[0001] Die Erfindung betrifft eine Abwasserhebeanlage mit den im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Abwasserhebeanlagen werden verwendet, um Abwässer, welche auf einem Niveau unterhalb
einer Kanalisation anfallen, auf das Niveau der Kanalisation zu heben bzw. zu pumpen.
Dazu sind Abwasserhebeanlagen mit einem Behälter bekannt, in welchen die zu hebenden
Abwässer eingeleitet werden. An oder in dem Behälter ist zumindest eine Pumpe angeordnet,
welche in Abhängigkeit des Wasserstandes in dem Behälter ein- und ausgeschaltet wird,
um das Abwasser aus dem Behälter auf ein höheres Niveau zu pumpen. Dazu ist in dem
Behälter ein Füllstandsensor angeordnet, welcher die Höhe des Wasserstandes in dem
Behälter erfasst.
[0003] Da in dem zu fördernden Abwasser Verschmutzungen mitgeführt werden, besteht stets
die Gefahr, dass die Funktion eines solchen Füllstandsensors durch Verschmutzung beeinträchtigt
wird. Darüber hinaus besteht das Problem, dass beim Einströmen des Abwassers in den
Behälter in diesem Turbulenzen auftreten können, welche zu Fehlfunktionen des Füllstandsensors
in der Weise führen, dass die Pumpe unbeabsichtigt zu früh oder zu spät eingeschaltet
wird.
[0004] Im Hinblick auf diese Problematik ist es Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte
Abwasserhebeanlage bereitzustellen, welche eine zuverlässige Funktion eines Füllstandsensors
in dieser Abwasserhebeanlage sicherstellt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Abwasserhebeanlage mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Bevorzugt Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0006] Die erfindungsgemäße Abwasserhebeanlage weist wie bekannte Abwasserhebeanlagen einen
Behälter auf, der zumindest eine Einlassöffnung hat, an welche eine eingehende Abwasserleitung
angeschlossen werden kann, durch welche Abwässer in den Behälter geleitet werden.
An oder in dem Behälter ist zumindest eine Pumpe angeordnet, welche das Abwasser aus
dem Behälter über eine anzuschließende ausgehende Abwasserleitung bzw. Druckleitung
in eine höher gelegene Abwasserleitung pumpen kann. Darüber hinaus ist in dem Behälter
zumindest ein Füllstandsensor angeordnet, welcher den Wasserstand in dem Behälter
erfasst und die Pumpe in Abhängigkeit des Wasserstandes einund ausschaltet. So kann
die Pumpe bei Erreichen eines vorbestimmten Wasserstandes eingeschaltet und bei Unterschreiten
dieses vorbestimmten Wasserstandes wieder ausgeschaltet werden. Alternativ wäre es
auch möglich, die Pumpe bei einem vorbestimmten Wasserstand einzuschalten und bei
einem zweiten vorbestimmten niedrigeren Wasserstand wieder auszuschalten. Bei größeren
Abwasserhebeanlagen können auch mehrere Pumpen vorgesehen sein, zum einen, um eine
größere Leistungsfähigkeit zu erreichen, zum anderen, um eine größere Ausfallsicherheit
zu gewährleisten. Diese Pumpen können gleichzeitig, abwechselnd oder aber in Abhängigkeit
des Wasserstandes und der zulaufenden Wassermenge einzeln oder gemeinsam betrieben
werden.
[0007] Um eine zuverlässige Funktion des Füllstandsensors zu gewährleisten, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, dass dieser zumindest teil- oder abschnittsweise von einer rohrförmigen
Schutzhülse umgeben ist. Diese rohrförmige Schutzhülse erstreckt sich in dem Behälter
vorzugsweise im Wesentlichen in vertikaler Richtung, wobei dies auch ein spitzer Winkel
zur Vertikalen sein kann. Die Schutzhülse weist im Bereich ihres oberen Endes und
im Bereich ihres unteren Endes jeweils zumindest eine Öffnung auf. Durch die Öffnung
am unteren Ende kann Wasser in die Schutzhülse eintreten. Die Öffnung im Bereich des
oberen Endes dient der Entlüftung, sodass die Luft, welche durch das am unteren Ende
einströmende Wasser verdrängt wird, durch die Öffnung im Bereich des oberen Endes
austreten kann. Auch am oberen Ende können gegebenenfalls mehrere Öffnungen angeordnet
sein. Die Öffnungen können in den axialen Stirnseiten der Schutzhülse ausgebildet
sein, alternativ oder zusätzlich ist jedoch auch eine Anordnung von Öffnungen im Umfangsbereich
der Schutzhülse möglich. Die Schutzhülse bewirkt, dass insbesondere Verunreinigungen,
welche auf der Oberfläche des Abwassers schwimmen, nicht direkt mit den im Inneren
der Schutzhülse angeordneten Teilen des Füllstandsensors in Kontakt kommen, sodass
dieser von der Schutzhülse vor Verschmutzungen geschützt werden kann. Darüber hinaus
kann im Inneren der Schutzhülse die Wasseroberfläche beruhigt werden. Insbesondere
treten im Inneren der Schutzhülse an der Wasseroberfläche geringere Turbulenzen durch
in den Behälter einströmendes Wasser auf, wenn das Abwasser in den Behälter außerhalb
der Schutzhülse eingeleitet wird. Auf diese Weise wird der Einfluss auf Turbulenzen
auf den Füllstandsensor durch die Schutzhülse verringert, sodass über den Füllstandsensor
auch bei Turbulenzen im Behälter ein zuverlässigeres Ein- und Ausschalten der Pumpe
gewährleistet werden kann. Vorzugsweise ist die Schutzhülse an ihrem unteren Ende
offen ausgebildet. D. h. die Schutzhülse ist dabei vorzugsweise als Rohr mit einer
vollständig geöffneten unteren Stirnseite ausgebildet. Durch diese untere Stirnseite
kann dann das Abwasser in die Schutzhülse eintreten.
[0008] Dazu ist die zumindest eine Öffnung im Bereich des unteren Endes der Schutzhülse
weiter bevorzugt derart angeordnet, dass sie im Betrieb der Abwasserhebeanlage unterhalb
des minimalen Wasserstandes in dem Behälter gelegen ist. Dadurch wird sichergestellt,
dass die zumindest eine Öffnung im Bereich des unteren Endes der Schutzhülse immer
unter Wasser gelegen ist. Dadurch wird verhindert, dass Oberflächenwasser und Verunreinigungen,
welche an der Oberfläche des Abwassers in dem Behälter schwimmen, von unten in die
Schutzhülse eintreten können, da in die Schutzhülse nur Wasser aus tieferen Schichten
des Abwassers in dem Behälter eindringen kann. Auf diese Weise werden an der Oberfläche
des Abwassers schwimmende Verunreinigungen, wie beispielsweise Fett, Öl und Schaum
vom Inneren der Schutzhülse und den darin angeordneten Teilen des Füllstandsensors
ferngehalten. So können diese Verunreinigungen die Funktion des Füllstandsensors weniger
beeinträchtigen.
[0009] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die zumindest eine Öffnung im
Bereich des oberen Endes der Schutzhülse nicht direkt am oberen Ende der Schutzhülse
angeordnet, sondern von dem oberen Ende vertikal nach unten beabstandet angeordnet.
Dabei ist die Öffnung jedoch im Bereich des oberen Endes so angeordnet, dass sie im
normalen Betrieb der Abwasserhebeanlage stets oberhalb des maximal in dem Behälter
auftretenden Wasserstandes gelegen ist, sodass ein Eintreten von Wasser in die Öffnung
am oberen Ende verhindert wird. Wenn weiter bevorzugt das obere Ende der Schutzhülse
dann geschlossen ausgebildet ist, wird somit im Bereich des oberen Endes der Schutzhülse
ein glockenförmiges, lediglich nach unten geöffnetes Volumen geschaffen. In diesem
sammelt sich, falls der Wasserstand in dem Behälter über die Oberkante der Öffnungen
im Bereich des oberen Endes der Schutzhülse ansteigen sollte, ein Luftpolster, da
die Luft aus diesem lediglich nach unten geöffneten Raum dann nicht mehr entweichen
kann. Dieses Luftpolster kann Komponenten des Füllstandsensors, welche am oberen Ende
der Schutzhülse angeordnet sind, vor direktem Kontakt mit dem Abwasser schützen, sodass
diese Bauteile bei einer Fehlfunktion der Abwasserhebeanlage, bei welcher der Behälter
vollständig volllaufen sollte, durch das Abwasser nicht in ihrer Funktion beeinträchtigt
werden können.
[0010] Weiter bevorzugt ist die Schutzhülse mit ihrem oberen Ende mit einem Sensorgehäuse
verbunden, in welchem zumindest ein Sensorelement und/oder Schalter des Füllstandsensors
angeordnet ist. Dabei kann das Sensorgehäuse gleichzeitig das obere Ende der Schutzhülse
dicht verschließen, um das vorangehend beschriebene lediglich nach unten geöffnete
Volumen im oberen Ende der Schutzhülse zu schaffen. Das Sensorgehäuse kann wiederum
zur Schutzhülse hin geschlossen ausgebildet sein, sodass in diesem angeordnete Sensoren
oder Schalter vor Feuchtigkeit im Inneren des Behälters und der Schutzhülse geschützt
sind. Als Sensoren oder Schalter können hier verschiedenste Bauteile Verwendung finden,
welche durch mechanische Kopplung mit der Wasseroberfläche, beispielsweise in Form
eines Schwimmers, oder auch berührungslos, beispielsweise durch Ultraschall oder als
Drucksensor den Wasserstand im Inneren der Schutzhülse erfassen.
[0011] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Füllstandsensor mit der
Schutzhülse als eine in eine Öffnung des Behälter eingesetzte Baueinheit ausgebildet.
Diese Ausgestaltung ermöglicht es, den gesamten Füllstandsensor mit der Schutzhülse
als Baueinheit vorzumontieren und dann lediglich in die Öffnung des Behälters einzusetzen.
Ferner kann die Baueinheit auch zu Wartungs- oder Reparaturzwecken leicht aus dem
Behälter entnommen werden, wobei dann gleichzeitig die Öffnung freigegeben wird, welche
einen Zugang zum Inneren des Behälter herstellt, der zu Wartungs- oder Reparturzwecken
von weiteren Bauteilen im Inneren des Behälter genutzt werden kann.
[0012] Bevorzugt ist die Baueinheit abgedichtet in die Öffnung des Behälters eingesetzt.
Durch diese Abdichtung wird verhindert, dass in dem Fall, wenn der Behälter vollständig
mit Abwasser volllaufen sollte, Abwasser aus der Öffnung, in welche der Füllstandsensor
eingesetzt ist, nach außen austreten könnte. Vorzugsweise wird der Behälter nach außen
vollständig gedichtet, sodass ein Austritt von Abwasser verhindert werden kann.
[0013] Der Füllstandsensor weist weiter bevorzugt an seinem oberen Ende ein Sensorgehäuse
auf, welches an der Öffnung des Behälters befestigt ist. Dies kann eine kraft- und/oder
formschlüssige Verbindung sein. Beispielsweise kann die Öffnung des Behälters von
einem Gewinde umgeben sein, in welches das Sensorgehäuse mit einem korrespondierenden
Gewinde eingeschraubt ist. So kann eine einfach zu lösende Verbindung zwischen dem
Füllstandsensor und dem Behälter geschaffen werden.
[0014] Der Füllstandsensor kann vorzugsweise zumindest einen Schwimmer, einen Drucksensor,
ein akustisches und/oder ein optisches Sensorelement zur Erfassung des Wasserstandes
im Inneren des Behälters bzw. der Schutzhülse aufweisen. Ein Schwimmer kann sich auf
der Wasseroberfläche mit dieser in dem Behälter auf- und abbewegen, wobei dann z.
B. der Schwimmer bei einem vorbestimmten Wasserstand beispielsweise über einen Schalter
die Pumpe ein- und ausschalten kann. Ein solcher Schwimmer bewegt sich dann erfindungsgemäß
im Inneren der Schutzhülse. Darüber hinaus kann im Inneren der Schutzhülse auch ein
Drucksensor angeordnet sein, welcher über einem Druckanstieg die Höhe des Wasserstandes
erfasst. Hierzu kann an der Schutzhülse ein weiteres geschlossenes Rohr angeordnet
sein, in welchem ein Anstieg des Wasserstandes einen Druckanstieg verursacht, welcher
durch einen solchen Drucksensor erfasst werden kann. Ein akustischer Sensor kann beispielsweise
ein Ultraschallsensor sein, welcher ein Ultraschallsignal von oben auf die Wasseroberfläche
in dem Behälter sendet und das reflektierte Signal erfasst. Aus der Laufzeit kann
dann der Abstand der Wasseroberfläche zu dem Sensor und somit Änderungen des Wasserstandes
erfasst werden. Entsprechen wäre auch eine optische Messung möglich.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen Abwasserhebeanlage,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht der Abwasserhebeanlage gemäß Fig. 1 mit einem Füllstandsensor
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch eine Abwasserhebeanlage gemäß Fig. 1 mit einer zweiten Ausführungsform
eines Füllstandsensors,
- Fig. 4
- eine Schnittsansicht durch einen Füllstandsensor gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung und
- Fig. 5
- eine Schnittansicht eines Füllstandsensors gemäß einer vierten Ausführungsform der
Erfindung.
[0016] Die beispielhaft beschrieben Abwasserhebeanlage weist einen Behälter 2 auf, welcher
beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet ist. Der Behälter 2 weist zumindest eine
Einlassöffnung 4 auf, an welche eine eingehende Abwasserleitung angeschlossen werden
kann und durch welche zu förderndes bzw. zu hebendes Abwasser in den Behälter 2 einströmt.
An dem Behälter 2 ist darüber hinaus eine Aufnahme 6 für eine hier nicht gezeigte
Pumpe ausgebildet. Die Pumpe dient dazu, das Abwasser aus dem Behälter 2 durch den
an dem Behälter 2 ausgebildeten Druckstutzen bzw. Auslassanschluss 8 in eine sich
anschließende Druckleitung und durch diese auf ein höheres Niveau zu pumpen. Ferner
weist der Behälter 2 an seiner Oberseite 10 eine Öffnung 12 auf, in welcher ein Füllstandsensor
14 eingesetzt ist.
[0017] Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für einen solchen Füllstandsensor. Dieser
Füllstandsensor 14, welcher in Fig. 2 gezeigt ist, weist an seinem oberen Ende ein
Sensorgehäuse 16 auf, in welchem ein Ultraschallsensor 18 angeordnet ist. Der Ultraschallsensor
18 ist so angeordnet, dass er in vertikaler Richtung X ein Ultraschallsignal nach
unten aussendet und das von der Wasseroberfläche 20 reflektierte Signal erfasst. Aus
der Laufzeit kann der axiale Abstand in vertikaler Richtung X zwischen dem Ultraschallsensor
18 und der Wasseroberfläche 20 ermittelt werden, woraus dann wiederum der Wasserstand
in dem Behälter 2 bestimmt werden kann. Der Füllstandsensor 14 weist eine sich von
dem Sensorgehäuse 16 in vertikaler Richtung nach unten erstreckende Schutzhülse 22,
in deren Inneren die Ultraschallmessung stattfindet, auf. Diese Schutzhülse 22 läuft
an ihrem unteren Ende konisch zu und weist eine axiale Öffnung 26 am unteren Ende
24 auf. Beabstandet vom oberen Ende, d. h. dem sich anschließenden Sensorgehäuse 16
ist in der Schutzhülse 22 eine weitere Öffnung 28 in der Umfangswandung ausgebildet.
Der Raum 30 oberhalb der Öffnung 28 im Inneren der Schutzhülse 22 ist durch das Sensorgehäuse
16 oben verschlossen, sodass dieser Raum 30 nur nach unten geöffnet ist.
[0018] Die Schutzhülse 22 ist so lange ausgebildet und in dem Behälter 2 so angeordnet,
dass ihr unteres Ende 24 stets unter der Wasseroberfläche 20 gelegen ist, auch bei
im normalen Betrieb der Abwasserhebeanlage minimal auftretendem Wasserstand. Auf diese
Weise wird verhindert, dass Verunreinigungen, welche auf der Wasseroberfläche 20 schwimmen,
wie beispielsweise Öl, Fett oder Schaum von unten in die Schutzhülse 22 eindringen
können. Darüber hinaus wird die Wasseroberfläche 20 im Inneren der Schutzhülse 22
vor Turbulenzen geschützt, welche beispielsweise durch das durch die Einlassöffnung
4 einströmende Abwasser in dem Behälter 2 verursacht werden können. Auf diese Weise
wird im Inneren der Schutzhülse 22 eine ruhige von Verunreinigungen freie Wasseroberfläche
20 geschaffen, welche das Ultraschallsignal von dem Ultraschallsensor 18 gut reflektieren
kann.
[0019] Die vom oberen Ende 32 nach unten beabstandete Anordnung der zumindest einen Öffnung
28 hat den Vorteil, dass in dem Fall, in welchem der Wasserspiegel 20 in dem Behälter
2 über die Öffnung 28 hinaus zur Oberseite 10 des Behälters 2 ansteigen sollte, das
Wasser in dem Raum 30 oberhalb der Öffnung 28 nicht weiter ansteigen kann, da dort
ein Luftvolumen eingeschlossen wird, welches als Luftposter den Ultraschallsensor
18 vor direktem Kontakt mit dem Abwasser schützt.
[0020] Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht entsprechend Fig. 2 mit einer alternativen Ausgestaltung.
Bei dieser Ausgestaltung ist die Schutzhülse 22 von einer weiteren Schutzhülse 34
radial beabstandet umgeben. Die zweite Schutzhülse 34 weist ein unteres Ende 36 auf,
welches ebenfalls geöffnet ausgebildet ist, jedoch vertikal unterhalb des unteren
Endes 24 der ersten Schutzhülse 22 gelegen ist. Die Unfangswandung der Schutzhülse
34 ist vollständig geschlossen ausgebildet. Das obere Ende 38 der Schutzhülse 34 liegt
oberhalb des oberen Endes 32 der Schutzhülse 22 und ist ebenfalls geöffnet ausgebildet,
wobei durch einen Entlüftungskanal 38 in dem Sensorgehäuse 16 eine Verbindung zum
Innern 40 des Behälters 2 gegeben ist. Die zweite Schutzhülse 34 bietet einen noch
besseren Schutz vor dem Eintritt von Verunreinigungen in das Innere der Schutzhülse
22 und dient der Beruhigung von Turbulenzen, sodass im Inneren der Schutzhülse 22
ein möglichst ruhiger Wasserspiegel 20 geschaffen wird. Im Übrigen entspricht die
Ausführungsform gemäß Fig. 3 der anhand von Fig. 2 beschriebenen Ausführungsform.
[0021] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Füllstandsensor 14', welcher
in die Öffnung 12 des Behälters 2 einsetzbar ist. Dieser Füllstandsensor 14' ist als
Drucksensor ausgebildet und weist ein Sensorgehäuse 16' auf, in welchem ein Drucksensor
42 angeordnet ist. Ausgehend von der unteren Wandung 44 des Sensorgehhäuses 16' erstreckt
sich ein Rohr 46 in vertikaler Richtung X nach unten. Das Rohr 46 ist an seiner Oberseite
durch die Wandung 44 des Sensorgehäuses 16' verschlossen, wobei in der Wandung 44
ein Druckkanal 48 zu dem Drucksensor 42 ausgebildet ist. So kann der Drucksensor 42
den Innendruck in dem Rohr 46 über den Druckkanal 48 erfassen. An seinem unteren Ende
50 ist das Rohr 46 offen ausgebildet. Radial beabstandet ist das Rohr 46 von einer
Schutzhülse 22' umgeben, welche sich ausgehend von dem Sensorgehäuse 16' nach unten
erstreckt. Diese Schutzhülse 22' weist ein unteres Ende 24' auf, welches offen ausgebildet
ist und vertikal unterhalb dem unteren Ende 50 des Rohres 46 gelegen ist. Dabei ist
das untere Ende 24' der Schutzhülse 22' so gelegen, dass es stets unterhalb des Wasserspiegels
20 in dem Behälter 2 gelegen ist, auch bei dem minimalen Wasserstand, welcher im normalen
Betrieb in dem Behälter 2 der Abwasserhebeanlage auftreten kann. Auf diese Weise kann,
wie oben beschrieben, verhindert werden, dass Verunreinigungen, welche auf der Oberfläche
des Abwassers in dem Behälter 2 schwimmen, in das Innere des Schutzhülse 22' eintreten.
So wird auch verhindert, dass derartige Verunreinigungen dann in das offene untere
Ende 50 des Rohres 46 im Inneren der Schutzhülse 22' eintreten. Wenn der Wasserspiegel
20 ansteigt, sodass das untere Ende 50 des Rohres 46 in das Wasser eintaucht, führt
ein weiterer Wasseranstieg zu einem Druckanstieg im Inneren des Rohres 46, welcher
durch den Drucksensor 42 erfasst wird. Mit dem Drucksignal kann die Höhe des Wasserstandes
ermittelt werden und auf dieser Grundlage die Pumpe ein- und ausgeschaltet werden.
[0022] Die Schutzhülse 22' weist an ihrem oberen Ende Öffnungen 52 zum Innenraum 40 des
Behälters 2 auf, welche der Entlüftung der Schutzhülse 22' dienen, wenn der Wasserstand
im Innern der Schutzhülse ansteigt, beispielsweise auf das Niveau 20' in Fig. 4.
[0023] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Füllstandsensors 14", welcher ebenfalls
in die Öffnung 12 des Behälters einsetzbar ist. Dieser Füllstandsensor 14" ist als
Schwimmerschalter ausgebildet. Der Füllstandsensor 14" weist an seinem oberen Ende
ein Sensorgehäuse 16" auf, welches gedichtet in die Öffnung 12 einsetzbar ist. Im
Inneren des Sensorgehäuses 16" ist ein Schalter 54 angeordnet, welches durch den Schwimmer
56, welcher auf der Wasseroberfläche 20 schwimmt, betätigt wird. Der Schwimmer 56
bewegt sich mit der Wasseroberfläche 20 in vertikaler Richtung nach oben und unten
und betätigt dabei bei einer bestimmten Höhe des Wasserstandes 20 den Schalter 54,
welcher die Pumpe ein- und ausschaltet.
[0024] Auch bei dieser Ausführungsform erstreckt sich ausgehend von dem Sensorgehäuse 16"
eine Schutzhülse 22" vertikal nach unten. Die Schutzhülse 22" weist im Bereich Ihres
oberen Endes Öffnungen 52" in ihrer Umfangswandung auf und ist an ihrem unteren Ende
24" ebenfalls offen ausgebildet. Dabei ist die Schutzhülse 22" so lang ausgebildet,
dass das untere Ende 24" auch bei minimalen Wasserstand, welcher im normalen Betrieb
der Abwasserhebeanlage auftritt, unterhalb des Wasserspiegels 20 gelegen ist und so
in das Abwasser eintaucht. Auf diese Weise wird verhindert, dass Verunreinigungen,
welche auf der Wasseroberfläche 20 schwimmen, von unten in das Innere der Schutzhülse
24" eintreten könnten und so die Funktion des Schwimmers 56 im Inneren der Schutzhülse
22" beeinträchtigen könnten. Die Öffnungen 52" sind im normalen Betrieb der Abwasserhebeanlage
stets oberhalb des maximalen Wasserspiegels gelegen und dienen der Entlüftung der
Schutzhülse 22", wenn der Wasserspiegel 20 im Inneren der Schutzhülse 22" ansteigt.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 2 -
- Behälter
- 4 -
- Einlassöffnung
- 6 -
- Aufnahme für Pumpe
- 8 -
- Druckstutzen
- 10 -
- Oberseite
- 12 -
- Öffnung
- 14, 14', 14" -
- Füllstandsensor
- 16, 16', 16" -
- Sensorgehäuse
- 18 -
- Ultraschallsensor
- 20, 20' -
- Wasseroberfläche
- 22, 22', 22" -
- Schutzhülse
- 24, 24', 24" -
- unteres Ende
- 26 -
- Öffnung
- 28 -
- Öffnung
- 30 -
- Raum
- 32 -
- oberes Ende
- 34 -
- Schutzhülse
- 36 -
- unteres Ende
- 38 -
- Entlüftungskanal
- 40 -
- Behälterinnenraum
- 42 -
- Drucksensor
- 44 -
- Wandung
- 46 -
- Rohr
- 48 -
- Druckkanal
- 50 -
- unteres Ende
- 52, 52" -
- Öffnungen
- 54 -
- Schalter
- 56 -
- Schwimmer
- X -
- vertikale Richtung
1. Abwasserhebeanlage mit einem Behälter (2), zumindest einer Pumpe und zumindest einem
in dem Behälter (2) angeordneten Füllstandsensor (14), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest Teile des Füllstandsensors (14) innerhalb einer rohrförmigen, sich im Inneren
des Behälters (2) erstreckenden Schutzhülse (22) angeordnet sind, welche im Bereich
ihres oberen Endes und im Bereich ihres unteren Endes (24) jeweils zumindest eine
Öffnung (26) aufweist.
2. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülse (22) an ihrem unteren Ende (24) offen ausgebildet ist.
3. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Öffnung (26) im Bereich des unteren Endes (24) der Schutzhülse
(22) derart angeordnet ist, dass sie im Betrieb der Abwasserhebeanlage unterhalb des
minimalen Wasserstandes (20) in dem Behälter (2) gelegen ist.
4. Abwasserhebeanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Öffnung (28) im Bereich des oberen Endes der Schutzhülse (22)
von deren oberen Ende vertikal beanstandet angeordnet ist.
5. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende der Schutzhülse (22) geschlossen ausgebildet ist.
6. Abwasserhebeanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülse (22) mit ihrem oberen Ende mit einem Sensorgehäuse (16) verbunden
ist, in welchem zumindest ein Sensorelement und/oder Schalter des Füllstandsensors
angeordnet ist.
7. Abwasserhebeanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstandsensor (14) mit der Schutzhülse (22) eine in eine Öffnung (12) des Behälters
(2) eingesetzte Baueinheit bildet.
8. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Baueinheit abgedichtet in die Öffnung (12) des Behälters (2) eingesetzt ist.
9. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstandsensor (14) an seinem oberen Ende ein Sensorgehäuse (16) aufweist, welches
an der Öffnung (12) des Behälters (2) befestigt ist.
10. Abwasserhebeanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstandsensor (14) zumindest einen Schwimmer (56), einen Drucksensor (42),
ein akustisches (18) und/oder ein optisches Sensorelement aufweist.