[0001] Die Erfindung betrifft eine Dunstabzugshaube für einen Herd, eine Kochstelle, umfassend
ein kaminartiges Gehäuse mit einem Haubengehäuse, welches sich über der Herdfläche
erstreckt, und in dem Haubengehäuse und/oder in dem kaminartigen Gehäuse ansaugseitig
bzw. abluftseitig wenigstens ein Filter zur Reinigung der Abluft von Wrasen vorgesehen
ist, und wobei in dem kaminartigen Gehäuse ein Gebläse angeordnet ist, welches den
angesaugten Wrasen in ein im kaminartigen Gehäuse angeordnetes Abzugsrohr bläst, wobei
im Abzugsrohr eine Art Weiche zur Umlenkung des Abluftstromes vorhanden ist, mit der
die Dunstabzugshaube als Umluft- oder als Ablufthaube betreibbar ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Dunstabzugshauben bekannt, die wahlweise umschaltbar
sind, um sie als Umluft- oder als Ablufthaube zu betreiben. Dies aus dem Grund, um
Wärmeverluste vom Innenbereich zum Außenbereich eines Gebäudes zu vermeiden. So besteht
bei einer derartigen umschaltbaren Dunstabzugshaube die Möglichkeit, beispielsweise
im Sommer die Dunstabzugshaube als Ablufthaube zu betreiben, da dadurch auch die im
Raum vorhandene Wärme mit der Dunstabzugshaube abgesaugt werden kann. Dies gestaltet
sich jedoch im Winter anders, wenn es kalt ist und dann die beheizte warme Luft aus
dem Innenraum durch die Dunstabzugshaube nach außen entweicht. Für diesen Fall bietet
es sich dann an, die Dunstabzugshaube als Umlufthaube zu betreiben.
[0003] So ist beispielsweise aus der
EP 2 151 632 eine Dunstabzugshaube bekannt, die beiden Zuständen gerecht wird, wobei die dort
beschriebene Dunstabzugshaube über zwei Klappenelemente im Abzugsrohr verfügt, so
dass bei waagerechter Lage der Klappen die Abluft mit den Wrasen durch im Kaminbereich
vorgesehene Filter geleitet wird, so dass die Dunstabzugshaube als Umluftgerät betrieben
werden kann. Sind die beiden im Abzugsrohr vorhandenen Klappen in die senkrechte Lage
verschwenkt, so ist das Abzugsrohr frei, so dass die Abluft mit den Wrasen durch ein
nach außen ragendes Abluftrohr an die Umgebung abgegeben werden kann. Für diesen Fall
arbeitet dann die Dunstabzugshaube als Ablufthaube. Somit ist es aus dem Stand der
Technik bekannt, mittels einer im Bereich des Abzugsrohres vorhandenen Weiche zur
Umlenkung des Abluftstromes die Dunstabzugshaube als Umlufthaube oder als Ablufthaube
zu betreiben.
[0004] Eine andere Ausführungsform ist beispielsweise aus der
US 4,121,569 bekannt, die ebenfalls über ein Ventil verfügt, welches in der Lage ist, die unterschiedliche
Abluftart an der Haube einzustellen. Auch die
US 4,226,528 offenbart eine Dunstabzugshaube, die umschaltbar ist für die unterschiedlichen Betriebsarten,
wobei im Abzugsrohr ein drehbares Element vorgesehen ist, welches insbesondere den
Abluftstrom steuert und somit eine Umschaltbarkeit gegeben ist.
[0005] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Methoden und Einrichtungen wird es als
nachteilig angesehen, dass die bekannten Ausführungsformen über Klappfunktionen verfügen,
die nicht effizient den thermischen Energieverlust unterbinden, weil durch die Klappenfunktion
hier die Umschaltung vorgenommen wird. Somit wird es aufgrund der im Abzugsrohr vorhandenen
Wrasen- oder Fettreste unumgänglich, dass die Verschlusswirkung der Weiche nachlässt,
was dazu führt, dass den Räumlichkeiten Wärmeenergie entzogen wird.
[0006] Der Erfindung stellt sich somit das Problem eine Dunstabzugshaube, die als Umlufthaube
oder als Ablufthaube betreibbar ist, derart weiter zu bilden, die das Problem der
effektiven Verschlusssituation im Abzugsrohr verbessert, um auf diese Weise einen
Wärme- und Energieverlust von innen nach außen zu unterbinden.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen.
[0008] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen darin, dass aufgrund eines Rohr-in-RohrSystems
ein wesentlich höherer Abdichtungsgrad erreicht werden kann, da die Weiche hier als
Rohrsegment, welches eng an der Innenwand des Abzugsrohres anliegt, drehbar ausgestaltet
ist. Somit wird aufgrund der Drehung die Verschlusssituation bzw. die Offensituation
herbeigeführt, was insbesondere hier eine Dichtigkeit der Öffnungen im geschlossenen
bzw. eine hinreichende Öffnung für die Situation darstellt, wenn der Umluftbetrieb
vorgenommen wird. Das Umschalten zwischen Umluft- und Abluftbetrieb der Dunstabzugshaube
wird durch eine 180°-Drehung des Rohrsegmentes leicht und einfach vorgenommen. Die
Umluft- und Abluftausgänge haben hierbei immer den gleichen Durchmesser. Die Weiche
ist am unteren Ende unter einem Winkel von 45° abgeschrägt. Durch die Schräge wird
die Umluftöffnung verschlossen und der Abluftbetrieb ermöglicht. Nach einer 180°-Drehung
der Weiche öffnet sich die Umluftöffnung und die Abluftklappen werden mechanisch verriegelt.
Nun ist der Abluftbetrieb möglich. In der Umluftstellung der Weiche wird die Luftströmung
in zwei Bereiche geteilt. Die Drehung der Weiche kann hierbei motorisch oder manuell
erfolgen. Das Umschalten kann temperaturabhängig und/oder nach Wunsch des Betreibers
durchgeführt werden. Das Umschaltmodul ist in die Dunstabzugshaube integriert.
[0009] Erfindungsgemäß besteht hierbei die Weiche aus einem im Abzugsrohr drehbar gelagerten
Rohrsegment, welches durch 180°-Drehung wenigstens eine in der Wand des Abzugsrohres
angeordnete Öffnung für den Umluftbetrieb freigibt bzw. für den Abluftbetrieb schließt.
Dabei wirken mit dem drehbar gelagerten Rohrsegment zwei in der Durchmesserachse des
Abzugsrohres gelagerte Klappen derart zusammen, dass im Umluftbetrieb die Klappen
den Querschnitt des Abzugsrohres verschließen, wobei das Rohrsegment die Verschlusslage
der Klappen verriegelt und durch Drehung des Rohrsegmentes um 180° die Klappen für
den Abluftbetrieb entriegelt. Somit wird gewährleistet, dass einerseits die quer abgehenden
Öffnungen am Abzugsrohr geschlossen bzw. geöffnet werden können, weil das drehbar
gelagerte Rohrsegment hier die Wandverschlüsse vornimmt. Für den Verschluss des Querschnitts
des Abzugsrohres sind oberhalb des Rohrsegments Klappen vorgesehen, die wiederum mit
dem Rohrsegment zusammenwirken, so dass für den Umluftbetrieb der Rohrquerschnitt
des Abzugsrohres hier verschlossen wird. Das Rohrsegment weist im Bereich der in der
Wand des Abzugsrohres angeordneten Öffnung eine unter einer Schräge verlaufende Schnittebene
auf. Diese Schräge verläuft hierbei in vorteilhafter Weise unter einer 45°-Ebene.
Somit wird deutlich, dass hierbei in Anbetracht des unter einer 45°-Ebene geschnittenen
Rohres zwei Bereiche an dem Rohr vorgehalten werden, wobei der Rückbereich des Rohrsegmentes
die Schließung herbeiführt, wobei der vordere abgeschrägte Bereich hier die Öffnung
bewirkt.
[0010] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Rohrsegment
am oberen Rand eine Führungsnut mit einem unterbrochenen Bereich auf, der von seiner
Bemessung her den bereichsweise angeordneten Randansätzen an den halbkreisförmig ausgebildeten
Klappen entspricht, so dass die Führungsnut entsprechend einer 180°-Drehung die Klappen
verriegelt bzw. im Bereich der Unterbrechung an der Führungsnut wieder entriegelt.
Somit wird sichergestellt, dass entsprechend der Verschwenkung des Rohrsegmentes jeweils
um 180° hier die unterschiedlichen Lagen für die Klappen vorgegeben werden, wobei
in der einen Lage eine Verriegelung und in der anderen Lage eine Freigabe der Klappen
für den Abluftbetrieb bereit gestellt wird.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist auf der Führungsnut vorzugsweise ein Zahnkranz
angeordnet, der mit einem motorisch angetriebenen Ritzel zur Verdrehung des Rohrsegmentes
zusammenwirkt. Hierbei versteht es sich von selbst, dass aufgrund des Motors, der
hier beispielsweise über eine haustechnische Steuerung ansteuerbar ist, wobei diese
auch temperaturgesteuert mit einem Außenfühler zusammenwirken kann, sich hier der
entsprechende Abluftbetrieb in der Haube von selbst einstellt, wobei dann über das
Ritzel das Rohrsegment entsprechend für die Abluft bzw. die Umluft verschwenkt wird,
ohne dass hier der Betreiber einer derartigen Dunstabzugshaube die klimatischen Gegebenheiten
zu berücksichtigen hat.
[0012] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das Abzugsrohr
im Bereich des drehbar gelagerten Rohrsystems aus zwei Halbschalensegmenten, wobei
jedes Halbschalensegment in der Wand eine Öffnung aufweist. An jedem der Schalensegmente
ist ein Gehäuse angeordnet, welches einen Filtereinsatz aufnehmen kann. Dabei sind
die beiden Schalensegmente mit den angesetzten Gehäuse identisch ausgebildet. Nach
einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Halbschalensegmente
mit dem drehbaren Rohrsegment sowie den Klappen aus einem Modul, welches einen Teilbereich
des Abzugsrohres bildet bzw. in ein Abzugsrohr eingesetzt werden kann. Somit kann
beispielsweise in einfacher Bauart eine normale Dunstabzugshaube zu einer Dunstabzugshaube
erstellt werden, die mit beiden Abluftsystemen arbeiten kann.
[0013] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung betrifft diese auch
ein Modul zur Adaption für ein Abzugsrohr einer Dunstabzugshaube, die nach den aufgezeigten
und beschriebenen Merkmalen ausgeführt ist.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Dunstabzugshaube in der perspektivischen Darstellung, hier als wandmontierbare
Dunstabzugshaube;
- Figur 2
- eine weitere Darstellung der Dunstabzugshaube gemäß der Figur 1, ohne das Kamingehäuse;
- Figur 3
- eine erste Situation des Moduls für den Umluftbetrieb der Dunstabzugshaube, wobei
die oberen Klappen den Rohrquerschnitt des Abzugsrohres verschließen;
- Figur 4
- eine zweite Situation des Moduls für den Abluftbetrieb der Dunstabzugshaube, wobei
die oberen Klappen den Rohrquerschnitt des Abzugsrohres öffnen;
- Figur 5
- die erste Situation gemäß der Figur 3, wobei hier aufgrund des Fehlens eines Gehäuseteils
die Stellung des Rohrsegmentes in der Situation für den Umluftbetrieb dargestellt
ist;
- Figur 6
- die zweite Situation gemäß der Figur 4, wobei hier aufgrund des Fehlens eines Gehäuseteils
die Stellung des Rohrsegmentes in der Situation für den Abluftbetrieb dargestellt
ist;
- Figur 7
- zeigt in zwei Schnittebenen, einmal in der waagerechten Schnittebene a und b und in
der senkrechten Schnittebene c und d, die Situation des Umluftbetriebs am Modul;
- Figur 8
- zeigt ebenfalls in zwei Schnittebenen, einmal in der waagerechten Schnittebene a und
b und in der senkrechten Schnittebene c und d, die Situation des Abluftbetriebs am
Modul;
- Figur 9
- zeigt eine Detailansicht der Klappen in der entriegelten Situation; und
- Figur 10
- zeigt eine weitere perspektivische Darstellung des Moduls mit motorischem Antrieb.
[0015] Die Figur 1 zeigt eine wandmontierbare Dunstabzugshaube 1 für einen nicht näher dargestellten
Herd oder eine Kochstelle. Die Dunstabzugshaube 1 verfügt hierbei über ein kaminartiges
Gehäuse 2, an dem ein Haubengehäuse 3 angeordnet ist. Das Haubengehäuse 3 erstreckt
sich hierbei über eine nicht näher dargestellte Kochfläche, um so gezielt den aufsteigenden
Wrasen aufzunehmen und dann abzusaugen. In dem Haubengehäuse 3 und/oder in dem kaminartigen
Gehäuse 2 ist ansaugseitig bzw. abluftseitig wenigstens ein Filter 4 zur Reinigung
der Abluft von Wrasen vorgesehen. In der Figur 1 ist hier ein Gitter angedeutet, hinter
dem sich der Filter 4, beispielsweise ein Aktivkohlefilter, befindet. In dem kaminartigen
Gehäuse 2 ist ein Gebläse 5 angeordnet, welches den angesaugten Wrasen in ein im kaminartigen
Gehäuse 2 angeordnetes Abzugsrohr 5 bläst, wie dies angedeutet ist in der Figur 2
oder 4, wo das kaminartige Gehäuse 2 von der Dunstabzugshaube 1 getrennt ist, und
das innen liegende Abzugsrohr 5 zu erkennen ist. Dabei ist im Abzugsrohr 5 eine Weiche
6 zur Umlenkung des Abluftstromes, angedeutet mit dem Pfeil A, vorhanden, mit der
die Dunstabzugshaube 1 als Umlufthaube oder als Ablufthaube betrieben werden kann,
wie dies insbesondere in den Figuren 3, 4, 5 und 6 näher zu erkennen ist und nachfolgend
beschrieben wird.
[0016] Dabei besteht die Weiche 6 aus einem im Abzugsrohr 5 drehbar gelagerten Rohrsegment
7, welches durch eine 180°-Drehung wenigstens eine in der Wand 8 des Abzugsrohres
5 angeordnete Öffnung 8 für den Umluftbetrieb freigibt bzw. für den Abluftbetrieb
schließt. Diese Situation ist insbesondere in den Figuren 5 und 6 dargestellt. Dabei
ist das Rohrsegment 7 hier in der Figur 5 in einer ersten Situation dargestellt, wobei
in dieser Stellung das Rohrsegment 7 für den Umluftbetrieb die Wandbereiche des Abzugsrohres
5 öffnet, wobei in der Figur 6 das Rohrsegment um 180° gedreht ist, und in dieser
Stellung die Öffnung 8 in der Wand des Abzugsrohres 5 verschlossen ist, so dass dadurch
der Abluftbetrieb sich einstellt. Wie insbesondere aus der Zusammenschau der beiden
Figuren 5 und 6 weiter zu erkennen ist, wirken mit dem drehbar gelagerten Rohrsegment
7 zwei in der Durchmesserachse des Abzugsrohres 5 gelagerte Klappen 9 und 10 derart
zusammen, dass im Umluftbetrieb, Figur 5, die Klappen 9 und 10 den Querschnitt des
Abzugsrohres 5 verschließen, wobei das Rohrsegment 7 die Verschlusslage der Klappen
9 und 10 verriegelt. Durch Drehung des Rohrsegmentes 7 um 180°, dargestellt in der
Figur 6, sind die Klappen 9 und 10 für den Abluftbetrieb entriegelt, so dass diese
senkrecht in dem Querschnitt des Abzugsrohres 5 stehen und somit den Querschnitt freigeben
für den Abluftbetrieb. Dabei ist insbesondere in den Figuren 5 und 6 deutlich zu erkennen,
dass das Rohrsegment 7 im Bereich der Öffnung 8 in der Wand des Abzugsrohres 5 eine
unter einer Schräge 11 verlaufende Schnittebene aufweist. Dabei verläuft die Schräge
11 der Schnittebene vorzugsweise unter einem Winkel von 45°.
[0017] Gemäß den Figuren 7 a bis d und 8 a bis d wird deutlich, wie die einzelnen Betriebszustände
sich in dem als Weiche 6 ausgebildeten Modul 12 darstellen. Hierbei weist das Rohrsegment
7 am oberen Rand eine Führungsnut 13 auf, welche mit einem unterbrochenen Bereich
14 ausgestattet ist. Der unterbrochene Bereich 14 entspricht von seiner Bemessung
her den bereichsweise angeordneten Randansätzen 15 und 16 an den halbkreisförmig ausgebildeten
Klappen 9 und 10, so dass die Führungsnut 13 entsprechend einer 180°-Drehung die Klappen
9 und 10 verriegelt bzw. im Bereich 14 der Unterbrechung an der Führungsnut 13 wieder
entriegelt. Die entriegelte Situation der Klappen 9 und 10 ist hierbei zur Verdeutlichung
nochmals in der Figur 9 isoliert dargestellt. Somit verstehen sich insbesondere die
Figuren 7 und 8 dahingehend, dass in der Figur 7 der verriegelte Zustand der Klappen
9 und 10 dargestellt ist, wobei insbesondere auch die seitliche Öffnung 8 in der Rohrwand
zu erkennen ist, wobei sich hier eine Dreiecksöffnung ergibt, um die Abluft durch
die Filter 4 leiten zu können. Die andere Situation stellt sich in der Figur 8 a bis
d dar, wo dargestellt ist, wie sich die Verschlusssituation, Figur 8c, des Rohrsegmentes
7 ergibt, bei hochgestellten Klappen 9 und 10, wenn das Modul 12 sich im Abluftbetrieb
befindet.
[0018] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung gemäß der Figur 10 ist auf der
Führungsnut 13 ein Zahnkranz 17 angeordnet, der mit einem motorisch angetriebenen
Ritzel 18 zur Verdrehung des Rohrsegmentes 7 zusammenwirkt. Dabei besteht das Abzugsrohr
5 im Bereich des drehbar gelagerten Rohrsegmentes 7 aus zwei Halbschalensegmenten
19 und 20, wie dies in den Figuren 3 und 4, aber auch im zusammengefügten Zustand
der Figur 10 deutlich zu erkennen ist. In den Figuren 5 und 6, ist jeweils nur ein
Halbschalensegment 20 zu erkennen Dabei weist jedes Halbschalensegment 19, 20 in der
Wand eine Öffnung 8 auf. An jedem der Halbschalensegmente 19 und 20 ist ein Gehäuse
21 und 22 angeordnet, welches insbesondere zur Aufnahme eines Filtersatzes 4 bestimmt
ist, wie dieser in den Figuren 7 und 8 angedeutet ist. Wie insbesondere aus den Figuren
5 und 6, aber auch 3 und 4 zu erkennen ist, sind die beiden Halbschalensegmente 19
und 20 mit den angesetzten Gehäusen 21 und 22 identisch im Aufbau ausgebildet. Somit
ergibt sich insbesondere für das Abzugsrohr 5 ein Rohrabschnitt, in dem insbesondere
die Weiche 6 als Modul 12 funktionstüchtig eingebaut bzw. eingefasst werden kann.
Somit können die Halbschalenelemente 19 und 20 mit dem drehbaren Rohrsegment 7 sowie
den Klappen 10 und 11 aus einem Modul 12 hergestellt werden, wie dies insbesondere
in der Figur 1 bzw. 10 besser zu erkennen ist. Das Modul 12 als solches bildet hierbei
einen Teilbereich des Abzugsrohres 5 bzw. kann an ein Abzugsrohr 5 angesetzt werden.
1. Dunstabzugshaube (1) für einen Herd, eine Kochstelle, umfassend ein kaminartiges Gehäuse
(2) mit einem Haubengehäuse (3), welches sich über der Herdfläche erstreckt, und in
dem Haubengehäuse (3) und/oder in dem kaminartigen Gehäuse (2) ansaugseitig bzw. abluftseitig
wenigstens ein Filter (4) zur Reinigung der Abluft von Wrasen vorgesehen ist, und
in dem kaminartigen Gehäuse (2) ein Gebläse (L) angeordnet ist, welches den angesaugten
Wrasen in ein im kaminartigen Gehäuse (2) angeordnetes Abzugsrohr (5) bläst, wobei
im Abzugsrohr (5) eine Weiche (6) zur Umlenkung des Abluftstromes (A) vorhanden ist,
mit der die Dunstabzugshaube (1) als Umlufthaube oder als Ablufthaube betreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Weiche (6) aus einem im Abzugsrohr (5) drehbar gelagerten Rohrsegment (7) besteht,
welches durch eine 180° Drehung wenigstens eine in der Wand des Abzugsrohres (5) angeordnete
Öffnung (8) für den Umluftbetrieb freigibt bzw. für den Abluftbetrieb schließt.
2. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem drehbar gelagerten Rohrsegment (7) zwei in der Durchmesserachse des Abzugsrohres
(5) gelagerte Klappen (9) und (10) derart zusammenwirken, dass im Umluftbetrieb die
Klappen (9) und (10) den Querschnitt des Abzugsrohres (5) verschließen, wobei das
Rohrsegment (7) die Verschlusslage der Klappen (9) und (10) verriegelt, und durch
Drehung des Rohrsegmentes (7) um 180° die Klappen (9) und (10) für den Abluftbetrieb
entriegelt.
3. Dunstabzugshaube nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rohrsegment (7) im Bereich der in der Wand des Abzugsrohres (5) angeordneten
Öffnung (8) eine unter einer Schräge (11) verlaufende Schnittebene aufweist.
4. Dunstabzugshaube nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schräge (11) der Schnittebene vorzugsweise unter einem Winkel von 45° verläuft.
5. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rohrsegment (7) am oberen Rand eine Führungsnut (13) mit einem unterbrochenen
Bereich (14) aufweist, der von seiner Bemessung her den bereichsweise angeordneten
Randansätzen (15) und (16) an den halbreisförmig ausgebildeten Klappen (9) und (10)
entspricht, so dass die Führungsnut (13) entsprechend einer 180°-Drehung die Klappen
(9) und (10) verriegelt bzw. im Bereich (14) der Unterbrechung an der Führungsnut
(13) wieder entriegelt.
6. Dunstabzugshaube nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Führungsnut (13) vorzugsweise ein Zahnkranz (17) angeordnet ist, der mit
einem motorisch angetriebenen Ritzel (18) zur Verdrehung des Rohrsegmentes (7) zusammenwirkt.
7. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abzugsrohr (5) im Bereich des drehbar gelagerten Rohrsegmentes (7) aus zwei Halbschalensegmenten
(19) und (20) besteht, wobei jedes Habschalensegment (19) und (20) in der Wand eine
Öffnung (8) aufweist.
8. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an jedem der Halbschalensegmente (19) und (20) ein Gehäuse (21) und (22) angeordnet
ist zur Aufnahme eines Filtereinsatzes (4).
9. Dunstabzugshaube nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Halbschalensegmente (19) und (20) mit den angesetzten Gehäusen (21) und
(22) identisch im Aufbau sind.
10. Dunstabzugshaube nach den Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Habschalenelemente (19) und (20) mit dem drehbaren Rohrsegment (7), sowie den
Klappen (9) und (10) aus einem Modul (12) bestehen, welches einen Teilbereich des
Abzugsrohres (5) bildet bzw. an ein Abzugsrohr (5) ansetzbar ist.
11. Modul (12) zur Adaption für ein Abzugsrohr (5) einer Dunstabzugshaube (1) nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10.