(19)
(11) EP 2 489 416 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.09.2016  Patentblatt  2016/39

(21) Anmeldenummer: 12156103.9

(22) Anmeldetag:  18.02.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63C 11/22(2006.01)
A63B 21/06(2006.01)
A63B 21/00(2006.01)
A45B 9/02(2006.01)
A63B 69/00(2006.01)
A63B 21/072(2006.01)

(54)

Sportstock, insbesondere Walking-, Nordic-Walking- bzw. Ski-Langlaufstock

Sports stick, in particular walking, Nordic walking or cross-country skiing stick

Bâton de sport, notamment bâton de marche, de marche nordique ou de ski


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.02.2011 AT 2202011

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.08.2012  Patentblatt  2012/34

(73) Patentinhaber: Hückel, Gerhard
2384 Breitenfurt (AT)

(72) Erfinder:
  • Hückel, Gerhard
    2384 Breitenfurt (AT)

(74) Vertreter: Patentanwälte Pinter & Weiss OG 
Prinz-Eugen-Straße 70
1040 Wien
1040 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-U1-202004 008 543
US-A- 2 347 789
US-A- 4 688 788
SE-C- 98 588
US-A- 3 085 814
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft einen Sportstock, insbesondere Walking-, Nordic-Walking- bzw. Ski-Langlaufstock, mit einem Griffelement, welches einen im Wesentlichen stabförmigen Kern aufweist, wobei der stabförmige Kern, unter Freilassung eines Verbindungsbereichs für den Stockschaft, von einer Griffhülle umgeben ist, und wobei das obere Ende des Stockschafts auf den Verbindungsbereich des stabförmigen Kerns aufgeschoben und an diesem, vorzugsweise durch eine Klebe- oder Klemmverbindung, befestigt ist.

    [0002] Mit Sportstöcken unterstützte Geh- und Laufsportarten, wie etwa Walking oder Nordic-Walking, erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit und werden allgemein als wirkungsvolle und ausgeglichene Trainingsmethoden angesehen, da sie nicht nur die Beinmuskulatur, sondern auch den Oberkörperbereich und die Arme trainieren. In Sportgeschäften ist mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlich ausgebildeter (Nordic-)Walking-Stöcke verfügbar, wobei die Preisspannen in Abhängigkeit des verwendeten Materials und der gebotenen Qualität beträchtlich sind. Von den Anbietern wird insbesondere versucht, das Gewicht des Sportgeräts zu minimieren, wobei die qualitativ hochwertigsten und teuersten (Nordic-) Walking-Stöcke im Allgemeinen auch die leichtesten sind.

    [0003] Zur Herstellung der Stecken werden meist leichte Metalle, wie etwa Aluminium, oder Kompositmaterialien, wie etwa Carbon- oder Glasfaserrohre, verwendet. Der Griff wird entweder aus Naturkork oder aus leichten Kunststoffmaterialien oder aus beiden hergestellt. Herkömmliche Kunststoffgriffe haben im allgemeinen eine Dichte von etwa 1 g/cm3, wobei im Stand der Technik ein hoher Aufwand betrieben wird, um dieses Gewicht nach Möglichkeit zu verringern, etwa durch Verwendung geschäumter Kunststoffmaterialien oder durch die Verwendung von Kork, der eine Dichte von etwa 0,2 g/cm3 aufweist.

    [0004] Um den Trainingseffekt hinsichtlich der Arm- Schulter- und Oberkörpermuskulatur zu verstärken, offenbart die DE 10 2005 028 914 A1 einen Sportstock, der mit einem Ballastgewicht versehen ist, wobei das Ballastgewicht dadurch gebildet sein kann, dass der Schaft zumindest teilweise aus Vollmaterial, vorzugsweise Stahl, besteht. Der Schaft ist in allen Bereichen gerade ausgebildet. Die Schwerpunktlage, die sich bei Verwendung eines zumindest teilweise aus Vollmaterial gebildeten Schafts ergibt, ist in der DE 10 2005 028914 A1 nicht thematisiert.

    [0005] Die DE 20 2004 008 543 U1 offenbart einen Fitnessstock mit zumindest einem in den Griff des Stocks integrierten Gewicht, welches auch ein innerhalb des Griffstückes konzentrisch oder in einer anderen geometrischen Form um das Stockrohr angebrachtes Gewicht sein kann. Aufgrund ergonomischer Zusammenhänge ist die Tiefe der Griffbohrung, in die der Schaft bzw. der Kern eingesetzt wird, durch die jeweilige Form des Griffs beschränkt, sodass meist der Schaft nur etwa maximal bis zur Hälfte der Grifflänge in den Griff eindringen kann. Dadurch ergibt sich jedoch ein verhältnismäßig tiefer, weit unterhalb des Griffes liegender Schwerpunkt, der sich auf den Trainingserfolg negativ auswirkt und durch die auszugleichenden Trägheitskräfte zu unerwünschten Verspannungen der Muskulatur führen kann. Ein Versuch, die Griffform derart anzupassen, dass der den Ballast bildende Teil des geraden Kerns bzw. Stockschafts sich über die volle Grifflänge erstreckt und im Wesentlichen bis zum oberen Griffende reicht, würde jedoch dazu führen, dass der Griff eine sehr gerade, unergonomische Form erhielte. Auch eine dicke Griffform, wie sie etwa in der Fig. 4 der DE 20 2004 008 543 U1 gezeigt ist, wird im Allgemeinen als unergonomisch empfunden.

    [0006] US 2,347,789 offenbart ein Griffelement für einen Skistock, das zur Ausbalancierung der Gewichtsverteilung mit einem Gewichtseinsatz versehen werden kann.

    [0007] US 3,085,814 offenbart ein Griffelement für einen Skistock, wobei das Griffelement mit dem Stockschaft über ein stabförmiges Verbindungselement verbunden ist, das zwischen dem Griffelement und dem Stockschaft einen Knick aufweist.

    [0008] Es ist ein Ziel der gegenständlichen Erfindung, einen Sportstock der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine vorteilhafte Schwerpunktlage aufweist, wobei die Möglichkeit eines verstärkten Trainings der Arm- Schulter- und Oberkörpermuskulatur unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik geboten wird. Die erfindungsgemäß zu lösende Aufgabenstellung lässt sich dabei darin sehen, das Gewicht derart im Griff anzuordnen, dass dieser eine schlanke und ergonomisch vorteilhafte Form erhält, wobei das Gewicht die Griffform und die Gestaltungsfreiheit des Designers so wenigwie möglich beeinflussen soll.

    [0009] Dieses Ziel wird durch einen Sportstock der eingangs genannten Art erreicht, bei dem der stabförmige Kern als Gewichtszusatz vorgesehen ist und einen im Bereich der Griffhülle angeordneten Knick bzw. eine Krümmung aufweist, der/die einen sicheren Halt des schweren stabförmigen Kerns im Griff ermöglicht. Der Knick des stabförmigen Kerns erlaubt es, den Kern auch mit einem sehr ergonomisch ausgebildeten Griff im Wesentlichen bis an das obere Ende des Griffes zu verlängern, sodass sich eine sehr vorteilhafte Schwerpunktlage ergibt. Überdies ermöglicht der Knick einen sicheren Halt des schweren stabförmigen Kerns im Griff und verhindert, dass dieser aus dem Griff herausgezogen werden kann.

    [0010] Weitere Vorteile dieses Sportstocks liegen darin, dass das stabförmige Griffgewicht eine Doppelfunktion einnimmt - einerseits als Zusatzgewicht, andererseits als Verbindungselement zwischen Griff und Schaft. Dadurch gelingt es auf einfache Weise, das Zusatzgewicht, das bei den bisher bekannten Sportstöcken immer einen den Aufbau des Griffes bzw. des Sportstocks störenden Fremdkörper darstellte, in den Stockaufbau funktionell zu integrieren. Der Sportstock kann so gestaltet werden, dass er sich optisch nicht mehr von einem herkömmlichen Sportstock (ohne Zusatzgewicht) unterscheidet.

    [0011] Bevorzugter Weise kann der Stockschaft so mit dem Griffelement verbunden sein, dass der oberer Rand des Stockschafts bündig am unteren Ende des Griffs anschließt, bzw. von diesem abgedeckt ist. Dadurch ist der Kern vollständig vom Sportstock verborgen und von Umwelteinflüssen geschützt. Optisch ist der Sportstock nicht von einem herkömmlichen Modell zu unterscheiden.

    [0012] Zur Montage kann der Griff flexibel ausgebildet sein, sodass er auf den geknickten bzw. gekrümmten Kern aufgeschoben werden kann. Vorteilhafter ist jedoch ein Griff aus einem weniger flexiblen Material, wobei die Griffhülle zwei symmetrische, miteinander verbundene Griffschalen aufweisen kann, zwischen denen der stabförmige Kern angeordnet ist. Die Griffschalen sind dabei vorgefertigt und werden, den Kern umfassend, zusammengesetzt und miteinander verklebt, verschraubt oder auf andere Weise miteinander verbunden.

    [0013] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform kann vorsehen, dass der stabförmige Kern vom Material des Griffelements umspritzt bzw. umgossen ist. Dies erlaubt eine besonders kostengünstige Herstellung des mit dem Kern verbundenen Griffs in einem Arbeitsgang, wobei zusätzliche Montageschritte, wie etwa das Verbinden zweier Griffhälften, entfallen können.

    [0014] Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Sportstocks, wobei der im Wesentlichen stabförmige Kern in einer Gussform angeordnet wird, der Kern, unter Freilassung eines Verbindungsbereichs mit dem Stockschaft, mit einem die Griffhülle ausbildenden Kunststoff umgossen bzw. umspritzt wird, das formfest ausgehärtete Griffelement mit dem Kern aus der Form entnommen wird, und das obere Ende des Stockschafts auf den Verbindungsbereich des stabförmigen Kerns aufgeschoben und an diesem, vorzugsweise durch eine Klebe- oder Klemmverbindung, befestigt wird. Dieses Verfahren ermöglicht eine effiziente und automatisierte Erzeugung des Sportstocks, wobei das Griffelement (ohne dem daran montierten Stockschaft) auch als Halbfertigprodukt hergestellt und vertrieben werden kann.

    [0015] Zur Herstellung des Sportstocks kann das Griffelement gemäß einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren mit dem Stockschaft verbunden werden, indem der rohrförmige Stockschaft auf den aus dem Griffelement herausragenden Teil des Kerns aufgeschoben und mit diesem, vorzugsweise durch eine Klebe- oder Klemmverbindung, befestigt wird. Die Herstellung des Sportstocks kann entweder im Werk erfolgen oder auch von einem Fachhändler ausgeführt werden, sodass ein bestimmter Griff den Kundenwunsch entsprechend auf einem speziellen Stockschaft montiert wird. Dies ermöglicht eine flexible und individuelle, auf die Kundenbedürfnisse angepasste Herstellung des Sportstocks.

    [0016] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen detailliert und beispielhaft beschrieben, wobei Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Sportstock in einem Querschnitt zeigt, Fig. 2 den Sportstock in einer teleskopartig zusammengeschobenen Stellung in einem Querschnitt zeigt, Fig. 3 den teleskopartig zusammengeschobenen Sportstock in einer schaubildlichen Darstellung zeigt, Fig. 4 eine Detailzeichnung des stabförmigen Kerns ist, Fig. 5 eine Ansicht des erfindungsgemäßen Griffelements von der Seite der Handballenauflage aus gesehen zeigt und Fig. 6 eine Schnittansicht des Griffelements der Fig. 5 entlang der Linie B-B ist.

    [0017] Fig. 1 zeigt einen zusammengebauten Sportstock mit dem daran befestigten erfindungsgemäßen Griffelement 1 im Querschnitt. Der Sportstock besteht im Wesentlichen aus einem Griffelement 1 und einem Stockschaft 2, die in einem Verbindungsbereich 4 miteinander verbunden sind. Das Griffelement 1 besteht im Wesentlichen aus einer Griffhülle 5, in welche ein stabförmiger Kern 3 eingesetzt ist. In der dargestellten Ausführungsform ist das Griffelement 1 mit einem Schild 7 versehen, das bei der Verwendung in der Natur die Finger und die Hand vor Ästen und dergleichen schützt.

    [0018] Der stabförmige Kern 3 ist nur teilweise von der Griffhülle 5 umgeben, sodass ein Verbindungsbereich 4 aus der Griffhülle 5 herausragt, an dem der Stockschaft 2 befestigt ist. Der Stockschaft 2 kann ein herkömmlicher Schaft sein, der an seinem unteren Ende etwa eine Metallspitze mit einem Teller 8, eine Asphaltkappe 9 oder eine andere dem Fachmann bekannte Endgestaltung aufweisen kann. In der dargestellten Ausführungsform ist der Stockschaft 2 teleskopartig ausgebildet und kann, in an sich bekannter Weise, zur leichteren Verstaubarkeit oder zum Anpassen an verschiedene Körpergrößen in seiner Länge verstellt werden. Fig. 2 und Fig. 3 zeigen den Sportstock in einer ganz eingeschobenen Stellung.

    [0019] Der stabförmiger Kern 3 besteht aus einem verhältnismäßig schweren Material, vorzugsweise aus Metall, wobei insbesondere Stahl und Blei oder eine Kombination aus diesen Materialien (z.B. ein mit Blei gefülltes Stahlrohr) aufgrund der geringen Kosten und der einfachen Bearbeitbarkeit bevorzugt sind. Alternativ können auch andere schwere Materialien, wie etwa mit Metall versetzte Kunststoffe oder dergleichen, verwendet werden.

    [0020] Für den in Fig. 4 beispielhaft dargestellten Metallkern ergeben sich bei einer beispielhaften Gesamtlänge von etwa 160 mm und einem Durchmesser von 14 mm ein Volumen von etwa 25 cm3, sodass sich alleine für den Kern ein Gewicht zwischen etwa 200 g (Stahl) und 280 g (Blei) ergibt. Zusammen mit der Griffhülle 5 und dem Schild 7 könnte das Gesamtgewicht des Griffelements 1 somit beispielsweise zwischen etwa 250 und 350 g betragen.

    [0021] Der Griff kann mit einem sehr leichten Stockschaft kombiniert werden, wobei Schäfte aus Hochleistungsmaterialien, wie etwa Carbon-Kompositmaterialien, weniger als hundert Gramm wiegen können. Somit liegt der Schwerpunkt des Sportstocks in einer bevorzugten Ausführungsform im Bereich des Griffes und befindet sich somit unmittelbar bei der Griffhand des Benutzers. Vorzugsweise liegt der Gesamtschwerpunkt des Sportstocks dabei noch oberhalb des unteren Endes des stabförmigen Kerns 3. Dies bewirkt, dass die bei der Stockbewegung entstehenden Fliehkräfte minimiert werden und der Benutzer den Stock trotz des hohen Griffgewichts aufgrund der vorteilhaften Schwerpunktlage als leicht empfindet. Somit wird trotz des subjektiv als gering empfundenen Gewichts objektiv vom Griffgewicht ein hoher Trainingseffekt auf die Oberkörpermuskulatur ausgeübt. Außerdem wird das Handgelenk bei der Rückholbewegung des Stockes nach dem Abstoßen vom Boden entlastet, da nur geringe Aufwärtsschwenkkräfte auf den Stock ausgeübt werden müssen.

    [0022] In Fig. 5 und 6 ist das Griffelement 1 detailliert dargestellt, wobei die vorteilhafte ergonomische Gestaltung zu erkennen ist. Die Außenform der Griffhülle 5 weist an der Rückseite eine verbreiterte Handballenauflage 10 auf, wobei der Griff auf der Höhe der Handballenauflage 10 den größten Durchmesser hat. Gegenüber der Handballenauflage 10, auf der Vorderseite der Griffhülle 5, ist ein Greifbereich 11 vorgesehen, dessen oberer Bereich als Zeigefingermulde 12 ausgebildet ist. Der Greifbereich 11 und Teile der restlichen Griffoberfläche können einen rutschfesten Überzug 13 aufweisen, der einen sicheren Halt gewährleistet.

    [0023] Gegenüber der Achse des Stockschafts 2 ist der Griff nach vorne gekrümmt, wobei der Griffdurchmesser von unten her bis zur maximalen Breite im Bereich der Handballenauflage 10 im Wesentlichen stetig zunimmt. Zusammen mit der Zeigefindermulde 12 bewirkt dies eine besonders ergonomische Form, die sich der natürlichen Handhaltung optimal anpasst.

    [0024] Der stabförmige Kern 3, der mit Ausnahme des Verbindungsbereichs 4 vollständig von der Griffhülle 5 umgeben ist, weist im oberen Bereich einen Knick 6 auf, sodass der stabförmiger Kern 3 im oberen Bereich dem ergonomischen Verlauf des Griffes folgt. Dieser Knick 6 ermöglicht dabei einerseits, dass der Kern sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des Griffes erstreckt, andererseits sorgt der Knick 6 für den sicheren Halt des stabförmigen Kerns 3 in der Griffhülle 5, sodass keine weiteren Sicherungselemente, wie etwa Schraub- oder Klebeverbindungen, zur Verbindung des Kerns mit der Griffhülle 5 vorgesehen werden müssen. Anstelle des Knicks 6 kann der Kern 3 auch eine Krümmung aufweisen, die sich über einen größeren Bereich erstreckt, als ihn der Knick 6 einnimmt. Auch kann von einem Fachmann ohne erfinderisches Zutun eine komplexere Kernform entwickelt werden, wobei gerade der stabförmige Kern 3 mit dem Knick 6 eine besonders einfache und auch kostengünstige Variante darstellt.

    [0025] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der stabförmige Kern 3 bei der Herstellung des Griffs mittels Spritzgussverfahren von der Griffhülle 5 umspritzt. Dadurch lässt sich eine feste und dauerhafte Verbindung zwischen Griffhülle 5 und Kern 3 erzeugen. Ein derart vorgefertigtes Griffelement wird dann mit den weiteren Griffelementen, insbesondere dem Schild 7, einer Kappe 14 und dem rutschfesten Überzug 13 versehen, wobei bekanntermaßen auch eine Schlaufe vorgesehen werden kann, wie sie bei derartigen Sportstöcke häufig verwendet wird. Am unteren Griffende ist an der (schildseitigen) Griffvorderseite unterhalb des Greifbereichs 11 eine Schlaufenaufnahme 16 vorgesehen, in der die Schlaufe befestigt werden kann. Die Schlaufe kann jedoch bekanntermaßen auch am oberen Griffende befestigt sein, beispielsweise mithilfe der Kappe 14, die mit einer Schraube oder einer Rastverbindung am Griff befestigt wird, und dabei die Schlaufe dazwischen einklemmt. Falls die Schlaufe an einer anderen Stelle befestigt wird, oder falls auf das Vorsehen einer Schlaufe gänzlich verzichtet wird, kann auf die Schlaufenaufnahme 16 zugunsten eines längeren Greifbereichs verzichtet werden.

    [0026] In der dargestellten Ausführungsform ist das Schild 7 an der Griffoberseite durch die Kappe 14 befestigt und erstreckt sich in einem Bogen von der Griffoberseite bis zum unteren Griffende. Das Schild 7 schützt den Greifbereich 11 und die darauf liegenden Finger. Beim unteren Griffende umschließt das Ende des Schildes 7 den stabförmigen Kern 3, wobei von der Griffhülle 3 und dem Schild 7 eine um den stabförmigen Kern 3 umlaufende Kreisnut 15 gebildet ist. Diese Kreisnut 15 nimmt den oberen Rand des Stockschafts 2 auf, sodass der stabförmiger Kern 3 am fertig montierten Sportstock durch den Stockschaft 2 und die Griffhülle 5 bzw. das Schild 7 vollständig verdeckt ist.
    Bezugszeichenliste:
    Griffelement 1
    Stockschaft 2
    stabförmiger Kern 3
    Verbindungsbereichs 4
    Griffhülle 5
    Knick 6
    Schild 7
    Teller 8
    Asphaltkappe 9
    Handballenauflage 10
    Greifbereich 11
    Zeigefingermulde 12
    Rutschfester Überzug 13
    Kappe 14
    Kreisnut 15
    Schlaufenaufnahme 16



    Ansprüche

    1. Sportstock, insbesondere Walking-, Nordic-Walking- bzw. Ski-Langlaufstock, mit einem Griffelement (1), welches einen im Wesentlichen stabförmigen Kern (3) aufweist, wobei der stabförmige Kern (3), unter Freilassung eines Verbindungsbereichs (4) für den Stockschaft (2), von einer Griffhülle (5) umgeben ist, und wobei das obere Ende des Stockschafts (1) auf den Verbindungsbereich des stabförmigen Kerns (3) aufgeschoben und an diesem, vorzugsweise durch eine Klebe- oder Klemmverbindung, befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der stabförmige Kern (3) als Gewichtszusatz vorgesehen ist und einen im Bereich der Griffhülle (4) angeordneten Knick (6) bzw. eine Krümmung aufweist, der/die einen sicheren Halt des schweren stabförmigen Kerns im Griff ermöglicht.
     
    2. Sportstock nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der oberer Rand des Stockschafts bündig am unteren Ende des Griffs anschließt, bzw. von diesem abgedeckt ist.
     
    3. Sportstock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffhülle (5) zwei symmetrische, miteinander verbundene Griffschalen aufweist, zwischen denen der stabförmige Kern (3) angeordnet ist.
     
    4. Sportstock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der stabförmige Kern (3) vom Material des Griffelements (2) umspritzt bzw. umgossen ist.
     
    5. Verfahren zur Herstellung eines Sportstocks nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der im Wesentlichen stabförmige Kern in einer Gussform angeordnet wird, dass der Kern, unter Freilassung eines Verbindungsbereichs mit dem Stockschaft, mit einem die Griffhülle ausbildenden Kunststoff umgossen bzw. umspritzt wird, dass das formfest ausgehärtete Griffelement mit dem Kern aus der Form entnommen wird, und dass das obere Ende des Stockschafts (1) auf den Verbindungsbereich des stabförmigen Kerns (3) aufgeschoben und an diesem, vorzugsweise durch eine Klebe- oder Klemmverbindung, befestigt wird, wobei der stabförmige Kern als Gewichtszusatz vorgesehen ist und einen im Bereich der Griffhülle (4) angeordneten Knick (6) bzw. eine Krümmung aufweist, der/die einen sicheren Halt des schweren stabförmigen Kerns im Griff ermöglicht.
     


    Claims

    1. A sport stick, in particular walking-, Nordic walking- or cross-country skiing stick, with a grip element (1) which has a substantially rod-shaped core (3), wherein the rod-shaped core (3) is surrounded by a grip sleeve (5), leaving a connection region (4) free for the stick shaft (1), and wherein the upper end of the stick shaft (1) is pushed onto the connection region of the rod-shaped core (3) and is fastened thereto, preferably by an adhesive or clamped connection, characterized in that the rod-shaped core (3) is provided as additional weight and has a bend (6) or a curve which is arranged in the region of the grip sleeve (4) and enables the heavy rod-shaped core to be held securely in the grip.
     
    2. The sport stick according to claim 1, characterized in that the upper edge of the stick shaft adjoins the lower end of the grip in a flush manner, or is covered thereby.
     
    3. The sport stick according to claim 1 or 2, characterized in that the grip sleeve (5) has two symmetrical grip shells which are connected to one another and between which the rod-shaped core (3) is arranged.
     
    4. The sport stick according to claim 1 or 2, characterized in that the material of the grip element (2) is overmolded or cast around the rod-shaped core (3).
     
    5. A method for producing a sport stick according to claim 4, characterized in that the substantially rod-shaped core is arranged in a casting mold, in that the plastics material forming the grip sleeve is cast or overmolded around the core, leaving a connection region to the stick shaft, in that the rigidly hardened grip element with the core is removed from the mold, and that the upper end of the stick shaft (1) is pushed onto the connection region of the rod-shaped core (3) and is fastened thereto, preferably by an adhesive or clamped connection,
    wherein the rod-shaped core is provided as additional weight and has a bend (6) or a curve which is arranged in the region of the grip sleeve (4) and enables the heavy rod-shaped core to be held securely in the grip.
     


    Revendications

    1. Bâton de sport, en particulier bâton de randonnée, de marche nordique ou de ski de fond, comportant un élément de préhension (1) qui présente un noyau (3) sensiblement en forme de barre, le noyau (3) en forme de barre étant entouré par une gaine de poignée (5) en laissant libre une zone de connexion (4) pour la tige de bâton (2) et l'extrémité supérieure de la tige de bâton (1) étant glissée sur la zone de connexion du noyau (3) en forme de barre et fixée à celle-ci de préférence par un raccord collé ou serré, caractérisé en ce que le noyau (3) en forme de barre est prévu pour servir de supplément de poids et présente une pliure (6) disposée au niveau de la gaine de poignée (4) ou une courbure, l'une ou l'autre permettant un maintien sûr du noyau lourd en forme de barre dans la poignée.
     
    2. Bâton de sport selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bord supérieur de la tige du bâton se raccorde à ras de l'extrémité inférieure de la poignée ou est recouvert par celle-ci.
     
    3. Bâton de sport selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la gaine de poignée (5) présente deux coques de poignée symétriques reliées entre elles, entre lesquelles le noyau (3) en forme de barre est disposé.
     
    4. Bâton de sport selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que du matériau de l'élément de préhension (2) est injecté ou coulé autour du noyau (3) en forme de barre.
     
    5. Procédé de fabrication d'un bâton de sport selon la revendication 4, caractérisé en ce que le noyau sensiblement en forme de barre est disposé dans un moule, en ce qu'une matière plastique constituant la gaine de poignée est coulée ou injectée autour du noyau en laissant libre une zone de connexion comportant la tige du bâton, en ce que l'élément de préhension durci de façon non déformable est sorti du moule avec le noyau et en ce que l'extrémité supérieure de la tige de bâton (1) est glissée sur la zone de connexion du noyau (3) en forme de barre et fixée à celle-ci, de préférence par un raccord collé ou serré, le noyau en forme de barre étant prévu pour servir de supplément de poids et présentant une pliure (6) disposée au niveau de la gaine de poignée (4) ou une courbure, l'une ou l'autre permettant un maintien sûr du noyau lourd en forme de barre dans la poignée.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente