[0001] Die Erfindung betrifft eine Übergabevorrichtung zur Übergabe einer flach liegenden
Faltschachtel an eine weiterführende Fördervorrichtung unter gleichzeitigem Aufrichten,
mit einem drehangetriebenen Tragteil, das um eine Drehachse drehbar ist, und mit zumindest
einem drehangetriebenen weiteren Tragteil, das koaxial zu dem Tragteil um die Drehachse
drehbar ist, wobei die Tragteile jeweils zumindest eine Haltevorrichtung tragen und
eine Drehbewegung mit einer sich während einer Umdrehung ändernden Drehgeschwindigkeit
und einer gegenseitigen Relativdrehung ausführen, wobei die Faltschachtel in einer
Übernahmestation durch die Haltevorrichtung übernehmbar und auf einer Kurvenbahn zu
einer Übergabestation transportierbar und dort an die weiterführend Fördervorrichtung
übergebbar ist.
[0002] Eine derartige Übergabevorrichtung findet beispielsweise in einer Kartoniermaschine
Verwendung, bei der es notwendig ist, vor Zuführung eines zu verpackenden Produktes
zunächst eine in flach zusammengelegtem Zustand vorliegende Faltschachtel aufzurichten
und in einer weiterführenden Fördervorrichtung, die üblicherweise als Band- oder Kettenförderer
ausgebildet ist, zur Verfügung zu stellen.
[0003] Bei einer Übergabevorrichtung bekannten Aufbaus, wie sie beispielsweise in der
DE 198 01 194 A1 gezeigt ist, liegen die Faltschachteln in gestapeltem Zustand in einem Magazin vor,
wobei jeweils die untere Faltschachtel des Stapels von einer Haltevorrichtung, die
üblicherweise in Form einer Saugvorrichtung ausgestaltet ist, ergriffen und aus dem
Magazin entnommen wird. Die Haltevorrichtung ist an einem Tragteil angebracht, das
ein Planetenteil eines Planetengetriebes bildet, so dass die Haltevorrichtung auf
einer Zykloidenbahn der weiterführenden Fördervorrichtung zugeführt und in einer dort
gebildeten Zelle abgelegt wird. Während der Bewegung entlang der Zykloidenbahn wird
die Faltschachtel durch Anschläge und einen Aufrichtfinger aufgerichtet.
[0004] Die Ausbildung der Zykloidenbahn bringt gegenüber einer reinen Kreisbewegung den
Vorteil mit sich, dass bei der Zykloidenbewegung mehrere Umkehrpunkte gebildet sind,
in denen die Haltevorrichtung mit einer verringerten Geschwindigkeit bewegt wird.
Dies ist notwendig, um eine exakte Entnahme der Faltschachtel aus dem Magazin, ein
präzises Aufrichten der Faltschachtel und eine korrekte Ablage der Faltschachtel auf
der weiterführenden Fördervorrichtung zu gewährleisten.
[0005] In der Praxis hat es sich jedoch gezeigt, dass bei einer weiteren Erhöhung der Leistung
der Übergabevorrichtung Probleme insbesondere bei der Entnahme der Faltschachtel aus
dem Magazin auftreten, da die dort wirksamen Kräfte die Gefahr mit sich bringen, dass
die von der Haltevorrichtung ergriffene Faltschachtel aufgrund der hohen Entnahmegeschwindigkeit
mehrere darüberliegende Faltschachteln mit aus dem Magazin herausreißt, die dann lose
in die Übergabevorrichtung fallen und diese in ihrem Betrieb behindern können. Um
für die Faltschachtel einen ausreichenden Zeitraum für die Übernahme durch die Haltevorrichtung
zu erreichen, ist ein sehr kompliziert aufgebautes Planetengetriebe mit zu überlagernden
Korrektur-Bewegungen notwendig, was sehr aufwendig in der Konstruktion und somit kostenintensiv
ist.
[0006] Aus der
DE 198 45 384 A1 ist eine Übergabevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Bei einer
derartigen Übergabevorrichtung sind mehrere unabhängige Tragteile vorgesehen, die
jeweils eine Haltevorrichtung in Form eines Saugers tragen. Die Tragteile sind um
eine gemeinsame Drehachse drehbar und besitzen jeweils einen eigenen Antriebsmotor.
Auf diese Weise können die Haltevorrichtungen während einer Umdrehung mit sich ändernder
Drehgeschwindigkeit bewegt werden und eine gegenseitige Relativdrehung ausführen,
wodurch die Bewegungsabläufe an die jeweils erforderliche Funktion, d.h. an die Übernahme
der Faltschachtel oder deren Übergabe an die weiterführende Fördervorrichtung anpassbar
ist. Der konstruktive Aufwand ist jedoch sehr hoch und die Übergabevorrichtung ist
relativ teuer, da jede Haltevorrichtung einen eigenen Antriebsmotor benötigt. Auch
aus Platzgründen ist die Anzahl der Haltevorrichtungen und damit die Leistung der
Übergabevorrichtung stark beschränkt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Übergabevorrichtung der genannten
Art zu schaffen, die einen konstruktiv einfachen Aufbau besitzt und eine zuverlässige
Übergabe der Faltschachtel an die Fördervorrichtung auch bei hohen Taktzahlen gewährleistet.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Übergabevorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1 gelöst. Dabei ist vorgesehen, dass jedes Tragteil mehrere über den Umfang verteilt
angeordnete Haltevorrichtungen trägt.
[0009] Erfindungsgemäß wird von der Grundüberlegung ausgegangen, nicht jeder Haltevorrichtung
einen eigenen Antrieb zuzuordnen, sondern die Haltevorrichtungen in mehrere Gruppen
zu unterteilen, wobei die Haltevorrichtungen einer jeden Gruppe an einem gemeinsamen
drehangetriebenen Tragteil angeordnet sind und mit diesem drehen. So ist beispielsweise
vorgesehen, dass zusätzlich zu einem drehangetriebenen Tragteil, das einige über den
Umfang verteilt angeordnete Haltevorrichtungen insbesondere in Form vom Saugern einer
1. Gruppe trägt, zumindest ein drehangetriebenes weiteres Tragteil vorgesehen ist,
das ebenfalls mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Haltevorrichtungen insbesondere
in Form von Saugern einer 2. Gruppe trägt und das koaxial zu dem Tragteil der 1. Gruppe
um die Drehachse gedreht werden kann. Jedes der beiden Tragteile führt eine Drehbewegung
mit einer sich während einer Umdrehung ändernden Drehgeschwindigkeit aus. Dies ermöglicht
es, dass eine Haltevorrichtung beispielsweise im Bereich der Übernahmestation, in
der sie eine Faltschachtel aufnimmt, mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit
als bei ihrer Bewegung zwischen den einzelnen Arbeitsstationen bewegt wird. Damit
die Verringerung der Drehgeschwindigkeit einer Haltevorrichtung in bestimmten Abschnitten
ihrer Drehbewegungsbaken nicht zu einer Herabsetzung der Leistung der Übergabevorrichtung
führt, können die beiden Tragteile eine gegenseitige Relativdrehung ausführen. Dies
bedeutet, dass das Tragteil der 1. Gruppe mit hoher Geschwindigkeit in Drehrichtung
bewegt werden kann, während das weitere Tragteil der 2. Gruppe zur gleichen Zeit eine
verringerte Drehgeschwindigkeit besitzt, um beispielsweise eine Faltschachtel aufzunehmen
oder abzugeben. Da die Tragteile abschnittsweise mit höherer und geringerer Drehgeschwindigkeit
bewegt werden, gleicht sich dieser Unterschied über eine vollständige Umdrehung der
Tragteile wieder aus, so dass nach Beendigung einer Umdrehung die Tragteile und auch
ihre Haltevorrichtungen wieder die zu Beginn der Umdrehung eingenommene Ausgangsposition
aufweisen.
[0010] In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass genau zwei
Tragteile vorgesehen sind, die jeweils drei bis fünf Haltevorrichtungen und insbesondere
jeweils vier Haltevorrichtungen tragen. Somit sind an den beiden Tragteilen sechs
bis zehn und vorzugsweise acht Haltevorrichtungen angeordnet, für die nur zwei Antriebsmotoren
notwendig sind.
[0011] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung können genau drei Tragteile vorgesehen
sein, die jeweils zwei bis vier Haltevorrichtungen und vorzugsweise jeweils drei Haltevorrichtungen
tragen. Auf diese Weise sind insgesamt sechs bis zwölf und vorzugsweise neun Haltevorrichtungen
vorgesehen, für die drei Antriebsmotoren notwendig sind.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Haltevorrichtungen
der Tragteile in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet sind. Wenn
zwei Tragteile vorgesehen sind, wechseln sich die Haltevorrichtungen des 1. Tragteils
mit den Haltevorrichtungen des 2. Tragteils ab, d.h. die Anordnung folgt einer Reihe
1-2-1-2-1-2 ....
[0013] Wenn drei Tragteile vorgesehen sind, ist die Anordnung der Haltevorrichtungen des
1. Tragteils, des 2. Tragteils und des 3. Tragteils vorzugsweise in der Reihe 1-2-3-1-2-3
... vorgesehen.
[0014] In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass jedes Tragteil
von einem scheibenartigen Rad, beispielsweise in Form einer kreisförmigen Platte gebildet
ist, wobei die Räder bzw. Platten vorzugsweise parallel zueinander angeordnet sind
und um eine gemeinsame Drehachse drehen.
[0015] Die Tragteile sind vorzugsweise unabhängig voneinander mittels einer Antriebsvorrichtung
angetrieben. Bei der Antriebsvorrichtung handelt es sich insbesondere um mehrere Servomotoren,
wobei jedem Tragteil ein Servomotor zugeordnet ist, so dass die Tragteile vollständig
unabhängig voneinander gedreht werden können.
[0016] Jedes Tragteil sollte zumindest drei Haltevorrichtungen aufweisen, die vorzugsweise
gleichmäßig über den Umfang des Tragteils verteilt angeordnet sind. Bei Anordnung
von vier Haltevorrichtungen pro Tragteil sind diese in einem gegenseitigen Wickelversatz
von 90° in Umfangs- bzw. Drehrichtung angeordnet, so dass immer zwei Haltevorrichtungen
diametral gegenüberliegen. Insbesondere sollten die Haltevorrichtungen am Tragteil
so angeordnet sein, dass sich eine Haltevorrichtung in der Übergabestation zur Abgabe
der Faltschachtel an die weiterführende Fördervorrichtung befindet, wenn sich eine
andere Haltevorrichtung dieses Tragteils und insbesondere die diametral gegenüberliegende
Haltevorrichtung dieses Tragteils sich in der Übernahmestation zur Übernahme einer
Faltschachtel befindet, da diese beiden Stationen eine vergleichsweise geringe Drehgeschwindigkeit
des Tragteils erfordern, um eine sichere Handhabung der Faltschachtel zu gewährleisten.
[0017] Die Tragteile werden um eine gemeinsame Drehachse gedreht. Vorzugsweise sind die
Haltevorrichtungen fest mit dem jeweiligen Tragteil verbunden, so dass auch sie eine
reine Drehbewegung ausführen, d.h. auf einer Kreisbahn bewegt werden. Zusätzlich kann
jedoch auch vorgesehen sein, jeder Haltevorrichtung zusätzlich noch eine radial zur
Drehachse nach außen gerichtete Bewegung beispielsweise über eine Kurvenbahn aufzuzwingen,
falls dies für die Übernahme der Faltschachtel, deren Aufrichtung oder deren Übergabe
notwendig sein sollte.
[0018] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Faltschachteln
der Übergabestation in vereinzelter Reihe zugeführt werden und von den Haltevorrichtungen
jeweils in bereits vereinzelter Form übernommen werden. Es hat sich gezeigt, dass
die Übernahme einer bereits vereinzelten Faltschachtel durch die Haltevorrichtung
mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als die Entnahme von einem Magazinstapel erfolgen
kann. Um die Leistungsfähigkeit der Übergabevorrichtung zu erhöhen, können die Faltschachteln
bereits abseits der Übergabestation vereinzelt und dann in einer Reihe aufeinanderfolgend
der Übergabestation zugeführt werden, wobei die Haltevorrichtungen jeweils die vordere
Faltschachtel der Faltschachtel-Reihe übernimmt.
[0019] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass jeder Haltevorrichtung
ein Aufrichtorgan in Form eines Aufrichtfingers zugeordnet ist, der mittels eines
Aufrichtgetriebes bewegbar ist. Das Aufrichtgetriebe wird vorzugsweise über eine Kurvenbahn
gesteuert, so dass der Aufrichtfinger während der Drehbewegung des jeweiligen Tragteils
eine definierte Schwenkbewegung ausführt und dafür sorgt, dass die Faltschachtel aufgerichtet
wird.
[0020] In bekannter Weise kann zwischen der Übernahmestation und der Übergabestation eine
Aufrichtstation angeordnet sein, in der die sich noch im flachliegenden Zustand befindende
Faltschachtel gegen einen Anschlag oder einen Gegensauger gefahren und dann beim Abziehen
zumindest teilweise aufgerichtet wird. Um die Leistungsfähigkeit der Übergabevorrichtung
zu erhöhen, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Gegensauger der
Drehbewegung der Faltschachtel abschnittsweise folgt. Dies kann entweder dadurch erreicht
werden, dass der Gegensauger tangential zur Drehbewegung des Tragteils bzw. der jeweiligen
Haltevorrichtung bewegt wird. Alternativ ist es jedoch auch möglich, den Gegensauger
an einer drehenden Halterung zu lagern und in seiner Geschwindigkeit so mit der Drehbewegung
der Haltevorrichtungen zu synchronisieren, dass der Gegensauger und die die Faltschachtel
tragende Haltevorrichtung in einem Zustand ihrer Bewegungen unmittelbar gegenüberliegend
angeordnet sind.
[0021] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer 1. Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übergabevorrichtung
in einem Ausgangszustand,
- Fig. 2
- die Übergabevorrichtung gemäß Figur 1 in einer 2. Phase der Übergabe,
- Fig. 3
- die Übergabevorrichtung gemäß Figur 1 in einer 3. Phase der Übergabe,
- Fig. 4
- die Übergabevorrichtung gemäß Figur 1 in einer 4. Phase der Übergabe,
- Fig. 5
- die Übergabevorrichtung gemäß Figur 1 in einer 5. Phase der Übergabe,
- Fig. 6
- die Übergabevorrichtung gemäß Figur 1 in einer 6. Phase der Übergabe,
- Fig. 7
- die Übergabevorrichtung gemäß Figur 1 in der Endphase der Übergabe und
- Fig. 8
- eine schematische Ansicht einer 2. Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übergabevorrichtung.
[0022] Die Figuren 1 bis 7 zeigen eine 1. Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Übergabevorrichtung
10 in verschiedenen Phasen des Übergabevorgangs. Die Übergabevorrichtung 10 weist
ein Grundteil 19 auf, an dem ein 1. Tragteil 11, das im dargestellten Ausführungsbeispiel
die Form einer im wesentlichen kreisförmigen Platte bzw. eines scheibenförmigen Rades
besitzt, über ein Drehlager 24 um eine senkrecht zur Zeichenebene verlaufende Drehachse
D drehbar gelagert ist. Im Umfangsbereich des 1. Tragteils 11 sind vier Halterungen
13.1 ausgebildet, an denen jeweils ein Aufrichtgetriebe 14 und eine radial nach außen
weisende Haltevorrichtung 17 in Form eines Saugers angebracht sind. Dem Aufrichtgetriebe
14 ist ein Aufrichtfinger 16 zugeordnet und zur Steuerung des Aufrichtgetriebes 14
ist eine Kurvenrolle 15 vorgesehen, die in einer nutartigen Kurvenbahn 18, die im
Grundteil 19 ausgebildet ist, abrollt.
[0023] Das 1. Tragteil 11 besitzt vier Halterungen 13.1 und eine entsprechende Anzahl von
Haltevorrichtungen 17, Aufrichtgetrieben 14, Aufrichtfingern 16 und Kurvenrollen 15,
wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit jeweils nur zwei entsprechende Baueinheiten
dargestellt sind. Die vier Halterungen 13.1 sind über den Umfang des 1. Tragteils
11 gleich verteilt, d.h. in einem gegenseitigen Winkelversatz von 90° in Umfangsrichtung
angeordnet.
[0024] Die Übergabevorrichtung 10 umfasst des weiteren ein 2. Tragteil 12, das im dargestellten
Ausführungsbeispiel ebenfalls in Form einer im wesentlichen kreisförmigen Platte bzw.
eines scheibenförmigen Rades ausgebildet ist und über das Drehlager 24 drehbar um
die Drehachse D gelagert ist. Das 2. Tragteil 12 weist ebenfalls vier über den Umfang
gleich verteilt angeordnete, nach außen weisende Halterungen 13.2 auf, an denen in
dargestellter Weise jeweils ein Aufrichtgetriebe 14 mit einem Aufrichtfinger 16 und
eine radial nach außen weisende Haltevorrichtung 17 in Form eines Saugers angeordnet
sind. Auch die Halterungen 13.2 und somit die daran befestigten Bauteile sind gleichmäßig
über den Umfang des 2. Tragteils 12 verteilt und somit in einem gegenseitigen Winkelversatz
von 90° in Umfangsrichtung angeordnet, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit in
den Figuren nur eine der Halterungen 13.2 mit einem Aufrichtgetriebe 14, einem Aufrichtfinger
16 und einer Haltevorrichtung 17 dargestellt ist.
[0025] Um die Bewegung der einzelnen Bauteile während der verschiedenen, in den Figuren
dargestellten Phasen einer Übergabe besser mitverfolgen zu können, sind die Halterungen
13.1 des 1. Tragteils 11 mit der Ziffer "1" und die Halterungen 13.2 des 2. Tragteils
12 mit der Ziffer "2" nochmals extra gekennzeichnet.
[0026] Wie Figur 1 zeigt, sind die Halterungen 13.2 des 2. Tragteils 12 in dem dort dargestellten
Ausgangszustand jeweils in einem Winkelversatz von 45° zwischen zwei benachbarten
Halterungen 13.1 des 1. Tragteils 11 ausgerichtet, so dass die Haltevorrichtungen
17 des 1. und des 2. Tragteils 11, 12 in Umfangsrichtung bzw. Drehrichtung abwechselnd
aufeinander folgend angeordnet sind (Folge: 1-2-1-2-1-2 ...).
[0027] Im oberen Bereich der Übergabevorrichtung 10 ist eine Übernahmestation 30 vorgesehen.
Der Übernahmestation 30, die nicht näher dargestellt ist, werden flachliegende Faltschachteln
FS in einer Reihe in bereits vereinzelter Form zugeführt, wie es durch den Pfeil Z
angedeutet ist. In Drehrichtung, d.h. gemäß den Figuren in Gegenuhrzeigerrichtung
um ca. 90° versetzt zur Übernahmestation 30 ist eine Aufrichtstation 31 vorgesehen,
von der auch nur schematisch ein Gegensauger 25 dargestellt ist, der über eine nicht
dargestellte Halterung um eine parallel zur Drehachse D verlaufende Achse drehbar
gelagert ist und somit in einer Drehstellung, in der er der Übergabevorrichtung 10
zugewandt ist, mit einer von einer Haltevorrichtung 17 getragenen Faltschachtel FS
in Anlage kommen kann, was später im Einzelnen erläutert wird. Die Drehbewegung des
Gegensaugers 25 ist durch den Pfeil F angedeutet.
[0028] Im unteren Bereich der Übergabevorrichtung 10 und damit relativ zur Drehachse D im
wesentlichen diametral gegenüberliegend zur Übernahmestation 30 ist eine Übergabestation
32 vorgesehen. Die Übergabestation 32 umfasst eine weiterführende Fördervorrichtung
20, die als Kettenförderer dargestellt ist, wobei die Kette in üblicher Weise radial
nach außen hervorstehende Finger 21 aufweist, zwischen denen Zellen 22 gebildet sind,
in die jeweils eine Faltschachtel FS im aufgerichteten Zustand eingesetzt werden kann.
Darüber hinaus umfasst die weiterführende Fördervorrichtung eine Führung 23 für die
in den Zellen 22 angeordneten Faltschachteln.
[0029] Das 1. Tragteil 11 und das 2. Tragteil 12 sind jeweils mittels eigener, nicht dargestellter
Servomotoren drehangetrieben, wobei die beiden Tragteile 11 und 12 während eines Übergabevorgangs
einerseits jeweils eine Drehbewegung mit einer sich während eine Umdrehung ändernden
Drehgeschwindigkeit und andererseits eine gegenseitige Relativbewegung bzw. -drehung
ausführen.
[0030] Im Folgenden wird ein Übergabevorgang anhand der Figuren 1 bis 7 in einzelnen Phasen
erläutert. In der in Figur 1 dargestellten Phase zu Beginn eines Übergabevorgangs
befindet sich eine Haltevorrichtung 17 des 1. Tragteils 11 in der Übernahmestation
30 und kommt auf ihrer radial außenliegenden Seite mit einer zugeführten Faltschachtel
FS in Anlage. Durch Wirkung eines Unterdrucks an der als Sauger ausgebildeten Haltevorrichtung
17 wird die Faltschachtel FS übernommen. Die übernommene Faltschachtel FS dreht dann
zusammen mit dem 1. Tragteil 11 in Gegenuhrzeigerrichtung und gelangt zu der Aufrichtstation
31, auf der die Außenseite der Faltschachtel mit dem Gegensauger 25 in Anlage kommt
(siehe Figur 4), wodurch die Faltschachtel FS in bekannter Weise um ein geringes Maß
auseinandergezogen wird. Bei der weiteren Bewegung der die Faltschachtel FS tragenden
Haltevorrichtung 17 zwischen der Aufrichtstation 31 und der Übergabestation 32 wird
der Aufrichtfinger 16 wirksam. Über den Eingriff der Kurvenrolle 15 in die Kurvenbahn
18 wird das Aufrichtgetriebe 14 so angesteuert, dass der Aufrichtfinger 16 die Faltschachtel
FS zu ihrer gewünschten Form seitlich aufdrückt (siehe Fig. 5 und 6). Wenn die die
Faltschachtel FS tragende Haltevorrichtung 17 die Übergabestation 32 erreicht, ist
die Faltschachtel FS vollständig aufgerichtet und kann in eine Zelle 22 der weiterführenden
Fördervorrichtung 20 eingesetzt werden. Die Haltevorrichtung 17 gibt dann die Faltschachtel
FS frei und kehrt infolge der weiteren Drehung des 1. Tragteils 11 zu der oberen Übernahmestation
30 zurück.
[0031] Während sich die Haltevorrichtungen 17 des 1. Tragteils 11 in der Übernahmestation
30 oder in der Aufrichtstation 31 oder in der Übergabestation 32 (im Folgenden Arbeitsstationen
genannt) befinden, dreht das 1. Tragteil mit einer geringeren Drehgeschwindigkeit
als in den zwischen den Arbeitsstationen liegenden Bereichen. Dies führt dazu, dass
das 1. Tragteil während einer Umdrehung eine Bewegung mit sich ändernden Drehgeschwindigkeiten
ausführt. Da die Halterungen 13.1 und die daren gelagerten Haltevorrichtungen 17 des
1. Tragteils jeweils paarweise diametral gegenüberliegend angeordnet sind und da auch
die Übernahmestation 30 relativ zur Drehachse D diametral gegenüberliegend zur Übergabestation
32 angeordnet ist, ist erreicht, dass bei einer Verlangsamung der Drehbewegung einer
Halterung 13.1 bzw. einer daran gelagerten Haltevorrichtung 17 in der Übernahmestation
30 gleichzeitig auch eine entsprechende Reduzierung der Geschwindigkeit der diametral
gegenüberliegenden Haltevorrichtung 17 in der Übergabestation 32 gewährleistet ist.
[0032] Auch das 2. Tragteil 12 führt eine entsprechende Drehbewegung mit einer sich während
einer Umdrehung ändernden Drehgeschwindigkeit und insbesondere einer Verringerung
der Drehgeschwindigkeit der Haltevorrichtungen in den Bereichen der Arbeitsstationen
aus. Da die Haltevorrichtungen 17 der beiden Tragteile 11, 12 sich immer in unterschiedlichen
Bereichen befinden, die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchfahren werden,
führen die beiden Tragteile 11 und 12 während einer Umdrehung eine gegenseitige Relativdrehung
um die Drehachse D aus.
[0033] In der in Figur 1 dargestellten Phase sind die Halterungen 13.1 des 1. Tragteils
11 und die Halterungen 13.2 des 2. Tragteils 12 um 45° in Umfangsrichtung zueinander
versetzt angeordnet. Da das 1. Tragteil 11 und das 2. Tragteil 12 in dieser Phase
mit annähernd gleicher Drehgeschwindigkeit drehen, führt dies dazu, dass auch nach
einer Drehung von ca. 30° in Umfangsrichtung noch der gegenseitige Abstand der Halterungen
13.1 und 13.2 der beiden Tragteile 11 und 12 gegeben sind, wie es in Figur 2 dargestellt
ist.
[0034] Da sich im weiteren Verlauf der Drehung die Halterungen 13.2 des 2. Tragteils 12
und die daran gelagerten Haltevorrichtungen 17 einer der Arbeitsstationen 30, 31,
32 nähern, wird die Geschwindigkeit des 2. Tragteils 12 verringert, wodurch die Halterungen
13.1 des 1. Tragteils 11 bzw. die daran gelagerten Haltevorrichtungen 17 aufgrund
ihrer höheren Momentangeschwindigkeit auf die Halterungen 13.2 des 2. Tragteils 12
auflaufen, ohne diese jedoch zu berühren. Dieser Zustand ist in Figur 3 dargestellt.
[0035] Im weiteren Verlauf der Drehung wird die Drehgeschwindigkeit des 1. Tragteils 11
verringert, da dessen Halterungen 13.1 sich den Arbeitsstationen nähern, während gleichzeitig
die Geschwindigkeit des 2. Tragteils wieder erhöht wird, da diese den Bereich der
Arbeitsstationen verlassen. In einer Zwischenstellung gemäß Figur 4, in der sich die
Halterungen 13.1 des 1. Tragteils und die daran gelagerten Haltevorrichtungen 17 in
den Arbeitsstationen befinden, hat das 2. Tragteil 12 wieder eine Position mit einem
Versatz von 45° in Umfangsrichtung zu dem 1. Tragteil 11 erreicht und läuft dann seinerseits
aufgrund der höheren Momentangeschwindigkeit auf die Halterungen 13.1 des 1. Tragteils
auf (siehe Figur 5), was anschließend wieder durch Erhöhung der Drehgeschwindigkeit
des 1. Tragteils 11 ausgeglichen wird.
[0036] Figur 8 zeigt eine schematische Ansicht einer 2. Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Übergabevorrichtung 10. Diese unterscheidet sich von der 1. Ausführungsform gemäß
Figur 1 hinsichtlich der Anzahl der Tragteile und der Haltevorrichtungen. Das 1. Tragteil
11 gemäß Figur 8 besitzt drei Halterungen 13.1 und eine entsprechende Anzahl von Haltevorrichtungen
17, Aufrichtgetrieben 14, Aufrichtfingern 16 und Kurvenrollen. Die drei Halterungen
13.1 sind über den Umfang des 1. Tragteils 11 gleich verteilt, d.h. in einem gegenseitigen
Winkelversatz von 120° in Umfangsrichtung angeordnet.
[0037] Das 2. Tragteil 12 weist ebenfalls drei über den Umfang gleich verteilt angeordnete,
nach außen weisende Halterungen 13.2 auf, an denen jeweils ein Aufrichtgetriebe 14
mit einem Aufrichtfinger 16 und eine radial nach außen weisende Haltevorrichtung 17
in Form eines Saugers angeordnet sind. Auch die Halterungen 13.2 sind gleichmäßig
über den Umfang des 2. Tragteils 12 verteilt und somit in einem gegenseitigen Winkelversatz
von 120° in Umfangsrichtung angeordnet.
[0038] Zusätzlich zu dem 1. Tragteil 11 und dem 2. Tragteil 12 ist bei der Ausgestaltung
gemäß Figur 8 ein 3. Tragteil 12a vorgesehen, das ebenfalls in Form einer im wesentlichen
kreisförmigen Platte bzw. eines scheibenförmigen Rades ausgebildet ist und über das
Drehlager 24 drehbar um die Drehachse D gelagert ist. Das 3. Tragteil 12a besitzt
ebenfalls drei über den Umfang gleich verteilt angeordnete, nach außen weisende Halterungen
13.3, an denen jeweils ein Aufrichtgetriebe 14 mit einem Aufrichtfinger 16 und eine
radial nach außen weisende Haltevorrichtung 17 in Form eines Saugers angeordnet sind.
Auch die Halterungen 13.3 sind gleichmäßig über den Umfang des 3. Tragteils 12a verteilt
und somit in einem gegenseitigen Winkelversatz von 120° in Umfangsrichtung angeordnet.
[0039] Um die gegenseitige Anordnung der Halterungen in Umfangsrichtung zu verdeutlichen,
sind die Halterungen 13.1 des 1. Tragteils 11 mit der Ziffer "1", die Halterungen
13.2 des 2. Tragteils 12 mit der Ziffer "2" und die Halterungen 13.3 des 3. Tragteils
12a mit der Ziffer "3" speziell gekennzeichnet. Wie Figur 8 zeigt, sind die Halterungen
der drei Tragteile 11, 12 und 12a in Umfangsrichtung so angeordnet, dass jeweils auf
die Halterungen 13.1 des 1. Tragteils 11 eine Halterung 13.2 des 2. Tragteils 12 und
auf diese eine Halterung 13.3 des 3. Tragteils 13.3 folgt (Folge: 1-2-3-1-2-3 ...).
[0040] Jedes Tragteil 11, 12 und 12a ist durch einen eigenen Antriebsmotor angetrieben,
so dass die Funktionalität im wesentlichen der Funktionalität der Übergabevorrichtung
gemäß Figur 1 entspricht, auf deren Beschreibung verwiesen werden soll.
[0041] Zwischen den Tragteilen 11 und 12 bzw. 11, 12 und 12a und den daran gelagerten Haltevorrichtungen
17 ist durch eine zeitlich versetzte Erhöhung und Verringerung der Drehgeschwindigkeit
eine gegenseitige Relativdrehung gegeben. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, die Haltevorrichtungen
17 im Bereich der Arbeitsstationen mit einer geringeren Drehgeschwindigkeit als in
den Bereichen zwischen den Arbeitsstationen zu betreiben und durch die Anordnung von
zumindest zwei Tragteilen genannten Aufbaus trotzdem eine hohe Leistungsfähigkeit
der Übergabevorrichtung zu gewährleisten.
1. Übergabevorrichtung zur Übergabe einer flach liegenden Faltschachtel (FS) an eine
weiterführende Fördervorrichtung (20) unter gleichzeitigem Aufrichten, mit einem drehangetriebenen
Tragteil (11), das um eine Drehachse (D) drehbar ist, und mit zumindest einem drehangetriebenen
weiteren Tragteil (12, 12a), das koaxial zu dem Tragteil (11) um die Drehachse (D)
drehbar ist, wobei die Tragteile (11, 12, 12a) jeweils zumindest eine Haltevorrichtung
(17) tragen und eine Drehbewegung mit einer sich während einer Umdrehung ändernden
Drehgeschwindigkeit und einer gegenseitigen Relativdrehung ausführen, wobei die Faltschachtel
(FS) in einer Übernahmestation (30) durch die Haltevorrichtung (17) übernehmbar und
auf einer Kurvenbahn zu einer Übergabestation (32) transportierbar und dort an die
weiterführende Fördervorrichtung (20) übergebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Tragteil (11, 12, 12a) mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Haltevorrichtungen
(17) trägt.
2. Übergabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtungen (17) der Tragteile (11, 12, 12a) in Umfangsrichtung abwechselnd
aufeinanderfolgend angeordnet sind.
3. Übergabevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Tragteile (11, 12) vorgesehen sind, die jeweils drei bis fünf Haltevorrichtungen
(17) tragen.
4. Übergabevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass drei Tragteile (11, 12, 12a) vorgesehen sind, die jeweils zwei bis vier Haltevorrichtungen
(17) tragen.
5. Übergabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Tragteil (11, 12, 12a) von einem scheibenartigen Rad gebildet ist.
6. Übergabevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder parallel zueinander ausgerichtet sind.
7. Übergabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragteile (11, 12, 12a) unabhängig voneinander mittels einer Antriebsvorrichtung
angetrieben sind.
8. Übergabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtungen (17) gleichmäßig über den Umfang des Tragteils (11, 12) verteilt
angeordnet sind.
9. Übergabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtungen (17) auf einer Kreisbahn bewegt werden.
10. Übergabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltschachteln (FS) der Übergabestation (30) in vereinzelter Reihe zuführbar
sind.
11. Übergabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Haltevorrichtung (17) ein Aufrichtfinger (16) zugeordnet ist, der mittels eines
Aufrichtgetriebes (14) bewegbar ist.
12. Übergabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Übernahmestation (30) und der Übergabestation (32) eine Aufrichtstation
(31) angeordnet ist, die einen Gegensauger (25) aufweist, der der Drehbewegung der
Faltschachtel (FS) abschnittsweise folgt.
1. A transfer device for transferring a flat folding box (FS) to a succeeding conveyor
device (20) during simultaneous erection, with a rotarily driven support part (11)
which is pivotable about an axis of rotation (D), and with at least rotarily driven
further support part (12, 12a) which is rotatable about the axis of rotation (D) coaxially
to the support part (11), wherein the support parts (11, 12, 12a) each support at
least one retaining device (17) and perform a rotary movement at a speed of rotation
that varies during one rotation and during an opposing relative rotation, wherein
the folding box (FS) can be received in a receiving station (30) by the retaining
device (17), and can be conveyed on a curved track to a transfer station (32) and
therefore transferred to the succeeding conveyor device (20), characterised in that each support part (11, 12, 12a) supports a plurality of retaining devices (17) arranged
equally distributed along the circumference.
2. The transfer device according to Claim 1, characterised in that the retaining devices (17) of the support parts (11, 12, 12a) are arranged alternately
and consecutively in the circumferential direction.
3. The transfer device according to Claim 1 or 2, characterised in that two support parts (11, 12) are provided, each of which supports three to five retaining
devices (17).
4. The transfer device according to Claim 1 or 2, characterised in that three support parts (11, 12, 12a) are provided, each of which supports two to four
retaining devices (17).
5. The transfer device according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that each support part (11, 12, 12a) is formed from a disc-shaped wheel.
6. The transfer device according to Claim 5, characterised in that the wheels are aligned parallel with each other.
7. The transfer device according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that the support parts (11, 12, 12a) are driven independently of each other by means of
a driving device.
8. The transfer device according to any one of Claims 1 to 7, characterised in that the retaining devices (17) are arranged uniformly distributed along the circumference
of the support part (11, 12).
9. The transfer device according to any one of Claims 1 to 8, characterised in that the retaining devices (17) are moved on a circular track.
10. The transfer device according to any one of Claims 1 to 9, characterised in that the folding boxes (FS) can be fed to the transfer station (30) separately.
11. The transfer device according to any one of Claims 1 to 10, characterised in that an erecting finger (16), which can be moved by means of an erecting gear (14), is
assigned to each retaining device (17).
12. The transfer device according to any one of Claims 1 to 11, characterised in that an erecting station (31) is arranged between the receiving station (30) and the transfer
station (32), which erecting station has a counter suction device (25) which follows
the rotary movement of the folding box (FS) in sections.
1. Dispositif de transfert servant au transfert d'une boîte pliante (FS) reposant à plat
au niveau d'un dispositif de transport (20) poursuivant sa route, par redressement
simultané, avec une partie portante (11) entraînée en rotation pouvant pivoter autour
d'un axe de rotation (D) et avec au moins une partie portante (12, 12a) supplémentaire
entraînée en rotation pouvant pivoter dans le plan coaxial autour de l'axe de rotation
(D) par rapport à la partie portante (11), les parties portantes (11, 12, 12a) supportant
respectivement au moins un dispositif de maintien (17) et réalisant un mouvement de
rotation avec une vitesse de rotation variant pendant une rotation et une rotation
relative réciproque, la boîte pliante (FS) pouvant être récupérée dans une station
de récupération (30) par le dispositif de maintien (17) et pouvant être transportée
sur une trajectoire en courbe jusqu'à une station de transfert (32) et être transférée
de là au dispositif de transport (20) poursuivant sa route, caractérisé en ce que chaque partie portante (11, 12, 12a) supporte plusieurs dispositifs de maintien (17)
répartis sur l'ensemble de la périphérie.
2. Dispositif de transfert selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs de maintien (17) des parties portantes (11, 12, 12a) sont disposés
alternativement les uns à la suite des autres dans la direction périphérique.
3. Dispositif de transfert selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que deux parties portantes (11, 12) sont prévues supportant respectivement trois à cinq
dispositifs de maintien (17).
4. Dispositif de transfert selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que trois parties portantes (11, 12, 12e) sont prévues supportant respectivement deux
à quatre dispositifs de maintien (17).
5. Dispositif de transfert selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que chaque partie portante (11, 12, 12e) est formée par une roue de type disque.
6. Dispositif de transfert selon la revendication 5, caractérisé en ce que les roues sont orientées parallèlement les unes par rapport aux autres.
7. Dispositif de transfert selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les parties portantes (11, 12, 12a) sont entraînées indépendamment les unes des autres
à l'aide d'un dispositif d'entraînement.
8. Dispositif de transfert selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les dispositifs de maintien (17) sont répartis de façon régulière sur l'ensemble
de la périphérie de la partie portante (11, 12).
9. Dispositif de transfert selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les dispositifs de maintien (17) sont déplacés sur une trajectoire circulaire.
10. Dispositif de transfert selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les boîtes pliantes (FS) de la station de récupération (30) peuvent être amenées
de façon individualisée.
11. Dispositif de transfert selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un doigt de redressement (16) est associé à chaque dispositif de maintien (17), ledit
doigt pouvant être déplacé à l'aide d'un entraînement de redressement (14).
12. Dispositif de transfert selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'une station de redressement (31) est disposée entre la station de récupération (30)
et la station de transfert (32), ladite station de redressement comportant un système
d'aspiration à contact (25) suivant en partie le mouvement de rotation de la boîte
pliante (FS).