Gegenstand der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Montagesystem zur Befestigung eines Schienenelementes
einer Teleskopschiene an einem parallel zur Längserstreckung des Schienenelementes
angeordneten Stab, insbesondere einem Gitterstab eines Gitters zur Befestigung von
Gargutträgerführungen in einem Backofen.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Gargutträger in Backöfen sind in vielfältiger Form bekannt und werden ständig weiterentwickelt
und verbessert. Bei einfachen bekannten Backöfen wird der Gargutträger in Nuten geführt,
die in verschiedenen Höhen oder Ebenen in der Muffelseitenwand ausgebildet sind. Das
Gleitverhalten der Gargutträger in solchen Nuten hängt von der Oberflächenbeschaffenheit
der aufeinander gleitenden Flächen und der Belastung des Gargutträgers ab und ist
vergleichsweise schlecht. Bei anderen bekannten Systemen sind an Stelle der Nuten
an den Muffelseitenwänden Gitter mit horizontalen Stäben oder Drähten mit in der Regel
rundem Querschnitt befestigt, auf denen die Gargutträger getragen und geführt werden.
Aufgrund der geringeren Auflagefläche ist hier das Gleitverhalten gegenüber Nuten
etwas verbessert. Beide Systeme haben den Nachteil, dass der Gargutträger nur bis
zu einer bestimmten Weite aus dem Backofen herausgezogen werden kann, ohne dass er
nach unten abkippt oder vorne unterstützt werden muss. Bei verbesserten und höherwertigen
Backöfen sind an der Muffelseitenwand oder an einem in der Muffel seitlich befestigten
Gitter Teleskopschienen mit jeweils einem stationären und einem oder mehreren beweglichen
Schienenelementen, die in Längsrichtung relativ zu der stationären Schiene und aus
dem Ofen heraus verfahrbar gelagert sind, vorgesehen. Ein genereller Vorteil von Teleskopschienen
gegenüber der Lagerung des Gargutträgers in Nuten oder auf Drähten eines Gitters ist
ihre Leichtgängigkeit und die Stabilität und Sicherheit gegen ein Abkippen des Gargutträgers
in der ausgezogenen Stellung.
[0003] Die Befestigung der Teleskopschienen an der Muffelseitenwand oder an einem in der
Muffel seitlich befestigten Gitter kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Für eine
dauerhafte und preiswert herzustellende Befestigung werden je nach Ausführung 1 bis
3 Teleskopschienen an dem Gitter angeschweißt. Da meist der Hersteller der Gitter
nicht der gleiche ist wie der Hersteller der Teleskopschienen, werden die Teile im
Fertigungsprozess von einem Hersteller zum anderen transportiert, z. B. wird das zu
schweißende Schienenelement vom Hersteller der Teleskopschienen an den Gitterhersteller
geschickt, wo das Schienenelement an das Gitter angeschweißt und zum Schutz vor Korrosion
üblicherweise verchromt wird. Anschließend wird das Gitter wieder an den Hersteller
der Teleskopschienen geschickt, wo dann die Endmontage der Teleskopschienen erfolgt.
Dies ist aufwendig und verursacht hohe Transportkosten.
[0004] Eine flexiblere Lösung bieten verschiedene Clip- und Steckmontagesysteme, die es
erlauben, die fertige Teleskopschiene mehr oder weniger einfach an dem Gitter zu befestigen
und auch wieder von diesem zu entfernen. Ein Vorteil dieser Systeme ist, dass die
Teleskopschienen in beliebiger Höhe an dem Gitter montiert werden können und die Anzahl
der montierten Teleskopschienen frei gewählt werden kann. Die bekannten Clip- und
Steckmontagesysteme erfordern jedoch häufig zusätzlich zu den Schienenelementen weitere
Montageelemente für die Befestigung der Schiene an dem Gitter. Diese Montageelemente
werden nach dem Formen des Schienenelementes, welches als stationäres Schienenelement
für die Festlegung an dem Gitter vorgesehen ist, an dessen Rückseite durch Anschweißen
oder Anschrauben befestigt. Das Vorsehen solcher Montageelemente an der Schiene erfordert
zusätzliches Material und Herstellungsaufwand und erhöht damit die Kosten für die
Teleskopschiene. Zudem benötigen die meisten dieser bekannten Clip- und Steckmontagesysteme
wenigstens zwei parallel angeordnete Gitterstäbe für die Befestigung der Schiene über
die Montageelemente an dem Gitter, da die Montageelemente häufig die zwei Gitterstäbe
umgreifen oder sich an wenigstens einem der Gitterstäbe abstützen müssen, um ein Verkippen
der Schiene im montierten Zustand zu verhindern.
[0005] Die
DE 20 2008 000 887 U1 beschreibt ein Montagesystem zur Befestigung eines Schienenelementes einer Teleskopschiene
an zwei in einem vorgegebenen Abstand parallel zueinander und im wesentlichen senkrecht
zur Längserstreckung des Schienenelementes angeordneten Gitterstäben eines Gitters
in einem Backofen, wobei von der Rückenfläche des Schienenelementes, welche den Gitterstäben
zugewandt ist und an diesen anliegt, wenigstens zwei aus dem Material des Schienenelementes
ausgestanzte oder daran befestigte Materialabschnitte aus der Ebene der Rückenfläche
hervortreten, wobei einer oder beide der ausgestanzten Materialabschnitte zu Haken
mit einem im wesentlichen parallel oder schräg zur Ebene der Rückenfläche verlaufenden
Abschnitt gekröpft sind. Dabei kann einer der Materialabschnitte nicht zu einem Haken
gekröpft sein und als Lasche im wesentlichen senkrecht von der Ebene der Rückenfläche
abstehen.
[0006] Die
DE 202005013789 U1 beschreibt ein Schnellbefestigungssystem zur Montage eines Schienenelements an paarweise
in einem vorgegebenen Abstand parallel übereinander angeordneten Gitterstäben, wobei
einer oder beide der Gitterstäbe elastisch sind und sich daher zeitweilig auseinanderbiegen
lassen. Das zu befestigende Schienenelement weist wenigstens ein Montageelement auf
mit einem oberen Halteabschnitt, der den oberen Gitterstab von oben teilweise umgreift,
und mit einem unteren Halteabschnitt, der den zugehörigen unteren Gitterstab des Paares
von Gitterstäben von unten teilweise umgreift. Dabei wird zwischen den Gitterstäben
und dem Schnellbefestigungselement eine form- und kraftschlüssige Verbindung ausgebildet.
Der obere und der untere Halteabschnitt des Schnellbefestigungselementes stehen bezüglich
ihres vertikalen Abstandes in einer starren Beziehung zueinander.
[0007] Die
DE 20010037 U1 beschreibt ein Schnellbefestigungselement zur Montage eines Schienenelements an paarweise
in einem vorgegebenen Abstand parallel übereinander angeordneten Gitterstäben, wobei
das Schnellbefestigungselement einen oberen Halteabschnitt aufweist, der den oberen
Gitterstab teilweise umgreift, und einen unteren Halteabschnitt, der den unteren Gitterstab
teilweise umgreift, sowie eine Nase zwischen dem oberen und dem unteren Halteabschnitt,
die an dem unteren Gitterstab anliegt. Das Schnellbefestigungselement ist aus einem
biegbaren Material gebildet, damit die Halteabschnitte für das Umgreifen der Gitterstäbe
elastisch auseinandergebogen werden können. Die Nase zwischen dem oberen und dem unteren
Halteabschnitt ist dafür vorgesehen, dass sie auf der dem unteren Halteabschnitt gegenüberliegenden
Seite des unteren Gitterstabs an diesem anliegt und dadurch den Abstand zwischen den
beiden Gitterstäben auch bei einer erheblichen vertikalen Belastung gleich hält. Dadurch
soll verhindert werden, dass sich die Gitterstäbe voneinander entfernen und womöglich
das Schnellbefestigungselement lösen. Des weiteren soll eine Last an dem Schnellbefestigungselement
auf beide Gitterstäbe gleichmäßig verteilt werden.
Aufgabe
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schienenmontagesystem
für eine wieder lösbare Befestigung einer Teleskopschiene an einem Gitter bereitzustellen,
das einfach und preiswert herzustellen ist, eine schnelle und einfache Montage der
Teleskopschiene an dem Gitter erlaubt und nur einen Gitterdraht für die Befestigung
der Teleskopschiene benötigt.
Beschreibung der Erfindung
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Schienenmontagesystem zur Befestigung
eines Schienenelementes einer Teleskopschiene an einem in Längsrichtung des Schienenelementes
angeordneten Draht, insbesondere einem Gitterdraht eines Gitters zur Befestigung von
Gargutträgerführungen in einem Backofen, wobei an der Rückenfläche des Schienenelementes
in dessen Längserstreckung in der Richtung von dem vorderen Ende des Schienenelementes
in Auszugsrichtung der Teleskopschiene zu dem hinteren Ende in Einschubrichtung der
Teleskopschiene eine erste Anordnung mit wenigstens einem Haken und in einem Abstand
dazu eine zweite Anordnung mit wenigstens zwei Haken vorgesehen sind,
wobei die Haken für das Umgreifen eines in Längsrichtung des Schienenelementes angeordneten
Drahtes jeweils einen im wesentlichen senkrecht von der Ebene der Rückenfläche hervorstehenden
und einen sich daran anschließenden, im wesentlichen parallel zur Ebene der Rückenfläche
und senkrecht zur Längsrichtung des Schienenelementes erstreckenden Abschnitt aufweisen
und
wobei zwei Haken der zweiten Anordnung in einem Abstand und zueinander in entgegengesetzter
Richtung orientiert angeordnet sind.
[0010] Für die Montage der Teleskopschiene an dem Draht wird die Rückseite des Schienenelementes
der Teleskopschiene in einem Winkel gegenüber dem Draht an den Draht herangeführt,
bis der Draht zwischen den entgegengesetzt orientierten Haken der zweiten Anordnung
anliegt. Dann wird die Teleskopschiene in Richtung des Drahtes verkippt bis in eine
Stellung im wesentlichen parallel zu dem Draht und noch ein kurzes Stück darüber hinaus,
so dass die Haken der ersten Anordnung über den Draht geführt und in diesen in wiederum
entgegengesetzter Bewegungsrichtung eingehakt werden können. Gleichzeitig umgreifen
die Haken der zweiten Anordnung den Draht. Die Demontage der Teleskopschiene erfolgt
in umgekehrter Abfolge.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenmontagesystems
weist die erste Anordnung einen Haken oder zwei Haken, die in einem Abstand zueinander
und in gleicher Richtung orientiert angeordnet sind, auf, und die zweite Anordnung
mit wenigstens zwei Haken ist in einem Abstand dazu angeordnet.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenmontagesystems
sind die Haken aus dem Material des Schienenelementes ausgestanzt und ausgebogen.
Hierfür werden bei der Herstellung des Schienenelementes für jeden Haken drei Seiten
einer Lasche ausgestanzt und diese anschließend zunächst senkrecht von der Ebene der
Rückenfläche ausgebogen und anschließend in einem Abstand von der Rückenfläche des
Schienenelementes weiter parallel zur Ebene der Rückenfläche und senkrecht zur Längsrichtung
des Schienenelementes umgebogen. Die Haken an dem Schienenelement lassen sich auf
diese Weise bei der Fertigung der Schienenelemente, die üblicherweise aus Stahlband,
sogenanntem Coil-Material, produziert werden, ohne zusätzlichen Materialaufwand einfach
im laufenden Herstellungsprozess ausbilden, wodurch Herstellungsaufwand und Material
und damit Kosten gegenüber der Herstellung der Haken als separate Bauteile und die
anschließende Anbringung eingespart werden.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenmontagesystems
weist das Schienenelement wenigstens eine Drahtaufnahmeprägung auf, die als eine sich
in Längsrichtung des Schienenelementes erstreckende Vertiefung in der Rückenfläche
des Schienenelementes ausgebildet ist. Die Drahtaufnahmeprägung ist dafür vorgesehen,
dass der Draht in den Abschnitten des Schienenelementes, in denen der Draht bei der
Montage der Schiene mit dem Schienenelement in Kontakt kommt, bis zu einer durch die
Form der Drahtaufnahmeprägung vorgegebenen Tiefe in die Rückenfläche des Schienenelementes
eintritt. Die Drahtaufnahmeprägung bzw. die Drahtaufnahmeprägungen erstreckt bzw.
erstreckten sich in der Rückenfläche des Schienenelementes wenigstens in den Abschnitten,
in denen der Draht mit der Rückenfläche des Schienenelementes in Kontakt kommt und
wenigstens in den Abschnitten, in denen die Haken für die Befestigung des Schienenelementes
an dem Draht angeordnet sind, d. h. in den Abschnitten der ersten und zweiten Anordnungen
von Haken.
[0014] Das Vorsehen der wenigstens einen Drahtaufnahmeprägung an dem Schienenelement hat
mehrere Vorteile. Die wenigstens eine Drahtaufnahmeprägung kann so angeordnet sein,
dass sie dem Benutzer bei der Montage der Schiene die Positionierung des Schienenelementes
an dem Draht vorgibt und damit eine falsche oder ungünstige Positionierung verhindert.
[0015] Des Weiteren trägt die Drahtaufnahmeprägung zur besseren Befestigung des Schienenelementes
an dem Draht bei. Bei der Montage wird der Draht zwischen den freien Enden der Haken
und der Rückenfläche des Schienenelementes hindurchgeführt und taucht bzw. rastet
in der Endlage in die Drahtaufnahmeprägung ein, so dass eine clipartige oder bajonettartige
Befestigung zustande kommt.
[0016] Ein Weiterer Vorteil der als Vertiefung ausgebildeten Drahtaufnahmeprägung besteht
darin, dass die Haken nicht so weit von der Rückenfläche des Schienenelementes abstehen
müssen wie bei einer Ausführung ohne Drahtaufnahmeprägung, da der Abstand der von
den Haken zu umgreifenden Seite des Drahtes von der Rückenfläche des Schienenelementes
durch das Eintauchen des Drahtes in die Drahtaufnahmeprägung geringer wird. Dies ist
bei Schienenelementen mit geringer Höhe von besonderem Vorteil, da bei diesen Schienenelementen
aufgrund der geringen Höhe die Länge der durch Ausstanzen der Haken aus dem Material
der Rückenfläche begrenzt ist.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenmontagesystems
umfasst das System ein Gitter, vorzugsweise ein Seitengitter eines Backofens, mit
wenigstens einem Draht zur Befestigung des Schienenelementes einer Teleskopschiene.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenmontagesystems
weist der wenigstens eine Draht auf der der Rückenfläche des Schienenelementes abgewandten
Seite wenigstens in den Abschnitten, in denen die Haken den Draht umgreifen, Abflachungen,
vorzugsweise geprägte Abflachungen auf, an denen die Innenflächen der Haken formschlüssig
zu Anlage kommen, wenn das Schienenelement an dem Draht montiert ist. Hierdurch wird
ein Verkippen der Teleskopschiene um die Achse des Drahtes verhindert.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenmontagesystems
weist der wenigstens eine Draht auf der der Rückenfläche des Schienenelementes zugewandten
Seite Abstützprägungen auf, die sich im wesentlichen parallel zu der Rückenfläche
des Schienenelements erstrecken und an denen die Rückenfläche des Schienenelements
zu Anlage kommt, wenn das Schienenelement an dem Draht montiert ist. Auch hierdurch
wird ein Verkippen der Teleskopschiene um die Achse des Drahtes verhindert.
[0020] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend anhand der angefügten Figuren erläutert.
Figuren
[0021] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schienenelements 1, mit
einem vorderen Ende 1' des Schienenelementes und einem hinteren Ende 1" des Schienenelementes
und einer Rückenfläche 1"'. Im montierten Zustand weist das vordere Ende 1' des Schienenelementes
in die Auszugsrichtung der Teleskopschiene, beispielsweise am seitlich in einem Backofen
angebrachten Gitter in Richtung der Backofenöffnung, und das hintere Ende 1" des Schienenelementes
weist in die Einschubrichtung der Teleskopschiene, beispielsweise in Richtung der
Backofenrückwand. Das Schienenelement 1 hat im Querschnitt ein im wesentlichen C-förmiges
Profil und stellt das stationäre Schienenelement der Teleskopschiene dar. Die fertige
Teleskopschiene weist an dem stationären Schienenelement 1 wenigstens ein oder zwei
weitere über Kugellager verfahrbare bewegliche Schienenelemente auf. Ein Einschub
oder Gargutträger wird an dem von der Wandseite aus gesehen innersten beweglichen
Schienenelement befestigt oder auf dieses aufgelegt und kann so aus dem Korpus oder
Backofen herausgefahren werden.
[0022] Das Schienenelement 1 gemäß Figur 1 weist eine erste Anordnung 3 von Haken auf, wobei
in dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenelements 1 die erste Anordnung
nur einen Haken 2 umfasst. Das Schienenelement 1 weist weiter in Richtung des hinteren
Endes 1" des Schienenelementes 1 eine zweite Anordnung 3' mit zwei Haken 2" und 2'"
auf. Die Haken 2, 2" und 2'" sind aus dem Material der Rückenfläche 1"' des Schienenelementes
1 ausgestanzt und ausgebogen. Sie weisen für das Umgreifen eines in Längsrichtung
des Schienenelementes 1 angeordneten Drahtes jeweils einen im wesentlichen senkrecht
von der Ebene der Rückenfläche 1"' hervorstehenden und einen sich daran anschließenden,
im wesentlichen parallel zur Ebene der Rückenfläche 1"' und senkrecht zur Längsrichtung
des Schienenelementes 1 erstreckenden Abschnitt auf, wie es in den Querschnittsansichten
in Figur 1 zu erkennen ist.
[0023] Die Haken 2" und 2'" der zweiten Anordnung 3' sind in einem Abstand und zueinander
in entgegengesetzter Richtung orientiert angeordnet, wobei der in der zweiten Anordnung
3' weiter zu dem hinteren Ende 1" des Schienenelementes 1 angeordnete Haken 2'" und
der Haken 2 der ersten Anordnung 3 in der gleichen Richtung orientiert angeordnet
sind und der dazwischen liegende Haken 2" in entgegengesetzter Richtung orientiert
ist.
[0024] Die beiden unteren Darstellungen in Figur 1 zeigen Querschnittsansichten der Abschnitte
der ersten Anordnung 3 mit dem Haken 2 und der zweiten Anordnung 3' mit den Haken
2" und 2'" des Schienenelements 1.
[0025] Figur 2 zeigt in der unteren Darstellung eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schienenelements 1 mit vier Haken 2, 2', 2" und 2'" in einer Ansicht auf die Rückenfläche
des Schienenelements 1 und in der oberen Darstellung eine Ausführungsform des Drahtes
eines Gitters, beispielsweise eines Backofengitters, für die Montage des erfindungsgemäßen
Schienenelements. In der Ausführungsform gemäß Figur 2 ist der eine Haken 2 der ersten
Anordnung 3 gemäß Figur 1 durch zwei in einem Abstand zueinander angeordnete und beabstandete
Haken 2 und 2' ersetzt. Hierdurch kann gegenüber der Ausführungsform gemäß Figur 1
noch einmal eine bessere Verkippsicherheit des Schienenelementes 1 um die Achse des
Drahtes erzielt werden.
[0026] Die obere Darstellung in Figur 2 zeigt eine mögliche Ausführungsform des Drahtes
11 für die Montage des erfindungsgemäßen Schienenelements 1. Die Abschnitte des Drahtes
11, in denen die Haken 2, 2', 2" und 2'" den Draht umgreifen, weisen flache Prägungen
12 auf der der Rückenfläche 1"' des Schienenelementes 1 abgewandten Seite auf. Im
montierten Zustand liegen die Innenflächen der Haken plan an den Prägungen 12 an und
verhindern so ein Verkippen des Schienenelementes 1 um die Achse des Drahtes 11.
[0027] Zwischen den Prägungen 12 weist der Draht 11 weiterhin Abstützprägungen 13 in einem
Abschnitt des Drahtes, der nicht von einem Haken umgriffen wird, auf. Die Abstützprägungen
13 liegen im montierten Zustand an der Rückenfläche 1'" des Schienenelementes plan
an und verhindern ebenfalls ein Verkippen des Schienenelementes um die Achse des Drahtes.
Querschnittsdarstellungen der Abstützprägungen 13 zeigen die Figuren 6 (a) und 6 (c).
[0028] Die in Figur 2 dargestellte Ausführungsform des Drahtes 11 ist zwischen den Abschnitten,
in denen die Haken des Schienenelementes 1 mit dem Draht 11 in Eingriff treten, mehrfach
gekröpft, so dass ein Abschnitt des Drahtes sich parallel zu dem Schienenelement,
aber in einem größeren Abstand zu dem Schienenelement als die Befestigungsabschnitte
für die Haken erstreckt.
[0029] Das Schienenelement 1 weist bei dieser Ausführungsform zwei Drahtaufnahmeprägungen
4 auf, die als sich in Längsrichtung des Schienenelementes 1 erstreckende Vertiefungen
in der Rückenfläche 1'" in den Bereichen der ersten und zweiten Anordnung 3 und 3'
des Schienenelementes ausgebildet sind. Die Drahtaufnahmeprägungen sind dafür vorgesehen,
dass der Draht 11 in den Abschnitten des Schienenelementes 1, in denen der Draht 11
bei der Montage der Schiene mit dem Schienenelement 1 in Kontakt kommt, bis zu einer
durch die Form der Drahtaufnahmeprägungen 4 vorgegebenen Tiefe in die Rückenfläche
1"' des Schienenelementes eintritt.
[0030] Figur 3 zeigt schematisch die Montage des erfindungsgemäßen Schienenelements 1 der zweiten
Ausführungsform gemäß Figur 2 in einer ersten oberen Ansicht während des Montagevorgangs
und in einer zweiten unteren Ansicht im montierten Zustand. Für die Montage der Teleskopschiene
an dem Draht 11 wird die Rückseite des Schienenelementes 1 der Teleskopschiene in
einem Winkel gegenüber dem Draht 11 an den Draht herangeführt, bis der Draht 11 zwischen
den entgegengesetzt orientierten Haken 2" und 2"" der zweiten Anordnung 3' anliegt.
Dann wird die Teleskopschiene in Richtung des Drahtes verkippt bis in eine Stellung
im wesentlichen parallel zu dem Draht 11 und noch ein kurzes Stück darüber hinaus,
so dass die Haken 2 und 2' der ersten Anordnung 3 über den Draht 11 geführt und in
diesen in wiederum entgegengesetzter Bewegungsrichtung eingehakt werden können. Gleichzeitig
umgreifen die Haken 2" und 2'" der zweiten Anordnung 3' den Draht. Die Demontage der
Teleskopschiene erfolgt in umgekehrter Abfolge.
[0031] Figur 4 zeigt ein Gitter für einen Backofen mit einem daran montierten erfindungsgemäßen
Schienenelement in der Ausführungsform gemäß Figur 2.
[0032] Figur 5 zeigt in der unteren Darstellung das erfindungsgemäße Schienenelement der zweiten
Ausführungsform gemäß Figur 2 und in der oberen Darstellung eine weitere Ausführungsform
des Drahtes 11' eines Gitters, beispielsweise eines Backofengitters, für die Montage
des erfindungsgemäßen Schienenelements. Anders als in der Ausführungsform des Drahtes
gemäß Figur 2 weist der Draht 11' gemäß Figur 5 keine Kröpfung zwischen den Abschnitten,
in denen die Haken des Schienenelementes 1 mit dem Draht 11' in Eingriff treten, auf.
[0033] Das Schienenelement 1 weist bei dieser Ausführungsform eine Drahtaufnahmeprägung
4' auf, die als sich in Längsrichtung des Schienenelementes 1 erstreckende Vertiefung
in der Rückenfläche 1"' des Schienenelementes ausgebildet ist. Die Länge der Drahtaufnahmeprägung
entspricht im Wesentlichen der Länge des Drahtes 11' oder kann auch etwas Länger sein.
Bei der Montage der Schiene tritt der Draht 11' in die Drahtaufnahmeprägung 4' in
die Rückenfläche 1'" des Schienenelementes 1 ein.
[0034] Figur 6 (a) zeigt eine Querschnittsansicht des Drahtes 11 eines Gitters für die Montage des erfindungsgemäßen
Schienenelements 1, wobei ein Abschnitt des Drahtes mit kreisförmigem Querschnitt
und ein Abschnitt des Drahtes mit Abstützprägung 13 übereinander dargestellt sind.
[0035] Figur 6 (c) zeigt den Draht gemäß Figur 6 (a) zusammen mit einem daran montierten Schienenelement
1 ebenfalls im Querschnitt. Die Abstützprägung 13 des Drahtes ist in einem Abschnitt
des Drahtes angeordnet, der nicht von einem Haken umgriffen wird. Die Abstützprägung
13 liegt an der Rückenfläche 1'" des Schienenelementes plan an und verhindert ein
Verkippen des Schienenelementes um die Achse des Drahtes.
Figur 6 (e) zeigt das Schienenelement 1 gemäß Figur 6 (c) ohne den Draht ebenfalls im Querschnitt.
In der Rückenfläche des Schienenelementes 1 ist im Querschnitt die Drahtaufnahmeprägung
4 schematisch dargestellt.
[0036] Figur 6 (b) zeigt eine Querschnittsansicht des Drahtes eines Gitters für die Montage des erfindungsgemäßen
Schienenelements, wobei ein Abschnitt des Drahtes mit kreisförmigem Querschnitt außerhalb
des Bereichs, in dem ein Haken den Draht umgreift, und ein Abschnitt des Drahtes mit
im wesentlichem rechteckigem Querschnitt innerhalb des Bereichs, in dem ein Haken
den Draht umgreift, übereinander dargestellt sind.
[0037] Figur 6 (d) zeigt den Draht gemäß Figur 6 (b) zusammen mit einem daran montierten Schienenelement
1 ebenfalls im Querschnitt. Die der Rückenfläche des Schienenelementes 1 zugewandte
Seite des Abschnitts des Drahtes mit im wesentlichem rechteckigem Querschnitt entspricht
einer Abstützprägung 13, die plan an der Rückenfläche des Schienenelementes anliegt
und ein Verkippen des Schienenelementes um die Achse des Drahtes verhindert. Die der
Rückenfläche des Schienenelementes 1 abgewandte Seite des Abschnitts des Drahtes mit
im wesentlichem rechteckigem Querschnitt entspricht einer Prägung 12, die von dem
Haken 2" umgriffen wird und plan an der Innenfläche des Hakens 2" anliegt und ein
Verkippen des Schienenelementes um die Achse des Drahtes verhindert.
Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Schienenelement
- 1'
- vorderes Ende des Schienenelements
- 1"
- hinteres Ende des Schienenelements
- 1'"
- Rückenfläche des Schienenelements
- 2, 2', 2", 2"'
- Haken
- 3
- erste Anordnung von Haken
- 3'
- zweite Anordnung von Haken
- 4, 4'
- Drahtaufnahmeprägung
- 10
- Gitter
- 11
- Draht, Gitterdraht
- 12
- Prägung
- 13
- Abstützprägung
1. Schienenmontagesystem zur Befestigung eines Schienenelementes (1) einer Teleskopschiene
an einem in Längsrichtung des Schienenelementes (1) angeordneten Draht (11, 11'),
insbesondere einem Gitterdraht eines Gitters zur Befestigung von Gargutträgerführungen
in einem Backofen, wobei
an der Rückenfläche (1"') des Schienenelementes (1) in dessen Längserstreckung in
der Richtung von dem vorderen Ende (1') des Schienenelementes in Auszugsrichtung der
Teleskopschiene zu dem hinteren Ende (1 ") in Einschubrichtung derTeleskopschiene
eine erste Anordnung (3) mit wenigstens einem Haken (2, 2') und in einem Abstand dazu
eine zweite Anordnung (3') mit wenigstens zwei Haken (2", 2"') vorgesehen sind,
wobei die Haken (2, 2', 2", 2"') für das Umgreifen eines in Längsrichtung des Schienenelementes
(1) angeordneten Drahtes (11, 11') jeweils einen im wesentlichen senkrecht von der
Ebene der Rückenfläche (1"') hervorstehenden und einen sich daran anschlie-βenden,
im wesentlichen parallel zur Ebene der Rückenfläche (1"') und senkrecht zur Längsrichtung
des Schienenelementes (1) erstreckenden Abschnitt aufweisen und wobei zwei Haken (2",
2"') der zweiten Anordnung (3') in einem Abstand und zueinander in entgegengesetzter
Richtung orientiert angeordnet sind.
2. Schienenmontagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Anordnung (3) einen Haken (2) oder zwei Haken (2, 2'), die in einem Abstand
zueinander und in gleicher Richtung orientiert angeordnet sind, umfasst und in einem
Abstand dazu eine zweite Anordnung (3') mit wenigstens zwei Haken (2", 2"') vorgesehen
ist.
3. Schienenmontagesystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haken (2, 2', 2", 2"') aus dem Material des Schienenelementes (1) ausgestanzt
und ausgebogen sind.
4. Schienenmontagesystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schienenelement (1) wenigstens eine Drahtaufnahmeprägung (4, 4') aufweist, die
als eine sich in Längsrichtung des Schienenelementes (1) erstreckende Vertiefung in
der Rückenfläche (1"') des Schienenelementes (1) ausgebildet ist.
5. Schienenmontagesystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das System ein Gitter (10) mit wenigstens einem Draht (11, 11') zur Befestigung des
Schienenelementes (1) einer Teleskopschiene umfasst.
6. Schienenmontagesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Draht (11, 11') auf der der Rückenfläche (1'") des Schienenelementes
abgewandten Seite wenigstens in den Abschnitten, in denen die Haken (2, 2', 2", 2"')
den Draht (11, 11') umgreifen, Abflachungen, vorzugsweise geprägte Abflachungen (12)
aufweist, an denen die Innenflächen der Haken (2, 2', 2", 2"') formschlüssig zu Anlage
kommen, wenn das Schienenelement (1) an dem Draht (11, 11') montiert ist.
7. Schienenmontagesystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Draht (11, 11') auf der der Rückenfläche (1'") des Schienenelementes
zugewandten Seite Abstützprägungen (13) aufweist, die sich im wesentlichen parallel
zu der Rückenfläche (1'") des Schienenelements erstrecken und an denen die Rückenfläche
(1"') des Schienenelements zu Anlage kommt, wenn das Schienenelement (1) an dem Draht
(11, 11') montiert ist.