[0001] Die Erfindung betrifft ein handgeführtes Arbeitsgerät der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Gattung.
[0002] Aus der
DE 203 16 470 U1 ist eine Motorsäge bekannt, die eine Anzeigeeinrichtung zur Anzeige von Betriebs-
oder Zustandsparametem des Antriebsaggregats besitzt. Es ist auch bekannt, bei handgeführten
Arbeitsgeräten am Zylinder oder Kurbelgehäuse einen Temperatursensor anzuordnen. Zum
Betrieb des Temperatursensors wird allerdings Energie benötigt. Handgeführte Arbeitsgeräte
werden in vielen Fällen ohne eine zusätzliche Energieversorgung wie beispielsweise
eine Batterie oder einen Akku betrieben. Die einzige Energie wird durch den Verbrennungsmotor
geliefert. Bei Stillstand des Verbrennungsmotors ist der Temperatursensor ohne Energieversorgung
und dadurch außer Betrieb.
[0003] Bei handgeführten Arbeitsgeräten kann der Bediener üblicherweise zwischen einer Kaltstarteinstellung
und einer Warmstarteinstellung beim Starten wählen. Die Starteinstellung ist wesentlich
abhängig davon, wie viel Zeit seit dem letzten Betrieb des Verbrennungsmotors vergangen
ist. Die Umgebungstemperatur spielt ebenfalls eine Rolle. Vor allem für ungeübte Benutzer
ist nicht immer ersichtlich, ob eine seit einiger Zeit stillstehende Maschine noch
unter Warmstartbedingungen gestartet werden kann oder ob ein Kaltstart erforderlich
ist. Beim Starten einer noch warmen Maschine unter Kaltstartbedingungen kann es zu
einem Überfetten kommen, so dass ein Starten nur erschwert möglich ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein handgeführtes Arbeitsgerät der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, bei dem der Bediener auf einfache Weise feststellen kann, ob ein
Warmstart oder ein Kaltstart einzustellen ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein handgeführtes Arbeitsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0006] Es hat sich gezeigt, dass für eine ausreichend zuverlässige Anzeige, ob Kaltstartbedingungen
oder Warmstartbedingungen herrschen, nicht die Zylindertemperatur selbst gemessen
werden muss, sondern die Temperatur in einem Zylinderraum ausreichend ist. Da die
Temperatur in dem Zylinderraum deutlich niedriger liegt als die Zylindertemperatur
selbst, kann die Temperatur in dem Zylinderraum mit einfachen Mitteln erfasst werden.
Die Anzeigeeinrichtung ermöglicht dem Bediener, die günstigste Starteinstellung zu
wählen. Die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation können dabei auch im Betrieb
des Verbrennungsmotors aktiv sein. Für die Anzeige von Kaltstart- oder Warmstartbedingungen
ist die Erfassung der Temperaturinformation beim Betrieb des Verbrennungsmotors jedoch
von untergeordneter Bedeutung. Es kann deshalb vorgesehen sein, dass die Mittel zur
Erfassung der Temperaturinformation im Betrieb abgeschaltet oder vom Bediener abschaltbar
sind.
[0007] Vorteilhaft gibt die Temperaturinformation an, ob die Temperatur oberhalb oder unterhalb
eines Temperaturschwellwerts liegt. Für die Anzeige, ob Kaltstartbedingungen oder
Warmstartbedingungen herrschen, muss keine absolute Temperatur erfasst oder gemessen
werden. Es ist ausreichend, zu ermitteln, ob die herrschende Temperatur oberhalb oder
unterhalb eines Temperaturschwellwerts liegt. Bei Temperaturen unterhalb des Temperaturschwellwerts
herrschen Kaltstartbedingungen und bei Temperaturen oberhalb des Temperaturschwellwerts
Warmstartbedingungen. Dadurch können die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation
und die Anzeigeeinrichtung einfach gestaltet werden. Vorteilhaft ist der Verbrennungsmotor
unterhalb einer Umschalttemperatur des Zylinders in einer Kaltstarteinstellung zu
starten und oberhalb der Umschalttemperatur in einer Warmstarteinstellung. Dafür,
ob der Bediener die Kaltstarteinstellung oder Warmstarteinstellung einstellen muss,
beispielsweise durch Verstellen eines Betriebsartenstellers in eine Kaltstartstellung
oder eine Warmstartstellung, kommt es demnach auf die Zylindertemperatur an. Die Mittel
zur Erfassung der Temperaturinformation sind vorteilhaft so an dem Arbeitsgerät angeordnet,
dass an den Mitteln zur Erfassung der Temperaturinformation der Temperaturschwellwert
herrscht, wenn an dem Zylinder die Umschalttemperatur herrscht. Durch die vorgesehene
Anordnung der Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation kann dadurch mit einfachen
Mitteln ermittelt werden, ob die Zylindertemperatur oberhalb oder unterhalb der Umschalttemperatur
liegt.
[0008] Die Anzeigeeinrichtung ist dabei vorteilhaft von der Außenseite des Gehäuses aus
sichtbar. Eine einfache Gestaltung ergibt sich, wenn die Mittel zur Erfassung der
Temperaturinformation in die Anzeigeeinrichtung integriert sind. Die Mittel zur Erfassung
der Temperaturinformation und die Anzeigeeinrichtung umfassen vorteilhaft einen thermochromen
Stoff. Thermochrome Stoffe sind Stoffe, die in Abhängigkeit der Temperatur ihre Farbe
wechseln. Dadurch kann auf einfache Weise angezeigt werden, ob die Temperatur in dem
Zylinderraum oberhalb oder unterhalb eines Temperaturschwellwerts liegt. Für thermochrome
Stoffe wird keine Energieversorgung benötigt, so dass die Temperaturinformation bei
Stillstand des Verbrennungsmotors angezeigt werden kann. Eine besonders einfache und
günstige Gestaltung ergibt sich, wenn die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation
und die Anzeigeeinrichtung durch eine Folienanzeige mit Flüssigkristallen gebildet
sind. Dadurch, dass nicht direkt die Zylindertemperatur gemessen wird, sondern die
Temperatur in einem Zylinderraum, sind gängige Folienanzeigen, wie sie beispielsweise
in Folienthermometern zum Einsatz kommen, einsetzbar. Im Unterschied zu Folienthermometern,
die die Temperatur in Temperaturschritten von beispielsweise 2°C mit unterschiedlichen
Elementen anzeigen, ist für die vorgesehene Folienanzeige ein Temperaturbereich, also
ein Element eines Folienthermometers, ausreichend.
[0009] Vorteilhaft ist der Zylinderraum mindestens teilweise von einer Haube abgedeckt,
wobei die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation und die Anzeigeeinrichtung
an einem den Zylinderraum begrenzenden Bereich der Haube angeordnet sind. Dadurch
ergibt sich ein einfacher Aufbau. Insbesondere kann auf die Haube eine Folienanzeige
aufgeklebt werden. Um an den Mitteln zur Erfassung der Temperaturinformation ausreichend
hohe Temperaturen und ausreichend schnelle Temperaturschwankungen zu erzielen, ist
vorgesehen, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation benachbart zum
Zylinder an der Haube angeordnet sind. Der Bereich ist so gewählt, dass der Umschlagpunkt
der Folienanzeige, der dem Temperaturschwellwert entspricht, mit dem Wechsel der Startbedingungen
zwischen Kaltstartbedingungen und Warmstartbedingungen übereinstimmt. Das Arbeitsgerät
besitzt insbesondere einen Griffbügel, der das Gehäuse übergreift. Um den Einfluss
der Sonneneinstrahlung auf das Messergebnis zu verringern, ist vorgesehen, dass die
Anzeigeeinrichtung mindestens teilweise unterhalb des Griffbügels angeordnet ist.
Dadurch ist die Anzeigeeinrichtung von dem Griffbügel mindestens teilweise beschattet,
und der Einfluss der direkten Sonneneinstrahlung wird reduziert.
[0010] Es kann auch vorteilhaft sein, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation
beabstandet zum Zylinderraum angeordnet sind und über ein Wärmeleitelement mit dem
Zylinderraum verbunden sind. Vorteilhaft besitzt das Arbeitsgerät einen Betriebsartensteller,
über den insbesondere Warmstartbedingungen und Kaltstartbedingungen einstellbar sind.
Die Anzeigeeinrichtung ist vorteilhaft benachbart zu dem Betriebsartensteller angeordnet.
Dadurch wird dem Bediener direkt am Ort der auszuführenden Bedienung angezeigt, wie
der Betriebsartensteller zu verstellen ist. Vorteilhaft umfassen die Mittel zur Erfassung
der Temperaturinformation mindestens zwei Elemente mit unterschiedlicher thermischer
Charakteristik, also unterschiedlichem Umschlagpunkt und/oder unterschiedlichem Farbumschlag.
Vorteilhaft ist einem der Elemente ein Kaltstartsymbol zugeordnet und dem anderen
der Elemente ein Warmstartsymbol. Eine besonders einfache Bedienung ergibt sich, wenn
auch an dem Betriebsartensteller mindestens ein Symbol angeordnet ist, wobei das mindestens
eine Symbol an dem Betriebsartensteller einem Symbol der Anzeigeeinrichtung entspricht.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Motorsäge,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Motorsäge,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Anzeigeeinrichtung,
- Fig. 4
- die Anzeigeeinrichtung aus Fig. 3 bei Kaltstartbedingungen,
- Fig. 5
- die Anzeigeeinrichtung aus Fig. 3 bei Warmstartbedingungen,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer Bedienerführung,
- Fig. 7 bis 11
- schematische Schnittdarstellungen durch Ausführungsbeispiele der Anordnung der Anzeigeeinrichtung.
[0012] Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel für ein handgeführtes Arbeitsgerät 1 eine Motorsäge.
Das Arbeitsgerät kann jedoch auch ein Trennschleifer, ein Freischneider oder dgl.
sein. Das Arbeitsgerät 1 besitzt ein Gehäuse 2, in dem ein Verbrennungsmotor 11 angeordnet
ist. Der Verbrennungsmotor 11 kann beispielsweise ein Zweitaktmotor oder ein Viertaktmotor
sein. Das Gehäuse 2 besitzt eine Haube 18, die einen im Gehäuse 2 ausgebildeten, in
Fig. 2 gezeigten Zylinderraum 31 verschließt.
[0013] Das Arbeitsgerät 1 besitzt einen hinteren Handgriff 4, an dem ein Gashebel 5 und
eine Gashebelsperre 6 schwenkbar gelagert sind. Benachbart zum hinteren Handgriff
4 ist am Gehäuse 2 ein Betriebsartensteller 7 angeordnet, der in Richtung eines Pfeils
29 verschwenkbar ist. Der Betriebsartensteller 7 besitzt eine Stoppposition, eine
Betriebsposition, eine Warmstartposition und eine Kaltstartposition. Benachbart zum
Betriebsartensteller 7 sind am Gehäuse 2 zugeordnet zu entsprechenden Stellungen des
Betriebsartenstellers 7 ein Stoppsymbol 34, ein Betriebssymbol 33, ein Kaltstartsymbol
23 und ein Warmstartsymbol 24 angeordnet.
[0014] An der dem hinteren Handgriff 4 abgewandten Seite ragt eine Führungsschiene 9 nach
vom, an der eine vom Verbrennungsmotor 11 angetriebene Sägekette 10 angeordnet ist.
An der der Führungsschiene 9 zugewandten Seite ist das Gehäuse 2 von einem Griffbügel
8 übergriffen, der in einem Abstand zum Gehäuse 2 verläuft.
[0015] Der Verbrennungsmotor 11 saugt Verbrennungsluft über einen Luftfilter 16 und einen
Vergaser 12 an. Der Luftfilter 16 ist in einem in Fig. 2 gezeigten Vergaserraum 32
angeordnet, der im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 von einem separaten Luftfilterdeckel
17 verschlossen ist. Wie Fig. 2 zeigt, kann der Luftfilterdeckel 17 jedoch auch an
der Haube 18 angeformt sein, so dass die Haube 18 sowohl den Zylinderraum 31 als auch
den Vergaserraum 32 abdeckt.
[0016] Wie Fig. 1 zeigt, besitzt der Verbrennungsmotor 11 ein Kurbelgehäuse 20 und einen
Zylinder 19. Der Verbrennungsmotor 11 besitzt außerdem ein Zündmodul 13, das mit einer
Zündkerze 14 verbunden ist. Die Zündkerze 14 ragt in einen im Zylinder 19 ausgebildeten
Brennraum und zündet das Gemisch im Brennraum. Wie Fig. 1 zeigt, ist benachbart zum
Zylinder 19 an der Haube 18 eine Anzeigeeinrichtung 22 angeordnet. Benachbart zum
hinteren Handgriff 4 besitzt das Arbeitsgerät außerdem noch einen Kraftstofftank 21.
Am Zylinder 19 ist der in Fig. 2 gezeigte Abgasschalldämpfer 15 angeordnet.
[0017] Wie Fig. 2 zeigt, sind der Zylinderraum 31 und der Vergaserraum 32 von einer Trennwand
30 im Wesentlichen getrennt. Im Zylinderraum 31 herrschen hohe Temperaturen, da der
Zylinderraum 31 vom Zylinder 19 aufgeheizt wird. Der Vergaserraum 32 ist demgegenüber
vergleichsweise kalt. Dadurch kann eine Dampfblasenbildung im Gemischsystem verhindert
werden. Wie Fig. 2 zeigt, ist die Anzeigeeinrichtung 22 an der Haube 18 benachbart
zum Zylinderraum 31, insbesondere direkt oberhalb des Zylinders 19 angeordnet. Die
Temperatur dieses Bereichs der Haube 18 wird im Wesentlichen von der Zylindertemperatur
19 bestimmt. Der Einfluss der Umgebungstemperatur kann demgegenüber weitgehend vernachlässigt
werden. Die Anzeigeeinrichtung 22 umfasst auch Mittel zur Erfassung der Temperatur
des Zylinderraums 31. Die Anzeigeeinrichtung 22 besitzt hierzu vorteilhaft einen thermochromen
Stoff. Dies sind insbesondere Flüssigkristalle. Die Anzeigeeinrichtung 22 ist insbesondere
eine Folienanzeige mit Flüssigkristallen. Es hat sich gezeigt, dass bei Anordnung
der Anzeigeeinrichtung 22 oberhalb des Zylinders 19 an der Haube 18 eine Folienanzeige
zur Anzeige von Kaltstartbedingungen oder Warmstartbedingungen eingesetzt werden kann,
bei der die Umschlagtemperatur im Bereich zwischen etwa 20 °C bis etwa 30 °C liegt.
Dadurch können handelsübliche Folienanzeigen eingesetzt werden, wie sie auch in Folienthermometern
eingesetzt werden, um Kaltstartbedingungen oder Warmstartbedingungen für den Bediener
anzuzeigen. Kaltstartbedingungen herrschen, wenn die Temperatur des Zylinders 19 unterhalb
einer Umschalttemperatur liegt und Warmstartbedingungen, wenn die Temperatur des Zylinders
19 oberhalb der Umschalttemperatur liegt. Die Anzeigeeinrichtung 22 ist so an der
Haube 18 angeordnet, dass an der Anzeigeeinrichtung 22 die Umschlagtemperatur der
Folienanzeige herrscht, wenn am Zylinder 19 die Umschalttemperatur herrscht. Dadurch
kann mit der Anzeigeeinrichtung 22 angezeigt werden, ob Kaltstartbedingungen oder
Warmstartbedingungen herrschen. Durch geeignete Platzierung der Anzeigeeinrichtung
22, beispielsweise in geeignetem Abstand zum Zylinder 19 oder durch entsprechende
konstruktive Gestaltung, kann erreicht werden, dass an der Folienanzeige die Umschlagtemperatur
herrscht, wenn der Zylinder 19 die Umschalttemperatur besitzt.
[0018] Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, die Anzeigeeinrichtung 22' in einem Abstand
zum Zylinderraum 31 anzuordnen. Um beispielsweise eine Anordnung benachbart zum Betriebsartensteller
7 im Bereich des Vergaserraums 32 und/oder des Kraftstofftanks 21 zu ermöglichen,
kann der Zylinderraum 31 über ein Wärmeleitelement 42 mit der Anzeigeeinrichtung 22'
verbunden werden. Dadurch wird die Temperatur des Zylinderraums 31 zur Anzeigeeinrichtung
22 geleitet. Das Wärmeleitelement 42 kann beispielsweise ein isolierter Metalldraht
oder dgl. sein. Um sicherzustellen, dass an der Anzeigeeinrichtung 22 die Umschlagtemperatur
herrscht, wenn der Zylinder 19 die Umschalttemperatur besitzt, kann auch ein geeigneter
Raum in dem handgeführten Arbeitsgerät geschaffen werden, an oder in dem die Folienanzeige
angeordnet wird.
[0019] Es kann auch vorteilhaft sein, als Anzeigeeinrichtung 22 eine LED, ein Display oder
dgl. vorzusehen. Vorteilhaft ist die Anzeigeeinrichtung 22 dann benachbart zum Betriebsartensteller
7 oder direkt am Betriebsartensteller 7 angeordnet.
[0020] Folienanzeigen zeigen die Temperatur bezogen auf einen Temperaturschwellwert an.
Unterhalb des Temperaturschwellwerts besitzen die Flüssigkristalle eine erste Farbe
und oberhalb des Temperaturschwellwerts eine zweite Farbe.
[0021] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Anzeigeeinrichtung 22, die ein Kaltstartsymbol
23 und ein Warmstartsymbol 24 besitzt. Vorteilhaft sind die Bereiche von Kaltstartsymbol
23 und Warmstartsymbol 24 mit Flüssigkristallen unterschiedlicher Farbe hinterlegt.
Insbesondere ist das Kaltstartsymbol 23 mit einem Flüssigkristall hinterlegt, das
unterhalb des Temperaturschwellwerts blau ist und der Bereich des Warmstartsymbols
24 mit einem Flüssigkristall, das oberhalb eines Temperaturschwellwerts rot ist. Die
Umschlagtemperaturen für die beiden Flüssigkristalle können dabei überlappen oder
beabstandet voneinander sein. Wenn keines der Symbole 23 und 24 angezeigt wird oder
beide Symbole 23, 24 angezeigt werden, kann der Benutzer sowohl im Kaltstart als auch
im Warmstart starten.
[0022] Fig. 4 zeigt die Anzeigeeinrichtung 22 bei Kaltstartbedingungen. Die Flüssigkristalle
im Bereich des Kaltstartsymbols 23 leuchten, beispielsweise blau. Die Flüssigkristalle
im Bereich des Warmstartsymbols 24 haben bei dieser Temperatur die gleiche Farbe wie
der Hintergrund, so dass das Warmstartsymbol 24 nicht angezeigt wird.
[0023] Fig. 5 zeigt die Anzeigeeinrichtung 22 bei Warmstartbedingungen. Hier besitzen die
Flüssigkristalle im Bereich des Kaltstartsymbols 23 die Farbe des Hintergrunds und
die Flüssigkristalle im Bereich des Warmstartsymbols 24 heben sich farblich vom Hintergrund
ab, beispielsweise in rot. Als besonders vorteilhaft hat sich ein schwarzer Hintergrund
erwiesen.
[0024] Fig. 6 zeigt ein Beispiel für eine mögliche Bedienerführung 28, die beispielsweise
als Aufkleber an der Außenseite des Arbeitsgeräts 1 aufgeklebt sein kann, um dem Bediener
den Start zu erleichtern. Im Bereich 1 ist ein Purgersymbol 25 gezeigt, das dem Bediener
signalisiert, dass der Purger fünf Mal zu drücken ist. Im Feld 2 ist ein Verstellsymbol
26 gezeigt, das ein Stoppsymbol 34, ein Betriebssymbol 33, das Warmstartsymbol 24
und das Kaltstartsymbol 23 zeigt. Die hier gezeigten Symbole 23, 24, 33 und 34 entsprechen
den Symbolen benachbart zum Betriebsartensteller. Der Betriebsartensteller 7 ist im
Feld 2 ebenfalls schematisch gezeigt. Das Feld 3 enthält ein Startsymbol 27, das dem
Bediener signalisiert, dass ein Bediengriff 35 einer Starteinrichtung des Arbeitsgeräts
1 nach Verstellung des Betriebsartenstellers 7 zu betätigen ist. An der Anzeigeeinrichtung
22, dem Betriebsartensteller 7 und der Bedienerführung 28 sind dabei die gleichen
Symbole 23, 24 für Kaltstart und Warmstart vorgesehen.
[0025] Die Figuren 7 bis 11 zeigen unterschiedliche Möglichkeiten der Anordnung der Anzeigeeinrichtung
22. In Fig. 7 ist die Anzeigeeinrichtung 22, nämlich ein Folienthermometer, das die
Temperaturinformation sowohl erfasst als auch anzeigt, auf die Haube 18 aufgeklebt.
[0026] Bei der Gestaltung in Fig. 8 ist die Anzeigeeinrichtung 22 ebenfalls auf die Haube
18 aufgeklebt und zusätzlich noch von einer Schutzfolie 36 abgedeckt.
[0027] Wie Fig. 9 zeigt, kann auf der Innenseite der Haube 18 eine thermische Isolierung
37 angeordnet sein. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn die Temperaturen an
der Außenseite der Haube 18 zu hoch sind und die Anzeigeeinrichtung 22 beschädigen
können oder Warmstartbedingungen bereits bei Temperaturen anzeigen, bei denen noch
Kaltstartbedingungen herrschen.
[0028] Ist die Temperatur an der Außenseite der Haube 18 zu gering, kann die Anzeigeeinrichtung
22 in einer Vertiefung 39 der Haube 18 angeordnet werden. Über die Anzeigeeinrichtung
22 kann ein Fenster 38 gesetzt werden, das beispielsweise aus einem durchsichtigen
Kunststoff bestehen kann und die Anzeigeeinrichtung 22 nach oben abdeckt und bündig
mit der Außenseite der Haube 18 abschließt. Dadurch, dass die Anzeigeeinrichtung 22
nur über eine dünnere Kunststoffschicht der Haube 18 mit dem Zylinderraum 31 verbunden
ist, können höhere Temperaturen an der Anzeigeeinrichtung 22 erreicht werden.
[0029] Bei dem in Fig. 11 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Anzeigeeinrichtung 22 an
der Innenseite der Haube 18, also im Zylinderraum 31 angeordnet. Damit die Anzeigeeinrichtung
22 von der Außenseite des Gehäuses 2 gut sichtbar ist, ist die Anzeigeeinrichtung
22 an einem Fenster 40 angeordnet, das in einer Aussparung 41 der Haube 18 fixiert
ist.
[0030] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Anzeigeeinrichtung 22 nur ein Symbol für Kaltstart
oder Warmstart besitzt. Besitzt die Anzeigeeinrichtung ein Symbol für Warmstartbedingungen,
so sind Kaltstartbedingungen einzustellen, wenn kein Symbol gezeigt wird. Entsprechend
muss bei einer Anzeigeeinrichtung 22, die nur ein Symbol für Kaltstartbedingungen
besitzt, der Warmstart eingestellt werden, wenn kein Symbol gezeigt wird.
[0031] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Anzeigeeinrichtung 22 im Betrieb inaktiv oder
ausgeschaltet ist. Dies ist insbesondere bei einer elektrischen Anzeigeeinrichtung
22 wie einer LED oder einem Display zweckmäßig. Auch eine vom Bediener abschaltbare
Anzeigeeinrichtung kann vorteilhaft sein.
1. Handgeführtes Arbeitsgerät mit einem Gehäuse (2), in dem ein Verbrennungsmotor (11)
angeordnet ist, wobei der Verbrennungsmotor (11) einen Zylinder (19) besitzt, der
in einem in dem Gehäuse (2) gebildeten Zylinderraum (31) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgerät (1) Mittel zur Erfassung einer Temperaturinformation in dem Zylinderraum
(31) beim Stillstand des Verbrennungsmotors (11) und eine Anzeigeeinrichtung (22,
22') zur Anzeige der Temperaturinformation besitzt.
2. Arbeitsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturinformation angibt, ob die Temperatur oberhalb oder unterhalb eines
Temperaturschwellwerts liegt.
3. Arbeitsgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verbrennungsmotor (11) unterhalb einer Umschalttemperatur des Zylinders (19)
in einer Kaltstarteinstellung zu starten ist und oberhalb der Umschalttemperatur in
einer Warmstarteinstellung, und dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation
so an dem Arbeitsgerät angeordnet sind, dass an den Mitteln zur Erfassung der Temperaturinformation
der Temperaturschwellwert herrscht, wenn an dem Zylinder (19) die Umschalttemperatur
herrscht.
4. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gezeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung (22, 22') von der Außenseite des Gehäuses
(2) aus sichtbar ist.
5. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation in die Anzeigeeinrichtung (22,
22') integriert sind.
6. Arbeitsgerät nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation und die Anzeigeeinrichtung (22,
22') einen thermochromen Stoff umfassen.
7. Arbeitsgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation und die Anzeigeeinrichtung (22,
22') durch eine Folienanzeige mit Flüssigkristallen gebildet sind.
8. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderraum (31) mindestens teilweise von einer Haube (18) abgedeckt ist, wobei
die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation und die Anzeigeeinrichtung (22)
an einem den Zylinderraum (31) begrenzenden Bereich der Haube (18) angeordnet sind.
9. Arbeitsgerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation benachbart zum Zylinder (19) an
der Haube (18) angeordnet sind.
10. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgerät (1) einen Griffbügel (8) besitzt, der das Gehäuse (2) übergreift,
wobei die Anzeigeeinrichtung (22) mindestens teilweise unterhalb des Griffbügels (8)
angeordnet ist.
11. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation beabstandet zum Zylinderraum (31)
angeordnet sind und über ein Wärmeleitelement (42) mit dem Zylinderraum (31) verbunden
sind.
12. Arbeitsgerät nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgerät (1) einen Betriebsartensteller (7) besitzt.
13. Arbeitsgerät nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung (22') benachbart zu dem Betriebsartensteller (7) angeordnet
ist.
14. Arbeitsgerät nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zum Betriebsartensteller (7) mindestens ein Symbol (23, 24) angeordnet
ist, das einem Symbol (23, 24) der Anzeigeeinrichtung (22, 22') entspricht.
15. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erfassung der Temperaturinformation mindestens zwei Elemente mit unterschiedlicher
thermischer Charakteristik umfassen.
16. Arbeitsgerät nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass einem der Elemente ein Kaltstartsymbol (23) und einem der Elemente ein Warmstartsymbol
(24) zugeordnet ist.