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(11) |
EP 2 488 090 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.06.2014 Patentblatt 2014/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.09.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/064094 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/045160 (21.04.2011 Gazette 2011/16) |
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HAUSHALTSGERÄT SOWIE VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINES HAUSHALTSGERÄT
HOUSEHOLD APPLIANCE AND METHOD FOR OPERATING A HOUSEHOLD APPLIANCE
APPAREIL ÉLECTROMÉNAGER ET PROCÉDÉ PERMETTANT DE FAIRE FONCTIONNER UN APPAREIL ÉLECTROMÉNAGER
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
12.10.2009 DE 102009045595
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.08.2012 Patentblatt 2012/34 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- HERING, Reinhard
89438 Holzheim (DE)
- ROSENBAUER, Michael
86756 Reimlingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 058 382 US-A1- 2004 016 265
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US-A- 6 160 245 US-A1- 2008 127 999
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine,
wenigstens aufweisend eine Betriebsanzeige mit wenigstens einem optischen und/oder
akustischen Anzeigemittel, das wenigstens zum Anzeigen und/oder Signalisieren eines
Abschlusses eines Behandlungsvorgangs ausgebildet ist.
[0002] Bei der Bewertung von Haushaltsgeräten durch Verbraucherorganisationen spielt der
Energieverbrauch des Haushaltsgerätes, insbesondere auch dessen Jahresenergiebilanz,
eine bedeutende Rolle. Haushaltsgeräte weisen eine Betriebsanzeige mit wenigstens
optischen Anzeigemitteln, zum Beispiel LEDs, auf, mit denen während des Betriebs des
Haushaltsgeräts Betriebsparameter, etc., und nach Abschluss eines Behandlungsvorgangs
gemäß eines Programms angezeigt werden kann, dass der Behandlungsvorgang abgeschlossen
wurde. Jedoch bleibt das Haushaltsgerät nach dem Programmende so lange am Stromversorgungsnetz,
bis der Kunde aktiv eingreift und das Haushaltsgerät durch Betätigung des Hauptschalters
ausschaltet.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Haushaltsgerät, insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine,
bereitzustellen, bei dem der Energieverbrauch weiter gesenkt ist.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Haushaltsgerät ein Verzögerungsglied aufweist
mit dem Zeitdauer einstellbar ist. Hierbei wird die Anzeige von zumindest dem abgeschlossen
Behandlungsvorgang nach Ablauf der Zeitdauer deaktiviert. Dabei kann bspw. das Anzeigemittel
mindestens den abgeschlossenen Behandlungsvorgang anzeigen und/oder signalisieren
oder andere Informationen, wie z.B. die abgelaufene Programmzeit eines Reinigungsprogramms,
die Art des Reinigungsprogramms oder Störungen während des Programmablaufs. Eine Anzeige
eines abgelaufenen Behandlungsvorgangs kann z.B. durch Anzeige eines entsprechenden
Symbols oder einer abgelaufenen Programmlaufzeit erfolgen. Der Erfindung liegt die
Erkenntnis zugrunde, dass in einer Jahresenergiebilanz der aufgrund des elektrischen
Betriebs der optischen Anzeigemittel verursachte Energieverbrauch des Haushaltsgerätes
merklich einfließt. Untersuchungen haben ergeben, dass die Zeitdauer zwischen dem
Abschluss des eigentlichen Behandlungsvorgangs und einem darauffolgenden Behandlungsvorgang
im Bereich von Stunden oder Tagen liegen kann. Für den Fall, dass nach dem Ende des
Behandlungsvorgangs der Hauptschalter nicht ausgeschaltet wird, bleiben daher im Stand
der Technik insbesondere die optischen Anzeigemittel, die das Programmende anzeigen,
bis zum folgenden Behandlungsvorgang aktiviert. Dadurch kann in der Jahresenergiebilanz
der Energieverbrauch des Haushaltsgeräts merklich erhöht sein. Mittels der Erfindung
können die optischen Anzeigemittel unabhängig von zum Beispiel einer benutzerseitigen
Betätigung eines Hauptschalters selbsttätig ausgeschaltet werden. Eine solche Deaktivierung
der Anzeigemittel kann erfolgen, wenn deren Betrieb etwa von einer Steuereinrichtung
als nicht erforderlich eingestuft wird. Vor diesem Hintergrund kann erfindungsgemäß
der Energieverbrauch des Geräts nach erfolgtem Behandlungsvorgang weitgehend reduziert
werden, so dass der Gesamtenergieverbrauch des Haushaltsgerätes entsprechend reduziert
ist.
[0006] Vorzugsweise ist der Steuerung ist außerdem ein Verzögerungsglied zugeordnet, mit
dem eine Zeitdauer einstellbar ist, nach der die Steuerung auf das Ausschaltsignal
die Anzeigemittel zeitverzögert deaktiviert. Das Verzögerungsglied kann technisch
beispielsweise als ein in einer Steuerungseinrichtung integrierter Mikroprozessor
realisiert sein. Mit Hilfe des Verzögerungsglieds kann die Betriebsdauer der optischen
Anzeigemittel nach Generierung des Ausschaltsignals variabel eingestellt werden.
[0007] Bevorzugt ist es, wenn das Verzögerungsglied mit einem Eingabemittel in Signalverbindung
ist, mit dem benutzerseitig die Zeitdauer bis zur Deaktivierung der optischen Anzeigemittel
eingestellt werden kann. Der Benutzer kann somit das Betriebsverhalten des Haushaltsgeräts
selbst beeinflussen. Das Eingabemittel zur Einstellung der Zeitverzögerung kann unmittelbar
in der Bedienblende des Haushaltsgerätes vorgesehen sein.
[0008] Die Einstellung der Zeitdauer durch das Eingabemittel kann kontinuierlich oder stufenartig
erfolgen. Die Zeitdauer kann beispielhaft in einem Bereich zwischen 0 und 60 min.
eingestellt werden.
[0009] Um die benutzerseitige Wahlmöglichkeit bei der Einstellung des Eingabemittels des
Verzögerungsglieds zu erweitern, kann mit dem Eingabemittel ein Einstellwert einstellbar
sein, bei dem keine Deaktivierung der optischen Anzeigemittel erfolgt. In diesem Fall
ist daher die einstellbare Zeitdauer auf "unendlich" eingestellt. Das Eingabemittel
kann außerdem bevorzugt auf einen weiteren Einstellwert eingestellt werden, bei dem
die Zeitdauer auf "0" gestellt ist. In diesem Fall werden unmittelbar nach Generierung
des Ausschaltsignals ohne weitere Zeitverzögerung die optischen Anzeigemittel deaktiviert.
[0010] Das Ausschaltsignal zur Deaktivierung der optischen Anzeigemittel kann unmittelbar
in Anschluss auf einen abgeschlossenen Behandlungsvorgang des Haushaltsgerätes erzeugt
werden. Bevorzugt wird das Ausschaltsignal automatisch durch eine Steuereinrichtung
erzeugt, mit der während eines Behandlungsvorganges Gerätekomponenten, wie etwa die
Anzeigemittel oder Umwälz-/Laugenpumpen, angesteuert werden können.
[0011] Von der erfindungsgemäßen Steuerung kann bevorzugt eine optische Betriebsanzeige
des Haushaltsgerätes deaktiviert werden, die selbst im Standby-Betrieb einen erhöhten
Energieverbrauch aufweist. Alternativ dazu kann das gesamte Haushaltsgerät von der
Steuerung selbsttätig deaktiviert werden.
[0012] Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Einschalter und ein Ausschalter parallel
geschaltet angeordnet sind. Das Stromversorgungsnetz kann z.B. an einem Mikroschalter
ausgebildeten Einschalter und am parallel dazu geschalteten Schaltglied anliegen.
Bei außer Betrieb gesetztem Haushaltsgerät sind sowohl der Einschalter als auch das
Schaltglied geöffnet. Durch Druckbetätigung des Mikroschalters kann das deaktivierte,
das heißt geöffnete Schaltglied der Selbsthaltekontaktschaltung überbrückt werden,
wodurch die Steuereinrichtung mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt wird. Der Spannungsimpuls
wird über die Steuereinrichtung zur Selbsthaltekontaktschaltung geleitet, wodurch
die Selbsthaltekontaktschaltung das Schaltglied schließt. Auf diese Weise fließt Strom
vom Netz über das nunmehr geschlossene Schaltglied zur Selbsthaltekontaktschaltung,
so dass das Schaltglied stabil geschlossen bleibt, während der Einschalter wieder
geöffnet ist. Sobald die Steuereinrichtung das Ausschaltsignal zur Selbsthaltekontaktschaltung
leitet, öffnet diese das Schaltglied, wodurch die Stromversorgung in das Haushaltsgerät
unterbrochen ist.
[0013] Dabei ist vorzugweise vorgesehen, dass an dem Einschalter und dem Ausschalter eine
gleich hohe elektrische Spannung anliegt. Dies erlaubt einen besonders einfachen Aufbau.
[0014] Dabei ist vorzugweise vorgesehen, dass der Einschalter und der Ausschalter einen
Einund/oder Ausschaltimpuls übertragend mit der Steuereinrichtung verbunden sind.
Es ist ferner vorzugweise vorgesehen, dass Netzteil mit dem Einschalter und dem Ausschalter
eine Reihenschaltung bildend angeordnet ist. Außerdem ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die Steuereinrichtung mit dem Netzteil mit elektrischer Energie versorgbar verbunden
ist. Es ist ferner vorzugsweise vorgesehen, dass die Betriebsanzeige mit dem Netzteil
mit elektrischer Energie versorgbar verbunden ist. Schließlich ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die Selbsthaltekontaktschaltung einer von der Steuereinrichtung ansteuerbaren
Steuerung zugeordnet ist.
[0015] Die Selbsthaltekontaktschaltung kann bevorzugt ein bistabiles Relais aufweisen, mit
dem ein als Schaltglied wirkender Relaiskontakt schaltbar ist. Ein solches bistabiles
Relais ist vor allem durch die Eigenschaft gekennzeichnet, dass es im stromlosen Zustand
zwei verschiedene stabile Schaltzustände einnehmen kann. Ein Relaiskontakt des bistabilen
Relais kann als das Schaltglied in der Hauptversorgungsleitung des Haushaltsgerätes
geschaltet sein. Sofern das bistabile Relais mit dem Ausschaltsignal beaufschlagt
wird, schaltet es den Relaiskontakt von einem stabilen stromlosen Offen-Zustand in
einen stabilen stromlosen Geschlossen-Zustand oder umgekehrt, wodurch das Haushaltsgerät
vollständig vom Netz entkoppelt oder damit verbunden ist. Anstelle eines Relais kann
auch ein Flipflop, insbesondere ein RS-Flipflop, Verwendung finden.
[0016] Schließlich ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Selbsthaltekontaktschaltung derart
mit dem Ausschalter verbunden ist, dass der Ausschalter in einen geöffneten Zustand
bringbar ist, so dass auf einfachem Wege eine Trennung von der Versorgungsspannung
möglich ist.
[0017] Ferner wird die Aufgabe der Erfindung gelöst durch ein Verfahren gemäß dem Patentanspruch
8. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0018] Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren
beschrieben.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Perspektivdarstellung eine Haushalts-Geschirrspülmaschine;
und
- Fig. 2
- eine Schaltungsanordnung der Haushalts-Geschirrspülmaschine.
[0020] In der Fig. 1 ist als Ausführungsbeispiel für ein Haushaltsgerät eine Haushalts-Geschirrspülmaschine
mit einer frontseitigen Gerätetür GT gezeigt, die in bekannter Weise um eine bodenseitige
horizontale Schwenkachse schwenkbar ist und mit der eine Beschickungsöffnung des Spülraumes
BR zum Be- und/oder Entladen geöffnet oder geschlossen werden kann. Die Beschickungsöffnung
ist oben durch eine Bedienblende B begrenzt, die einen Mikrotaster ES sowie lediglich
angedeutete optische Anzeigemittel AZ einer Betriebsanzeige BA trägt. Zusätzlich sind
Eingabemittel E vorgesehen, mit denen Betriebsparameter für einen Spülgang der Haushalts-Geschirrspülmaschine
eingebbar sind sowie ein Eingabemittel EM, mit dem ein später anhand der Fig. 2 beschriebenes
Verzögerungsglied VG einstellbar ist.
[0021] Der in der Fig. 1 im linken Bereich der Bedienblende B vorgesehene Mikroschalter
ES ist hier beispielhaft als Tastschalter ausgebildet. Bei einer Druckbetätigung des
Mikroschalters ES kann die Haushalts-Geschirrspülmaschine in Betriebsbereitschaft
geschaltet werden, während bei einer darauffolgenden Druckbetätigung die Haushalts-Geschirrspülmaschine
vom Stromversorgungsnetz entkoppelt ist.
[0022] In der Fig. 2 ist eine Schaltungsanordnung dargestellt, in der unter anderem der
Mikroschalter ES sowie die Betriebsanzeige BA integriert sind. In der gezeigten Schaltungsanordnung
ist die Haushalts-Geschirrspülmaschine über eine Hauptversorgungsleitung H am Stromversorgungsnetz
angeschlossen. In der Hauptversorgungsleitung H ist ein später beschriebenes Schaltglied
AS sowie ein Netzteil NT in Reihe geschaltet.
[0023] Das Netzteil NT wandelt die Netzspannung von bspw. 230 V in eine Niederspannung von
12 V um. Die Niederspannung 12V wird mittels eines in Reihe nach dem Netzteil NT geschalteten
Reglers RG in eine Niederspannung von 5 V umgewandelt, mit der eine Steuereinrichtung
SE versorgt wird. Das Netzteil NT versorgt außerdem über zusätzliche Ausgänge weitere
Gerätekomponenten und auch die Betriebsanzeige BA der Haushalts-Geschirrspülmaschine
mit Niederspannung.
[0024] Die Steuereinrichtung SE ist in einem nicht näher dargestellten Steuermodul integriert
und steuert während der Ausführung eines Spülprogramms über eine erste Signalleitung
SL1 die optischen Anzeigemittel AZ der Betriebsanzeige BA sowie weitere Gerätekomponente,
etwa die Laugenpumpe oder die Umwälzpumpe, mittels Steuersignalen S
E an.
[0025] Wie aus der Fig. 2 weiter hervorgeht, ist die Steuereinrichtung SE über eine zweite
Signalleitung SL2 mit einem bistabilen Relais RE einer Selbsthaltekontaktschaltung
SKS verbunden. Dem bistabilen Relais RE ist als Relaiskontakt das bereits erwähnte
Schaltglied AS zugeordnet, das anstelle eines mechanischen Hauptschalters in der Hauptversorgungsleitung
H geschaltet ist und als solches eine Hauptschalterfunktion übernimmt, mit der die
Haushalts-Geschirrspülmaschine vom Stromversorgungsnetz entkoppelt oder damit verbunden
werden kann. In der zweiten Signalleitung SL2 ist ein Verzögerungsglied VG geschaltet.
Mittels des Verzögerungsglieds VG kann ein später beschriebenes Ausschaltsignal S
aus, das von der Steuereinrichtung SE generiert wird, zeitverzögert zum Relais RE weitergeleitet
werden.
[0026] Das Verzögerungsglied VG ist gemäß der Fig. 2 mit dem von der Bedienblende B getragenen
Eingabemittel EM ansteuerbar. Mit dem Eingabemittel EM kann eine Zeitdauer Δt eingestellt
werden, nach deren Ablauf das Ausschaltsignal S
aus zum Relais RE weitergeleitet wird.
[0027] In Abhängigkeit davon, welche Zeitdauer Δt vom Eingabemittel EM eingestellt ist,
wird das in der Steuereinrichtung SE erzeugte Ausschaltsignal S
aus vom Verzögerungsglied VG zeitverzögert an das Relais RE weitergeleitet. Durch Einstellung
dieser Zeitdauer Δt kann der Benutzer selbst bestimmen, wie lange nach dem Programmende
die optischen Anzeigemittel AZ aktiviert bleiben sollen.
[0028] Erfolgt eine Einstellung der Zeitdauer Δt auf 0, so wird das Ausschaltsignal S
aus unverzüglich zum Relais RE geleitet. In diesem Fall verzichtet daher der Benutzer
gänzlich auf eine optische Programmende-Anzeige nach Ablauf des Spülgangs. Erfolgt
demgegenüber eine Einstellung der Zeitdauer Δt auf "unendlich", so bleibt das Relais
RE und damit auch die optischen Anzeigemittel AZ nach dem Programmende des Spülgangs
dauerhaft aktiviert. In diesem Fall verzichtet der Benutzer auf eine selbsttätige
Abschaltung der Haushalts-Geschirrspülmaschine nach Ablauf des Spülgangs.
[0029] Bei außer Betrieb gesetzter Haushalts-Geschirrspülmaschine ist sowohl der Mikroschalter
ES als auch das Schaltglied AS geöffnet. Die Inbetriebnahme der ausgeschalteten Haushalts-Geschirrspülmaschine
erfolgt mittels einer Druckbetätigung des Mikroschalters ES, bei der das anfänglich
noch geöffnete Schaltglied AS überbrückt wird. Durch die Druckbetätigung des Mikroschalters
ES wird ein Spannungsimpuls bereitgestellt, der über das Netzteil NT und über den
Regler RG zur Steuereinrichtung SE geleitet wird.
[0030] Die Steuereinrichtung SE leitet daraufhin ein Einschaltsignal S
ein über eine dritte Signalleitung SL3 weiter an das bistabile Relais RE, worauf dessen
Relaisspule anzieht und das Schaltglied AS vom stromlos stabilen Offen-Zustand in
einen stromlos stabilen Geschlossen-Zustand verbracht wird. Auf diese Weise ist der
nach der Druckbetätigung wieder offene Mikroschalter ES vom nunmehr geschlossenen
Schaltglied AS überbrückt, wodurch am Netzteil NT die Netzspannung anliegt.
[0031] Die Haushalts-Geschirrspülmaschine ist somit betriebsbereit geschaltet, so dass nachfolgend
mittels der Eingabemittel E ein Spülprogramm gestartet werden kann. Nach dem Ende
des Spülprogramms schaltet die Steuereinrichtung SE die Gerätekomponenten, etwa Laugen-
oder Umwälzpumpe, aus.
[0032] Unmittelbar nach Ablauf des Spülprogramms erzeugt die Steuereinrichtung SE außerdem
einen weiteren Spannungsimpuls, der als Ausschaltsignal S
aus über die zweite Signalleitung SL2 das bistabile Relais RE ansteuert. Daraufhin schaltet
das Relais RE das Schaltglied AS von der Geschlossen-Stellung in die Offen-Stellung,
wodurch die Haushalts-Geschirrspülmaschine vollständig vom Stromversorgungsnetz getrennt
ist.
[0033] Das Schaltglied AS des Relais RE wirkt somit als ein Hauptschalter, der selbsttätig
nach Beendigung des Spülgangs das Netzteil NT der Haushalts-Geschirrspülmaschine vom
Stromversorgungsnetz trennt. Auf diese Weise ist erreicht, dass nach dem Programmende
insbesondere auch eine Stromversorgung über das Netzteil NT zu dem optischen Anzeigemittel
AZ der Betriebsanzeige BA unterbrochen ist.
[0034] Wie aus der Fig. 2 weiter hervorgeht, ist der Mikroschalter ES über eine Eingangsleitung
EL direkt mit der Steuereinrichtung SE in Signalverbindung. Der bei einer manuellen
Druckbetätigung des Mikroschalters ES bereitgestellte Spannungsimpuls wird daher auch
unmittelbar bis zur Steuereinrichtung SE geleitet, die den Impuls erfasst und auswertet.
[0035] Bei Erfassung eines solchen Spannungsimpulses prüft die Steuereinrichtung SE, ob
bei der Druckbetätigung des Mikroschalters ES das Netzteil NT bereits aktiviert ist.
Bei noch nicht aktiviertem Netzteil NT erkennt die Steuereinrichtung SE eine Einschaltbetätigung
des Benutzers und steuert, wie oben beschrieben, mit dem Einschaltsignal S
ein das Relais RE an. Bei bereits aktiviertem Netzteil NT erkennt die Steuereinrichtung
SE in der Mikroschalter-Druckbetätigung eine Ausschaltbetätigung des Benutzers, so
dass die Steuereinrichtung SE ein entsprechendes Ausschaltsignal S
aus zum Relais RE leitet. In diesem Fall wird die Haushalts-Geschirrspülmaschine außer
Betrieb gesetzt. Ein gegebenenfalls gerade laufendes Spülprogramm wird somit unterbrochen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0036]
- ES
- Mikroschalter
- AS
- Schaltglied
- H
- Hauptversorgungsleitung
- B
- Bedienblende
- AZ
- Anzeigemittel
- BA
- Betriebsanzeige
- EL
- Eingangsleitung
- RG
- Regler
- SE
- Steuereinrichtung
- RE
- bistabiles Relais
- SKS
- Selbsthaltekontaktschaltung
- ST
- Steuerung
- HG
- Haushaltsgerät
- SL1, SL2, SL3
- Signalleitungen
- VG
- Verzögerungsglied
- BR
- Behandlungsraum
- Δt
- Verzögerungszeitdauer
1. Haushaltsgerät (HG), insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, wenigstens aufweisend
eine Betriebsanzeige (BA) mit wenigstens einem optischen und/oder akustischen Anzeigemittel
(AZ), das wenigstens zum Anzeigen und/oder Signalisieren eines Abschlusses eines Behandlungsvorgangs
ausgebildet ist, wobei das mit oder nach Abschluss des Behandlungsvorgangs das wenigstens
den Abschluss des Behandlungsvorgang anzeigende und/oder signalisierende Anzeigemittel
(AZ) für eine vorbestimmte Zeitdauer (Δt) aktiviert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltsgerät (HG) ein Verzögerungsglied (VG) aufweist, mit dem die Zeitdauer
(Δt) einstellbar ist.
2. Haushaltsgerät (HG) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verzögerungsglied (VG) mit einem Eingabemittel (EM) in Signalverbindung ist,
mit dem benutzerseitig die Zeitdauer (Δt) einstellbar ist.
3. Haushaltsgerät (HG) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingabemittel (EM) auf einen Einstellwert einstellbar ist, bei dem eine Deaktivierung
der Anzeigemittel (AZ) unterbleibt.
4. Haushaltsgerät (HG) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingabemittel (EM) auf einen weiteren Einstellwert einstellbar ist, bei dem die
Zeitdauer (Δt) auf 0 eingestellt ist.
5. Haushaltsgerät (HG) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung des Haushaltsgeräts (HG) ein Ausschaltsignal (Saus) auf einen abgeschlossenen Behandlungsvorgang hin erzeugt zum zeitverzögerten Deaktivieren
des Anzeigemittels (AZ).
6. Haushaltsgerät (HG) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsanzeige (BA) oder das Haushaltsgerät (HG) von der Steuerung (ST) deaktivierbar
ist.
7. Verfahren zum Betreiben eines Haushaltsgerät (HG), insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine,
während dem wenigstens ein Abschluss eines Behandlungsvorgang mit einer Betriebsanzeige
(BA) mit wenigstens einem optischen und/oder akustischen Anzeigemittel (AZ) angezeigt
und/oder signalisiert wird, wobei das nach Abschluss des Behandlungsvorgangs das wenigstens
den Abschluss des Behandlungsvorgang anzeigende und/oder signalisierende Anzeigemittel
(AZ) für eine vorbestimmte Zeitdauer (Δt) aktiviert bleibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitdauer (Δt) mittels eines Verzögerungsglieds (VG) des Haushaltsgeräts (HG) einstellbar
ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verzögerungsglied (VG) mit einem Eingabemittel (EM) in Signalverbindung ist,
mit dem benutzerseitig die Zeitdauer (Δt) einstellbar ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingabemittel (EM) auf einen Einstellwert einstellbar ist, bei dem die Anzeigemittel
(AZ) aktiviert bleiben.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingabemittel (EM) auf einen weiteren Einstellwert einstellbar ist, mit dem die
Zeitdauer (Δt) auf 0 eingestellt wird.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung des Haushaltsgeräts (HG) ein Ausschaltsignal (Saus) auf einen abgeschlossenen Behandlungsvorgang hin erzeugt zum zeitverzögerten Desaktivieren
des Anzeigemittels (AZ).
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsanzeige (BA) oder das Haushaltsgerät (HG) von der Steuerung (ST) deaktiviert
werden.
1. Household appliance (HG), in particular a household dishwasher, at least having an
operating display (BA) with at least one visual and/or acoustic display means (AZ),
which is configured at least to display and/or signal completion of a treatment cycle,
wherein the display means (AZ) displaying and/or signalling at least completion of
the treatment cycle is activated for a predefined time period (Δt) on or after completion
of the treatment cycle, characterised in that the household appliance (HG) has a delay element (VG) which can be used to set the
time period (Δt).
2. Household appliance (HG) according to claim 1, characterised in that the delay element (VG) is connected for signal transmission purposes to an input
means (EM), which can be used by a user to set the time period (Δt).
3. Household appliance (HG) according to claim 2, characterised in that the input means (EM) can be set to a setting value, at which deactivation of the
display means (AZ) is prevented.
4. Household appliance (HG) according to claim 2 or 3, characterised in that the input means (EM) can be set to a further setting value, at which the time period
(Δt) is set to 0.
5. Household appliance (HG) according to at least one of claims 1 to 4, characterised in that a controller of the household appliance (HG) generates a deactivation signal (Soff) in response to completion of a treatment cycle to deactivate the display means (AZ)
with a time delay.
6. Household appliance (HG) according to claim 5, characterised in that the controller (ST) can deactivate the operating display (BA) or the household appliance
(HG).
7. Method for operating a household appliance (HG), in particular a household dishwasher,
during which at least completion of a treatment cycle is displayed and/or signalled
using an operating display (BA) with at least one visual and/or acoustic display means
(AZ), wherein the display means (AZ) displaying and/or signalling at least completion
of the treatment cycle remains activated for a predefined time period (Δt) after completion
of the treatment cycle, characterised in that the time period (Δt) can be set by means of a delay element (VG) of the household
appliance (HG).
8. Method according to claim 7, characterised in that the delay element (VG) is connected for signal transmission purposes to an input
means (EM), which can be used by a user to set the time period (Δt).
9. Method according to claim 8, characterised in that the input means (EM) can be set to a setting value, at which the display means (AZ)
remain activated.
10. Method according to claim 8 or 9, characterised in that the input means (EM) can be set to a further setting value, at which the time period
(Δt) is set to 0.
11. Method according to at least one of claims 7 to 10, characterised in that a controller of the household appliance (HG) generates a deactivation signal (Soff) in response to completion of a treatment cycle to deactivate the display means (AZ)
with a time delay.
12. Method according to claim 11, characterised in that the controller (ST) deactivates the operating display (BA) or the household appliance
(HG).
1. Appareil ménager (HG), en particulier lave-vaisselle ménager, présentant au moins
un indicateur de fonctionnement (BA) avec au moins un moyen d'affichage (AZ) optique
et/ou acoustique, exécuté au moins afin d'indiquer et/ou de signaler la fin d'un processus
de traitement, dans lequel le moyen d'affichage (AZ) affichant et/ou signalant au
moins la fin du processus de traitement à la fin du processus de traitement ou après
celle-ci est activé pendant une durée (Δt) préalablement définie, caractérisé en ce que l'appareil ménager (HG) présente un temporisateur (VG) permettant de régler la durée
(Δt).
2. Appareil ménager (HG) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le temporisateur (VG) est en liaison de signalisation avec un moyen de saisie (EM)
permettant à l'utilisateur de régler la durée (Δt).
3. Appareil ménager (HG) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le moyen de saisie (EM) peut être réglé à une valeur de consigne à laquelle une désactivation
des moyens d'affichage (AZ) n'intervient pas.
4. Appareil ménager (HG) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le moyen de saisie (EM) peut être réglé à une valeur de consigne supplémentaire à
laquelle la durée (Δt) est réglée sur 0.
5. Appareil ménager (HG) selon au moins une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une commande de l'appareil ménager (HG) génère un signal de coupure (Saus) suite à la fin d'un processus de traitement pour la désactivation temporisée du
moyen d'affichage (AZ).
6. Appareil ménager (HG) selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'indicateur de fonctionnement (BA) ou l'appareil ménager (HG) peut être désactivé
par la commande (ST).
7. Procédé d'exploitation d'un appareil ménager (HG), en particulier d'un lave-vaisselle
ménager, durant lequel au moins une fin d'un processus de traitement est indiquée
et/ou signalée au moyen d'un indicateur de fonctionnement (BA) avec au moins un moyen
d'affichage (AZ) optique et/ou acoustique, dans lequel le moyen d'affichage (AZ) affichant
et/ou signalant au moins la fin du processus de traitement demeure activé pendant
une durée (Δt) déterminée au préalable après la fin du processus de traitement, caractérisé en ce que la durée (Δt) se règle au moyen d'un temporisateur (VG) de l'appareil ménager (HG).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le temporisateur (VG) est en liaison de signalisation avec un moyen de saisie (EM)
permettant à l'utilisateur de régler la durée (Δt).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le moyen de saisie (EM) peut être réglé à une valeur de consigne à laquelle les moyens
d'affichage (AZ) demeurent activés.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le moyen de saisie (EM) peut être réglé à une valeur de consigne supplémentaire à
laquelle la durée (Δt) est réglée sur 0.
11. Procédé selon au moins une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce qu'une commande de l'appareil ménager (HG) génère un signal de coupure (Saus) suite à la fin d'un processus de traitement pour la désactivation temporisée du
moyen d'affichage (AZ).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'indicateur de fonctionnement (BA) ou l'appareil ménager (HG) peut être désactivé
par la commande (ST).


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