(19)
(11) EP 2 487 424 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.08.2012  Patentblatt  2012/33

(21) Anmeldenummer: 12401016.6

(22) Anmeldetag:  30.01.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 15/20(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 11.02.2011 DE 102011000654

(71) Anmelder: Miele & Cie. KG
33332 Gütersloh (DE)

(72) Erfinder:
  • Lauderlein, Christian
    59757 Arnsberg (DE)

   


(54) Dunstabzugshaube für einen Herd, eine Kochstelle oder dergleichen


(57) Die Erfindung betrifft ein Dunstabzugshaube (1) für einen Herd, eine Kochstelle, umfassend ein kaminartiges Gehäuse (2) mit einem Haubengehäuse (3), welches sich über der Herdfläche erstreckt, und in dem Haubengehäuse (3) und/oder in dem kaminartigen Gehäuse (2) ansaugseitig bzw. abluftseitig wenigstens ein Filter (4) zur Reinigung der Abluft von Wrasen vorgesehen ist, und in dem kaminartigen Gehäuse (2) ein Gebläse (L) angeordnet ist, welches den angesaugten Wrasen in ein im kaminartigen Gehäuse (2) angeordnetes Abzugsrohr (5) bläst, wobei im Abzugsrohr (5) eine Weiche (6) zur Umlenkung des Abluftstromes (A) vorhanden ist, mit der die Dunstabzugshaube (1) als Umlufthaube oder als Ablufthaube betreibbar ist. Erfindungsgemäß besteht hierzu die Weiche (6) aus einem im Abzugsrohr (5) drehbar gelagerten Rohrsegment (7), welches durch eine 180° Drehung wenigstens eine in der Wand des Abzugsrohres (5) angeordnete Öffnung (8) für den Umluftbetrieb freigibt bzw. für den Abluftbetrieb schließt.







Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Dunstabzugshaube für einen Herd, eine Kochstelle, umfassend ein kaminartiges Gehäuse mit einem Haubengehäuse, welches sich über der Herdfläche erstreckt, und in dem Haubengehäuse und/oder in dem kaminartigen Gehäuse ansaugseitig bzw. abluftseitig wenigstens ein Filter zur Reinigung der Abluft von Wrasen vorgesehen ist, und wobei in dem kaminartigen Gehäuse ein Gebläse angeordnet ist, welches den angesaugten Wrasen in ein im kaminartigen Gehäuse angeordnetes Abzugsrohr bläst, wobei im Abzugsrohr eine Art Weiche zur Umlenkung des Abluftstromes vorhanden ist, mit der die Dunstabzugshaube als Umluft- oder als Ablufthaube betreibbar ist.

[0002] Aus dem Stand der Technik sind Dunstabzugshauben bekannt, die wahlweise umschaltbar sind, um sie als Umluft- oder als Ablufthaube zu betreiben. Dies aus dem Grund, um Wärmeverluste vom Innenbereich zum Außenbereich eines Gebäudes zu vermeiden. So besteht bei einer derartigen umschaltbaren Dunstabzugshaube die Möglichkeit, beispielsweise im Sommer die Dunstabzugshaube als Ablufthaube zu betreiben, da dadurch auch die im Raum vorhandene Wärme mit der Dunstabzugshaube abgesaugt werden kann. Dies gestaltet sich jedoch im Winter anders, wenn es kalt ist und dann die beheizte warme Luft aus dem Innenraum durch die Dunstabzugshaube nach außen entweicht. Für diesen Fall bietet es sich dann an, die Dunstabzugshaube als Umlufthaube zu betreiben.

[0003] So ist beispielsweise aus der EP 2 151 632 eine Dunstabzugshaube bekannt, die beiden Zuständen gerecht wird, wobei die dort beschriebene Dunstabzugshaube über zwei Klappenelemente im Abzugsrohr verfügt, so dass bei waagerechter Lage der Klappen die Abluft mit den Wrasen durch im Kaminbereich vorgesehene Filter geleitet wird, so dass die Dunstabzugshaube als Umluftgerät betrieben werden kann. Sind die beiden im Abzugsrohr vorhandenen Klappen in die senkrechte Lage verschwenkt, so ist das Abzugsrohr frei, so dass die Abluft mit den Wrasen durch ein nach außen ragendes Abluftrohr an die Umgebung abgegeben werden kann. Für diesen Fall arbeitet dann die Dunstabzugshaube als Ablufthaube. Somit ist es aus dem Stand der Technik bekannt, mittels einer im Bereich des Abzugsrohres vorhandenen Weiche zur Umlenkung des Abluftstromes die Dunstabzugshaube als Umlufthaube oder als Ablufthaube zu betreiben.

[0004] Eine andere Ausführungsform ist beispielsweise aus der US 4,121,569 bekannt, die ebenfalls über ein Ventil verfügt, welches in der Lage ist, die unterschiedliche Abluftart an der Haube einzustellen. Auch die US 4,226,528 offenbart eine Dunstabzugshaube, die umschaltbar ist für die unterschiedlichen Betriebsarten, wobei im Abzugsrohr ein drehbares Element vorgesehen ist, welches insbesondere den Abluftstrom steuert und somit eine Umschaltbarkeit gegeben ist.

[0005] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Methoden und Einrichtungen wird es als nachteilig angesehen, dass die bekannten Ausführungsformen über Klappfunktionen verfügen, die nicht effizient den thermischen Energieverlust unterbinden, weil durch die Klappenfunktion hier die Umschaltung vorgenommen wird. Somit wird es aufgrund der im Abzugsrohr vorhandenen Wrasen- oder Fettreste unumgänglich, dass die Verschlusswirkung der Weiche nachlässt, was dazu führt, dass den Räumlichkeiten Wärmeenergie entzogen wird.

[0006] Der Erfindung stellt sich somit das Problem eine Dunstabzugshaube, die als Umlufthaube oder als Ablufthaube betreibbar ist, derart weiter zu bilden, die das Problem der effektiven Verschlusssituation im Abzugsrohr verbessert, um auf diese Weise einen Wärme- und Energieverlust von innen nach außen zu unterbinden.

[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.

[0008] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen darin, dass aufgrund eines Rohr-in-RohrSystems ein wesentlich höherer Abdichtungsgrad erreicht werden kann, da die Weiche hier als Rohrsegment, welches eng an der Innenwand des Abzugsrohres anliegt, drehbar ausgestaltet ist. Somit wird aufgrund der Drehung die Verschlusssituation bzw. die Offensituation herbeigeführt, was insbesondere hier eine Dichtigkeit der Öffnungen im geschlossenen bzw. eine hinreichende Öffnung für die Situation darstellt, wenn der Umluftbetrieb vorgenommen wird. Das Umschalten zwischen Umluft- und Abluftbetrieb der Dunstabzugshaube wird durch eine 180°-Drehung des Rohrsegmentes leicht und einfach vorgenommen. Die Umluft- und Abluftausgänge haben hierbei immer den gleichen Durchmesser. Die Weiche ist am unteren Ende unter einem Winkel von 45° abgeschrägt. Durch die Schräge wird die Umluftöffnung verschlossen und der Abluftbetrieb ermöglicht. Nach einer 180°-Drehung der Weiche öffnet sich die Umluftöffnung und die Abluftklappen werden mechanisch verriegelt. Nun ist der Abluftbetrieb möglich. In der Umluftstellung der Weiche wird die Luftströmung in zwei Bereiche geteilt. Die Drehung der Weiche kann hierbei motorisch oder manuell erfolgen. Das Umschalten kann temperaturabhängig und/oder nach Wunsch des Betreibers durchgeführt werden. Das Umschaltmodul ist in die Dunstabzugshaube integriert.

[0009] Erfindungsgemäß besteht hierbei die Weiche aus einem im Abzugsrohr drehbar gelagerten Rohrsegment, welches durch 180°-Drehung wenigstens eine in der Wand des Abzugsrohres angeordnete Öffnung für den Umluftbetrieb freigibt bzw. für den Abluftbetrieb schließt. Dabei wirken mit dem drehbar gelagerten Rohrsegment zwei in der Durchmesserachse des Abzugsrohres gelagerte Klappen derart zusammen, dass im Umluftbetrieb die Klappen den Querschnitt des Abzugsrohres verschließen, wobei das Rohrsegment die Verschlusslage der Klappen verriegelt und durch Drehung des Rohrsegmentes um 180° die Klappen für den Abluftbetrieb entriegelt. Somit wird gewährleistet, dass einerseits die quer abgehenden Öffnungen am Abzugsrohr geschlossen bzw. geöffnet werden können, weil das drehbar gelagerte Rohrsegment hier die Wandverschlüsse vornimmt. Für den Verschluss des Querschnitts des Abzugsrohres sind oberhalb des Rohrsegments Klappen vorgesehen, die wiederum mit dem Rohrsegment zusammenwirken, so dass für den Umluftbetrieb der Rohrquerschnitt des Abzugsrohres hier verschlossen wird. Das Rohrsegment weist im Bereich der in der Wand des Abzugsrohres angeordneten Öffnung eine unter einer Schräge verlaufende Schnittebene auf. Diese Schräge verläuft hierbei in vorteilhafter Weise unter einer 45°-Ebene. Somit wird deutlich, dass hierbei in Anbetracht des unter einer 45°-Ebene geschnittenen Rohres zwei Bereiche an dem Rohr vorgehalten werden, wobei der Rückbereich des Rohrsegmentes die Schließung herbeiführt, wobei der vordere abgeschrägte Bereich hier die Öffnung bewirkt.

[0010] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Rohrsegment am oberen Rand eine Führungsnut mit einem unterbrochenen Bereich auf, der von seiner Bemessung her den bereichsweise angeordneten Randansätzen an den halbkreisförmig ausgebildeten Klappen entspricht, so dass die Führungsnut entsprechend einer 180°-Drehung die Klappen verriegelt bzw. im Bereich der Unterbrechung an der Führungsnut wieder entriegelt. Somit wird sichergestellt, dass entsprechend der Verschwenkung des Rohrsegmentes jeweils um 180° hier die unterschiedlichen Lagen für die Klappen vorgegeben werden, wobei in der einen Lage eine Verriegelung und in der anderen Lage eine Freigabe der Klappen für den Abluftbetrieb bereit gestellt wird.

[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist auf der Führungsnut vorzugsweise ein Zahnkranz angeordnet, der mit einem motorisch angetriebenen Ritzel zur Verdrehung des Rohrsegmentes zusammenwirkt. Hierbei versteht es sich von selbst, dass aufgrund des Motors, der hier beispielsweise über eine haustechnische Steuerung ansteuerbar ist, wobei diese auch temperaturgesteuert mit einem Außenfühler zusammenwirken kann, sich hier der entsprechende Abluftbetrieb in der Haube von selbst einstellt, wobei dann über das Ritzel das Rohrsegment entsprechend für die Abluft bzw. die Umluft verschwenkt wird, ohne dass hier der Betreiber einer derartigen Dunstabzugshaube die klimatischen Gegebenheiten zu berücksichtigen hat.

[0012] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das Abzugsrohr im Bereich des drehbar gelagerten Rohrsystems aus zwei Halbschalensegmenten, wobei jedes Halbschalensegment in der Wand eine Öffnung aufweist. An jedem der Schalensegmente ist ein Gehäuse angeordnet, welches einen Filtereinsatz aufnehmen kann. Dabei sind die beiden Schalensegmente mit den angesetzten Gehäuse identisch ausgebildet. Nach einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Halbschalensegmente mit dem drehbaren Rohrsegment sowie den Klappen aus einem Modul, welches einen Teilbereich des Abzugsrohres bildet bzw. in ein Abzugsrohr eingesetzt werden kann. Somit kann beispielsweise in einfacher Bauart eine normale Dunstabzugshaube zu einer Dunstabzugshaube erstellt werden, die mit beiden Abluftsystemen arbeiten kann.

[0013] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung betrifft diese auch ein Modul zur Adaption für ein Abzugsrohr einer Dunstabzugshaube, die nach den aufgezeigten und beschriebenen Merkmalen ausgeführt ist.

[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
Figur 1
eine Dunstabzugshaube in der perspektivischen Darstellung, hier als wandmontierbare Dunstabzugshaube;
Figur 2
eine weitere Darstellung der Dunstabzugshaube gemäß der Figur 1, ohne das Kamingehäuse;
Figur 3
eine erste Situation des Moduls für den Umluftbetrieb der Dunstabzugshaube, wobei die oberen Klappen den Rohrquerschnitt des Abzugsrohres verschließen;
Figur 4
eine zweite Situation des Moduls für den Abluftbetrieb der Dunstabzugshaube, wobei die oberen Klappen den Rohrquerschnitt des Abzugsrohres öffnen;
Figur 5
die erste Situation gemäß der Figur 3, wobei hier aufgrund des Fehlens eines Gehäuseteils die Stellung des Rohrsegmentes in der Situation für den Umluftbetrieb dargestellt ist;
Figur 6
die zweite Situation gemäß der Figur 4, wobei hier aufgrund des Fehlens eines Gehäuseteils die Stellung des Rohrsegmentes in der Situation für den Abluftbetrieb dargestellt ist;
Figur 7
zeigt in zwei Schnittebenen, einmal in der waagerechten Schnittebene a und b und in der senkrechten Schnittebene c und d, die Situation des Umluftbetriebs am Modul;
Figur 8
zeigt ebenfalls in zwei Schnittebenen, einmal in der waagerechten Schnittebene a und b und in der senkrechten Schnittebene c und d, die Situation des Abluftbetriebs am Modul;
Figur 9
zeigt eine Detailansicht der Klappen in der entriegelten Situation; und
Figur 10
zeigt eine weitere perspektivische Darstellung des Moduls mit motorischem Antrieb.


[0015] Die Figur 1 zeigt eine wandmontierbare Dunstabzugshaube 1 für einen nicht näher dargestellten Herd oder eine Kochstelle. Die Dunstabzugshaube 1 verfügt hierbei über ein kaminartiges Gehäuse 2, an dem ein Haubengehäuse 3 angeordnet ist. Das Haubengehäuse 3 erstreckt sich hierbei über eine nicht näher dargestellte Kochfläche, um so gezielt den aufsteigenden Wrasen aufzunehmen und dann abzusaugen. In dem Haubengehäuse 3 und/oder in dem kaminartigen Gehäuse 2 ist ansaugseitig bzw. abluftseitig wenigstens ein Filter 4 zur Reinigung der Abluft von Wrasen vorgesehen. In der Figur 1 ist hier ein Gitter angedeutet, hinter dem sich der Filter 4, beispielsweise ein Aktivkohlefilter, befindet. In dem kaminartigen Gehäuse 2 ist ein Gebläse 5 angeordnet, welches den angesaugten Wrasen in ein im kaminartigen Gehäuse 2 angeordnetes Abzugsrohr 5 bläst, wie dies angedeutet ist in der Figur 2 oder 4, wo das kaminartige Gehäuse 2 von der Dunstabzugshaube 1 getrennt ist, und das innen liegende Abzugsrohr 5 zu erkennen ist. Dabei ist im Abzugsrohr 5 eine Weiche 6 zur Umlenkung des Abluftstromes, angedeutet mit dem Pfeil A, vorhanden, mit der die Dunstabzugshaube 1 als Umlufthaube oder als Ablufthaube betrieben werden kann, wie dies insbesondere in den Figuren 3, 4, 5 und 6 näher zu erkennen ist und nachfolgend beschrieben wird.

[0016] Dabei besteht die Weiche 6 aus einem im Abzugsrohr 5 drehbar gelagerten Rohrsegment 7, welches durch eine 180°-Drehung wenigstens eine in der Wand 8 des Abzugsrohres 5 angeordnete Öffnung 8 für den Umluftbetrieb freigibt bzw. für den Abluftbetrieb schließt. Diese Situation ist insbesondere in den Figuren 5 und 6 dargestellt. Dabei ist das Rohrsegment 7 hier in der Figur 5 in einer ersten Situation dargestellt, wobei in dieser Stellung das Rohrsegment 7 für den Umluftbetrieb die Wandbereiche des Abzugsrohres 5 öffnet, wobei in der Figur 6 das Rohrsegment um 180° gedreht ist, und in dieser Stellung die Öffnung 8 in der Wand des Abzugsrohres 5 verschlossen ist, so dass dadurch der Abluftbetrieb sich einstellt. Wie insbesondere aus der Zusammenschau der beiden Figuren 5 und 6 weiter zu erkennen ist, wirken mit dem drehbar gelagerten Rohrsegment 7 zwei in der Durchmesserachse des Abzugsrohres 5 gelagerte Klappen 9 und 10 derart zusammen, dass im Umluftbetrieb, Figur 5, die Klappen 9 und 10 den Querschnitt des Abzugsrohres 5 verschließen, wobei das Rohrsegment 7 die Verschlusslage der Klappen 9 und 10 verriegelt. Durch Drehung des Rohrsegmentes 7 um 180°, dargestellt in der Figur 6, sind die Klappen 9 und 10 für den Abluftbetrieb entriegelt, so dass diese senkrecht in dem Querschnitt des Abzugsrohres 5 stehen und somit den Querschnitt freigeben für den Abluftbetrieb. Dabei ist insbesondere in den Figuren 5 und 6 deutlich zu erkennen, dass das Rohrsegment 7 im Bereich der Öffnung 8 in der Wand des Abzugsrohres 5 eine unter einer Schräge 11 verlaufende Schnittebene aufweist. Dabei verläuft die Schräge 11 der Schnittebene vorzugsweise unter einem Winkel von 45°.

[0017] Gemäß den Figuren 7 a bis d und 8 a bis d wird deutlich, wie die einzelnen Betriebszustände sich in dem als Weiche 6 ausgebildeten Modul 12 darstellen. Hierbei weist das Rohrsegment 7 am oberen Rand eine Führungsnut 13 auf, welche mit einem unterbrochenen Bereich 14 ausgestattet ist. Der unterbrochene Bereich 14 entspricht von seiner Bemessung her den bereichsweise angeordneten Randansätzen 15 und 16 an den halbkreisförmig ausgebildeten Klappen 9 und 10, so dass die Führungsnut 13 entsprechend einer 180°-Drehung die Klappen 9 und 10 verriegelt bzw. im Bereich 14 der Unterbrechung an der Führungsnut 13 wieder entriegelt. Die entriegelte Situation der Klappen 9 und 10 ist hierbei zur Verdeutlichung nochmals in der Figur 9 isoliert dargestellt. Somit verstehen sich insbesondere die Figuren 7 und 8 dahingehend, dass in der Figur 7 der verriegelte Zustand der Klappen 9 und 10 dargestellt ist, wobei insbesondere auch die seitliche Öffnung 8 in der Rohrwand zu erkennen ist, wobei sich hier eine Dreiecksöffnung ergibt, um die Abluft durch die Filter 4 leiten zu können. Die andere Situation stellt sich in der Figur 8 a bis d dar, wo dargestellt ist, wie sich die Verschlusssituation, Figur 8c, des Rohrsegmentes 7 ergibt, bei hochgestellten Klappen 9 und 10, wenn das Modul 12 sich im Abluftbetrieb befindet.

[0018] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung gemäß der Figur 10 ist auf der Führungsnut 13 ein Zahnkranz 17 angeordnet, der mit einem motorisch angetriebenen Ritzel 18 zur Verdrehung des Rohrsegmentes 7 zusammenwirkt. Dabei besteht das Abzugsrohr 5 im Bereich des drehbar gelagerten Rohrsegmentes 7 aus zwei Halbschalensegmenten 19 und 20, wie dies in den Figuren 3 und 4, aber auch im zusammengefügten Zustand der Figur 10 deutlich zu erkennen ist. In den Figuren 5 und 6, ist jeweils nur ein Halbschalensegment 20 zu erkennen Dabei weist jedes Halbschalensegment 19, 20 in der Wand eine Öffnung 8 auf. An jedem der Halbschalensegmente 19 und 20 ist ein Gehäuse 21 und 22 angeordnet, welches insbesondere zur Aufnahme eines Filtersatzes 4 bestimmt ist, wie dieser in den Figuren 7 und 8 angedeutet ist. Wie insbesondere aus den Figuren 5 und 6, aber auch 3 und 4 zu erkennen ist, sind die beiden Halbschalensegmente 19 und 20 mit den angesetzten Gehäusen 21 und 22 identisch im Aufbau ausgebildet. Somit ergibt sich insbesondere für das Abzugsrohr 5 ein Rohrabschnitt, in dem insbesondere die Weiche 6 als Modul 12 funktionstüchtig eingebaut bzw. eingefasst werden kann. Somit können die Halbschalenelemente 19 und 20 mit dem drehbaren Rohrsegment 7 sowie den Klappen 10 und 11 aus einem Modul 12 hergestellt werden, wie dies insbesondere in der Figur 1 bzw. 10 besser zu erkennen ist. Das Modul 12 als solches bildet hierbei einen Teilbereich des Abzugsrohres 5 bzw. kann an ein Abzugsrohr 5 angesetzt werden.


Ansprüche

1. Dunstabzugshaube (1) für einen Herd, eine Kochstelle, umfassend ein kaminartiges Gehäuse (2) mit einem Haubengehäuse (3), welches sich über der Herdfläche erstreckt, und in dem Haubengehäuse (3) und/oder in dem kaminartigen Gehäuse (2) ansaugseitig bzw. abluftseitig wenigstens ein Filter (4) zur Reinigung der Abluft von Wrasen vorgesehen ist, und in dem kaminartigen Gehäuse (2) ein Gebläse (L) angeordnet ist, welches den angesaugten Wrasen in ein im kaminartigen Gehäuse (2) angeordnetes Abzugsrohr (5) bläst, wobei im Abzugsrohr (5) eine Weiche (6) zur Umlenkung des Abluftstromes (A) vorhanden ist, mit der die Dunstabzugshaube (1) als Umlufthaube oder als Ablufthaube betreibbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Weiche (6) aus einem im Abzugsrohr (5) drehbar gelagerten Rohrsegment (7) besteht, welches durch eine 180° Drehung wenigstens eine in der Wand des Abzugsrohres (5) angeordnete Öffnung (8) für den Umluftbetrieb freigibt bzw. für den Abluftbetrieb schließt.
 
2. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem drehbar gelagerten Rohrsegment (7) zwei in der Durchmesserachse des Abzugsrohres (5) gelagerte Klappen (9) und (10) derart zusammenwirken, dass im Umluftbetrieb die Klappen (9) und (10) den Querschnitt des Abzugsrohres (5) verschließen, wobei das Rohrsegment (7) die Verschlusslage der Klappen (9) und (10) verriegelt, und durch Drehung des Rohrsegmentes (7) um 180° die Klappen (9) und (10) für den Abluftbetrieb entriegelt.
 
3. Dunstabzugshaube nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rohrsegment (7) im Bereich der in der Wand des Abzugsrohres (5) angeordneten Öffnung (8) eine unter einer Schräge (11) verlaufende Schnittebene aufweist.
 
4. Dunstabzugshaube nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schräge (11) der Schnittebene vorzugsweise unter einem Winkel von 45° verläuft.
 
5. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rohrsegment (7) am oberen Rand eine Führungsnut (13) mit einem unterbrochenen Bereich (14) aufweist, der von seiner Bemessung her den bereichsweise angeordneten Randansätzen (15) und (16) an den halbreisförmig ausgebildeten Klappen (9) und (10) entspricht, so dass die Führungsnut (13) entsprechend einer 180°-Drehung die Klappen (9) und (10) verriegelt bzw. im Bereich (14) der Unterbrechung an der Führungsnut (13) wieder entriegelt.
 
6. Dunstabzugshaube nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Führungsnut (13) vorzugsweise ein Zahnkranz (17) angeordnet ist, der mit einem motorisch angetriebenen Ritzel (18) zur Verdrehung des Rohrsegmentes (7) zusammenwirkt.
 
7. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abzugsrohr (5) im Bereich des drehbar gelagerten Rohrsegmentes (7) aus zwei Halbschalensegmenten (19) und (20) besteht, wobei jedes Habschalensegment (19) und (20) in der Wand eine Öffnung (8) aufweist.
 
8. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an jedem der Halbschalensegmente (19) und (20) ein Gehäuse (21) und (22) angeordnet ist zur Aufnahme eines Filtereinsatzes (4).
 
9. Dunstabzugshaube nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Halbschalensegmente (19) und (20) mit den angesetzten Gehäusen (21) und (22) identisch im Aufbau sind.
 
10. Dunstabzugshaube nach den Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Habschalenelemente (19) und (20) mit dem drehbaren Rohrsegment (7), sowie den Klappen (9) und (10) aus einem Modul (12) bestehen, welches einen Teilbereich des Abzugsrohres (5) bildet bzw. an ein Abzugsrohr (5) ansetzbar ist.
 
11. Modul (12) zur Adaption für ein Abzugsrohr (5) einer Dunstabzugshaube (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente