(19)
(11) EP 2 489 766 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.02.2016  Patentblatt  2016/06

(21) Anmeldenummer: 12000874.3

(22) Anmeldetag:  10.02.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D01G 15/88(2006.01)

(54)

Ganzstahlgarnitur

All steel trimming

Garniture tout acier


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.02.2011 CH 2832011

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.08.2012  Patentblatt  2012/34

(73) Patentinhaber: Graf + Cie AG
8640 Rapperswil (CH)

(72) Erfinder:
  • Iten, Josef
    8716 Schmerikon (CH)
  • Hasler, Felix
    8404 Winterthur (CH)
  • Pavlou, Nikolaos
    8645 Rapperswil-Jona (CH)
  • Artzt, Peter, Dr.
    72766 Reutlingen (DE)

(74) Vertreter: Härdi, Rudolf 
Maschinenfabrik Rieter AG Intellectual Property Klosterstrasse 20
8406 Winterthur
8406 Winterthur (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 0 249 706
CN-A- 101 070 646
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ganzstahlgarnitur für Walzen von Öffnern, Reinigern, Karden oder Krempeln.

    [0002] Ganzstahlgarnituren werden in verschiedenen Bereichen der Verarbeitung von textilen Fasern eingesetzt. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kombination von zwei Garniturdrähten zum Einsatz auf garnierten Walzen in Faserverarbeitungsprozessen. Die Garniturdrähte sind in Form von Sägezahn-Ganzstahlgarnituren wendelförmig und eng aneinander anliegend auf die Walzen gewickelt. Übliche Formen der Sägezahn-Ganzstahlgarnituren sind in der internationalen Norm ISO5234 angegeben. Ganzstahlgarnituren werden nach der Norm charakterisiert durch ihren Arbeitswinkel α, ihren Rückenwinkel γ, bei vorhandener Spitzenfläche I ihren Spitzenflächenwinkel η, ihre Zahnteilung p sowie die Zahntiefe h6, die Gesamthöhe des Drahtes h1 und die Fussbreite b1. Der Arbeitswinkel α ist der Winkel zwischen der Brustfläche und der Vertikalachse zur Drahtbasis, wobei die Brustfläche bei einem positiven Brustwinkel eine Neigung mit der Rückenfläche und bei einem negativen Brustwinkel eine Neigung gegen die Rückenfläche des Zahns aufweist. Der Spitzenflächenwinkel η ist der Winkel zwischen der Spitzenfläche des Zahns und der Drahtbasis, wobei die Spitzenfläche bei einem positiven Spitzenflächenwinkel eine Neigung zur Rückenfläche und bei einem negativen Spitzenflächenwinkel eine Neigung gegen die Rückenfläche des Zahns aufweist.

    [0003] In den Faserverarbeitungsprozessen wie Öffnen und Reinigen von Fasern oder Faserflocken werden an die eingesetzten Ganzstahlgarnituren hohe Anforderungen gestellt bezüglich der Übertragungsrate. Um eine hohe Übertragungsrate erreichen zu können, ist eine gute Faserübernahme durch nachfolgende Walzen zu gewährleisten. Die Fasern werden aktiv durch die Zahnbrust der einzelnen Zähne übernommen. Die Zahnbrust entspricht der Vorderseite eines Zahns. Umso grösser nun der Arbeitswinkel ist, desto aggressiver wirkt die Garnitur und die Übernahme der Fasern wird gesteigert. Eine zunehmende Aggressivität hat jedoch den Nachteil, dass die Fasern in die Garnitur hineingezogen werden.

    [0004] In der EP 1 576 215 wird eine Ganzstahlgarnitur offenbart, die durch die gewählte Zahngeometrie gute Übernahmeeigenschaften aufweisen soll und ein Zusetzen der Garnitur verhindern soll. Die Zähne weisen eine Spitzenfläche auf, wodurch sie gegenüber Verunreinigungen stumpf wirken, was das Aufspiessen von Fremdteilen verhindert. Durch einen positiven Arbeitswinkel weist die Garnitur trotzdem eine Aggressivität auf. Der Nachteil ist, dass durch den positiven Arbeitswinkel auch die Fasern in die Garnitur hineingezogen werden.

    [0005] Es ist die Aufgabe der Erfindung eine Ganzstahlgarnitur zu schaffen, die einerseits über die für die Faserübernahme nötige Aggressivität verfügt und andererseits die Fasern auf der Oberfläche der Garnitur entlang führt, um ein Eindringen der Fasern in die Garnitur zu vermeiden.

    [0006] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche.

    [0007] Zur Lösung der Aufgabe wird eine Ganzstahlgarnitur für Walzen zur Faserverarbereitung in Öffnern, Reinigern, Karden oder Krempeln vorgeschlagen. Die Ganzstahlgarnitur besteht aus einem ersten Garniturdraht, welcher Zähne mit einem negativen Arbeitswinkel und einem Spitzenflächenwinkel von -15° bis +15° aufweist und einem zweiten Garniturdraht, welcher Zähne mit einem positiven Arbeitswinkel aufweist.

    [0008] Der erste Garniturdraht und der zweite Garniturdraht werden in abwechselnder Folge nebeneinander auf die Walze aufgezogen und ergeben in ihrer Kombination die Ganzstahlgarnitur. Dabei haben die Zähne des ersten Garniturdrahtes die Funktion die Fasern an der Oberfläche der Ganzstahlgarnitur zu halten und zu vermeiden, dass die fasern tief in die Ganzstahlgarnitur eindringen. Dies wird im wesentlichen durch den negativen Arbeitswinkel bestimmt, unterstützend wirkt dabei die vorgesehene Spitzenfläche. Die Hauptfunktion der Zähne des zweiten Garniturdrahtes indessen ist es die Fasern mitzunehmen, was im wesentlichen durch den positiven Arbeitswinkel bestimmt wird. Durch die Kombination der beiden Garniturdrähte wird der Effekt erreicht, dass trotz aggressiven Verhaltens, mit einhergehender guter Faserübertragungsrate, der Ganzstahlgarnitur die Fasern nicht in die Ganzstahlgarnitur eindringen und in Folge dessen ein Zusetzen der Ganzstahlgarnitur vermieden werden kann.

    [0009] In einer bevorzugten Ausführung überragt der zweite Garniturdraht mit den Spitzen seiner Zähne den ersten Garniturdraht. Der zweite Garniturdraht bestimmt durch seine mit einem positiven Arbeitswinkel versehenen Zähne die Aggressivität der Ganzstahlgarnitur. Dies kann dadurch gesteigert werden, dass die Zahnspitzen des zweiten Garniturdrahtes über die Zahnspitzen des ersten Garniturdrahtes respektive deren Spitzenflächen hinausragen. Die Gesamthöhe des ersten Garniturdrahtes ist um 5 bis 50% kleiner als die Gesamthöhe des zweiten Garniturdrahtes. Vorteilsweise ist die Gesamthöhe des ersten Garniturdrahtes 10 bis 30%, besonders bevorzugt 15% kleiner als die Gesamthöhe des zweiten Garniturdrahtes. Die Gesamthöhe des ersten Garniturdrahtes beträgt bevorzugterweise 3 bis 8 mm. Für die Bearbeitung von Kurzstapelfasern hat sich eine Gesamthöhe des ersten Garniturdrahtes von 4,5 mm als besonders geeignet herausgestellt. Für die Bearbeitung von Langstapelfasern ist eine Gesamthöhe des ersten Garniturdrahtes von 7,5 mm zu bevorzugen.

    [0010] Der erste Garniturdraht ist ähnlich einem Diamantspitzendraht nach der ISO-Norm 5234, jedoch mit einem negativen Arbeitswinkel ausgeführt. Der negative Arbeitswinkel verhindert ein Eindringen der Fasern in die Garnitur und die Spitzenfläche ermöglicht ein Abgleiten der Fasern. Durch die Spitzenfläche werden die Fasern an der Oberfläche der Ganzstahlgarnitur gehalten und ein Eindringen der Fasern in die Garnitur vermieden.

    [0011] In einer bevorzugten Ausführung ist die Zahnteilung des ersten Garniturdrahtes grösser als die Zahnteilung des zweiten Garniturdrahtes. Durch die Zahnteilung werden beim ersten Garniturdraht die Längen der Spitzenflächen mitbestimmt. Die Länge der Spitzenfläche beträgt mindestens 25% der Zahnteilung um den Effekt einer Faserführung zu erreichen. Bevorzugterweise beträgt die Länge der Spitzenfläche 50% der Zahnteilung. Die Länge einer Spitzenfläche steigt mit der Erhöhung der Zahnteilung. Als besonders geeignet haben sich Zahnteilungen von 2 bis 10 mm für den ersten Garniturdraht herausgestellt. Dagegen wird durch eine Verkleinerung der Zahnteilung des zweiten Garniturdrahtes die Anzahl der für die Faserübernahme hauptsächlich verantwortlichen Spitzen vergrössert. Dies trägt zu einer erhöhten Faserübernahme bei und erlaubt einen hohen Durchsatz an der entsprechenden Walze.

    [0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Spitzenflächenwinkel des ersten Garniturdrahtes -5° bis +5°. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Spitzenflächenwinkel 0°, was gleichbedeutend ist mit einer parallel zur Drahtbasis angelegten Spitzenfläche.

    [0013] Besonders bevorzugt wird zudem, wenn die Rückenwinkel des ersten und zweiten Garniturdrahtes gleich gross sind. Als geeignet haben sich Rückenwinkel von 30 bis 50°, im besonderen 40°, herausgestellt.

    [0014] Der Abstand zwischen den einzelnen Zahnspitzen wird in der Längsrichtung der Garniturdrähte durch die Zahnteilung bestimmt und in der Querrichtung durch die Fussbreite des Garniturdrahtes. Als vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn die Fussbreite des ersten Garniturdrahtes der Fussbreite des zweiten Garniturdrahtes entspricht. Die bevorzugte Fussbreite beträgt 0,5 bis 1,5 mm, besonders bevorzugt 1,0 mm.

    [0015] Die Ganzstahlgarnitur eignet sich im Besonderen für Vorreisser von Baumwollkarden oder Wollkrempeln. Die Ganzstahlgarnitur ist auf der Vorreisserwalze derart vorgesehen, dass der erste Garniturdraht und der zweite Garniturdraht aneinander angrenzend und abwechslungsweise spiralförmig aufgezogen sind. Um eine höhere Faserübernahmerate zu erreichen, kann auf der Walze auch nur jeder dritte Garniturdraht einem ersten Garniturdraht entsprechen, sodass jeweils auf zwei nebeneinander liegende zweite Garniturdrähte ein erster Garniturdraht folgt. Es sind auch den Anforderungen entsprechende weitere Kombinationen des ersten mit dem zweiten Garniturdraht denkbar. Der erste und der zweite Garniturdraht können mit normalem, verriegeltem oder verkettetem Fuss ausgeführt werden, um ein Aufziehen auf einer glatten Walze zu ermöglichen.

    [0016] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer beispielhaften Ausführungsform erklärt und durch Zeichnungen näher erläutert.
    Figur 1
    Schematische Darstellung einer Ausführungsform eines ersten Garniturdrahtes
    Figur 2
    Schematische Darstellung einer Ausführungsform eines zweiten Garniturdrahtes
    Figur 3
    Schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Ganzstahlgarnitur
    Figur 4a - 4c
    Schematische Darstellung eines Querschnitts einer Ganzstahlgarnitur an der Stelle Z-Z der Figur 3 mit flachem, verriegeltem oder verkettetem Fuss


    [0017] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform eines ersten Garniturdrahtes 20 in einer Ansicht und einem Querschnitt an der Stelle X-X. Es handelt sich dabei um einen Sägezahndraht mit den Zähnen 21 mit einer Gesamthöhe h11 von 4,5 mm und einer Zahntiefe h61 von 2,5 mm. Die Zähne 21 des Garniturdrahtes 20 sind derart geformt, dass eine Spitzenfläche 24 entsteht. Die Spitzenfläche 24 ist so angelegt, dass sie sich zur Rückenfläche 23 des Zahns 21 neigt, wodurch ein positiver Spitzenflächenwinkel η1 entsteht. Die Brustfläche 22 des Zahns 21 neigt sich gegen dessen Rückenfläche 23, wodurch ein negativer Arbeitswinkel α1 gebildet wird. Die Zähne 21 des ersten Garniturdrahtes 20 weisen einen negativen Arbeitswinkel α1 von 5° und einen Rückenwinkel γ1 von 40° auf. Die Fussbreite b1 des ersten Garniturdrahtes 20 beträgt 1,0 mm. Die Zahnteilung p1 beträgt 4,2 mm. Die Zähne 21 weisen eine Spitzenfläche 24 mit einer Länge I1 von 1,3 mm auf. Die Spitzenfläche 24 ist leicht geneigt mit einem positiven Spitzenflächenwinkel η1 von +5°. Charakteristisch für den ersten Garniturdraht 20 sind der negative Arbeitswinkel α1 und die Zahnform mit einer ausgebildeten Spitzenfläche 24, welche in ihrer Länge I1 über mindestens 25% der Zahnteilung p1 geführt ist.

    [0018] Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform eines zweiten Garniturdrahtes 30 in einer Ansicht und einem Querschnitt an der Stelle Y-Y. Es handelt sich dabei um einen Sägezahndraht mit einer Brustfläche 32 und einer Rückenfläche 33. Die Brustfläche 32 des Zahns 31 neigt sich mit der Rückenfläche 33, wodurch ein positiver Arbeitswinkel α2 gebildet wird. Die Zähne 31 sind in einer spitzen Form ohne eine Spitzenfläche ausgeführt. Der Sägezahndraht mit den Zähnen 31 hat eine Gesamthöhe h12 von 5,0 mm und eine Zahntiefe h62 von 2,7 mm. Die Zähne 31 des zweiten Garniturdrahtes 30 weisen einen positiven Arbeitswinkel α2 von 10° und einen Rückenwinkel γ2 von 40° auf. Die Fussbreite b2 des zweiten Garniturdrahtes 30 beträgt 1,0 mm und die Zahnteilung p2 beträgt 2,6 mm. Charakteristisch für den zweiten Garniturdraht 30 sind die spitze Zahnform und der positive Arbeitswinkel α2. Die Zähne 31 können an ihrer Spitze mit einem Seitenschliff versehen sein.

    [0019] Figur 3 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform einer Ganzstahlgarnitur 10 mit einem ersten Garniturdraht 20 mit den Zähnen 21 und einem zweiten Garniturdraht 30 mit den Zähnen 31 in einer Längsansicht. In der Längsansicht ist die unterschiedliche Gesamthöhe h11 und h12 der Garniturdrähte 20, 30 ersichtlich. Die Zähne 31 des zweiten Garniturdrahtes 30 überragen dabei die Zähne 21 des ersten Garniturdrahtes 20.

    [0020] Die Figuren 4a - 4c zeigen in schematischer Darstellung einen Querschnitt einer Ganzstahlgarnitur an der Stelle Z-Z der Figur 3 in verschiedenen Ausführungsformen. Dabei sind in allen Ausführungsformen ein erster Garniturdraht 20 mit einer Fussbreite b1 und ein zweiter Garniturdraht 30 mit einer Fussbreite b2 nebeneinander liegend dargestellt. In Figur 4a ist eine Ganzstahlgarnitur in einer Ausführungsform mit einem normalen flachen Fuss dargestellt. Diese Ausführungsform der Ganzstahlgarnitur entspricht der in Maschinen für Faserverarbeitungsprozesse standardmässig eingesetzten Bauform. Figur 4b zeigt eine Ausführungsform einer Ganzstahlgarnitur mit einem verketteten Fuss, welche beispielsweise in Öffnern eingesetzt wird. Figur 4c zeigt eine Ausführungsform der Ganzstahlgarnitur mit einem verriegelten Fuss, welche beispielsweise in Reinigern eingesetzt wird.

    Legende



    [0021] 
    10
    Ganzstahlgarnitur
    20
    Erster Garniturdraht
    21
    Zahn des ersten Garniturdrahtes
    22
    Brustfläche des Zahns des ersten Garniturdrahtes
    23
    Rückenfläche des Zahns des ersten Garniturdrahtes
    24
    Spitzenfläche des Zahns des ersten Garniturdrahtes
    α1
    Arbeitswinkel des ersten Garniturdrahtes
    γ1
    Rückenwinkel des ersten Garniturdrahtes
    l1
    Länge der Spitzenfläche
    η1
    Spitzenflächenwinkel
    h61
    Zahntiefe des ersten Garniturdrahtes
    h11
    Gesamthöhe des ersten Garniturdrahtes
    p1
    Zahnteilung des ersten Garniturdrahtes
    b1
    Fussbreite des ersten Garniturdrahtes
    30
    Zweiter Garniturdraht
    31
    Zahn des zweiten Garniturdrahtes
    32
    Brustfläche des Zahns des zweiten Garniturdrahtes
    33
    Rückenfläche des Zahns des zweiten Garniturdrahtes
    α2
    Arbeitswinkel des zweiten Garniturdrahtes
    γ2
    Rückenwinkel des zweiten Garniturdrahtes
    h62
    Zahntiefe des zweiten Garniturdrahtes
    h12
    Gesamthöhe des zweiten Garniturdrahtes
    p2
    Zahnteilung des zweiten Garniturdrahtes
    b2
    Fussbreite des zweiten Garniturdrahtes



    Ansprüche

    1. Ganzstahlgarnitur (10) für Walzen zur Faserverarbeitung in Öffnern, Reinigern, Karden oder Krempel bestehend aus einem ersten Garniturdraht (20), welcher Zähne (21) mit einem Arbeitswinkel (α1), einem Rückenwinkel (γ1) und einer Spitzenfläche (24) mit einem Spitzenflächenwinkel (η1) aufweist, und einem zweiten Garniturdraht (30), welcher Zähne (31) mit einem Arbeitswinkel (α2) und einem Rückenwinkel (γ2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (21) des ersten Garniturdrahtes (20) einen negativen Arbeitswinkel (α1) und einen Spitzenflächenwinkel (η1) von -15° bis +15° und die Zähne (31) des zweiten Garniturdrahtes (30) einen positiven Arbeitswinkel (α2) aufweisen.
     
    2. Ganzstahlgarnitur (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Garniturdraht (20) eine Gesamthöhe (h11) aufweist, welche um 5 bis 50% kleiner ist als eine Gesamthöhe (h12) des zweiten Garniturdrahtes (30).
     
    3. Ganzstahlgarnitur (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spitzenflächenwinkel (η1) des ersten Garniturträgers (20) zwischen -5° und +5° beträgt.
     
    4. Ganzstahlgarnitur (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gesamthöhe (h11) des ersten Garniturdrahtes (20) 3 bis 8 mm beträgt.
     
    5. Ganzstahlgarnitur (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Garniturdraht (20) eine grössere Zahnteilung (p1) als der zweite Garniturdraht (30) aufweist.
     
    6. Ganzstahlgarnitur (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnteilung (p1) des ersten Garniturdrahtes (20) 2 bis 10 mm beträgt.
     
    7. Ganzstahlgarnitur (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Garniturdraht (20) eine Spitzenfläche (24) mit einer Länge (I1) von wenigstens 25% der Zahnteilung (p1) aufweist.
     
    8. Ganzstahlgarnitur (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Garniturdraht (20, 30) einen gleich grossen Rückenwinkel (γ1, γ2) aufweisen.
     
    9. Ganzstahlgarnitur (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fussbreiten (b1, b2) des ersten Garniturdrahtes (20) und des zweiten Garniturdrahtes (30) gleich sind.
     
    10. Vorreisser mit mindestens einer Walze, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ganzstahlgarnitur (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 auf der Walze aufgezogen ist.
     
    11. Vorreisser nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Garniturdraht (20) und der zweite Garniturdraht (30) aneinander angrenzend und abwechslungsweise auf der Walze aufgezogen sind.
     


    Claims

    1. A metallic card clothing (10) for rollers for fiber processing in openers, cleaners, carders or carding machines, consisting of a first clothing wire (20) which has teeth (21) with a working angle (α1), a back angle (γ1) and a land (24) with a back point angle (η1), and a second clothing wire (30) which has teeth (31) with a working angle (α2) and a back angle (γ2), characterized in that the teeth (21) of the first clothing wire (20) have a negative working angle (α1) and a back point angle (η1) of -15° to +15°, and the teeth (31) of the second clothing wire (30) have a positive working angle (α2).
     
    2. The metallic card clothing (10) according to claim 1, characterized in that the first clothing wire (20) has a total height (h11) which is 5 to 50% smaller than a total height (h12) of the second clothing wire (30).
     
    3. The metallic card clothing (10) according to claim 1 or claim 2, characterized in that the back point angle (η1) of the first clothing wire (20) is between -5° and +5°.
     
    4. The metallic card clothing (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that a total height (h1 of the first clothing wire (20) is 3 to 8 mm.
     
    5. The metallic card clothing (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that the first clothing wire (20) has a greater tooth pitch (p1) than the second clothing wire (30).
     
    6. The metallic card clothing (10) according to claim 5, characterized in that the tooth pitch (p1) of the first clothing wire (20) is 2 to 10 mm.
     
    7. The metallic card clothing (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that the first clothing wire (20) has a land (24) with a length (l1) of at least 25% of the tooth pitch (p1).
     
    8. The metallic card clothing (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that the first and the second clothing wires (20, 30) have an identical back angle (γ1,γ2).
     
    9. The metallic card clothing (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that the rib widths (b1, b2) of the first clothing wire (20) and the second clothing wire (30) are identical.
     
    10. A licker-in with at least one roller, characterized in that an metallic card clothing according to any one of the claims 1 to 9 is mounted on the roller.
     
    11. The licker-in according to claim 10, characterized in that the first clothing wire (20) and the second clothing wire (30) are mounted adjacent to each other and alternatingly on the roller.
     


    Revendications

    1. Garniture tout acier (10), destinée à des cylindres pour le traitement des fibres dans des râteaux, des nettoyeurs, des cardeuses ou des cardes, composée d'un premier fil de garniture (20) présentant des dents (21) avec un angle de travail (α1), un angle de dépouille (γ1) et une surface de pointe (24) avec un angle de surface de pointe (η1), et d'un deuxième fil de garniture (30) présentant des dents (31) avec un angle de travail (α2) et un angle de dépouille (γ2), caractérisée en ce que les dents (21) du premier fil de garniture (20) présentent un angle de travail (α1) négatif et un angle de surface de pointe (η1) compris entre -15° et +15°, et les dents (31) du deuxième fil de garniture (30) présentent un angle de travail (α2) positif.
     
    2. Garniture tout acier (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le premier fil de garniture (20) présente une hauteur totale (h11) qui est inférieure de 5 à 50 % à une hauteur totale (h12) du deuxième fil de garniture (30).
     
    3. Garniture tout acier (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'angle de surface de pointe (η1) du premier fil de garniture (20) est compris entre - 5° et +5°.
     
    4. Garniture tout acier (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une hauteur totale (h1) du premier fil de garniture (20) est comprise entre 3 et 8 mm.
     
    5. Garniture tout acier (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier fil de garniture (20) présente un pas de dents (p1) supérieur à celui du deuxième fil de garniture (30).
     
    6. Garniture tout acier (10) selon la revendication 5, caractérisée en ce que le pas de dents (p1) du premier fil de garniture (20) est compris entre 2 et 10 mm.
     
    7. Garniture tout acier (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier fil de garniture (20) présente une surface de pointe (24) d'une longueur (11) d'au moins 25 % du pas de dents (p1).
     
    8. Garniture tout acier (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les premier et deuxième fils de garniture (20, 30) présentent des angles de dépouille (γ1, γ2) identiques.
     
    9. Garniture tout acier (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les largeurs du pied (b1, b2) du premier fil de garniture (20) et du deuxième fil de garniture (30) sont identiques.
     
    10. Briseur, comprenant au moins un cylindre, caractérisé en ce qu'une garniture tout acier (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9 est montée sur le cylindre.
     
    11. Briseur selon la revendication 10, caractérisé en ce que le premier fil de garniture (20) et le deuxième fil de garniture (30) sont montés sur le cylindre de manière adjacente l'un à l'autre et en alternance.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente