[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Separieren ferritischer Verunreinigungen
wie etwa Kronkorken aus Flaschenreinigungsmaschinen mit einem umlaufenden Siebband
zur Filtration von Spülwasser gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1; sowie ein
Verfahren zum Separieren ferritischer Verunreinigungen aus Flaschenreinigungsmaschinen.
[0002] Es ist bekannt, bei Flaschenreinigungsmaschinen/Flaschenwaschmaschinen Reste, die
sich typischerweise am Flaschenboden ablagern, mit einem quer zur Transportrichtung
gerichteten Strom aus der Flasche respektive einen Behälter zu spülen. Die Spülflüssigkeit
mit den gelösten Resten kann dabei seitlich in eine Reinigungskammer gespült werden,
wo über eine Pumpe und eine umlaufende Siebfläche z. B. Altetiketten angesaugt werden
können und dann abtransportiert und schließlich entsorgt werden können. Häufig umfassen
Flaschenreinigungsmaschinen oder Flaschenreinigungsanlagen mehrere Spülzonen oder
Spülmodule, in denen die Flaschen entsprechend gespült werden und von Restflüssigkeiten
oder Schmutz befreit werden. Besonders in einer Vorreinigungszone kann es dabei vermehrt
vorkommen, dass metallische Verschlussteile, insbesondere Kronkorken auftreten. In
der Schmutzaustragung der Flaschenreinigungsmaschine, insbesondere in einer seitlichen
Reinigungskammer, sorgt ein feinmaschiges Siebband für eine ausreichende Filtration
des Spülwassers von Schwebstoffen und faserigen Bestandteilen. Schwebstoffe und faserige
Bestandteile wie etwa Altetiketten, Zigarettenfilter oder dergleichen können dadurch
zuverlässig entfernt werden. Schwerere, metallische Bestandteile und besonders Kronkorken
sinken auf den Boden der Schmutzaustragung ab. Derartige Bestandteile bleiben typischerweise
nicht am Siebband haften. Die Anhäufung derartiger metallischer Bestandteile kann
schnell so groß werden, dass das Siebband beschädigt oder gar zerstört wird. Letzthin
kann der Betrieb der Anlage zum Erliegen kommen. Die durchschnittliche Leistung einer
Flaschenreinigungsmaschine im Hochleistungsbereich beträgt beispielsweise 60.000 Flaschen
pro Stunde. Eine derartige Maschine kann typischerweise 150 Stunden in einer 7-Tage-Woche
laufen. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Reinigungsleistung von 9.000.000
Flaschen pro Woche. Wenn nur etwa jede 100ste Flasche einen Verschluss, etwa einen
Kronkorken, in die Maschine einträgt, so fallen in der Siebvorrichtung etwa 90.000
Kronkorken pro Woche an.
[0003] Angesichts der oben skizzierten Probleme liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die Anhäufung von Verunreinigungen wie etwa ferritischer Metallstücke/Verschlussstücke
oder Kronkorken zu verringern oder gar zu vermeiden.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, sowie
mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
[0005] Gemäß der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Separieren ferritischer Verunreinigungen
wie etwa Kronkorken aus Flaschenreinigungsmaschinen bereitgestellt, mit einem umlaufenden
Siebband zur Filtration von Spülwasser, wobei das Siebband mit ein oder mehreren Magneteinheiten
versehen ist. Die Magneteinheiten können dabei unmittelbar unter oder auf dem Siebband
vorgesehen sein. Eine derartige Vorrichtung hat den Vorteil, dass durch die Magnetkraft
der ein oder mehreren Magneteinheiten ferritische Verunreinigungen wie etwa Kronkorken
auf dem Siebband fixiert werden können. Die auf dem Siebband fixierten ferritischen
Verunreinigungen können dadurch lokalisiert werden. Die Anzahl der ferritischen Verunreinigungen,
die sich in der Schmutzaustragung der Seitenkammer der Reinigungsmaschine ansammeln,
kann deutlich reduziert werden. Verunreinigungen wie etwa Kronkorken können mit dem
Siebband mittransportiert werden und fallen nicht vom Siebband herunter.
[0006] Jede der Magneteinheiten der Vorrichtung wie oben beschrieben kann einen Permanentmagnet
umfassen. Ebenso kann jede der Magneteinheiten wie oben beschrieben einen Elektromagnet
umfassen. Dabei kann die Wahl des Magneten durch Anlagenspezifischer Parameter gegeben
sein. Ebenso ist es möglich, mehrere Magneten in einer Magneteinheit zu verwenden
oder die Magnetsorten zu mischen.
[0007] Die Vorrichtung wie oben beschrieben kann weiterhin eine Steuereinheit oder Kontrolleinheit
zum Steuern und Schalten der Magneteinheiten umfassen. Die Steuereinheit zum Steuern
und Schalten der Magneteinheiten kann beispielsweise eine elektrische Steuereinheit
mit einer CPU sein. Ebenso ist es möglich, eine elektronische, elektromechanische
oder eine mechanische Steuereinheit zu haben, mit der Permanentmagnete durch Druck
gesteuert werden können. Die Vorrichtung wie oben beschrieben kann weiterhin eine
Absaugvorrichtung mit einer Pumpe zum Absaugen des gefilterten Spülwassers besitzen.
Durch die Absaugvorrichtung wird ein Unterdruck erzeugt, der das Spülwasser aus der
Reinigungsanlage heraus in die Seitenkammer hinein saugt. Da sich beispielsweise ein
Absaugstutzen innerhalb des vom Siebband umschlossenen Bereichs befindet, kann das
Spülwasser aus einer geeigneten, vorher definierten Richtung durch das Siebband gesaugt
werden.
[0008] Die Vorrichtung wie oben beschrieben kann weiterhin eine Reinigungseinheit umfassen,
welche ausgebildet ist, das umlaufende Siebband zu reinigen. Das Reinigen des Siebbands
bedeutet dabei das Entfernen der mittels des Siebbands aus der Spülflüssigkeit heraus
gefilterten Verunreinigungen. Diese Reinigung findet beispielsweise an geeigneter
Stelle außerhalb eines Flüssigkeitsstands statt. Diese Reinigung findet typischerweise
gleichzeitig mit dem Betrieb des Siebbands statt. Die Reinigung kann kontinuierlich
stattfinden. Die Reinigungseinheit kann beispielsweise ein beweglich ausgebildetes
mechanisches Reinigungselement wie etwa eine Bürste umfassen. Bei dieser Bürste kann
es sich um eine rotierende Bürste handeln. Alternativ ist eine Hin- und Herbewegung
einer Bürste möglich. Durch die Reinigungseinheit werden faserige, am Siebband haftende
Bestandteile wie Altetiketten oder größere Schwebstoffe, Preisschilder etc. von dem
Siebband herunter gebürstet und fallen in einen Auffangbehälter. Dieser Auffangbehälter
kann Auch als Auffangschacht mit einem darunter liegenden auswechselbaren Behälter
ausgebildet sein.
[0009] Bei der Vorrichtung wie oben beschrieben können die Magneteinheiten bezogen auf die
Längsrichtung des Siebbands auf dem Siebband beabstandet angebracht sein. Entsprechend
kann das Siebband gleichmäßig mit Magneteinheiten ausgestattet sein oder zumindest
einige im gleichen Abstand auftretende Abschnitte aufweisen, in denen eine oder mehrere
Magneteinheiten angebracht sind. Die Magneteinheiten können einzeln oder in Gruppen
auftreten. Typischerweise können die Magneteinheiten einzeln oder in Gruppen schaltbar
sein. Das Schalten oder Steuern der Magneteinheiten umfasst dabei typischerweise das
Verringern oder Erhöhen der Magnetkraft, insbesondere das Ab- oder Anschalten der
Magnetkraft. Bei steuerbaren Permanentmagneten kann die Magnetkraft beispielsweise
dadurch verringert werden, dass der Abstand der Permanentmagnete von der Oberfläche
des Siebbands variiert wird, sodass dadurch die an der Außenseite des Siebbands entstehende
Magnetkraft vergrößert oder verkleinert werden kann.
[0010] Die Erfindung stellt ferner eine Flaschenwaschmaschine zur Reinigung von Behältern
wie beispielsweise Flaschen mit ein oder mehreren Reinigungsmodulen in der Flaschenwaschmaschine/Flaschenreinigungsmaschine
bereit, wobei die Reinigungsmodule zur Reinigung der Behälter eine Spülflüssigkeit
verwenden, wobei ferner die Reinigungsmodule eine Vorrichtung zum Separieren ferritischer
Verunreinigungen einsetzen wie oben beschrieben.
[0011] Ferner umfasst die Erfindung ein Verfahren zum Separieren ferritischer Verunreinigungen
wie etwa Kronkorken aus Flaschenreinigungsmaschinen, mit einem umlaufenden Siebband
zur Filtration von Spülwasser, mit den Schritten: Filtrieren des Spülwassers durch
das Siebband, Abtransportieren von auf dem Siebband haftenden Rückständen, wobei ferritische
Verunreinigungen auf dem Siebband mittels Magnetkraft fixiert werden, wobei das Siebband
ein oder mehrere Magneteinheiten umfasst. Das Verfahren wie oben beschrieben kann
ferner umfassen das Reinigen des Siebbands von den auf dem Siebband haftenden Rückständen
mittels einer mechanischen Reinigungseinheit wie beispielsweise einer Bürste. Ferner
kann das Verfahren umfassen das Lösen von wenigstens einem Teil der auf dem Siebband
fixierten ferritischen Verunreinigungen durch zumindest bereichsweises Verringern
oder Abschalten der Magnetkraft. Durch das Verringern oder Abschalten der Magnetkraft
können die vorher fixierte ferritischen Verunreinigungen an einer geeigneten Stelle
von dem Siebband gelöst werden und beispielsweise unter Einfluss der Schwerkraft von
dem Siebband herunterfallen in einen geeigneten Behälter oder Schacht, sodass sie
abtransportiert werden können. Das bereichsweise An- oder Abschalten der Magnete,
damit das Verändern der Magnetkraft, gewährleistet die Möglichkeit, die ferritischen
Verunreinigungen gezielt an eine Stelle außerhalb eines Flüssigkeitsstandes des Spülwassers
transportieren zu können, und die ferritischen Verunreinigungen dann vom Siebband
lösen zu können.
[0012] Ferner umfasst die Erfindung ein Verfahren zum Nachrüsten einer Flaschenreinigungsmaschine,
welche ein umlaufendes Siebband zur Filtration von Spülwasser im Zusammenhang mit
ein oder mehreren Reinigungsmodulen besitzt. Zum Separieren ferritischer Verunreinigungen
wie etwa Kronkorken umfasst dieses Verfahren das Versehen des Siebbands mit ein oder
mehreren Magneteinheiten. Die ein oder mehreren Magneteinheiten können dabei Permanent-
oder Elektromagnete umfassen. Diese können durch Steuern und Schalten mittels einer
Steuereinheit gezielt eingesetzt werden zum Fixieren von ferritischen Verunreinigungen
wie etwa Kronkorken.
[0013] Der Erfindungsgegenstand wird anhand der nachfolgenden Zeichnung beispielhaft erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1:
- Skizze einer Flachenreinigungsmaschine mit einer seitlichen Filter- oder Reinigungskammer.
- Figur 2:
- Schnittzeichnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Separieren ferritischer Verunreinigungen
aus einer Flaschenreinigungsmaschine.
- Figur 3:
- Schnittzeichnung eines Siebbands mit einer Magneteinheit gemäß der Erfindung.
- Figur 4:
- Schnittzeichnung einer Vorrichtung zum Separieren ferritischer Verunreinigungen mit
einem umlaufenden Siebband zur Filtration von Spülwasser gemäß einer weiteren Weiterbildung
der Erfindung.
[0014] Die Figur 1 zeigt skizzenhaft ein Modul einer Flaschenwaschmaschine wie im Stand
der Technik bekannt. Behälter, insbesondere Flaschen, 2 werden an einem Transportband
1 transportiert. Beispielsweise werden die Behälter 2 über Leisten am Boden gezogen
oder hängen über Kopf. Das Transportband bewegt die Behälter 2 oder Gruppen von Behältern
in die Transportrichtung 3 des Transportbands 1. An geeigneten Stellen, beispielsweise
zur Vorreinigung, werden die Behälter 2 durch eine Sprüheinrichtung 4 von unten mit
einer Spülflüssigkeit, beispielsweise einer Lauge, besprüht. Die Lauge läuft von den
Behältern 2 wieder ab oder aus den über Kopf hängenden Behältern 2 wieder aus und
wird durch ein Blech 5 oder Umleitelement abgeleitet. Spülwasser oder benutzte Spülflüssigkeit
können beispielsweise zu einer Filter- oder Siebeinheit 20 geleitet werden. Diese
Sieb- oder Filtereinheit 20 kann seitlich neben der Flaschenreinigungsmaschine angebracht
sein, insbesondere nicht in Transportrichtung 3 des Transportbands 1. Gefilterte Spülflüssigkeit
kann mittels einer Pumpe 6 über ein Rohr 7 der Maschine wieder zur Verfügung gestellt
werden.
[0015] Die Figur 2 zeigt einen Filter-/Siebeinheit 40 die in ähnlicher Konfiguration verwendet
werden kann, wie die Siebeinheit 20, die in Figur 1 gezeigt ist. Eine Strom-/Fließrichtung
des Spülwassers respektive Laugenwassers ist durch den Pfeil 21 angezeigt. Ein typischerweise
in Drehrichtung/Laufrichtung 26 umlaufendes Siebband 45 läuft über ein Zahnrand 27
um und filtert das Spülwasser, das aus der Richtung 21 strömend typischerweise im
unteren Bereich des Siebbands 45 durch das Siebband 45 gedrückt wird. Der Fließstrom
der Spülflüssigkeit wird typischerweise erzeugt durch eine Absaugeinheit 24 zum Absaugen
für das durch das Siebband 45 hindurch gefilterte Wasser respektive Spülflüssigkeit.
Die Absaugeinheit saugt das Spülwasser mittels eines Absaugrohres 22 ab, wobei eine
Pumpe 23 den nötigen Absaugdruck bereitstellt. Die abgesaugte Flüssigkeit kann dann
gegebenenfalls zu einem Flüssigkeitssammelbereich geleitet werden (hier nicht gezeigt).
Das umlaufende Siebband 45 ist in der Lage, faserige Rückstände wie typischerweise
nasse Altetiketten oder Papierfasern, Zigarettenfilter etc. abzutransportieren, wobei
diese auf der Außenseite des Siebbands 45 haften bleiben. Als Außenseite des Siebbands
45 wird dabei die Oberfläche des Siebbands 45 verstanden, auf die der zu filternde
Strom trifft. Unterhalb des Siebbands 45 kann ein Auffangbehälter 31 vorgesehen sein.
Der Auffangbehälter 31 kann Verunreinigungen auffangen, die nicht am Siebband 45 haften
bleiben. Eine Bürste 28 mit Bürstenelementen oder Borsten 29 kann beispielsweise diese
Rückstände von dem Siebband 45 herunter bürsten, sodass die Rückstände/Verunreinigungen
in einen Auffangbehälter für den Bürstenbereich 32 fallen können. Die Bürste 28 kann
dabei beispielsweise als Rotationsbürste ausgebildet sein. Die Drehrichtung der Bürste
28 kann, wie durch den Pfeil 30 angedeutet, im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn
sein. Ebenso ist es möglich, eine Bürste zu verwenden, die eine Hin- und Herbewegung
in einer oder zwei Dimensionen ausführen kann (hier nicht gezeigt). Im Bereich der
Absaugeinheit 24 gibt es beispielsweise einen weiteren Auffangbehälter 32. Dieser
Auffangbehälter 32 für den Bereich der Absaugvorrichtung bzw. den Siebbereich kann
insbesondere Verunreinigungen aufnehmen die von dem Siebband 45 herunterfallen bzw.
nicht an ihm haften bleiben.
[0016] Die Figur 2 zeigt ferner, dass das erfindungsgemäße Siebband 45 der erfindungsgemäßen
Siebeinheit 40 ein oder mehrere Magneteinheiten 50 aufweist. Diese Magneteinheiten
50 sind in Figur 2 schematisch angedeutet. Diese Magneteinheiten 50 müssen aber nicht
auf der äußeren Oberfläche des Siebbands 45 angebracht sein oder dort erhaben sein.
Denkbar ist ebenso, dass die Magneteinheiten 50 nur auf der Unterseite des Siebbands
45 angebracht sind. Durch den Einsatz der Magneteinheiten 50, welche eine magnetische
Kraft ausüben, können nun ferritische Verunreinigungen wie etwa Kronkorken im Bereich
der Magneteinheiten 50 an dem Siebband 45 anhaften, statt in den Auffangbehälter 31
zu fallen. Zusätzlich ist zu bedenken, dass der Transportstrom, der aus der durch
den Pfeil 21 angedeuteten Richtung strömt, ferritische Verunreinigungen wie etwa Kronkorken
in den Behälter 31 hinein spülen kann. Dabei kann es sich um Verunreinigungen handeln,
die bereits vorher herunter gefallen sind und entlang eines Umleitelements, siehe
auch Bezugszeichen 5 in Figur 1, in den Bereich des Siebbands 45 gelangen. Im Bereich
des Siebbands 45 gibt es damit eine weitere Quelle, die für Einträge von ferritischen
Verunreinigungen wie etwa Kronkorken in diesem Bereich sorgt. Das Siebband 45 kann
nun ferner in der Lage sein, aufgrund der magnetischen Kraft ferritische Verunreinigungen
in diesem Bereich des Behälters 31 aufzunehmen. Das Siebband 45 kann also zusätzlich
für einen Abtransport von ferritischen Verunreinigungen in diesem Bereich sorgen.
Die Zahl der Einträge von Kronkorken oder ferritischen Verunreinigungen in den Auffangbehälter
31 kann damit reduziert werden.
[0017] Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Magneteinheit 50 wie in Figur 2 beschrieben.
Beispielhaft ist die Magneteinheit 50 aufgebaut aus einem Magnet 46, der auf der Unterseite
des Siebbands 45 sitzt und von einer Mitnehmerschraube 47 gehalten wird, welche mit
einer Mutter 48 und Unterlegscheibe 49 den Magneten 46 mit dem Siebband 45 verbindet.
Der Magnet 46 kann ein Elektromagnet oder Permanentmagnet sein. Der Magnet 46 kann
als Elektromagnet ausgeführt und mit einer Kontrolleinheit (hier nicht gezeigt) verbunden
sein. Die Kontrolleinheit kann den Stromfluss durch den Elektromagneten entsprechend
steuern, sodass die Magnetkraft ein- oder ausgeschaltet respektive erhöht oder verringert
werden kann. Für einen Permanentmagneten können ebenso hydraulische Steuerungselemente
vorhanden sein, die den vertikalen Abstand des Permanentmagneten zur Oberfläche des
Siebbands 45 steuern können.
[0018] Die Figur 4 zeigt eine weitere Weiterbildung einer Filter-/Siebeinheit 60 gemäß der
vorliegenden Erfindung. Ein Siebband 65 kann wiederum mit ein oder mehrere Magneteinheiten
50 wie in Figur 2 und 3 beschrieben versehen sein. In Figur 4 läuft das Siebband 65
über ein erstes Zahn- oder Transportrad 67, das dem Zahnrand 27 aus Figur 2 ähnelt.
Das Zahnrad 67 dreht sich, wie in der Figur 4 dargestellt, mit einer Drehrichtung
61. Ferner kann das Siebband 65 über weitere Zahn- und Transporträder laufen wie in
der Figur beispielhaft dargestellt. Als Beispiel zeigt Figur 4 ein zweites Zahnrad/Transportrad
68 mit einer Drehrichtung 62, sowie ein drittes Zahn- oder Transportrad 69 mit einer
Drehrichtung 64. Es ist jedoch möglich, zur Führung des Siebbands 65 weitere geeignete
Zahn- und Transporträder zu verwenden. Das Reinigungselement 28 ist wiederum als ein
Bürstenelement ausgebildet. Das Reinigungselement 28 besitzt Borsten 29 und ist beispielhaft
als rotierendes Bürstenelement dargestellt. Das rotierende Bürstenelement rotiert
mit einer Drehrichtung 63 beispielsweise im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn.
Rückstände, die an dem Siebband 65 haften, können somit durch die Bürste entfernt
werden. Typischerweise ist dabei die Bürste in der Lage, wenigstens einige der ferritischen
Verunreinigungen wie z. B. Kronkorken bereits von dem Siebband 65 zu entfernen, also
vom Siebband 65 herunter zu bürsten, obwohl diese durch Magnetkraft am Siebband 65
bzw. an den ein oder mehreren Magneteinheiten 50 haften. Diese Verunreinigungen fallen
in den Auffangbehälter 32. Zusätzlich ist ein spezieller Bereich mit einer Weite 70
vorgesehen. Dieser Bereich befindet sich typischerweise hinter/nach dem Bereich, in
dem die rotierende Bürste die Außenseite des Siebbands 65 gereinigt hat. Bezogen auf
die Laufrichtung des Siebbands 65 und die zeitliche Abfolge der Reinigungsvorgänge
kommt dieser Bereich nach dem Bereich, in dem die Bürsten typischerweise faserige
Verunreinigungen vom Siebband 65 entfernt haben. In dem speziellen Bereich mit der
Weite 70 können durch Steuerung von den Magneteinheiten 50 die metallischen, ferritischen
Verunreinigung wie Kronkorken gezielt vom Siebband 65 entfernt werden, indem die magnetische
Kraft zurückgedreht oder ausgeschaltet wird. Die Schalt- und Kontrollvorgänge werden
typischerweise mit Hilfe der Kontrolleinheit und beispielsweise einer damit verbundenen
CPU (hier nicht gezeigt) durchgeführt. Durch Einfluss der Schwerkraft fallen dann
diese Kronkorken von dem Siebband 65 herunter. Die Kronkorken bzw. ferritischen metallischen
Verunreinigungen können dann in einem Auffangbehälter 66 gesammelt werden. Dieser
Auffangbehälter 66 kann geeignete Wechsel- oder Entleerungsmechanismen aufweisen (hier
nicht gezeigt), um ein rechtzeitiges Abführen der metallischen Verunreinigungen zu
ermöglichen. Die Weite 70 des speziellen Bereichs über dem Auffangbehälter 66 kann
in geeigneter Weise entsprechend den Parametern der erfindungsgemäßen Flaschenreinigungsmaschine
mit der Siebeinheit 65 angepasst werden. Insbesondere sind die Weiten der Auffangbehälter
66 und 32 in der Figur 4 lediglich schematisch dargestellt und können voneinander
verschieden sein. Durch die gezielte Steuerung der Magneteinheiten 50 kann über einem
ausgewählten Bereich die Magnetkraft von einzelnen oder Gruppen von Elektromagneten
geschaltet werden, und so eine effiziente Kontrolle der Magnetkraft und damit des
Entfernens der ferritischen Verunreinigungen wie z. B. Kronkorken gesteuert werden.
[0019] Es versteht sich, dass in den beschriebenen Ausführungsbeispielen genannte Merkmale
sich nicht nur auf die speziell in den Figuren gezeigten Kombinationen beschränken,
sondern auch in beliebigen anderen Kombinationen möglich sein können.
1. Vorrichtung (40, 60) zum Separieren ferritischer Verunreinigungen wie etwa Kronkorken
aus Flaschenreinigungsmaschinen, mit einem umlaufenden Siebband (45, 65) zur Filtration
von Spülwasser
dadurch gekennzeichnet, dass
das Siebband (45, 65) mit ein oder mehreren Magneteinheiten (50) versehen ist.
2. Vorrichtung (40, 60) nach Anspruch 1, wobei jede der Magneteinheiten (50) einen Permanentmagnet
umfasst.
3. Vorrichtung (40, 60) nach Anspruch 1, wobei jede der Magneteinheiten (50) einen Elektromagnet
umfasst.
4. Vorrichtung (40, 60) nach Ansprüchen 2 oder 3 mit einer Steuereinheit zum Steuern
und Schalten der Magneteinheiten (50).
5. Vorrichtung (40, 60) nach Ansprüchen 1 - 4 weiterhin mit einer Absaugvorrichtung (22,
24) mit einer Pumpe (23) zum Absaugen des gefilterten Spülwassers.
6. Vorrichtung (40, 60) nach Ansprüchen 1 - 5 weiterhin mit einer Reinigungseinheit,
welche zum Reinigen des Siebbands (45, 65) ausgebildet ist, umfassend mindestens ein
beweglich ausgebildetes mechanisches Reinigungselement (28), wie etwa eine Bürste.
7. Vorrichtung (40, 60) nach Ansprüchen 1 - 6 wobei die Magneteinheiten (50), bezogen
auf die Längsrichtung des Siebbands (45, 65), auf dem Siebband (45, 65) beabstandet
angebracht sind.
8. Vorrichtung (40, 60) nach Ansprüchen 4 - 7, wobei die Magneteinheiten (50) einzeln
oder in Gruppen schaltbar sind.
9. Vorrichtung (40, 60) nach Anspruch 8, wobei das Siebband (45, 65) einen Bereich (70)
vorgegebener Länge durchläuft, wobei in diesem Bereich (70) einzelnen oder Gruppen
von Magneteinheiten (50) schaltbar sind, derart dass sich in diesem Bereich (70) die
Magnetkraft verringert.
10. Flaschenwaschmaschine zur Reinigung von Behältern (2), wie beispielsweise Flaschen,
mit ein- oder mehreren Reinigungsmodulen, die zur Reinigung eine Spülflüssigkeit verwenden,
mit einer Vorrichtung (40, 60) nach Ansprüchen 1 - 9.
11. Verfahren zum Separieren ferritischer Verunreinigungen wie etwa Kronkorken aus Flaschenreinigungsmaschinen
(10), mit einem umlaufenden Siebband (45, 65) zur Filtration von Spülwasser, umfassend:
Filtrieren des Spülwassers durch das Siebband (45, 65);
Abtransportieren von auf dem Siebband (45, 65) haftenden Rückständen;
gekennzeichnet durch
Fixieren von der ferritischen Verunreinigungen auf dem Siebband (45, 65) mittels Magnetkraft,
wobei das Siebband (45, 65) ein oder mehrere Magneteinheiten (50) umfasst.
12. Verfahren nach Anspruch 11, ferner umfassend Reinigen des Siebbands (45, 65) von den
auf dem Siebband (45, 65) haftenden Rückständen mittels einer mechanischen Reinigungseinheit
(28) wie zum Beispiel einer Bürste.
13. Verfahren nach Ansprüchen 11 oder 12, ferner umfassend Lösen von wenigstens einem
Teil der auf dem Siebband (45, 65) fixierten ferritischen Verunreinigungen durch zumindest
bereichsweises Verringern oder Abschalten der Magnetkraft.
14. Verfahren zum Nachrüsten einer Flaschenreinigungsmaschine mit einem umlaufenden Siebband
(45, 65) zur Filtration von Spülwasser, welche ein- oder mehreren Reinigungsmodule
umfasst, zum Separieren ferritischer Verunreinigungen wie etwa Kronkorken, umfassend:
Versehen des Siebbands mit ein oder mehreren Magneteinheiten (50).
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei jede der Magneteinheiten (50) einen Permanentmagneten
oder einen Elektromagnet umfasst.
16. Verfahren nach Anspruch 15, ferner umfassend: Steuern und Schalten der Magneteinheiten
(50) mittels einer Steuereinheit.