Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Antihaftbeschichtung mit wesentlich verbesserter Abriebbeständigkeit.
Stand der Technik
[0002] Organische Fluorpolymerbeschichtungen zeigen aufgrund ihrer geringen Oberflächenenergie
sehr gute Antihaft-Eigenschaften und aufgrund der hohen C-F Bindungsenergien hohe
Temperatur- und Chemikalienbeständigkeiten. Insbesondere als Antihaft-Beschichtungen
für Küchengeräte finden solche Beschichtungen breite Anwendung. Die geringe Härte
der in diesen Beschichtungen verwendeten Fluorpolymere führt jedoch dazu, dass diese
Beschichtungen nicht sehr widerstandsfähig gegen Beschädigungen sind.
[0003] Neben der geringen Härte zeigen solche Beschichtungen, aufgrund der geringen Adhäsionskräfte
der verwendeten fluorhaltigen organischen Polymere meist schlechte Haftung auf der
zu beschichtenden Oberfläche.
[0004] In der Literatur wird deshalb vorgeschlagen, zur Verbesserung der Haftung der Antihaftbeschichtung
auf der zu beschichteten Oberfläche einen mehrschichtigen Aufbau vorzugehen, wobei
die Fluorpolymere mit einem oder mehreren hoch temperaturbeständigen Bindemitteln
wie Pofyphenylensuffiden (PPS), Polyethersulfonen (PES), Polysulfonen, Pofyaryletherketonen
(PEEK oder PEK), Polyimiden (PI) oder Polyamidimiden (PAI) gemischt werden, die eine
bessere Haftung zum Untergrund vermitteln.
[0005] Darüber hinaus ist bekannt, dass die Haftung der auf die Basisschicht folgenden Schichten
vom Gehalt an thermoplastischen Fluorpolymeren abhängt, die in der Grenzfläche zwischen
Basisschicht und darauf folgender Schicht vorhanden sind. Dies beruht auf der Tatsache,
dass die Haftung zwischen Basisschicht und darauf folgender Schicht dadurch erreicht
wird, dass die Fluorpolymere in der Basisschicht beim Einbrennprozess mit den Fluorpolymeren
der darauf folgenden Schicht verschmelzen.
[0006] Vorteilhaft bezüglich Haftung auf dem Untergrund wirkt sich ein Gradient an Fluorpolymeren
mit möglichst wenig Fluorpolymeren in der Grenzfläche zwischen Substrat und Basisschicht
und möglichst viel Fluorpolymeren in der Grenzfläche zwischen Basisschicht und der
darauf folgenden Schicht aus.
[0007] Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit grosse Anstrengungen unternommen einen
möglichst hohen Grad an Entmischung zwischen dem Bindemittel und dem Fluorpolymeren
in der Basisschicht zu erreichen, so dass das Bindemittel der Basisschicht sich hauptsächlich
an der Grenzfläche zwischen Substrat und Basisschicht befindet und das Fluorpolymer
an der Grenzfläche zwischen Basisschicht und darauf folgender Schicht angereichert
wird, um dort die Zwischenhaftung zwischen Basisschicht und darauf folgender Schicht
zu erhöhen (siehe z.B.
US 4,087,394 oder
US 5,240,775).
[0008] Als geeignet haben sich hierbei Polyamidimide (PAI) herausgestellt, die deshalb auch
als Haftvermittler-Schichten für fluorpolymerhaltige Antihaftbeschichtungen angesehen
werden können (Figur 1).
[0009] Aus
US 7,026,036 ist insbesondere bekannt, dass bestimmte Fluorpolymere, die CF
2-CH
2 Einheiten beinhalten mit Bindemitteln die Amin- oder Amidgruppen enthalten, insbesondere
Polyamidimid (PAI), chemische Vernetzungsreaktionen eingehen können, die die Haftung
zwischen hoch temperaturbeständigem Bindemittel und Fluorpolymeren weiter verbessern.
[0010] Zur Verbesserung der mechanischen Haltbarkeit von Antihaftbeschichtungen wurden,
neben der bereits erwähnten Verbesserung der Haftung auf dem Substrat, harte anorganische
Füllstoffe verwendet.
[0011] So beschreibt z.B.
US 5,250,356 ein mehrschichtiges System, umfassend eine durch feinteiliges Aluminiumoxid verstärkte
Haftvermittler-Schicht bestehend aus PTFE, PFA und PAI, einer Zwischenschicht bestehend
aus PTFE, PFA und feinteiligem Aluminiumoxid sowie einer Deckschicht aus reinem PTFE.
[0012] EP 1016466 A2 beschreibt eine mehrschichtige keramisch verstärkte Antihaftbeschichtung, bei der
die Basisschicht keramische Partikel enthält, die aber so gross sind, dass sie aus
der Deckschicht herausragen und dadurch die abrasive Belastung von der Deckschicht
fernhalten. Zu gleichem Zweck wird eine keramisch verstärkte Antihaftbeschichtung
in der
WO 2007/070601 A2 beschrieben.
[0013] US 6,761,964 beschreibt eine mehrschichtige Antihaftbeschichtung umfassend eine Basisschicht aus
Fluorpolymeren, Haftvermittler-Polymeren und grossen anorganischen Füllstoffpartikeln,
die in der Basisschicht verankert sind und in die darauf folgende Zwischenschicht
hineinragen, welche aus Fluorpolymeren und kleineren keramischen Füllstoffpartikeln
besteht, und einer Deckschicht, die ausschliesslich aus Fluorpolymeren besteht.
[0014] Eine weitere Möglichkeit die mechanischen Eigenschaften von Antihaftbeschichtungen
zu verbessern besteht darin das haftvermittelnde, relativ spröde Polymer Polyamidimid
(PAI) (Bruchdehnung ca. 8%) zumindest teilweise gegen das zähelastischere, lineare
aromatische, teilkristalline Polyetheretherketon (PEEK, Figur 2) (Bruchdehnung ca.
50%) zu ersetzen.
[0015] Durch die Zähelastizität des Polyetheretherketon (PEEK) sind die Beschichtungen weniger
spröde und eine Krafteinwirkung auf die Beschichtung führt weniger schnell zum Bruch.
[0016] US 6,596,380 beschreibt beispielsweise eine mehrschichtige Beschichtung die eine Basisschicht
bestehend aus min. 50% PEEK, haftvermittelnden Polymeren ausgewählt aus Polyamidimid
(PAI), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetherimid (PEI) oder Polyimid (PI) und inerten
anorganischen Füllstoffen enthält, gefolgt von einer Zwischenschicht bestehend aus
organischen Fluorpolymeren und einer Deckschicht aus organischen Fluorpolymeren.
[0017] Weiter offenbart
WO 00/54895 eine Antihaftbeschichtung mit verbesserter Kratzfestigkeit mit einer auf einem Substrat
aufgebrachten Basischicht die ausschliesslich aus Polyetheretherketon (PEEK) besteht,
die durch eine oder mehrerer Deckschichten die einen Fluorkunststoff beinhaltet abgedeckt
wird. Die auf die Polyetheretherketon-Schicht folgende Schicht ist eine haftvermittelnde
Polyamidimid beinhaltende Schicht.
[0018] Die Basisschicht wird hierbei zunächst bei mindestens 340 °C geschmolzen und wieder
abgekühlt, anschliessend wird die haftvermittelnde Zwischenschicht bestehend aus Polyamidimid
(PAI) und PTFE sowie die eventuell folgenden Deckschichten aufgebracht und die Gesamtanordnung
bei 400 bis 420 °C eingebrannt.
[0019] DE 10 2005 004828 A1 beschreibt eine mehrschichtige Beschichtung deren Basisschicht ein oder mehrerer
Hochleistungspolymere ausgewählt aus Polyaryletherketonen (PEEK oder PEK), Flüssigkristallpolymeren
(LCP), Polyphenylensulfid (PPS) oder Mischungen davon enthält und die abschliessende
Deckschicht aus einem Hochleistungsthermoplast ausgewählt aus Polyaryletherketonen
(PEEK oder PEK), Flüssigkristallpolymeren (LCP), Polyphenylensulfid (PPS) und 20-30
% thermoplastische Fluorpolymeren besteht. Neben den Hochleistungsthermoplasten können
in den unter der Deckschicht liegenden Schichten harte anorganische Füllstoffe enthalten
sein, deren d
50-Wert der Partikelgrösse maximal doppelt so gross sein dürfen, wie die Schichtdicke
der fertig eingebrannten Schicht.
[0020] US 5,536,583 beschreibt einen Artikel, der als Basisschicht eine Polyetherharzschicht und mindestens
eine Deckschicht umfasst, die aus einem Fluorpolymerharz und einem Additiv wie Polyphenylensulfid
(PPS) oder anorganischen kristallinen Pulvern besteht.
[0021] Als Fluorpolymere wurden Tetrafluorethylen-perfluor(alkyloxyvinyl-ether)-Copolymer
(PFA), Poly(vinylidenfluorid) (PVDF), Ethylen-Chlorotrifluorethylen-Copolymer (E-CTFE),
Ethylen-Tetrafluorethylen-Copolymer (E-TFE), Perfluorethylenpropylen-Copolymer (FEP)
und Poly(chlortrifluorethylen) (CTFE) oder Mischungen hiervon verwendet, jedoch kein
Polytetrafluorethylen (PTFE).
[0022] PTFE besitzt unter den Fluorpolymeren den höchsten Antihaft-Effekt. Aufgrund seiner
hohen Schmelzviskosität oberhalb des Kristallitschmelzbereichs lässt sich PTFE nicht
einfach schmelzen sondern versintert lediglich an den Korngrenzen. Dadurch ist die
Formulierung einer Deckschicht für Polyetherharz-Schichten mit PTFE-Anteilen >30%
schwierig. Deckschichten mit hohen PTFE-Anteilen zeigten bislang ohne die Verwendung
von Haftvermittler-Schichten keine ausreichende Haftung zur darunterliegenden Schicht.
Darstellung der Erfindung
[0023] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gegenüber dem Stand der Technik
verbesserte Antihaftbeschichtung für einen Gegenstand vorzuschlagen. Die Aufgabe der
Erfindung wird durch die Antihaftbeschichtung nach Anspruch 1 gelöst. Diese Antihaftbeschichtung
weist zumindest drei Schichten auf, mit einer Deckschicht mit einer Trockenfilmdicke
von 10 bis 50 µm, vorzugsweise von 20 und 30 µm, einer Zwischenschicht mit einer Trockenfilmdicke
von 10 bis 100 µm, vorzugsweise von 20 und 30 µm, und einer Basisschicht mit einer
Trockenfilmdicke von 10 bis 50 µm, vorzugsweise von 20 und 30 µm. Die Deckschicht
enthält 40% bis 90% organische Fluorpolymere, wobei 20% bis 50%, bezogen auf die Deckschicht,
Polytetrafluorethylen (PTFE) und 20% bis 70%, bezogen auf die Deckschicht, Copolymeren
des Tetrafluorethylens mit Perfluoralkyl-vinylether mit 1-3 C-Atomen in der Alkylgruppe,
nämlich MFA oder PFA, oder Copolymeren des Tetrafluorethylens mit Hexafluorpropylen
(FEP) oder Mischungen davon sind. Weiterhin enthält die Deckschicht 10% bis 60% Poly(oxy-1,4,phenylencabonyl-1,4-phenylen)
(PEK).
[0024] Die Zwischenschicht enthält 20-30% organische thermoplastische Fluorpolymere ausgewählt
aus Copolymeren des Tetrafluorethylens mit Perfluoralkyl-vinylether mit 1-3 C-Atomen
in der Alkylgruppe, nämlich MFA oder PFA, Copolymeren des Tetrafluorethylens mit Hexafluorpropylen
(FEP) oder Mischungen davon, und Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen) (PEK),
sowie anorganische Füllstoffe. Die Füllstoffe umfassen Partikel mit einer Grösse von
40 µm bis 100 µm, vorzugsweise von 45 µm bis 70 µm. Die Partikelgrösse ist dabei so
ausgewählt, dass zumindest einige der Partikel teilweise in die Deckschicht hineinragen,
diese Deckschicht aber nicht durchdringen. Dabei haben die Massnahmen der Erfindung
Copolymeren des Tetrafluorethylens mit Perluoralkyl-vinylether mit 1-3 C-Atomen in
der Alkylgruppe (MFA oder PFA), Copolymeren des Tetrafluorethylens mit Hexafluorpropylen
(FEP) oder Mischungen davon) in der Deckschicht möglich sind und dadurch ein verbesserter
Antihaft-Effekt, ohne die Haftung zur darunterliegenden Schicht zu verlieren oder
eine zusätzliche haftvermittelnde Schicht aus Polyamidimid (PAI) oder Polyphenylensulfid
(PPS) zu benötigen. Dies wird dadurch erreicht, dass die in die Zwischenschicht eingebetteten
anorganischen Füllstoffpartikeln so gross sind, dass sie in die Deckschicht hineinragen
und somit die Haftung zur Deckschicht vermitteln können.
[0025] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Antihaftschicht sind in den abhängigen
Ansprüchen 2 bis 5 angegeben.
[0026] Vorteilhaft ist eine Basisschicht, die mehr als 98% Poly(oxy-1,4-phenylencahonyl-1,4-phenylen)
(PEK) aufweist.
[0027] Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die anorganischen Füllstoffe keramische Hartstoffe
aus der Reihe der Oxide, Carbide, Nitride, Boride, insbesondere Siliziumcarbid und/oder
Aluminiumoxid, umfassen.
[0028] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Partikel der anorganischen Füllstoffe der
Zwischenschicht zumindest teilweise in die Basisschicht eingedrungen sind. Dies zu
ermöglichen, ist ein besonderer Vorteil der Erfindung.
[0029] Die vorbenannten sowie die beanspruchten und in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
beschriebenen, erfindungsgemäss zu verwendenden Elemente unterliegen in ihrer Grösse,
Formgestaltung, Materialverwendung und ihrer technischen Konzeption keinen besonderen
Ausnahmebedingungen, so dass die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien
uneingeschränkt Anwendung finden können.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0030] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher
beschrieben, dabei zeigen:
- Figur 1
- die chemische Formel eines Polyamidimids;
- Figur 2
- die chemische Formel eines Polyetheretherketons (PEEK);
- Figur 3
- die chemische Formel eines Polyetherketons (PEK); und
- Figur 4
- einen Schichtaufbau gemäss eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0031] Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, wie es in Figur 4 dargestellt ist,
weist eine Antihaftbeschichtung, insbesondere für ein Kochgeschirr drei Schichten
auf, nämlich eine Deckschicht 6 mit einer Trockenfilmdicke von ca. 20 und 30 µm, eine
Zwischenschicht 4 mit einer Trockenfilmdicke von ca. 20 und 30 µm, und eine Basisschicht
2 mit einer Trockenfilmdicke ca. 20 und 30 µm. Die Deckschicht 6 enthält in diesem
Ausführungsbeispiel ca. 55% organische Fluorpolymere. Davon sind ca. 35%, bezogen
auf die Deckschicht (6), polytetrafluorethylen (PTFE) und ca. 20%, bezogen auf die
Deckschicht, ein Copolymer des Tetrafluorethylens mit sind ca. 35wt%, bezogen auf
die Deckschicht (6), Polytetrafluorethylen (PTFE) und ca. 20wt%, bezogen auf die Deckschicht,
ein Copolymer des Tetrafluorethylens mit Perfluoralkyl-vinylether mit 1-3 C-Atomen
in der Alkylgruppe, nämlich PFA. Weiterhin enthält die Deckschicht 6 ca. 35wt% Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen)
(PEK).
[0032] Die Zwischenschicht 4 enthält ca. 30% ein Copolymer des Tetrafluorethylens mit Perfluoralkyl-vinylether
mit 1-3 C-Atomen in der Alkylgruppe, nämlich PFA und ca. 70% Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen)
(PEK), sowie anorganische Füllstoffe 8. Die Füllstoffe weisen in diesem Ausführungsbeispiel
Partikel mit einer Grösse von bis zu 70 µm auf. Dabei ist die Partikelgrösse so ausgewählt
ist, dass zumindest einige der Partikel teilweise in die Deckschicht 6 hineinragen,
diese Deckschicht 6 aber nicht durchdringen.
[0033] Die Basisschicht 2 dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels weist mehr als 98% Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen)
(PEK) auf.
[0034] Die verwendeten anorganischen Füllstoffpartikel bestehen hauptsächlich aus Siliziumcarbid
und Aluminiumoxid.
[0035] Es hat sich gezeigt, dass gerade diese Antihaftbeschichtung, die anorganische Füllstoffe
in der Zwischenschicht in der angegebenen Grösse enthalten, eine besonders gute Haftung
der Deckschicht auf der darunter liegenden Schicht ermöglicht, wobei der Gehalt an
Polytetrafluorethylen (PTFE) höher als 30% ist und keine weiteren haftvermittelnden
Schichten aufgebracht werden müssen.
[0036] Weiterhin hat sich gezeigt, dass sich für die Verwendung als Antihaftbeschichtung
für Brat- und Kochgeschirr Polyetherketon (PEK; Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen);
Figur 3) besonders gut eignet, besser als Polyetheretherketon (PEEK; Poly(oxy-1,4-phenylenoxy-1,4-phenylencarbonyl-1,4-phenylen;
Figur 2). PEK besitzt nämlich verglichen mit Polyetheretherketon (PEEK; Poly(oxy-1,4-phenylenoxy-1,4-phenylencarbonyl-1,4-phenylen)
eine höhere Glastemperatur und einen höheren Schmelzpunkt, bei vergleichbarer Zähelastizität.
[0037] Das bevorzugte Verfahren zum Aufbringen der Antihaftbeschichtung ist so ausgestaltet,
dass die Schichten durch eine nass in nass Applikation, nämlich ohne Zwischentrocknung,
aus wässrigen Dispersionen und anschliessendem Trocknen und Aufschmelzen aufgebracht
werden. Durch dieses verfahren ist es möglich, dass die anorganischen Füllstoffe 8
sogar in die Basisschicht eindringen können und so die angegebenen Partikelgrössen
erreicht werden können, ohne dass die Partikel aus der Deckschicht herausragen.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 2
- Basisschicht
- 4
- Zwischenschicht
- 6
- Deckschicht
- 8
- anorganische Füllstoffpartikel
- 10
- Substrat
1. Antihaftbeschichtung für einen Gegenstand, wobei die Antihaftbeschichtung zumindest
drei Schichten aufweist, mit
- einer Deckschicht (6) mit einer Trockenfilmdicke von 10 bis 50 µm, vorzugsweise
von 20 und 30 µm,
- einer Zwischenschicht (4) mit einer Trockenfilmdicke von 10 bis 100 µm, vorzugsweise
von 20 und 30 µm, und
- einer Basisschicht (2) mit einer Trockenfilmdicke von 10 bis 50 µm, vorzugsweise
von 20 und 30 µm, wobei die Deckschicht, (6) 40% bis 90% organische Fluorpolymere
enthält, wobei 20% bis 50%, bezogen auf die Deckschicht (6), Polytetrafluorethylen
(PTFE) und 20% bis 70%, bezogen auf die Deckschicht, Copolymeren des Tetrafluorethylens
mit Perfluoralkyl-vinylether mit 1-3 C-Atomen in der Alkylgruppe, nämlich MFA oder
PFA, oder Copolymeren des
Tetrafluorethylens mit Hexafluorpropylen (FEP) oder Mischungen davon sind,
und die Deckschicht (6) 10% bis 60% Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen) (PEK)
enthält,
wobei die Zwischenschicht (4) 20-30% organische thermoplastische Fluorpolymere ausgewählt
aus Copolymeren des Tetrafluorethylens mit Perfluoralkyl-vinylether mit 1-3 C-Atomen
in der Alkylgruppe, nämlich MFA oder PFA, Copolymeren des Tetrafluorethylens mit Hexafluorpropylen
(FEP) oder Mischungen davon, und Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen) (PEK),
sowie anorganische Füllstoffe (8) enthält, wobei die Füllstoffe (8) - Partikel mit
einer Grösse von 40 µm bis 100 µm, vorzugsweise von 45 µm bis 70 µm umfassen, und
wobei die Partikelgrösse so ausgewählt ist, dass zumindest einige der Partikel teilweise
in die Deckschicht (6) hineinragen,
diese Deckschicht (6) aber nicht durchdringen.
2. Antihaftbeschichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisschicht (2) mehr als 98% Poly(oxy-1,4-phenylencabonyl-1,4-phenylen) (PEK)
aufweist.
3. Antihaftbeschichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganischen Füllstoffe (8) keramische Hartstoffe aus der Reihe der Oxide, Carbide,
Nitride, Boride aufweisen.
4. Antihaftbeschichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganischen Füllstoffe (8) Siliziumcarbid und/oder Aluminiumoxid aufweisen.
5. Antihaftbeschichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Partikel der anorganischen Füllstoffe (8) der Zwischenschicht teilweise in die Basisschicht
eingedrungen sind.
1. Non-stick coating for an object, wherein the non-stick coating comprises at least
three layers, comprising
- a cover layer (6) with a dry film thickness of 10 to 50 µm, preferably of 20 and
30 µm,
- an intermediate layer (4) with a dry film thickness of 10 to 100 µm, preferably
of 20 and 30 µm, and
- a base layer (2) with a dry film thickness of 10 to 50 µm, preferably of 20 and
30 µm,
wherein the cover layer (6) contains 40% to 90% organic fluoropolymers, wherein 20%
to 50% relating to the cover layer (6) are polytetrafluoroethylene (PTFE) and 20%
to 70% relating to the cover layer are copolymers of tetrafluoroethylene with a perfluoroalkyl
vinyl ether with 1 to 3 C atoms in the alkyl group, namely MFA or PFA, or copolymers
of tetrafluoroethylene with hexafluoropropylene (FEP) or mixtures thereof, and the
cover layer (6) contains 10% to 60% poly(oxy-1,4-phenylenecarbonyl-1,4-phenylene)
(PEK),
wherein the intermediate layer (4) contains 20 to 30% organic thermoplastic fluoropolymers
selected from copolymers of tetrafluoroethylene with a perfluoroalkyl vinyl ether
with 1 to 3 C atoms in the alkyl group, namely MFA or PFA, copolymers of tetrafluoroethylene
with hexafluoropropylene (FEP) or mixtures thereof, and poly(oxy-1,4-phenylenecarbonyl-1,4-phenylene)
(PEK), and inorganic filler materials (8), wherein the filler materials (8) comprise
particles having a size of 40 µm to 100 µm, preferably of 45 µm to 70 µm, and wherein
the particle size is selected so that at least some of the particles partly protrude
into the cover layer (6) but do not traverse said cover layer (6).
2. Non-stick coating according to claim 1, characterized in that the base layer (2) comprises more than 98% poly(oxy-1,4-phenylenecarbonyl-1,4-phenylene)
(PEK).
3. Non-stick coating according to claim 1 or 2, characterized in that the inorganic filler materials (8) comprise ceramic hard materials selected from
the group of oxides, carbides, nitrides, borides.
4. Non-stick coating according to claim 3, characterized in that the inorganic filler materials (8) comprise silicon carbide and/or aluminum oxide.
5. Non-stick coating according to one of claims 1 to 4, characterized in that particles of the inorganic filler materials (8) of the intermediate layer partly
protrude into the base layer.
1. Revêtement anti-adhésif d'une pièce, ce revêtement anti-adhésif comportant au moins
trois couches, à savoir :
- une couche de recouvrement (6) ayant une épaisseur de film sec de 10 à 50 µm de
préférence de 20 à 30 µm,
- une couche intermédiaire (4) ayant une épaisseur de film sec de 10 à 100 µm, de
préférence de 20 à 30 µm, et
- une couche de base (2) ayant une épaisseur de film sec de 10 à 50 µm, de préférence
de 20 à 30 µm,
la couche de recouvrement (6) renfermant 40 % à 90 % de fluoropolymères organiques
20 à 50 % de ces composés étant constitués par rapport à la couche de recouvrement
(6) par du polytétrafluoréthylène (PTFE) tandis que 20 % à 70 % sont constitués, toujours
par rapport à la couche de recouvrement par des copolymères de tétrafluoréthylène
avec des perfluoralkyl vinyl éther dont le groupe alkyl renferme 1-3 atomes de carbone,
à savoir MFA ou PFA ou des copolymères de polytétrafluoréthylène avec de l'hexafluorpropylène
(FEP) ou des mélanges de ses composés, et la couche de recouvrement (6) renfermant
10 % à 60 % de poly(oxy-1,4-phénylène-carbonyl-1-4-phénylène) (PEK),
la couche intermédiaire (4) renfermant 20 % à 30 % de fluoropolymères thermoplastique
organique choisis dans le groupe formé par les copolymères de tétrafluoréthylène avec
des perfluoralkyl vinyl éther dont le groupe alkyl renferme 1-3 atomes C, à savoir
MFA ou PFA, des copolymères de tétrafluoréthylène avec de l'hexafluoropropylène (FEP)
ou des mélanges de ses composés, et du poly(oxy-1,4-phénylène-carbonyl-1-4-phénylène)
(PEK) et des charges minérales (8), ces charges minérales (8) renfermant des particules
ayant une granulométrie de 40 µm à 100 µm, de préférence de 45 µm à 70 µm, et la granulométrie
des particules étant choisie de manière qu'au moins certaines des particules pénètrent
partiellement dans la couche de recouvrement (6) sans toutefois traverser cette couche
de recouvrement (6).
2. Revêtement anti-adhésif conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
la couche de base (2) renferme plus de 98 % de poly(oxy-1,4-phénylène-carbonyl-1,4-phénylène)
(PEK).
3. Revêtement anti-adhésif conforme à la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
les charges minérales (8) renferment des substances dures céramiques choisies parmi
les oxydes, les carbures, les nitrures et les borures.
4. Revêtement anti-adhésif conforme à la revendication 3,
caractérisé en ce que
les charges minérales (8) renferment du carbure de silicium et/ou de l'oxyde aluminium.
5. Revêtement anti-adhésif conforme à l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
les particules de charges minérales (8) de la couche intermédiaire pénètrent partiellement
dans la couche de base.