[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Roststab nach dem Oberbegriff nach Anspruch
1.
[0002] Für die Verbrennung unterschiedlicher Brennstoffe wie Hausmüll, Industriemüll, Holzabfälle,
feste oder poröse Brennstoffe, sowie Brennstoffe mit hoher und niedriger Zündwilligkeit,
kommen herkömmlicherweise Verbrennungsanlagen mit Feuerräumen zur Anwendung, in welchen
der Brennstoff beispielsweise auf einen mechanisch betätigten Rost aufgebracht und
darauf verbrannt wird.
[0003] Bei Verbrennungsanlagen wird in der Regel Verbrennungsgut mit hohem und tiefem Heizwert
verarbeitet, so dass bei den eingesetzten Rostelementen grosse hitzebedingte Probleme
auftreten können. Insbesondere im Rostkopfbereich der Rostelemente können diese aufgrund
zu hoher thermischer Belastung verbrennen bzw. korrodieren.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Roststab bereitzustellen,
welcher eine lange Lebensdauer aufweist.
[0005] Die erfindungsgemässe Aufgabe wird mittels eines Roststabs gemäss dem Wortlaut nach
Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.
[0006] Vorgeschlagen wird ein Roststab für Verbrennungsanlagen mit einer im Wesentlichen
geschlossenen, der Verbrennungsseite zugewandten Oberfläche, einem hinteren, zur Auflage
auf einen Rostträger zur Bildung des Rostes ausgebildeten Tragbereich und einer vorderen,
zwischen Oberfläche und Vorderkante abgerundeten Nase mit einer auf der Unterseite
ausgebildeten Auflagefläche sowie mit von der Unterseite der den Rost bildenden Oberfläche
vorstehende Kühlrippen für Luftkühlung, wobei ein Kopfteil im Innern mindestens teilweise
verdickt ausgebildete Kopfrippen für Luftkühlung in Längsrichtung und Vertikalrichtung
unterhalb der Verbrennungsseite zugewandten Oberfläche aufweist. Dadurch wird erreicht,
dass die Lebensdauer des erfindungsgemässen Roststabes erheblich verlängert wird,
da nach hitzebedingter Abtragung der Nase, beispielsweise u.a. infolge Chlorkorrosion,
die Kopfrippen zwar durch Vebrennungsschlacke verschlossen werden, aber die Verdickungen
der Kopfrippen ein weiteres Hindernis für die hitzebedingte Abtragung bilden und gleichzeitig
eine Kühlung des Kopfteils durch die Kopfrippen ermöglicht wird.
[0007] Eine weitere Ausführungsform ist, dass die Kopfrippen zwei oder mehr, vorzugsweise
zwei, drei oder vier parallel zueinander angeordnete Verdickungen aufweisen. Dadurch
kann die Lebensdauer des Roststabes noch weiter verlängert werden, da nach Abtragung
der äussersten Verbrennungsfläche noch mindestens eine weitere Fläche zur hitzebedingten
Abtragung verfügbar ist.
[0008] Eine weitere erfindungsgemässe Ausführungsform ist, dass die Kopfrippen im Wesentlichen
trapezförmige und/oder trichterförmige und/oder eckige und/oder keilförmige Verdickungen
aufweisen. Es ist denkbar, die Formen der verdickt ausgebildeten Kopfrippen beliebig
als z.B. nur eckige Verdickung oder in Kombination mit einer beliebig anderen Form
zu kombinieren.
[0009] Eine weitere erfindungsgemässe Ausführungsform ist, dass zwischen einer Seitenwand
und den Kopfrippen jeweils Kopfschlitze ausgebildet sind. Durch die Ausgestaltung
des Kopfteils mit den Kopfrippen bzw. den dazwischenliegenden Kopfschlitzen kann die
durch den Verbrennungsprozess entstehende Wärme bzw. Hitze über eine grosse Kühlfläche
abgeleitet werden. Die Verbrennungsluft kann dank den Kopfschlitzen zirkulieren. Der
thermische Verschleiss findet dabei zunächst vorwiegend am Kopfteil des Roststabes
statt. Ist erst einmal die Verbrennungsfläche des Kopfteils durch hitzebedingten Verschleiss
abgetragen, so steht der dahinterliegende Teil in Form von den durch Verbrennungsschlacke
verschlossenen trapezförmigen Verdickungen der Kopfschlitze zum weiteren Verschleiss
zur Verfügung. Dank der Kopfschlitze wird eine Zirkulation der Verbrennungsluft und
damit eine Kühlung des heissen Kopfteils ermöglicht.
[0010] Eine noch weitere Ausführungsform ist, dass die Kopfschlitze einen Trichter, welcher
innerhalb des Kopfteils angeordnet ist und der Trichter im Anschluss in einen verjüngt
ausgebildeten Teil des Kopfschlitzes mündet. Dabei sind die Kopfrippen zwischen einer
seitlichen Stirnwand und fortsatzähnlichen Kopfrippen angeordnet und bilden zusammen
eine kammähnliche Struktur.
[0011] Eine noch weitere Ausführungsform ist, dass die Kopfrippen etwa im vorderen Drittel
verdickt ausgebildet sind.
[0012] Eine noch weitere Ausführungsform ist, dass mindestens ein Teil der Seitenwand entlang
des Kopfteils eine Vertiefung aufweist.
[0013] Eine noch weitere Ausführungsform ist, dass der Roststab ein Rückenteil aufweist,
welches mit einem mindestens einem im Rückenteil zur Oberfläche hin offenen Längsschlitz
versehen ist und wobei die Kühlrippen in das Innere des Rückenteils ragen.
[0014] Eine noch weitere Ausführungsform ist, dass der Roststab aus Metall ist.
[0015] Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Roststab als Wenderoststab ausgebildet,
mit einer zur vorderen Nase und Kopfteil gleich aufgebauten hinteren Nase und Kopfteil.
Derartige Wenderoststäbe können beim Ende der Lebensdauer des ersten Kopfteiles gewendet
werden und damit das andere Kopfteil nochmals über praktisch dieselbe Betriebsdauer
eingesetzt werden. Hierfür sind an der Unterseite zwei symmetrisch in Bezug auf die
Mitte des Roststabes angeordnete Auflageflächen ausgebildet.
[0016] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Rost für den Einsatz in einer Rostfeuerung
von Verbrennungsanlagen, wobei mindestens eine Querreihe mit erfindungsgemässen Roststäben
beweglich im Rost angeordnet ist und im Anschluss an die erste Querreihe eine nächste
Querreihe mit einem Roststab einem erfindungsgemässen Roststab fest angeordnet ist.
Dadurch wird erreicht, dass das Verbrennungsgut kontinuierlich in Richtung zur Verbrennungsseite
hin bewegt werden kann.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform überlappt der Roststab mit seiner Auflagefläche
die Oberfläche eines nachfolgenden Roststabs schuppenartig versetzt.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform sind mehrere Roststäbe mit ihren Längsseiten parallel
zueinander angeordnet.
[0019] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachstehend anhand von Figuren
noch näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- schematisch, ein Seitenschnitt eines erfindungsgemässen Roststabes;
- Fig. 2
- schematisch, eine Ansicht gemäss Figur 1;
- Fig. 3
- ein erster vergrösserter Schnitt entlang einer Linie E-E gemäss Figur 2;
- Fig. 4
- ein zweiter vergrösserter Schnitt entlang einer Linie B-B gemäss Figur 2;
- Fig. 5
- ein dritter vergrösserter Schnitt entlang einer Linie A-A gemäss Figur 2,
- Fig. 6
- ein vergrössertes Kopfteil eines erfindungsgemässen Roststabes nach Figur 7; Fig.
7 schematisch, eine Aufsicht eines erfindungsgemässen Roststabes;
- Fig.8a
- schematisch, ein Seitenschnitt eines weiteren Kopfteils eines erfindungsgemässen Roststabes;
- Fig. 8b
- schematisch, eine Aufsicht nach Figur 8a;
- Fig. 9a
- schematisch, ein Seitenschnitt eines noch weiteren Kopfteils eines erfindungsgemässen
Roststabes;
- Fig. 9b
- schematisch, eine Aufsicht nach Figur 9a; und
- Fig. 10a
- schematisch, ein Seitenschnitt eines noch weiteren Kopfteils eines erfindungsgemässen
Roststabes; und
- Fig. 10b
- schematisch, eine Aufsicht nach Figur 10a.
[0020] Figur 1 zeigt schematisch einen Seitenschnitt C-C gemäss Figur 7 eines erfindungsgemässen
Roststabes 1 für eine Verbrennungsanlage. Derartige Roststäbe bzw. Elemente können
nebeneinander liegend zu praktisch beliebiger Breite verbunden angeordnet werden.
Dabei ist denkbar, dass die Roststäbe zunächst in einer ersten Querreihe parallel
mit ihren Längsseiten zueinander angeordnet werden und im Anschluss an die erste Querreihe
mindestens eine weitere Querreihe folgt. Dabei kann die erste Querreihe fest angeordnete
Roststäbe aufweisen und die Roststäbe der weiteren Querreihe sind dabei beweglich
angeordnet. Durch Bewegen der Roststäbe kann das Verbrennungsmaterial in Richtung
zur Verbrennungsseite kontinuierlich hin transportiert werden. Es ist denkbar, entweder
jeweils abwechselnd eine Querreihe fest anzuordnen und die im Anschluss folgende beweglich
anzuordnen und die nächste Querreihe wieder fest usw. anzuordnen. Es sind aber auch
andere Anordnungen von festen und beweglichen Querreihen denkbar, z.B. eine Querreihe
beweglich, im Anschluss wieder zwei fest angeordnete Querreihen, darauf wieder eine
bewegliche Querreihe. Ein Ende 2 des Roststabes 1 ist als Tragbereich 2 nasenartig
ausgebildet, um in einer Verbrennungsanlage in an sich bekannter Weise in einer Halterung
befestigt zu werden. Das vordere Ende des Roststabes 1 weist eine abgerundete Kante
resp. Nase 3 mit einer Vorderkante 3' als Fortsetzung der obenliegenden Verbrennungsfläche
4 auf. Eine Fläche 4' unterhalb der Verbrennungsfläche 4 im Innern des Roststabes
1 kann eine weitere Verbrennungsfläche bilden, sobald die Verbrennungsfläche 4 durch
hitzebedingte Korrosion abgetragen ist. Tragbereich 2 wie auch Nase 3 sind derart
ausgebildet, dass Roststäbe 1 sich schuppenartig versetzt überlappen, das heisst,
sich jeweils die unter der Nase 3 befindlichen Auflageflächen 5 auf die Oberflächen
oder obenliegenden Verbrennungsflächen 4 der nachfolgenden Roststäbe 1 abstützen resp.
aufliegen und damit die Rostoberfläche der Verbrennungsanlage bilden. Weiter weist
der Roststab eine Querrippe 6 und ein Rückenteil 7 auf. Ein Bereich 8 zwischen der
Vorderkante 3' der Nase 3 und der Querrippe 6 bildet ein Kopfteil 8.
[0021] Figur 2 stellt schematisch eine Ansicht gemäss Figur 1 dar.
[0022] Die bereits zu Figur 1 eingeführten Bezugszeichen entsprechen den Merkmalen von Figur
1. Weiter ist in Figur 2 eine Seitenwand 9 mit Vertiefungen 10, 10', 10" sowie Montageöffnungen
11 für die Verbindung der einzelnen Roststäbe dargestellt.
[0023] Figur 3 stellt einen ersten vergrösserten Schnitt entlang einer Linie E-E gemäss
Figur 2 dar. Die obenliegende Verbrennungsfläche 4 ist geschlossen ausgebildet und
geht in eine seitliche Stirnwand 12 über. Kopfrippen 13, 13' sind entlang eines ersten
Abschnitts A1 unterhalb der Verbrennungsfläche 4 ausgebildet oder anders ausgedrückt
als unterhalb der Vebrennungsfläche ausgebildete ins Innere des Roststabes 1 hineinragende
Fortsätze ausgebildet. Die Kopfrippen 13, verlaufen dabei zunächst in Längsrichtung
des Roststabes 1 und erstrecken sich in Vertikalrichtung. Zwischen den Kopfrippen
13, 13' sind Kopfschlitze 14, 14' ausgebildet. Die Kopfschlitze 14, 14' bilden dabei
Nuten zwischen den Kopfrippen 13, 13'. Der mittige Kopfschlitz 14' weist einen etwas
breiter ausgebildeten Trichter 15' im Vergleich zu den zwei an jeder Seite benachbart
angeordneten Trichter 15 der Kopfschlitze 14 auf. Die Kopfschlitze 14, 14' sind unten
offen ausgebildet. Die Kopfschlitze 14, 14' sind zwischen der seitlichen Stirnwand
12 und den als Fortsätze des Kopfteils 8 ausgebildeten Kopfrippen 13, 13' angeordnet
und bilden im Innern des Kopfteils 8 eine kammähnliche Struktur. Die Trichter 15,
15' münden in einen verjüngt ausgebildeten Teil 16, 16' der entsprechenden Kopfschlitze
14, 14'.
[0024] Figur 4 ist ein zweiter vergrösserter Schnitt entlang einer Linie B-B gemäss Figur
2. Kühlrippen 17 des Rückenteils 7 von verschiedenen Ausdehnungen ragen dabei ins
Innere des Roststabes 1 hinein. Zwischen den Kühlrippen 17 sind Abstände 18 ausgebildet.
Weiter ist die Seitenwand 9 mit der entsprechenden Vertiefung 10" dargestellt.
[0025] Figur 5 stellt einen dritten vergrösserten Schnitt entlang einer Linie A-A gemäss
Figur 2 dar. Die Seitenwand 9 ist von der Montageöffnung 11 durchbrochen. Weiter sind
die Kühlrippen 17 mit den dazwischen liegenden Abständen 18 dargestellt, welche ausgehend
von der Verbrennungsfläche 4 ins Innere des Roststabes 1 hinein ragen.
[0026] Figur 6 stellt das vergrösserte Kopfteil 8 des erfindungsgemässen Roststabes gemäss
eines Ausschnitts Z Figur 7 dar.
Ein zweiter Abschnitt A2 der Verbrennungsfläche 4 ist ohne Kopfrippen 13 13' bzw.
ohne die dazwischenliegenden Köpfschlitze 14, 14' ausgebildet, d.h. der zweite Abschnitt
A2 bildet ein ganzstückiges Teilelement des Kopfteils 8. Im Anschluss an den zweiten
Abschnitt A2 ist ein dritter Abschnitt A3 mit den trapezförmigen Kopfrippen 13, 13'
und den dazwischenliegenden Kopfschlitzen 14, 14' ausgebildet. Die Kopfrippen 13,
13' bzw. Kopfschlitze 14, 14' erstrecken sich dabei in Richtung zur Querrippe 6 hin
und verlaufen dabei sowohl in Längs- als auch in Vertikalrichtung des Kopfteils 8.
Die entlang zu einer Aussenseite des Kopfteils 8 hin ausgebildeten Kopfschlitze 14
14' sind jeweils zwischen der seitlichen Stirnwand 12 und der entsprechenden Kopfrippe
13 ausgebildet. Im Anschluss an den zweiten Abschnitt A2 ist jeweils ein trichterförmiger
Eingang 19, 19' im entsprechenden Kopfschlitz 14, 14' ausgebildet. Der Kopfschlitz
14, 14' weist jeweils den verjüngten Teil 16, 16' auf, welcher in einen trichterförmigen
Ausgang 20, 20' mündet. Der Ausgang 20, 20' führt dabei in einen im Vergleich zum
verjüngt ausgebildeten Teil 16, 16' breiteren Kopfschlitzteil 21, 21' über. Dadurch
ist ein Teil 22, 22' der Kopfrippen 13, 13' im Wesentlichen als trapezförmige Verdickung
ausgebildet.
[0027] Figur 7 stellt eine Aufsicht des erfindungsgemässen Roststabes 1 dar. Es sind das
Kopfteil 8 mit den Kopfschlitzen 14, 14' und den Kopfrippen 13, 13' sowie das Rückenteil
7 mit den Kühlrippen 17 und den dazwischenliegenden Abständen 18 dargestellt. Dabei
liegen die Kopfschlitze 14, 14' und die Abstände 18 in Längsrichtung des Roststabes
1 hintereinander und sind miteinander verbunden. Beim Verbrennungsprozess ist die
Temperatur im Kopfteil 8 bei luftgekühlten Roststäben am höchsten sowie der hitzebedingte
Verschleiss am grössten.
Durch Bereitstellung einer grossen Kühloberfläche der kammähnlichen Struktur der Kopfrippen
13, 13' und Zirkulation der Verbrennungsluft in den Kopfschlitzen 14, 14' kann die
Wärme abgeleitet werden. Ist der zweite Abschnitt A2 (siehe Figur 6) durch thermischen
Verschleiss abgetragen, so steht der im Anschluss folgende dritte Abschnitt A3 (siehe
Figur 6) mit den Kopfrippen 14, 14' für weiteren thermischen Verschleiss zur Verfügung.
Solange, bis die trapezförmigen Verdickungen 22, 22' der Kopfrippen 14, 14' ebenfalls
hitzebedingt abgetragen sind.
[0028] Figur 8a stellt schematisch ein Seitenschnitt eines weiteren Kopfteils 8' eines erfindungsgemässen
Roststabes dar. Dabei ist eine erste Schicht 23 zur Abtragung durch Hitzekorrosion
dargestellt, welche mindestens teilweise durch die Verbrennungsfläche 4 gebildet wird.
Weiter sind in Figur 8a eine zweite Schicht 24 und eine dritte Schicht 25 ersichtlich.
Die zweite Schicht 24 und die dritte Schicht 25 sind durch die verdickt ausgebildeten
Kopfrippen 13, 13' ausgebildet. Zwischen der ersten Schicht 23 und der zweiten Schicht
24 ist eine erste Vertiefung 26 ausgebildet. Eine zweite Vertiefung 27 liegt zwischen
der zweiten Schicht 24 und der dritten Schicht 25. Die zweite Schicht 24 folgt in
Richtung zum Innern des weiteren Kopfteils 8' im Anschluss an die erste Schicht 23.
Die dritte Schicht 25 ist im Anschluss an die zweite Schicht 24 in Richtung zum Innern
des weiteren Kopfteils 8' angeordnet. Im Anschluss an die dritte Schicht 25 ist der
mittige Kopfschlitz 14' dargestellt. Durch diese drei Schichten 23, 24, 25 zur Abtragung
durch Hitzekorrosion wird ermöglicht, dass der erfindungsgemässe Roststab eine längere
Lebensdauer aufweist, indem infolge hitzebedingter Abtragung der ersten Schicht 23,
noch die zwei weiteren Schichten 24, 25 zur weiteren Abtragung Verfügung stehen, d.h.
zum thermischen Verschleiss zur Verfügung stehen.
[0029] Figur 8b stellt, schematisch, eine Aufsicht nach Figur 8a dar. Dabei sind die drei
Schichten 23, 24 und 25 dargestellt. Die zweite und die dritte Schicht 24, 25 weisen
dabei eckige Verdickungen 28, 28', 29, 29' an den Kopfrippen 13, 13' auf. Die eckigen
Verdickungen 28, 28', 29, 29' ragen dabei aus der entsprechenden Kopfrippe 13, 13'
ins Innere des weiteren Kopfteils 8' hervor. Auf die erste Schicht 23 folgt die erste
Vertiefung 26, im Anschluss an die erste Vertiefung 26 die zweite Schicht 24. An die
zweite Schicht 24 wiederum ist die zweite Vertiefung 27 angeordnet, danach folgt die
die dritte Schicht 25. Im Anschluss an die dritte Schicht 25 verläuft der Kopfschlitz
14'. Dabei ist die mittig angeordnete Verdickung 28', 29' im Vergleich zu den davon
seitlich verlaufenden Verdickungen 28, 29 etwa doppelt so dick ausgebildet.
[0030] Zwischen den eckigen Verdickungen 28, 28', 29, 29' liegt jeweils der entsprechende
Kopfschlitz 14, 14'.
[0031] Figur 9a stellt schematisch ein Seitenschnitt eines noch weiteren Kopfteils 8" eines
erfindungsgemässen Roststabes dar. Dabei sind die drei Schichten 23, 24 und 25 mit
den Vertiefungen 26, 27 dargestellt.
[0032] Figur 9b stellt, schematisch, eine Aufsicht nach Figur 9a dar. Im Unterschied zu
Figur 8a weist die zweite Schicht 24 trichterförmig ausgebildete Verdickungen 30,
30' und die dritte Schicht 25 weist eckig ausgebildete Verdickungen 31, 31' auf.
[0033] Figur 10a stellt schematisch ein Seitenschnitt eines noch weiteren Kopfteils 8'''
eines erfindungsgemässen Roststabes dar. Dabei sind drei Schichten 23, 24 und 25 dargestellt.
[0034] Zusätzlich schliesst an die dritte Schicht 25 zum Inneren des noch weiteren Kopfteils
8''' hin eine vierte Schicht 32 an. Zwischen der dritten Schicht 25 und der vierten
Schicht 32 ist eine weitere Vertiefung 33 ausgebildet.
[0035] Figur 10b stellt, schematisch, eine Aufsicht nach Figur 10a dar. Im Unterschied zu
den Figuren 8a und 9a weist die zweite Schicht 24 keilförmig ausgebildete Verdickungen
34, 34' und die dritte Schicht 25 weist eckig ausgebildete Verdickungen 35, 35' auf.
Weiter ist im Anschluss an die dritte Schicht 25 die vierte Schicht 32 mit ebenfalls
eckigen Verdickungen 36, 36' darstellt. Dadurch wird eine besonders lange Lebensdauer
des erfindungsgemässen Roststabes ermöglicht.
[0036] Es ist denkbar, dass die unter den voran stehenden Figuren beschriebenen Verdickungen
der Kopfrippen 13, 13' beliebig miteinander kombinierbar sind.
[0037] Merkmale mit gleichen Bezugszeichen in den Figuren 1 bis 10b entsprechen jeweils
gleichen technischen Merkmalen der entsprechenden Figur.
1. Roststab (1) für Verbrennungsanlagen mit einer im Wesentlichen geschlossenen, der
Verbrennungsseite zugewandten Oberfläche (4), einem hinteren, zur Auflage auf einen
Rostträger zur Bildung des Rostes ausgebildeten Tragbereich (2) und einem vorderen,
zwischen Oberfläche (4) und Vorderkante (3') abgerundete Nase (3) mit einer auf der
Unterseite ausgebildeten Auflagefläche (5) sowie mit von der Unterseite der den Rost
bildenden Oberfläche vorstehende Kühlrippen (17) für Luftkühlung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kopfteil (8) im Innern mindestens teilweise verdickt ausgebildete Kopfrippen
(13; 13') für Luftkühlung in Längsrichtung und Vertikalrichtung unterhalb der Verbrennungsseite
zugewandten Oberfläche (4) aufweist.
2. Roststab (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfrippen (13; 13') zwei oder mehr, vorzugsweise zwei, drei oder vier parallel
zueinander angeordnete Verdickungen (22,22'; 28,28'; 29,29'; 30,30'; 31,31'; 34,34';
35, 35'; 36,36) aufweisen.
3. Roststab (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfrippen (13; 13') im Wesentlichen trapezförmige (22, 22') und/oder trichterförmige
(30; 30') und/oder eckige (28,28'; 29, 29'; 31,31'; 34,34'; 36,36') und/oder keilförmige
Verdickungen (35, 35') aufweisen.
4. Roststab (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Seitenwand (9) und den Kopfrippen (14; 14') jeweils Kopfschlitze (14;
14') ausgebildet sind.
5. Roststab (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfschlitze (14; 14') einen Trichter (15; 15'), welcher innerhalb des Kopfteils
(8) angeordnet ist und der Trichter (15; 15') im Anschluss in einen verjüngt ausgebildeten
Teil (16; 16') des Kopfschlitzes (14; 14') mündet und wobei die Kopfschlitze (14;
14') zwischen einer seitlichen Stirnwand (12) und den fortsatzähnlichen Kopfrippen
(13; 13') angeordnet sind und zusammen eine kammähnliche Struktur bilden.
6. Roststab (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfrippen (13; 13') etwa im vorderen Drittel verdickt ausgebildet sind.
7. Roststab (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Seitenwand (9) entlang des Kopfteils (8) eine Vertiefung
(10; 10'; 10") aufweist.
8. Roststab (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Roststab (1) ein Rückenteil (7) aufweist, welches mit mindestens einem im Rückenteil
(7) zur Oberfläche (4) hin offenen Längsschlitz versehen ist und wobei die Kühlrippen
(17) in das Innere des Rückenteils (7) ragen.
9. Roststab nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Roststab (1) aus Metall ist.
10. Roststab nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er als Wenderoststab ausgebildet ist, mit einer zur vorderen Nase (3) und Kopfteil
(8) gleich aufgebauten hinteren Nase und Kopfteil.
11. Rost für den Einsatz in einer Rostfeuerung von Verbrennungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Querreihe mit einem Roststab (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10
beweglich im Rost angeordnet ist und im Anschluss an die erste Querreihe eine nächste
Querreihe mit einem Roststab (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 fest angeordnet
ist.
12. Rost nach Anspruch 11, wobei der Roststab (1) mit seiner Auflagefläche (5) die Oberfläche
(4) eines nachfolgenden Roststabs (1) schuppenartig versetzt überlappt.
13. Rost nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Roststäbe (1) mit ihren Längsseiten parallel zueinander angeordnet sind.