwischen Endbereich
der Türdichtung und dem Halteabschnitt kann damit platzsparend realisiert werden.
Die Begrenzungsflächen sind in dieser Variante vorzugsweise im Wesentlichen parallel
zueinander ausgerichtet, so dass diese der Drehmomentaufnahme und dem Umgreifen des
Endabschnitts dienen können.
[0009] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Halteabschnitt einen
Bereich mit einem U-förmigen Querschnitt auf, wobei die erste Anschlagsfläche und
die zweite Anschlagsfläche durch die beiden Innenbereiche der Schenkel des Halteabschnitts
gebildet werden. Beim Öffnen der Tür bewirkt das Drehmoment schließlich, dass der
Endabschnitt bestrebt ist, sich innerhalb des Halteabschnitts um eine parallel zur
Drehachse der Tür angeordnete Drehachse zu verdrehen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt
kommen entsprechende Bereiche des Endabschnitts mit den Innenbereichen der Schenkel
in Kontakt, so dass das Drehmoment nicht in einem Lösen der Verbindung, sondern in
einer Verstärkung der Reibung zwischen Halteabschnitt und Endabschnitt der Türdichtung
resultiert. Somit ist die Verbindung zwischen Halteabschnitt und Türdichtung gerade
dann besonders stabil, wenn die größten Kräfte auftreten. Während bei herkömmlichen
Lösungen des Stands der Technik gerade dieses Stadium die Gefahr des Lösens der Türdichtung
von einem korrespondierenden Halteabschnitt birgt, ist diese Verbindung im Falle der
Ausführung gemäß vorliegender Erfindung besonders unanfällig, da die auftretenden
Drehmomente eine Erhöhung der Reibung zwischen Halteabschnitt und Endabschnitt der
Türdichtung bewirken, die schließlich ein Lösen dieser Verbindung verhindern.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Endabschnitt mit dem
Halteabschnitt kraftschlüssig verbunden, wobei der Endabschnitt von dem Halteabschnitt
vorzugsweise durch Klemmung gehalten wird. Der Endabschnitt wird in diesem Fall bei
der Montage der Geschirrspülmaschine zwischen die Schenkel gedrückt und bedingt durch
entsprechende Reibungskräfte an Ort und Stelle gehalten. Beim Öffnen der Tür wird
die resultierende Haltekraft durch das auftretende Drehmoment weiter verstärkt, so
dass insbesondere in dieser Türstellung eine besonders stabile Verbindung zwischen
Türdichtung und Bodenbereich der Geschirrspülmaschine sichergestellt werden kann.
[0011] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird der Endabschnitt von der
ersten Anschlagsfläche und der zweiten Anschlagsfläche des Halteabschnitts klemmend
gehalten. Somit sind neben den Anschlagsflächen keine zusätzlichen Klemmbereiche notwendig.
Vielmehr ist eine platzsparende Konstruktion des Halteabschnitts möglich, dessen Anschlagsflächen
neben der Klemmung des Endabschnitts auch der Aufnahme des zumindest während des Öffnens
der Tür auftretenden Drehmoments dienen.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Halteabschnitt oder
der Endabschnitt eine Ausbuchtung, beispielsweise in Form einer Verdickung seines
Querschnitts, auf, die in eine Hinterschneidung oder Vertiefung des Endabschnitts
bzw. des Halteabschnitts eingreift, insbesondere resultierend in einer formschlüssigen
Verbindung zwischen Halteabschnitt und Endabschnitt. Hierdurch wird die Verbindung
zwischen Türdichtung und Halteabschnitt weiter verbessert, so dass noch größere Kräfte
aufgenommen werden können, bevor es zu einem ungewollten Lösen der Verbindung zwischen
Türdichtung und Halteabschnitt kommt.
[0013] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen ein Bereich des Halteabschnitts
einen W-förmigen oder E-förmigen und ein Bereich des Endabschnitts der Türdichtung
einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei die Schenkel des Endabschnitts jeweils von
zwei Schenkeln des Halteabschnitts, vorzugsweise klemmend, umgriffen werden. Hierdurch
entsteht schließlich eine besonders große Überlappungs- bzw. Kontaktfläche zwischen
Halteabschnitt und Endabschnitt. Zudem resultieren hieraus mehrere Abknickungen beider
Abschnitte, die, wenn sie entsprechend aneinander anliegen, für eine hohe Flüssigkeitsdichtigkeit
der Verbindung von Türdichtung und Spülbehälter, insbesondere in der Schließstellung
der Tür und/oder insbesondere auch in jeder Öffnungsstellung der Tür, sorgen.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist ein Bereich des Halteabschnitts
und/oder des Endabschnitts im Querschnitt eine U-Form, eine W-Form und/oder E-Form
auf, deren Schenkel parallel zueinander ausgerichtet sind. Auf diese Weise kann ein
besonders zuverlässiger Krafteintrag vom Endabschnitt auf den Halteabschnitt und damit
eine hervorragende Absorption des auftretenden Drehmoments erfolgen. Während beide
Abschnitte derart ausgebildet und aufeinander abgestimmt sein können, dass sämtliche
Schenkelflächen des Endabschnitts mit korrespondierenden Schenkelflächen des Halteabschnitts
in direktem Kontakt stehen, ist es auch möglich, dass einzelne der genannten Flächen
beabstandet zueinander angeordnet sind, wobei sich dieser Abstand beim Auftreten eines
entsprechenden Drehmoments durch Verbiegen der einzelnen Schenkel verringern kann.
Durch dieses Verbiegen werden schließlich Fertigungstoleranzen ausgeglichen, so dass
im Ergebnis die notwendige Verbindung zwischen Türdichtung und Halteabschnitt vorliegt.
[0015] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist ein Bereich des Halteabschnitts
im Querschnitt eine U-Form, eine W-Form oder E-Form auf, deren Schenkel jeweils eine
Oberkante aufweisen, die bezüglich einer horizontalen Ebene stufenförmig versetzt
zueinander angeordnet sind. Hierbei ist es zusätzlich von Vorteil, wenn die bezüglich
des Geschirrspülmaschinenbodens am weitesten nach oben ragende Oberkante am nächsten
an der Tür (in ihrer Geschlossenstellung) angeordnet ist. Diese Oberkante bildet somit
einen äußeren Abschluss des Spülbehälters. Die restlichen Schenkel weisen jeweils
Oberkanten auf, die unterhalb dieser Oberkante liegen. Wird nun der Endabschnitt auf
den Halteabschnitt aufgesetzt, so wird auch die aus Halteabschnitt und Endabschnitt
gebildete Struktur nach einer Seite durch die oben beschriebene Oberkante des Halteabschnitts
begrenzt. Da die weiteren Schenkel des Halteabschnitts tiefer angeordnet sind, kann
schließlich der Endabschnitt über diese Schenkel gestülpt und mit diesen verbunden
werden, ohne dass dabei eine Struktur entsteht, die eine Höhe aufweist, welche die
Höhe der höchsten Oberkante des Halteabschnitts übertreffen würde.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Endabschnitt eine
Dichtungslippe auf, die an dem Halteabschnitt, insbesondere an einer dem Innenraum
des Spülbehälters zugewandten Innenfläche des Halteabschnitts, anliegt. Diese Dichtungslippe
verbessert die Abdichtung zwischen Halteabschnitt und Türdichtung weiter, wobei sich
die Dichtungslippe hierfür vorteilhafterweise im Wesentlichen parallel zum Endabschnitt
der Türdichtung erstreckt. Die Dichtlippe kann dabei einstückig mit dem Endabschnitt
bzw. der Türdichtung ausgebildet sein. Denkbar sind jedoch auch Ausführungsformen,
bei denen die Dichtungslippe als separates Bauteil vorliegt, welches mit der restlichen
Türdichtung entsprechend verbunden ist.
[0017] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Türdichtung in ihrer
geschlossenen Stellung eine Vorspannung auf, die ein Drehmoment auf den Endabschnitt
ausübt. Somit wirkt bereits in dieser Stellung eine Kraft auf die Türdichtung, welche
jedoch ebenfalls über die erfindungsgemäßen Anschlagsflächen an den Halteabschnitt
weitergeleitet werden kann. Im Ergebnis wird der Endabschnitt somit in jeder Türstellung
durch das auftretenden Drehmoment gegen die Anschlagsflächen gedrückt und damit gegenüber
dem Halteabschnitt fixiert.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen der Halteabschnitt und
der Endabschnitt jeweils einen parallel zur Drehachse der Tür verlaufenden Flächenabschnitt
auf, wobei die Flächenabschnitte benachbart zueinander und in einer Ebene angeordnet
sind. Die Flächenabschnitte dienen in diesem Fall als Oberkante des Spülbehälters
in Türrichtung. Um ein Eindringen von Flüssigkeit zwischen den Endabschnitt und den
Halteabschnitt zu vermeiden, sollten beide Elemente im Bereich der genannten Flächenabschnitte
möglichst eng aneinander anliegen, so dass eine beinahe einheitliche Fläche entsteht.
[0019] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Halteabschnitt eine
dritte Anschlagsfläche und eine vierte Anschlagsfläche auf, die mit dem Endabschnitt
in Kontakt stehen, wobei die dritte Anschlagsfläche und die vierte Anschlagsfläche
ebenfalls bezüglich des Endabschnitts derart ausgerichtet sind, dass sie einem, zumindest
beim Öffnen der Tür, von der Tür auf den Endabschnitt übertragenen Drehmoment entgegenwirken.
Die Verbindung zwischen Türdichtung und Behälterboden weist in diesem Fall eine besonders
hohe Widerstandsfähigkeit gegen auftretende Drehmomente, insbesondere beim Schließen
und/oder Öffnen der Tür, auf. Die jeweiligen Flächen sind dabei vorzugsweise im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet und können sich beispielsweise an den Innenschenkeln
eines W-förmigen Halteabschnitts befinden. Da die jeweils den Anschlagsflächen zugeordneten
Bereiche des Endabschnitts zumindest während und nach dem Öffnen der Tür durch das
beschriebene Drehmoment in Richtung der Anschlagsflächen gedrückt werden, entsteht
in diesem Stadium stets eine besonders feste und flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen
Türdichtung und Halteabschnitt, so dass ein versehentliches Lösen der Türdichtung,
insbesondere bei geöffneter Tür, nahezu ausgeschlossen werden kann.
[0020] Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften
Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger
Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger
Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
[0021] Ebenso sei an dieser Stelle angemerkt, dass der Spülbehälter vorzugsweise eine Bodenwanne
bzw. einen Spülbehälterboden aus Kunststoff umfasst, die den Halteabschnitt beinhaltet.
Halteabschnitt und Bodenwanne können in diesem Fall einstückig gegossen oder mit Hilfe
eines Pressvorgangs hergestellt werden, resultierend in einem geringen Fertigungsaufwand.
Gegebenenfalls kann zusätzlich oder unabhängig hiervon der Spülbehälterboden oben
auf eine Bodenbaugruppe, insbesondere aus Kunststoff, aufgesetzt oder aufgebracht
sein. Die Bodenbaugruppe dient der Unterbringung von Komponenten der Geschirrspülmaschine
wie z. B. deren Umwälzpumpe, Laugenpumpe, Wasserweiche, Stellfüße, elektronischen
Steuer-/Regeleinrichtung, usw. Gegebenenfalls kann die oben auf diese Bodenbaugruppe
aufgesetzte Bodenwanne mit der Bodenbaugruppe einstückig, insbesondere materialeinheitlich,
ausgebildet sein.
[0022] Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften
Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger
Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger
Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
[0023] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile
werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen, jeweils in einer
schematischen Prinzipskizze:
- Figur 1
- eine Geschirrspülmaschine in schematischer Seitenansicht, hier ohne die Türdichtung
gezeichnet,
- Figur 2
- eine perspektivische Einzelteilansicht einer unteren Türquerdichtung, die an ihrer
behälterseitigen Anbindung mit zwei zueinander beabstandeten Ausklinkungen für die
Bildung von Überläufen versehen ist,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht des von der Vorderseite aus gesehen unteren linken Endbereichs
des Spülbehälters einer Geschirrspülmaschine bei geschlossener Tür (selbst nicht gezeichnet),
- Figur 4
- eine Schnittdarstellung des in Figur 3 gezeigten Bereichs einer erfindungsgemäßen
Geschirrspülmaschine,
- Figur 5
- eine alternative Ausführung des Bereichs gemäß Figur 4,
- Figur 6
- eine weitere perspektivische Ansicht des von der Vorderseite aus gesehen unteren linken
Endbereichs des Spülbehälters einer Geschirrspülmaschine bei geschlossener Tür (selbst
nicht gezeichnet),
- Figur 7
- eine weitere perspektivische Ansicht des von der Vorderseite aus gesehen unteren linken
Endbereichs des Spülbehälters einer Geschirrspülmaschine bei geschlossener Tür (selbst
nicht gezeichnet) aus einer anderen Ansicht, und
- Figur 8
- eine Ansicht wie in Figur 3 dargestellt, jedoch mit verändertem Kontaktbereich zwischen
Türdichtung und Spülbehälter.
[0024] Die in Figur 1 schematisch dargestellte Geschirrspülmaschine 1 ist eine Haushaltsgeschirrspülmaschine
und weist einen Spülbehälter 2 zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut, wie beispielsweise
Geschirr, Töpfen, Bestecken, Gläsern, Kochutensilien u. ä., auf. Der Spülbehälter
2 weist einen zumindest im Wesentlichen rechteckigen Grundriss mit einer in Betriebsstellung
einem Benutzer zugewandten Vorderseite V auf.
[0025] Der Spülbehälter 2 ist insbesondere an seiner Vorderseite V von einer Tür 3 verschließbar.
Diese Tür 3 ist in Figur 1 in geschlossener Stellung gezeigt und beispielsweise um
eine untere Drehachse 3a in Richtung des Pfeils 3d aufschwenkbar. Auch eine andere,
vom Schwenken abweichende Öffnungsbewegung, ist möglich.
[0026] Das Spülgut wird während des Spülprogramms in einem unteren Geschirrkorb 4 und einem
oberen Geschirrkorb 5 gehalten. Die Anzahl an Geschirrkörben 4, 5 kann je nach Ausmaß
und Art der Geschirrspülmaschine 1 variieren. Auch eine so genannte Besteckschublade
kann zusätzlich vorgesehen sein. Die Geschirrkörbe 4, 5 sind über eine oder mehrere
Sprüheinrichtungen, zum Beispiel in Form von rotierbaren Sprüharmen 6, 7 und/oder
einzelnen Düsen 8, mit Frischwasser FW und/oder mit umlaufendem Wasser, das mit Reinigungsmitteln
oder Reinigungshilfsmitteln, wie beispielsweise Klarspüler, versetzt ist (so genannte
Spülflotte S), beaufschlagbar.
[0027] Des Weiteren können die Geschirrkörbe 4, 5 beispielsweise auf Rollen 10 nach vorne
verlagerbar sein, um so eine Zugriffstellung für den Benutzer zu erreichen, in der
dieser die Geschirrkörbe 4, 5 bequem be- und entladen kann. Als Führung für die Rollen
10 sind seitliche Schienen im Spülbehälter 2 vorgesehen. Des Weiteren können an den
jeweils vorderen Randebenen der Geschirrkörbe 4, 5 Zug- und Schubgriffe zur Vereinfachung
des Ein- und Ausschiebens der Geschirrkörbe 4, 5 vorgesehen sein.
[0028] Das Frischwasser FW und/oder die umlaufende und mit Reinigungsmitteln, Klarspülmitteln,
Zusatzstoffen, wie z.B. Enthärter, und/oder Verschmutzungen aus dem Spülgut, versetzte
Spülflotte S läuft nach entsprechender Verteilung im Spülbehälter 2 über eine im Bodenbereich
15 des Spülbehälters 2 angeordnete Siebeinheit 11 zu einer dieser nachgeordneten Umwälzpumpeneinheit
12. Von dieser werden die genannten Flüssigkeiten über zumindest eine in Figur 1 nur
schematisch dargestellte Heizung 13 zu einem Verteiler 14 und von dort aus zu den
genannten Sprüheinrichtungen 6, 7, 8 geleitet. Zum Abpumpen wird die Flüssigkeit aus
dem Spülbehälter 2 schließlich über eine Pumpe 9 als Abwasser AW aus der Maschine
1 geleitet. Die Heizung 13 kann zweckmäßigerweise in der Umwälzpumpeneinheit 12 untergebracht
sein.
[0029] Die schwenkbare Tür 3 umfasst ferner einen gegenüber dem Bodenbereich 15 des Spülbehälters
2 dampf- und flüssigkeitsabgedichteten Innenbereich 3b, der häufig auch als Innentür
bezeichnet wird. Dieser ist fest mit einem daran nach außen hin anschließenden Außenbereich
3c verbunden, der häufig auch als Außentür bezeichnet wird. Der Außenbereich 3c umfasst
zumindest eine vorderseitige flächige Verkleidung 16 und zwei seitliche Verkleidungen
17, so dass sich in Ansicht von unten im unteren Bereich der Außentür 3c eine U-förmige
Querschnittsgestaltung der Außentür 3c ergibt. An die vorderseitige Verkleidung 16
kann sich eine Möbelplatte oder eine andere Dekorfläche nach vorne hin anschließen.
[0030] Unterhalb des Spülbehälters 2 ist ein Sockel 19 vorgesehen, der die oben genannten
Pumpen 9, 12, die Heizung 13, den Verteiler 14 und weitere Technikelemente aufnehmen
kann und der beispielsweise über Standfüße SF gegenüber dem Boden abgestützt ist.
[0031] Eine senkrecht zur Zeichenebene verlaufende (beispielsweise in Figur 2 dargestellte)
untere Türquerdichtung D ist im unteren Bereich der Tür 3 nahe der Schwenkachse 3a
mit ihrem türseitigen Ende am unteren Bereich 18 der Innentür festgelegt (eine mögliche
Befestigungslösung zeigt z.B. Figur 4 und wird weiter unten beschrieben).
[0032] Die untere Türquerdichtung, hier im folgenden als Türdichtung bezeichnet, D dient
im Wesentlichen zur Abdichtung eines Spalts 21 zwischen dem unteren Bereich 18 der
Tür 3 und dem Spülbehälter 2 und ist hierfür mit ihrem behälterseitigen Endabschnitt
30 an einem im Nahbereich der Vorderseite V befindlichen hochgezogenen und hier insgesamt
mit 20 bezeichneten Halteabschnitt 22 eines Bodenbereichs 15 des Spülbehälters 2,
der sog. Behälterschnauze, festgelegt.
[0033] Vorzugsweise ist die untere Türquerdichtung bzw. Türdichtung D zumindest im Bereich
des am Halteabschnitt 22 befestigten Endes über ihren quer zur Geschirrspülmaschine
1 liegenden Verlauf (d.h. parallel zur Drehachse 3a der Tür 3) gleichmäßig durchgehend
ausgebildet.
[0034] Der Spülbehälter 2 weist zudem im Bereich der Vorderseite V eine abgestufte Struktur
23 auf. Diese umfasst über ihren Längsverlauf, also in Querrichtung der Geschirrspülmaschine
1, zwei seitlich angeordnete Dichtungsbereiche 26, welche die Höhe der von der Türdichtung
D übergriffenen Oberkante des Halteabschnitts 22 überragen, und zumindest einen Bedarfs-Überlaufsbereich
27, der an die Türdichtung D angrenzt und Teil des Halteabschnitts 22 ist.
[0035] Die Dichtungsbereiche 26 verhindern durch ihre Höhe, dass Flüssigkeit, die über den
oberen, auf dem Halteabschnitt 22 gehaltenen Rand der Türdichtung D, läuft, weiter
zur Vorderseite V fließen kann. Vielmehr kann diese Flüssigkeit nur über den tiefer
liegenden Bedarfs-Überlaufbereich 27 laufen.
[0036] Die hochgezogenen Dichtungsbereiche 26 gehen jeweils von einer rechten und von einer
linken Seitenwand 24, 25 des Spülbehälters 2 aus und erstrecken sich von dort aus
in Richtung zu dessen Quermitte hin. Der Übergang von den Seitenwandungen 24, 25 zu
den Dichtungsbereichen 26 ist dabei jeweils flüssigkeitsdicht, insbesondere, wie weiter
unten noch erläutert, einstückig.
[0037] Mittig ist hingegen der abgesenkte Bedarfs-Überlaufbereich 27 ausgebildet. Dieser
ist vorzugsweise maximal so hoch wie das angrenzende Ende der Türdichtung D, so dass
dort überlaufende Flüssigkeit nach vorne hin über den Bedarfs-Überlaufbereich 27 abgeführt
werden kann.
[0038] Vorteilhafterweise ist genau ein über seinen Verlauf gleichmäßig niedrig stehender
Bedarfs-Überlaufbereich 27 vorgesehen, der von seinem Beginn im Nahbereich der linken
Seitenwand 24 über die Quermitte hinaus bis zu seinem Ende im Nahbereich der rechten
Seitenwand 25 durchgehend erstreckt ist.
[0039] Dabei grenzt der Bedarfs-Überlaufbereich 27 im Bereich der Vorderseite V an eine
Ablaufrinne 28, über die in diesem Bereich überlaufende Flüssigkeit über einen Schlauch
oder ähnliches in den Sockel 19 zurückgeführt werden kann. Dort kann der Überlauf
beispielsweise als Fehler detektiert und in einem Fehlerspeicher festgehalten werden.
[0040] Die Ablaufrinne 28 ist zur Vorderseite V von einer Vorderwand 29 begrenzt und muss
nicht über die ganze Breite zwischen den Seitenwandungen 24, 25 verlaufen. Vielmehr
genügt es, wenn die Ablaufrinne 28 zwischen den Dichtungsbereichen 26 verläuft, da
über die Dichtungsbereiche 26 keine Flüssigkeit laufen kann. Der Raum vor den Dichtungsbereichen
26 kann daher frei bleiben und für die Platzierung von Scharnieren oder anderen Anbindungen
genutzt werden.
[0041] Für die Herstellung ist es besonders einfach, wenn die abgestufte Struktur 23 und
die Ablaufrinne 28 mit ihrer Vorderwand 29 insgesamt einstückig ausgebildet sind und
insbesondere aus Kunststoff hergestellt sind.
[0042] Ebenso kann der Spülbehälter 2 eine Bodeneinheit und eine mit dieser verbundene Haubeneinheit
umfassen, wobei der hochgezogene Halteabschnitt 22 der Bodeneinheit zugeordnet ist
und diese insbesondere aus Kunststoff bestehen kann. Dann ist es möglich, wie in den
Figuren dargestellt, die Bodeneinheit, und den hochgezogenen Halteabschnitt 22 (mit
dem Bedarfs-Überlaufbereich 27) gemeinsam mit der Ablaufrinne 28 sowie deren Vorderwand
29 einstückig auszubilden.
[0043] Die Türdichtung D selbst kann als Extrusionsprofil gummiartig flexibel um eine Drehachse
3a bewegbar sein und ist über ihren Endabschnitt 30 mit dem Spülbehälter 2 verbunden.
[0044] Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, dass der Endabschnitt 30 der Türdichtung
D wenigstens teilweise von einem korrespondierenden Halteabschnitt 22 des Randbereichs
20 umgriffen wird. Wie den Figuren 4 bis 7 zu entnehmen ist, weist der Halteabschnitt
22 hierfür beispielsweise eine rillen- bzw. nutförmige, insbesondere U-förmige Vertiefung
36 auf, die nach vorne durch den Bedarfs-Überlaufbereich 27 sowie den angrenzenden
Dichtungsbereichen 26 und in Richtung des Spülbehälters 2 durch eine innere Querwandung
37 begrenzt wird. Über den inneren, dem Spülbehälterinnenraum zugewandten Schenkel
bzw. die innere Querwandung 37 des Halteabschnitts 22 des Randbereichs 20 ist der
U-förmige, nach unten gerichtete Endabschnitt 30 der unteren Türquerdichtung von oben
übergestülpt. Dabei dient die Innenfläche des äußeren, weiter vorne am Randbereich
20 des Bodens 15 des Spülbehälters 2 angeordneten Schenkels (Querwandung) 371 als
Anschlagfläche 38 für den in die rillen- bzw. nutförmige Vertiefung 36 eingefügten
bzw. eingesteckten Endabschnitt 30 der unteren Türquerdichtung D.
[0045] Die genannten Begrenzungen weisen ferner eine erste Anschlagsfläche 38 und eine zweite
Anschlagsfläche 39 auf, die wiederum mit dem Endabschnitt 30 der Türdichtung D in
Kontakt stehen. Durch die Gestaltung der Vertiefung 36 sind die erste Anschlagsfläche
38 und die zweite Anschlagsfläche 39 nun bezüglich des Endabschnitts 30 derart ausgerichtet,
dass sie einem beim Öffnen der Tür 3 von der Tür 3 auf den Endabschnitt 30 übertragenen
Drehmoment entgegenwirken können, d. h. insbesondere ein entsprechendes Gegendrehmoment
zur Selbstsicherung der unteren Türquerdichtung bereitstellen. Das auf die untere
Türquerdichtung ausgeübte Drehmoment wird also durch ein entsprechendes Gegendrehmoment
weitgehend kompensiert. Das Drehmoment entsteht hierbei dadurch, dass der an der Tür
3 befestigte zweite Endabschnitt 41 der Türdichtung D beim Öffnen der Tür 3 um die
untere Drehachse 3a und dabei mit Blick auf Figur 4 nach links oben bewegt wird. Dieses
Drehmoment, das während und nach dem Öffnen der Tür 3 entgegen dem Uhrzeigersinn (bezogen
auf die Ansicht in Figur 4) auf den Endabschnitt 30 wirkt, bewirkt schließlich ein
Anpressen des der ersten Anschlagsfläche 38 gegenüber liegenden Bereichs des Endabschnitts
30 gegen den die erste Anschlagsfläche 38 bildenden oberen linken Bereich der Vertiefung
36. Ebenso wird der untere rechte Bereich des Endabschnitts 30 gegen den unteren rechten
Bereich der Vertiefung 36 gepresst, der hierbei die zweite Anschlagsfläche 39 bildet.
Das Drehmoment wird somit durch den Halteabschnitt 22 aufgenommen, so dass der Endabschnitt
30 sicher in der Vertiefung 36 fixiert wird, wobei die Fixierung durch die auftretenden
Kräfte und die damit verbundene Haftreibung zwischen Endabschnitt 30 und Halteabschnitt
22 sogar noch verstärkt wird. Im umgekehrten Fall des Türöffnens bewirkt die erfindungsgemäße
Konstruktion ebenfalls ein entsprechendes Gegendrehmoment, das dem auf die untere
Türquerdichtung wirkendem Drehmoment entgegengerichtet ist.
[0046] Wie bei der Lösung gemäß Figur 4 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 einen
Endabschnitt 30, dessen Querschnitt einem nach unten offenen "U" entspricht. Der Endabschnitt
30 ist hierbei von oben über die bereits bekannte, dem Spülbehälterinnenraum zugewandte
Querwandung 37 gestülpt, wobei der linke Schenkel des U-förmigen Endabschnitts 30
wiederum in die Vertiefung 36, die eine vorgegebene Querspaltbreite (in Tiefenrichtung
betrachtet) aufweist, eingreift, um ein auftretendes Drehmoment an die Anschlagsflächen
38, 39 weiterleiten zu können. Zur weiteren Sicherung weist die Querwandung 37 des
Halteabschnitts 22 eine Verdickung 31 ihres Querschnitts auf, der in eine Hinterschneidung
des Endabschnitts 30 der Türdichtung D eingreift. Da auch diese Verzahnung einem Drehmoment
entgegenwirken kann, wird die Stabilität der Verbindung zwischen Türdichtung D und
Halteabschnitt 22 hierdurch weiter verstärkt.
[0047] Zusätzlich oder alternativ kann auch eine Verzahnung 40 an der Türdichtung D und/oder
an dem Halteabschnitt 22 als zusätzliche Abzugsicherung vorgesehen sein, wie dies
in den Figuren 6 und 7 dargestellt ist.
[0048] Schließlich zeigt Figur 8 eine weitere alternative Ausbildung des Halteabschnitts
22 und des korrespondierenden Endabschnitts 30 der Türdichtung D.. Neben der ersten
und zweiten Anschlagsfläche 38, 39 weist der Halteabschnitt 22 in Seitenansicht des
Spülbehälters betrachtet nach innen zum Spülbehälterinnenraum hin eine dritte Anschlagsfläche
42 und eine davon in Tiefenrichtung mit vorgegebener Querspaltbreite beabstandete
vierte Anschlagsfläche 43 auf, die ebenfalls mit dem Endabschnitt 30 in Kontakt stehen,
wobei die dritte Anschlagsfläche 42 und die vierte Anschlagsfläche 43 wiederum bezüglich
des Endabschnitts 30 derart ausgerichtet sind, dass sie einem, zumindest beim Öffnen
der Tür 3, von der Tür 3 auf den Endabschnitt 30 übertragenen Drehmoment entgegenwirken.
Es sind somit im Halteabschnitt zwei U-förmige Vertiefungen 36, 36' vorgesehen, die
sich in Breitenrichtung des Spülbehälters über die gesamte Breite dessen Beschickungsöffnung
in dem vorderen Halteabschnitt 22 der Bodenwanne 15 des Spülbehälters 2 erstrecken.
In Seitenansicht des Spülbehälters betrachtet sind die Schenkel dieser zwei U-förmigen
Vertiefungen 36, 36' jeweils mit einem Tiefenabstand hintereinander angeordnet. Hier
im Ausführungsbeispiel sind den beiden Schenkel 371, 37 der vorderen, ersten U-förmigen
Vertiefung 36 die beiden Schenkel 37, 372 der dem Innenraum des Spülbehälters näher
liegenden, zweiten U-förmigen Vertiefung 36' nachgeordnet. Der Schenkel bzw. die Querwand
37 bildet dabei einen gemeinsamen Schenkel für beide U-förmigen Vertiefungsrillen
36, 36'. Die drei in Tiefenrichtung vom Spülbehälterinnenraum von innen nach außen
betrachtet mit jeweils einem Querspalt aufeinanderfolgenden Schenkel 372, 37, 371
sind dabei bezüglich ihrer Oberkantenhöhe 50 gestuft, dass die Oberkante des innersten
Schenkels 372 gegenüber der Oberkante des zweiten, gemeinsamen Schenkels 37 niedriger
und dessen Oberkante wiederum niedriger als die Oberkante des äußersten, vordersten
Schenkels 371 liegt. Die Höhe der Oberkanten der Schenkel 372, 37, 371 steigt somit
von innen nach außen betrachtet (in Seitenansicht des Spülbehälters 2) an. Dadurch
ist eine Art Labyrinthdichtung bereitgestellt, die eine besonders gute Dichtigkeit
und insbesondere auch ein einwandfreies, sicheres Ineinandergreifen zwischen der unteren
Türquerdichtung D und dem Halteabschnitt 22 am vorderen Randbereich 20 des Bodens
15 des Spülbehälters 2 sicherstellt.
[0049] Diese Art der Verbindung resultiert in einer besonders sicheren Halterung der Türdichtung
D, die zudem durch mehrmalige Umknickungen eine besonders hohe Dichtigkeit gewährleistet.
[0050] Zusätzlich kann zudem eine Dichtungslippe 47 vorgesehen sein, die an dem Halteabschnitt
22, insbesondere an der dem Innenraum des Spülbehälters 2 zugewandten Innenfläche
des Halteabschnitts 22, anliegt und ebenfalls ein Eindringen von Flüssigkeit in den
Bereich zwischen Türdichtung D und Halteabschnitt 22 verhindert.
[0051] Um nun ein sicheres Ineinandergreifen von Halteabschnitt 22 und Endbereich der Türdichtung
D zu gewährleisten, ist im Fall des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 8 weiter vorgesehen,
dass der Halteabschnitt 22 zumindest im Bereich des Bedarfs-Überlaufbereichs 27 einen
W-förmigen und der Endabschnitt 30 der Türdichtung D einen U-förmigen Querschnitt
aufweisen, wobei die Schenkel des Endabschnitts 30 jeweils von zwei Schenkeln des
Halteabschnitts 22, vorzugsweise klemmend, umgriffen werden. Zur weiteren Steigerung
der Verbindungskraft zwischen Türdichtung D und Halteabschnitt 22 weist letztgenannter
eine Verdickung 31 des Querschnitts auf, die wiederum in eine Quer-Vertiefung 46 des
Endabschnitts 30 eingreift.
[0052] In allen Fällen ist zumindest eine erste Anschlagsfläche 38 und eine zweite Anschlagsfläche
39 vorhanden, die beim Einwirken eines Drehmoments auf den Endabschnitt 30 der Türdichtung
D ein Anpressen dieser Anschlagsflächen 38, 39 an die korrespondierenden Flächen des
Endabschnitts 30 ermöglichen, so dass die Türdichtung D beim Öffnen der Tür 3 besonders
fest am Halteabschnitt 22 fixiert wird.
[0053] Schließlich ist es von Vorteil, wenn die abgestufte Struktur 23 so dicht vor dem
Endbereich der Türdichtung D steht, dass in den Spalt 21 zwischen dem vorderen Bereich
der Türdichtung D und dem Bedarfs-Überlaufbereich 27 keine Flüssigkeit einlaufen kann.
[0054] Der Spalt 21 kann dabei die volle Breite zwischen den Seitenwandungen 24, 25 einnehmen
- ebenso wie die Dichtung D selbst. Lediglich die Breite des Bedarfs-Überlaufbereichs
27 ist demgegenüber verringert.
[0055] Wie etwa in Figur 4 gut zu erkennen ist, weist der Überlaufbereich 27 mit seiner
oberen Kante einen Flächenabschnitt 44 auf, der ziemlich genau auf gleicher Höhe wie
ein korrespondierender Flächenabschnitt 45 der Türdichtung D liegt, um ein Überströmen
dieses Bereichs zu ermöglichen.
[0056] Am türseitigen Ende kann die Türdichtung D unterschiedlich festgelegt, insbesondere
befestigt, sein, beispielsweise über ein Hohlprofil 32 als Bestandteil der Dichtung
D, in das stirnseitig Nasen 33 von seitlichen Dichtkappen 34 der Innentür eingreifen.
Dann ist die Dichtung D beispielsweise über ein metallisches C-Profil 35 ausgesteift.
[0057] In jedem Fall kann die Türdichtung D selbst als reines Extrusionsprofil ohne nachträgliche
Bearbeitungen hergestellt werden. Die Halterung an der Behälterschnauze 20 kann eine
reine Klemmhalterung sein. Separate Halteklammern oder ähnliches sind dabei entbehrlich.
[0058] Im Übrigen ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr sind sämtliche Kombinationen der beschriebenen Einzelmerkmale, wie sie in
den Ansprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren gezeigt oder beschrieben sind und
soweit eine entsprechende Kombination technisch möglich bzw. sinnvoll erscheint, Gegenstand
der Erfindung.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Spülbehälter
- 3
- Tür
- 3a
- Drehachse
- 3b
- Innenbereich
- 3c
- Außenbereich
- 3d
- Bewegungsrichtung Tür
- 4
- unterer Geschirrkorb
- 5
- oberer Geschirrkorb
- 6
- Sprüharm
- 7
- Sprüharm
- 8
- Düse
- 9
- Pumpe
- 10
- Rolle
- 11
- Siebeinheit
- 12
- Umwälzpumpeneinheit
- 13
- Heizung
- 14
- Verteiler
- 15
- Bodenbereich
- 16
- vorderseitige Verkleidung
- 17
- seitliche Verkleidung
- 18
- unterer Bereich der Innentür
- 19
- Sockel
- 20
- Randbereich
- 21
- Spalt
- 22
- Halteabschnitt
- 23
- abgestufte Struktur
- 24
- Seitenwand
- 25
- Seitenwand
- 26
- Dichtungsbereich
- 27
- Bedarfs-Überlaufbereich
- 28
- Ablaufrinne
- 29
- Vorderwand
- 30
- Endabschnitt der Türdichtung
- 31
- Verdickung
- 32
- Hohlprofil
- 33
- Nase
- 34
- Dichtkappe
- 35
- C-Profil
- 36, 36'
- Vertiefung
- 37, 371, 372
- innere Querwandung bzw. Schenkel
- 38
- erste Anschlagsfläche
- 39
- zweite Anschlagsfläche
- 40
- Verzahnung
- 41
- zweiter Endabschnitt der Türdichtung
- 42
- dritte Anschlagsfläche
- 43
- vierte Anschlagsfläche
- 44
- Flächenabschnitt des Halteabschnitts
- 45
- Flächenabschnitt des Endabschnitts
- 46
- Quer-Vertiefung
- 47
- Dichtungslippe
- V
- Vorderseite
- FW
- Frischwasser
- S
- Spülflotte
- AW
- Abwasser
- D
- Türdichtung bzw. untere Türquerdichtung
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem Spülbehälter
(2) zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut, der an seiner einem Benutzer zugewandten
Vorderseite (V) von einer gegenüber dem Spülbehälter (2) beweglich gelagerten Tür
(3) verschließbar ist, wobei zumindest eine Türdichtung (D) zur Abdichtung eines Spalts
(21) zwischen dem unteren Bereich (18) der Tür (3) und dem Spülbehälter (2) vorgesehen
ist, und wobei die Türdichtung (D) zumindest an einem dem Spülbehälter (2) zugewandten
inneren Bereich (3b) der Tür (3) und an einem im Nahbereich der Vorderseite (V) befindlichen
Randbereich (20) eines Bodenbereichs (15) des Spülbehälters (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Türdichtung (D) an ihrem am Randbereich (20) des Spülbehälters (2) befestigten
Ende einen Endabschnitt (30) aufweist, der wenigstens teilweise von einem korrespondierenden
Halteabschnitt (22) des Randbereichs (20) umgriffen wird, wobei der Halteabschnitt
(22) eine erste Anschlagsfläche (38) und eine zweite Anschlagsfläche (39) aufweist,
die jeweils mit dem Endabschnitt (30) in Kontakt stehen, und wobei die erste Anschlagsfläche
(38) und die zweite Anschlagsfläche (39) bezüglich des Endabschnitts (30) derart ausgerichtet
sind, dass sie einem, zumindest beim Öffnen der Tür (3), von der Tür (3) auf den Endabschnitt
(30) übertragenen Drehmoment entgegenwirken.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Türdichtung (D) als Dichtungsband mit einer Längsachse (L) ausgebildet ist, die
parallel zu einer Drehachse (3a) der Tür (3) verläuft.
3. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (30) in eine Vertiefung (36) des Halteabschnitts (22) eingreift.
4. Geschirrspülmaschine nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Anschlagsfläche (38) und die zweite Anschlagsfläche (39) wenigstens teilweise
durch Flächen gebildet werden, welche die Vertiefung (36) begrenzen.
5. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (22) einen Bereich mit einem U-förmigen Querschnitt aufweist und
die erste Anschlagsfläche (38) und die zweite Anschlagsfläche (39) durch die beiden
Innenbereiche der Schenkel des Halteabschnitts (22) gebildet werden.
6. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (30) mit dem Halteabschnitt (22) kraftschlüssig verbunden ist, wobei
der Endabschnitt (30) von dem Halteabschnitt (22) vorzugsweise durch Klemmung gehalten
wird.
7. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (30) von der ersten Anschlagsfläche (38) und der zweiten Anschlagsfläche
(39) des Halteabschnitts (22) klemmend gehalten wird.
8. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (22) oder der Endabschnitt (30) eine Ausbuchtung, beispielsweise
in Form einer Verdickung (31) seines Querschnitts, aufweist, die in eine Hinterschneidung
oder Vertiefung (46) des Endabschnitts (30) bzw. des Halteabschnitts (22) eingreift,
insbesondere resultierend in einer formschlüssigen Verbindung zwischen Halteabschnitt
(22) und Endabschnitt (30).
9. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich des Halteabschnitts (22) einen W-förmigen oder E-förmigen und ein Bereich
des Endabschnitts (30) der Türdichtung (D) einen U-förmigen Querschnitt aufweisen,
und dass die Schenkel des Endabschnitts (30) jeweils von zwei Schenkeln des Halteabschnitts
(22), vorzugsweise klemmend, umgriffen werden.
10. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich des Halteabschnitts (22) und/oder des Endabschnitts (30) im Querschnitt
eine U-Form, eine W-Form und/oder E-Form aufweist, deren Schenkel parallel zueinander
ausgerichtet sind.
11. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich des Halteabschnitts (22) im Querschnitt eine U-Form, eine W-Form oder
E-Form aufweist, deren Schenkel jeweils eine Oberkante aufweisen, die bezüglich einer
horizontalen Ebene stufenförmig versetzt zueinander angeordnet sind.
12. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (30) eine Dichtungslippe (47) aufweist, die an dem Halteabschnitt
(22), insbesondere an einer dem Innenraum des Spülbehälters (2) zugewandten Innenfläche
des Halteabschnitts (22), anliegt.
13. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türdichtung (D) in ihrer geschlossenen Stellung eine Vorspannung aufweist, die
ein Drehmoment auf den Endabschnitt (30) erzeugt.
14. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (22) und der Endabschnitt (30) jeweils einen parallel zur Drehachse
(3a) der Tür (3) verlaufenden Flächenabschnitt (44; 45) aufweisen, wobei die Flächenabschnitte
(44; 45) benachbart zueinander und in einer Ebene angeordnet sind.
15. Geschirrspülmaschine nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (22) eine dritte Anschlagsfläche (42) und eine vierte Anschlagsfläche
(43) aufweist, die mit dem Endabschnitt (30) in Kontakt stehen, und wobei die dritte
Anschlagsfläche (42) und die vierte Anschlagsfläche (43) ebenfalls bezüglich des Endabschnitts
(30) derart ausgerichtet sind, dass sie einem, zumindest beim Öffnen der Tür (3),
von der Tür (3) auf den Endabschnitt (30) übertragenen Drehmoment entgegenwirken.