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(11) |
EP 2 488 698 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.03.2015 Patentblatt 2015/11 |
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Anmeldetag: 12.10.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/006208 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/045018 (21.04.2011 Gazette 2011/16) |
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SPANNBETONSCHWELLE SOWIE VERFAHREN ZUM TRANSPORT UND EINBAU EINER WEICHE MIT SPANNBETONSCHWELLEN
PRESTRESSED CONCRETE SLEEPER AND METHOD FOR TRANSPORTING AND INSTALLING A SWITCH HAVING
PRESTRESSED CONCRETE SLEEPERS
TRAVERSE EN BÉTON PRÉCONTRAINT AINSI QUE PROCÉDÉ DE TRANSPORT ET DE MONTAGE D'UN AIGUILLAGE
AVEC DES TRAVERSES EN BÉTON PRÉCONTRAINT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Priorität: |
14.10.2009 DE 102009049411
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.08.2012 Patentblatt 2012/34 |
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Patentinhaber: |
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- DB Netz AG
60468 Frankfurt am Main (DE)
- RAIL.ONE GmbH
92318 Neumarkt (DE)
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Erfinder: |
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- SCHIMPFF, Frithjof
65193 Wiesbaden (DE)
- MÜLLER, Hans-Dieter
44892 Bochum (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zinken-Sommer, Rainer |
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Deutsche Bahn AG
Patentabteilung
Völckerstraße 5 D-80939 München D-80939 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 026 321 DE-A1- 19 948 003
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WO-A1-2005/100691 JP-A- 2008 031 653
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannbetonschwelle, mit wenigstens zwei Schwellenabschnitten,
die mittels einer in den Schwellenköpfen eingebetteten Verbindungsvorrichtung biegesteif
koppelbar oder gekoppelt sind.
[0002] In der Vergangenheit wurden Weichen am vorgesehenen Einbauort aus separat angelieferten
Betonschwellen, Schienen und Weichengestängen montiert. Da Weichen wegen der geforderten
hohen Genauigkeit im Herstellerwerk zur Kontrolle komplett vormontiert werden, ist
diese Vorgehensweise besonders arbeitsaufwendig. Es wurde daher bereits vorgeschlagen,
vormontierte Weichen im vormontierten Zustand zur Baustelle zu transportieren und
einzubauen. Allerdings überschreiten derartige Weichen die Größe der zur Verfügung
stehenden Waggons, so dass man dazu übergegangen ist, vormontierte Weichen zu teilen,
um sie transportieren zu können. Am Einbauort erfolgt anschließend der Zusammenbau
und Einbau der Weiche.
[0003] Aus der
EP 1 026 321 A1 ist eine stählerne Verbindungsvorrichtung für Eisenbahnschwellen bekannt, mit der
vorgefertigte Spannbeton-Schwellenteile nachträglich biege-, zug- und schubfest zu
Schwelleneinheiten verbindbar sind, so dass die Weiche bei der Montage eben und planmäßig
einbaubar ist. Im Bereich der Schwellenköpfe der einzelnen Schwellenabschnitte einer
Spannbetonschwelle sind stählerne Verbindungsvorrichtungen eingebettet, die an der
Stirnseite der Schwellenabschnitte herausstehen und in Stegen münden, die mittels
Schraubverbindungen verschraubbar sind.
[0004] Eine alternative biegesteife Verbindungsvorrichtung für Betonschwellen ist aus der
EP 1 908 880 A1 bekannt. Dort wird vorgeschlagen, beidseits der Stoßfuge stählerne Kopfplatten gegen
die Stirnflächen des Betons zu verspannen und über Stahlklemmen zu verbinden. Derartige
Verbindungsvorrichtungen weisen allerdings den Nachteil auf, dass sie verhältnismäßig
kompliziert und dadurch kostenintensiv sind, so dass es fraglich ist, ob deren Einsatz
wirtschaftlich ist.
[0005] Darüber hinaus wurde bei Versuchen festgestellt, dass der Kopplungsbereich zwischen
zwei Schwellenabschnitten, in dem sich die eingebetteten Verbindungsvorrichtungen
befinden, eine potentielle Schwachstelle ist. Dies wird darauf zurückgeführt, dass
die Vorspannung, die durch vorgespannte Spanndrähte erzeugt wird, ausgehend von den
Schwellenköpfen lediglich allmählich aufgebaut wird. Die Vorspannkraft ist somit in
der Nähe eines Schwellenkopfes gering und erreicht erst in einiger Entfernung von
der Verbindungsvorrichtung das geforderte Niveau.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spannbetonschwelle anzugeben,
die in der Lage ist, die auftretenden Lasten auch im Bereich der Kopplung zweier Schwellenabschnitte
sicher aufzunehmen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Spannbetonschwelle der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Schwellenabschnitte jeweils in dem an die
Verbindungsvorrichtung angrenzenden Bereich aus einem Beton bestehen, der eine höhere
Festigkeit als der Beton in dem übrigen Bereich aufweist.
[0008] Anders als bei herkömmlichen Spannbetonschwellen liegt der Erfindung die Erkenntnis
zugrunde, dass die erforderlichen besseren mechanischen Eigenschaften der Spannbetonschwelle
auch durch die Wahl eines Betons mit verbesserten Eigenschaften erzielt werden können,
im Gegensatz beispielsweise zur Verwendung weiterer Betonstähle oder dergleichen.
Die Erfindung sieht hingegen vor, dass in diesem Bereich ein Beton mit höherer Festigkeit
verwendet wird, der die unzureichende Vorspannung kompensiert. Der Einsatz des Betons
mit höherer Festigkeit wird dabei auf den an die Verbindungsvorrichtung angrenzenden
Bereich begrenzt, im Anschluss daran kann ein herkömmlicher Beton verwendet werden.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle wird es besonders bevorzugt, dass der
die höhere Festigkeit aufweisende Beton hochfester oder ultrahochfester Beton (UHPC/UHFB)
ist. Derartige Betone weisen nicht nur hohe Druckfestigkeiten, sondern auch hohe Zugfestigkeiten
auf, so dass ultrahochfester Beton im vorliegenden Fall besonders gut geeignet ist,
um die fehlende Vorspannung auszugleichen. Der bei der erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle
verwendete ultrahochfeste Beton kann eine Zugfestigkeit von wenigstens 10 MPa, vorzugsweise
wenigstens 20 MPa, aufweisen.
[0010] Eine weitere Steigerung der Zugfestigkeit kann erzielt werden, wenn der hochfeste
oder ultrahochfeste Beton bei der erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle Fasern aufweist.
Als Fasern kommen insbesondere Stahlfasern, Kunststofffasern, Glasfasern oder Kohlenstofffasern
in betracht. Die verschiedenen erwähnten Fasern können auch in unterschiedlichen Zusammensetzungen
in Kombination miteinander eingesetzt werden.
[0011] Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass der die höhere Festigkeit aufweisende
Beton der erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle Polymerbeton ist. Polymerbeton, der
auch als kunstharzgebundener Beton bezeichnet wird, weist ebenfalls eine hohe Zugfestigkeit
im Vergleich zu normalem Beton auf, so dass bei der Verwendung von Polymerbeton die
auftretenden Lasten im Bereich einer Verbindungsvorrichtung der Spannbetonschwelle
aufgenommen werden können, obwohl die Vorspannung in diesem Bereich unterhalb des
Sollwerts liegt.
[0012] Eine weitere Verstärkung kann bei der erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle erhalten
werden, indem in den Schwellenköpfen jeweils wenigstens ein Bügel aus Betonstahl angeordnet
ist. Durch diesen Bügel können die ertragbaren Kräfte und Momente weiter erhöht werden,
so dass auch in dem kritischen Kopplungsbereich zwischen zwei Schwellenabschnitten
die benötigten Tragefähigkeiten erreicht werden.
[0013] Die erfindungsgemäße Spannbetonschwelle eignet sich insbesondere als Weichenschwelle,
da der Transport vormontierter Weichen vereinfacht werden kann, indem die Weichen
hoch- oder umgeklappt werden. Die Verbindungsvorrichtung der Spannbetonschwelle ist
daher vorzugsweise als Schraubverbindung ausgebildet, so dass die Schrauben zum Hoch-
oder Umklappen gelöst beziehungsweise entfernt werden können. Nach dem Lösen der Verschraubung
wirkt die gelockerte Schraubverbindung als Gelenk, wodurch das Umklappen ermöglicht
wird.
[0014] Im Rahmen der Erfindung kann es auch vorgesehen sein, dass im Bereich der Verbindungsvorrichtung
ein demontierbares Transportgelenk angebracht wird oder ist, um die Schwellenabschnitte
umzuklappen. Nach dem Umklappen um etwa 180° kann die Spannbetonschwelle mit einem
herkömmlichen Güterwagen an den vorgesehenen Einbauort transportiert werden.
[0015] Daneben betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Transport und Einbau einer Weiche
mit Spannbetonschwellen der geschilderten Art.
[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sind die folgenden Schritte vorgesehen: Vormontage
der Spannbetonschwellen mit Schienen zu einer Weiche, Lösen eines Teils der Schrauben
in der Verbindungsvorrichtung, Umklappen des beweglichen Teils der Weiche, Verladen
und Transport der Weiche an den Einbauort, Umklappen des beweglichen Teils der Weiche
zurück in die Ausgangslage, Montieren und Festziehen der Schrauben und Montage der
Schienen.
[0017] Vorzugsweise werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren alle Schrauben der Verbindungsvorrichtung
entfernt und es wird ein demontierbares Tränsportgelenk angebracht, um die Schwellenabschnitte
umzuklappen.
[0018] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen sind schematische
Darstellungen und zeigen:
- Fig. 1
- einen vergrößerten Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle im Bereich
der Kopplung zweier Schwellenabschnitte in einer Draufsicht;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Spannbetonschwelle entlang der Linie II
- II geschnitten;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die in Fig. 2 gezeigte Spannbetonschwelle entlang der Linie III
- III geschnitten;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle in einer Seitenansicht;
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spannbetonschwelle in einer
Seitenansicht;
- Fig. 6
- eine erfindungsgemäße Spannbetonschwelle mit einem Transportgelenk; und
- Fig. 7
- die Spannbetonschwelle von Fig. 6 in zurückgeklappter Position.
[0019] Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht eine Spannbetonschwelle 1 mit Schwellenabschnitten
2, 3, die mittels einer in den Schwellenköpfen 4, 5 eingebetteten Verbindungsvorrichtung
6 biegesteif gekoppelt sind.
[0020] Jeder Schwellenabschnitt 2, 3 weist eine Mehrzahl von Spanndrähten 7 auf, durch die
die Schwellenabschnitte 2, 3 mit einer Vorspannkraft in Form einer Druckkraft beaufschlagt
werden. Die Montage der Schienen erfolgt über Durchgangslöcher, von denen zur Vereinfachung
lediglich ein Durchgangsloch 8 in dem Schwellenabschnitt 3 gezeigt ist.
[0021] Die geschweißte, stählerne Verbindungsvorrichtung 6 umfasst in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel jeweils vier Stahlstäbe 9, die in Längsrichtung der Spannbetonschwelle
1 angeordnet und an eine Kopfplatte 10 geschweißt sind. Die Kopfplatte 10 schließt
bündig mit der Außenseite des Schwellenabschnitts 2, 3 ab. An der Außenseite der Kopfplatte
10 befindet sich ein angeschweißter Steg 11, durch deren Durchgangsloch 12 eine Befestigungsschraube
13 gesteckt werden kann. Wie am besten in Fig. 2 zu sehen ist, weist der Steg 14 zwei
Durchgangslöcher 12 auf. Die in den Schwellenabschnitt 2 eingebettete Kopfplatte 16
ist symmetrisch aufgebaut, lediglich die Position des Stegs 14 ist entsprechend verschoben.
Nach dem Anziehen der Befestigungsschraube 13 gegen eine Mutter 15 sind die Schwellenabschnitte
2, 3 der Spannbetonschwelle 1 biegesteif miteinander gekoppelt. Wenn die durch die
Befestigungsschraube 13 und die Mutter 15 gebildete Schraubverbindung gelockert wird,
entsteht ein Gelenk mit der Längsachse der Befestigungsschraube 13 als Drehachse,
um die die Schwellenabschnitte 2, 3 schwenkbar sind, so dass die Spannbetonschwelle
1 ganz oder teilweise um- oder hochgeklappt werden kann, um ihren Transport zu vereinfachen.
[0022] In der in Fig. 2 gezeigten Seitenansicht sieht man, dass der vordere Steg 14, der
an die linke Kopfplatte 16 angeschweißt ist, nahezu flächig an der in Fig. 2 rechten
Kopfplatte 10 anliegt, wodurch die biegesteife Kopplung der Schwellenabschnitte 2,
3 erzielt wird.
[0023] Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Linie III - III in Fig. 2 und zeigt die Position
der Spanndrähte 7 und der Stahlstäbe 9. Diese Zeichnung ist jedoch lediglich beispielhaft
zu verstehen, die Anzahl und die Position der Spanndrähte und der Stahldrähte wird
jeweils in Abhängigkeit des gewünschten Einsatzzwecks gewählt.
[0024] Fig. 4 zeigt schematisch den Kopplungsbereich zweier Schwellenabschnitte 2, 3 einer
Spannbetonschwelle 19. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Fig. 4 keine Spanndrähte
gezeigt. Im Bereich der Verbindungsvorrichtung 6 und in einem festgelegten Bereich
darüber hinaus bestehen die Schwellenabschnitte 2, 3 aus einem hochfesten oder ultrahochfesten
Beton 17, der eine höhere Festigkeit aufweist als der Beton 18 in dem übrigen Bereich,
bei dem es sich um einen Standardbeton handelt. Der hochfeste oder ultrahochfeste
Beton 17 ist mit Stahlfasern bewehrt. Durch den hochfesten oder ultrahochfesten Beton
17 wird die verringerte Zugfestigkeit ausgeglichen, die im Bereich der Schwellenköpfe
herrscht, da dort die durch die Spanndrähte hervorgerufene Vorspannung noch nicht
oder noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist. Durch den hochfesten oder ultrahochfesten
Beton 17 weist die Spannbetonschwelle 17 in diesem Bereich eine ausreichende Festigkeit
auf, so dass die auftretenden Lasten sicher ertragen werden können. Der in Fig. 4
gezeigte ultrahochfeste Beton 17 weist eine Zugfestigkeit von 20 MPa auf.
[0025] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Spannbetonschwelle 23 im Bereich
der Kopplung zweier Schwellenabschnitte 20, 21. Der grundsätzliche Aufbau entspricht
demjenigen des in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiels, insbesondere weist auch die
in Fig. 5 gezeigte Spannbetonschwelle die Verbindungsvorrichtung 6 auf. Anders als
in den vorangegangenen Ausführungsbeispielen bestehen die Schwellenabschnitte 20,
21 in dem an die Verbindungsvorrichtung 6 angrenzenden Bereich aus Polymerbeton 22.
Im Anschluss an den Polymerbeton 22 besteht die Spannbetonschwelle 23 aus normalen
Beton 18.
[0026] Im Weichenwerk werden die Spannbetonschwellen mit Schienen zu einer Weiche vormontiert.
Um den zur Verfügung stehenden Transportraum bei Transportwaggons einzuhalten, werden
Abschnitte der Weiche, die diesen Raum überschreiten, umgeklappt. Dazu wird die Schiene
eines überstehenden Teils zumindest teilweise wieder entfernt und separat transportiert.
Die angekoppelten Schwellen dieses Bereichs werden nach dem Entfernen und Lockern
von Verschraubungen angehoben, wobei die Verschraubung die Drehachse bildet, so dass
sie hochgeklappt und auf normalen Waggons transportiert werden können. An der Einbaustelle
der Weiche werden die hochgeklappten Abschnitte der Weichenschwellen wieder in die
Solllage zurückgeklappte, die entfernten Schrauben werden wieder eingebaut, sämtliche
Schrauben angezogen, so dass die jeweiligen Schwellenabschnitte wieder biegesteif
miteinander verbunden sind. Die für den Transport entfernte Schiene wird wieder montiert.
Durch diese Vorgehensweise ist sichergestellt, dass die im Schwellenwerk hergestellte
Geometrie der Weiche auch nach dem Einbau vorliegt.
[0027] In den Fig. 6 und 7 ist eine Spannbetonschwelle gezeigt, an der ein demontierbares
Transportgelenk 24 angebracht ist, um die Schwellenabschnitte 2, 3 umzuklappen und
die Betonschwelle im umgeklappten Zustand zu transportieren. Aus Gründen der besseren
Übersichtlichkeit sind in den Fig. 6 und 7 nur die wesentlichen Komponenten dargestellt.
Das Transportgelenk 24 wird mit seinen Gelenkabschnitten 25, 26 an der Oberseite der
zu koppelnden Schwellenabschnitte 2, 3 befestigt. Zum Transport werden die Befestigungsschrauben
für den Steg zwischen den Schwellenabschnitten 2, 3 entfernt. Anschließend wird der
kürzere der beiden Schwellenabschnitte um 180° gekippt, ohne dass dabei ein Lösen
der Schiene erforderlich ist. In diesem zurückgeklappten Zustand kann die Spannbetonschwelle
mit einem normalen Güterwagen transportiert werden. An dem vorgesehenen Einbauort
wird der umgeklappte Schwellenabschnitt zurückgeklappt und die Schwellenabschnitte
werden über die Stege mittels Durchgangsschrauben wieder miteinander verbunden. Anschließend
wird das Transportgelenk 24 demontiert.
1. Spannbetonschwelle, mit wenigstens zwei Schwellenabschnitten, die mittels einer in
den Schwellenköpfen eingebetteten Verbindungsvorrichtung biegesteif koppelbar oder
gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwellenabschnitte (2, 3) jeweils in dem an die Verbindungsvorrichtung (6) angrenzenden
Bereich aus einem Beton bestehen, der eine höhere Festigkeit als der Beton in dem
übrigen Bereich aufweist.
2. Spannbetonschwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die höhere Festigkeit aufweisende Beton hochfester oder ultrahochfester Beton
(UHPC/UHFB) ist.
3. Spannbetonschwelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der hochfeste oder ultrahochfeste Beton eine Zugfestigkeit von wenigstens 10 MPa,
vorzugsweise wenigstens 20 MPa, aufweist.
4. Spannbetonschwelle nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der hochfeste oder ultrahochfeste Beton Fasern aufweist, insbesondere Stahlfasern
und/oder Kunststofffasern und/oder Glasfasern und/oder Kohlenstofffasern.
5. Spannbetonschwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die höhere Festigkeit aufweisende Beton Polymerbeton ist.
6. Spannbetonschwelle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schwellenköpfen jeweils wenigstens ein Bügel aus Betonstahl angeordnet ist.
7. Spannbetonschwelle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Weichenschwelle ausgebildet ist.
8. Spannbetonschwelle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (6) als Schraubverbindung ausgebildet ist, die bei einer
gelockerten Schraube und entfernten übrigen Schrauben als Gelenk wirkt.
9. Spannbetonschwelle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Verbindungsvorrichtung ein demontierbares Transportgelenk (24) angebracht
ist, um die Schwellenabschnitte (2, 3) umzuklappen.
10. Verfahren zum Transport und Einbau einer Weiche mit Spannbetonschwellen nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, umfassend die folgenden Schritte:
- Vormontage der Spannbetonschwellen mit Schienen zu einer Weiche;
- Lösen eines Teils der Schrauben der Verbindungsvorrichtung,
- Umklappen des beweglichen Teils der Weiche;
- Verladen und Transport der Weiche an den Einbauort;
- Umklappen des beweglichen Teils der Weiche zurück in die Ausgangslage;
- Montieren und Festziehen der Schrauben; und
- Montage der Schienen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schrauben der Verbindungsvorrichtung gelöst oder entfernt werden und ein demontierbares
Transportgelenk angebracht wird, um die Schwellenabschnitte für den Transport umzuklappen.
1. A prestressed concrete sleeper having at least two sleeper sections, which can be
or are rigidly coupled by means of a connection device, said connection device being
embedded in the sleeper heads, characterized in that the sleeper sections (2, 3) in the region adjoining the connection device (6) each
consist of a concrete having a higher strength than the concrete in the remaining
region.
2. The prestressed concrete sleeper according to Claim 1, characterized in that the concrete having the higher strength is a high-strength or ultra high-strength
concrete (UHPC/UHFB).
3. The prestressed concrete sleeper according to Claim 2, characterized in that the high-strength or ultra high-strength concrete has a tensile strength of at least
10 MPa, preferentially at least 20 MPa.
4. The prestressed concrete sleeper according to Claim 2 or 3, characterized in that the high-strength or ultra high-strength concrete comprises fibres, in particular
steel fibres and/or plastic fibres and/or glass fibres and/or carbon fibres.
5. The prestressed concrete sleeper according to Claim 1, characterized in that the concrete having the higher strength is a polymer concrete.
6. The prestressed concrete sleeper according to any one of the preceding claims, characterized in that in the sleeper heads at least one bracket of concrete steel each is arranged.
7. The prestressed concrete sleeper according to any one of the preceding claims, characterized in that it is designed as a switch sleeper.
8. The prestressed concrete sleeper according to any one of the preceding claims, characterized in that the connection device (6) is designed as a screw connection, which with a loosened
screw and removed remaining screws acts as a joint.
9. The prestressed concrete sleeper according to any one of the preceding claims, characterized in that a removable transport joint (24) is attached in the region of the connection device
in order to fold over the sleeper sections (2, 3).
10. A method for the transport and installation of a switch with prestressed concrete
sleepers according to any one of the Claims 1 to 9, comprising the following steps:
- preassembling the prestressed concrete sleepers with rails into a switch;
- loosening a part of the screws of the connection device;
- folding over the moveable part of the switch;
- loading and transporting the switch to the place of installation;
- folding over of the moveable part of the switch back into the starting position;
- assembling and tightening the screws; and
- assembling the rails.
11. The method according to Claim 10, characterized in that all screws of the connection device are loosened or removed and a removable transport
joint is attached in order to fold over the sleeper sections for the transport.
1. Traverse en béton précontraint, comportant au moins deux sections de traverse qui
peuvent être ou sont couplées de manière rigide à la flexion au moyen d'un dispositif
de connexion encastré dans les têtes de traverse, caractérisée en ce que les sections de traverse (2, 3) sont composées respectivement, dans la zone adjacente
au dispositif de connexion (6), d'un béton qui présente une résistance supérieure
à celle du béton de l'autre zone.
2. Traverse en béton précontraint selon la revendication 1, caractérisée en ce que le béton présentant la plus grande solidité est du béton à haute résistance ou à
ultrahaute résistance (UHPC/UHFB).
3. Traverse en béton précontraint selon la revendication 2, caractérisée en ce que le béton à haute résistance ou à ultrahaute résistance présente une résistance à
la traction d'au moins 10 MPa, de préférence au moins 20 MPa.
4. Traverse en béton précontraint selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que le béton à haute résistance ou à ultrahaute résistance présente des fibres, en particulier
des fibres d'acier et/ou des fibres de plastique et/ou des fibres de verre et/ou des
fibres de carbone.
5. Traverse en béton précontraint selon la revendication 1, caractérisée en ce que le béton présentant la plus haute résistance est du béton polymère.
6. Traverse en béton précontraint selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que respectivement au moins un étrier en acier à béton est disposé dans les têtes de
traverse.
7. Traverse en béton précontraint selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle se présente sous forme d'une traverse d'aiguillage.
8. Traverse en béton précontraint selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de connexion (6) est réalisé sous forme d'un raccord vissé qui fait
office d'articulation en cas de vis desserrée et de retrait d'autres vis.
9. Traverse en béton précontraint selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, au niveau du dispositif de connexion, une articulation de transport démontable (24)
est installée pour rabattre les sections de traverse (2, 3).
10. Procédé de transport et de montage d'un aiguillage comportant des traverses en béton
précontraint selon une des revendications 1 à 9, comprenant les étapes suivantes :
- prémontage des traverses en béton précontraint avec des rails pour former un aiguillage
;
- desserrage d'une partie des vis du dispositif de connexion ;
- rabattement de la partie mobile de l'aiguillage ;
- chargement et transport de l'aiguillage vers le lieu de montage ;
- rabattement de la partie mobile de l'aiguillage vers la position initiale ;
- montage et serrage des vis ; et
- montage des rails.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que toutes les vis du dispositif de connexion sont desserrées ou retirées et qu'une articulation
de transport démontable est installée pour rabattre les sections de traverse pour
le transport.
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