[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Präsentationssystem mit einer länglichen Trägerprofilschiene,
insbesondere zum Aufbau von Präsentationswänden in einem Präsentationsraum.
[0002] Ein derartiges Präsentationssystem mit Trägerprofilschiene ist bspw. aus der
DE 103 06 002 A1 bekannt. Die Trägerprofilschiene weist eine Grundplatte, die zur Anbringung an einer
Wand oder Unterkonstruktion eines Raumes dient, und einen ersten sowie einen zweiten
Schenkel auf, die sich von der Grundplatte aus freitragend, senkrecht weg, im Abstand
zueinander erstrecken. An ihren Außenseiten weisen die Schenkel Mittel, bspw. einen
Anlagesteg und eine Federleiste, zur Aufnahme von Frontwandelementen, wie Holz- oder
Pressspanplatten, Paneelen oder dgl., auf. Die Schenkel definieren zwischeneinander
einen Aufnahmeschlitz, der über eine der Grundplatte gegenüberliegende Eintrittsöffnung
zugänglich ist und der Aufnahme von Einsteckelementen, wie bspw. Trag- und Aufhängearmen,
Gestellen, Böden, Körben und sonstigen Elementen zur Präsentation von Waren, dient.
[0003] Mit dem Präsentationssystem können gegenüber einer Rückwand vorversetzte, an dieser
befestigte Präsentationswände nach individuellen Gestaltungswünschen für Verkaufsräume
oder Stände auf Messen realisiert werden. Die Frontwandelemente lassen sich mit den
Vorderkanten der Schenkel der Profilschiene bündig anbringen, so dass von vorne nur
die Eintrittsöffnung des Aufnahmeschlitzes sichtbar bleibt, was ein ansprechendes
Bild ergibt. In dem Aufnahmeschlitz können vielfältige Einsteckelemente schnell und
beliebig positioniert werden.
[0004] Nachteilig wurde bei derartigen herkömmlichen Präsentationssystemen mit einer Trägerprofilleiste
angesehen, dass aufgrund der Gestaltung der vorderen Endbereiche der Schenkel nur
Frontwandelemente bestimmter Stärken verwendet werden konnten. Um dem Wunsch, auch
dünnwandige plattenförmige Elemente, bspw. dünne Glasplatten, an der Profilschiene
befestigen zu können, nachzukommen, schlägt die
DE 103 06 002 A1 vor, ein Zusatzprofilelement an der Profilschiene zu befestigen, das zur Aufnahme
eines derartigen dünnwandigen Plattenelementes eingerichtet ist.
[0005] Insbesondere ist das Zusatzprofilelement passend zu dem äußeren vorderen Bereich
des Schenkels der Trägerprofilschiene gestaltet, um durch Aufstecken schnell und wieder
lösbar die Federleiste umgreifend an der Trägerprofilschiene befestigt zu werden.
Das Zusatzprofil kann eine Rastnase zum Einrasten in eine Rastnut an der Federleiste
der Profilschiene für eine Formschlussverbindung haben, oder es können an zugehörigen
Wirkflächen der Profilschiene und des Zusatzprofilelementes Riffelungen zur Erhöhung
der Haftreibung vorgesehen sein.
[0006] DE 10 2009 003 509 A1 beschreibt eine Weiterbildung des vorerwähnten Präsentationssystems, die darauf abzielt,
elektrische und gegebenenfalls netzwerkfähige Endgeräte mit zu integrieren. Hierzu
weist das Präsentationssystem eine mehrteilige Strom- und/oder Datenleitungsverbindung
für ein elektrisches Gerät auf, wobei ein erster Teil der Leitungsverbindung in dem
Aufnahmeschlitz der Trägerprofilschiene angeordnet ist und sich in Längsrichtung über
die Trägerprofilschiene erstreckt, während ein zweiter Teil der Leitungsverbindung
an einem einem elektrischen Gerät zugeordneten Einsteckelement angeordnet ist. Ein
Adaptermodul zur lösbaren leitenden Verbindung des ersten Leitungsteils mit zweiten
Leitungsteil ermöglicht es, die Einsteckelemente bei der mechanischen Montage an der
Trägerprofilschiene automatisch auch leitend mit dem Leitungssystem des Präsentationssystems
zu verbinden. Die Einsteckelemente können einfach und variabel an verschiedenen Stellen
in der Profilschiene eingehängt werden, wobei gleichzeitig der elektrische Anschluss
hergestellt wird.
[0007] Obwohl sich die vorerwähnten Präsentationssysteme in der Praxis bewährt haben, ist
der Aufbau größerer Präsentationswände wenig flexibel und schwer zu handhaben. Großflächige
Frontwandelemente können äußerst sperrig und schwer sein und zu deren Anbringung an
einer Trägerprofilschiene wenigstens zwei Personen erfordern. Der Aufwand zur Lagerung
von Komponenten des Präsentationssystems, für deren Transport und Montage ist relativ
hoch. Eine Umgestaltung einer Präsentationswand vor Ort, um ein anderes Erscheinungsbild
zu schaffen, ist mit erheblichem Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Es besteht deshalb
weiterhin ein Wunsch danach, die Präsentationssysteme weiterzuentwickeln und zu verbessern,
um deren Verwendung einfacher und flexibler zu machen.
[0008] Ausgehend hiervon ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Präsentationssystem mit
einer Trägeprofilschiene zum Tragen von Frontwandelementen und zur Aufnahme von Einsteckelementen
zu schaffen, das einfach aufgebaut, leicht zu handhaben und flexibel zu verwenden
ist. Insbesondere sollte das Präsentationssystem eine einfache und schnelle Errichtung
einer Präsentationswand nach individuellen Gestaltungs- und Ästhetikwünschen und eine
ebenso schnelle und einfache Umgestaltung der Präsentationswand ermöglichen.
[0009] Diese Aufgaben werden durch das Präsentationssystem mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0010] Gemäß der Erfindung weist das insbesondere zum Aufbau von Präsentationswänden in
einem Präsentationsraum vorgesehene Präsentationssystem eine längliche Trägerprofilschiene
auf, die zum Haltern von Frontwandelementen vorgesehen ist und die eine Grundplatte
zur Befestigung an einer Rückwand oder Unterkonstruktion eines Präsentationsraumes,
einen ersten Schenkel, der von der Grundplatte freitragend vorragt, und einen zweiten
Schenkel aufweist, der von der Grundplatte freitragend vorragt, im Abstand zu dem
ersten Schenkel verläuft und mit diesem einen Aufnahmeschlitz zur Aufnahme von Einsteckelementen
bildet, der zu einer der Grundplatte gegenüberliegenden Vorderseite hin nach außen
offen ist. Die Schenkel können im Wesentlichen senkrecht von der Grundplatte weg ragen
und an ihren freien Enden bündig zueinander abschließen. Die Trägerprofilschiene kann
im Ganzen, gemeinsam mit den Schenkeln einstückig ausgebildet sein. Sie ist bevorzugterweise
aus Aluminium im Strangpressverfahren hergestellt, wodurch bei hoher Stabilität der
Trägerprofilschiene der Aufwand und die Kosten der Herstellung reduziert, Gewicht
der Trägerprofilschiene verringert und die Handhabung erleichtert werden kann. Prinzipiell
könnte die Trägerprofilschiene auch z.B. aus Stahl oder einem steifen Kunststoff ausgebildet
sein.
[0011] Das erfindungsgemäße Präsentationssystem weist ferner wenigstens ein Frontwandelement
zur Verbindung mit der Trägeprofilschiene auf. Das Frontwandelement kann ein festes
Wandelement, wie z.B. eine Holz- oder Pressspanplatte, ein Paneel, eine Glasplatte
oder dgl., sein. Erfindungsgemäß ist jedoch wenigstens ein Frontwandelement ein flexibles
Frontwandelement, das eine dünnwandige, biegsame Bahn eines Materials, die eine Wandfläche
definiert, und eine Randverstärkung aufweist, die entlang wenigstens eines Randes
der Bahn wenigstens bereichsweise vorgesehen ist. Eine Sicherungseinrichtung ist zur
form- und kraftschlüssigen Verbindung der Trägerprofilschiene mit der Randverstärkung
des flexiblen Frontwandelementes eingerichtet.
[0012] Erfindungsgemäß kann also wenigstens ein Bereich einer Präsentationswand durch ein
flexibles Wandelement in Form einer Bahn oder Plane aus einem elastisch verformbaren
Material errichtet werden. Die Materialbahn oder -plane kann durch eine Textilienbahn,
insbesondere eine Gewebebahn aus Baumwolle, Leinen oder dgl., oder durch eine Folie
aus einem relativ hochreißfesten, abriebfesten und dimensionsstabilen Kunststoff,
z.B. aus Polyester oder Nylon, oder auch als Stahl gebildet sein. Die Bahn kann Farbgestaltungen,
Beschriftungen, Bildmotive, Fotos oder dgl. enthalten, die aufgemalt, aufgedruckt,
durch Siebdruckverfahren oder in sonstiger Weise aufgebracht sein können. Somit sind
weit vielfältige Gestaltungsformen von Präsentationswänden möglich, die mit relativ
einfachen Mitteln und geringen Kosten realisiert werden können. Im Vergleich zu festen,
starren Frontwandelementen aus Holz, Pressspan, Glas und dgl. weisen die erfindungsgemäßen
flexiblen Wandelemente ein geringeres Gewicht auf, und sie lassen sich auch leichter
handhaben. Die Materialbahnen können zusammengelegt oder zu Rollen zusammengerollt,
jedenfalls platzsparend gelagert, aufwandsarm transportiert und aufgebaut werden.
Auch zum Aufbau einer großflächigeren Präsentationswand reicht im Allgemeinen eine
einzige Person aus. Mit der Sicherungseinrichtung kann ein flexibles Frontwandelement
auch schnell von der Trägerprofilschiene gelöst und durch ein anderes, mit anderer
Gestaltung ersetzt werden. Damit kann ein Präsentationsraum in kurzer Zeit und mühelos
umgestaltet werden. Die Flexibilität ist gegenüber herkömmlichen Präsentationssystemen
deutlich erhöht.
[0013] Die Randverstärkung des flexiblen Wandelementes kann aus einem von dem Bahnmaterial
gesonderten, verschleißfesten Material ausgebildet sein, das insbesondere zur Erzielung
einer stabilen Form- und Kraftschlussverbindung mit der Sicherungseinrichtung optimiert
sein kann. Das Material der Randverstärkung kann vorteilhafterweise leicht elastisch,
nachgiebig sein, um eine Übermaßpassung mit der Sicherungseinrichtung erzielen zu
können. Alternativ kann die Randverstärkung Formgebungsmerkmale aufweisen, die mit
entsprechenden Formgestaltungen an der Sicherungseinrichtung zusammenwirken, um den
Form- und Kraftschluss zu verstärken. Jedenfalls erleichtert die Randverstärkung die
Montage und Demontage des flexiblen Frontwandelementes.
[0014] Das erfindungsgemäße Präsentationssystem weist ferner wenigstens ein Einsteckelement
zur Präsentation von Waren auf, das eingerichtet ist, um in dem Aufnahmeschlitz eingehängt
zu werden. Es können Einsteckelemente unterschiedlicher Art, z.B. Haken- bzw. Tragarme,
Regalböden, Körbe, etc., verwendet werden. Die Trägerprofilschiene und das Einsteckelement
können zusammenwirkende Mittel aufweisen, die das Einsteckelement gegen versehentliches
Herausfallen oder Aushängen aus dem Aufnahmeschlitz der Trägerprofilschiene sichern.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist wenigstens ein Einsteckelement eine
elektrische oder elektronische Einrichtung auf oder ist mit einer derartigen verbunden,
während die Trägerprofilschiene eine Leitungsanordnung trägt, die eine Strom- und/oder
Datenübertragung zu dem Einsteckelement bzw. der elektrischen oder elektronischen
Einrichtung ermöglicht.
[0016] Eine Leitungsanordnung zur Strom- und/oder Datenleitungsverbindung ist vorzugsweise
in einer Innenfläche wenigstens eines der beiden Schenkel integriert. Bevorzugterweise
ist sie in der Innenfläche des oberen Schenkels lösbar und formschlüssig befestigt.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Trägerprofilschiene hierzu eine erste
Aussparung, in der eine Hochvolt-Leitungsanordnung unterbringbar ist, und eine gesonderte
zweite Aussparung auf, die vorzugsweise ebenfalls bspw. an dem oberen Schenkel angeordnet
ist und in der eine Niedervolt-Leitungsanordnung unterbringbar ist, die auch zur Datenübertragung
genutzt werden kann. Um eine hohe elektrische Sicherheit zu schaffen, Kurzschlüsse
und Fehlkontaktierungen zu vermeiden, sind die Leitungsanordnungen im Einsatz gegenüber
Abstütz- und Auflageflächen für Einsteckelemente an der Innenseite der Schenkel zurückversetzt.
In anderen Worten ragen die die Leitungsanordnungen umgebenden Flächen weiter in den
Aufnahmeschlitz vor als die Leiterbahnen. Ferner sind die Leiterbahnen vorzugsweise
in einem Isoliergehäuse eingebettet, das ebenfalls weiter zu dem Aufnahmeschlitz vor
ragt, um einen Berührungsschutz zu schaffen. Ferner sind die Weite und Tiefe des Aufnahmeschlitzes
passend bemessen, um die Gefahr einer versehentlichen Berührung der Leiterbahnen zu
minimieren.
[0018] Um eine flexible Bestückung der Trägerprofilschiene mit einer Hochvolt- und/oder
Niedervolt-/Datenleitungsanordnung zu ermöglichen, weisen die Leitungsanordnungen
vorzugsweise ein Isoliergehäuse mit den darin eingebetteten Leiterbahnen und mit wegragenden
Fortsätzen auf, und die Aussparungen der Trägerprofilschiene sind jeweils in Form
und Größe an das jeweilige Isoliergehäuse angepasst und mit zu den Fortsätzen komplementären
Hinterschneidungen versehen, um das Isoliergehäuse lösbar aber unverlierbar zu haltern.
Insbesondere sind die Fortsätze und die Hinterschneidungen derart passend zueinander
gestaltet, dass die Leitungsanordnungen nur durch Einschieben und Herausschieben in
Längsrichtung der Trägerprofilschiene in dieser befestigt oder von dieser gelöst werden
können. Ein Herausnehmen durch den Aufnahmeschlitz ist nicht möglich.
[0019] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Trägerprofilschiene Querstreben auf,
die jeweils zwischen der Grundplatte und einem der Schenkel verlaufen, um bei geringem
Materialeinsatz die Strukturfestigkeit der Trägerprofilschiene zu vergrößern. Die
Querstreben können ferner einen als Anschlag dienenden Steg, der senkrecht zu der
Grundplatte ausgerichtet ist, und zwei weitere zu diesem parallele Stege aufweisen,
die zwischeneinander einen Befestigungsschlitz begrenzen. Die Querstreben und die
Stege können einstückig mit der Trägerprofilschiene ausgebildet sein. Die Stege und
der Befestigungsschlitz dienen der Anbringung von Querverbindungspaneelen oder dgl.
zwischen zwei parallelen Profilschienen. Dies kann bspw. zur Vormontage einer Baueinheit
mit zwei oder mehreren Profilschienen oder zur Stabilitätserhöhung der Präsentationswand
im Einsatz genutzt werden.
[0020] Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung zur form- und kraftschlüssigen lösbaren
Verbindung der Trägerprofilschiene mit dem flexiblen Frontwandelement kann entweder
unmittelbar an der Trägerprofilschiene oder an einem gesonderten Zusatzprofilschienenelement
ausgebildet sein. Unabhängig davon weist die Sicherungseinrichtung gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung einen Sicherungsabschnitt auf, der zwei im Abstand zueinander
verlaufende Leisten aufweist, die zwischeneinander eine Sicherungsnut zur Aufnahme
der Randverstärkung des flexiblen Wandelementes bilden. Die Leisten können insbesondere
im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen, so dass die Sicherungsnut einen rechteckigen
Querschnitt aufweist. Die Randverstärkung kann einen hierzu passenden, ebenfalls im
Wesentlichen rechteckigen oder auch einen anderen, z.B. trapezförmigen Querschnitt
aufweisen, der beim zunehmenden Einführen der Randverstärkung in die Sicherungsnut
einen zunehmend verstärkten Kraftschluss ermöglicht.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Weite der Sicherungsnut, gemessen zwischen
den Leisten, zur Erzielung einer Presspassung mit der Randverstärkung geringfügig
kleiner als die Dicke der Randverstärkung oder wenigstens eines Bereichs der Randverstärkung
bemessen. Insbesondere bei einer etwas elastischen Randverstärkung kann die dadurch
erzielte Presspassung ein Aushängen des flexiblen Wandelementes auch bei einer Zugbelastung
der Materialbahn wirksam verhindern, während sich das Anbringen und Lösen des flexiblen
Wandelementes in bzw. von der Sicherungsnut relativ einfach gestalten.
[0022] Die Gefahr eines versehentlichen Aushängens des flexiblen Frontwandelementes bei
Zugbelastung kann ferner z.B. dadurch verringert werden, dass der Sicherungsabschnitt
im mit der Trägerprofilschiene verbundenen Einsatzzustand derart ausgerichtet ist,
dass die Sicherungsnut parallel zu dem Aufnahmeschlitz verläuft und ebenfalls zur
Vorderseite der Trägerprofilschiene hin offen ist. Nach Befestigung des flexiblen
Frontwandelementes ragt dann die Randverstärkung in die Sicherungsnut hinein in Richtung
auf die Grundplatte vor, während die Materialbahn an der die Sicherungsnut begrenzenden
Leiste um 90 Grad umgelenkt ist und senkrecht hierzu weggeführt ist. Zugkräfte werden
folglich durch die verstärkt wirkende Formschlussverbindung zwischen der Randverstärkung
und den Sicherungsnutwänden und durch die die Sicherungsnut begrenzende Leiste wirksam
aufgenommen. Außerdem kann bei dieser Ausgestaltung, wenn der Sicherungsabschnitt
unmittelbar an den Aufnahmeschlitz angrenzt, ein Erscheinungsbild geschaffen werden,
bei dem die gesamte Trägerprofilleiste durch die Frontwandelemente im Wesentlichen
verdeckt ist und nur die den Aufnahmeschlitz unmittelbar begrenzenden Stirnflächen
sichtbar sind.
[0023] In einer alternativen Ausführungsform ist die Sicherungsnut im Einsatzzustand, betrachtet
im Querschnitt, unter einem Winkel zu dem Aufnahmeschlitz ausgerichtet und quer zur
Vorderseite der Trägerprofilschiene hin offen. Die Sicherungsnut kann bspw. senkrecht
zu der Tiefenrichtung des Aufnahmeschlitzes ausgerichtet sein.
[0024] Wenn die Sicherungseinrichtung mit der Trägerprofilschiene integral, in einem Stück
ausgebildet ist, ist sie vorzugsweise an einem freien Ende entweder des oberen Schenkels
und/oder des unteren Schenkels angeformt. Sie kann an beiden Schenkeln vorgesehen
sein, wenn allein flexible Frontwandelemente verwendet werden sollen.
[0025] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist einer der Schenkel eine daran
angeformte Sicherungseinrichtung für ein flexibles Frontwandelement auf, während der
andere Schenkel zur Anbringung eines festen Frontwandelementes eingerichtet ist. Bspw.
weist dieser Schenkel hierzu an seiner von dem Aufnahmeschlitz abgewandten Außenseite
an seinem freien Ende einen Anlagesteg, gegen den eine Kante des Frontwandelementes
angelegt werden kann, und eine Federleiste auf, die dann in eine Federnut des festen
Frontwandelementes eingreift.
[0026] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Sicherungseinrichtung an einer
von der Trägerprofilschiene gesonderten ersten Zusatzprofilschiene ausgebildet. Das
Präsentationssystem weist also eine durch die Trägerprofilschiene gebildete Grundprofilschiene
und wenigstens eine erste Zusatzprofilschiene auf, die an der Grundprofilschiene befestigt
werden kann und die Sicherungseinrichtung trägt. Die erste Zusatzprofilschiene kann
einen Sicherungsabschnitt mit zwei zueinander parallelen Leisten und einer Sicherungsnut
dazwischen sowie einen mit dem Sicherungsabschnitt einstückigen Verbindungsabschnitt
zur formschlüssigen Verbindung der ersten Zusatzprofilschiene mit der Trägerprofilschiene
enthalten.
[0027] Die erste Zusatzprofilschiene kann auch mehrteilig ausgebildet sein und wenigstens
ein erstes Schienenelement mit einem Verbindungsabschnitt zur formschlüssigen Verbindung
mit der Grund- bzw. Trägerprofilschiene und wenigstens ein gesondertes zweites Schienenelement
aufweisen, das mit dem ersten Schienenelement form- und/oder reibschlüssig gekoppelt
werden kann.
[0028] Darüber hinaus kann das Präsentationssystem ferner eine gesonderte zweite Zusatzprofilschiene
aufweisen, die ebenfalls zur Befestigung an der Grundprofilschiene, aber zum Tragen
von festen Frontwandelementen eingerichtet ist. Sie weist dann z.B. einen Halteabschnitt
mit einem Anlagesteg zum Anlegen eines festen, starren Frontwandelementes und einer
Federleiste, die senkrecht von dem Anlagesteg vorsteht, und einen Verbindungsabschnitt
zur formschlüssigen Verbindung der zweiten Zusatzprofilschiene mit der Trägerprofilschiene
auf.
[0029] Vorteilhafterweise können die Verbindungsabschnitte der ersten und zweiten Zusatzprofilschiene
untereinander und die vorderen Endbereiche des ersten und zweiten Schenkels der Trägerprofilschiene
untereinander im Wesentlichen identisch und die Verbindungsabschnitte zu den vorderen
Endbereichen passend, komplementär ausgebildet sein, um je nach Gestaltungswünschen
beliebig die erste oder die zweite Zusatzprofilschiene entweder am oberen und/oder
am unteren Schenkel der Trägerprofilschiene befestigen zu können. Dies bietet vielfältige
Optionen zur Anbringung fester und/oder flexibler Frontwandelemente. Die Trägerprofilschiene
weist dann eine Verbindungseinrichtung zur formschlüssigen Verbindung mit dem Verbindungsabschnitt
der ersten und der zweiten Zusatzprofilschiene auf, um diese lösbar, aber unverlierbar
zu haltern.
[0030] In einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Verbindungseinrichtung der Trägerprofilschiene
und die Verbindungsabschnitte der Zusatzprofilschienen derart zueinander komplementär
gestaltet, dass das Anbringen und Lösen der Zusatzprofilschienen an bzw. von der Trägerprofilschiene
nur durch Ein- und Herausschieben in Längsrichtung der Trägerprofilschiene möglich
ist. Die Zusatzprofilschienen lassen sich nicht quer zur Längsrichtung der Trägerprofilschiene
auf diese aufstecken oder von dieser abheben. Ein versehentliches Aushängen oder Freikommen
der Zusatzprofilschienen ist hier auch bei höheren Zugkräften, die durch eine Spannung
oder Belastung der Bahn des flexiblen Frontwandelementes verursacht sein können, wirksam
verhindert.
[0031] Zur Schaffung einer stabilen formschlüssigen Verbindung kann die Trägerprofilschiene
in einer vorteilhaften Ausführungsform an der Außenseite eines jeden Schenkels, in
der Nähe seines freien Endes, im Abstand zu diesem eine nach außen vorragende hakenförmige
Verbindungsleiste tragen, während die Verbindungsabschnitte der ersten und zweiten
Zusatzprofilschiene jeweils eine Verbindungsklaue, die eingerichtet ist, um die hakenförmige
Verbindungsleiste spielarm zu umgreifen, und zusätzlich einen hakenförmigen Fortsatz
tragen, der eingerichtet ist, um einen Anlagesteg des Schenkels an dessen freiem Ende
zu untergreifen. Durch Umgreifung der Verbindungsleiste im Wesentlichen von allen
Seiten aus und durch Untergreifung des Anlagestegs ist ein versehentliches Aushängen
der Zusatzprofilschiene weitgehend ausgeschlossen.
[0032] Das Präsentationssystem kann ferner eine gesonderte dritte Zusatzprofilschiene zur
Aufnahme dünnwandiger fester plattenförmiger Elemente, wie bspw. Platten aus Glas
oder durchsichtigem Kunststoff, Flachbildschirme, etc. aufweisen. Die dritte Zusatzprofilschiene
weist dann z.B. einen Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme eines derartigen dünnen festen
Plattenelementes und einen Verbindungsabschnitt auf, der eine Befestigung an der Trägerprofilschiene
ermöglicht.
[0033] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die dritte Zusatzprofilschiene
nicht zur unmittelbaren Befestigung an der Trägerprofilschiene, sondern zur Befestigung
an der zweiten Trägerprofilschiene eingerichtet. Dadurch kann Material für die dritte
Zusatzprofilschiene eingespart werden. Der Verbindungsabschnitt der dritten Zusatzprofilschiene
weist folglich eine an die Außenkontur des vorderen Endbereichs der zweiten Zusatzprofilschiene
angepasste Gestalt auf und ist eingerichtet, um an dem vorderen Endbereich unter Umgreifung
der Federleiste wieder lösbar gesichert zu werden.
[0034] In einer Weiterbildung weisen miteinander in Eingriff kommenden Anlageflächen der
Federleiste der zweiten Zusatzprofilschiene und der dritten Zusatzprofilschiene zueinander
korrespondierende Riffelungen auf, die durch gegenseitigen Eingriff den Halt zwischen
den Zusatzprofilschienen verstärken. Es können andere Mittel zur Erhöhung der Haftreibung
oder für eine Formschlussverbindung zwischen den Zusatzprofilelementen auch an unterschiedlichen
Flächen vorgesehen sein.
[0035] Der modulare Aufbau des erfindungsgemäßen Präsentationssystems mit der Grund- bzw.
Trägerprofilschiene, gegebenenfalls mit Leitungsanordnungen zur Strom- und/oder Datenübertragung,
mit den heranziehbaren ersten, zweiten und dritten Zusatzprofilschienen, mit unterschiedlichen
dicken und dünnen festen Frontwandelementen, mit flexiblen Frontwandelementen mit
Bahnen unterschiedlicher Gestaltungen und mit vielfältig Einsteckelementen, die auch
elektrische oder elektronische Einrichtungen enthalten können, ermöglicht einen aufwandsarmen
und schnellen Aufbau und Umbau von Präsentationswänden nach beliebigen individuellen
Gestaltungs- und Ästhetikwünschen mit im Vergleich zu herkömmlichen Präsentationssystemen
erhöhter Flexibilität. Dabei ist das erfindungsgemäße Präsentationssystem nicht auf
die vorstehend erwähnte Anwendung zum Aufbau von Verkaufsräumen oder Messeständen
beschränkt. Es lässt sich auch für Wohnzwecke, zum Einrichten von Küchen oder Bädern,
zum Aufbau von Büros, zur Aufhängung von Kleinmöbeln und dgl. verwenden.
[0036] Weitere vorteilhafte Einzelheiten von Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich
aus Unteransprüchen, der Zeichnung sowie der zugehörigen Beschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Präsentationsraum mit einem Präsentationssystem nach dem Stand der Technik;
Fig. 2 eine Perspektivansicht einer modularen Ausführungsform eines Präsentationssystems
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Trägerprofilschiene des Präsentationssystems nach
Fig. 2, in einer vereinfachten Darstellung, in anderem Maßstab;
Fig. 4 eine Seitenansicht einer ersten Zusatzprofilschiene des Präsentationssystems
nach Fig. 2, in vereinfachter Darstellung, in anderem Maßstab;
Fig. 5 eine Seitenansicht einer zweiten Zusatzprofilschiene des Präsentationssystems
nach Fig. 2, in einer vereinfachten Darstellung, in einem Maßstab ähnlich wie in Fig.
4;
Fig. 6 eine Seitenansicht einer dritten Zusatzprofilschiene des Präsentationssystems
nach Fig. 2, in vereinfachter Darstellung, in einem mit Fig. 4 vergleichbaren Maßstab;
Fig. 7a und 7b vereinfachte Darstellungen eines flexiblen Frontwandelementes zur Verwendung
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Präsentationssystem in vereinfachter Darstellung,
in Draufsicht bzw. Seitenansicht;
Fig. 8a und 8b eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Präsentationssystems nach
Fig. 2 bis 7 im Einsatz, in vereinfachter Darstellung;
Fig. 9a und 9b weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Präsentationssystems
auf der Basis einer integralen Trägerprofilschiene, in vereinfachter Darstellung;
und
Fig. 10 eine noch weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Präsentationssystems,
in stark vereinfachter Querschnittsdarstellung.
[0037] In den Figuren kennzeichnen gleiche Bezugszeichen, sofern nicht anders angegeben,
gleiche Elemente.
[0038] In Fig. 1 ist ein Präsentationsraum 1, bspw. ein Verkaufsraum, ein Messestand oder
dgl. veranschaulicht, in dem eine Rückwand 2 mit einer insgesamt mit 3 bezeichneten
Frontwand verkleidet ist. Die Frontwand 3 ist aus mehreren Frontwandelementen 3a-3h
aufgebaut, deren Anzahl, Ausgestaltung und Größe hier nur beispielhaft gewählt ist.
Die Frontwandelemente 3a-3h sind von Trägerprofilschienen 4 gehalten, die hier im
Wesentlichen waagrecht im Abstand zueinander an der Rückwand 2 montiert sind. Die
Trägerprofilschienen 4 schließen mit den Frontwandelementen 3a-3h bündig ab, so dass
lediglich waagrechte Aufnahmeschlitze 5 zwischen den Frontwandelementen 3a-3h freigelassen
sind. In diesen Aufnahmeschlitzen 5 sind mehrere, insgesamt mit 7 bezeichnete Einsteckelemente
eingehängt. Die Trägerprofilschienen 4 bilden zusammen mit den Einsteckelementen 7
eine Trägeranordnung 8 eines herkömmlichen Präsentationssystems.
[0039] Eine erste Ausführungsform einer Trägeranordnung 10 eines erfindungsgemäßen Präsentationssystems
11, das zum Aufbau von Präsentationswänden der in Fig. 1 veranschaulichten Art geeignet
ist, ist in den Figuren 2 bis 6 dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Perspektivansicht der
erfindungsgemäßen Trägeranordnung 10 in einer modularen Bauweise, wie sie eine längliche
Trägerprofilschiene 12, die als Grundprofilschiene dient, sowie eine erste und eine
zweite Zusatzprofilschiene 13, 14 umfasst, die an der Trägerprofilschiene 12 lösbar
gehaltert sind. Die einzelnen Profilschienen 12-14 sind isoliert in Seitenansicht,
in anderen Maßstäben in den Figuren 3-5 dargestellt.
[0040] Die erfindungsgemäße Trägerprofilschiene 12 weist eine Grundplatte 16 sowie einen
ersten, in der waagrechten Ausrichtung der Trägerprofilschiene, wie in den Figuren
dargestellt, oberen Schenkel 17 und einen zweiten, unteren Schenkel 18 auf, die sich
von der Grundplatte 16 freitragend im Wesentlichen senkrecht weg erstrecken. Die Trägerprofilschiene
12 ist hier einstückig und vorzugsweise kostengünstig im Strangpressverfahren aus
Aluminium gefertigt. Die Grundplatte 16 ist mit ihrer Rückseite 19 zur Montage an
einer Wand, bspw. der Rückwand bzw. Unterkonstruktion 2 (vgl. Fig. 1), eingerichtet.
Hierzu ist die Montageplatte zu beiden Seiten der Schenkel 17, 18 hinaus verlängert,
um bspw. an der Wand angeschraubt zu werden. Zwischen den beiden Schenkeln 17, 18
ist an der Vorderseite der Grundplatte 16 ein Aufnahmeschlitz 21 zur Aufnahme von
Einsteckelementen, wie bspw. der in Fig. 1 dargestellten Einsteckelemente 7, festgelegt,
der vorne über eine Eintrittsöffnung 22 zugänglich ist.
[0041] Die Schenkel 17, 18 sind an ihrer Außenseite identisch ausgebildet, so dass die Anordnung
auch umgedreht werden kann und der erste Schenkel 17 dann den unteren sowie der zweite
Schenkel 18 den oberen Schenkel darstellen würden. Außerdem kann die Trägerprofilschiene
12 auch in vertikaler Anordnung angebracht werden, ohne dass notwendigerweise auf
eine spezielle Anordnung der Schenkel 17, 18 geachtet werden muss.
[0042] Die Schenkel 17, 18 sind zur Erhöhung der Festigkeit bzw. Stabilität mit der Grundplatte
16 über Querstreben 23 verbunden, die sich ausgehend von der Grundplatte 16 schräg
nach unten bzw. oben zu der Außenseite, bis in die Nähe der vorderen Endbereiche 24,
26 der Schenkel 17 bzw. 18 erstrecken.
[0043] An den Querstreben 23 sind Befestigungseinrichtungen 27 angeformt, die es ermöglichen,
Querverbindungselemente (vgl. Fig. 8b), wie Stützplatten oder -paneele, zur Verbindung
mit anderen Trägerprofilschienen anzubringen. Jede Befestigungseinrichtung 27 weist
hier drei Stege 28, 29 und 31 auf, die von der jeweiligen Querstrebe 23 in senkrechter
Ausrichtung zu der Grundplatte 16 nach vorne vorragen. Die beiden Stege 28, 29 in
der Nähe der Verbindungsstelle der Querstrebe 23 zu der Grundplatte 16 bilden zwischeneinander
einen Befestigungsschlitz 32 zur Aufnahme einer das Querverbindungselement sichernden
Schraube (vgl. Fig. 8b). Der Steg 31, der im mittleren Bereich der Querstrebe 23 angeordnet
ist, dient als Anschlag für das Querverbindungselement.
[0044] In den vorderen Endbereichen 24, 26 der Schenkel 17, 18 sind Verbindungseinrichtungen
33 ausgebildet, die zur Anbringung der ersten und zweiten Zusatzprofilschiene 13,
14 an den Schenkeln 17, 18 eingerichtet sind (vgl. Fig. 2). Die Verbindungseinrichtung
33 weist hier eine Verbindungsleiste 34 auf, die in Form eines L-förmigen Hakens ausgebildet
ist, der an der Außenseite jedes Schenkels 17, 18 senkrecht nach außen ragt. Die Verbindungsleisten
34 sind im Abstand zu den jeweiligen freien Enden 36 der Schenkel 17, 18 angeordnet,
so dass zwischen der Verbindungsleiste 34 und dem freien Ende 36 ein vorderer Endsteg
37 verbleibt. In dem Endsteg 37 ist eine Ausnehmung 38 eingeformt, die nach innen
zu dem Aufnahmeschlitz 21 hin und zur Vorderseite hin offen ist. Die Ausnehmung 38
gehört auch zu der Verbindungseinrichtung 33.
[0045] An der Innenseite sind der erste und der zweite Schenkel 17, 18 unterschiedlich ausgebildet.
Wie aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich, weist der obere Schenkel 17 im Anschluss
an die Ausnehmung 38 eine schräge Eintrittsfläche 39 auf, die in eine innere Fläche
41 übergeht, die im waagrechten Einsatzzustand in etwa waagrecht verläuft. Im Anschluss
an die innere Fläche 41 ist eine erste Aussparung 42 vorgesehen, die in der Innenseite
des ersten Schenkel 17 vertieft ausgebildet ist und einen flachen, im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt aufweist. An ihrem Grund weist die erste Aussparung 42 Hinterschneidungen
43 auf, die durch in Tiefenrichtung zu beiden Seiten verlaufende Einstiche gebildet
sind. Die erste Aussparung 42 geht weiter in Tiefenrichtung über eine Zwischenfläche
44 in eine zweite Aussparung 46 über, die ebenfalls im Wesentlichen senkrecht in dem
ersten Schenkel 17 vertieft ausgebildet ist und ebenfalls an ihrem Grund Hinterschneidungen
47 in Form von senkrecht zu der Grundplatte 16 ausgerichteten Einstichen aufweist.
Die Tiefe der zweiten Aussparung 46 ist deutlich größer als die der ersten Aussparung
42.
[0046] Die zweite Aussparung 46 geht über eine vorversetzte Übergangsfläche 48 in den inneren
Wandabschnitt 49 der Grundplatte 16 über.
[0047] Der zweite, in den Figuren untere Schenkel 18 weist in dem vorderen Endbereich 26
im Anschluss an die Ausnehmung 38 eine innere Auflagefläche 51 für Einsteckelemente
7 auf, die im Abstand und parallel zu der inneren Fläche 41 des oberen Schenkels 17,
ebenfalls waagrecht verläuft. Die Auflagefläche 51 geht in Tiefenrichtung über eine
Stufe 52 in eine hintere Innenfläche 53 über, die im Wesentlichen parallel zu der
Auflagefläche 51, in Fig. 3 waagrecht bis zu dem inneren Wandabschnitt 49 der Grundplatte
16 verläuft. In etwa in der Mitte der Tiefenerstreckung der Innenfläche 53 ist eine
im Querschnitt im Wesentlichen rechteckige Verriegelungsnut 54 ausgebildet, die längs
der Trägerprofilschiene 12 verläuft.
[0048] Wie weiter aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich, weist die erfindungsgemäße Trägerprofilschiene
12 vorteilhafterweise eine integrierte Leitungsanordnung zur Energieversorgung und
Datenkommunikation auf. Insbesondere sind hier in der ersten und der zweiten Aussparung
42, 46 eine erste Leitungsanordnung 56 und eine zweite Leitungsanordnung 57 untergebracht,
wobei die erste Leitungsanordnung 56 eine Niedervolt-Leitungsanordnung ist, die auch
zur Datenkommunikation verwendet werden kann, während die zweite Leitungsanordnung
57 eine Hochvolt-Leitungsanordnung darstellt. Die Niedervolt-Leitungsanordnung 56
weist hier ein elektrisch isolierendes Gehäuse 58 auf, in dem elektrische Leiterbahnen
59a, 59b, 59c in entsprechenden voneinander getrennten Unterräumen eingebettet, derart
angeordnet sind, dass sie vom Aufnahmeschlitz 21 aus zugänglich sind. Die Leiterbahnen
59a-c können z.B. in Form von dünnen Folien ausgebildet sein, die in dem Isoliergehäuse
58 eingeklebt sind. Das Isoliergehäuse 58 ist wiederum formschlüssig und lösbar in
der ersten Aussparung 42 befestigt. Hierzu weist das Isoliergehäuse 58 Fortsätze 61
auf, die in entgegengesetzte Richtungen von dem Gehäuse 58 weg ragen und die zu den
Hinterschneidungen 43 der ersten Aussparung 42 komplementär ausgebildet sind. Somit
kann das mit den Leiterbahnen 59a-c ausgestattete Isoliergehäuse 58 von einem offenen
Längsende der Trägerprofilschiene 12 aus in Längsrichtung in die erste Aussparung
42 eingeschoben werden, so dass die Fortsätze 61 in die Hinterschneidungen 43 einfinden
und die erste Leitungsanordnung 56 auf diese Weise unverlierbar, formschlüssig in
dem ersten Schenkel 17 gehaltert ist. Bei Nichtbedarf kann die erste Leitungsanordnung
56 in ähnlicher Weise aus der Trägerprofilschiene herausgeschoben und entfernt werden.
[0049] Die zweite oder Hochvolt-Leitungsanordnung 57 ist in ähnlicher Weise mit einem Isoliergehäuse
62 und darin eingebetteten, voneinander isolierten und von dem Aufnahmeschlitz 21
aus zugänglichen Leiterbahnen 63a, 63b ausgebildet. Zur lösbaren, formschlüssigen
Anbringung der zweiten Leitungsanordnung an dem ersten Schenkel 17 weist das Isoliergehäuse
62 hier ebenfalls zur Seite hin vorragende Fortsätze 64 auf, die in die Hinterschneidungen
47 der zweiten Aussparung 46 eingeschoben werden. Bedarfsweise kann das Isoliergehäuse
62 auch mit nach innen vorragenden Beinen 66 Seitenwandabschnitte der zweiten Aussparung
46 umgreifen, um in Stellung gehalten zu werden. Jedenfalls lässt sich aber die zweite
Leitungsanordnung 57 wie die erste Leitungsanordnung 56 in Längsrichtung der Profilschiene
hinein- und herausschieben und kann bedarfsweise weggelassen oder entfernt werden,
wenn sie nicht benötigt wird.
[0050] Um ein hohes Maß an elektrischer Sicherheit zu erzielen, sollte die Höhe der Eintrittsöffnung
22 zwischen den Flächen 41 und 51 vorzugsweise kleiner als die Dicke einer Hand einer
erwachsenen Durchschnittsperson oder sogar eines Kindes gewählt werden. Sie kann weniger
als 20mm, vorzugsweise weniger als 10mm, z.B. in etwa 7mm betragen. Auch die Tiefe
des Aufnahmeschlitzes kann hinreichend groß sein, um die Gefahr einer versehentlichen
Berührung der Leiterbahnen 59a-c bzw. 63a-b zu reduzieren. Die Leiterbahnen sind in
den Schenkeln 17, 18 gegenüber den umliegenden Flächen 41, 44 und 53 zurückversetzt
angeordnet, wobei die Leiterbahnen 63a, 63b der Hochvolt-Leitungsanordnung 57 weiter
zurückversetzt sind als die der Niedervolt-Leitungsanordnung 56. Außerdem können durch
den Versatz der Leitungsanordnungen 56, 57 in Tiefenrichtung ein Kurzschlussschutz
erzielt und versehentliche Kontaktierungen mit falschen Leitungsanordnungen wirksam
vermieden werden. Die Anordnung und elektrische Einrichtung ist für hohe Funkensicherheit
ausgelegt.
[0051] Die soweit beschriebene Trägerprofilschiene 12 unterscheidet sich nicht wesentlich
von herkömmlichen Trägerprofilschienen. Derartige Trägerprofilschienen sind aber,
wie auch aus Fig. 1 hervorgeht, allein zur Aufnahme fester, starrer Frontwandelemente,
wie z.B. Holz- oder Pressspanplatten, Paneelen oder dgl., eingerichtet. Die vorliegende
Erfindung erweitert den Anwendungsbereich von Trägerprofilschienen, um auch Präsentationswände
mit flexiblen Frontwandelementen aus Stoffen oder Folien aufbauen zu können. Gemäß
der Erfindung ist hierzu zusätzlich eine Sicherungseinrichtung für flexible Frontwandelemente
vorgesehen, die in der in Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsform Teil der ersten
Zusatzprofilschiene 13 ist, die in Fig. 2 an dem ersten, oberen Schenkel 17 angebracht
ist. Die erste Zusatzprofilschiene 13 ist isoliert in Seitenansicht in Fig. 4 vereinfacht
dargestellt.
[0052] Wie aus den Figuren 2 und 4 hervorgeht, weist die erste Zusatzprofilschiene 13 einen
ersten Abschnitt 67, der der Verbindung der Zusatzprofilschiene 13 mit der Trägerprofilschiene
12 dient, und einen zweiten Abschnitt 68 auf, der die Sicherungseinrichtung 69 zur
form- und kraftflüssigen lösbaren Verbindung eines flexiblen Frontwandelementes mit
der Trägerprofilschiene 12 bildet. Der Verbindungsabschnitt 67 weist einen Grundsteg
71, der zur Auflage auf dem Endsteg 37 der Schenkel 17, 18 vorgesehen ist, eine Verbindungsklaue
72, die zur einen Seite von dem Grundsteg 71 weg ragt, und einen hakenförmigen Fortsatz
73 auf, der zur anderen Seite von dem Grundsteg 71 weg ragt. Die Verbindungsklaue
72 folgt in Form dem Umriss eines Rechtecks, wobei sie eine im Querschnitt L-förmige
Öffnung 74 frei lässt, deren Form und Größe an den Querschnitt der hakenförmigen Verbindungsleiste
34 angepasst ist. Im montierten Zustand, wie er in Fig. 3 dargestellt ist, ist die
Verbindungsleiste 34 in der Öffnung 74 spielarm aufgenommen, wobei die Verbindungsklaue
72 die Verbindungsleiste 34 im Wesentlichen von allen Seiten umgreift. Außerdem untergreift
der hakenförmige Fortsatz 73 den ersten Schenkel 17 an dem freien Ende 36, indem er
in die Ausnehmung 38 des Endstücks 37 eingreift.
[0053] Der Verbindungsabschnitt 67 der ersten Zusatzprofilschiene und die Verbindungseinrichtung
33 der Schenkel 17, 18 sind derart passend zueinander gestaltet, dass die erste Zusatzprofilschiene
13 nur durch Aufschiebung von einem Ende der Trägerprofilschiene 12 aus in Längsrichtung
derselben an dieser angebracht und wieder von dieser gelöst werden kann. Durch den
großflächigen Kontakt und guten Formschluss ist eine stabile Verbindung geschaffen,
die jedenfalls ein versehentliches Aushängen der ersten Zusatzprofilschiene 13 von
der Trägerprofilschiene 12 verhindert.
[0054] Der zweite oder Sicherungsabschnitt 68, der die Sicherungseinrichtung 69 bildet,
weist in der vorliegenden Ausführungsform zwei parallel und im Abstand zueinander
verlaufende Leisten 76, 77 auf, die von dem Grundsteg 71 und dem hakenförmigen Fortsatz
73 aus in die entgegengesetzte Richtung zu der Verbindungsklaue 72 vorragen. In der
in Fig. 2 dargestellten, mit der Trägerprofilschiene verbundenen Einsatzstellung ragen
die Leisten 76, 77 nach vorne, im Wesentlichen senkrecht zu der Grundplatte 16 vor.
Die Leisten 76, 77 bilden zwischeneinander eine Sicherungsnut 78, die hier einen beispielhaften
rechteckigen Querschnitt aufweist und der Sicherung eines flexiblen Frontwantelementes
79 dient, wie es nachstehend im Zusammenhang mit den Figuren 7a und 7b erläutert ist.
[0055] Fig. 7a zeigt eine vereinfachte Darstellung eines flexiblen Frontwandelementes 79
in Draufsicht, während Fig. 7b das Frontwandelement 79 in Seitenansicht zeigt. Das
flexible Frontwandelement 79 weist eine Bahn 81 aus einem elastisch verformbaren Material,
die in wenigstens einem Bereich wenigstens eines Randes, hier an zwei gegenüberliegenden
Rändern 82, 83 der Bahn 81 Randverstärkungen 84 trägt, die nach Art einer Leiste entlang
des jeweiligen Randes 82 ,83 verlaufen und diesen versteifen. Die Bahn kann eine Textilienbahn
aus einem Gewebe, Gewirk oder dgl. aus Baumwolle, Leinen, etc. sein. Die Bahn kann
ferner eine Folie aus einem relativ strapazierfähigen und dimensionsstabilen Kunststoff
oder auch aus Stahl sein. Durch Aufbringung von Bildmotiven auf eine Vorderseite 86
der Bahn 81 kann jedes flexible Frontwandelement 79 nach eigenen Vorstellungen beliebig
gestaltet werden.
[0056] Die Randverstärkung 84 ragt nach Art eines Wulstes von der Rückseite 87 der Bahn
81 vor. Die Randverstärkung 84 weist hier einen rechteckigen Querschnitt auf, der
verständlicherweise beliebig, z.B. auch trapezförmig sein könnte, jedenfalls in Form
und Größe passend zu der Sicherungsnut 78 ausgelegt ist. Die Dicke der Randverstärkung
84 ist vorzugsweise etwas größer als die Weite der Sicherungsnut 78, um unter leichter
Presspassung zwischen den Leisten 76, 77 eingeklemmt werden zu können. Die Randverstärkung
84 kann aus einem etwas elastischen Material, wie bspw. Gummi oder einem Kunststoff,
hergestellt und an der Bahn 81 durch geeignete Mittel, bspw. durch Anschweißen oder
Annähen, befestigt sein.
[0057] Es ist verständlich, dass die erste Zusatzprofilschiene 13 wahlweise entweder an
dem ersten Schenkel 17 oder an dem zweiten Schenkel 18 oder an beiden Schenkeln vorgesehen
sein kann. Im letzteren Fall können die Präsentationswandbereiche zu beiden Seiten
des Aufnahmeschlitzes mit flexiblen Frontwandelementen 79 aufgebaut werden. Es ist
aber auch möglich, feste, starre Frontwandelemente mit flexiblen Frontwandelementen
zu kombinieren. Hierzu weist das erfindungsgemäße Präsentationssystem 11 in einer
bevorzugten Ausführungsform ferner eine ebenfalls aus Fig. 2 ersichtliche zweite Zusatzprofilschiene
auf, die isoliert in Seitenansicht in Fig. 5 dargestellt ist.
[0058] Die zweite Zusatzprofilschiene 14 weist einen Verbindungsabschnitt 88 zur Befestigung
an einem der Schenkel 17, 18 und einen Halteabschnitt 89 auf, der zur Aufnahme von
festen Frontwandelementen eingerichtet ist. Der Verbindungsabschnitt 88 ist mit dem
Verbindungsabschnitt 67 der ersten Zusatzprofilschiene 13 im Wesentlichen identisch
ausgebildet und weist ebenfalls einen Grundsteg 71' zur Auflage auf dem Endsteg 37,
eine Verbindungsklaue 72' mit einer L-förmigen Öffnung 74' zur Aufnahme der hakenförmigen
Verbindungsleiste 34, so dass die Verbindungsklaue 72' die Verbindungsleiste 34 spielarm
und im Wesentlichen von allen Seiten umgreift, und einen hakenförmigen Fortsatz 73'
auf, der von dem Grundsteg 71' weg ragt und dazu vorgesehen ist, unter Umgreifung
des freien Endes 36 eines der Schenkel 17, 18 in der Ausnehmung 38 des Endstegs 37
aufgenommen zu werden. Somit ermöglicht der Verbindungsabschnitt 88 wie der Verbindungsabschnitt
67 eine spielarme formschlüssige Verbindung der zweiten Zusatzprofilschiene 14 mit
der Trägerprofilschiene 12 für einen lösbaren, aber unverlierbaren Halt, in einer
derartigen Weise, dass die zweite Zusatzprofilschiene 14 nur in Längsrichtung der
Trägerprofilschiene 12 ein- und herausgeschoben werden kann, ansonsten aber ein Aushängen
wirksam verhindert ist.
[0059] Der Halteabschnitt 89 weist einen von dem hakenförmigen Fortsatz 73' weg ragenden,
im Einsatzzustand nach Fig. 2 und 5 sich z.B. waagrecht nach vorne erstreckenden Anlagesteg
91 mit einer Vorderkante 92 und eine im Wesentlichen senkrecht nach oben vorstehende
Federleiste 93 auf. Die Federleiste 93 dient dazu, bei Montage in eine an der Unterkante
eines festen Frontwandelementes vorgesehene Federnut einzugreifen, wie dies z.B. in
Fig. 8a veranschaulicht ist, wobei sich das feste Frontwandelement zusätzlich an dem
Anlagesteg 91 und dem Grundsteg 71 abstützt.
[0060] Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist die der Verbindungsklaue 72' zugewandte Seite der
Federleiste 93 mit einer Riffelung 94 versehen, die dazu dient, die Oberflächenreibung
zu erhöhen und bspw. durch ungleichmäßiges Aufrauen der entsprechenden Seite, durch
Einformen von Rillen oder Ausbilden mehr oder weniger gleichmäßig verteilter Zacken
geschaffen werden kann.
[0061] Der Halteabschnitt 89 mit der Riffelung 94 an der Federleiste 93 ist gut zur Anbringung
einer dritten Zusatzprofilschiene 96 geeignet, die bei dem erfindungsgemäßen Präsentationssystem
11 optional vorgesehen werden kann, um auch dünnere Plattenelemente, z.B. Glasplatten,
mit den dickeren festen bzw. flexiblen Frontwandelementen bündig zu befestigen. Eine
entsprechende dritte Zusatzprofilschiene 96, die dies ermöglicht, ist in schematisierter
Weise in Fig. 6 dargestellt. Die dritte Zusatzprofilschiene 96 ist wie die Profilschienen
12, 13, 14 ebenfalls vorzugsweise aus Aluminium gefertigt, und längs durchgehend sowie
quer mehrfach derart abgewinkelt, dass ein Aufnahmeabschnitt 97 zur Aufnahme bspw.
einer Glasplatte und ein Fixierabschnitt 98, der eine sichere Befestigung der dritten
Zusatzprofilschiene 96 an der zweiten Zusatzprofilschiene 14 ermöglicht, gebildet
sind.
[0062] Der Aufnahmeabschnitt 97 ist zwischen einer in Fig. 5 senkrechten Mittelleiste 99
und einer hierzu parallelen vorderen Blendleiste 101 festgelegt, die über einen Quersteg
102 mit einem Ende der Mittelleiste 99 verbunden ist. Auf diese Weise ist zwischen
der Blendleiste 101 und der Mittelleiste 99 eine Aufnahmeöffnung 103 gebildet, deren
Weite ungefähr der Breite der darin zu sichernden Glasplatte oder dgl. entspricht.
[0063] Der Fixierabschnitt 98 weist eine U-Form auf, die durch die Mittelleiste 99, einen
sich in Fig. 6 vom oberen Ende der Mittelleiste 99 weg erstreckenden Quersteg 104
und eine von dem Quersteg 104 zu der Mittelleiste 99 parallelen, nach unten ragende
Endleiste 107 gebildet ist. Die Endleiste 107, die Mittelleiste 99 und der Quersteg
104 definieren eine Fixieröffnung 108, die an die Breite der Federleiste 93 der zweiten
Zusatzprofilschiene 14 angepasst ist. An der der Fixieröffnung 108 zugewandten Seite
der Endleiste 107 ist eine Riffelung 109 nach Art der Riffelung 94 ausgebildet, die
zur Wirkverbindung mit dieser vorgesehen ist.
[0064] Das insoweit beschriebene Präsentationssystem 11 gemäß der vorliegenden Erfindung
kann, wie oben erwähnt, zum Aufbau von Präsentationswänden bspw. zur Präsentation
von Waren in Verkaufsräumen oder auf Messeständen verwendet werden. Dabei ermöglicht
das erfindungsgemäße Präsentationssystem 11 den flexiblen Aufbau von Präsentationswänden
mit dicken oder dünnen festen Fronwandelementen wie auch mit flexiblen Frontwandelementen,
wie sie bspw. in Fig. 7a und 7b dargestellt ist. Die flexible Verwendung des erfindungsgemäßen
Präsentationssystems soll anhand von Fig. 8a und Fig. 8a erläutert werden.
[0065] Fig. 8a zeigt eine mögliche Verwendung des erfindungsgemäßen Präsentationssystems,
bei der ein flexibles Frontwandelement 97 über die erste Zusatzprofilschiene 13 an
dem oberen Schenkel 17 der Trägerprofilschiene 12 angebracht ist, während ein festes
Frontwandelement 111 über die zweite Zusatzprofilschiene 14 an dem unteren Schenkel
18 der Trägerprofilschiene 12 angebracht ist. Die Zusatzprofilschienen 13, 14 sind
in der vorstehend erwähnten Weise durch Einschieben von einer Seite entlang der Längserstreckung
der Trägerprofilschiene 2 an dieser angebracht worden. Sie können in umgekehrter Weise
jederzeit wieder entfernt und durch eine andere Zusatzprofilschiene ersetzt werden.
Die Verbindungsabschnitte 67, 88 der Zusatzprofilschienen 13, 14 sorgen für eine spielarme,
formschlüssige, stabile Verbindung mit der Trägerprofilschiene 12 und somit für einen
sicheren Halt der Frontwandelemente 79, 111.
[0066] Die Randverstärkung 84 kann leicht und schnell in die Sicherungsnut 78 eingeführt
werden, um das flexible Frontwandelement 79 anzubringen. Die Anbringung ist durch
die geringfügige Elastizität der Randverstärkung 84 auch bei einer günstigen Übermaßpassung
zwischen der Randverstärkung 84 und der Sicherungsnut 78 erleichtert. Vorteilhafterweise
ragt die Randverstärkung 84 hier waagrecht in Richtung auf die Grundplatte 16 in die
Sicherungsnut 78 hinein, während die Bahn 81 um die Leiste 76 umgelenkt ist und sich
im Wesentlichen vertikal nach oben erstreckt. Auf diese Weise werden auch größere
Zugbelastungen, die auf die Bahn 81 einwirken, durch die somit gebildete Kraft- und
Formschlussverbindung, insbesondere die Leisten 76, 77 sicher aufgenommen.
[0067] Das flexible Frontwandelement 79 kann auch schnell wieder entfernt und bspw. durch
ein anderes flexibles Frontwandelement mit einer anders gestalteten Bahn ersetzt werden,
indem die Randverstärkung leicht von Hand aus der Sicherungsnut 78 nach vorne, von
der Trägerprofilschiene 12 und der ersten Zusatzprofilschiene 13 weggezogen wird.
Das feste Frontwandelement 111 kann an dem unteren Schenkel 18 angebracht werden,
indem seine in Fig. 8a obere Kante 112 gegen den Anlagesteg 91 der zweiten Zusatzprofilschiene
14 angelegt wird und deren Federleiste 93 in die in der Kante 112 vorgesehene Federnut
113 einfindet.
[0068] Es sollte klar sein, dass die Anordnung des festen Frontwandelementes 111 mit der
zweiten Zusatzprofilschiene 14 an dem unteren Schenkel 18 leicht durch eine erste
Zusatzprofilschiene 13 mit einem flexiblen Frontwandelement 79 ersetzt werden könnte.
[0069] Wie ferner aus Fig. 8a hervorgeht, ist in dem Aufnahmeschlitz 21 der Trägerprofilschiene
12 ein Einsteckelement 7' eingesetzt, das eine hier nicht dargestellte elektrische
oder elektronische Einrichtung aufweisen kann, die eine Niedervolt-Spannungsversorgung
erfordert. Die Trägerprofilschiene 12 weist hierzu die erste Leitungsanordnung 56
auf, die in der ersten Aussparung 42 des oberen Schenkels 17 ebenfalls durch Einschieben
in Längsrichtung der Trägerprofilschiene 12 eingebracht worden ist. Das Einsteckelement
7' weist an seinem in den Aufnahmeschlitz 21 hineinragenden Befestigungsabschnitt
114 Anschlussmittel 116 mit bspw. federnden Kontakten auf, die beim Einhängen des
Einsteckelementes 7' automatisch eine elektrische Verbindung zu den Leiterbahnen 59a-c
herstellen.
[0070] Im Übrigen liegt der Befestigungsabschnitt 114 des Einsteckelementes 7 an der inneren
Fläche 41 und einem Abschnitt der Innenfläche der zweiten Zusatzprofilschiene 14 flächig
auf und ist durch eine Eingriffsverbindung eines Vorsprungs 117 an dem Befestigungsabschnitt
114 mit der Stufe 52 an der Innenfläche des unteren Schenkels 18 gegen versehentliches
Herausfallen oder Herausziehen gesichert.
[0071] In Fig. 8a ist auch eine zweite oder Hochvolt-Leitungsanordnung 57 in der zweiten
Aussparung 46 untergebracht, die hier aber auch weggelassen sein könnte und nur vorzusehen
ist, wenn auch eine Hochvolt-Spannungsversorgung erforderlich ist. Vorteilhafterweise
ermöglicht die Modulbauweise gemäß der Erfindung vielfältige Konfektionierungen des
erfindungsgemäßen Präsentationssystems 11 je nach Wunsch und Bedarf.
[0072] Die in Fig. 8b veranschaulichte Verwendungsweise unterscheidet sich von derjenigen
nach Fig. 8a zum einen darin, dass ein Einsteckelement 7" mit einem (nicht veranschaulichten)
Verbraucher, der eine Hochvolt-Spannungsversorgung erfordert, verwendet wird, und
andererseits dadurch, dass anstelle eines festen Frontwandelementes 111 eine dünne
Platte, bspw. eine Glasplatte 118 für die Präsentationswand verwendet wird. Die Glasplatte
118 ist über die dritte Zusatzprofilschiene 96 an der Trägerprofilschiene 12 angebracht
und in der Aufnahmeöffnung 103 von dieser aufgenommen. Die dritte Zusatzprofilschiene
96 ist wiederum an der zweiten Zusatzprofilschiene 14 derart angebracht, dass der
Quersteg 104 an dem Anlagesteg 91 anliegt und die Blendleiste 101 die Vorderkante
92 umfasst, während die Federleiste 93 der zweiten Zusatzprofilschiene 14 im Klemmsitz
in der Fixieröffnung 108 der dritten Zusatzprofilschiene 96 aufgenommen ist. Die Riffelungen
94, 109 an miteinander in Eingriff stehenden Flächen der Zusatzprofilschienen 14 und
96 sorgen für eine hohe Haftreibung und einen sicheren Halt der dritten Zusatzprofilschiene
96 an der zweiten Zusatzprofilschiene 14.
[0073] Das Einsteckelement 7" weist an seinem Befestigungsabschnitt 114" Anschlussmittel
116" auf, die in die zweite Leitungsanordnung 57 eingreifen, um eine leitende Verbindung
mit den Leiterbahnen 63a, 63b zu schaffen. Zur Erhöhung der Sicherheit an der Hochspannungs-Leitungsanordnung
57 kann eine Drehkontaktierungseinrichtung in der Weise vorgesehen sein, dass die
Herstellung der leitenden Verbindung erst nach dem vollständigen Einführen des Einsteckelementes
7" in den Aufnahmeschlitz 21 durch Verdrehung der Drehkontaktierungseinrichtung hergestellt
werden kann. Außerdem kann das Einsteckelement 7" durch eine Drehverriegelung in seiner
Einsatzstellung festgesetzt werden, indem es gleichzeitig mit der Kontaktherstellung
bspw. durch einen in die Verriegelungsnut 54 eingreifenden Verriegelungsnocken 119
zusätzlich an dem unteren Schenkel 18 verriegelt wird.
[0074] Darüber hinaus zeigt Fig. 8b ein plattenförmiges Querverbindungselement 121, das
wahlweise dazu verwendet werden kann, zwei Trägerprofilschienen zusätzlich miteinander
zu verbinden, um die Konstruktion weiter zu stabilisieren. Das Querverbindungselement
121 kann mit seiner Kante an den Steg 31 der Befestigungseinrichtung 27 eines der
Schenkel 17, 18 angelegt und mittels einer selbstschneidenden Schraube 122, die in
den Befestigungsschlitz 32 eingeschraubt wird, befestigt werden.
[0075] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Modifikationen möglich. So kann zum Beispiel
die Trägerprofilschiene 12 unterschiedliche Formen einnehmen, sofern ihr vorderer
Endbereich zur kraftschlüssigen oder vorzugsweise form- und kraftschlüssigen Befestigung
einer ersten und zweiten Zusatzprofilschiene 13, 14, eingerichtet ist. Diese können
ebenfalls unterschiedliche Formen mit zu der Trägerprofilschiene 12 passendem Verbindungsabschnitt
67, 68 einnehmen. Die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen haben jedoch
einen besonders einfachen, materialsparenden Aufbau. Die dritte Zusatzprofilschiene
96 könnte ebenfalls zur unmittelbaren Anbringung an der Trägerprofilschiene 12 eingerichtet
sein.
[0076] Das flexible Frontwandelement 79 kann an einem oder mehreren Rändern eine Randverstärkung
84 aufweisen. Es könnte auch nach Art eines Rollos ausgebildet sein, so dass ein bspw.
der Randverstärkung 84 gegenüberliegender Rand mit einer Welle verbunden und auf diese
aufwickelbar ist. Die Randverstärkung 84 und die Sicherungsnut 78 können unterschiedliche,
zueinander passende Querschnittsformen aufweisen. Die Sicherungsnut 78 könnte in Eingriffsstellung
auch unter einem Winkel zu der Tiefenrichtung, bspw. senkrecht hierzu ausgerichtet
sein. Es sind auch gänzlich andere Ausführungsformen von Sicherungseinrichtungen,
die eine lösbare Form- und Kraftschlussverbindung ermöglichen, einschließlich einer
Sicherungseinrichtung nach Art eines Klettverschlusses, möglich. Die hier beschriebene
Ausführung in Form der ersten Zusatzprofilschiene 13 wird aber bevorzugt, weil sie
gemeinsam mit den weiteren Profilschienen 12, 14 und 96 ein modulares Präsentationssystem
11 ergibt, das besonders einfach aufgebaut, vielseitig, flexibel verwendbar und leicht
zu handhaben ist. Vorteilhafterweise müssen sie zweite, dritte und gegebenenfalls
vierte Zusatzprofilschiene 13, 14, 96 nur dort vorgesehen zu werden, wo tatsächlich
ein Aufnahmeschlitz 21 zur Aufnahme von Einsteckelementen 7 benötigt wird.
[0077] Es ist auch möglich, die Trägerprofilschiene 12 und die Zusatzprofilschienen 13,
14, 96 auch in senkrechter Anordnung zu verwenden. Die Trägerprofilschiene 12 weist
dann in ihrem Wandabschnitt 79 bspw. (hier nicht näher veranschaulichte) Einhängeschlitze
oder -löcher auf, in die an dem Befestigungsabschnitt 114 der Einsteckelemente 7 vorgesehene
(nicht veranschaulichte) Haken eingreifen können, um darin gehaltert zu werden. Für
die Längsenden der Profilschienen 12, 13, 14 und 96 sind vorzugsweise geeignete Endabdeckungen
vorgesehen.
[0078] Weitere Modifikationen der Erfindung sind in Fig. 9a, 9b und 10 veranschaulicht.
Soweit Übereinstimmung in Bau und/oder Funktion besteht, wird unter Verwendung gleicher
Bezugszeichen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen.
[0079] Die in Fig. 9a dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von derjenigen nach
Fig. 2 bis 8 insbesondere dadurch, dass die Sicherungseinrichtung 69 hier nicht durch
eine gesonderte Zusatzprofilschiene gebildet, sondern direkt an dem vorderen Ende
der Trägerprofilschiene 12 in Form des Sicherungsabschnitts 68 angeformt ist. Der
Sicherungsabschnitt 68 weist wiederum eine erste und eine zweite Leiste 76, 77 auf,
die hier in der bevorzugten Ausführungsform parallel, im Abstand zueinander verlaufen
und zwischeneinander die im Wesentlichen rechteckige Sicherungsnut 78 zur form- und
kraftschlüssigen Aufnahme der Randverstärkung 84 eines flexiblen Frontwandelementes
79 definieren. Die Sicherungsnut 78 ist hier zur Vorderseite hin offen, und die Leiste
77 bildet auch den Endsteg 37 der Trägerprofilschiene 12, der die Eintrittsöffnung
22 begrenzt. Der Sicherungsabschnitt 68 mit der Sicherungsnut 78 könnte auch anders
ausgerichtet und angeordnet sein.
[0080] In der Ausführungsform nach Fig. 9a sind die vorderen Endabschnitte des ersten und
des zweiten Schenkels 17, 18 identisch oder in Bezug auf eine Mittelebene der Profilschiene
symmetrisch ausgebildet. Das heißt, sowohl der erste als auch der zweite Schenkel
17, 18 tragen an ihrem vorderen Endabschnitt die Sicherungseinrichtung 69. Diese Ausführungsform
eignet sich, wenn nur flexible Frontwandelemente 79 an der Trägerprofilschiene 12
befestigt werden sollen.
[0081] Die in Fig. 9b dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Fig. 9a
dargestellten dadurch, dass an dem vorderen Endabschnitt des zweiten, unteren Schenkels
18 hier ein Halteabschnitt 89 zur Aufnahme eines festen Frontwandelementes, wie bspw.
des Frontwandelementes 111 (vgl. Fig. 8a), einstückig angeformt ist. Der Halteabschnitt
89 stimmt mit dem Halteabschnitt 89 der Ausführungsform nach Fig. 2 bis 8 überein,
so dass, um Wiederholungen zu vermeiden, auf die dortige Beschreibung verwiesen wird.
Es reicht zu erwähnen, dass der Halteabschnitt 89 in Fig. 9b ebenfalls einen Anlagesteg
91, der gemeinsam mit der Leiste 77 des an dem ersten Schenkel 17 einstückig angeformten
Sicherungsabschnitts 68 die Eintrittsöffnung 22 definiert, und eine Federleiste 93
zum Eingriff in eine Federnut 113 eines festen Frontwandelementes 111 mit einer Riffelung
94 oder alternativ mit einer Formgestaltung zur Sicherung eines Zusatzprofilelementes
nach Art der dritten Zusatzprofilschiene 96 aufweist. Somit kann bei der in Fig. 9b
dargestellten Ausführungsform der Trägerprofilschiene 12 ein flexibles Frontwandelement
79 an dem ersten, oberen Schenkel 17 und ein festes Frontwandelement 111 an dem zweiten,
unteren Schenkel 18 gesichert werden. Selbstverständlich kann die Anordnung auch vertauscht
werden, so dass der obere Schenkel 17 den Halteabschnitt 89 und der untere Schenkel
18 den Sicherungsabschnitt 68 aufweist. Mit nur drei geringfügig unterschiedlichen
Trägerprofilschienen gemäß den Figuren 9a und 9b kann wiederum eine weite Vielfalt
von Ausgestaltungen von Präsentationswänden schnell, einfach, flexibel realisiert
werden.
[0082] In Fig. 10 ist in einer stark vereinfachten Prinzipdarstellung eine weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Präsentationssystems 11 veranschaulicht, das ähnlich wie das
in den Fig. 2-8 dargestellte System einen modularen Profilschienenaufbau aufweist.
Das Präsentationssystem 11 weist eine als Grundschiene dienende Trägerprofilschiene
12, die hier lediglich zu Beispielszwecken wesentlich einfacher, frei von Leitungsanordnungen
konstruiert ist, aber auch ähnlich der Profischiene 12 nach Fig. 2-8 gestaltet sein
könnte. Jedenfalls weist sie einen ersten, in Fig. 10 oberen Schenkel 17 und einen
zweien, unteren Schenkel 18 auf, die zumindest in ihrem vorderen Endbereich bezüglich
einer horizontalen Ebene spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet sind. Die Schenkel
17, 18 tragen an ihren voneinander abgewandten Außenseiten hakenförmige Verbindungsleisten
34, die zur Anbringung von Zusatzprofilschienen dienen und mit den freien Schenkelenden
36 relativ schmale Endstege 37 definieren.
[0083] Das Präsentationssystem 11 nach Fig. 10 weist ferner eine erste Zusatzprofilschiene
13 zur Anbringung flexibler Frontwandelemente 79 auf, die hier zweiteilig mit einem
ersten Schienenelement 13a und einem gesonderten zweiten Schienenelement 13b ausgebildet
ist. Das erste Schienenelement 13a weist einen Verbindungsabschnitt 67 mit einer Verbindungsklaue
72, die die Verbindungsleiste 34 formschlüssig umgreift, und einen Halteabschnitt
in Form eines Haltestegs 123 auf, der auf dem Endsteg 37 aufliegt und diesen nach
vorne verlängert.
[0084] Das zweite Schienenelement 13b ist im Wesentlichen L-förmig und trägt einen Sicherungsabschnitt
68 für ein flexibles Frontwandelement 79, der hier in der bevorzugten Ausgestaltung
mit zwei zueinander parallelen, voneinander beabstandeten Leisten 76, 77 und einer
dazwischen definierten Sicherungsnut 78 zur Aufnahme der Randverstärkung 84 des flexiblen
Frontwandelementes 79 ausgebildet ist. Das zweite Schienenelement 13b kann derart
mit dem ersten Schienenelement 13a lösbar gekoppelt werden, dass es mit dem Schenkel
77 auf dem Haltesteg 123 aufliegt und ferner gegen die Verbindungsklaue 72 gelehnt
ist.
[0085] Wie ferner aus Fig. 10 ersichtlich, kann das erste Schienenelement 13a sowohl an
dem oberen als auch an dem unteren Schenkel 17, 18 lösbar, aber unverlierbar angebracht
and auch zur Montage fester Frontwandelemente 111 verwendet werden. Ein festes Frontwandelement
111 wird wie das zweite Schienenelement 13b gegen die Verbindungsklaue 72 und den
Haltesteg 123 angelegt, der hier vorteilhafterweise eine hinreichende Tiefe auch für
Wandelemente 111 mit einer Dicke von wenigstens 15 mm und sogar bis zu 25 mm aufweist.
[0086] Ein Präsentationssystem 11 zum Aufbau von Präsentationswänden zur Warenpräsentation
weist eine längliche Trägerprofilschiene 12 zur Halterung von Frontwandelementen,
die eine Grundplatte 16 zur Befestigung an einer Rückwand, einen ersten Schenkel 17
und einen zweiten Schenkel 18, die von der Grundplatte 16 freitragend vorragen, im
Abstand zueinander verlaufen und miteinander einen Aufnahmeschlitz 21 zur Aufnahme
von Einsteckelementen 7, 7', 7" bilden, der zu einer der Grundplatte 16 gegenüberliegenden
Vorderseite hin nach außen offen ist, wenigstens ein Frontwandelement 3, 79, 111 zur
Verbindung mit der Trägerprofilschiene 12 und Einsteckelemente 7, 7', 7" unterschiedlicher
Gestaltungen auf. Erfindungsgemäß ist wenigstens ein Frontwandelement ein flexibles
Frontwandelement 79, das eine dünnwandige, biegsame Bahn 81 eines Materials, die eine
Wandfläche definiert, und eine Randverstärkung 84 aufweist, die entlang wenigstens
eines Bereichs wenigstens eines Randes 82, 83 der Bahn 81 vorgesehen ist, und es ist
eine Sicherungseinrichtung 69 zur form- und kraftschlüssigen lösbaren Verbindung der
Trägerprofilschiene 12 mit der Randverstärkung 84 des flexiblen Frontwandelementes
79 vorgesehen. Die Sicherungseinrichtung 69 kann einen integralen Teil der Trägerprofilschiene
12 bilden oder zum Aufbau eines modularen Präsentationssystems 11 an einer gesonderten,
an der Trägerprofilschiene 12 lösbar befestigbaren Zusatzprofilschiene 13 vorgesehen
sein. Zusätzlich kann eine weitere Zusatzprofilschiene 14 zur Aufnahme fester Frontwandelemente
111 eingerichtet sein. Das Präsentationssystem 11 ermöglicht bei einfacher, kostengünstiger
Konstruktion einen schnellen, flexiblen Aufbau von Präsentationswänden nach individuellen
Gestaltungs- und Ästhetikwünschen.
1. Präsentationssystem, insbesondere zum Aufbau von Präsentationswänden in einem Präsentationsraum,
mit einer länglichen Trägerprofilschiene (12), die zum Haltern von Frontwandelementen
vorgesehen ist und die eine Grundplatte (16) zur Befestigung an einer Rückwand eines
Präsentationsraumes, einen ersten Schenkel (17), der von der Grundplatte (16) freitragend
vorragt, und einen zweiten Schenkel (18) aufweist, der von der Grundplatte (16) freitragend
vorragt, im Abstand zu dem ersten Schenkel (17) verläuft und mit diesem einen Aufnahmeschlitz
(21) zur Aufnahme von Einsteckelementen (7) ausbildet, der zu einer der Grundplatte
(16) gegenüberliegenden Vorderseite hin nach außen offen ist;
mit wenigstens einem Frontwandelement (3, 79, 111) zur Verbindung mit der Trägerprofilschiene
(12),
wobei das wenigstens eine Frontwandelement ein flexibles Frontwandelement (79) mit
einer dünnwandigen, biegsamen Bahn (81) eines Materials, die eine Wandfläche definiert,
und einer Randverstärkung (84) aufweist, die entlang wenigstens eines Randes (82,
83) der Bahn (81) wenigstens bereichsweise vorgesehen ist; und
mit einer Sicherungseinrichtung (69) zur form- und kraftschlüssigen lösbaren Verbindung
der Trägerprofilschiene (12) mit der Randverstärkung (84) des flexiblen Frontwandelementes
(79).
2. Präsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (81) eine Textilienbahn, insbesondere aus einem Gewebe, oder eine Folie
aus einem hochreißfesten und dimensionsstabilen Kunststoff ist.
3. Präsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Randverstärkung (84) aus einem von dem Bahnmaterial gesonderten, vorzugsweise
elastischen Material ausgebildet und an dem Rand der Bahn befestigt ist.
4. Präsentationssystem nach Anspruch 1, ferner mit wenigstens einem Einsteckelement (7,
7', 7") zur Präsentation von Waren, das eingerichtet ist, um in dem Aufnahmeschlitz
(21) eingehängt zu werden, wobei das wenigstens eine Einsteckelement (7', 7") mit
einer elektrischen oder elektronischen Einrichtung versehen sein kann.
5. Präsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerprofilschiene (12) wenigstens eine Leitungsanordnung (56, 57) trägt, die
in einer Innenfläche wenigstens eines der Schenkel (17, 18) lösbar und formschlüssig
befestigt ist und eine Strom- und/oder Datenübertragung ermöglicht.
6. Präsentationssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerprofilschiene (12) eine erste Aussparung (42), in der eine Niedervolt-
bzw. Datenleitungsanordnung (56) unterbringbar ist, und eine zweite Aussparung (46)
aufweist, in der eine Hochvolt-Leitungsanordnung (57) unterbringbar ist.
7. Präsentationssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Leitungsanordnung (56, 57) ein Isoliergehäuse (58, 62) mit darin eingebetteten
Leiterbahnen (59a-c, 63a-b) und wegragenden Fortsätzen (61, 64) aufweist und die Aussparungen
(42, 46) jeweils in Form und Größe an das jeweilige Isoliergehäuse (58, 62) angepasst
und mit zu den Fortsätzen (61, 64) komplementären Hinterschneidungen (43, 47) versehen
sind, um das Isoliergehäuse lösbar aber unverlierbar zu haltern und um ein Einführen
bzw. Herausnehmen der Leitungsanordnung (56, 57) in die Aussparung (42, 46) hinein
bzw. aus dieser heraus nur in Längsrichtung der Trägerprofilschiene (12) zuzulassen.
8. Präsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinrichtung (69) einen Sicherungsabschnitt (68) mit zwei im Abstand
zueinander verlaufenden Leisten (76, 77) aufweist, die zwischeneinander eine Sicherungsnut
(78) bilden.
9. Präsentationssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leisten (76, 77) parallel zueinander verlaufen und die Sicherungsnut (78) einen
rechteckigen Querschnitt aufweist.
10. Präsentationssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Weite der Sicherungsnut (78) zwischen den Leisten (76, 77) zur Erzielung einer
Presspassung mit der Randverstärkung (84) geringfügig kleiner als die entsprechende
Dicke wenigstens eines Bereichs der Randverstärkung (84) bemessen ist.
11. Präsentationssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsabschnitt (68) im Einsatzzustand derart angeordnet und ausgerichtet
ist, dass die Sicherungsnut (78) parallel und in unmittelbarer Nähe zu dem Aufnahmeschlitz
(21) verläuft und zur Vorderseite der Trägerprofilschiene (12) hin offen ist.
12. Präsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinrichtung (69) mit der Trägerprofilschiene (12) integral ausgebildet,
vorzugsweise an einem freien Ende (36) entweder des ersten Schenkels (17) und/oder
des zweiten Schenkels (18) angeformt ist.
13. Präsentationssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinrichtung (69) an einem der Schenkel (17, 18) vorgesehen ist und
der andere Schenkel an seinem freien Ende (36) einen Anlagesteg (91) und eine Federleiste
(93) zur Aufnahme eines festen Frontwandelementes (111) trägt, wobei die Federleiste
eingerichtet ist, um in eine Federnut (113) an einer Kante des festen Frontwandelementes
(111) einzugreifen.
14. Präsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinrichtung (69) an einer von der Trägerprofilschiene (12) gesonderten
ersten Zusatzprofilschiene (13) ausgebildet ist, die einstückig einen Sicherungsabschnitt
(68) vorzugsweise mit zwei im Abstand zueinander verlaufenden Leisten (76, 77), die
dazwischen eine Sicherungsnut (78) bilden, und einen Verbindungsabschnitt (67) zur
formschlüssigen Verbindung der ersten Zusatzprofilschiene (13) mit der Trägerprofilschiene
(12) aufweist.
15. Präsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinrichtung (69) an einer von der Trägerprofilschiene (12) gesonderten
ersten Zusatzprofilschiene (13) vorgesehen ist, die mehrteilig ausgebildet ist, wobei
die Zusatzprofilschiene (13) wenigstens ein erstes Schienenelement (13a) mit einem
Verbindungsabschnitt (67) zur formschlüssigen Anbringung an die Trägerprofilschiene
(12) und wenigstens ein gesondertes zweites Schienenelement (13b) aufweist, das mit
dem ersten Schienenelement (13a) koppelbar ist und einen Sicherungsabschnitt (68)
für ein flexibles Frontwandelement (79) trägt, der vorzugsweise zwei im Abstand zueinander
verlaufende Leisten (76, 77) mit einer dazwischen ausgebildeten Sicherungsnut (78)
aufweist.
16. Präsentationssystem nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass es ferner eine von der Trägerprofilschiene (12) und der ersten Zusatzprofilschiene
(13) gesonderte zweite Zusatzprofilschiene (14) aufweist, die einstückig einen Halteabschnitt
(89) mit einem Anlagesteg (91) zum Anlegen eines festen Frontwandelementes (111) und
einer Federleiste (93), die senkrecht von dem Anlagesteg (91) vorsteht und zur Eingriffsverbindung
mit einer Federnut (113) an einer Kante des festen Frontwandelementes (111) eingerichtet
ist, und einen Verbindungsabschnitt (88) zur formschlüssigen Verbindung der Trägerprofilschiene
(12) mit der zweiten Zusatzprofilschiene (14) aufweist.
17. Präsentationssystem nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerprofilschiene (12) eine Verbindungseinrichtung (33) zur formschlüssigen
Verbindung mit der ersten und der zweiten Zusatzprofilschiene (13, 14) aufweist, die
form- und größenmäßig zu dem Verbindungsabschnitt (67, 88) sowohl der ersten als auch
der zweiten Zusatzprofilschiene (13, 14) derart passend gestaltet ist, dass die erste
und die zweite Zusatzprofilschiene (13, 14) an der Trägerprofilschiene (12) lösbar
aber unverlierbar anbringbar sind, wobei das Anbringen und Lösen der ersten bzw. zweiten
Zusatzprofilschiene (13, 14) an bzw. von der Trägerprofilschiene (12) nur durch Ein-
und Herausschieben in Längsrichtung der Trägerprofilschiene (12) möglich ist.
18. Präsentationssystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerprofilschiene (12) an der Außenseite eines jeden Schenkels (17, 18) in
der Nähe seines freien Endes (36) eine nach außen vorragende hakenförmige Verbindungsleiste
(34) trägt und dass die Verbindungsabschnitte (67, 88) der ersten und der zweiten
Zusatzprofilschiene (13, 14) jeweils eine Verbindungsklaue (72, 72'), die eingerichtet
ist, um die Verbindungsleiste (34) spielarm zu umgreifen, und einen Fortsatz (73,
73') aufweisen, der eingerichtet ist, um einen der Schenkel (17, 18) an dessen freiem
Ende (36) zu untergreifen.
19. Präsentationssystem nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner eine von der Trägerprofilschiene (12), der ersten und der zweiten Zusatzprofilschiene
(13, 14) gesonderte dritte Zusatzprofilschiene (96) aufweist, die einen Aufnahmeabschnitt
(97) zur Aufnahme eines zu befestigenden dünnen festen Plattenelementes (118) und
einen Fixierabschnitt (98) aufweist, der eine an die Außenkontur des Halteabschnitts
(89) der zweiten Zusatzprofilschiene (14) angepasste Gestalt aufweist und eingerichtet
ist, um an dem Halteabschnitt (89) unter Umgreifung der Federleiste (93) wieder lösbar
gesichert zu werden.