[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Mischen und/oder Lagern von Flüssigkeiten
wie Farbe oder Lack in einem Farbbehälter, der insbesondere zur Verwendung bei Farbspritzpistolen
vorgesehen ist, gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 14. Ein derartiges Verfahren
ist aus
US 6 435 426 bekannt.
[0002] Um die individuell gewünschten Farbtöne zu erhalten, werden Farben und Lacke aus
mehreren Komponenten zusammengemischt; bei Mehrkomponentenlacken müssen die Komponenten
selbstverständlich ebenfalls gemischt werden. Hierfür werden häufig Farbbecher mit
zylindrischer oder konischer, oben offener, becherartiger Form verwendet. Solche Farbbecher
finden unter anderem als Farbbecher bei Farbspritzpistolen Verwendung, mit denen bevorzugt
flüssige Farb- oder Lackmischungen auf das zu beschichtende Objekt wie zum Beispiel
Autokarosserieteile oder Möbelstücke manuell verspritzt werden. Bei solchen Farbspritzpistolen
hat der Farbbecher einen Inhalt von üblicherweise bis zu etwa einem Liter. Zum Mischen
der Komponenten können manuell geführte Rührstäbe eingesetzt werden, aber auch motorisch
angetriebene Mischmaschinen wie Shaker, Rüttler oder dergleichen. Als besonders geeignet
zum Zusammenmischen der Farb- und Lackkomponenten in der Größenordnung der genannten
Volumina haben sich Kleinmischer herausgestellt, die den Farbbecher in eine Taumelbewegung
versetzen können. Der Hauptvorteil dieser Taumelmischer gegenüber Rüttlern liegt darin,
dass bei der Verwendung solcher Mischer in der Farbe bzw. in dem Lack keine Mikroblasen
oder Lufteinschlüsse entstehen und das zu verspritzende Produkt deshalb besonders
homogen ist.
[0003] In den letzten Jahren haben sich auf dem Markt Arbeitsweisen durchgesetzt, bei denen
die Farb- bzw. Lackkomponenten gleich in dem Behälter gemischt werden, der als Farbbecher
bei Farbspritzpistolen eingesetzt wird. Insbesondere finden seit einigen Jahren sogenannte
"upside-down"-Farbbehälter Anwendung, bei denen der Farbbecher mit einem Deckel verschlossen
wird, der einen Auslauf besitzt, über welchen das flüssige Material in einen Einlass
in der Spritzpistole fließen kann. Sehr häufig werden hierfür relativ hohe, konische
Deckel eingesetzt, die einen hohlzylindrischen Auslauf besitzen, der direkt in den
Einlass der Spritzpistole eingreifen oder übergreifen kann. Die Deckel besitzen an
ihrem dem Auslauf gegenüberliegenden Rand üblicherweise ein Gewinde oder Gewindesegmente,
die mit entsprechenden Gegenelementen am Farbbecher zusammenwirken. Um zu verhindern,
dass winzige feste Partikel, die aus Verunreinigungen bestehen, die in der zu verspritzenden
Flüssigkeit vorhanden sein können, von der Flüssigkeit in die Spritzpistole mitgerissen
werden könnten, wird häufig z.B. ein Flachsieb mit angeboten, das in den Deckel des
Farbbehälters eingesetzt werden kann. Die Deckel sind dafür häufig so gestaltet, dass
das Flachsieb in einer Ringnut oder dergleichen im Inneren des Deckels gehalten werden
kann. Ebenfalls ist es möglich, dass das Sieb durch eine Gewinde- oder Schnappverbindung
im Deckel gehalten wird. Bei anderen Ausführungsformen ist ein Sieb in den Auslauf
eingesteckt. Gefertigt werden solche Deckel, unabhängig davon, ob sie ein Sieb tragen
müssen oder nicht, üblicherweise aus Kunststoff, das Vorhandensein von Hinterschneidungen
bzw. Spalten ist dabei unvermeidlich.
[0004] Zum Vermischen der Farb- bzw. Lackkomponenten werden oftmals sogenannte Taumelmischer
verwendet. Taumelmischer haben im Allgemeinen eine schräg stehende Antriebswelle für
das Mischgefäß. Aus diesem Grund können die Mischbecher nicht vollständig gefüllt
werden, wenn man nicht riskieren möchte, dass das Mischgut während des Mischens im
Taumelmischer aus dem Becher oder bereits schon beim Einsetzen des Bechers in den
Mischer austritt. Wenn Farbbecher mit viel Flüssigkeit befüllt in einem Taumelmischer
behandelt werden, ist wegen der starken Bewegungen zu befürchten, dass die Farbe oder
der Lack relativ weit hoch geschleudert werden und aus dem Becher herausspritzen.
Um das zu verhindern, kann der Farbbecher zwar mit dem Deckel verschlossen werden
und demgemäß der komplette Farbbehälter beim Mischvorgang verwendet werden. Dann kann
es aber vorkommen, dass sich Farbe oder Lack an den Hinterschneidungen bzw. in den
Spalten des Deckels festsetzt und dort verbleibt. Wenn im Deckel zudem ein Flachsieb
befestigt ist, besteht sogar die Gefahr, dass ein Teil der Flüssigkeit während des
Mischvorganges zunächst durch dieses Sieb hindurchfließt und anschließend unvollständig
in den Farbbecher zurückfließt und deshalb die Komponenten nicht vollständig homogen
miteinander vermischt werden. Das Sieb könnte dabei in gewissen Bereichen mit festen
Verunreinigungspartikeln zugesetzt werden und dadurch verstopfen. Ein Mischen ohne
Sieb im Becher und ein nachträgliches Einsetzen des Siebes wären von der Handhabung
her jedoch umständlich, da der Deckel nach dem Mischen im Inneren mit Farbe oder Lack
belegt ist. Des Weiteren kann nicht sichergestellt werden, dass Material, welches
am Anfang des Mischvorganges durch das Sieb gedrückt wird, den Farbton oder die Farbmischung
negativ beeinflusst.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit dem insbesondere flüssige
Farbe oder Lack problemlos unter Einsatz eines motorisch angetriebenen Mischers gemischt
werden kann und nach dem die Farbe oder der Lack problemlos gelagert werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelöst. Dabei wird unter einem Zwischendeckel
ein Bauteil verstanden, das zum vorübergehenden Verschluss des Farbbehälters dient
und das nur während des Mischens von Farben oder Lacken eingesetzt werden soll. Mit
der vorgeschlagenen Verwendung eines Zwischendeckels kann insbesondere das Verschmutzen
von technologisch aufwendigen, wertvollen "upside-down"-Deckeln für Farbbecher von
Farbspritzpistolen auf einfache Weise verhindert und die Handhabung verbessert werden.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, den Zwischendeckel
als Folie, also als ein besonders dünnes, flächiges Metall- oder Kunststoffteil, auszubilden.
Beispielsweise können Aluminiumfolien oder haushaltsübliche Frischhaltefolien als
Zwischendeckel Verwendung finden. Solche Folien sind im Allgemeinen selbsthaftend
und unter dem Begriff Adhäsionsfolien bekannt, es erübrigt sich dann ein Befestigungsmittel
für die Folie am Farbbecher bzw. an dessen Deckel. Nach dem Mischen können die Folien
auf einfache Weise von Hand vom Becher abgezogen werden. Eine Folie kann aber auch
mittels eines Halteelements wie beispielsweise mittels eines elastischen Gummibandes,
eines Kabelbinders, Klammern, Klebeband oder ähnlichem vorübergehend am Farbbehälter
befestigt werden.
[0008] Die Folie kann auch mittels Halteelementen befestigt werden, die Teile des Farbbehälters
sind.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Folie zusätzlich mittels eines Schrauboder
Schnappdeckels gesichert werden. Der Zwischendeckel ist demgemäß in diesem Fall mehrteilig.
[0010] Weiterhin wird vorgeschlagen, einen Schnapp- oder Schraubdeckel selbst als Zwischendeckel
zu verwenden und diese Zwischendeckel in weiterer Ausgestaltung mit Dichtelementen
wie Schaumstoffscheiben oder dergleichen auszustatten.
[0011] Eine andere vorteilhafte Ausführungsform ist die Ausgestaltung des Zwischendeckels
als Andruckelement, das in weiterer Ausgestaltung als Verschlussstopfen fungieren
kann.
[0012] Eine besonders große Betriebssicherheit ist gewährleistet, wenn das Andruckelement
mittels wenigstens einer elastischen, insbesondere federelastischen Klammer gesichert
wird.
[0013] Weitere vorteilhafte Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind aus den
übrigen Ansprüchen sowie aus den nachfolgend zeichnerisch dargestellten und beschriebenen
Ausführungsbeispielen ersichtlich.
[0014] Dabei zeigen die
- Fig. 1 bis 7
- jeweils einen erfindungsgemäßen Farbbehälter in Seitenansicht, teilweise geschnitten
und verschiedene Ausführungsformen in beiden Hälften,
- Fig. 8
- ein Halteelement für den Farbbehälter nach Fig. 7 in Draufsicht,
- Fig. 9
- einen weiteren erfindungsgemäßen Farbbehälter in Seitenansicht, teilweise geschnitten,
- Fig. 10 a bis 10 c
- einen speziellen erfindungsgemäßen Zwischendeckel in verschiedenen Ansichten
- und Fig. 11
- ein Ensemble aus Farbbechern mit dem Zwischendeckel nach den Fig. 10a bis 10c.
[0015] Der in Fig. 1 gezeigte Farbbehälter 1 besitzt einem kegelstumpfförmigen Farbbecher
2 sowie einen ähnlich geformten Deckel 3 als Hauptbestandteile, der in den Figuren
1, 2, 4 und 6 im abgenommenen Zustand dargestellt ist. Der Farbbecher 2 hat einen
Volumeninhalt von etwa 300, 600 oder 900 ml, ist dünnwandig, aufgrund der geringen
Wandstärke und des gewählten Materials geringfügig elastisch verformbar, durchsichtig
und an seiner Seitenwand 4 mit Mischskalen versehen (nicht dargestellt). Der Deckel
3 ist hier etwa halb so hoch wie der Farbbecher 2. Sowohl der Farbbecher 2, als auch
der Deckel 3 ist aus Kunststoff hergestellt; in der Regel spritzgegossen. Aus fertigungstechnischen
Gründen und zur mechanischen Stabilisierung kann der Deckel an seiner Innenseite 5
einige Hinterschneidungen, Spalten und Absätze 6 aufweisen.
[0016] Der Farbbecher 2 weist einen kreisscheibenförmigen Boden 7 auf, an den ein Stützrand
8 vorzugsweise einstückig angeformt ist, mittels welchem der Farbbecher 2 selbstständig
auf einer Unterlage stehen kann. Im Boden 7 des Farbbechers 2 ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ein Belüftungsmechanismus 9 mit einer Belüftungsöffnung vorgesehen,
die mittels eines Ventils verschlossen werden kann (nicht dargestellt). Das Ventil
des Belüftungsmechanismus 9 muss beim Verspritzen der Farbe oder des Lackes geöffnet
sein, damit sich kein unerwünschtes Vakuum bildet, weil sich dadurch ein ungleichmäßiges
Spritzbild ergeben würde. Beim Befüllen des Farbbechers 1 und beim Mischen der Bestandteile
muss das Ventil geschlossen sein, damit kein unerwünschter Materialaustritt stattfindet.
Selbstverständlich sind auch andere Belüftungsmechanismen für Farbbecher bekannt und
können beim erfindungsgemäßen Farbbehälter 1 angewandt werden.
[0017] Nahe der Becheröffnung 100 ist der Farbbecher 2 gemäß dieses Ausführungsbeispiels
am oberen Rand 10 mit mehreren Außengewindesegmenten 11 ausgestattet, die zur Verbindung
des Farbbechers 2 mit dem Deckel 3 dienen.
[0018] Der Deckel 3 besitzt zur Verbindung mit dem Becher 2 einen ringförmigen Rand 12,
an dessen Innenseite mehrere Gewindesegmente 13 vorgesehen sind, in welche die Außengewindesegmente
11 des Bechers 2 passend eingreifen können. An der Innenseite des ringförmige Randes
12 ist an dessen oberem, in Richtung der Mittelachse 200 des Deckels 3 gebogenem Ende
121 ein Dichtrand 122 einstückig angeformt, der sich im Ausführungsbeispiel in etwa
parallel zum zylindrischen Bereich 123 des ringförmigen Randes 12 im Inneren des Deckels
3 erstreckt. An den ringförmigen Deckelrand 12 schließt sich eine konische Wand 14
und daran wiederum ein rohrförmiger Fortsatz 15 an, der nahe seines freien Endes mit
einem Außengewinde 16 versehen ist. Etwa auf halber Höhe des Deckels 3 ist auf der
Innenseite 5 des Deckels 3 ein Absatz 6 mit einem kurzen zylindrischen Abschnitt 17
vorgesehen, an dessen Innenseite ein engmaschiges Flachsieb 18 befestigt sein kann.
[0019] Der Becher 2 kann bei abgenommenem Deckel 3 durch die Öffnung 100 mit einer Flüssigkeit,
insbesondere einem Lack oder Lackkomponenten, befüllt werden, die bevorzugt mittels
einer manuell betätigbaren Spritzpistole auf ein Objekt wie beispielsweise einen Kraftfahrzeug-Kotflügel
oder auf ein Möbelstück wie beispielsweise eine Schrankwand appliziert werden kann.
Wenn der Becher 2, wie zuvor beschrieben, einen Belüftungsmechanismus 9 mit einem
Ventil aufweist, muss das Ventil selbstverständlich beim Befüllen des Bechers 2 verschlossen
sein, so dass keine Farbe bzw. kein Lack aus dem Boden 7 des Bechers 2 heraustropfen
kann. Anschließend wird der Deckel 3 auf den oberen Rand 10 des Farbbechers 2 aufgedreht
und dadurch über die Gewindesegmente 11, 13 und den Dichtrand 121 des Deckels 3, der
sich dann am oberen Becherrand 10 abstützt, eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen
Becher 2 und Deckel 3 und damit letztendlich der Farbbehälter 1 hergestellt. Danach
kann auf den rohrförmigen Fortsatz 15 die Anschlussöffnung der Spritzpistole auf-
bzw. eingesetzt werden, nachdem diese auf den Kopf gestellt wurde. Zum Spritzen wird
die Spritzpistole umgedreht. Das Ventil des Belüftungsmechanismus 9 wird dann geöffnet.
Die zu verspritzende Flüssigkeit fließt dann über den rohrförmigen Fortsatz 15 des
Deckels 3 gleichmäßig in die Spritzpistole hinein, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit Druckluft betrieben wird. Der Farbbehälter 1 besitzt somit im Deckel 3 einen Auslauf
für die Farbe bzw. den Lack. Dieses Verfahren ist unter der Bezeichnung "upside-down-Verfahren"
bekannt geworden; der beschriebene Farbbehälter 1 wird unter der Bezeichnung "RPS-Becher"
in diversen Größen von der Anmelderin dieses Patents vertrieben.
[0020] Wenn Farb- oder Lackbestandteile zuvor angemischt werden müssen, kann der Farbbehälter
1 unmittelbar dafür verwendet werden, ohne dass ein extra Mischbehälter benötigt wird.
Besonders homogen und blasenfrei können Farben oder Lacke in Farbbehältern mit Volumeninhalten
von ca. 300 bis ca. 900 ml mittels Tischmodellen von motorisch angetriebenen Taumelmischern
gemischt werden. Um zu verhindern, dass die Farb- oder Lackflüssigkeit während des
Mischens im Farbbehälter 1 gegen die Innenseite 5 des Deckels 3 oder sogar gegen das
Sieb 18, gegebenenfalls sogar durch dieses hindurch schwappt und sich an den Hinterschneidungen,
Spalten oder Absätzen 6 festsetzt oder sich feste Flüssigkeitsbestandteile am Sieb
18 festsetzen, ist erfindungsgemäß ein Zwischendeckel 19 vorgesehen.
[0021] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist der Zwischendeckel 19 als schmiegsame
PE- oder PVC-Folie mit selbsthaftenden Eigenschaften (Adhäsionsfolie)und einer Stärke
von etwa 0,04 mm ausgebildet. Solche Folien sind als Frischhaltefolien aus dem Lebensmittelbereich
bekannt. Im vorliegenden Fall ist die Folie 19 bevorzugt rund in einem Maß zugeschnitten,
das größer ist als der Durchmesser des Farbbechers 2 an seinem oberen Rand 10. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel, bei dem der Becherdurchmesser im Bereich der Öffnung
100 ca. 100 mm beträgt, besitzt die Folie 19 einen Durchmesser von ca. 150 mm; ihre
Fläche ist demgemäß ca. 13% größer als die Fläche der Öffnung 100 im Becher 2. Die
Folie 19 kann demgemäß ringsum ca. 25 mm über den Becherrand 10 hinausstehen. Die
Folie 19 kann aber auch derart zugeschnitten sein, dass sie lediglich ca. 10 bis 15
mm übersteht. Selbstverständlich braucht die Folie 19 auch nicht unbedingt rund zugeschnitten
sein; sie kann beispielsweise auch Rechteckform besitzen. Diese Vorgehensweise bietet
sich insbesondere bei Folien an, die auf einer Rolle aufgewickelt sind und über einen
Abreißrand abgerissen werden können, der an einem Umkarton vorgesehen ist. Wenn die
Folie 19 allerdings entsprechend der Becherform rund zugeschnitten wird, ergibt sich
ein optisch vorteilhafteres Bild.
[0022] Die Folie 19 wird, nachdem der Farbbecher 2 ohne Deckel 3 mit der zu mischenden Farbflüssigkeit
befüllt wurde, manuell über die Öffnung 100 und den Becherrand 10 gezogen und an dessen
Außenseite angedrückt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Folie
19 dann ringsum ca. 25 mm am Becherrand 10 hinunter und liegt somit über einen relativ
großen Bereich am Becher 2 an. Auf diese Weise kann man verhindern, dass die Farbflüssigkeit
bzw. der Lack selbst bei hohem Füllstand von zwei Dritteln oder mehr aus dem Becher
2 herausschwappt, wenn sich dieser zum Mischen im Taumelmischer befindet.
[0023] Nach dem Mischen der Farbflüssigkeit wird die Folie 19 einfach von Hand vom Becher
abgezogen und der Deckel 3 auf den Farbbecher 2 aufgesetzt. Der Farbbehälter 1 ist
nun gebrauchsfertig zum Verspritzen der Farbe.
[0024] Eine größere Sicherheit gegen den unerwünschten Austritt von Farbflüssigkeit beim
Mischen besteht, wenn um die Folie 19 ein Halteelement wie beispielsweise ein elastisches
Gummiband, ein Kabelbinder, ein Gurt oder dergleichen geschlungen wird. Ein solches
Halteelement könnte sich im Bereich der Gewindesegmente 11 am Becher 2 abstützen.
[0025] Denkbar ist auch, die Folie 19 mittels eines Haftklebers oder eines Klebebandes vorübergehend
am Becher 2 zu befestigen. Der Kleber könnte dabei ringsum oder punktweise auf der
Behälteroberfläche aufgebracht werden. Das Klebeband könnte in kurzen Streifen punktuell
an der Folie 19 und am Becher 2 angreifen oder ringsum um beide Bauteile geführt werden.
[0026] Eine noch größere Sicherheit ist gegeben, wenn der Deckel 3 über die Folie 19 auf
den Becher 2 aufgeschraubt wird, weil der Deckel 3, wie zuvor beschrieben, dicht passend
zum Becher 2 ausgebildet ist und demgemäß die Folie 19 gut mit halten kann. Dabei
passt in der Praxis eine schmiegsame Folie mit einer derart geringen Stärke problemlos
dazwischen und der Deckel 3 lässt sich trotzdem gut aufschrauben. Bei dieser Variante
braucht die Folie 19 selbstverständlich nicht am Becher 2 zu haften; sie braucht hier
auch nicht zuvor auf den Becher gelegt zu werden, sondern kann auch auf die Unterseite
des Deckels 3 gelegt oder in der Luft schwebend gehalten werden, bis der Deckel 3
den Becherrand 10 berührt. Nach dem Mischen wird der Deckel 3 abgenommen, die Folie
19 von Hand abgezogen und der Deckel 3 wieder auf den Becher 2 aufgesetzt.
[0027] Auf den Becherrand 10 könnte auch ein Haftkleber gegeben werden, über den die Folie
19 vorübergehend am Becher 2 befestigt werden kann. Andererseits könnte auch Haftkleber
auf den Dichtrand 122 des Deckels 3 aufgebracht und die Folie 19 auf diese spezielle
Weise sogar im Inneren des Deckels 3 befestigt werden.
[0028] In Fig. 1 a sind vier weitere Varianten dargestellt, mittels denen eine Folie 19
entweder am Farbbecher 2 oder am Deckel 3 des Farbbehälters befestigt werden kann.
Bei der in der linken Hälfte des Deckels 3 dargestellten ersten Variante sind an dessen
Rand 12 mehrere kleine, kugelförmige Knöpfe 20 über jeweils ein Filmscharnier 21 einstückig
angeformt und angelenkt. Die Knöpfe 20 können durch die Folie 19 hindurchgestoßen,
anschließend nach oben umgebogen und in Rastlöcher 22 gedrückt werden, die etwas größer
als die Knöpfe 20 ausgebildet und auf der Außenseite im zylindrischen Bereich 123
des ringförmigen Randes 12 des Deckels 3 vorgesehen sind, wodurch die Folie 19 festgehalten
wird. In der zweiten Variante, die in der rechten Hälfte des Deckels 3 dargestellt
ist, endet dessen unterer Rand 12 in mehreren flachen, dreieckigen Zacken 23, die
dicht nebeneinander liegen. Die Zacken 23 sind über Klappscharniere 24 einstückig
am Deckelrand 12 angeformt und angelenkt. Sie können mit ihren Spitzen durch die Folie
19 hindurchgestoßen, anschließend nach oben umgebogen und gegen den Deckelrand 12
gedrückt werden, sodass die Folie 19 festgehalten wird. Selbstverständlich sollte
die Folie 19 bei beiden Varianten nicht straff gespannt werden, sondern lose nach
unten hängen, damit sie nicht zerreißt, wenn der Deckel 3 mit der Folie 19 über die
Öffnung 100 gehalten und auf den Becher 2 aufgeschraubt wird und der Becherrand 10
dabei in die Folie 19 eingreift.
[0029] Bei der in Fig. 1 a in der linken Hälfte des Bechers 2 dargestellten dritten Variante
sind ähnlich wie bei der zweiten Variante mehrere flache, dreieckige Zacken 23 zur
Befestigung der Folie 19 vorgesehen. Die Zacken 23 sind auf Abstand einstückig über
Klappscharniere 24 derart am oberen Rand 10 des Bechers 2 angeformt, dass sie beim
Umklappen nicht mit den Außengewindesegmenten 11 in Berührung kommen.
[0030] Die vierte, in der rechten Hälfte des Bechers 2 dargestellte vierte Variante besitzt
ähnlich wie die erste Variante kleine, kugelförmige Knöpfe 20, die über jeweils ein
Filmscharnier 21 einstückig angeformt sind, aber im Gegensatz zur ersten Variante
dieses Mal am Becher 2. Die Knöpfe 20 können durch die Folie 19, nachdem diese über
den Becherrand 10 gezogen wurde, hindurchgestoßen werden und hängen anschließend lose
herunter. Bei diesen beiden Varianten kann die Folie 19 straffer gespannt werden als
bei den beiden zuvor beschriebenen Varianten, weil die am Becher 2 befestigte Folie
19 vom Deckel 3 übergriffen wird. Bei den am Deckel 3 befestigten Varianten, bei denen
der Becherrand 10 in die Folie 19 eingreift, besteht hingegen bei einem zu straffen
Spannen der Folie 19 die Gefahr, dass die Folie 19 durch den Becherrand 10 beschädigt
wird.
[0031] In weiteren, nicht dargestellten Varianten könnten im Rand 10 des Bechers 2 oder
im Rand 12 des Deckels 3 mehrere durchgehende Löcher vorgesehen werden, durch die
Büroklammern oder dergleichen hindurchgezogen werden, an denen die Folie 19 befestigt
werden kann.
[0032] In allen beschriebenen Varianten braucht die Folie 19 selbstverständlich nicht zwingend
aus Kunststoff bestehen, sie kann auch aus Metall, beispielsweise aus Aluminium, gefertigt
sein. Wichtig ist lediglich, dass die Folie 19 schmiegsam ist, damit sie am Becher
2 oder am Deckel 3 dicht angelegt werden kann.
[0033] Bei der in der linken Hälfte der Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung
ist wiederum der Becher 2 sowohl als Mischbecher, als auch als Farbbecher für die
Farbspritzpistole vorgesehen. Während seiner Verwendung als Mischbecher wird der Becher
2 mit einem Mischdeckel 25 abgedeckt. Der Mischdeckel 25 ist zylindrisch geformt,
besitzt einen kreisrunden, ebenen und glatten Boden 26 und an seinem ringförmigen
Rand 12 mehrere Innengewindesegmente 13, die zu den Außengewindesegmenten 11 des Bechers
2 passen. Im vorliegenden Fall hat der Becher 2 im Bereich des ringförmigen Randes
12 eine Höhe von etwa 15 mm und einen Durchmesser von etwa 100 mm; der Mischdeckel
25 hat eine an die Größe des Randes 10 des Bechers 2 angepasste Höhe von ebenfalls
etwa 15 mm und einen Innendurchmesser von etwa 100 mm. An der Innenseite des ringförmige
Randes 12 ist an dessen oberem, in Richtung der Mittelachse 200 des Deckels 25 gebogenem
Ende 121 ein Dichtrand 122 einstückig angeformt, der sich im Ausführungsbeispiel in
etwa parallel zum zylindrischen Bereich 123 des ringförmigen Randes 12 im Inneren
des Deckels 25 erstreckt. Der Mischdeckel 25 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
in seinem Verbindungsbereich mit dem Becher 2 ebenso gestaltet wie der anhand den
Fig. 1 und 1 a beschriebene "upside-down"-Deckel 3. Er ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
komplett aus einem elastischen Kunststoff gefertigt. Zum Gebrauch wird der Mischdeckeol
25 über die Öffnung 100 auf den Becherrand 10 aufgeschraubt, wodurch sich eine absolut
flüssigkeitsdichte Verbindung ergibt.
[0034] Bei der in der rechten Hälfte der Fig. 2 dargestellten Variante besitzt der Mischdeckel
25 keinen Dichtrand. Im Allgemeinen ist auch damit ein dichtes Verschließen des Bechers
2 möglich.
[0035] Nach dem Mischen der Farbe bzw. des Lackes wird der Mischdeckel 25 abgeschraubt.
Danach kann beispielsweise der in Fig. 1 dargestellte "upside-down"-Deckel 3 auf den
Becher 2 aufgeschraubt werden. Der Mischdeckel 25 dient somit nur als Zwischendeckel,
der, falls gewünscht, nach Gebrauch entsorgt werden kann. Insbesondere wenn der Mischdeckel
25 wenigstens an seiner Innenseite eine glatte Oberfläche hat, kann er aber auf Wunsch
leicht gereinigt und wiederverwendet werden. Die beschriebene Variante hat den Vorteil,
dass der relativ wertvolle "upside-down"-Deckel 3, der zum Farbspritzen verwendet
wird, geschont wird. Aufgrund seiner flachen Form hat der Mischdeckel 25 einen geringen
Platzbedarf beim Lagern und kann in gestapelter Form angeboten werden.
[0036] In einer nicht dargestellten Variante könnte der Mischdeckel 25 anstatt mit Innengewindesegmenten
mit einem kompletten Innengewinde versehen sein, wenn der Becher ein entsprechendes
Außengewinde aufweist. In einer anderen, ebenfalls nicht dargestellten Variante kann
der Mischdeckel 25 stattdessen mit Rastelementen ausgestattet sein, die mit Rastelementen
am Becher 2 zusammenwirken. Der Mischdeckel 25 könnte auch vollkommen glatt, d.h.
ohne Rastelemente oder dergleichen gestaltet sein und einfach auf den Becherrand aufgeklemmt
bzw. aufgeclipst werden. Selbstverständlich muss dazu wenigstens eines der Bauteile
in seinem Verbindungsbereich mit dem jeweils anderen Bauteil elastische Eigenschaften
aufweisen.
[0037] Insbesondere wenn man den Mischdeckel 25 bzw. Zwischendeckel wieder verwenden möchte,
wird empfohlen, vor dem Aufschrauben des Mischdeckels 25 auf den Becher 2 eine Folie
19 zwischen Becher 2 und Deckel 25 zu legen. Dadurch wird ein Verschmutzen der Innenseite
des Mischdeckels 25 verhindert und noch besser gewährleistet, dass eine flüssigkeitsdichte
Verbindung zwischen Becher 2 und Deckel 25 besteht. In einer weiteren Ausgestaltung,
die in der rechten Hälfte der Fig. 2 dargestellt ist, wird zusätzlich eine Abdichtscheibe
27 in den Deckel 25 eingelegt, bevor dieser auf den Becher 2 aufgeschraubt wird. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel hat die Abdichtscheibe 27 eine Höhe von etwa 2 mm
und besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem Schaumstoff. Die Verwendung
anderer weicher Werkstoffe wie Pappe, Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Thermoplastische
Polymere (TPE) usw. ist ebenfalls möglich. Gegebenfalls kann auch hier noch die Folie
19 dazwischen gelegt sein. Sämtliche Einzelteile können beispielsweise durch Kleben
miteinander verbunden sein, damit sie sich nicht gegeneinander verschieben können.
Bei dieser Variante besteht absolut keine Gefahr mehr, dass beim Mischen in einem
Taumelmischer Farbe aus dem Becher 2 schwappen könnte.
[0038] Insbesondere bei der letztgenannten Variante kann der Mischdeckel 25 auch aus einem
nicht elastischen Material, beispielsweise aus Glas oder Metall, gefertigt sein.
[0039] In einer anderen, nicht dargestellten Ausführungsform kann der Mischdeckel 25 anstatt
mit Innensegmenten 13 oder einem Innengewinde mit Außengewindesegmenten oder mit einem
Außengewinde ausgestattet sein, die mit entsprechenden Gegenelementen am Becher 2
oder am Deckel 3 zusammenwirken. Beim Deckel 3 könnten die Gegenelemente beispielsweise
an einem Innenkranz vorgesehen werden, der auf Abstand zum ringförmigen Rand angeordnet
ist, damit der Mischdeckel 25 in den Deckel 3 sicher eingeschraubt werden kann. Diese
Ausführungsform mit einem in den Deckel 2 oder Becher 3 eingreifenden Zwischendeckel
hat den Vorteil, dass der Becher 2 am oberen Becherrand 10 bzw. der Deckel 3 an der
Innenseite des ringförmigen Randes 12 nicht durch Farbe oder Lack verunreinigt werden
können.
[0040] Bei genauerer Betrachtung ist bei solchen Ausführungsformen der Zwischendeckel also
aus mehreren Bauteilen, nämlich dem Mischdeckel 25 und der Folie 19 oder aus dem Mischdeckel
25 und der Abdichtscheibe 27 oder aus dem Mischdeckel 25, der Abdichtscheibe 27 und
der Folie 19 oder Ähnlichem zusammengesetzt.
[0041] Da sich beim Mischen von Lacken und Farben durch die dabei auftretende Scherung von
Material unter Umständen Wärme entwickeln, wodurch Bestandteile, insbesondere Lösemittel
und andere Flüssigkeiten verdampfen und sich dadurch ein Überdruck im Inneren des
Mischgefäßes entwickeln kann, wird vorgeschlagen, den Mischdeckel 25 und gegebenenfalls
auch die Abdichtscheibe 27 mit wenigstens einem kleinen Entlüftungsloch zu versehen,
das in weiterer Ausgestaltung mit einem Dichtungsventil versehen sein kann (nicht
dargestellt). Bevorzugt wird dieses Entlüftungsloch als Bohrung ausgeführt und in
der Mitte der Bauteile angeordnet.
[0042] Bei der Folie 19 ist nicht unbedingt ein Entlüftungsloch nötig; im Handel sind "atmende
Frischhaltefolien beispielsweise Polyethylen (PE) erhältlich, die einen Luft- und
Wärmeaustausch bzw. eine Druckminderung zulassen. Auch bei anderen Folien kann, sofern
sie elastisch sind, auf ein Entlüftungsloch verzichtet werden.
[0043] Aus Fig. 2 ist noch ersichtlich, dass der Becher 2 zum Mischen in einen Köcher 28
gestellt wird, dessen Boden 29 mit einem Loch 30 versehen ist, in welches ein Wellenzapfen
31 des Taumelmischers eingreifen kann. Der Becher 2 besitzt auch bei dieser Ausführungsform
einen Belüftungsmechanismus 9 mit Ventil (nicht dargestellt). Die Farbe bzw. der Lack
werden bei geschlossenem Ventil in den Becher 2 gegeben und danach die Additive oder
die Farb- bzw. Lackkomponenten im jeweils vorgeschriebenen Verhältnis zudosiert. Anschließend
wird der befüllte Becher 2 mit dem Mischdeckel 25 verschlossen und zum Mischen der
Bestandteile über den Wellenzapfen 31 in eine Taumelbewegung versetzt. Der Vorteil
dieses Verfahrens gegenüber Rüttlern liegt darin, dass keine Mikrobläschen und dergleichen
in der Farbflüssigkeit entstehen. Vorteilhaft für die Prozesssicherheit ist, wenn
dem Anwender Rezeptur und Mischzeiten elektronisch vom Taumelmischer vorgegeben werden.
[0044] In Fig. 3 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher die Öffnung 100 in dem
Becher 2 während seiner Verwendung als Mischbecher mit einem Stopfen 32 abgedeckt
ist. Der Stopfen 32 besitzt einen konischen Grundkörper 33, dessen Durchmesser im
oberen Bereich kleiner ist als der Durchmesser des Bechers 2 an seinem oberen Rand
10. Im vorliegend Ausführungsbeispiel besteht der Stopfen 32 aus Kork. Er könnte aber
auch aus einem anderen elastischen Material bestehen oder, wenn der Becher 2, wie
im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem elastischen Kunststoff gefertigt ist,
aus einem unelastischen Kunststoff, Metall oder aus Glas bestehen. Am Inneren des
Becherrandes 10 könnten Rastnasen oder dergleichen zum Festhalten des Stopfens 32
vorgesehen werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Becher 2 etwa 150 mm
hoch und der Stopfen 32 ist etwa 10 mm hoch. Aufgrund der flachen Gestalt des Stopfens
32 kann der Becher 2 nahezu vollständig mit dem Mischgut gefüllt werden. Nachdem der
Becher 2 mit den zu mischenden Farbbestandteilen befüllt wurde, wird der Stopfen 32
in den Becher 2 hineingedrückt. Autgrund des konischen Grundkörpers 33 ergibt sich
nach elastischer Verformung des Stopfens 32 und / oder des Bechers 2 eine flüssigkeitsdichte
Verbindung zwischen Becher 2 und Stopfen 32. Nach dem Mischen wird der Stopfen 32
aus dem Becher 2 herausgezogen; der mittig am Stopfen 32 angeordnete Halteknauf 34
erleichtert diesen Vorgang. Der Stopfen 32 kann dann entweder entsorgt oder aber gereinigt
werden, was insbesondere dann einfach ist, wenn er aus Stahl oder Glas besteht und
eine glatte Oberfläche besitzt, und nach der Reinigung wiederverwendet werden.
[0045] Um ein Verschmutzen des Stopfens 32 zu vermeiden und um eine noch sicherere Abdichtung
zu erreichen, kann zusätzlich noch eine Folie 19 zwischen dem Stopfen 32 und dem Becher
2 angebracht werden. Dann ist auch dieser Zwischendeckel mehrteilig ausgebildet.
[0046] In dem Stopfen 32 kann (wie beim zuvor beschriebenen Mischdeckel 25) ein kleines
Entlüftungsloch vorgesehen sein, über das der Überdruck abgeleitet werden kann, der
unter Umständen beim Mischen von Farben und Lacken entsteht.
[0047] Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform des Farbbehälters 1, der sich aus
dem anhand von Figur 1 näher beschriebenen Farbbecher 2 und zugehörigem "upside-down"-Deckel
3 zusammensetzt, ist während der Zeit, in der Farben bzw. Lacke im Farbbehälter 1
gemischt werden, eine Klemmscheibe 35 als Zwischendeckel vorgesehen. Die Klemmscheibe
35 ist entsprechend der Becherform und der Öffnung 100 leicht konisch ausgebildet
und besitzt an ihrem oberen Rand eine Vielzahl von kurzen, rechtwinklig nach unten
gerichteten, federnden Hakenelementen 36. Die lichte Weite der Haken 36 ist dabei
derart auf die Wandstärke des Becherrandes 10 abgestimmt, dass die Klemmscheibe 35
nach dem Aufschieben der Hakenelemente 36 auf den Becherrand 10 kraftschlüssig auf
dem Becher 2 gehalten wird, wodurch eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen Becher
2 und dem Zwischendeckel 35 gewährleistet ist.
[0048] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Klemmscheibe 35 mitsamt den Haken 36
einstückig aus Stahl gefertigt. Die Klemmscheibe 35 könnte aber auch aus einem Kunststoff
mit federelastischen Eigenschaften gefertigt sein. Sie kann als Tiefzieh- oder Spritzteil
hergestellt worden sein. Ebenso kann die Klemmscheibe 35 aus Glas bestehen. Es kommt
hier lediglich darauf an, dass eines der beiden Bauteile, also entweder der Becher
oder die Klemmscheibe, elastische Eigenschaften besitzt, damit die Öffnung 100 über
eine Klemmverbindung verschließbar ist.
[0049] Denkbar ist es auch, die Haken 36 nachträglich an der Klemmscheibe anzubringen.
[0050] Selbstverständlich sind die Hakenelemente 36 so kurz und derart angeordnet, dass
sie die Gewindesegmente 11 am Becher 2 nicht berühren. Deshalb kann der Deckel 3 auch
beim Mischen, während der Zwischendeckel 35 eingesetzt ist, auf dem Becher 2 aufgeschraubt
sein. Dadurch wird die flüssigkeitsdichte Verbindung noch weiter verbessert.
[0051] Wenn die Klemmscheibe 35 umgedreht würde, könnte sie anstatt am Becher 2 auch am
Deckel 3 befestigt werden.
[0052] In einer nicht dargestellten Variante könnten die Hakenelemente 36 zu einem umlaufenden
Kragen zusammengefügt sein.
[0053] Bei sämtlichen Varianten ist demgemäß der Zwischendeckel 35 einteilig.
[0054] Selbstverständlich könnte auch bei dieser Ausführungsform zusätzlich eine Folie verwendet
werden, die hier mittels der Klemmscheibe 35 am Becher 2 gehalten wird.
[0055] (Der Zwischendeckel wäre dann mehrteilig). Die Vorteile wären auch hier eine noch
sicherere Abdichtung und eine leichtere Wiederverwendbarkeit der Klemmscheibe 35 ohne
vorangehende Reinigung.
[0056] Die Ausführungsform nach Fig. 5 zeigt eine Andruckplatte 37 als Zwischendeckel. Die
Andruckplatte 37 besitzt die Gestalt einer Kreisscheibe, deren Durchmesser größer
als der Durchmesser des Bechers 2 an seinem oberen Rand 10, also im Bereich der Öffnung
100, gewählt wurde. Sie kann demgemäß gut auf dem Becherrand 10 aufliegen und die
Öffnung 100 passend abdecken. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Andruckplatte
37 komplett aus einem nicht elastischen Kunststoffmaterial hergestellt. Sie könnte
aber auch aus Stahl oder Glas hergestellt sein. Mischformen sind ebenfalls möglich.
Die Andruckplatte 37 hat zumindest an ihrer Unterseite 370 eine vollkommen glatte
Oberfläche. Durch die glatte Oberfläche wird gewährleistet, dass Material, das während
des Mischens gegen die Andruckplatte 37 geschleudert wird, wieder gut davon ab und
in den Becher 2 zurückläuft; die Andruckplatte 37 wird dann auch nur wenig verschmutzt.
[0057] Bei der in der linken Hälfte der Fig. 5 dargestellten Variante ist in der Unterseite
370 der Andruckplatte 37 eine konische Eindrehung 371 vorgesehen, mittels der die
Bauteile vor der Montage vorzentriert werden können. Weiterhin ist hier eine Ringnut
372 eingelassen. In ihr kann kann ein Dichtelement wie ein Dichtungsring, O-Ring 375
oder dergleichen fixiert werden.
[0058] Gemäß der rechts in Fig. 5 dargestellten Variante kann unter der Andruckplatte 37
eine elastische Platte 373 bzw. eine Zwischenschicht aus Schaumstoff, elastomerem
Kunststoff oder dergleichen vorgesehen werden.
[0059] Die Andruckplatte 37 wird mittels einer Klammer 38 mit federelastischen Eigenschaften
auf dem Becher 2 festgehalten. Hierzu besitzt die Klammer 38 ein aus einem Blechstreifen
oder Kunststoff konvex geformtes Mittelteil 39, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel,
bei dem der Durchmesser des Bechers 2 ca. 150 mm und der Durchmesser der Andruckplatte
37 etwa 160 mm beträgt, etwa 20 mm breit ist und an das sich beidseitig jeweils ein
konkav gebogener Federschenkel 40 bzw. 41 anschließt. Die Klammer 38 ist demgemäß
ähnlich wie eine Klammer für ein Einmachglas gestaltet. Die Klammer 38 stützt sich
mit ihrem Mittelteil 39 auf einem Andruckstutzen 42 ab, der im Bereich der Mittelachse
200 der Kreisscheibe 37 aus hochsteht und die lagerichtige Positionierung der Klammer
38 erleichtert. Mit den Federschenkel 40, 41 greift die Klammer 38 von außen unter
den Becherrand 10. Wenn der Becher 2 Gewindesegmente hätte (vgl. z.B. Fig. 1), könnten
die Federschenkel 40, 41 hier angreifen. Jedenfalls wird durch die Befestigung der
Andruckplatte 37 mittels der Federschenkel 40, 41 eine flüssigkeitsdichte Verbindung
zwischen der Andruckplatte 37 und dem Becher 2 gewährleistet.
[0060] Auf Wunsch könnte auch eine weitere Klammer 38 über Kreuz an der Andruckplatte 37
angreifen.
[0061] Auf den Andruckstutzen 42 kann man gegebenenfalls verzichten, weil dieser hauptsächlich
als Positionierungselement für das lagerichtige Aufbringen einer einzelnen Klammer
38 dient.
[0062] In einer nicht dargestellten Variante ist vorgesehen, dass mehrere kurze Federschenkel
nicht von oben, sondern seitlich an- und übergreifen und die Andruckplatte am Becherrand
nach Art eines Clips festhalten.
[0063] In der rechten Hälfte der Fig. 5 ist angedeutet, dass auch bei der Verwendung einer
Andruckplatte zusätzlich eine Folie 19 zur flüssigkeitsdichten Verbindung zwischen
der Andruckplatte 37 und dem Becher 2 vorgesehen werden kann. Dadurch kann die Sicherheit
der Abdichtung weiter erhöht sowie ein Verschmutzen der Andruckplatte 37 vermieden
werden, so dass diese ohne vorherige Reinigung wiederverwendet werden kann.
[0064] Bei der in Fig. 5 a dargestellten Variante ist die Öffnung 100 im Becher 2 ebenfalls
mit einer Andruckplatte 37 und fakultativ (linke Hälfte der Figur 5a) zusätzlich mit
einer Folie 19 abgedeckt. Der Becher 2 ist hier in einem Haltesystem 43 untergebracht,
das einen Überbecher 44 für den Becher 2 aufweist. Der Überbecher 44 besitzt in seinem
oberen Bereich eine Aufweitung 45 größeren Durchmessers, die in einer horizontal umgebogenen
Schulter 46 endet, die sich abschnittsweise über den Umfang des Überbechers 44 erstreckt.
An seinem Boden 47 besitzt der Überbecher 44 mehrere Stützklötze 48 zur lagerichtigen
Positionierung des Bechers 2. Der Becher 2 übergreift dazu die Stützklötze 48 mit
seinem Stützrand 8. Die Stützklötze 48 sind geringfügig höher als der Stützrand 8
des Bechers 2 gestaltet. Anstelle der Stützklötze 48 könnte auch ein ringförmiger
Stützrand oder dergleichen vorgesehen werden. Auf solche Stützen könnte aber auf Wunsch
verzichtet werden, auf das Mischergebnis haben sie keinen Einfluss.
[0065] Gehalten wird der Becher mitsamt der Andruckplatte 37 und gegebenenfalls mitsamt
der Folie 19 von einem Federstab 49, der einerseits unter die Schulter 46 des Überbechers
44 greift und sich andererseits im Bereich des Mittelpunkts der Andruckplatte 37 abstützt,
die auch bei dieser Ausführungsform mit dem zuvor beschriebenen Andruckstutzen 42
ausgestattet ist.
[0066] Der Federstab 49 kann dabei problemlos eingesetzt werden, weil sich die Schulter
46 nur bereichsweise um den Überbecher 44 erstreckt. Der Federstab 49 kann also in
einen Leerraum zwischen zwei Schulterabschnitte 46 eingelegt und anschließend gedreht
werden, bis seine beiden Enden unter zwei Schulterabschnitte 46 greifen, die einander
diametral gegenüberliegend stehen.
[0067] Noch sicherer wird diese Ausführungsform, wenn mehrere Federstäbe 49 überkreuzt verwendet
werden.
[0068] In weiterer Ausgestaltung könnte auch hier eine elastische Platte 373 bzw. eine Zwischenschicht
aus Schaumstoff, elastomerem Kunststoff oder dergleichen vorgesehen werden.
[0069] Auf Wunsch kann auch bei der Andruckplatte 37 ein kleines Entlüftungsloch vorgesehen
werden.
[0070] Bei der Andruckplatte 37 oder einer anderen Andruckplatte könnte die Dichtspannung
anstatt mittels der Halteklammer 38 oder mittels des Federstabes 49 auch mit Exzenter-
oder Kurvenscheiben, Schrauben, Kniehebeln oder ähnlichen Spannern erzeugt werden.
Auch könnten dem Becher 2 zusätzliche Ringe übergezogen werden, die sich beispielsweise
an den Gewindesegmenten oder an vorstehenden zylindrischen Ansätzen am Becher abstützen
könnten. An diesen Ringen könnten dann auch Hebel, Spanner oder ähnliche Elemente
angreifen, welche die Dichtspannung auf die Andruckplatte übertragen.
[0071] Selbstverständlich sind sinnvolle Kombinationen der einzelnen Ausgestaltungen möglich.
[0072] In Fig. 6 sind wieder ein Farb- und Mischbecher 2 und ein zugehöriger Deckel 3 angedeutet,
die zusammen als Farbbehälter 1 bei der Applikation von Farbe oder Lack auf einen
Gegenstand dienen können. Der Deckel 3 ist wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1
mit einem Flachsieb 18 ausgestattet. Zum Schutz vor Verschmutzung beim Mischen ist
hier das Flachsieb 18 auf seiner dem Becher 2 zugewandten Seite mit einer Schutzfolie
50 versehen, die nach dem Mischen wieder entfernt wird. Die Schutzfolie 50 ist wie
das Flachsieb 18 kreisrund gestaltet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die
Schutzfolie 50 an einigen Stellen mit dem Sieb 18 verklebt. Zum leichteren Entfernen
ist die Schutzfolie 50 mit einer Abreißlasche 51 versehen. Bei dieser Ausführungsform
besteht allerdings die Gefahr, dass beim Mischen der Farbe die Innenseite 5 des Deckels
3 verschmutzt.
[0073] Die Schutzfolie 50 fungiert hier beim Mischen der Farb- bzw. Lackbestandteile als
Zwischendeckel.
[0074] Die Folienstärke kann bei sämtlichen zuvor gezeigten Ausführungsformen 0,04 mm, eventuell
0,1 oder 0,15 mm betragen.
[0075] In der in Fig. 6 in der linken Hälfte angedeuteten Ausführungsform soll die Folie
19 an den Dichtrand 122 des Deckels 2 geklebt, geclipst oder dazwischen gespannt werden.
[0076] Anstatt einer Folie 19 könnte auch eine Scheibe in den Dichtrand 122 hineingeschoben,
eingesteckt oder eingeklebt werden.
[0077] Bei den beiden zuletzt angedeuteten Varianten besteht der Vorteil, dass die Innenseite
des Deckel 2 über eine geringere Höhe verschmutzt wird als bei der Variante mit der
am Flachsieb 18 befestigten Folie 19.
[0078] In spezieller Ausgestaltung kann der Farbbecher 2 des Farbbehälters 1 gemäß Fig.
6 mit einem im Verhältnis zum Farbbecher 2 sehr dünnwandigen Innenbecher 500 ausgestattet
sein. Der Innenbecher 500 ist aus einem Kunststoffmaterial als Tiefziehfolie hergestellt
und ist vorzugsweise durchsichtig oder durchscheinend, wodurch das Ablesen von Mischskalen,
die auf der Seitenwand 4 des Bechers 2 vorhanden sein können, ermöglicht wird. Außerdem
ermöglicht die Durchsichtigkeit oder das Durchscheinen das Erkennen, wie viel Material
beim Verspritzen oder dergleichen noch vorhanden ist. Die Form des Innenbechers 500
entspricht der Form des Bechers 2 derart, dass er eng an der Innenseite der Seitenwand
4 des Bechers 2 anliegen kann. Mit seinem oberen Rand 501 umgreift er relativ lose
den oberen Rand 10 des Bechers 2. Der Innenbecher 500 kann unter Umständen selbst
stehen oder auch nicht und gegebenenfalls faltbar sein. Im Farbbecher 2 befestigt
wird er mittels des aufschraubbaren Deckels 3. Zweck des Innenbechers 500 ist es,
die Farbe bzw. den Lack aufzunehmen, wodurch der mit Gewindesegemente, Gewinden, Mischskalen
oder dergleichen versehene und deshalb relativ wertvolle Becher 2 beim Verspritzen
von Farbe oder Lack vollständig sauber bleibt, sodass er problemlos auch bei einem
Farb- oder Materialwechsel ohne vorhergehende Reinigung weiterverwendet werden kann.
Der einfacher gestaltete und damit weniger wertvolle Innenbecher 500 kann nach Gebrauch
entsorgt werden. Erfindungsgemäß soll der Innenbecher 500 auch während des Mischvorganges
eingesetzt werden, wenn der Becher 2 also nicht als Farbbecher, sondern unmittelbar
auch als Mischbecher dient.
[0079] Auch der Farbbehälter 1 gemäß Fig. 6 kann im Boden 7 des Farbbechers 2 einen Belüftungsmechanismus
9 besitzen; ein Belüftungsmechanismus könnte andererseits hier in der Seitenwand 4
des Farbbechers 2 vorgesehen sein. Das ist möglich, weil an der Seitenwand 4 keine
Farbe bzw. kein Lack vorbeifließt, da sich das Material im Innenbecher 500 befindet.
Der Belüftungsmechanismus kann auch im Deckel 3 untergebracht sein. Letzteres kann
auch bei allen anderen zuvor beschriebenen Ausführungsformen von Farbbehältern der
Fall sein.
[0080] In Fig. 7 ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Der Farbbecher 2 ist wie in den zuvor beschriebenen Beispielen ausgeführt, ist demgemäß
kegelstumpfförmig, hat einen Volumeninhalt von etwa 300, 600 oder 900 ml, ist dünnwandig,
aufgrund der geringen Wandstärke und des gewählten Materials geringfügig elastisch
verformbar, durchsichtig und an seiner Seitenwand 4 mit Mischskalen versehen (nicht
dargestellt).
[0081] Der Farbbecher 2 weist auch hier einen kreisscheibenförmigen Boden 7 auf, an den
ein Stützrand 8 einstückig angeformt ist, mittels welchem der Farbbecher 2 selbstständig
auf einer Unterlage stehen kann. Im Boden 7 des Farbbechers 2 ist ebenfalls der anhand
von Fig. 1 beschriebene Belüftungsmechanismus 9 mit einer Belüftungsöffnung vorgesehen,
die mittels eines Ventils verschlossen werden kann (nicht dargestellt).
[0082] Nahe der Becheröffnung 100 ist der Farbbecher 2 auch hier am oberen Rand 10 mit mehreren
Außengewindesegmenten 11 ausgestattet, die zur Verbindung des Farbbechers 2 mit dem
hier nicht dargestellten "upside-down"-Deckel oder mit einem anderen Deckel dienen.
Der Becher 2 ist demgemäß ein handelsüblicher Fließbecher für die Materialzufuhr zu
Farbspritzpistolen, Druckmaschinen oder dergleichen.
[0083] Der Becher 2 kann nun auch hier unmittelbar als Mischbecher, insbesondere in einem
Automaten wie einem Taumelmischer verwendet werden. Zu diesem Zweck wird er dicht
verschlossen mittels einer Andruckplatte 37, deren Durchmesser etwa 10 mm größer ist
als die Öffnung 100 im Becher 2, deren Durchmesser im Ausführungsbeispiel etwa 100
mm groß ist. Sie kann demgemäß gut auf dem Becherrand 10 aufliegen und die Öffnung
100 passend abdecken. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Andruckplatte 37
etwa 10 mm dick ist. Sie besitzt überall eine glatte Oberfläche. Hergestellt ist sie
aus einem Kunststoff.
[0084] Bei der in der linken Hälfte der Fig. 7 dargestellten Variante ist in die untere
Seite 370 der Andruckplatte 37 eine Ringnut 372 eingelassen. In dieser Ringnut 372
kann ein Dichtelement wie ein Dichtungsring, O-Ring 375 oder dergleichen fixiert werden
oder aber der Becherrand 10 passend eingreifen. Eine konische Eindrehung 371 erleichtert
das Zentrieren.
[0085] Das Dichtelement 375 oder ein anderes Dichtelement könnte aber auch am Becher 2,
vorzugsweise an dessen oberen Rand 10, vorgesehen werden.
[0086] Gemäß der rechts in Fig. 7 dargestellten Variante kann, ähnlich wie bei der Ausführungsform
nach Fig. 5, unter der Andruckplatte 37 eine elastische Platte 373 bzw. eine Schicht
aus Schaumstoff, elastomerem Kunststoff oder dergleichen vorgesehen werden. Die elastische
Platte 373 kann an der Unterseite 370 der Andruckplatte 37 angeklebt sein. Dann ist
besonders einfach gewährleistet, dass sich die Platten 37 und 373 nicht gegeneinander
verschieben können.
[0087] Bei diesen Varianten könnte auch eine Folie zwischen Becher 2 und Andruckplatte 37
gelegt werden.
[0088] Ein kleines Entlüftungsloch bzw. Druckausgleichsloch kann ebenfalls vorgesehen werden.
[0089] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die als Zwischendeckel beim Mischen verwendete
Andruckplatte 37 besonders sicher gehalten mittels eines nachfolgend näher beschriebenen
und in Fig. 8 separat dargestellten Haltekranzes 376. Der Haltekranz 376 ist ringförmig
und wird von unten her auf den Becher 2 aufgeschoben. Er ist mit einem Innendurchmesser
d gestaltet, der kleiner ist als der Außendurchmesser D des Bechers 2 im Bereich des
Becherrandes 10. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Durchmesserverhältnisse
so gewählt, dass der Haltekranz 376 etwa 10 mm unterhalb des Becherrandes 10 und etwa
in Höhe der Gewindesegmente 11 zum Anliegen kommt. An wenigstens zwei einander gegenüberliegenden
Stellen besitzt der Haltekranz 376 an seiner Außenfläche eine hervorstehende Öse 377.
In jede Öse 377 kann eine Klemme 378 eingreifen, die sich andererseits an der Andrückplatte
37 abstützt.
[0090] Die Klemme 378 besitzt federelastische Eigenschaften und ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus einem etwa 20 mm breiten Blechstreifen gefertigt. Sie kann aber auch aus Kunststoff
hergestellt sein.
[0091] Im Ausführungsbeispiel ist die Klemme 378 hakenartig gebogen und besitzt an einem
ersten Ende eine als Rinne ausgebildete Vertiefung 379, die maßlich auf den Durchmesser
der Öse 378 abgestimmt ist. An das erste Ende der Klemme 378 schließt sich ein gerader
Bereich 380 an, der sich senkrecht nach oben erstreckt und im auf den Becher 2 montierten
Zustand geringfügig über die Andrückplatte 37 hinausragt. An den geraden Bereich 380
schließt sich eine abgewinkelte Schulter 381 an, die in Seitenansicht bzw. im Querschnitt
etwa V-förmig gestaltet ist. Solche bzw. ähnliche Klemmen 378 werden manchmal auch
bei Einmachgläsern verwendet. Die Klemme 378 greift mit der tatsächlich abgerundeten
Spitze 382 der V-förmigen Schulter 381 an der Andruckplatte 37 an. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel hat die Andruckplatte 37 hierfür mehrere, der Anzahl der Klemmen
378 entsprechende Rillen 383. Es könnte aber auch eine umlaufende Rille vorgesehen
werden, in welche die Klemmen 378 eingreifen bzw. einschnappen können.
[0092] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine absolut flüssigkeitsdichte Verbindung
zwischen der als Zwischendeckel beim Mischen dienenden Andruckplatte 37 und dem als
Mischbecher und später als Farbbecher dienenden Becher 2 gewährleistet, so dass beim
Mischen in einem Automaten wie einem Taumelmischer keinerlei Gefahr besteht, dass
Material aus dem Becher 2 schwappt.
[0093] In Figur 9 ist der Farbbecher 2 des Farbbehälters 1 durch einen anderen erfindungsgemäßen
Zwischendeckel 19 verschlossen, der im Wesentlichen als kreisrunde Scheibe mit einem
umlaufenden Rand 400 ausgebildet ist. Der Zwischendeckel 19 selbst ist aus den Figuren
3a bis 3c besonders gut ersichtlich. Er ist aus einem elastischen Kunststoffmaterial
spritzgegossen, könnte aber auch durch Tiefziehen aus einem solchen oder aus einem
anderen Material hergestellt worden sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
er zudem durchsichtig, sodass man problemlos durch einen Blick durch den Zwischendeckel
19 den Zustand und die Menge der Farbe, des Lackes oder eines sonstigen zu mischenden
Materials feststellen kann.
[0094] Der Rand 400 des Zwischendeckels 19 erstreckt sich im montierten Zustand vom Mittelbereich
401 der Kreisscheibe aus nach oben; der Zwischendeckel 19 greift in das Innere des
Farbbechers 2 ein. Die Maße, insbesondere der Durchmesser des Zwischendeckels 19 ist
so gewählt, dass der Rand 400 des Zwischendeckels 19 passgenau an der Innenseite des
oberen Becherrandes 10 anliegt, sodass der Becher 2 nun luft- und flüssigkeitsdicht
verschlossen ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Zwischendeckel 19 aus
einem federelastischen Kunststoff gefertigt, so dass sich der Rand 400 des Zwischendeckels
19 besonders gut an den Becher 2 anschmiegen kann. Damit der Zwischendeckel 19 sicher
im Becher 2 positioniert werden kann, ist als weitere vorteilhafte Einzelheit ein
umlaufender, nach außen gebogener Knickrand 405 am oberen Ende des Randes 400 vorgesehen.
Mittels dieses Knickrandes 405 stützt sich der Zwischendeckel 19 am oberen Becherrand
10 ab. In anderer Ausgestaltung könnte der Knickrand auch U-förmig ausgebildet sein
und den Becherrand 10 umgreifen.
[0095] Der Zwischendeckel 19 ist besonders gut aus den Figuren 10a bis 10c ersichtlich.
[0096] Zum bequemen Handhaben ist der Zwischendeckel 19 mit einer Greifvorrichtung 402 ausgestattet.
Die Greifvorrichtung 402 ist als Greifrand ausgebildet, der sich um den gesamten Umfang
des Zwischendeckels 19 erstreckt. Speziell ist hier der Greifrand 402 als Nut ausgebildet,
die im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig ist und die etwa gleich breit wie tief
ist. Die Tiefe der Nut 402 ist dabei kleiner als die Höhe des Randes 400 des Zwischendeckels
19. Die Breite der Nut 402 entspricht etwa 20% des Durchmessers des Zwischendeckels
19. Im vorliegenden Fall beträgt das Breitenmaß der Nut 402 etwa 5 mm. Die Nut 402
verläuft in einem Abstand auf Lücke 403 zum Rand 400, zwischen den bequem menschliche
Finger passen. Deshalb kann der Zwischendeckel 19 bequem in den Becher 2 eingesetzt
und wieder aus diesem Becher 2 entfernt und vorzugsweise entsorgt werden. Er könnte
aber auch gereinigt und wieder verwendet werden.
[0097] Mit dem erfindungsgemäßen Zwischendeckel 19 kann man wirkungsvoll verhindern, dass
die Farbflüssigkeit selbst bei hohem Füllstand von zwei Dritteln oder mehr aus dem
Becher 2 herausschwappt, wenn sich dieser zum Mischen im Taumelmischer befindet.
[0098] Im Allgemeinen empfiehlt es sich, den Farbbecher 2 während des Mischens zusätzlich
mit dem Deckel 3 zu verschließen. Der Zwischendeckel 19 wird dadurch gesichert. Das
Innere des relativ wertvollen Deckels 3 und das darin gehaltene Sieb 18 werden beim
Mischen keinesfalls verschmutzt, eben weil der erfindungsgemäße Zwischendeckel 19
vorhanden ist.
[0099] Ein anders als der Deckel 3 gestalteter Becherdeckel könnte selbstverständlich ebenfalls
verwendet werden.
[0100] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Zwischendeckels 19 ist, dass er ein problemloses
Lagern mehrerer Farbbecher 2 ermöglicht, die mit Farb- oder Lackresten gefüllt sind,
die zu einem späteren Zeitpunkt weiterverwendet werden sollen.
[0101] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Rand 400 des Zwischendeckels 19 etwa
so hoch wie der Stützrand 8 des Farbbechers 2 gestaltet und die Nut 402 weniger tief
als der Rand 400 gestattet. Ein weiterer Farbbecher 2 kann somit mit dem Stützrand
8 in die Lücke 403 des Zwischendeckels 19 des ersten Farbbechers 2 gestellt werden,
wie Figur 11 zeigt. Die Farbbecher 2 müssen nicht vollkommen gleich ausgebildet sein,
wesentlich ist nur, dass sie Stützen haben, die in die Lücke 403 passen. Möglich ist
auch, am Farbbecher 2 oder einem anderen Becher Stützen vorzusehen, die nicht in die
Lücke 403 eingreifen, sondern an oder neben der Innenseite 404 der Nut 402 in den
Zwischendeckel 19 eingreifen.
[0102] Wenn gewünscht, können ganze Türme solcher Becher mit den erfindungsgemäßen Zwischendeckeln
19 gelagert werden.
[0103] In weitereren Ausgestaltung der Erfindung könnte der Zwischendeckel eine Beschriftung
tragen, die vorzugsweise durch Werkzeugeinprägungen bei der Deckelherstellung hergestellt
ist. Der Zwischendeckel kann selbstverständlich auch mit Farbe bedruckt sein.
[0104] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die konkret beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Sinnvolle Kombinationen der Einzelheiten sind ohne weiteres möglich. Beispielsweise
könnten sämtliche zusätzlichen Haltemittel wie Klebebänder, Klammern oder dergleichen
auch an den jeweiligen anderen Ausführungsbeispielen Einsatz finden. Die Federelemente
sind selbstverständlich auch nicht auf die im Einzelnen beschriebenen Typen beschränkt,
sondern können durch sonstige Federn aus den unterschiedlichsten Materialien und Ausführungsformen,
beispielsweise auch Spiralfedern, ersetzt werden.
[0105] Selbstverständlich sind die beschriebenen Ausführungsformen und Maßangaben nur Beispiele,
die beliebig variiert werden können. Sie dienen lediglich zur Illustration und zum
besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung.
[0106] Auch die Materialangaben sind nicht zwingend; ebenso können die Bauteile aus Materialkombinationen
bestehen.
[0107] "Upside-down-Becher" können auch zur Verarbeitung bzw. Herstellung von anderen fließfähigen
Medien wie Fette, Öle, Schokolade etc. verwendet werden. Beim Mischen von Bestandteilen
solcher Medien können die erfindungsgemäßen Zwischendeckel selbstverständlich ebenfalls
mit Vorteil eingesetzt werden.
[0108] Ebensowenig ist die Erfindung auf das konkret beschriebene Verfahren und die konkret
beschriebenen Gegenstände beschränkt. Der Einsatz eines erfindungsgemäßen Zwischendeckels
ist auch bei anders aufgebauten "upside-down"-Farbbehältern oder bei Fließbechern
herkömmlicher Bauart sowie bei anderen Bechern bzw. Behältern mit anderen Verwendungsformen
und -zwecken möglich.
1. Verfahren zum Mischen und/oder Lagern von Flüssigkeiten wie Farbe oder Lack, bei dem
ein Farbbehälter (1) verwendet wird, der insbesondere zur Verwendung bei Farbspritzpistolen
vorgesehen ist, der einen Farbbecher (2) und einen davon lösbaren Deckel (3) aufweist,
wobei ein Zwischendeckel (19, 25, 32, 35, 37) vorgesehen ist, der den Farbbecher (2)
oder den Deckel (3) während des Mischens und/oder Lagern von Flüssigkeitskomponenten
wie Farb- oder Lackkomponenten dicht verschließt, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (19) eine Greifvorrichtung (402) aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (35) durch Klemmung am Farbbecher (2) oder am Deckel (3) gehalten
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (19, 25, 32, 37) den Becher (2) übergreift oder in den Deckel
(3) eingreift.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (37) auf dem Becher (2) aufliegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (19, 35, 37) zusätzlich gesichert ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (19) im Wesentlichen als Scheibe mit einem umlaufenden Rand (400)
ausgebildet ist und dass sich der Rand (400) vorzugsweise an das Innere des Farbbechers
(2) anschmiegt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Zwischendeckel (19) zusätzlich über einen umlaufenden Rand (405) am Becherrand
(10) abstützt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbbehälter (1) während des Mischvorganges in einem Haltesystem (43) untergebracht
ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltesystem (43) einen Überbecher (44) für den Farbbecher (2) aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltesystem (43) für den Überbecher (44) auch als Haltesystem für den Zwischendeckel
(37) dient.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Farbbecher (2) ein Innenbecher (500) untergebracht ist.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Belüftungsmechanismus (9) vorgesehen ist.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbbehälter (1) einen Auslauf (15) im Deckel (3) für die Farbe, den Lack oder
dergleichen und einen Farbbecher (2), insbesondere zur Verwendung bei Farbspritzpistolen
aufweist der einen Boden (7) und wenigstens eine Seitenwand (4) aufweist und der an
seinem dem Boden (7) gegenüberliegenden Ende eine Öffnung (100) aufweist, die durch
den Zwischendeckel (19, 25, 32, 35, 37) während des Mischens und/oder Lagerns von
Farb- oder Lackkomponenten dicht verschließbar ist.
14. Verfahren zum Mischen und/oder Lagern von Flüssigkeiten wie Farbe oder Lack, bei dem
ein Farbbehälter (1) verwendet wird, der insbesondere zur Verwendung bei Farbspritzpistolen
vorgesehen ist, der einen Farbbecher (2) und einen davon lösbaren Deckel (3) aufweist,
wobei ein Zwischendeckel (19, 25, 32, 35, 37) vorgesehen ist, der den Farbbecher (2)
oder den Deckel (3) während des Mischens und/oder Lagern von Flüssigkeitskomponenten
wie Farb- oder Lackkomponenten dicht verschließt, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (19,25, 32, 37) als schmiegsame Folie (19) ausgebildet ist oder
eine solche Folie (19) enthält.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendeckel (19) aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist.
1. Method of mixing and/or storing liquids such as paint or varnish, use being made of
a paint container (1) which is provided, in particular, for use in paint spray guns
and has a paint cup (2) and a lid (3) which can be released therefrom, wherein an
intermediate lid (19, 25, 32, 35, 37) is provided, said intermediate lid closing the
paint cup (2) or the lid (3) in a sealed manner while liquid components, such as paint
or varnish components, are being mixed and/or stored, characterized in that the intermediate lid (19) has a gripping device (402).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the intermediate lid (35) is retained on the paint cup (2) or on the lid (3) by clamping
action.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the intermediate lid (19, 25, 32, 37) engages over the cup (2) or engages in the
lid (3).
4. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the intermediate lid (37) rests on the cup (2).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the intermediate lid (19, 35, 37) is secured in addition.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the intermediate lid (19) is designed essentially in the form of a disc with an encircling
periphery (400), and in that the periphery (400) fits closely preferably against the interior of the paint cup
(2).
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the intermediate lid (19) is supported on the cup periphery (10) in addition, via
an encircling periphery (405).
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the paint container (1) is accommodated in a retaining system (43) during the mixing
operation.
9. Method according to Claim 8, characterized in that the retaining system (43) has a casing (44) for the paint cup (2).
10. Method according to Claim 9, characterized in that the retaining system (43) for the casing (44) also serves as a retaining system for
the intermediate lid (37).
11. Method according to one of the preceding claims, characterized in that an inner cup (500) is accommodated in the paint cup (2).
12. Method according to one of the preceding claims, characterized in that an air-admission mechanism (9) is provided.
13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the paint container (1) has an outlet (15) in the lid (3) for the paint, the varnish
or the like and also has a paint cup (2), in particular for use in paint spray guns,
which as a base (7) and at least one side wall (4) and which, at its end located opposite
the base (7), has an opening (100), which can be closed in a sealed manner by the
intermediate lid (19, 25, 32, 35, 37) while paint or varnish components are being
mixed and/or stored.
14. Method of mixing and/or storing liquids such as paint or varnish, use being made of
a paint container (1) which is provided, in particular, for use in paint spray guns
and has a paint cup (2) and a lid (3) which can be released therefrom, wherein an
intermediate lid (19, 25, 32, 35, 37) is provided, said intermediate lid closing the
paint cup (2) or the lid (3) in a sealed manner while liquid components, such as paint
or varnish components, are being mixed and/or stored, characterized in that the intermediate lid (19, 25, 32, 37) is designed in the form of a flexible film
(19) or contains such a film (19).
15. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the intermediate lid (19) is produced from a plastics material.
1. Procédé pour mélanger et/ou stocker des liquides comme une peinture ou une laque,
dans lequel on utilise un réservoir de peinture (1), qui est destiné en particulier
à être utilisé avec des pistolets à peinture, qui présente un pot à peinture (2) et
un couvercle (3) séparable de celui-ci, dans lequel il est prévu un couvercle intermédiaire
(19, 25, 32, 35, 37), qui ferme hermétiquement le pot à peinture (2) ou le couvercle
(3) pendant le mélange et/ou le stockage de composants liquides comme des composants
de peinture ou de laque, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (19) présente un dispositif de préhension (402).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (35) est maintenu par serrage sur le pot à peinture (2)
ou sur le couvercle (3).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (19, 25, 32, 37) s'accroche sur le pot (2) ou s'engage
dans le couvercle (3).
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (37) s'applique sur le pot (2).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (19, 35, 37) est fixé en plus.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (19) est réalisé essentiellement en forme de disque avec
un bord périphérique (400) et en ce que le bord (400) épouse de préférence la forme intérieure du pot à peinture (2).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (19) s'appuie en outre par un bord périphérique (405)
sur le bord du pot (10).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réservoir de peinture (1) est installé dans un système de maintien (43) pendant
l'opération de mélange.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le système de maintien (43) présente une gaine de pot (44) pour le pot à peinture
(2).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le système de maintien (43) pour la gaine de pot (44) sert aussi de système de maintien
pour le couvercle intermédiaire (37).
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un pot intérieur (500) est installé dans le pot à peinture (2).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un mécanisme de ventilation (9).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réservoir de peinture (1) présente un orifice de sortie (15) dans le couvercle
(3) pour la peinture, la laque ou analogue et un pot à peinture (2), destiné en particulier
à être utilisé avec des pistolets à peinture, qui présente un fond (7) et au moins
une paroi latérale (4) et qui présente à son extrémité opposée au fond (7) une ouverture
(100), qui peut être hermétiquement fermée par le couvercle intermédiaire (19, 25,
32, 35, 37) pendant le mélange et/ou le stockage de composants de peinture ou de laque.
14. Procédé pour mélanger et/ou stocker des liquides comme une peinture ou une laque,
dans lequel on utilise un réservoir de peinture (1), qui est destiné en particulier
à être utilisé avec des pistolets à peinture, qui présente un pot à peinture (2) et
un couvercle (3) séparable de celui-ci, dans lequel il est prévu un couvercle intermédiaire
(19, 25, 32, 35, 37), qui ferme hermétiquement le pot à peinture (2) ou le couvercle
(3) pendant le mélange et/ou le stockage de composants liquides comme des composants
de peinture ou de laque, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (19, 25, 32, 37) est réalisé sous forme de feuille souple
(19) ou contient une telle feuille (19).
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle intermédiaire (19) est fabriqué en une matière synthétique.