[0001] Die Erfindung betrifft eine Rahmenkonstruktion für ein Fenster oder eine Tür, bestehend
aus einem Blendrahmen und einem an diesem schwenkbar angeordneten Flügelrahmen, jeweils
bestehend aus miteinander verbundenen Rahmenprofilen, wobei der Blend- und der Flügelrahmen
in der Schließstellung über mehrere Anschlagdichtungen zueinander abgedichtet sind.
[0002] Der Wärmedämmung im Bereich eines Fensters oder einer Tür kommt, nicht zuletzt aufgrund
gesetzlicher Vorschriften eine immer wichtigere Rolle zu. Während am Mauerwerk die
Wärmedämmung durch vornehmlich außen aufgebrachte Dämmplatten verbessert werden kann,
sind die Möglichkeiten am Fenster oder an der Tür begrenzt. Man versucht, die Wärmedämmung
dadurch zu verbessern, dass die einzelnen Rahmenprofile, die zur Bildung des Blend-
und des Flügelrahmens miteinander verbunden sind, bei Kunststoffausführung als Mehrkammerprofile
ausgeführt sind, d. h., dass sie mehrere in Profilquerrichtung nebeneinander liegende
Kammern aufweisen, so dass profilseitig hierüber separate, abgeschlossene Luftvolumina
realisiert werden. Durch die Trennung dieser einzelnen Volumina ist ein Wärmeaustausch
untereinander erschwert, die Wärmedämmung wird hierüber rahmenseitig verbessert.
[0003] Um in der Schließstellung eine Abdichtung gegen Flüssigkeiten, also Regen und Feuchte,
aber auch zur Vermeidung eines Luftaustauschs zwischen dem Innenraum und dem Äußeren
zu ermöglichen, sind der Blend- und der Flügelrahmen in der Schließstellung über mehrere
Anschlagdichtungen zueinander abgedichtet. Üblicherweise ist eine Innenanschlag- und
eine Außenanschlagdichtung vorgesehen, jeweils realisiert über eine Dichtleiste, beispielsweise
eine Gummileiste, die am Blend- oder am Flügelrahmen angeordnet ist und in der Schließstellung
an einer Anlagefläche am jeweils gegenüberliegenden Rahmen respektive Profilteil dichtend
anliegt. Mittels dieser beiden Anschlagdichtungen wird in der Schließstellung zwischen
dem Blend- und dem Flügelrahmen bzw. den einander gegenüberliegenden Rahmenprofilen
der beiden Rahmen ein Volumen abgedichtet. Dieses Volumen ist beachtlich groß, da
die jeweiligen einander gegenüberliegenden Rahmenprofile der beiden Rahmen in diesem
Bereich beachtlich voneinander beabstandet sind. In Querrichtung gesehen erstreckt
sich das Volumen zu relativ schmalen, das Volumen begrenzende Abschnitte der Rahmenprofile
des Blend- bzw. des Flügelrahmens, die jeweils hohl ausgeführt sind. Ein großes Volumen
lässt einen entsprechenden Wärmetransport zu. Da zur Verbesserung der Wärmedämmung
der Rahmenprofile die Kammerzahl im Laufe der Zeit vergrößert wurde, nahmen zwangsläufig
auch die Profilstärken zu, so dass das Volumen immer größer wurde.
[0004] Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, eine Rahmenkonstruktion anzugeben,
die eine verbesserte Wärmedämmung bietet.
[0005] Zur Lösung dieses Problems ist bei einer Rahmenkonstruktion der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass zwischen einer Innenanschlagdichtung und einer
Außenanschlagdichtung zwei benachbart zueinander angeordnete Mittelanschlagdichtungen
vorgesehen sind, derart, dass das zwischen den einander gegenüberliegenden Profilen
beider Rahmen eingeschlossene und über die Innen- und die Außenanschlagdichtung abgedichtete
Volumen in drei nebeneinander liegende abgedichtete Kammern aufgeteilt ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird also das zwischen den beiden Rahmen befindliche Volumen mittels
zweier Mittelanschlagdichtungen in insgesamt drei nebeneinander liegende abgedichtete
Kammern, mithin also kleinere Volumina aufgeteilt, die in der Schließstellung allesamt
gegeneinander abgedichtet sind. Während sich die bisherigen Bemühungen zur Verbesserung
der Wärmedämmung nur auf die jeweiligen Rahmenprofile selbst konzentrierten, konzentriert
sich die Erfindung auf den sensiblen Bereich zwischen den Rahmen respektive Rahmenprofilen
und realisiert in vorteilhafter Weise auch hier eine Mehrkammerstruktur, indem das
Volumen über die beiden Mittelanschlagdichtungen in die genannten drei Kammern aufgeteilt
wird. Infolge der Abdichtung der jeweiligen Kammern sind damit auch hier in der Schließstellung
drei luftdicht getrennte Kammern gegeben, zwischen denen ein Luftaustausch und folglich
auch ein Wärmeaustausch nicht möglich ist. Damit wird folglich auch in diesem Bereich
eine gegenüber bisher bekannten Systemen wesentliche Verbesserung der Wärmedämmung
der Rahmenkonstruktion erreicht. Folglich liegen, gesehen in Querrichtung der beiden
Rahmen, quasi an jeder Stelle mehrere gegeneinander abgedichtete und folglich separate
Volumina begrenzende Kammern vor. Denn die jeweiligen Rahmenprofile selbst weisen,
gesehen in Profilquerrichtung, jeweils mindestens vier, bevorzugt fünf bis sieben,
in Querrichtung nebeneinander liegende einzelne Kammern auf. Durch die erfindungsgemäße
Aufteilung auch des Zwischenbereichs über die Mittelanschlagdichtungen liegen folglich
auch in dieser Ebene mindestens fünf voneinander abgedichtet Kammern respektive Volumina
vor, nämlich zum einen mindestens eine Kammer am Blendrahmen, nämlich in dem Bereich,
mit dem der Blendrahmen das zwischen den Profilen befindliche Volumen begrenzt, ferner
die drei in diesem Volumen über die beiden Mittelanschlagdichtungen ausgebildeten
Kammern, sowie eine fünfte Kammer an dem Abschnitt des Flügelrahmens, welcher das
dazwischen liegende Volumen an der anderen Seite begrenzt. Ist beispielsweise blendrahmenseitig
eine zusätzliche Unterteilung des dortigen Volumens gegeben, so dass dort zwei in
Querrichtung gesehen nebeneinander liegende Kammern gegeben sind, so erhöht sich die
Kammeranzahl in dieser Ebene sogar auf sechs Kammern.
[0007] Die Mittelanschlagdichtungen, üblicherweise Gummileisten mit entsprechenden Dichtlippen,
sind zweckmäßigerweise an Halteabschnitten des einen Profils angeordnet und liegen
in der Schließstellung an Anlageabschnitten des anderen Profils an. Als Halteabschnitte
können beispielsweise längs des Profils laufende Nuten, insbesondere beidseits hinterschnittene
Nuten, vorgesehen sein, in die die Mittelanschlagdichtungen mit entsprechend geometrisch
ausgebildeten Befestigungsabschnitten eingesetzt sind. Sie können dort gegebenenfalls,
sofern eine Klemmfixierung als nicht ausreichend erscheint, auch darin verklebt sein.
Selbstverständlich besteht auch grundsätzlich die Möglichkeit, die Mittelanschlagdichtungen
bei Bedarf unmittelbar auf den Rahmenprofilflächen aufzukleben und an diesen keine
separaten Halteabschnitte beispielsweise in Form der Nuten auszubilden.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, die beiden Anlageabschnitte
höhenmäßig versetzt anzuordnen und entweder auch die beiden Halteabschnitte höhenmäßig
versetzt anzuordnen oder die beiden Dichtungen unterschiedlich lang auszubilden. D.
h., dass letztlich eine höhenmäßig versetzte Anordnung sowohl der Anlageabschnitte
als auch der Dichtungen vorgesehen ist. Dies ermöglicht es mit besonderem Vorteil,
dass beispielsweise der am Flügelrahmen beim Schließen vorlaufende Anlageabschnitt
ohne Berührung über die weiter vorne angeordnete, ihm zunächst zugewandte Mittelanschlagdichtung
bewegt werden kann und bei weitere Bewegung gegen die weitere hinten liegende zweite
Mittelanschlagdichtung angelegt wird, während gleichzeitig der zweite, hinter dem
ersten Anlageabschnitt befindliche Anlageabschnitt, der quasi weiter von der Profilfläche
vorspringt, gegen die zweite, dann etwas kürzer bemessene und näher zum Profil liegende
Mittelanschlagdichtung angelegt wird. Es kommt also nicht zu einem Berühren respektive
Überschnappen des einen Anlageabschnitts an der ihm letztlich nicht zugeordneten Mittelanschlagdichtung,
ein berührungsfreies Schließen unter untermittelbarer Anlagebewegung der Anlageabschnitte
an die Mittelanschlagdichtungen ist damit möglich.
[0009] Die Anlageabschnitte können als längs des Profils laufende Anlageflächen ausgebildet
sein, die entweder an zwei zum gegenüberliegenden Profil ragenden Vorsprüngen oder
an entsprechenden Stufen des Profils ausgebildet sind. Bevorzugt verlaufen die Anlageflächen
schräg zur Profilebene, d. h., die Vorsprünge laufen mehr oder weniger spitz zu bzw.
die Stufen laufen schräg zur Profilebene. Entsprechend unter einem Winkel zur Profilebene
des anderen Profils können auch die Mittelanschlagdichtungen respektive deren Dichtabschnitte
verlaufen.
[0010] Die Halteabschnitte und die Anlageabschnitte können beispielsweise an in der Schließstellung
einander gegenüberliegenden und zueinander parallel verlaufenden Flächen der jeweiligen
Rahmenprofile vorgesehen sein. Die Rahmenprofile, die in Querrichtung gesehen infolge
der Mehrkammerausgestaltung relativ stark sind, können also im einander gegenüberliegenden
Bereich zwei ebene Flächen aufweisen, die das Volumen begrenzen und an denen die entsprechenden
Halte- und Anlageabschnitte vorspringend angeformt sind.
[0011] Zur weiteren Verbesserung der Wärmedämmung im Bereich des Blendrahmens kann ferner
an den Profilen des Blendrahmens jeweils eine längs laufende Kammer vorgesehen sein,
in der ein Metallprofil angeordnet ist, das aus zwei U-förmigen Metallteilen besteht,
die mit ihren Schenkeln über thermisch entkoppelnde Kunststoffabschnitte verbunden
sind. Metall ist ein sehr guter Wärmeleiter. Um zu vermeiden, dass über das Metallprofil,
das der Aussteifung des Blendrahmens dient, eine sich nachteilig auswirkende Kältebrücke
realisiert wird, ist es zweckmäßig, ein zweiteiliges Metallprofil zu verwenden, umfassend
zwei U-förmige Metallteile, die über die thermisch entkoppelnden Kunststoffabschnitte
miteinander verbunden sind. Damit wird einerseits die Aussteifungsfunktion erreicht,
andererseits aber auch eine nachteilige Wärmeleitung vermieden.
[0012] Ferner kann auch an den Profilen des Flügelrahmens jeweils eine längslaufende Kammer
vorgesehen sein, in der ein im wesentlichen U- oder G-förmiges Metallprofil vorgesehen
ist, das aus zwei über einen thermisch entkoppelnden Kunststoffabschnitt verbundenen
Profilteilen besteht. Damit kann auch am Flügelrahmen eine infolge der thermischen
Entkopplung sich nicht nachteilig auswirkende Versteifung erreicht werden.
[0013] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im
Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Rahmenkonstruktion einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Rahmenkonstruktion einer zweiten Ausführungsform,
und
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Rahmenkonstruktion einer dritten Ausführungsform,
[0014] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Rahmenkonstruktion 1, wie sie für ein Fenster
oder eine Tür geeignet ist. Sie besteht aus einem Blendrahmen 2, der positionsfest
in einer Laibung verankert wird, sowie einem schwenkbar am Blendrahmen angeordneten
Flügelrahmen 3. Der Blendrahmen 2 besteht in an sich bekannter Weise aus vier zu einer
Rechteckform zusammengefügten, aus Kunststoff gefertigten Rahmenprofilen 4. Ebenso
besteht der Flügelrahmen 3 aus vier zu einer Rechteckform zusammengefügten, aus Kunststoff
bestehenden Rahmenprofilen 5. Die Rahmenprofile 4 des Blendrahmens umfassen im gezeigten
Beispiel eine Vielzahl von über Stege 6 voneinander getrennte Kammern 7, wobei, gesehen
in Querrichtung, im gezeigten Ausführungsbeispiel maximal sieben solcher einzelner
Kammern 7 nebeneinander angeordnet sind. Jede Kammer 7 ist für sich genommen abgedichtet
und bildet ein lufteinschließendes Volumen. In der großen, im Wesentlichen mittigen
Kammer 7 ist ein Metallprofil 8 aufgenommen, das der Versteifung des Blendrahmens
dient. Das Metallprofil 8 besteht im gezeigten Beispiel aus zwei U-förmigen Metallteilen
9, die an ihren Schenkeln über zwei thermisch isolierende Kunststoffabschnitte 10
verbunden sind. Hierüber werden die beiden Metallteile 9 thermisch voneinander entkoppelt,
so dass sie letztlich keine Wärmebrücke bilden.
[0015] Ersichtlich sind mitunter auch mehrere Kammern 7, bezogen auf die Darstellung in
Fig. 1 auch übereinander angeordnet. An der in Fig. 1 rechten Seite des Blendrahmens
2 ist eine Hohlwange 11 vorgesehen, die ebenfalls zwei Kammern 7 umfasst. D. h., in
diesem Bereich sind vertikal gesehen drei Kammern 7 übereinander angeordnet. Über
diese Hohlwange wird ein nachfolgend noch zu beschreibendes Volumen zwischen den Rahmenprofilen
4 des Blendrahmens und den Rahmenprofilen 5 des Flügelrahmens begrenzt und abgedichtet.
[0016] Auch der Flügelrahmen 3 respektive seine Rahmenprofile 5 umfassen eine Vielzahl einzelner
Kammern 12. Auch hier ist eine mittige große Kammer 12 vorgesehen, in der ein aussteifendes
Metallprofil 13 aufgenommen ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel liegen, in Querrichtung
gesehen, fünf Kammern 12 nebeneinander. In einem Abschnitt, der eine Fensterhalteleiste
14 definiert, die ebenfalls zwei Kammern 12 umfasst, liegen sogar sechs Kammern horizontal
gesehen nebeneinander.
[0017] Ersichtlich weist auch der Flügelrahmen eine seitliche Wange 15, die zwei übereinander
liegende Kammern 12 aufweist. Auch diese Kammer begrenzt das zwischen den beiden Rahmenprofilen
4 und 5 in der Schließstellung gebildete Volumen 16. Die Wange 15 liegt in Querrichtung
gesehen im Wesentlichen der Wange 11 des Blendrahmens 2 gegenüber.
[0018] Das Volumen 16 wird einerseits durch die Wangen 11 und 14 respektive deren Innenwände
17 und 18 begrenzt, zum anderen aber auch über zwei in der Schließstellung übereinander
bzw. benachbart zueinander liegende, im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende
Wände 19, 20. D. h., dass folglich das Volumen 16 allseitig von entsprechenden Wandabschnitten
der jeweiligen Rahmenprofile 4 und 5 begrenzt ist. Im Bereich, wo die Rahmenprofile
4 und 5 aneinander anliegen, sind eine Außenanschlagsdichtung 21 am Blendrahmen und
eine Innenanschlagsdichtung 22 am Flügelrahmen vorgesehen. Beide sind in entsprechenden
Klemm- oder Rastaufnahmen 23, 24 aufgenommen. Es handelt sich um Dichtleisten, vorzugsweise
aus einem Gummi oder Elastomermaterial. In der Schließstellung, wie in Fig. 1 gezeigt,
liegen sie flächig und abdichtend an entsprechenden Anlageflächen des jeweils gegenüberliegenden
Rahmenprofils an. Damit ist folglich das Volumen 16 in der Schließstellung komplett
abgedichtet.
[0019] Zur Verbesserung der Wärmedämmung ist das Volumen 16 ferner durch zwei Mitteldichtungen
25 und 26 in insgesamt drei separate, relativ zueinander abgedichtete Kammern 27 unterteilt.
Die Kammern 27 liegen in Querrichtung gesehen nebeneinander. Hieraus ergibt sich,
dass - siehe Fig. 1 - in der Schließstellung insgesamt sechs Kammern nebeneinander
liegen, nämlich (beginnend von rechts, also dem Blendrahmen) zwei Kammern 7, gefolgt
von den drei Kammern 27, sowie einer Kammer 12 des Flügelrahmens.
[0020] Die beiden Mittelanschlagdichtungen 25, 26 sind in zwei Halteabschnitten 28, 29,
die jeweils als beidseits hinterschnittene Nuten ausgeführt sind, mit einem entsprechenden
Rast- oder Klemmabschnitt aufgenommen. Ersichtlich erstreckt sich der Halteabschnitt
28 weiter in das Volumen 16 hinein als der tiefer liegende Halteabschnitt 29. Dies
führt dazu, dass das obere Ende der Mittelanschlagdichtung 25, bezogen auf die Darstellung
in Fig. 1, höher liegt als das Ende der Mittelanschlagdichtung 26. Sie sind also letztlich
höhenmäßig versetzt angeordnet.
[0021] Zur Abdichtung der jeweiligen Kammern 27 liegen die Mitteldichtungen 25, 26 an entsprechenden
Anlageabschnitten 30, 31, die an entsprechenden sich in das Volumen 16 erstreckenden
Vorsprüngen 32, 33 als Schrägflächen vorgesehen sind, an. Wie Fig. 1 deutlich zeigt,
erstrecken sich die beiden Vorsprünge 32, 33 unterschiedlich weit in das Volumen 16
hinein. Der Vorsprung 32 erstreckt sich dabei etwas weniger weit, ihm zugeordnet ist
die Mittelanschlagdichtung 25, die an dem sich demgegenüber weiter in das Volumen
erstreckenden Halteabschnitt 28 angeordnet ist. Der Vorsprung 33 erstreckt sich weiter
als der Vorsprung 32 in das Volumen, ihm zugeordnet ist die Mittelanschlagdichtung
26, die am tiefer liegenden Halteabschnitt 29 angeordnet ist. D. h., dass nicht nur
die Mittelanschlagdichtungen 25, 26 höhenmäßig versetzt angeordnet sind, sondern auch
die jeweiligen Anlageflächen 30, 31 bzw. die sie aufweisenden Vorsprünge 32,33.
[0022] Dieser höhenmäßige Versatz ermöglicht es, den Flügelrahmen aus der Offenstellung
in die Schließstellung und damit in Anlage an sämtliche Dichtungen zu bewegen, ohne
dass der Vorsprung 32 an der Mittelanschlagdichtung 26 anstößt. Vielmehr wird er an
dieser berührungslos vorbeibewegt. Mit dem Einlaufen in die Schließstellung, wie in
Fig. 1 gezeigt, gehen sämtliche Dichtungen 21, 22 und 25, 26 in die jeweilige Dichtanlage
an der jeweils zugeordneten Anlagefläche.
[0023] Damit ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Rahmenkonstruktion ein Mehrkammeraufbau,
bei dem quasi in jeder Querebene eine Vielzahl an separaten Kammern gegeben sind.
Insbesondere sind im Übergangsbereich vom Blendrahmen 2 zum Flügelrahmen 3, also in
der Querebene durch das Volumen 16, infolge der erfindungsgemäßen Kammerierung des
Volumens 16 auch dort sechs voneinander abgedichtete Kammern realisiert. Das Volumen
selbst ist in drei Kammern unterteilt, die, da abgedichtet, in der Schließstellung
keinen Luftaustausch ermöglichen, mithin ist also auch von Kammer 27 zu Kammer 27
kein Wärmetransport möglich.
[0024] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Rahmenkonstruktion 1, die vom Aufbau her der Rahmenkonstruktion
1 aus Fig. 1 entspricht. Jedoch ist hier die Ausgestaltung der Rahmenprofile 5 des
Flügelrahmens 3 in Bezug auf die Realisierung der Anlageflächen 30, 31 etwas anders
als bei der Ausführung nach Fig. 1. Gemäß Fig. 2 sind an der Profilwand 20 zwei Stufen
34, 35 vorgesehen, die quasi ineinander übergehen und die entsprechenden Anlageflächen
30, 31 aufweisen. Diese Stufenausführung ist ebenfalls hohlkammerig. Aufgrund der
gestuften Ausgestaltung liegen auch hier die Anlageflächen 30, 31 auf unterschiedlichen
Niveaus, so dass es beim Bewegen des Flügelrahmens 3 relativ zum Blendrahmen 2 nicht
zu einer Berührung der Mitteldichtung 26 durch die Anlagefläche 30 kommt.
[0025] Fig. 3 zeigt schließlich eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rahmenkonstruktion
1. Der Flügelrahmen entspricht in seiner Ausgestaltung dem aus Fig. 1, lediglich der
Blendrahmen 2 ist hier im Bereich der Profilwand 19 hinsichtlich der Ausgestaltung
der Halteabschnitte 28 anders ausgeführt als beim Ausführungsbeispiel nach den Fig.
1 und 2. Die beiden Halteabschnitte 28, 29 liegen hier auf gleichem Höhenniveau. Dafür
sind die beiden Mitteldichtungen 25, 26 unterschiedlich lang. Ersichtlich ist die
Mitteldichtung 25 länger als die Mitteldichtung 26, endet also auf einem anderen Höhenniveau
als die Mitteldichtung 26. Es ist also wiederum eine gestufte Ausgestaltung gegeben,
hier jedoch realisiert über unterschiedlich lange Dichtungen. Gleichwohl kann auch
hierüber eine entsprechende Aufteilung des Volumens 16 in die erfindungsgemäß drei
Kammern 27 realisiert werden.
[0026] Ferner ist hier das in der großen Kammer 12 am Flügelrahmen vorgesehene U-oder G-förmigen
Metallprofil 13 zweiteilig ausgeführt, bestehend aus zwei Profilteilen 34 und 35,
die über einen sie thermisch voneinander entkoppelnden Kunststoffabschnitt 36 verbunden
sind.
[0027] Es ist selbstverständlich auch möglich die Halteabschnitte nebst Mitteldichtungen
am Flügelrahmen und die Anlageflächen, also Vorsprünge oder Stufen, am Blendrahmen
anzuordnen.
1. Rahmenkonstruktion für ein Fenster oder eine Tür, bestehend aus einem Blendrahmen
und einem an diesem schwenkbar angeordneten Flügelrahmen, jeweils bestehend aus miteinander
verbundenen Rahmenprofilen, wobei der Blend- und der Flügelrahmen in der Schließstellung
über mehrere Anschlagdichtungen zueinander abgedichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Innenanschlagdichtung (22) und einer Außenanschlagdichtung (21) zwei
benachbart zueinander angeordnete Mittelanschlagdichtungen (25, 26) vorgesehen sind,
derart, dass das zwischen den einander gegenüberliegenden Profilen (4, 5) beider Rahmen
(2, 3) eingeschlossene und über die Innen- und die Außenanschlagdichtung (21, 22)
abgedichtete Volumen (16) in drei nebeneinander liegende abgedichtete Kammern (27)
aufgeteilt ist.
2. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelanschlagdichtungen (25, 26) auf einer Wandfläche oder an Halteabschnitten
(28, 29) des einen Profils (4, 5) angeordnet sind und in der Schließstellung an Anlageabschnitten
(30, 31) des anderen Profils (4, 5) anliegen.
3. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anlageabschnitte (30, 31) höhenmäßig versetzt angeordnet sind, und dass
entweder auch die beiden Halteabschnitte (28, 29) höhenmäßig versetzt angeordnet oder
die beiden Mittelanschlagdichtungen (25, 26) unterschiedlich lang sind.
4. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Halteabschnitte (28, 29) längs des Profils (4, 5) laufende Nuten, insbesondere
beidseits hinterschnittene Nuten vorgesehen sind.
5. Rahmenkonstruktion nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Anlageabschnitte längs des Profils (4, 5) laufende Anlageflächen (30, 31) sind,
die an zwei zum gegenüberliegenden Profil (4, 5) ragenden Vorsprüngen (32, 33) oder
Stufen (34, 35) ausgebildet sind.
6. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageflächen (30, 31) schräg zur Profilebene verlaufen.
7. Rahmenkonstruktion nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteabschnitte (28, 29) und die Anlageabschnitte (30, 31) an in der Schließstellung
einander gegenüberliegenden und zueinander parallel verlaufenden Flächen (19, 20)
der jeweiligen Rahmenprofile (4, 5) vorgesehen sind.
8. Rahmenkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Profilen (4) des Blendrahmens (2) jeweils eine längslaufende Kammer (7) vorgesehen
ist, in der ein Metallprofil (8) angeordnet ist, das aus zwei U-förmigen Metallteilen
(9) besteht, die mit ihren Schenkeln über thermisch entkoppelnde Kunststoffabschnitte
(10) verbunden sind.
9. Rahmenkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Profilen des Flügelrahmens (3) jeweils eine längslaufende Kammer (12) vorgesehen
ist, in der ein im wesentlichen U-oder G-förmiges Metallprofil vorgesehen ist, das
aus zwei übereinen thermisch entkoppelnden Kunststoffabschnitt verbundenen Profilteilen
besteht.
10. Fenster oder Tür, umfassend eine Rahmenkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche.