[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine,
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Spülbehälters einer Geschirrspülmaschine,
wobei zwei Blechteile unter Bildung eines zum Spülraum offenen Kapillarspalts miteinander
verbunden, insbesondere verschweißt werden, und der Kapillarspalt von einem Dichtmittel
flüssigkeitsdicht verschlossen wird.
[0002] Der Spülbehälter einer Geschirrspülmaschine kann aus Blechteilen hergestellt werden,
von denen ein Blechteil als Mantelplatine zu einer kastenförmigen, sogenannten Behälterzarge
bzw. einem Behältermantel geformt wird. Dessen Rückseite wird z.B. mit einem als Rückwand
dienenden Blechteil geschlossen. Aus Kostengründen ist es bevorzugt, wenn die Blechteile
zumindest teilweise nicht aus einem CrNi-Stahl, sondern aus einem kostengünstigeren
Cr-Stahl hergestellt werden, der jedoch anfällig gegen Spaltkorrosion ist.
[0003] Aus der
DE 2007 017 280 A1 ist eine Geschirrspülmaschine bekannt, bei der eine Behälterzarge und eine Rückwand
jeweils um Biegekanten nach außen abgewinkelte Flansche aufweisen. Diese sind unter
Bildung eines zum Spülraum offenen Kapillarspalts miteinander verbunden. Der Kapillarspalt
bzw. die Verbindungsfuge ist spülraumseitig durch ein Dichtmittel flüssigkeitsdicht
geschlossen. Das Dichtmittel ist unter großem Materialeinsatz als eine Dichtwulst
ausgebildet, die den Kapillarspalt oberseitig überdeckt. Die Dichtwulst ragt dabei
ausgehend von den beiden, die Spaltränder bildenden Biegekanten bis in den Spülraum
hinein. Die Dichtwulst weist somit eine große Reaktionsfläche auf, die unmittelbar
in Kontakt mit der chemisch aggressiven Spülflotte ist. Zudem ist die Dichtwulst durch
die im Spülbetrieb umgewälzte Spülflotte mechanischen Belastungen ausgesetzt. Entsprechend
groß ist das Risiko, dass sich die Dichteigenschaften der Dichtwulst im Laufe der
Zeit reduzieren.
[0004] Aus der
DE 10 2006 055 347 A1 ist eine weitere Geschirrspülmaschine bekannt, bei der zwei Blechteile unter Bildung
eines Kapillarspalts miteinander verschweißt sind. Der Kapillarspalt ist an seiner
dem Spülraum zugewandten Seite mittels eines Dichtelementes flüssigkeitsdicht verschlossen,
das zwischen den beiden Blechteilen eingeklemmt ist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Geschirrspülmaschine und ein Verfahren
zur Herstellung eines Spülbehälters einer Geschirrspülmaschine bereitzustellen, welche
einen dauerhaften Schutz der Blechteile des Spülbehälters vor Korrosion sicher stellen.
[0006] Erfindungsgemäß ist das Dichtmittel ein Flüssiglack, der auf Grund von Kapillarkräften
den Kapillarspaltspülbehälter innenseitig benetzt und innerhalb des Kapillarspaltes
ausgehärtet ist. Der gegebenenfalls für Spaltkorrosion anfällige Kapillarspalt wird
somit spülbehälterinnenseitig versiegelt. Durch die Anordnung innerhalb des Kapillarspalts
ist der Flüssiglack außerdem vor mechanischen Belastungen während des Spülbetriebes
geschützt. Zudem ist die Reaktionsfläche des Flüssiglacks, die in Kontakt mit der
Spülflotte kommen kann, im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich reduziert, wodurch
auch die chemische Belastung des Flüssiglacks verringert ist.
[0007] Im weiteren Unterschied zum Stand der Technik ist der Flüssiglack optisch vorteilhaft
sichtgeschützt innerhalb des Kapillarspalts angeordnet. Dadurch kann sich ein freier
Fugenraum zwischen der Flüssiglack-Oberfläche und dem, dem Spülraum zugewandten Spaltrand
bilden. Der Spalt- oder Fugenraum ist dichtmittelfrei und daher zum Spülraum hin offen.
Dieser dichtmittelfreie Fugenraum bildet eine sogenannte Schattenfuge, in der der
Flüssiglack aufgrund von Verschattungseffekten von außen nicht mehr einsehbar ist.
[0008] Als Kapillarspalt im Sinne der Erfindung ist ein Spalt zwischen den Blechteilen mit
sehr geringer Spaltbreite zu verstehen. Durch die im Vergleich zu größeren Spaltbreiten
stark im Vordergrund tretenden Oberflächeneffekte tritt im Kapillarspalt verstärkt
die Kapillarität auf, bei der der Flüssiglack aufgrund seiner Oberflächenspannung
sich im Kapillarspalt quasi verstemmt und nicht mehr herausfließen kann bis die Aushärtung
abgeschlossen ist.
[0009] Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, bilden die Biegekanten jeweils den Übergang
der Blechteile zu den nach außen abgewinkelten Verbindungsflanschen. Entsprechend
bilden die beiden Biegekanten jeweils Spalt- oder Spaltränder des zum Spülraum hin
offenen Kapillarspalts. Bevorzugt kann dabei das Dichtmittel nicht nur gegenüber einer
der Biegekanten, sondern gegenüber beiden Biegekanten zurückgesetzt innerhalb des
Kapillarspalts bzw. der Verbindungsfuge angeordnet sein.
[0010] Die nach außen abgewinkelten Blechteil-Flansche bilden jeweils Fugenflanken, die
den Kapillarspalt seitlich begrenzen. Die Fugenflanken können insbesondere keilförmig
bis zu einem Spaltboden zusammenlaufen. Für eine besonders wirkungsvolle flüssigkeitsdichte
Abdichtung kann der Flüssiglack den Kapillarspalt ausgehend von dem Spaltboden bis
auf eine vorgegebene Füllhöhe ausfüllen, die um den oben erwähnten freien Abstand
von der zumindest einen Biegekante versetzt ist.
[0011] Aus optischen sowie hygienischen Gründen ist es bevorzugt, wenn die Innenseite des
Spülbehälters weitgehend stufenfrei ausgebildet ist. Die den Spülbehälter bildenden
Blechteile können daher bevorzugt an ihren Biegekanten sowie unter Zwischenlage des
Kapillarspalts flächenbündig zueinander ausgerichtet sein. Da sich der Flüssiglack
innerhalb des Kapillarspalts befindet, wird ein glatter Übergang zwischen den beiden
Blechteilen nicht vom Flüssiglack unterbrochen.
[0012] Die Erfindung eignet sich insbesondere für den Einsatz von Blechteilen, die nicht
aus korrosionsfestem CrNi-Stahl, sondern aus einem Cr-Stahl gebildet sind, der anfällig
für Spaltkorrosion ist, die mit der erfindungsgemäßen Verbindungsstelle dauerhaft
vermieden werden kann. Wie oben erwähnt, ist der Flüssiglack fertigungstechnisch aufwendig
unmittelbar zwischen die Fugenflanken des Kapillarspalts einzubringen, so dass es
gegenüber der Spaltränder zurückgesetzt ist. Vor diesem Hintergrund hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, wenn der Flüssiglack in zunächst flüssiger Form auf den Kapillarspalt
appliziert wird.
[0013] Der Flüssiglack kann beispielhaft insbesondere ein Silikonharz sein, das zunächst
in flüssiger Form in den Kapillarspalt eingebracht werden kann. Das Silikonharz kann
dabei bevorzugt eine derart bemessene Oberflächenspannung aufweisen, dass es in flüssiger
Form aufgrund von Kapillarwirkung innerhalb des Kapillarspalts haften bleibt und nicht
herausfließen kann. Anschließend kann ein Aushärteschritt erfolgen, bei dem das noch
flüssige Silikonharz innerhalb des Kapillarspalts ausgehärtet wird. Dem Eintrag des
Flüssiglacks in die Verbindungsfuge kann eine Reinigung der Blechteilanordnung mittels
Plasma bzw. gegebenenfalls eine Aktivierung der Oberfläche mittels Laser vorgeschaltet
sein.
[0014] Das Einbringen des Flüssiglacks in den Kapillarspalt kann bevorzugt nach bereits
erfolgtem Zusammenbau der Blechteile durchgeführt werden. Hierzu kann eine Auftragsvorrichtung
mit einer Eintragsdüse vorgesehen werden, mit der das Dichtmittel als eine feine Raupe
in den Kapillarspalt eingebracht wird. Die Eintragsdüse kann an einem Roboterarm entlang
des Kapillarspalts geführt werden, wobei ein optisches System die Feinjustierung der
Eintragsdüse überwachen und steuern kann, so dass der als feine Raupe aufgetragene
Flüssiglack nicht abreißt oder größere Poren aufweist.
[0015] Das optische Überwachungs- und Aktivierungssystem ist dabei bevorzugt zusammen mit
dem Auftragssystem auf einem gemeinsamen Roboterarm installiert. Die Auftragsdüse
besitzt dabei einen geringen Durchmesser im Bereich von 0,8mm bis 1,5mm. Entsprechend
gering ist auch der Materialeintrag in den Kapillarspalt, der lediglich ein Bruchteil
des Materialeintrags ist, der im oben erwähnten Stand der Technik beim Auftragen der
Dichtwulst zu erfolgen hat.
[0016] Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren
beschrieben.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Teilschnittansicht einen Spülbehälter einer Geschirrspülmaschine;
und
- Fig. 2
- in einer Schnittdarstellung eine Verbindungsstelle zwischen einer Behälterzarge und
einer Behälterrückwand des Spülbehälters.
[0018] In der Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einem Spülbehälter einer im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Haushaltsgeschirrspülmaschine ausgebildeten Geschirrspülmaschine gezeigt. Der
Spülbehälter ist aus Blechteilen gefertigt, von denen ein erstes Blechteil im vorliegenden
Ausführungsbeispiel als kastenförmige Behälterzarge 1 ausgeführt ist. Diese wird aus
einer ebenflächigen Mantelplatine in einem Biegeprozess so geformt, dass es die Boden-,
Deck- und Seitenwände des Spülbehälters umfasst. Als zweites Blechteil 3 weist der
Spülbehälter im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Behälterrückwand 3 auf, die
die Rückseite der Blechzarge 1 verschließt.
[0019] In der Fig. 1 ist eine Verbindungsstelle zwischen der Bodenwand 5 der Behälterzarge
1 und der Rückwand 3 gezeigt. Demzufolge weist die in etwa wannenförmig ausgebildete
Rückwand 3 an ihrem hochgezogenen Außenrand einen um eine Biegekante 7 nach außen
abgewinkelten Verbindungsflansch 9 auf. Entsprechend weist auch die Bodenwand 5 der
Behälterzarge 1 rückseitig einen korrespondierenden Verbindungsflansch 11 auf, der
ebenfalls um eine Biegekante 13 nach außen abgewinkelt ist. Zur Verbindung der beiden
Flansche 9, 11 ist ein Ende 15 des Verbindungsflansches 9 um eine Außenkante des Verbindungsflansches
11 herum gefalzt. Die somit gebildete Falzverbindung läuft um die gesamte Behälterzarge
1 herum und bildet einen Verbindungsbereich zwischen der Behälterrückwand 3 und der
Behälterzarge 1. Die beiden Flansche 9, 11 sind darüber hinaus beispielhaft über Rollnahtschweißen
oder einer gleichwertigen Verbindungstechnik miteinander verbunden.
[0020] Gemäß den beiden Figuren 1 und 2 ergibt sich zwischen den beiden Flanschen 9, 11
der Blechteile 1, 3 eine zum Spülraum hin offene Verbindungsfuge bzw. ein Kapillarspalt
17, in den ein, lediglich in der Fig. 2 gezeigtes, als Flüssiglack vorgesehenes Dichtmittel
19 eingebracht ist. Demgemäß ist das Dichtmittel 19 um freie Abstände x
1, x
2 gegenüber den Biegekanten 7, 13 zurückgesetzt, die jeweils Spaltränder 7' bzw. 13'
der Verbindungsfuge bzw. des Kapillarspalts 17 bilden. Das Dichtmittel 19 ist daher
lediglich innerhalb des Kapillarspalts 17 appliziert, wodurch sich zwischen den oberen
Biegekanten 7, 13 und der Oberfläche des darunter liegenden Dichtmittels 19 ein in
der Fig. 2 gezeigter freier Fugenraum 21 ergibt, der zum Spülraum hin offen ist. Der
freie Fugenraum 21 wirkt als eine sogenannte Schattenfuge, bei der aufgrund von Verschattung
das Dichtmittel 19 optisch vorteilhaft nicht mehr von außen einsehbar ist. Zugleich
ist das Dichtmittel 19 auch weitgehend vor chemischer und mechanischer Belastung durch
die Spülflotte geschützt.
[0021] Aus der Fig. 2 ist die Querschnittsgeometrie der Verbindungsfuge bzw. des Kapillarspalts
17 ersichtlich. Demzufolge bilden die ausgehend von den Biegekanten 7, 13 vertikal
nach unten laufenden Flansche 9, 11 Fugenflanken, die den Kapillarspalt 17 seitlich
begrenzen. Die seitlichen Fugenflanken laufen gemäß der Fig. 2 keilförmig bis zu einem
in der Fig. 2 lediglich linienförmigen Spaltboden 23 zusammen. Das Dichtmittel 19
füllt dabei ausgehend vom Spaltboden 23 den Kapillarspalt 17 bis auf eine Füllhöhe
h aus, die um die freien Abstände x
1, x
2 von den Biegekanten bzw. Spalträndern 7, 13 höhenversetzt ist.
[0022] Die beiden Biegekanten 7, 13 sind dabei höhenmäßig so zueinander ausgerichtet, dass
sich unter Zwischenlage des Kapillarspalts 17 ein flächenbündiger Übergang zwischen
der Bodenwand 5 und der Behälterrückwand 3 ergibt. Der flächenbündige Übergang wird
aufgrund der höhenversetzten Anordnung des Dichtmittels 19 in dem Kapillarspalt 17
nicht beeinträchtigt.
[0023] Beispielhaft kann die gesamte Fugentiefe zwischen dem Spaltboden 23 und den Spalträndern
7, 13 bei ca. 8 mm liegen. Die Füllhöhe h des Dichtmittels 19 kann dabei ausgehend
vom Spaltboden 13 bei 5 bis 6mm liegen. In diesem Fall ergeben sich freie Abstände
x
1, x
2 zwischen den Spalträndern 7, 13 und der Dichtmittel-Oberfläche von ca. 2 bis 3 mm.
[0024] Das Dichtmittel 19 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Flüssiglack, etwa
ein Silikonharz, der zunächst flüssig als eine feine Raupe zwischen den beiden Spalträndern
7, 13 aufgetragen wird. Durch Kapillarwirkung kann das flüssige Silikonharz bis zum
Spaltboden 23 vordringen und sich in dem Kapillarspalt 17 sammeln. Der durch die Auftragsdüse
erfolgende Materialeintrag ist dabei derart bemessen, dass sich eine Füllhöhe h ergibt,
die um die Abstände x
1, x
2 höhenversetzt unterhalb der beiden Spaltränder 7, 13 liegt. Anschließend kann in
einem Aushärteschritt das flüssige Silikonharz ausgehärtet werden.
[0025] Der Eintrag des Dichtmittels 19 erfolgt bevorzugt erst nach dem Zusammenbau der beiden
Blechteile 1, 3 zu dem Spülbehälter. Zum Applizieren des Dichtmittels 19 wird dabei
eine von einem Roboterarm geführte Auftragsdüse entlang des Kapillarspalts 17 geführt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0026]
- 1, 3
- Blechteile
- 5
- Bodenwand
- 7
- Biegekante
- 7'
- Spaltrand
- 9
- Flansch
- 11
- Flansch
- 13
- Biegekante
- 13'
- Spaltrand
- 15
- Flanschende
- 17
- Verbindungsfuge bzw. Kapillarspalt
- 19
- Dichtmittel bzw. Flüssiglack
- 21
- freier Fugenraum bzw. Spaltraum
- 23
- Fugenboden bzw. Spaltboden
- x1, x2
- freie Abstände
- h
- Füllhöhe
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem, einen
Spülraum begrenzenden Spülbehälter, der zumindest zwei Blechteile (1, 3) aufweist,
die unter Bildung einer zum Spülraum offenen Kapillarspalts (17) miteinander verbunden,
insbesondere verschweißt sind, wobei der Kapillarspalt (17) von einem Dichtmittel
(19) flüssigkeitsdicht geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmittel (19) ein Flüssiglack ist, der aufgrund von Kapillarkräften den Kapillarspalt
(17) spülbehälterinnenseitig benetzt und innerhalb des Kapillarspalts (17) ausgehärtet
ist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenspannung des Flüssiglacks (19) derart bemessen ist, dass der Flüssiglack
(19) in flüssiger Form bis zu dessen Aushärtung im Kapillarspalt (17) haften bleibt.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssiglack (19) um einen Abstand (x1, x2) von einem dem Spülraum zugewandten Kapillarspalt-Rand (7', 13') zurückgesetzt innerhalb
des Kapillarspalts (17) angeordnet ist.
4. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Blechteile (1, 3) jeweils seitliche Flanken des Kapillarspalts (17) bilden,
die bis zu einem Spaltboden (23), insbesondere keilförmig, zusammenlaufen.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssiglack (19) den Kapillarspalt (17) ausgehend vom Spaltboden (23) bis auf
eine Höhe (h) ausfüllt, die um den freien Abstand (x1, x2) von dem Kapillarspalt-Rand (7', 13') versetzt ist.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechteile (1, 3) jeweils um Biegekanten (7, 13) nach außen abgewinkelte Flansche
(9, 11) aufweisen, die unter Bildung des Kapillarspalts (17) miteinander verbunden
sind, wobei insbesondere die Biegekanten (7, 13) den Kapillarspalt-Rand (7', 13')
bilden.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Blechteile (1, 3) aus einem Cr-Stahl gebildet ist.
8. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssiglack (19) ein Silikonharz ist, der in flüssiger Form in den Kapillarspalt
(17) einbringbar und darin aushärtbar ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Spülbehälters einer Geschirrspülmaschine, insbesondere
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem zwei Blechteile (1, 3) unter
Bildung eines zum Spülraum offenen Kapillarspalts (17) miteinander verbunden, insbesondere
verschweißt werden, und der Kapillarspalt (17) von einem Dichtmittel (19) flüssigkeitsdicht
verschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmittel (19) ein Flüssiglack ist, der in einem Auftragsschritt in flüssiger
Form in den Kapillarspalt spülbehälterinnenseitig (17) eingebracht, und in einem Aushärteschritt
innerhalb des Kapillarspalts (17) ausgehärtet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenspannung des Flüssiglacks (19) derart bemessen wird, dass der Flüssiglack
(19) bis zu dessen Aushärtung im Kapillarspalt (17) verbleibt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssiglack (19) nach erfolgtem Zusammenbau der Blechteile (1, 3) in den Kapillarspalt
(17) eingebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssiglack (19) mittels einer Eintragsdüse einer Auftragsvorrichtung eingebracht
wird, die entlang des Kapillarspalts (17) geführt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Auftragsschritt ein Reinigungsschritt vorgeschaltet ist, in welchem der Kapillarspalt
(17) gereinigt wird.