[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine,
sowie ein Besteckkorbsystem mit einem Besteckkorb, der mit mindestens einem Besteckteil
bestückbar ist, das mit einem im Besteckkorb angeordneten Einsatzteil in Anlage bringbar
ist, das aus einem unedleren Metall besteht als das Metall des Besteckteils, wobei
eine Bodenwand oder eine Seitenwand des Besteckkorbs mindestens eine Auslassöffnung
aufweist, die mit Hilfe eines verstellbaren Schließteils verschlossen und geöffnet
werden kann.
[0002] Wird Silberbesteck über längere Zeit liegen gelassen oder kommt es in Kontakt mit
bestimmten Lebensmitteln, so läuft die Oberfläche des Silberbestecks an, das heißt
die Silberbesteck-Oberfläche verfärbt sich unter Bildung einer Silbersulfidschicht.
[0003] Aus der
DE 1 977 115 U ist ein Einsatzkorb für Geschirrspülmaschinen bestehend aus Kunststoff oder mit Kunststoff
überzogenem Metall bekannt, welcher einen oder mehrere Aluminiumeinsätze in Gestalt
eines gelochten Bleches aufweist. Auf diese Weise werden silberne Besteckteile in
metallischen Kontakt mit Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gebracht, wodurch
Oberflächenverfärbungen an silbernen oder versilberten Essbestecken vermieden bzw.
behoben werden können.
[0004] Aus der
WO 99/19541 A1 ist eine gattungsgemäße Geschirrspülmaschine bekannt, die einen Besteckkorb aufweist,
der ein Einsatzteil aus Aluminium enthält. Der Besteckkorb ist an einer seiner Seitenwände
mit einer Auslassöffnung vorgesehen, die über eine Klappe verschließbar ist. Die Klappe
ist nach oben verschwenkbar an der Seitenwand des Besteckkorbes angelenkt.
[0005] Bei einer Betätigung der Klappe ist ein vergleichsweise großer, für die Klappenbetätigung
benötigter Schwenkweg freizuhalten. Vor einer Klappenbetätigung ist daher sicherzustellen,
dass der zur Klappenbetätigung erforderliche Bauraum frei von angrenzenden Besteck-
oder Geschirrteilen ist. Ansonsten würde die Bedienfähigkeit der Klappe beeinträchtigt
sein.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Geschirrspülmaschine, insbesondere
Haushalts-Geschirrspülmaschine, und einen Besteckkorb bereitzustellen, bei der eine
einfache und bauraumsparende Betätigung des Schließteils gewährleistet ist.
[0007] Erfindungsgemäß ist das Schließteil in der Ebene der Bodenwand oder der Seitenwand,
in welcher die verschließbare Auslassöffnung vorgesehen ist, oder in einer dazu planparallelen
Ebene verstellbar. Der zur Verstellung des Schließteils erforderliche Stellweg des
Sperrelementes ist in diesem Fall im Vergleich zu dem aus dem Stand der Technik bekannten
Schwenkweg wesentlich reduziert. Es ist daher auch bei beengten Platzverhältnissen
innerhalb des Geschirrkorbes, in dem der Besteckkorb eingesetzt ist, eine zuverlässige
Bedienbarkeit gegeben.
[0008] Das verstellbare Schließteil kann in Gleitkontakt mit der Bodenwand oder der Seitenwand
zwischen einer Staustellung, in der das Schließteil die mindestens eine Auslassöffnung
des Besteckkorbs flüssigkeitsdicht verschließt, und einer Auslassstellung, in welcher
eine im Besteckkorb angestaute oder gesammelte Flüssigkeit abströmen kann, verstellt
werden.
[0009] Im Hinblick auf eine einfache Stellbewegung sowie auf einen einfachen Führungsmechanismus
ist es gemäß einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das Schließteil
linear verstellt werden kann. Das Schließteil kann außerdem zumindest eine Durchlassöffnung
aufweisen. Diese kann in der Auslassstellung des Schließteils zumindest teilweise
mit der Auslassöffnung des Besteckkorbes überlagert werden, so dass im Überlagerungsbereich
Flüssigkeit aus dem Besteckkorb austreten kann. Demgegenüber ist in der Staustellung
die Durchlassöffnung außerhalb der mindestens einen Auslassöffnung des Schließteiles
angeordnet, so dass die Auslassöffnung/en verschlossen sind. Eine solche Ausgestaltung
des Schließteils ist insbesondere bei einer perforierten Besteckkorbbodenwand von
Vorteil, bei der nicht nur eine, sondern eine Reihe von Auslassöffnungen vorgesehen
ist. In diesem Fall kann die Lage und/oder Größe der Auslassöffnungen sowie der Durchlassöffnungen
des Schließteils so aufeinander abgestimmt sein, dass bereits eine geringfügige Stellbewegung
des Schließteiles ausreicht, um einen Wechsel zwischen Staustellung und Auslassstellung
zu bewirken.
[0010] Bevorzugt ist es, wenn das in den Besteckkorb eingestellte Besteck eine Stellbewegung
des Schließteiles nicht beeinflussen kann. Aus diesem Grund kann die Führungseinrichtung
zusammen mit dem Schließteil mit Bezug auf einen Bestückungsraum des Besteckkorbes
außerhalb der Besteckkorbbodenwand angeordnet sein. Somit ist das verstellbare Schließteil
über die zwischengeschaltete Besteckkorbbodenwand von dem im Besteckkorb angeordneten
Besteck separiert.
[0011] Die Bodenwand des Besteckkorbes kann gemäß einer Ausführungsform der Erfindung durch
das Einsatzteil aus unedlem Metall gebildet sein. Das Einsatzteil kann z.B. ein Aluminiumteil
sein, das beispielsweise als Lochblech mit einer Reihe von Auslassöffnungen ausgebildet
ist.
[0012] Der erfindungsgemäße Besteckkorb kann aus einem äußeren, kastenförmigen Kunststoffmantel
bestehen, in den das Einsatzteil aus unedlem Metall eingesetzt ist. Der Kunststoffmantel
ist oberseitig sowie bodenseitig im Wesentlichen offen gestaltet. Die Mantelflächen
können bodenseitig mit einem nach innen abgewinkelten Randflansch abschließen, auf
dem das Einsatzteil ruht. Das Einsatzteil wird somit in Einbaulage von dem Randflansch
des Kunststoffmantels untergriffen.
[0013] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann der Besteckkorb eine Führungseinrichtung
in Form von Führungsnuten aufweisen, in welchen das Schließteil geführt ist. So können
z.B. im Randflansch des Kunststoffmantels Führungsnuten vorgesehen sein, in denen
das Schließteil linear verschiebbar geführt ist. In einer fertigungstechnisch besonders
einfachen Ausgestaltung können diese Führungsnuten unmittelbar zwischen dem Randflansch
und der Bodenwand des Besteckkorbes ausgebildet sein. In diesem Fall kann der Randflansch
stufenförmig abgestuft sein, wobei die Abstufung zusammen mit der Bodenwand die Führungsnuten
ausbildet.
[0014] Für eine möglichst leichtgängige und komfortable Verstellbewegung kann zusätzlich
zu den Führungsnuten eine Lageröffnung oder Durchgangsöffnung in einer der Seitenwände
des Besteckkorbes vorgesehen werden, durch die das Schließteil nach außen geführt
und auf diese Weise von außen manuell verstellbar ist. Am nach außen ragenden Ende
des Schließteils kann ein Betätigungsgriff angeformt sein, mit dem das Schließteil
besonders komfortabel manuell verstellbar ist.
[0015] Zur Begrenzung eines Stellweges des Stellteils kann mindestens ein Bewegungsanschlag
vorgesehen sein. Dieser kann z.B. als ein Anschlagprofil unmittelbar am Schließteil
angeformt sein. Das Anschlagprofil des Schließteiles kann außerdem mit einem entsprechenden
Gegenprofil z.B. in den Führungsnuten zusammenwirken, um den Stellweg zu begrenzen.
[0016] Alternativ zu der oben genannten linearen Stellbewegung kann das Verschlussteil auch
derart gelagert sein, dass es eine kurven- oder bogenförmige Stellbewegung ausführen
kann. Insbesondere kann das Verschlussteil über einen Lagerzapfen an der Bodenwand
oder Seitenwand des Besteckkorbes schwenkbar angelenkt sein, so dass es bei Betätigung
in planparalleler Ausrichtung zur Bodenwand bzw. zur Seitenwand verschwenkbar ist.
[0017] In einer besonders kompakten Ausführung kann das Verschlussteil innerhalb der Auslassöffnung
des Besteckkorbes angeordnet werden. Das Verschlussteil und die die Auslassöffnung
begrenzende Besteckkorbwand liegen somit in einer gemeinsamen Ebene, wodurch eine
besonders raumsparende Anordnung des Schließteiles realisiert wird.
[0018] Während eines Spülganges der Geschirrspülmaschine tritt zwischen dem unedlen Metall
des Einsatzteils und dem Besteckteil, z.B. dem Silberbesteckteil, eine Redoxreaktion
auf, bei welcher Elektronen von dem unedleren Metall des Einsatzteiles auf das Besteckteil
übertragen werden. Die Elektronenaufnahme bewirkt dann am Besteckteil, z.B. Silberbesteckteil,
eine Reduktion der Anlaufschicht, z.B. Silbersulfidschicht, wodurch eine Verfärbung
des Besteckteils reduziert werden kann.
[0019] Zur Durchführung eines Spülganges ist der erfindungsgemäße Besteckkorbsystem in einem
Geschirrkorb einer Geschirrspülmaschine anzuordnen. Das Schließteil des Besteckkorbes
ist dabei in einem ersten Spülgang in der Staustellung, wodurch sich ein Flüssigkeitsbad
im Besteckkorb aufstauen kann. Entsprechend ist ein elektrischer Kontakt zwischen
dem Einsatzteil und dem darin gelagerten Besteckteil verbessert, was zu einer Beschleunigung
der Reduktion der Anlaufschicht auf dem Besteckteil führt.
[0020] Nach Durchführung des ersten Spülganges kann der Benutzer zur Vorbereitung eines
folgenden zweiten Reinigungsspülganges das Schließteil in die Auslassstellung verstellen,
in der das aufgestaute Flüssigkeitsbad ablaufen kann und Speisereste durch die freigegebenen
Auslassöffnungen ausgeschwemmt werden können.
[0021] Unter den oben genannten ersten und zweiten Spülgängen können zwei vollständig voneinander
getrennte Spülgänge verstanden werden. Alternativ dazu kann der erste Spülgang im
Sinne der Erfindung ein Kurzspülgang sein, der beispielhaft nur solange andauert,
bis sich genügend Spülflüssigkeit im Besteckkorb aufgestaut hat, die während eines
Spülganges im Spülraum umgewälzt wird. Anschließend kann der zweite Spülgang erfolgen,
der als Hauptspülgang mit den an sich bekannten Programmschritten gestaltet ist.
[0022] Die oben genannten ersten und zweiten Spülgänge können auch als Teilspülgänge in
einem einzigen, gemeinsamen Spülgang integriert sein. In diesem Fall kann nach Ablauf
des ersten Teilspülganges die Geschirrspülmaschine ein Hinweissignal generieren, das
den Benutzer darauf hinweist, das Schließteil in seine Auslassstellung zu verschieben.
Nachdem anschließend die Gerätetür der Geschirrspülmaschine wieder geschlossen ist,
kann dann der zweite Teilspülgang, vorzugsweise automatisch, gestartet werden, in
dem das Besteck vollständig gereinigt wird.
[0023] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Figuren
beschrieben.
[0024] Es zeigen:
- Fig.1 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Besteckkorbsystems zur Aufnahme
von Besteckteilen gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 2
- das Besteckkorbsystem gemäß Fig. 1 in Explosionsdarstellung;
- Fig. 3
- das Besteckkorbsystem gemäß Fig. 1 in Seitenschnittdarstellung;
- Fig. 4 und 5
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Besteckkorbs gemäß einer zweiten
Ausführungsform; und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Besteckkorbs gemäß einer dritten
Ausführungsform.
[0025] In den Fig. 1 bis 3 ist ein erfindungsgemäßes Besteckkorbsystem gemäß einer ersten
Ausführungsform gezeigt. Ein Besteckkorb besteht dabei im Wesentlichen aus einem äußeren,
z.B. quaderförmigen Kunststoffmantel 1 mit zueinander rechtwinkligen, umlaufenden
Seitenwänden 2. Im Innenraum des Kunststoffmantels 1 ist ein Einsatzteil 3 eingesetzt.
Der quaderförmige Kunststoffmantel 1 ist an seiner Oberseite offen gestaltet. Bodenseitig
schließt sich an den Seitenwänden 2 des Kunststoffmantels 1 ein nach innen um 90°
abgewinkelter Randflansch 7 an (vgl. Fig. 2 und 3).
[0026] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist das Einsatzteil 3 ein im Profil U-förmiges Blechteil,
z. B. aus Aluminium, das seitlich nach oben abgewinkelte Seitenwände 9 aufweist, die
über einen horizontalen Bodenabschnitt 11 miteinander verbunden sind. Der Bodenabschnitt
11 weist eine Anzahl von Auslassöffnungen 12 auf. Der Bodenabschnitt 11 des Einsatzteiles
3 bildet außerdem in der Einbaulage, wie in den Fig. 1 und 3 dargestellt, eine Bodenwand
10 des Besteckkorbes, auf welchem die Besteckteile aufliegen.
[0027] In der Zusammenbaulage ist das Einsatzteil 3 mit seinem Bodenabschnitt 11 auf dem
bodenseitigen Randflansch 7 des Kunststoffmantels 1 abgestützt. Die beiden Seitenwände
9 des Einsatzteils 3 sind dabei mit den korrespondierenden Seitenwänden 2 des Kunststoffmantels
1 in Anlage. Der abgewinkelte Randflansch 7 ist an seinem oberen Eckbereich mit einer
nach innen offenen Abstufung 13 versehen, die in einer Stützfläche 14 des Randflansches
7 eingearbeitet ist. Auf der Stützfläche 14 ruht das Einsatzteil 3. Dadurch ergeben
sich in Längsrichtung des Besteckkorbes seitliche Führungsnuten 15, die bodenseitig
durch den Randflansch 7 und nach oben durch den Bodenabschnitt 11 des Einsatzteils
3 begrenzt sind. Die beiden Führungsnuten 15 sind einander zugewandt offen gestaltet,
so dass sie den Rand eines als Schieber ausgebildeten Schließteils 17 lose umgreifen
können und damit eine Führungseinrichtung für das Schließteil 17 bilden. Das Schließteil
17 ist somit linear bewegbar in den Führungsnuten 15 geführt.
[0028] In der Seitenwand 2 des Kunststoffmantels 1 ist eine Durchgangsöffnung 19 in Form
eines Führungsschlitzes vorgesehen, durch welche das plattenförmige Schließteil 17
nach außen ragt. Der außerhalb des Kunststoffmantels 1 befindliche Teil des Schließteiles
17 weist einen nach oben abgewinkelten Befestigungsgriff 18 auf. Dadurch kann das
Schließteil 17 komfortabel manuell zwischen einer, in Fig. 3 gezeigten Auslassstellung
und einer Staustellung verstellt werden.
[0029] Zusätzlich weist das Schließteil 17, wie in Fig. 2 gezeigt, streifenförmige in der
Stellrichtung hintereinander angeordnete Durchgangsöffnungen 25 auf. Diese können
je nach Stellung des Schließteiles 17 die im Bodenabschnitt 11 des Einsatzteils vorgesehenen
Auslassöffnungen 12 vollständig oder teilweise überdecken oder außerhalb des Strömungsquerschnittes
der Auslassöffnungen 12 angeordnet sein. Das Schließteil 17 ist dabei derart gestaltet,
dass in der Staustellung die Auslassöffnungen 12 durch das Schließteil im Wesentlichen
flüssigkeitsdicht verschlossen sind. Zur Erreichung eines flüssigkeitsdichten Verschlusses
kann auch ein nicht dargestelltes Abdichtelement vorgesehen sein.
[0030] Die Auslassöffnungen 12 im Bodenabschnitt 11 des Einsatzteils 3 sind dabei hinsichtlich
ihrer Anordnung und Größe derart ausgestaltet, dass bereits ein geringer Stellweg
a ausreicht, um das Schließteil 17 von der Staustellung in die Auslassstellung zu
bringen. Dabei entspricht der Stellweg in etwa dem Durchmesser der Auslassöffnungen
12 und beträgt z. B. ein 1/5 oder 1/10 der Länge des gesamten Bodenabschnitts 11 in
Richtung des Stellwegs a. Der Stellweg a des Schließteils 17 ist durch Bewegungsanschläge
21 und 23, welche gemeinsam ein spezielles Anschlagprofil 21, 23 bilden, begrenzt.
Das Anschlagprofil ist dabei einerseits im Schließteil 17 und andererseits in den
Führungsnuten 15 des Randflansches 7 ausgebildet. In der gezeigten Ausführungsform
weist das Anschlagprofil eine vom Schließteil 17 nach unten abragende Erhebung 21
auf, die in einer korrespondierenden Aussparung 23 in der Führungsnut 15 geführt ist.
[0031] An den Seitenwänden 2 des quaderförmigen Kunststoffmantels 1 sind zusätzlich Rastvorsprünge
26 angeformt, über die der Besteckkorb in einem Geschirrkorb der Geschirrspülmaschine
eingehängt werden kann. Zur Reinigung und Pflege von Silberbesteckteilen werden diese
zunächst in den Besteckkorb eingelegt. Das Schließelement 17 ist hierbei in seiner
Staustellung, in der die Auslassöffnungen 12 flüssigkeitsdicht abgedichtet sind. Anschließend
kann in einem ersten Kurzspülgang ein Flüssigkeitsbad im flüssigkeitsdicht geschlossenen
Besteckkorb aufgestaut werden. Eine bereits auf dem Silberbesteck vorhandene Anlaufschicht
kann in diesem Flüssigkeitsbad beschleunigt reduziert werden. Nach erfolgtem erstem
Spülgang kann der Benutzer das Schließteil 17 in seine Auslassstellung verschieben,
in der das Flüssigkeitsbad durch die Auslassöffnungen im Lochabschnitt 11 des Einsatzteils
3 ablaufen kann. Im nunmehr folgenden zweiten Spülgang kann das von der Anlaufschicht
befreite Silberbesteck von Speiseresten gereinigt werden.
[0032] In den Fig. 4 und 5 sind Teile einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Besteckkorbs gezeigt. Ein Schließteil 17' ist dabei ebenfalls als Schieber gestaltet,
der z. B. planparallel zu einer Bodenwand 10' des Besteckkorbes, welche abweichend
von der dargestellten Ausführungsvariante auch wieder durch einen Bodenabschnitt des
nicht dargestellten Einsatzteils 3 gebildet werden könnte, verschiebbar ist. Im Unterschied
zur ersten Ausführungsform erfolgt die Stellbewegung nicht linear, sondern entlang
eines kurven- oder bogenförmigen Schwenkweges. Hierzu ist das Schließteil 17' über
einen Lagerzapfen 31 drehbar an der Bodenwand 10' des Besteckkorbes angelenkt. Die
Schwenkbewegung des Schließteils 17' ist von seitlichen Bewegungsanschlägen 32 begrenzt,
die den Stellweg des Schließteiles 17' definieren. Zusätzlich ist das Schließteil
17' mit einem Abdichtelement 30 versehen, das in der in Fig. 5 dargestellten Staustellung
eine Auslassöffnung 12' flüssigkeitsdicht verschließt. Selbstverständlich können auch
bei einer derartigen Ausführungsform mehrere Auslassöffnungen 12' vorgesehen sein.
[0033] In der Teilansicht gemäß Fig. 6 sind Teile einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Besteckkorbes gezeigt. Dabei ist eine Auslassöffnung 12" nicht in der Bodenwand, sondern
in einer Seitenwand 2 angeordnet. Ein Schließteil 17" ist dabei innerhalb der Auslassöffnung
12" vorgesehen und in vertikaler Richtung verstellbar. Zum Verstellen weist das Schließteil
17" eine Verzahnung 34 auf, die in kämmenden Eingriff mit einem manuell betätigbaren
Zahnrad 35 ist. Das Zahnrad 35 ist in der Seitenwand 2 des Kunststoffmantels 1 drehbar
gelagert. An der äußeren Stirnseite des Zahnrades 35 ist ein Rändelrad 33 angeformt,
um eine manuelle Drehbetätigung des Zahnrads 35 zu ermöglichen. Außerdem kann das
in der Fig. 6 gezeigte Schließteil 17" bzw. die in der Seitenwand 2 vorgesehene Auslassöffnung
12" mit geeigneten, hier nicht dargestellten Dichtmitteln und/oder Führungseinrichtungen
versehen sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0034]
- 1
- Kunststoffmantel
- 2
- Seitenwand eines Besteckkorbes
- 3
- Einsatzteil
- 7
- Randflansch
- 9
- Seitenwand des Einsatzteils
- 10, 10'
- Bodenwand des Besteckkorbes
- 11
- Bodenabschnitt des Einsatzteils
- 12, 12', 12"
- Auslassöffnung
- 13
- Abstufung
- 14
- Stützfläche
- 15
- Führungsnut
- 17, 17' ; 17"
- Schließteil
- 18
- Betätigungsgriff
- 19
- Durchgangsöffnung
- 21, 23
- Bewegungsanschläge
- 25
- Durchlassöffnung
- 26
- Rastvorsprung
- 30
- Abdichtelement
- 31
- Lagerzapfen
- 32
- Bewegungsanschlag
- 33
- Rändelrad
- 34
- Verzahnung
- 35
- Zahnrad
- a
- Stellweg
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einem Besteckkorb,
der mit zumindest einem Besteckteil bestückbar ist, das mit einem im Besteckkorb angeordneten
Einsatzteil (3) in Anlage bringbar ist, das aus einem unedleren Metall besteht als
das Metall des Besteckteils, wobei eine Bodenwand (10; 10') des Besteckkorbs oder
eine Seitenwand (2) des Besteckkorbs mindestens eine Auslassöffnung (12; 12'; 12")
aufweist, die mit Hilfe eines verstellbaren Schließteils (17; 17'; 17") verschlossen
und geöffnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließteil (17; 17'; 17") in der Ebene der Bodenwand (10; 10') bzw. der Seitenwand
(2) oder in einer dazu planparallelen Ebene verstellbar ist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Schließteil (17; 17'; 17") in Gleitkontakt mit der Bodenwand (10; 10') oder
der Seitenwand (2) befindet.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließteil (17; 17'; 17") in einer linearen oder in einer kurvenförmigen Bewegung
verstellbar gelagert ist.
4. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließteil (17; 17'; 17") in einer Staustellung die mindestens eine Auslassöffnung
(12) des Besteckkorbs flüssigkeitsdicht schließt.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließteil (17) mindestens eine Durchlassöffnung (25) aufweist, wobei sich die
Durchlassöffnungen (25) des Schließteils (17) und die Auslassöffnungen (12) des Besteckkorbs
in einer Auslassstellung des Schließteils (17) zumindest teilweise überdecken, und
die Durchlassöffnungen (25) des Schließteils (17) in einer Staustellung außerhalb
der Auslassöffnungen (12) des Besteckkorbes angeordnet sind.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (10) des Besteckkorbs durch das Einsatzteil (3) gebildet ist.
7. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Besteckkorb Seitenwände (2) aufweist, die bodenseitig einen nach innen abgewinkelten
Randflansch (7) aufweisen, auf dem das Einsatzteil (3) ruht.
8. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Besteckkorb eine Führungseinrichtung in Form von Führungsnuten (15) zur Führung
des Schließteils (17) aufweist.
9. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnuten (15) zwischen dem Randflansch (7) und der Bodenwand (10) des Besteckkorbes
ausgebildet sind.
10. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Seitenwand (2) des Besteckkorbs eine Durchgangsöffnung (19) vorgesehen ist,
durch die das Schließteil (17) nach außen ragt.
11. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bewegungsanschlag (21; 23; 32) vorgesehen ist, der eine Stellbewegung
(a) des Schließteils (17; 17') begrenzt.
12. Besteckkorbsystem für eine Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche
mit einem Besteckkorb, der mit zumindest einem Besteckteil bestückbar ist, das mit
einem im Besteckkorb angeordneten Einsatzteil (3) in Anlage bringbar ist, das aus
einem unedleren Metall besteht als das Metall des Besteckteils, wobei eine Bodenwand
(10; 10') des Besteckkorbs oder eine Seitenwand (2) des Besteckkorbs zumindest eine
Auslassöffnung (12; 12'; 12") aufweist, die mit Hilfe eines verstellbaren Schließteils
(17; 17'; 17") verschlossen oder geöffnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließteil (17; 17'; 17") in der Ebene der Bodenwand (10; 10') bzw. der Seitenwand
(2) oder in einer dazu planparallelen Ebene verstellbar ist.