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EP 2 489 837 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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22.08.2012 Patentblatt 2012/34 |
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Anmeldetag: 18.02.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Ahmad, Fathi
41564 Kaarst (DE)
- Eßer, Winfried
44805 Bochum (DE)
- Gaio, Giuseppe
53173 Bonn (DE)
- Heckel, Waldemar
45357 Essen (DE)
- Küperkoch, Rudolf
45219 Essen (DE)
- Lüsebrink, Oliver
58456 Witten (DE)
- Mattheis, Thorsten
45473 Mülheim (DE)
- Milazar, Mirko
46049 Oberhausen (DE)
- Mol, Artur
45468 Mülheim an der Ruhr (DE)
- Paul, Uwe
40882 Ratingen (DE)
- Ricken, Oliver
45149 Essen (DE)
- Schneider, Oliver
46487 Wesel (DE)
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Drosseleinsatz für Turbinenschaufel und zugehörige Turbinenschaufel |
(57) Die Erfindung betrifft einen Drosseleinsatz zum Unterteilen eines kühlmitteldurchströmten
Hohlraums einer Turbinenschaufel in zwei Teilräume, wobei der Hohlraum durch Schaufelwandungen
der Turbinenschaufel begrenzt ist, und wobei der Drosseleinsatz ein Drosselblech mit
Durchführungen aufweist, deren Gesamtgröße eine Drosselleistung des Kühlmittelstroms
zwischen den Teilräumen bestimmt. Erfindungsgemäß sind an Randbereichen des Drosselblechs
flexible Dichtelemente zum Abdichten angebracht.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Drosseleinsatz gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
sowie eine Turbinenschaufel gemäß Anspruch 6.
[0002] Turbinenschaufeln insbesondere solche für Gasturbinen müssen gekühlt werden. Dazu
wird Kühlmittel über entsprechende Öffnungen in den Außenwandungen aus dem Innern
der Turbinenschaufel heraus an die außenliegende Oberfläche der Schaufelwandungen
ausgeblasen. Für eine effiziente und an die Leistung der Gasturbine angepasste Kühlung
der Schaufelwandungen, muss dazu die Menge an ausgeblasenem Kühlmittel möglichst exakt
eingestellt werden. Dies geschieht heute über Drosseleinsätze in den Turbinenschaufeln,
deren Drosselöffnungen entsprechend dimensioniert sind.
[0003] Eine gattungsgemäße Turbinenschaufel mit einem Drosseleinsatz ist beispielsweise
aus der
EP 1 717 416 A1 bekannt und in FIG 5 dargestellt. Die Turbinenschaufel 21 weist entlang einer Schaufellängsachse
23 aufeinander folgend einen Schaufelfuß 25, ein Plattformbereich 27 und ein im Querschnitt
tragflügelförmiges Schaufelprofil 29 auf. Die Turbinenschaufel ist in ihrem Inneren
zur Führung von Kühlmittel 51, vorzugsweise Kühlluft, hohl ausgebildet, damit sie
den hohen Temperaturen des umströmenden Heißgases als Arbeitsmedium der Gasturbine
widerstehen kann. Das Schaufelprofil 29 weist eine Anströmkante 31 für das anströmende
Heißgas und eine Abströmkante 33 auf, an der das, das Schaufelprofil 29 umströmende
Heißgas die Turbinenschaufel 21 verlässt. Zwischen der Anströmkante 31 und der Abströmkante
33 erstreckt sich eine konvex gebogene Saugseitenwand 35 und eine dazu beabstandete,
konkav gebogene Druckseitenwand 37. Im Bereich der Abströmkante 33 ist hier ein blechförmiger
Drosseleinsatz 39 über annähernd die vollständige Höhe des Schaufelprofils 29 vorgesehen,
in den mehrere Drosselöffnungen 41 in Form von Bohrungen 43 eingebracht sind. Der
Drosseleinsatz 39 kann hier Teil der Gießform zum Gießen der Turbinenschaufel 21 sein,
welcher nach dem Gießen im Guss verbleibt, oder er wurde nachträglich in den Guss
eingesetzt und durch Schweißen, Löten oder ein anderes geeignetes Verfahren zwischen
der Druckseitenwand 37 und der Saugseitenwand 35 dicht befestigt. Wird ein solches
Drosselblech aber auf eine solche Art und Weise fest mit den gegossenen Turbinenwandungen
verbunden, kann es aufgrund der unterschiedlichen Materialeigenschaften während des
Betriebs der Gasturbine aufgrund der hohen Temperaturen des Heißgases und der damit
bewirkten unterschiedlichen Materialausdehnungen zu Spannungen an einer solchen Verbindung
kommen. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Drosseleinsatz und eine Turbinenschaufel
bereitzustellen, die den zuvor beschriebenen Nachteil überwinden.
[0004] Diese Aufgabe wird mit dem Drosseleinsatz mit den Merkmalen des Anspruchs 1, sowie
der Turbinenschaufel mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst.
[0005] Dadurch, dass an Randbereichen des Drosselblechs flexible Dichtelemente, wie beispielsweise
Metallwolle, zum Abdichten angebracht sind, können sich Turbinenschaufelwandungen
und Drosselblech unterschiedlich ausdehnen, ohne dass es zu Spannungskräften an der
Verbindung zwischen den Stützelementen der Wandungen und des Drosseleinsatzes kommt.
[0006] Je nach Geometrie der Turbinenschaufel kann es dabei vorteilhaft sein, die flexiblen
Dichtelemente entweder einseitig oder stirnseitig an den Randbereichen des Drosselblechs
anzubringen.
[0007] Besonders vorteilhaft ist bei einer Turbinenschaufel für eine Gasturbine mit tragflügelförmig
ausgebildeten Schaufelwandungen die Ausbildung der Führungselemente als Führungsnuten,
da dann der Drosseleinsatz in Richtung der Schaufellängsachse eingeschoben werden
kann und an Schaufelfuß oder Schaufelkopf nur an einer einzigen Stelle fest fixiert
werden muss. Seitlich wird der Drosseleinsatz über die flexiblen Dichtelemente dicht
in die Führungsnuten eingebracht und selbst schon fixiert.
[0008] Die Erfindung soll nun anhand der nachfolgenden Figuren beispielhaft erläutert werden.
Es zeigen:
- FIG 1
- schematisch eine erste erfindungsgemäße Ausführung eines Drosseleinsatzes,
- FIG 2
- schematisch eine zweite erfindungsgemäße Ausführung eines Drosseleinsatzes,
- FIG 3
- schematisch eine dritte erfindungsgemäße Ausführung eines Drosseleinsatzes,
- FIG 4
- ein Schnittbild einer erfindungsgemäß ausgebildeten Turbinenschaufel mit Drosseleinsatz,
- FIG 5
- ein Schnitt durch eine aus dem Stand der Technik bekannte Turbinenschaufel mit Drosseleinsatz.
[0009] FIG 1 zeigt einen Teilausschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels eines Drosseleinsatzes
mit einem Drosselblech B mit Drosselöffnungen D, bei dem Metallwolle als flexibles
Dichtelement A einseitig an den Randbereichen des Drosselblechs B aufgelötet ist.
[0010] FIG 2 zeigt ausschnittsweise ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem die Metallwolle
A stirnseitig auf zwei gegenüberliegenden Randbereichen des Drosselblechs B aufgebracht
ist.
[0011] FIG 3 ist eine Weiterbildung bei der zusätzlich Metallwolle auf einen Dritten Randbereich,
hier stirnseitig, aufgebracht ist.
[0012] FIG 4 zeigt im Schnitt einen Ausschnitt aus einer Turbinenschaufel mit den beiden
Wandungen W1 und W2 der konkav gebogene Druckseitenwand und einer dazu beabstandeten
konvex gebogenen Saugseitenwand. Beide Wandungen W1 und W2 weisen an gegenüberliegenden
Seiten an der Stelle an der der Drosseleinsatz eingebracht werden soll entsprechende
Führungselemente S1 und S2 auf, die hier als Führungsnuten ausgebildet sind in die
der Drosseleinsatz einschiebbar und fixierbar ist. FIG 4 zeigt zudem in vergrößerten
Ausschnitten die in die Führungsnuten S1 und S2 eingesetzten und entsprechend FIG
1 bis 3 ausgebildeten Drosseleinsätze.
1. Drosseleinsatz zum Unterteilen eines kühlmitteldurchströmten Hohlraums einer Turbinenschaufel
in zwei Teilräume, wobei der Hohlraum durch Schaufelwandungen der Turbinenschaufel
begrenzt ist, und wobei der Drosseleinsatz ein Drosselblech (B) mit Durchführungen
(D) aufweist, deren Gesamtgröße eine Drosselleistung des Kühlmittelstroms zwischen
den Teilräumen bestimmt
dadurch gekennzeichnet, dass an Randbereichen des Drosselblechs (B) flexible Dichtelemente (A) zum Abdichten angebracht
sind.
2. Drosseleinsatz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die flexiblen Dichtelemente (A) an den Randbereichen einseitig auf dem Drosselblech
(B) angebracht sind.
3. Drosseleinsatz nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die flexiblen Dichtelemente (A) an den Randbereichen stirnseitig auf dem Drosselblech
(B) angebracht sind.
4. Drosseleinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die flexiblen Dichtelemente (A) Metallwolle ist.
5. Drosseleinsatz nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Metallwolle (A) an den Randbereichen aufgelötet ist.
6. Turbinenschaufel für eine Gasturbine mit tragflügelförmig ausgebildeten Schaufelwandungen
(W1,W2), die einen Hohlraum zur Führung eines Kühlmittelstroms ausbilden, mit einem
im Hohlraum angebrachten und den Hohlraum unterteilenden Drosseleinsatz nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, wobei an den Schaufelwandungen (W1,W2) Führungselemente (S1,S2)
so ausgebildet sind, dass der Drosseleinsatz über die flexiblen Dichtelemente dicht
daran anbringbar ist.
7. Turbinenschaufel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (S1,S2) in Schaufellängsachse an den beiden gegenüberliegenden
Schaufelwandungen (W1,W2) als Führungsnuten ausgebildet sind, in die der Drosseleinsatz
in Richtung der Schaufellängsachse eingeschoben und über die flexiblen Dichtelemente
in den Führungsnuten dicht fixiert ist.
8. Turbinenschaufel nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der eingeschobene Drosseleinsatz im Bereich des Schaufelfußes oder Schaufelkopfes
fest fixiert ist.
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