[0001] Die Erfindung betrifft ein Befestigungselement für ein Abschlussblech mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie eine Befestigungsanordnung und ein Verfahren
zur Befestigung eines Abschlussblechs mit dem Befestigungselement mit den Merkmalen
der Oberbegriffe der Ansprüche 7 und 9.
[0002] Abschlussbleche sind üblicherweise um 90° abgewinkelte Bleche, die an einer horizontal
verlaufenden Kehle am Übergang von einer Gebäudeaußenwand zu einer horizontalen, Wetter
und insbesondere Regen ausgesetzten Fläche wie beispielsweise einem Balkon oder einer
Terrasse angebracht werden und zu einem dichten Anschluss einer auf der horizontalen
Fläche ausgelegten Abdichtungsbahn an die Gebäudeaußenwand dienen. "Abdichtung" ist
hier nicht im Sinne eines hermetisch dichten Anschluss der Dichtungsbahn an die Gebäudeaußenwand
zu verstehen, sondern soll das Eindringen von an der Gebäudeaußenwand herablaufendem
Regenwasser unter die Dichtungsbahn idealerweise vollständig und in der Praxis weitgehend
vermeiden. Die Dichtungsbahnen bestehen üblicherweise aus Bitumen oder einem Kunststoff
wie EPDM.
[0003] Üblicherweise wird ein Schenkel des Abschlussblechs parallel zur Gebäudeaußenwand
und an ihr anliegend festgeschraubt. Der andere Schenkel des Abschlussblechs liegt
auf der horizontalen Außenfläche auf. Die Dichtungsbahn wird auf der horizontalen
Außenfläche ausgelegt und überlappt den auf der horizontalen Außenfläche aufliegenden
Schenkel des Abschlussblechs. Ein Rand der Dichtungsbahn kann an dem an der Gebäudeaußenwand
festgeschraubten Schenkel des Abschlussblechs hochgezogen werden. Der Rand der Dichtung
wird beispielsweise durch Kleben oder Schweißen mit dem Abschlussblech verbunden.
[0004] Zum Festschrauben des einen Schenkels des Abschlussblechs an der Gebäudeaußenwand
müssen Löcher in die Gebäudeaußenwand gebohrt werden. Die Bohrlöcher weisen einen
Durchmesser zur Aufnahme eines Dübels auf, der durch die Löcher im Abschlussblech
in die Löcher in der Gebäudeaußenwand gesteckt wird. In Bezug auf die verwendeten
Schrauben haben die Löcher im Abdeckblech ein Übermaß, sie sind also verhältnismäßig
groß.
[0005] Eine andere Möglichkeit ist, die Löcher durch das Abdeckblech mit kleinerem Durchmesser
als die Löcher in die Gebäudeaußenwand zu bohren. Das hat den Nachteil, dass entweder
die Löcher durch das Abschlussblech in die Gebäudeaußenwand mit einem kleineren Durchmesser
und anschließend, nach Abnahme des Abschlussblechs, mit dem größeren Durchmesser für
die Dübel aufgebohrt werden müssen, was den Aufwand zur Bohrlocherstellung erhöht,
oder die Löcher müssen ausgemessen werden, um sie im Abschlussblech und in der Gebäudeaußenwand
deckungsgleich anzubringen, was den Aufwand ebenfalls erhöht. Erschwerend kommt hinzu,
dass Schrauben zur Befestigung des Abschlussblechs durch das Abschlussblech in die
Dübel in der Gebäudeaußenwand "treffen" müssen, was gelegentlich schwierig ist, wenn
die Löcher im Abschlussblech nicht deckungsgleich mit den Löchern in der Gebäudeaußenwand
sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Befestigungselement für ein Abschlussblech
vorzuschlagen, das die Befestigung vereinfacht.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1, 7 und 9 gelöst.
Das erfindungsgemäße Befestigungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 weist einen
Schlitz auf, mit dem es auf das Abschlussblech bzw. einen Rand des Abschlussblechs
steckbar ist. Vorzugsweise ist das Befestigungselement im Bereich des Schlitz federnd
und/oder hält klemmend auf dem Abschlussblech. Des Weiteren weist das erfindungsgemäße
Befestigungselement eine Schraubenaufnahme auf. Bei der Schraubenaufnahme kann es
sich beispielsweise um ein Loch zum Durchstecken der Schraube oder ebenfalls um einen
Schlitz handeln, mit dem das Befestigungselement auf einen Schraubenschaft aufsetzbar
ist. Die Schraubenaufnahme ist so gestaltet, dass sie eine Befestigung des Befestigungselements
mit der Schraube ermöglicht. Insbesondere ist das Befestigungselement als Clip oder
Federklemme ausgebildet. Das Befestigungselement kann aber auch als langgestrecktes
Profil, wie beispielsweise eine Putz- oder Dichtleiste, ausgebildet sein.
[0008] Die Erfindung erleichtert die Befestigung des Abschlussblechs, weil das Befestigungselement
nach Anordnung des Abschlussblechs auf das Abschlussblech gesteckt und mit einer Schraube
befestigt werden kann, so dass über das Befestigungselement das Abschlussblech befestigt
ist. Insbesondere dann, wenn das Befestigungselement als Clip oder Federklemme ausgebildet
ist, kann das Befestigungselement an der Stelle auf das Abschlussblech gesteckt werden,
an der sich das Loch in der Gebäudeaußenwand oder allgemein einem Verankerungsgrund,
an dem das Abschlussblech befestigt werden soll, befindet. Ein deckungsgleiches Bohren
des Abschlussblechs und der Gebäudeaußenwand oder allgemein des Verankerungsgrundes
erübrigt sich.
[0009] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass kein Blech durchbohrt werden muss, es
ist deswegen kein Metallbohrer notwendig, sondern es genügt normalerweise ein Steinbohrer
zum Bohren in die Gebäudeaußenwand oder allgemein den Verankerungsgrund. Damit entfällt
auch ein Umspannen von Bohrern, ein Ein- und Ausschalten eines Schlagwerks einer Bohrmaschine
oder ein Hantieren mit zwei Bohrmaschinen.
[0010] Das Abschlussblech muss trotz seiner Bezeichnung als "Blech" nicht zwingend aus Metall
bestehen, sondern kann auch aus einem Nicht-Metall, beispielsweise aus Kunststoff,
bestehen.
[0011] Vorzugsweise ist die Schraubenaufnahme so am Befestigungselement angeordnet, dass
sie sich an oder über einem Rand des Abschlussblechs befindet, wenn das Befestigungselement
wie vorgesehen mit seinem Schlitz auf das Abschlussblech gesteckt ist. Mit "über einem
Rand des Abschlussblechs" ist gemeint, dass sich die Schraubenaufnahme außerhalb des
Abschlussblechs befindet, wodurch das Loch für die Schraube außerhalb, normalerweise
über dem Rand des Abschlussblechs in die Gebäudeaußenwand oder allgemein einen Verankerungsgrund
gebohrt werden kann. Durch eine Anordnung der Schraubenaufnahme an "einem Rand des
Abschlussblechs" kann, wenn das Abschlussblech so angeordnet wird, wie es befestigt
werden soll, entlang des Randes des Abschlussblechs ein Strich an der Gebäudeaußenwand
oder allgemein dem Verankerungsgrund gezogen werden, an dem das Loch in die Gebäudeaußenwand
oder allgemein in den Verankerungsgrund gebohrt werden muss. Das Bohren, insbesondere
die Positionierung des Bohrers, ist durch diese Ausgestaltung der Erfindung vereinfacht.
[0012] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Schraubenaufnahme eine Steckeinrichtung
aufweist bzw. als Steckeinrichtung ausgebildet ist, mit der das Befestigungselement
quer zur Schraubenachse auf einen Schraubenkopf steckbar ist. Dabei ist die Steckrichtung
auf die Schraube bzw. den Schraubenkopf so gewählt, dass sie gleich wie eine Steckrichtung
des Befestigungselements mit seinem Schlitz auf das Abschlussblech bzw. den Rand des
Abschlussblechs ist. Das Befestigungselement lässt sich dadurch zugleich auf die Schraube
zur Befestigung des Abschlussblechs bzw. ihren Schraubenkopf und auf das Abschlussblech
bzw. seinen Rand stecken.
[0013] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Befestigungselement aus einem
mehrfach um 180° umgebogenen Blechstreifen besteht, wobei durch eine der Umbiegungen
der Schlitz gebildet ist, mit dem das Befestigungselement auf das Abschlussblech bzw.
seinen Rand steckbar ist. Eine andere 180°-Umbiegung des das Befestigungselement bildenden
Blechstreifens kann zum Übergreifen des Schraubenkopfs dienen, also die Schraubenaufnahme
bzw. Steckeinrichtung zum Stecken auf den Schraubenkopf oder jedenfalls Teil der Schraubenaufnahme
oder der Steckeinrichtung bilden. Ebenfalls eine andere, allerdings entgegengerichtete
180°-Umbiegung des das Befestigungselement bildenden Blechstreifens kann dazu dienen,
dass der Blechstreifen über den Rand des Abschlussblechs vorsteht, wenn das Befestigungselement
wie vorgesehen auf das Abschlussblech gesteckt ist, so dass sich das Befestigungselement
über bzw. außerhalb des Abschlussblechs an der Gebäudeaußenwand oder allgemein an
dem Verankerungsgrund befestigen lässt.
[0014] Alternativ zu einem Blechstreifen könnte das Befestigungselement aus einem Strangpressprofil
hergestellt werden.
[0015] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht ein Loch im Befestigungselement vor, durch
das der Schraubenkopf der Schraube zum Ansetzen eines Drehwerkzeugs, insbesondere
eines Schraubendrehers, zugänglich ist, wenn sich der Schraubenkopf in der Schraubenaufnahme
des Befestigungselements befindet. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht ein
Drehen und Festziehen der Schraube nach Anbringen des Befestigungselements.
[0016] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Schraubenaufnahme des Befestigungselements
ein einseitig offenes Langloch aufweist. Das Langloch kann gerade, gebogen, abgewinkelt
sein oder eine sonstige Form aufweisen. Durch die einseitige Öffnung des Langlochs
lässt sich das Befestigungselement mit seinem Langloch quer, also von einer Seite
her, auf die Schraube aufsetzen. Das ermöglicht ebenfalls eine einfache Anbringung
des Befestigungselements nach dem Anbringen der Schraube an der Gebäudeaußenwand oder
allgemein dem Verankerungsgrund, wobei die Schraube nach dem Anbringen des Befestigungselements
festgezogen werden kann, wenn ihr Schraubenkopf zugänglich ist, was diese Ausgestaltung
der Erfindung ermöglicht.
[0017] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 7 und
das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 9 sind vorstehend anhand
der Erläuterung des erfindungsgemäßen Befestigungselements erläutert worden. Es ist
bzw. wird das Abschlussblech parallel zur Befestigungsfläche und an ihr anliegend
angeordnet, wobei die Befestigungsfläche beispielsweise eine Außenfläche einer Gebäudeaußenwand
oder allgemein eines Verankerungsgrundes ist. In die Befestigungsfläche werden in
Höhe des Randes des Abschlussblechs oder darüber Löcher gebohrt, in die Spreizdübel
gesteckt werden. Auf den Rand des Abschlussblechs wird ein erfindungsgemäßes Befestigungselement
mit seinem Schlitz gesteckt und mit einer Schraube an der Befestigungsfläche befestigt.
Über das Befestigungselement ist das Abschlussblech an der Befestigungsfläche befestigt.
Die Reihenfolge ist nicht zwingend, ebensowenig die Verwendung eines Dübels. Vorzugsweise
wird das Abschlussblech in beschriebener Weise mit mehreren erfindungsgemäßen Befestigungselementen
an der Befestigungsfläche befestigt, wobei die Befestigungselemente gleich- oder ungleichmäßig
über eine Länge des Abschlussblechs verteilt angeordnet sind bzw. werden.
[0018] Zum Abschluss kann eine Putz- und/oder Dichtleiste am Abschlussblech angebracht werden,
sofern diese nicht selbst das Befestigungselement ist. Dabei handelt es sich beispielsweise
um eine Kunststoffleiste mit einem Schlitz, mit dem sie auf das Abschlussblech bzw.
dessen Rand steckbar ist und die beispielsweise ein Gewebe zum Einputzen aufweist,
das eine Festigkeit eines Putzes verbessert.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0020] Es zeigen:
- Figuren 1 und 2
- zwei Ausführungsformen erfindungsgemäßer Befestigungselemente;
- Figuren 3 und 4
- Befestigungsanordnungen mit den Befestigungselementen aus Figuren 1 und 2 gemäß der
Erfindung.
[0021] Die beiden in Figuren 1 und 2 dargestellten, erfindungsgemäßen Befestigungselemente
1 sind zur Befestigung eines Abschlussblechs vorgesehen. Sie sind aus Blechstreifen
hergestellt, die drei- (Figur 1) bzw. zweifach (Figur 2) jeweils entgegengesetzt um
180° gebogen sind. Durch die 180°-Umbiegungen weisen die Befestigungselemente 1 eine
mäanderförmige Form mit drei zueinander parallelen Schenkeln 2, 3, 4 auf, die hier
als vorderer, mittlerer und hinterer Schenkel 2, 3, 4 bezeichnet werden. Durch die
dritte 180°-Umbiegung weist das Befestigungselement 1 aus Figur 1 noch eine Art Haken
5 auf, der auch als (kurzer) vierter Schenkel aufgefasst werden kann. Mangels einer
dritten 180°-Umbiegung weist das Befestigungselement 1 aus Figur 2 keinen solchen
Haken oder vierten Schenkel auf.
[0022] Zwischen dem vorderen und dem mittleren Schenkel 2, 3 besteht ein schmaler Zwischenraum,
der hier als Schlitz 6 bezeichnet wird. In den vorderen Schenkel 2 sind zwei Sicken
7 geprägt, die wie Widerhaken geformt schräg in den Schlitz 6 überstehen. Der Schlitz
6 ist in der Zeichnung übertrieben weit dargestellt, seine lichte Weite ist nicht
größer als eine Dicke eines Abschlussblechs, zu dessen Befestigung das Befestigungselement
dient.
[0023] An einem freien Ende des Hakens 5 weist das Befestigungselement 1 aus Figur 1 eine
halbkreisförmige Ausstanzung 20 auf. Zusammen mit dem hinteren Schenkel 4 bildet der
Haken 5 eine Schraubenaufnahme 8 für einen Schraubenkopf einer in Figur 1 nicht dargestellten
Schraube. Die halbkreisförmige Ausstanzung 20 kann als Bestandteil der Schraubenaufnahme
8 aufgefasst werden. Fluchtend mit der halbkreisförmigen Ausstanzung 20 weist der
hintere Schenkel 4 des Befestigungselements 1 aus Figur 1 ein Loch 9 auf, durch welches
ein Schraubenkopf, der in der Schraubenaufnahme 8 aufgenommen ist, zum Ansetzen eines
nicht dargestellten Schraubendrehers oder sonstigen Drehwerkzeugs zugänglich ist.
Das Loch 9 befindet sich oberhalb der 180°-Umbiegung zwischen dem vorderen und dem
mittleren Schenkel 2, 3, was bedeutet, dass das Loch 9 nicht vom vorderen und vom
mittleren Schenkel 2, 3 verdeckt, sondern für den Schraubendreher oder ein sonstiges
Drehwerkzeug zugänglich ist.
[0024] Das Befestigungselement 1 aus Figur 2 weist ein rechtwinklig abgewinkeltes Langloch
10 auf, das eine Schraubenaufnahme 11 bildet. Das Langloch 10 ist an einer Längsseite
des hinteren Schenkels 4 des Befestigungselements 1 offen und verläuft schräg unter
einem Winkel von ungefähr 45° zu einer Längsrichtung des Befestigungselements 1.
[0025] Die Befestigungselemente 1 dienen zur Befestigung eines Abschlussblechs 12 (Figuren
3 und 4) an einem nicht dargestellten Gebäude. Das Abschlussblech 12 ist beispielsweise
ein um 90° abgekantetes Blech oder Blechprofil, das an einer Kehle am Übergang von
beispielsweise einer nicht dargestellten Gebäudeaußenwand zu einer horizontalen, ebenfalls
nicht dargestellten Anschlussfläche wie beispielsweise einer Terrasse oder einem Balkon
befestigt wird. Dabei wird ein Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 vertikal nach oben
stehend, d. h. parallel zur nicht dargestellten Gebäudeaußenwand und an dieser anliegend
angeordnet. Der andere Schenkel 14 des Abschlussblechs 12 liegt auf der horizontalen
Fläche, beispielsweise auf der Terrasse oder dem Balkon auf, d. h. er ist horizontal
ausgerichtet. Die Gebäudeaußenwand oder genauer ihre Außenfläche kann allgemein auch
als Befestigungsfläche, bzw. die Gebäudeaußenwand kann auch als Verankerungsgrund
aufgefasst werden. Oberhalb eines oberen Randes 15 des vertikalen Schenkels 13 des
Abschlussblechs 12 werden Löcher in die nicht dargestellte Gebäudeaußenwand gebohrt,
und zwar in einem Abstand vom oberen Rand 15, der dem Abstand entspricht, um den sich
eine Achse der halbkreisförmigen Ausstanzung 20 im Haken 5 und die damit fluchtende
Achse des Lochs 9 im hinteren Schenkel 4 des Befestigungselements 1 aus Figur 1 oberhalb
der 180°-Umbiegung zwischen dem vorderen und dem mittleren Schenkel 2, 3 befindet.
Für das Befestigungselement 1 aus Figur 2 werden die Löcher in die Gebäudeaußenwand
mit einem Abstand oberhalb des Randes 15 des vertikalen Schenkels 13 des Abschlussblechs
12 gebohrt, der einem Abstand einer Mitte eines geschlossenen Endes des Schlitz 10
oberhalb der 180°-Umbiegung zwischen dem vorderen und dem mittleren Schenkel 2, 3
entspricht. In die Bohrlöcher in der Gebäudeaußenwand werden nicht dargestellte Spreizdübel
gesteckt und es werden Schrauben 16 eingedreht, deren Schraubenköpfe 17 sich um etwa
einen Abstand einer Blechdicke des Befestigungselements 1 vor der Gebäudeaußenwand
befinden.
[0026] Das Befestigungselement 1 wird mit seinem Schlitz 6 zwischen dem vorderen und dem
mittleren Schenkel 2, 3 von oben auf den vertikalen Schenkel 13 des Abschlussblechs
12 gesteckt, wie es in Figuren 3 und 4 zu sehen ist. Die Befestigungselemente 1 können
auch als Clipse oder Federklemmen aufgefasst werden. Der Schlitz 6 des Befestigungselements
1 ist so eng, dass der vertikale Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 klemmend im Schlitz
6 des Befestigungselements 1 hält. Die beiden widerhakenartig in den Schlitz 6 abstehenden
Sicken 7 wirken einem Abziehen des Befestigungselements 1 vom vertikalen Schenkel
13 des Abschlussblechs 12 entgegen. Eine Kraft, die zum Abziehen des Befestigungselements
1 vom vertikalen Schenkel 13 notwendig ist, ist größer als die Kraft zum Aufstecken
des Befestigungselements 1 auf den vertikalen Schenkel 13. Der Haken 5, der die Schraubenaufnahme
8 des Befestigungselements 1 aus Figuren 1 und 3 bildet, ist nach unten, d. h. in
gleicher Richtung wie der Schlitz 6, offen. Beim Stecken des Befestigungselements
1 mit seinem Schlitz 6 auf den vertikalen Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 gelangt
die Schraubenaufnahme 8 des Befestigungselements 1 auf den Schraubenkopf 17, so dass
das Befestigungselement 1 an der nicht dargestellten Gebäudeaußenwand befestigt ist.
Ein Schaft der Schraube 16 tritt durch die halbkreisförmige Ausstanzung 20 am freien
Ende des Hakens 5 durch. Durch das Loch 9 im hinteren Schenkel 4 ist, wie bereits
gesagt, der Schraubenkopf 17 zum Ansetzen eines nicht dargestellten Schraubendrehers
oder sonstigen Drehwerkzeugs am Schraubenkopf 17 zugänglich, so dass die Schraube
16 nach dem Aufstecken des Befestigungselements 1 auf den vertikalen Schenkel 13 des
Abschlussblechs 12 und den Schraubenkopf 17 festgezogen werde kann, wenn das gewünscht
ist. Über das Befestigungselement 1 ist das Abschlussblech 12 an der nicht dargestellten
Gebäudeaußenwand befestigt, deren Außenfläche wie gesagt allgemein als Befestigungsfläche
für das Abschlussblech 12 aufgefasst werden kann. Auf der nicht dargestellten horizontalen
Fläche, beispielsweise der Terrasse oder des Balkons, lässt sich eine Dichtbahn beispielsweise
aus Bitumen, EPDM oder einem anderen Kunststoff, auslegen, die den horizontalen Schenkel
14 des Abschlussblechs 12 überdeckt und deren Rand am vertikalen Schenkel 13 des Abschlussblechs
12 nach oben stehen kann. Die Dichtbahn wird abdichtend mit dem Abschlussblech 12
verbunden, beispielsweise verschweißt oder verklebt.
[0027] Das Befestigungselement 1 aus Figuren 2 und 4 muss beim oder nach dem Aufstecken
auf den vertikalen Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 seitlich so bewegt werden, dass
der Schaft der Schraube 16 in den abgewinkelten, an der einen Längsseite des Befestigungselements
1 offenen Schlitz 10 eintritt, der die Schraubenaufnahme 11 bildet, oder die Schraube
16 wird erst in die Gebäudeaußenwand geschraubt, wenn das Befestigungselement 1 auf
den vertikalen Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 gesteckt ist.
[0028] Das Befestigungselement 1 aus Figur 2 hat den Herstellungsvorteil, dass es eine 180°-Umbiegung
weniger hat als das Befestigungselement 1 aus Figur 1, der Abstand des Abschlussblechs
12 von der Gebäudeaußenwand ist kleiner, weil nur der mittlere und der hintere Schenkel
3, 4 und nicht auch noch der Haken 5 sich zwischen dem vertikalen Schenkel 13 des
Abschlussblechs 12 und der Gebäudeaußenwand befindet, und die Schraube 16 kann nach
dem Stecken des Befestigungselements 1 aus Figuren 2 und 4 auf den vertikalen Schenkel
13 des Abschlussblechs 12 durch die Schraubenaufnahme 11 in die Gebäudeaußenwand geschraubt
werden. Das Abschlussblech 12 wird mit mehreren Befestigungselementen 1 befestigt,
die in Abständen, die gleich oder verschieden groß sein können, auf den vertikalen
Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 gesteckt werden, an der Gebäudeaußenwand befestigt.
Wie in Figur 4 zu sehen, kann eine Putz- und/oder Dichtleiste 18 auf den vertikalen
Schenkel 3 des Abschlussblechs 12 gesteckt werden. Die Putz- und/oder Dichtleiste
18 ist ein leistenförmiges Profil mit einem Schlitz, mit dem sie auf den vertikalen
Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 steckbar ist. An einem unteren Rand weist die Putz-
und/oder Dichtleiste 18 ein Gewebe 19 auf, das nach oben umgeschlagen und eingeputzt
wird. Die in Figur 4 abgebrochen gezeichnete Putz- und/oder Dichtleiste 18 erstreckt
sich über das bzw. die Befestigungselemente 1 hinweg, die wie die Putz- und/oder Dichtleiste
18 auf den vertikalen Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 gesteckt sind. Die in Figur
4 dargestellte Putz- und/oder Dichtleiste 18 kann auch in Figur 3 auf das Abschlussblech
12 gesteckt werden.
[0029] Es ist auch möglich, das Loch 9 und den Haken 5 so am Befestigungselement 1 anzuordnen,
dass sich die Achse des Lochs 9 und die mit ihr fluchtende Achse der halbkreisförmigen
Ausstanzung 20 in Höhe des oberen Randes 15 des vertikalen Schenkels 13 des Abschlussblechs
12 befindet. In diesem Fall lässt sich die Höhe des Lochs für die Schraube 16 einfach
an der Gebäudeaußenwand anzeichnen und nach Abnehmen des Abschlussblechs 12 bohren.
Anschließend wird die Schraube 16 eingeschraubt, das Abschlussblech 12 wieder angesetzt
und durch Aufstecken des Befestigungselements 1 mit dem Schlitz 6 auf den vertikalen
Schenkel 13 des Abschlussblechs 12 und mit der Schraubenaufnahme 8 auf den Schraubenkopf
17 befestigt.
Bezugszeichenliste
Befestigungselement für ein Abschlussblech, Befestigungsanordnung und Verfahren zur
Befestigung eines Abschlussblechs
[0030]
- 1
- Befestigungselement
- 2
- vorderer Schenkel
- 3
- mittlerer Schenkel
- 4
- hinterer Schenkel
- 5
- Haken
- 6
- Schlitz
- 7
- Sicke
- 8
- Schraubenaufnahme
- 9
- Loch
- 10
- Langloch
- 11
- Schraubenaufnahme
- 12
- Abschlussblech
- 13
- vertikaler Schenkel
- 14
- horizontaler Schenkel
- 15
- oberer Rand
- 16
- Schraube
- 17
- Schraubenkopf
- 18
- Putz- und/oder Dichtleiste
- 19
- Gewebe
- 20
- Ausstanzung
1. Befestigungselement für ein Abschlussblech, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (1) einen Schlitz (6), mit dem es auf ein Abschlussblech
(12) steckbar ist, und eine Schraubenaufnahme (8; 11) aufweist.
2. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schraubenaufnahme (8; 11) an oder über einem Rand (15) des Abschlussblechs
(12) befindet, wenn das Befestigungselement (1) mit seinem Schlitz (6) auf das Abschlussblech
(12) gesteckt ist.
3. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenaufnahme (8) eine Steckeinrichtung aufweist, die quer zu einer Schraubenachse
auf einen Schraubenkopf (17) steckbar ist, und dass eine Steckrichtung des Schlitz
(6) auf das Abschlussblech (12) und eine Steckrichtung der Steckeinrichtung der Schraubenaufnahme
(8) auf den Schraubenkopf (17) gleich sind.
4. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (1) aus einem mehrfach um 180° umgebogenen Blechstreifen
besteht, wobei durch eine der Umbiegungen der Schlitz (6) gebildet ist.
5. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (1) ein Loch (9) aufweist, durch das ein Schraubenkopf (17),
der sich in der Schraubenaufnahme (8) befindet, zum Ansetzen eines Drehwerkzeugs zugänglich
ist.
6. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenaufnahme (11) ein einseitig offenes Langloch (10) aufweist.
7. Befestigungsanordnung zur Befestigung eines Abschlussblechs (12) an einer Befestigungsfläche,
an der das Abschlussblech (12) parallel zur Befestigungsfläche anliegt, gekennzeichnet durch ein Befestigungselement (1), das einen Schlitz (6), mit dem es auf einen Rand (15)
des Abschlussblechs (12) gesteckt ist, und eine Schraubenaufnahme (8; 11) aufweist,
in der ein Schraubenkopf (17) einer Schraube (16) aufgenommen ist, die an der Befestigungsfläche
befestigt ist.
8. Befestigungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Rand (15) des Abschlussblechs (12), auf den das Befestigungselement (1) gesteckt
ist, eine Putz- und/oder Dichtleiste (18) angebracht ist.
9. Verfahren zur Befestigung eines Abschlussblechs (12) an einer Befestigungsfläche,
wobei das Abschlussblech (12) parallel zur Befestigungsfläche an der Befestigungsfläche
anliegend angeordnet wird, dadurch gekennzeichnet, dass neben einem Rand (15) des Abschlussblechs eine Schraube (16) an der Befestigungsfläche
befestigt wird und dass ein Befestigungselement (1), das einen Schlitz (6) zum Aufstecken
auf den Rand (15) des Abschlussblechs (12) aufweist, auf den Rand (15) des Abschlussblechs
(12) gesteckt und mit der Schraube (16) an der Befestigungsfläche befestigt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (1) eine Schraubenaufnahme (8) mit einer Steckeinrichtung
aufweist, die in gleicher Steckrichtung auf einen Schraubenkopf (17) der Schraube
(16) steckbar ist, wie der Schlitz (6) des Befestigungselements (1) auf den Rand (15)
des Abschlussblechs (12) steckbar ist, und dass mit dem Stecken des Befestigungselements
(1) auf den Rand (15) es Abschlussblechs (12) die Steckeinrichtung auf den Schraubenkopf
(17) gesteckt wird, so dass der Schraubenkopf (17) in die Schraubenaufnahme (8) des
Befestigungselements (1) gelangt und das Befestigungselement (1) an der Befestigungsfläche
befestigt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach Befestigung des Abschlussblechs (12) an der Befestigungsfläche mit dem Befestigungselement
(1) eine Putz- und/oder Dichtleiste (18) an dem Rand (15) des Abschlussblechs (12)
angebracht wird, auf den das Befestigungselement (1) gesteckt ist.